Nr. 288 Erstes Blatt» Donnerstag den 7. December SANS eHt ghieiM*«* k» Sfc Giehtner i«rten kw Lnzrigir .rchmütch »ktsd inyfeet Gießener Anzeiger 3k)«g»Frds vierteljährlich 2 Mark 20 Psg. monatlich 75 Pf-. mit Bringerlohm Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf^ vierteljährlich. ÄeueN^ Anzeigen zu kr nachmittag» für ke S^gesd« Lag erscheinenden Stummer bi» »ar». Id ühr. General-"Anzeiger Ale Anzeigen-veru-.itNung»ftell« de» In« und Lu»l»chM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eatg«pD< Amts- und Anzeigeblntt für den Aveis Giefzen. EnHmeJW ! >■ JfMILJ'J .' "* ~ Aedattian, Expedition und LruSerei: Kchntfirat« Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. H Adresse für Depeschen: Anzeiger chietzan. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Heil. Polizei-Verordnung. Die polizeiliche Beaufsichtigung der Spinnstuben in den Gemeinden Albach, Beltershain, Bersrod, Burkhardsfelden, Climbach, Harbach, Hausen, Klein-Linden, Langd, Londorf, Obbornhofen, Reiskirchen, Saasen, Staufenberg, Stockhausen, Trohe, Villingen, Winnerod betreffend. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 23. November 1899 und mit Zustimmung des Kreisausschusses wird auf Antrag der Gemeindevertretungen auf Grund des Art. 78 der Kreisordnung nachstehende Polizei^Verordnung für die Gemeinden: Albach, Beltershain, Bersrod, Burkhardsfelden, Climbach, Harbach, Hausen, Klein-Linden, Langd, Londorf, Obbornhofen, Reiskirchen, Saasen, Staufenberg, Stockhausen, Trohe, Villingen, Winnerod erlassen. § 1. Spinnstuben dürfen nur bis zu der festgesetzten Polizeistunde statlfinden. Wer über diese Stunde hinaus eine Spinnftube hält oder an einer solchen teilnimmt, wird mit Geldstrafe bis zu 30 Mark bestraft. § 2. Gegenwärtige Polizei-Verordnung tritt mit dem Tage ihrer, Verkündigung in Kraft. Gießen, den 4. Dezember 1899. Großh. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. Polizei-Verordnung. Die polizeiliche Beaufsichtigung der Spinnstuben in der Gemeinde Großen-Linden betreffend. Mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern vom 23. November 1899 wird auf Antrag der Gemeindevertretung hiermit nachstehende Polizei-Verordnung für die Gemeinde Großen-Linden erlassen: § 1. Spinnstuben dürfen an Vorabenden von Sonn- und Feiertagen überhaupt nicht, und an den übrigen Tagen nur bis zur festgesetzten Polizeistunde stattfinden. § 2- In Wirtslokalitäten dürfen derartige Spinnstuben nur dann abgehallen werden, wenn eine Tochter des Wirts an der Spinnstube beteiligt ist, bezüglich der Abhaltung der Spinnstuben geordnete Reihenfolge unter den Teilnehmerinnen gehalten und die Tochter des Wirts von der Reihenfolge betroffen wird. § 3. Die männliche Jugend darf im ersten Jahre nach deren Konfirmation bezw. Entlassung aus der Schule Spinn- fiuben nicht besuchen. § 4. Übertretungen dieser Polizei-Verordnung werden mit Geldstrafe bis zu 20 Mark bestraft. § 5- Gegenwärtige Polizei-Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung in Kraft. Gießen, den 4. Dezember 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. Bekanntmachung. Betreffend: Maul- und Klauenseuche zu Gießen. Unter dem Viehstand des Herrn G. Bichl er auf der Hardt ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt und die Sperre des Gehöfts verfügt worden. Gießen, den 2. Dezember 1899. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Lokales und Prsvinfielles. Gießen, 6. Dezember 1899. ** Bon bet Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 2. Dezember den ordentlichen Profeffor in der juristischen Fakultät der LandeS-Universität, Dr. Reinhard Frank, auf fein Nach- fuchen, mit Wirkung vorn 1. April 1900 au, aus dem Dienste zu entlassen. •* Auszeichnung- Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 12. November dem Bürgermeister Sebastian Heil zu Klein-Umstadt das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" am Bande des Philipps Ordens zu verleihen. *• Der akademische Vortrag über Friedrich Nietzsche findet nicht am Mittwoch dem 6. Dezember, sondern Mittwoch den 13. Dezember statt. ♦* Neuorganisation im Finanzministerium. Wie die „N. H. V." von zuverlässig r Sette erfahren, steht eine umfassende und einschneidende Neuorganisation im Ressort des Finanzministeriums bevor. Nicht nur sollen die Rentämter aufgehoben und damit eine von dem Landtage schon wiederholt erhobene Forderung erfüllt werden, sondern es soll vor allem das gesamte, auf veralteten, nicht mehr zweckentsprechenden Verordnungen u. s. w. beruhende Kassenwesen umgestaltet und eine den Interessen des Publikums in jeder Beziehung Rechnung tragende neue Organisation der staatlichen Kassestellen geschaffen werden, die alle Schwierigkeiten beseitigt, welche sich seither der raschen und leichten Erfüllung der Zahlungsverpflichtung (der Abführung von Staatssteuern, Holzgeldern u. s. w.) zur staatlichen Kasse entgegenstcllten. Einzelheiten über die Art der Durchführung sind noch nicht bekannt. Eine weitere Neuerung wird in Einführung einjähriger Budgets (an Stelle der seitherigen dreijährigen) bestehen, womit ebenfalls den Wünschen der Stände nachgekommen wird. Für die Eröffnung des Landtags zwecks Konstitution u. s. w. ist der 19. Dezember in Aussicht genommen. ** Mondfinsternis. Eine nahezu vollständige Mondfinsternis steht in der Nacht vom 16. zum 17. Dezember bevor. Die Beobachter werden allerdings einen Teil ihrer Nachtruhe opfern müffen. Der Anfang ist 12 Uhr 44 Min., die Mitte 2 Uhr 26 Min. und das Ende 4 Uhr 18 Mm. nach mitteleuropäischer Zeit. Die größte Phase beträgt 0,998 des Monddurchmessers. •* Zur Wohnungsnot in den Städten. Auf dem hessischen Städtetag zu Bingen stellte Herr Oberbürgermeister Dr. Gaßner (Mainz), von Herrn Justizrat Dr. Gutfleisch (Gießen) und den übrigen Vertretern der Stadt Mainz unterstützt, folgenden Antrag: „Der Städtetag nimmt die Anregung, welche durch die erstatteten Referate bezüglich der Hebung der Wohnungsnot gegeben sind, mit Dank entgegen, und sieht es als eine der hervorragendsten Aufgaben der Städte an, den bestehenden Mißständen auf dem Gebiete des Wohnungswesens mit allen zulässigen Mitteln abzuhelfen, insbesondere auch durch Einrichtung von Wohnungsämtern ober Unterstützung gemeinnütziger Baugesellschaften ober im geeigneten Falle burch eigene Bau- thätigkeit." — Nach einigen Ausführungen ber Herren Görz, Köhler u. a. würbe biese Resolution einstimmig angenommen. ** Noch einmal der „Fall Küchler". Betreffs ber von Lanbgerichtsbirektor i. P. Küchler herausgegebenen, schon erwähnten Broschüre wirb bem „Darmstäbter Tägl. Anz." geschrieben: „„Der Fall Küchler" lautet bie Überschrift bes neuesten uns vorliegenben Schriftchens (Darmstabt, C. F. Winter), unb zwar ist es Herr Küchler selbst, ber zum erstenmale in letzter Stunbe an bie Oeffentlichkeit tritt zu seiner eigenen Rechtfertigung. Wer in ber Schrift sensationelle Enthüllungen ober heftige Angriffe erwartet, bürste fehl gehen. Die Schrift ist in einem burchaus ruhigen unb eblen Ton geschrieben, bringt eine sachliche unb rechtliche Darstellung des „Falles Rapp" unb ber anberen gegen Küchler erhobenen Angriffe. Fast jebe Behauptung, jebe Feststellung ist burch Zeugen mit voller Namensnennung unb burch Bezugnahme auf amtliche Aktenstücke, bie zum Teil wörtlich abgebruckt sinb, belegt. Interessant ist bas Werkchen in zweifacher Hinsicht: Einmal zeigt es, wie wehrlos selbst in unseren georbneten Rechtsverhältnissen ber einzelne ben Angriffen ber Presse gegenüber basteht. (Das ist boch eine völlig unhaltbare Behauptung. Die Reb.) Um mit einigermaßen gleichen Waffen zu kämpfen unb ben ihm versetzten Schlag zu parieren, steht ihm nur biese Art ber Veröffentlichung in ausführlicherer Darstellung zu Gebote, wie sie in neuerer Zeit auch sonst mit Erfolg zur Anwenbung gebracht würbe. Weiter verbient festgestellt zu werben, baß ber ganze „Fall Küchler" nach ben vorliegenben amtlichen Belegen burch eine maß- unb skrupellose Hetze ultramontaner unb bemokratischer Blätter aus politischen Grünben in Szene gesetzt unb bis zur Unkenntlichkeit auf- gebauscht worben war. Zweitens löst die Schrift alle die Widersprüche, die im „Falle Küchler" auftauchten, in überraschend einfacher unb psychologisch interessanter Weise. Sie stellt unwiberleglich fest, baß Küchler als uneigennütziger unb in jeber Beziehung sittlich einwanbfreier Charakter nach wie vor basteht, unb er keineswegs au- gewinnsüchtiger Absicht seine Verbinbung mit Rapp einging, vielmehr nur, um biefem aus ben uneigennützigsten Motiven zu helfen. Der tiefere Beweggrund war ein sozialpolitischer Versuch, der allerdings fehlschlug, dessen Darstellung aber der Schrift einen dauernden nationalökonomischen Wert verleiht. Küchlers sozialpolitische Ideen unb Betätigungen vor dem Falle Rapp sind in den Mittelpunkt des kleinen Werkes gestellt und werden sicher auch in weiteren, insbesondere wissenschaftlichen Kreisen die verdiente Beachtung finden. Zum Schluffe kommt Küchler noch auf die von ultramontaner Seite gegen ihn gerichteten Angriffe zu sprechen, die sich nur zu leicht aus seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Evangelischen Bundes erklären. Er konstatiert — und das wird nicht verfehlen, die größte Sensation zu erregen —, daß das ultramontane „Mainzer Journal" schon seit Jahren Material gegen ben politischen unb konfessionellen Gegner sammelte, unb daß sich bie Mitarbeiter bieses Blattes zu „solch löblichem Thun" bis hinauf in bie höchsten Gesellschaftskreise finben. So war eine Masse von Schmutz und Klatsch zusammengetragen worden, deren Unwahrheit sich in dem zweiten Disziplinarverfahren sofort herauSftellte. Die. Folge war, daß von allen in dieser Presse so hämisch kolportierten Anschuldigungen auch nicht eine einzige Gegenstand der zweiten Disziplinarverhandlung gegen Küchler wurde. Auch diese Angriffe bespricht Küchler ausführlich und weist nach, daß es sich hierbei nur um Lappalien handelte. Die anfangs nur „als Manuskript" gedruckte Schrift hat Küchler nun auf vielseitigen Wunsch im Buchhandel erscheinen zu lassen sich entschlossen". ♦* Müffen Hunde auch ein Perronbillet losen? Diese Frage wurde gestern von einem Eisenbahnbediensteten auf der Gustavsburg bei Mainz in bejahendem Sinne beantwortet. Ein Herr aus Kostheim wollte gestern nachmittag auf der Gustavsburg einen, mit einem daselbst eintreffenden Zuge ankommenden Bekannten abholen. Der Herr hatte für sich an dem Automaten ein Perronbillet gelöst; als er samt seinem ihn begleitenden Hunde den Perron betreten wollte, wurde ihm von dem Beamten bedeutet, daß der Hund nur dann den Perron betreten dürfe, wenn auch für diesen eine Perronkarte gelöst würde. Da der Eisenbahn- bedienstete trotz aller Gegenvorstellungen von feiten des Hundeeigentümers auf seiner Ansicht bestand, so mußte derselbe eine Perronkarte losen, damit fein vierfüßiger Freund auch an der Freude des Wiedersehens teilnehmen konnte. ** Das liebe Weihnachtsfest naht wieder heran, und damit beginnt sich überall ein geschäftiges Treiben zu regen. Allerorten ist die Liebe am Werk, dieses Fest der Liebe zu schmücken. Und sie bleibt damit nicht im engen Kreise des Hauses. Sie gedenkt vor allem auch der Armen und Verlassenen, und bemüht sich, einen Sonnenstrahl der Liebe in ihr Dunkel zu leiten und ihnen etwas WeihnachtSfreude zu bereiten. In unserer Stadt geschieht dessen nicht wenig. Oeffentliche Armenpflege und private Wohlthätigkeit, Einzelne und Vereine mancherlei Art, sowie unsere Kirchen- gemeinden wetteifern da miteinander im Wohlthun. Die öffentliche Armenpflege wird dazu vor allem durch eine Anzahl von Stiftungen in stand gesetzt. So werden aus der Ebel'schen Stiftung 40 Kinder gekleidet. Bekannt ist das segensreiche Wirken des hochverdienten Herrn Lehrers Curschmann, durch den jedes Jahr einer großen Anzahl Kinder Kleidungsstücke zugewandt werden. Ihm reihen sich würdig die Bescherungen einer Anzahl Vereine an (darunter vor allem des sehr thätigen Vereins „Jugendfreund"), sowie die der Johannesgemeinde. — Sehr vieles geht ganz in der Stille, ohne daß durch Aufruhr, Sammlungen und sonstige Veranstaltungen etwas in bie Ocffentlichkeit brünge. Viele Familien haben ben schönen Brauch, baß sie ihre Hausarmen unter ihren eigenen Weihnachtsbaum einlaben, ober ihnen baheim mit Gaben schmücken. So ist es auch in einigen unserer Kirchengemeinben langjährige Hebung, baß ben Armen bie Gaben ins Haus getragen werben. Zu biefem Zweck sinb auch in biefem Jahre schon seit Wochen fleißige Hänbe von Frauen unb Mäbchen ausber Matthäus-, Markus- unb LukaSgerneinde unter Leitung ber betreffenben Gemeinbeschwestern im Schwesternhause beschäftigt, KleibungSstücke, Wäsche, Bettzeug und auch Puppen für bie lieben Kleinen herzustellen. Dieselben Damen thun denn auch, unterstützt von den Mitgliedern der Konfirmandenvereinigungen, zu Weihnachten die Engelsdienste, den Armen die Geschenke zu überbringen. Zum Teil, besonders bei Alten und Kranken, geschieht dies seitens der Schwestern mit brennendem Lichterbaum und unter Gesang von Weihnachtsliedern. Vornehmlich werden dabei auch die verschämten Armen berücksichtigt, während Anmeldungen und Gesuche um solche Bescherung grundsätzlich zurückgewiesen werden, da sie meistens von solchen ausgehen, die sich zu gerne auf fremde Hilfe verlassen. Jedenfalls wird gerade auf diese Weise viel gutes gestiftet und viele Freude bereitet, und dies stille Segenswerk ist allseitiger Teilnahme wert. Die Geistlichen der betreffenden Gemeinden, in deren jeder bis zu 80 und 90 Armen der Weihnachtstisch gedeckt wird, werden Gaben, die ihnen gespendet werden, sehr dankbar annehmen. Gewiß werden viele, die selbst keine Gelegenheit zu solchem Wohlthun haben, sich gerne auf diese Weise daran beteiligen, anderen Weihnachtsfreude zu bereiten. Lauter, 5. Dezember. Ein unangenehmes Nachspiel dürfte ein Auftritt haben, der sich heute in der Wohnung eines hiesigen Ortsbürgers abgespielt hat. Wie von Beteiligten mitgeteilt wurde, hatte sich Herr Pfandmeister Eifert von Grünberg abends zwecks Psändungs- vornahme in die betreffende Hofraite begeben, woselbst er nebst den zur Hilfeleistung Zugezogenen von dem Eigentümer in nachdrücklicher Weise mit einem derben Knüttel bearbeitet wurde. Lauterbach, 5. Dezember. Heute ereignete sich auf der Strecke des 2. Bauloses in der Nähe von Eisenbach ein sehr bedauernswerter Unfall. Der bei dem Bahnbau beschäftigte 23jährige Arbeiter Konrad Ettling aus Eichenrod kam auf dem Geleise so unglücklich zu Fall, daß ihn ein nachrollender Kippwagen erfaßte und ihm den rechten Oberschenkel fast vollständig zerfleischte. Der unglückliche Mann wurde in das hiesige Krankenhaus verbracht und liegt daselbst sehr schwer erkrankt nieder. Darmstadt, 5. Dezember. Der in der großen Ochsengaffe hier wohnhafte Uhrmacher Franz Böhm wurde am Samstag vormittag in der Pelzschneise in der Nähe der Eberstädter Chaussee mit seinem Fahrrad bewußtlos aufgefunden. Die sofortige Verbringung desselben in das städtische Krankenhaus wurde veranlaßt, wo der Verunglückte alsbald gestorben ist. Offenbach a. M., 4. Dezember. Unter Vorsitz des Reichstagsabgeordneten Haas tagten in Halle a. S. 77 Vertreter von 44 deutschen und deutsch - österreichischen Kornhausgenossenschaften sowie genossenschaftlichen Verkaufsorganisationen, um die Ausgestaltung und weitere Zusammenfassung des Kornhausgeschäftes zu beraten. Geheimer Rat Conrad-Berlin versicherte, der Landwirtschaftsminister hege unverändertes Wohlwollen für den Ausbau der Kornhaussache. Die Konferenz setzte einen ständigen deutschen Kornhausausschuß ein und beschloß, die Kornhauskonferenzen zu wiederholen. Benßhelm, 4. Dezember. Gestern morgen wurde in dem benachbarten Zell ein vor noch nicht langer Zeit dorthin verzogener Wirt durch die Gendarmerie verhaftet, der in dringendem Verdachte steht, sich an seiner 18jährigen Tochter vergangen zu haben. (St. B.) Weinheim a. d. Bergstr., 5. Dezember. Die bekannte Burgruine Win deck ist vom Fiskus an den Freiherrn v. Berckheim verkauft worden. Dem „Weinh. Anzeiger" zufolge hat Freiherr v. Berckheim in einer behufs Stellungnahme zu dem Besitzwechsel einberufenen Sitzung des Weinheimer Bürgerausschuffes die Mitteilung gemacht, daß die Bedingungen, unter denen der Verkauf der Ruine durch den Domänenfiskus stattfand, folgende sind: 1. Die Ruine jederzeit in gutem baulichen Zustand zu erhalten und deswegen Unterhaltungs- und Sicherungsarbeiten vorzunehmen, die die staatliche Behörde vorschreibt. 2. Aenderungen an der baulichen Beschaffenheit der Ruine nur mit Zustimmung der staatlichen Behörde und auf Grund eines von dieser genehmigten Planes vorzunehmen. 3. Die Ruine ohne Zustimmung der staatlichen Behörde nicht zu veräußern oder zu verpachten. 4. Den Besuch der Ruine jedermann, wie seither, unentgeltlich zu gestalten. Freiherr v. Berckheim teilte noch mit, seine Absicht gehe dahin, vor allem die Ruine durch umfassende Reparaturen vor weiterem Verfall zu schützen, sodann rings um die Burg, oberhalb des neu hergestellten Fahrweges, Anpflanzungen von ausländischen Nadelhölzern, wie solche von seinem sel. Vater im Kastanienwalde angelegt worden sind, vorzunehmen, um so nach und nach um die Burg herum einen Park zu schaffen, welcher ein Anziehungspunkt allerersten Ranges für Weinheim werden soll. Der Bürgerausschuß erklärte sich von diesen Mitteilungen sehr befriedigt. — Mainz, 5. Dezember. Unter der Spitzmarke „Seltener Fall" teilen die „Mainz. Reuest. Nachr." aus Darmstadt mit, daß der Domkapitular und Regens des hiesigen bischöflichen Seminars, Prof. Dr. Holzammer, das ihm anläßlich des jüngsten Geburtsfestes des Großherzoglichen Paares verliehene Ritterkreuz 1. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dankend abgelehnt und mit dem Hinweis zurückgeschickt habe, daß seine Brust kein Orden des Regenten schmücken dürfe, der die Reformation in Hessen eingeführt und eine Doppelehe ein gegangen sei. (Letzteres bezieht sich auf die Verbindung Philipps des Großmütigen mit Margarete von der Saal, die mit Zustimmung Luthers stattfand und der sechs Söhne und eine Tochter entsprossen ist. Im übrigen geben wir die Mitteilung des genannten Mainzer Blattes nur unter aller Reserve wieder. Die Redaktion.) △ Mainz, 5. Dezember. Dem jüngst erwähnten Beschlüsse des städtischen Finanzausschusses, das städtische Pfandhaus hier ganz aufzuheben, ist die Armendeputation nicht beigetreten. Letztere hielt das Befiehenlassen Graf Heinrich von Zeppelin. Zu den deutschen Offizieren, welche für die Freiheit der Buren die Waffen ergriffen, gehörte auch Graf Heinrich von Zeppelin, der ehemals deutscher Ulanenoffizier war und sich bei seinen Freunden und Kameraden großer Beliebtheit erfreute. In der Schlacht bei Glencoe wurde er schwer verwundet und starb am 23. Oktober. Sein früheres deutsches Regiment hat den trauernden Hinterbliebenen in einem Schreiben sein tiefstes Beileid zu dem herben Verlust ausgesprochen. des Pfandhauses für eine absolute Notwendigkeit und will nur eine Reorganisation herbeigeführt wissen, durch welche sowohl die Versatzkosten wie auch die Verwaltungsspesen verringert werden. Nach allgemeiner Stimmung zu schließen, dürste das Pfandhaus wohl bestehen bleiben. — Nach Mitteilung hiesiger Blätter gewinnt es den Anschein, daß neben der allgemeinen Personenperronsperre im hiesigen Eisenbahnbezirk auch eine Perronsperre für Hunde eingeführt worden ist, indem nämlich auf verschiedenen Stationen Personen, die mit Hunden die Bahnperrons betraten, angehalten worden sind, auch Perronbillets für die sie begleitenden Vierfüßler zu lösen. * Ahbach, 5. Dezember. Ueber daS tragische Ende unseres Flurhüters (s. Anz. Nr. 286) berichtet der „Wetzl. Anz." weiter: Am verflossenen Freitag war der Flurhüter und Militärinvalide Georg Oestreich von hier nach Krofdorf gegangen, um seine Pension und Flurhüterlohn für den Monat Dezember zu erheben. Von Krofdorf ging Oestreich nach Gießen, um Waren rc. für den Wochenbedarf einzukaufen. Von Gießen fuhr er alsdann mit der Bahn nach Dutenhofen und verweilte dort noch einige Zeit, bis es dunkel wurde. Auf dem Nachhausewege ist Oestreich dann in die Lahn geraten und ertrunken. Gestern nachmittag um 4 Uhr bemerkten einige Jungen einen menschlichen Körper unterhalb Atzbach in der Lahn. Der Vorsteher wurde hiervon verständigt und begab sich mit mehreren Leuten an Ort und Stelle. Die Männer zogen den Leichnam heraus, ohne zu wissen, wer es war, da niemand eine Ahnung davon hatte, daß der allein wohnende Oestreich nicht zu Hause angekommen war. Bei näherer Besichtigung erkannte man jedoch den Ertrunkenen. In seinem Besitze befand sich eine Geldbörse mit Mk. 65,20 und in einer zweiten verschiedenes Kleingeld, sowie ein Paar neue Strümpfe. Oestreich hinterläßt einen Sohn von 19 und ein Mädchen von 15 Jahren, welche nicht bei ihm wohnten. Cassel, 4. Dezember. In einigen Dörfern unserer Umgebung hat sich die Unsitte eingebürgert, daß an Sonntagen nachmittags und abends junge Mädchen ohne Begleitung ihrer Eltern in Wirtshäusern sich mit jungen Burschen zusammenfinden, dort singen und sich von den Burschen bewirten lassen. Deshalb hat sich der Königliche Landrat des Landkreises Kassel, Herr Geh. Reg.- Rat Frhr. v. Dörnberg veranlaßt gesehen, den Wirten aufzugeben, derartige Zusammenkünfte fernerhin nicht mehr zu dulden, überhaupt jungen Mädchen ohne Begleitung ihrer Eltern oder Vormünder den Zutritt in die Wirtschaftsräume nicht mehr zu gestatten. Die Nichtbefolgung dieser Anordnung hat die Konzessionsentziehung zur Folge. Koblenz, 4. Dezember. Seit 10 Jahren hat der Rhein keinen so niedrigen Wasserstand gezeigt, wie gegenwärtig. Nur wenige Schleppschiffe sind noch im stände, Frachtschiffe bis zum Gebirge zu bringen, wo auch diese gelichtert werden. Auf der Stromstrecke Oberwesel-St. Goar liegen über 300 Schiffe, welche gelichtert werden. Am nächsten Mittwoch 12 Uhr mittags, werden im Rheine an verschiedenen Stellen der Wasserbau-Inspektionen Pfähle eingeschlagen, welche den Wasserspiegel um 10 Zentimeter überragen; man will mit diesen Meffungen die Differenzen der einzelnen Rheinpegel untereinander ermitteln und mit dem Amsterdamer Pegel vergleichen bezw. in Uebereinftimmung bringen. Zwischen hier und Weißenthurm hat man z. B. Pegelschwankungen von 15 Zentimeter beobachtet. Köln, 5. Dezember. Als an der Siegmündung eine Anzahl Fischer dem Lachsfang oblag, geriet ein Fischerboot in Die Wellen eines vorbeifahrenden Dampfers; der Nachen schlug um und sämtliche Insassen stürzten in die Fluten. Drei Fischer ertranken, die übrigen retteten sich durch Schwimmen ans Land. Eine Leiche wurde bisher geländet. Brückenau, 4. Dezember. Unter den Sekundärbahn' Vorlagen, welche dem nächsten bayerischen Landtage zugehen werden, befindet sich auch die Herstellung einer Bahn von Brückenau nach Wildflecken am Fuße des Kreuzberges, durch welche ein weiterer Schritt zur Ber- vollständigung des Rhönbahnnetzes gethan wird. Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artiksl übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Gießen, 6. Dezember 1889. Leise Anfragen. Warum wird auf die Gießener Geschäftsleute nicht mehr Rücksicht genommen? Drei Wochen vor Weihnachten, wo man hofft, von dem rnr'st stillen Geschäftsgang entschädigt zu werden, wird das Straßenpflaster auf der Mäutzburg aufgertffeu und somit der ganze Geschäftsverkehr dieses Stroßenvtertels gehemmt. Hoffentlich wird diesem Mißstände im Jntereffe der Geschäftsleute bald abgeholsen werden. Mehrere Gießener Geschäftsleute. Gerichtssaal. X Mainz, 5. Dezember. Wegen Versuchs des Mordes seiner Geliebten verurteilte das hiesige Schwurgericht den Fabrikarbeiter HarUeb aus Ludwigshafen zu 4 Jahren Zuchthaus und Stellung unter Polizeiaufsicht. In Worms in Arbeit stehend, hat Hartleb, der sehr schlecht beleumundet ist, mit einem anständigen Mädchen ein Liebesverhältnis angeknüpft, das aber nur von kurzer Dauer war, indem das Mädchen wegen Mißhandlungen seitens seines Geliebten brieflich das Verhältnis löste Hierüber erbost, kaufte Hartleb einen Revolver und erzählte seinen Arbeitskollegen, daß er sein Mädchen damit erschießen werde. Diesen Plan wollte er am Abend des 9. Oktober ausführen, indem er 2 Schüsse auf daü Mädchen abfeuerte, als es eben die Wohnung ihrer Dienstherrschaft verließ. Glücklicher Weise gingen die Schüsse fehl. Düffeldorf, 4. Dezember. Das Schwurgericht verurteilte den Artisten Friedrich Kühn, welcher am 31. Oktober den s. Z gemeldeten Mordanfall auf die 20jähr. Variötö-Sängerin Bertha Lippke unternahm, zu zwölf Jahren Zuchthaus. Das Mädchen befindet sich aus dem Wege der Besserung. Halle a. d. T., 2. Tez mber. Die Strafkammer hier verhandelte g-gen den Kaufmann Oskar Sonntag aus Merseburg wegen erheblicher Salzsteuerhtnterziehungen. Sonntag, ein begüterter Mann, hat seit etwa 1893 große Mengen steuerfreien Viehfalzes als Kochsalz verwendet, indem er c8 zum Einlegen von Gurken benutzte. Dadurch bat er sich deS Vergehens gegen das Salzsteuergesetz vom 11. ♦ klober 1867 schuldig gemacht. Die Dr- naturterungem ttel (Eisenoxyd und Wermutkiaut) klärte dec Angeklagte in einer Anzahl großer Boiticke ab. Dte Gurken haben zum Teil einen rötlichen Beschlag gezeigt; Kenner waren übet dessen Herkunft nicht im Zweifel, anderen erschien das Aussehen ordnungsgemäß. Der Geschmack der Gurken hat nicht erhebl-ch gelitten, z. T. wurde dte Schärfe, als von Weinstetnsäure herrü renb, sogar al8 Vorzug betrachtet. Der Staatsanwalt erachtete seit 1895 a 8 für 1425 Ztr. die Steuer (6 Mk. pro Ztr.) hinterzogen, so daß die Strafe (Da# Vierfache der Steuer) 34200 Mk. betragen würde. Der Gerichtshof nahm indes nur 834 Ztr. Steuer als hinterzogen an und erkannte demgemäß auf 20016Mk. Geldstrafe ober 6 Monat Gefängnis. An Steuer hat der Angeklagte inzwisch n bereits 10000 Mk. nachgezahlt, was bei der Sirafbemtssung indes nicht in Betracht kommt. Der Angeklagte bestritt entschieden, die Absicht gehabt zu haben, den SteuerfiskuS betrügen zu wollen. Universität und Hochschule. Berufe«. Der Profeffor der Theologie, Graf v. Baud iss in in Marburg, hat einen Ruf an die Universität Berlin erhalten und angenommen. — Profeffor Geheimrat Roentgen in Würzburg hat sich nunmehr entschlossen, den an ihn ergangenen Ruf an die Universität München anzunehmen. Berlin, 5. Dezember. Der Kaiser begab sich heute vormittag nach der technischen Hochschule, um den Dank der Rektoren der tech, Nischen Hochschulen von Berlin, Aachen und Hannover für die Verleihung des Promotionsrechtes entgegenzunehmen und sodann der Hauptversammlung der schiffsbautechnischen Gesellschaft beizuwohnen. Berlin, 5. Dezember. In der Angelegenheit des Dr. Preuß erfährt die „Nat.-Ztg." zuverlässig, daß die juristische Fakultät der Berliner Universität ihr disziplinarisches Vorgehen aus eigenem Antriebe und ohne Kenntnis eines von dem Freiherrn von Mirbach ergangenen Schreibens beschlossen und auch, unabhängig von irgend einer äußeren Einwirkung, zu Ende geführt hat. Die „Nat.-Ztg." bestätigt indessen, daß ein Schreiben an den Rektor der Universität seitens des Herr« v. Mirbach in der Preuß'schen Angelegenheit in der That ergangen ist. Würzburg, 4. Dezember. Im vorigen Semester waren an der hiesigen Universität 1214 Studierende immatrikuliert, abgegangen sind 387, neu hinzugekommen 388, sodaß in diesem Semester 1215 Studierende vorhanden sind. Diese setzen sich zusammen aus 114 Theologen, 220 Juristen 552 Mediziner, 34 Zahnärzte, 123 Philosophen 1. Sektion, 132 Philosophen 2. Sektion, 40 Pharmazeuten. Hierzu kommen noch 23 Hörer und eine Hörerin, sodaß die Gesamtzahl aller Studierenden in diesem Semester 1239 beträgt. Giessen Kirchenplatt 11, gegenüber der Stadtkirche. Konfektion, Weihnächte-Ausverkauf. Anfertigung nach Mass. Am. diesjährigen Weihnachtsmarkte empfehlen sich die allbeliebten Weihnachtskartons der Doerings Seife mit der Eule ganz besonders als geschätzte Beigabe zu Weihnachtsgeschenken. Sie zeichnen sich von den vorjährigen nicht allein durch ihre Eleganz womit sie ausgestattet sind, aus, sondern auch durch den erhöhten Wert ihres Inhalts. Sie enthalten nämlich 2 Stück Doerings Seife und 1 Stück der viel teureren Eulen Seife, die in feinstem Blumendust parfümiert ist. Doerings Weihnachtskarton hat den Beifall jedermanns. Rationelle Zubereitung der Speisen. Welch großer Wert auf eine solche gelegt wird, geht aus dem neuesten Werke von Geh. Rat v. Leyden, unter Mitwirkung hervorragender Gelehrten herausg«- geben (Ernährungsterapie und Diätetik), und aus dem Umstande hervor, daß gegenwärtig beim Studium der medizinischen Wissenschaft, auch dre rationelle Zubereitung der Speisen berücksichtigt werden soll. In erwähntem Werk geht Geh RatHoffmann auf die Zufuhr von Eiweiß in den Organismus, durch Zusatz von Eiweiß-Präparaten zu den Speisen, ein. Hierzu die Peptone anzuwenden, ist nicht ratsam, da man über die Bedeutung derselben sehr zurückgekommen ist. Die nach her Vorschrift von Profeffor Liebig bereiteten Fleisch-Extrakte enthalten aber kein Eiweiß und sind dieselben hiernach wohl der Verbefferung des Goschmackes der Speisen, nicht aber zum Zuführen von Eiweiß in de« Organismus zu verwenden Diese Bedingung erfüllt aber der Fleisch- Extrakt „Toril", nach der Vorschrift von Geh. Rat Elasten dargestellt, welcher nicht allein die Bestandteile der Fleisch-Extrakte, sondern auch Fleisch eiweiß (15%) in leichtlöslicher und verdaulicher Form enthält. Toril enthält auch eine genügende Menge von Kochsalz, welche« dem Fleische selbst, sowie dem aus Fleisch bereiteten Extrakt fehlt, welcher Bestandteil aber, nach Hoffmann, für den Organismus durchaus erforderlich ist, da bei Erwachsenen täglich ca. 12 gr. Kochsalz durch den Harn aus dem Körper ausgeschieden werden. Illi®. ü11! Migung1 ISSSS ass&j jsrs-j AL der siir eine geifl-und geinute L Leier'S der unen Die unmittelbare i Müde wohnen. MW Mingen, em fianbwnl WM Hs W Mn welchen jede Wenn' und für Kost und Den am 1. jeden Monats f( Ausgaben für Arzt un Boni Tage des ohne Erlaubnis ob verkehren, und sie Hal fügen. Insbesondere gegen das Aussichts- u voller Berkehr unterem zur strengsten Pflicht g An 6m>_un dienst ihm fionftffwn, Begleitung übernimmt, t/fen unb abenbi vor de Befuie von (51t nur unter Begleitung eil In die Anstalt (Wette und Matratze wart, d Betttücher, 2 e jaden (Leiter und M 1 Regenschirm, 1 Nah Haltung von Kleidern, und Soden rc. und 2 Am Schlüsse t die Uebergabe von Zei liche Entlassung di eingeladen rverden. Der 1. Kursus wird Donnerstag t Die Meldung landw. Bezirksvereins namens, deS Tages, M bchülerin und des Na Beim Eintritt Zeugnis vorzulegen, «usspiechen muh, daß Mnb bei d.ren Hausbei Lindheim, der Aorsihe 5u6mi[| 'ÄS M 15 cm " 66. Riefern. 12 bi« // 9A Net, 20" Mea A 20 cm s=t? zSx; fe an am 6 Sot» 3. Seit Sä« ^DirrtelÄ* *hn «>Äfi <!j!«i..tc Wirb. i tCw’ o &raf o. ßaubiffin in t(m erhalten unb angt- in Würzburg hat sich Rus an dir UmverM ad Mr eottmttai ' der Mtvrm du tech- ib Hannover für die Auen und sodann du haust- aft beizuwohnen. aenheitdes vr. Preus - juristische Fakultät da hen aus eigenem Antriebe von Mirbach ergangenen on irgend einer äußeren -Zlg,' bestätigt indessen, rsM seitens des Herr* in du M «gangen 'st- n Emestn MM an du atrilulitxt. adgegangen diesem Semestn 1215 23 Philosophen l.SeNm, len. hierzu kommen noch ^.z-hl all« Stud.u-nd-n SrrK 5=1; t. ®ar- wdem das b L ^flich da! h/ne" Revolver und • mS* Ä T’A Sjbnx> Dach' ’ Ne Pnzen die verurteilte den i 2 d'pvkeuntu. ' Machen befindet sich ^»k-mmer hier vu- "ntag au« SDletbbuta !L9en‘ ®onntag, ein steuerfreien ■‘I M Einlegen von gegen das l gemacht. De De- \ ber ^geklagte tw Haden zum teil n Lder d^m isechm vrdrmgaMdch. » S6ittm, z. X. wurde nb, sogar a'8 Vorzug 1895 a 8 füt 14253k d»b die Strafe (Bi8 gen würde, ter Grals hinterzogen an und afe ober 8 Monat Grischin bereits 10000 W. nicht in Betracht tomwt. ht gehabt zu haben, dm Konfektion. wcw-*Merk““f' nachtsmarte Sh. * e Be'g°bi ru ^jh„ r.B-SffS* r^S1^ 2 ®**t 3" “f Sie «ri K U&SftSS? ea> ® Du stone in Seide Bobe von 10 Mk. an *ä-Carl Nowatk. Mit Stolz zeigt die Hausfrau ihren Freundinnen ihre Wäsche, nachdem sie solche mit Vormbaums Wollwaschpulver „Eureka“ gewaschen. Vormbaums Wollwaschpulver „Eureka" ist nur in besseren Kurz-, Weiß- und Wollwaren- geschästen zu haben. 6282 98.10 89.60 96.80 t 00.00 100.20 SamStag den S. Dezember d. I., Kolonialwaren- und Delikatessengeschäft Hohenzollern. 8499] Stephauftrahe 15r Mansarde^ Kasete «4 Mr« Aaslührmif t .SP Stereotypie, SahMoplastil, Buchbinderei Submission 8492 der Kaserne IV melden. La. 60 fm Etadt Worms unk. b. 1901 6tief •clo 235 00 Darmst. Bk.'Rctien Die Besichtigung kann, mit Ausnahme Sonntagnackmittags, jederzeit erfolgen. 100.50 100.80 100.75 98.95 98.65 9T.60 24 60 42.10 47.55 »rief 16.19 20.42 4.20 20.38 4.16 99.50 00.00 Telefon 119. 8 8 iambrgr. Hyp Bk. unk. b. 1905 lreuß. Hpp. A. Bk unk b. 1900 lomm.Hyp.A.Bk.unk.b.1904 frkf-Ldw.Cred -Bk.unt.b.1900 Brühl’sche Ünifersiäta-M- end Steindruckerei 8 87. 4 7851] Zwei 3-Zirnmerwohnungen zu vermieten. Zu erfragen Neuenweg 60. Gestlischastg- und SellOeschiistigunjschiele Beim Thüringischen Ulanen-Regiment Nr. 6 in Hanau ist ein großer, etwa >6 Personen fastender, fast neuer Gesellschaftswagen billig abzugeben. Kaufliebhaber wollen sich auf Zimmer 20 zu vermieten. E. Hanau, Marburgerstraße 44. Kiefern-Grubenholzvon 12 bis 19 cm Durch mester, Kiefern-Bauholz von 20 cm aufwärts. 8262] Bel-Etage-Wohnung von fün Ä a. - * >ev. sieben Zimmern mit Bad, Balkon und Donnerstag den 7. Dezember, Komfort der Neuzeit ausgestattet, abends: Iper i. April ev. früher, Ludwigstraße 37 zu vermieten. Näheres Westanlage 44. I 4 Eisend. Rentenb. DM. | 4 Buderus DbL Gießen, Teltersweg V Kekanntmachung. Donnerstag den 7. d. Mts., nach» mittags 8 Uhr, sollen dahier Neustadt 55: verschiedene Haus- und Küchengeräte, ein Fahrrad und ein Posten Schuhwaren zwangsweise gegen bar versteigert werden. Die Versteigerung für Mittwoch den 6. d. Mts., vormittags IG Uhr, findet voraussichtlich bestimmt statt. Gießen, am 5. Dezember 1899. 8484 Seipel, Gerichtsvollzieher. Oesterr. SraatSbahn v. 1886 oo.oo Jtal. staatSgar. dtfcnb. 68.05 J. H. Fuhr Sonuenftraße 25. «»endeourfer 000.00 l Oester' Lredit'A'-Nen Kaufli'bhaber wollen ihre Angebote verschlosten mit der Aufschrift „Submission über Holz" bis zum 15. Dezember auf unterzeichneter Strlle einreichen, woselbst die Bedingungen offen liegen. Die Eröffnung findet an demselben Tage nachmittags 2 Uhr statt. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Wallen- fels dahier. Geilshausen, am 6. Dezbr. 1899. Großh. Bürgermeisterei Geilshausen. Hofmann, Beigeordneter. 87, Deutsche RrichSanl. ' Preuß. LonsotS Gr. Hessische DbL Stabt Darmstadt v. 1891 eelbf Selb 16.15 Franz. Banknoten vormittags 11 Uhr, gelangt em Krümperpferd des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 auf dem Hof der neuen Kaserne “ ' ’ . 8495 20 Franken-St. SngL Sovereigns Dollars in Gold tarnen^Bahnbo^Gie/en Sl«?ab» Schöne W^nung, 4 Zimmer « a»: I ö®ä e»; tpU Anfang beim ehern Oberhessischen Güterschuppen vormittags 8 Uhr. 8507 Gießen, 5. Dezember 1899. Großb. Eisenbahn-Betriebsinspektion 1. von Stammholz in dev hiesige» Gemeiudetvaldrrugeu. Fichtenstangen von 9 bis 15 cm Durchmeffer, Die zu Lindheim seit 1889 bestehende Haushaltungsschule des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberheffen steht unter Oberleitung und Verwaltung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Büdingen und eines Aufsichtsrats zu Lmd- heim und hat die Aufgabe, Mädchen im Alter von etwa 16 bis 20 Jahren die Gelegenheit zur Aneigung derjenigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu geben, welche zur Führung einer wohlgeordneten, einfachen bürgerlichen Haushaltung erforderlich sind, sie an Reinlichkeit, Pünktlichkeit und Fleiß, Ordnung und Unterordnung, sowie an Sparsamkeit im Haushalt zu gewöhnen, und auf Geist und Gemüt bildend einzuwirken x. «J, In dieser Lehranstalt erhalten bte Mädchen vorzugsweise Unterricht und praktische Anleitung im Kochen. Die Unterweisung erfolgt hierin abteilungsweise an zwei Kochherden und ist auf die Erlernung der Zubereitung einer schmackhaften und kräftigen s. g. Hausmannskost gerichtet. Weiter wird unterrichtet tm Konservieren von Nahrungsmitteln, wie Einmacken von Gemüsen und X1V vcm VV| Früchten, Einsalzen von Fleisch, Räuchern von Fleisch und Wurstwaren, sodann I Estbietend zur Versteigerung, im Backen, im Waschen, in der Behandlung der Wäsche und Kleidung, tm I Die Krümperverwaltung Bügeln und Putzen. Hieran schließen sich an: Molkereiwesen (Behandlung der! ~ au§ dem Orte Lindheim bezogenen Milch und Bereitung von Butter und Käse in der in dem Anstaltsgebäude eingerichteten kleinwinsckaftlichen Molkerei), Bestellung BgraflIBII]|llJI1118111 (ji!! und Ausnutzung des Gemüsegariens, sowie Zuckt und Pflege des Geflügels. Gründlicke Unterweisung erfolgt ferner in der Fertigung werblicher Hand- __ arbeiten (Stricken, Flicken, Stopfen und Weißnähen mit der Hand und der frtidtO Maschine, Kleidermachen, wobei sich die Mädchen für den eigenen Bedarf und für llllU|V denjenigen ihrer Familie beschäftigen dürfen). Auch wird m den Fortbildungs- — m «w o i Ä fächern, nämlich tm Rechnen, in der Abfassung von Aufsätzen und Bnefen und jgfttl ft1 K fi gtf.Sl.ft, in der Buchführung Unterricht erteilt, wie auch Unterricht tn bett Wnfanfl§; W gründen der Gesundheits- und Krankenpflege erfolgt. Es ist in der Anstalt «ablia«, Zander, Schollen, Alu«» für eine geist- und gemütsbildende Lektüre gesorgt, und wird der Gesang gepflegt. I hechte, lebende Karpfen, Schleie, Tin Klavier ist der unentgeltlichen Benutzung der Mädchen überlassen. I Forellen eingetroffen. , 310 Die unmittelbare Leitung der Anstalt ist einer Vorsteherin (Hausmutter)I Prompter Versandt nach auswärts, und einer Assistentin (Jndustrielehrerin) übertragen welche beide in dem Anstalts- Marktstt. w fcAttlW gebäude wohnen. Außerdem erteilen in der Anstalt der Großh. Kreisarzt zu A. W. AlyMyÜs, Büdingen, ein Landwirtschaftslehrer, ein Volksschullehrer und der Kreis-Obstbau-11 ~ — 81'85 r 69.20 .— 4 177, Metzelsuppe 0-rmMM W-Mcisch mit Krml. Es ladet freundlichst ein 84931 H. Berndt. n ii—Miiim Proreut 47, Oesterr. Silberrente 4 Ung. Gold-Rente 8 Portugiesen 5 Mexicaner amort. S. I-III 4 My^ypol-Grlechen von 1887 Die lanino. fiimslißltungüfdiule ni Lindheim Provinz Oberheffen. 87, Frnnkstr. Hyp. Bk unk. b. 1906 95.60 4 8*Z Frkf.Hyp.Tred.V.unk.b.1906 95 00.4 4 btO. unt.b.1907 101.0014 4 Deutsche Grdsch. B. unk. b. 1 »04 101.0014 Witlwoch den 11. Jezör., nachmittags 27» Uhr, sollen auf dem hiesigen OrlSgenckt die den Erben der Balthasar Sack Eheleute in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 44,/to — 56 qm Hofraite in der Mühlgaffe, Flur 1 Nr. 44»7io — 88 qm Hofraite daselbst freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 2. Dezember 1899. Großh. Ortsgerickt Gießen. ___________I A: Bogt._______8439 techniker Unterricht. . | Es finden jährlich zwei Unterrichtskurse von fe 5 Monaten statt, tn I welchen jede Schülerin für Unterricht, Wäsche und Logis 20 Mk. bei dem Eintritt, und für Kost und Verpflegung pro Tag 1 Mk. in Monatsraten praenumerando am 1. jeden Monats schuldet und zu entrichten hat. Außerdem sind noch etwaige Ausgaben für Arzt und Apotheke zu bestreiten. Vom Tage des Eintritts an, also wohrend des Kursus, dürfen die Mädchen I ohne Erlaubnis oder Auftrag der Hausmutter außerhalb der Anstalt nicht verkehren, und sie haben sich der eingeführten Hausordnung unweigerlich zu fügen. Insbesondere ist ihnen auch Ehrerbietung, Gehorsam und Unterordnung I gegen das Aufsichts- und Lehrerpersonal, Freundlichkeit, Verträglichkeit und liebevoller Verkehr untereinander und endlich Treue, Fleiß und Sorgfalt bei den Arbeiten I zur strengsten Pflicht gemacht. , C1 . .. An Sonn- und Feiertagen werden bte Mädchen veranlaßt, den Gottes dienst ihrer Konfession zu besuchen, wobei die Hausmutter bezw. die Assistentin die Begleitung übernimmt. Morgens vor dem Frühstück, vor und nach dem Mittagessen und abends vor dem Schlafengehen findet gemeinschaftliches Gebet statt. Besuche von Eltern und SchDestern sind gestattet, solche anderer Personen nur unter Begleitung eines Mitgliedes des Aufsichtsrates. In die Anstalt sind mitzubringen: 1 Bettdecke, 1 Unterbett, 1 Kissen (Bettstelle und Matratze werden gestellr), 1 doppelter Ueberzug, 1 weißer Bettüber-1 Wurf, 3 Betttücher, 2 einfache Druckzeugkleider, 6 Hemden, 4 Handtücher, 2 Bett» jaden (Kleider und Wäsche gezeichnet), 1 Kleiderbürste, 1 Schuhbürste, 1 Zahnbürste, 1 Regenschirm, 1 Nähstein, Zeug und Leinwand zur Anfertigung bezw. Unter- haltung oon Kleidern, Hemden und Bettwäsche, Wolle und Garn zu Strümpfen und Socken 2C. und 2 Vorhängschlößchen. Am Schluffe des Kursus findet eine Ausstellung der gefertigten Arbeiten, die Uebergabe von Zeugnissen über Betragen und Leistungen, sowie eine feierliche Entlassung der Schülerinnen statt, wozu deren Eltern und Angehörige 8298] 4-Zimmerwohnung zu mieten gesucht. Offerten unter W. 8298 an die Expedition dieses Blattes. 3- bis 4.Zimmerwohnung per l.März oder April von zwei ruhigen Damen zu mieten gesucht. Offerten unter 04407 an die Expedition dieses Blattes. Von einem jungen Kaufmann wird ein gflr möbliertes Zimmer “’Ät zu mieten gesucht. Offerten unter B. 04404 an bte Ex- pedition b'eses Blattes. __ _ 04391] Em Mädchen sucht eins. möbl. Ziinrner. Zu erfr. Marktftratze 8H. Großer, leerer Raum, welcher sich zu einem christl. Versammlungslokal ein- richten läßt, wird zu mieten gesucht. Offerten mit Preis naabe unter 01405 an die Expedition dieses Blattes. Kursbericht BM J. Kurz & Co., chießm, Kahilh-sstr-ß' 63 Frankfurter Börse vom 5. Dezember 1899. Oester:. bte. Amenc. Vertag des Giessener Anzeigers 7 y^h»l»trasge 7 emp4ehtt eich eur Anfertigung »Her Buchdruck-Arbeiten in eiegMtem Sehweri- und Ftrbendraok. bbtioi itoeixaulage 51, 2 Tr. hoch,schöne 8—7-Zimmer-Wohnung mit allem Zubehör sofort zu vermieten. _ ~04864] Gut möbl. Zimmer sofort zu vermieten. Neuenweg 2. 2222] Eimach möbliertes Rimmer zu vermieten Llfterweg 0, Hof links. 04354] Möbl. Zimmer per 1. Januar zu vermieten. NeueU'Bäue 16. 04409] Schöne 2-Zimmerwohnung, Kücke nebst Zubehör, per 1. Januar zu vermieten Steinttratze 42, H. 04322] 5» bis 6-Zimmerwohnung mit Badezimmer und allem Zubehör, im ersten Stock, zu vermieten. Philipp Hohmeier Wwe., Bleickstr. 27 5638] 3-Zimmerwohnung zu vermieten. Licherftratze 2L Näheres Lickerstraße 19.______________ i 6062] Logis, 5 bis 6 Zimmer nebst Zubehör, zu vermieten. L. Huhn, Bleichstraße 16. 7112] Der dritte Stock unseres Hauses Aliceftratze 25, 6 Zimmer, wovon drei parkettiert, und Nebengelaß, ist bis 1. Januar 1900 zu vermieten. 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Beim Eintritt in die Anstalt hat eine jede Schülerin ein ärztliches Zeugnis vorzulegen, das sich über ihren Gesundheitszustand, sowie weiter darüber aussprechen muß, daß gegenwärtig keine ansteckende Krankheit in ihrer Famme i a und bei tuten Hausbewohnern bestehe. ViCDilTÄItt^Cll Lindheim, den 31. Oktober 1899. . ********"** J)et Aorstheude bts Ä AndNeubeziehen Westernacher, Oberamtmann. ^Fra^Westernachet. Buß, Kreisschulinspektor, von Schirmen gut und billig. Bär, Pfarrer- Lipp, Bürgermeister. König, Beigeordneter. — I Caffkltr Schirmfabtlk, - (i:iii|iffhluiu]cii Mietgel uche Uermietnngen Backzuthaten für die Weihnalhlsbädrerei etttpfidjU Otto Sol^aaffai Söhne Seltersweg 20 Besonders günstige Offerte für Weihnachts- k Geschenke. •J. - I * ■* •' * ■:K Zurückgesetzte Artikel, welche zu sehr billigen Preisen abgeben. 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