SHtttil) ' pläcir ^Wtbenee.. and. 209 MW büßen rke bei Mt .40, 1.50, D, 1.90, 2.- Kilo. en, auf Leuten », wohl- ute Ägenten nbe Stellung । nur Herren eine -eses Blatte»- Preisen die uuckere’ »») ^7 208- ne o -hranetftlt J jn Bedarf- g >8tenfreL * lberallge«==M te i von dH. un'.bA 1< 101> 100 5^ 24 2» 99.80 1881 100.80 99 40 . A-lt 8dd gi.ö< "7 169^ Nr. 6 Erstes Blatt.Samstag dm 7. Januar 1S99 Weßener Anzeiger Heneral-^nzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-Bermittlungsstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Gr/cheivt täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener Mamltieuvtälter werdet: dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Anrts- und Anzeigeblatt für den 'Kreis Giefzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchutstratze Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger ließen. Fernsprecher Nr. 51. Deutsches Keich. Darmstadt, 4. Januar. Der Großherzog und die Großherzogin beabsichtigen, im Monat Februar eine Reise nach Aegypten anzutreten. Darmstadt, 6. Januar. An dem ersten Hofball am Mittwoch, der um 8 Uhr im Palais am Luisenplatz begann, «ahmen Ihre Königl. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin, Seine Großh. Hoheit Prinz Wilhelm, Seine Durchlaucht der Prinz und Ihre Großh. Hoheit die Prinzessin Ludwig von Battenberg, Seine Durchlaucht der Prinz und Ihre Hoheit die Prinzessin Franz Joseph von Battenberg, Seine Erlaucht der Graf und Ihre Erlaucht die Gräfin von Erbach-Schönberg, Ihre Durchlauchten der Fürst und die Fürstin zu Isenburg-Büdingen nebst zwei Prinzessinnen- Töchtern, Seine Durchlaucht Prinz Alfred zu Asenburg- Büdingcn, Seine Erlaucht der Graf und Ihre Durchlaucht die Gräfin zu Asenburg-Meerholz, Seine Erlaucht Graf Elias zu Erbach Fürstenau, der Königl. Preußische Gesandte Graf von der Goltz, der Königl. bayerische Gesandte Frhr. v. d. Pfordten, die Gemahlin des Kaiser!, russischen Ministerresidenten v. Ozeroff, sowie der Kaiserlich russische Legationssekretür und Hofrat v. Doubensky, der Königl. großbritannische Geschäftsträger Mr. Buchanan und Lady Buchanan, im ganzen 270 Personen teil. Das Fest nahm einen glänzenden Verlauf und endete gegen l1/, Uhr. Die Kapelle des 1. Großh. Dragoner- Regiments Nr. 23 führte die Tanzmusik aus. Berlin, 5. Januar. Die Uebersiedelung des kaiserlichen Hoflagers von Potsdam nach Berlin findet end- giltig am 19. ds. statt. Berlin, 5. Januar. Der Hofbericht meldet: Im Auftrage des Präsidenten Faure begab sich heute der hiesige französische Botschafter Marquis de Noailles nach Potsdam, um sich nach dem Befinden des Kaisers zu erkundigen. In Potsdam wurde der Botschafter von der Kaiserin im Stadtschlosse empfangen. Die Rekon- valescenz des Kaisers nimmt einen regelrechten und guten Fortgang. Heute empfing der Kaiser den Kommandeur des 4. Garde-Regiments zu Fuß, Oberst-Leutnant v. Plettenberg. Berlin, 5. Januar. Im Reichsamt des Innern ist heute Vormittag 10Uhr die Konferenz zur Beratung der medizinischen Prüfungs-Ordnung eröffnet worden. Berlin, 5. Januar. Der Gouverneur von Deutsch-Ostafrika gedenkt noch einige Zeit hierzu bleiben. Auch der stellvertretende Gouverneur v. Lindequist, welcher bereits die Reise hierher angetreten hat, wird im Februar hier eintreffen. Berlin, 5. Januar. Zur Vorbereitung des gesetzgeberischen Materials für den preußischen Landtag sind für die nächste Zeit mehrere Sitzungen des Staatsministeriums in Aussicht genommen. Die nächste Sitzung soll bereits am kommenden Samstag stattfinden. Berlin, 5. Januar. Von verschiedenen Seiten war die Darstellung verbreitet worden, als ob die von der Kolonial- Abteilung des Auswärtigen Amtes gefaßte Idee der Tschad- jee-Expedition wieder aufgegeben worden sei. Im Gegensatz hierzu erfährt die „Post", daß im Auswärtigen mit dem Komitee der deutschen Kolonial- Gesellschaft die Vorarbeiten für diese Expedition eifrig gefordert werden. Von dem eingeschlagenen Tempo sei mit Sicherheit darauf zu rechnen, daß die Tschadsee-Expedition im Sommer 1899 sich in Bewegung setzen wird. Berlin, 5. Januar. Die Bombenverschwörung von Alexandrien. Der Oberhofmeister der Kaiserin, Freiherr v. Mirbach, erwähnt in seinem Potsdamer Vortrag über die Palästinafahrt des Kaiserpaares, daß der Kaiser in ^enemg „die ersten Depeschen von der Festnahme einer > bände in Port Said, die sich nach Palästina hätte emschiffen wollen", empfing. Dazu bemerkt die „Rhein.- ^bstf. Ztg.": „Freiherr v. Mirbach hat damit die Erlnne- rung an eine Episode zur Kaiserfahrt wieder aufgefrischt, ie besser int Schoße der Vergessenheit begraben geblieben wäre. An der Geschichte von der Bombenverschwörung in lexandrten (von Port Said als Sitz der Verschwörung ist nie tue Rede gewesen) ist nämlich kein wahres Wort, sie ver- ankt ihren Ursprung einer dreisten Mystisikation, die von mVcx I1^’n’^en Polizei vermutlich im Auftrage der glischen Regierung in Szene gesetzt wurde. Für England ? oer geplante Besuch des Kaisers in Egypten äußerst equem, deshalb galt es, ihn auf jede mögliche Weise zu 9 tertreiben, und es wurde als ultima ratio, falls alle anderen Mittel nicht verfangen sollten, von der alexandrinischen Polizei ein fingierter Bombenanschlag in Reserve gehalten, wobei man — nebenbei bemerkt — insofern falsch kalkulierte, als der Kaiser, dessen Furchtlosigkeit ja bekannt ist, sich dadurch sicher nicht vom Besuche Egyptens hätte abschrecken lassen. Bei der mise en eedne klappte die Geschichte nicht recht. Der Kaiser hatte den egyptischen Abstecher schon aufgegeben, ehe die Bombenattentatsgeschichte noch ruchbar wurde. Offenbar hatte die egyptische Polizei ihren Eifer nicht bändigen lassen oder man hatte in London vergessen, zur richtigen Zeit Gegenbefehl zu geben, genug, der Apparat war aufgezogen und man mußte ihn ablaufen lassen. „Reuters Bureau" brachte eine Nachricht nach der anderen, aber die sonst in allen Angelegenheiten der auswärtigen Politik so gut dressierte englische Presse hüllte sich in verlegenes Schweigen. Von offiziöser deutscher Seite aber wurde den Ableugnungsversuchen der ungläubigen Thomasse mit einer genauen Beschreibung des Mordwerkzeugs geantwortet und versichert, die Untersuchung sei im Gange, die Attentäter säßen hinter Schloß und Riegel und dergleichen mehr. Darüber sind nun rund 2x/a Monate verflossen, aber von einem Ergebnis der Untersuchung hat man bisher keine Sterbenssilbe gehört. Die ganze Attentatsgeschichte beruht auf englischer Mache." — Diese Mitteilung steht in so schroffem Widerspruch mit den offiziösen Nachrichten, die seinerzeit über die Attentatspläne in Alexandrien verbreitet wurden, daß eine authentische Aufklärung nicht ausbleiben darf. — Berlin, 5. Januar. Die Entscheidung in der lippeschen Frage. Der Bundesrat hat beschlossen: 1. daß, nachdem die fürstlich schaumburg-lippische Regierung der fürstlich lippischen Regierung das Recht bestritten hat, die Thronfolge in Lippe mit den gesetzgebenden Faktoren des Fürstenthums selbstständig zu regeln, nachdem die fürstlich lippische Regierung abgelehnt hat, diesem Einsprüche der fürstlich schaumburg-lippischen Regierung Folge zu geben, und nachdem hierauf die fürstlich schaumburg-lippische Regierung die Entscheidung des Bundesrates angerufen hat, die Zuständigkeit des Bundesrats zur Erledigung der Streitigkeit nach Artikel 76, Abs. 1 der Reichsverfassung begründet ist; 2. daß zur Zeit kein hinreichender Anlaß zu einer sachlichen Erledigung gegeben ist, da ein mit den Ansprüchen Schaumburg-Lippes unvereinbarer Fall der Thronfolge oder Regentschaft in Lippe nicht vorliegt; 3. daß durch diesen Beschluß einer späteren Entscheidung über die Wirksamkeit der Akte der lippischen Landesgesetzgebung gegenüber den von Schaumburg-Lippe erhobenen Thronfolge- und Regentschaftsansprüchen nicht vorgegriffen wird; 4. daß auf eine Würdigung aller weiteren an den Bundesrat gelangten Anträge, Erklärungen und Schriftsätze über diese Sache nicht einzugehen ist." Diese Entscheidung bedeutet eine Verschleppung der Angelegenheit auf unabsehbare Zeit. — Ein neues kommunales Wahlrecht, das auf der Gliederung der Wähler nach Berufsständen beruht, ist für die Stadt Chemnitz kürzlich in gemeinschaftlicher Sitzung der beiden städtischen Kollegien beschlossen und bereits von dem königl. sächsischen Ministerium des Innern bestätigt worden. Karlsruhe, 5. Januar. Heute früh ist bei Pforzheim kurz nach der Ausfahrt aus einem Tunnel ein Per son en- zug infolge Bruches einer Weichenzunge entgleist. 15 Wagen wurden stark beschädigt. Personen wurden nicht verletzt, da der Zug sehr langsam fuhr. Die Schaffner konnten, ohne Schaden zu nehmen, von den Wagen abspringen. Ausland. Wien, 5. Januar. Professor Blum en tritt veröffentlicht im „Neuen Wiener Tagblatt" Mitteilungen, welche ihm von einem Mediziner, der zu den Freunden Aguinaldos gehört, zugehen. Danach will der Letztere wegen der Freigabe der gefangenen Spanier, welche 11000 Soldaten, 2 Generale, 440 Offiziere und 1900 Civilpersonen umfassen, nur direkt mit Spanien verhandeln. Die Freigabe dieser Gefangenen soll nur erfolgen, wenn als* Gegenleistung alle von den Spaniern gefangen gehaltenen Philippiner die Freiheit erhalten und die gegenseitigen Verpflegungskosten verrechnet und ersetzt werden. Wegen Freigabe der gefangenen Mönche, welche Aguinaldo nicht als Spanier anerkennt, will derselbe nur mit dem Papst verhandeln und zwar müsse der Letztere alle vorher zu Gunsten der Mönche bisher erlassenen Bullen widerrufen und in Zukunft die Bischöfe aus dem weltlichen Klerus entnehmen. Wie», 5. Januar. Ein neuer Beweis, daß die radikal- nationale Bewegung in Deutschböhmen unaufhaltsame Fortschritte macht und die alte deutschliberale Partei dem Absterben nahe ist, liegt jetzt, so wird der „T. R." aus Prag geschrieben, in dem Ergebnis der am Mittwoch in deutschböhmischen Bezirken vorgenommenen drei Landtagswahlen vor. In zwei von diesen Bezirken, und zwar in Kaaden und Wegstädtl, wurden nämlich die deutsch-radikalen Bewerber, in Schluckenau der von beiden Parteien gemeinsam aufgestellte, der radikalen Richtung mehr als der liberalen zuneigende Reichstagsabgeordnete Nowak gewählt. Im Bezirk Kaaden erhielt der liberale Bewerber von 137 nur 23 Stimmen. Die Zahl der deutschnationalen Abgeordneten im böhmischen Landtag beträgt nunmehr bereits 16. Budapest, 5. Januar. Im Abgeordnetenhause herrscht vollständige Obstruktion. Es wurden bisher nicht weniger als zwölf namentliche Abstimmungen vorgenommen. Budapest,5. Januar. Die Kompromiß-Verhandlungen können als gescheitert betrachtet werden. Die Meldung der „Neuen Freien Presse" von einer bevorstehenden Demission des Ministerpräsidenten Baron Banffy und seiner Ersetzung durch Fejervary wird von Letzterem kategorisch dementirt. Finanzminister Lukacs ist nach Wien gereist, um dem Kaiser über das Scheitern der Kompromißverhandlungen Bericht zu erstatten. Cettinje, 5. Januar. Der Besuch desFürsten beim Sultan und beim Fürsten von Bulgarien soll Anfang März auf dem Seewege erfolgen. Rom, 5. Januar. Nach gestern aus Erithrea eiu- getroffenen offiziellen Nachrichten hält der Gouverneur Martini die Lage für durchaus beruhigend. Infolge dessen werden offiziell die Meldungen über Rüstungen dementiert. Rom, 5. Januar. Die Beunruhigung wegen Afrika dauert in Italien fort, da die Hin- und Hermärsche der abysfinischeu Truppen noch immer rätselhaft sind. Selbst die Nachricht, daß die Unterredung des Gouverneurs der Erithrea mit Ras Makonnen bevorstehe, vermag die Besorgnis vor einem möglichen Kriege mit Abyssinien nicht zu verscheuchen. Die gesammte Presse dringt darauf, daß die Grenzfrage endlich geregelt werde. Der Hauptgrund, warum dies nicht schon geschehen, liegt darin, daß die italienische Regierung einen Gebietsstreifen beansprucht, der in dem von Major Nerazzini mit dem Negus abgeschlossenen Vertrage nicht erwähnt war. Der Vertrag ist zumeist deshalb bis heute nicht ratifizirt worden, und man weiß nicht, ob Menelik in die Abtretung des bewußten Landstriches willigt. Man sagt, er würde zustimmen, wenn Italien ihm Raheita abtritt. Davon will man in Rom durchaus nichts wissen. Wohl aber scheint man bereit, auf das erwähnte Gebiet zu verzichten, wenn Menelik darauf besteht. Das Programm der italienischen Regierung ist angeblich folgendes: Keinen Mann und keine Lira für eine Vergrößerung des Kolonialbesitzes zu opfern, aber vor keinem Opfer, auch vor dem Krieg nicht zurückzuschrecken, um den anerkannten Besitz zu verteidigen. Pans, 5. Januar. Für die französische Flotte sind Gesammtausgaben von rd. 304 Millionen vorgesehen ober 17 Millionen mehr als im vorigen Jahre. Das Offizierkorps der Flotte wird um 1 Viceadmiral, 30 Fregatten- capitäne, 75 Schiffsleutnants und 80 Fähnriche vermehrt, während für die Marinetruppen 1 Divisionsgeneral, 2 Brigade- generale, 3 Obersten, 2 Oberstleutnants, 8 Bataillons- commandeure, 25 Hauptleute und 100 Adjutanten mehr aufgestellt werden sollen. Die Marine-Infanterie wird um 4000 Mann, die Marine-Artillerie um 1600 Mann vermehrt, die vom Landheer genommen und freiwillig zur Marine übergetreten sind, jedoch meist unter der Bedingung, nicht in den Kolonien verwandt zu werden. Auf den Werften sind gegenwärtig 63 Kriegsschiffe im Bau, und zwar 4 Panzer, 15 Kreuzer, 8 Torpedojäger, 2 Unterseetorpedos, 32 Torpedo verschiedener Klasse und 2 Kanonenboote. Von diesen auf den Werften befindlichen Schiffen sollen im Jahre 1899 ferttg werden 1 Panzer, 4Kreuzer, 8 Torpedojäger und 24 Torpedoboote, der Bau von 28 anderen Schiffen, worunter 5 gepanzerte und 2 Torpedojäger, ist in diesem Jahre in Angriff genommen, so daß alsdann insgesamt 91 Kriegsschiffe sich auf den Werften befinden. Die gepanzerten Kreuzer sollen eine Schnelligkeit von 21 Knoten, die gewöhnlichen Kreuzer eine solche von 23 Knoten erhalten, doch scheint diese vorgeschriebene Schnelligkeit nicht immer erreicht zu werden. So wurde der Kreuzer „Entrecasteaux" in den ersten Tagen des vorigen Monats in Toulon Fahrproben unterworfen, denen er nicht entsprochen hat. Das Schiff hatte seine artilleristische Ausrüstung erhalten und sollte in den nächsten Tagen zum chinesischen Geschwader abgehen. Es erreichte jedoch die vorgeschriebene Schnelligkeit nicht, wurde daher nicht abgenommen, sondern der Werft zurückgegeben. Ebenso entsprach der Torpedojäger „Dunois" den gestellten Anforderungen nicht. Von den Unterseebooten verspricht man sich große Leistungen, und die in letzter Zeit in Toulon angestellten Versuche waren zufriedenstellend. Die Boote sind 34 Mtr. lang, 3,75 Mtr. breit, haben 106 Tonnen Wasserverdrängung und Maschinen von 217 Pferdekräften. Jedes Boot hat 4 Lancierrohre und eine Besatzung von 2 Offizieren und 9 Matrosen. London, 5. Januar. „Morning Post" meldet aus Kairo, daß die beiden französischen Soldaten, ein Adjutant und ein gemeiner Soldat, welche an der Expedition Marchand teilgenommen und, weil sie erkannt wurden, nach Kairo gebracht wurden, gestern vom französischen Minister-Residenten zum Frühstück geladen worden sind. London, 5. Januar. Von wunderbarem Glücke ist die jetzige Regierung begünstigt worden, so weit es die finanzielle Wohlfahrt des Landes betrifft. Diese möchte einen in der Wolle gefärbten Gegner schier zur Verzweiflung bringen. Die Staatseinnahmen haben allein sich im letzten Viertel des abgelaufenen Jahres gegen denselben Zeitraum von 1897 um 863662 Lstrl. gesteigert. Zu dem reichen Ergebnis haben namentlich die Accise und die Erbschaftssteuer beigetragen. Die Accise hat 540000 Lstrl. mehr gegeben und die staatliche Todesbuße 241000 Lstrl. Die Einnahmen des Postamts sind um 170000 Lstrl. gewachsen und die des Telegraphenamtes um 40000 Lstrl. Die Regierung kann sich schmeicheln, in den ersten neun Monaten des laufendeu Finanzjahres einen Ueberschuß von 974348 Lstrl. zu verzeichnen zu haben. Wenn der 1. April, der Beginn des neuen Finanzjahres, erscheint, dürfte die Summe wohl 1250000 Lstrl. betragen. Der englische Wähler vom gewöhnlichen Schlage wird aus dem Ergebnis nnr den Schluß ziehen, daß die Regierung in guten Händen ist; der Staatssäckel liegt ihm eben näher, als Kreta, die Türkei, Faschoda oder das weitentfernte China. Amerika. Infolge der Vorfälle auf den Philippinen ist die Opposition im nordamerikanischen Senat gegen den Friedensvertrag bedeutend erstarkt. Daher ist Mac Kinley entschlossen, den Philippinen gegenüber die äußerste Geduld anzuwenden; man wird jede Art von Ueber- redung versuchen, ehe man gegen sie Gewalt anwendet. Der Präsident möchte außerdem auch nicht dem Scheine nach die Rolle des Befreiers der Philippinen vom spanischen Joche aufgeben. Die Generale Otis und Miller erhielten demnach Weisungen, jeden Kampf mit den Aufständischen, wenn möglich zu vermeiden. Otis wurde ferner beauftragt, einen Aufruf zu erlassen, die amerikanische Oberhoheit würde lediglich zu dem Zwecke ausgeübt, ihnen eine gute Verwaltung zu geben und die Sicherheit ihrer persönlichen Rechte zu gewähren. Während so Mac Kinley von der Aussicht eines Kampfes beunruhigt ist, würden seine militärischen Ratgeber einen entscheidenden Kampf, den sie für unvermeidlich halten, eher begrüßen. Man glaubt in diesen Kreisen nämlich, daß, so lange die Aufständischen nicht die Stärke der Fremden zu fühlen bekommen haben, kein freundschaftliches Zusammengehen möglich sein werde. Jedenfalls hat General Otis dem General Miller nach Jlo-Jlo Verstärkungen gesandt. Lokales und Provinzielles. Gießen, den 6. Januar 1899. ** Theater-Verein, lieber unseren Gast am Mittwoch den 11. Januar, bringt der „Hannov. Courier" einen höchst intereffanten Artikel, den wir unseren Lesern, trotzdem es sich um ein anderes Schauspiel handelt, nicht vorenthalten wollen, lieber die Aufführung des „Cyrano von Bergerac" in Hannover schreibt der Berliner Kritiker Erich Paetel: „Ich habe mich heute in erster Linie mit einer Parallele iii der kritischen Beurteilung der Darsteller Berlins und Hannovers zu beschäftigen. Bevor ich zu einer spezialisierenden Kritik der Darstellung übergehe, möchte ich die Thatsache hervorheben, daß der Herr Intendant der königlichen Schauspiele in Hannover durch die Aufführung des „Cyrano von Bergerac" wiederum einen überaus feinen und bedeutenden literarischen Geschmack bekundet hat, ist Hannover ja die erste deutsche Hofbühne, welche den „Cyrano" herausgebracht hat. Und nun zur Darstellung selbst! — Ich betonte seinerzeit schon, daß in der Darstellung des Helden vor allem der Schlagelot zu seinem Rechte kommen müsse, eine Darstellung, welche auch nur im entferntesten der Figur den Schein des Poseurs oder Blagueurs verleiht, hat den Kern der Rolle nicht erfaßt. Kainz in Berlin ist uns den Schlagelot fast vollkommen schuldig geblieben und darin bildet Peppler in Hannover den geraden Gegensatz. Peppler legt in seinen Cyrano eine gewaltige Wucht, sein Held ist ein Mann von Eisen und wie unendlich rührend gelangt doch auch wiederum das kindliche, naive dieser Gestalt zum vollendeten Ausdruck. Pepp- lers Cyrano ist eine Gestalt aus einem Guß, die unendlich zahlreichen und feinen kleinen Nüancen konzentrieren sich zu einem gewaltigen Ganzen, welches die Figur des Helden weit über das Niveau der Dichtung erhebt. Vergleichen wir rein äußerlich die Gestalten des Cyrano in der Darstellung durch Peppler und Kainz, so fehlt Kainz die Figur zur Verkörperung des Gewaltigen gänzlich. Peppler erscheint schon im Aeußeren machtvoll, was ihm aber vor Kainz unbedingt den Vorrang einräumt, ist sein Organ, dies wunderbar volllantende Organ, das unvergleichlich modulationsfähig ist und alle jene Skalen der Empfindung, welche Cyrano im Rahmen der Dichtung durchschreitet, in gleicher Weise überzeugend und echt wiederzugeben vermag. Die „Ballade von den Gascogner Kadetten" war in der Darbietung Pcpplers ein kleines Meisterstück rhetorischer Kunst. Packend und ergreifend wirkte die Sterbeszene, hier fand Peppler wundervolle, zu Herzen gehende Töne. ** Liebig-Laboratorium. Angeregt durch die seinerzeit auch von uns gebrachte Zuschrift an die „Chemiker Zeitung" unternahm es der Abgeordnete Köhler-Langsdorf in einer Anfrage an die Großh. Regierung deren Aufmerksamkeit auf die erwähnte Angelegenheit zu lenken: Gefahr ist im Verzüge. Schon regt man sich in Gießen, um den Platz, wo jetzt noch das Anatomiegebäude steht, zur Bahnhofserweiteruug zu gewinnen. Leicht möglich wäre es alsdann, daß auch das Laboratorium in Mitleidenschaft gezogen würde. Doch die Zerstörung dieses denkwürdigen Gebäudes zu verhindern, sollte für alle Hessen eine Ehrensache fein. Denn das Hessenland darf stolz sein auf seinen großen Sohn Justus Liebig, und sollte die Stätte, da derselbe seine höchsten Triumphe feierte, so lange der Nachwelt zu erhalten suchen, als dies irgend nur möglich ist. Und möglich ist dies noch. Schon regen sich Stimmen, die verlangen, daß in dem Gebäude ein Liebig-Museum eingerichtet werde. Man nimmt Bezug darauf, daß heute noch vielerlei (Bücher usw.) aus Liebig'scher Zeit erhalten sei, und hofft, dies alles in diesem Hause wieder vereinigen zu können. Hand in Hand damit aber empfiehlt man, dem Museum durch systematische Aufstellung von geeigneten Sammlungen den Charakter eines Museums für die allgemeine Geschichte der chemischen Wissenschaft zu geben. Auf Grund dieser Ausführungen fragt der Abg. Köhler an: Ist die Großh. Regierung bereit und gewillt, das Liebig-Laboratorium zu Gießen dem Andenken Liebigs zu erhalten, um in demselben ein Museum der Geschichte der chemischen Wissenschaften einzurichten? ** Lesehalle. In wie erfreulicher Weise sich die Benutzung der Lesehalle gehoben hat, ist daraus zu ersehen, daß am ersten Entleihtage des neuen Jahres 107 Entleihungen stattfanden. Auch vor Weihnachten stieg ihre Zahl meist über 80. Es ist nicht zu bezweifeln, daß die Benutzung noch weit reger sein würde, wenn der Bücherbestand größer wäre, und den Wünschen der Leser besser als seither Rechnung getragen werden könnte. * In Amerika verstorbene Hessen. In New-Aork Sebastian Hamel, 70 Jahre alt, aus Heppenheim. — In Baltimore, Md., Heinrich Seim, 76 Jahre alt, ans Gießen. — Daselbst: Frau Margarethe Strupp, 66 Jahre alt, aus Schotten. — Jn Allegheny, Pa., Frau Elisabeth Kahl, 44 Jahre alt, aus Alten-Buseck. — In Louisville, Ky., Jonas Heß, 82 Jahre alt, aus Bleichenbach. — In Great Falls, Mont., Philipp Juth, 37 Jahre alt, aus Langenhain. — In Burlington, Ja., John Obermann, 80 Jahre alt, aus Hessen- Darmstadt. Wetterbericht. Das gestern über den britischen Inseln befindliche Minimum zieht in nordöstlicher Richtung ab und verschwindet damit das im Osten gelegene barometrische Maximum. Hoher Druck breitet sich nunmehr bei fortgesetzt steigendem Barometer von Westen her wieder über den Kontinent aus, doch macht sich zunächst sein Einfluß nur in ganz geringem Maße geltend. Einmal ist feine Verteilung keine gleichmäßige, und dann sind im Süden und Osten noch Reste des ausgedehnten Depressionsgebietes vorhanden, welche diese Teile bedeckt halten. Die Witterung ist heute vorwiegend trübe und fallen auch teilweise Niederschläge. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst mildes, aber unbeständiges Wetter. L.V. Alsfeld, 5. Januar. Im Dezember v. I. hielt der landwirtschaftliche Bezirksverein Alsfeld in Homberg an der Ohm in der Wirtschaft des Herrn C. Schildwächter unter seinem Vorsitzenden, Herrn Kreisrat Dr. Melior eine äußerst zahlreich besuchte Versammlung ab. Auf der Tagesordnung stand zunächst ein Vortrag des Herrn Gastwirt Södler aus Nieder-Gemünden über die Bestrebungen zur Hebung der Geflügelzucht im Kreise. Der Referent, selbst erfahrener Geflügelzüchter, schilderte die Fehler, die von den meisten Landwirten gemacht würden auf diesem Gebiete. Als Maßregeln, um dieselben zu beseitigen, empfahl er: bessere Zuchtwahl, besonders Haltung von Rassen, die leistungsfähiger sind, bessere Haltung des Geflügels und reichlichere Ernährung, Verwendung der Inzucht u. s. w. Da der Provinzialverein zur Errichtung von 4 Geflügelzuchtstationen Mittel zur Verfügung gestellt habe, so hätte die Sektion für Geflügelzucht vier solcher Stationen errichtet (in Ober-Ofleiden, Nieder-Gemünden, Leusel und Dotzelrod), sodaß jetzt den Landwirten Gelegenheit geboten sei, Bruteier zunächst von guten Hühnerrasfen zu beziehen. Eine lebhafte Diskussion schloß sich an diesen Vortrag an. Sodann referierte Herr Oekonomierat Leit Higer über das Thema „Stallmist und Kunstdünger". Der Vortrag gipfelte in der Empfehlung, unseren Ackerböden und den Wiesen reichlichere Mengen an Mineraldünger zuzuführen. Neben Stallmist müsse in der Fruchtfolge bei gewissen Pflanzen eine regelmäßige Düngung mit Superphosphat oder Thomasschlacken- mehl eintreten und bei Wiesen müsse ebenfalls für einen regelmäßigen Ersatz des Kalis und der Phosphorsäure durch Düngung mit Thomasschlackenmehl und Kainit gesorgt werden. Mit der Verwendung der stickstoffhaltigen Düngemittel Chilesalpeter und schwefelsaurem Ammoniak sei haushälterisch zu Werke zu gehen. Auch hieran schloß sich eine lebhafte Diskussion. V. Aus dem Vogelsberg, 5. Januar. Bekanntlich giebt es in unserem Gebirge noch öde Stellen, die weder in landwirtschaftlicher, noch forstwirtschaftlicher Hinsicht etwas abwarfen, aber recht wohl ertragsfähig gemacht werden können. Hierzu gehört Anlagekapital, das den meisten Vogelsberger Gemeindekaffen fehlt. Um diesen Gemeinden möglichst aufzuhelfen und den unrentablen Boden nutzbar zu machen, hat die oberste Staatsverwaltung an etliche 40 Gemeinden größere oder geringere Zuschüsse bewilligt, damit die bebauungswürdigen Bodenflächen ange» pflanzt und nutzbar gemacht werden können. Es ist nicht das erstemal, daß solche Beihilfen gegeben werden. B. Aus dem Kreise Büdingen, 5. Januar. Intelligenz und Sachkenntnis sind nicht blos in Handel und Industrie, sondern auch im Handwerk und in der Landwirtschaft von hervorragender Bedeutung. Unser Nachbar X. zu B. versteht sich trefflich auf die Sortierung und Aufbewahrung des Obstes, wozu natürlich entsprechende Räumlichkeiten gehören. X. verkaufte im Herbste kein Obst, wohl aber dieser Tage, und erzielte für den Doppelzentner Tafelobst, wofür im Oktober 22 Mk. geboten worden waren, 40 Mk. So etwas eifert an, und deshalb teilen wir es mit. Die ausgeschiedeuen Exemplare pflegt der Kluge in seiner Haushaltung zu verwenden, so daß kein Stück verloren geht. Wer versucht auch so etwas und machts nach? — Etwas post festum, aber doch noch von Interesse dürfte fein, daß das Neujahranschießen ganz erheblich in vielen Dörfern abgenommen hat. X. Darmstadt, 5. Januar. Die heutige erste Stadt- verordnetensitzung in 1899 hatte sämtliche 42 Mitglieder versammelt. Die acht wiedergewählten Mitglieder wurden vom Vorsitzenden auf den schon geleisteten Diensteid verwiesen, die acht neueintretenben beeidigt. Ein Vorschlag, wegen der letzthin häufiger vorkommenden Beschädigungen von Straßenlaternen (mit den treueren Auer'schen Strümpfen) jedem Angeber einer solchen Täterschaft 6 Mk. auszuzahlen, fand Widersprach und ging au die betreffende Kommission. Der Oberbürgermeister verwahrte sich gegen die Annahme, daß jedesmal Studenten die Zerstörer seien. Darmstadt, 4. Januar. Wie der Obmann des hessischen Landes-Lehrervereins mitteilt, ist der Wegfall der Reliktenbeiträge für die Volksschullehrer beschlossen. Eine Regierungsvorlage hierüber soll in aller Kürze den Landständen zugehen. Bingen, 4. Januar. Das diesseitige Fahrwasser längs Kempten ist derart versandet, daß dieser Tage verschiedene Schiffe aufgefahren sind. Ein Teil derselben wurde durch Schraubenboote nach mehrstündiger Arbeit eingeschleppt, einige lagen gestern noch fest. Der Schleppkahn „Ehrenbreitstein" von der Firma Asteroth fuhr an der Hafenmündung auf, die Ladung besteht aus Weizen. Auf der Rüdesheimer Seite sind die Wasserstandsverhältnisse besser. Die Ufererweiterungsarbeiten sind bis ans Hotel „Victoria" vorgeschritten, resp. bis dahin angeschüttet. Biebrich, 5. Januar. Der evangelischen Gemeinde seiner früheren Residenzstadt Biebrich hat der Groß- Herzog von Luxemburg, frühere Herzog von Nassau, als Grundstock zur Erbauung einerzweiten evangelischen Kirche 8000 Mk. geschenkt. Aus der Zeit für die Zeit. Vor 370 Jahren, am 7. Januar 1529, starb zu Nürnberg der ausgezeichnete Bildhauer und Erzgießer Peter Vischer- Nachdem er in Italien seinen Geschmack und Genie geläutert hatte, arbeitete er in seiner Vaterstadt mit seinen fünf kunst- geübten Söhnen, von denen aber keiner die Größe des Vaters erreichte. Zu seinen vollendetsten Kunstwerken gehört das Sebaldusgrab aus Erz in der Kirche dieses Heiligen zu Nürnberg, welches an 100 Figuren aufweist, darunter die 12 Apostel in Bronze. Vermischtes. * Berlin, 5. Januar. Professor Otto Harnack ist noch immer nicht ermittelt. Gestern früh kam um 7 Uhr der Nord-Süd-Expreßzug wieder auf dem Anhalter Bahnhofe an, der an dem verhängnisvollen 30. Dezember abends 11 Uhr 45 Minuten von hier abgefahren war. Das Personal des Zuges erinnerte sich, daß damals ein einzelner Herr, der kein Gepäck hatte, noch in letzter Minute in de» Schlafwagen einstieg. Einzelne Beamte glauben sogar, ihn in einem Bilde des Professors wiederzuerkennen, andere sind aber nicht dieser Meinung. Jedenfalls wissen sie nicht, wie weit der Herr mitfnhr. Leider ist der Schlafwagen-Schaffner, der am besten unterrichtet sein muß, noch nicht wieder hier eingetroffen. * Frankfurt a. M., 4. Januar. Gestern st a r b im Alter von 73 Jahren Direktor Ludw. W. Bai st, ein um die Landwirtschaft unsrer Gegend vielverdienter Mann. Die Chemische Fabrik in Griesheim ist aus einer von Baist ii Bockenheim gegründeten Fabrik hervorgegangen, die sich mit der Herstellung künstlicher Düngemittel beschäftigte. Direktor Baist war lange Zeit technischer Leiter der Griesheimer chemischen Fabrik, als diese an eine Aktiengesellschaft über gegangen war, und ist auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand in regen Beziehungen zu dem Unternehmen geblieben. Die Einführung der rationellen Düngung und die Förderung der Zuckerrübenkultur in Oberhessen, in der Wetterau und in der Frankfurter Gegend waren die Hauptaufgaben, denen er sich widmete. Durch seinen Schwiegervater, den bekannten Oekonomen Jordan in Lindheim, war er in den landwirtschaftlichen Fragen stets gut unterrichtet und erfreute sich in landwirtschaftlichen Kreisen hohen An-! sehens. Den Vorsitz im Klub für Landwirte legte er vor etwa zwei Jahren nieder. „ * Würzburg, 2. Januar. Einen nachahmenswerten Beschluß hat der Magistrat gefaßt: Er läßt die Zähne der unbemittelten Volksschüler durch einen Zahnarzt untersuchen und unentgeltlich behandeln, soweit die Elterü ihre Einwilligung dazu geben. Auch die Behandlung anderer Erkrankungen, so des Ohres und des Halses, wir»' beabsichtigt, wenn die erste Maßregel sich bewährt. * «I NN Vorarbeiten IN Mion her „ folgen, bie" «* Reihe Teilen Deut fcne anste, * Nb °"9fN Oms her - & M 7 M 12 Vie bekc Wucher Aelebung von ^P01 tM» i in Mn< deren Pri pold vor wirb solo EchießsP' sporl, 5b uni)* -e-Mig Möen nn selbst durch Singeladen Deutschen S vereine, Sp fangen, au Sport besch stände wer besondere' preise svn «ollen ih l.März zulonmen ba§ W die Stfliim gerne übttf der Gastsreu ♦3m. der Redatlio ersten Male aab M-tkra zur Organisa Prioallranken Weise iveiterf auch die Anki einzelnen btn größeren den der Begründ ein erstreben! rufener Sei wird die ze Umfange r>v Watat Tpeziallrm handlungei BoiHrunc gegen unlai (triefen. A der „Qtutfä werben. N Stadt Wein durch ihre L einer möglich seitens gceig lande besonöe sch qJ Ws,7.die i ‘in kÄ] S stek> I Ä" I N", fl „Nm.. 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Wie bekannt, veranstaltet der Allgemeine Gewerbeverein München, verbunden mit einer Reihe anderer Vereine, zur Belebung des Wettbewerbes unter den Freunden jeder Art von Sport und zur Förderung der volkswirtschaftlich beteiligten Kreise vom 15. Juni bis zum 16. Oktober 1899 in München eine Allgemeine Deutsche Sportausstellung, deren Protektorat Seine Königliche Hoheit Prinzregent Luitpold von Bayern übernommen hat. — Die Ausstellung wird folgende Abteilungen umfassen: Jagd- und Hundesport, Schießsport, Fischerei, Reit- und Fahrsport, Brieftaubensport, Körperliche Hebung, Bergsport, Wassersport, Radfahr- und Automobilsport, Luftschifffahrt, Spielsport, Sammelsport. Beabsichtigt ist eine reiche Vereinigung von Sportgegenständen und zugleich die lebendige Darstellung des Sportes selbst durch Vorführungen aus seinen verschiedenen Gebieten. Eingeladen zur Beteiligung sind daher aus dem ganzen Deutschen Reiche Sport-Industrie und -Handlungen, Sportvereine, Sportkünstler und -Liebhaber, Sammler und Sammlungen, auch Literatur und Kunst, soweit sie sich mit dem Sport beschäftigen. Für Ausstellung hervorragender Gegenstände werden Medaillen mit Ehrendiplomen erteilt, für besondere Leistungen bei den Wettspielen rc. werden Ehrenpreise sowie Ehrendiplome gegeben. — Die Aussteller wollen ihre Anmeldungen spätestens bis zum 1. März 1899 dem Ausstellungsbureau (Färbergraben 11/2) zukommen lassen, welches auf Wunsch jedem Interessenten das Programm, dann den Grundplan der Ausstellung und die Bestimmungen für die Aussteller nebst Anmeldebogen gerne übersendet. Jeder, der mitzuwirken bereit ist, darf der Gastfreundschaft des Unternehmens versichert fein. ♦ Im Laufe des Sommers 1899 wird auf Anregung der Redaktion der „Deutschen Krankenpflege-Zeitung" zum ersten Male ein Kongreß der deutschen Privatkrankenpfleger und Privatkrankenpflegerinnen stattfinden, welcher die Arbeiten zur Organisation und Förderung der gesamten deutschen Privatkrankenpflege in sachgemäßer und zweckentsprechender Weise weiterführen und beraten wird. Insbesondere wird auch die Anknüpfung und Erweiterung von Beziehungen der einzelnen bereits bestehenden Fachvereine in den verschiedenen größeren deutschen Städten untereinander, welche schon bei der Begründung der „Deutschen Krankenpflege-Zeitung" als ein erstrebenswertes Ziel ins Auge gefaßt wurde, von berufener Seite eingehend behandelt werden. Desgleichen wird die zeitgemäße Ausgestaltung der erst in geringem Umfange vorhandenen Wohlfahrtseinrichtungen der deutschen Privatkrankenpfleger, Masseure, Heilgehilfen und anderer Spezialkrankenpfleger einen wichtigen Gegenstand der Verhandlungen des Kongresses bilden. Auch auf die zu treffenden Vorkehrungen zum Schutze der deutschen Privatkrankenpfleger gegen unlauteren Wettbewerb wird sich die Beratung erstrecken. Der genauere Zeitpunkt des Kongresses wird in der „Deutschen Krankenpflege-Zeitung" noch bekannt gemacht werden. Als Versammlungsort für den Kongreß ist die Stadt Weimar in Aussicht genommen worden, welche durch ihre Lage im Mittelpunkte Deutschlands hinsichtlich einer möglichst umfangreichen Teilnahme an dem Kongresse seitens geeigneter Vertreter aus allen Gegenden Deutschlands besonders empfehlenswert erscheint. Die Einladungen zur Teilnahme an diesem Kongresse, der einen bedeutsamen Fortschritt in der Entwickelung der deutschen Privatkrankenpflege darstetten wird, werden ausschließlich durch die Redaktion der „Deutschen Krankenpflege-Zeitung" erfolgen, die für eine würdige und erfolgverheißende Gestaltung des Unternehmens Sorge tragen wird. Mit den Vorarbeiten zu dem Kongresse wurde bereits begonnen und eine Reihe erfahrener Fachmänner und Vereine in allen Teilen Deutschlands haben ihre thatkräftige Mitwirkung bei dem Unternehmen in Aussicht gestellt. * Der Apfelwein als Bakterienfeind. Die Pariser Revue Scientifique beschäftigt sich in dem letzten Hefte mit einer bemerkenswerten Mitteilung, die Bodin an die französische National-Gesellschaft für Landwirtschaft richtete. Bodin hat feftstellen sollen, ob der Typhusbazillus im Apfelwein seine ansteckende Kraft behält. Den Anlaß dazu bot die Thatsache, daß der Apfelwein oft mit Wasser vermischt genossen wird und demgemäß, wenn das hinzugefügte Wasser von gesundheitswidriger Beschaffenheit ist, zu Krankheiten und besonders zu Typhus führen könnte. Aber das Ergebnis der Forschung ist beruhigend. Bodin setzte eine große Zahl von Typhusbazillen in Apfelwein ein und fand, daß nach 12 bis höchstens 18 Stunden sämtliche Bazillen abgestorben waren. Den Grund dieser bakterientötenden Kraft des Apfelweins suchte der Forscher in seinem Säuregehalte, der Saft enthält nämlich wenigstens zwei Prozent Apfelsäure. Der berühmte Chemiker Berthelot freilich ist $11 einer andern Begründung gelangt; er glaubt nämlich nicht, daß die Säure auf die Bakterien tötlich wirke, da diese sonst auch durch die an den Eingeweiden enthaltenen Säuren vernichtet werden müßten. Dagegen enthält der Apfelwein auch eine gewisse Menge von Aldohyd, einer chemischen Verbindung, die grade in den letzten Jahren eine hervorragende Bedeutung als Antiseptikum erlangt hat; biefer Stoff gewährt nach Berthelot dem Apfelwein jene schätzenswerte Eigenschaft. Von anderer Seite ist dann wiederum die Ansicht Bodins bestätigt worden. Wie dem auch sei, jedenfalls bleibt die wertvolle Thatsache bestehen, daß der Apfelwein in Zeiten der Ansteckungsgefahr em besonders wertvolles Getränk darstellt, vor dessen Genuß nur die Vorsicht zu gebrauchen ist, ihn einen Tag lang stehen zu lassen, nachdem man ihn etwa mit Wasser vermischt hat. Meratur, Wissenschaft und Kunst. . 7" Johan« Meyer. Man schreibt der „Frkf. Ztg.": Der nuverdeuliche Dichter Johann M yer feierte am 5. Januar in Kiel, «r eit 1862 Direktor einer Jdiotenanstait ist, feinen 70. Ge- UltStag. Johann Meyer, der am 5. Januar 1829 in dem holsteinischen Stäbchen Wilster geboren wurde, war bis zu seinem 21. Lebensjahre Zimmermann und Müller, besuchte dann aber als Tertianer daS Gymnafium zu Meldorf, machte 1854 das MaturitätS- 'xamrn und bezog die Universität Kiel, um Theologie zu studieren. Bald jedoch widmete er sich der Lttteratur, Aesthetik, Philosophie und Geschichte, und nahm 1857 an einem Knadeninstttut in Altona eine Stelle an. Dann war er einige Jahre lang Chefredakteur der Jtze- hoer Nachrichten, bis er im Jahre 1862 die noch jetzt von ihm geleitete Jdiotenarstalt in Kiel begiündete. Als Dichter hat er sich insbesondere durch plattdeutsche Gedichte ausgezeichnet, auf deren Schönheiten bereits Strodtmann, Hebbel und Frttz Reuter vor Jahren dtnwiesm, dann auch durch Lustspiele und Volke stücke, die in Norddeutschland aufgeführt wurden. Ein Verdienst hat Meyer auch als Uebersetzer der alemannischen Gedichte Hebels ins Plattdeutsche. — Stadt und Land in ihrem Einfluß auf die Volksentwicklung macht Dr. Tschierschky zum Gegenstand einer Untersuchung, die wir in der soeben erschienenen Nummer 2 der Frankfurter Wochenschrift »Die Umfd)au* finden. Der sehr intereffante Aufsatz kommt zu Dem Schlug, daß die steigende Bedeutung der Städte keine Besorgnisse für eine Degeneration des Volkes bietet. In derselben Nummer verbreitet sich Paul Schultze-Naumburg über da« moderne Haus. Dieser Aufsatz ist reich illustriert. Karl Lory berichtet über die neuesten Fortschritte auf dem Gebiet« der Kulturgeschichte. Von naturwtsienschastlichen Beiträgen nennen wir einen sehr lesenswerten Aufsatz über die allgemeinen Charakterzüge der lebendigen Substanz, einen Beitrag über wasierlpendende Lianen, auf dem Gebiete der Geographie und Völkerkunde finden wir einen Bericht über den weiteren Verlauf der deutschen Ttefsee-Expeditton und die Wiedergabe von Piktographien eines bäuerlichen Wirtschaftskalender von 1786. Bücherbesprechungen und eine Zeitschriftenschau beschließen die sehr reichhaltige und vielseitige Nummer. — Für litterartsch befähigte Naturfreunde veröffent'.icht »Der Tourist*, das amtliche Organ des Verbandes deutscher Tourtsten- und Gebtrgsvereine, ein interessantes Preisausschreiben. Es werden Preise von Mk. 60, Mk. 60 und je Mk. 25 für Abhandlungen sowie belletristische Gaben tourt ischen Inhalts ausgesetzt, insbe- sonders werden folgende Thematen zur Auswahl vorgeschlagen, deren Behandlung erwünscht scheint: a) Die Touristik als allgemeines BtldungSmiUel. b) Die nationale Bedeutung der Touristik, c) Wie kann der Tourist der Wissenschaft dienen? d) Welche Schritte sind zur raschen und wirksamen Einführung eines neuen Fremdenplatzes die geeignetsten? e) Welche Eigenschaften muß der- Leiter einer touristischen Vereinigung haben? f) Die Touristik in der deutschen Lttteratur. g) Beschreibung eines Wandertags (nur bei hervorragend gewandter Darstellung!) h) Novellistische Darstellungen aus dem Wanderleben (mit Ausschluß der Hochgebirgstouristik). Die Einsendung der Arbeiten — auf einseitig beschriebenen Blättern — muß biS zum 1. März 1899, mittags 12 Uhr zu Händen der Geschäftsstelle des „Tourist" in Frankfurt a. M. Zeil 63 erfolgt sein. Als Preisrichter fungieren die Herren: Amtsgerichtsrat Müller, Vorsitzender deS BerbandeS deutscher Touristen- und GebirgSvereine zu Arnsberg i. W., Dr. F. Ramhorst, Chefredakteur des „Tourist* zu Berlin, sowie der Verleger des „Tourist". Alle Einzelheiten wolle man aus der Nr. 1 des laufenden Jahrgangs ersehen, die auch im übrigen sich durch reichen Inhalt (Die deutsche Touristik und die Lehrerwelt. DaS Ahrthal und die vulkanische Eisel. Eine Tour In den Frankenwald. Aus den Vereinen. Eine Schneeschuhpartie im Thüringer Wald, Winterliche Touristik, Kleine Mitteilungen, Verkehrswesen, Zeitschrtstenschau, Feuilleton, Büchertisch, Briefkasten) und gute Illustrationen auszeichnet. UniversMs Nachrichten. — Greifswald. Wie verlautet, hat der Geh. Medizinalrat Prof. Helfertch hier einen Ruf nach Kiel alS "Nachfolger Esmarchs erhalten.___ Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 8. Januar. 1. nach Epiphanias. LaudesmiffionSfest. Kollekte für die Heidenmission. Gottesdienst. Ju der Gtadttirche. Vormittags 9*/rUhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dr. Grein. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Ju der JohauueSkirche. Vormittags 9'/, Ubr: Geh. Kirchenrath Professor D. Köstlin. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Pfarrer Euler. Montag den 9. Januar Abends 8 Uhr: Bibelstuude im Confirmandensaal der Johanneskirche. Apostelgeschichte 4, 5 ff. Pfarrer Euler. Nächsten Sonntag, den 15. Januar, findet Beichte und heil. Abendmahl für die Lucas- und Johannesgemeinde im Abendgottesdienst statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Im Couftrmaudeusaal, Reustadt 61: Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schlosser. Donnerstag den 12. Januar, Abends 8 Uhr: Bibelstuude. 1. Cor. 15. Don der Auferstehung. Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. SamStag den 7. Januar. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 8. Januar. Erscheinung des Herrn. Vormittags von 6Vs Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Meffe; vor und in derselben Ausheilung der heil. Communion; , um 8 Uhr: die zweite heil Messe: „ um 9*/r Uhr: Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 5Vi Uhr: Christenlehre; darauf Andacht mit Segen. Hottttdirufl in der Synagoge. Samstag den 7. Januar 1899. Vorabend 4« Uhr, Morgens 9 Uhr Predigt, Nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 5° Uhr. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 6. Januar. Der frühere Reichstagsabgeordnete Schultz-Lupitz ist, wie das „Berliner Tageblatt" aus Clötze meldet, gestern gestorben. Berlin, 6. Januar. Es ist nunmehr durch polizeiliche Vernehmung des Eisenbahn-Zugpersonals des Nord-SüdExpreßzuges festgestellt, daß Professor Dr. Otto Harnack am 30. Dezember abends mit dem um 11 Uhr 45 Min. abgehenden Zuge nach München gefahren ist und daß er am 31. morgens den Zug in München verlassen hat. Wohin Professor Harnack sich von München aus gewendet hat, darüber fehlt noch jede Nachricht. Berlin, 6. Januar. Wie dem „Lokal-Anzeiger" aus Hamburg telegraphiert wird, findet die Beisetzung deS Fürsten Bismarck definitiv am 1. April statt. Das Mausoleum wird bis dahin vollständig fertig sein. Berlin, 6. Januar. Dem „Kleinen Journal" wird aus Paris telegraphiert: Die Interpellationen in der Dreyfus-Affaire werden sämtlich in der Kammer sofort durchberaten werden, damit dann die Budget-Debatte ununterbrochen durchgeführt werden könne. Der Zwischenfall Bard- Baurepaire ist erledigt. Die Anschuldigungen der Nationalisten sind durchweg grundlos. Der heutige Ministerrat erhält Mitteilung von dem Ergebnis der Enquete. Karlsruhe, 6. Januar, lieber die von dem Schriftsteller Gerhard von Amyntor veröffentlichten angeblichen Aeußeruugeu des Großherzogs von Baden über die Bekämpfung der Sozialdemokratie erfährt die „Süddeutsche Reichskorrespondenz" von zuständiger Seite, daß diese Veröffentlichung einem Gespräch entnommen ist, dessen Zusammenhang ein anderer war, als der mitgeteilte und dessen Sinn nicht richtig wiedergegeben wurde. Die Publikation kann deshalb nicht als authentisch betrachtet werden. — Dieselbe Korrespondenz bespricht die Stellung der badischen Regierung zur Zulassung der Frauen zum ärztlichen Beruf. Darnach hält die badische Regierung eine grundsätzliche Regelung dieser Frage für geboten in dem Sinne, daß die Frauen mit gleicher Schul- und fachwissen- schaftlicher Ausbildung, wie sie die Männer erhalten, zu den ärztlichen Prüfungen zuzulassen sind. Bezüglich der Immatrikulation wäre eventuell eine besondere Form zu schaffen, welche dieser als gleichkommend zu betrachten sei. Wien, 6. Januar. Das Gerücht von dem bevorstehenden Rücktritt des Ministers Jendrzejowiecz wird von offiziöser Seite dementiert. Innsbruck, 6. Januar. Seit gestern herrscht fast ununterbrochen Schneewetter. Budapest, 6. Januar. Ministerpräsident Banffy ist gestern nach Wien gereist. Man bringt diese Reise mit den Kompromis-Versuchen in Zusammenhang. Banffy bleibt zwei Tage in Wien. Budapest, 6. Januar. Banffy wird in Wien dem Kaiser Bericht erstatten. Diese Reise wird als Grundlage für die weitere Entwickelung der Lage angesehen. Budapest, 6. Januar. Nachdem der Beschluß der Studentenschaft, während der Dauer des außergesetzlichen Zustandes die Militärpflicht zu verweigern, als vom Universitäts-Klub ausgehend bekannt geworden ist, erklärte der Unterrichtsminister einer Studenten-Deputation, er werde den Klub sofort schließen, falls sich derselbe zu politischen Demonstrationen hergebe. Krakau, 6. Januar. Nachdem sämtliche Gerichtsverhandlungen wegen der antisemitischen Bauern- Unruhen beendet sind, wird in den nächsten Tagen der Ausnahmezustand in alle Bezirken Galiziens aufgehoben werden. Rom, 6. Januar. Den letzten Nachrichten aus Maffauah zufolge sollen die Truppen des Ras Mangascha mit denen des Ras Maconnen zusammen gestoßen sein. Alle diesbezüglichen pessimistischen Meldungen stammen aus englischer Quelle. Rom, 6. Januar. Gestern Abend kam Kardinal Perraud hier an. Der Papst wird ihn empfangen, um die Rede festzustellen, die Perraud bei der Einweihung des Denkmals des Kardinals Lavigerie in Algier halten soll. Es heißt, daß der Papst verhüten will, daß die Rede eine zu deutschfeindliche Form erhalte. Paris, 6. Januar. Die Meldung des „Gaulois", die Regierung sei durch Vermittlung des Kriegsministers beim Präsidenten des Cassationshofes vorstellig geworden und habe um eine Beschleunigung des Dreyfus'schen Revisionsverfahrens gebeten, wird als vollständig unwahr bezeichnet. Die Regierung beabsichtigt nicht im Geringsten, den Cassationshof in irgend einer Weise zu beeinflussen. Paris, 6. Januar. In Havre soll eine Influenza- Epidemie mit typhösen Begleiterscheinungen ausgebrochen fein. Angeblich ist sie durch einen Passagier eines amerikanischen Dampfers eingeschleppt worden. Paris, 6. Januar. Der „Temps" bestätigt, daß Barthou als Minister Dupaty de Clam, Esterhazy, und Madame Pays durch besondere Detektives beobachten ließ. Das Resultat war, daß alle drei fortwährend geheime Zusammenkünfte abhielten. Paris, 6. Januar. „Siöcle" verkündigt die baldige Veröffentlichung einer neuen Broschüre, in welcher neue Enthüllungen über die Dreyfus-Angelegenheit gemacht werden sollen. Paris, 6. Januar. Der Advokat Sauve stellte sich dem Präsidenten des Kassationshofes als Rechtsanwalt des zur Zeit in London weilenden Esterhazy, der zum 17. Januar als Zeuge geladen ist, vor. Paris, 6. Januar. Die „Agence National" meldet, daß der Kassationshof aufgefordert worden sei, einen Mun izipal-Gardist en zu verhören, welcher wichtige Geständnisse von Dreyfus empfangen haben soll, die diejenige von Lebrun-Renault bestätigen sollen. Unter anderen soll der Munizipal-Gardist die Worte gehört haben: „Nun, wenn ich schuldig bin, dann giebt cs aber auch andere Schuldige." Loudon, 6.Januar. „Standard" meldet aus Peking, die Kaiserin-Mutter läßt nunmehr die meisten Reformen, welche von dem jungen Kaiser angeordnet worden sind, ausführen. * Neuenhagen. 379 383 A. & G. Wallenfels 21. Telephon 46 065 ktreftn empfiehlt Näheres bei 371 zu verkaufen. 058 mit 373 Weißer Streusand täglich zu haben bei 381 in 10896 11152 SelterSweg 4S. mit zurück. 057 377 Nr. 1 zu haben sind. Georg Mandler, Heuchelheim. Deutsche Bekleidungs-Akademie o 208 Frankfurter Börse vom 5. Januar 1899 Procent □ 4 DOOOOOOOOOOOD^-^CX^OO^OQOQ^O 1887 gnasxi“ a»i: sä'- “l Brief Srld 7. Abendeourser Darmst. Bk.-«ctien ______l*4-00 I Oesterr. Eredit.«^»» 225.6» Rcdaciion: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der vrühl'fchen UmverfititS-Buch- und Steindruckcrn (Pietsch Erben) in Gießen. WMMlllhWn Du verkaufen llerloren Perschie-enes Dererne II mnictl) muten Mielgeluche 100.20 99.00 101.05 100.56 23.95 98.90 48.80 Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt WormS unk. b. 1901 101.85 94.50 99.80 101.00 101.40 3 3 99.00 100.50.1 100.60 100.70- lailj®' fftyiW % Brief 16.19 20.42 4.21 Dtr &tf gtgtiib beabsic faltpnbenbtn eine Ml'ung @egen[tdnbtn i jur Hebung de Das Groh Erlallbnis zur zugleich den B Äechchen ge, Gießen G flfMftion, Jamaika-Rum 375 Indem ich bemüht sein werde, den Ansprüchen des verehrlichen Publikums in jeder Beziehung gerecht zu werden, bitte ich um geneigten Zuspruch und freundliche Unterstützung meines Unternehmens. Erbse» frisch eingetroffen bei F. Schott, Sah-hofstraßeu-Eckk, Wolkessasse 27. Geb. Fräulein, Beamient., 20 I., im Haush. u. Handarb. erf., sucht Stelle zur Stütze der Hausfrau. Gefl. Off. unter T. L. 079 an die Expedition d. Bl Bekanntmachung. In dem Gesellschaftsregister des unterfertigten Gerichts wurde auf Seite 90 eingetragen, daß die Aktien- gefellfchaft „Hessisch Rheinischer Berg- bauverein" zu Gießen laut Beschluß vom 20. Dezember 1898 ihren Sitz nach Berlin verlegt hat. Gießen, am 2. Januar 1899. Großherzogl. Amtsgericht. Ein Kind ist in gute Pflege zu geben. Näheres bei der Oberschwester der Medizin. Klinik zu erfragen. Offene Stellen 364] Regenschirm vergangenen Sonntag verloren oder stehen gelaffen. Ab- zugeben Wallthorstratze 45. Stellenzuweißung. Pension. Ausbildung für Familien-Bedarf. Kurse von 40 Mk. an. Mode-Journale, Prospekte kostenfrei. Inserat erscheint Dienstag und Freitag. Vertreter für Journale überall gesucht. 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