Deutsches Reich. Berlin, 5. September. Die „Kreuzzeitung" erklärt, daß die Blättermeldung über Gegensätze innerhalb der konservativen Partei jeder Begründung entbehre und daß die Partei das Bild voller Einigkeit darbiete. — Wie die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet, ergeben hier eingetroffene amtliche Meldungen, daß die englische Zeitungsnachricht von ernsten Unruhen im Hinterlande von Kiautschou erfunden ist. Im Hinterlande von Kiautschou herrscht Ruhe. Chinesen sind daselbst nicht erschossen worden, und Freiherr v. Ketteler hat keine Veranlassung gehabt, drohende Vorstellungen beim Tsung- li-Aamen zu machen. — Zu der Meldung, daß in Cettinje die Errichtung einer diplomatischen Vertretung Deutschlands geplant werde, schreibt die „Post", daß in Montenegro schon seit langer Zeit der Wunsch gehegt wird, ist wohl bekannt. Bis jetzt ist jedoch an hiesiger maßgebender Stelle seitens amtlicher Kreise des Fürstentums Montenegro noch kein diesbezügliches Verlangen geäußert worden. — Zur Kölner Erzbischofsfrage erfährt die „Rhein.-Westf. Ztg." von gut unterrichteter Stelle, daß als Kandidaten nur ernsthaft in Betracht kommen der Bischof Dingelstedt-Münster und der Bischof Simar-Paderborn. Beide Herren seien in Berlin durchaus genehm. Falls es zur Wahl komme, werde zwischen diesen beiden die Entscheidung fallen. Das Kölner Kapitel habe die päpstliche Zusicherung, daß sein Wahlrecht durch die bisherige Zusicherung nicht beschränkt werde. Indessen spitze sich die ganze Frage darauf zu, ob es überhaupt zur Wahl komme. Es sei wahrscheinlich, daß im Einverständnis mit der Regierung der apostolische Stuhl den Bischof Sim ar zum Erzbischof ernenne. München,5. September. General v. Safferling, der frühere bayerische Kriegsminister, ist heute morgen gestorben. Ausland. Wien, 5. September. Blättermeldungen zufolge unternahm Graf Thun die Einberufung einer gemeinsamen Partei-Konferenz, in welcher über die Art verhandelt werden soll, wie die Forderung der Deutschen betreffs der Aufhebung der Sprachen-Derordnung, ohne die Tschechen zu verletzen, durchgeführt werden könnte. — Wie in amtlichen und militärischen Kreisen versichert wird, soll gegen den neuen Zeugen im Prozeß z» Rennes, Cernuschi, weil derselbe noch im österreichischen Armee-Verbande steht und weil er Oesterreich ohne Erlaubnis verlassen hat, das militärgerichtliche Verfahren wegen Desertion eingeleitet werden. Er wird von seinen Kameraden als geistig nicht normal bezeichnet. Man hält ihn für erblich belastet, da seine Mutter im Jrrenhause gestorben ist. , Aussig, 5. September. Der Handelsminister Baron Dipauli besuchte hier eine Fabrik. Die Gemeinde-Vertretung hatte demonstrativ jede Begrüßung unterlassen, weshalb der Minister sofort wiederabreiste. Budapest, 5. September. Der Minister des Innern ordnete an, daß sächsische Nationalfahnen in Siebenbürgen bei festlichen Anlässen an öffentlichen Gebäuden nur bei gleichzeitiger Vertretung der ungarischen Arfjer "" er oder w Brief 239.80 flrbentW »9.75 99 20 2476 100.80 50.60 100.00 loht eßcnMOM »rll 81.05 169.60 4.161/, chM iti iw“. 8 Q II vankaoten f, dto. pteniber 1899. sterr. Eilbrnrnte fl. -sü'Reute rtugiefen pcaner nopol'flkittyn von 1887 ilb. Rentenb. DM. räil DbL 101» )tÄpM.utttM?04 16U0 rRJ2MDMrebS&-611900 9896 .-„SW SKS-Ä." WM Zum Ministerwechsel in Prentzen schreibt uns unser Berliner xxKorrespondent: Als Freiherr v. d. Recke v. d. Horst vor einigen Tagen Berlin verließ, um auf „Urlaub" zu gehen, da war- es ausgemachte Sache, daß er sein Portefeuille niedergelegt hatte. Deshalb kam die Bestätigung seines Rücktrittes niemandem überraschend, umsomehr als der bisherige Minister des Innern schon seit längerer Zeit als sehr amtsmüde bezeichnet worden war. Dagegen hat wohl niemand im jetzigen Augenblick an den Rücktritt des Kultusministers Dr. Bosse gedacht. Zwar ist sein Rücktritt schon zu wiederholten Malen angekündigt worden, und es hieß mehrfach, daß er selbst dringend seine Entlassung wünsche, aber jetzt war man doch nicht auf einen Wechsel im Kultusministerium gefaßt. Von politischer Bedeutung ist nur der Rücktritt des Ministers des Innern und zweifelsohne auf die letzten Sochbedeutsamen Ereignisse zurückzuführen, wie sie die Kanal- cage gezeitigt hatte. Der Minister des Innern ist Chef der gesamten Landesverwaltung, der direkte Vorgesetzte der Oberpräsidenten und der Regierungspräsidenten, denen wiederum die Landräte untergeordnet sind. Es ist erklärlich, daß in dem Augenblick, wo die Staatsregierung gegen einen Teil der Verwaltungsbeamten mit besonderen Maßregeln vorgeht, die Stellung des betreffenden Ministers stark in Mitleidenschaft gezogen wird, und in diesem Sinne ist es zu verstehen, wenn der Ressortchef seine Entlassung nimmt. — In der inneren Politik Preußens tritt der Minister des Innern schon in seiner Eigenschaft als „Polizeiminister" stärker hervor, und Herr v. d. Recke hatte denn auch eine große Zahl Gegner sich im Laufe der Jahre „erzogen". Was seinen Nachfolger, den bisherigen Regierungspräsidenten Freiherrn v. Rheinbaben in Düsseldorf betrifft, so hat man von diesem noch nicht gehört, daß er eine entschiedene Parteistellung einnimmt. Uebrigens erinnern wir uns, daß er schon als Ministerkandidat genannt wurde, da Herr von Köller seine Entlassung nahm. Herr v. Rheinbaben ist einer der jüngsten Minister, die wir gehabt haben, man darf also auf eine ganz hervorragend tüchtige Kraft schließen. Es kommt ihm vielleicht im Kampfe mit den Parteien, der auch ihm nicht erspart werden wird, zu statten, daß er nach keiner Seite hin politische Verpflichtungen hat und daß er sich somit eine gewisse Unbefangenheit hat bewahren können. Jedenfalls scheint man an maßgebender Stelle auf ihn hohe Erwartungen zu setzen, die sich hoffentlich erfüllen. Dr. Bosse war bekanntlich seit 1892 Kultusminister, welcher Posten in Preußen ungemein viel Takt und Geschmeidigkeit erfordert. Der nunmehr zurückgetretene Minister hat ebenfalls manche Anfeindung erfahren, aber er verstand es, alle Schwierigkeiten zu überwinden. In frischer Erinnerung ist noch seine Auseinandersetzung mit dem Landwirtschaftsminister im Abgeordnetenhaus, und schon damals glaubten viele, es sei um Herrn Dr. Bosse geschehen. Aber die Wogen hatten sich wieder geglättet, ehe sie einen Schiffbruch im Gefolge gehabt hatten. Der jetzige Kultusminister, bisheriger Oberpräsident von Westfalen, Wirk!. Geh. Rat Studt, war seit 10 Jahren in seinem letzten Amte, wo er es verstand, die scharf sich kreuzenden Gegensätze auszugleichen und in hervorragendem Maße zur Hebung der westfälischen Industrie beizutragen. Im übrigen huldigt Herr Studt derselben positiv-christlichen Gesinnung wie sein Vorgänger, und es ist anzunehmen, daß das Kultusministerium auch ferner nach den bisherigen Grundsätzen geleitet werden wird. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die Zusammenstellung des preußischen Ministeriums vorläusig abgeschlossen, wenigstens dürften vor der Wiederzusammenberufung des Landtages keine weiteren Veränderungen eintreten. * * * Die Bekanntmachungen, in denen die gemaßregelten Landräte sich von ihren Kreisangehörigen verabschieden, sind zum Teil auch für weitere Kreise von Interesse. So heißt es in dem Schreiben des Herrn v. Bonin, bisherigen Landrats in Neu-Stettin: „Des Königs Majestät haben auf den Vortrag des Königlichen Staatsministeriums zu genehmigen geruht, mich in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen. Indem ich demgemäß mit dem heutigen Tage mein Amt niederlege, danke ich allen Kreiseinsassen, insbesondere den Herren Beamten, welche mir unterstellt waren, wie auch denen anderer Ressorts für das Vertrauen und die wirksame Unterstützung, welche Sie mir während meiner mehr als 25jährigen Thätigkeit als Landrat des Kreises entgegengebracht und gewährt haben. Ich scheide aus dem Amte mit dem Bewußtsein, in meinem amtlichen und außeramtlichen Verhalten immer nur das Wohl des Vaterlandes und des Kreises im Auge Ze^oÄ Ms«, i 3' Ito ö V? °n in M(l c ■**» iA; ?nlssm,tzr.^a üöer 0 Aiehnngsliken btt 0 0 > t Oktober einen $omatr- 0 e,n Eändiger Aahrpln- Q ilnen Naudkaleuder unenl- 5 ' < 0 I 5 Rk. 50 Pfa, m 0 nenPostanstolten zu belvKeii. 5 'SEI und Anzeiger« die n ■ *n mit nur 15 Pf. pro Men lungen entsprechender Rabatt, n wird täglich früh Q Donnerstag den 7, September Rr. 210 Zweites Matt 1899 General-Anzeiger Amts» uitb Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Ut 8njetgtn.eermitt(uBg«RtGtti bd In- tmfc KulUnH ae|incn Anzeigen für ken Gießener Anzeiger eetyye. Iin0«e Anzeigen zu der nachmittag» für de» MtaAea I«| erscheinenden Nummer Hl »arm. 1« Uhr. ■eteltten, Expedition und Druckerei: Ar. 7. «dreffe für Depeschen: Anzeiger Gießt». Fernsprecher Nr. 61. GratisbMagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Uolkslum-e. Dienstag vormittag nahm der Kaiser um 9 Uhr das Frühstück mit den Herren des Gefolges im Garten des kaiserlichen Palastes ein. Um 11 Uhr empfing er den Bürgermeister von Dar-es-Salaam, Soliman ben Rassr. Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht eine große Anzahl von Auszeichnungen anläßlich der Anwesenheit des Kaisers im Elsaß bei den diesjährigen großen Herbstmanövern. U. a. erhielt der Bürgermeister von Straßburg, Back, den Stern zum Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub und der Unterstaatssekretär des Ministeriums für Elsaß-Lothringen Dr. Petri, den Kronenorden 2. Klasse. DH. Berlin, 6. September. Gestern um 5 Uhr nachmittags begab sich der Kaiser in Straßburg zu den neuen Hafen- Anlagen auf der Sporen-Jnsel und kehrte um 6 Uhr nach dem Statthalter-Palais zurück, wo er am Abend eine Abordnung aus Schlettstadt empfing, welche Pläne und Ansichten der Hoch-Königsburg überreichte. Um 7 Uhr fand Tafel für die Civil-Behörden statt. »eiMM teil vierteljährlich 2 Mark 20 Pf«, monatlich 76 Pf« mit vringerlatz». Bei Postbezug Ü Mark 50 Pj^. ^ierieljährltch gehabt zu haben, und bitte die Bewohner des Kreises, mir ihr bisheriges Vertrauen und Wohlwollen auch ferner er- ;alten zu wollen. — Herr v. Kotze, bisheriger Landrat ;es Kreises Wanzleben, erläßt folgende Bekanntmachung: „Nachdem Seine Majestät der Kaiser und König geruht haben, mich zur Disposition zu stellen, habe ich mein Amt mit dem heutigen Tage niedergelegt. Ich kann indessen nicht aus meinem Amte scheiden, ohne den Herren Bürgermeistern und den Herren Amts-, Gemeinde- und Gutsvorstehern, sowie den Eingesessenen des Kreises für die Unterstützung, die ich während meiner 16 jährigen Thätigkeit als Landrat des Kreises jederzeit gesunden habe, meinen herzlichsten Dank auszusprechen." — Die Verfügung, in der den Gemaßregelten ihre Amtsentsetzung mitgeteilt wurde, beschränkte sich lediglich auf die kurze Nachricht von der erfolgten Stellung zur Disposition. Der bisherige Landrat des Kreises Dramburg, Herr v. Brockhausen, teilt den ihm zugegangenen Erlaß des Oberpräsidenten in Stettin im Wortlaut, wie folgt, mit: „Des Königs Majestät haben auf den Vortrag des Königlichen Staatsministeriums mittels Allerhöchsten Erlasses vom 26. d. Mts. auf Grund der Bestimmung im § 87 Nr. 2 des Gesetzes vom 21. Juli 1852, betreffend die Dienstvergehen der nicht richterlichen Beamten, zu genehmigen geruht, Sie, im Interesse des Dienstes, in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen. Indem ich Ihnen hiervon Kenntnis gebe, ersuche ich Sie, Ihr Amt sofort niederzulegen. Stettin, den 1. September 1899. Der Ober-Präsident der Provinz Pommern. In Vertretung: v. Strantz." ___________________________________________ Das Kaifermanöver. R. Die Parade des 15. Armeekorps am Montag fand bei herrlichstem Wetter statt und nahm einen glänzenden Verlauf. Der Kaiser traf Punkt 10 Uhr auf dem Paradefeld, dem Polygon, ein und wurde von dem zahlreich versammelten Publikum stürmisch begrüßt. Er ritt die Front des ersten Treffens ab und besichtigte das zweite Treffen vom linken Flügel aus. Es fanden zwei Vorbeimärsche statt. Der Kaiser setzte sich zweimal an die Spitze des Hannoverschen Königs-Ulanen-Regiments Nr. 13. Die anderen Fürstlichkeiten, die Chefs von Regimentern sind, führten diese persönlich vor. Nach der Parade hielt der Kaiser Kritik ab und zog an der Spitze des Manen- Regiments Nr. 13, dem die Standarten-Schwadron und Fahnenkompagnie folgten, in die Stadt ein. Gegen 2 Uhr traf der Kaiser vor dem Palast ein, zu seiner linken ritt der Großherzog von Baden. Um 6i/2 Uhr abends fand im kaiserlichen Schlosse Paradetafel statt. An derselben nahmen Teil: Der Großherzog von Baden, Prinz Regent Albrecht, der Erbgroß- herzog von Baden, der Statthalter Fürst zu Hohenlohe- Langenburg, Generaloberst der Kavallerie Graf Waldersee, die kommandierenden Generale Graf Haeseler und Freiherr v. Meerscheidt-Hülleffem, die nähere Umgebung des Kaisers, die Kabinetschefs, die Generalität, die fremdherrlichen Offiziere, sowie die Kommandeure der Regimenter und selbständigen Bataillone, die heute in Parade gestanden haben, ferner der Staatssekretär v. Puttkammer und der Bezirkspräsident v. Halm. Der von dem Kaiser bei der Paradetafel ausgebrachte Trinkspruch hatte folgenden Wortlaut: ES gereicht Mir zur besonderen Freude, Ihnen, Herr General, und dem Korps Meinen Glückwunsch zur heutigen Parade auSzu- sprechen. Sie werden es Mir bei diesem Anlatz nicht verdenken, wenn Ich zu gleicher Zeit wehmutsvoll eingedenk Ihres von uns allen und dem KorpS so hoch verehrten Vorgängers, noch einmal dankbar an die Jahre erinnere, während deren er seine volle körperliche und geistige Rüstigkeit, biS zum letzten Augmblicke seinem Kriegsherrn dienend, für dieses Korps eingesetzt hat. Sie haben auf der Grundlage, die er gelegt, aufbauend, das Korp« heute in ganz vorzüglicher Verfasiung vorführen können. Ich wünsche, daß eS alle Zeit, auch im nächsten Jahrhundert, so brav unb tüchtig seine FriedensauSbildmig betreiben möge, damit eS stets feiner hohen Aufgabe gerecht bleiben möge, im Schatten des ewigen Munsterdomes dieser herrlichen Stadt. Ich leere Mein Glas und trinke auf daS Wohl des fünfzehnten Armeekorps! Hurra! Hurra! Hurra! Der König von Württemberg war bereits um 6y2 Uhr abends nach Stuttgart abgereist; der Erbgroßherzog von Baden begiebt sich heute abend IP/2 Uhr zu seinem Armeekorps nach Koblenz. Der Kaiser verlieh, wie weiter gemeldet, wird, dem Königs-Ulanen-Regiment Nr. 13 die Fahnenbänder in Weiß und Orange und übergab sie dem Regiment mit einer Ansprache auf dem Paradefeld. Am Abend fand ein großer Zapfenstreich vor dem Kaiferpalast statt; gleichzeitig wurde vom Turm des Münsters ein glänzendes Feuerwerk abgebrannt. Die Stadt ist festlich erleuchte^. K Gießener Anzeiger Nationalfahne verwendet werden dürfen. Private dürfen die sächsischen Fahnen überhaupt nicht verwenden. Paris, 5. September. Das Amtsblatt veröffentlicht heute das Dekret betreffend die Zusammenberufung des Senats als höchsten Gerichtshofs in der Komplott- Angelegenheit. Im ganzen sind 44 Personen in die Affaire verwickelt. Davon befinden sich 25 in Haft, die übrigen sind flüchtig oder befinden sich noch auf freiem Fuß. Der bereits fertiggestellte Bericht des General-Prokurators wird der Untersuchungs-Kommission des Senats, welche aus 9 Mitgliedern unter dem Vorsitz des Senators Beranger besteht, demnächst zugestellt werden. Die Kommission, welche die Voruntersuchung in der Komplott- Angelegenheit leiten wird, dürfte 5 bis 6 Wochen damit zu thun haben, sodaß die Angelegenheit erst Ende Oktober den obersten Gerichtshof beschäftigen wird. Als Hauptbelastungsgegenstand gelten vorgefundene Listen, in welchen bereits die Beamten bezeichnet wurden, die nach dem Sturz der Republik in die Stellungen der jetzigen Beamten einrücken sollen. Unter den in Aussicht genommenen Persönlichkeiten, die in den Listen aufgeführt sind, befinden sich auch mehrere der außer Dienst befindlichen Generale. Warschau, 5. September. Auf Veranlassung des Unterrichtsministers ist in den hiesigen Schulen der Unterricht von nun an auch in der polnischen Sprache zulässig. Belgrad, 5. September. Der am Montag verstorbene frühere Ministerpräsident Ristic ist 1831 in Kragujevatz geboren; er studierte in Heidelberg, Berlin und Paris und stand seit 1854 im Staatsdienst seines Vaterlandes. Schon 1865 wurde er Ministerpräsident, sowie 1872 während der Minderjährigkeit des damaligen Fürsten Milan Mitglied der Regentschaft. Nach einer kurzen Unterbrechung übernahm er 1876 abermals die Leitung des Ministeriums und führte die serbische Politik in den folgenden Jahren der orientalischen Krisis zu den großen Erfolgen der Unabhängigkeit und Gebietserweiterung. Er stürzte 1880, weil er sich durch feine Ausdehnungspläne gegenüber der österreichisch-ungarischen Regierung unmöglich gemacht hatte. Darauf wurde er das Haupt der russophilen, liberalen Partei und als solches von 1887 bis 1888 wiederum Ministerpräsident. Als 1889 eine Regentschaft für den jungen König Alexander Nötig wurde, trat Ristic als erstes Mitglied in dieselbe ein und verblieb auf diesem leitenden Posten bis 1893. Seither hat er im politischen Leben Serbiens keine so große Rolle mehr gespielt, erfreute sich indessen bis zu seinem Lebensende hervorragenden Ansehens als einer der erfahrensten Staatsmänner des jungen Königreichs. Wegen seines Ablebens ist der Beginn des Attentats-Prozesses auf Freitag verschoben worden. Das Leichenbegängnis findet auf Staatskosten unter großem militärischen und kirchlichen Pomp statt. Die Belgrader Besatzung wird in den Straßen und der Kathedrale den Ehrendienst versehen. In Vertretung des Königs Milan trifft aus Nisch hier der Ministerpräses Georgievic ein; er hält die Leichenrede. Viele Geschäfte sind heute schon geschlossen, ebenso das Nationaltheater. Vom Giebel des Konak weht seit gestern die Trauerflagge. Gibraltar, 5. September. Der amerikanische Admiral Dewey ist an Bord der „Olympia" hier eingetroffen und stattete dem Gouverneur einen Besuch ab. An Bord, der „Olympia" werden mehrere Feste stattfinden. Mates mck ProomKürs. Gießen, 6. September 1899. "Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 19. August dem Arbeiter Josef Albert zu Mainz das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue Arbeit" zu verleihen. • * Oeffentliche Lesehalle. Im Monat August sind — bei 9 Leihtagen — 1065 Bände verliehen worden, 34 Bände nach auswärts. Wir können also, da sich während der Sommermonate die Benutzungsziffer nur sehr wenig verringert hat, als jährliche Durchschnittsziffer für den Monat 1500 Bände angeben. Von den 1065 Bänden kommen auf: Illustrierte Zeitschriften 247, Erzählende Litteratur 524, Jugendschriften, Sagen, Märchen 243, Versdichtungen 8, Geschichte 4, Krieg 7, Naturwissenschaften, Technologie 23, Philosophie 5, Litteraturgeschichte 1, außerdeutsche Texte 3 Bände. Es wurden verliehen an: Männer: Handwerksmeister 51, Beamte 44, Kaufleute 58, Aerzte, Ingenieure zr. ähnl. 8, Techniker, Schriftsetzer 38, Arbeiter 31, Diener, Burschen 14, Lehrlinge, Gehilfen 257, Schüler 312, Studenten 6, ohne äußeren Beruf 11, zusammen 830 Bände; an Frauen: Ehefrauen, Witwen 44, Gewerbtreibende 27, Arbeiterinnen 7, Beamtinnen 4, junge Mädchen, Lehrmädchen 153, zusammen 235 Bände. — Vor Beginn des Winters, der uns eine starke Vermehrung der Leserzahl zu bringen schon jetzt Miene macht, möchten wir uns erlauben, aufs neue um besondere Beachtung der Benutzungsbestimmungen unserer Bibliothek zu bitten. Namentlich ist um eines glatten Geschäftsganges willen folgendes zu beachten: 1. Leihkarten (zu 5 Pfg. das Stück) können nur vom Entleiher selbst und nur in der Lesehalle unterschrieben werden, nicht von Bekannten oder Freunden des Entleihers. 2. Bücher nur persönlich abholen und zurückbringen, soweit möglich, oder durch Familienangehörige besorgen lassen, nicht aber durch Bekannte, Freunde, Kollegen u. s. w. 3. Beim Wegzuge von Gießen die entliehenen Bücher vorher persönlich (nur persönlich!) abgeben. Es gilt uns für einen groben Mangel an Anstandsgefühl, wenn einer, der von Gießen wegzieht, sein Buch einem Dritten oder Vierten rc. zur Weiterbeförderung übergiebt. 4. Wohnungsveränderungen sogleich bei uns anmelden, sofern man noch Bücher von uns entleihen will. 5. Nicht kleine Kinder in die Lesehalle schicken. Erstens ist mit Kindern ost schwer und umständlich zu verhandeln, sodaß der flotte Betrieb sehr beeinträchtigt wird, und zweitens herrscht bei uns oft ein Gedränge, das für kleine Kinder gefährlich werden kann: Bücher haben spitze Ecken! Lieber einmal mit Lesen aussetzen, wenn man verhindert ist, selbst in die Lesehalle zu gehen, als ein kleines Kind schicken. * * Neue Ansichtskarten. Großherzogin Viktoria Melita und die Großherzogin mit Prinzeß Elisabeth, zwei Ansichts-Postkarten in verschiedenfarbiger Ausführung, sind heute im Kunstverlag Elbert in Darmstadt erschienen, und verfehlen wir nicht, auf diese wirklich schönen Karten auch an dieser Stelle hinzuweisen. Dieselben sind in Autotypie nach neuesten Aufnahmen hergestellt, und geben die Originale in größter Schärfe wieder. • • Manöver. Unter klingendem Spiel passierten heute morgen 8 Uhr die Bockenheimer Husaren auf dem Ritt ins Manöver unsere Stadt. * * Im Zeichen des Verkehrs scheinen Berlin und Gießen nicht zu stehen; wenigstens brauchen Briefe von dort nach hier, wie wir belegen können, oft zwei Tage. So erhielten wir erst gestern abend wieder einen .solchen mit dem Aufgabestempel Berlin 3,/9. 99. 4—5 N. und dem Ausgabestempel Gießen 5./9. 99. 5 — 6 N. ! ! ! * * Rad-Klub „Germania". Unter diesem Namen hat sich vor kurzer Zeit obengenannter Verein gebildet. Derselbe bezweckt, durch Veranstaltungen von Dauer-, Reigen- und Wettfahrten, den Radfahrsport zu fördern, sowie durch gesellige Zusammenkünfte seinen Mitgliedern Gelegenheit zu bieten, sich von den neuesten Vorteilen und Vorzügen aller Radfahrartikel zu überzeugen. Aufnahmebedingungen und mäßige Beiträge erleichtern den Beitritt. All Heil! * • 78 Ehescheidungen haben im Großherzogtum Hessen im abgelaufenen Jahre stattgefunden; davon kommen 44 allein auf o'ie Provinz Rheinhessen, auf Starkenburg 24 und auf Oberhessen 10. • Für Markeusammler dürfte es sich empfehlen, auf die Postmarken, welche am 9. September zur Abstempelung kommen, Acht zu haben, da dieselben sicherlich später mehr Wert haben werden wegen des Stempels: 9. 9. 99. * * Das neue Gesetz über die Einführung der Klafseu- lotterie in dem Großherzogtum Heffen, welches am 1. September in Kraft getreten ist, hat, wie wir schon kurz berichteten, eine bis jetzt in Hessen noch nicht gekannte Gesetzesbestimmung eingeführt. Der noch heute giltige Artikel 234 des Hess. Polizeistrafgesetzbuches besagt: Wer sich dem Verkauf oder dem Feilbieten von Losen nicht ausdrücklich von der Obrigkeit erlaubten Klassen- oder Zahlenlotterien, mögen dieselben Geld- oder Geldeswert zum Gegenstand haben, öffentlich oder heimlich unterzieht oder sich ein Geschäft daraus macht, Aufträge Dritter zu Bestellungen bei auswärtigen Lotterie-Büreaus oder Kollekteurs aufzusuchen und zu übernehmen rc., wird mit einer Geldstrafe von 25 bis 50 fl. oder im Wiederholungsfall mit 60 fl. bis 87 fl. 30 Kreuzer rc. bestraft. Nach den seitherigen in Hessen geltenden Bestimmungen konnte daher nur derjenige bestraft werden, der nicht erlaubte, d. h. in Hessen nicht erlaubte Lose verkaufte oder feilbot, während der Spieler selbst nicht bestraft werden konnte, wie dies in unseren Nachbarländern der Fall ist. Seit dem 1. September d. I., seitdem das Gesetz über die Hessische Klaffenlotterie in Wirksamkeit getreten ist, sind aber auch diejenigen Personen in Hessen strafbar, die in einer auswärtigen, in dem Großherzogtum Hessen nicht erlaubten Lotterie spielen und werden auf Grund des Artikel 3 des Gesetzes vom 1. September 1899 mit einer Geldstrafe bis zu 600 Mk. bedroht. Es herrscht bei dem Publikum noch vielfach darüber Zweifel, was unter einer in Hessen nicht erlaubten Lotterie zu verstehen ist; vor allen Dingen gehören darunter alle auswärtigen Klassenlotterien, die in Hessen bis jetzt immer verboten waren und überhaupt nicht erlaubt werden, jetzt um so weniger, als Hessen nunmehr selbst eine eigene Klassenlotterie einrichtet, so sind z. B. nicht erlaubt zu spielen und zu verkaufen die Lose der Preußischen, Braunschweiger, Sächsischen, Mecklenburger rc. Klassenlotterieen. Alle sonstigen Geld- oder Wertlottericen z. B. Frankfurter Pferdelose, Weimar-Lose, Königsberger Perdelose, Rotekreuz Lose, Wohlthätigkeitslose rc. erhalten von Fall zu Fall in Hessen oder nur in einem Teil des Landes die Erlaubnis vertrieben und gespielt zu werden. Es wurden bis jetzt alljährlich tausende von Preußischen, Braunschweiger rc. Klassenlosen in Hessen verkauft und gespielt; das neue Gesetz wird das Spielen in diesen Lotterieen im Großherzogtum Hessen, wenn auch vorerst nicht vollständig beseitigen, doch wesentlich einschränken. ** Gemeindehaftpflicht. Am 18. Dezember 1895 stürzte der Briefträger W. in Worms bei seinem letzten abendlichen Bestellgange in eine Ausschachtung, die im Auftrage der städtischen Gaswerksleitung auf dem dortigen Schloßhofe zum Zweck einer Gasrohrlegung vorgenommen und weder abgesperrt noch zugedeckt oder gehörig beleuchtet war. W., der sich bei dem Sturz drei Rippen gebrochen hatte und sich nicht von der Stelle bewegen konnte, wurde erst nach längerem Rufen von einem zufällig vorübergehenden Bekannten aus seiner peinlichen Lage befreit und nach Hause gebracht. Hier mußte er längere Zeit das Bett hüten und war erst Ende Mai des nächsten Jahres wieder im stände, seinen dienstlichen Obliegenheiten nachzukommen. Daher verlangte die Postverwaltung von der Stadtgemeinde, die als Bauunternehmerin für bessere Sicherungsmaßregeln hätte Sorgen tragen müssen, Ersatz für den durch W.'s Krankheit verursachten Stellvertretungsaufwand in Höhe von 350 Mk., während der Verletzte selbst eine Rechnung über 282 Mk. Heilungskosten einreichte. Doch damit waren noch keineswegs die pekuniären Folgen des Unfalles erschöpft. Da nämlich W. hinfort mit geringen Unterbrechungen beständig kränkelte — was nach ärztlichem Gutachten auf obigen Unfall zurückzuführen war — und vorzeitig in den Ruhestand versetzt werden mußte, so trat die Postverwaltung mit neuen Ersatzansprüchen für alle ihr dadurch erwachsenden Mehrausgaben an die Gemeinde heran, indem sie weitere Stellvertretungskosten von 1705 nachwies und volle Entschädigung für das dem W. vom 1. November 1898 zrr zahlende Ruhegehalt von jährlich 1077 Mk. und zwar bis Ende 1904 verlangte. Daneben beanspruchte noch W. selbst eine Entschädigung von über 700 Mk. als Ausgleich für seine Mindereinnahme infolge der früheren Ruhestellung. Da die Stadtgemeinde zweifellos für den durch Verschulden ihrer Angestellten herbeigeführten Unfall und seine Folgen haftpflichtig und ein Rechtsstreit von vornherein aussichtslos war, so erkannte sie obige Ansprüche im Gesamtbeträge von fast 9000 Mk. an. Auf Grund ihrer Haftpflicht-Versicherung beim Allgemeinen Deutschen Versicherungs-Verein in Stuttgart konnte sie aber, wie bereits in acht früheren Fällen, an diesen Verein Rückgriff nehmen. Lauterbach, 6. September. Der Großherzoglich Sachsen- Weimarsche Forstassessor Franz Werner wurde als Forstassistent an das hiesige Freiherrlich Riedesel'sche Forstamt berufen. Friedberg, 4. September. Die Wiederherstellung des Chores der Stadtkirche im Aeußeren ist, abgesehen von der Einsetzung der Glasfenster, fast vollendet. Der Dachreiter über dem Chor ist fertiggedeckt. Das Gerüst am Chor ist schon teilweise abgelegt und nunmehr am Schiff der..Kirche angebracht. Die Steinmetzarbeiten am Chor machen einen sehr guten Eindruck. (D. Z.) O Reinhardshain, 5. September. In der Nähe unseres Dorfes findet gegenwärtig das Brigadeexerzieren der aus dem 117. irffb 118. Infanterieregiment bestehenden 50. Brigade unter Leitung des Brigadekommandeurs Generalmajor von Buddenbrock, welcher jeden Morgen von Gießen aus auf dem Manöverfelde eintrifft, statt. Das sehr intereffante militärische Schauspiel übt große Anziehungskraft auf die Bewohner der Gegend aus, und es finden sich täglich eine Menge Zuschauer ein. Dem Vernehmen nach findet die Hauptbesichtigung nächsten Freitag statt. Anderen Tags werden dann die Truppen den Weitermarsch nach dem Vogelsberg hin zu den eigentlichen Manövern antreten. — Unter den Soldaten herrscht nur eine Stimme des Lobes über die freundliche Aufnahme, die sie allerorts gefunden. Darmstadt, 6. September. Am Sonntag starb nach kurzem aber schweren Leiden der Großherzogliche Direktor der hiesigen Oberrealschule, Herr Dr. Freiherr v. Gall. Er war ein vortrefflicher Mann, der sich bei allen, welche ihn kannten, der größten Beliebtheit und Hochachtung erfreute, besonders gilt dies auch von seinen Kollegen und Schülern. Sein liebenswürdiges und von wahrer Herzensgüte beseeltes Wesen mußte ihm auch die Herzen aller gewinnen und wird daher sein Tod allenthalben auf das schmerzlichste empfunden. (N. H. D.) Dieburg, 3. September. Am Waldesrand des Großh. Forstes ganz in der Nähe des Städtchens wurde, wie die „Darmst. Ztg." berichtet, heute die Leiche eines gutgekleideten Mannes aufgefunden. Der Betreffende hatte sich einen Schuß mit einem Revolver in die rechte Schläfe beigebracht, den er noch in der rechten Hand hielt. Der Name desselben ist noch nicht ermittelt; er ist von mittlerer Größe^ hat rötlich Haar und schwachen Bart und ist ca. 30 Jahre alt. In seinem Notizbuch, dessen beschriebene Blätter entfernt waren standen nur die Worte: Ich bin Oesterreicher! Motiv der That, Familienzwistigkeiten. Mainz. 5. September. Für die nächstjährige 500jährige Geburtstagsfeier Gutenbergs wird eine Gedenkmedaille von der Stadt Mainz geprägt werden, und zwar ist beabsichtigt, diese Medaille in Gold, Silber und Bronze Herstellen zu lassen. Voraussichtlich wird ein Ausschreiben erlassen werden, um die namhaftesten Künstler Deutschlands zu einer Konkurrenz zur Anfertigung von Modellen zu dieser Medaille einzuladen. —Gestern nachmittag versuchte auf dem Biebrich-Mainzer Lokalboot eine Dame sich zu erschießen. Die Lebensmüde, die aus Mannheim ist, war in Wiesbaden zur Kur und wurde im Rollstuhl in Biebrich zum Boote gebracht, von wo sie sich nach Mainz begeben wollte. Kaum auf dem Boote angekommen, zog die Dame zum Schrecken der Mitreisenden einen Revolver und schoß sich damit in die linke Schläfe. Die Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus nach Biebrich verbracht. — Ein Volksschullehrer aus einem benachbarten Orte hat sich der Polizei selbst gestellt; er hat als Kassierer des Konsumvereins seiner Gemeinde Unterschlagungen begangen. —Hier soll im Anschluß an die Höhere Mädchenschule ein Seminar für Lehrerinnen errichtet werden. Herborn, 5. September. Das nächste Tentamen am hiesigen Seminar findet am 6. Oktober, nachmittags 3 Uhr statt. Anmeldungen sind an den Seminardirektor in Herborn zu richten. Marburg, 6. September. Wegen Gotteslästerung hatte am 25. April d. I. die Strafkammer Hierselbst den 67 Jahre alten Landwirt Heinrich Völker aus Neustadt zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Völker war Ende Februar d. I. in dem Bacharachschen Laden zu Neustadt und brachte dort die Unterhaltung auf religiöse Dinge. Schließlich machte er beschimpfende Aeußerungen über Christus und die Jungfrau Maria; eine Anzahl im Laden anwesender Personen brachte das zur Anzeige. Das Gericht nahm damals eine Beschimpfung des Marienkultus an und erkannte wie anfangs erwähnt. Ein Antrag des Angeklagten, noch weitere Zeugen zu vernehmen, damit diese bekunden sollten, daß er total betrunken gewesen sei, wurde abgelehnt. Gegen das Urteil hatte Völker Revision beim Reichsgericht eingelegt und dieses verwies die Sache zur nochmaligen Verhandlung an die hiesige Strafkammer zurück. Der angeklagte Völker gab auch in der gestrigen Verhandlung, wie die „Oberh. Ztg." berichtet, an, daß er damals total betrunken gewesen sei und sich mit dem besten Willen an garnichts erinnern rrxr W Wlbmg. fee Sm Sfr ■ h«t Ä’ill “nb »ui*« kl * P-Mi auf ter®“*'! franziM Dte < werden. , »Aachen, ö- Aachen gelegene drangen gesteh jenen ein, dem wechsel das Lokal verletzt wurde, langjährige Dm Beigeordnete der aangene Nacht i, B * Arolsens Schwester des F mit dem Erbgraj * Elberfeld, Speditionsfirma stähle verhafte Borken M einen gewaltigen in der Umgegend entwurzelt und i wurden durch de Lepping und A * BrrAu, aus Reichen Privatier Krau erstochen wo * Hambur lagen der Stad milller ersch Nachrichten em der Abdruck be: da er sich das * Wtinftll der Wuminium:. 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Zum Landgerichts- Präsidenten beim Landgericht Marburg ist laut „Reichs- Anzeiger" der Erste Staatsanwalt Bernhardt in Göttingen ernannt worden. Prozeß Dreyfus. Rennes, 6. September. Die kommissarische Vernehmung von Schwartzkoppen und Panizzardi und die nachfolgende Mitteilung des Resultates durch den hiesigen ministeriellen Vertreter Paleologue gilt als die wahrscheinliche Lösung. Rennes, 6. September. Erst übermorgen kann Panizzardi in Rom das Schreiben von Demange und Labori erhalten. Schwartzkoppen, der sich in Weißenfels befindet, heute früh. Beide wurden allerdings auch telegraphisch benachrichtigt, sodaß es ihnen noch vor dem Eintreffen des Briefes möglich ist, die erforderlichen Schritte zu thun. Mittlerweile erlangte aber die Verteidigung die Zusage des Präsidenten Jouaust, den Schluß des Beweisverfahrens hinauszuschieben, bis authentische Mitteilungen von beiden Seiten eingetroffen seien. Eventuell würde eine Sitzung für Sonntag zur Entgegennahme dieser Mitteilungen anberaumt werden. Zu bemerken ist, daß der Regierungs-Vertreter Carriöre im Verlauf der gestrigen Sitzung zweimal, zuerst nach Laboris Antrag und dann nach Trarieux' Rede hervorhob, daß es äußerst wünschenswert wäre, wenn offiziöse Schritte um die fraglichen Dokumente zu erhalten, zum Ziele führten. Vorsichtig fügte Carriöre hinzu: wenn sie überhaupt existieren. Wien, 6. September. Aus Budweis meldet das „Neue Wiener Tageblatt", Cernuschi habe sich seinerzeit dort vor Zeugen gerühmt, er sei der Neffe der Exkaiserin Eugenie, von welcher er einen mit Brillanten geschmückten Säbel zum Andenken an Lulu erhalten habe. Für seine serbischen Thron-Aspirationen sammelte er in Budweis Unterschriften. Er leidet wie seine Mutter am erblichen Größenwahn. Rennes, 6. September. Labori telegraphierte gestern abend an den deutschen Kaiser und an König Humbert und erbat unter Darlegung der Situation die Erlaubnis für Schwartzkoppen bezw. Panizzardi, in Rennes erscheinen zu dürsen, um die volle Wahrheit ans Tageslicht zu bringen. Labori wies auf den Verlauf der gestrigen Sitzung hin, welche von der günstigsten Vorbedeutung für die unumwundene Aussage der beiden ehemaligen Attachös anzusehen ist. Rennes, 6. September. Der Kommandant Guignet, welcher gestern nach Paris abgereist war, ist diese Nacht hier wieder eingetroffen, da er im Laufe der heutigen ge- heimenSitzungdemKriegsgericht neue Mitteilungen zu machen hat. Rom, 6. September. Informierte Kreise wollen wissen, daß die Regierung die Zeugen-Aussage Paniz- zardis vor einem' seitens der Diplomatie beauftragten Richter gestatten werde. burger Grenze", in welchem die Grundstücke nicht auf dm Krofdorfer Weg stoßen, beantragt worden ist, und nachdem dieser Antrag von der Großh. Oberen Landwirtschaftlichen Behörde für zuläsiig erachtet und der Unterzeichnete zum Kommiffär zur Leitung der Abstimmung ernannt worden ist, so wird hiermit Tagfahrt zur Abstimmung der beteiligten Grundeigentümer über den erwähnten Antrag auf: Montag den 25. September 1899, vormittags 10*/,—ll1/* Uhr, in den Saal auf Lonys Felsenkeller (Schanzenstraße) zu Gießen bestimmt. Diejenigen beteiligten Grundbesitzer, welche in der anberaumten Abstimmungstagfahrt weder persönlich noch durch gehörig Bevollmächtigte abstimmen, werden als für das Verfahren stimmend angesehen. Gleichzeitig fordere ich hiermit die außerhalb des Bereinigungs« bezirks wohnenden Ausmärker auf, zur Wahrung ihrer Jntereffen einen im Bereinigungsbezirk wohnenden Bevollmächtigten zu bestellen, da eine weitere besondere Zuschrift im Laufe des Verfahrens nicht mehr erfolgt. Friedberg, den 29. August 1899. Der Großh. Bereinigungskommifsär: Süffert, Kreisamtmann. Nationalen gegen den § 14 statt. Die Polizei schritt nicht ein. * London, 5. September. Der von der Vereinigung der Seeleute für das ganze Königreich England beschlossene Aus stand zur Herbeiführung einer Lohnerhöhung hat, wie aus London telegraphisch, gemeldet wird, gestern begonnen. Die Schiffseigentümer haben jedoch bis jetzt keine Schwierigkeiten gehabt, sich Mannschaften zu verschaffen. • Wegen angeblicher Pestfälle in Paris sieht sich die „Agence Havas" zu einem nochmaligen formellen Dementi veranlaßt. Eine Schweizer Zeitung hatte die Meldung gebracht, daß in einem Pariser Modewaarengeschäft sechs Pestfälle vorgekommen seien. Indem die „Agence Havas" dies formell dementiert, fügt sie noch hinzu, daß der Gesundheitszustand in Paris und in ganz Frankreich völlig zufrieden- stellend sei. Brüssel, 6. September. In Charleroi macht sich eine starke Bewegung zu Gunsten des General-Aus stand es anläßlich der heute und morgen siattfindenden Kammerdebatte über die Proportional-Wahlen bemerkbar. Die Ausstands-Bewegung sindet in den übrigen Kohlen-Revieren wenig Anklang. Brüssel, 6. September. Dem „Petit bleu" zufolge trafen hier infolge der Einberufung des Staatsgerichtshofes zahlreiche französische Flüchtlinge ein, darunter Georges Thiebaud. Die Polizei trifft umfassende Maßregeln zur Ueberwachung derselben. Paris, 6. September. Ueber die gestern in der Provinz vorgenommenen Haussuchungen wird folgendes berichtet: Die Haupt-Haussuchungen fanden in Marseille, dem Mittelpunkt der royalistischen Bewegung statt. In Angoulöme wurde bei dem Obersten Mermet eine Haussuchung vorgenommen. In Pau wurden Listen aufgefunden, welche von dem Herzog von Orleans aufgestellt waren und welche die Neubesetzung der Stellen in der Administration betrafen. Auch mehrere Priester sollen durch die Haussuchungen kom- promittiert sein. Paris, 6. September. Eine Menge auf das royalistische Komplott bezügliche Haussuchungen sanden gestern in der Provinz statt. London, 6. September. Die Meldung der St. James- Gazette betreffend die Absendung von drei neuen eng- lischen Infanterie-Brigaden nach Afrika wird dementiert. London, 6. September. Es bestätigt sich, daß der Aufruf zur Einberufung der ersten Reserve-Klasse eingestellt worden ist. Gießen, den 4. September 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. Aus der Zett f6r die Zett. Vor 255 Jahren, am 7. September 1624, starb zu Görlitz der Mystiker und Philosoph Jakob Böhm. Er schaute Gott teils außer der Natur, als Mysterium, teils in dem Hervorgehen der Kreatur aus ihm, mystisch an. Erwähnt sei seine von Geist und Gedankentiefe zeugende Schrift „Aurora, oder die Morgenröte im Aufgange", die viele Freunde und Anhänger fand. Böhm ist vom philosophischen Standpunkte aus erst in neuerer Zeit gebührend gewürdigt worden. Er wurde am 11. November 1575 zu Altseidenberg bei Görlitz geboren. Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 6. September. Der Direktor des Reichstages, Geheimer Regierungsrat Knaack, will, wie die „Volkszeitung" hört, demnächst in den Ruhestand treten. Berlin, 6. September. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Graf v. Bülow, hat sich gestern von Berlin nach Stuttgart begeben. Wien, 6. September. Die sozialistische Partei hielt gestern hier 17 Arbeiter-Versammlungen ab, in denen die Parteiführer erklärten, die sozialistischen Reichsratsabgeordneten würden nicht zulassen, daß die Delegationswahlen vorgenommen würden. Prag, 6. September. Tschechischen Blättern zusolge wird der Statthalter-Wechsel in Böhmen demnächst stattfinden. Zum Nachfolger des Grafen Coudenhove ist der Präsident des Landes-Kulturrates, Prinz Ferdinand Lobkowitz ausersehen. Innsbruck, 6. September. Die für den 8. September einberufene Wander-Versammlung des deutschen Volks-Vereins in Linz, in welcher der Abgeordnete Wolff sprechen sollte, wurde von der Bezirks-Hauptmannschaft verboten. Ein gleiches Verbot traf die in Linz anberaumte klerikale Versammlung. Die Be- zirks-Hauptmannschaft begründete dieses Verbot damit, daß die Versammlungen die öffentliche Sicherheit gefährden könnten. Wie verlautet, ist von Seiten beider Parteien Beschwerde gegen diese Maßregel eingereicht worden. UniverMts Nachrichten. — Wien. Von hier wirb der Völkischen Zeitung berichtet Di« jüngst gemeldete Ernennung des Dr. Josef Hirn zum Professor österreichischer Geschichte an der Wiener Universität hat in wissenschaftlichen Kreisen höchlichst überrascht, da Fachmänner einstimmig sich dahin aussprachen, Hirn sei überhaupt unfähig, mangels ernster wissenschaftlicher Bethätigung, dieses Amt zu bekleiden. Dazu kommt, daß die Berufung HirnS im Gegensatz zum Besetzungsvorschlage der philosophischen Fakultät erfolgte, sodaß dessen Aufnahme geradzu abgelehnt wurde. Professor Hirn ist aber als klerikaler LandtagS- abgeordneter in Tirol Schoßkind der katholischen Volkkpartei im Lande und dieser kräftigen Unterstützung verdankt Hirn seine Berufung durch den klerikal angehauchten UnterrtchtSminister. — Wien. AlS Prioatdozenten wurden bestätigt, und zwar: Dr. Anton Ritter v. Premerstein für griechische und römische Gerichte und Altertumskunde an der hiesigen Universität, SanitätSrat Dr. Friedrich Mayer in Czernowitz für gerichtliche Medizin an der Universität Krakau und der Lehrer en der StaatS-Realschule in Tarnopol, Dr. Eugen Romer, für Geographie an der Universität — ^Bern. Der vom Bundesrat an Stelle des Profesiors Dr. v. SaliS zum AbteilungSchef im eidgenössischen Justizdepartement erwählte Professor der Rechte an der hiesigen Hochschule Dr. Alexander Reichel hat von der Berner Regierung den Titel eines Honorar- prosesiors erhalten. Professor Reichel wird noch weiterhin Vorlesungen über eidgenössisches BetreibungS- und Konkursrecht, sowie über bernischen Ctotlprozeß halten. Mit den Vorlesungen über berntsche Rechtsgeschtchte wurde Privatdozent Dr. Karl Geiser beauftragt. Verdingung von Pflafterarbeit. Die zur Herstellung erhöhter Bürgersteige in der Neustadt vor den Neubauten des Heinr. Winn erforderliche Pflasterarbeit soll Mittwoch den 13. September d.I.» vormittags 11 Vi Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der D'enst- stunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 7, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum obengenannten Termin bei uns einzureichen. Gießen, 5. September 1899. Das Stadtbauamt. I. V.: Gerbel. 6477 Vermischtes. * Frankfurt a. M., 5. September. In einem V-Zug auf der Strecke Bafel—Frankfurt wurde ein Mitglied einer internationalen Taschendiebgesellschaft auf frischer Thal ertappt und verhaftet. Der Mann spricht französisch, die Personalien konnten noch nicht festgestellt werden. ♦ Aachen, 5. September. In das im Sörsthale bei Aachen gelegene Vergnügungslokal des Wirtes Schmitz drangen gestern mittag vier Strolche mit drei Frauenspersonen ein, demolierten nach vorhergegangenem Wortwechsel das Lokal und schlugen den Wirt nieder, der schwer verletzt wurde. Drei der Strolche sind verhaftet. — Der langjährige Direktor der Aachen-Mastrichter Eisenbahn und Beigeordnete der Stadt Aachen, Martin Sommer, ist vergangene Nacht im Alter von 85 Jahren gestorben. * Arolsen, 5. September. Prinzessin Elisabeth, eine Schwester des Fürsten zu Waldeck-Pyrmont, verlobte sich mit dem Erbgrafen Alexander zu Erbach-Schönburg. * Elberfeld, 5. September. Der Chef der großen Speditionsfirma Johann Ackermann ist wegen großer Diebstähle verhaftet worden. Borken (Reg.-Bez. Münster), 5. September. Durch einen gewaltigen Wirbelwind wurden am Samstagabend in der Umgegend viele Häuser abgedeckt und zerstört, Bäume entwurzelt und umgebrochen u. s. w. Auf dem Gut Döring wurden durch den Einsturz der Stallgebäude der Tagelöhner Lepping und 25 Kühe getötet. * Breslau, 5. September. Wie der „Schles. Ztg." aus Reichenbach in Schlesien gemeldet wird, ist der Privatier Krause nachts in seiner Wohnung durch Einbrecher er stoch en worden. * Hamburg, 5. September. In den öffentlichen Anlagen der Stadt wurde heute früh der Journalist Buchmüller erschossen aufgefunden. Die Hamb. Neuesten Nachrichten empfingen heute einen Brief Buchmüllers, daß der Abdruck der von ihm eingesandten Novelle unnötig wäre, da er sich das Leben nehmen würde. * Rheinfelden, 4. September. Gestern wurde der bei der Aluminium-Jndustrie-Aktiengesellschaft bedienstete Buchhalter Paul Leipold verhaftet. Er soll größere Unterschlagungen begangen haben. * München, 4. September. Der Bankgeschäftslehrling Franz Loibl und dessen Bruder, ein Metzger, sind am letzten Donnerstag unter Mitnahme von 23 000 Mark in 1000 Markscheinen und 17 000 Mark in verschiedenen deutschen Banknoten von hier flüchtig gegangen, aber am anderen Tage in Zürich verhaftet worden. Die Unterschlagungen waren bei der deutschen Bank erfolgt. (F. Z.) * Karlsruhe, 5. September. Gestern abend 8 Uhr wurden zwei Damen, die Geschwister S. aus Stettin, die auf dem Rundgang des Kurgartens in Badenweiler spazierten, von einem Strolch angefallen. Aus dessen Verlangen nach Geld gab die eine Dame ihre Uhr heraus; die andere weigerte sich, worauf der Angreifer aus nächster Nähe zwei Schüsse abgab, von denen einer eine schwere Verwundung durch Wange und Hals verursachte; der zweite Schuß streifte nur die Wange unterhalb des Auges. Glücklicherweise ist die Verwundung nicht lebensgefährlich. Der Thäter ist entkommen und noch nicht gefaßt. Sein Schirm wurde ihm von der Dame entrissen und kann vielleicht auf die Spur leiten. * Wien, 5. September. Nach einer Meldung der Blätter aus Feldkirch wurde bei Rankweil im Gebüsch ein siebenjähriges Mädchen ermordet und verstümmelt aufgefunden. Als der That verdächtig wird ein zwanzigjähriger Mensch verfolgt. * Teplitz, 5. September. Hier fanden gestern abend große Straßendemonstrationen seitens der DeutschBekanntmachung, bett.: Feldbereinignng i« der Gemarkung Gießen. Nachstehende Bekanntmachung des Großh. Bereinigungscommiffärs wird hierdurch zur Kenntnis der Beteiligten gebracht. $a6 9, Mill nunmehr am SW ^arbeiten m xU L (D. ÄJ Srim^W unserer A'??^erzieren der Wregmtent bestehenden 50, Wekommandeurs General- jedenMorgen von Gießen kmW, statt. Das sehr lel übt große Anziehunoe- end aus, und es finden sich Dem Vernehmen nach M Freitag statt. Anderen den Weitermarsch nach dem en Manövern antreten. - ur eine Stimme des Lobes die fie allerorts gesunden, Am Sonntag starb nach Grobherzogliche Direktor .Herr Dr. Freiherr v. Gall. 1. der sich bei allen, welche eit und Hochachtung erstatt inen Kollegen und SW. wahrer Herzensgüte besttlles en aller gewinnen und ivird das schmerzlichste empfunden, M H. D.) 'm MeSranb M Großh. M/chens mürbe, nie bit die Leiche eines Mt» Der Betressende lMstch : in die xttyt TMsr bei« fien hand M. Der Nm • er ist von mittlerer M, i Bart und ist ca. 30 Ich Isen beschriebene Blätter enb Zorte: Ich bin Oesterreich! tigkeiten. . dik°WHngi.E>»vI ibetgS mrd tue SedeS ini geprägt werben, Md M in Eck,Silber mb SM hilich wird ein MN® ig"g»onmoMe«8" « nt eine Dame sich iu e si-s.ch «•*KN äs&s h verbracht 7 > M «« ”$itr ® n. ! 1071 sm, m6[t 1898 , bet 6 Ausgleich : Hl ÄHfakin ssS-te bereits ;Ä’n m ff nehmen. $ ^eren Straflager beni* 1^, ZM z«r? Der avialS1 garnich'S W a Bekanntmachung, betr.: Antrag auf Feldbereinigung des auf dem rechten Lahnufer gelegenen Teils der Gemarkung Gießen. Nachdem seitens einer Anzahl beteiligter Grundeigentümer die Ein- leitung des Verfahrens der Feldbereinigung und der Anlage von Wegen in den Baumstücken und Gärten in dem Teile der Gemarkung Gießen, welcher rechts der Lahn liegt und von der preußischen Landesgrenze, der Heuchelheimer Gemarkungsgrenze und dem Lahnfluffe begrenzt wird, mit Ausschluß der in den Jahren 1881 bis 1883 bereinigten Gewanne: „An der alten Leimenkaute", „Am Wismarer Weg", „Zwischen dem Krofdorfer und Wißmarer Weg" und demjenigen Teile der Gewann „An der Weil- Herr Kaufmann Albert Kraatz Die trauernden Hinterbliebenen. 6494 Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 7. September, abends 6 Uhr, vom Sterbehause, Westanlage 1, aus. Todes-Anzeige. Allen Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, dass mein lieber Gatte, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel jSSS fli i_. ne Zwei Redefreiheit für Jedermann. 6481 6473 aus der Heß. 6472 Taunus - Institut vermieten. Neustadt 6 der ÄeMtU*: 1. e»s!%erAt - »r«f »«leg »er BrLhl'schev UM»erßttr«.Buch, mrt Steiefcn$d«d (Pietsch ta Sie,«. Mietsteluche (ihiipft’hlumiiii (Offenc stellen Stellen-Muche W uevhmifen Vn'steigmnlM DWWHMK Westdeutschen Hundekuchen- und Geflügelfutterfabrik in Köln-Langenfeld in allen Quantitäten vorrätig bei Ad. Geisse, Seltersweg 2. Kaufmann sucht 1 auch 2 unmöblierte oder möblierte Zimmer mit Bedienung (Frankfurterstraße oder deren Nähe) per Oktober oder November. Offerten unter R. 8. 6470 besorgt die Exped. d. Bl. 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