Donnerstag de« 8. Juni es Blatt. tt. 132 Adreffe für Drpeschen: Anzeiger chtetze». Fernsprecher Nr. 51. hatten Der Aufforderung, die Schuldigen auszuliefern, Ä ®i t"rt mtt einet ^atrouffle von sechs Mann au«, aesandt um im Dorf so viel Vieh zu Müden «ne bet ®ert her oestoblenen und umgeworsenen Baken ausmachte. Als der Beam e das Vieh forttreiben ließ, folgte ihm e,ne große klabl von Dorfbewohnern. Sie nmnngten den Wach^ meifter rissen ihn vom Pferd und warfen mtt Steinen nach ihm Tattert feuerte zunächst, um dte Angreifer zu ve der Seefoldaten derartig am Kopf getroffenwurde, ß -»***■»& , sä;** y b'n eS™ ti ’P° «M Nl‘- ”a4£ her nötig den Bewohnern diefer Gegend die deutsche Ober Hoheit mehr vor die Augen zu führen. Jufolg,! dchen legte der Gouverneur ein Detachement von °'"em O str'er und des dorthin gelegten Detachements bekannt gegeben Es ist I minmehr den Orten ein letzter Termin gefetzt. Bezayie» sie bi« zu dttsem Termin das Geld, ,° können sie dasselbe I nanr ober teilweise wieder abarbeiten. Bezahlen sie es Nicht, werden sie gepfändet. Es kommt lediglich daraus an, W- I sie dem Befehl der deutschen Obrigkeit nachkommen. Die Dörfel hab n jetzt alle die Zahlnng versprochen Bei dieser Gelegenheit kam heraus, daß die T,Pau« (Gemeinde- I Vorsteher) ihren Dörfern den Befehl, dte Strafe zu zahlen, sowie die Mahnungen verheimlicht hatten. Der Bors,rll bet Bang tsia tsun war also dadurch entstanden, daß dte Leute gar nicht wußten, weshalb man ihnen ihr Vieh wegtrieb. °°n «nz-tg-n 'N der Michmitt-,- für „Iga»« lag -rlchmi-ndn, Wumm« b>- »atm. 10 Uhr. t «sprint tügNch ul Ausnahme des Montags. Die Gießener mtllenvkätter eiten dem Anzeiger Amtlich viermal beigelegt. Alle Anzeigen.vermittlungSstellea deS In- und Ausland«« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeg«. ttebattion, Expedition und Druckerei: zchnlstratze Ar. 7. Deutscher Reichstag. 86. Sitzung vom 6. Juni. 2 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Pvsadowsky, Freiherr „ Thielmann, v. Bülow, v. Goßler, Tirpitz^ Bor Eintritt in die Tagesordnung erhalt das Wort Staatssekretär v. Bülow. Er machte dem Haust Mtt- , Muna davon, daß Deutschland mit Spanien einen Staats- öKrttaa abgeschlossen habe über die Abtretung der Karolinen-, Maos- L Marianen-Jnseln zur Ausgestaltung emes Meübes in der Südsee. Das mit Spanien getroffene Ab- tommen setze fest, daß die drei Inselgruppen gegen eine Grttschädiaung von 25 Millionen Pesetas an Deutschland o baetreten werden, während Spanien ans jeder derselben tim Kriegs- und Kohlendepot verbleiben soll. Die beiden Staaten^ haben sich handelspolitisch Gleichberechtigung zu- aiesianden Das Abkommen soll so bald wie möglich der «erfasiungsmäßigen Zustimmung der Parlamente unterbreitet mnd sodann ratifiziert werden. Sobald die spanischen Kortes sieH Berkaus der Inseln genehmigt haben werden, wird dem Reichswge die erforderliche Vorlage unterbotet werden. Mit Mcksicht darauf, daß das Abkommen zurzeit noch den spanischen Kortes vorliegt, würde die Regierung es nut Dank anerkennen, wenn der Reichstag vorläufig von einer weiteren Besprechung Abstand nehmen wollte. (Lebhafter Nunmehr wird in die Tagesordnung eingetreten. Erste Lesung des Nachtragsetats für 1899. Derselbe enthält Forderungen für das Auswärtige Amt und für die Kolonien, für das Neichsamt des Innern, das I Reichsheer die Marine usw, im Gesamtbetrag- von 8569«b9g° ^atDriola (natl.) bedauert, daß die Dotaüon für das Archäologische Institut m Rom um 10 VW Mk. gekürzt worden, daß die an die Gebrüder Denhardt für den Schaden, den dieselben in Witu erlitten haben, zu zahlende Entschädigung nur auf 100000 Mk. bemessen werden solle. Mit den Forderungen für das Heer sei er einverstanden. Er erbitte aber Auskunft über das Inkrafttreten der Militär- | firafprozeßordnung. Den Nachtragsetat beantrage er, an die Budget-Kommission zu verweisen. Abg. Lieber (Centr.) schließt sich diesem Anträge an. Die Nachtragsetats seien nachgerade zu einer ständigen Institution geworden, und das sei bedauerlich im Jntereffe der geordneten Finanzwirtschaft im Reiche und in den Emzel- staaten. Es sollten in Zukunft Nachtragsetats nur m absolut dringenden Fällen eingebracht werden. (Zustimmung). Die vom Vorredner gerügte Kürzung der Dotation für das Archäologische Institut bedaure auch er. Dieselbe dürfe iedttifalls nicht dauernd sein. Die den Gebrüdern Denhardt zugedachte Abfindung sei auch ihm zu gering. « 8 U Abg Bebel (Soz.) ist der Ansicht, daß die große Mehrzahl der in dem Nachtragsetat enthaltenen Forderungen bereits in den ordentlichen Etat hätten eingestellt werden können. Redner berührt sodann die soeben vollzogene Vergrößerung des deutschen Kolonialbesitzes m der Südsee, deren Erwerbungskosten unverhältnismäßig hoch stlen. Jeder der Bewohner jener Südseeinsel würde danach auf 340 Mk. '^Präsident Graf Ballestrem ruf. den Redner wegen 1 derAeußerung „Schandgesetz" »»r Ordnung. (Beifall recht«.) Staatssekretär Graf Pofadow«ky erklärt, h ÄÄlÄÄ;.'? tttore^f .reifen 0,01.0, die hin Wat b„ en i as SgtÄ&j - ssäÄÄw - wie wett die Verhandlungen über die Einschränkung der Verhandlungen der Brüffeler KvMreuz über diesen Gegen "".">'7,SÄ** SÄ“»“!“« ÄÄS I sprechung der Erwerbung der Südseeinseln. Den Nachtrag - I etat bitte er an eine Kommission zu verweisen. . . . Abg. Werner (Antis.) bemängelt dre Geringfügigkeit I der den Gebrüdern Denhardt zugebilligten Abfindung. Aba. Lenzmann (frf. Vp.) verweist darauf, daß den I Gebrüdern Denhardt ein Rechtsanspruch nicht zur Sette I stehe. Die ihnen zugebilligten 100000 Mark könne man I nicht als ein Trinkgeld bezeichnen. , I Abq. Bebel erwidert dem Staatssekretär, daß bisher I noch kein Kulturstaat es gewagt habe, seiner Bevölkerung I ein solches Gesetz zu bieten. _ I Staatssekretär Graf Posadowsly bemerkt, daß I und auch der Reichskanzler den Wunsch hatten, ^neral : I debatte über die neue Vorlage so bald wie möglich statt- Ausland. Italien Zur Feier des Verfassungstages am Sonntag bewW le der Luig^ zur allgemeinen Ueberraschuug emen umfassenden politischen Strafnachlaß. Die Thal ist um so bezeichnender, als Pelloux, um den Grundsatz der Autorität zu stärken, bisher immer der empfindsamen Agitation im Lande widerstrebte. Durch das BegnadigungS' bettet werden alle Opfer der Mailänder Maiunruhen von 1898 befreit, besonders die Abgeordneten Turat,, Andrei» und die radikalen Redakteue Romussi und Chiefi. Auch der Duellgegner Cavalottis, der Abg. Macolo, befindet sich unter den Befreiten. Ausgeschlossen ^nd nur RiickfäMge, all Mcktiaen und solche, die Blut vergossen haben. Die Radikalen sind allerdings auch jetzt voch unzufrieden weil keme Amnestie, sondern nur ein Strafnachlaß bewilligt ist. Den Wünschen der großen Mehrheit des Volkes wird die Amnestie APtiimen • denn in der Kammer haben sich gegen Wflfiftr Wahlen, der »"«‘eilten «bgeorbneten st-ts kaum zwei Dutzend Stimmen ausgesprochen. I 1 Niedttlande. Der Draht ist in der Lage, aus dem Haag über dieThätigkeit der Friedenskonferenz etwa« melden zu können was zunächst nach der Möglichkeit emes vor- läufigen Teilerfolges aussehen könnte. Et! handeltsich um die Frage vom internationalen Schiedsgericht, fur d der Unterausschuß der dritten Kommission emen Entwurf bCetreftenba„bie guten Dienste und bie Vermittelung °°r- I neleat hat. Der Entwurf lautet wie folgt. Artikel i. Um so viel wie möglich zu vermeiden, baß tut deni tnter- I nationalen Beziehungen S» "nem Machtmittel gegrstfe« wird, sind die Signatarmächte dahm uberem gekommen, alle Anstrengungen auzuweuden, um durch friedliche Mttli 1 eine Lösung der Streitfragen herbeizusuhreu. — »“■/- Tfnt Falle schwerwiegender Meinungsverschiedenheiten oder eines Konfliktes werden, ehe zu den Masten Snutcn «irb, bie Siguatarmachte ihre Zuflucht zu den gute«, Diensten ober der Vermittelung einer ober mehrerer besreundeter Mächte nehmen, falls nicht außerordentliche Um ‘«de dem entgigenstehen. - Art. 3: Unabhängig von bte(em Wtel halten die Signatarmächte es für «tzUch, daß etn od r I mehrere an dem Streitfall unbeteiligte Machte aus e g geben kommen. Eine Vorlage, welche die gleiche Summe von rund 17 Millionen Mark zur Bekämpfung der Lungen- tuberkulose fordere, würde jedenfallsmit größerem Beifall aufaenommen werden. Was die Zuchthausvorlage anlange, (n hoffe er dast der Reichstag, noch bevor er auseinander, gehe, wenigstens die erste Lesung dieses Sch«bg-setzeS erledigen werde. (Beifall bei den Sozialdemokraten, Unruhe ^n^E®er Nachtragsetat wird an die Budget-Kommission 6Clto®S folgtbie erste Lesung des Entwurfes einer Reichsschuldenordnung. , , .... Reichsschatzsekretär Frhr. v Thälmann begründet die Vorlage, die die Zusammenfassung aller bas Reichsschuldenwesen betreffenden Gesetze und Verordnungen bezwecke. Er bitte um Annahme des Entwurfes. Abg. v. Strombeck (Centr.) beantragt Verweisung an die Budget-Kommission. Die Vorlage geht an die Budget-Kommission. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Tagesordnung. Gesetz betreffend die Verwendung von Mitteln des Reichsmvaliden- fonds; Fortsetzung der zweiten Lesung des Jnvaliden-Ver- sicherungsgesetzes. Schluß 51/* Nhr. _______ — Deutsches Reich. __ n b^sigen Hochschule, nahm einen glänzenden Verlauf. Von Nah und Fern waren die alten Herren aller Lebens- alter und aller Lebensstellungen in großen Massen herbei- I .Band- und Mützen- geschmückt sah man viele Grau- köpfe durch die Straßen des geliebten Gießen, die mit I Fahnen in Teutonen- und in den Landesfarben reich geschmückt waren, ziehen. Am Freitag, dem 2. Juni, ent-' führte em schön geschmückter Extrazug der Bieberthalbahn die Teilnehmer inmitten eines herrlichen Flors junger | I schonen nach dem nahen Windhof, wo nach dem Kaffee I Mächtig das Tanzbein geschwungen wurde. Am Samstag dem u. versammelte man sich zunächst auf dem Corpshaus jum Frühschoppen, darauf zum Mittagessen im Hotel „Großherzog von Hessen". Von hier unternahm das aktive Corps mit seinen Gästen um 3 Uhr eine festliche Auffahrt mit Spitzenreitern durch die Straßen der Stadt und daran an- schließend eine Ausfahrt auf den Schiffenberg zum Kaffee. Abends fand der offizielle Festkommers in Steins Garten I statt, zu dem sich alle Festtcilnehmer vom „Großherzog von Hessen" in feierlichem Zuge mit Musik bewegten. Hierbei konnte man am ehesten einen Ueberblick über die stattliche Teilnehmerzahl gewinnen. Beim Kommers war als Ver- I tretet der Landesuniversität anwesend Seine Maqnisicenz I der Herr Rektor Geh. Rat Prof. vr. Löh le in, von den Spitzen der Behörden Herr Provinzialdirektor v. Bechtold (zugleich alter Herr des Corps) und Herr Oberbürqer- meister Gnauth. Nach den von dem ersten Chargierten I cand. iur. J^ ieter kommandierten Eröffnungssalamander bielt Herr Geh. Staatsrat Krug vonNidda aus Darmstadt die Rede auf Kaiser und Großherzog, nach dem ersten Oed Herr Privatdozent Dr. Geßner aus Erlangen die- I jenige auf das Corps, indem er u. a. in feindurchdachter I Welse dabei die vielen Angriffe zurückwies, die den Corps heutzutage immer und immer wieder mit Unrecht gemacht werden Dann wurden vom ersten Chargierten die Gäste begrüßt. Von denselben erkannte Se. Magnificenz der Herr Rektor I in seiner Antwort den Wert des Korporationswesens, als I eines historischen Produktes unserer Hochschulen, an, er- cn®? a^cr .^gleich, die Kluft zwischen Korporatigns- und I Nichtkorporations'Studenten nach Möglichkeit zu überbrücken, Herr Oberbürgermeister Gnauth wies in seiner Humor- I üota Weise darauf hin, daß er vor zehn Jahren bei den Teutonen feine Jungfernrede in seiner neuen Amtswürde I galten habe und führte dann vor, was es in Gießen I - i JLeu?„au* letzten zehn Jahren zu sehen gäbe. Für die Kartell- und befreundeten Korps dankte ein Vertreter des < Korps Hansea zu Bonn, für den hiesigen 8. C. ein Vet- | tretet von Hassia. Nach dem zweiten Lied endlich widmete nach alter Teutonensitte Herr Geh. Sanitätsrat Dr. Dett- s Cl ?alkenstein warme, zu Herzen gehende Worte I ?.E Gedächtnis der dahingeschiedenen Korpsbrüder. Et 'u^te ^wa aus: Der alte Kaisetphilosoph Marc Aurel soll I Nicht recht haben, wenn er sagt: "Bald und Du hast alles vergessen Bald und Alles hat Dein vergessen" I halnich! Recht, denn nach einem schöneren Worte heißt I Gedächtnis seiner Freunde, seiner Lieben, I sellier Bruder lebt, der ist ja nicht tot, er ist nur ferne__ tot ist nur, wer ganz vergessen ist." Von diesem Gesichts- I roUtlye au6 benn auch kein bitterer Tropfen in unseren Becher, wenn ich drr mit gewordenen Aufgabe gerecht werde I unb in bleset Stunde der Brüder gedenke, die vor uns dahin gegangen sind in sas Land, aus dem keine Wiederkehr ift- penn sie leben ja mit uns fort und fort, sie leben fort in treuem kotpsbtüdetlichem Gedächtnis, das nicht aufhört, so i lange das grün-rot-goldene Band von den Söhnen der hoffentlich unsterblichen Teutonia getragen wird. Sie, die geschiedenen Brüder — so mögen wir es uns in stillem ©mne vorstellen — sind verklärt und friedlich lächelnd aus dem Leben gegangen, wie sie weinend in dasselbe eingetreten Infi k Hobe einmal ein Wort gelesen, das da lautete: Wehe dem, der sich schwächlich nach dem Grabe sehnt, be- I ^°\er em Recht darauf erworben; ein Tod ohne jede Bedeutung ist das traurigste, was einen Mann treffen kann. © -c r6eiJ Männer genug aus dem grün-rot-goldnen Kreise scheiden sehen, auf die wir, das Land, die Welt stolz I sein können; ihre Namen sind in der Geschichte ihrer Be- tufs-und Lebenskreise, alle aber in den Hetzen ihrer Freunde I unb Bruder unauslösch eingeschrieben, auch wenn sie als Jünglinge, die ja die Götter besonders lieben, geschieden sind. Sie zu nennen, wäre hier zu viel; denn Mutter ^Eoma ist schon eme bejahrte hohe Frau, die gar manchen iprer Söhne hat hetgeben müssen, die aber alle und vor I allem unentwegt brave Teutonen und treue Brüder bis zu I iljrem letzten Atemzug gewesen sind. Wit aber, die wir noch atmen im rosigen Licht, die wir glücklicherweise nicht, wie Goethe sagt, in einer Zeit leben, wo man die Be- I grabenen beneiden muß, wir gedenken derer, die vor uns occhingegangen sind, in herzlichster, wärmster, korpsbtüdet- I wm hoffen, daß auch uns einmal ein Gleiches I und weihen hiermit dem ehrenden Gedächtnis jener I teuren und bis zum Tode treuen Teutonen ein stilles Glas I — Eine weihevolle Stimmung war erzeugt, stehend hörte man den ersten Vers des Liedes „Ist einer unserer Brüder I nun geschieden" von der Musik spielen. Aber der Abend gehörte doch m der Hauptsache den Lebenden: so drang denn gar bald, zumal die Mitternacht schon nähet kam, die Ftohllchkeit wieder durch. Nachdem noch als drittes Lied Farbenlied der Teutonen gesungen wat, konnte gegen l/2l Uhr der Landesvater beginnen und ca. V» Stunde I pater trat endlich die Fidelitas ein — ad infinitum I I gewesen wären. Ein Schreiben^U^-^^ 9ctn ' M-dai, ber bebauerte. am Wtbeitien4’S.®en'«-ä> wurde mit einem Telegramm beantwortet Ä“ i: das Ehrenmitglieb den Herrn F?nan m^^ nist ' in Darmstabt ber burch sein Leiben hmb-rt war, eine Depesche geschickt worin o "»' b°ld'g° Genesung wünschten. Gefeiert wurb^üuch^ I älteste anwesende Semester, bas Ebrenmiwli.k"? no,v Walrat 11 Dr. ®timmlttZ «• Grunbungstahr des Korps aktiv war 1 '>4'°'-" sich di- Reihen, als es zu hämmern ff* ' allen Seiten hm entführten bie Züge schon :: teilnehmer zurück zu bem Alltagsleben unb der BenÄ - alle voll schöner Einbrücke aus btm alt n a ■ mit ber embfinbun9, einem Fest- b-igewohnt zuÄw " burch s-iu-n h-rzlich-u, man möchte sagen familiären m 5 so überaus wohlthuend berührte. wren Chlll^. ## s Kreis-Lehrerkouferenz. Die diesjährige k°nf-r-nz be« Kreises Gießen fanb Stan « in „Steins ©arten" unter dem Vorsitz be« ßertn «™,'' dtrektors von B-chtolb statt, unb nahmen di- & bürgermetst-r Gnauth, R-alschulbir-ktor DrW" profeffor Fromme sowie sämtliche Lehrer d-, «r-is-IL teil. Nachbem ber Vorsitzeube bi- Erschi-n-n? unb bie Konferenz eröffnet, gab Herr Kreis.Schunch? Dr. Lucius bie stattst,scheu Mitteilungen über Ä w-s-n be« Krei es bekannt. Darnach beträat hi, -ahl in den 79 Volksschulen be« K-i e« ® und zwar 5516 Knaben und 5639 Mädchen toomioi ' evang., 154 kath., 164israel. und 2 andren «eke»n^ Fortbildungsschulen wurden von 1860 * Außerdem bestehen im Kreise 2 anftalten, in welchen zur Zeit 33 Mädchen unttxüjr t^rben. In 18 Gemeinden sind Schulhausneubauten ; Woffen worben. Hierauf hielt Herr Kreisassisten>i> Pr; Z^d^n einen Vortrag über „Die Gesundheitspflege ' ber Schule unb behanbelte im ersten Teile desselben^," ^emlichkett unb Licht, als bie brei Hauptpunkte, die hierin ^^eEracht kommen. Die Luftmenge, die durch das hejM Schulgesetz für einen Schüler bestimmt ist, findet {Referent nur für Schuler bis zum 10. Jahre ausreichend, während", für altere Schuler nicht ausreichen dürfte. Den üita wusch oder die Ventilation sodann näher beleuchtend, er höchst wichtige und praktische Winke, wie ber Siebter" 2 2 4 (2) 2 (1) (1) 2 1 4 2 1 1 1 Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau .Herold'. Lungenschwindsucht Lungenkatarrh Lungenentzündung Herzfehler PerttonttiS Leberentzündung Verunglückung____ Berlin, 7. Juni. Nach einer Meldung aus Emden ist zwischen Rheine und Salzbergen ein Güterzug entgleist. Der Zugführer wurde getötet. Berlin, 7. Juni. Aus Breslau berichtet das ,.Berl. Taaebl" • Der Staatsanwalt leitete eine Untersuchung gegen den konservativen angesehenen und vermögenden Stadt- Aus der Zett für die Zett. Vor 150 Jahren, am 8. Juni 1794, starb zu Göttingen freudlos und verarmt der Dichter GottfriedAug. Bürger. Seinen Ruhm begründete er durch Herausgabe des Göttinger Musenalmanachs und vor allem durch seine in demselben euschienenen Gedichte, von denen wir an dieser Stelle nur Leonore", „Der wilde Jäger" und „Kaiser und Abt" t'llwäbnen. Mit Recht konnte Bürger von sich sagen: Meiner Palmen Keime starben eines besseren Lenzes wert", wurde am 31. Dezember 1747 zu Molmerswende bei hHalberstadt geboren. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 7. Juni, zwilchen 11 n. 12 Uhr mittags: Master 17°, Luft 17V,o. Rübfamen'fche Badeanstalt. jSv 1 '^tl Mr "'.tz Ätz Ltz dlrektsr oie Herr Zungen i'V "ach 6etd| I N« t d 2 anbei' urben vor Kreise 2 33 Mäd^ SchulhMr t Herr h ,Die rfien Teile b> i HaupPM V, die durch: - ml ist, Dl ausrechud, mi dürfte- tr n näher fcdtii Linke, wie der.. iiattoüS'Krkilri Don frnfttr r Lust in seiner > zu btn W Mch Staub vi 6 Kapitel dni Ker Lehrer, c !keS sein!k- Daneben k ZchchiWc hung svi zesetzes - ,es M verte M- •r und i Betracht er guten $s julbank tir^y und । höchst nlofc ■Mit* i(ol6iirln i®"- । bit **: :r ii** ■” 7 '*ls ibe ge an du , . htiens^'^ «Cf Jäi'i"1 ■ gieren, interestante kleine Begebenheit, welche die Zeitschrift „Os! | Asien" erzählt, die erste in Europa erscheinende sapani che I Monatsschrift. Vor einiger Zeit entsandte die lapanische Regierung eine Kommission von Sachverständigen für Por- l rellanfabrikation nach China, mit dem Anstrage, besonders die I Porzellanmalerei, die Herstellung der Farben u. s. w. zu 1 studieren und Muster davon zu beschaffen. Die chinesische I Regierung gab der Kommission, welche das ganze Jangtse- I kiangthal bereiste, zu ihrer Sicherheit ewe Anzahl Polizisten I mit. Weniger entgegenkommend zeigten sich die chinesischen I Porrellanfabrikanten. Sie verkauften der Kommission nicht nur keine Muster der besseren Fabrikate, sondern duldeten auch das Photographieren der Muster nicht. Um so großer war die Freude'der Kommission, als ihr in einem kleinen I chinesischen Orte ein Chinese eine wunderbare Porzelanvafe | zum Kauf- anbot. Wer beschreibt aber tf)t 6r(tauni:n, als mit einem Male die chinesische Pvliz-tmannschaft katcgonsch erklärte, die Regierung habe den Berkaus an die Fremden verboten, und dem chinesischen Kaufmann mit Verhaftung drohte. Der Chinese war darüber dermaßen bestürzt, daß er Hals über Kopf davon lief und vor Angst seine Vase stehe» ließ. Ganz ruhig nahm einer der Polizisten die Vase und bot sie nun seinerseits den Japanern zum Kaufe an, die froh waren, das wirklich schöne Stück überhaupt zu I bekommen. Kaum hatten sie die Vase fortgepackt, als sie I einen heftigen Wortwechsel unter ihrer Schutzwache vernähmest. I Die braven Polizisten waren nämlich bei der Verteilung des I so redlich verdienten Geldes in Streit geraten. Sicher I wäre es zwischen den wackeren Wächtern der Ordnung zu I einer solennen Prügelei gekommen, wenn nicht die Japaner I aus ihrem Beutel noch Geld zugelegt und dadurch den Frieden wieder hergestellt hätten. Diese Begebenheit ist wieder em Beweis dafür, wie der chinesische Beamte — vom höchsten bis zum niedrigsten - seine Macht zur Bedruckung des Volkes I mißbraucht. tu wVaVf "r - JK» M «i rund 12,000 Kerzen benötigt. Gespeist wurde die I ,,,= Anlage durch einen Mflammigen automatischen «ppa- ?.t .Simpler" und einen Reserve-Apparat gleichen Systems to 20 Flammen, sodaß mit verhältnismäßig einsachen Kitteln großartige Licht-ff-kt- erzielt wurden. Ad-nsa tnrbe durch diese Festplatz-Beleuchtung dem Publikum gelt. daß das A-etYlen mit Recht berusen fern wird, ikflighin in der Beleuchtungssrage eine Rolle »u sp'-lev, i ■ ,» fann die Aeetylen-Apparate.Fabrik Gießen WelkoborSky) mit Befriedigung auf ihren Erfolg I Abonnements'Konzert. Heber die Lelstuvgendes sistv.n.Virtuosen Herrn Louis Kümmel aus Darmstad, rddnen Herr Musikdirektor Krauße zur Eröffnung der iirsi'ähriaen Abonnements-Konzerte gewonnen hat, äußert sch Idas „Kasseler Tageblatt und Anzeiger" sehr anerkennend vie folgt : Auch dem vorzüglichen Piston-Virtuosen Herrn " £ xümmel aus Darmstadt, der sich hier mit so großer SMivour eingeführt hat, machen wir unser Kompliment. Lecinöge einer vorzüglichen Atemtechnik und eines leichten Ansatzes verstand er es, m dem „Karneval von Venedig non Arban die schwierigen Passagen in vollendeter Weise luni Vortrag zu bringen. Der äußerst weiche Ton, ube den er verfügt, die perlenden Läufe und die Art und Weise I ftms Vortrages riffen das Publikum zu der: lebhaft sten Bcijiallsbezeugungen hin. Nicht endenwollender Applau '■ >roinlafcte Herrn Kümmel zu der Zugabe ,,Was ich so ßHrs im Herzen trage" von Gumbert. Auch bei diesem Vor Iratw zeigte der Künstler, daß er es verstand, durch sein Instrument innigste Gefühlswärme zum Ausdruck zu bangen - Wir teilen hierzu mit, daß Herr Stümmel folgte 6oB spielen wird : 1) Grand-Fantasie für Oornet L kiston Don Hartmann, 2) Poeme lynque! Nocturne üon: Xanl, 3) Kantasie und Variationen über „Der Karneval von Lkmdig" von Arban. *♦ Wie unsere heimische Industrie auf allen Gebieten sch stetig hebt und weit über die Grenzen unserer Stadt in nutum Rufe steht, darüber konnten wir erst kürzlich wieder belichten, indem der hier von Herrn F- Schreiner fab- mitde Germania-Zwieback auf der Ausstellung m Aa'ideburg mit höchster Ehrung ausgezeichnet wurde. Nach vorliegenden Gutachten hervorragender Autoritäten, mmmt dieser Zwieback die erste Stelle unter allen ähnlichen Fal rikaten ein, sodaß er mit Recht ärztlicherseits namentlich für Kinder und Rekonvaleszenten empfohlen wird. Gingesandt. Gießer», 7. Juni 1899. «ufolae der in Nr. 180 des „Gießener Anzeiger' enthaltenen I Unrichtigkeiten aufweist und der Richtigstellung bedarf. Der Ber SSf,^.ia^^e6Sö1i6beKP&t8Mt6e8 1 Ä vEende bei ^r PreiSverteil den 1..^ intnrnheb Wanderern" aus. Hätte sich Anonymus beichem Vorsitzenden der Wanderer" erkundigt, so wäre dem eiben ledenfalls der Beschew | daß der Bezirksvorsitzende schon vor . Wochen d m 9inrfihpnben der Wanderer" persönlich von seinem Irrtum SfiÄ’ Ä ÄM » leaentlich des Gaufestes bei dem ebenfalls von den „Wanderern hPrnnUnlteten Dreiskorso den .Gießener Radfahrer-Verein 188b wiederholt aufforderte, sich in Konkurrenz zu beteiligen. Anscheinend ttebt der Einsender des gestrigen Artikels m sehr naher Beziehung zu den .Wanderern", G. 9t.?®., nach der Bemerkung zu urteilen, daß alle"Preise den auswärtigen Gästen „zugedacht waren. Be- I lüfllid) deS Protestes scheint Anonymus ,a sehr genau orientiert zu fein' uns ist eine diesbezügliche offizielle Mitteilung seitens d s Gaues bisher nock nicht zugegangen. Im übrigen Uegt eS uns fern, einen Preis, der nur auswärtigen Gasten zugedacht war, zu behalten, und haben wir solchen bereits nut heutigem den Der- anstaltern des Korsos zurückgegeben, Schliehhch bemerken noch, daß auck der Gießener Radfahrer-Verem 1885 beschlossen haue, sicy am Festzuge des Kriegervereins nut geschmückten Rädern zu beteiligen. Unvorhergesehener Umstände wegen mußte ?ed°ch davon Abstand I genommen werden, und war dem ^riegerDerem f. 8t. 4 iedtfl I von Mitteilung gemacht worden. Dies zur Richtigstellung. Aus weitere anonyme Anzapfungen werden w'r nicht mehr reagieren. ) I Der Vorstand deS Gießener Radfahrer-Vereins 1885. Recht zu verteidigen. Paris, 7. Juni. Die Blätter kommentieren lebhaft Die energische Ansprache Loubets an den Ausschuß der republikanischen und sozialistischen Studenten, die er im Elysöe empfing. Man schließt daraus, daß Loubet gesonnen ist, mit fester, strenger Hand die Zügel des Staates zu lenken und der Gerechtigkeit und Freiheit ihren unbeschränkten Lauf zu laffen. Paris, 7. Juni. Präsident Loubet empfing aus allen Ländern und von verschiedenen Herrschern Europas Sym- patieschreiben und Telegramme. London, 7. Juni. Ein Telegramm des „Morning- Herald" aus Dublin meldet, daß gestern neuerdings heftige Kundgebungen gegen die Ritualisten stattgefunden haben. Es entstand ein heftiger Kampf zwischen den Ritualisten und Katholiken. - Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. London, 7. Juyi. Nach Meldungen aus Apia haben sich M a t a a f a und M a l i e t o a bereit erklärt, sich der Entscheidung der ^Lymmiffare zu fügen. Beide Parteien | legten die Waffen ab. Mataafa hat schon 1800 Gewehre auf dem englischen Kriegsschiff Bagder abgelrefert. Die Lage beruhigt sich._^ll«ithalben, und die Eingeborenen setzen ihr volles Vertrauen-auf die Kommission. London, 7. Juni. In einem Interview mit einem französischen Journalisten erklärte Esterhazy, er werde den französischen Generalttab und die Generale m die Enge treiben und die Geheimnisse, die er besitze und für die man I ihm ungeheure Summen geboten habe, unentgeltlich der I Oeffentlichkeit übergeben. ' Athen, 7. Juni. In Pyrgos wurden fünf^ver reichsten Großkaufleute wegen Unterschlagung ba (Ht gesetzlichen Abgabe von der Korinthen-Ernte an den Staat verhaftet. __ __ Kkt«eNs»e Silberk^sbeamte!^ieTüchtigkeilundZuver- ! verordneten Kaufmann Stehr wegen Setniged J11" Mitte illustriert folgende | kundenfälschung ein. Er soll längere Zett bet der Lieferung von Schmalz und Cercalin au das städtische Arbeitshaus zu hohes Gewicht berechnet und in den Lieferbüchern en - sprechende Rasuren vorgenommen haben. Berlin, 7. Juni. Die „Vossische Zeitung" meldet aus Madrid: Der hiesige deutsche Konsul hat den Gouverneur davon benachrichtigt, daß ein Deutscher auf der Landstraße, 51 Kilometer von Madrid entfernt, beraubt und wij' handelt worden ist. Die Gendarmerie hat bereits sechs Schuldige abgefaßt. Wien, 7. Juni. Wie in unterrichteten Kreisen ver- lautet, dürften die Ausgleichs-Verhandlungzu am Samstag zu einem befriedigenden Abschluß gelangen, ohne daß der eine oder der andere Kabinetts-Chef zur Prmisfion , gezwungen sein würde. Wien, 7. Juni. Nach einer Budapester Depesche deS Neuen Wiener Tageblattes" soll der Zigeuner-Hrima- Rigo, der Geliebte der Prinzessin Chimay, in Kairo an der Pest gestorben sein. Paris, 7. Juni. Der neue Prozeß Zola wird, oa Labori noch arbeitsunfähig ist, erst in einige^ Wochen zur I Verhandlung kommen. Daris. 7. Juni. Aus Macau wird gemeldet: der Gruben-Ausstand in den Gruben derStadt und der I Umgegend wird allgemein. Die Behörden befürchten Kundgebungen seitens der Ausständigen und haben Truppen von I dem Kommandanten der Garnison erbeten. h Paris, 7. Juni. Die Berufung des GeneralsCebe, Gouverneurs von Lyon, dessen sehr markante republikanisch I Ansprache an Loübet seiner Zeit bemerkt wurde, giebt zu I Kommentaren Anlaß. . Daris, 7. Juüi. Der Herzog von Tremoullle, der I Präsident deS royalistischen Klubs, welchem Christiani I anqehört, erklärte, der Klub habe feinen Anlaß, eine Ge- I neral'Versammlung zur Mißbilligung der Handlung Chri- stianis einzuberufen, da der Klub nicht für Aktionen auß halb des Klubraumes verantwortlich sei. Paris, 7. Juni. In Stadtratskreisen rechnet man mit solcher Bestimmtheit auf Picquarts Freilassung, daß das Vorhaben besteht, ihn und Zola für Freitag zu einem Festempfang im Stadthause zu laben. Die gleiche Aus- Zeichnung wurde kürzlich für Marchand b-,chl°,s-n, aber dessen plötzliche Abreise verhinderte jeden Empfang. Paris, 7. Juni. Im Senat kam gestern nachmittas die Interpellation Prevost de Launay über die Maßregelung der beiden Richter Lombard und Tardif zur Verhandlung. Die Konservativen und Royalisten takelten die Regierung äußerst heftig wegen biefer Der Justizminister und nach ihm der Ministerpräsident Dupuy rechtfertigten diese Maßregelung in längerer Rebe. Die vier republikanischen Gruppen ließen alsdann eine Tagesordnung einbringen, durch welche der Senat die Skandale auf dem Rennplatz brandmarkt. Der Doüapartistische Abgeordnete, Senator Grandmaison bedquerte die Wahl Loubets zum Präsidenten der Republik, WK infolge dieser Wahl die Armee den Revoluttonaren ^isge- qeben worden sei. Hierauf entstand ein „heftiger Iumultt Gegen den Redner wurde die Zensur verhängt. Schlietzucy nahm der Senat mit 230 gegen eine einzige Stimme eine i Tagesordnung an, wodurch der Senat die Hoffnung ausspricht, daß auch für die Folge die Regierung große Festigkeit an den Tag legen möge, um die Republik und das Schwurgericht. W. Gieheu, den 6. Juni 1899. Fortsetzung der Verhandlung gegen den Ludwig ^bel aus Frankfurt a. M. wegen Urkundenfälschung, d ^ ugj UndanDiebsta^l.schworenen gerichteten Schuldfragen lautlen: Auf Fälschung zweier öffentlicher Urkunden zu dem . Zimck, sich einen widerrechtlichen ©ermogcnfDorteil zu ver- I schaffen und wegen Betrug im Ruckfall m drei Fallen. Aui Fälschung von Privaturkunden in zwei Fallen zu dem I isiMck, sich einen widerrechtlichen Vermögensvorteil zu ver- I fthiuffen. Bei allen Schuldfragen haben die Geschworenen 1 die Frage nach dem Vorliegen mildernder Umstande zu prüfen. Weiter ist an Die Jury die Frage wegen em- chen Diebstahls gestellt. - Herr Staats anwalt Zimmer- «h« plaibiert aus schuldig .M Smue der Anklage und «ir die Bewilligung der mildernden Umstande. ^cr Beateidiger, Herr Rechtsanwalt Hoos steht auf demselben Stomdpunkt wie der Staatsanwalt, er hebt nur die Mo- | Mmtt^hervor, welche für die Bejahung der Mildernden i Umstände sprechen und bittet, diese seinem Klienten zul be- iüiigen. Nach erfolgter Rechtsbelehrung durch denl Vor- siü«nden und nach kurzer Beratung verkündet der Obmann ) r Wahrspruch dahin, daß die gestellten SchuEstagen von bem Geschworenen bejaht, daß aber auch bu Fragen nach Mdernden Umständen bejaht seien. Der Vorsitzende ver- liinbet bas Urteil bahin, baß der Angeklagte mit 3 Jahren ii Monaten Gefängnis, sowie fünf)ahngem^ Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte zu bestrafen sei. Zwei Monate heu9erlittenen Untersuchungshaft werden bem ^"9^gten auf die Strafe angerechnet. Der Vertreter der Staats- bchörde hatte 3 Jahre 9 Monate Gefängnis und 10 Jahre Ehrverlust in Antrag gebracht. W. Gießen, den 7. Juni 1899. M Heute wird unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen beut etwa 40 Jahre alten verheirateten Landwirt J o h. Engelbert Diehl von Hoch-Weisel wegen Versuch des Verbrechens gegen bie Sittlichkeit verhandelt. Ob^-Staats- aititvalt Dr. Güngerich vertritt die Anklage, Rechtsanwalt Latz führt die Verteidigung. Es find 17 Zeugen zu vernehmen. Der Angeklagte bestreitet entschieden, die ihm zur Last gelegte That begangen zu haben. *) Auch die Redaktion deS „Gießener Anzeiger" erachtet die Sache für erledigt. Wöchentliche Uederficht der Todesfälle in Gieße«. 22. Woche. Vom 28.M»t bis 3. Juni 1899. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 500 (incl. 1600 Mann MttttLr). StnblichkeitSztffer: 27,60, nach Abzug der OrtSfremdui^ 19,09 /*. E« st-rben «t: Zusammen: Erwachsme: 2.-lb°Jah,l Summa: 13 (4) 12 (4) 1 Anm. Die in Klammern gesetzten ZAern geben an, wie otett der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Bei Todesfällen übernimmt die Buohdruckerel dee Giessener Anzeigers, Schutotrasse 7, die schnellste Anfertigung von Trailerbriefen und Dankeagungekarten, welche auf Wunsch couvertirt geliefert werden. Gegen 4499 15 Neustadt 15 i In 5 Minuten H. Gräber. 4413 ^elegEnhsitshi ia Kiitaip Zu vermieten: & Zu gefl. Besuche ladet ergebenst ein der Haupt-Agentur tfammtlicfie Gf)rucAsaehft ^rem^Jnkasio bon^eTner^ber^Trften Briefpapiere Briefuinschl&tf zu vergeben Bri efum gchlA ß® zu verkaufen. 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