8. Stuben,' paßend hnittliche tegrife • • Wb. d6 Ceutuern: * 1 - 0.95 Mk. ' ' * !-05 M. • • • 1.10 Mk. usrvytzeulueru: 1 * • v.tzy M. • • • l - Mk. i? !-05 W. ' Pseu°'g für btw Ll8a!n’I5*e'IÄ(^ selmfwand oetbunbtn tft, >»ter und bis ei», üteres im Gaswerk Quantilälen von über folgenden hiesige» astohts »ssirche LT, tstraße 10, 5. Preise unserer Gaücoker i dieselben auch in Meng« 7i65 l Gießen. Die 35> tont»»1" Kemnant 1 i biß 4 Uhr nachmittag*, tage (ConatablerWache) 11 Uhr. ’J55 istag von 3 biß 4 Uhr-^J 98.11 97.1» 2810 100.00 48.0» 1W.W oo.w *•,#*** w * giWirtt«18 sa** d>- ^reifaa den 6. October Nr. 235 Zweites Blatt ießener Anzeiger Keneral-Nnzeiger Zlsnts- und Anzeigeblcrtt für den Ttveis Gieren Bei Postbczuß 2 Mark 50 Pf«, vierteljährlich. Ner«-r,rew vierteljährlich 2 Mark 20 Pf«, monatlich 75 Pf«, mit Bringerloh». 'Ssnsfrwt von Anzeigen zu der nachmittags für den fc't-tafcra la« «scheinenden Stummer bis vorm. 10 Uhr. KBt Anzeigen-Bermittlun-Sstellen bei In« und HulletW nehmen Anzeigen für den Gießen« Anzeiger ent«cfM. U«Nch mir Ausnahme des Montags. Die Gießen« »erden dem Anzeiger lü^chentkich viermal beigele«t. Gratisdessagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Mütter für hessische UalKsKunde. SlebaTtien, Tspedition und Druckerei: Kch»kstr«ße Nr- 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger chisß«. Fernsprecher Nr. 51. Der neue KurS in Oesterreich. So sonderbar es klingen mag: Das Schicksal des neuen Kabinetts Clary haben die Czechen in den Händen. Und dennoch ist die Lösung dieses Rätsels sehr einfach; denn das Ministerium kann nur etwas leisten, wenn die Czechen keine Obstruktion machen. Darum scheint uns auch der Jubel der Deutschliberalen über die „große Wendung" etwas verfrüht, zumal wir glauben, daß an maßgebender Stelle kein dauerndes Einlenken in deutschliberale Bahnen beabsichtigt ist, sondern daß nur ein Experiment gemacht werden soll. Wie man bisher gegen die deutsche Linke regierte, wird man jetzt eine zeitlang gegen die Czechen zu regieren versuchen, und wenn auch das mißlingt, dürfte eine neue Frontveränderung erfolgen. Es ist aber kaum «nzunehmen, daß es gelingt. Ein Kompromiß zwischen den streitenden Parteien und Nationalitäten ist undenkbar, und die Minoritäten suchen die Mehrheit zu vergewaltigen. Es ist in Oesterreich dahin gekommen, daß der Regierung parlamentarische Mehrheiten nicht mehr nützen, weil die Minderheiten die Verhandlungen unmöglich machen. Besänftigt man die eine Minderheit und verträgt sich mit ihr, so verlegt sich die andere auf tumultuarische Szenen. Jetzt will die Regierung die Sprachenverordnungen aufheben. An sich ist das höchst erfreulich; aber weit besser wäre es «och gewesen, daß man die Sprachenverordnungen niemals erlassen hätte. Die Czechen sehen sie als eine ihnen gewährte Gabe an, und es ist immer weit schwieriger, ein Geschenk zurückzunehmen als zu verweigern. Dazu haben noch dieser Tage die polnischen Mitglieder des Reichsrats beschlossen, an dem Bündnisse mit den Parteien der Rechten festzuhalten, sodaß der bekannte „eiserne Ring" wieder geschlossen ist. Wenn nun das neue Ministerium die Sprachenverordnungen zurückzieht, so hat es sofort die ganze Rechte gegen sich und wird in kurzer Zeit fallen. Angesichts der von den Jungczechen angedrohten Obstruktion dürfte es in diesem Falle aber auch nicht einmal die Delegationswahlen durchführen können, und das war doch der Zweck der Hebung. ♦ » • Heber die Persönlichkeiten der neuen österreichischen Minister und ihre bisherige Laufbahn sind folgende Angaben zu machen: Manfred Graf Clary und Aldringen, Ackerbauminister und Vorsitzender im Ministerrate, ist geboren in Wien 1852 als Sohn des verstorbenen Fürsten, der im Herrenhause als Mitglied der Ver- fasiungspartei im Jahre 1889 in einem offenen Briefe beide Nationalitäten in Böhmen zu gegenseitigen Konzessionen aufforderte, um den Frieden zu ermöglichen. Der ältere Bruder des Ministerpräsidenten, Fürst Carlos, ist mit Prinzessin Felicie Madziwill verheiratet, der Ministerpräsident selbst mit einer Gräfin Pejacse- vitch. Clary hat noch niemals eine Stelle in einem Ministerium innegehabt; er war stets Bezirshauptmann,Landespräsident und Statthalter. Gewicht wird auf ein bei feiner Antrittsrede in Graz im vorigen Jahre gefallenes Wort gelegt. Clary sagte damals, nur jene Verwaltung sei gut, welche nicht nur ein offenes Auge, sondern auch ein offenes Herz für die Bevölkerung habe. — Dr. Ernest v. Körber, Minister des Innern ist geboren 1850 in Trient als Sohn eines Majors. Körber hat schon in allen Ministerien leitende Stellen innegehabt. Er wurde 1896 erster Sektionschef im Ministerium des Innern, wo er Badems Berater sein sollte. Dieser schob ihn jedoch auf die Seite. Im Ministerium Gautsch war Körber bekanntlich Handels- minifter. — Dr. Eduard Ritter von Kindinger, Justizminister, ist 1833 in Mailand geboren. Er war Staatsanwalt, Gerichtspräsident und schließlich Oberlandesgerichtspräsident in Triest. — Kasimir Ritler von Chlebowski, der polnische Landsmann-Minister, war in seiner Jugend satirischer Literat. Er wird als gewiegter Kunstkenner und hervorragender polnischer Schriftsteller anerkannt. — Wilhelm Ritter von Hirtel, die interessanteste Persönlichkeit im neuen Ministerium, der Hnterrichts- Minister, geboren 1839 in Mähren, hat eine glänzende Hniversitätskarriere hinter sich. 1866 Privatdozent für klassische Philologie, wurde 1869 außerordentlicher und 1872 ordentlicher Professor, 1890 wurde ihm die Direktorstelle an der Hofbibliothek übertragen; 1896 wurde er zum Sektionschef im Unterrichtsministerium ernannt. Als Schulmann findet er allseitige Anerkennung. Er ergriff stets die Partei der Studenten gegen allzustrenge Polizeimaßregeln und gilt als echt freisinniger Mann. — Dr. Franz Stibral, der Handelsminister, geboren in Wien 1854, hat eine ausschließliche Beamtenlaufbahn durchgemacht. — Dr. Serverin Ritter von Kniazislucki, der Finanzminister, ist 1853 in Galizien geboren. Er war ursprünglich Bahnbeamter und kam 1895 als Ministerialrat ins Finanzministerium, wo er 1899 Sektionschef wurde. — Dr. von Wittek, Eisenbahnminister in den Kabinetten Kielmannsegg, Gautsch und Thun, bleibt auf seinem Posten. — Graf W elsers- heimb, Landesverteidigungsminister seit 1880, also im 20. Jahr, hat sechs Regierungen überdauert. — Die beiden polnischen Minister sind in Deutsch-Oesterreich so gut wie nicht bekannt, und der Wiener muß erst lernen, ihre Namen auszusprechen. — Die Wiener Blätter ziemlich aller Parteien bereiten dem neuen Kabinett eine freundliche Aufnahme. * ♦ * Wir registrieren noch folgende Meldungen: Wien, 4. Oktober. Ministerpräsident Graf Clary wurde heute vom Kaiser in Audienz empfangen. Wien, 4. Oktober. Im Abgeordnetenhause fand heute nachmittag eine Konferenz der Abgeordneten der Linken statt in Angelegenheit der Herbeiführung eines engeren Anschlusses der deutschen Fortschrittspartei an die deutsche Volkspartei. Wien, 4. Oktober. Wie verlautet, beabsichtigt die Regierung dem Abgeordnetenhause einen Sprachengesetzentwurf vorzulegen, der zunächst nur für Böhmen und Mähren Geltung haben soll. Wien, 4. Oktober. In radikalen Kreisen besteht die Absicht, im Abgeordnetenhause einen Antrag einen Antrag einzubringen, gegen das Ministerium Thun eine General-Anklage einzuleiten. Wien, 4. Oktober. Die deutschen Parteien beabsichtigen, den Abgeordneten Dr. v. Hachenburger für eine Vizepräsidenten stelle im Abgeordnetenhause in Vorschlag zu bringen. Es gilt als feststehend, daß die Sprachenverordnungen noch vor dem Zusammentritt des Parlaments aufgehoben und die Einberufung desselben am 17. Oktober erfolgen werde. (Siehe auch Letzte Meldungen.) Das Drama im Sudan. * Paris, 4. Oktober. Hauptmann Granderyes amtlicher Bericht über die Ermordung Oberstleutnant Klobbs und Leutnant Meyniers durch Hauptmann Voulet ist hier eingetroffen und wird heute veröffentlicht; er beruht auf den Aussagen ber eingeborenen Soldaten Klobbs, die dem Gemetzel entronnen sind. Der Bericht enthält folgende neue Einzelheiten: Als Mamadu Kawara, Klobbs Bote, Voulet einen Brief seines Oberstleutnants überbrachte, fragte Voulet: „Wieviel Schützen hat der Oberst mit und weshalb kommt er?" Mamadu Kawara erwiderte, Klobb habe 25 Schützen und weshalb er komme, wisse.er nicht! „Ich werde cs Dir sagen, wenn Du es nicht weißt", sagte ihm Voulet, „er kommt, um sich an meine Stelle zu setzen und den Befehl über meinen Zug zu übernehmen; wenn der Oberst mich wegen meiner Rang- treffen schurigelt, so brauche ich meine Rangtressen nicht Feuilleton. Wußtands Kaiserin in der Keimat. Darmstadt, 2. Oktober. Zum dritten Male seit ihrer Verheiratung befindet sich Kaiserin Alexandra mit ihrem Gemahl, Zar Nikolaus II., in ihrer hessischen Heimat, wo sie in Wolfsgarten Aufenthalt genommen haben. Von der Bahnstation Egelsbach aus auf der Linie Darmstadt Frankfurt läßt sich das Schlößchen Wolfsgarten auf einem durch Wiesen und Aecker an einer Villa vorüberführenden Landwege in einer halben Stunde zu Fuß bequem erreichen. Tief verborgen steckt es mitten in einem Park, dessen mächtiger Baumschlag und üppiges Rasengrün an englische Verhältnisse gemahnen. Erbaut ist Wolfsgarten vom Landgrafen Ernst Ludwig (1678 bis 1739), der in seiner Jugend am Hofe von Versailles französischen Geschmack kennen lernte Md dann, gleich anderen deutschen Fürsten bestrebt war, ihn in seinen Landen nach Kräften nachzuahmen. In den Wohnräumen des Prinzessinnenbaues hat die jetzige Kaiserin von Rußland reizvolle Jugendtage verlebt. Sogar ihre Handschrift hat die Prinzessin Alix hier zurück- gelaffcn: Eine Blumenschrift, lose Brombeerranken auf einer Thürfüllung. Vor ihrer Verlobung mit dem russischen Thronfolger hegte die Prinzessin die Absicht, das nüchterne Weiß sämtlicher Thürfüllungen auszumalen. Möglich, daß dieser Plan sich doch noch einmal verwirklicht; denn zu dem Idyll von Wolfsgarten zieht es die russische Kaiserin immer wieder zurück. Trotz der regenerfüllten, naßkalten Atmosphäre, die auch den Aufenthalt in dem weiten Park nut auf Stunden gestattet, geht es in den alten Räumen von Wolfsgatten recht gemütlich und fröhlich zu. In die Familiengespräche der Erwachsenen mischt sich das laute Gelächter von Kinderstimmen. Eine ganze Kindergesellschaft ist auf dem Schlößchen versammelt. Zn den beiden kleinen Großfürstinnen Olga und Tatjana gesellen sich unsere fünfjährige Prinzessin Elisabet von Hessen und die Kinder der Prinzessin Ludwig von Battenberg, der ältesten Schwester der russischen Zarin. Der stark ausgeprägte Familiensinn, der Prinzessin Alix am heimischen Hofe sozusagen mit der Muttermilch eingesogen, findet sich im gleichen Grade ausgeprägt beim russischen Kaiser. Die hessischen und russischen Herrschaften harmonieren darin vorzüglich, und deshalb amüsieren sie sich in diesem engen Aufeinanderangewiesensein in Wolfsgarten, wo es weder Hoffeste, noch offizielle Empfänge giebt, in harmlosester Weise ganz wundervoll. Das einfache, zunächst liegende, wie Kaffeekochen und Pfannkuchenbacken bereitet oft das größte Vergnügen. Wer den russischen Kaiser nur von offiziellen Gelegenheiten her kennt, hat sich das Bild eines tief melancholischen, regierungsmüden Monarchen zusammenfabuliert, dessen Sehnsucht nach dem „ewigen Frieden auf Erden" im letzten Grunde nur dem Mangel an Initiative entstammt. Wenn der Zar sich ledig aller äußeren Rücksichten weiß, thaut er auf, und die Darmstädter haben ihn auf der Straße wie im Theater schon oft lächeln und lachen gesehen. Die sprudelnde Lebensfreudigkeit unseres jungen Großherzogs wirkt jedesmal sehr anregend und belebend auf den hohen Gast. In Darmstadt haben sich die Herrschaften bis jetzt nur sehr kurz und ganz unerwartet gezeigt, noch dazu an einem Tage, an welchem des Himmels Schleusen besonders ergiebig offen standen, so daß von Ansammlungen und Gaffereien seitens des Publikums nicht die Rede fein konnte. Kaiserin und Großherzogin besuchten die „Aliceschule", eine Stiftung der seligen Großherzogin Alice, besahen die aufgelegten Prüfungsarbeiten der Schülerinnen, die sich in diesem Institut zu Handarbeitslehrerinnen, Buchhalterinnen, Kontoristinnen zc. ausbilden, und verfügten sich sodann gleich Zar und Großherzog und den anwesenden Großfürsten in die „Ausstellung der Freien Vereinigung Darmstädter Künstler" in dem geschmackvoll angelegten Kunstvereinsgebäude am Rheinthor. Hier verweilten die Herrschaften unter der Führung einiger Maler über eine Stunde, bei welcher Gelegenheit der Zar eine Landschaft von Eugen Bracht „Birkenwald", ein sehr stimmungsvolles Bildchen in bescheidenem Format, die Zarin eine Holzfigur „Charitas" von Georg Busch (München), ein innig empfundenes Werk, erwarben. Das „Großherzogliche Hoftheater", dessen Winterkampagne bereits in vollem Gange ist, wird diesmal vermutlich wegen der Familientrauer die Herrschaften nicht zu sehen bekommen. Der Zar und die Großherzogin von Hessen befinden sich beide in der Lage, den Verlust eines Bruders zu beklagen. Bei früheren Gelegenheiten nahm man bei der Aufstellung des Spielplans meist Rücksicht auf die besonderen Neigungen der Kaiserin, die u. a. eine große Freundin der Grillparzerschen Muse ist. Für Sonntag, 8. Oktober, ist die Einweihung der griechisch - russischen Kapelle vorgesehen. Diese, im streng orthodoxen Stil gebaut und so prächtig wie der Kultus es erheischt, liegt auf dem sanft ansteigenden Gelände des „Mathildengartens", in einer landschaftlichen Umgebung, die den Bildern der Schwesterkapellen von Baden-Baden und Wiesbaden kaum etwas nach- giebt. Gottesdienst wird in dem Hause wohl nur während der Anwesenheit des russischen Zarenpaares und seines ziemlich großen Gefolges stattfinden können; denn zu einer richtigen „Russenkolonie" haben wir es in Darmstadt noch immer nicht gebracht, obwohl die Slaven zum Besuch der Technischen Hochschule ein nicht unbedeutendes Kontingent stellen. Für Mitte Oktober ist auch die Hebersiedelung in länger! Ich pfeife auf sie! Er riß sie von beiden Aermeln ab und warf sie zur Erde, las sie dann wieder auf und zerschnitt sie mit einer Scheere in kleine Stücke. Dann fuhr er fort: „Ich will lieber sterben, als den Oberst hier einziehen sehen; der Oberst hat in Frankreich einen Vater, eine Mutter, eine Frau und Kinder. Ich habe nichts, ich mache mir den Henker daraus, zu verrecken, ich pfeife auf alles." Er trat vors Zelt, ließ die Unteroffiziere zusammenblasen und sagte ihnen: „Oberst Klobb kommt hierher, weil ich euch viele Sklaven und Weiber gegeben habe; er will sie euch wegnehmen und in Freiheit setzen. Ihr kennt ihn von Timbuktu her und wißt, wie er mit euch umgeht. Sagt mir, ob ihr damit zufrieden seid. Ich für meinen Teil bin damit nicht zufrieden! Sagt, ob ihr lieber mir oder dem Oberst gehorchen wollt!" Die Leute sprachen sich für ihn aus. Voulet ließ die Boten ziehen, nicht ohne sie vorher mit dem Revolver bedroht zu haben. Als die Begegnung der beiden Züge stattfand, befahl Klobb seinem Fahnenträger, die Fahne möglichst hoch zu halten. Die Antwort waren zwei Salven. Klobb ließ seine Leute sich niederwerfen. Er allein mit Meynier, dem Dolmetscher und einem Spahi blieb zu Pferde. Er erhob den Arm und rief: „Feuer einstellen! Feuer einstellen! Hier Timbuktuschützen! Sammlung! Oberst Klobb! Feuer einstellen!" Dann zu Meynier: „Sehen Sie keinen Europäer?" „Doch Herr Oberst, ein Untetvffizier ist da." „Rufen Sie ihn." „Weißer Unteroffizier, erkennen Sie Oberst Klobb nicht? Hier ist die Fahne! Schützen, ihr dürft nicht feuern, hier ist Oberst Klobb aus Timbuktu!" Meyniers Irrtum war erklärlich: Voulet hat keine Rangtressen. Voulet trat vor und erwiderte: „Hier ist kein europäischer Unteroffizier; ich bin es, Voulet! Ich kenne Sie, ich begehe keinen Irrtum. Sie sind Oberst Klobb, aber ich Pfeife auf Sie! Ich werde Ihnen eine Kugel in den Schädel jagen!" Klobb und feine Truppe waren kaum achtzig Meter von Voulet entfernt. Voulet trat hinter feine Leute zurück, befahl neue Salven und schärfte ihnen ein, auf die beiden Weißen zu zielen. Die erste Salve verwundete Klobb am rechten Schenkel, Meynier am Unterleib. Meynier zog blank. Nun befahl Klobb Meynier: „Stecken Sie den Degen ein!" Im nächsten Augenblick warf eine Kugel in die Brust Meynier tot aus dem Sattel. Der Unteroffizier Momadu Wake verlangte jetzt die Erlaubnis, Feuer zu geben. „Nein, nicht schießen", erwiderte Klobb, unbeweglich auf feinem Pferde ruhig, kaltblütig die Augen gerade voraus. Gleich daraus tötete ihn eine Kugel in den Kopf. Jetzt befahl Voulet „Feuer nach Belieben!" und stürmte vorwärts. Klobbs Leute flohen, sahen aber noch, wie Voulet sich über Klobbs Leichnam niederbeugte und ihm feinen Revolver raubte. (Voff.Ztg.) Males Md MsvmMes. Gießen, den 5, Oktober 1899. ** Vom Heffenklub von 1896 zu Hamburg geht uns folgendes zu: Der Klub wurde am 3. April 1896 von 24 Landsleuten gegründet. Seit der Zeit ist er ständig gewachsen, sodaß die Mitgliederzahl zurzeit 84 beträgt. Es gehören dem Klub an Landsleute aus Cassel, Hatzbach, Neumorschen, Großalmerode, Melsungen, Gießen, Vollmars- hausen, Hofgeismar, Kirchhain, Wilsenroth, Homberg, Nieder- gemünd, Hersfeld, Unterrieben, Hitzerode, Orpherode, Wabern, Ermschwerdt, Biedenkopf, Abterode, Mainz, Wehlheiden, Arensbach, Oldensdorf, Herleshausen, Hombressen, Hebel, Arnsbach, Wetterfeld, Kleinlüder, Allendorf und Vöhl. Ferner besteht eine Gesangsabteilung unter Leitung des Landsmanns L. Mackenroth, eine Touristenabteilung und ein eigenes Trommler- und Pfeifer-Korps. Vor einigen Wochen wurde auch ein Banner-Fonds gegründet, welcher in der kurzen Zeit schon auf 150 Mark angewachsen ist, sodaß die Hoffnung besteht, im Sommer 1900 die Bannerweihe begehen zu können. Der Klub veranstaltet sehr schöne Vergnügungen nach hessischer Art, welche in Hamburg sehr beliebt sind und stark besucht werden. Zweck des Klubs ist Pflege der Landsmannschaft und Unterstützung der Mitglieder; auch werden von Zeit zu Zeit Vorträge über hessische Geschichte gehalten, sowie in jeder Hinsicht die Liebe zu unserem Heimatland gefördert. Das Klublokal befindet sich: Vor dem Klosterthor 6 (Hansa-Hotel) und sind Landsleute jederzeit herzlich willkommen. Vor einiger Zeit erhielt der Klub anläßlich einer Bitte in hessischen Zeitungen von verschiedenen Landsleuten Ansichtspostkarten vom Heimatland zugesandt, mit den besten Wünschen und Widmungen vereinen Flügel des Großherzoglichen Residenzschloffes geplant, wo schon seit mehreren Wochen alle Zurüstungen zum entsprechenden Empfange der hohen Gäste getroffen worden sind. Das Residenz schloß ist ein weiter, massiver Bau mit drei Höfen, der, in die landgräfliche Zeit hineinreichend, in den zwanziger Jayren unseres Jahrhunderts die wohnliche Einrichtung seiner Herrschaftsräume, sowie die Her- stellung der prächtigen „Kaiserzimmer" empfing. Das Schloßmuere birgt eine Menge wertvoller Andenken an die Ruffeuara unter Alexander II. 2" den siebziger Jahren war man es hier sehr gewohnt, für mehrere Wochen im Jahr alle Nachrichten über ™ russische. Herrscherpaar unter „Darmstadt" zu lesen. Das war die Aera Kaiser Alexanders II., der sich niemals wohler suhlte, als wenn er den allgebietenden Herrscher aller Reußen abstreifen und während rasch vorüberfliegender Sommertage in dem lieblichen Jugenheim an der Bergstraße das Glück eines Privatmannes genießen konnte. Damals hörte man oft bie Redensart von zeitweilig hier lebenden Rusten: „Wenn wir einmal unseren Kaiser zu Gesicht bekommen wollen, so müssen wir ihn in der deutschen Berg straße aufsuchen." Was Jugenheim für den Kaiser Alexander II. gewesen, scheint Wolfsgarten für den Enkel, Nikolaus II., und seine Gemahlin zu werden. „B. L. A." sehen, und sagen wir allen Absendern vorläufig unfern wärmsten Dank verbindend mit der Bitte, ferner uns solche Karten zukommen zu lassen, welche daun unserm „Album vom Heffenland" einverleibt werden. •• Postanweisungen mit angehängter Postkarte sind seit dem 1. Oktober im Verkehr zulässig. Bei den Postanweisungsformularen ist der Abschnitt für Mitteilungen des Absenders bedeutend breiter als bisher. Die angehängte Autwortskarte hat auch auf der Rückseite den Vermerk zu der Empfangsbestätigung. Sie stellt eine neue größere Art von Postkarten dar. Die Formulare gelangen nur ungestempelt zur Ausgabe und zwar in Mengen von mindestens 5 Stück zum Preise von 5 Pfg. Die Frankierung hat durch Ankleben von Freimarken zu erfolgen. Auch die Antwortskarte muß vom Absender frankiert werden, sonst wird die ganze Anweisung nicht angenommen. Die Bedeutung der Einrichtung, die etwas kostspieliger und für den Postfiskus gewinneinbringend ist, besteht darin, daß der Geldabsender eine schriftliche Quittung des Adressaten erhält und nicht bloß auf den Postablieferungsschein angewiesen ist, der im Sinne des Gesetzes keine Quittung darstellt. Schlitz, 3. Oktober. Am vorigen Freitag weilte Herr Geheimrat Professor Dr. Franz Reuleaux einige Stunden in unserem Städtchen. Dieser Besuch galt der Firma Gg. Langheinrich, bei welcher Geheimrat Reuleaux die dieser Firma auf seine Veranlassung vom Reichskommissar für die deutsche Abteilung der Pariser Weltausstellung zur Herstellung übertragenen und jetzt auf dem Webstuhl befindlichen Prunktafelzeuge einer Besichtigung unterzog. Neben Reuleaux' vielseitigen Leistungen auf dem Gebiete der Mafchinenwissen- schäft, insbesondere auf dem Gebiete der Maschinenelemente und der Maschinenbewegungen (Kinematik) ist fein Name weit über die Grenzen der Fachwelt bekannt geworden durch feinen maßgebenden und führenden Einfluß auf die gewerblichen Künste und durch feine Dienste, welche er als Sachverständiger und Vertreter des Deutschen Reiches der heimischen Industrie auf vielen Weltausstellungen geleistet hat. Aus seinem Lehramte schied er nach 40jähriger Tätigkeit im Jahre 1896 aus der Technischen Hochschule zu Berlin aus, die er vor allem, soweit das Maschinenfach in Frage kommt, zu ihrer hervorragenden Stellung emporgeführt hat und die jetzt die größte Technische Hochschule der Welt ist. Geheimrat Reuleaux, der geistvolle „Maschinenphilosoph", vollendete am 30. September fein 70. Lebensjahr. + Grimberg, 4. Oktober. Das neuerbaute Sparkaffe- gebäube sieht nun feiner Vollenbung entgegen unb bürste wohl noch in biesem Monat feiner Bestimmung übergeben werben. Der Bau selbst ist sehr geschmackvoll ausgeführt, und auch die innere Einrichtung ist in jeder Hinsicht zweckentsprechend. Im unteren Geschoß befinden sich die Geschäftsräume, während im zweiten Stockwerk eine geräumige Wohnung, die voraussichtlich von dem Kontrolleur der Kaffe bezogen wird, eingerichtet ist. Das Dachgeschoß enthält die Wohnräume für den Kaffediener. — Dem Vernehmen nach wird die hier bestehende Nebenbahn-Bau-Abteilung demnächst nach Gießen verlegt werdens jedenfalls, weil die Neubaustrecke Londorf-Lollar von dort aus rascher unb leichter zu erreichen ist. Seligenstadt, 3. Oktober. Die Kartoffelernte ist hier unb in ber Umgegend in vollem Gange. Dieselbe fällt, je nach Lage und Bodenbeschaffenheit, in qualitativer und quantitativer Hinsicht gut bis sehr gut aus. Nur in wenigen Gemarkungen wird über Ungezieferfraß, nirgends aber über Fäulnis geklagt. Von den Händlern wurden bisher Mk. 3.50 per Doppelzentner geboten; indessen herrscht auf dem Kartoffelmarkte bislang nur unbedeutendes Leben. Die Hauptkampagne dürfte jedoch schon in den nächsten Tagen zu erwarten stehen. L. Mainz, 4. Oktober. Seit Beginn dieser Theater- saison erscheint unter dem Titel „Moguntia", Theaterzeitung der Stadt Mainz, wöchentlich ein Blättchen, das den Theaterbesuchern allabendlich gratis verabreicht wird, und das, wie die Redaktion in der ersten Nummer mitteilt, durch kurze übersichtliche Einführung in die im Theater gebotenen Stücke, sowie durch unterhaltenden Text, Musik und Theaterbriefe, Notizen über hiesige Künstler und durch populär litterarifche- Arbeiten dem Leser dienen will. In den bis jetzt erschienenen 4 Nummern war aber von dem Versprochenen nur recht wenig zu sehen, denn neben einer Masse von Annoncen konnten wir nur sehr wenig geistreiche Opernerklärungen und Artikel bemerken. Infolge dessen nimmt schon heute der größte Teil des Publikums das Blättchen nicht mehr, trotzdem es, wie gesagt, nichts kostet. — In den bis jetzt ftattgefunbenen Vorstellungen zeigte es sich, daß noch einige Ergänzungen und Entlassungen im Personal vorzunehmen sind, und daher begab sich Herr Direktor Steinbach dieser Tage nach Berlin, um noch einige neue Mitglieder zu engagieren. In der Oper fanden gute Aufführungen, von „Die Hugenotten", „Martha", „Der Barbier von Sevilla" und „Die Stumme von Portici", statt, in denen besonders ein neuer Bariton Herr Ernst Winkel, sowie ein jugendlicher Heldentenor Josef Claffen gefielen. Das Schauspiel brachte das Sensationsstück „Das Erbe" von Felix Philippi, das trotz guter Darstellung nur einen mäßigen Erfolg errang, sowie mehr ober minber gute Aufführungen von „Die berühmte Frau", „Die Heimat", „Kabale und Liebe" und bereits mehrere Aufführungen des neuesten französischen Schwankes „Der Schlafwagenkontrolleur". Nächsten Dienstag findet die erste deutsche Aufführung der italienischen Oper „Fedora" von Giordano statt, und sind bie Proben hierzu bereits feit Beginn der Saison im Gange. Der Komponist dürfte zur Premiere hier eintreffen. Mainz, 4. Oktober. (Selbstmord.) Heute nacht sprang ein bis jetzt noch unbekannter Mann von der Ingelheimer Aue in den Rhein und ertrank. An der Stelle, wo der Mann sich das Leben genommen hatte, sand man später eine Summe Geld von über 180 Mk. und eine Uhr nebst Kette liegen, die dem Selbstmörder anscheinend gehören. Ein Nachtwächter der Aue hat den Lebensmüden in den Rhein springen sehen. * Wiesbaden, 4. Oktober. Das goldene Hochzeitsfest des Generalleutnants z. D. von Barby und seiner Gemahlin wurde gestern mit großem Prunk gefeiert. Es nahmen die ersten Gesellschaftskreise Teil. Telegramme waren von fast sämtlichen deutschen Fürsten eingelaufen, auch vom Kaiser und der Kaiserin. Bei der Feier in der Kirche wurde ein kaiserliches Kabinettsschreiben verlesen, durch das dem Jubelpaar die goldene Ehejubiläumsmedaille verliehen wurde. Die Kaiserin Friedrich sandte zwei große goldene Medaillen. UermWtes. * Hamburg, 4. Oktober. (Zum Eisen bah nun fall.) Jetzt erst werden genauere Details über die Ursachen des Unglücks bekannt. Es scheint, daß die Katastrophe durch einen Irrtum verschuldet wurde, der Unheil brachte, ehe er aufgeklärt und gut gemacht werden konnte. Es werden über den traurigen Vorfall nokh folgende Einzelheiten berichtet: ber polizeilichen Feststellung fragte der kommandierende Offizier, dessen Wagen noch im Tunnel stand, ob das Nebengeleise frei bleibe. Der Schaffner bejahte dieses. Der diensthabende Bahnhofsassistent gab aber irrtümlich dem Blankeneser Zuge das Einfahrtszeichen. Als er den Irrtum bemerkte, lief er den Zug entlang, rufend: „Die Strecke frei!“ Viele flüchteten beim Nahen des Zuges, Bahnbeamte versuchten durch Zeichen den Zug zum Stehen zu bringen, der Führer bremste stark, aber es war zu spät. Die noch im Tunnel befindlichen Rekruten gerieten zwischen beide Züge und zwischen Zug und Tunnelwand. Die Verletzungen erfolgten nicht durch Ueberfahren, sondern durch Quetschungen der Thüren und Laufbretter. — Die unmittelbare Ursache der Katastrophe wird auf die mangelhafte Bahnhofseinrichtung, sowie auf Fehler des Stations assistenteu zurückgeführt, welcher dem Blankeneser Zuge das Einfahrtssignal gab, und ferner die falsche Auskunft eines Schaffners auf die Frage des den Transport leitenden Offiziers, Oberleutnant v. Eichmann vom 13. Dragoner-Regiment, ob das Nebengeleise frei bleibe. Als der Blankeneser Zug herankam, wurde durch Laternenschwenken das Haltesignal gegeben, worauf der Lokomotivführer sofort bremste, aber nicht vor dem Tunnel an der Altmannstraße den Zug zum Stehen bringen konnte. Zugleich bemühten sich Bahnbeamte, die auf dem Geleise stehenden Rekruten seitwärts zu drängen. Es gelang so, zu verhüten, daß die Mannschaften unter den Zug gerieten. Oberleutnant v. Eichmann erhielt einen Stoß durch einen Lokomotivpuffer, blieb aber unverletzt. Die leichter Verletzten werden aus dem allgemeinen Krankenhause nach dem Altonaer Garnisonlazarett Übergeführt. Man hofft allgemein, daß das Unglück einen provisorischen Umbau des Klosterthorbahnhofes herbeiführen wird, der schon immer als dringlich bezeichnet wurde, jedoch wegen der bevorstehenden Erbauung eines großen Zentralbahnhofes unterblieb. Das Unglück beweist, daß die herrschenden Bahnzustände unmöglich bleiben können, bis der Zentralbahnhof vollendet fein wird. * Danzig, 4. Oktober. Die Stadtverordneten-Versamm- lung genehmigte gestern die Erbauung eines neuen Krankenhauses für drei Millionen Mark. * Laskowih (Westpr.), 4. Oktober. Der erste der beiden Ballons der internationalenBallonfahrt, die heule früh von dem Tempelhofer Felde ans aufgestiegen sind, landete gestern nachmittag 2«/2 Uhr nach fünfstündiger Fahrt glatt bei Graudenz. Der Ballon, in dem sich Professor Berson-Berlin und Professor Hergesell-Straßburg befanden, erreichte eine Höhe von 6600 Metern, wobei 28 Grad Frost konstatiert wurden. * Straßburg, 4. Oktober. In Mülhausen, der Vaterstadt von Dreyfus, wurde eine Sympathie- Adresse für den Verurteilten von Rennes in Umlauf gesetzt. Die Adresse erhielt ca. 3000 Unterschriften. * Sudlohn i. Wests., 4. Oktober. Ein hiesiger Agent der Norddeutschen Hagelversicherungsgesellschaft unterschlug 14 000 Mark und zahlte davon 13 000 Mark bei der Rotterdamer Bank auf ein New-Iorker Bankhaus ein. Der Betrüger wird bei der Landung in New-York von der Polizei empfangen werden. * Wien, 3. Oktober. In Pilsen versammelten sich heute gegen 8 Uhr abends mehrere tausend Tschechen auf dem Ringplatz, fangen nationale Hetzlieder und stießen Droh rufe gegen die Deutschen aus; aber bevor die Masse sich in Bewegung setzte, schritt die Gendarmerie ein, zersprengte die Menge und sperrte alle Straßen zum Ringplatz ab. * Wien, 4. Oktober. Hilsners Geständnis widerrufen! Der wegen des Polnaer Mädchenmordes zum Tode verurteilte Leopold Hilsner hatte bekanntlich nach der Urteilsfällung das Geständnis abgelegt, bei der Mordthat beteiligt gewesen zu sein, und als die Mörder zwei Juden, Erbmann und Wassermann, bezeichnet. Jetzt hat er dieses Geständnis, das nur auf Aufschub des Strafvollzuges berechnet war, widerrufen, und gleichzeitig sind die beiden Bezichtigten, nachdem sie ihr Alibi bewiesen haben, wieder auf freien Fuß gesetzt worden. — Einem Berliner Blatte wird darüber berichtet: In Kuttenberg Hal der zum Tode verurteilte Hilsner fein Geständnis zurückgenommen. Er erklärte, er habe es abgelegt, um seine Hinrichtung, die er für unmittelbar bevorstehend hielt, auf unbestimmte Zeit zu verschieben, und beharrt jetzt wieder dabei, er sei an dem Morde derHruza unschuldig. Die beiden von ihm Beschuldigten, Erbmann und Wasser- Die „Hai In btt btutifttn D btt hLmichn totfibit d sln^t Wt DaMm Lenge Gras RrvtnÜvv Spieler-Usancen )U in eine Meldung bet „De dm Aufenthalt des 1 n. Manteuffel bemerkt, blum keine Kenntnis b Auseinandersetzung zwi tlsche V-rnebmung eint 3W, welch. Talle sich genötigt sek Zeugen, welche ihm oi be8 Gerichtshofes jti be Wrm tonnte. Seifelbt toi Snfrbluß tn bie flu i« MfP. Der Oberst Mellt werden, was von All ber Angeklagte v.: Ä'S*1' Sm! w!, tot n M Uei versM. Katz. ««et gegenüber grM wo« er dann Mer ir grohten Gewinn in t J* ^Ewltz zusammen ""wahr. Der «nF We@S hie in AW « e$or d« W 9‘ er sich hier f'gifltnnie Sfi J «ach % mrd- M -7" f -»."SV; SÄ" # Garlow, 4. V *100 Ä«. Wie nunmehr \w\ l,ch Arsenik unter Sw Boje enthielt W alles bis aufs Sletr wurde. Es ist die . -es Norbpote heral Boje sei ausgewoi mit der einlie. werden konnte, das Oberstück, das daher nicht im Fall morgen im historische Belohnung für alle Andree-Expedition rou .. „ “Wei Nm, "" lohnen, Stoffeln oteig, Graupen, 'wdennudeln, ^ni’nubebi öQflo, Grünforn, ^zenmehl SÄ : A?: t : balatöl xandkase de» «n «M'i Nüttun. . Ort/, vH S8 tlt E° Ä'chrjs,. ' pl ober w ^bsen, QijStbof V^h Mofien , n|ph, 3ul aus ( H'lheln Batt. , c 180 M ' hüb qiqw hat ben pP$ctn«nb2. °CMSeb^nrilbenTtt $ 9°lbene $\nx . «■ r^'i * Sr°bm $. a,r^ "«d Me t»*S9e,tl"'- hi« dürften Ä!?ÄS *Ät"55 , tK S *ft» Jtefo * tt. - 5 nun fall) Lft bie Ursachen Ihn U ^ataftrop6e btt Wt, bet Unheil W no^ folgende Nnzrl- * WM»« Ke । ?e‘ Der Schaffner be^ UW« gab aber OQ« Ewfahrtszeichen. Als h,en Zug entlang, tufenb: W« beim Nahen des den Zug zum rmfte stark, aber es war befindlichen Rekruten ge- vO'chen Zug und Tunnel- ' nicht durch Unerfahren, rhuren und Laufbretter. Katastrophe wird auf bie 'ichtung, sowie auf stenten WLSgeM, baS EwfchMgnÄ gab, lift eines Schaffners leitenden Offiziers, Ober- ragoner-Regiment, ob bar r Blankeneser Zug heran- :nten das Haltesignal ge» jrer sofort bremste, aber tmannstraße den Zug zum eich bemühten sich Bahn- chendcn Rekruten seitwärts verhüten, daß die Mann- Cbedeutnant v. Eichmann tomotiDpufier, blieb aber i werden aus dem all- lltonaer Gatnifvnlazatett x, ba^ bas UnM « sivrdchchchs herbeiführen ich bezeichnet wurde, jedoch ung eines großen Zentral- lnglück beweist, daß die lich bleiben könne«, bis der irb. Stadtverordneten-Dersainin- rbauung eines neuen honen Mark. ober. Der erste der beide« Ballonfahrt, die heute ldc aus aufgesitegeu sind, s«« 3« »gfti“ 7 »ffc ober. «cAnft unter- xdung ui J Pilse» ,rere taU%(h[ieher w* A-ständn^ tzNrners ^zfchen' Pvlnae^ hatte de- Lpoib tgkl-g!- *6S*»ä, ,/tibem r Jrt,htn. c..^ mann, die in Schlan und Auscha ermittelt wurden, konnten ihr Alibi vollkommen beweisen undHtvurden aus der Haft entlassen. * Budapest, 3. Oktober. Großes Aufsehen erregt hier das Verschwinden des Tenoristen JuliusPaolli. Seit er im Sommer auf Urlaub ging, hat man nichts von ihm gehört. Vor drei Tagen langte endlich die Nachricht hier an, daß er sich in Hamburg befinde. Auf dorthin gesandte Telegramme antwortete er nicht. Man nimmt an, daß er sich nach Amerika begeben habe. ♦ Paris, 4. Oktober. In einem Pariser Postbezirke wurde zum ersten Male von den Briefträgern der Briefbestelldienst auf Petroleumtricycles besorgt. * Brest, 4. Oktober. Ein bisher unerreichtes Resultat haben Leutnant Tissot und Ingenieur Borda mit ihrem System drahtloser Telegraphie zu verzeichnen. Eine Verständigung zwischen zwei Leuchttürmen gelang auf eine Distanz von 42 Km. * Charkow, 4. Oktober. Am 20. September erkrankten über 100 Personen unter Vergiftungserscheinungen. Wie nunmehr festgestellt wurde, hatte ein Konditor absichtlich Arsenik unter Kuchen gemischt. * Stockholm, 4. Oktober. Die geöffnete Andrse- Boje enthielt keinerlei Mitteilung von Andree, obwohl alles bis aufs Kleinste, teilweise mikroskopisch, untersucht wurde. Es ist die Polarboje, die Andröe beim Passieren des Nordpols herablassen wollte. Man nimmt an, die Boje sei ausgeworfen worden, ehe das Oberstück mit der einliegenden Depesche an geschraubt werden konnte. Die Schraubenlinien sind unbeschädigt; das Oberstück, das beim Ausstieg angeschraubt war, kann daher nicht im Falle abgebrochen sein. Die Boje wird morgen im historischen Museum öffentlich ausgestellt. Als Belohnung für alle wichtigen Mitteilungen betreffs der Andree-Expedition wurden große Summen ausgesetzt. Oerichtssaal. Die „Harmlosen" vor Gericht. Berlin, 4. Oktober 1899. In der heutigen Verhandlung des Prozesses gegen den Klub der Harmlosen wendet sich der Angeklagte v. Kayser zunächst gegen einige falsch: Darstellungen über seine Aussagen in der Presse. Der Zeuge Graf Reventlov erklärt sich bereit, als Sachverständiger über Spieler-Usancen zu fungieren. Verteidiger Dr. Schwindt erwähnt eine Meldung der „Deutschen Warte", wonach Herr v. Manteuffel den Aufenthalt des Dr. Kornblum kenne. Kriminal-Kommissar n. Manteuffel bemerkt, daß er von dem Aufenthaltsort des vr. Korn-- blum keine Kenntnis habe. Es entspinnt sich hierauf eine längere Auseinandersetzung zwischen den Verteidigern, welche die kommissarische Vernehmung einiger Zeugen beantragen, und dem Oberstaats- »nwalt Jsenbiel, welcher darauf aufmerksam macht, daß er in diesem Falle stch genötigt sehen werde, auch die Vernehmung erkrankter Zeugen, welche ihm von Bedeutung erscheinen, durch ein Mitglied des Gerichtshofes zu beantragen, was schließlich zu einer Vertagung führen könnte. Verteidiger Sello bemerkt, es liegt uns aber daran, tm Anschluß an die Ausführungen der Angeklagten neue Anträge zu stellen. Der Oberstaatsanwalt beantragt, daß diese Anträge gestellt werden, was von feiten der Verteidiger geschieht. Alsdann erhält der Angeklagte v. Kröcher bas Wort zu der Darstellung seiner Spieler-Laufbahn. Im Herbst 1895 sei er O fizier geworden und habe bald darauf zu Potsdam zum erstenmale gespielt. Einige tausend Mark, die er zum Ankauf von Möbeln in Händen gehabt, habe er hierbei verspielt, sodaß er sich zu der bereits erwähnten Beichte seinem Vater gegenüber genötigt gesehen habe. Erst sechs Wochen später habe er bann wied-r im Viktoria-Hotel gespielt und dort auch seinen größten Gewinn in seinem Leben gemacht. Er habe mit Herrn v. Prillwitz zusammen die Bank gehalten und dabei 12 000 Mark gewonnen. Die Gerüchte über «inen anderen großen Gewinn seien unwahr. Der Präsident unterbricht den Angeklagten und sagt, daß man auf diese Gerüchte zurückkommen werde, sobald die Zeugen erscheinen. Der Angeklagte sagt, dieser Zeuge ist tot. ES ist der Erbprinz von Sachsen-Eoburg-Gotha. Es hieß von mir, ich hätte vom Erbprinzen eine Million gewonnen. Das ist nicht wabr. Ich habe nur einmal 3000 Mark von ihm gewonnen und das Geld habe ich erst nach drei Monaten bekommen und dem Erbprinzen noch 3000 Mark hinzudorgen müssen. Prokurist Feibenkorn bekundet, daß v. Schachtmeirr mit dem Bankgeschäft, in dem er angestellt sei, ein Legat von 17 000 Mark als Depot eingrzahlt gehabt habe. Zeug- Marx, der einem Spielzirkel in Leipzig angehört, hat daselbst mit o. Kayser und Dr. Kornblum gespielt. Der Zeuge verwahrt sich mit Entschiedenheit gegen eine Behauptung v. KayserS, daß er falsch gespielt habe. Hierauf wird Graf Reventlow als Sachverständiger vernommen. Er giebt Auskunft über die Art, wie Baccarat gespielt wird und über die Spielgebräuche, die dabei beobachtet werden. Nach seiner Ansicht ist die Thatlache, daß ein Bankhalter die Karte nicht von dem Block, sondern vor den Spielern aus der Hand abgebe, nicht auffällig. Als Zeuge bekundet Graf Reventlow, daß er mit den drei Angeklagten wiederholt gespielt, aber niemals etwas gemerkt habe, was auf ein Falschspiel derselben hindeute. Der Vorsitzende wünscht nun Auskunft, weshalb die beim Spielen benutzten Karten grade in Frankfurt a. M. bestellt worden seien. Die Angeklagten v. Kröcher und v. Kayser geben darüber eine Auskunft, welche diese Kartenbestellung als durchaus unverdächtig erscheinen lassen soll. Nach einigen Erörterungen über den Falschspieler Wolff tritt die Mittagspause ein. In der Nachmitlagssttzung bekundet Herr v. Manteuffel, daß der Gmeral v. Kröcher ihm nach der Verhaftung seines Sohnes einen Besuch abgestattet habe. Der General äußerte dabei: Ich weiß, daß mein Sohn ein gewerbsmäßiger Glücksspieler ist. Welche Strafe erwartet ihn? Der Staatsanwalt erklärt, daß General v. Kröcher telegraphisch mitgeteilt hat, er werde unter keinen Umständen aussagen. (Schluß im ersten Blatt.) Arbeiterbewegung. Antwerpen, 3. Oktober. Im Ausstand befindliche Last- Wagenführer wollten heute ihre arbeitswilligen Kameraden verhindern, die Arbeit fortzusctzen, und griffen mehrere Fuhrwerke an. Die Polizei, die mit Revolverschüffen von den Ausständischen empfangen wurde, mußte gegen diese von ihren Säbeln Gebrauch machen. Mehrere Polizcibeamte wurden bei dem Handgemenge verwundet. Eine Anzahl von Aus- städischen wurde verhaftet. Chur, 4. Oktober. Beim Albula-Tunnelbau streiken zweihundert Italiener. Sie verbarrikadierten das Tunnelportal, doch gab es bis jetzt keine Ausschreitung. Die Bürgerwehr von Bcrgün wurde aufgeboten. Grund des Streiks ist Lohndrückerei durch den Unter- akkordauten. Paris, 4. Oktober. In Creusot nimmt die Lage einen sehr ernsten Charakter an. Obwohl die Ausständischen ihre Forderungen herabsctzten und nur noch verlangen, nicht des Streiks wegen gemaßregelt zu werden, bleibt Schneider den Vermittlungsversuchen des neuen Präfekten unzugänglich. Allgemein glaubt man, daß diese schroffe Haltung Schneiders nur von politischen Motiven diktiert ist. Die Augen der Streikenden richten stch mehr und mehr auf den Handelsminister Millerand und die Idee, nach Paris zu marschieren, die von Arbeiterführer Roldcs in einer Rede ganz leichthin ausgesprochen worden war, gewinnt an Boden. Der Marsch wird in den Morgcn- blättern s als nichts Unmögliches mehr betrachtet. Die Verhandlungen des Präfekten mit Schneider bleiben resultatlos, und beschlossen die Streiker, trotz der Abmahnung Vivianis auf ihrem Plane zu bestehen, falls bis Freitag keine Einigung erzielt ist. Namentlich die Frauen sind sehr für die Idee begeistert, und cs ist sehr fraglich, ob der neue offiziöse Abgesandte Turot mehr Erfolg haben wird als Viviani. Universitäts-Nachrichten. — Berlin. Der Nationalökonom und Abgeordnete Geheime RegierungSrat Prof. Dr. Paasche, Lehrer an der Technischen Hochschule zu Berlin-Charlottenburg, hat eine Studienreise nach Nordamerika und Westindien unternommen. — Innsbruck. Der Profeffor an der hiesigen Unioerfitä Dr. Ludwig Pastor ist zum Hofrot ernannt worden. — Wien. Der Pandektist Profrssor Moritz W l a s s a k in Straßburg hat den an ihn ergangenen Ruf en die Universität Wien nunmehr angenommen. Wisssak ist geborener Oesterreicher und hat früher schon an österreichischen Universitäten, in Wien, Czernowitz und Graz, dann in Bonn, Dretzlau und Straßburg doziert. — Wien. Als Privatdozentin an der hiesigen Unloersiiät wurden zugelassen: Dr. Heinrich Albrecht für pathologische Anatomie, Dr. Ludwig Wandl für Geburtshilfe und Gynäkologie, Dr. Richard Ritter o. Zeynek für angewandte medizinische Chemie, Dr. Friedrich S ch l a g e n h a u f e r, sowie Dr. Anton Ghon für pathologische Anatomie, Dr. Joseph Ho ckauf für Pharmakognosie und Dr. Kurt Kaser für Geschichte des Mittelalters und der neueren Zeit. - Kirche und Schute. Gießen, 5. Oktober. Das zuletzt erschienene Verordnungsblatt für die evangel. Kirche des Großherzogtums Hessen bat folgenden Inhalt: Bescheid auf die Beschlüsse und Anträge der 5. evangl. Landessynode in den Jahren 1894 bis 1899. (Wir heben auS diesem Bescheid hervor, daß die Beschlüsse der Landessynode nirgends auf Widerspruch seitens der Allerhöchsten Stelle stoßen. Betreffs der Gesetzentwürfe über die Gehalte der Geistlichen, die Gehalte der im Geschäftskreis des Oberkonsistoriums und des Predigerseminars zu Friedberg angestellten Beamten und Bediensteten und die allgemeine geistliche Wttwenkasse heißt es in dem Bescheid: „Diese drei Gesetze sind von Uns in der Fassung, wie von der Landessynode bei ihrer letzten Tagung angenommen, genehmigt worden. Da sie in ihrer Ausführung von der zuvorigen Sicherung der hierfür erforderlichen Mittel abhängig sind, so muß zunächst von ihrem unter- schriftltchcm Vollzug und von ihrer Verkündigung abgesehen werden. Wir haben ab-r den dringenden Wunsch und die feste Hoffnung, es werde durch Zusammenwirken von Kirche und Staat baldigst gelingen, diese Mittel zur Verfügung zu stellen. Einstweilen gereicht es zu Unserer Befriedigung, daß -für das laufende Jahr für die äugest Uten Geistlichen, insbesondere durch das staatliche Darlehen von 140000 Mk., und für die Subaltirnbeamten und Diener von Ober- konsistorium und Predigerseminar eine einmalige Gehaltsaufbesserung hat bewilligt werden können. Sodann heißt es zum Schluß: .Bezüglich der in der Landessynode verhandelten Gegenstände, welche vorstehend nicht besonders erwähnt sind, wird Unser Oberkonsistorium in Erwägung ziehen, ob und in wie weit sie zu weiterer geschäftlicher Erörterung Anlaß geben. Indem Wir hiermit die 5. ordentliche Landessynode schließen, sprechen wir die Hoffnung aus, daß die mit ihr vereinbarten Gesetze und die sonst von ihr gefaßten Beschlüsse dazu beitragen möchten, das Wohl Unserer Landeskirche zu fördern. Wir erflehen hierzu und zu den Arbeiten der künftigen Synoden Gottes reichsten Segen. Gegeben in Unserer Residenzstadt Darmstadt, den 27. September 1899. Ernst Ludwig. Buchner.") Straßburg i. E., 4. Oktober. Der 30. Kongreß für die evangelische innere Mission wurde gestern durch den Präsidenten des Reichsversicherungsamls, Geh.-Rat Gaebel, eröffnet. Die Versammlung sandte Begrüßungstelegramme an den Kaiser und die Kaiserin und an den St«tthalter von Elsaß-Lothringen. Meratur. Politisch-militärische «arte von Südafrika zur Veranschaulichung der Kämpfe zwischen Buren und Engländern. Mit statistischen Begleitworten: Südafrika vom politisch-militärischen Standpunkte. Bearbeitet von Paul Langhaus. Preis 1 Mk. Die in Südafrika bevorstehenden Entscheidungskämpfe zwischen Buren und Engländern um die Vorherrschaft lenken die Aufmerksamkeit der ganzen gebildeten Welt auf die Südspitze d^s dunklen Weltteils mit ihren merkwürdigen Staatsgebiiden niederdeutscher Bauern. Den Verfolg der kommenden Ereignisse ermöglicht in ausgezeichnet klarer und übersichtlicher Weise Langhans' vorliegende Karte, die ganz besonders die wilitärifchen Verhältnisse berücksichtigt. Eine große Karte Südafrikas zeigt die polilische Einteilung, alle im Betrieb befindlichen Eisenbahnen (die Einsallsbahnen der Engländer in die Burenstaaten besonders gekennzeichnet), die Telegraphenlinien, auch der Heliograph zwischen Plätoria und der Burenstellung bei Dolksrust ist bereits eingetragen. Von besonderem Interesse sind die inS Einzelne gehenden Angaben der Truppenansammlungen der Engländer und Buren, der Befestigungen und der Gefechte im Unabhängigkeitskrieg 1880/81. Eine Nebenkarte verzeichnet die Goldfelder Trans- vaals, den kostbaren Siegespreis des Kampfes, eine andere die Haupt- treks der Buren, die zur Gründung ihrer Freistaaten führten, ihrer Städiegründungen, der hochdeutschen Niederlassungen ufw. Die Wappen der beiden Burenrepubliken, die britische Kriegsflagge und ein Brustbild Paul Krügers, des bekannten Präsidenten ber_ Süd- as ikanischen Republik, gereichen der billigen Karte zu gefälligem Schmuck. Von besonderem Wert für das Verständnis der südafrikanischen Frage sind die Begleitworte, die das Sprachenoerhält- nis und die beiderseitigen Streitkräfte dec kämpfenden Parteien er ö item. 1» clt iinnt m u ilj n n ö ni Ausgebot. Die Lieferung des Bedarfs an: Erbsen, ‘ ungefähr 900 Kg. Lmsen, „ 800 „ Bohnen, „ 600 „ Kartoffeln „ 120000 „ Reis, „ 100 „ Graupen, w 300 „ Fadennudeln, „ 700 „ Bandnudeln, „ 100 „ Sago, „ 100 „ Grünkorn, „ 160 „ Weizenmehl, „ 900 „ eingem. Bohnen, „ 900 „ Sauerkraut, „ 900 „ versch. Gemüse, , 12000 „ getr. Pflaumen, „ 20 „ getr. Aepfel, „ 40 „ gebr. Kaffee, „ 1000 „ Frucklkaffee, „ 1400 „ Zucker gz. u. gern. „ 100 „ Salz „ 2800 „ Pfeffer, , 30 „ Essig, „ 900 Ltr. Salatöl, „ 200 „ Handkäse, „ 250 Kg. Limburger Käse „ 300 „ Heringe, „ 2500 St. für die Unteroffizier- und Mannschaftsküche des 2. Bataillons Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm (Nr. 116) soll für die Zeit vom 1. November 1899 bis Ende Oktober 1900 im Wege öffenl- liehen Ausgebots vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen können in der Zeughauskaserne, Zimmer Nr. 16, eingesehen und Abschriften gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden. Angebote, ganz oder teilweise, mit der Aufschrift: „Angebot auf Lieferung von Erbsen, Linien, Bohnen usw." sind ver- schloffen und portofrei bis spätestens den Lü. Oktober d. Js. an nachstehende Kuchen-Verwaltung einzureichen. 7109 Küchen-Derwaltung des 2. Bataillons Hnftr.-Regts. Kaiser Wilhelm (Nr. 116). Verdingung von Maurer« und Pfiastsrarbeit. Die Grüuduugsarbeitett für das auf dem Marktplatze zu errichtende Kriegerdenkmal sollen Wontag den 9. d. Ms., vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Dieselben umfaffen 95,65 cbm Erdaushub, 16,54 cbm Stampfbeton, 41,38 cbm Klinkermauerwerk, 3,43 cbm Gewölbebeton zwischen I-Trägern, 50,95 qm Flächen aus» zufugen, 19,96 qm Cementstrich, Herstellung eines Revisionsschachtes 60x80x200 cm und Verlegen von 51 lfd. m Steinzeugröhren. Pflasteraufbruch und Beipflastern 120 qm. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen auf Zimmer Nr. 6 bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 3. Oktober 1899. Das Stadtbauamt. Schmandt. 7111 Frankfurter Würstchen, Gothaer Crmlatmrst in neuer, feinster Ware empfiehlt 7004 Emil Fischbach. Neue holl. Vollheringe Marinierte Heringe Rollmöpse Sardinen frisch eingetroffen bei 7094 Fr. Leo Nachfl. C. Herber, Seltersweg 71. Ch, A. Pasteurs Essig-Essenz von Max Elb, Dresden zur augenblicklichen Selbstbereitung des besten Speise-Essigs und zuverlässigsten Einmache- Essigs ; empfohlen von den höchsten medizinischen Autoritäten als der gesündeste Essig. In abgeteilten Original- Flacons zu 10 Literfiasohen Essig I Mark. 3376 ä Vestragen I Mk. 25 Pf., aux flnes herbes I Mk. 50 Pf. fö" Man hüte sich vor Nachahmungen 1 In G i e s s e n echt zu haben bei A. & 6. Wallenfels, Pli. 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