Samstag den 8. April 1800 Erstes Blatt. 82 Amts- und Anzeiseblatt für den Areis Gietzen »ker, iim Skctlion, Expedition und Druckerei: -chnlflraße Ar. 7. Giessen. K 4 ist wiche. .-Cream Alle Anzeigeu-DermittlungSstellen de» In- und AuSlandet mhmtn Anzeigen für den Gießener Anzeiger rnrgegen. Kieste Süssstofi id Zucket dde nroflerie«' und l>rü“ pf Staatssekretär v. Bülow seinen Osterurlaub unterbrochen und eine rege amtliche Thätigkeit entfallet hat. Die Er« eignisse in China scheinen hierzu weniger Veranlassung g^ geben zu haben als die Vorgänge auf Samoa, die auch heute noch nicht völlig geklärt sind und eine verschiedene Deutung zulassen, je nachdem man nun aus englisch-amerikanischer oder aus deutscher Quelle schöpft. Es ist felbft« verständlich, daß wir den bisher von amtlicher deutscher Seite abgegebenen Darstellungen unbedingtes Vertrauen schenken, nur wundern wir uns, daß unsere Regierung Nicht mit mehr Nachdruck ihrem Standpunkte Geltung verschafft. Freilich mögen die Schwierigkeiten besonders groß fein, sonst würde auch wohl kaum das Bombardement von erfolgt sein. Ob solches gerechtfertigt war, kn*"6*' zu einem 1........ -------------------- - ., führen. Jedenfalls hat Deutschland, als es vorschlug, besondere Kommission nach Samoa senden, damit gezeigt, daß es bereit ist, die strittige Frage möglichst auf freundschaft- Adrrffe für Depeschen: Anzkigcr Dietzen. Fernsprecher Nr. 51. lelintlne von Anzeigen zu der nachmittag» für bm folgen tag erscheinenden Nummer bi» vor«. 10 Uhr. bedauern dürfte, den ersten Versuch einer ,hm von Deutschland gebotenen Freundschaft so arg gemißbraucht zu haben. — Wie in dem Berichte der preußischen Staatsschulden-Kommission über das Rechnungsjahr 1897/98 mitgeteilt wird, hat sich diese Kommission auch mit dem Fall Grünenthal beschäftigt. Es heißt in dem Berichte: „Aus Anlaß des Falles Grünenthal sind die Mitglieder der Kommission am 15. April v. I. mit sämtlichen Mitgliedern der Hauptverwaltung der Staatsschulden zu einer gemeinschaftlichen Besprechung zusammengetreten. In dieser Besprechung ist zunächst festgestellt, daß im Bereich der preußischen Staatsschuldenverwaltung keinerlei Unordnungen oder Unebenmüßigkeiten stattgefunden haben. Demnächst sind alle Bestimmungen, welche über die Anfertigung und Kontrolle der preußischen Staatspapiere erlassen sind, einer genauen Nachprüfung unterzogen. Die Kommission hat sich überzeugt, daß diese den Anforderungen durchaus genügen und hat in der, der Besprechung folgenden Sitzung einstimmig folgenden Beschluß gefaßt: „Die Staatsschuldenkommission hat nach der heutigen gemeinsamen Besprechung keinen Anlaß gefunden, irgend welche Vorschläge, zur Verschärfung der in dieser Beziehung bereits vorhandenen Kon- । trollmaßregeln zu machen". — Die ehemaligen hannoverschen Offiziere haben beschlossen, anläßlich der Kabinettsordre vom 24. Januar dem Kaiser ihren Dank durch Darbietung einer Ehrengabe auszudrücken. In Aussicht genommen ist eine aus Silber gearbeitete Nachbildung der Waterloosäule. Die Überreichung soll, da der Kaiser die Annahme zugesichert hat, am 18. Juni d. I. als am Jahrestage der Schlacht bei Waterloo stattsinden. Ein Aufruf fordert zu Beiträgen auf. Ein Welfenblatt, das zufällig in der Lage war, diesen Aufruf zuerst zu veröffentlichen, benutzt diese Gelegenheit, um wiederum hämische Bemerkungen im Sinne des Welfen- tums daran zu knüpfen. Mit dieser Haltung beweist indessen die Welsenpartei ihre unheilbare Verbohrtheit so augenfällig und in so unkluger Weise, daß man ihr zu I dieser Leistung nur gratulieren kann. — Ein Zwischenfall in Brasilien. Der „Hamb. I Storr." teilt folgende Zuschrift mit: Einige in Südbrasilien I erscheinende deutsche Zeitungen berichteten vor einiger Zeit, I daß ein Angestellter des deutschen Konsulats in Curitiba I von brasilischen Soldaten angegriffen und mißhandelt worden sei. Der Vorfall ist, wie wir auf Grund zuverlässiger Er- I kundigungen aus Brasilien erfahren, von den dortigen Blätter» I teilweise übertrieben worden und hat sich wie folgt zuge- I tragen: Am 20. Januar d. I., abends 6 Uhr wurde ein I bei dem erwähnten Kosulate beschäftigter Beamter beim I Nachhausegehen von einem brasilischen Soldaten an der Brust gepackt, als er durch einen Trupp von etwa zehn I Soldaten, die sich auf dem Bürgersteige befanden, hindurch- I gehen wollte. Der Angegriffene stieß den Soldaten zurück, I worauf dieser ein Rasiermesser hervorzog und Miene machte, I zum Angriffe vorzugehen, woran er indessen durch seine I Kameraden gehindert wurde. Konsul Baerecke, der dem vor I einiger Zeit in ein Berufsamt umgewandelten Konsulate ix | Curitiba vorsteht, machte die Angelegenheit am nächsten Tage I bei der zuständigen Militärbehörde anhängig. Der schuldige I Soldat wurde ermittelt und nach erlittener strenger -öe- JU Deutsche Interesse« auf Samoa. Cie Weltlage ist augenblicklich nicht geradezu gesahr- bür*nib für uns, aber sie erfordert doch die gespannteste Alchse'nksamkeit der maßgebenden Kreise. Daß m dieser B?»qichiang nichts versäumt wird, beweist die Thatsache, daß Polizeiverordnung, betreffend Verhütung von Waldbränden. Mit Rücksicht auf die zur Zeit bestehende Gefahr der (Stau ung von Waldbränden bestimmen wir auf Grund des Wim 79 der Kr. u. Pr.-O. das Folgende: 1, Das Rauchen von Cigarren, Cigaretten und un- g Mellten Tabakspfeifen in Waldungen und deren Um- g .Mg cn, sowie auf Haiden außerhalb der chaussierten Ver- b ilckvn gswegen ist untersagt. 2,. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu StXvM. geahndet. 3.. Das Verbot gilt vorerst für 4 Wochen. G»ie ßen, den 5. April 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. SJ-jugsprd» vicrkiiäbrlid) 2 Mark 20 Psq. mouctlid) 75 Psg. mit Bringkriohn. Bki Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. Gießener Anzeiger General-Anzeiger Gießen, den 1. Avril 1899. W-Ii Die Anstellung der Kreisstraßenwarte. Großherzogliche Kreisamt Gießen a« di.e Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen, soweit aus Ihren Gemeipdekassep Gehalte atji Straßenwarte bezahlt worden sind, die Gemeindeein- lurtmet veranlassen, sofort mit der Kreiskaffe abzurechnen, bicnit diese in den Besitz sämtlicher Hauptquittungen aoiflangt- Binnen 14 Tagen sehen wir Ihrem Bericht entgegen, btLj bie-je Abrechnung stattgefunden hat. v. Bechtold. Wok e Sie prompiti Mui brauet , gebeult unb m>t" gcn ri-ri-e"'' ibet ®«‘» { sfr 9 nige! Kaffee, Thee, b Glühwein, Virt w. in - Plakate W- Jwarenhandlung* Deutsches Reich. Berlin, 6. April. Der Vorschlag der deutschen Regierung betreffs Entsendung einer aus drei Mitgliedern bestehenden Kommission nach Samoa ist, nachdem er von Seiten der amerikanischen Regierung unverzügliche Zustimmung gefunden hat, nunmehr auch endgültig von England angenommen worden. Die diplomatische Aktion Deutschlands ist, wie die „National-Zeitung" meldet, zugleich insofern erfolgreich, als die Beschlüsse dieser internationalen Kommission einstimmig gefaßt werden müssen. — Zu den Vorgängen auf Samoa schreibt die Tägl. Rundschau": Die Verhandlungen der Schutzmächte sind jetzt so weit gefördert, daß endlich auch England sich mit dem deutschen Vorschläge einverstanden erklärt hat. Danach wird die Kommission, die die Verhältnisse auf Samoa zu prüfen hat, demnächst eingesetzt werden. Was die nur in einem Teil unserer gestrigen Nummer nach dem Redaktionsschluß aufgenommenen Nachrichten auswärtiger Blätter, die als angeblich offiziös eingeschmuggelt wurden, anbelangt, so erweisen sie sich glücklicherweise als unrichtig. ES ist für die Kommission ausdrücklich ausgemacht und auch von Eng- land zugestanden worden, daß ihre Beschlüsse einstimmig aefaßt werden müssen. Daß England dieser Bedingung zu- aeftimmt hat, erscheint um so natürlicher, als die Jnleresten- aemeinschaft der Engländer und Amerikaner zwar in Bezug auf das eine Ziel, die Verdrängung der Deutschen, festge- halten wird, im übrigen aber durchaus nicht auf so festen Grundlagen beruht, wie von englischer Seite gewünscht wird. Es könnte daher sehr leicht der Fall eintreten, daß wider Erwarten England selbst majorisiert wurde, und darauf will man es doch lieber nicht ankommen lasten. Musten die Beschlüsse einstimmig gefaßt sein, so hat es England schlimmstenfalls immer noch in der Hand, jede Beschlutz- faffung überhaupt zu hindern. Das liegt durchaus im Sinne seiner bisherigen Taktik, die darauf bedacht ist, vor allem Samoa nicht zur Ruhe kommen zu lasten und durch Hinziehen der unleidlichen Verhältniste den deutschen Einfluß und das deutsche Ansehen immer mehr zu untergraben. Man sieht also daraus, daß zwar vor der Hand von unserer Pftltkiit täglich nir» tu-nahme de» SÄentag». li Hirßener WKWtec tim Anzeiger «öütatlvf) viermal teigelegt. b<6 10 ir Mtt, A ■fr N. az« MkanntoiachimG betreffend Verminderung der Herbstzeitlose. Interesse der Wiesenkultur ordnen wir auf Grund de«M 24 der Wiesenpolizei-Ordnung auch für das lausende rtiLht nn, daß die auf den Wiesen wachsenden Herbstzeit- c Zeit des höchsten Saftstandes durch Ausrupftn bejs: Stengel beseitigt werden. Das Ausziehen hat möglichst beit, feudjtem Boden zu geschehen, damit der Schaft der nicht schon dicht unter dem Boden abbricht. Dir auSgerupften Pflanzen sind nicht auf die Wege zu rntaftn, woselbst die Schafe durch das Freffen derselben Staber nehmen können, sondern abseits von den Wegen umtayi^ringen Dir Beseitigung der Herbstzeitlosen hat bis zum SO, ®tai 1. I. zu erfolgen, die bis dahin säumigen Be- sihh.ki ha-ben sich der Erhebung von Strafanzeigen zu ge= miirtigcn. Gießen, den 4. April 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. auswärtigen Politik das einzige erreicht ist, was zu erreichen war, daß aber die Lage selbst nach wie vor ziemlich hoff- nunqslos erscheint. Der einzige reelle Nutzen, der für un8 hoffentlich dabei herausspringt, ist der, daß wir melle,cht auf längere Zeit gründlich von der ..englischen Freundschaft" kuriert sind. Ganz richtig schreiben die „Hamb. Nachr.": Nach der bisherigen Haltung Englands m der samoanischen Frage erscheint es uns zweifelhafter denn je, ob Deutschland es vor sich selbst verantworten kann, die Unterstützung durch England als zuverlässigen Faktor in irgend welche politische Zukunftsrechnungen einzustellen; selbst ein geschriebener und lein, । unterzeichneter Vertrag scheint uns dafür nicht genügende ement von Apia Sicherheit zu bieten. Der zweisehaften Haltung des englischen „aufregend" und „friedestörend" hinzustellen. Wir erblicken darin eine Verstärkung unserer Befürchtung bezüglich der । englischen Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit und halten die kichern Wege zu losen. ctaWn finh nröfitc Vorsicht für geboten. Glücklicherweise ist unsere dagegen haben die Amerikaner und Engländer fast gar feine Plantagen auf Samoa angelegt. Daß die Vereinigten Staaten ganz gerne ihre Hand auf dieses kleine $nfelreiq) im südlichen Großen Ocean legen möchten, ist wohl zu glauben, da sie ihm durch die Annexion Hawaiis bedenklich näher gerückt sind und deshalb ein um so größeres Interesse daran haben, den deutschen Einfluß zursickzudrängen. Dies zu verhüten, wird unsere Regierung aber hoffentlich fein Mittel scheuen, und wenn die gütliche Vermittelung nichts fruchten sollte, so sehen wir nicht ein, weshalb wir nicht auch einmal den Engländern und Amerikanern die Zähne zeigen sollen. Gerade Deutschland hat ein überwiegendes Interesse daran, wer auf Samoa König ist, und deshalb darf es sich unter feinen Umständen den ihm nicht genehmen Kandidaten Englands der Vereinigten Staaten aufdrängen lasten. Es wäre an der Zeit, daß die schwankende Haltung in der Samoa-Angelegenheit einem entschiedenen Auftreten Bekanntmachung. Die erledigte Stelle eines Kreisftraßeuwarts wtilbeTtt Sitz in Wieseck oder Trohe soll demnächst wieder bl4h* werden. Sewerber wollen ihre Meldungen unter Angabe von AW und seitheriger Beschäftigung, sowie unter Anschluß Zeugnissen bei dem Kreisstraßenmeister Senßfelder da- hl«bis spätestens 15. April l. I. einreichen. Gießen, am 4. April 1899. Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gieße». _________________v. Bechtold.___ Bekanntmachung Kn Stelle des Buchhalters Karl Nagel zu Gießen ist dimWeißbinder Philipp Otto daselbst zum Ersatzmann dlttt Vertrauensmannes aus dem Kreise der Arbeitnehmer fihtiit Jnvaliditäts- und Alters-Versicherungsanstalt Groß- hlkyozimm Hessen ernannt worden. Gießen, am 4. April 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. ^Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Matter für hessische Volkskunde. Jtrafung aus der dortigen Garnison entfernt. Die Sache hat damit ihre prompte und zufriedenstellende Erledigung gefunden. I scheu Heerwesens richtet der König derzeit seine ganze Aufmerksamkeit. Denn, so meint er, Griechenland muffe entweder im Besitze einer schlagfertigen Armee sein, um | dadurch zum maßgebenden militärischen Faktor im Orient 1 zu werden, oder aber ganz und gar auf eine eigene Streitmacht verzichten. Mit allen Mitteln sei eben anzuftreben, daß Griechenland wegen seiner Geschichte, seiner Lage und Ansprüche zur ersten Militär- und Seemacht der Balkanhalbinsel werde. Nach der Ansicht des Königs ist das Werk einer solchen Reorganisation deutschen Offizieren anzuvertrauen. Der militärische Geist müsse in die breiten Schichten des Volkes eindringen und schon, wie in Deutschland, in den Schulen gepflegt werden. Dem Vorgänge wird um deswillen eine so große Bedeutung beigemeffen, weil man annimmt, daß die Berufung der deutschen Offiziere nicht gegen den Wunsch des Sultans erfolgen würde. Daraus sei weiterhin zu folgern, daß sich unter Mitwirkung Deutschlands die früher schon vielfach besprochene türkisch-griechische Annäherung nun doch vollziehen werde. Konstantinopel, 6. April. Die Meldung verschiedener Blätter, wonach die Pforte eine Protestnote nach Paris und London wegen des afrikanischen Vertrages gerichtet habe, ist unrichtig. Washington, 6. April. Die offizielle Verlustliste der Amerikaner auf den Philippinen zwischen Februar und April enthält die Namen von 187 Todten und 267 Verwundeten. Kairo, 6. April. Nach einer Blättermeldung beabsichtigt Kaiser Wilhelm im Spätsommer dem Khedive einen Besuch abzustatten. Kokairs und Provinzielles. Gießen, den 7. April 1899. •• Aus dem Großh. Ministerium. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 29. März l. Js. den Vorsitzenden der Abteilung des Ministeriums der Finanzen für Eisenbahnwesen, Ministerial- rat Ewald, zum Mitgliede und zugleich zum Vorstande der ersten Abteilung; den Geheimerat Prof. Dr. Mittler, den Geheimen Oberrechnungsrat Dr. Frank und den Obersteuerrat Dornseiff zu Mitgliedern der Prüfungskommission für das Finanz« und technische Fach zu ernennen. e* Ernennung. Seine König!. Hoheit der Groß- herzog haben Allergnädigst geruht, am 28. März den Geometer 1. Klaffe Friedrich Müller zu Friedberg zum Feldbereinigungsgeometer, mit Wirkung vom 1. April 1899 an, zu ernennen. ** Beerdigung Dr. Levis. Unter großem Trauergefolge wurde gestern nachmittag 4 Uhr die sterbliche Hülle des Herrn Provinzial-Rabbiners Dr. Levi zur Ruhe bestattet. Unter den Leidtragenden bemerkten wir Herrn Provinzialdirektor v. Bechtold, Herrn Oberbürgermeister Gnauth mit Herrn Beigeordneten Georgi und mehreren Stadtverordneten, Herrn Prof. Dr. Hansen als Vertreter der philosophischen Fakultät der Landesuniversität, den Sohn des Verstorbenen, Herrn Generalmusikdirektor Levi in München, einen Enkel des Verstorbenen, Kapitän Moch- Paris, den Vorstand und die Beamten der israelitischen Religionsgemeinde, die Vorstände und Lehrer der Landgemeinden, mehrere Amtsbrüder des Verstorbenen, u. A. neben den unten bezeichneten Herren, Herrn Dr. Landau- Weilburg usw. Nachdem der dem Wunsche des Entschlafenen gemäß, schmucklos gebliebene Sarg, der Erde übergeben, hielt Herr Provinzialrabbiner Dr. Sander die Grabrede. Derselbe führte aus: An diesem Grabe zieme es sich nicht, zu klagen, da alle in aufrichtiger Verehrung des Entschlafenen den Wunsch des alten Sehers (4. B. M. 23,10) hegten: „Möchte doch meine Seele den Tod der Redlichen sterben und mein Ende dem seinigen gleichen!" Das Leben des Heimgegangenen stelle eine so vollkommene Harmonie zwischen Mühe und Erfolg, Arbeit und Anerkennung dar, sei so sehr von der göttlichen Vorsehung begnadet gewesen, daß wir mit dem Tode versöhnt sein müßten, dem auch die Auserlesensten nach unbeugsamen Gesetzen nicht entgingen. Wie die Familie ihres Stolzes sich beraubt sehe, so habe die Religionsgemeinde Gießen ihre Krone, die Bürgerschaft eine ihrer schönsten Zierden verloren. In seiner Eigenschaft als Rabbiner habe er das wahre Priestertum im wahren Menschentum gesehen, die Wahrheit, die er durch eifriges Studium sich errungen, hat er gekündet; tief wurzelnd in den Lehren seiner Religion war er duldsam auch gegen die Ueberzeugung anderer; darum forderte er auch von , anderen Duldsamkeit. Durch seine Güte und Milde er- ! oberte er die Herzen aller, mit denen er in Verkehr trat. Von strengster Wahrhaftigkeit beseelt, kam nie ein Wort übler Nachrede über seine Mitmenschen aus seinem Munde; mutig und schlagfertig, wenn es galt, seine eigene Ehre und Würde zu verteidigen, blickte er mit Verachtung herab auf kleinliche Angriffe. Ein hervortretender Zug seines Charakters war seine Versöhnlichkeit. Wie er den Menschen sich zeigte, so war sein Inneres beschaffen, aber die rührendsten Züge edler Selbstlosigkeit entzog er der Oeffentlichkeit, diese durften nur die intimsten Freunde wahrnehmen. Dem Verblichenen ist auch die höchste Anerkennung zuteil geworden durch Hessens erlauchte Fürsten, durch die hohen Staats- und Stadtbehörden, die bei jeder Gelegenheit dem Greise ihre Verehrung zollten. „Das Andenken dieses Gerechten wird zum Segen sein." — Herr Kommerzienrat Heichelheim hob die Verdienste des Entschlafenen als Lehrer und Freund jedes einzelnen hervor, betonte seine Friedfertigkeit und Duldsamkeit, Tugenden, welche der israelitischen Religionsgemeinde die geachtete Stellung innerhalb der hiesigen Bürgerschaft erwarben. — Herr Rabbiner Dr. Selver aus Darmstadt verherrlichte den Dahingeschiedenen als einen Vorkämpfer der liberalen Anschauungen innerhalb des Judentums, schilderte, welche Anerkennung und tiefe Verehrung ihm die Gesamtheit der deutschen | Ausland. Wien, 6. April. Dem „Neuen Wiener Tageblatt" zufolge stehen wesentliche Veränderungen in einer Reihe höherer Kommandostellen in der Armee bevor. Wieu, 6. April. Der aus Bad-Nauheim hier eingetroffene Professor Dr. Schott, welcher die verstorbene Kaiserin von Oesterreich behandelte, wurde heute vom Kaiser in Audienz empfangen. Wien, 6. April. Wie verlautet, hat Graf Thun dem Exekutiv-Komitee der Rechten gestern den Entwurf des nach § 14 zu erlassenden Sp r ach en gesetzes bekannt gegeben. Wien, 6. April. Seit längerer Zeit das erstemal wieder vereinigte das Osterfest die ganze kaiserliche Familie mit Einschluß des Thronfolgers Franz Ferdinand zu einem Familienmahl. Die Meldungen auswärtiger Blätter, daß sich der Kaiser wieder vermählen wolle, die auch von Wiener Sensationsblättern übernommen wurden, dürsten nun wohl auf einige Zeit verstummen. — Man sprach vorher allerdings von einer gewissen Unzufriedenheit des Thronfolgers, und die sich daran knüpfenden Vermählungsgerüchte mögen wohl in letzter Zeit dadurch einige Nahrung erhalten haben, daß die Erzherzogin Valerie mit ihren Kindern mit Ende des Winters den Kaiser, ihren Vater, in Schönbrunn verläßt und ihren Wohnsitz wieder mit ihrem militärisch an Linz gebundenen Gemahl, Erzherzog Franz Salvator, in Wallsee nimmt. Nachod, 6. April. Nachdem Militär aus Josefsstadt eingetroffen, konnte die Ruhe teilweise wiederhergestellt werden. Trotzdem ist die Situation noch sehr kritisch. Ein von Meuterern in mehreren jüdischen Ge- : schäften angelegter Brand konnte, ohne großen Schaden i angerichtet zu haben, noch rechtzeitig gelöscht werden. Die Stadt bietet das Bild vollständiger Verwüstung. Sämtliche jüdische Geschäfte sind vollständig ausgeplündert.. Der Schaden ist sehr bedeutend. Zahlreiche Verhaftungen wurden heute vorgenommen. Paris, 6. April. Das Frauenblatt „Fronde" bespricht den Selbstmord der Schriftstellerin Dery in Berlin, von welcher Dupaty de Clam behauptet hatte, daß sie ein Verhältnis mit Dreyfus gehabt habe. Das Blatt dementiert auf das entschiedenste die Behauptung Dupaty I de ClamS. Paris, 6. April. Der Präsident der Republik hat Paris verlassen, um sich nach seiner Heimat Monts- I limar zu begeben. Dies ist die erste Reise Loubets. Sie-I sollte zwar keine amtliche sein, sondern nur einen Oster- I besuch bei Loubets alter Mutter bedeuten. Aber Abord- j uungen aus den auf der Reise zu berührenden Städten I kamen nach Paris und luden Loubet zum Verweilen ein. I Sie konnten nicht alle abschlägig beschieden werden. Monts- I limar selbst ist ein altes Städtchen im Rhonethal, zwischen I Valence und Avignon. Bisher lebten seine Einwohner (les I Montiliens) in glücklicher Weltvergessenheit, aus welcher I sie durch ihren früheren Maire, Emile Loubet, plötzlich I herausgerissen wurden. Eine Marmortafel im Rathause, I die während seiner Anwesenheit enthüllt wird und in I goldenen Lettern seine Erhebung zur höchsten Ehrenstelle I verkündet, soll dieses Ereignis in der Geschichte der Stadt I „für alle Zeiten" festhalten. Paris, 6. April. Zur Dreyfusfrage versichert das revisionssreundliche Blatt „Voltaire", aus den Aussagen I des Botschaftssekretärs Paleologue vor dem Kassationshofe I gehe hervor, daß das Ministerium des Aeußeren wiederholt I amtliche Mitteilungen erhielt, daß weder von Schwartzkoppen I noch Panizzardi Beziehungen zu Dreyfus hatten. Das Blatt sagt weiter, die Aussage Palöologues erwähne ein I Telegramm des französischen Botschafters in Rom, in dem es heißt, Esterhazy habe mehr als 200 000 Franken von I auswärtigen Regierungen erhalten. Auch erklärte Palso- I logue, er habe niemals die angeblichen Briefe des Kaisers I Wilhelm gesehen. Havre, 6. April. Nach Ankunft des Marineministers I Lockroy hatte derselbe eine Unterredung mit dem Kom- I Mandanten der kaiserlich russischen Yacht „Standard". Die I Unterredung dauerte nur einige Minuten. Loudon, 6. April. In diplomatischen Kreisen wird^eine I baldige befriedigende Lösung der Differenzen mit Deutschland wegen Samoa in sichere Aussicht I gestellt. Dies umsomehr als nach Washingtoner Berichten I bie Regierung der Vereinigten Staaten mit dem entschlossenen I Vorgehen Englands absolut nicht einverstanden ist und I rückhaltlos den deutschen Vorschlägen behufs Einsetzung einer I gemeinsamen Kommission zustimmt. London, 6. April. Die formelle Einladung zur I Friedens-Konferenz ist nunmehr seitens der nieder- I ländischen Regierung an die niederländischen Vertreter in I England, Rußland, Deutschland, Oesterreich, Frankreich, Italien, Türkei, Spanien, Portugal, Schweden, Dänemark, I Belgien, Luxemburg, Serbien', Rumänien, Montenegro, Griechenland, Schwerz, Amerika, Siam, Persien, China und Japan abgegangen, zwecks Uebergabe an die Minister des Aeußern. Die Note wiederholt kurz die vom Zaren gethanen Schritte, um allen Nationen die Segnungen des Friedens I zu gewährleisten. Die Versammlung ist auf den 18 Mai festgesetzt. Besonders hervorgehoben ist in der Note, daß auf der Konferenz nur die in der zweiten russischen Cirkular- rrote gestellten Fragen behandelt werden. Petersburg, 6. April. Die hiesige Presse bespricht die I Aufteilung Chinas und zeigt sich einer solchen sehr abgeneigt. Die Blätter erklären, daß eine Aufteilung I Chinas für Rußland weder von Handels- noch politischem 1 Interesse sei. Griechenland. Aus die V erb esse rung des griechi- | । Rabbiner entgegengebracht hat. - Herr Rabbiner Dr a ,, aus Offenbach rühmte die Herzenseiaensch^ ' des Heimgegangenen, vor allem die scharf aus^»- Kollegialität, die sich bei freudigen und traurigen «nrT in rührender Weise kundgab. — Herr Lehrer Wertbe m I aus Heldenbergen stattete im Namen des hessischen u-?/ | Verbandes dem teuren Entschlafenen seinen Dank Qb 5 I die großen Verdienste um die israelitischen Lehrer I die ihren sichtbarsten Ausdruck durch die Gründuna u I Bereinigung fanden. I Sängervereinigung. — Schützenfest. Unsere Sän«, I rüsten sich schon jetzt für die von ihnen in liebenswürdiak I Weise übernommene Aufgabe, bei dem Schützenseste I in derselben vollkommenen Art durch ein Konzert zu erfreu,^ I als es auch beim letzten Turnfest geschehen. Samötaa h I 8. April findet im Hotel „Einhorn" die erste Probe L™ I m Die Frage, ob die neuen Fernsprechgebühn, | Verbilligung bedeuten, wird in der Begrüß £ I Vorlage im allgemeinen bejaht. ES wird angcgeb* 1 in 16 Orten eine Verteuerung von 5 bis 30 Mk., I in 515 Orten eine Verbilligung von 5 bis 70 | treten werde. Die „Berliner Elektrotechnische Zeitsckch- I weist jedoch darauf hin, daß man zu ganz anderen QqL kommt, wenn man nicht die Orte, sondern die Teilnehmer zählt. Dann stellt sich heraus, daß etwa 70 Prozent br heutigen Teilnehmer 5 bis 30 Mk. mehr bezahlen, als w I 8 Prozent würden auf der bisherigen Summe stehen bleibe: I während die übrigen 22 Prozent Ermäßigungen erhallt, Diese Ermäßigungen würden bei 18 Prozent 5 bis 40^ bei 3 Prozent bis zu 55 Mk. nnd bei nur 1 Prozent'^ Zu 70 Mk. betragen. Der wesentlichste Punkt in der A«. urteilung der ganzen Frage ist aber darin zu suchen, dch die Ermäßigungen nur für diejenigen Fernsprechnetze gehn die noch sehr wenig Teilnehmer haben; sobald aber d„!c Netze sich erweitern, so wird die Ausnutzung des einitlant Fernsprechers stärker, und demzufolge der Preis hhhc: Daraus folgt, daß diejenigen Orte, für die heute eint 8l Mäßigung herausgerechnet wird, eine solche höchsten- r.cA für einige Jahre genießen werden. Die PauschalMr« von weniger als 140 Mk. werden nur für neu Rest während der ersten drei bis höchstens sechs Jahre iiu Wendung kommen, und im übrigen wird sich die Sach-, stellen, daß man in Netzen von 500 bis 1000 Teilneh^-.i' 140 oder 150 Mk., in solchen von 1 bis 5000 Teilnehmern I 165 Mk., bei 5000 bis 20,000 Teilnehmern 180 Mk. und in Berlin 190 Mk. zahlen wird. Diese Ausführungen laufen alfo darauf hinaus, die neue Vorlage im wesentlichen cis eine Verteuerung des Fernsprechverkehrs zu erweisen. A Aus dem Ohmthal, 6. April. Mit einemmale sinh seit den sehr warmen Ostertagen die Wiesen grün geworben. In den Gärten knospen Sträucher und Bäume. Die Stachelbeerbüsche stehen schon im grünen Gewände. Auch bie landwirtschaftliche Arbeit hat begonnen, da dn Erdboden genügend abgetrocknet ist. Im Felde 5W V\t luvtet* saat sehr gut. Bei der außerordentlich trocknen Aussack im vorjährigem Herbste befürchtete man eine schlechte Wach^ ernte. Der jetzige Stand des Rapses eröffnet aber befftit Aussichten. Der Klee zeigt gleichfalls schönen Stand, ebenso die Winterfrucht. — Im Garten bemerkt man stacke, Blütenansatz an den Obstbäumen. Die Blutenknospen schwellen zusehends; an geschützten Bergen blühen bereits die arabischen Kirschen. Hoffentlich macht nicht wieder ein ungünstiges Frühjahr die Obstaussichten zu nichte. § Groß-Felda, 6. April. Unser vorgestriger „Oster, markt" war sehr stark besucht; sein Verlauf war ein rä> günstiger. Der Viehmarkt zeigte in Schweinen jebu Gattung außer fetten eine außerordentlich große Auffahrt. Trotz des starken Angebotes wurden recht hohe Preise bt> zahlt bei sehr flottem Handel. Für Ferkel erster Qualität bezahlte man 50 bis 55 und 55 bis 65 Mk., für geringere Qualität wurden 40 bis 45 und 45 bis 50 Mark aus- gegeben. Die Einlegeschweine (Läufer) waren im Verhältnis zu diesen Ferkelpreffen billiger. Das Paar hiervon wurde mit 70 bis 80 und 80 bis 85 Mk. erworben. Es ist eine eigentümliche Erscheinung, daß die Preise für Jungsckwcinc zu denjenigen der Mastschweine in gar keinem Verhältnisse stehen, beziehungsweise, daß der Stand derselben für Mastschweine keine Bedeutung für denjenigen der JungM-ae hat. Und doch wäre eine andere Prxisbeziehung die natur gemäße Folge. Allerdings wechselt der Preis der feite* Schweine sehr oft und sehr erheblich. So sind bie Prust für letztere in jüngster Zeit ganz bedeutend zurückgegangen. Man giebt zur Zeit für das Pfund Lebendgewicht nur 36 Pfennig, während dasselbe im Winter auf 46 Pfennig zu stehen kam. — Der Krämermarkt war gut mit Verkaufs' ständen besetzt und hatte gewiß nicht über schlechten Besuch zu klagen. G. H.-Th. Darmstadt, 6. April. Großh. Hoftheater- An unserer Hofbühne wird in diesen Tagen und zwar aim Dienstag, den 11. April, Karl Hepps Drama: „£er Prior von San Marco" seine Erstaufführung erleben, und so gegen Schluß der Saison noch eine Schauspiel Novltalt großen Styls über unsere Bühne gehen. Der Prior tfl Savonarola, jene großgeartete Persönlichkeit, die den -u° sammenwirkenden Ränken Papst Alexanders VI. und der Florentiner Patrizierpartei zum Opfer fiel und am 23. Ma > 1498 auf dem Scheiterhaufen ihr Leben laffen mußte. ^0R der Reformation als ein Vorläufer Luthers angesprochen der ihm selbst diese Stelle anwies, als er 1523 Savona rolas Auslegung des Psalmes „Miserere" mit einer Vor rede herausgab, wurde er vom Papst Benedikt XIV. ve Kanonisation für würdig erklärt. So finden wir das denken des Florentiner Mönches noch heute hier wie vo । in hohen Ehren. Seine Energie, sein ideales Streben, K unglückliches Schicksal machen ihn sehr wohl geeignet, Mittelpunkt eines Dramas zu bilden, welches die an a I regenden Kontrasten so reiche Epoche des Florenttner U ' Maünz, I ^gestellt. $n 1 Witr durch t 1 Sohn gesandten 2 ,n Scheinen. Ve • änem der abgtlöfj ■ °kfcmd, durch btt ' worden sind, I Mr' *7* : ^wiunbbt „A gestalt einer L 'Thorben 4 Jant tntwor S ; ilDei wichi Jy be« 1 fobtit L 2 M Wä* t. 81l bei .rf,ts 'S* fS 13* 5“ eine IP« flieht äste ! Dfl,ei "Al I tbbtud) tints „le- unveM Srbt unb I pE - vlumnM " i Ende die Ich । aber in Itnteir . M-nl.-Me'' । «eisterei in M I wstlbe sei am Mainz, d. - ; Im hiesigen G letzter Zeit gr ausgefühck vl» laLsten Lest n M MstM : 811 ; ftäctyigtn Oedist i -roßhcrzog und ! kadmnnchtung ; lieferauteu 9atV i »oxbtn ist. Die , iralet Voll au8 Bingen, 4. • fuhr gestern ob i konnte erst mit t werden. Auch 1 Lage fest. D , gestern bei der i wobei dem Dc . ganze Steuer j Cor 64 Ar, i Landstßc Tegel bt i unb Gelehrte Wi i scharssmign Tyr< I Elegieudichter uni i nainn roar: „Do । »f Erden ist so t ■ Silbing bei Jii ist daher: Bilde i durch das, was du ; zu Potsdam gebo" Feier des Feier zur die Rohde. Wimmenauer. 3005 3025 I. A-: Vogt. 3013 werden. Karl Jöckel II., Grünberg. 8021 Otto Bergen. NkrstWermliitit lickaiiiitnmdjuiißfii (£iyfrlilumuii Mit Sodor kosten 10 Flaschen kohlonsaores Wasser nur 70 Pfg. bei Otto Schaaf, Seltersweg 39. vergeben. Zur Bewerbung um diese Legate mit Nachweis über Qualifikation wird hiermit eine Frist von vier Wochen angesetzt. Darmstadt, am 5. April 1899. Großherzogliche Civildiener-Witwenkasse Kommission. des heil. Abendmahls. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der ^Kinder aus der Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Nachmittags 6 Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel. Kollekte für die Armen. Nächsten Sonntag, den 16. April, Konfirmation der Kinder aus der Lukasgemeinde. Die Beichte findet Samstag zuvor, nachmittags 2 Uhr, statt. Kollekte an diesem Sonntag für die Erbauung der Gedächtniskirche der Protestation von 1529 zu Speyer. Jagdverpachtung. Die in bester Pflege befindliche Feldjagd Saasen ist verhältnissehalber anderweit zu vrrgeben. Es können außer Rehen, Hasen und Hühnern auch 6 bis 8 gute Rehböcke abgeschoffen Katholische Gemeinde. Samstag den 8. April. Nachmittags um 4'/i Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit heil. Beichte. Sonntag den 9. April. Aus der Zeit für die Zett. vs»r 64 Jahren, am 8. April 1835, starb auf dem Landsitze Tegel bei Berlin der hervorragende Staatsmann Gelehrte Wilhelm v. Humboldt, ein tiefer und süßM»niger Sprachforscher, formvollendeter Sonetten- und Ek'chrDichter und gewandter Uebersetzer. Sein Lebens- uiwin war: „Das höchste der Welt sind die Ideen. Nichts aiuiirkn ist so wichtig als die höchste Kraft und vielseitigste BAilriiisi des Individuums. Das erste Gesetz der Moral ifn- jchnr: Bilde dich selbst! ihr zweites, wirke auf andere bitr.it) bci0, was du bist!" Humboldt wurde am 22. Juni 1767 zuz Potsdam geboren. Gottesdienst der israelitischen Krligiourgeseüschafi. Sabbathfeier am 8. April 1899. Freitag abend 6« Uhr, SamStag vormittag 8 Uhr Predigt, nachmittag 4 Uhr, SabbathauSgang 7" Uhr. WochengotteSdienst morgens 6*> Uhr, abends 8 Uhr. Samstag den 20. Mai, nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Orlsgericht die dem Johannes Römer dritter von Wieseck gehörigen, in der Gemarkung Gießen gelegenen Grundstücke: Flur 39 Nr. 331 — 1356 qm Acker am Wingert rechts der Chaussee, Flur 45 Nr. 120 — 1775 qm Acker an der Marburgerstraße, Flur 45 Nr. 161 — 1794 qm Acker am Galgen auf die Chaussee und Marburgerstraße öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 7. April 1899. Großh. Ortsgericht Gießen. Vermischtes. Marburg, 5. April. Ein Post diebstahl wurde hier fePMllt. In einem von einem auswärtigen höheren Oflijicr durch ein Berliner Bankhaus an seinen hiesigen €9$n (Raubten Brief mit Wertangabe fehlten 400 Mark ini Scheunen. Bei de- Untersuchung zeigte sich, daß unter ei:aiai kr abgelöst gewesenen Siegel sich ein kleiner Schnitt bekftnb, durch den die einliegenden Scheine hervorgeholt WM'Üklt sind. ' Aus Potsdam schreibt man: Nach einem von dem Mria .genehmigten Plan soll ein Teil des Parkes von Sanssouci und der Anlagen des neuen Orangeriegebäudes gäuNjlch umgestaltet werden. Es handelt sich um die ArMhrung einer Lieblingsidee des Kaisers Friedrich, für weilch der verstorbene Hof-Gartendirektor Walther umfang- rehft Pläne entworfen hatte. Auf Terrassen und einer UeMsührung sollen schwebende Gartenanlagen geschaffen »etrltn; zwei mächtige Springbrunnen sowie reichhaltiger SKiulurenschmuck sind vorgesehen. Die Hofgärtnereien an Srikfkastcn. Zuschneider werden In der Regel eie Handetrangeftell'e betrachtet; fie dürsten demnach SonnlagS von 11 btS 1 Uhr beschäftigt werden. Statt. Schlachthaus. Freibank. 2930 Heute und morgen: Knhßeisch 40 pfg. ZchaMch 40 plg. Arbeitsvergebung. D.ie nachverzeichneten Arbeiten für unser Gaswerk sollen auf dem Wilder öffentlichen Ausschreibung vergeben werden, nämlich: L Lieferung und Montierung eines fchmiedeiserueu Daches — ca. 6250 Kg. Schmiedeisen — für den rechten Flügel des Retortenhauses. (gOie Arbeit kann event. an zwei geeignete gemeinschaftliche Unternehmer vergeben werden.) 2. Eiudeckeu des rechten Flügels des Retorteuhaufes einschließlich Liefern der Falzziegeln. frie Bedingungen, Arbeitrbeschreibungen und Zeichnungen liegen »äfionnb' der Dienftstunden auf unserem technischen Büreau zur Einsicht- latem affen. ynügliche Angebote sind bi» zum Mittwoch dem 19. April d. ..I, vormittags 11 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Auf. schW versehen bei uns einzureichen. S'ießen, den 7. April 1899. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „fcerolb'. Berlin, 7. April. Unter den Persönlichkeiten, die von deutscher Seite für Samoa in Betracht kommen, werden in erster Reihe der Ministerresident Dr. Schmidt-Beda und der General-Consul in Shanghai, Dr. Stübel, genannt. Beide Herren kennen die Verhältnisse auf Samoa aus eigener Anschauung, da sie längere Zeit in amtlicher Stellung dort thätig gewesen sind. Berlin, 7. April. Charakteristisch für die bulgarische Finanzwirtschaft unter dem früheren Kabinett Stoilow ist der Umstand, daß der Staat, wie der „Lokal-Anzeiger" aus Sofia meldet, dem Welt-Postverein die enorme Summe von 1,722,042 Francs schuldet. Deutschland, Italien und Belgien ist durchschnittlich mit 150,000 Frcs. beteiligt, während das Guthaben Frankreichs 309,070 Frcs. und dasjenige Oesterreichs sogar 676,449 Frcs. beträgt. Belgien droht bereits mit diplomatischen Interventionen und Ausschluß aus dem Welt-Postverein. Prag, 7. April. Im Landtage hielt der kürzlich zum Obersanitätsrat im Ministerium des Innern ernannte Ab- geordnete Dr. Dworak eine Rede, in welcher er erklärte, daß der Dreibund von schädlichem Einfluß auf die politische Entwickelung Oesterreichs sei. Das deutsche Reich arbeite auf eine Isolierung und wirtschaftliche Unterjochung Oesterreichs hin. ____ m Budapest, 7. April. Der im Minister-Präsidium angestellt gewesene bekannte Schriftsteller Dr. Benedikt Tancso wurde vom Ministerpräsidenten Szell seiner Stellung enthoben , weil er die Broschüre „Die nationale Politik Banffys" verfaßt und veröffentlicht hat. Paris, 7. April. Die Klage gegen d^n „Figaro" steht an erster Stelle der morgen beim Schwurgericht zu verhandelnden Angelegenheiten. Verteidiger des „Figaro" ist der Anwalt Lachoul. Das Gericht hat beschlossen, auch den Leiter des Figaro zu verfolgen. Paris, 7. April. „Droit de l'homrne" veröffentlicht einen interessanten Artikel von Edouard Monard, in welchem dieser erklärt, daß hinter Dupaty de Elam die beiden Generale Gonse und Boisdeffre gestanden haben müssen, sonst hätten diese beiden Obersten nicht so auftreten können, als sie es in Wirklichkeit gethan. Paris, 7. April. Präsident Loubet traf gestern in Montelimar ein, wo er von der Bevölkerung lebhaft begrüßt wurde. Vor der Unter-Präfektur ließ Loubet entgegen dem Ceremoniell halten, um seine alte Mutter zu umarmen, die, umgeben von Verwandten, ihren Sohn erwartete. Paris, 7. April. „Aurore" verzeichnet unter Reserve das Gerücht, daß gestern abend die Meldung von der D i e n ft» entlassung des Generals Roget in politischen und militärischen Kreisen kursierte. Die Haltung Rogets am Begräbnistage Faures soll Anlaß zu dieser Maßregel gegeben haben. Paris, 7. April. Der Abgeordnete Perivier hat der Regierung mitgeteilt, daß ec sie gleich nach dem Zusammentritt der Kammer interpellieren werde über die Ausweisung des Exminister Charbonelle aus Belgien. New-Aork, 7.April. Die amerikanische Negierung giebt sich' die größte Mühe, unter der Bevölkerung eine Bewegung herbeizuführen, um den Austausch der Philippinen gegen die englischen Kolonieen in West-Indien gut zu heißen. Die Bevölkerung ist infolge der letzten Ereignisse auf den Philippinen einem Tausch günstig gestatt. Außerdem sind viele der Ansicht, daß Jamaica eine amerikanische Kolonie werden müsse, weil die Bewohner Jamaicas den Anschluß an Amerika wünschen. Irr der Stadttirche. Vormittags 9‘/t Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Konfirmation der Kinder aus der MarkuSgemeinde. heil. Abendmahls. Nachmittags 6 Uhr- Pfarrer Schlosser. Kollekte für die Armen. Irr der JohanneSkirche. Vormittags 9Vt Uhr: Pfarrer vrHNaumann. Konfirmation der Kinder aus der Johannesgemeinde. Weitzer Sonntag. Vormittags von 6}us der Landrichter Dr. Müller scheu Stiftung zu Darm- <*y ftadt sind durch die unterzeichnete Behörde drei Unterstützung» legate von jährlich 500 Mark an bedürftige elterulofe Studierende der Rechtswissenschaft aus den Provinzen Starkenburg oder Oberhessen zu b" MÄ *n d-r 8t« Es to rh .. bis 30 L 7 5 bis l ^otechnjjchr i W ganz anbn" Indern die; laB etwa 70 tz. Ea Summe fttjl ,8 Prozent 5 D„bci 1k Ochste Punkt a" )et darin zu £ Fernsprch." laben; sobald: Ausnutzung de- 'solge der Pnj für die hiuu M solche hö^ • Die Pauschi en nur für t |ten8 sechs Fch n wird sich du X) bis 10002? l 1 bis 50007t; 'eilnehmern!#■ )iese Aussig clage im tttfc1: erkehrs zu ttr ril. Mil lie Mesen cher unL!.: Tünen - onnenjttitea W G •ntltj t*- lan eint schlchd it» tto^nel [t erworben. e Preise für > in gar feinem t stand derselben ijenigen der 3- Preisbeziehung feit der N M. N, bedeutend zu"' - Bjunb n Wi«l« a»f * irttwari« *' Ä-r W* iL itfen 4 * «fr Mrere irtüli Jahrhundert darzustellen unternimmt. Der in unserer MOi lebende Schriftsteller Karl Hepp ist durch eine Reihe tit^ipfunbener Poesien, sowie seine ausgezeichnete Schiller- ditm>;hie weiteren Kreisen rühmlichst bekannt geworden. I nieiiem an Affekten reichen Stück gibt Hepp in edler ÄMe eine spannende Darstellung der glanzvollen Me- diSMtzeit. Mit besonderer Liebe ist die Rolle des Helden, dv:S „Savonarola", ausgearbeitet, und da dieser ohne den bitafla Verkehr mit großen Golksmassen nicht gedacht wonfrn kann, denn dadurch erreichte er ja seine Erfolge, so spiitleri die verschiedenen Volksszenen im „Prior von San Wlflirio" auch eine hervorragende Rolle. Der Regie ist da- buuklh eine außerordentlich schwierige, freilich auch dankbare he gestellt und sind die Proben zu dem Stück bereits ini. vollem Gange. Der „Prior von San Marco" ist in Volksbüchern erschienen. (Preis 20 Pfg.). Kochst i. O., 4. April. Ein 102 Jahre altes Oitrei wurde aus Rimhorn vorgezeigt, das dort bei dem «Ilbnich eines alten Wohnhauses in einem Loch des Fach- mierkes unversehrt aufgefunden wurde. Das Ei war rot g ifjfirbl und rundherum mit Scheidewasser ein Sprüchlein d Üwaufczeschrieben in der damaligen Orthographie mit deut- li chi Handschrift, am oberen runden Ende war ein Bgilmenstock in einer Scherbe gezeichnet und am .spitzen Ghbe iöie Jahreszahl 1797. Das Ei war ausgetrocknet, ajiQkr im seinem Aeußeren sehr gut erhalten. Wenn der „^Minll.-Bote" nicht hinzufügte, daß das Ei auf der Bürger- nemiftereei in Rimhorn zu sehen sei, könnte man glauben, pnJjelbt sei am 1. April von einer Ente gelegt. Mainz, 6. April. Vorn Großherzoglichen Schlosse. ; ,jji hiesigen Großherzoglichen Schlosse oder Palais sind in l Hier Zeit größere Erneuerungsarbeiten zum Teil schon accheführt worden, zum Teil wird dies im Laufe der iTbiifteii Zeit noch geschehen. So sind u. A. die Räume ül'arstalles vollständig neu hergestellt worden. Das ^i7npplirihaus wird ebenfalls gänzlich und zwar in einer des pflichtigen Gebäudes würdigen Art renoviert. Für den Gv'roßhrrzog und Großherzogin werden je eine elegante Bbcktiirichtung hergestellt, deren Ausführung dem Hof- li Imarlen Karl Gemündt, Jnstallationsgeschäft, übertragen n mrdkv ist. Die Malerarbeiten werden durch den Kirchen- rtialet Kolk ausgeführt. B ugen, 4. April. Der Schleppdampfer „Stinnes 6" si^r g-stern oberhalb Rüdesheim mit Anhang fest und hi nick «erst mit großen Anstrengungen wieder flott gemacht metibm Auch verschiedene Schraubenboote lagen einige 57iage isest. Der Schraubendampfer „Amsterdam II" fuhr g yiflini bei der Thalfahrt auf und lag längere Zeit fest, Miecbti ibem Dampfer durch das beständige Arbeiten das gMk Steuer zerstört wurde. txtlejigt Haftet mit Kngabe b. «ttoURfctttR. von Elten & Keussen, r£LSuJJ. Crefeld. der sogenannten Maulbeerallee sowie das allen Besuchern Potsdams bekannte Cafe Blume, das der Krone gehört, werden dadurch beseitigt werden. Ein Modell Der Anlagen in Gips, das sich jetzt im Neuen Palais befindet, soll auf der Berliner Kunstausstellung ausgestellt werden. ♦ Denkmal de8 3. Garde-Negiments zu Fntz bei 6t. Privat la Montagne. Den am 18. August 1870 bei L>t. Privat gefallenen Kameraden will das 3. Garde-Regiment zu Fuß auf dem Schlachtfelde ein Denkmal errichten und ersucht alle alten Kameraden um Beiträge. Alle Spender werden zur Teilnahme an der Enthüllung, welche für den 18. August 1900 in Aussicht genommen ist, aufgefordert werden; auch wird beabsichtigt, ihnen Fahrpreisermäßigung zur Hin- und Rückfahrt nach Metz zu erwirken. Es wird gebeten, Skiträge und Anfragen zu richten an: „Drittes Garde-Regiment zu Fuß (Denkmals-Angelegenheit), Berlin SO. 33". Auch müßte die eigene Adresse auf Briefen und Geldsendungen recht deutlich vermerkt sein, da nur dann mit Sicherheit darauf gerechnet werden kann, daß alle Spender die Mitteilung über den Fortgang der Denkmals-Angelegenheit und die Enthüllung rechtzeitig erhalten. Ein Platz für das Denkmal ist bereits angekauft worden an der Stelle, wo das 2. Bataillon des Regiments, welches mit 16 Offizieren, 42 Unteroffizieren und 471 Mann die höchsten Verluste unter allen bei St. Privat kämpfenden Truppen hatte, in das Dorf eindrang. * Eine „ergötzliche" Geschichte wird aus Cleveland in Ohio berichtet: „Er ist 18 und sie 17 Jahre alt, und das gesetzliche Heiratsalter ist 21 bezw. 19 Jahre. Doch da gibt es Schliche genug. Der Jüngling, welcher gleich seiner Erwählten noch eine Hochschule besucht, schmiert nämlich auf die Sohlen der Stiefel seiner Braut die Zahl 19 und auf die der eigenen 21. Dann wird lustig draus losgeschworen, er sei „über 21" und die Braut „über 19", Und der Heiratsschein wird fix und fertig ausgestellt. Der Vater des jungen Ehemannes, ein „Kohlen-Millionär", weilt mit seiner Gattin in einem Sanatorium des Staates New- Dork, wird also erst bei seiner Rückkehr erfahren, in welcher Weise sein Jüngster ihn während seiner Abwesenheit zum Schwiegervater machte, ohne sich eines Meineids schuldig zu machen. ____________________________________ Kirchliche Nachrichten. Svnngelifche Gemeinde. Samstag den 8. April. In der Ltadtkirche. Nachmittags 2 Uhr: Beichte für die MarkuSgemeinde. Pfarrer Dr. Grein. In der JohanneSkirche. Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Dr. Naumann. Sonntag den 9. April. Quasimobogenibi. Gottesdienst. getroffen bei 3033 A. & G. Wallenfels Markt 21. Telephon 46. 50 Pfg. 3011 Theodor Bierau Ä sagen wir unseren tiefgefühltesten Dank. 3034 Die trauernden Hinterbliebenen i o SOLLEZ) Der Anfang meines KleiderKnch« 2963 Sitag 1 Kutscher gesucht Hoflohnkutscher Huhn- 2974 zu verkaufen. Procenr Kausöursche gesucht Bahnhofstraße 51. 2485 1887 4 7, Frankstr. Hyp. Bk unk. b. 1906 99.00 4 V, Frks. HyP. «red. B. unk. b. 190« 98.00 4 unk. b. 1907 102.00 dtv. Deutsche Grdsch. B. unk. b. 1S04 101.50 211 *C Damfl. Bk.-Actien Wietgeluche QUAKER Offene Stellen NexschiedkNts u uerkiiufen Mevloren Uennietungen 88.70 4 59.65 4 3 3 100.80 92.15 99.35 000.00 100.80 20.36 4.17 4 3 6 4 4 4 Brief 00.00 20.40 4.21 100.1* 100 3» 26 96 10060 bl 3» 100.10 SSK 102 01 IW-'O 101 50* luO.2* Wert das Doppelte. 01189 D. Unter 3Jh hnaui 31/ 81, 4 4 si oa 116» * 4. IS". «dendeourfer 000 0^ IDefterr. Eredit'Nctien 01200 Mäusburg S. Fackierer und Weißbinder ofort gesucht. 01153 Eugen Groß, Maler- u. Weißbindermstr. Kgl. Oberförsters i. P., Ritters des roten Adlerordens III. KJ mit der Schleife Anwesend die Beigeordneten Gec Tnvrdneten die ! ISabtr, Flett, i-andcuh, Hels ijarbt, Keller sfPelri,Scheel, Die Rechnung > Jür 1898 wurde t Die Lechm 1 »Ortung einer A Tüchtiger, solider Pferdeknecht inbet dauernde Stelle. 2981 Bleichftratze 4. ofort gesucht (kein Einschreibgeld). Poppelsdorfs Bureau, Abt.: Zentral Stellenvermittelung, 01196 Bahnhofstraße 41. Mädchen zur Stütze der Hausfrau und Erlernung des Kochens Cahliau (kopflos) lebendftisch in Eispackung soeben ein« amt “•"St«**'1 Die Main-Weser-Hütte bei Lollar sucht für ihre Zementfabrik einen jungen Kaufmann oder einen mit Kontorarbeiten vertrauten Schreiber ogleich zu engagieren. Offerten sind nur schriftlich an oben- genanntes Werk einzureichen.[2911 2 Pferden und komplettem Geschirr i. W. von ca. Mk. 6000. Reitpferd mit Sattel und Zaum i. W. von ca. Mk. 2000. Stuhlwagen mit 1 Pferd und Geschirr i. W. von ca. Mk. 1700. Dammstraße 6 kleine Wohnung zu vermieten. 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