Mittwoch den 8. März ISO» m. 57 Zweites Blatt “ ®etl M« Gießener Anzeiger General-Anzeiger $ Uf)r Sterbe, 2lints- unb Anzeigebltrtt für den ^tveis Gieszen bei dtt ÜIAIIHE ll Köhler Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. ZStzugsprei» vierteljährlich 2 Mark 20 Psg. monatlich 75 Psg. mit Brmgerlohu. Alle Anzeigen-BermittlungSstellea deS In- und Ausland«» nehmen Anze,gen für den Gießener Anzeiger entgegen. lonahm« »en Anzeigen zu der nachmniaqS für t>ot -elgendcn Tag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Orscheint ItgNch eit Ausnahme deS Montags Die Gießener Knetlienö lätler werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandmirt, Ktätter für hcsiische Volkskunde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. «edawon, Expedition und Druckerei: Kch»kstr«ße Ar. 7. l?'*- I.^Irau ^geb.vhlh. eb. Gebhardt. 2077 Wugmffebe* Ars bta 10. Ijit *ch. fmm,. e zur Nachricht, datz ii 2SM gmi rgelrgrMß e* Planl, WsN» Wiii. M W. imiffioriW ütT6n o» , . u Md Milt l M ©TfiBlOl. Gramm. Detfel und Fil' r i 300 W ; und Gesicht W i*ä Ät” Heichelheiv' iinchener Geftllsth^ 'M-'.lS ' 159531"' '#**•**. WS Ws' E , Z-h Zum Kabinettswechsel in Spanien. Schon lange schwankte das Ministerium Sagasta, bis rs jetzt endlich zurückgetreten ist und einem Kabinet Silvela Platz gemacht hat. Man darf nicht vergessen, daß der alte Oogasta die Regierung unter besonders schwierigen Um» Milden übernahm, und sie zu einer Zeit zu führen ge- zwllngen war, wo der ehemaligen Größe und Macht Spaniens der letzte Streich, der Todesstoß versetzt wurde. Es ist deshalb auch kaum angebracht, jetzt nach Sagastas Rück- trilt diesen für alle dem Lande zugefügten Wunden verant- noitlich zu machen. Wir haben schon oft betont, daß das Geschick Spaniens sich erfüllen mußte, gleichviel ob eine liberale oder eine konservative Regierung an der Spitze stand. Deshalb halten wir es auch für ganz verkehrt, wenn man jetzt bcii im letzten Kriege unterlegenen Generalen und Admiralen den Prozeß machen will. Was hilft alle Tapferkeit, aller Heldenmut und alle persönliche Aufopferung, wenn die Organisation mangelhaft ist, wenn es an dem erforderlichen Kriegsmaterial fehlt, und wenn die traurige Finanzlage des Laiodes die maßgebenden Faktoren verhindert, die Fortschritte der Technik sich nutzbar zu machen. Mit dem Rücktritt Sagastas, der schlechterdings nie der Sympathien der Königin-Regentin sich erfreute, verschwindet die liberale Partei wieder einmal von dem Podium der Regierung, und die Konservativen kommen ans Ruder. Fl Sher folgte auf Sagasta unfehlbar Canovas und auf diesen wieder Sagasta. Nach dem Tode Canovas konnten ßch die Konservativen lange nicht über den Führer einigen, mb es traten Spaltungen innerhalb der Partei ein. Nunmehr dürfte Silvela der Unterstützung aller Konservativen sicher sein, und um in die Cortes eine Regierungsmehrheit zu bringen, sollen Neuwahlen ausgeschrieben werden. Bei den in Spanien herrschenden Zuständen hat nämlich jede Regierung eine Parlamentsmajorität; ein liberales Kabinet verschafft sich eine liberale, ein konservatives eine konservative Mehrheit. Das kennt man dort unten in dem sonnigen Lande nicht anders, und wenn die Wahlbeeinfluß- vnzen nicht gar zu sehr gen Himmel schreien, dann trägt die unterlegene Partei gelassen ihr Geschick, wissend, daß auch sür sie einmal wieder die Zeit kommen werde, wo sie das Wahlrecht mit Füßen treten und dem „Vae victis“ Geltung • verschaffen kann. Was darf Spanien von Silvela erwarten? Es gehört (in ganzer Mann dazu, das Steuer der Regierung unter den jetzigen Umständen so zu führen, daß das Land gut ; dabei führt. Finanziell dem Ruin schon längst verfallen, politisch zerriffen, die Regierungsform in steter Gefahr, Verderbnis in allen Schichten — wahrlich es gehört Mut dazu, das Steuer zu übernehmen. Freilich, schlimmer als Feuilleton. I>as 19. Jahrhundert. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herausgegeben von Friedrich Thieme. (Nachdruck oder AuSzug verboten. V. Die Litteratur des Auslandes. Frankreich. Während die französische Ausklärungs» kikteratur des vorigen Jahrhunderts von tiefgehendstem km stütz auf die ganze Denk- und Handlungsweise Europas Dar, öffnete sich das litterarische Frankreich des neu be- jinnenben 19. Säkulums unverkennbar den Anregungen der »mischen und englischen Dichter und Denker. Der natürlichen Entwickelung der Dinge entsprechend, folgte der Revo- Inlien die Reaktion, und nicht nur auf dem Gebiete der Politik, sondern auch auf dem der Litteratur. Die Romantik fiel« ihren Einzug und nahm zum Teil einen wesentlich christlichen Charakter an. Aber nicht nur die kirchenfeind- liche: Philosophie wurde bekämpft, sondern auch der Geist mb die formelle Schreibweise der französischen klassischen Achtung; wie bei uns, fordert auch dort die Romantik die Lestreiung des Gedankens, die Beseitigung abgelebter Kormen, den Wegfall der einseitigen Bevorzugung der Antike, lhiauteaubriand eröffnete 1802 den Kampf der neuen lüitztung, sein „Geist des Christentums" ist der Triumph- »vg«n, durch welchen die Romantik ihren Einzug in Frank- «ichy hielt. Ihm sekundierte die durch deutschen Einfluß die Berhältniffe jetzt find, können sie auch unter Silvela kaum werden; das mag ein Trost sein, für den neuen Kabinettschef. Hoffen wir, daß die Reformen, welche Silvela angeblich ins Werk setzen will, durchgreifende sind, und dem schwer geprüften Lande zum Segen gereichen. (xx) Ei« freies Wort eines deutschen Professors. Unter dieser Spitzmarke bringt der „Mainzer Anzeiger" folgendes: Professor Dr. Osthoff in Heidelberg, der neu gewählte Prorektor der Heidelberger Universität, ein überzeugungstreuer Demokrat, hat anläßlich des Fackelzuges, den ihm zu Ehren die Studentenschaft veranstaltete, eine Rede gehalten, die die weiteste Verbreitung verdient. Nachdem er seine Dankbarkeit und Freude darüber ausgedrückt hatte, daß die atudioaa Juventus der Hochschule fackelschwingend und hurrahrufend ihr Ja und Amen zu dem sagte, was im Rate der Alten — Großer Senat genannt — bezüglich der Leitung der Geschäfte beschlossen worden, führte er ungefähr folgendes aus: „Die Wahl zum Prorektor hat mich vor eine ungewohnte Situation gestellt; denn die Eigenart meines Faches mußte mich bisher auf das Wirken in kleinen Kreisen anweisen. Ich preise es aber als einen Vorzug unserer bewährten deutschen Universitätseinrichtungen, daß sie auch den weltabgewendeten Professor und Forscher hin und wieder vor die Front rufen, um nun die akademische Kompagnie selbst zu kommandieren. Der deutsche Professor ist in gewisser Hinsicht ein Zwitterwesen. Er vereinigt in sich teilweise Eigenschaften eines Beamten mit denen des freien Forschers und Gelehrten. Gerade deswegen muß er die wahren Pflichten seines Lehramtes mit um so größerer Gewissenhaftigkeit erfüllen. Die Denkfreiheit und die Lehrfreiheit sind sein Lebenselement. DiesenGrundsatz hatte schon vor lOOJahren jener berühmte Theologe durch sein ganzes Leben hindurch bethätigt, dessen Jubiläum wir in diesen Tagen feierten. Wie der Fisch, der aus seinem Elemente heraus auf den Sand geworfen wird, nicht sortexistieren kann, so der deutsche Universitätsprofessor, dem man freies Denken und freies Lehren zu wehren gedächte. Zur Lehrfreiheit muß aber kommen der Lehr-Freimut! Ein mir von Jugend auf befreundeter, in allen wichtigeren Universitätsfragen mit mir einig gehender Berliner Hochschullehrer hat kürzlich betont, daß das Wort Professor von profiteri abgeleitet ist. Und das heißt: frei bekennen! Erkennen ist Verstandessache, Bekennen Charaktersache. Schon in der Bibel wird gemahnt: Ihr sollt Euer Licht nicht unter den Scheffel stellen! Und Dr. Martin Luther kleidete denselben Gedanken in die Worte: „Unser Licht steht nicht unter dem Scheffel, sondern brennt und gebildete Frau v. Stael, deren Werk über Deutschland die lächerlichen Vorurteile der Franzosen gegen deutsche Poesie zerstörte. In demselben Sinne wirkten Charles Nodier (geb. 1783), R. Toepffer, Andrö-Marie de Chenier, der berühmte Pamphletist Paul Louis Courier (1772 bis 1825). Auf dem Gebiete der Lyrik glänzten Böranger (1780—1857), der berühmte freisinnige Liederdichter, und Lamartine, einer der gefühlvollsten Lyriker Frankreichs. Victor Hugo (1802—1885) war ein Meister sowohl des Dramas, als des Romans, auch Alexander Dumas der Heitere (1803—1870), welcher der Erfinder der litte» rarischen Zusammenarbeiterschaft ist, verdient Erwähnung. Hervorragend sind noch Alfred de Vigny, Scribe, Balzac, Eugöne Sue, Alfred de Muffet u. s. w. George Sand (1804 — 1876) schuf den sozialen Tendenzroman. Die alte klassische Richtung vertraten Fontanes (ausgezeichnet im Lehrgedicht), Barthelemy, ein talentvoller Epiker, Marie Joseph de Chenier (1754—1811), ein populärer Dramatiker, Etienne, der beliebteste Lustspieldichter seit MoliSre, endlich Jouy (1769—1850), der preisgekrönte Verfaffer der „Vestalin". Wie in Deutschland, so artete auch in Frankreich die Romantik Zuletzt in Unnatur und Sensation aus, was einige Dichter bewog, zwischen den Tugenden der klassischen und romantischen Schulen eine edle Verbindung zu suchen. Es waren dies Francois Ponsard und Emil Au gier (geb. 1820). Letzterer errang schon mit seinem ersten Drama: „La eigne“ (Der Schierling) einen großen Erfolg. Am bekanntesten in Deutschland ist sein „Haus Fourchambault". Weiter errangen Sardou im Schauspiel und Pailleron im Lustspiel große Erfolge. Alexander Dumas (Sohn) führte in seiner „Cameliendame" die Pariser leuchtet frei auf dem Leuchter!" Manchmal leuchtet dieses Licht auch in dunkle Ecken, und das gefällt dann häufig denjenigen nicht, die in diesen Ecken etwas zu verbergen haben. Den Glanzpunkt in der Geschichte des deutschen Pro- fessortums bildet jenes Göttinger Siebengestirn, das furchtlos dem herrschenden Fremdling entgegentrat, der die dem Volke garantierten Verfassungsrechte mißachtete. Mag es Wahrheit ober Dichtung fein, was man Galilei sagen läßt: „Unb sie bewegt sich boch" — auch heute noch muß ber Professor bie moralische Kraft haben, feine Ueberzeugung frei zu bekennen, unb er muß zu biesem Behufe auch stark genug fein, auf Würben, Titel unb Orben, wenn nötig, verzichten zu können! Ich komme nun zum andern Teil der akademischen Körperschaft»—zum Studenten. Student ist abzuleiten von studere — streben! Es fällt mir nicht leicht, dies auszusprechen; denn die Tücke der Bedeutungsentwicklung spielt uns hier einen Schabernack. Es ist das heilige und edelste Streben nach der Wahrheit, nach geistiger und sittlicher Vollkommenheit, wovon der Student den Namen hat. Sein Streben soll nur auf die Sache gerichtet sein, es soll sich nicht durch die Rücksicht auf Personen bestimmen lassen. Weder sklavisches Nachbeten der verba magistri, noch Rücksichten auf künftige Vorgesetzte und auf eine künftige Laufbahn sollen für das Streben der Studenten maßgebend sein. Vor allem aber möchte ich Sie warnen vor Intoleranz gegen andersdenkende. Ich hoffe, daß es keine optimistische Behauptung ist, wenn ich sage, unter den Studenten der Ruperto Carola giebt es keine Gesinnungsriecherei! Man sieht den Kommilitonen nicht auf sein religiöses Bekenntnis oder auf seine Parteistellung an, man bezweifelt nicht seinen Patriotismus, wenn er anderen Anschauungen huldigt, sondern man sucht den berechtigten Kern gegnerischer Ansichten zu erkennen und zu beachten. Doch ich will Ihnen keine Moralpredigt halten. Ich bin gewohnt, aus meinem Herzen feine Mördergrube zu machen und so habe ich auch heute ausgesprochen, was ich über gewisse dunkle Punkte denke, die mit den Schäden unserer Zeitströmung zusammenhängen. Alt-Heidelberg hat seit fünf Jahrhunderten im Geistesleben der Nation bahnbrechend und verjüngend gewirkt. Möge es auch im neuen Jahrhundert diese Aufgabe erfüllen und einem idealistischen Aufschwung unseres Hochschullebens die Wege ebnen. In dieser Erwartung bitte ich Sie, mit mir in den Ruf einzustimmen: Unsere Ruperto-Carola lebe hoch, hoch, hoch!" I Halbwelt in die Litteratur ein. Claude Xi liier (1801 I bis 1841) schuf in seinem Roman „Mon oncle Benjamin“ ein geistvoll-witziges Werk, Jules Verne (geb. 1828) endlich schrieb eine Reihe eigenartig naturwissenschaftli-h- phantastischer Romane, von denen „Die Reise um die Erde in 80 Tagen", „20,000 Meilen unterm Meere" unb „Reise nach bem Monbe" bie berühmtesten sind. Schon Balzac hatte verstauben, seinen Romanen unb Erzählungen eine stark realistische Färbung zu geben; auf ihm fußt baher bie Schule bes Naturalismus, bie seit zwanzig Jahren auch in Deutschlanb zahlreiche Vertreter besitzt. Aller Romantik feinb, gilt ihr als bie höchste Aufgabe ber Kunst bie treue Wiebergabe ber Wirklichkeit. Ihr Hauptvertreter ist Emile Zola (geb. 1840), ein genialer Schriftsteller von bewunbernswerter Darstellungskraft, welche Stellung man auch immer zu seinen Probukten einnehmen mag. Sein Hauptwerk ist ber Romanzyklus „Les Rougon- Maquart“. Von ben übrigen Mitgliebern ber Schule ober ihrem Gefolge seien hier nur bie Brüber Goncourt, Alphonse Daubet, Guy be Maupaffant unb Erckmann-Chatrian genannt. Nicht vergessen bürfen wir zum Schluß ben großartigen Aufschwung, welchen bie Geschichtsschreibung in ber neueren Zeit in Frankreich genommen hat. Auf eine ein- gehenbere Charakteristik bieses Teiles ber litterarischen Thätigkeit können wir uns nicht näher einlaffen, wir heben nur als Vorzüge ber französischen neueren Geschichtsschreibung bie Lebhaftigkeit bes Stils unb bie effektvolle Charakterzeichnung neben ber Klarheit ber Darstellung hervor. Die Namen Guizot, Thiers, Mignet, Thierry, Tame oerbienen hier eine Stelle (Fortsetzung folgt.) Deutsches Keich- Berit», 6. März. Der Kaiser besuchte der „Post" zufolge heute vormittag 10 Uhr den englischen Botschafter und verweilte bei demselben längere Zeit. Auch beim Staatssekretär v. Bülow fuhr der Kaiser vor und hörte im Schloß die Vorträge des Chefs des Civil-Kabinetts v. Lukanus und daran anschließend diejenigen des Marine-Chefs. Berlin, 6. März. Wie verlautet, hat Dr. Raffel, der bisherige Munizipal-Präsidcnt von Apia, am 22. Februar die Rückreise nach Deutschland angetreten. Berlin, 6. März. Die Centrumsfraktion des Reichstages wird heute abend in einer besonderen Sitzung Stellung zum Bankgesetz nehmen und morgen abend über die Postvorlage beraten. Elbing, 6. März. Die Provinzial-Steuer-Direktton bestrafte, wie die „Elbinger Zeitung" meldet, den früheren Mühlenbesitzer Albert Meyer in Elbing, letzt mBerlin, «egen Zollhinterziehung in Höhe von 63000 Marr zur Zahlung des vierfachen Betrages der defraudrerten Summe, sowie zum Wertersatz des unrechtmäßig m den B.rkehr gebrachten ausländischen Roggens. Die Strafe beträgt insgesamt über eine halbe Million. . — Aus Dresden schreibt man der „T. Jt. : ^le Stadtverordneten hatten kürzlich den Rat ersucht, bei der sächsischen Regierung dahin vorstellig zu werden, daß von Reichswegen Maßregeln getroffen werden möchten, die eine reichlichere Versorgung der Städte mit Schweinefleisch und ein Sinken des Preises hierfür bezwecken. Der Rat hat das Gesuch mit der Begründung abgelehnt, daß die seit Ende 1897 eingetretenen höheren Vieh- und Fleischpreise für Schweine keine außergewöhnlich hohen seien, da anfangs der 90 er Jahre annähernd gleich hohe Fleisch- und «eit höhere Viehpreise bestanden hätten und überdies die Preise für Schlachtschweine im letzten Vierteljahr 1898 «jeder gefallen seien. Andererseits seien in der gleichen Zeit die Vieh- und Fleischpreise für Rinder und Schafe erheblich niedriger gewesen, als zu Anfang der 90 et Jahre. Auch bei den jetzigen Preisen könne von einer Fleischnot ix den unbemittelten Kreisen keine Rede sein, da Rindfleisch und Hammelfleisch und zubereitetes Schweinefleisch in Form von Schinken und Speck, dessen Einfuhr in den letzten Jahren nachweislich zugenommen habe, ebenso billig und vielleicht billiger als in den Vorjahren zur Verfügung ständen. Uebrigens seien vom Rate Maßnahmen getroffen, um frische und billige Seefische in größerem Umfang als bisher als Volksnahrungsmittel einzuführen. Ausland. Wie», 6. März. Das „Fremdenblatt" dementiert die Meldung, daß die Stellung des Statthalters von Dalmatien erschüttert sei. Rom, 6. März. Der Kammer-Ausschuß verwarf sämtliche von der Regierung beantragten neuen Steuern und beschloß, eine 3»/,prozentige Einkommensteuer als Deckung Mr die abzüschaffende Mehlsteuer vorzuschlagen. Atalie» In der Nacht auf Sonntag trat in Rom bas Gerücht auf, der Papst sei gestorben. Doch bestätigte sich dies nicht. Vielmehr war die verhältnismäßige Besserung weiter fortgeschritten. Am Sonntag blieb der Papst von 10i/2 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags außerhalb des Bettes. Trotz des Rates der Aerzte wollte er am Samstag der Fasten wegen kein Hühnerfleisch genießen und wollte am Sonntag nur flüssige Nahrung nehmen. Bei dem Vormitlagsbesuch der Aerzte sprach der Papst mit ihnen Aber Dantes „Göttliche Komödie" und trug dabei den ganzen letzten Teil des 6. Gesanges vom „Paradies" vor. — Der ärztliche Bericht vom Montag vormittag lautete: „Das Allgemeinbefinden und der Zustand der Wunde sind fortdauernd sehr befriedigend, infolgedessen wird bis morgen abend kein «eiteres Bulletin ausgegeben. Körpertemperatur 36,6, P»ls 66, Atmung 20." Brüssel, 6. März. Wie verlautet, steht die Demis sion des erst kürzlich ernannten Finanzministers Libärt bevor. Brüssel, 6. März. Der Graf und die Gräfin von Flandern verweilten in der letzten Nacht am Krankenlager der Königin, deren Schwäche eine baldige Auflösung erwarten läßt. Die Prinzessin Clementine soll heute hier eintreffen. Pari», 6. März. Der Abgeordnete Fourniere hat den Kriegsminister benachrichtigt, daß er ihn in der heutigen Kammersitzung über die Rolle interpellieren werde, welche bei Generalstab im Esterhazy- und Zola-Prozeß gespielt hat. Madrid, 6. März. Der Ministerrat hat beschlossen, die Zahlung einer Pension an ehemalige Offiziere «bzuschaffen Athen, 6. März. Aus Athen wird der „T. R." geschrieben: Der Ausfall der Neuwahlen für die griechische Kammer, welcher eine vollständige Niederlage der Partei des Delyannis ergab, wird von allen Rechtlichdenkenden mit Genugthuung begrüßt. Das Volk hat damit über seine Politik vor dem Kriege und während des Krieges das. Urteil gesprochen. Mit ihm fiel auch der General Smolenski, den Delyannis für das Haupt seiner Partei in Attika erklärt hatte. Nicht zum wenigsten hat dazu die Presse beigetragen, die nicht nur die Bewerbungen sämtlicher aktiven Offiziere, sondern noch besonders Smolenski bekämpfte, der als aktiver General dem Lande besiere Dienste leisten könne wie als Abgeordneter. Die Mehrheit der Kammer von 234 Abgeordneten hat die alte Trikupische Partei unter Theotokis mit 105 — 110, dann folgt Delyannis mit 50—60 xxb die Regierungspartei mit 40—50. Die Parteien des Deligeorgis, Karapornos, Dragumis und Rallis zählen so wenig Anhänger, daß sie nicht in Betracht kommen. Das Ministerium wird wahrscheinlich bis zur Wahl des Kammerpräsidenten im Amte bleiben und hofft durch das Heran, I Voraussichtlich Ende dieses Monats werden die ©eretteitr in Hamburg zu erwarten sein. Anwendung i» der Kinderstube unentbehrlich. Bei« Ei», kauf achte max darauf, daß jede Packung, Tube oder Dose, zur Garantie der Echtheit die Marke „Pfeilring" trage. » Am 29. Februar geboren zu sein und seinen Geburtstag nur alle vier Jahre feiern zu können — dieses Geschick ist, woran in den „L. N. N." erinnert wird, drei berühmte» Männern zu Teil geworden. Am 29. Februar 1760 er. blickte der bekannte Pädagog Gustav Friedrich Dmter in Borna als Sohn des dortigen Kammerkommissars das Licht der Welt. Der 29. Februar 1784 war der Geburtstag des Baumeisters Leo von Klenze, des Schöpfers der Glyp. tothek, der Pinakothek, der Ruhmeshalle und der Propyläen in München, der Walhalla bei Donaustauf. Auch der Komponist des „Tankred", des „Barbieres von Sevilla", des „Wilhelm Tell", Rossini, wurde an einem 29. Februar geboren. Derselbe Tag ist der Sterbetag des Klavier- unfr Orgelbauers Johann Andreas Stein, der durch seine Ver. besierungen des Pianoforte einen europäischen Ruf erhielt, des vielseitigen Schriftstellers Johann Joachim Eschenburg und des kunstsinnigen Königs Ludwigs I. von Bayern. Endlich unterschrieben am 29. Februar 1768 acht polniffy Edelleute die Konföderation von Bar. Der allerdingwenig zuverlässige Friedrich v. Kruse setzt in seinem „Allgemeinen biographisch-historischen Festkalender" unter bei 29. Februar auch die Geburtstage des französischen Geographen Delisle (28), des Pfarrers Johann Ludwig Hem, des Vaters des bekannten Arztes, des Leipziger Kaufmanns Rousiet, des Londoner Predigers Burckhardt, des Berliner Physikers Erman, des Philanthropen Degerando, bei Schauspielerin Sophie Schröder (23), des französische Historienmalers Adam (28. Januar) und der Gemahlin des spanischen Prätendenten Don Carlos, Karoline, außerdem den Sterbetag des Mineralogen Lenz (28.) und folgende geschichtliche Fakta: 890, Kaiser Theodosius der Große in Thessalonich getauft; 1716, Peter der Große kommt aus feiner großen Reise durch Europa nach Danzig; 1780, Reichstagsbewilligung der bayerischen Lehen für Kurpfalz; 1808, dänische Deklaration gegen Schweden; 1816, die Engländer unter Ochterloux schlagen die Hindus unter de» Rajah von Repaul; 1860, Depesche des Kardinals Antonelli an den Nuntius Sacconi in Paris gegen Louis Napoleon III. • Deutsche Lehrerfahrt nach Italien. Eine größere Anzahl deutscher Gymnasiallehrer, darunter auch Mitglieder des Vereins akademisch gebildeter Lehrer in F r a n k f u r t a. M, rüstet sich, während der bevorstehenden Osterferien dem klassischen Boden Italiens einen etwa 14 Tage dauernden Besuch abzustatten. Die Abreise erfolgt von Luzern aus am Palmsonntag und geht gemeinschaftlich über Mailand, Genua bis Pisa, wo ein Teil direkt nach dem Süden fahr! (Rom, Neapel mit Vesuv, Capri, Sorrento, Castellamare Pompeji und das alte Poseidonia), während der andere Teil östlich über Florenz, Bologna, Venedig, Verona usw. abschwenkt. Die erste Reise kostet — alles inbegriffen - 340 Mk., die zweite 278 Mk. Nichtlehrer können in ganz beschränkter Zahl und unter gewissen Bedingungen an der einen oder andern Fahrt teilnehmen. Die Programme z» dieser Lehrerfahrt können vom Verein akademisch gebildeter Lehrer in Frankfurt a. M., Sachsenlager 14, kostenfrei be Vermischtes. • Stettin, 4. März. Auf dem Oberhof der Schiffswerft des „Vulkan" in Bredow wurde in der vergangenen Nacht der alte Lokomotivschuppen mit Inhalt durch Feuer zerstört. Die Weiterverbreitung des Feuers auf die anderen Werkstätten wurde verhindert. Die Entstehungsursache ist noch nicht aufgeklärt. Der Betrieb des Werkes erleidet keine Störung. • London, 4. März. Die Beerdigung des Freiherrn v. Reuter, des Begründers des Reuter'schen Bureaus, fand heute unter großer Beteiligung auf dem Friedhof in Norwood in der Nähe von London statt. * London, 4. März. I. M. Cook, der Chef des gleichnamigen Reisebureaus, ist heute früh gestorben. * Barcelona, 4. März. Die Arbeiter in den am Flusse Ter gelegenen Fabriken haben die Arbeit niedergelegt. Da der Ausstand ernsteren Charakter zu haben scheint, ist Gendarmerie zur Aufrechterhaltung der Ordnung aufgeboten worden. • Die in Mannheim seit Oktober sv. I. bestehende Ingenieurschule (früher in Zweibrücken) hat sich daselbst bereits bestens eingeführt und allseitiges Vertrauen erworben, sodaß eine seitens des Stadtrates beantragte weitergehende Subvention von dem Bürgerausschuß am 16. v. Mts. einstimmig Annahme sand. Hiernach erhält die Ingenieurschule von der Stadt einen jährlichen Zuschuß von 6000 Mk. für eine Reihe von fünf Jahren. In den Verhandlungen des Bürgerausschufies wurde insbesondere darauf hingewiesen, daß der Direktor der Anstalt, Herr Ingenieur Wittsack, sich bereits als Leiter der Zweibrücker Ingenieurschule in hervorragender Weise um die Ausbildung des Fachschulwesens verdient gemacht hat, sodaß wohl zu erwarten stehe, die Mannheimer Ingenieurschule werde unter der umsichtigen Leitung des Herrn Wittsack auch in weiteren Kreisen den gebührenden Zuspruch finden, zumal eine derartige technische Schule in Mannheim die weitgehendste Bewährung mit der Praxis durch die bedeutende »ahl von hervorragenden Fabriketablissements findet. Wir bemerken an dieser Stelle, daß die Anstalt zwei getrennte Fachschulen besitzt, eine höhere Fachschule zur Jngemeur- ausbildung im Anschluß an eine Mittelschulbildung (Realschule, Gymnasium) und eine mittlere Fachschule zur Technikerausbildung im Anschluß an die Elementarschul- Lokales und Vrovinsieües. Krofdorf, 6. März. Die Jagd der Gemeinde Krofdorf-Gleiberg, welche seither zu 945 Mk. jährlich verpachtet war, wurde heute zu 3000 Mk. jährlich auf sechs bezw. neun Jahre wieder verpachtet. § An8 dem Ohmthal, 6. März. Zum zweitenmale haben wir einen Kälterückfall zu verzeichnen, der an Stärke hinter dem ersten nicht zurücksteht. Auch in der verflosienen Nacht sank das Thermometer bis zu 9 Grad Kälte nach Reaumur. Wo die Sonne am gestrigen Tage nicht hinschien, thaute es nicht auf. Die Kinder fanden gestern an Rainen und Hecken die ersten Veilchen. Auch Sie Knospen an Stachelbeersträuchern sind am Aufbrechen. Die Boten des kommenden Frühlings sind da, aber die roststarrende Erde paßt so überaus schlecht dazu. Hätte übrigens das milde Februarwetter angehalten, der Frühling wäre gewiß vor seiner kalendarischen Anmeldung eingezogen. Die Kälterückfälle zur jetzigen Zeit halten übrigens die zu rühe treibende Vegetation zurück und kommen immer noch gelegener als zur Zeit, da die Feldarbeit ihren Anfang genommen. . A OberOhmen, 6. März. Heller Feuerschein und Feuersignale im Orte erschreckten in voriger Woche an einem Abend unsere Einwohnerschaft. Bald jedoch erfuhr man, daß keine Hofraite, sondern ein großer Strohhaufen, >er allerdings in nächster Nähe des Ortes saß, Feuer gefangen hatte. Die Feuerwehr war sofort zur Stelle, um eine etwaige Gefahr abzuwenden. Wie der versicherte Strohhaufen angegangen, weiß man nicht. zogen werden. * Die Mannschaft der „Moravia" ift gerettet. Wir ein Lauffeuer verbreitete sich diese Botschaft am 3. nachmittags im und am Hamburger Hafen. Allüberall bilden ziehe« xöer nicht ganz Gesinnungsgetreuen der anderen Parteien eine Mehrheit zu erhalten. Delyannis behauptet zwar, keine Partei könne ohne ihn eine starke Reg' rung bilden, er macht aber die Rechnung ohne den Wirt da Tbeotokis sich nur mit dem Dragumis, der auch ^rikupist ist und auf die Premierschaft hinarbeitet, zu versöhnen »raucht, um sofort von den sogenannten Unabhängigen viele an sich zu ziehen, um mit seiner Partei allein die Kammer beschlußfähig zu machen. Man hört auch von einem Zusammengehen von Zaimis, dem Neffen, und Delyannis als Onkel, aber auch beide zusammen würden noch kem Ministerium zustande bringen, das sich auf eine kräftige Mehrheit in der Kammer stützt. Die Entscheidung darüber liegt aber beim Könige, der seinen Entschluß noch nicht bekannt gegeben. bilbung. * Neben der Reinlichkeit ist vor allem zur Erhaltung der Gesundheit und Lebensfreude eine regelmäßige Pflege des Körpers und der Haut von überwiegender Bedeutung! Denn die Haut ist es, durch die am leichtesten ein Eindringen der Bakterien der Luft und damit die Entstehung der Krankheiten zu befürchten ist. Man vernachlässige daher nicht, die Haut zu pflegen, sowie man auf die Ausbildung aller anderen Organe bedacht ist. Zur Pflege der Haut wird von allen Aerzten angelegentlichst empfohlen, im Haushalte eine Fettsalbe vorrätig zu halten. Die meisten früher zu diesem Zweck verwandten Mittel sind jetzt weit überholt durch das „Lanolin" genannte Fett, welches dem natürlichen Hautfett analog und deshalb zur Pflege der Haut wie als . 9u<. ----.7;* ; ;v. mprh(n Schönheitsmittel am berufensten ist. Das Lanolin findet | W, w, «“.Seit" sich in Form von Lanolin-Toilette-Cream-Lanolin, einer leicht und angenehm parfümierten Komposition, in den meisten Apotheken und Drogenhandlungen und ist auch zur die glückliche Errettung der braven Besatzung der „Moravia" das Gespräch an der Wasserkante. Eine besonders lebhafte Freude verursachte die frohe Kundschaft, wie leicht begreiflich sein dürfte, in den Bureaus der Rhederei Rob. M. Slo man & Co. Hatte man doch in letzter Zeit in wirklich. banger Sorge um das Schicksal der Mannschaft geschwebt, da infolge der Beschaffenheit der Insel bei stürmischem Wetter eine so gewaltige Dünung am Strande steht, daß es unmöglich ist, dort zu landen. Nach den bis jetzt vor liegenden Mitteilungen steht nur fest, daß die „Moravia" am 12. Februar auf dem Ausläufer an der Nordostspitze vor Säble Island verloren gegangen ist. Wahrscheinlich wird das während eines Vorboten des heftigen Schnee sturmes, der zu jener Zeit an der Ostküste von Nordamerika gewütet hat, geschehen sein, und nicht während des eigentlichen Sturmes selber. Im letzteren Falle würde, wie w« allen Fachleuten, die die Beschaffenheit des Säble J-Md kennen, erklärt wird, «ohl schwerlich ein Mann der Be satzung der „Moravia" Sabie Island lebend erreicht haben Jetzt sind alle Befürchtungen zerstreut. Von allen Seitei sind bereits Glückwunsch-Schreiben und -Telegramme be der Rhederei Rob. M. Sloman & Co. wegen der glückliche» Errettung der Mannschaft der „Moravia" eingegangew Leider ist die Freude nicht ganz ungetrübt geblieben. De zweite Offizier Fronsdorf der „Moravia", ein Hamburgs von Geburt, ist den Strapazen erlegen. Was werden Di'. Aermsten ausgestanden haben, wenn einer der ihrigen, en in den besten Mannesjahren stehender Seemann, an Ucker- anstrengung und an den Folgen der Strapazen gestorben ist Man kann sich ein Bild machen von den Erlebnissen dc' gestrandeten Seeleute auf einer allen Witterungseinflüssn ausgesetzten kahlen Insel, wenn man bedenkt, daß die Sär ; in diesem Winter in jenen Regionen so stark gewesen r wie seit Menschengedenken noch nie zuvor. Die Rhedes Rob. M. Sloman hat sofort telegraphische Ordre na) Halifax gesandt, daß den Geretteten alle mögliche Fursow gewährt werden soll, daß ihnen vor allen Dingen wan* Kleidung und Extra-Beköstigung gegeben werde. Die sch'll ! brüchige Mannschaft wird mit der Eisenbahn von Häufte nach New-Aork gesandt werden, wo sie sich an Bord I zur selbigen Rhederei gehörigen Dampfers „Albano" ei" ba* S» «** Ml ’ 3ül,°VSl*r N1“ f .„1 * • «’J4 Dit verflacht« bn M 6amM. o1 Mittwoch, den Mltlhaustn, de et. Lülgen-rei'irr Rot Geschäfts M sür bae Jal M Au«! Wir jede« Ve Pfandbriefe tin selben farftoW 1 jir Wfl. M »olle sich ol kfr. öachäuser res; wnbti. VerUii^., m W Samstag bi nachmitta, sollen auf dem bi- h" Krie-rich Va m Gießen gehörigen dlnr 13 9h. 161 - auf her H Rropbad), flut 13 91 r. 162 - । ei W. Reifer II 3h. 163 - | „ Wällst, W' flut 18 3h. 180 - ■ WM. «In 13 3h. 181 _ „ WH N is 9h. 183 - : daselbst meistbietend Men, 25. Februar Orisgeri Kreith J *itö VeM( lef9ert:ölb **j j’*v4äw11’ >26 6*7 An-Sch- sV* «6- i v"® -M SMS? unter dem 9 »»."NN "üaWw hfl 8. »Ä1» 'S- 8ebrÄ -Sckdnch ^»Ä “”?« ® 1 e"b d°r PnA ’nauftauf, A^' rbures von Sev^ an emm 29.su. etQ9 des Klav^ ‘ ' °n durch seine i 'vpaischen Rus u n Joachim Eschenl H98 I. von Bav ar 1768 acht polw ÖQt' Der allerdi le lktzt in seinem !stkalender" unter I des französischen tz Johann Ludwig h ! Leipziger Kaufm 'rckhardt, des Berk )Pen Degerando, 23), des stanzöM t) und der Gemü rrlos, Naroline, ch Lenz (28.) und folgr wboftu# der Grotz, bet Große fommi: nach Danzig; 1fr Lehen für Kuch ääRtov, 1816, i tot Hindus unter ta e brö Sarbiniili ffw n Pmt W toi lit«. Eine Mr runter auch MM er inFranksurta^ .enden Osterserien d> wa 14 Tage bäum' rsolgt von Luzciii schastlich über Mailt nach dmSAch gomnto, Castellai. ,ährend der andm^ edig, Lerona ujr - . üütä xvdrgckl - en Bebingur^ - n. Die Ww 11 rein atadansch 9* *A MW ft». Wberall W Satzung derMorav'- Sine besvndnS lG u wWW M in lp" x MaMchajE. t J°st- b'ff am 6ff ’# Nach bei "* i» *£<* r-Kx- *lff$lann »«; -rlich „reicht b- °°l»^ ftrt«1'. leicgraw«' ><« “nb gl* S6o- »»ff.«««r>°°! Rioravla. wCIbe» L«7Sk> SS-'Ä rKtz r-iS’s iSSjff’»’* Bis Bekanntmachung. In da» Firmenregister bei unterfertigten Amtsgerichts wurde heute eingetragen: Seiten! der Firma Gg. Phil. Gail zu (Sieben ist mit Wirkung vom 1. Januar 1899 dem Karl Böß, Hermann Petri und Jakob Jung zu Gießen Kollektiv Prokura erteilt worden und zwar derart, daß je zwei derselben die Firma verbindlich zu zeichnen berechtigt sind. 2073 Gießen, am 10. Februar 1899. _______Großh. Amtsgericht._______ Bekanntmachung. Die Verpachtung der Jagd der Gemeinde Bettenhausen findet nickt Samstag, den 11., sondern Mittwoch, den 15. d. M. statt. Bettenhausen, den 6. März 1899. «r. Bürgermeisterei Bettenhausen ____________Rotb.________2079 Der Geschäftsbericht unserer Bant für das Jahr 1898 gelangt demnächst zur Ausgabe, und stellen wir jedem Besitzer unserer P-faudbriefe ein Exemplar desselben berettwilligst kostenlos zur Verfügung. Man wolle sich dieserhalb an die belr. Bankhäuser resp. an uns direkt wenden. 2076 Sttlin W., im Februar 1899. Mecklenburg-Strelihsche tzypolhrkeubuuk.__ -PerstkismmM Samstag den 11. März, Nachmittag» 2«/t Uhr, jotcn auf dem diesigen Ortsgericht die ki Friedrich Valentin Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 13 Nr. 161 — 669 qm Ackert auf der Harth über derl . Kropbach, 1 * Flur 18 Nr. 162 — 644 qm Acker/L daselbst, Felsenkeller, I Flur 18 Nr. 163 — 668 qm Acker! JJ daselbst, Felsenkeller, > <» Flur 18 Nr. 180 — 1100 qm Acker 2 daselbst, \ o- jluT 13 Nr 181 — 388 qm Acker» 2 daselbst, i |lur 13 Nr. 183 — 1488 qm Acker | daselbst fte iwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 25. Februar 1899. Großh. Ortsgericht Gießen. ___________I. «.: Vogt. 1773 Mittwoch den 22. März, nachmittag» 2*/i Uhr, foD en auf dem hiesigen Ortsgericht die ftn Wilhelm Bernhard 2er Ehe« Wüte» in Gießen gehörigen Immobilien: jlur 19 Nr. 108‘/, — 2891 qm Acker unter dem Weihercken, zwischen derLandstraße und dem Mittelweg, {In 19 Nr. 112710 — 356 qm Hofraile unter dem Weiherchen »ffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 7. Februar 1899 Großh. OrtSgerickt Gießen. __________I A.: Vogt. 1206 jülttmoch hm 8. März I. nachmittag» 2 Uhr, derben im Bieker'schen Saale versteigert: 1 Sofa, 1 Schreibtisch, 1 Bücherregal, 1 Ausziehtisch, 1 Linoleumteppick, 1 vollst. Bett, 1 Pferd, 1 Damen- sahrrad n v. a. •(l&4________Geitzler, Gerichtsvollzieher. ßolzversteigerung. Freitag de» 10. März d. I. BiiD im Crumbachrr Piarr- und Airchenwald nachstehende! Holz Dtp higert: 1B Etchenstärnme mit 11 km, S7 rm S chen-Scheit und Knüppel, 12$ Hichen-Wellen, 15 rm Eichen-Stöcke, 20 h Buchen-Scheit und Knüppel, 225 Buchen W llen, 9 rm Buchen-Stöcke, öll Nadelholzstämme mit 24,73 km, ^5 Fichtenstangen L, 2., 3., 4. Kl., 2N im Nadel-Scheit und Knüppel, bU tt NadelReisholz. I3»sammenkunst morgen! 10 Uhr in Ort. Das Nadelholz komm: nachmittags zur Versteigerung. »Lrumbach, den 6. März 1899. Der Bürgermeister. Wagner. 2074 Holjversteigerung im GkMkmdrwald ju Snpprrteburg. I. Donnerstag den 9. März l. Js. kommen in den Distrikten I Hohenberg und Buchwald zur Ver- steigerung: 300 rm Buchen-Schsitholz, 32 , Buchen-Rundicheüholz, 56 „ Buchen-Aüknüppel, 168 „ Buchen- Stam mknüppel, 363 , Buchen Reisig, 64 „ Buchen Stöcke, 3,5 „ Nadel-Stöcke, 7 Eichtnstärnme mit 4,80 km, 117 Nadel-Derbstangen mit 6,43 fm, 1 Eschenstamm mit 0,21 fm. Eine Quantität Buchen- und Nadel-Reisig in Abteilungen. Zusammenkunft und Anfang ist vormittag! 10 Uhr im Distrikt Hohenbeig beim Pflanzgarten, eine viertel Stunde von der Haltestelle Wetterfeld. 2. Samstag den 11. März l. Js. kommen in den Distrikten Langeberg und Ziegenberg zur Versteigerung : 36 rm Buchen-Rundschelter, 248 „ Buchen-Stammknüppel, 41 „ A!pen-Knüppel, 300 „ Buchen-Ast- u. Stammreifig, 484 „ gemischte Stammreistge in ganzen Längen, 1 Eichenstamm-Abschnitt, 34 cm Dchm., 3,3 m Länge — 0,30 fm. Zusammenkunft und Anfang ist vormittag! 10 Uhr in der Herzau bei den Brunnenquellen. Ruppertsburg, den 4. März 1899. Großh.BürgermeistereiRuppertsburg. Lehr. 2060 Hotzversteigerung im Langsdorf» Ermrindkniaid am Donnerstag, dem 9. März 1899, vorm. von 9 Uhr au. Beginn bei den Pappel» an der Eisenbahn-Haltestelle sofort nach Eintreffen des Zuges Gelnhausen- Gießen um 9 Uhr 6 Minuten. 11 Pappelstämme von 17 bi! 50 cm Durchmesser, 4 bis 8 m lang, — 4,5 fm (liegend an der Eisenbahn-Haltestille), 49 Fichteustämme, 11 bi! 28 cm Durchmesser, 5 bis 16 m lang, — 17,82 fm, 26 Stück Kieferu-Grubenholz — 2,71 fm, 283 Fichteu-Derbstaugeu ----- 13,72 fm, 87 Fichte» * Reisstange« — 1.36 fm, 12 Bucheu-Laugwied, 3 Liudeuftämme — 0,64 fm, (17 bis 28 cm Durchmesser, 4 bis 6 m lang), 1 Kirscheustamm — 0,33 fm (27 cm Durchmesser, 5,2 m lang), 9 Bucheustämme — 5,42 fm (33 bis 38 cm Durchmesser, 4 bis 8 m lang), 45 rm Buchen-Scheiter, 1,5 „ Eichen- „ 4 „ Haiubucheu-Rundscheit, 30 „ Buchen-Knüppel, 29 „ Eichen- „ 31 „ Nadel- „ 90 ,, Buchen-Reifer, 300 „ Eichen- „ 239 „ Nadel- „ 115 „ Eichen-Stöcke, 46 w Nadel- „ Langsdorf, den 4. März 1899. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler. 2040 Vereine Ortsgewerbeverein Gießen. Heute, Dienstag: Lese-Abend. (Auflegung der neuesten technischen und Fachblütter) Kaiserhos 2. Stock. Hohversteigerung IM Gießener Stadtwald. Montag, de» 18. März 1899, vormittags 91/» Uhr beginnend, sollen im (Siebener Stadl- wald, Distrikt Haingesbode«, Stolze- morgen, Zollstockswäldche» «. Hubertus- bntneee, oerneigett werden: 9 Eichenstämme mit 5,16 fm, 88 Nadelstämme mit 39,84 fm, 169 Nadel-Derbstanqen mit 7,08 fm, 67 rm Buchen-Scheitholz, 110 „ Eichen- „ 21 , Nadel- 85 „ Buchen-Knüppel, 79 „ Eichen- „ 90 H Nadel- „ 2 M Aspen- 1180 Wellen Buchen-Reiflg, 2770 „ Eicht n- n 5950 Nadel- w 800 „ Erlen- n 13 rm Buchen-Stöcke, 62 „ Eichen- „ 40 „ Nadel- „ Die Zusammenkunft ist auf der Rödgerstraße an der Ochsenwiese. Das Holz am Hubertusbrunnen kommt etwa um 11 Uhr zum Aurgebot. Gießen, den 6. März 1899. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 2055 (irni|ifrhliiitfliii Ikde sparsame ßaussrau- mache einen Versuch mit Schalhof» gebranntem Kaff ee daw Pfand zu 1 Hk. Andere Sorten in jeder Preislage stete frisch gebrannt, empfiehlt billigst J. M. Schalhof, Marktstrasse 4. Telephon 119. Pflanzen-Nahrung ist Topfgewächsen im Frühjahr von grösstem Vorteil. Dieselbe ersetzt die dem Erdboden entzogenen Nährmittel vollständig wieder. Der Verbrauch ist ein äusserst sparsamer. — Eine Dose (für zirka 100 Liter Wasser) i 45 Pfennig. Otto Schaaf, Giessen, Seltersweg 39. Fahr, chemischer Präparate. Piano- Orchestrions das neueste und beste, feinste Musik, vorzügliche Funktion, von 650 Mark an. — Dreh-Piano» von 495 Mark an, auch selbstspielend emzurichten. Fachmännische, koulante Bedienung, bester Bezug, Zah- lungSerleichterung,Automaten allerbilligst. Zraaksarter Automatkn-Aüssttüuug. Fr. Seip, Kaiserstraße 77. (1832 Mkßlalteii u. DlfierstSde stets vorrätig. 0685 Joh. Lenz, Fraoksurterstr. 123. 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