Nr 237 Drittes Blatt.Sonmag ven 8. October eit laiiu^w lei Keniat». Wie Gießener »*rkx km flnjeiyr »IchoMch viermal fatyfeft Gießener Anzeiger gSeiMgspreU vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pf^. mit vringerloh». Bei PostbejNH 2 Mark 50 Pf^ vierteljährlich. San*N«t »« Lnzeigen zu kr nachmittags für ke Mtzntdv, Th erscheinenden fhnnmet M em*. 16 Uhr. General-Anzeiger He Lnttigen-Bermitt1>m,sfteSen ks In- und Ruslauk» nehme« Anzeige« für kn Gießener Anzeiger extfeye, Anrts- und Anzeigeblntt für den Kreis Gieren. Äekllien, Expedition und Druckerei: K4«rür«ß, Nr. 7. Grstisdetlagek: Gießener Famitienblätter, Der hessische Kandwirt, Adresse für Depeschen: Anzeiger ißtaß«. Klätier für hessische Nnlkskunde. «r ... - . -LI LI.II utlJLJW il■ IIIWIIH IVU«»»*»»U^M»>r*>ae«W*«*«>IMM«e*«*0MW*WW»WWWWWeWWWWWWWMW0WWMMeW**M>M***!*M**M*M*»W»W»MMW*WW**M^WW»WWWW»M^W»^W Politische Wochenschau. * Gießeu, 8. Oktober 1899. Das Sprachrohr des Herrn v. Miquel, die „Berl. Pol. Nachr." fühlten sich am Donnerstag nochmals veranlaßt, Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Reichskanzler und dem Vizepräsidenten des preußischen Finanzministeriums entschieden in Abrede zu stellen. Folglich darf man annehmen, daß solche Differenzen thatsächlich bestanden haben, jetzt aber glücklich aus der Welt geschafft worden sind — ob für immer, ist fraglich bei der Verschiedenartigkeit der Charaktere der in Betracht kommenden Personen. Uebrigens stehen auch beide hohe Beamte in einem so vorgerückten Lebensalter, daß sie über kurz oder lang ihr Amt in andere Hände werden legen müssen. Besonders Herr v. Miquel soll sehr ruhebedürftig sein und lieber heute als morgen sein Portefeuille abgeben wollen. Er hat vielleicht keine Neigung mehr, der bestgehaßte Mann in Preußen bezw. im Reiche zu sein, and wessen er sich versehen darf, das haben die Enthüll- »ngen über die Anschläge Liebers deutlich gezeigt. Das Hauptinteresse wendet sich jetzt denEreignissen in S ü d a fr i k a zu. Endlich hat Mr. Chamberlain seinen Willen, «nd er kann seinen Intimus, Mr. Cecil Rhodes und dessen Getreuen Dr. Jameson und Genoffen, rächen. Wir haben ja die Sachlage bereits so eingehend besprochen, daß wir an dieser Stelle nicht näher darauf zurückzukommen brauchen. Auf den Ausgang der Affaire darf man gespannt sein. Wird es den beiden kleinen Republiken in Südafrika gelingen, des mächtigen Feindes sich zu erwehren, oder werden sie die längste Zeit selbständige Staaten gewesen sein? Vae victia! Das gilt insbesondere England gegenüber, das seinen Gegnern noch niemals Schonung hat widerfahren lassen. Die britische Regierung hat einen sehr günstigen Augenblick zum Einschreiten in Südafrika gewählt, da Frankreich, welches dort vielleicht Interessen zu vertreten hätte, durch die innerpolitischen Ereignisse und mit Rücksicht auf die Weltausstellung die Hände gebunden sind. DieVerhandlungen des franzöfischen St aats- gerichtshofs über die royalistischen Anschläge schreiten nur langsam vorwärts. In den letzten Tagen sind zwar mehrere Verhaftungen erfolgt, jedoch sind die Aussichten, daß es bald zu einer Entscheidung kommt, nur gering. Die Affaire Dreyfus scheint schon vergeffen zu sein, und daran kann man erkennen, daß die Regierung mit der Begnadigung des Kapitäns das Richtige getroffen hatte. Aehnlich sollte auch König Alexander von Serbien verfahren mit den in Belgrad Verurtheilten. Wenn er verständig genug ist, dann läßt er Gnade walten, wo keine Schuld war. Denn trotz der Ueberzeugung, die er in seiner Thronrede von der Loyalität seiner Unterthanen abgab, darf er den Bogen nicht allzu straff spannen, die Dynastie Obrenowitsch gilt nicht viel im Lande der Serben. Oesterreich hat wieder ein Ministerium, von welchem inneren Gehalte, muß sich erst zeigen. Auf Thaten kann man erst rechnen, weun der Reichsrat wieder zusammengetreten sein wird, was ja in allernächster Zeit geschehen soll. Es wird einen harten Kampf geben im Parlamente, da von einer Versöhnung der Parteien keine Rede sein kann, die Gegensätze sich vielmehr noch weiter zugespitzt haben. Eine Kabinettskrisis hatte bekanntlich auch Spanien, aber sie ist mit dem Rücktritt des Kriegsministers Polavieja erledigt worden, an dessen Stelle der General Azcarraga getreten ist. — Nicht geringe Aufmerksamkeit hat man dem Besuche geschenkt, welchen der russische Minister des Aeußern Graf Murawjew am Hofe von San Sebastian machte. Aber es soll nur eine Höflichkeitsvisite gewesen sein, wie offiziös versichert wird! Daß man auch irgend welche politische Zwecke mit diesem Besuche in Verbindung bringen konnte! Kskaies »«- ProvinMes. Gießen, den 7. Oktober 1899. ♦* Kirchliche Dieustuachrichteu. Ernannt wurden: Pfarramtskandidat Wolf zu Alzey zum Pfarrvikar in Ossenheim, Dekanat Friedberg; Pfarrassistent Hanack zu Bürgel zum Pfarrverwalter des die evangelischen Gemeinden Bürgel und Mühlheim umfassenden Bezirks der evangelischen Land« Pfarrei Offenbach; Pfarrverwalter Hotz zu Heppenheim a. d. W. zum Pfarrverwalter in Maar, Dekanat Lauterbach; Pfarrvikar Weber zu Mörfelden, Dekanat Groß- Gerau, zum Pfarrverwalter daselbst; Pfarrverwalter Walter zu Londorf zum Pfarrvikar in Groß Gerau, Dekanat Groß- Gerau; Pfarramtskandidat Schnellbächer zu Heppenheim a. d. B. zum Pfarrverwalter in Wahlen, Dekanat Alsfeld; Pfarrvikar Wolf zu Offenheim, Dekanat Friedberg, zum Pfarrverwalter daselbst. — Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben: die evangelische Pfarrstelle zu Hartershausen, Dekanat Lauterbach; Seiner Erlaucht dem Grafen von Schlitz, genannt von Görtz, steht das Präsentationsrecht zu; die evangelische Pfarrstelle zu Sprendlingen, Dekanat Offenbach; Seiner Durchlaucht dem Fürsten zu Jsenburg-Birstein steht das Präsentationsrecht zu. ** Schuldienstuachrichten. Am 5. August wurde dem Schullehrer Eugen Grim zu Haßloch eine Lehrerstelle au der Gemeindeschule zu Ginsheim-Gustavsburg, Gr. Groß- Gerau, übertragen; an demselben Tage wurde der auf die 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gammelsbach, Kr. Erbach, präsentierte SchulamtZaspirant Heinrich Walter aus Lich, für diese Stelle bestätigt; am 9. August wurde dem Schulamtsaspiranten Franz Fe cher aus Obertshausen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lorsch, Kr. Bensheim, übertragen; an demselben Tage wurde der auf die 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rothenberg, Kr. Erbach, präsentierte Schulamtsaspirant Peter Heb er er aus Bieber für diese Stelle bestätigt; am 12. August wurde dem Schulamtsaspiranten Otto Wolf sch mitt aus Schotte» eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Heuchelheim, Kr. Gießen, übertragen; am 19. August wurde dem Schulamtsaspiranten Hermann Weinheimer aus Wallertheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bischofsheim, Gr. Groß'Gerau, übertragen; an demselben Tage wurde» dem provisorischen Zeichenlehrer an der Volksschule zu Mainz Oskar Scheu die Rechte eines definitiv angestellten Volksschullehrers verliehen; am 26. August wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Meißinger aus Kesselbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule daselbst, an demselben Tage wurden den Schulamtsaspiranten Johannes Kl öS aus Massenheim und Josef Hell meist er aus Gau-AlgeS- Feuilleton. Ikansen in der Urania. Berlin, 6. Oktober. Parkett, Logen und Ränge von einem elegantem Publikum bis auf den letzten Platz dicht besetzt, im Parquet die Spitzen der vornehmen Gesellschaft Berlins, die Vertreter der Wiffenschaft und der Künste, in den Logen ein glänzender Damenflor und Mitglieder des Offizierkorps ..... das war die äußere Signatur des gestrigeu (Donnerstag) Abends, mit dem die Urania den Zyklus jener Borträge eröffnete, die ein Gesamtbild von der Arbeit der Naturwissenschaft in unserem Jahrhundert bieten sollen. Und wie es ein glücklicher Gedanke war, diesen Vortragszyklus zusammenzustellen, der in seinen Einzelheiten von den berufensten Männern der einzelnen Disziplinen vertreten werden wird, so war es auch ein glücklicher Einfall, an die Spitze der glänzenden Reihe einen Mann zu stellen, der, ein Gelehrter und ein Held zugleich, gegenwärtig wohl die größte Popularität in der gebildeten Welt genießt: Fridtjof Nansen. Das Zeichen zum Beginn des Vortrages ertönte, und die tiefe Stille erwartungsvoller Spannung trat ein. Da ging auf der Bühne der Vorhang hoch . . . einige Sekunden verstrichen, und die schlanke, sehnige Gestalt mit dem ausdrucksvollen, ernsten Kopfe ward sichtbar. Mit raschen, festen Schritten ging er auf das Lesepult zu, von einem Sturm von Beifall empfangen. Und nun begann er seinen Vortrag. Nansen ist ein guter Redner; obgleich ihm die deutsche Sprache hier und da einige Schwierigkeiten zu bereiten scheint, findet er stets und rasch das richtige Wort, den paffenden Ausdruck. Er spricht klar und knapp, ohne Phrasen, ohne Undeutlichkeiten, so recht wie ein Mann der That. Dem Publikum war es leider nicht vergönnt, den Redner lange zu sehen. Da er fast den ganzen Vortrag durch Projektionsbilder erläuterte, legte sich bald tiefes Dunkel über das Haus, und man konnte die Gestalt des großen Polarforschers nur in den Umrissen wahrnehmen. Aber fast so interessant, wie der Mann selbst, war sein Vortrag. Das Thema war: „Die Fortschritte der Polarforschung", und Nansen gab einen Ueberblick über die Arbeit unseres Jahrhunderts in den arktischen Regionen des Nordens. Er konnte sich dabei selbstverständlich nur auf die wichtigsten Momente beschränken. Er setzte bei jener Epoche ein, in der eine Expedition zum Polarlande nur rein materielle Zwecke verfolgte. Man weiß, daß noch am Anfang unseres Jahrhunderts die meisten Polarreisen hauptsächlich das Ziel verfolgten, entweder die nordwestliche Durchfahrt die Nordküste Nordamerikas entlang oder die nordöstliche Durchfahrt an der Küste Sibiriens aufzufinden. Man wollte dadurch die Reise nach Japan, China und Indien um ein gewaltiges Stück abkürzen. John Roß, Parry und Franklin suchten die Nordwestpassage. Parry war der Erste, der auf seiner Fahrt bis zum Nordpol Vordringen wollte. Dann kam die Periode, in der sich die Nordpolexpeditionen am stärksten häuften. Von derFrank- linschen Expedition, auf die man so große Hoffnungen gesetzt hatte, kam keine Nachricht, und es begann die Reihe jener Aufsuchungsexpeditionen, denen die Wissenschaft so viel zu verdanken hat. Erst Mac Clure fand im Jahre 1859 die Spuren dieser Expedition, die bis auf den letzten Mann im ewigen Eise untergegangen war. Und demselben Mann war es gelungen, die Nordwestpassage aufzufinden, aber auch die Erkenntnis zu erlangen, daß diese Durchfahrt keine Durchfahrt war, weil das Eis des Polarmeeres niemals schmilzt. Trotzdem war unter den Geographen und Polarforschern die Ansicht verbreitet, daß um den Pol herum eine freie, schiffbare See, ein offenes Polarmeer vorhanden sei, und wie eine Fata morgana lockte dieses vermeintliche offene Meer zahlreiche kühne Männer hinaus in den hohen Norden. Man drang immer weiter vor, Stück um Stück der polaren Welt wurde mit unbeschreiblich kühnem Wagemut erobert. Aber das offene Polarmeer blieb, was es war — ein Phantasiegebilde, dem jede Wirklichkeit fehlt. Doch gerade die Mißerfolge schienen die Forscher anzuspornen. Als man einsah, daß die Verfolgung praktischer Zwecke tue unpraktischste Arbeits- und Menschenvergeudung gewesen war, als man sich endlich überzeugte, daß das offene Polarmeer nur eine Hypothese, ein Traum war, begann erst dre wissenschaftliche, die ernste Arbeit. Man suchte nicht mehr ei« Phantom, es galt jetzt, die Wiffenschaft an sich zu bereichern. Diesen rein wissenschaftlichen Charakter trugen und trage» alle Polarexpeditionen der letzten zwei Jahrzehnte, selbst die Expedition Nordenskiölds, der mit seiner „Vega" die nordöstliche Durchfahrt suchte und sie in der That auch fand. Diese zweijährige Reise an der Küste Sibiriens hatte nur den Zweck wissenschaftlicher Erkenntnis. Und denselben Zweck verfolgten und verfolgen alle jene Expeditionen, die den Nordpol selbst erstürmen wollen. Die Expedition Pearys, die mit so furchtbarer, grauenhafter Tragik gescheiterte Expedition der „Jeannette", die glorreiche Fahrt Nansens mit seinem „Fram" — sie alle wollten bis zu jenem geheimnisvollen Erdenpunkt vordringen, den die Karte als Nordpol verzeichnet. Aber nebenbei haben die polaren Forschungen noch einen anderen Weg eingeschlagen. Man sah ein, daß die Polarregionen auch andere Aufschlüsse über das Lebe» und die Vergangenheit unserer Erde bieten können. Nachdem die erste deutsche Expedition im Jahre 1869 Entdeckungen in Grönland gemacht hatte, wandte sich die Aufmerksamkeit der Forscher dorthin, und es ergab sich, daß diese Welt, deren Inneres tief unter ewigem Schnee und Eis begraben liegt, gegenwärtig ein Musterbild unserer eigenen Welt ist, wie sie vor Jahrtausenden während wiederholter Eiszeiten ausgesehen haben mag. Die Forschung wandte sich also Grönland zu, und die Expeditionen Norde»- skiölds, Nansens und v. Drygalsgys brachten Aufschlüffe, die für die Kenntnis der Natur unserer Erde von höchster Wichtigkeit sind. Gewaltiges hat unser Jahrhundert auf dem arktische« Gebiete geleistet. Die Küste des Polarmeeres ist bis auf wenige Punkte aufgedeckt. Sehr groß ist die Erfahrung, die man in diesem Jahrhundert gesammelt hat. Die Forscher kommender Zeiten werden lange nicht mit so zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, wie sie die kühnen Männer unseres Jahrhunderts unter steter Lebensgefahr und bitterer Drangsal überwinden mußten. Und wie groß die Drangsal war, schilderte Nansen aus seinen eigenen Erlebniffen. Er las einige markante Stellen seines berühmten Werkes vor und bot ein lebhaftes, anschauliches Bild von den im ewigen Eise durchlebten heim, Lehrerstellen an der Musterschule zu Friedberg übertragen; an demselben Tage wurde der auf die 1. Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Dreieichenhain, Kr. Offenbach, präsentierte Schulamtsaspirant Karl Becker aus Müschen- heim für diese Stelle bestätigt; am 30. August wurde dem Schullehrer Martin Alb ach zu Steinheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Watzenborn-Steinberg, Kr. Gießen, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Da ab aus Groß-Bieberau eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rüsselsheim, Kr. Groß-Gerau, übertragen; an demselben Tage wurde der auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kirschhausen, Kr. Heppenheim, präsentierte Schulamtsaspirant Pet. Jak. Pörtner aus Dromersheim für diese Stelle bestätigt; am 2. September wurde dem Schulamtsaspiranten Julius Karl Kray er aus Gonsenheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Haßloch, Kr. Groß- Gerau, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Leonhard Hoffmann aus Kirch-Brombach die 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sandbach, Kr. Erbach, übertragen. ** In Amerika verstorbene Hesse«. In Bucyrus, O.: Elisabeth Reehl, geb. Kriechbaum, 70 Jahre alt, von Reichenbach. In Cincinnati, O.: Christian Henkel, aus Darmstadt. In New-Dort: Witwe Margaretha Thum, geb. Heimerle, 83 Jahre alt, aus Alzey. In Columbus, O.: Ad. Schimpf, 80 Jahre alt, aus Ober- Ostern. tt Lich, 6. Oktober. Als vor nunmehr 11 Jahren die hiesige städtische Wasserleitung gebaut wurde, versäumte man und zwar aus Sparsamkeitsrücksichten, Wassermesser anzubringen. Durch unerlaubten und leichtsinnigen Verbrauch des Wassers entstehender Mangel und ungerechte Verteilung der Lasten für die Wasserabnehmer waren die sich daraus ergebenden Mißstände. Neuerdings soll denselben durch Einführung von Wassermessern gesteuert werden. — Eine große Erleichterung für den Verkehr von der Stadt nach dem Bahnhof wird dadurch geschaffen, daß der Fußsteig der Bahnhofstraße zwischen dem Schloßgarten «ud dem Rondel des alten Festungswalles verbreitert wird. V. Vom westlichen Vogelsberg, 6. Oktober. Um die fiskalischen Waldungen möglichst abzurunden, werden stets kleine Parzellen, die angrenzen, vom Fiskus an getauft Auch für die Gemarkung Salzhausen wird in dieser Beziehung weiter gesorgt, und die neue Wasserleitung wird kräftig gefördert, sodaß in der nächsten Saison alle kleinen Mißstände, die sich im letzten Jahre gezeigt haben, beseitigt sind. — Man ist in unsrer Gegend mit der Kartoffelernte fast zu Ende, doch mit der Herbstsaatbestellung ist man der schlechten Witterung wegen gegen frühere Jahre sehr zurück. L. Lißberg, 6. Oktober. Zum Baue eines neuen Schulhauses ist der hiesigen Gemeinde von Großh. Staatsregierung der namhafte Betrag von 4000 Mk. zu- gewendet worden. Da unser kleines Städtchen mit Glücksgütern nicht gesegnet ist, kann man sich denken, daß die Einwohner für die ansehnliche Zuwendung sehr dankbar sind. ? Grebenhain, 5. Oktober. Zwei noch junge Briefträger beim hiesigen Postamt, welche den Landbestellbezirk haben, versehen diesen Dienst zur geeigneten Jahreszeit nur per Rad mit Ausnahme beim Tragen schwerer Packete. Beide Briefträger haben dadurch stets ihren Bezirk etwa 1 Stunde früher und auch leichter bestellt. Möge dies Nachahmung finden. n. Büdingen, 6. Oktober. Der seitherige Vertreter unseres Wahlbezirks in der zweiten Kammer der Landstände, Herr Oberamtmann Wester nach er in Lindheim, kandidiert bei der bevorstehenden Wahl nicht mehr. Auch sein Gegenkandidat bei der letzten Wahl, Herr Bürgermeister Noß in Wolf, der der Reformpartei angehört, kommt nicht mehr in Frage, da seitens der Partei der seitherige Vertreter für den Wahlbezirk Gießen-Land, Herr Pachter Bähr auf dem Herrnhag, als Kandidat aufgestellt wurde. Auf verschiedene an ihn gerichtete Anfragen hat sich ferner Herr Pfarrer - Bernbeck in Staden zur Annahme einer etwa auf ihn fallenden Wahl bereit erklärt. Da diese letzte Kandidatur aus allen Parteilagern lebhafte Unterstützung findet, und auch vom Bund der Landwirte, dessen Mitglied der Ge nannte ist, acceptiert wurde, dürfte jede andere als gänzlich aussichtslos zu betrachten fein. Es wurden seither auch ab und zu andere Namen genannt; doch folgte jedesmal rasch die Erklärung, der Betreffende lasse sich nicht aufstellen. Es ist das auch leicht erklärlich, da es nicht nach jedermanns Geschmack fein dürfte, nur als Zählkandidat zu fungieren. — Darmstadt, 6. Oktober. Heute abend. Präzis 9 Uhr, fährt der Russische Hofzug vom hiesigen Bahnhof ab nachEgelsbach, nimmt dort denGroßherzog nebst hoherGemahlin und Dienerschaft und feinen Kaiserlichen Gästen, den Zar nebst hoher Gemahlin und Gefolge auf und fährt 9 Uhr 30 Min. wieder zurück nach Darmstadt, woselbst die Herrschaften in dem Hofzug, welcher unter Bewachung int Eil-Güterbahnhos nächst den Anlagen am Exerzierplatz stehen bleibt, übernachten. Morgen (Samstag) früh 7 Uhr 40 Min. bringt der Kaiserliche Zug seine Insassen über Bensheim nach Worms a. Rh. Die hohen Herrschaften besichtigen daselbst die Rheinbrücke, das Denkmal des seligen Großherzogs Ludwig IV., das Paulusmuseum rc. und werden dann einer Einladung des Herrn Major von Heyl Folge leisten. Die Rückreise erfolgt Samstag mittag 1/21 Uhr und werden die hohen Fürstlichkeiten um 1 Uhr 30 Min. wieder mit dem Kaiserlich Ruff. Hofzug in Egelsbach eintreffen. Im Uebrigen wird über diesen Ausflug strengstes Geheimnis bewahrt. Die städtischen Anlagen am hiesigen Bahnhof nächst dem Exerzierplatz, woselbst der Kaiserliche Zug die Nacht über steht, werden streng von den Kriminalschutzleuten bewacht. — Die Einweihung der russ. Kapelle findet nunmehr bestimmt Sonntag, den 8. Oktober, vormittags i/,H Uhr statt. A Groß-Steinheim, 6. Oktober. Herr Lehrer Gieles in unserer Nachbargemeinde Klein-Auheim zog sich unlängst während des Unterrichts im Schulsaale beim Wegtragen eines Tafelgestells eine unbedeutende Verletzung am Unterleibe zu, welcher er keine weitere Beachtung schenkte. Die Sache verschlimmerte sich indessen dermaßen, daß sich Herr Gieles neuerdings im Krankenhause zu Hanau einer schwierigen Operation unterziehen mußte. Dieselbe nahm zur Freude der ganzen Gemeinde einen günstigen Verlauf. Hoffentlich kann der beliebte Lehrer bald zu seiner Familie zurückkehren! A Seligenstadt, 6. Oktober. Der weithin vorteilhaft bekannte und beliebte Gerichtsschreiber, Herr Franz Wendeberg, ist heute vormittag in folgeeines Schlaganfalles im Alter von 52 Jahren plötzlich verschieden. Der Verstorbene stammte aus Schotten und wirkte als Gerichtsbeamter zu Offenbach, Fürth i. Od. und hier. Nach dem Ableben des Bürgermeisters Wolz übernahm er die Direktion der hiesigen Bezirkssparkasse, wie er auch noch andere Ehrenstellungen bekleidete. Er hinterläßt eine Witwe und 3 noch unversorgte Söhne. R. i. p. A Vom hessische« Mai«, 6. Oktober. Daß auch am Postschalter „Ruhe des guten Bürgers erste Pflicht ist", mußte unlängst der bekannte Handelsmann K. K. II. zu S. an sich selbst erfahren. An einem schönen Sommermorgeu machte derselbe nämlich am Postschalter zu S. seinem gepreßten Herzen dermaßen Luft, daß Nachbarsleute vermuteten, in den friedlichen Räumen des Postamtes feie« Streitigkeiten ausgebrochen. Der überlaute Mann wurde wegen Ruhestörung mittelst Strafmandats zu 10 Mk. Strafe verurteilt. Infolge erhoben Widerspruchs sollte gestern am Schöffengerichte die Sache abgeurteilt werden. K. aber zog aus wohlerwogenen Gründen unmittelbar vor dem Termin den Einspruch zurück und brachte damit zahlreiche Neugierige um den Genuß einer interessanten Gerichts- vrrhandlung. -r Mainz, 6. Oktober. Nach von Berlin hierher gelangter Mitteilung dürften die zwischen der städtischen Verwaltung und Vertretern des Militärfiskus wegen Austausch militärfiskalischen Geländes jüngst getroffenen Vereinbarungen in aller Kürze entgültiq ratifiziert werden, indem das Kriegsministerium bereits schlüssig in der Sache geworden ist. o. Mainz,6.Oktobee. In eine empfindliche Strafe wurden die drei Inhaber der Holzfirma Gebrüder Bupp in Lichtenfels genommen, welche, ohne ein hessisches Patent zu besitzen, im Kostheimer Floßhafen Quantitäten Holz a« Bauunternehmer und Händler verkauft haben. Jeder der drei Brüder Rupp wurde mit einem Strafmandat von Mk. 400 bedacht. Die gegen diese Strafe angerufene richterliche Entscheidung war erfolglos, und hat die Firma zusammen 1200 Mk. zu zahlen. D Vom Rhein, 6. Oktober. Der „Mainzer Anzeiger" meldet die überraschende Kunde, daß das Schloß Johannisberg — Rheinlands Perle — von dem Besitzer Prinzen Metternich verpachtet werden soll. Der Prinz soll vorige Woche anwesend gewesen sein, und bereits das Weitere veranlaßt haben. Frankfurt a. M., 5. Oktober. Wer kauft den Wald? In einer Erörterung Über die Zukunft des Jsenburgischen Waldes behauptet die „Kleine Presse", daß der Wald schon verkauft sei, nämlich an die Frankfurter Aktiengesellschaft für Hoch- und Tiefbau. Nach einem kürzlich abgeschloffenen Vertrag zwischen der Gesellschaft und der Jsenburgischen Vermögensverwaltung — es sind übrigens noch einige Formalitäten zu erfüllen — geht ein Teil der den 3y2= prozentigen Fürstlich Jsenburgischen und Büdingen-Bir- stein'schen Anleihen verpfändeten Objekte an jene Gesellschaft über. Es handelt sich um den im Kreise Offenbach gelegenen Teil der Liegenschaften im Ausmaß von etwa 2200 Hektar, wofür ein Kaufpreis von rund 7 Millionen Mark vereinbart wurde. Er würde voraussichtlich in erster Linie zur Rückzahlung der Anleihe Verwendung finden, deren Betrag sich auf 6’/2 Millionen Mark beläuft. — Wir wiederholen hierzu, daß wir schon früher ausgeführt haben: daß es sich bei dem angezogenen Vertrag nur um einen Vorvertrag, nicht um einen definitiven Kaufvertrag handelt, und wir glauben weiter versichern zu können, daß ein solcher Verkauf überhaupt an dem Einspruch der Regierung und der Stadtgemeinde Offenbach scheitern wird. Die Verhandlungen werden seitens der Stadt weitergeführt und damit allein schon ist der Nachweis dafür gegeben, daß ein Verkauf bisher noch nicht perfekt geworden ist. Gefahren, den Abenteuern, der Not und des unerschütterlichen Heldenmutes. Er schilderte die Natur dieser rauhen Welt, die eben so furchtbar wie erhaben ist, und schloß mit der Betrachtung: Wenn die Polarforschung auch keinen materiellen, greifbaren Nutzen zu bringen scheint, so ist alles, was das Leben des Menschen reicher macht, so ist die Vermehrung unseres Wissens Nutzen genug. Die Polarforschung ist ein Kampf des Lichtes gegen die Finsternis, und jeder Fortschritt in der Erkenntnis dieses dunkeln Gebietes ist ein Sieg des Lichts, ein Sieg des Menschen über die rauhe Natur. Kaum nötig, zu sagen, daß der Vortrag rauschenden, begeisterten Beifall fand. » • * * lieber Damen Caseh'äuser plaudert der „B. L. A." sehr hübsch: „Vor kurzer Zeit ist im Centrum Berlins, in der Friedrichstadt, ein großes Cafshans eröffnet worden. Das wäre an sich nichts Ueberrafchendes, aber das neue Etablissement bietet eine Merkwürdigkeit, die es von anderen Cafos unterscheidet und zu einer Originalität macht. Das Lokal ist geteilt, und zwar in zwei ungleiche Teile. Der kleinere Raum ist den paffenden und qualmenden Herren der Schöpfung als ausschließliche Domäne überlassen, aber auf der anderen Seite, jenseits der Portiöre, herrscht die Frau. Da sitzt sie, von keinem Cigarettenwölkchen belästigt, trinkt Kaffee oder Chololade und lieft Modejournale, und wenn ein männliches Wesen sich in diese heiligen Hallen verirrt, weh ihm, wenn es sich nicht still unterordnet. Es darf wohl dort bleiben, aber, der Himmel sei seiner armen Seele gnädig, wenn es es wagt, eine Cigarre ober Cigarette hervorzuziehen. Unter süffisantem Lächeln der anwesenden Damen würde ihn der Kellner liebenswürdig, aber bestimmt, darauf aufmerksam machen, daß das Rauchen in der „Damenabteilung" nicht zulässig. So weit man auch spähet und blicket, kein Streichholz ist auf den runden Marmortischchen zu entdecken, kein Hauch einer brennenden Cigarette durchfliegt den Raum, nur hin und wieder zittert der Duft eines mehr oder minder diskreten Parfums durch die Luft. Das ist doch sicher ein praktischer Fortschritt auf dem Gebiet moderner Frauenemanzipationsbestrebungen. Man giebt sich nicht mehr damit zufrieden, uns vom Operationstisch zu vertreiben, man begnügt sich nicht, uns aus den Anwaltszimmern zu verjagen, nein man raubt uns sogar dasCasö, das bisher unser unbestrittenes Reich war, man wehrt uns die Cigarette, die „bei Muttern" zu rauchen uns die weißen Gardinen nicht erlauben, auch im Cafe! — Aber nein, so tragisch ist die Sache nicht. Das Dameneafe ist im Grunde nur eine Variante der längst bestehenden Damenkonditoreien, und wenn man sich jener unangenehmen Vorkommnisse erinnert, die sich oft ereignet haben, wenn Damen, um eine Erfrischung zu nehmen, allein ein 6a f 6 der Fremdengegend betraten und vom Kellner unter Hinweis auf das Hausgefetz, das Damen ohne männliche Begleitung den Aufenthalt verbietet, zurückgewiesen wurden. Es find eine ganze Reihe solcher Fälle öffentlich besprochen und das Peinliche der Situation, in welche anständige Bürgerfrauen dadurch gerieten, oft erörtert worden. Durch die Errichtung von Damenabteilungen in unseren Cafehäusern werden derartige Dinge unmöglich gemacht, und anständige Frauen werden in Zukunft ruhig ein öffentliches Cafehaus betreten dürfen. Für die Herrenwelt entstehen daraus keinerlei Unbequemlichkeiten, im Gegenteil, denjenigen, die selbst Nichtraucher sind, wird es nur recht sein, auch in Cafehäusern einen Raum zu finden, in dem sie sich aufhalten können, ohne durch einen Nebel von Tabakqualm dem Erstickungstode nahege- bracht zu werden. Und welch herrliche Institution ist ein Damencafe für jene Aermsten, die bisher gezwungen waren, des „Anderen" harrend, Littfassäulen und Normaluhren zu umkreisen. Im Damensalon, Kaffee trinkend und Zeitung lesend, wartet man nun bequem, von keines Passanten indiskreten Blicken belästigt, bis „Er" kommt, und wenn man bann Arm in Arm gemeinschaftlich die gastlichen Räume verläßt, entströmt ein frommer Wunsch dem — na sagen wir „rosigen" — Munde für das Blühen, Wachsen und Gedeihen der Demencafes. ..." * Bei dem Pariser Damenschneider. Da nunmehr „Ganz Paris" sich wieder im Faubourg St. Germain und in der Umgebung des Triumphbogens versammelt hat, beginnt die große Schau der neuen Moden. Die Salons der großen Schneider sind mit den Ausstellungen der neuen Wunderwerke fertig. Nach dem Grand-Prix in Longchamps waren die Zeichner schon mit ihren neuen Kunstwerken parat und haben ihre Skizzen für Toiletten, Mäntel, Jacken und alle sonstigen schönen Dinge de« ersten Zuschneiderinnen abgeliefert, die dann aus Mouffeline ihre Modelle anfertigte«. Monsieur und Madame prüften und wählten indeffen unter den neuen Stoffmustern die Spezialitäten ihres Hauses und reiften in irgend ein vornehmes Seebad. Nach ihrer Rückkehr wurden die Werke der ersten Zuschneiderinnen betrachtet, wurden die letzten Aenderungen beraten und erwogen, durchgeführt, und dann kamen die wirklichen schönen Stoffe in die Arbeit zur Herstellung der Modelle, welche nun ausgestellt sind. — Theure Kleider! — Aber was sie auch kosten. — Eine erste Zuschneiderin in solchem Hause bezieht einen Jahresgehalt von 18 000 Francs, die Verkäuferinnen haben — nur 12000 Francs Gehalt, aber 1 Prozent Umsatzprovision, wodurch sich ihr Einkommen auf 30- bis 40 000 Francs steigert. — Dann erst kommen die Probiermamsells mit 300 Francs monatlich, die großen und kleine« Schönheiten, welche die kostbaren Kleider anziehen und ausziehen und selbst auch immer so reizend gekleidet sind. Aber die Probiermamsells haben wir auch . i« Berlin, und sie sind auch in Berlin hübsche, liebenswürdige Mädchen. w Abgeführt. Admiral Dewey ist, wie man weiß, mit ungeheuren Feierlichkeiten in New Aork empfangen worden, und fein Einzug, bei dem ein gewaltiges Gedränge herrschte, hat die Amerikaner wohl mehr Tote und Verwundete gekostet, als der Sieg in Manila selbst. Eine der Gaben der Stadt New-Jork an den Admiral Dewey ist ein mit Edelsteinen verziertes Porträtmedatllon aus wertvollem Metall. Eine andere Gabe ist ein Silberbecher, der durch das Zusammenschmelzen von Silhermünzen, die Tausende vo« Amerikanern zu diesem Zweck spendeten, erzeugt wurde. Der Becher soll mehr den Wert eines Erinnerungszeichens als den eines kostbaren Geschenkes haben. Admiral Dewey läßt sich, um einer Kußepidemie vorzubeugen, vorsichtigerweise nicht küffen. Eine junge, hübsche Frau hielt ihm ihre Lippen zum Kuß hin. Einen Augenblick zögerte der Admiral — dann winkte er rasch einen Offizier, der die Dame höflich wegführte. Man braucht mit der im doppelte« Sinne des Wortes „abgeführten" Dame kein Mitleid zu haben, da sie, wie es heißt, von Leuten, die den Admiral lächerlich mache« wollten, zu ihrem Anerbieten angeftiftet wurde. SStO 1 DirnM^en. zj Derselbe M worgtoö " h in seiner Wohnung 12V. Uhr ln der b,e Sprecht für 1 In dem Firm eingetragen: 1. 2übwi01 Firma seines Ramei 2. Philipp D Firma „Ph. Wagi schäft mit Porzellar mit Küchen- und Ha 3. Dar seither von Adolf Busch und betriebene Cigarren-s Firmenbezeichnung au zu Heuchelheim, nän Wilhelm Cloos vonl 4. Kaufmann E Firma seines tarnen- ssnWn tierischen Ai Gietzen, den Äitiiii H 360 // H Wmi Mr die Großh. in Gießen soll die benannter tßrobutte Wti ^ubmiffiotisa »erden und zwar: 100 Six. s Manschen! untnerdige oberndige Zwiebeln, rote Rübe, Derrettig, gelbe Rübe h Oe Speise! Wtt.m 20 Ctr. Aepfel, W Sellerie. W können aus de> «F d-- Jen Ä« *6'5 dir zum Met isor N dem Witta, einzureich^ ei* 4*® «w 16 10 2 10 r 2 io , « Weißkraut Stück Rotkraut, - 4UU » Lauch, ”10000 ' ? d,° Mr M ®c E°u->sge ^gers erste U? eIßmann g ist-, schönen Somw?' Nttt «u T^orgen b,6 Mars 2'® 8*' len des snortnme.utc ver- übttlantfLn' ftitl iS^Ä 1 «nmitteibar h„ ?" '-LZ wjt enlgiiitig ratifijiert *bttt,li BGg inbrr '“MiuHUtStt.f. ’Wnua @ebtibtt Iyp ™ MW« Daun, 'M1 Mm. gebet bet einem Sttafmnnbat ton Strafe angerufene nnb hat die Mma Der »Mainzer Änjeiget" )aB öas Schloß JohanniS- n dem Besitzer Prinzen lff- Der Prinz soll vorige 1 derei'tS das Weitere ver- Der tau^t buMb? itunV des NmbmMrn esse", daß der Wald schon 'anlsurter Aktiengesellschaft em kürzlich abgeschlossenen f und der Jsenburgischen nd übrigens noch einige it ein Teil der den 31/,- schen und Büdingen-Bir- Objekte an jene Gesellschaft t im Kreise Ossenbach gern Ausmaß von etwa 2200 i mb 7 Millionen Mark aussichtlich in erster Sinit itnbung finbtn, deren Be- belaust. - Wir wieder- x ausMhrt Haden , daß \vx^ wc M men Dvr-- ftven Kacherirag handelt, i ju können, daß ein solcher spruch der Regierung und scheitern wird. Die Ber- : Stadt weitergeführt und ttis dafür gegeben, daß ein t geworden ist- ^e ihre Modelle anfertigM. ”, »Wteni** ejialitäten Seebad. Nach ihrer Ruck ersten Zuschneidennnen be- i-'*SS % h*' „ft ton®«bi V M. «■» immer f° r all$ it tp*ww \ ist, ®ie SJ? »Ä walti9e66*o9„bete3* Tote t gaben W (tlbft $,”ft ein «'* 6 a’ üSS Ktz ,fn mit der !' “^h Davie ke>" -dwir^ V® t«'* Städtischer Arbeitsnachweis Gießen ©artenftrafce L. Angebot der Arbeitnehmer r 2 Taglöhner, 1 Hausbursche, 1 Frau zur selbstständigen Führung eines Haushaltes, 2 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, 1 Kindermädchen. Nachfrage der Arbeitgeber r 1 Drechsler, 1 Spengler, 2 Weißbinder, 1 tückt. Küfer für Holzarbeit, 1 Messerschmied, 1 jüngerer Schlosser, 1 Heizer, S Schneider, 1 Sckremer, 1 Schreinerlehrlmg gegen tägliche Vergütung, I Lehrling für eine Sckirmfabrik gegen tägliche Bezahlung, 2 Laufmädchen, 3 Lauffrauen, 4 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 2 Waschfrauen für ständige Wochenarbeit, 1 Waschfrau, 3 Hausburschen, 1 Fuhrknecht, eine größere Anzahl Taglöhner. Der die Stadtarmen behandelnde Arzt, Herr Dr. Metzger wohnt Mcestraße 19, II. Derselbe nimmt Bestellungen für die Stadtbesuche Armer worgeus 7% bis 8 Uhr, nachmittags 2y2 bis 3 Uhr in seiner Wohnung entgegen; ebenso auch morgens von 10V2 bis 12V, Uhr in der medizinischen Klinik, um welche Zeit daselbst die Sprechstunde für nicht bettlägerige arme Kranke abgehalten wird. Armen amt Gießen. 7203 Bekanntmachung. In dem Firmenregister des unterfertigten Gerichts wurde folgendes eingetragen: 1. Ludwig Sommer zu Klein-Linden betreibt daselbst unter der Firma seines Namens vom 1. Oktober 1899 ab ein Kolonialwarengefchäst. 2. Philipp Wagner XIII. zu Gießen betreibt daselbst unter der Firma „Ph. Wagner^ seit 1. September l. I. ein kaufmännisches Ge schäft mit Porzellan-, Glas-, Thon-, Steingut- und Emaillewaren, sowie mit Küchen- und Haushaltungsgegenständen. 8. Das seither zu Heuchelheim unter der Firma „Busch ?m, "Ml bÄ « bei **ti I«ffe ®d& “Der der ;r'. "^n er, i I 3bJ*h li 's:. Pianinos von Mk. 400.— ae. Hoher Bar-Rabatt. Grosse Auswahl. Klavierstimmen im Abonnement und auf Einzelbestellung, ß Wilh. Rudolph, Seltersweg 91. Reparatur-W erkstätte, in welcher jede Reparatur an Pianos und Harmoniums aufs beste ausgeftihrt wird. Aufpolieren von Pianos. Günstige Ratenzahlungsbedingungen. Freie Lieferung überallhin. 10 jähr. Garantie. Gespielte Instrumente eu allen Preisen von Mk. 50.— an. Pianos und Harmoniums zu vermieten- Harmoniums von Mk. 90.— an. Flügel 97 SO 87.80 95.40 (00.00 000.00 <971 zu bedeutend ermässigten Preisen Lotti« Kais 56. Settersweg 56 ooaooooonoaoooaaaoaaoaoaooooosooooooooooaooaooöooöooooooooooo ständig angenommen. 7047 03534 der tagsüber gesucht. 03509 719« aus geführt von der □ aaCXXXXXXXXlOOODOOÖlDIDiaQOOOaOtiODOCXXX» Kin interessanter Urozeß FWpeusortiereriünen gesucht. Sortierlohn 75 Pfg. 7110 Alexander Mayer. 7020 liche Eigenschaften fern zu halten. dieses Blattes. 7097 03392 Frankfurter Börse vom 6. Oktober 1899 Prorrnt 4 1887 81/. Frankftr. Hyp. Bk unk. b. 1906 95.50 87t Frks. Hyp. «red. B. unk. b. 190« 95 60 dw. UNk. b. 1907 101.C0 Deutsche »rdsch.B. unk. b. 1904 101.00 4 FrkfLdw.Tred.Bk.unkch.1900 7185 Brief 80.88 Oesterr. dto. Americ. 4.16 AAend-ourfer Darmst B?.'«ctien 000.00 | Oesterr. Tredlt-Actien M4 80 Berantwonlicher Rrdaklrur: H. Koegler. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfitätS-Buch- und Sleindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. in der Fabrikation ist es, auf Malz Geschmack und Aroma des Bohnenkaffees zu übertragen und dabei deflen fchäd- Da nach einem solchen patentierten Verfahren Kathreiners Kneipp-Malzkaffee hergeftellt ist, so wird er auch von keinem anderen sogenannten Malzkaffee in Qualität erreicht. 4 4 4 98 40 97 «5 23 86 100 06 48 26 3 3 Brief 16.19 20.42 4.20 •tl» 80.85 169.80 14.181/, Unterricht im Lateinischen, Italienischen und in anderen Sprachen erteilt Prof. Dr. Bindewald, Real- gymnasial-Lehrer i. P., Schillerstraße 24 2148] Wer Stelle sucht, verlange unsere „Allgemeine Vakanzenliste". W. Hirsch Verlag, Mannheim. fniu H. Wigand, Schülerin des Kölner Konservatoriums und gerb. v. Hiller. Anmeldungen: Stepharistraße 3Ä, Part. 100.00 00.00 ioo.ro 100.80 101.00 98.95 Montag den 9. Oktober 1899, abends 87, Uhr: Monats • Versammlung bei Weber, Grünbergerstraße. In Uniform. Das Kommando. Zu der heute abend 9 Uhr im Postkeller stattfindenden General-Versammlung Stabt Worms unk. b. 1901 Oest-rr. StaatSbabn v. 1885 Ital. staatSgar. Tifenb. Kapelle des Grossh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 116, Kaiser Wilhelm unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Anfang 5 Uhr. Entree 40 Pfg. Bier per Glas 12 und 15 Pfg. Ortskrankenkasse Gießen ersuchen wir sämtliche Vertreter, da Statuteu-Aeudernugeu vorliegen, welche sehr wichtig find, pünktlich zu erscheinen. Mehrere Mrtreter. Näheres Lndwigsplatz 14, I. 03500] Einige jüngere Mädchen vom Lande für angenehme Stellen gesucht, wo sie auch die Hausarbeit gründlich er- lernen. Näh. L. Hofmann, Dammstr. 22. 5000 Mark aus ein prima Objekt in Bad-Nauhcim auf 2. Hypothek gegen gute Zinsen gesucht. Offerten unter G. N. 7150 an die Ex- pedition dieses Blattes erbeten. Näherinnen werden noch bei sehr hohem Lohn be- Klmn- uni) Gchliß Unterricht (sowie Vorbereitung zur Aufnahme in Konservatorien und Operuschuleu) erteilt «r Ein Lehrmädchen für Manufaktur- und Kurzwarengeschäft rum sofortigen Eintritt unter günstigen Bedingungen gesucht. Gefl. Offerten unter 8 7089 befördert die Expedition d. Bl. Kursbericht so# J. Kus-z & Co.; Hießen, SahuhosSrap 6H, Geldsosßeur Geld 16.16 Franz. Banknoten Zu der am Sonntag den S. Oktober stattfindenden Einweihung meines neu erbauten Santes verbunden mit Tanzmusik erlaube ich mir ganz ergebenst einzuladen. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Wer aus der Brauerei Iriedek & Aspriou. Die Musik wird gestellt von der Regimentskapelle des Infanterie- Regiments Nr. 116, Kaiser Wilhelm. 7201 Philipp Arnold, Leihgestern. Steins Garten. Sonntag den 8. Oktober: Grosses Bier-Konzert Wirtschaft, eine kleine, gutgehende, zu pachten gesucht (Wechsel durch Verkauf des Hauses). Offerten unter G 8 03475 an die Exped. 3490] Mädchen k. Weißzeug- u. Masch.- nähen gründ!, erl. GelterSweg 30. Gesucht ein reinliches, zuverlässiges Hausmädchen. Adresse zu erfragen bei der Expedition 20 FrankeN'St. Engi. Sovereigns Dollar- in Sold Z Louis Prohnhäuser g —.. 9 Schulstrasse 9 ■■"■==— q Q empfiehlt seine direkt bezogenen 7205 Q 31/, Demsche ReichSani. 8 Vreuk. SonsolS 87, er. Hessische Obl. Stadt Darmstadt v. 1891 Sckirmfabrik Levi, Selteröweg 35. Ein anständiges Mädchen Ois ei!Mf. HmHh zu txicsscn, Johannesstr. empfiehlt sein ¥1061117 ala Unterkunft für reisende BUdpAy Damen für kürzere oder längere Zeit zu mäss. Preisen, sowie seine Marthaherhergef “se mädohen. OOCXiaOOOOOOOOOOOCOOOOOOOOOOOOOOCOOOOCOOCOOOOOOOOOOOOOOQOOOOOOj | w Wegen Verlegung meines Geschäftes ; Q tiad? ^Mäusbarg IG, in das neuerbaute Haus des Herrn Graveur Schwan, verkaufe ich bis Ende Oktober | sämtliche fertigen Herren- und Knaden-Anjüge i | Havelocks, Paletots etc. ! echnungei in jeder gewünschten Ausführung liefert schnellstens zu mässigen Preisen die BrUhl’sche Univ.-Druckerei (Pietsch Erben) 7 Schalstraase 7. BW Spanischen Weine -WE8 ferner; französischen und deutschen Kognak g Rhein- n. Moselweine. Champagner Marken. q Hambrgr. Hyp Bk. unk. b. 1905 Preuß.Hyp. A. Bk unk. b. 1900 Pomm.Hyp.A.Bk.unk.b.1904 Pro ernt 47« Oesterr. Silberrente 4 Ung. Gold'Rente 3 Portugiesen 6 Mexicaner 4 Monopol-Griechen von 84.95 4 (tifenb. Rentenb. DH. 56.70 4 Buderus Obl. 7167] Ein tüchtiges Dienstmädchen, das in Küche und Hausarbeit schon einige Erfahrung besitzt, in belferen, kleinen Haushalt gesucht. Zu erfragen Bahnhofstraße 49, II. 7161] Suche ein ordentliches Mädchen, welches die Binderei erlernen will. .Blumengeschäft Seltersweg 44. 03466] Ein tüchtiges Dienstmädchen zum baldigen Eintritt gesucht. Frau Anna Brück, Brandplatz. 03514] Gewandte Lauffrau sofort gesucht^__________Ludwigsplatz 8, II. 7139] Dienstmädchen gesucht. _________________Bleichstratze 21, III. 7121] Zum sofortigen Eintritt gegen hohen Lohn tüchtige Cisarrellsottiktenu gesucht. Frankfurterstratze 36. Kinderloses Ehepaür oder Witwe mit erwachsenem Sohn zur Führung einer besseren Wirtschaf' nach auswärts gesucht. Anfragen untCi näherer Angabe der Verhältniffe und früherer Thättgkeit befördert unter v 7154 die Expedition d. Bl. Feuerbestattung Heidelberg. Auskunft erteilt die 5622 ______Friedhof«Kommission. fileinen\ v cfinzeicjen deren Aufgeber unbekannt bleiben -wollen, wie beispielsweise bei: Stellengesuchen u. Angeboten An- und Verkäufen Vermietungen Verpachtungen Capitalgesuchenu. Angeboten etc. etc. übernimmt unter strengster Dis- cretion zum billigsten Preis in die für die betreffenden Zwecke jeweils bestgeeignetstenZeitungen die Centr.-Annoncen-Expedition von Gr. L.Daube