fertigen könnte, und ich hätte in einer der dankbarsten Pflichten, die ich meiner Universität schulde, gefehlt." Die publio library in Manchester zählte bereits am Ende des ersten Jahres 23,000 Bände, die während dieses Zeitraumes 138,000 Entlehnungen erzielten, so daß jeder Band durchschnittlich mindestens sechsmal benutzt worden war. Ihr erster Bibliothekar war der erwähnte Edward Edwards, der früher am Britischen Museum thätig gewesen war. Manchester hat bis jetzt immer in der ersten Reihe der englischen Volksbibliotheken gestanden und außerordentlich schöne Resultate erzielt. Besonders verdient auch hervorgehoben zu werden (eine Erscheinung, die mau auch bei den übrigen public libraries in ähnlicher Weise flndet), daß nur ganz außerordentlich wenig Bücher verloren gehen: das Verhältnis beträgt jetzt 1 Band auf etwa 13,000 Verleihungen. Das ist ganz bedeutend weniger als an irgend einer der großen wissenschaftlichen Bibliotheken Englands oder Deutschlands. Nachdem im Jahre 1853 Blackburn, Sheffield, Cambridge und Ipswich die Ewart-Bill angenommen hatten, folgten in rascher Aufeinanderfolge eine Reihe von anderen englischen Städten. Die erste schottische Stadt, die die Bill annahm, war Airdrie im Jahre 1853. Als zweite folgt Dundee — aber erst volle 13 Jahre später. Ueber- haupt ist das Vordringen der Bibliotheksbewegung in Schottland sehr mühevoll und langsam gewesen. Das liegt nicht nur daran, daß die Bevölkerung dieses Landes über sehr weite Gebiete zerstreut ist, ohne viele Mittelpunkte zu besitzen (man erinnere sich auch, daß Schottland nur vier Millionen Einwohner hat, während allein London mit seinen Vorstädten 6 Millionen zählt) — vielmehr ist wohl der Haupthinderungsgrund, die unglaubliche, nennen wir es einmal „Sparsamkeit" des Schotten, der jeden Penny zweimal umdreht, ehe er ihn ausgiebt, — außer wenn es für einen Whisky ist. Selbst die beiden größten Städte Schottlands, Edinburg und Glasgow, spielen in der Geschichte der großbritannischen Volksbibliotheken eine recht unrühmliche Rolle: Glasgow besitzt noch jetzt keine städtische Volksbibliothek, und in Edinburg stieß der Plan auf Errichtung einer solchen zweimal auf so große Schwierigkeiten, daß er das dritte Mal vielleicht nur dadurch zur Verwirklichung gelangte, daß ein reicher Schotte, der für Volksbibliotheken ein hervorragendes Interesse hat, der Stadt eine enorme Summe zur Errichtung eines Volksbibliotheks-Gebäudes schenkte. Um sich von der Hartnäckigkeit der Schotten und den Mitteln, mit denen die Opposition arbeitete, einen Begriff machen zu können, sei die Geschichte der Edinburger Bibliotheksbewegung hier ganz kurz erzählt: Freunde der Volksbibliotheken hatten im Jahre 1867 alles vorbereitet, um den Steuerzahlern den Antrag auf Annahme der Ewart-Bill zu unterbreiten; unter ihnen befand sich eine große Zahl der angesehensten und einflußreichsten Bürger der Stadt. Aber auch die Feinde regten sich und organisierten sich — vielleicht bester als die Anhänger der Sache. Die große Versammlung, in der über die Annahme oder Verwerfung der Bill entschieden werden sollte, fand am 18. Mai 1868 statt. Pom ersten Augenblicke an war klar, daß die Gegner des Planes von dem Saale Besitz ergriffen hatten. Als die Namen der Männer, die den Aufruf unterschrieben hatten, verlesen wurden, erhob sich ein solches Geheul und ein solcher Lärm, daß es dem Vorsitzenden trotz aller Anstrengungen nicht gelinge« wollte, die Ruhe wieder herzustellen. Die Gegner wollten eben von Argumenten keinen Gebrauch machen — vielleicht hatten sie auch keine — und beschränkten sich darauf, durch möglichst großen Lärm jede Diskussion zu verhindern. Man mußte sich schließlich damit begnügen, die Abstimmung vorzunehmen, und diese ergab gegen die Gründung der Bibliothek 1106 Stimmen, dafür nur 71. „Eine schimpflichere Versammlung ist selten in Edinburg abgehalten worden," bemerkt angesichts dieser Vorgänge ein englischer Schriftsteller. (Fortsetzung folgt.) 61 rstr. Mg. -richt, daß ich mein Störungen. 3Mat- die to isatue entbüV»*- iem Mnskelüeiseh- mn w eich® durch S’arTassctilesst College’1 kann ich Selle Mrathen. - haben sein sollten. teke in Kosten. mte: Roaen-Ap«* 99. m rotmmstrahe 5 .rlity wirb ju jebet 7» l jh Möhl. ff KoVlU"? -*■ 0 Mas Bst erteilt 1(1 ds 8V, Uhr, Avsknitzn in der isie-Echrn)), wozv bei Beginn bet ieidig, Tonnen: morar incl. Lehr- Vorstand. hi Nr 7 Drittes Blatt. Sonntag den 8. Januar 1899 Gießener Anzeiger General-Mrzeiger Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. msnatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zn der nachnuttag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Alle «nzeigen-BermittkungSstellen de- In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. grfdidttt täglich mit Ausnahme des MontagS. Dee Gießener Kamllieublätter werde» dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Aints- und Airzeigeblatt für den Kreis Gieren. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schnlllraße Kr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familieitblätter, Der hessische Zandwirt, Klätter für hessische Dolkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Feil. Gießen, den 5. Januar 1899. Betreffend: Register über Zu- und Wegzüge. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grofih. Bürgermeistereien deS Kreises. Wir sehen der Einsendung der Verzeichnisse über die Zu- und Wegzüge, oder Bescheinigungen, daß Einträge in diese Register im Jahre 1897 nicht zu machen waren, bis zum 20. d. Mts. entgegen. Die Bescheinigungen sind nach dem Muster, welches auf der letzten Seite des Formulars vorgedruckt ist, aufzunehmen. Das Formular zu den Zu- und Wegzügen ist von der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik in Darmstadt zu beziehen. v. Bechtold. England und Frankreich. Zwilchen den beiden großen westeuropäischen Kolonial- staatcn finden sich immer von neuem Differenzpunkte, welche den Frieden zu stören geeignet sind, und Kaiser Wilhelm hatte ganz recht, als er in seiner Unterredung mit den Präsidenten des Reichstags die internationale Lage durchaus nicht al« so stabil hinstellte, um sorglos der Entwickelung der Dinge entgegensetzen zu können. Zuerst war es die Faschodafrage, welche eine Zeit lang die Welt in Atem hielt und Waffen- geklirr verursachte, dann kam die Rede des englischen Botschafter« in Paris, die arg verstimmte und die Heilung der Wunden hinausschob und schließlich haben die beiden Mächte auch noch in Asten Differenzpunkte gefunden. England richtet seine Ansorüche auf das ganze Flußthal des Pangtse - Kiang unb auf die Verbindung dieses Thales mit seinen hinterindischen Besitzungen, wo bekanntlich seit längerer Zeit die Franzosen mit den Engländern konkurrieren. Frankreich hat sein Augenmerk auf die südchinrstschen Provinzen ebenfalls geworfen, auch auf diejenigen, welche nicht direkt die französische Provinz Tonkir. berühren, und auch nach den Südwestproomzen de» Pangtie-Kiang Thale« blickt es lüsternen Blickes. Ins- besondere find e« die Eisenbahnkonzessionen, welche einen Gegenstand erbitterten Wetibewerb« bilden. Die Engländer hott n bisher den wertvolleren Teil davongetragen und wohl Feuilleton. Englische Wolksöiöliotheken. Don Dr. Ernst Schultze. (2. Fortsetzung.) Die erste public library, die unter den Bestimmungen der Ewart-Bill eröffnet wurde, war die von Manchester. Unter lebhafter Anteilnahme der gesamten Bevölkerung und der ganzen Presse fanden die Eröffnungsfeierlichkeiten am 2. September 1852 statt. Aus den vielen bei dieser Gelegenheit gehaltenen Reden (der Eröffnung wohnten u. a. Charles Dickens, Thackeray und Bulwer Lytton bei) seien nur einige Worte aus der Rede Bulwers angeführt: „Bildung ist." sagte er, „richtig betrachtet, „das Werk eines ganzen Lebens, und die Bibliotheken sind die Schulen der erwachsenen Leute. Es hat auf mich einen rührenden Eindruck gemacht, als ich in der Bibliothek in Peel Park jo viele intelligente junge Gesichter mit einem solchen Ernst und einer solchen Aufmerksamkeit über die Bücher gebeugt sah, und als ich fühlte, welch eine gesunde Anregung die alten englischen Erregungsmittel des Bierpalastes und der Destillation ersetzt hat." Anch ein Professor der Universität Cambridge wohnte -der Feierlichkeit bei; es hat fast den Anschein, als wäre °se Karte in Padua am ^.d!arzProfessor Contarini bezeugt ausdrücklich. Än Rutsch-Student habe besuchen wollen, und d° angetroffen, so habe er eine Karte mit seinem Wappen und seinem Namen zurückgelassen, was eine ebenso merkwürdige wie höfliche Sitte sei. ’ b>.*' für V* d,r pqeidjnungen t fr di- *ut "e«z«tlichk 1" ?'" d-r iprachwidrimv Ef.er- Delvziped, daran zweifelt, 'gen tauge, der ' an, die nack- W sind. Wir ^t. Schwul, schritt, Biende ^ruck, Anreiin *n9 (Asivziation), i*g, Seidlinq ett, Sterblichkeit, im, Deutschtum, dumpf, stattlich, geschmacklos, childern, ächzen, c>- Alles Wörter, 'n Wahn an der Hervorbringung n die St. ®otb ns den Weg nach atnrherrWeiten ^ddahn anreihen, deutsche Süden )mmen des Unterstädten München, Zewerbeverein in erk Stimmung zu Eingabe an das cssrcht vorhanden, andeL nach Meran gerung ansgeführt wieder ein weiterer Rnchen, den Fern, dmosee nach Mai- e Fernbahn dient en und Hannover, der Augsburg nach nd, dem Rheinland rn und Telfs nach dürfte deshalb ty ^r HerMng fafyt um )o mehr ier &ottfjarbbabn Mitglieder wb wächrend der der 1 erhielt. Es hat er Gotthardbahn fern Linie kommt äe Tunnel zwischen nur 1500 Meter ahn 14500 Meter M d« »Mn» Wert einer solchen »gehl, ,b" ' verständlich, d°i in brach, ™ in das einen großen wird. Wir erlauben ichllglnt dicst-,I°d" „ Ei nnrd nchich nbetrieb. ^u- en TE nieder »tS«* «sf« J eift °» * W-dlg, d°r W fnhntue«t9* wo*” fe,e"' ebta*‘"“ftuiiW«1 ■t ■$>; xOkö glicht, her „,n mit D t„dt o1*1 lpp nffiaVPen tnhalO’ dern «.“:Ä K'K 5>' Jagdverpachtung. Die der Stadt Hungen zustehende W* Feld, und Waldjagd -HW ta. 1800 Morgen zusammenhängender Wald und 4800 Morgen Feld, soll am 4. Februar d. I«, nachmittags 3 Uhr, auf 6 Jahre in vier Jagdbezirken oder zusammen auf hiesigem Rathause öffentlich verpachtet werden. Der Jagdbezirk, der schönste der Gegend, hat einen reichen Bestand an Rehwild, Hasen, Fasanen und Enten. Wir bemerken noch, daß die Bahnstation Hungen in der Mitte des Jagdbezirks (Wald- und Feldjagd) liegt und deshalb mit der Bahn Frankfurt a.M —Hungen (über Fr edberg), Gelnhausen—Hungen, Gießen— Hungen und Laubach—Hungen bequem täglich 8- bis 4mal zu erreichen ist. Hungen, den 3 Januar 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Buttron. 395 Uerlh'inmiwn, Holzversteigerung Im Gemeindewald Nonnenroth kommen Mittwoch, den 11. Januar , vormittags 10 Uhr anfangend, folgende Holzsortimente zur Versteigerung: 200 Stück Kiefern-Baustämme von 6 bis 17 m Länge und 16 bis 38 cm Durchmesser, darunter sehr schöne Schnittklötzer, 110 Stück Fichtenftämme von 10 bis 26 m Länge und 17 bis 38 cm Durchmtsssr, 7 Stück Eichenschnittklötzer von 3 bis 7 rn Länge und 27 bis 43 cm Durchmesser. Das Holz lagert eine halbe Stunde von Bahnstation Villingen entfernt. Zusammenkunft im Ort. Nonnenroth, den 6. Januar 1899. Großh. Bürgermeisterei Nonnenroth. _________Jacob.________396 Srtunhch-Versteigerung auf dem Wald'Abtrieb Remise der Gemeinde Langsdorf am Mou- tag den 9. Januar 1899, morgens von 10 Uhr an. Sammlungsplatz an der Eisenbahn- Haltestelle. 142 rrn Buchen-Knüppel, 85 „ Elchen- ,, 3,2 „ Nadel- „ 376 „ Buchen Reisig, 481 „ Eichen- „ 4515 „ Nadel- „ 30 „ Buchen-Stöcke, 54 „ Eichen- „• 70 „ Nadel- ,, Es ist Gelegenheit geboten für Deckung des Bedarfs an Backholz. Langsdorf, den 6. Januar 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei. Köhler. 412 Oberförstern Strupbach. Freitag den 20. Januar er., mittags 12*/, Uhr, werden in der Dörr'schen Wirtschaft zu Erda au» dem Distrikt Thalberg, Schutz- bezirk Wilsbach, versteigert: Eichen: 107 Stück mit 124 fm und 44 rm Schichtnutzholz 1. und 2. Klasse: Nadelholz: 36 Stück mit 18 fm. Uermietstungeir 408] Freundliche 5-Zimmerwohnung, Madchenkammer und sonstigem Zubehör bis 1. April d. I. zu vermieten. ___Bleichstraße 3. nt°tl l'Zimmerwohnung mit allem Zubehör Weferstraße 7, pari., nächst der Nordanlage, zurn 1. März, auch früher, an ruhige Familie zu vermieten. Näheres im dritten Stock daselbst. 401] Schöne Wohnung mit abgeschl. 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April zu vermieten._______________32_ 078] Im Eckhaus Stein- und Dammstraße 41 ist eine Treppe hoch die Wohnung, 5 freundliche Zimmer, Zubehör, sowie Gartenanteil, per 1. April, evtl, früher, zu verm. Zu erfr. Steinstr. 30, part. 27] Das Wohnhaus Liebig« stratze 3, dessen unterer Stock auch als Geschäftslokal verwendbar ist, soll mit Garten anderweit per sofort vermietet werden. Näheres bei C. Wafferschleben, Wilhelmstraße 2b. 43] Eine herrschaftliche Wohnung von 6 Zimmern, Badeeinrichtung, Balkon, Gartenanteil, Bleichplatz und Trockenboden, s. z., zum 1. April 1899 zu vermieten. Näheres Wallthorstratze 71, Nebenhaus, zwischen 11 und 3 Uhr. 42] Schöne 6-Zimmerwohnung mit allem Zubehör per 1. April zu vermieten. Wilhelm Haas, Bleichstraße 18. 325] Wohnung im Vorderhaus, dritter Stock, drei große Zimmer mit allem Zu behör, am 1. April beziehbar, zu Vermietern_____________Bleichstraße 12. Stephanstraße 12 eine freundliche 3-Zimmerwohnung, eine Treppe hoch, per 1. 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Bk unk. b. 1906 99.00 37, Frks.Hyp.Ereb.B.unk.b. 1906 98.20 4 bto. unk. b. 1907 102.00 4 DeutscheGrbsch.B.unk.b.1904 101.50 37, Hambrar.HypBk.unk.b.1908 99.(0 4 Preuß.Hyp A.Bkunk b. 1900 iuu.60 87, Pomrn. Hyp.A.Bk. unk. b.1906 100.(0 4 Frkf.Lbw.Cred.Bk.unk.b.1900 100.70 20 Franken-St. Engl. Sovereign- Dollar- in Golb Darmst. Bk.-Actien Gelbsortenk vrtef Geld 16.19 16.15 20.40 20.36 4.21 4.17 Franz. Banknoten Oesterr. bto. Americ. «rief »f I —81 00 —169 40 4187, ‘.26.40 Adeudeourfer 154.00 | Oesterr. Erebit-Action z« ganz bedeutend zurückgesetzten Preisen! Kleiderstoffe Seidenstoffe Schwarze Damasstis, reine Seide, gut im Tragen, Mir 1 Qfl jetzt per Meter «LL. LOU Englische Kleiderstoffe, Karos, Nopp6s, jetzt per Meter Mk. 0.75 99 99 1.25 99 99 99 99 99 99 150 175 2.25 Farbige Armüres und Damassäs, reine Seide, für Kleider und Blusen, jetzt per Meter Farbige gute Damassäs, reine Seide, nur neue Dessins, jetzt per Meter . 1 Farbige Travers u. 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