«MhM, 01 Nein I i- bitte ich )r. M Weinm Zusicherung Ur. 7 Sonntag den 8. Januar 1899 Meßmer Anzeiger Heneral-Amzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Mezugsprcls vierteljährlich 2 Mark 20 Pjg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamilienb tälle r werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-Berunn. '^stellen de» In» und Auslande» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und Anzeigeblutt für den tlveis Gieren. nuar nnchn. staub. 392 9 M $ Wi n , 05« ä Matt. M° >k»pll>tz11 (grgrinifl 18M «nslckeM tu «J ssss* BediSunin%tt r: mg. Ulltz über die 394 rstavd. »SSSS to! s ‘h K J.« Redaktion. Expedition und Druckerei: Kchntstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Dlätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Wl. Bekanntmachung, die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig * freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch aus die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungskommission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogtum gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahre» zu erbringen. (Wenn z B. mit Rücksicht auf das Lebensalter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinausgeschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugnis aber- erst am Schluffe des Schuljahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch anzugeben, daß das Schulzeugnis bis 1. April nachfolgen werde. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein, und ist hierzu ein Bogen in Aktenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch ist die nähere Adresse anzugeben. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugnis; d) Einwilligung» - Attest de» Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit, den FreiwMgen während einer ein- ! jährigen actioen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, • sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; c) ein Unbescholtenheitszeugni», welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Real- gymnafien, Ober-Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und sonstigen militärberechtigten Anstalten) durch den Direktor der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auözustellen ist; d) das Schulzeugnis. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein mu£ Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugniffe für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach Muster 18 zur Wehr - Ordnung vom 22. November 1888 — Reg. - Bl. Nr. 27 von 1894 — ausgestellt sein müssen. Im übrigen wird auf die Bestimmungen der SS 88, ' 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüfung» - Commission für Einjährig-Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Best. Der Verbrauch von Thee, Kakao und Kaffee im Deutschen Reich. Während sich der Genuß von Thee und Kakao in Deutch- land ehemals nur auf einen verhältnismäßig kleinen Teil der । Bevölkerung erstreckte, hat er sich mit der Zeit über immer | weitere Kreise ausgedehnt und heute einen großen Umfang erreicht. Ander» verhält es sich mit dem Kaffee, der schon länzst ein weitverbreitetes Getränk auch in Deutschland war, weshalb die Verwendung von Kaffeebohnen nicht in dem Maße wachsen konnte, wie diejenige von Thee und Kakao. Alle drei Genußmittel müssen bekanntlich in Deutschland vom Auslande bezogen werden; ihr Verbrauch läßt sich darum annähernd genau ermitteln. Was zunächst der Thee betrifft, so wurden in das deutsche Zollgebiet davon eingesührt: im Jahre Tonnen im Jahre Tonnen im Jahre Tonnen 1862 741 1874 1092 1886 1778 1863 792 1875 1135 1887 19)4 1864 713 1876 1209 1888 1006 1865 736 1877 1425 1889 1875 1866 679 1878 1544 1890 1995 1867 716 1879 2430 1891 2221 1868 790 1880 936 1892 2479 1869 861 1881 1482 1893 2676 1870 871 1882 1484 1894 2840 1871 973 1883 1592 1895 2544 1872 1032 1884 1560 1896 2471 1873 1037 1885 1789 1897 2552 Wir haben in Mesen 35 Jahren also eine allmähliche Steigerung der Einfuhr auf über das dreifache vor un», deren Stetigkeit nur in den Jahren 1879 und 1880 dadurch merklich unterbrochen wurde, daß wegen des Eintritts einer Zollerhöhung von 48 auf 100 Mk. für 100 Kilo Thee am 7. Juli 1879 die Einfuhrhändler sich bemühten, bis zu diesem Zeitpunkt noch möglichst viel Ware zu dem bisherigen niedrigeren Zollsätze heranzuschaffen, war int folgenden Jahre eine wesentliche Verminderung des Bedarfs zur Folge hatte. Die Wiederausfnhr von Thee ist der bedeutenden Einfuhr gegenüber gering, sie belief sich im Jahre 1897 auf 6 Tonnen, nachdem sie 1892 ihren höchsten Stand von 12 Tonnen erreicht hatte und dann allmählich auf die genannte Ziffer heruntergegangen war. Eine weit größere Zunahme der Einfuhr als der Thee hat der Kakao aufzuweisen. Es gelangten nämlich von Kakao in Bohnen und Schalen nach dem deutschen Zollgebiet: Feuilleton. Volkstümliche Spruchweisheit.*) „Ich bin der Ihne so Mott wi e Kirchemaus." So lautet das bittere Geständnis, das Datterich dem Frühlings- reesche von Kellnerin macht, die den vorzüglich.'» Aßmanns heiler nicht für Küsse, sondern nur für bares Geld verabreicht. Ab-r Datt-rich weiß sich trotzdem Wein zu verschaffen: er „melkt" den biederen Drehermahster in epe mit dem gut- mihdige Zag um die Roos herum, mit dene geistmäßige Aage und dem ohgenehme Aißere. Aber uns interessiert eben weder Datterich noch sein dcierer Freund, weder der „Aßmannsheiser", noch die kleine Unschuldslose, uns interessiert lediglich das sprachliche Gewand, in das der abgebrannte Trinker seine Geldverlegenheit kleidet. So Mott, so arm, so blos wie eine Kirchenmaus ist er. Damit ist seine Armut sehr treffend gekennzeichnet, eine ärmere Maus als eine Kirchenmaus giebt's nicht: weder Keller noch Küche, noch Speicher'bieten ihr etwas Genießbare». Derartige sprichwörtliche Redensarten weist der Datterich in großer Anzahl auf. Viele von ihnen werden heute bei uns häufig gebraucht. Ich erinnere nur an den Baron, der so derr war, daß err e Gaas zwische de Herner hett kiffe kenne; an den Ohnmächtigen, der eweck is wie em Baba sei Duu»; an die schwere Frage, auf die kaa Staatsmann e g'scheit Antwort wahß; an die teilnahmsvolle Erkundigung: Sin Se wtdder do aus der Derkei, und schließlich an die hochpolitische Prophezeiung: Mir erläwe 's net, awwer Sie wern sähe, daß ich recht hob, in sufzig Johr finn mer all Derkei Doch genug der Citate, ich brauche die Landsleute nicht auf ihren Datterich aufmerksam zu machen. Aber auf eine andere Quelle volkstümlicher Spruchweisheit will ich Hinweisen. Ich meine die ungekünstelten, urwüchsigen Sprüche, die auf dem Lande in mundartlicher Form zu hören sind. An solchen ist auch der benachbarte Odenwald sehr reich. Da hört man z. B.: „In de nohe Hecke schneidt mer die schenste Stecke", ein Spruch, der in der Einfachheit und Anschaulichkeit der Volk«mundart demselben Gedanken Ausdruck giedt, *) Nachdruck nur mit voller Quellenangabe gestattet. den Goethe schwungvoller, aber weniger plastisch in die Worte kleidet: Willst du immer weiter schweifen? Sieh', das Gute liegt so nah. Lrrne nur da» Glück ergreifen; Denn das Glück ist immer da. Weiterhin: Der Hannes hot kaa" Haa mäih", Er filtert laurer Strouh- Sei" Fraa, die Hot kaa" Flaasch mäih", Sie kocht ihr Kraut esou. Oder an Stelle de» Worte» von den Wespen, die nicht a» den schlechten Früchten nagen: Werschte verläschtert, se waaschte gewiß, Daß ebbes Gures noch an dr is. Zeit Adam» Zeire im Paradies Macht sich kaa" Lump wege Lumpe miet. (mies mach: ------ sich Unannehmlichkeiten bereiten.) Das Sprichwort vom Kehren vor der eigenen Thür wird vertreten durch den Reim: De Uzer un Spetter Schick heit noch en Gruß, Sie megte sich seiwern Vom eigene Ruß. Das Bild vom Ruß wird auch in folgendem Spruch gebraucht: 's soll Kaaner am rußige Kessel sich reime, Der Kessel werd rußig, er schwarz devo bleiwe. Doch genug der Beispiele. Sie sollen nur andeuten, welcher Schatz von Spruchweisheit in den Mundarten liegt. Und dieser Schatz verdient gehoben zu werden. Auch die Sitten und Gebräuche, die Sagen, Lieder und Rätsel, die Wörter und Wendungen unserer hessischen Mundart müssen gesammelt und verarbeitet werden. Erst wenige» ist von dieser Arbeit gethan, verschwindend wenig im Verhältnis zum Umfang der Arbeit. Solche Sammlungen ergeben nicht nur wertvolle» Material für die wissenschaftliche Forschung, sondern auch viel Belehrung, Unterhaltung und Genuß für solche, die nicht in die Tiefen der Wissenschaft steigen wollen. Ein einzelner kann natürlich eine so umfangreiche Sammlung nicht bewältigen, aber er kann wenigstens an seinem Teile mitwirken. Was speziell die Sprüche des Odenwaldes betrifft, so kann ich auf Georg Volks gesammelte Dialekt-Dichtungen verweisen (Sunndag un Werdag, Stuttgart, Hobbing und Büchle, 1896): neben vielen Gedichten und Erzählungen die den Volkston und die Volkssprache aufs schönste treffen, findet man da eine Menge Sprüche, die zum Teil ohne ober nur mit leiser Veränderung au» dem Volksmund herübergenommen sind (ick habe oben ein paar angeführt), zum Teil vom Dichter mit feinsinniger Versenkung in den Volksgeist verfaßt sind. Einige Sprüche der zweiten Gattung mögen hier Platz finden: Nchfinger kenne kaa" halwe Dag mehe, Mehfeischt kaa" finf Stich Seire nehe. »Mei" Vatter war e frommer Chrischt", Des Haast nit, daß du aa so» bischt. Beilaafig säigt die Bäs e Wort, Die Nochbern trägt'» vergräißert fort, Die Kremern bringt'» von Haus zu Haus, Die Bäckern mecht e G'schichte draus, Die träigt die Millern weiter fort, Un jedi glaabt's ’r Wort fir Wort. Mit Blumme hewwe m'r uns oft geworfe Als Brautleit; Nou Hot noch m'r g'fchmisse die Blummefchirwe Mer" Fraa heit. Genug der Proben. Das Buch ist geeignet, uns eine Vorstellung davon zu geben, was volkstümlicher Erzählungston, was volkstümliche Spruchweisheit ist. Hoffentlich bleibt unser Wunsch, daß die mundartlichen Sprüche und die übrigen Schöpfungen des Volkgeistes, sowie die Sprachsormen, in denen diese Schöpfungen zum Ausdruck gebracht werden, kein frommer Wunsch. Ueberall in deutschen Landen rüstet man sich zu Sammlungen auf dem Gebiete der Volkskunde, und unser Heflenland, das in so mancher Beziehung in erster Linie steht, soll in dieser Sache nicht hintenbleiben. Dr. H. im Darmst. Tägl. Anz. im Jahre Tonnen im Jahre Tonnen im Jahre Tonnen 1862 948 1874 2076 1886 3696 1863 946 1875 2077 1887 4300 1864 1020 1876 2133 1888 4985 1865 1000 1877 1932 1889 5565 1866 1057 1878 1898 1890 6247 1867 1234 1879 1815 1891 7087 1868 1199 1880 2344 1892 7461 1869 1374 1881 2460 1893 7961 1870 1475 1882 2619 1894 8320 1871 1784 1883 2679 1895 9951 1872 1864 1884 2958 1896 12 210 1873 1944 1885 3324 1897 15 473 'Heraus ergiebt sich eins Steigerung der Einfuhr auf das Sechzehnfache, während eine Wiederausfuhr nur in unbe deutendem Mähe und in den letzten Jahren überhaupt nicht mehr stattsand, sodaß die gesamte eingeführte Menge dem inländischen Verbrauch zu gute kam. Die Kakaoeinfuhr besitzt insofern noch ein besonderes Interesse, als neuerdings bekanntlich die deutschen Kolonien in Afrika sich in steigendem Maße mit dem Anbau dieser Frucht beschäftigen und nicht Unbeträchtliche Mengen davon nach dem Mutterlands gelangen ließen. Die Einfuhr von Kakao aus den deutsch afrikanischen Widmen wir endlich auch der Borsorgung Deutschlands Kolonieen betrug: im Jahre Tonnen im Jahre Tonnen im Jahre Tonnen 1889 26 3 1892 26,4 1895 112,8 1890 46,3 1893 33,8 1896 127,7 1891 21,2 1894 28,8 1897 78.7 mit Kaffee unsere Sltifinctt jüHitcit i so lehrt die deutsche Handelsstatistik, da ß die Einfuhr von rohem Kaffee und Kaffeesurrogaten (mit Ausnahme von Zichorien) betrug: im Jahre Tonnen im Jahre Tonnen im Jahre Tonnen 1867 76 979 1878 99 484 1889 113 229 1868 84 977 1879 111 561 1890 118 126 1869 83 467 1880 94 360 1891 125 611 1870 98 296 1881 104 272 1892 122 032 1871 86 397 1882 107 184 1893 122 191 1872 92 840 1883 114 226 1894 122 358 1873 98 364 1884 111 159 1895 122 390 1874 90 117 1885 118 < 96 1896 129 897 1875 100 857 1886 123 679 1897 136 395 1876 106 519 1887 101876 1877 95913 1888 114 698 Ist die Kaffee-Einfuhr in den letzten 80 Jahren noch nicht auf das doppelte gestiegen, so kam, wie oben schon angedeutet, dies einerseits daher, daß sie zu Anfang dieses Zeitraumes bereits eine verhältnismäßig starke war, der Kaffeeverbrauch also eine große Steigerung nicht mehr ertrug, andererseits aber auch der erheblich gewachsene Genuß von Thee und Kakao seinen Einfluß hierauf geltend gemacht haben mag. Die Wiederausfuhr von rohem Kaffee ist neuerdings sehr gesunken; sie hatte 1888 ihren höchsten Stand mit 56 Tonnen erreicht, betrug 1897 jedoch nur noch 14 Tonnen. Auch an der Kaffee-Einfuhr Deutschlands find unsere afrikanischen Kolonieen, wenn auch unter starken Schwankungen, beteiligt gewesen, sie lieferten: im Jahre Tonnen im Jahre Tonnen im Jahre Tonnen 1889 51,0 1892 137,2 1895 9,6 1890 165,6 1893 8,7 1896 46,0 1891 183,1 1894 7,5 1897 47,8 Der Einfuhr der genannten drei Genußmittel ungefähr entsprechend ist der Verbrauch derselben in Deutschland gestiegen, wie au» den amtlichen Verbrauchsberechnungen hervorgeht. Hiernach stellte sich im deutschen Zollgebiete auf den Kopf der Bevölkerung: durchschnittlich jährlich Thee der Verbrauch von Kakao auf Kilogramm Kaffee 1861—65 0,02 0,03 1,87 1866—70 0,02 0,03 2,20 1871—75 0.02 0 05 2,27 1876-80 0,03 0,05 2,33 1881—85 0,03 0.06 2,44 1886-90 0,04 0,10 2,38 1891-95 0,05 0,16 2,41 im Jahre lo96 0,05 0,23 2,46 im Jahre 1897 0,05 0,27 2,53 Wir sehen also, daß in den letzten 36 Jahren dec Verbrauch von Thee auf das 2*/, fache, derjenige von Kakao dagegen auf dar neunfache gestiegen ist, während der Kaffeegenuß sich mit Schwankungen nur um 35 Prozent hob. Erwägt man, daß Thee und Kaffee nur dann als der Gesundheit des Menschen zuträglich anzusehen sind, wenn sie in sehr be« scheidenen Mengen genossen werden, daß bei dem Kakao wegen seiner nahrhaften Bestandttheile eine derartige Beschränkung dagegen in viel weiteren Grenzen liegt, so ist die bedeutende Verbrauchssteigerung des Kakaos in Deutschland eine um so erfreulichere, als an der Lieferung dieses Erzeugnisses auch die nationale Arbeit in unseren Kolonieen in wachsendem Maße beteiligt ist. (Stat. Korr.) Vermischtes. Frankfurt a. M., 4. Januar. Die vielgenannte neue L ustbarkeitssteuer ist jetzt den Stadtverordneten vorgelegt worden und stellt sich in der That, wie der Oberbürgermeister angekündigt hatte, nur als eine Erweiterung der schon hier bestehenden Kartensteuer heraus. Diese Kartensteuer wird vom Preise der Eintrittskarten in die beiden städtischen Theater erhoben und bildet mit ihrem Ertrage von gegenwärtig lOOOOO Mk. ein Gegengewicht gegen den städtischen Theaterzuschuß, der 200000 Mk. beträgt. Jetzt soll für alle in Frankfurt gewerbsmäßig stattfindenden theatralischen Vorstellungen, für Schaustellungen von Kunstreitern, für Spezialitätentheater und ähnliche öffentliche Veranstaltungen eine Steuer entrichtet werden, die 5 bis 70 Pfg. auf jede verkaufte Eintrittskarte beträgt. Den Mehrertrag schätzt man auf 20- bis 25 000 Mk. und diesen will man zu Bildungszwecken, Unterstützung von Volksvorlesungen, Volksbüchereien usw. verwenden. In der Stadtverordnetenversammlung waren die Ansichten über die neue Vorlage geteilt, und sie fand z. B. innerhalb der demokratischen Partei ebenso warme Fürsprecher als heftige Gegner. Schließlich wurde sie an den Finanzausschuß verwiesen. * Trauung am Heiligen Abend. Folgende Geschichte, die den Vorzug hat, in allen Teilen wahr zu fein, wird dem „53. L. A." von einem Freunde mit voller Angabe der Namen der handelnden Personen berichtet: „Vor einem Jahre befand sich in der.....straße in Berlin, einem der belebtesten Teile des Südwesten, eine Buchhandlung mit einem sehr eleganten Schaufenster. Wenn man durch die GlasthÜr in den Laden himinblickte, sah man selten einen Kunden, immer aber einen schlanken, hochgewachsenen Mann mit blondem Vollbart und einem ernsten, sehr ernsten Gcsicht, das nicht besonders zu auSsührlicher Unterhaltung einlud. Da, knapp vor Weih nachten, gerade zur Erntezeit des Buchhandels, wurde der Laden geschloffen. Dann wurde blos die Eingangsthür geöffnet, zwei fremde Männer traten ins Geschäft und machten gründlich Kehraus. Vorher war nämlich der Gerichtsvollzieher erschienen, der fernes Amtes mit größter Gründlichkeit gewaltet hatte. Als alles vorüber war, übergab ihm der Buch' Händler die Schlüssel und ging als Erster zur Straße hinaus. Ec war fertig; was ihm In der Tasche blieb, zählte nur nach Groschen. Und nun wanderte er durch die Straßen und ging und ging. Plötzlich stand er auf einer Brücke und starrte in den träge dahinströmenden Fluß hinunter. Kein Mensch war in der Nähe zu sehen, die Gegend schien wie ausgestorben. So stand er regungslos mehrere Minuten. Dann ging ein Ruck durch seinen Körper, er erfaßte das Geländer und schwang sich auf zum Sprung in die Tiefe. Aber in demselben Augenblick wurde er zurückgerissen. Er taumelte nach rückwärts. Eme schlanke Frauengestalt hatte fich zwischen ihn und das Geländer gestellt. Sie sprach ihn an, sie redete zu ihm .... er wußte kaum, was sie sagte. Nun erfaßte sie seinen Arm und führte ihn wie ein kleines Kind fort vom Wasser, und er ging willenlos, ohne recht zu wissen, was er that. Und bald saß er in einem kleinen Restaurant ganz allein mit ihr in einer Ecke, und nun erst kam er allmählich wieder zum Bewußtsein. Erst sah er seine Begleiterin an; es war ein Mädchen mitte der Zwanziger, mit einem hübschen, liebenswürdigen, aber energischen Gesicht und ausdrucksvollen, dunklen Augen, einfach, doch nett gekleidet, im ganzen Wesen sehr selbständig. Er brauchte ihr gar nichts zu erzählen. Mit dem Instinkt der Frau hatte fie bald heraus, daß es (eme Lrebesnot war, die ihn zu seinem Schritt getrieben hatte. Sie wußte nach wenigen, kurz hingeworfenen Fragen alles, was zu wissen war. Er erfuhr nunmehr, daß sie eine Verkäuferin sei, die der Heimweg im rechten Moment über die Brücke geführt hatte . . . Eine Stunde später wanderte er wieder durch die Straßen, aber diesmal mit sicherem Schritt, gedankenvoll, doch zielbewußt — seiner Wohnung zu. Von jener Nacht an machte er Abend für Abend den Weg von Südwesten nach dem Osten, an seinem Arm die schlanke, hübsche Verkäuferin. Am Tage rührte er seine Hände, er verschmähte keine Arbeit, er war Schreiber, Aurhilfskommis, er verrichtete auch sonstige Dienste, die er früher verschmäht haben würde. Vor etwa zwei Monaten sah man sie die Straßen durchwandern; sie studierten die Vermietungszettkl. Anfangs Dezember wurde tn einer belebten Straße eine kleine Papierhandlung eröffnet, mit einem hübschen, geschmackvollen Schaufenster. Innen walten zuvorkommend ein Herr und e ne junge Dame; eine kleine Handpresse ist stets mit dem Druck von Visitenkarten und Briefsachen im Betrieb. Am 24. Dezember aber war der Laden am Vormittag zwei volle Stunden geschloffen. Grund: Trauung im Standesamt. Ich hatte das Vergnügen, dem glücklichen Paare als Trauzeuge zu dienen. Nach Schmerzen und Kämpfen, nach Arbeit und Entbehrungen ein stilles, bescheidenes Glück. Das junge Paar hatte wahrhaft fröhliche Weihnachten!" * Eine Erdbebenstation in Straßburg. Der von Richard Andre herausgegebene „Globus" (Verlag von F. Vieweg und Sohn in Braunschweig) schreibt: „Im Haushalt des Deutschen Reiches (1899) ist als einmalige Ausgabe ein Posten von 100000 Mk. für die Errichtung einer Erd- bebenstation in Straßburg eingestellt worden, die zweifellos vom Reichstage bewilligt werden wird. Die Aufforderung hierzu ging von Prof. Gerland aus, welcher seit mehreren Jahren mit verschiedenen Gelehrten wegen Errichtung eines internationalen Systems von Erdbebenstationen ' in Verbindung getreten ist und dem gegenüber hervorragende Erdbebenforscher sich bereit erklärten, ihre Beobachtungen, die der Seismograph verzeichnet, in festen Zeitabschnitten nach Straßburg zu melden. Die Aufgabe des internationalen Systems soll es sein, die Ausbreitung der von großen Erdbebenzentren ausgehenden Bewegungen auf der Erdoberfläche und durch den Erdkörper in planmäßiger Weise zu beobachten. In mehreren europäischen und außereuropäischen Ländern ist die Begründung derartiger Stationen in den letzten Jahren teils vollendet, teils in Angriff genommen worden. Die in Deutschland vorhandenen Einrichtungen zur Beobachtung seismischer Erscheinungen stehen zurück. In Preußen ist eine feste, dauernd beobachtende Erdbebenstation überhaupt nicht vorhanden. Nur gelegentlich sind im erdmagnetischen Laboratorium des meteorologischen Instituts in Potsdam und längere Zeit hindurch im Marineobservatorium in Kiel Beobachtungen angestellt worden. In Sachsen und Württemberg besteht ein Nachrichtendienst zur Sammlung von Meldungen über Erdbeben. Ein Anfang zu wisseuschaftlich genügenden Beobachtungen ist bisher allein in Straßburg gemacht, wo der dem geographischen Seminar unterstellte „seismische Landesdienst" über einige beschaffte seine Instrumente verfügt. Dies- Straßburger Einrichtung fofi den Grundstock der deutschen Erdbebenstation abgeben. bie blc® 0 sam das Reich und die elsaß-lothringische Landes-Verwaltung aufbringen. Luftballon. Ans der Pariser Weltausstellung 1900 wird auch ein Luftballon, der „Volta , ausgestellt werden, der dem Pariser Astronomen Janßen während der Belagerung v°» Paris am 2. Dezember 1870 zu einem Aufstieg behufs der Beobachtung der deutschen Truppen diente und bisher in der Sternwarte ron Meudon sorgsam aufbewahrt wurde. Herr Jollen hat den Bau dem Generalkommissar für die Ausstellung der Luftschiffahrt zur Verfügung gestellt. Dieser Ballon ist gleichzei 9 einzige von den 62 Belageruugsballons, der noch existiert * Neue Bergrntschungen in Airol». Man schreibt den „M. N. 97." aus Airol», 3. Januar: In bu »ev gangenen Nacht sind am Sasso Rosso wettere Rutschungen vorgekommen. Die Steine kamen etwa 400 Mr weit bis zu einer Höhe von 1500 Mtr. herunter. Schneefalls — der Schnee liegt im Thal einen Meter tief mußten die Abräumuugsarbeiten vorderhand eingestellt werden. litterntnr, Wissenschaft und Kunst. Vor uns liegt die erste Quartalsnummer des Daheim, mit der ein neues Quartal beginnt. Sie bringt wieder viel intereffante§. • In der Beilage „9lu§ der Zeit - für die Zeit", dieser klemen illustrierte« Zeitung, die ganz den Tagesereignissen gewidmet ist, erhalten wrr da» Porträt der verstorbenen Mutter des Königs von Württemberg, der Prinzessin Katharine, sowie die Bildnisse der Mitglieder des neuen Reichstagspräsidiums, der Herren Graf von Ballestrem, von Frege und Schmidt; ferner die neulich auf der Potsdamer Brücke in Berlin ausgestellten und nun schon wieder von ihr entfernten Denkmäler von Karl Friedrich Gauß, Werner Siemens, Hermann Helmholtz und Wilhelm Roentgen. Man versteht es angesichts dieser Abbildungen vollkommen, daß diese Denkmäler nicht auf eine der belebtesten Brücken Beruns gehörten- Auch die anderen Beilagen der Nummer, das „Frauen-Daheim , „Der Hausgarten", das „Sammler-Daheim", das „Kinder-Daheim und die „Hausmusik" enthalten wieder viel zeitgemäßes und bezeugen, daß die Fachredakteure, die ihnen vorstehen, das Interesse der Leser unausgesetzt im Auge behalten. Im Hauptblatt beginnt ein neuer Roman „Bergfriede" von Friedrich Jacobsen, dem Verfasser der mit so großem Interesse gelesenen Romane: „Im Weltwinkel", „Else" u. s. w. Ferner wird der Roman von Hanns von Zobeltitz: „Die Stärkere", fortgesetzt. Das lebhafteste Interesse weiter Kreise wird der reich illustrierte Artikel: „In der Fahrradfabrik" von Hanns von Spielberg erregen. Der Verfasser versteht es vortrefflich, die technischen Vorgänge, die hier geschildert werden, auch dem Laim verständlich zu machen. Th. H. Pan- tenius bespricht die „Gedanken und Erinnerungen" des Fürsten Bismarck. Auch illustrativ ist die Nummer reich ausgestattet, denn im Daheim bringt ja nicht nur die Hauptnummer die bekannten schönen Holzschnitte nach den Bildern unserer ersten Meister, es gesellt sich vielmehr auch in allen Beilagen zum Worte erläuternd das Bild. Das Blatt sei unserm Lesern warm empfohlen. — DaS 4. Hrst deS zweiten Jahrgangrs der von Alexander Koch, Darmstadt hrrausgegebenen ^Deutschen Kunst und Dekoration" bringt wiederum tn b'kannrer Reichhaltigkeit T xlbeiträge, Ateltcrnachrtchten, Wettbewerbausfchreibung, Wetlbewerbcntfcheidung, Bücherschau, farbige Beilagen, Vollbilder und Texlillustrationen. — Von dem bekannten »Univerfalduch der Reden und Toaste" von JusttnuS Abel, das vor kurzem völlig umgearbettet und beinahe um die Hälfte vermehrt in achter Auflage erfchleuen ist, hat die Verlagsbuchhandlung von Levy fc Müller in Stuttgart eine Separat Ausgabe in 12 Bändchen veranstaltet. DaS unS vorliegende 3. Bändchen dieser Original-Sammlung enthält ca. 60 auS- gewählte Reden und Trtnkiprüche zur Hochzeit und den Jubelfeiern der Silber- und Goldhochzett unter Berücksichtigung der an dem Feste teilnehmenden Verwandten und Freunde. DaS Bändchen dürfte sich gerade jetzt, wo erfahrungsgemäß zahlreiche Hochzeiten stattfindcn, sehr vielen dienstbar erweisen und sie in den Stand setzen, zur Verherrlichung der Feier durch wohlg-setzte und herzliche Worte beizutragen. Auch dieses Bändchen weist die gleichen Vorzüge auf wie die übrigen Hefte der Abel'schen Redesammlung, die tn jeder Beziehung mustergültige Ansprachen ernsten und heittrcn Inhalts zu allen nur möglichen festlichen Gelegenheiten von der Wiege biS zum Grabe enthält. Der niedrige Preis von Mk. 1.— für jedes der 12 Bändchen ermöglicht es jedem, fich nach und nach in den Besitz der ganzen Sammlung zu setzen. ,,,, ~ Der Erfolg der Annoncen hängt nicht allein von der richtigen Wahl der Jnserttonsorgan^, von der treffenden Abfassung c AniEigentexteS, von der zweckmäßigen Verteilung der Inserate aus die einzelnen Zeitungen ab, es ist vorzugsweise auch die Ausstattung her Annoncen, die deren Wirksamkeit wesentlich beeinflußt. Zu dieser Erkenntnis ist man auf Grund gesammelter Erfahrungen in Jnserentenkreisen gelangt und man legt daber mit Recht auf dir Ausstattung der Anzeigen besonderes Gewicht. Infolgedessen ist 0'^kr Gegenstand auch in dem soeben erschienenen Zeitungskatalog und Jnserlionskalendcr für 1899 drr Annoncen-Expevition Rud ols Mosse mit besonderer Ausführlichkeit behandelt. An einem reichem Material von Anzeigenentwürfen, bei deren dekorativer und illuftra- ttoer Ausstattung die Vorzüge der modernen Kunstrichtung unir Zrichentcchnik vittsach verwette! sind, werden dir Mittel und Wege gezeigt, durch welche eine erhöhte Wirksamkeit drr Anzeigen zu n- ztelen ist. Außerdem enthält der Katalog ein vollständiges Verzeichnis sämtlicher Zeitungen und Fachblätter Deutschlands O ster- u°d der Schweiz, sowie aller wichtigen Blätter des übrigen Auslandes. Er informi ert den Inserenten über die Verbreitung, E.schrinungSwetse, politische Tendenz der einzelnen Organe, über 3r4ertionemeiB, Spaltenbreite, Spaltenzahl und über die der Anze.genberechnung als Basis dienende Grundschrtft der Blätter nach dem beigefügten Normal Zetlenmesscr. WiS die äußere Ausstatttm dkS Zeitungskatalogs anbclangt, so ist die beifällig ausgenommen Form einer Pultmappe mit Schreibkalender für alle Tage befl SS, unter a3cnDenbung eines neuen und eigenartigen EtnbandeS bet- Alles in allem gtebt der Inhalt des Katalog« wiederum 5!." dild von der Leistungsfähigkeit der AnnoncewExpedition Rudoli ’o™ lypographtfche Ausführung der Druckerei bei Hause« das beste Zeugnis ausstellt. Seinen 9m#rf c\n Richtung hin zu beraten, Archen Gebrauch bestimmtes Handbuch auf jedem Sckrttbtisch sein, erfüllt der Katalog in vollstem Maße Schreibtisch r° Boi Todesfällen übernimmt die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers, Schulstrasse 7, die schnellste Anfertigung von Trauerbriefen und Danksagungskarten, welche auf Wnnsch couverllrt geliefert werden. Estock der Jn 8Mein- Serwaitmig ser Welt- ! Jt „Volta", en. Janßen mber 1810 Rutschen anMeudvn den Ballon Mahlt Witig der ch existiert, hreibt den i der ver- liutichungen lr. weit bis olge starlen leter tief — stellt werden. Kunst, eim, mit btt ressantes. en iHuftrierten alten wir bai ttemberg, bet r des neuen m Frege und a Berlin auf« Art mm Ratl md Mhelm n Dofllommen, en 'Betlini gt- lauen-Daheim", r-Dahtim" und bezeugen, baß t Leser unaus- neuer Roman mit so großem ij.ro. (ferner ete“, fortgesetzt, ufttittte 4r titel: !gen. Der 3er- e, bie hier ge- .. Th. V Paiv ürsten Bismatlk. enn im Daheim lönen holKnitte vielmehr auch in Statt fei unseren • von Alexandn 41p und Delo- eit I riCflrägt, «tartfotibima, uftratioMi- Rtdtft UW urntwbttttt aQt erfchiever in S'-uttgnt DaS vntz vor ,811 ci. 60 iu& jen 3ubtlfelnB g der an dm DaS Land-n ddgt Holdzetta : in den tt und derM qlMcn Vor.D ung.btey; sturen 3"d^ • der W » l.- fütÄ ach in btn W 6t lung bjJL 'ft «Krt entitch itlter Elsihlvngn mit R«d'Ä,! S-tz [Ritt v tt"1” »wiÄ'V® Ä «** toineSt*‘ ^k Tag-v«" $ en SftÄil , dcr Dlaa^M len ner RU ron" ’ toS' «rerd6®- Bekanntmachung. Die diesjährige General-Versammlung hat uns aus den Ueberschüsse.' pro 1897 einen Betrag zur Verfügung gestellt, um auch im nächsten Sommer wieder eine Anzahl armer skrofulöser Kinder in der Kinderheilaustalt zu Bad-Nauheim unterbringen zu können. Es werden deshalb alle diejenigen Bewohner des Sparkasse-Bezirks Gießen, welche solche kranke Kinder haben und nicht selbst in der Lage sind, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt oder der Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugnis vorzulegen, in welchem die Notwendigkeit einer Badekur bescheinigt sein muß. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Kindern, welche bereits auf Kosten der Sparkasse eine Badekur durchgemacht haben, di- Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. Die Pfarrämter und Bürgermeisterein ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bis längstens Ende Jaunar k. I. zusenden zu wollen. Wir bemerken noch, daß Kmder unter 3 Jahren und Knaben über 14, Mädchen über 15 Jahre nicht ausgenommen werden können. Gießen, den 6. Dezember 1898. Direktion der Spar- und Leihkasse Gießen. I. E.: Wiener. 20 Spar- und Ieihlraste Gießen. Dienstag den 10. und Donnerstag den 12. l. Mts. werben bet unterzeichneter Kasse noch besondere Zahltage abgehalten Gießen, den 3. Januar 1899. Spar- und Leihkaffe Gießen. Doering. 289 Feinsten Kognak, ärztlich empfohlen, französischer Verschnitt, per Literflasche 2 Mk., sowie sonstige beste deutsche und französische Marken in Originalpackung, in diversen Preislagen empfiehlt 16 E. Dort, Wallthor ft ratze 45. 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