mittleren I** (N. Bl.) 4499 Raffen, »iah, dS Ä ®«e Fliegen im 9lltW lausend Dank- Men in Flaschen Slaubbeute' n der -Irsch «ApottM. na. »oll u; &ig.7 nS-TWe Üttttbau. 612$ Praktischen Unterricht, 11. Septmblk. etri, jrpr. (tjtttii, »andelssihule bach a. 351., Kaiserlich 19. sehe.) njahr.-sreilvill. ßeereSbienÜ giltiqs ?, inbioibuelle Sebanblung. An- wte Erfolge. Welte lenbti bet W. Scklottmann. ien. W- MMMch \iti Ä Loiletteartitel:c. , Seltersweg 2. ich*«"d’ ,„dr«gerie’ * *"a Ro»«n 61« „eschene Sich 1J 0m;fll bei * 1 ' ' 9.50 , z-irS-kL i*fHe 15‘ ^@wSe?8aiiplofienu|to. , Zädeu, Kesihästslskaken as«^ t Prima pypolheken- bUitn übttsll. Nr. 211 Erstes Blatt._________Freitag den 8. September 1899 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Ännafrme von Anzeigen zu der nachmittag- für den svlgntden Lag erscheinenden Nummer bi- norm. 10 Uhr. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Alle Anzeigen-Bermittlung-stellm de- In- und ÄullonM nehmen Anzeigen für de» Gießener Anzeiger entgege«. Nezugsprei« vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh». Erscheint tt-tlch fliit Ausnahme de- Montag». Die Gießener «erden dem Anzeiger twächentlich viermal Leigelegt. Amts- und Anzeigeblutt fiu* den Ureis Gietzen. J I1 —- «edaktton. kxpeditton und Druckerei: Zchnkstrahe Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische UatKsKunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Htetze». Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Teil Bekanntmachung. Zum Ministerwechsel in Preußen schreibt die „Köln. Ztg." an leitender Stelle: Die Berufung des Oberpräsidenten Studt und des Regierungspräsidenten Freiherrn v. Rheinbaben in das preußische Staatsministerium hat offenbar den Zweck, festere und thatkräftigere Männer an die Spitze der beiden) wichtigsten Zweige der Hinein Verwaltung zu stellen. Beide stehen schon seit längerer Zeit auf der Ministerliste; beide sind streng konservativ in ihren politischen Anschauungen, wenn sie auch im ganzen fern von Fraktionsbeziehungen sind. Beide haben in längerer Thätigkeit im Westen kennen gelernt, wie wichtig es ist, die gemeinsamen Interessen von Landwirtschaft, Handel und Gewerbe zu pflegen und jeder einseitigen Bevorzugung agrarischer Bestrebungen entgegen^ zutreten; und insoweit ist zu hoffen, daß sie gegenüber der jetzigen agrarischen Voreingenommenheit des Herrn v. Miqnel ein gewisses Gegengewicht bilden werden. Herrn Studts Thätigkeit untersteht seit mehr denn einem Menschenalter der öffentlichen Kritik. Als Regierungspräsident in Königsberg, wo er bei seinem Abgänge durch den Freiherrn v. d. Recke, den jetzigen Minister a. D., ersetzt wurde, als Unterstaatssekretär in Elsaß-Lothringen und zuletzt als Oberpräsident der Provinz Westfalen hat er sich jederzeit als ein kenntnisreicher, ruhig abwägender, gerecht urteilender, wohlwollender und unermüdlicher Beamter bewährt. An die Spitze Westfalens wurde er während der schwierigsten Zeit, nach dem Ausbruch des großen Bergarbeiter-Ausstandes. berufen; nicht minder schwierig war seine Aufgabe der katholischen Geistlichkeit gegenüber, zumal er aus seinem protestantischen Glauben niemals ein Hehl gemacht hat. Wenn er jetzt nach zehnjähriger Verwaltung aus Westfalen scheidet, so nimmt er mit sich in sein neues verantwortungsreiches Amt die dankbare Anerkennung und warme Verehrung zahlreicher Kreise, die den gediegenen Kern in der ernsten Hülle zu erkennen und vollauf zu würdigen reiche Gelegenheit gehabt haben und die ihm aufrichtig wünschen, daß ihm das neue dornenvolle Amt, zu dessen Verwaltung er jetzt nach Berlin übersiedelt, zum Nutzen des Vaterlandes reiche Erfolge bringen möge. Denn das eine ist gewiß, daß des neuen Kultusministers in der Reichshauptstadt schwierige Aufgaben harren. Vor allem wird im Amte selbst mit scharfem Besen gekehrt werden müssen. Minister Dr. Bosse, der als Mensch die wärmsten Sympathieen besitzt, dem niemand sein hohes Streben, seine idealen Ziele, feine großen Kenntnisse, seinen unermüdlichen Gießen, den 5. September 1899. Bett.: Das Hochbauwesen der Kreise, Gemeinden, Kirchen und Stiftungen. Das Grohherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien, Kirchenvorstände oder Stiftnngsvorstände des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 14. August l. Js., noch nicht entsprochen haben, werden an deren Erledigung mit Frist von 8 Tagen erinnert. v. Bechtold. Bekanntmachung, betreffend: Den Viehmarkt zu Hungen. Der Viehmarkt zu Hungen am 18. d. Mts. wird wegen -er herrschenden großen Seuchengesahr verboten. Gießen, am 5. September 1899. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Eifer wird abstreiten können, hat es nicht verstanden, in seinem Ministerium festen Fuß zu fassen und die sämtlichen Zügel seiner verschiedenartigen Verwaltungszweige kräftig in die Hand zu nehmen und zu führen. Hier wird ein Umschwung ganz besonders notwendig und erwünscht sein; nach der bisherigen Geschäftsführung Studt kann man sicher sein, daß dieser Umschwung sich recht bald bemerkbar machen wird. Anders aber wird es um die eigentliche schulpolitische Aufgabe stehen, die an den neuen Minister herantritt; große grundsätzliche Umwälzungen sind hier nicht wünschenswert. Grade auf diesem Gebiete ist der gegenwärtige Parteiwirrwarr ganz besonders hemmend. Jetzt, wo der Kampf mit den Agrariern trotz aller Miquelschen Verkleisterungsversuche immer unvermeidlicher hervortritt, wird es ein Zeugnis politischer Staatsklugheit sein, nicht noch durch ein neues Schulgesetz nach dem Muster des Zedlitzschen die mannigfachen unvereinbaren Gegensätze auf die Spitze zu treiben, die zwischen Reaktionären, Liberalen und Ultra- montanen bestehen. Was die Stellung des neuen Ministers zur katholischen Kirche betrifft, so darf man vertrauen, daß die lehrreiche Schule, die sich in Münster ihm geöffnet hat, fruchtbar gewesen sein wird. Er wird wie bisher gute Beziehungen mit ihr aufrecht erhalten, aber dafür sorgen, daß die staatlichen Aufsichtsrechte keine Beeinträchtigung erleiden. Wir glauben uns nicht zu täuschen, wenn wir annehmen, daß die so lange vernachlässigte Medizinalreform durch den Minister Studt eine nachdrückliche Förderung gewinnen wird. Eine ganz andere Natur als Minister Studt ist der I neue Minister des Innern, Frhr. v. Rheinbaben; er I hat etwas von einer angeborenen jugendlichen Sieghaftig- keit an sich, welche ihm rasch und weit die Herzen derer öffnet, die mit ihm zu thun haben. Es ist merkwürdig zu sehen, wie es nacheinander vier so überaus verschiedenartig veranlagten Herren, wie den Herrn v. Hagemeister, Frhrn. v. Berlepsch, Frhrn. v. d. Recke und Frhr. v. Rheinbaben, gelungen ist, jedem in seiner Eigenart, sich so gut in dem I überaus schwierigen Regierungsbezirk Düsseldorf zu be- I währen, daß sie sich dort schnell die Herzen der ruhigen I niederrheinischen und bergischen Bevölkerung gewonnen haben I und daß man sie sämtlich nur mit dem lebhaftesten Bedauern I und mit der aufrichtigen Ueberzeugung, einen ausgezeichneten Vertreter der Staatsinteressen zu verlieren, scheiden sah. Das trifft in vollem Maß auch für den Frhrn. v. Rhein- I baben zu, obwohl er nur wenige Jahre, seit Februar 1896, I an der Spitze des Düsseldorfer Bezirks gestanden hat, und I obwohl man gerade wegen seiner besonderen Tüchtigkeit an- I nahm, daß er bald den Düsseldorfer Wohnsitz mit einem Ministersessel vertauschen würde. Wie wenig dieser kon- I servative Beamte mit dem Jdeenkreise der jetzigen unglückseligen Führer der konservativen Partei zu thun hat, trat noch in den letzten Monaten deutlich zutage. Während Graf Limburg-Stirum, obwohl er zuletzt preußischer Gesandter in Weimar gewesen war, nicht davor zurückschreckte, die Ablehnung eines kleinen Reichsbeitrags für das Goethe- denkmal in Straßburg zu befürworten, hat Frhr. v.Rhein- baben sich umgekehrt mit unermüdlichem Fleiß und feinstem Kunstsinn an die Spitze der großartigen Ehrung gestellt, I welche die schöne Düsselstadt dem deutschen Dichterheros I bereitet hat; und seiner Förderung ist das Gelingen dieser Ehrung mit an erster Stelle zu verdanken. Seine eigentliche Ausbildung als Beamter hat Herr v. Rheinbaben im Finanzministerium gefunden; in dieses wurde er durch Herrn I v. Scholz als Vortragender Rat berufen, und als er zum I Nachfolger v. d. Reckes in Düsseldorf ernannt wurde, klagte Herr v. Miquel laut, daß man ihm seine beste Stütze genommen habe. Man hatte bisher immer geglaubt, daß er ansersehen sei, einmal der Nachfolger Miquels zu werden und in unserer Finanzverwaltung mit dem kleinlichen und bureaukratischen Geist aufzuräumen, der dort immer mehr überwuchert. Aber Herr v. Miquel ist jetzt mehr denn je von seiner Unentbehrlichkeit überzeugt, und so ist jetzt Frhr. v. Rheinbaben berufen worden, die schwierige Aufgabe zu übernehmen, an welcher Frhr. v. d. Recke gescheitert ist. I Diese Aufgabe ist um so schwieriger, weil nicht die Gewähr geboten ist, daß, wenn jetzt der neue Minister mit fester Hand zugreifen und die arg erschütterte Disziplin unter I seinen politischen Beamten wiederherstellen sollte, nicht eine andere Hand mit Sammethandschuhen dazwischen fährt und das neue Gewebe in der Nacht leise wieder auftrennt. Wie schwierig die neue Aufgabe ist, das tritt sofort zu Tage, wenn man nur an die Frage des Berliner Oberbürgermeister- I postens erinnert und damit an einen Rechtszustand, von | dem vor Jahresfrist niemand hätte Voraussagen dürfen. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über^die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert pro Monat August 1899 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg. betrag«^ 16,g0, $cu Mk. 5,25, Stroh Mk. 4,20. Gießen, den 5. September 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. daß er in Preußen überhaupt möglich sein würde. Wir lauben, daß Frhr. v. Rheinbaben nur mit schwerem Herzen und nur auf den Drang einer starken Ueberredungskrast ein neues Amt antritt; er würde gewiß lieber in Düssel- jorf geblieben sein und sich dort in beneidenswerter Stellung nützlich gemacht haben. Am Rhein, wo man sein Scheiden weit über den Düsseldorfer Bezirk hinaus beklagt, kann man ihm nur wünschen, daß es ihm bald gelingen möge, klare Verhältnisse zu schaffen. Für Westfalen ist jetzt die schwierige Frage der Ernennung eines neuen Oberpräsidenten zu lösen. Die Bevölkerung ist etwa zur Hälfte katholisch, zur anderen Hälfte evangelisch; seit Jahren streben die Ultramontanen danach, an der Spitze der Provinz einen katholischen Oberpräsidenten zu sehen, wie dies zur Zeit auch in Schlesien bei annähernd gleichen Konfessionsverhältnissen der Fall ist. Sollte vielleicht Herr v. Miquel auch in der Erfüllung dieses ultra- montanen Wunsches neben der Gemeinde-Wahlrechtsvorlage, der Besetzung des Kölner Erzbistums und der Schaffung des Aachener Bistums ein Mittel erblicken, das gesamte Zentrum für die Billigung des Rhein-Elbe-Kanals zu ge- winnen? * Transvaal. Nie hat sich die englische Presse in einem schlimmeren Lichte gezeigt, als während der seit Monaten dauernden unwürdigen Burenhetze. Ein Teil der Blätter zeigt eine geradezu abscheuliche Verlogenheit, alle aber, mit Ausnahme weniger radikaler Organe, ergehen sich in den gröblichsten und schmählichsten Entstellungen. Jedermann weiß, daß Mr. Makeman, der von den Buren verhaftete (bereits wieder freigelaffene) Redakteur des „Transvaal Leader", und Mr. Monypenny, der nach Natal geflüchtete Redakteur des „Johannesburg Star", die Haupthetzer gewesen sind, die den Petitionsschwindel in Szene gesetzt haben, und daß im Besonderen Mr. Monypenny, der gleichzeitig der Berichterstatter der „Times" und der reich bezahlte Agent der Rhodesischen Kapitalisten ist, die Agitation gegen die Buren mit den gewissenlosesten Mitteln geschürt hat. Nichtsdestoweniger hat die Londoner Jingopresse die Stirn, zu behaupten, daß das einzige Vergehen, welches die Herren Pakeman und Monypenny begangen haben, darin besteht, „daß sie in ihren Blättern, die sie mit vielem Geschick leiteten, den Buren eifrig die freimütige Annahme der Milnerschen Vorschläge anrieten." Mir steht im Augenblick kein Ausschnitt, der die Art und Weise dieses sogenannten „eifrigen Anratens" illustrieren könnte, mehr zur Verfügung schreibt der Korrespondent der „T. R.", aber über die empörende Weise, in welcher die genannten Herren überhaupt ihre Zeitungspolemik gegen den Transvaalstaat und seine leitenden Persönlichkeiten führten, diene ein Ausschnitt aus dem „Transvaal Leader" der auf das vor kurzer Zeit geschaffene neue Landesverteidigungsgesetz Transvaals Bezug hat und also lautet: „Die von dem Raad vollzogene Ratifikation des Artikels 74 der Verfassung ist nach der Meinung des „Leader" und, wie wir glauben, jedes denkenden Mannes, die kaltblütige Proklamierung eines Zustandes konstitutioneller Barbarei in dieser Republik. Es gibt unter der weißen Nasse kein zweites Land, wo ein Minister es wagen würde, eine solche Maßnahme vorzuschlagen. Dieser Artikel, der einen gewiegten Diplomaten wie den Präsidenten Krüger mit der Zustimmung einer gleichfalls eigentümlich veranlagten Persönlichkeit wie Herr Cronje, einer Marionette wie Herr Schalk Burger, einer das Gerichtswesen beeinflussenden Person wie Herr Kock und eines unmanierlichen Strohmannes wie Herr Reitz — dazu ermächtigt, den Kriegszustand zu erklären und jeden Einwohner zu zwingen, Kriegsdienste gegen alle Angreifer zu leisten, mögen sie seine Freunde oder Volksgenossen sein, kennzeichnet die furchtbar höllische Tiefe, zu der diese Republik gesunken ist." Man muß in der Thctt — mag man das betreffende Gesetz ait sich billigen oder nicht — jedenfalls die ungeheuere Geduld bewundern, mit der die Regierung der Südafrikanischen Republik so unerhörte Frechheiten seitens eines Eindringlings über sich ergehen ließ. Die Form ist über alle Maßen unverschämt. Und was nun das Anraten von Reformen der Sache nach betrifft, so haben die Agitatoren ganz rückhaltlos erklärt, daß, wenn sie sich auch vorläufig mit den vom Präsidenten Krüger angebotenen acht Sitzen in der Volksvertretung begnügten, sie das nur als eine Abschlagszahlung betrachten und sofort nach Zusammentreten des neuen Volksraads eine Neuverteilung der Parlamentssitze beantragen und selbst auf die Gefahr einer neuen Krisis — nicht eher ruhen würden, als bis ihnen, ihrer Zahl entsprechend, die Mehrzahl der Sitze zugestanden wären. Das würde zur Folge haben, daß ein britischer Präsident gewählt werden würde, und daß alle Staatsämter an Engländer übergingen. In Wirklichkeit läuft also die Agitation, die sich mit mäßigen Zugeständnissen nicht begnügen will, darauf hinaus, daß die Buren Gesetze votieren sollen, die die Verwaltung ihres Staats an die Engländer überträgt. Das ist denn doch ein Verlangen, wie es in der Weltgeschichte noch nicht dagewesen ist. Und die Presse des großen britischen Reiches fällt über das kleine Burenvolk mit Beschimpfungen her, weil es sein Volkstum nicht dem Chamberlain'schen Jingoismus und der Habgier Rhodesischer Kapitalisten zum Opfer bringen will. Unter solchen Umständen ist es nur zu wahrscheinlich, daß die Buren es vorziehen werden, sich in einen Kampf auf Leben und Tod zu stürzen, selbst wenn sie voraussetzen müßten, daß ihnen den Kriegsmitteln des britischen Reiches gegenüber nichts anderes als Vernichtung bevorstände. * * * — Zur Lage in Südafrika wird dem Reuter'schen Bureau aus Bloemfontain telegraphiert, daß daselbst eine große Masse Kriegsvorrat auf dem Marktplatz niedergelegt worden sei, da Waffen und Munition unter die Bürger des Oranje-Freistaats verteilt werden sollen. Nach einer Schätzung von einer dem Oranje-Freiftaate freundlichen Seite sind dort aus Transvaal 1000 Mausergewehre und 600000 Patronen eingetroffen. — Weiter wird aus Baberton gemeldet, daß die Swazis im Falle des Ausbruchs eines Krieges die Buren angreifen würden, wenn sie nicht von den Engländern Befehl erhalten würden, sich eines solchen Angriffes zu enthalten. (Nach einem Telegramm aus Johannesburg hat die Aufregung sich etwas gelegt infolge der Erklärungen, die von dem Staatsprokurator Smuts bezüglich der Verhaftung Pakemans abgegeben worden sind, sowie infolge der Erklärung des Staatsanwalts, daß die Regierung keine weiteren Haftbefehle gegen hervorragende Ausländer zu erlassen beabsichtige. Im übrigen ist der Feldkornet in Volksburg eifrig damit beschäftigt, Waffen und Munition zu verteilen). — In Durban (Natal) sind 147 Personen eingetroffen, die Transvaal in Eile verlassen haben. Die Freiwilligen werden nächtlicherweise einexerziert. Nach Pietermaritzburg und Ladysmith sind eine Million Patronen gesandt worden. Oberst Knox ist zur Uebernahme des Oberbefehls im Bezirk Kimberley eingetroffen. Aus Betschuanaland gehen viele holländische Farmer über die Grenze, wo sie „Laager" bilden. Berlin, 6. September. In hiesigen unterrichteten Kreisen, in denen bisher die Hoffnung auf eine friedliche Beilegung der Transvaal-Angelegenheit vorwaltete, wird nunmehr die Lage als sehr ernst aufgefaßt, zumal auch unter den Buren eine Partei zum Kriege dränge. Wie die „National-Zeitung" erfährt, findet am Freitag ein englischer Ministerrat statt, dessen Beschluß nun mit Spannung entgegengesehen werden muß. Prätoria, 6. September. Während der gestrigen Sitzung des Volksraad brachte einer der Abgeordneten den Interpellations-Antrag ein betreffend die Konzentrierung von Truppen an der Grenze. Der Volksraad beschloß, die Debatte über diese Frage bis Donnerstag zu vertagen, damit die Regierung ihre Antwort vorbereiten könne. Loudon, 6. September. Im Kriegsministerium herrschte heute eine rege Thätigkeit. Das ganze Personal des Ministeriums ist beisammen. Offiziere kommen und gehen. Lord Wolsele y erschien heute vor 10 Uhr im Ministerium und hatte im Laufe des Tages eine Unterredung mit Sir Evelyn Wood. Es heißt, die meisten der in der Heimat befindlichen Regimenter hätten Nachricht, sich für den Kriegsfall bereit zu halten. Chamberlain war heute wieder im Kolonialamt thätig und hat, wie es heißt, die Antwort auf die letzte Note derTransvaal-Regierung an Sir Alfred Milner abgeschickt. Salisbury kommt erst morgen nach London. Ein Courier mit Depeschen geht heule abend zu Lord Salisbury nach Schloß Walmer ab. Balfour, der Herzog von Devonshire und andere Minister werden ebenfalls morgen in London erwartet. Kaisermanöver. Straßburg, 6. September Der Kaiser hat bei dem gestrigen Festmahl im kaiserlichen Palast einen Trinkspruch ausgebracht, in welchem er zunächst den Schmerz der Kaiserin aussprach, daß es ihr nicht vergönnt sei in diesen Tagen in Straßburg weilen zu können und ihrer Pflicht entsprechend, die Anstalten zu besuchen und manchem Freude und Trost zu spenden. Des weiteren betonte der Kaiser, er könne mit tiefer Bewegung und hoher Dankbarkeit vollinhaltlich nur bestätigen, daß die spät steigende inniger werdende Form der Begeisterung, welche ihm hier entgegengebracht, ein deutlicher Beweis dafür sei, daß die Reichslande verstanden und begriffen haben, was ihnen durch ihre Einfügung in das deutsche Reich zu Teil geworden sei. Er ehre die Gefühle der alten Generationen, denen es schwer gewesen sei, sich in die neuen Verhältnisse zu finden. Er sei dankbar und gerührt von dem Jubel der jungen Generation, welche ausgewachsen sei unter dem Banner des Reiches. Vor allem aber möchte er, der Kaiser, den edlen Herren der Kirche, welche einen so großen Einfluß auf die Bevölkerung haben, ans Herz legen, daß sie mit ihrer ganzen Arbeit und mit Einsetzung ihrer ganzen Persönlichkeit dafür sorgen, daß die Achtung vor der Krone, das Vertrauen zur Regierung immer fester und fester werde, denn in der heutigen Zeit sei der einzige Schutz, den die Kirche habe, die kaiserliche Hand und das Wappenschild des deutschen Reiches. Ich erhebe mein Glas und trinke auf das Wohl der Reichslande in der Hoffnung, daß ihnen noch lange tiefer Friede beschieden sei, zur ruhigen, schwunghaften Fortentwickelung. Was ich dazu thun kann, meinem Lande den Frieden zu erhalten, das soll geschehen, und die Reichslande werden Vorteil davon haben. Nach dem Diner versammelte Se. Majestät das Hauptquartier zu einer Manöverbesprechung. Um ll3/i Uhr fuhren die Herren des Hauptquartiers und des kaiserlichen Gefolges mittelst Sonderzuges ins Manövergelände. Mit demselben Zuge verließ Prinzregent Albrecht von Braunschweig Straßburg, vom Staatssekretär v. Puttkamer zum Bahnhof geleitet. Der Kaiser unternahm eine Spazierfahrt nach der Orangerie. Von dort begab er sich gegen mittag nach dem Hohenlohe-Museum, der Kunstgewerbesammlung der Stadt Straßburg, wo er kurz nach halb 1 Uhr eintraf und von dem kaiserlichen Statthalter und vom Bürgermeister Beck empfangen wurde. Von hier begab sich der Kaiser mit dem Fürst-Statthalter nach der evangelischen St. Thomaskirche, wo er das Grabdenkmal des Marschalls Moritz von Sachsen besichtigte und fuhr dann nach dem Bahnhofe, wo er von der Fürstin Hohenlohe-Langenburg, dem Erbprinzen und der Erbprinzessin, dem kommandierenden General von Meerscheidt-Hüllessem, dem preußischen Gesandten in Hamburg, Wolff-Metternich und anderen erwartet wurde. Nach herzlichster Verabschiedung bestieg der Kaiser mit dem Fürst- Statthalter und den Herren seines Gefolges den Sonderzug, der sich um 11/8 Uhr unter den brausenden Hochrufen der zahlreich am Bahnhofe versammelten Bevölkerung in Bewegung setzte. Auch bei seinem Besuche in der Orangerie und der Thomaskirche war der Kaiser überall Gegenstand begeisterter Huldigungen. Bei schönem Wetter traf der Kaiser unter Glockengeläute um 5 Uhr mit Sonderzug in Stuttgart ein. Er begrüßte den König auf das herzlichste durch Handschlag und Kuß, schritt die Front der mit Fahne und Musick aufgestellten Ehrenkompagnie ab und nahm nach Vorstellung des gegenseitigen Gefolges den Parademarsch ab. Der Kaiser und der König begaben sich darauf zu Wagen ins Schloß. Im Schlosse begrüßte den Kaiser die Königin von Württemberg und König Albert von Sachsen. Deutsches Reich. Berlin, 6. September. Wie die „Krenzzeitung" vernimmt, wurde Superintendent Holzheuer in Weferlingen zum Generalsuperintendenten der Provinz Sachsen ernannt. München, 6. September. Die „Allgem. Ztg." meldet, dem Ende September zusammentretenden Landtag werden in dem vorzulegenden Militäretat auch die Grundzüge der Neuformationen der Armee zur Kenntnis gebracht werden. Hierunier befindet sich vor allem die Entscheidung Uber den Sitz der neuen Kommandobehörden (Generalkommando des neu zu errichtenden dritten Armeekorps und der 6. Division), sowie alle Maßnahmen, die auf Grund des Reichsgesetzes vom 15. März d. I. für die Vermehrung der Feldartillerie auch für Bayern zu treffen sind. Nach unserer Information steht es ziemlich fest, daß Nürnberg der Sitz des 3. Armeekorps wird. — General v. Safferling f. Wie wir gestern bereits kurz meldeten, ist der ehemalige Kriegsminister General v. Safferling gestorben. Safferling war am 30. November 1824 geboren; er kam mit seinem Vater, der sich der griechischen Expedition angeschlossen hatte und im Jahre 1835 als Kommandant des griechischen Ulanen- Regiments starb, nach Griechenland, wo er das aus der Insel Aegtna errichtete Kadettenkorps besuchte. Von 1841 bis 1843 diente er als Korporal und Junker im 2. griechischen Infanterie Regiment. Im Jahre 1843 trat er in bayerische Dienste, wurde 1844 Unterleutnant tm ll.Jnfanterie-Reaiment und kam 1870 in den Generalstab. Im Feldzug 1870 bis 1871 war er als Generalstabsosfijier der ersten Division thätig und erwarb sich das Eiserne Kreuz und den Mix- Josess-Orden. Nach dem Feldzuge war er einige Zeit als Militärbevollmächtigter Bayerns bei der Okkupationsarmee in Frankreich. Im Jahre 1872 wurde er zurückberufen, um im Heimatland die Führung zuerst deS beim 1., dann beim 2. Armeekoips gebildeten Instruktions-Bataillons behufs Einübung des preußischen Exerzier- Reglements zu übernehmen. Im Jahre 1876 wurde o. Safferling, der bereits 1874Kommandeur des 1.Infanterie-Regiments geworden war, zum Oberst und 1880 zum Generalmajor und Kommandeur dec Besatzungs-Brigade in Metz befördert. Im Jahre 1886 wurde er Generalleutnant, fungierte bis 1887 als Präsident des General- audttoriats und übernahm dann im genannten Jahre das Kommando der zweiten Division. Als Nachfolger deS Generals v. Heinleth wurde Safferling im Mai 1890 zum Kriegsminifier ernannt und war alS solcher der Vorgänger deS ji tztgen Kriegsministers Freiherrn o. Asch. Safferling war als energischer Soldat bekannt; seine kriegswissenschaftliche Bildung, seine gewinnenden Umgangsformen befähigten ihn in bobem Maße zu der Stellung als Kriegsminister. Seit 21. Januar 1889 war Safferling unter die königl. General- adjutanten aufgenommen und wurde später ä la suite des 11. Infanterie-Regiments o. d. Tann gestellt. Seine Brust war mit zahlreichen hohen Orden geschmückt. Ausland. Bern, 6. September. Die militärische Abordnung Deutschlands zu den diesjährigen Matt övern (ein Armeekorps und eine kombinierte Division, zusammen 36000 Mann) besteht aus Oberst Graf Dort v. Wartenburg, Oberstleutnant v. Oven und Hauptmann Freiherr v. Beaulieu, Attache, sämtlich dem Großen Generalstab angehörend. Die Feldübungen haben bereits begonnen und dauern bis zum 14. September. Schauplatz ist der Kanton Freiburg und das angrenzende bernische Gebiet. Belgrad, 6. September. Zum Begräbnis von Ristic sind viele Fremde aus Ungarn und zahlreiche Liberale aus dem Innern des Landes gekommen. König Milan schritt hinter dem Sarge her, und alle Würdenträger nahmen an der Feier teil. Alle Geschäfte sind geschlossen. Gedächtnisreden hielten der Metropolit Jnnonkenti, der Ministerpräsident Vladan Georgiewitsch und Panta Sretkowitsch im Namen der Akademie der Wissenschaften. Lokales und UrsomMes. Gießen, 7. September 1899. '* Kirchliche Dienstnachrichteu. Seine Königl. Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigft geruht, dem Pfarrverwalter Heinrich Zinn zu Herbstein, Dekanat Lauterbach, die evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen. "Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, am 26. August dem Schriftgießer Peter Glock II. zu Mühlheim das Allge- meine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue Arbeit" zu verleihen. ** Wiederbeginn des Groß. Gymnasiums. Die am Schluß des Sommersemesters gegebenen Verhältnisse veranlaffen es, daß man versucht, auf dem Wege der Presse durch ein in der Stadt vielgelesenes Organ, den Eltern der Gymnasiasten von dem Wiederbeginn der Schule Kenntnis zu geben. Der eigentliche Unterricht beginnt Dienstag den 12. September um 8 Uhr, während Montag den 11. die feierliche Einführung des neuen Gymnasialdirektors durch Herrn Geheimen Oberschulrat Prof. Dr. Nodnagel um 9 Uhr stattfindet. Hierzu werden die Spitzen der Behörden in unserer Stadt eingeladen werden, und es sollen auch die Eltern unserer Schüler, soweit der Raum ausreicht, gerne willkommen sein. Die Schüler haben sich bereits um 3/*9 Uhr, die Chorsänger und Mitglieder des Schülerorchesters um 8 Uhr einzufinden. • * Die Nachricht von der Verlobung des Herrn Erb- grafen von Erbach-Schönberg mit der Prinzessin Elisabeth von Waldeck-Pyrmont wird von all Denen, deren Sympathie sich der Herr Graf während seines hiesigen Aufenthaltes durch sein schlichtes und liebenswürdiges Wesen erworben hat, mit ungeteilter Freude begrüßt werden. Wenn die Eigenschaften der Prinzessin-Braut nur irgend denen des erlauchten Bräutigams entsprechen, so läßt sich mit Sicherheit eine äußerst glückliche Ehe Voraussagen. Der Herr Erbgraf wird durch diese Verbindung u. a. Onkel der Königin der Niederlande, sowie des präsumtiven Thronfolgers im Herzogtum Koburg, des kleinen Herzogs von Albany, ferner Schwager des regierenden Fürsten von Waldeck-Pyrmont, des Königs von Württemberg und des Fürsten zu Bentheim-Bentheim und Bentheim-Steinfurt. * * Die „Banda Municipale di Pratola“, welche bereits im vorigen Jahre hier in Steins Garten ein gut besuchtes Konzert gab, wird, wie wir vernehmen, am Montag dem 18. September hier nochmals konzertieren. Die in Deutschland rühmlichst'bekannte italienische Kapelle ist auf der Rückreise von Schweden nach ihrer Heimat begriffen. * * Radrennen am Sonntag den 17. September 1899 auf dem Sportplätze an der Hardt. Heute können wir unsern Lesern das vollständige Programm für diese Veranstaltung mitteilen, und glauben, die Versicherung beifügen zu dürfen, daß den Besuchern des Rennens auch diesmal wieder eine schöne sportliche Augenweide geboten wird, wie sie nur aus einer erstklassigen Rennbahn möglich ist, als welche die hiesige allseitig rückhaltlos anerkannt wird. Die festgebenden Vereine sind das „Kuratorium der Rennbahn Gießen" und die „Wanderer", Gießener Radfahr-Gesellschaft. Die Ausschreibung enthält sowohl Konkurrenzen für Berufsfahrer (Professionals), wie auch solche für Herrenfahrer (Amateure). Das Festprogramm sieht vor: Samstag den 16. September 1899, abends 9 Uhr: Zusammenkunft und Begrüßung der bereits angekommenen Gäste im Vereins- Lokal: Restaurant „Elges"-Seltersweg. Sonntag, 17. September, vormittags 11 Uhr: Frühschoppen im Vereins- Lokal: Restaurant „Elges"-Seltersweg, nachmittags2y4 Uhr: Aufstellung zum Korso mit Musik auf dem Brandplatze. Vereine, welche sich mit Banner am Korso beteiligen, erhalten eine Bannerschleife. Jeder Teilnehmer am Korso hat eine Korsokarte L 50 Pfg. zu lösen, welche zum Sattel- platz innerhalb der Wettfahrbahn berechtigt. Am Korso können sich nur Fahrer im Sportkostüme beteiligen. Nachmittags 31/2 Uhr pünktlich: Beginn der Rennen. Abends 8y2 Uhr: Gesellige Zusammenkunft mit Damen auf der Hardt-Terrasse. Daselbst: Bengalische Beleuchtung, Konzert, Preisverteilung, Tanz. Das Wettfahrprogramm am Sonntag, 17. September enthält folgende sieben Nummern: 1. Eröffnungsfahren, für Herrenfahrer, 2000 Meter. 3 Ehrenpreise im Werte von 40, 20, 10 Mk. 2. Hauptfahren. Für Berufsfahrer. 2000 Meter. 3 Barpreise von 100, 50, 25 Mk. 3. Mannschaftsfahren. Für Bundesvereine um den Wanderpreis der Stadt Gießen. 6000 Meter. Diese prachtvolle Ehrengabe der Stadt Gießen geht auf ein Jahr in den Besitz des siegenden Vereins über, während seine Fahrer Medaillen mit entsprechender Gravierung erhalten. Außerdem werden je nach Beteiligung bis zu drei Ehrenurkunden ausgefertigt, und bei Rückgabe des Wanderpreises erhält der siegreich gewesene Verein jedesmal einen Ehrenschild oder sonstigen Nebenpreis mit Widmung. Jeder Bundesverein kann hierbei mit höchstens 5 Fahrern in Konkurrenz treten, von welchen mindestens 3 Fahrer das Band geschlossen passieren müssen. Die Reihenfolge am Start wird durch das Los bestimmt. — Wertung erfolgt nach Punkten und zwar werden für jeden das Ziel gültig passierenden Fahrer 1 Punkt und für die besten Zeiten den Vereinen 6, 4 resp. 2 Punkte gutgeschrieben. 4. Prämienfahren. Für Berufsfahrer. 2000 Meter. Dem Ersten der 4 Runden je 10 Mk., für die letzte Runde 30, 20, 10 Mk. bar. 5. Fahren um den Kuratorium-Wanderpreis. Für Herrenfahrer. 4000 Meter. Preise: 3 Medaillen und dem Ersten Anrecht auf den von Mitgliedern des Kuratoriums der Rennbahn Gießen gestifteten echt silbernen Pokal im Werte von 250 Mk. Verteidiger: Paul Albert in Biebrich. 6. Mehrsitzer Vorgabefahren. Für Berufsfahrer. 2000 Meter. 3 Barpreise von 70, 40, 20 Mk. 7. Sportplatzfahren. Für Herrenfahrer. 2000 Meter. 3 Ehren- dirD'S" ft 6d d-« 9 .Melni »„»«int-igj ,,ich ckg-ft S. tinWW.'J Der 1“' 6. Hess'l^"s 94 L M-'"1 ist von sämtlichen kommer unterzeich " Polizeiber der 5 Jahre alte dem Knecht Kasp ßijpnareiweg, t «fbtr tot. Der Knecht an der Marsch derselbe aneinanl und sein 8 Jahr ihrer in nächster geben und sich ‘ wohl eine Strecke Haupt in der Gel bietenden Gelegen fuhr mit den bei vorbei, und hatte daß dieselben auf alsbald ihr 10 I zu rufen. Dasse den beiden Junge grrasselS nicht h Junge während Verlebte versuch zusteigen, tarn i linke Vorderrai ging und die re sofort eintrat. Mädchens aufn treffen. — Ge Mendorf a. d. amt angesahre gefesselt lie. in seiner Wirl Messer in den lichen Nntersuc halb wieder en Anfall von De N. Gchd feierte Deka verherrlicht di Vereins unter Schiilerchors r besonders geho Herzen tiefem aus Gießen zündete: „Di. Ferne und in Mitteilung “iffnwätjte. « fflt. Der '«hl- n°Mndi! . Stofj 9lttt dar Ax ma^etlei M kl“"9 «id ^"Beginn bet Nh « Ni*g [Weit ten. Sy*? ä-i» 'N der wLr n b-.E nn ««WSb N 'S ft h,olfe»btu* “ etli "rsach,. .1**0 h ;0öt8Ms. !- d-r Ä h ’> -«- • Stern b 1 »enntnis L®5n,N'» ' LL'^N SÄ! S““Ä ^rlobung des hem u Sympathie sich eÄ Ä"fe"l^lt# tat4 ^Siienernatben bat, j £*»«•««(& b taen des erlaubten J* M mt Sicherheit eine D-r Herr ttgnf »ird 1 ™ berSdntjin ter Nieder- il ’ S°^er8 im Herzogtum I fmer Schwager!' uveck PyMM, des Königs 'N zu Bentheim-Bentheiin di Pratola“, welche bereits ns Garten ein gut besuchtes nehmen, am Montag dcvi nals konzertieren. Die ii italienische Kapelle ist usf ich ihrer Heimat begriffe-. den 17. Leptember 1899 eus Heute können wir unsern nm für bitfe AeranMtung ’djening beifügen ju hülfen, au# bieimal wieder eine oten wird, wie fit nm W 1 °20OO i Preise im Werte von 40, 20, 10 Mk. Nur offen für alle diejenigen Fahrer, welche im Mannschaftsfahren gestartet haben. — Meldeschluß ist Montag, 11. September, abends 9 Uhr, bei dem 1. Vorsitzenden der Gießener „Wanderer", Herrn Wilhelm Homberger, Seltersweg 52. * ' Deutscher Anwaltstag. Für den in der Zeit vom 7.-9. Septenber in Mainz stattfindenden 14. deutschen Anwaltstag sind die Anmeldungen außerordentlich zahlreich eingelaufen, und zwar aus Nord- wie aus Süddeutschland. Neben ernster Arbeit erwartet hier die Anwälte ein reiches Programm verschiedenartiger Vergnügungen, worunter ein Nachtfest, eine Rheinfahrt und eine Kellerbesichtigung. Die erste geschäftliche Sitzung findet Freitag Morgen statt. * * Der Landesausschuß und das Landeskomitee der Hessischen Zentrumspartei erläßt soeben eine Einladung zum 6. Hessischen Katholikentag, der am Nachmittag des 24. l. Mts. in Mainz abgehalten wird. Die Einladung ist von sämtlichen Zentrumsabgeordneten der zweiten Ständekammer unterzeichnet. * * Polizeibericht. Gestern mittag gegen 12 Uhr wurde der 5 Jahre alte Junge des Knechts Christoph Steih von dem Knecht Kaspar Rang, bei Oekonom Puth dahier, am Wißmarerweg, etwa 50 Meter jenseits des Bahnviadukts, auf der Straße überfahren, und blieb auf der Stelle tot. Der Knecht Rang hatte an der Feldscheuer von Puth an der Militärschwimmanstalt zwei leere Erntewagen, welche derselbe aneinandergehängt hatte, geholt. Der Verlebte und sein 8 Jahre alter Bruder Heinrich hatten sich von ihrer in nächster Nähe befindlichen Wohnung zu Rang begeben und sich auf den Hinteren Erntewagen gesetzt, um wohl eine Strecke Weges mitzufahren. Es liegt dieses überhaupt in der Gewohnheit der Kinder, bei jeder sich ihnen bietenden Gelegenheit auf die Wagen zu klettern. Rang fuhr mit den beiden Wagen an der Wohnung von Steih vorbei, und hatte die Mutter der beiden Jungen gesehen, daß dieselben auf dem Hinteren Wagen waren. Sie schickte alsbald ihr 10 Jahre altes Mädchen nach, um die Jungen zu rufen. Dasselbe lief nunmehr dem Fuhrwerk nach, rief den beiden Jungen, welches jedoch Rang infolge des Wagengerassels nicht hörte. Auf das Zurufen stieg der ältere Junge während des Fahrens hinten vom Wagen, und der Verlebte versuchte, am vorderen Teil des Wagens herunterzusteigen, kam hierbei zu Fall und fiel anscheinend vor das linke Vorderrad des Wagens, welcher ihm über den Kopf ging und die rechte Kopfseite schwer verletzte, sodaß der Tod sofort eintrat. Rang wurde erst durch das Geschrei des Mädchens aufmerksam. Denselben dürfte wohl keine Schuld treffen. — Gestern abend gegen 8 Uhr kam ein Wirt von Allendorf a. d. Lda. mit einem Wagen vor hiesigem Polizeiamt angefahren, und hatte auf demselben einen Mann gefesselt liegen. Der Wirt gab an, der Mann habe sich in seiner Wirtschaft wie rasend geberdet und sich mit seinem Messer in den Kopf gestochen. Derselbe wurde zur ärztlichen Untersuchung in die alte Klinik verbracht, wo er alsbald wieder entlassen wurde. Der Mann scheint in einem Anfall von Delirium gehandelt zu haben. N. Geiß Nidda, 6. September. Das heute hier gefeierte Dekanatsmissionsfest des Dekanats Nidda, verherrlicht durch die Gesangsvorträge des Kirchengesangvereins unter Leitung des Herrn Lehrers Kietz, und des Schülerchors unter Leitung des Herrn Lehrer Auth, wurde besonders gehoben durch die von Herzen kommende und die Herzen tiefergreifende Predigt des Herrn Pfarrer Grein aus Gießen über Petri Fischzug, worauf er das Thema gründete: „Die Kennzeichen treuer Missionsarbeit in der Ferne und in der Heimat." Ebenso gab derselbe interessante Mitteilungen über die bahnbrechende Thätigkeit der Missionsärzte. Auf die Erfolge der Heidenmission in China ging Herr Missionar Plath näher ein. Die Kollekte ergab 44 Mk. Der ganze Ort war geschmückt; die Feldarbeit ruhte vollständig. P.C. Groß Umstadt, 7. September. Auf viele Anfragen giebt das Ausstellungs-Komite hier bekannt, daß den mancherlei Wünschen nach Verlängerung der Ausstellung nicht Rechnung getragen werden kann, weil der Beginn der Zuckerfabrik-Kampagne bevorsteht, und bis dahin der Ausstellungsplatz geräumt sein muß. Der Schluß der Ausstellung ist also unwiderruflich am 17. ds. MtS., abends 8 Uhr, sodaß noch zwei Sonntage in die Ausstellungszeit fallen. Der Eintrittspreis ist auf 50 Pfg. herabgesetzt, um auch Minderbemittelten den Besuch der Ausstellung zu erleichtern. (Nur am Freitag den 8. ds. Mts. beträgt der Eintrittspreis noch 1 Mk.) Auch die Konzerttage der letzten Woche, Sonntag, Mittwoch und Freitag sind 50 Pfennigtage. Der Ausstellungs-Katalog wird von dieser Woche an für den sehr billigen Preis von 20 Pfg. verkauft; er enthält im 5. Teil eine kurze geschichtliche Abhandlung über Groß-Umstadt. — Kürzlich besuchten Mit- glieder des gräflichen Hauses Erbach-Erbach die Ausstellung und sprachen sich sehr anerkennend über dieselbe aus. Zell i. O., 6. September. Der schon ziemlich bejahrte Wagner Horn von hier wurde gestern morgen als Leiche in der Mümling aufgefunden, und zwar unter sonderbaren Umständen. Am Hais der Leiche war nämlich mit einem Strick ein schwerer Stein befestigt, der den Körper tief in das Wasser zog. Der Verlebte war seit Samstagabend, wo er sich bis nach 10 Uhr in einer hiesigen Wirtschaft befand, verschwunden. Seine Frau hatte ihn, da er nicht nach Hause kam, spät nachts noch in der betreffenden Wirtschaft gesucht. Bis jetzt ist die Todesursache noch nicht mit völliger Sicherheit festgestellt. 0 Mainz, 6. September. Von den ersten Morgen- sttunden bis zu dem Vormittag zogen über die hiesige Gegend eine Reihe äußerst heftiger Gewitter, die teilweise von molkenbruchartigen Niederschlägen begleitet waren. Ohne zu zünden schlug der Blitz an vielen Stellen ein, und verursachte in den Telegraphen- und Telephonleitungen große Verheerungen. Ans der Zett Pr die Zeil. Vor 5 Jahren, am 8. September 1894, starb zu Charlottenburg Hermann vonHelmholtz, der Erfinder des Augenspiegels. Ueberall hat er mit philosophischem Geiste den Zusammenhang der einzelnen Erscheinungen aufzudecken gesucht und hat so die Physiologie auf Bahnen gelenkt, welche die Aussicht eröffnen, den Rätseln der Lebensvorgänge näher zu treten. H. wurde am 31. August 1821 zu Potsdam geboren. Vermischtes. * Krefeld, 6. September. Der größte Teil der Arbeiter der Krefelder Seidenfärberei, Aktiengesellschaft, wie der Seidenfärberei Gust. Büschgens Sohn, Aktiengesellschaft, ist aus ständisch. Die übrigen Arbeiter reichten ebenfalls die Kündigung ein. * Köln, 6. September. Ein Bubenstreich ist in den letzten Tagen auf der Eisenbahnstrecke Mühlheim-Dellbrück verübt worden, indem 72 Schienenbefestigungsnägel entfernt wurden, wodurch 6 Schienen lose auf den Schwellen lagen. Glücklicherweise wurde der Anschlag früh genug bemerkt und die Entgleisung eines alsbald nach der Entdeckung einläutenden Personenzuges verhütet. • Hamburg, 6. September. Infolge des starken Nebels auf der Unterelbe kollidierte ein Leichter mit dem aus New-York kommenden englischen Petroleumtankdampfer „Beaconlight". Dem Leichter wurde die Steuerbordseite oberhalb der Wasserlinie vollständig ausgeschnitten, er mußte nach Hamburg zurückkehren und seine Ladung löschen. „Beaconlight" ist auf Grund geraten, später aber wieder flott geworden. * Kiel, 6. September. Ein gewisser Schlüter lockte ein fünfjähriges Mädchen in seine Wohnung, vergewaltigte es und versuchte es durch Messerstiche zu töten. Der Verbrecher wurde hieran durch Nachbarn verhindert und verhaftet. * Leipzig, 6. September. Der Generalstreik der Bauschlofser hat mit einem vollständigen Sieg der Arbeiter heute geendet. Sämtliche Forderungen der Streikenden wurden bewilligt. * Markersdorf bei Burgstädt, 6. September. Die große Strumpf- und Trikotwaren-Fabrik von Roscher in Markers- dorf ist durch Groß feuer gänzlich eingeäschert worden. Sämtliche bedeutenden Lagervorräte sind mit verbrannt, der Schaden betrügt über 200 000 Mark. * München, 6. September. Die als Gebrüder Loibl in Zürich verhafteten Personen (vgl. gestrige Nr.) sind mit den flüchtigen Gelddieben nicht identisch. — In den „M. N. N." erläßt die Staatsanwaltschaft folgende Bekanntmachung: Nach Unterschlagung von 40 000 Mk. (darunter 23 000 Mk. in Tausendmarkscheinen und 17 000 Mk. in verschiedenen deutschen Banknoten) sind am Donnerstag von München flüchtig geworden: 1. Franz Loibl, Bankgeschäftslehrling, geb. am 21. November 1882 in Ufterlin (Bezirksamt Landau an der Isar) 1,70 Meter groß, schlank, dunkelbraune, kurz geschnittene, aufwärts gekämmte Haare, bartlos, rötliches Gesicht von gesunder Farbe, braune Augen, Plattfüße, steifer Gang mit vorwärts geneigtem Kopf, und 2. dessen Bruder Karl Loibl, Herrschaftsdiener und Metzger, geb. 1880 in Brunnber (Bezirksamt Landau an der Isar), beide in Adldorf (Bezirksamt Landau an der Isar) beheimatet, 1,68 Meter groß, untersetzt, kräftig, volles, blasses Gesicht, blonde, kurze, aufwärts gekämmte Haare, rasiert, vielleicht Schnurrbartanflug, steifen Gang. Beide sprechen Münchener Dialekt und haben gute Manieren. Beide sind des Radfahrens kundig. — Die Münchener Polizeidirektion setzt eine Belohnung von 4 Prozent des beigebrachten Geldes für Festnahme der Flüchtigen und Wiedererlangung des Geldes aus. * Augsburg, 6. September. Der erste Bürgermeister, Herr Hofrat v. Fischer, der sich gegenwärtig in Hohenschwangau zur Kur befindet, soll, wie gerüchtweise verlautet, wegen seines Herzleidens beabsichtigen, in den Ruhestand zu treten. * Heidelberg, 6. September. Glück im Unglück hatten ein Vater und ein Kind, die mit dem Lokalzug von Schlierbach hierher fuhren. Als der Zug in voller Fahrt begriffen war, stürzte das Kind aus dem Wagen und fiel in das zweite Geleise, auf dem in einer Entfernung von vielleicht 100 Meter ein zweiter Zug heransauste. Ungeachtet der damit verbundenen Todesgefahr sprang der Vater dem Kinde sofort nach und riß es noch im letzten Augenblick von den Schienen weg. Der Zug sauste vorüber, während der Lokalzug anhielt. Die Passagiere desselben eilten herbei- und sahen nun zu ihrem größten Staunen, daß weder Vater noch Kind den geringsten Schaden erlitten hatten. • Gaggenau (Baden), 6. September. Heute wurde hier ein Mädchen auf offenem Felde von ihrem eifersüchtigen Verehrer ermordet. * Backnang (Württernb.), 6. September. Jüngst wurde in sehr mysteriöser Weise eine Bürgerstochter nachts in ihrem Schlafzimmer durch einen Schnitt über die Halsschlagader getötet. Ein Nachbar wurde alsbald unter dem Verdacht der Thäterschaft verhaftet. Nun ist der Vater der Ermordeten gefänglich eingezogen worden. Er genießt, wie dem „Schwäb. Merkur" berichtet wird, allgemein das Lob eines ehrenhaften, sehr weichherzigen Mannes und liebevollen Familienvaters. Ueber die Verdachtsgründe, welche die Verhaftung herbeigeführt haben, sind bis jetzt nur unsichere Gerüchte in die Oeffentlichkeit gedrungen. * Kahla, 6. September. Wie bereits gemeldet wurde, ist der Spar-Vor schu ß-Verein in Konkurs geraten. In der jüngst abgehaltenen Generalversammlung, an der ungefähr 200 Mitglieder teilnahmen, wurde stürmisch Aufschluß über den Stand der Bücher gefordert. Revisor Kook aus Hannover führte nach dem „Leipz. Tagebl." aus, er sei noch nicht in der Lage, einen enbgihigen Abschluß vor- äulegen; doch glaube er, die Dinge ständen nicht so schlimm, wie überall angenommen werde. Nach wiederholten Lärmszenen unterschrieb zum Schluß der Versammlung ein großer Teil der Anwesenden ein Ersuchen an das Amtsgericht um Verhaftung des Vorstandes und der Mitglieder des Aufsichtsrates. * Christiauia, 6. September. Baron Toll in Petersburg kaufte in Toensberg für 70 000 Kronen das Fangschiff ,,Harald Harrfager". Das Schiff soll für eine am 1. März 1900 in Aussicht genommene Expedition ins Polar meer ausgerüstet werden. Gottrrdirnst der israelitischen KeligionageseSschast. Sabbathfeier am 9. September 1899. Freitag abend 63o Uhr, Samstag vormittag 8 Uhr Predigt, nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 7/z Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante NauucrM bro 7. SepA 1899: „ Mllllllts- Stadt. SchlachthMs. Freibank. 6440 Heute und morgen: Kuhsteisch 40 pfg. PlMü ueues Sauerkrüut empfiehlt 6510 C. Roth II., Wallthorstraße 5. Westdeutsche Bodenkreditanstalt Köln a. Rh. Die am 1. Oktober er. fällig werdenden Zinsscheine unserer Pfandbriefe werden vom 15. September er» ab an unserer Kasse und bei den bekannten Zahlstellen eingelöst. 6497 Köln, im September 1899. Der Borstand. Laufmädchen gesucht. Zu erfragen in der Expedition d. Bl. 03108] Frdl. Wohnung im 1. Stock per 1. Okt. zu verm. Bruchstratze 6. Schellers 6499 Cognac in 7i 72 V< Flaschen, anerkannt feinste Marke, in allen Preislagen empfiehlt A. Noll, Bahnhofstrasse, Drogerie zum roten Kreuz. eit Prompter Versandt nach auswärts. I. M. L-hulhof, ^°" Kolonialwaren- und Delikatessengeschäft. können glauben, werden aufgefordert, solche so gewiß bei unterzeichnetem Gericht binnen vier Wochen geltend zu machen, als sonst die älteren Beschränkungen der angegebenen Stücke gelöscht werden. Nur wenige und Die rt ins Grnb el j^poleons ©eit 6wUet» ft 2 * «V" ’n 'N He TA l -ineui i et1,1 Vermietungen Stimmt liefe Cf\rucfsachen Specialität: Specialität: Briefpapiere Briefumschläge für den kaufmännischen TSedarf liefert rasch und billig die "Brühl’sehe cUniö.-£)rucüerei, (Bietsch ^rberj 7 SchulstraM* 7. Bekanntmachung. In das Firmenregister des unterfertigten Gerichts wurden folgend; Einträge vollzogen: 1. Die Firma „G. PH. Fillmann" zu Gießen ist erloschen. 2. Das zu Gießen unter der Firma „@mU Lotz" bestehende Handelsgeschäft ist mit Wirkung vom 15. August l. I. infolge Ablebens des seitherigen Inhabers auf dessen Sohn Georg Lotz daselbst unter Beibehaltung der alten Firmenbezeichnung übergegangen. 3. Kaufmann August Montanu» ist vom 31. August l. I. ab ander unter der Firma ,,A. Schuster & Cie." zu Gießen bestehenden offenen Handelsgesellschaft als Teilhaber ausgetreten. Das Geschäft wird von diesem Tage an unter der alten Firma von Arthur Schuster daselbst als alleinigen Inhaber weiterbetrieben. Derselbe hat Aktiva und Passiva übernommen. 4. Die Firma „Hermann Köhler" zu Schwarzenberg hat vom 1. Juli 1899 ab zu Gießen eine Zweigniederlassung errichtet. Teilhaber der unter dieser Firma bestehenden offenen Handelsgesellschaft find: Ernst Hermann Köhler zu Schwarzenberg und Wilhelm Kinkel zu Gießen. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garterrstratze 2 Angebot der Arbeitnehmer! 1 Heizer, 1 Maschinenschlosser, 1 Wagner, 2 Hausburschen, 1 Taglöhner für leichtere Arbeit. Nachfrage der Arbeitgeber! 1 Drechsler, 1 Tapezier, 1 Heizer, 1 tucht. Schmied, 2 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Bauschrenier, 2 landwirtschafNicke Arbeiter, 1 Hausdiener, 1 Schreinerlehrling gegen tägliche Vergütung, 2 Dienstmädchen, 2 Laufmädchen, 1 Flickfrau. _________________________ Jüngerer Mann empfiehlt sich in schriftlichen Arbeiten. Gefl. Off. u. W. Z. 6452 an die Exped. d. 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