Ihr Grab ist verschollen, und die heutige Generation weiß von ihrem Leben und Treiben fast nichts mehr; im Liede aber lebt das „Aennchen von Tharau" fort und auch im kommenden Jahrhundert noch wird das Hochzeits-Carmen, das der Königsberger Poet Simon Dach zur Verherrlichung der schönen Pfarrerstochter von Tharau gedichtet hat, im fröhlichen Kreise gern gesungen werden. Simon Dach hat das Lied im Jahre 1637 zur Vermählung seines Freundes, des Pfarrers Johann Portativs in Trempen, mit Anna Neander, der Tochter des 1630 verstorbenen Pfarrers in Tharau, in plattdeutscher Mundart gedichtet. Daß er selbst dem Aennchen ober daß Aennchen ihm näher gestanden ist, ist durch nichts bewiesen. Etwa 150 Jahre später hat Herder das Lied ins Hochdeutsche übertragen, lieber die Persönlichkeit des Aennchen von Tharau selbst ist folgendes bekannt: Sie wurde 1619 geboren, lieber ihre sonstigen Lebensdaten berichtete der Pfarrer Antonius Pfeiffer in Tharau folgendes: „Andreas Neander, welcher anno 1630 gestorben, hat von seiner Ehegattin, die eine Sperberin von Geburt gewesen, nebst einem Sohne eine eintzige von Gestalt angenehme Tochter nahmens Annam hinterlassen, welche die „Anke von Tharau" ist, von der das bekandte Siebt ober Arika herrühret, so in Alberti Arien gedruckt zu finben ist unb von bem berühmten Poeten Simon Dach, welcher bermahlen noch ein Stubiosus gewesen, bei deroselben Hochzeit gemachet worben, indem dieselbe nach ihres seeligen Vaters Tobe 11 Jare alt in die Pflege undt Auferziehung ihres Vormundes Herrn Stoltzenberg, Kauffmanns unb Mältzenbräuers in Königsberg aufgenommenen, im 18. Jare ihres Alters ist verheiratet worden, mit Johann Portativs, Pfarrer in Trempen, später in Laukischken, woselbst sie nach des Portatii Tode noch zwei svccessores nämlich Herrn Gruben und Herrn Melchior Beillstein in demselbigen Pfarr- ampt gcheyratet hat." Auch Herrn Beillstein hat sie dann noch ins Grab legen müssen. Sie siedelte dann als Witwe zu ihrem verheirateten Sohne aus erster Ehe, dem littauischen Pfarrer Friedrich Portatius über. Ostern 1688 wurde ihr auch der Sohn durch den Tod entrissen. Doch blieb ihr in der Gattin des Verstorbenen, einer geborenen Elisabeth Schütz, eine treue Pflegerin. Um Michaelis 1689 am 28. September starb sie im 70. Lebensjahre. Ihre Grabstätte auf dem Friedhöfe ist nicht mehr bekannt, das Geburtshaus auf dem Kirchenberge in Tharau dient auch heute noch als Pfarrwohnung. * Scene aus einem amerikanische» Theater. Ueber die schon kurz gemeldete Ermordung des Schauspielers Frank Leiden auf der Bühne von Chattanooga liegt jetzt aus New York folgende ausführliche Meldung vor: Leiden spielte *ten. % SBoQe, '•vj meliert 10,90 u. 100 Psg. e Kinder- D, 30, 50, 70,80, 0.180 bis 300 Psg' e Damen- ), 90, 100, 120, io Psg. Strümpfe, mdardest. “lit bet HM wie an bas Paar zu 20,28,50, )ber: 7190 i Nr. 116, Kaiser Wilhelm IDg ° c. Krausse. Entree 40 rrg. 15 Pf£__________ (n WMptes. it von im naH Lobe beit na X-w» i“ I« ‘ e a«no«te"' „„ 7^ Nr. 236 Zweites Blatt Samstag den 7. October Gießener Anzeiger General-Anzeiger Aints- unb Anzeigeblutt für kn Ureis Gieszen. vierteljährlich 2 Mart 20 Pf,, monatlich 75 Pfß. mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Innefemt »en Anzeigen zu der nachmittags für den svtßeuden t»| erscheinenden Nummer bti Bonn. 10 Uhr. Äffe Anzeiqen-BermittlungSstellen bei In- und «ullenNt nehmen Anzeigen für den Sießener Anzeiger entgeh». Srfche!«t täglich mie Ausnahme deS MontazS. •flfAt Ließener »erden dem Anzeiger n-öchentltch viermal bei gelegt. et-s-s*----- f ■ i" ----= Redaktion, Expedition und Dructertt: SchvlSraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Kliitter für herrsche Nolbsbnnde. ----------J3.. 1 1 ■' «M» Adrcfle für Depeschen: Aazelger giegea. Fernsprecher Nr. 51. r.mMniwrgiimMiiHiw ■■ __jn Liberia — deutsch! Gießen, den 6. Oktober 1899. MKG. Die wichtigen deutschen Interessen in Liberia behandelt der folgende Aufsatz, den wir der „Deutschen Kolonialzeitung, Organ der Deutschen Kolonialgesellschaft" entnehmen: Mehrfach sind in letzter Zeit Notizen durch die kolonialfreundlichen deutschen Blätter gegangen, die auf die Bedeutung hinwiesen, welche die Negerrepublik Liberia an der Westküste Afrikas für die gesamte deutsche Kolonialpolitik und für unsere Kolonie Kamerun im Speziellen hat, aber immer dringlicher scheint sich nach uns neuerdings zugegangenen Nachrichten die Lage für das deutsche Interesse daselbst zu gestalten, da die Franzosen ernstlich Miene zu machen scheinen, der morschen Herrschaft der amerikanischen Neger dort ein Ende zu machen. Vielleicht besteht schon ein stilles Einvernehmen diesbezüglich zwischen Frankreich und dem gleichfalls interessierten England, das bet Kap Mount im Norden mit seiner Sierra-Leone-Kolonie an die Negerrepublik grenzt, während Frankreich in stiller, zielbewußter Kolonialarbeit nicht nur das gesamte Hinterland von Liberia in seine Hand gebracht, sondern sogar im Süden des Landes an der Küste seine Grenze bis an den Cavally- Fluß auf liberianisches Gebiet vorgeschoben hat. Die Errichtung eines stehenden diplomatischen Postens seitens Frankreichs in Monrovia sollte gleichfalls zu denken geben. Die Republik Liberia, die von freigelassenen Negersklaven aus den Südstaaten Amerikas an der westafrikanischen Küste unter amerikanischem Protektorat gegründet wurde, hat nie eine staatliche Ordnung in dem von ihr okkupierten Lande herzustellen gewußt, sondern von jeher ihre Herrschast auf wenige Küstevplätze, deren hauptsächlichste neben der am St. Pauls River gelegenen Hauptstadt des Landes, Monrovia, Kap Mount, Gran Bassa, Sinn und Kap Palmas sind, beschränkt. Infolge des ungeregelten Zoll- und Geldwesens, der Korruption der Beamten, ständiger Kriege mit den Eingeborenen, geht Liberia seiner demnächstigen Auflösung entgegen, die sicher längst erfolgt wäre, wenn England nicht den erschöpften Finanzen des Staates bereits mehrmals unter die Arme gegriffen hätte. Ein Punkt, der wieder zu denken giebt, da unsere Vettern von jenseits des Kanals außer in einem größeren rubber syndicate überhaupt nicht kommerziell in Liberia interessiert sind. Ein Zusammenbruch Liberias aber muß nicht nur infolge des notwendigerweise nächstens erfolgenden Staats- bankerotts eintreten, sondern auch weil die Eingeborenen allenthalben im Lande sich zu regen beginnen, um sich gegen die schonungslose Ausnutzungspolitik aufzulehnen, welche die schwarzen „Amerikan gentlemen“ gegen sie an- wenden. Nun ist Liberia ein Plantagenland, wie außer Kamerun wohl kaum ein zweites an der ganzen Westküste Afrikas. Der Liberia-Kaffee ist berühmt. Die lange Küste besitzt vorzügliche Reeden. Daß das Hinterland französisch ist, tommt nicht in Betracht, da die Plantagenwirtschaft, solange nicht Eisenbahnen das Land erschließen, nur in den Küstenbezirken wirklich gewinnbringend sich gestaltet. Zwei Drittel sämtlicher in Liberia handeltreibender Firmen befinden sich in deutschen Händen. Soll all' die deutsche Arbeit, all' das interessierte deutsche Kapital einst in fremde Hände fallen, nur weil wir vielleicht zu spät zugreifen? Doch viel wertvoller als die weitesten Strecken fruchtbaren Plantagenlands, als die Gummiwälder und die Piassavasträucher in dem gesegneten Liberialande sind die tüchtigen, arbeitsamen Eingeborenen vom Stamme der Kru und Wey. Kein Schiff an der ganzen Westküste Afrikas vom Senegal bis zum Kap, das nicht seine Kru- Besatzung aus Liberia an Bord hätte. In der sengenden Fieberhitze ist kein Europäer imstande, Wache um Wache in den engen Heiz- und Maschinenräumen zu gehen, Tag und Nacht im Raume des Schiffes zu bergen und zu stauen. Da treten helfend die athletischen Kru-Neger an die schwersten Posten. An der langen, flachen wcstafrikanischen, so hafen- armen Küste kennt keiner die Brandung, die verborgenen Riffe und Felsen so gut wie der Kru-Mann, der als Kind schon zur Bootsarbeit auf den steamer hinausgeschickt wird. Eine westafrikanische Handelsschiffahrt ohne Kru-Leute ist kaum denkbar, lind die Wey-Leute wieder, diese munteren, gewandten Burschen, bilden bei allen Expeditionen, die von der Westküste Afrikas ausgehen, den Stamm der Soldaten und Träger. Dem Europäer unbedingt ergeben, sind die Kru- und Wey-Neger überall in Westafrika zu Wasser und zu Lande unentbehrlich; für unsere Kamervnkolonie mit ihren großen aufblühendeit Plantagen aber würde ein Ausbleiben der Arbeiter aus Liberia geradezu einen wirtschaftlichen Ruin hedeuten; denn die Duallas in den Küsten- distrikten sind jeder geregelten Thätigkeit abhold, und die Eingeborenen aus Inner-Kamerun müssen erst allmählich an systematische Arbeitsleistungen gewöhnt werden. Gerade eine junge Plantage aber braucht verhältnismäßig viel geschultes Personal. Was nun also, wenn Frankreich oder England in Liberia zugreift und uns die Arbeiterzufuhr stoppt? Noch ist es Zeit! Sehen wir zu, das wir uns auch in Westafrika unseren Platz an der Sonne wahren! Politische Tagesüberslcht. Professor Jäger über eine Unterredung mit Bismarck. Ans dem 45. Philologentage in Bremen wurde von dem bekannten Schulmann und Historiker Prof. vr. Jäger aus Köln ein Vortrag gehalten, den er „Einige Bemerkungen zu Bismarcks Gedanken und Erinnerungen" betitelte. Er bestand in der Hauptsache in wesentlichen Ergänzungen, die der Vortragende aus einer inhaltlich bis jetzt noch nicht veröffentlichtenUnter- redung mit demAltreichskanzler am 15. Juni 1893 in Kissingen hernahm. Die Unterredung hat in einem be scheidenen Zimmer der oberen Saline in Kissingen stalt- gefunden — nur die Fürstin und Dr. Chrysander sind zugegen gewesen — und hat lediglich historische Fragen betroffen. Prof. Jäger teilte Folgendes mit: Seine erste Frage betraf die Thronrede, mit der 1866 nach den Siegen in Böhmen der preußische Landtag eingeleitet wurde, unb die Auffassung Bismarcks über die politische Bedeutung des Jndemnitätsgesuchs. Redner bemerkte dem Fürsten, daß er dieses Gesuch für die größte staatsmännische Thal des Kanzlers und des Königs halte; sie werde aber als solche keineswegs hinreichend anerkannt, wie ihm noch vor kurzer Zeit die Aeußerungen politisch so entgegengesetzte Standpunkte vertretender Männer wie Virchow und Stöcker bewiesen hätten. Der Fürst erwiderte zustimmend und fällte dabei über Virchow das Urteil: „Das ist einer von den Leuten, die niemals Unrecht gehabt haben wollen." Besser kam Stöcker weg: „Er paukt gut", sagte Bismarck, „und ich habe mich, so lange es irgend anging, gut mit ihm zu stellen gesucht, weil es immer nützlich ist, so einen Mann zum Bundesgenossen zu haben." Was die Beweggründe des Jndemnitätsgesuches anlangt, so betonte er mit Nachdruck, daß ihm damals schon der französische Krieg unvermeidlich erschienen sei, es ihm also vornehmlich darum zu thun gewesen, durch einen derartigen, dem Geist der Verfassung entsprechenden Schritt das Vertrauen der konstitutionellen süddeutschen Staaten zu gewinnen. Der König habe erst nicht seine Einwilligung geben wollen, in der Meinung, er werde damit eingestehen müssen, daß er im Unrecht gewesen sei; „ich bewies ihm aber", fuhr der Fürst fort, „er werde gerade umgekehrt damit das Land auffordern, anzuerkennen, daß er Recht gehabt habe." Das Gespräch wandte sich dann der Situation vor dem Krieg zu. Der Fürst bezeichnete den 1866er Krieg als „unseren ersten schlesischen Krieg," gab aber zu, daß es genauer sein würde, mit diesem den Krieg von 1864 in Parallele zu stellen. Der König sei sehr gegen die Annexion gewesen; noch mehr aber der Kronprinz. Dieser sei (noch vor dem Gasteiner Vertrag) einmal in einem Ministerrat so weit gekommen, daß er nach einer Aeußerung Bismarcks mit dem Finger auf die Stirn gedeutet habe, um seinen Zweifel an dem gesunden Verstand des Fürsten auszudrücken. Heber die Monarchen-Zusammenkunft in Gastein (August 1865) erzählt der Fürst, er habe dabei zuerst die Lage in der Weise auseinandergesetzt, daß er es für Oesterreichs Vorteil erklärt habe, Preußen in Schleswig-Holstein gewähren zu lassen; er habe dabei hauptsächlich durchblicken lassen, daß Preußen Oesterreich in gleichem Falle denselben Gefallen zu thun bereit fei. Kaiser Franz Josef habe sich darauf ganz unvermittelt an König Wilhelm mit der Frag^ gewendet: „Ja, willst Du denn diese Länder haben?", was den König sehr frappiert habe; er habe bann eine ausweichende Antwort gegeben. Von Gastein kam die Rede auf Kaiserin Augusta. Der Fürst gab sich nicht die Mühe, die Abneigung, die er gegen diese hegte, zu verbergen, wie sie sich ja auch in den „Gedanken und Erinnerungen" deutlich genug ausspricht. — Im Anschluß an diese Mitteilungen schildert Prof. Jäger noch den Ges amt eindruck, den Feuilleton. • Zur Sprachenkenntnis des Kaisers. Daß der Kaiser auch der schwedischen Sprache mächtig ist, dürfte nicht allbekannt sein. Das Schwedische hat der Monarch während seiner mehrfachen Nordlandsreisen erlernt und kürzlich bei einer interessanten Gelegenheit zum erstenmale öffentlich ausgeübt. Während des in deutscher Sprache geführten Begrüßungsaktes zwischen dem schwedischen Kronprinzen Gustav und dem Kaiser anläßlich des jüngsten Jagdaufenthaltes des Monarchen in Schweden sagte der hohe Herr Plötzlich zu dem Kronprinzen: „Det regnar ju rött bra i dag. Men nu ao vi!" (zu deutsch: Es regnet ja heute wieder mal ausgezeichnet. Wir wollen gehen!) Die versammelte Elite der schwedischen Würdenträger traute ihren Ohren kaum, da bisher nicht bekannt geworden war, daß Kaiser Wilhelm auch der schwedischen Sprache mächtig sei. Zu ihrem nicht geringen Erstaunen setzte der Monarch nun auch noch die Unterhaltung mit dem schwedischen Thronfolger auf dem weiteren Wege bis zur Eisenbahnstation in ihrer Landessprache fort. * Aennchen von Tharau. Die „Königsberg. Allg. Ztg." schreibt unterm 28. September: Heute vor 210 Jahren starb in Insterburg das „Aennchen von Tharau". die Persönlichkeit Bismarcks auf ihn gemacht habe. Vom Standpunkt des Historikers aus nahm Bismarck eine Mittelstellung zwischen Cromwell und Richelieu ein; diesem gleiche er durch seine Fähigkeit, die Dinge ausschließlich auf ihren politischen Gehalt hin zu beurteilen, ohne sich den Blick auf nebensächliche Erwägung trüben zu lassen; mit Cromwoll habe er das hohe Vertrauen auf eine sichere Führung gemein, das seinen Ausdruck in dem Wort gefunden hat: „Der kommt am weitesten, der nicht weiß, wohin er geht." KstuUes rmd PrormrMes. Gießen, den 6. Oktober 1899. ** Konkurrenzeröffnungeu. Erledigt sind: die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ernsthofen, mit der Stelle ist Organistendienst verbunden, eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dorn- Dürkheim, mit der Stelle kann Organistendienst verbunden werden, eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Appenheim, mit der Stelle ist Organistendienst verbunden, eine mit einer katholischen Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Heidesheim, sämtlich mit dem gesetzlichen nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehalt. •• Vakanzen im Bezirke des 18. Armeekorps. Eichenberg (Rheingau), Direktion der Jrrenheil- und Pflegeanstalt, Verwaltungsgehilfe, 500 Mk. Anfangsgehalt neben freier Dienstwohnung und Verpflegung in 3. Klasse.— Runkel, Magistrat, Nachtwächter, 200 Mk. jährliches Gehalt. 0 Rödgen, 6. Oktober. Der vermißte Taglöhner Höres wurde am 4. d. Mts., vormittags 11 Uhr an der Lahn geländet. Das in seinem Besitz vermutete Geld fand sich noch bei der Leiche vor, ebenso Fleisch, welches der Verstorbene im Schlachthaus gekauft zu haben scheint. An ein Verbrechen ist hiernach kaum zu denken, der Unglückliche scheint vielmehr in der gerade herrschenden Dunkelheit den Weg verfehlt zu haben. △ Unter-Seibertenrod (Kreis Schotten), 5. Oktober. Unserem verehrten und in der ganzen Gemeinde geliebten und hoch geachteten Bürgermeister, Herrn Heinrich Momberg er, der kürzlich sein Amt niederlegte und an dessen Stelle einstimmig sein Sohn gewählt wurde, ist die hohe Anerkennung seiner biederen Amtsführung nicht ausgeblieben. Se. König!. Hoheit der Großherzog Ernst Ludwig verlieh ihm das silberne Kreuz Philipp des Großmütigen. Unter herzlichen Worten der Anerkennung überreichte Herr Geh. Regierungsrat Schönfeld aus Schotten dem Dekorierten persönlich den Orden. Gleichzeitig wurde der Sohn des Bürgermeisters zum Amte verpflichtet. §§ Aus dem nordwestlichen Vogelsberg, 5. Oktober. Obgleich der Anfang der Grummeternte schon 4 Wochen zurückliegt, hat dieselbe in vielen Gemeinden noch nicht zu Ende geführt werden können. Ja, größere Landwirte haben erst mit Beginn des Oktobers zu mähen angefangen. Dem Grummetgras sieht man es indessen an, daß seine Zeit vorüber ist; es wird gelb und stirbt ab. Die seitherigen schönen Oktobertage kommen dieser verspäteten Grummeternte noch sehr zu Gute. 0 Göbelnrod, 5. Oktober. Die durch die vor etwa zwei Jahren erfolgte Pensionierung unseres allverehrten Herrn Lehrers Cloos in Erledigung gekommene und seither durch Herrn Schulverwalter Jüngel verwaltete hiesige Schulstelle ist nunmehr dem Herrn Lehrer Koch, seither zu Allendorf a. d. Lda., definitiv übertragen worden. Herr Jüngel, den man ungern von hier scheiden sieht, wurde zum Verwalter einer Lehrerstelle zu Daubringen ernannt. — Daß die Obstbaumzucht die durch die Anpflanzung und Pflege der Bäume entstandenen Kosten reichlich lohnt, konnte unsere Gemeinde in diesem Jahre wieder erfahren, indem dieselbe bei der kürzlich stattgehabten Versteigerung des Gemeindeobstes eine für hiesige Verhältnisse recht schöne Einnahme erzielte. Es bricht sich denn auch unter den Landwirten immer mehr die Ansicht Bahn, daß die Obstbaumzucht, rationell betrieben, einer der einträglichsten Zweige der Landwirtschaft bildet. in dem Stücke „Pariser Pflaster" die Hauptrolle. Als er in die Mitte des zweiten Aktes auf der Bühne stand, trat Julia Morrison, die Trägerin der weiblichen Hauptrolle, auf ihn zu, richtete einen Revolver gegen sein Herz und feuerte ab. Leiden sank zu Boden, aber Julia jagte ihm noch eine Kugel in den Leib, während das Publikum vor Schreck wie gelähmt dasaß. Als der Schauspieler bereits leblos auf der Bühne lag, richtete Julia die Mündung der Waffe noch einmal gegen seine Wange und feuerte einen dritten Schuß ab. Dann verließ sie ruhig, als wenn nichts geschehen wäre, die Bühne, während ein anderer Schauspieler sich der Rampe näherte und fragte, ob sich unter den Zuschauern vielleicht ein Wundarzt befinde. Ein Mann in der ersten Reihe fragte: „Ist das ein Unglücksfall?" worauf der Schauspieler erwiderte: „Nein, das ist Mord." Es folgte eine furchtbare Panik, in welcher Julia Marrison allein fest und ungerührt blieb. Der Ehemann der Schauspielerin, der auch Mitglied der Truppe ist, stand kampfbereit hinter den Kulissen und erwartete die Folgen der That seiner Frau. Die Polizei verhaftete Mrs. Morrison, aber die Schauspieler verlangten energisch auch die Verhaftung ihres Mannes, da er das Weib zum Verbrechen angestiftet habe. Die Menge wollte die Beiden lynchen, xnb es mußte eine starke Polizeimacht requiriert werden, um die Mörderin zu schützen. Julia Morrison erklärte zu ihrer Verteidigung, daß sie von Leiden verfolgt und beschimpft worden sei. ? Mücke, 5. Oktober. Wiederum ist die geplante Ochmthalbahn „Mücke —Ulrichstein" ihrer Verwirklichung einen sehr bemerkenswerten Schritt näher gerückt. Dem in dieser Angelegenheit sehr verdienstvollen Eisenbahn- Komitee zu Ulrichstein ging dieser Tage von Großherzoglichem Finanzministerium die Nachricht zu, daß dasselbe geneigt sei, die Gewährung einer staatlichen Beihilfe in Erwägung zu ziehen und mit der „Kontinentalen Eisenbahn- Betriebsgesellschaft zu Berlin" in Verbindung zu treten, wenn den gesetzlichen Bestimmungen Genüge geleistet wird, und die Gemeinden sich verpflichten zur unentgeldlichen und lastenfreien Hergabe des gesamten erforderlichen Grund und Bodens. An den Gemeinden ists demnach gelegen, bald in den Besitz der projektierten, für das Ohmthal speziell und den nordwestlichen Vogelsberg allgemein so wichtigen Bahn zu kommen. Da die Bahn eine größere Strecke, nach der jetzigen Absteckung, an der Ohmthalstraße unmittelbar herlaufen soll, so kann die freie Abgabe des erforderlichen Baugrundes keinenfalls so schwere Opfer bedeuten, als daß die baldige Inangriffnahme des Bahnbaues in Frage gestellt werden müßte. Wo aber auch die Bahn mehr und besseren Boden beansprucht, da haben wir das Vertrauen zur Erkenntnis der betreffenden Gemeinden, daß die zu bringenden Opfer wohl angelegt und angebracht seien. △ Aus dem Ried, 4. Oktober. Der unfreiwillige Humor aus Kindermund spielt bekanntlich namentlich in den Unterklassen der Schulen eine belangreiche Rolle. Hierfür nachstehender Beleg: Ein Lehrer behandelte unlängst mit den Kindern der unteren Mittelklasse im geographischen resp. heimatkundlichen Unterrichte die Kreisstadt Bensheim und suchte dabei die liebe Jugend neben dem dortigen Lehrerseminar und anderen Bildungsanstalten auch mit der Taubstummenanstalt bekannt zu machen. Bei der Repetition seiner Darbietungen stellte er der Klasse die naheliegende Frage: „Welche Anstalt für Unglückliche befindet sich in Bensheim?" „Ein Lehrerseminar!" antwortete ebenso prompt als überzeugungstreu ein neunjähriger Knirps. Der Lehrer soll den entschlossenen Jungen ob seiner unerwarteten Antwort nicht einmal getadelt haben. Er hatte wohl seine guten Gründe dafür. Wetzlar, 5. Oktober. Gestern abend fand im Gasthof des Herrn Theodor Michel eine gutbesuchte Versammlung zwecks Gründung eines „Geflügel- und Vogelzuchtvereins" für Wetzlar und Umgebung statt. Die Anwesenden beschlossen, zur Gründung des Vereins am Sonntag, dem 15. Oktober, nachmittags 4 Uhr eine Hauptversammlung im Saale des Herrn Theodor Michel abzuhalten und glauben damit einem langgehegten Wunsche der Geflügelliebhaber Wetzlars und Umgegend entsprochen zu haben. Wiesbaden, 5. Oktober. An dem vom Stadtbauamt geleiteten Neubau der Volkskleinkinderschule an der Gustav-Adolfstraße ist gestern gegen abend ein aus Backsteinen gemauerter Thorpfeiler eingestürzt. Zwei Arbeiter wurden erschlagen, der eine war sofort tot, der andere starb in wenigen Stunden. Ob jemand ein Verschulden trifft, ist noch nicht festgestellt. Sitzung der Stadtverordneten am 5. Oktober 1899. E. Anwesend die Herren Beigeordneten Georgi, Grüneberg und Wolff, von seilen der Stadtverordeten die Herren Brück, Emmelius, Euler, Flett, Dr. Fuhr, Hanau, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Huhn, Jughardt, Keller, Kirch, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Scheel, Schmal! und Wallenfels.— Ihr Fehlen haben entschuldigt die Herren Faber, Grünewald, Heyligenstaedt, Krumm, Dr. Schäfer und Schiele. Herr Beigeordneter Wolff teilt mit, daß er infolge telegraphischer Abberufung des Herrn Oberbürgermeisters, in dessen Familie sich ein Todesfall ereignet, den Vorsitz führen werde. Eine weitere Mitteilung betrifft den ablehnenden Bescheid, welchen die Eisenbahndirektion Frankfurt auf die von der Stadt und einer Anzahl Gemeinden unterstützte und eingehend die in Betreff des Verkehrs und der Bebauuug der nördlichen Stadt darlegende Eingabe wegen Errichtung eines Personenbahnhofs am Rodberg gegeben hat. Der Bescheid besagt u. a.: die Eisenbahndirektion verkenne weder die Interessen der städtischen Vertretung noch die der Stadt selbst aus der Anlage eines Personenbahnhofs am Rodberge, durch die begünstigte Ausdehnung der Stadt, entstehenden finanziellen Vorteile; diese könnten aber die Eisenbahndirektion nicht bestimmen, vorauszugehen; sie erkenne auch nicht an die geltend gemachten Verkehrshindernisse, umsoweniger, als die Entfernung vom Kirchenplatz nach dem jetzigen Bahnhofe und dem geplanten Rodberg-Bahnhofe fast gleich sei. Die Gemeinde Wieseck würde von dem projektierten Bahnhofe nichts profitieren, und die sonst angeführten Orte Daubringen, Mainzlar, Londorf, Odenhausen, Kesselbach usw. seien, abgesehen davon, daß einige derselben mit Vollendung der Bahn Londorf-Lollar Anschluß an Lollar erhielten, auf dem Landwege leichter zu erreichen; den Ver- kehrsintereffen der Kirchspielgemeinden würde durch die Haltestelle Mainzlar gedient. An einer Entlastung des Hauptbahnhofs habe die Eisenbahn-Verwaltung kein Interesse mehr, die im Bau befindliche Erweiterung der Geleiseanlagen wie die geplante Erweiterung des Bahnhofs selbst entsprächen auf absehbare Zeit den Bedürfnissen. — Hierzu bemerkt Stadtverordneter Schm all, daß seitens der Stadt alles geschehen sei, um den Haltepunkt am Rodberg zu erhalten; er bedauere, daß die Eisenbahn-Verwaltung nicht mehr Verständnis für die Verkehrsinteressen des Publikums gezeigt; sie hätte sich den berechtigten, in der Eingabe zum Ausdruck gebrachten Wünschen unterordnen können. Die Stadt werde sich indes nicht abhalten lassen, wieder vorstellig zu werden. Jede kleine Gemeinde mit weit geringerem Verkehre hätte eine Haltestelle. Man solle die Sache nicht ruhen lassen, er habe die Zuversicht, daß man doch noch zum Ziele gelange. — Stadtverordneter Löber gab ebenfalls seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß die Eisenbahn-Verwaltung nicht auf die Eingabe eingegangen; das Nordende würde ungerechter Weise dem Verkehr entzogen; er empfiehlt nochmaliges Vorgehen.— Beigeordneter Wolff ist der Meinung, daß mit dem in der Deputation vorgeschlagenen und nicht abzuweisenden Vorschläge, direkt bei dem Eisenbahn-Ministerium vorstellig zu werden, vorerst nichts äuszurichten sei. Das Ministerium werde Bericht von der Eisenbahndirektion eiiffordern und von dieser so beschieden werden, wie geschehen.— Die Versammlung teilte im übrigen die zum Ausdruck gebrachte Ansicht, daß die Eingabe in der Hauptsache infolge Personenwechsels im Präsidium der Eisenbahndirektion abschläglich beschieden worden, und durch einen künftigen Personenwechsels dem Wunsch der interessierten Gemeinden wohl entsprochen werden würde. Auf Grund der in der vorigen Sitzung bereits mitgeteilten günstigen Rechnungsabschlüsse des G a s - u n d Wasserwerks hat die Direktion bez. Werks verschiedene Anträge über die Verwendung der Ueberschüsse gestellt. Die Überschüsse sollen zu den Betriebs-Einnahmen der Stadtkasse herangezogen, die Außenstände in Liquidation abgeführt werden. Ebenso werden die vorgekommenen Kreditüberschreitungen genehmigt. Zufolge einer Eingabe mehrerer Bewohner im „G r o ß e n Steinweg" (Parallelstraße zur Grünberger- und Moltke- straße) soll eine provisorische Verbindung der Wasserleitung mit derjenigen in der Moltkestraße, sowie die Gasleitung eingeführt werden. Die Kosten, 1350 Mk. für die Gasleitung und 1170 Mk. für die Wasserleitung, werden zu Lasten des nächstjährigen Budgets bewilligt. Die Lieferung der Steingutröhren für die Entwässerung des „Großen Steinwegs" wird der Firma Dern & Co. übertragen. Für die Fortführung der Gas- und Wasserleitung ti der Lie bigstraße werden 840 bezw. 1020 Mk. bewilligt, für Fortsetzung der Wasserleitung im Tiefenweg 150 Mk., und für desgl. in der Sonnenstraße 156 Mk. Nachdem bereits im vorigen Jahre der Beschluß gefaßt worden, den Ventilbrunnen am ehemals Böck'sche« Hause an der Wallthorstraße der Gefährlichkeit der Eisbildung wegen zu entfernen, wurde im Frühjahr d. Js. beschlossen, mit der Entfernung bis zum 1. Oktober d. Js. zu warten, um den Anliegern Zeit zum Anschluffe ihrer Hofraiten an die -städtische Wasserleitung zu lassen. Aus einem inzwischen erstatteten Bericht des WasseramtS über die erfolgten Neuanschlüsse geht hervor, daß durch- Afflavit et dissipati sunt. Es war einmal ein Reich, so stark und groß, So übermächtig und so grenzenlos, Daß in den Ländern, die es all umfing, Die liebe Sonne niemals unterging. Kein Volk auf Erden, das ihm widerstand: Denn seinen Heeren diente Mord und Brand, Und Schiffe schickt' es in die fernste Ferne Zahllos wie unterm Himmelszelt die Sterne. Und wie die Menschen so sich ihm ergaben, Wollt' es die Herrschaft über alle haben, Und wie es Umschau hielt: sieh' da! da fand Ein kleines Volk sich, das ihm widerstand. Ein Volk von tiefer Einsamkeit umflosseu. Ganz auf sich selbst gestellt und abgeschloffen, Dem Fremden gegenüber kühl und scheu, Dem Freunde aber in den Tod getreu. Da fiel's dem Herrn des großen Reiches ein, Auch dies Land müss' ihm unterthänig sein, Und seine Heere rief er da zusammen Und tausend Schiffe, die zum Angriff schwammen. Er sah sie auszieh'n, seine Seele prahlte Ob all' der Söldner, die sein Gold bezahlte, Die weißen, braunen, gelben und die Mohre« — Doch Heer und Flotte gingen ihm verloren! Und jene wen'gen, die er zwingen wollte, Die fühlte, wie sie Heldenblut durchrollte, Die standen da mit ihren eig'nen Leibern Als Schutzwehr vor den Kindern und den Weibern. Sie standen an dem Ufer fest und stumm, Da tönt es aus der Ferne Dum-Dum Dum, Und nah und näher unter'm dunklen Lauf Der Wolken tauchen weiße Segel auf. In Denen aber, die die Schiffe brachten. Wie Mord- und Raubgelüste da erwachten! Wie ihre Fäuste sich zum Angriff ballten, Und beutegierig sich die Finger krallten! Was ging das Recht des tapfern Volks sie an? Was halt' es böses ihnen angethan? Sie fochten keiner für das eig'ne Haus! Sie zogen als geworb'ne Söldner aus! Doch über den Gewölken sieht ein Blick In Ewigkeit voraus und auch zurück: Ein Hauch nur aus des ew'gen Vaters Muud: Afflavit Deus, dissipati sunt! Geh betteln, armes Märchen, durch das Land; Und bietet hilfreich dar sich keine Hand, So hebe zu den Sternen deine Hände, Daß Gott noch einmal Schimpf und Schaden wende! Hermann Grimm. gängig N.-!^ füiiN h Sri«* e*irOft(*r enlf11 ' gj sinnnl)11" h-b-» -Lisdild"" an, W Vfill di- pänBtS giii in d>e ait * nach anderen ssjjVs Säw s ® w* ?"rl 6t dm » 5 richt mehr # her Sntfernunfl » ®olff bm-rN. W di- S-mtzwg ' -st -b-W das Wasser den Hydr, noch alte Brunnen । nur nützlich sein kann btunnenS aber musst verordneter Wallet immer fleißig in W die ärmeren Stenten hl Zeit, das Wasser a\ Wenn der Brunnen ro solle man den gerade lustgärtchen auch entf schehen) Die Lersainn auf den gefaßten Besä Für die Beschast M M bet Gveth Die von ta' bringung eines in \ feinem Neubau Ecke beanstandet. Dem Architekten Drachens an seinem straße unter der Bed mit dem Dachstuhl c Das Baugesuch gaste) soll nicht befii: sistierte Anbau einer her ben bestehenden Mch der ffeuergefäl Der Fluchtlinienp, Ostanlage führende Mähet zu bebauen be erachteten Vorschlag nehmigt ; desgl. bet 1 Dem von der E eines zu Geleiseanlagk weg stimmt die Bei Zur Fortsetzung fl/aße, entlang der Eatcheis'schen Hause, Grabens und Ersatz Pflanzung des Fußm Ä. Sie8 b-« Wien und auf 8' des Asphaltmeges. der vorigen ssa» ÄÄ iÄ' «Uf i« 9e6ett71' « 4l*“ l°i'° M-gli, ?!'ls dtt in k"tbe“' Di Mn btt Ntabl Seil be/'^ .Hlben auf 5ßR(?Qlla'E H«i- Bork angekommcn. COOOOOOaOODQOOQOOOOOOOOOQOCOOOOOOOOOGOOOOOCSOaOOOOOOOOOSOOOOOOG zu bedeutend ermässigten Preisen 69T1 Louis Kais 56. Seltersweg 56 DOOÖQOOOCXKX30QQQCXX3TOCOOPPOOOCOOOOPOPQQPPOOOGOOOOPOQOPOOOQOOCO Feinsten 6978 MediMl-Kebttthrall empfiehlt Otto Schaaf Prospekte durck J. Damm, Rektor. 6919 Huhn, Hoflohnkutscher ^reiherrl piedesel’sche ßurgbrauerei in 6598 Bäcker Klingelhöffer (Nur in Flaschen.) 5757 Vertreter für Giessen und Umgebung: C Koth II., Giessen, mieten. Näheres Bahnhojstr. 71. Pianos lygiama 5000 Mark von Mk. 4300. 6611 Verantwortlicher Redakteur: H. Koegler. ----—.......... !♦.»»» u. , vuuivur(|. ucuuiun 2)rud *nb Verlag der Brühl'schcn UniversitälS-Buch. und (Steinbrudcrei (Pielsch Erben) in Gießen. (Mene Stellen^ ad Wildungm it urrlmnfcit Capitalien Franz Eyserbeck G. D. Gebauer Nachfl. 61 Bahnhofstrasse 61 6889] Suche noch mehrere tüchtige Arbeit«* General-Vertrieb der Lose: LROhnacker, Darmgadt Amerikanische Familie (3 Kinder) ucht in der Mhe der Universität t—4 vaöblirte Zimmer, am l^rbstm mit MittogSlisch. Offerten mit Preisangabe unter M. L. 7128 an die Expedition dieses Blattes iu richten. 0 auf ein prima Objekt in Bad-Nauhei, - auf 2- Hypothek gegen gute Zinsen gesuck. Offerten unter G. N. 7150 an die Ei- oedition dieses Blattes erbeten in . - -— - ----------- ■. kannt durck unübertcffene Wirkung bei Nieren», Arkafen» und Steinleiden, Magen- und Aarmkatarrhen, sowie Störungen der Blutmischung, als Blutarmut, Akeichsucht usw. Versandt 898 974200 Flaschen. Aus keiner der Quellen werden Salze gewonnen; das im Handel vorkommende angebliche Mldunger Salz ist ein künstliches, zum Teil unlösliches Fabrikat. Schriften gratis Anfragen über das Bad und Wohnungen im Aade- logieryanse und Gnröpälschen Kof erledigt 3579 Iie Inspektion der Mlldunger WineratqueLeu Mtien-Heselkschast. E Die Hauptquellen: Heorg- p? Wktor-Huekle undKcteuen- chuelke, sind seit lange be- M Kaffkk-VtttlktMg. Leistungsfähige Kaffee-Groß-Rösterei (Import-Seeplatz) sucht unt. günstigen Bedingungen gut eingeführten Der treter für Gietzen u. Umgegend. Off. m. Pr R snb 7130 a. d. Exp. d. Bl. Real- und Handelsschule (Pensionat) in Marktbreit a. Main. Die Reifezeugniffe berechtigen zum einjährig-freiwilligen Dienste. Gute Verpflegung, strenge Aussicht, Nachhilfe. 6888 Gesunde, freie Sage, scköne Schlafzimmer, Badezimmer, 2 große Spielplätze, Park, elektrisches Licht rc. rc. — Aufnahmsalter 10 bis 16 Jahre. Bauernbroä (Kornbrod) 4 Pfund 4L Pfennig bei LEONARDTs .. Kugelspitzfedern Uber 323 Millionen fabriziert und verkauft Nur em mir Namen Leonard!, Erfinder der Kugelspitzfederii Lauterbach, Hessen empfiehlt ihr Dortmund-Pilsener Bräu (hochfeines Hopfen-Aroma) Münchener Bräu (hochfeines Malz-Aroma) Gebinden und Flaschen, unter Garantie, den sogenannten echten Biere« in Qualität mindestens vollständig gleich Näherinnen werden noch bei sehr hohem Lohn beständig angenommen. 7047 Schirmfabrik Levi, Seltersweg 35. Darmstädter IferdemarKt-Lofe ä Mk. 1.— (Ziehung 11. Oktober) empfiehlt die Glückskollekte Richard Buchacker, Gietzen, Neuen-Bäue 11. 6601 Ferner ihr Spezial-Bier ,Burgbräu-Ausstich6 hochfeines und kräftiges Sanitäts-Bier. Ein Ltkhpiilt, nicht zu groß (event. verstellbar) und gut erkalten, wird zu kaufen gesucht. Off- rten unter Nr. 7095 an die Ex pedition erbeten. 7095 Hervorragendes Nähr- und Kräftigungsmittel. Zum täg- ■ liehen Gebrauch vorzüglich ■■ geeignet an Stelle von Thee "" und Kaffee; namentlich bei Jede kuipßu-liche Haut gebrauche nur meine HoiletteIettfeife. Dieselbe ist mild, zart und sparsam im Gebrauch. Vorgewogen per Pfd. 70 Pfg Emil Bender, Marktplatz 18. Cognac in 1/1, r/z, Vi Haschen der Firma Erste Talluns-Gognat-Krtullerei Fritz Scheller Söhne, Homburg. 2780 Mosel- und franz. Cognacs in allen Preislagen Deutscher Medizinal-Coguac ärztlich empfohlen gegen Keuchhusten, Tuberkulose und Darmkrankheiten. 7i Fl. Mk. 6. 7, Fl. Mk. 3.20. Samos-Cognac ohne Zucker-Zusatz. 7i Fl. Mk. 4. 7, Fl. Mk. 2.20. Niederlage bei: Heini*. Gengnagel, Neuen-Bäue 10. Darmstädter Pferde - Lotterie. Ziehung am 11. Oktober. I Los nur I Mk. (Ziehungsliste und Porto 20 Pfg.) 1 eleganter Wagen, Zweispänner mit L Pferden unb kompl. Geschirr i. W. von ca. Mk. 6000. 1 Reitpferd mit Sattel und ^aum i. W. von ca. Mk. 2000. 1 Stuhlwagen mit 1 Pferd und Geschirr i. W von ca. Mk. 1700. 16 Pferde oder Fohlen im Gesamtwerte von Mk. 10000. 315 andere Gewinne im Gesamtwerte Existenz 7065 oder Nebenverdienst. IMmietMgen Magen- und Darmleiden, Bleichsucht, Blutarmut, Nervosität, Reconvalescenz. Für Frauen und Mütter besonders empfehlenswert. Preis Mk. 1.60 und Mk. 2.50 Vorrätig in den Apotheken und Drogerien. 1877 Herren, die sich dem Verkaufe eines leicht absetzbaren, gern gekauften Artikels widmen wollen finden bei einigem Fleiße lohnende Beschäftigung. — Anerbieten unter O. T. 580 befördern Saasen- stein & Boqler, A.«G, Hamburg. iw Wegen Verlegung meines Geschäftes -MM nach Mäusbnrg IG* in das neuerbaute Haus des Herrn Graveur Schwan, verkaufe ich bis Ende Oktober sämtliche fertigen Herren- und Knaben-AnMge Havelocks, Paletots etc. MipfeliliiiKii z Hründtiche Nachhilfe in allen Gymnasial' unb Nealfächern. Spczialkursus m franz. Konversation und Korrespondenz für Damen und Herren. [68m31 I. Marx, Lonvstr 4 6819] 1 bis 2 Schuhmacher sucht __Th. Eihseller, Bahnhofstraße 27. Tüchtiger Frisrurgehilfe gesucht. Hermann Kuhl, Friseur, 7078______________Wallthorstraße 11. Tüchtiger Friseurgehilfe sofort gesucht. 7138 __Christian Noll, Sonnenstraße 5. Kutscher gesucht. gebrauchte Wormser, Kanonen- und andere Hefen werden billig verkauft; ferner ist ein Lagerraum zu vermieten. 7070 Näheres Südanlage 19, II._______ Verschiedene gut erhaltene tiftrnt Okft« billig zu verkaufe». Näheres in der ExP ditiou dieses Blattes. Ein ordkvllichts, smßks Welches gewandt im Nähen ist, findet in einem hiesigen Geschäft angenehme, dauernde Stellung bei hohem Gehalt. Näheres im Laden Teltersweg SS. 2148] Wec Stelle sucht, verlange unsere „Allgemeine Vakanzenliste". W. Hirsch Verlag, Mannheim. 6595] Westanlage 38, 2 Tr. hoch,schöne 6—7 Zimmer-Wohnung mit allem Zubehör sofort zu vermieten.___ 3;- 4i> 5: u- 6-Zimmer- Wohnungen mit Zubehör; ein Laden; Werkstätte; große Kellerräume am Lahnstein, mit Wohnung, ind ^u vermieten in der Nordanlage, Plockstraße und Goetyestraße per 1. Jan., zum Teil auch früher, durck 7H6 Birkenstock & Schneider. 03483] Schönes Mans.-Logis p. L Nov. zu vermieten. Bahnhofstr. 62. Nicht in junges Mdcherr, m aller Arbeit willig, sofort bet gutem Lohn gesucht. 7113 Frau Apotheker Schott, ________Bonames bei Frankfurt a. M. 03484] Ein zuverlässiges Kindermädchen gesucht._______Westanlage 38, vart. 7163j Reinliche Putzfrau sofort gesucht. Marktstratze 10. Stundenlohrr 28 Psg. C. Rübsamen, Fahllkrüße. Tßcht. Pferdlkkkcht 1 für dauernd bei hohem Lohn gesucht. C Rübsame», Da vpfbagger«^ 6392] Junge als Hausburlche gesucht. Kr. Hennings, Seltersweg 14. 6375] Ein HausbUrscke gesucht. _________H. Krämer, Kreuzplatz 11. 7145] Kräftiger Hausbursche gesucht. Kreuzplatz 6. Ludwigstraße 31. § Wegen Versetzung des Herrn Assistenzarzt Dr. Clasen ist der mittlere Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, zu vermieten und alsbald zu beziehen. Ar. Seibel. 5057] Per sofort ist eine sehr schöne Wohnung, 1. Etage, 6 Zimmer, Badez., Veranda, an eine ruhige Familie zu ver- Für Einjährige! 7Ö05 Zwei gut möbl. Zimmer sofort zu Vermietern_______________Licherstratze 7. Ein gut möbliertes Zimmer mit Schlafkabinen per sofort oder später zu vermieten. Eingang separat. ________________Bruchstratze 3, n. 03458] Möbl. Zimmer zu vermieten. ___________________Schottstraße 7. 03437] Möbliertes Zimmer zu vermieten._______Bahnhofstraße 591. 7133] Ein grotzes, sehr gut möbl. Zimmer nur an einen soliden, ruhigen Herrn.____________Goethestr. 34, 1. 50yl] Möbl. Zimmer zu vermieten. _____________________Eeitersweg 71 II. 03501] Zwei solide Arbeiter können Schlafstelle erhalten. MLusburg 3. 7153] Ein möbliertes Zimmer zu vermieten^__ Grünbergerstratze 3, II. 6431] 2 bis 3 elegant möblierte Zimmer an besseren Herrn alsbald zu verm. Grünbergerstratze 14, n. 6954] Ein Haus mit kleinem Laden in bester Lage des Seltersweges sofort zu vermieten.^Näh. Auskunft Seltersweg 35. 4848] In unserem Hause Wallthorstraße 44 ist der sehr geräumige 2. Stock mit allem Zubehör und großem Gartenanteil zu vermieten. _________E. Friedberger Söhne. 6337] Helle, freigel. 4»Zimmerwohnung mit Zubehör sogleich oder per 1. Novbr., auch zu Bureauzwecken geeignet. ________________Ludwigstraße 12. 6506] Marktstratze 29 scköne Mansardenwohnung von 3 Zimmern mit Wasserleitung per sofort zu vermieten. Zu erfragen Westanlage 38.______ 67t0] Schöne Wohnung von 3 oder 4 Zimmern mit Wasserleitung, Gartenanteil, Bleichplatz und allem Zubehör sofort oder später zu vermieten. Klinikstratze 22, Ecke Frankfurterstr. 7082] Sofort oder später Seltersweg 52 Nebenhaus zum Alleinbewohnen, vier Zimmer, darunter zwei besonders geeignet zur Aftervermietung, Küche, Wasserleitung usw., an ruhige Familie._______________ 7083] Am 1. November oder früher Wolkengasse 21, zunächst der Bahnhos- stratze, Laden, 2 Zimmer, Küche, Waffer- leitung, Bleichplatz usw.___________________ 0j496] Eine Wohnung, 3 Zimmer mit allem Zubehör zu vermieten. Dammstratze 29. 7119] Vollkommen gut erhaltene Theaterbühne, welche s. Z. 400 Mk. gekostet hat, ist für ca. 150 Mk. verkäuflich Zu erfragen in der Expedition d. Bl Für Einjährige! Zwei Waffenröcke, davon einer sehr wenig gebraucht, sowie ein gut erhaltener grauer Militärmantel billig abzugeben. Wo? saat die Ervedition d. Bl. 7115 < i ? tL tw*1 I »i"-l A> ß d hrttrfiend Maul- Nachdem in Lei! tdoffrn unb bit Des morden ist, tverben wieher aufgehoben. Gießen, den 7. Groß! ___y Bcfc Betretend: Dmnitteln Nachdem btt in der Sitzung Dom mittelungsstelle für b Anschluß an die Ges Provinz Oberhessen Mittel zur Berfügun, mit dem Bemerken' Provinz Oberhessen, folgt. Zweck der Bei käusern von Zuchtvieh Nfe ($erbbud)titre) entsprechender Sach-a «n der Geschäftsstelle geführt, in welche nac Tach-brzw.BnkMiso M Dnkans anymtli de» evtl. Msm tiete, das Geschlecht, forderten Kaufpreis 1 von Tieren hat der B me von ihm zu un »eiche von der GM *®*Mrg.rn ®ie Serfäufe «tben ft„b, di-z s, Wm ich bie(e " Pwdmz äut 3ep Itt Waudereie * ‘ft* ? d-°> sät?* i» ^Äanz DQn\t ntLnRtQlt £r°öitnQbtnn ^dte bantb„7 " "««c ^'enjsch^ Ä QBe, ein Siow odw^ki>, ; 6"n,£äi ^eilNi ■ l° fieb «eRfaStl’ftSta Weisen diese/ ^ei