ttert r Student® ortragsabevd. ^ansse. “^hberger ♦ a_ v'_ Triebet 4 ö tp. a. Der Köni^ “■ 10. Ballet a t ‘“'‘■Ett.Mätaj, jubentnme. kfuri a. M. »eginn 8i/2 abenbi. men. ÄT~ »9: rhaltune tlltt. Der Vorstand, mmgT Ne ergebene Sch «L om ichmitmU 30000000 u60unb90$jj.O T Tageszeit. : 'ouerei Gießen e.': t. wf b Ijenz. g DOOOOOOC h.Maschinei lee Md Getreide, * ieeigeVerbitloiMP»^- otiefirvorzügtiMeiitit, Preisen. Aufstellung -m unsere Monteure. rarth & Go., lurt a« O*» 1MMT8.8se IM. durch Kbntomigöri Wien können und n. laM »nsthera^ ! . 99209 ! rasse 51 / S&Ä Krs d «>K, SSI*; s-AelaPie j»r 56 Erstes Blatt. Dienstag den 7. März 189» Wegener Anzeiger Heneral-Anzeiger Sei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erschein! täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener A-amitleublätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Aezugsprels vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Amts- und Anzergeblatt füv den Ttveis Giefzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Lamilienblätter, Der hessische Landwirt, Matter für hessische Volkskunde.__________________ Amtlicher Heil. Gießen, den 3. März 1899. Betr.: Definitorialprüfung der Schulamtsaspiranten und Aspirantinnen im Frühjahr 1899. Die Großh. Kreis-Schulcommission Gießen an die Schulvorstände und Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie, den Schulverwaltern Ihrer Gemeinden von nachstehender Bekanntmachung Kenntnis zu geben, mit dem Bemerken, daß Gesuche, die später als am 29. März d. I. bei uns eingeliefert werden, keine Berücksichtigung finden. v. Bechtold. Bekanntmachung. Die diesjährige erste Definitorialprüfung der Schulamts- Aspiranten und Aspirantinnen soll Donnerstag den 27. April, vsrmittagS 8 Uhr, im Schulhaus der Landesbaugewerkschnle (Neckarstraße Nr. 3) dahier beginnen. Unter Hinweis auf § 27 der Verordnung vom 10. Januar 1876, die Prüfungen für das Lehramt an den Volks- schulen betreffend, werden diejenigen Schulamts-Aspiranten Miib -Aspirantinnen, welche sich dieser Prüfung zu unterziehen beabsichtigen, aufgefordert, ihre an die unterzeichnete . Behörde zu richtenden, mit Stempelmarken im Gesamtbeträge von 1 Mk. 10 Pfg. zu versehenden Gesuche, nebst den erforderlichen Anlagen (Seminarabgangszeugnis, beziehungsweise Zeugnis der ersten Prüfung, Zeichnung und Probeschrifl), bis spätestens zum 29. März bei der betreffenden Kreisschulkommission einzureichen, welche die Gesuche weiter- befördern wird. Alle diejenigen Prüflinge, welche nicht ausdrücklich von der Prüfung zurückgewiesen oder durch besondere Zuschrift der unterzeichneten Behörde auf einen späteren Termin zu derselben einberufen werden, haben sich zu der am Anfang dieser Bekanntmachung bemerkten Zeit dahier zur Prüfung ssnzufinden. Die Großh. Kreisschulkommissionen und die Ortsschulvorstände wollen die Schulamtsaspiranten usw. von dieser Bekanntmachung in Kenntnis setzen. Darmstadt, den 8. Februar 1899. Broßh. Ministerium des Innern, Abteilung für Schul- Angelegenheiten. I. D.: Dr. Eisenhuth. __________________________________d c Beauclair. Deutsches Reich. Wilhelmshaven, 4. März. Der Kapitän zur See Fritze, Chef des ersten Geschwaders wird als Nachfolger des Prinzen Heinrich im Kommando der zweiten Kreuzer- Division genannt. — Unlautere Geldanerbietungen an Offiziere. Gegen die Wiederkehr der unliebsamen Vorkomm- rnffe, die bei der Aufdeckung der letzten Spielaffairen unb des sogenannten „Klubs der Harmlosen" bekannt geworden, wird seitens der Heeresverwaltung unnachsichtlich mit vorbeugenden Maßnahmen eingeschritten. Wie im Reichstag der Kriegsminister mitteilte, geschieht dies au den ausdrücklichen Befehl des Kaisers. Ju dieser Richtung bewegt sich eine soeben erlassene kaiserliche Kabinetlsordre i>om 23. Februar d. I., die den Elementen das Handwer za legen bezweckt, die sich mit unlauteren Geldangeboten Lu Offiziere wenden, mittelbar aber auch den jungen Offizieren erneut zum Bewußtsein bringt, daß es unehrenhaft ist, sich mit solchen Persönlichkeiten einzulassen. Die Ordre lautet: „Aus Vorkommnissen der jüngsten Zeit habe Ich wiederum ersehen müssen, wie häufig unlautere Ange. Bote gewerbsmäßiger Geldleiher an die Offiziere Meines Heeres herantretcn. Jugendlich leichter Sinn und Mange m Erfahrungen in Geldangelegenheiten lassen aus solchergestalt gebotener Gelegenheit häufig den Anfang schwerer Bedrängnis, ja vollständigen Ruins werden. Ich will alle Mittel angewendet wissen, um vou Meinen Offizieren Versuchungen dieser Art fern zu halten. Meine dahin zielende Ordre vom 5. Juli 1888 muß jedem Offizier als Mein nrnster Wille immer vor Augen stehen. Ich bestimme, daß ! Luftig jeder Offizier die an ihu gelangenden unlauteren Geldanerbietungen ohne Verzug seinen Vorgesetzten zu melden hat. Die Generalkommandos und die sonst zu- tändigen Militärbehörden verpflichte Ich, nach Feststellung res strafbaren Charakters des Angebots und womöglich rieserhalb erzielter gerichtlicher Verurteilung, solche Fälle ortlaufend dem Kriegsministerium mitzuteilen. Dieses hat rann wegen Veröffentlichung der Namen derartiger Geschäfts- eute und der näheren Umstände des Falles das Erforderliche zu veranlassen. Ausland. — Die Nachrichten über das B e f i n d e n des P a p st e s sind andauernd günstig. Die Vernarbung der Wunde schreitet fort. Am Freitag hatte sich infolge der Unvorsichtigkeit des Papstes, welcher sich ohne Beihilfe erheben wollte, der obere Teil der Wunde wieder geöffnet. Als die Aerzte dem Patienten dann anempfahlen, sich nicht zu bewegen, versprach der Papst, sich darnach richten zu wollen, und verlangte nur, daß der ihm unbequeme Verband durch einen anderen, und zwar leichteren ersetzt werde. Mit Montag will Lapponi die nächtliche ärztliche Ueberwachung aufhören lassen, vorausgesetzt, daß, wie angeblich zu hoffen steht, die Besserung regelmäßig fortschreitet. Andere Mitteilungen freilich fassen den Zustand des Papstes, namentlich betreffs seiner Kräfte, weniger günstig auf und deuten an, daß in dieser Beziehung etwas verschwiegen werde. Trotzdem wird von vatikanischer Seite die Nachricht, daß die in Rom anwesenden Kardinäle mehrfache Besprechungen wegen eines Konklave gehabt hätten, entschieden für falsch erklärt. Unzählige Anekdoten über witzige und sarkastische Einfälle des Patienten laufen in Rom um. Es scheint, daß man tm Vatikan amtlich sich bemüht, die Stimmung des Papstes als stets humorvoll hinzustellen. Die „Borgopopolani" (Leute aus dem vatikanischen Stadtteil) machen sich natürlich die Ereignisse zu nutze und suchen Trost in einem guten „Lottoquaterna". Sie finden in den Glücksbüchern folgende Glücksnummern: Bei Papst 58, Alter 89, krank 26, Operation 78 Alle schwören darauf. Das Publikum verbreitet auch mit Vergnügen den Ausspruch Galimbertis: „Leo XIII. wird alt wie eine Schildkröte; hat man je eine Schildkröte sterben sehen?" Nicht überall freilich wird man diesen Vergleich geschmackvoll finden. Paris, 5. März. Jnder AngelegenheitPicquart fällte am Freitag abend die Kriminalkammer nach 4i/2ftünbiger Beratung das Zuständigkeitsurteil. Picquart und Leblois werden vor die Anklagekammer verwiesen wegen der Anschuldigung der Fälschung des „Petit Bleu", wegen Mißbrauchs und Mitteilung geheim zu haltender Schriftstücke in den Angelegenheiten Esterhazy und Dreyfus. Bezüglich der Aktenstücke in der Brieftaubenangelegenheit und der Spionen-Sache Boulet dagegen besagt das Urteil, daß das Kriegsgericht zuständig bleiben solle. — Als Präsident des Senats nach Loubets Wahl zum Präsidenten der Republik ist Falliöres im Stich-Entscheid mit 151 gegen 85 Stimmen gewählt worden. Die Wahl hat politische Bedeutung. Während einer seiner häufigen Meisterschaften unterzeichnete Fallieres den Verbannungsbefehl gegen die Mitglieder der ehemals regierenden Familien. Er spielte später als Minister der Kabinette Tirard und Freycinet eine Hauptrolle im Kampfe gegen den Bou- langismus. In den letzten Tagen stimmte er in allen Abstimmungen der ersten und zweiten Lesung gegen das Lebret- gesetz. Die Nationalisten fühlen lebhaft bie Absicht, die ber Senat mit Falliöres Wahl verbinbet, und ihre Blätter bezeichnen sie als einen Sieg der Dreyfuspartei. — Ebenso qreifen die nationalistischen Blätter die Krimmalkammer wegen der Zuständigkeits-Entscheidung heftig an und nennen diese einen Amtsfrevel und eine Herausforderung der öffentlichen Meinung. London, 4. März. „Daily Mail" meldet aus Kairo, die Behörden seien ohne Nachricht über die Bewegung des Khalifen. Es seien daher mehrere Offiziere auf Kanonenbooten nach dem Süden kommandiert worden, um sich über die wirkliche Lage der Dinge zu vergewissern. Gleichzeitig wird aus Kairo gemeldet, General .Kitchener werde nicht vor Juli nach dem Süden aufbrechen, es sei denn, daß der Khalif nunmehr eine offensive Bewegung mache. Man glaubt, daß infolge dessen noch vor Ende des Sommers eine Expedition stattfinden wird. Petersburg, 5. März. Der Kommandeur des Peters- burger Militärbezirks, Großfürst Wladimir, erließ einen Korpsbefehl, nach welchem der Verkauf jeglicher Art sp iri- tuoser Getränke an die Truppen aus das strengste verboten wird. New-York, 4. März. Aus Santiago de Cuba kommt die Meldung, daß der frühere spanische Kreuzer „Reina Mercedes", welcher in der Schlacht von Santiago von deu Amerikanern in den Grund gebohrt wurde, wieder gehoben und in den Hafen gebracht worden ist. Washington, 5. März. Der Kongreß hat den Fonds ür die Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 um 1,080,000 Dollar erhöht. Lokales und MovinMes. Gießen, den 6. März 1899. •* Ernennung und Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 3. März 1899 1) den Ministerialrat im Ministerium der Finanzen, Geheimerat Gustav Michell, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen, mit Eifer und Treue geleisteten ersprießlichen Dienste, in den Ruhestand zu versetzen und demselben aus diesem Anlaß die Krone zum Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen; 2) den vortragenden Rat in der Abteilung des Ministeriums der Finanzen für Eisenbahnwesen, Geheimen Oberfinanzrat Ludwig Ewald, mit Wirkung vom 5. d. M. an, zum Ministerialrat in dem Ministerium der Finanzen und Vorsitzenden der Abteilung dieses Ministe- riums für Eisenbahnwesen zu ernennen. *'Militärpersonalnachrichten. Rubach, Proviantamts- konttolleur bei der Armee-Konservenfabrik in Mainz, nach Königsberg i. Pr., Schmidt II., Proviantamtsassistent in Koblenz, nach Mainz (Armee-Konservenfabrik), zum 1. April 1899 versetzt. Ko sänke, Proviantamtsassistent bei der Armee-Konservenfabrik in Mainz, mit Wahrnehmung der Kontrolleurgeschäfte daselbst ab 1. April 1899 beauftragt. Roltz, Zahlmeister von der 2. Abteilung des Hess. Feld- Artillerie-Regiments Nr. 11, Domke, Zahlmeister vom 2. Bataillon des Infanterie - Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, beide tauschen in ihren Stellen zum 1. April 1899. ** Oberhesfischer Geschichtsverein. In Stellvertretung des Vorsitzenden eröffnete der Schriftführer, Herr Dr. Dieterich die Sitzung mit einem Bericht über die geschäftliche Thätigkeit des Vereins, aus dem u. a. die erfreuliche That- fache hervorging, daß ein ungenannter Freund des Vereins demselben 500 Mark zur Erweiterung der römischen Abteilung des Museums zur Verfügung gestellt hat, und erteilte dann Herrn Lic. tbeol Willkomm das Wort zu einem Vortrag über Gottfried Arnold, der „Ketzerpatron" (1655—1714). Der Herr Vortragende schilderte zunächst deu allgemeinen Hintergrund, von dem sich die Thätigkeit seines Helden abhebt, die Herrschaft der Orthodoxie im geistigen Leben der Zeit und speziell auf den Universitäten und das Erwachen des Pietismus als der Reaktion auf die Orthodoxie. Er zeigte dann, wie unter dem Einfluß und im Anschluß an die collegia pietatis, die Spener in Frankfurt a. M. abhielt, der Pietismus auch an unserer Hochschule unter dem heftigen Widerstand der Orthodoxie Eingang gewann, und skizzierte kurz die Thätigkeit seines Hauptmortführers, des Professors der orientalischen Sprachen May. Der Vorstoß, den die in ihrer bisherigen Alleinherrschaft bedrohten Vertreter der alten Geistesrichtung gegen May und seine Anhänger unternahmen, führte gerade das Gegenteil von dem herbei, was sie erhofft hatten: ein Teil von ihnen wurde für immer, ein andrer auf längere Zeit suspendiert und auf die freigewordenen Lehrstühle lauter Anhänger der neuen Richtung berufen. Unter ihnen befand sich auch Gottfried Arnold. Seinen Charakter hatten die trüben Erfahrungen einer an Entbehrungen reichen Jugend frühzeitig nach einer Seite hin entwickelt, die der Aufnahme der pietistischen Lehren in mehr als einer Hinsicht günstig sein mußte, und die zum Durchbruch kam, als er in Dresden den direkten Einfluß Speners erfuhr. Ganz in diesem Geiste gehalten war auch seine erste Schrift, die „erste Liebe der Gemeinden Jesu Christi", die den unmittelbaren Anlaß zu seiner Berufung nach Gießen als professor historiarum gab. Nachdem er aus Gewissensbedenken zuerst abgelehut hatte, nahm er am Ende doch an, und hielt am 27. August 1697 seine Antrittsvorlesung „über die Verbesserung des Geschichtsstudiums",in der ganz modern anmutende methodologische Grundsätze seltsam kontrastieren mit den mystisch-religiösen Zielen, die der Geschichtsforschung gestellt werden. Als erster Profeffor der Geschichte an der Gießener Hochschule las er nun über Profan- und Vorzug - weise Kirchengeschichte, widmete sich seinen sonstigen akademischen Pflichten und trat oft und gern als Prediger aus. dem öffentlichen und geselligen Treiben der Stadt blieb er fern, weil ihm eine Bethätigung in dieser Richtung nicht sympathisch war. Um so nachhaltiger war der Einfluß, den er auf diejenigen ausübte, denen es vergönnt war, in den engen Kreis seiner Freunde gezogen zu werden, eine Thalsache, die sich besonders deutlich an der wohlthätigen Einwirkung, die er auf den genialen aber zerfahrenen Dippel hatte, ermessen läßt. Vor allem aber ist seine Gießener Periode deshalb wichtig geworden, weil in ihr dasjenige Werk entstand, das seinen Namen bis heute lebendig erhalten hat: wir meinen die „unpartheische Kirchen- und Ketzerhistorie". (1. Teil Frankfurt a. M. 1698, 2. Teil 1700). Im scharfen Gegensatz zu der herrschenden Geschichtsbetrachtung wollte Arnold in ihr eine von dogmatischen Voraussetzungen freie unparteiische Betrachtung der Geschichte der christlichen Häresie geben, aber die mit staunenswerter Gelehrsamkeit ausgeführtc Arbeit, die dem Titel nach eine "unpartheische" sein sollte, verwandelte sich ihm unter dem Einfluß seiner ausgeprägt pietistischen Gefühlsrichtung zu einer Apologie, ja zu einer Glorifizierung des Ketzertums, so daß er zuletzt wahres Christentum nur noch bei den außerhalb und im Gegensatz zu der Kirche stehenden religiösen Parteien, in der Kirche selbst aber nur ein Institut zur Befriedigung der Machtgelüste herrschsüchtiger Priester und eine Verfälschung der wahren Lehre Christi erblickte. Das Buch rief eine wahre Sturmflut sich bekämpfender Meinungen hervor; innerhalb und außerhalb der wissenschaftlichen Kreise wurde es angegriffen, verteidigt, *n den Pranger gestellt und auf den Schild gehoben, auf alle Fälle aber war es ein Werk, das die Begründung des besonderen Lehrstuhls der Geschichte an unserer Universität aufs glänzendste rechtfertigte und seine Vertretung aufs würdigste inaugurierte. Leider sollte er selber der Hochschule nicht mehr lange erhalten bleiben: schon Anfang August 1698, kaum ein Jahr nach seinem Amtsantritt, legte er seine Professur nieder und kehrte nach Quedlinburg zurück, wo ihn die Berufung nach Gießen getroffen hatte. Was ihn zu dem Aufsehen erregenden Schritt, der im Lager der Gegner und Freunde lebhaft erörtert wurde, getrieben hat, vermag nur der mit voller Gerechtigkeit zu beurteilen, dessen Gemütsleben ähnlich gestimmt ist, wie dasjenige Arnolds und der pietistischen Kreise; soviel ist sicher, daß die Furcht, er könne der Berufung aus dem unlauteren Motiv eines nach äußerer Auszeichnung strebenden Ehrgeizes gefolgt sein, wesentlich bestimmend war, und daß daneben auch die Abneigung gegen die Beschäftigung mit der Profangeschichte, die ihm sein Amt auferlegte, und der Abscheu gegen das wüste akademische Treiben mitgespielt hat. Aber trotzdem er so sein Verhältnis zur Universität Gießen gelöst hatte, ehe er nur richtig an ihr heimisch geworden war, mußte es sich diese doch noch beim Erscheinen des zweiten Teils der Kirchen- und Ketzerhistorie gefallen lassen, von der Rostocker- theologischen Fakultät der geistigen Urheberschaft und Begünstigung der revolutionären Ideen des Verfassers geziehen zu werden. In diesem selbst vollzog sich, nachdem er sich noch einmal mit voller Seele dem Treiben der separatistischen Kreise Quedlinburgs ergeben hatte, eine innere Läuterung und Abklärung, die seinen Anschauungen das Krankhafte nahm und ihm bis zu seinem in Perleberg erfolgten Tode (1714) treu blieb. — An der Debatte beteiligten sich außer dem Herrn Vortragenden die Herren Geheimer Kirchenrat Kattenbusch und Prof. Krüger. *• Künstlerkleeblatt. Drei begabte, wackere, junge Künstler hatten wir die Freude gestern nachmittag im großen Saale des Gesellschaftshauses konzertieren zu hören. Und in der That durften sie sich hören lassen, denn sie erbrachten alle drei den Beweis verständnisvoller Kunstfertigkeit, die sich bereits in der Zusammenstellung ihres Spielplanes verriet. Beethoven, Godard, Popper, Chopin, d'Albert, Vieuxtemps, Ries, Gade setzen für die Wiedergabe ihrer Kompositionen in ihrer Eigenart nicht geringe Meisterschaft der Kunstjünger voraus, und die Art und Weise, in der sich das Trio der Lösung seiner gestrigen Aufgabe unterzog, läßt hoffen, daß der Ruf der drei zu einem solchen wird, daß ihnen bald auch vom Konzert- oder Saalbauverein ein Beglaubigungsschreiben nicht vorenthalten wird, deren Losung nun einmal für die Mehrzahl der Gießener Musikfreunde maßgebend ist. Immerhin bleibt es zu bedauern, daß die drei gestern nicht mehr Zuspruch erfuhren, wennschon sie sich durch die kleine, aber dafür desto andächtigere Zuhörerschaft nicht im geringsten abschrecken ließen. Getragen von dem Anblick eines vollen Hauses, ist es am Ende nicht schwer, durch begeistertes Spiel zu erfreuen, aber im Angesicht einer im Saale zerstreuten Kunstgemeinde soviel Wärme zu entwickeln, als es die Herren Hüttenberger, Jost und Peine gestern vermochten, gilt uns denn doch höher. So mögen sie sich denn durch scheinbare Mißerfolge nicht abhalten lassen, die über rauhe Pfade zu den Sternen führende Künstlerlaufbahn unerschrocken zu verfolgen. Sie werden ihr Ziel erreichen; vielleicht langsam, aber sicher. -dt. *•-8. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Am 24. Februar sprach Herr Prof. Dr. Siegmund Günther aus München über die Entdeckung des Seewegs nach Ostindien durch Vasco da Gama 1498/99. Der durch seine Studien zur Geschichte der Geographie, insbesondere der mathematischen Geographie, Geophysik und Nautik wohlbekannte Redner gab in seinem überaus fließenden und anschaulichen Vortrag zunächst ein Bild des Standes der geographischen und nautischen Kenntnisse gegen Ende des 15. Jahrhunderts und legte sodann die Fäden blos, die schließlich zur Erreichung des seinerzeit wichtiger als die Entdeckung Amerikas erschienenen Erfolges führten. Er besprach die damals üblichen Instrumente zur geographischen Ortsbestimmung, das Astrolabium und den Jakobsstab, erörterte die Stellung der einzelnen portugiesischen Könige Joäo I., Affonso und Joäo II. zu den damaligen Problemen der geographischen Entdeckungen, würdigte die Thätigkeit Heinrichs des Seefahrers, berührte kurz die Aufklärung der afrikanischen Westküste im 15. Jahrhundert und ging dann ausführlicher auf die erste Reise Vasco da Gamas 1497—1499 ein. Er schilderte diesen großen Entdecker als ein Kind seiner Zeit mit deren Vorzügen und Schwächen, anerkannte aber den Vorrang Vasco m Gamas vor den meisten portugiesischen Seehelden und Eroberern des 15. und 16. Jahrhunderts. Mit einem Ueberblick über die späteren wenig bekannten Reisen des großen Portugiesen und deffen Thätigkeit als Statthalter Indiens, in welcher Eigenschaft er auch starb, schloß Redner einen Vortrag, den sechsten und letzten dieses Winters. Die Gesellschaft wird vor Beginn des Sommers noch zwei kleine Sitzungen halten, über die das nötige in dieser Zeitung bekannt gegeben werden wird. ** Großh. Gymnasium. Prüfung der Abiturienten am 4. März. Das um Va10 Uhr abends verkündete Resultat war folgendes: von 24 Schülern die sich der Prüfung unterzogen, konnten 21 mit dem Zeugnis der Reife entlasten werden. Ein Schüler war freiwillig zurückgetreten. Die Namen der bestandenen Schüler sind folgende: 1. Willy Boeck (Mathematik), 2. Gustav Drescher (Geschichte), 3. Hans Engel (Medizin), 4. Julius Faßbender (Medizin), 5. Heinrich Gräf (neuere Philologie), 6. Friedrich Heineck (Naturwissenschaft), 7. Willy Korell (klassische Philologie), 8. Gustav Krauße (Jngenieurfach), 10. Friedrich Müller (Theologie), 11. Heinrich Müller (Theologie), 12. Ernst Pasch (Medizin), 13. Max Plaut (Medizin), 14. Fritz Ploch (Medizin), 15. Hubert Sattler (Medizin), 16. Ernst Sehmer (Rechte), 17. Paul Stamm (Rechte), 18. Sigmund Wertheim (Medizin), 19. Alexander Wilker (Offizier), 20. Adolf Zmßer (Artillerieoffizier), 21. als Externer Fritz Guggenberger (Seeoffizier.) Drei Schüler konnten auf Grund ihrer Leistungen von der mündlichen Prüfung dispensiert werden. **n. Ceutralbahnhof Gießen. In der von dem nationalliberalen Verein auf den 4. ds. Mts. in der Restauration „Zum Andres" einberufenen, und auch von Nichtmitgliedern zahlreich besuchten Versammlung hielt Herr Professor Dr. Sommer einen interessanten Vortrag über die E r b a u u n g eines Centralbahnhofs und Verlegung der Eisenbahnanlagen im südlichen Teile derStadt. Bezüglich des letzten Punktes wünscht der Herr Redner, dessen Vortrag demnächst als Broschüre im Verlage der Brühl'schen Druckerei erscheinen wird, die Führung der Gelnhäuser Linie vom Walde aus in der Richtung nach Klein-Linden und Einmündung daselbst in die Frankfurter Linie; die Fuldaer Strecke dagegen solle geführt werden von Großen-Buseck über Wieseck mit Einmündung in die Kasseler Linie am Rodberg. Herr Regierungsrat Richter hält die Einführung der Gelnhäuser Strecke in die Frankfurter Linie für unmöglich, wegen der bereits außerordentlich starken Belastung; eher vertrage dies die Kasseler Linie, und es fei deshalb wohl praktischer, einen Umbau genannter Strecke vom Walde aus nach Wieseck zu auszuführen. Zwischen Rödgen und Wieseck würden dann beide oberhessischen Bahnen Zusammentreffen und gemeinsam am Rodberg in die Main-Weser-Bahn einmünden. Nur auf diese Weise ließe sich auch der erhoffte Durchgangsverkehr Koblenz-Gelnhausen, Betzdorf—Fulda ermöglichen. — Herr Fabrikant Günther begrüßt das Projekt mit Freuden, befürchtet aber, daß hierdurch die in naher Aussicht stehende Errichtung einer Haltestelle am Rodberg in Frage gestellt werden könnte. An der weiteren Diskussion beteiligen sich noch die Herren Baunnternehmer Winn und Realgymnasiallehr Dr. Pitz. Schließlich findet folgende Resolution einstimmige Annahme: „Es ist wünschenswert 1. daß mit Rücksicht auf die sich steigernden Mißstände die Oberhessischen Eisenbahnlinien aus dem südlichen Teile der Stadt Gießen vollständig entfernt werden; 2. daß Gießen einen neuen für alle Linien gemeinsamen Personenbahnhof erhält". Eine Kommission bestehend aus den Herren Günther, Kirch, Sommer, Winn und W iß mann soll diese Resolution den in Betracht kommenden Behörden — speziell den Verwaltungsund städtischen Behörden — mit der Bitte überreichen, daß dieselben gemeinsame Schritte zur Erfüllung der genannten Aufgabe einleiten möchten. • * Oberhksfischer Feuerwehrtag. Nach Beschluß des gestern in Friedberg abgehaltenen Provinzial-Verbands- tages Freiwilliger Feuerwehren findet der nächste oberhessische Feuerwehrtag in Hungen statt. »♦ Stadttheater. Der dreiaktige Schwank „Aschermittwoch" von I. F. Fischer und I. Jarno wurde gestern abend gelegentlich seiner zweiten Aufführung von einem zahlreich erschienenen Publikum recht beifällig aufgenommen. • * Stadttheater. Carl Peppler vom Hannover'schen Hostheater spielt hier am 8. und 9. März. • * Oeffentlicher Vortrag über die hessische Steuerreform. Wir machen auf die im heutigen Inseratenteile enthaltene Anzeige aufmerksam, wonach Herr Ministerialsekretär Gl äs sing am nächsten Samstag in öffentlicher Versammlung einen Vortrag über die von unserer Regierung geplante Steuerreform halten wird. Für alle Steuerzahler ist es gewiß vom höchsten Interesse, aus dem Munde eines Beamten, der bei Ausarbeitung der betr. Gesetzentwürfe selbst mitgewirkt hat, und der überdies als Gießener in weiten Kreisen unserer Stadt perrsönlich bekannt und geachtet geachtet ist, über die leitenden Gesichtspunkte und die Vorteile, welche man sich von jener Reform verspricht, sich belehren zu lasten. Dem nationalliberalen Vereine, der in letzter Zeit wiederholt Gegenstände von allgemeinem Jntereste auf die Tagesordnung seiner Versammlungen gesetzt hat, kann man für die Veranlassung dieses Vortrags sicher nur dankbar sein. " Prüfungs-Konzert der Musikschule von Fräulein Minna Körner. Die am 10. und 11. März im Saal des Einhorn ftattfindenden Konzerte bringen unter vielen anderen inter- restanten Tonstücken das Allegro moderato con spirito ed assai legato der selten gespielten As-dar = ©onate von C. M. v. Weber in der Bearbeitung von Franz Liszt und die Variationen über ein russisches Tanzlied von Beethoven, von Hans von Bülow herausgegeben. • * cf Bauer'scher Gesang-Verein. Konzert am 12. März in Steins Saal. Zu den leistungsfähigsten und fleißigsten Mänergesang-Vereinen unserer Stadt zählt zweifel- os der Bauer'sche Gesang-Verein, der fu.4 unter der Leitung Paul Polsters sowohl an Sängerzahl wie Gesangstüchtigkeit kräftig erweitert hat. Der Verein setzt nun aber auch sein Licht nicht unter dem Scheffel, sondern icteiligt sich kräftig an den jetzt so eifrig gepflegten Ge- angswett streit en. ' Nicht nur einmal, sondern wiedcr- ;olt sind die „Bauern" aus diesen Kämpfen, gegen achtungswerte und scharfe Gegner als Sieger heimgekehrt, und birgt das Archiv des Vereins wertvolle Silberstücke. Auch jetzt rüsten sich die „Bauern" wieder zu einer That. aber sie suchen diesmal keine Gegner, sondern Freunde und Gönner, denen sie oft in uneigennützigster Weise gedient haben, und hoffen, recht viele davon am Sonntag den 12. März im Stein'schen Saale zu finden. * * Der Verein zur Züchtung rei er Hunderassen hält seine ordentliche Monats-Versammlung am Dienstag dem 7. ds. Mts., abends 8 Uhr, auf dem Lenz'schen Felsenkeller ab. Neben geschäftlichen Mitteilungen weist die Tagesordnung Besprechung der Frühjahrsschliefen und der projektierten Ausstellung im Juli, sowie Vortrag über die Dressur des Vorstehhundes mit sich anschließender Diskussion auf. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. * * Postalisches. Die zum Landbestellbezirke der Kaiser- lichen Postagentur in Steinberg (Kreis Gießen) gehörige Neumühle wird vom 10. d. Mts. ab dem Landbestellbezirke des hiesigen Postamts 1 zugeteilt werden. * * Radfahrer.Hilfsstationen! In letzter Zeit ist an vielen Orten des Gaues IX. von privater Seite an Gasthäuser obiger Titel verliehen worden und zwar dnrch Verkauf eines Reparaturkastens für Radfahrer und eines Schildes „Radfahrer-Hilfsstation", beide Artikel für den Preis von 15 Mark. Obwohl die Verkäufer Mitglieder des deutschen Radfahrer-Bundes sind, hat die Sache mit dem D. N -B. nichts zu thun, den Wirten möge vielmehr zur Kenntnis dienen, daß diese Radfahrer-Hilfs- stationen in keiner Weise auf eine Unterstützung durch Zuwci jung von Mitgliedern des D. R.-B. rechnen können, da der Bund an jedem verkehrsreichen Platze je nach Bedarf Bundes-Hotels oder Bundeseinkehrstellen für seine Mitglieder — die wohl den weitaus größten Teil des tourenfahrendeu Publikums ausmachen — durch die Gaufahrwarte und nur vermittelst der zuständigen Ortsvertreter errichtet hat bezw. errichten wird. x Vom Lande, 3. März. Zu den vielen Feinden unserer nützlichen Singvögel gehören bekanntlich auch die Häher, denen zuzeiten manches junge Vöglein zum Opfer fällt. In den Waldungen und Obstpflanzungen lüft sich jetzt wieder der Markolf, wie der Häher im Wolfömunbe heißt, häufig sehen und hören. Jagd-, Feld- und Wald Hüter sollten deshalb eifrig auf Vertilgung dieses Vogel- räubers bedacht sein. Auch für die Elster, die zur Brüte- zeit der Vögel manches Vogelnest plündert, ist eine Ladung Schrot kein unpassender Lohn. + Hungen, 5. März. Durch den Unfug, die Hecken zu verbrennen, entstand vorgestern in dem gegenüber der hiesigen Bahnstation liegenden Hain ein größeres 5 euer, durch welches infolge des herrschenden Windes beinahe Obst- bäume und vielleicht auch die benachbarte Villa Reinhardt beschädigt worden wären, wenn nicht noch rechtzeitig der vorn Brand ergriffene, mit dürrem Gras rc. bewachsene Boden durch Gräben und Erdaufwurf vom Nachbargebiet abgegrenzt worden wäre. -1- Lich, 5. März. Heute fand hier eine durch Plakatanschlag bekannt gemachte „Maur er Versammlung" statt, bei welcher Herr Pfeiffer aus Vilbel über die schlechte Lage der Bauhandwerker im besonderen und der Lohnarbeiter im allgemeinen sprechen und Mittel und Wege zur Besserung derselben Vorschlägen wollte. Trotz der großen Anzahl Bauhandwerker und besonders Maurer, die in unserer Stadt und Umgegend wohnen, waren nur sieben derselben zur Versammlung im „Frankfurter Hof" erschienen. □ Darmstadt, 5. März. Der im nächsten Monat auf Veranlassung der Centralstelle für Gewerbe beginnende kunstgewerbliche Unterricht hatte einen Vorläuferin dem von Professor Hermann Müller seit Jahren geleiteten kunstgewerblichen Zeichenunterricht im Sommer; erst im direkten Anschluß an die durch ihre Neuaufstellung wirklich benutzbare Technische Mustersammlung konnte er zum jetzt beabsichtigten erweitert und ausgestaltet werden. Hoffentlich entspricht dem begrüßenswerten Vorgehen auch die dem nächstige Frequenz. - Die Dampfkesselfabrik Rod berg hier soll in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden Nunmehr sind fast alle größeren Etabliffents hier, außer Merck, „veraktiengesellschaftet". — Ein hier seit längerem wohnender Dichter, Karl Hepp, wird im nächsten Monai mit einem neuen Drama „Der Prior von San Marcos das im Florenz der Renaissance spielt, auf unserer Hof bühne Zutritt erhalten. Er hat sich in literarischen Streifen durch sein episches Gedicht „Der Dämon des Kaisers" unö andere Gedichte vorteilhaft bekannt gemacht. Aus Rheinhessen, 5. März. Der Landtagsabgeordnete Römer in Alzey dementiert in den „Rheinh. Volks blätter" die durch die Blätter gegangene Mitteilung, dak er wegen Meinungsverschiedenheit mit seinen Wählern in der Weinsteuerfrage fein Mandat niedergelegt habe. gehe in der Weinsteuerfrage mit feinen Wählern Hand U Hand und habe dies schon dadurch betätigt, daß er m Finanzausschuß der zweiten Kammer gegen die Weinsteuer votiert habe. Wie verlautet, soll jetzt auch der Abgeordneie Hirsch-Alsheim gewillt sein, gegen die Weinsteuer z» Trofebem il pM- Len*1 «M»1 Sw*tiwt ^reichen V A„t biC W itrtm hat @oDl] Ans W is-s* ffSä- i Werften, m* ' Wb' M lä) in tzrMM. - franffnrt a. Äenbtn am 16., 18. u futter Sriegechims den Reiterfestes in btn mhlchätigen A Nachfrage nach Plc lag mir noch eine fiigung steht, währen jen 19. März, noch Mlid) werden der M in Homburg v. t daß die Majestäten m Auch eine Reche anbt zugesagt: der Grch' rvnD^rrn, kefct’ llnttx diesen Wem bald Plätze zu \\< können täglich auf das Reiterfest — genommen werden nutmirlenden Off werden nebst den schaftlichen Halle i macht sich das leb Sfyn jept bilbet b Spaziergänger, bie. flacht in Szene geh ' Mge Cfterfal WKW Otto Erb i Mrz eine Mo Turin, Genua, Florenz, Bologna ur Mgllng. Hw Te ™ nächsten Eisen Um den M Markigen Osterfeik ^barfreitag, Smsta 7 nd> dn Fahrt < W diese »n, «rh • N™ G,b ™ M Etz MMjsx itn Neuer 18M*?«- »--> mb ''"Mil» 6 JWt me «Sfr*« 67 . üo' 2i * Mnt. 35 ' Nel. 79 ' 90 ’ 2 » Nadel- 1180 -77° JM» 6950 ' 8°o ’ 91«be[, !3f»Vr'ei” ; ■ «S'9‘ Si»tl Va* y.. s*4® *Äi 1L.8ämPien, nlc ^ger Heinis. "7°°e Silbers^ lcb,et ru einer U °" Ern Freunde t hPa Weise gebig . QDl Sonntaa i iben. 9 et hunberchn Nullung am Diee aus dem Lenz'sch. '‘•Heilungen weist: •hrsschliesen und! v'e Bortrag über I chließender Diskufi tellbezirke der to e>s Gießen) ge^ön. , ab dem Landbeslr ilt werden. letzter Zeit ist. Vater Seite an @t- jnb zwar durch $r ibfaljrer und eir. de Mel für! d.M Mitglieder t"! mit V- en wöge iese rstützunz^ch^e' echnen fim W . je nach Bkdars Al für seine Mitgliüu il des toumsahrcM Kausahrwarte und ni ter errichtet hat btjz : den vielen Fei^ en bekanntlich * je Vöglein zuml^ Mnzun^ WN ühtt m W; Feld- uW ttilßung dieses Elster, die zur w ünbert, ist eine« W B* il, W W** Kindes beinahe W «rtc MchB noch Ans «. V** W Acht««" tttDcrf“®1’?.l '«“"uÄ' aderen d Ute. V. ;n Uniii' it •** Ä* i« ®°Ä * c gfieuauff enur, laltd bie * $oT^r\ril i * ff umßeIVQ Li,r d»! Uwpaeit län9(rf: sK- LS rch des DD""? w Der sRheinP’ ” >. in belt Mjtteilu^ mer A der Err i> jeß- "lie aeg^ Gin Kansbürschchen gesucht. chartenaröeiterin Bergstraße 17. gesuckt. fumpenfortieretinueu 2038 gesucht. Hermann Hetz. Telephon 119- Marktstraße 4 2058 dauernde Beschäftigung. Wellen Buchen-Reisig, n n [2058 der Zwei Zimmer zu vermieten. Audr. Euler. Zwei Zimmer 0788 Gnauth. 2055 Vermietungen Wietgesuche Mrsteigmulgen (fiiipffliliiugeii Offene Stellen Ktklleu-Geluche Meßen, den 6. März 1899. Kroßh. Bürgermeisterei Gießen. H M n H n Eichen- Nadel- Erlen- rm M u Eichensiämme mit 5,16 fm, Naoelstämme mit 39,84 fm, Nadel-Derbftangen mit 7,08 fm, 074» Marktplatz 8. gleiche Neisebureau veranstaltet am 30. März Osterfahrten nach Oberitalien, Riviera und Afrika. * Srvresfvngsversuch. Der kleine Max (der zu Weihnachten einen photographischen Apparat bekommen hat, zu seiner Schwester).' „Lucie, ich habe Dich gestern in dem Augenblick photographiert, als Dich der Leutnant geküßt hat . . willst Du mir zwanzig Pfennig für das Bild geben oder soll ich's Papa verkaufen?" tzützversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, den 13. März 1899, vormittags 9'/, Uhr leginnenb, sollen im Gießener Stadt- rald, Distrikt Haingesboden, Stolze- mrgen, Zollstockswäldchen u. Hnbertus- Itu nnen, versteigert werden: Mehrere tüchtige Rockarbeiter finden bei sehr guter Bezahlung Mteratur, Wissenschaft und Kunst. Interessante Einblicke in daS Geistesleben der drei- teren Volksschichten der Großstädte gewährt cm Aufsatz über „Großstadt-Poesie" in Nr. 9 des „Bär, Illustrierte Wochenschrift für Geschichte und modernes Leben". Der Verfasser forscht den Ursachen nach, weshalb das Volkslied in den Großstädten nicht gedeihen kann und kommt zu eigenartigen Ergebnissen, über die letzten Lebensjahre Schlüters bringt Peter Wallü einen Artikel mit schönen Illustrationen und Carl Langhammer widmet den Rolanden eine eingehende Besprechung. Neben dem äußerst spannenden, humoristischen Roman von Fedor von Zobeltitz, „Das Heiratsjahr", wird auch die Ärtikelreihe über die chemische Industrie in der Mark fortgesetzt. 0748 Marktplatz 8. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag den 6. März, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Apostel-Gesch. 5, 17 ff. Pfarrer Euler. soll hoffnungslos sein. Sie wurde bereit- mit den Sterbesakramenten versehen. Brussel, 6. März. Im königlichen Palast war man während der ganzen Nacht in der größten Beunruhigung. Die Königin hat nach Mitternacht einige Stunden einen erquickenden Schlaf gehabt, doch halten die Aerzte ihren Zustand andauernd für hoffnungslos. Jassy, 6. März. In der Nähe der Station Barnova entgleiste der Bukarester Schnellzug. Ein Bahnbediensteter und ein Reisender wurden getötet. 14 Personen mehr oder minder schwer verletzt. Paris, 6. März. Wie verlautet, werden die vereinigten drei Kammern des Kassationshofes zuerst eine Untersuchung einleiten, dann den Oberst Piquart dem General Roget gegenüberstellen und endlich einen Berichterstatter ernennen, der die Angelegenheit in öffentlicher Sitzung anscinandersctzt. Paris, 6. März. „Petite Republiqne" veröffentlicht den Wortlaut einer Zirkularnote, welche das sozialistische Komitee den verschiedenen sozialistischen Arbeitervereinen der ganzen Welt zugesandt hat, um sie zu einer vorläufigen Versammlung, welche zwischen dem 20. und 30. Mai d. I. in Brüssel stattfinden soll, znsaminen zu berufen. In dieser Versammlung soll über die Organisation des großen so zialistischen Kongresses im Jahre 1900, welcher in Paris stattfinden wird, beraten werden. Toulon, 6. März. In der Nacht zum Sonntag explodierte das zwischen Toulon und La Seyne gelegene Pulver-Magazin von Langoubran. Die Explosion vernichtete viele Menschenleben, verwüstete alles auf zwei Kilometer im Umkreise, zerstörte die Häuser und verheerte die Felder. Den Knall der Explosion konnte man bis Nizza hören. Die Erschütterung wurde an der ganzen Riviera vernommen. Bisher sind 70 Tote und 120 Verwundete konstatiert. Zahlreiche Personen werden noch vermißt. An der Unglücksstelle spielen sich herzzerreißende Szenen ab. Der Materialschaden ist ein bedeutender. Der Marme- ministcr sandte 10000 Frcs. Die Ursache der Explosion ist noch nicht festgestellt. Man nimmt an, daß eine chemische Zersetzung in einer Kiste mit rauchlosem Pulver statt- gefunden hat. , Toulon, 6. März. Nach den neuesten Feststellungen sind bei der Explosion 75 Personen getödtet und 115 verwundet worden. Außer dem Marineminister sandte auch der Präsident Loubet eine bedeutende Summe zur Verteilung an die Hinterbliebenen. Der Marineminister wird morgen hier eintreffen. Das Begräbnis der Getöteten soll auf Kosten des Staates morgen stattfinden. Toulon, 6. März. Der Bürgermeister hat dem Gemeinderat vorgeschlagen, die bei der gestrigen Explosion verunglückten Personen auf Kosten der Gemeinde zu beerdigen und den Familien Geldunterstützungen zu gewähren. Es soll eine Subskription ins Werk gesetzt werden. Die ganze Stadt trauert. Ueberall sind die Fahnen halbmast gehißt. Theater und Konzerte fallen eine Woche lang aus. Toulon, 6. März. Die Vernehmung eines Zeugen der Explosion des Pulver-Magazins der Marine scheint zu ergeben, daß man es in der That mit einem Komplott zu thun hat. Man soll in der Nähe des Unglücksortes ein geladenes Lebelgewehr aufgefunden haben, während cs bekanntlich den Wachtposten bei den Pulver Magazinen verboten ist, das Gewehr mit Ausnahme des äußersten Notfalles zu laden. Man glaubt, daß der Wachtposten in der Nähe des Pulver-Magazins jemand Herumschleichen sah und sich infolgedessen schußbereit gemacht hat. Petersburg, 6. März. In einem Personenzuge, der nach Dwinsk fuhr, explodierte ein mit Benzin gefüllter Ballon, wodurch ein Waggon in Brand geriet und sieben Personen, darunter sechs Frauen, getötet, sowie 16 Personen schwer verwundet wurden. 9 88 169 67 ino 21 85 79 90 2 1180 2170 5950 800 13 632 40 ßimmen. Trotzdem sich durch diese Sinnesänderung der Heiden genannten Abgeordneten das Stimmenverhältnis für hic Steuervorlage etwas verschoben hat, hält man von vielen Seiten daran fest, zur sicheren Beseitigung der drohenden Steuer, sich mit einer Immediateingabe direkt an den Groß- herzog zu wenden Dieser Weg wird besonders von einflußreichen rheinhessischen Abgeordneten empfohlen. △ Mainz, 5. März. Der Wiener Mannergesangverein hat die Bürgermeisterei benachricht, daß er intLaufe Les kommenden Sommers in einer Stärke von 300 bis 400 Mann hierher kommen werde und ern Konzert zu verunstalten beabsichtige. Die Bürgermeisterer hat den Wrener Sängern den herzlichsten Empfang zugesichert. Verkehr, Land und Volkswirtschaft. etünwttt. 4 März. Fruchtvr eise. Weizen 216.00—16.60, Korn X 16,00-00,00, Gerste X 14,80 -00.00, Hafers 14,60-15 00. Erbsen X 00,00—(10.00, Linien X 00,00—00,00, Wicken >L0(X00, Lein X 00.00, ««rtoffeln X 0,00—0,00, Sem er, X 00,00—00.00 Vermischtes. * Frankfurt a. M., im März. Angesichts des ungemein glänzenden und reichhaltigen Programms, das den Besuchern 4>e« am 16., 18. und 19. März zum Besten des Frankfurter Kriegerheims im neu erbauten Hippodrom stattfindenden Reiterfestes in Aussicht steht, sowie mit Rücksicht auf den wohlthätigen Zweck des Unternehmens ist jetzt schon die Nachfrage nach Plätzen eine so starke, daß für den ersten Tag nur noch eine geringe Anzahl von Karten zur Verfügung steht, während für Samstag, den 18. und Sonntag, '.den 19. März, noch nicht alle Plätze vergeben sind. Be- kanntlich werden der Kaiser und die Kaiserin am 15. ds. Ms. in Homburg v. d. Höhe eintreffen; mau darf erwarten, daß die Majestäten von dort aus das Fest besuchen werden, kluch eine Reihe anderer Fürstlichkeiten haben ihr Erscheinen zuzesagt: der Großherzog von Hessen, der Prinz Ludwig ton Bayern, der Erbprinz von Hohenlohe nebst Gemahlin ?c. Unter diesen Umständen dürfte es ratsam sein, sich möglichst bald Plätze zu sichern. Die bereits vorgemerkten Karten lönnen täglich auf dem Bureau des Finanzausschusses für das Reiterfest — Neue Mainzerstraße 81 — entgegen« .genommen werden. — Die Pferde der bei den Aufführungen miüwirkenden Offiziere von auswärts — etwa 200 — warben nebst den Bedienungsmannschaften in der landwirt- schcaftlichen Halle untergebracht. Im Frankfurter Publikum macht sich das lebhafteste Interesse für das Fest geltend. Schon jetzt bildet das Hippodrom den Zielpunkt zahlreicher Spaziergänger, die den Schauplatz der mit ungewöhnlicher Prucht in Szene gehenden ritterlichen Spiele inspizieren. * Billige Osterfahrt nach Rom und Neapel. Das Reise- bnreau Otto Erb in Zürich (Schweiz) veranstaltet am 19. März eine 20tägige Osterfahrt nach Lugano, Mailand, Turin, Genua, Pisa, Nom, Neapel, Pompeji, Vesuv, Capri, Florenz, Bologna und Venedig, mit vollständiger bester Ver- ssflegung. Jeder Teilnehmer erhält das Billet giltig von feiner nächsten Eisenbahnstation an und wieder zu derselben zurück. Um den Mitreisenden Gelegenheit zu geben, die großartigen Osterfeierlichkeiten mit anzusehen, werden der (harfreitag, Samstag und Ostersonntag in Rom verbracht. Der sich der Fahrt anzuschließen gedenkt, lasse sich mit Bezug auf diese Zeitung und unter Benutzung einer 10 Pfg.- Mtfartc den illustrierten Prospekt vom Neisebureau Otto Erb in Zürich (Schweiz) gratis und franko zusenden. Das Mittwoch dk» 8. Mökj 1. nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: 1 Sofa, 1 Schreibtisch, 1 Bücherregal, 1 Ausziehtisch, 1 Linoleum'epoick, 1 vollst Belt, 1 Pferd, 1 Damenfahrrad u v. a. 2054 Geißler, Gerichtsvollzieher. Die Zusammenkunft ist auf ^lbgerftraße an der Ochsenwiese, ta-l Holz am Hubertusbrunnen Icunmt etwa um 11 Uhr zum Ausgebot. Aus der Zeit für die Zeit. Bor^l84 Jahren, am 7. März 1715, wurde zu Zeblin in Pommern Christ. Ewald v. Kleist geboren, der Dichter des idyllisch beschreibenden Gedichts „Der Frühling", ern Sänger und ein Held zuglerch. Unter den zahlreich Gefallenen, die am 12. August 1759 das Schlachtfeld von Kunnersdorf bedeckten, war auch Kleist. Was er geahnt: „Vielleicht sterb' einst auch ich den Tod für's Vaterland", ging hter i r Erfüllung. Mehrere kräftige Arbeiter auf sofort gesucht. Eingesandt. ______ Gießen,^MLr^I899^D Am Dienstagabend hat Frl. Schuhmann, eine der tüchtigsten Kräfte unseres diesjährigen Tbearer-Ensembles, ihr Benefiz. Einsender will sich nicht über die Bortrcsflichkeit des von rhr gewählten Stückes, „SckützenliSl", verbreiten, das manchem auS eigener Anschauung als vorzüglich bekannt sein dürfte; er möchte nur ms (Se- dächtnis der Theaterbesucher zurückrufen, als wie ausgezeichnete Schauspielerin sich Frl. Schuhmann während des ganzen Wtnlers bewährt bat. Wer hat nicht seine Freude an ihrer Wirtin im „Weißen Rößl" gehabt, wie oft haben wir sie nickt wegen chrer ausgezeichneten Masken bewundert, die sie ohne jede weiblicke tsitel6 feit der Rolle, wie diele es erforderte, anpaßte. Im fryckesten^ Gedächtnis aber steht noch ihre brillante Wiedergabe der »Hanne rm »Fuhrmann Henschel" am letzten Freitag. Es bedarf gewiß nur dieses Hinweises, um jeden, der sie einmal in einer großen Jioue gesehen hat, zum Besuche ihres Benefizes zu veranlassen, und viele, die diese Gelegenheit bis jetzt nicht hatten — wie z. B- die Besucher der Theatervereins-Borstellungen, in denen sie leider nur wenig hervortreten konnte — zu bewegen, Frl. Schuhmann einmal eine große Rolle spielen zu sehen. Grüne Heringe (feinster Backfisch) per Pfund 15 Pfennig. Bratbücklinge empfiehlt 892 J. Hl. Schulhof, IZuchbinderlehrting sucht 2062 H. Schneider, Kirchenplatz 11. W Pferdeknecht -WI zur Aushülfe für sofort gesucht. 0747 Licherstraße 5, 2035] Ein junges Mädchen, welches zwei Jahre in einem Kurz-, Woll- und Weißwarengeschäft gelernt hat,_ sucht Stellung als angehende Verkäuferin. Offerten unter A. H. 100 an die Expedition des „Wetzlarer Anzeiger", Wetzlar, erbeten.___ Junges Mädchen, Verkäuferin im Manufakturwarengesckäft, sucht anderweitig Stelle im Geschäft per 1. April oder später. Off- unt. 0743 an d. Exp. d. Bl- an einzelne Dame zu vermieten. Grünbergerstraße 28. 0750] Möbliertes Zimmer für einen Einjährigen gesucht. Gefl. Offerten er« beten Westanlage 33.______________ 2044] Fräulein (tagsüber im Geschäft) sucht möbl. Zimmer mit voll. Pension. Nähe d. Marktstr., Famil.-Anschluß erwünscht. Off. m. Preis unter D. E. 88 an Haasenstein & Vogler, A. G., Wiesbaden. rm Buchen-Stöcke, , Eichen- „ „ Nadel- „ I. Pfeffer, Marktplatz 6 3wti tüchtige Roikschuklder für hochfeine Maßarbeit gesucht. 2047 Markus Bauer, Kirchenplatz 11. 0759] Schuhmachergeselle gesucht. Karl Müller, Liebigstraße 64. Aeuefie Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 6. März. Wie die „Welt am Montag" aus München meldet, ist der Zeichner Heine nicht vom Kaiser, sondern vom König von Sachfen als der allein zuständigen Instanz begnadigt worden. Wien, 6. März. Der gestern nachmittag abgehaltene Ministerrat unter dem'Vorsitz des Grafen Thun beschloß, die bisher nicht eiuberufenen Landtage, darunter auch den böhmischen in der zweiten Hälfte dieses Monats zusammen zu berufen. Rom, 6. März. Die Besserung im Befinden des Papstes macht gute Forschritte. Auch gestern brachte der Papst mehrere Stunden außerhalb des Bettes zu. Brüssel, 6. März. Im Befinden der Königin trat gestern eine neue Krisis mit Fieber ein, die eine Verschlimmerung zur Folge hatte. Der Zustand der Königin Buchen-Scheitholz, Eichen- „ Nadel. Buchen-Knüppel, Eichen« „ Nadel- Aspen- „ Korsetten für 323 Damen und Kinder in allen Fa?ons, Brüsseler Korsetten Marke P. D., Korsett „Hygiene“ Zurückgesetzte Korsetten bedeutend unter Preis. Robert Haas Nachfl. Nistkästen für Stare, Meisen und Rotschwänzchen sind billig zu haben. Asterweg v. 2057] Ein tüchtiges, solides Mädchen per sofort gesucht. ______________Alicestraße 19, vart. 0744] Ein Laufmädcken gesuckt. ___________________Schloßgasse 12. 0745] Auf 25. März wird ein tüchtiges Dienstmädchen gesucht. Wo? sagt die E^pednion d. Bl._____ 07601 Mädchen für Alles zum l. Apnl gesucht. Meldung täglich von 2—3 und 6—7 Neuenbäue 39. ___________Oberstleutnant Petzel. 0740] Ein Logis mit Wasserleitung zu vermieten._______Löwengasse 11. 1675] Sonnenftratze 28 im unteren Stock ist eine kleine Wohnung auf 1. März zu vermieten. Näheres auf der Bürgermeisterei — Zimmer Nr. 15. 0742] Familienwohnung zu vermieten. __Frankfurterstratze 93. 0752] Ein frdl. Familienlogis mit ab- geschl. Korridor u. all. Zubeh. per 15. April, auch früher, zu verm. Steinstratze 46. 0753] Wohnung von 3 Zimmern, Küche, Speisekammer, abgeschl. Korridor per 1. April zu verm. Eickgärten 19, II. 0754] Kleine Mansardenwohnung, pr. Monat 10 Mk-, zu vermieten per 15. März. ________________Eichgärten 19, II. 0756] Zwei kleine Logir zu vermieten. ___________Große Mühlgasse 6. 2052] Das seither von Herrn Amtsanwalt Dr. Bob bewohnte möblierte Zimmer ist wegen Versetzung desselben anderweitig zu vermieten. ________________L. Spuck, Kaiserhof. 0757] Ordentlicke Arbeiter können Scklasstelle erhalten. Landgasse 12. 0758] Schön möbliertes Zimmer, an der Straße gelegen, zu vermieten. _______________Nordanlage 7. 2051] Zwei schön möblierte Zimmer ,u vermieten. Sonnenstratze 20. Brennabo C. Herber 2050 Eigene Reparatur-Werkstätte bei besten Dank. wir 2059 Giessen, den 5. März 1899. ich um gütigen Zuspruch. Hochachtungsvoll G 0751 Knaben an << Erprobt ** Gramm. Frankfurt a. M. 2032 863 Bürger-Versammlung Plockstraße 2. 1628 2038 3it verkaufen Vereine Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme dem uns betroffenen so schweren Verluste sagen Louis Hornberger Fritz Hornberger. Paul Hornberger. In herzlicher Freude zeigen die Geburt eines gesunden den hier, graviert mit Gramm. GEGR: 1846 Adolf Klein und Frau Gabriele, geb Baumert. Giessen, den 3. März 1899. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Grünewald, Rechtsanwalt. Koch, Vorsitzender der Großh. Handelskammer. Metz, Rechtsanwalt und Landtagsabgeordneter, vr. Schäfer, Landgerichtsrat und Stadtverordneter. ___________Professor Sommer, Direktor der psych. Klinik Er werden benötigt und sollen auf dem Submissionswege vergeben werden: 1. Auf Feldkehrscheibe: 40 silberne Becher in Bechecform, ca. 250 Gramm. 10 silberne Becher in Becherform mit Deckel und graviert mit Giessener Stadttheater. Dienstag, den 7. März 1899t Zum Benefiz für Helene Schuhmann: Schühenlisk. L, 2., 3. usw. bi» 10. Konkurrenzbecher, ca. 300 2. Auf Standkehrscheibe: 40 silberne Becher in Römerform, ca. 250 Gramm. 10 silberne Becher in Römersorm mit Deckel und 1., 2., 3. usw. bi» 10. Konkurrenzbecher, ca. 300 Dienstag den 7. L Mts., abends 9 Uhr, soll im Saale des Hotel zum Einhorn dahier eine allge- 600 Stück silberne Fesimünzen in Größe und Gewicht eines Für.''- markstückes in Etuis mit Aufdruck. Sonntag den IS. März, nachmittags 4 Uhr: Ausflug nach Hertors Herrasse. 2036 verschiedenes ; Frau Christine Loch, Lindcuplatz, Ecke Liudcngaffe. Akademischer Gesangvernn. Wiederbeginn der Proben zu dem Oratorium Die Schöpfung, von A. Kaydn heute, Montag den 6. März er., abends 8 Uhr, in der Aula der Uuiverfität. Reuanmeldunqen zum Eintritt in den Verein wolle man an da Universitäts-Musikdirektor Herrn Trautmauu richten, welcher sie in btn Wochentagen (außer Mittwoch und Samstag) von 1 bi» 3 Uhr in feiner Wohnung, Nordaulage 38, oder auch Montag abends von 8 bis 10 Uhr in der Aula der Universität en-gegennimmt. 2045 Der Vorstand. Geschäfts-Empfehlung Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Mitteilung, daß ich die Verkaufsstelle der berühmten Mohr'scheu Fabrikate übernommen habe. Indem ich für gute Ware bei reeller Bedienung sorgen werde, bitte Gelegenheitskauf. Um mit meinen sämtlichen Warenvorräten wegen Umzug in dri von mir erkaufte Haus, SelterSweg 58, zu räumen, verkaufe solche va heute bis Ende März e _ W" zu jedem annehmbaren Ureise. E. Weissbäcker, Turn-V erein. Samstag den 11. Wär; 1899: Winterfest in Steins Saalbau. Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. ytrtin pir Ziilhlimg reiner gutibtrnffttii Gießkll. Monatsversammlung am Dienstag, den 7. März, abends « Uyr, auf dem Felsenkeller. 2042 Angebote beliebe man verschloffen bis spätestens Samstag 18. März 1899 an Herrn Kommerzienrat S. Heichelheim, gelangen zu lassen. Gießen, den 6. März 1899, 2049 Der Finanz-Ausschuß. Wsiihrullg Neueinrichtung? Offerten unter Buchführung an die Exped. ds. Bl. 0765 Hationallibcraler Verein. Nächsten Samstag den 11. März, abend» 8>/< Uhr, wird Hm Minist rialsekretär Glässtug einen Vortrag über: Die hessische Steuerreform in der Restauration zum Andres halten. Gäste sind willkommen. — Besondere Einladung der Verein-Mitglieder durch Karlen erfolgt nicht. 2046 Gießen, den 6. Märi 1899. Der Vorstand. • 17. Nerbands-Schießen des §ad. Fandes-SGhev- 8 Uerems, des Pfüfl uvd Millckhein. Miitzen- 8 Derballdes in Gießen 1899. Volnkhnchs Mrtad bei nitbtigfltn greifen. Alleinige Niederlage Sei Fr. Leo Nachf., K 2048 6741] Eine acktpferdige, ältere Dreschgarnitur ist preiswert zu verkaufen. Zu erfragen bei der Expedition d. Bl. Garten am Nahrungsberg zu verpachten. 0746 Marktstratze 19. innige» in jeder gewünschten Ausführung liefert schnellstens zu mässigen Preisen die Brühl’sche Univ.-Druckerei (Pietsch Erben) Posse mit Gesang in 4 Akten von Trep- meine Bürger-Versammlung slattfinden, in welcher tow, Musik von Gust. Steffens. rww < M* U «nfang 8 Uhr. Ende 10'/. Uhr.> frlC iRßtVCt Gießener Eisenbahn-Berhältnisse besprochen werden soll. Das Referat hat der mitunterzeichnete Professor Dr. Sommer übernommen. KHOKSKOHKGGK 2043] Slntritt sofort. Resp. la. Hamburger Haus zahlt sol. Herren 120 Mark pro Monat und hoheProvision für Zigarrenverkauf an Wirte, Private usw. Offerten unter E. 58360 an G. L. Daube & Co., Hamburg. Hhonfekder gesucht an der Bahnlinie gelegen. Näheres über Preis und Vorkommen mit Muster o. W. unter „Thon" an Rudolf Moffe, Angenehm im Gebrauch. Sich. Wirkung. Preisp.Sch. 85 Pfg. reines Produkt der berühmten Sodener Mineral- Quellen. Unentbehrlich für Rechtsanwälte, Lehrer, Sänger und Schauspieler etc. rregen Husten Heiserkeit Verschleimung Bronchial-Katarrh sowie überhaupt gegen alle krankhaften Reizungen der Luftwege und Atmungsorgane. Fay’s ächte Sodener Mineral-Pastillen den wirksamen Bestandtheilen nach ^ebaetion: ®. Burkhardt. — Druck uul Berta« ber vrühl'schen UniversitätS-Buch. und Steindrucker« (Pietsch Erbens in Gießen. Me heutige Dummer umfaßt 12 Seite». Ai 6. 49: Sitzi gm SusbeSi Soßler. „g ß-p'l «ekttwn, to* Aus der Tag Beratung der 3 Senat bei dm R Adg. Schädl Partei, dieselbe meü Mitärwesens ein N ob dasselbe in dieser nity voll bejaht wer selbst einen besonder ein Teil eines solche zu einer etwaigen stimmung Bayerns tx W\t\bt nicht ai Reichskanzler den verbündeten is herrsche, daß eine sofern diese notw< jtimmung Bayern Vereinbarung mii Abg. v.Her Vereinbarung zwi befriedige bet Nah beide Seile f/älten Sagern gebüßte bes nie baä @e[e$ ju / «eachlilche Maß tue sM Freunde stimmt bayerischer @e' bu bayerische Regie 2 dieser Frage feste wrDütredjt sei au N™ fei z«bri to Sojem Haie * grmdsPch 'rgtnb efim Seine ®tnU( « tei ftif f ■ dWmuitgitttläri MU Ich "nb d>- Batla 7 Schidl-r , SB* (-«9-5 Altona den ri« SchulA'^" w «t Ä* bett L "«l) .1« Ä«9 bei Nie 2er