Samstag den 7 October Nr. 236 L8DM Erstes Blatt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger Lei Postdezv^ R Mark 50 'ikrtelji^cli^. ^■afr^nc t#a Kn| —>» —WWIIIF?'-™ ■■!■?» rES-LUU!"11 Ul.1!"« 11 M- U-L.'JSJS2?giBFmge2—'—1 SSL-!-!--SJEL GraÜrKMage«: Gießener FsMNiEStter, Der heWche KsuLwirt, KlSttrr für hessische Volkskunde. iBwiapMWMLwaHMewiB Bn;igawwa^sgnaBgMaw«^feM3 Mlrefle für Depeschen: Jütitig« SUtta, Fernsprecher Nr. 51. AmtlicherJell. Bekanntmachung, betr.: Die Herbstübungen in 1899. Die Großh. Hessische (25.) Division hat an Großh. Ministerium des Innern das nachstehende Schreiben gerichtet, welches wir hiermit zur allgemeinen Kenntnis bringen. Gießen, den 4. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Darmstadt, den 28. September 1899. Nu das Grotzh. Ministerium des Innern Hier. Dem freundlichen Entgegenkommen der Großh. Behörden entsprechend, ist die Aufnahme, welche die Truppen der Division während der eben beendeten Herbstübungen allerorts gefunden haben, eine so warme und wohlthuende gewesen, daß es mir zur angenehmen Pflicht gereicht, den Bewohnern der Provinz Oberhessen im Namen der ganzen Division herzlichsten Dank hierfür auszusprechen. Ich gestatte mir, die hochgeneigte Vermittlung Großh. Ministeriums ganz ergebenst zu erbitten, um diesen Dank in geeignet erscheinender Weise zur Kenntnis der Beteiligten zn bringen. (gez.) Freiherr Schilling von Canstatt, Generalleutnant und Divisionskommandeur.________ Gießen, den 6. Oktober 1899. Betr.: Lehrerkonferenzen. Die Grotzh. Kreis-Schulcommisswn Gießen au die Schulvorstände und Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie, den Lehrern Ihrer Gemeinden Mitzuteilen, daß in diesem Herbst folgende Bezirkskonferenzen abgehalten werden: 1) Für den Bezirk Lich Hungen Montag de» 16. Oktober, vormittags 10 Uhr, bei „Kohlheyer" in Hungen. 2) Für den Bezirk Gießen Dienstag den 17. Oktober, vormittags 10 Uhr, im „Cafs Ebel". 3) Für den Bezirk Grünberg Mittwoch den 25 Oktober, vormittags 10 Uhr, im „Hirsch". Die Herren Referenten werden gebeten, ihre Referate bereit zu halten. An die Konferenzen schließt sich ein einfaches Mittagesien an. v. Bechtold. Bekanntmachung. Nachdem die Maul- und Klauenseuche unter den Rindviehbeständen zu Frechenhausen (Kreis Biedenkopf) bis auf zwei Gehöfte erloschen ist, ist die Gemarkungssperre aufgehoben worden. Ueber die Gehöfte des Jakob Hansmann I. und Johs. Becker VII. bleibt die Sperre bestehen. Die Maul- und Klauenseuche unter den Rindvieh- beständen des Ludwig Sch epp III. zu Endbach, Jakob Franz zu Bischoffen und Peter Schneider zu Zrieder-Weidbach (Kreis Biedenkopf) ist erloschen. Die Sperrmaßregeln sind aufgehoben. Gießen, den 4. Oktober 1899. Großh. Kreisamt Gießen. ________________v. Bechtold. Bekanntmachung. Wegen der in 11 ländlichen Ortschaften und in der Stadt Wetzlar herrschenden Maul- und Klauenseuche und da die Seuche in den angrenzenden Nachbarkreisen in gefahr- drohender Weise besteht und noch weiter um sich greift, sehe ich mich genötigt, den auf den 11. Oktober d. IS. i» Schwalbach anstehenden Vieh markt hiermit aufzuheben. Die Herren Gemeindevorsteher des Kreises ersuche ich, die vorstehende Anordnung auf ortsübliche Weise in der «Gemeinde sofort bekannt machen zu lasten. Wetzlar, den 1. Oktober 1899. Der Königliche Landrat. Bekanntmachung. Betr.: Die Abhaltung von Körterminen zwecks Aufnahme der Zuchttiere in das Provinzialherdbuch im 1. Körbezirk. Die Körkommission des 1. Körbezirkes (Vogelsberger Vieh) wird nachfolgenden Körtermin abhalten: Montag den 9. Oktober ds. I., vormittags 11 Uhr, in Große n-Linden. Die Züchter von Vogelsberger Vieh, welche ihre Tiere in das Herdbuch eintragen lasten wollen, werden ersucht, ihre betreffenden Tiere an einem von der betreffenden Großh. Bürgermeisterei hierzu bezeichneten Ort aufzustellen, damit die Arbeiten der Kommission ohne Aufschub erledigt werden können. Anmeldungen zur Körung sind an den Vorsitzenden dieser Kommission, Herrn Oberamtmann Hoffmann-Hof- Gill, oder dem Geschäftsführer, Herrn Oberverwalter Beilstein-Laubach, zu machen. Laubach, den 3. Oktober 1899. Der Präsident des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhesten. Friedrich Graf zu Solms-Laubach. xx Der südafrikanische Krieg. Unser Berliner Korrespondent schreibt uns: „Der Worte sind genug gewechselt, jetzt laßt uns Thaten sehn", so denken jetzt Engländer und Buren, und besonders bei den letzteren macht sich eine so große Thaten- lust geltend, daß den Herren Briten doch etwas ängstlich werden muß. Zwar ist der Krieg noch nicht formell erklärt worden, aber die Feindseligkeiten haben begonnen — nicht durch einen Angriff der Buren, sondern durch den Einmarsch englischer Truppen in das Gebiet des Oranje-Freistaats. Dieser, dürste sich nach allen bisher eingelaufenen Meldungen mit der Transvaal-Republik solidarisch erklären und gegen die Engländer ins Feld ziehen. Gerüstet wurde im Oranjestaat schon seit längerer Zeit, auch sind bereits größere Truppenmasten an die Kaplandgrenze abgegangen. Daß England die Offensive ergriffen, hat einigermaßen überrascht, da man allgemein annahm, es läge der britischen Regierung daran, den Beginn des Krieges möglichst hinauszuschieben. Anscheinend glaubt man sich wider Erwarten doch stark genug, ohne die in Aussicht stehenden Verstärkungen wenigstens den Oranjefreistaat zum Schweigen zu bringen. Ob das gelingt, wird sich bald zeigen. Jedenfalls haben es die Engländer jetzt mit einem ernsten Gegner zu thun, der für ein hohes Ideal kämpft und entschlossen ist, die Unabhängigkeit seines Landes mit Gut und Blut zu verteidigen. Wir haben schon früher ausgeführt, daß Transvaal auf irgend welche Unterstützung eines europäischen Staates nicht rechnen darf. Die Sympathien für die Südafrikanische Republik, so groß sie auch sonst sein mögen, erstrecken sich nicht so weit, daß sich ein anderes Reich dieserhalb engagiert. Man hat wohl daran gedacht, daß Frankreich der Ausdehnung der englischen Machtsphäre in Südafrika sich widersetzen würde, da dadurch seine Interessen in Madagascar geschädigt werden könnten. Aber vorläufig ist England noch gar nicht der Sieger, und dann muß es auch erst Ansprüche geltend machen, ehe denselben entgegengetreten werden kann. Ueberdies ist für Frankreich der Zeitpunkt sehr ungünstig, sich in ernste Konflikte einzulaffen, denn die Pariser Weltausstellung steht vor der Thür, an der der französische Nationalwohlstand so ungemein interessiert ist. Da heißt es für die Pariser Regierungsmänner die Zähne zusammenbcißen und selbst die Niederlage von Faschoda vergeffen. Also Transvaal und Oranje- Freistaat stehen dem großen England allein gegenüber, und es gehört wahrlich ein Todesmut dazu, diesen unglücklichen Kampf aufzunehmen. Denn Englands Hilfsmittel sind bedeutend, und es darf mit einem großen Nachschub rechnen, während die Buren von vornherein sämtlich ins Feld ziehen und auf Ergänzung ihrer Streitkräfte nicht hoffen können. Viel wird darauf ankommen, ob die von England unterjochten südafrikanischen Stämme, die Matabeles usw., treu bleiben und nicht etwa die Gelegenheit benutzen, ihrem Freiheitsdrang neuerdings die Zügel schießen zu lassen. Das Kriegsglück ist sehr trügerisch, und niemand kann heute sagen, wie der Waffentanz dort unten im Süden enden wird. England hat den Krieg gewollt, an Nachgiebigkeit haben es die Buren nicht fehlen laffen. Seit Jahren werden sie von Mr. Chamberlain in unerhörtester Weise bedrängt und auf ein Niveau herabzudrücken versucht, das einer unabhängigen Nation nicht würdig ist. Deshalb ist eS er» klärlich, wenn die Buren jetzt freudig in den Kampf ziehen, um zu siegen oder zu sterben. (Dies Resümee unseres Berliner Korrespondenten giebt unsere eigenen Ansichten zur Sache im großen und ganzen wieder.) Deutsches Reich. Berlin, 5. Oktober. Der B u n d e s r a t trat heute unter Vorsitz des Staatssekretärs Grafen Posadowsky zur ersten Plenarsitzung nach der Sommerpause zusammen. Der Vorsitzende machte Mitteilung von den Veränderungen hinsichtlich der Bevollmächtigten zum Bundesrate. Für Preußen sind die Minister Freiherr von Rheinbaben und Dr. Studt anstelle der ausgeschiedenen Herren von der Recke und Dr. Bosse, für Sachsen Weimar der geheime Legationsrat Dr. Paulsen an Stelle des Herrn von Heerwart eingetreten. Sodann wurden die ständigen Ausschüsse gebildet. An neuen Vorlagen lag der bereits mitgeteilte Entwurf wegen Einführung des Civilstandsgesetzes in Helgoland vor, welchem die Zustimmung erteilt wurde. Berlin, 5. Oktober. Heute wird die offizielle Kriegserklärung an England erwartet, die mit der Ansammlung englischer Truppen an der Grenze der Burenrepublik begründet werden soll. Wie aus London gemeldet wird, hat der Lord-Schatzkanzler bereits die vorläufigen Ausgaben für die militärischen Vorbereitungen zur See in der Höhe von drei Millionen Pfund angewiesen. Die Regierung wird ohne die Genehmigung des Unterhauses diese Summe nicht überschreiten und für diese Ausgaben 8 Mill. Pfund fordern. Berlin, 5. Oktober. Nach den „Berl. N. Nachr." wird Deutschland in der Transvaal-Angelegenheit strikte Neutralität beobachten. Eine solche Haltung schließt Unterhandlungen jeder Art aus. Berlin,5. Oktober. Für die Ankunft der Königin der Niederlande und deren Mutter am Samstag Vormittag in Potsdam, ist großer Empfang befohlen worden. Eine kombinierte Kompagnie des ersten Garderegiments und eine des Gardejäger Bataillons werden auf dem Bahnhof, bezw. im Schloßhofe des königlichen Schlosses als Ehrenwache Aufstellung nehmen. Berlin, 5. Oktober. Der König von Württemberg wird am Samstag früh zur Teilnahme an den Tauf- feierlichkeiten bei dem Erbprinzenpaare von Wied in Potsdam eintreffen und noch am selben Abend nach Stuttgart zurückkehren. — Der Verein der Industriellen des Regierungsbezirk Köln hat wegen der Ueberhandnahme der Lustbarkeiten im Rheinland eine Eingabe an den Minister des Innern, Frhrn. v. Rheinbaben gerichtet. In ihr wird ausgeführt. „Die Industriellen unseres Bezirks sind auf Grund ihrer vielfältigen Erfahrungen der Meinung, daß die Arbeiter eben alle Kirmessen ihrer Heimatgegend, oft sogar in stundenweitem Umkreise, mitfeiern, also um so öfter ihre Arbeit versäumen und ihr Geld verthun, je nachdem auch Vorschüsse verlangen, je häufiger sich ihnen dazu Gelegenheit durch Volksfeste und dergleichen bietet. Wir erlauben uns demnach, an Eure Exzellenz die gehorsame Bitte zu richten, hochgeneigtest die geeigneten Vorkehrungen treffen und insbesondere Verfügungen ergehen lassen zu wollen, wonach _ 1. der Schnapsverkauf in den frühen Morgenstunden unbedingt untersagt wird, weil gerade um die Zeit des Schichtwechsels oder des Arbeitsanfangs ein übermäßig großer Verbrauch des gesundheitsschädlichen Branntweins durch das Fellhalten des letzteren befördert wird; , f u 2. die öffentlichen Lustbarkeiten angemessen beschränkt, insbesondere die Tanzunterhaltungen vermindert, die Kirmessen zusammengelegt und in ihrer Ausdehnung den heutigen Verhaltmffen entsprechend beschränkt werden, denen gemäß es vollständig genügt, wenn in den großen Städten die Kirchweihfeste einen Tag, an kleineren Orten aber höchstens zwei Tage lang dauern." Ausland. Wien, 5. Oktober. Die Regierung berief sämtliche politifchen Landesschaften hierher, um denselben Instruktionen über die Intentionen und die Richtung des neuen Ministeriums zu erteilen. Wien, 5. Oktober. Heute vormittag trat das Exekutiv- Komitee der Rechten zusammen, um zu der durch den Kabinettswechsel geschaffenen Lage Stellung zu nehmen. Wie«, 5. Oktober. Graf Clary konferierte heute vormittag mit mehreren polnischen Parlamentariern wegen eines neuen Sprachgesetzes. Nachmittags wurde Bielinski zu ihm berufen. Prag, 5. Oktober. In Jaremierz fanden große Straßen-Demonstrationen gegen das neue Kabinett statt. Rom, 5. Oktober. Das Telegramm des deutschen Kaisers an Crispi macht hier einen tiefen Eindruck. Die „Tribuna" schreibt, das Telegramm sei ein Beweis, daß das große Friedenswerk Crispi's kein verfehltes sei. Paris, 5. Oktober. Der Abgeordnete Lasies beabsichtigt den Kriegsminister beim Wiederzusammentritt der Kammer über die Strafversetzung mehrerer Offiziere zu interpellieren. Paris, 5. Oktober. Der russische Minister des Auswärtigen Graf Murawiew wird am Montag zu mehrtägigem Aufenthalt hier erwartet. Der hiesige russische Botschafter wird zu diesem Zweck seinen Urlaub unterbrechen und zum Empfang des Ministers hierher kommen. Paris, 5. Oktober. Dem Figaro zufolge dürfte trotz der Opposition seitens der Anwälte der in der Komplotts- Affaire verhafteten Personen die Untersuchung hierüber bereits innerhalb acht Tagen beendet sein. Das Blatt sagt, die heute aufgetauchte Meldung von der bevorstehenden Verhaftung des Generals Noget, Beaurepaire's und des Richters Grosjean müsse man mit Vorsicht aufnehmen. Belgrad, 5. Oktober. Der Gendarmerie-Hauptmann Georgiewic, welcher von Knesevic beschuldigt worden war, ihn und Angelic zum Selbstmorde angestiftet zu haben, wurde vom Kriegsgericht freigesprochen. Mairs und UrsviuMes. Gießen, 6. Oktober 1899. „ ** Geschichtskalender. Vor 328 Jahren, am 7. Oktober 1571, errang Karts V. natürlicher Sohn, Don Juan d'Austria, In bet Seeschlacht von Lepanto einen glorreichen Steg über die Türken, der jedoch ohne anderes Resultat blieb, als daß die türkische 'Flotte vernichtet wurde Die geschwächte Pforte fand später Zeit, sich von diesen Verlusten zu erholen und die christlichen Länder von neuem mit ihrer despotischen Herrschaft zu erdrücken. ** Tanzstunden. Mit dem Eintritt der kälteren Jahreszeit beginnen auch die Tanzstunden wieder. Wie erwartungsvoll und sehnsüchtig schlagen die jungen Herzen der niedlichen Backfische und der ritterlichen jugendlichen Diener des Kaufmannsstandes, oder was sie sonst sein mögen, dem Augenblicke entgegen, wo der Meister Terpsichores seine Fidel ertönen läßt, und die zahlreichen niedlichen Füßchen sich nach dem Takte derselben zu bewegen beginnen. Natürlich ist die Sache für den ersten Augenblick nicht so leicht, wie sie aussieht, und so mancher Hopser und mancher Schritt entspricht nicht den Anforderungen des gestrengen. Herrn Lehrmeisters, und fällt nicht so graziös aus, wie es derselbe verlangt. Manchmal gehts sogar auch nicht ohne eine unsanfte, schmerzliche Berührung des nachbarlichen Füßchens ab. Doch was thuts! Uebung macht schließlich auch hier den Meister, welcher bekanntlich niemals vom Himmel gefallen sein kann, und bald schwebt man im Fluge über das glatte Parkett des Saales hin. Solch eine Tanzstunde ist eigentlich immer der Abschluß der fröhlichen Mädchenzeit. Nach ihr treten unsere Töchter in die große Gesellschaft ein, in die glänzenden Ballsäle mit ihren vielen Lichtern, ihrem Flitter und Tand, und ihren glatten, lackstiefelbekleideten Schmeichlern, bei deren faden Worten die nunmehr erwachsenen jungen Damen wohl manchmal gern an das unbeholfene und doch so freundliche Geplauder ihres jugendlichen Tanzstundenpartners zurückdenken. Bei dem war es doch wirkliche Herzlichkeit, wenn die Sätze auch manchmal ein bischen schwerfällig herauskamen, hier sind es in der Regel nur in schöne Worte gekleidete Spekulationen auf den Geldsack der heiratsfähigen Töchter des Hauses. ** Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 27. September d. Js. dem Fußgendarmen K aß lick vom Großh. Gendarmeriekorps die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, — am 5. Juli d. I. dem Bürgermeister Heinrich M o m b e r g e r IV. zu Unter Seibertenrod das Silberne Kreuz desselben Ordens, — am 4. Oktober d. I. dem Oberknecht Philipp Emmel zu Langsdorf, in Diensten des Großherzogl. Bürgermeisters Köhler daselbst, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue Arbeit" zu verleihen geruht. * • Charaktererteilung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 30. September l. Js. dem Maler Peter Behrens zu Darmstadt den Charakter als Professor zu erteilen. * • Sektion Gießen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins. Der für Donnerstagabend angesagte Vortrag des Herrn Professor Dr. Sommer über Reise Erinnerungen aus Spanien vereinigte eine stattliche Zahl Mitglieder und Gäste im neuen Vereinslokal „Zum Andres". Mit regem Interesse folgten die Hörer den anziehenden, lehrreichen und überaus anschaulichen Schilderungen des verehrten Redners, dessen seltene Beobachtungs- und Darstellungsgabe die Kunst zu reisen vollendet zu lehren vermag. Der fesselnde Vortrag wurde durch Karten, Grundrisse, Photographien und Druckerzeugnisse erläutert und fand den ungeteilten Beifall aller Anwesenden. Möge dem anregenden, vielverheißenden gang folgen ^CUli9Cn Wintersemesters ein gedeihlicher Fort- **B. Zur Eoethefeirr im Stadttheat». Die Redaktion sieht sich unter Bezugnahme an die gestern erschienene Rezension zu der „Berichtigung" veranlaßt, daß in dem besprochenen Prolog von Alfred Bock der Ausdruck Mehr Licht" nur eine symbolische Anwendung gefunden statt- und Goethe gar nicht in den Mund gelegt war. Aber auch wenn dies der Fall, wäre es das eigenste Recht des Dichters gewesen, von einem Wort Gebrauch zu machen, das, abgesehen von den Weimaranern und Litterarhistorikern, die Tradition dem deutschen Volke lieb und wert gemacht'hat. * * Aus dem Theaterbnrean. Kommenden Sonntag findet die erste Gesangspossen-Aufführung statt, und zwar hat die Direktion hierzu den überall gern gesehenen „Stabstrompeter" gewählt, worin die Komiker und Soubretten besonders hervortreten werden. A Aus dem Wahlkreise Babenhausen-Seligenstadt, 5. Okt. Die Sozialdemokraten sind gegenwärtig eifrig bemüht, dem bisherigen Zentrumsabgeordneten, Weinhändler und Hoflieferanten David Horn in Seligenstadt, das Mandat streitig zu machen. In zahlreichen sozialistischen Sonntagsversammlungen wird zugunsten sozialdemokratischer Wahlmänner agitiert. Ein Landtags - Kandidat der Sozialdemokraten ist indessen bis jetzt nicht nominiert. Selbstredend ist angesichts der gegnerischen Anstrengungen auch das Zentrum in rühriger Thätigkeit. Es dürfte wohl auch kaum gelingen, den Zentrumskandidaten aus seiner gesicherten Position zu verdrängen, zumal ein Kompromiß zwischen den nationalliberalen und den sozialistischen Wahlmännern kaum denkbar ist. A Bieber (bei Offenbach), 5. Oktober. An einem der letzten Nachmittage fanden drei Arbeiter des Zimmer- mann'schen Möbeltransdortgeschäfts bei Offenbach auf der Staatsstraße zwischen Bieber und Offenbach in der Gemarkung Bürgel einen fremden Radfahrer röchelnd und augenscheinlich mit dem Tode ringend neben seinem Stahlrosse auf der Erde liegen. Ein zufällig des Weges kommender Gendarm aus Seligenstadt requirierte sofort polizeiliche und ärztliche Hilfe aus Bürgel und Bieber, welche auch alsbald bereitwillig gewährt wurde. Der Verunglückte, welcher als der etwa 42 Jahre alte, verheiratete Weißbindermeister Martin Paul aus Obertshausen erkannt wurde, starb auf dem Transporte nach seiner Heimatgemeinde. Fürth i. O., 4. Oktober. In die sogenannte Brandstrafklasse wurde die Gemeinde Steinbach versetzt, da seit einer Reihe von Jahren dorten zahlreiche Brände vorkamen, die der Vermutung Raum geben, als würden vorsätzliche Brandstiftungen stattfinden oder daß große Fahrlässigkeit in Bezug auf Feuersgefahr obwaltet. Auch sollen sich eine verhältnismäßig große Anzahl von Bewohnern Steinbachs beim Löschen säumig und unfolgsam erwiesen haben. Bezeichnete Maßregel hat zur Folge, daß von Neujahr ab auf 5 Jahre die Beiträge zur Brandversicherung für alle Gebäude Steinbachs um ein Fünftel erhöht werden. Frankfurt, 5. Oktober. Pferdemarktlotterie. Wie wir bereits kurz mitteilten, wurde gegen die Giltigkeit der gestrigen Ziehung der Pferdemarktlotterie Protest erhoben. Ueber den Thatbestand hört die „Frkf. Ztg." folgendes: Während der Ziehung fielen gegen 6 Uhr aus dem kleineren Rade, in dem sich die Gewinnnumern befinden, infolge Unvorsichtigkeit beim Oeffnen der Verschlußklappe eine geringe Anzahl von Nummern heraus. Der die Ziehung überwachende Notar sowie der anwesende Polizeikommissar hoben die Nummern auf und legten sie in das Rad zurück, worauf die Ziehung ihren Fortgang nahm. Beim Schluß derselben gegen 8 Uhr legte ein als Zuschauer anwesender Metallhändler Peter Becker, Alte Mainzergasse 14, Protest ein und erhob Beschwerde beim Polizeipräsidium, die jedoch, wie wir erfahren, zurückgewiesen worden ist. Die Drucklegung der Ziehungsliste, die bis nach Beilegung des Streitfalles hinausgeschoben wurde, erfolgt heute. Uermischies. * Berlin, 4. Oktober. Ein skandalöser Vorgang wird der „Staatsbürger-Ztg." wie folgt geschildert: Eine Berlinerin, die sich der Erholung wegen in Oranienburg aufhielt, starb dort und sollte nun mit einem Leichenwagen nach Berlin gebracht werden. Der Kutscher und ein Arbeiter, beide aus Oranienburg, die die Leiche begleiteten, betranken sich auf der Fahrt derart, daß sie mit der Leiche mehrere Tage unterwegs blieben und erst gestern nachmittag um 3 ’/2 Uhr in einem kaum glaublichen Aufzuge in Berlin in der Reinickendorferstraße eintrafen. Der Arbeiter lag chwer betrunken neben dem Sarge, der offen war. Der Wagen selbst war in sehr beschädigtem Zustande, die Decke zerrissen u. s. w. Das Gefährt erregte ein ungeheures Aufsehen und einen kolossalen Auflauf. Schutzleute aus dem 69. Revier in der Reinickendorferstraße nahmen den Kutscher und den Arbeiter vom Wagen weg fest, während )as Gefährt auf den Hof des Neviergrundstücks gebracht wurde. Ein im Nebenhause wohnender Fuhrherr wurde pätcr beauftragt, die Leiche nach der Halle zu schaffen, während der Kutscher und der Arbeiter in Haft behalten wurden. * Hamburg, ö. Oktober. Die Untersuchung des gräßlichen Unglücks am Klosterthorbahnhof ist, geleitet von Oberbaurat Misani aus Berlin und Ober- taatsanwalt Keßler von hier, im Gange. Was dabei herauskommen wird, läßt sich schon jetzt voraussehen. Der „Frkf. Ztg." wird darüber geschrieben: Keine Schuld trifft zunächst die Verunglückten selbst, die nicht, wie eine Meldung an- angs besagte, gegen Befehl auf dem Geleise sich aufhielten, ondern dort und in dem Unglückstunnel von dem Führer des Transports, Oberleutnant von Eichmann vom 13. Dragoner Regiment, aufgestellt waren. Auch dieser Offizier ist ohne Verschulden an dem Unglück; er war von der Bahn- verwaltnng nicht darauf aufmerksam gemacht worden, daß der Platz an dem Tunnel höchst gefährlich sei. Der unmittelbar Verantwortliche scheint demnach der aufsichtführende Bahnbeamte, Stationsassistent Scharff, zu sein und dieser, von dem erzählt wurde, er blicke gerade gestern auf eine Amtsthätigkeit von 25 Jahren zurück, ist denn auch sofort uspendiert worden. Daß damit aber nur ein Sündenbock geschlachtet worden und der wahre Schuldige ganz wo anders zu suchen ist, darüber besteht hier nur eine Stimme. Der Verantwortliche ist die Bahnverwaltung, die in nner Großstadt von drei Viertel Millionen so skandalöse Bahnhofsverhültnisse bestehen läßt. Und wenn schon alle Hamburger Bahnhöfe grotesk sind, so der am Kloster- thor geradezu jämmerlich. Milten auf der Straße, vor einem ganz kleinen Stationsgebäude, passieren hier täglich gegen 200 Züge. Läuft gerade ein Zug ein, was also oft genug vorkommt, so müssen Passanten, Fuhrwerke, elektrische Trambahnen, minutenlang warten. Durch das Loch, in dem das Unglück passierte, geht der ganze Verkehr mit dem Norden. Die Bahnhofsstraße hinunter fahren die Züge, da man doch nicht ganze Straßen in der Längsrichtung mit Barriören versehen kann, in verlangsamtem Tempo. Daß hier nicht alle Tage ein großes Unglück passiert, ist wahrhaft erstaunlich, und am meisten wundern sich darüber die Bahnbeamten. Nun ist ja ein neuer Zentralbahnhof für Hamburg in Aussicht genommen, der vielleicht in 4—5 Jahren fertig sein wird. Inzwischen aber sollte man doch alles Mögliche ihun, um wenigstens zu vermeidende Gefahren bei dem riesig wachsenden Verkehr auszuschließen; vor allem also ist an so gefährdeten Stellen ein ausreichendes Personal unerläßlich. Was aber die Bahnverwaltung für ihre erste Pflicht hält, das wird in einem ministeriellen Erlaß verraten, von dem ein königlicher Stationsbeamter dem sozialdemokratischen „Echo" Mitteilung gemacht hat. Darin ist Ordre gegeben, alle im vorigen Jahre infolge der Unfälle mehr eingestellten Beamten thunlichst wieder zurückzuziehen. Infolge dessen wandern die drei Betriebskontroleure der Direktion Altona täglich umher, um zu erkunden, wo noch ein Assistent, Weichensteller oder Rangierer zu viel vorhanden ist. Der Einsender ist der Ansicht, daß die angeklagten Beamten vor Gericht über diese Zustände befragt werden müssen, damit der wahre Schuldige, nämlich das herrschende Sparsystem, aufgedeckt werde. Reichenbach i. D., 4. Oktober. Zu dem bereits gemeldeten entsetzlichen Todessprung des Kontoristen Scharf von der Göltzschthal- brücke wird heute noch ergänzend gemeldet: In dem Leichnam ist that- sächlich der aus Reichenbach gebürtige 23 Jahre alte Expedient Fritz Scharf erkannt worden, welcher voriges Jahr nach beendeter Dienstzeit beim Leibgrenadier-Regiment Rr. 100 aus dem Militär entlassen worden und seitdem in Leipzig in Stellung gewesen war. Der junge Mann, eine heitere, gesellige Natur, war am Samstag aus Leipzig in Reichenbach angekommen, hatte daselbst noch bis in die späte Nacht mit einigen Freunden in einer Konditorei verkehrt, ohne irgendwelche Andeutungen seines unseligen Vorhabens von sich zu geben, schrieb dort auch noch eine Karte; gegen 3 Uhr morgens trennte man sich. Der Todeskandidat ging allein zur Brücke. Auf der Mitte des Viadukts entledigte er sich des Rockes und Hutes und vollführte nach der Greizer hin den entsetzlichen Sprung in die Tiefe. Ein Aufspritzen der jetzt hochgehenden Göltzsch, und alsbald schwamm ein äußerlich anscheinend wenig verletzter Leichnam ab. Bei Jahns Wehr wurde er kurz nachher aus der Flut gezogen. Was den Beklagenswerten zu der entsetzlichen That getrieben, darüber verlautet z. Z. nichts näheres. Der Sturz von der Brückenballustrade bis zur Sohle des Göltzschbettes mißt 78,5 Meter. Gerichtssaal. 8. Darmstadt, 5. Oktober. In der heutigen Schwur- gertchtsoerHandlung gegen den 43 Jahre alten israelitischen noch ledigen Kaufmann Simon Heil von hier, sowie gegen Bauunternehmer I. Leopold wegen betrügerischen Bankerottes resp. bet Leopold Beihilfe dazu verneinten die Geschworenen die Schuldfrage, nahmen vielmehr nur schlechte und nachlässtge Buchführung an und verurteilten den Angeklagten Heil zu 6 Monat.» Gefängnis, unter Annahme mildernder Umstände und Anrechnung von 3 Monaten Untersuchungshaft. Leopold wurde ftetgesproch.», auch Heil wurde vorläufig tuf freien Fuß gefitzt, da Fluchtverdacht nicht oorliegt. Die SchwurgerichtSsefston fand damit ihren Abschluß» △ Dudenhofen, 5. Oktober. Der 17jährige Maurerlehrling Adam Kratz dahier wollte kürzlich den nach Offenbach fahrenden Frühzug benutzen und bestieg die Plattform des Wagens 4. Klaffe. In den Wagen selbst konnte er nicht gelangen, weil einige Fahrgäste aus Ntederroden von innen den Zugang versperrten, obgleich der Wagen noch für mehrere Psssagicre Platz bot. Der Aufforderung des diensttbuenden Schaffners, entweder in den Wagen hineinzugehen oder die Plattform durch Absteigen zu verlassen, kam Kratz nicht nach, weshalb er mittelst -Strafbefehls in eine Geldstrafe von 10 Mk. genommen wurde. Auf seinen hiergegen erhobenen Einsp-uch wurde er heute vom Seligenstädter Schöffengericht von Strafe und Kosten fretgckprochen. Das Gericht ging von der Ansicht aus, daß Kratz den Wagen nicht habe verlaffen können, ohne sich, ds der ohnehin verspätete Zug jeden Augenblick abfahren konnte, der Gefahr eines Unglücks auszusetzen. Anderseits sei ein Passagier nicht verpflichtet, sich gewaltsam Zutritt in einen Wagen zu verschaffen; daö sri vielmehr lediglich Sache des Bahnpersonals. Darum auch sei es korrekter gewesen, die renitenten Fahrgäste im Wagen zur Aufgabe ihres Widerstandes aufzufordern und event. zur Anzeige zu bringen. Der Amtsanwalt hatte nur eine Herads tzung der verhängten Geldstrafe beantragt. Die Kosten fallen der Staatskasse zur Last. Die „Harmlosen" vor Gericht. (Fortsetzung.) Berlin, 5. Oktober 1899. Pr; Schwind! verlieft ein Telegramm des Generals v. Kröcher, wonach derselbe heute Mittag als Zeuge erscheint. Zeuge Hauptmann v-Unger, über das Ausscheiden des Angeklagten v. Kröcher au6 dem aktiven Dienst befragt, teilt mit, hierüber nichts zu wissen. Z^uae Regierungs Referendar v. Kardorff-Ltegnitz bckundet, düß er zum Eröffnungs-Diner des Klubs der Harmlosen eine vom Grasen Egloffstetn unterzeichnete Einladung erhalten habe. Auf Befragen weshalb er der Einladung nicht Folge geleistet, erwidert der Zeuge lachend: Zu einem Diner, zu welchem Graf Egloffstetn cinlabet, gehe man doch nicht. Auf die Frage nach dem Grunde sagt der Zeuge, daß der Graf vom 10 Ulanen Regiment in BreSlau unter eigentümlichen Umständen verabschiedet worden sei. Der Präsident fragt ob die Berliner Herren hiervon nichts gewußt hätten, worauf der Zeuge erwidert: Merkwürdigerweise nicht. Er, der Zeuge, habe es als Schlesier gewußt. Wetter teilt Zeuge auf Befragen mit. er habe vor dem Eröffnungsdiner seinem Erstaunen darüber Ausdruck gegeben, daß man mit dem Grafen Egloffstein verkehre. Zeuge, welcher Couleurbruder des Angeklagten v. Kaiser war, kann wider denselben nichts Ebrcnrübriges nachsagen. Auch sei der Angeklagte sogar nach der Veröffentlichung der Artikel des Berliner Tageblattes nicht aus der Verbindung ausgestoßen worden. Im weiteren Verlauf der Verhandlung kommt es zu einer erregten Debatte über die Frage, 03 der Zeug- o. Äarboiff gespielt habe, um seine Lebensoerhältnisse zu verbessern. Der Zeuge erklärt in äußerst lebhaftem Tone: selbstverständlich sei sein Sinn nicht von vornherein darauf gerichtet gewesen. seinen Lebensunterhalt durch das Spiel zu verbessern. Dec Präsident rügt das unpassende Auftreten des Zeugen v. Kardorff. Er ruft demselben zu, er sei hier nicht Partei, sondern Zeuge und habe einen Ton anzufchlagen, wie er es in seinen Kreisen gewohnt sei. Zeuge will daraus erwidern, erhält aber vom Präsidenten das Wort nicht. Derselbe sagt äußerst energisch: W-nn Sie sich nicht ruhig verhalten, werde ich Sie in Strafe nehmen; das wäre ja unerhört, wenn ein Zeuae die Situation beherrschen wollte. Der Zeuge entschuldigt sich schließlich wegen seiner Erregung und wird darauf entlassen. Der nächste Zeuge ist der Leutnant o. Bullert- Poppenberg. Er hat mehrmals mit dem Angeklagten v. Kayser zusammen gespielt, kann aber über dessm Verhalten beim Spiel Kirch (hat Sonntag den 8. 3 Bormittags 9% U . Beichte unb Hei/. ’ gemfinbe. Mnmelbung erbten. Bormittaas 11% Ub\ Planer Schlosser. (Boi . y Dir feierliche Eröffn Mdet vonntag den 15 BS* ™ fow MatthMMerndr imN Atnn und AnMngen t $ie Anmeldungen flegengenommen: «KH $tr ”a?nb W' I6urn "ndLgteriv. von den M beim Hi" habe \ ack-i-Ln von btE '^ her R- hell der ßfluptnl d-r Uebni sei noch heu 1onbern -z-s SSÄfi» £-“-wS gegeben habe. W machen, in welcher Dm ihm seinerzeit von dem ö verschiedenen Phasen des Lerlause wird der baß er verschiedene Unter Manteuffel gehabt habe, : Journals' vom 25. Sepie, mar! erllart, daß der Ast v. Manteuffel beruhe. H- ihn günstig achusogen, d batten. Hm von Ma geschrieben. Der Gerichts Wiedererscheinen sagt der Initiative in Erwägung g- ber Untersuchung die Haste scheine, weil der dringende nicht mehr vorhanden sei i erfolgt sei. Sämtliche' Bert geklagten. Tie Angeklagten die Erklärung abzugeben, d nicht von Berlin entsernen W Ertlänmg ab. Der 6u% tot W zu enAffen, liegt. Die AngeUagten w wesenden Freunden herzü, und küßt ihren Sohn. Obftver här*--. SeUn-A ZS sKZ et Äreirt« habe». «;■ sind, fD x. °»I litt 6® Ntt. ' Onlrieten i• * d°i lN ein, ’Jj* M ^'Inhr>verke oft . Durch dag' fische ""er n Länasri^ b $ge, "9famtenx $ei5 un9 ">it ■QlübaÄ Daß ’unbern fi* j. Ü.^ahr- yspSK sfifisi* “‘"'toietlen Erl-ß'* ion«6eam((t 6im rg ■, W M. ®Ä 5? lnl018t btt UnfäHe iT .W« wxtt» t um$tkitb^Onl,:ol™It ÄB ■Itn”i"n- * Mr Rangierer zu viel ,er»"l'». b«5 die an! Ä3",IWl 6(hgt ®W* nSEch btf werde. S dem bereits gemeldet« Scharf von der Söltzschthal. !; ?, dm Leichnam ist thai- 'b Jahre alte Expedient?rtit fljr nach beendeter Sienfoeit dem MMr entlasten worden fen war. Der junge Mann 'N aus Leipzig in Reichen- i die späte Kcht mit einigen ie irgendwelche Andeutungen leben, schrieb dort auch noch aan sich. Der Dodeskandidat VtadÄts enttedtgte er sich Glüzn hm dm echch irthrn der jetzt hochgehendm tich anscheinend wenig verletzter ■t kurz nachher aus der Flut >er entsetzlichen That getrieben, Der Sturz von der »rüdem les mißt 78,5 Meter. aal. in der heutigen Schwur- 143 Jahre allen israelitischen J von hier, sowie gegen Baa- itrügertschcn Äankt- ötrndnten bk Geschworenen schlechte unb fügten fall zu 6 Monaten Umstände unb Anrechnung jpo\b wurde fketgchrvch-u, & VW, da WWW >n sarrd dmtttd'.mWM, )er 17 jährige Maulerlehilmg den nach Lstendach fahrenden ittform des Wagens 4. ßlaste. Klangen, weil einige Fahrgäste eng ocrlperrlen, obgleich der nijti bot. Der Auffoiderung r in den Wagen 6WM u verlaffw, kam Kratz nicht in eine Geldstrafe von 10 M " erhobenen Eich-uch müde erl6t von SiraseuodAostn „ fflnfüt aus, daß Kratz ÄÄAZ „®<6m aW zur Last- vor Gericht. imtn des @£%fl'up/mann ierscheint. M» bem £S* über nl^iyu R jUB2 ÄÄ4S.'* ,Ä».ä !ZW äußr'st ' -«laus ®et Dorn^ l zu D/, Uhr und abends um.8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 8. Oktober. 20. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 61/g Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Meffe; vor und in derselben Austeilung der heil. Communion; Vormittags um 8 Uhr: die zweite heil. Meffe; „ um 9Vs Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2'/» Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranzandacht mit Segen. Im Oktober ist an den Werktagen täglich des Abends um 6V2 Uhr Rosenkranzandacht mit Segen. Gotterdieuft der israelitischen KrligionsgrseSschast. Sabbathfeier am 7. Oktober 1899. Freitag abend 5» Uhr, Samstag vormittag 8bo Uhr, nachmittag 8 Uhr, Sabbathausgang 6»r Uhr. Nachmittag 2»o Uhr Schrifterklärung. Wochengottesdienst morgens 630 Uhr, abends 5W Uhr. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 6. Oktober. Bei schönem Wetter ist das Kaiserpaar gestern mittag um 2,/2 Uhr von Rominten in Elbing eingetroffen und sofort durch die Stadt nach Kabinen gefahren. Daselbst traf das Kaiserpaar gegen 41/2 Uhr ein und wurde durch den Landrat v. Etzdorf und dessen Gemahlin empfangen. Das Kaiserpaar verblieb die Nacht in Kabinen und trifft heute mittag 12 Uhr in Elbing wieder ein. Die Abreise nach Marienburg erfolgt bald darauf. Berlin, 6. Oktober. Der Pariser „Siöcle" brachte kürzlich einen Artikel, in dem behauptet wurde, der deutsche Staatssekretär v.Bülow habe imJuni 1898 unter der Hand gewisse Versicherungen in der Dreyfus-Angelegenheit, insbesondere über eine eventuelle zeugeneidliche Vernehmung des früheren Militär-Attaches Oberst v. Schwartzkoppen abgegeben. Schon das mangel-- hafte Deutsch des Textes der dem deutschen Staatsmann in den Mund gelegten Erklärung ließ die Angabe des Pariser Blattes als unglaubwürdig erscheinen. Die „Berliner Neuest. Nachr." können aber auch positiv versichern, daß die Erzählung erfunden ist. Wien, 6. Oktober. Der Beschluß des Exekutivkomites der Rechten, zur endgiltigen Erledigung des Sprachen st reites mitzuwirken, wird von der liberalen Presse in zustimmendem Sinne besprochen. Die „Neue Freie Presse" erklärt, die Rechte habe begriffen, daß es in ihrem eigenen Interesse liege, den Bemühungen der neuen Regierung, wieder normale Zustände im Abgeordnetenhaus herbeizuführen, keine Hindernisse in den Weg zu legen. Das „Neue Wiener Tageblatt" schreibt: Aus der Resolution gehe hervor, daß die Majorität die Situation acceptiere, mit welcher auch gleichzeitig die Aufhebung der Sprachen- Verordnungen verbunden ist. Paris, 6. Oktober. In Kolonialkreisen wird versichert, daß der Kciegsminister im Einverständnis mit dem Kolonialminister beschlossen hat, eine Kolonne mit Feldartillerie zur Verfolgung Voulets abzusenden, da derselbe sich in offener Rebellion befinde. Paris, 6. Oktober. Die Budget-Kommission beschloß mit 13 gegen 7 Stimmen die Abschaffung der französischen Gesandtschaft beim Vatikan. Transvaal. Loudon, 6. Oktober. Nach einer Meldung aus Johannesburg wurde der Kommandeur Schutte zum Militär-Gouverneur für den Rand-Distrikt ernannt. Alle Engländer müssen binnen 48 Stunden abreisen, andere Landsleute dürfen bleiben. Einige Minen sollen von der Negierung betrieben und das Gold für den Krieg benutzt werden. London, 6. Oktober. Die Anstalten für den Transport der Frauen und Kinder sind nach einer Meldung aus New-Castle bereits getroffen. Auf dem dortigen Bahnhofe ereigneten sich herzzerreißende Szenen bei der Abreise der ersten Flüchtlinge. Die Bewohner von New-Castle beschlossen, keine Verteidigung zu versuchen. Das Fort wird aufgegeben. Loudon, 6. Oktober. Nach einer hier eingetroffenen Meldung rückten die Buren bereits bis sieben Meilen von Charlestown vor. Bei der Artillerie der am Samstag eingezogenen Truppen des Oranje-Freistaates sollen auch deutsche Flüchtlinge sein. London, 6. Oktober. Der Oranje-Freistaat hat durch einen öffentlichen Erlaß die Ausfuhr von Getreide, sowie Lebensmitteln ohne vorhergegangene amtliche Erlaubnis verboten. Rom, 6. Oktober. Der Papst hat dem Kardinal Vaughan, dem Nuntius in London, Weisung gegeben, alles zu versuchen, um den Frieden aufrecht zu erhalten. Paris, 6. Oktober. Es wird befürchtet, daß die Zulus, Basutvs und die Matabele rebellieren und alles niederhauen werden. r WMiltmWM Obstverkauf. Die im Kreisamtsgebäude dahier lagernden Kelter Aepscl (ci. 15 bis 20 Emtner) sollen ver kauft werden. Angebote hierfür sind bis Mittwoch deu 11. d. M., vormittags 9 Uhr, im Amtszimmer derUnter;eichneten einzureichen. Gießen, den 5. Oktober 1899. Der Großh. Kr.i?bamnspektor. Stahl. 7189 OlllpfMllWll MW. MMM. Freibank. 7080 Heute und morgen: MMch 50Jfg. KWW zu haben. 7175 DampfMvlkerei. 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Größtes und ältestes Institut in diesem Genre. Doicken Amalie Moritz Werner, Stabs- rrompeter, Pa'eska Wuppe von VorowSky Lehmann Schulze Kapelle des Grossh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 116, Kaiser Wilhelm unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Margaretha Becker gestern abend sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Familie Magnue Becker. , Ludwig Becker. „ Heinrich Wolf. 6M.'/-8WM.eonf. V-9 |lhr §rm. Haushaltnugsschule. Donnerstag den 19. Oktober l. I, vormittags 8 Uhr, beginnt im Schulhause in her Nmstadt ein achtwöchentlicher Kursus der Haut Haltungsschule. Die Schülerinnen werden in weiblichen Handarbeiten, besonders aber im Kochen und in der Führung eines einfachen Haushaltes unterrichtet. Diejenigen, welche d Nachen scheinen, der mi Neger dort ein Ende ein stilles Einvernehm und öem gleichfalls 1 Mount im Norden m Negerrepublik grenzt, wußter Kolonialarbeit von Liberia in seine H des Landes an der K> Fluß auf liberianisä Errichtung eines steh. Frankreichs in Monrot Die Wepublit sklaven aus ben Siibfta u'schen Küste unter am vurde, hat nie eine st okkupierten Lande herzu ihre Herrschaft auf rm l'chste neben der am C des Landes, Monrovia und Kap Palmas sind Infolge des una Korruption der Beam borenen, geht Liberia die sicher längst den erschöpften {tinan * die Arme Aff' * * da unse ?u^er w einem gröften in Iberia f0[n, Äufammenbru 6.X» toliji bie‘J2°nei196111 Mit* ®6etia eil ?•*** Ä 'V