Mittwoch den 6. September 1899 Erstes Blatt. Nr. 209 Amts- rmd Anzeigeblatt fiw den Äveis Gieren Teilnahme eingeladen. September Bürgermeistern und Obmännern 1M 1486) 1118» o Alle Anzeigen-BermittlungSstrllen bei In- und ÄuilanM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgtgee. D fi Mittwoch, 6. Donerstag, 7. 142.90 11M0 8 Uhr, 8 „ 8 „ 8 „ 3 „ 8 „ 8 „ gehen Rebottton, rpredition und Druckerei: Keßnkstraße Ar. 7. ieWnittte Anstalt Z * 31 ' 72 ' Annahme een Anzeigen zu der nachmittag! für den selgevden Daß erscheinenden Nummer bi! vorm. 10 Uhr. Filiale) 'atm dtt Nwzeit. 'M ssage rllgreu (Erfinder der Methode) -> Dr. Ewer-Berlin auSgesührt. UM, ivwir die n tztvtzlen und heften Apparaten übt an, welche für meine Methode, 5824 Nücke: Sonntags von S Sir! Khr. in Bellersheim, abends „ Trais-Horloff „ „ Rodheim „ „ Rabertshausen „ „ Hungen, nachmittags „ Villingen, abends „ Nonnenrod „ 140.10 166.90 136.60 39.60 135.50 143.25 103.20 124.90 48 U 48 52 ' Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde._________________ Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieß«. Fernsprecher Nr. 51. nach szenischer Vereinfachung doch noch immer ca. 20 ergeben, wickelte sich die Reihenfolge der Bühnenbilder sehr prompt und klar ab. Eingeleitet wurde der Abend durch einen von Herrn Carl Hepp gedichteten und vor der Büste Goethes von der Schauspielerin Frl. Ei ch el s h ei m gesprochenen..Prolog", der zum Schluß eine gefällige Wendung auf des Dichters Beziehungen zu Darmstadt brachte. Die Vorstellung, die bei aufgehobenem Abonnement stattfand, dauerte von 6 bis IO1/, Uhr abends. Für die aus der Bergstraße Gekommenen ließ sich das Ende nicht abwarten; sie mußten bereits nach der großen Adelheid- Szene, wo der Verbrecherin sich der Bote der Vehm naht, das Theater verlassen. — , Die „Aula" des Polytechnikums faßt nur etwa 300 Personen. Es war also eine Unmöglichkeit gewesen, allen Kartennachfragen zu entsprechen. Bei allen derartigen Feierlichkeiten wird es sich wohl nie so einrichten lassen, daß allen, die ein berechtigtes inneres Interesse an der Teilnahme haben. Genüge geschieht. D-r ideale Stand- punkt war wenigstens insofern gewahrt, als sämtliche Platze unentgeltlich zur Verteilung gelangten. Für die musikalische Ausschmückung des Festak^ hatte man solche Komponisten gewählt, die dem Jdeenkreise Goethes am nächsten stehen, wie Beethoven, Mendelssohn und Schumann. Die sehr selten vargeführte und über der gleichnamigen instrumentalen Schöpfung von Mendelssohn etwas vernachlässigte Beethoven'sche V o k a l kompositlon „Meeresstille und glückliche Fahrt" machte den Anfang. 1406» 1658° 130.5° 136)° 24> 125-50 26.60 13< 2t80 24.60 23-40) Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfß. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Gießener Anzeiger General-Anzeiger 1434» 1298° ioi'7 124!° 33.50 K 28)0 12,10 24 SO Freitag, 8. Samstag, 9. Sonntag, 10. Montag, 11. Dienstag, 12. Den Herren Bekanntmachung. Betreffend: Vortrag über Obstbau. Der für Sonntag, den 10. September l. I. angekündigte Vortrag in Grüningen muß wegen der an diesem Tage dort stattfindenden Kirchweihe aus fallen. Gießen, am 5. September 1899. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen des Oberhessischen Obstbauvereins. Frhr. Schenck. Bekanntmachung. Betreffend: Vorträge über Obstbau. Der Obstbautechniker des Oberhessischen Obstbauvereins, Herr Metz aus Friedberg, beabsichtigt die nachfolgend angeführten Orte zu besuchen, um über Obstbau Vorträge zu halten und praktische Unterweisungen an Obstbäumen zu erteilen. , r . Mitglieder des Oberhessischen Obstbauverems, sowie alle Freunde und Jntereffenten des Obstbaues sind zur frf<|chrt tißNch mit Au-nahme de! Montag». Die Gießener y«mHte*ir»ttet werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. der Entschädigungssumme, festzustellen. Es wird hierbei unter besonderem Hinweis auf unser Amtsblatt Nr. 7 vom 26. Juli 1899, dessen Vorschriften aufs genaueste zu beobachten sind, ausdrücklich bemerkt, daß diesen Bestimmungen nicht entsprechende Abschätzungen keine Berücksichtigung finden können, und daß von denselben (Anordnung der Aberntung der Felder nebst Feststellung des Schadensumfanges) mir in den Fällen Gebrauch zu machen ist, in welchen dies zur Verhütung eines höheren Schadens unbedingt nötig erscheint, lieber den Befund ist ein kurzes Protokoll aufzunehmen, von Ihnen und den zugezogenen Ortseingesessenen zu unterschreiben und der Nachweisung beizuschließen, in welcher das Ergebnis der Abschätzung mit besonderer Erwähnung Ihrer Verfügung wegen des Aberntens in Spalte 10 einzutragen ist. Zur Abschätzung sind die Beschädigten zu laden. , r . , Für ihre Thätigkeit in Flurschadenangelegenhellen beziehen die Großh. Bürgermeister keine Vergütung. Die Teilnahme bei der Abschätzung gehört zu ihren Pflichtgeschäften. Indem wir noch auf unser Ausschreiben vom 24. März 1893 (Kreisblatt Nr. 73) verweisen, wonach die bei Ihnen zur Anmeldung kommenden Schäden in dem Formular einzutragen sind, ohne daß Sie die Feldgeschworcnen wie früher zur vorläufigen Abschätzung heranziehen, beauftragen wir Sie, die nach Maßgabe der vorstehenden Bestimmungen ausgefüllten Nachweisungen thunlichst bald und spätestens bis zum 2». September d. Js. an den von Großh. Ministerium des Innern zum Regierungskommissar für die Flurschädenabschätzung im Kreise Gießen bestellten Großh. Kreisamtmann Frhr. Schenck zu Schweinsberg unter der Bezeichnung „Militaria" mit Beidruck des Dienstsiegels einzusenden. Sollte bis dahin die Zusammenstellung noch nicht beendet sein, so ist uns jedenfalls anzuzeigen, daß Flurschäden zur Anmeldung gekommen sind. Im Anschluß daran werden Sie darauf hingewiesen, daß zur Vermeidung von Weitläufigkeiten Wünsche, welche Manöverangelegenheiten betreffen, der Division nur durch Vermittlung der Kreisämter zur Kenntnis gebracht werden können und diesbezügliche Gesuche zur weiteren Veranlassung uns vorzulegen sind. v. Bechtold.____________________ Bekanntmachung. Betreffend: Vortrag über Düngung. Der Vortrag des Herrn Landwirtschaftslehrers v. Peter von Friedberg, über Düngung, in Grüningen fällt aus. Gießen, den 5. September 1899. Der Direktor des landw. Bezirksvereins. • v. Bechtold. Feuilleton. Briefe aus der Hiesidenz. (Origtnalbericht für den .Gietzener Anzeiger".) (Nachdruck verboten.) XVI. Goethe im Großh. Hostheater. — Der Festakt in der Aula des Polytechnikums. — Die Goethe-Ausstellung. Wir kommen hier in Darmstadt ganz gemächlich nach den bewegten Frankfurter Jubeltagen mit unserer Goethe- Feier hinterdrein. Schadet auch gar nichts. Das Interesse, das bei vielen in vergangener Woche stark abgelenkt war und nach der Mainstadt überwog, hat sich jetzt wieder auf das Nahe und Nächste sammeln können. Wir haben hier nichts Überwältigendes zu stände gebracht, aber doch etwas Einheitliches und in sich Geschlossenes. , r i .. . , . Auf dem Theater war es besonders die sehr sorgfältig vorbereitete Einstudierung des „Götz von Berlich in gen", die als Ehrung für die Manen des Dichters aufzufassen ist, insofern als man sichs hatte angelegen sein lassen, den umfangreichen Spielzettel bis auf die kleinste Nebenrolle charakteristisch zu decken und durch die Einfügung einzelner Szenen aus der ersten Gestalt der Dichtung verschiedenen Personen und Vorgängen größeres Relief zu verleihen. Geschmackvoll und umsichtig hatte Herr Ober- regiffeur V a l d e ck das ganze Arrangement geleitet. Trotz der vielen Verwandlungen, deren sich bei allem Streben Die Chöre stellten Mitglieder des „Musikvereins" unter Leitung des Hofkapellmeisters Willem de Haan. Dann gab Herr Prof. Dr. Otto Harnack ein kurzes Bild von des Dichters Beziehungen zu Darmstadt und zu dem Merck'schen Kreise, ein Bild, in das interessante kulturhistorische Bemerkungen eingestreut wurden und das deswegen doch nicht seinen durch den Stoff gegebenen festen Rahmen Hierauf folgte ein Fragment aus Goethe-Mendelssohns „Erster Walpurgisnacht", in welchem der Bariton unseres verdienten Kammersängers Georg W e b e r in dem Solo „So weit gebracht, daß wir bei Nacht Allvater heimlich singen" von großartiger Wirkung war. Die eigentliche Festrede, zu welcher dann Professor Harnack das Wort ergriff, verbreitete sich über die Gesamtpersönlichkeit Goethes, seinen Einfluß auf Mit- und Nachwelt, und berührte besonders auch die Seiten tm universalen Wesen des Dichters, mit denen er in unsere Kulturperiode unmittelbar hineinragt. , In unserer kleinen Skizze verbietet sich em längeres Referat des fest gefügten und geistvollen Vortrags. Wir möchten nur noch bemerken, daß der Darmstadter Festredner in keiner Weise, weder ideell noch formell, den Herren nachstand, die wir beim Festakt des Frankfurter „Hochstifts und der „Goethe-Gesellschaft" hören durften. Den Beschluß der akademischen Feier mach e der „Engelchor" aus dem zweiten Teil des „Faust , für den Schumann Sphärenmelodien gefunden hat. Die Ausstellung der Goethe-Erinnerungen ist e 1899. fea- lob btt: AnttttchttMl. Gießen, den 1. September 1899. Betr.: Die in der Provinz Oberhessen im Herbst 1899 stattfindenden Truppenübungen; hier die Abschätzung der Flurschäden. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Unter Hinweis auf die Bestimmungen im Reichsgesetzblatt Nr. 32 aus 1898 S. 934 zu § 14 beauftragen wir Sie, die Grundbesitzer alsbald, nachdem die Hebungen innerhalb Ihrer Gemarkung beendet sind, durch ortsübliche Bekanntmachung zur Anmeldung ihrer Flurschäden aufzufordern. Zu der von Ihnen zu fertigenden Zusammenstellung der angemeldeten Schäden ist das vorgeschriebene Formular zu verwenden, welches als Beilage E zur Instruktion in dem vorgenannten Reichsgesetzblatt S. 969 ff. abgedruckt ist. Die daselbst gegebenen Anmerkungen sind genau zu beachten. Das Formular wird Ihnen auf Anstehen durch uns übersandt werden. Sie wollen dasselbe, sohald Schadensanmeldungen bei Ihnen erfolgen, unter Angabe der ungefähren Zahl der beschädigten Grundstücke schleunigst von uns erbitten. In dem Formular sind die erfolgenden Anmeldungen nach Flur und Nummer geordnet durch Ausfüllen der Spalten 1—5 mit Tinte einzutragen, während die Svalten 6 u. 7 mit Bleistift auszufüllen sind. Die Spalte 6a, Forderung des Beschädigten, ist nur auszufüllen, und zwar mit Tinte, wenn der Beschädigte thatsächlich einen bestimmten Anspruch erhebt. Bei Ausfüllung der Spalte 7 empfiehlt sich Angabe des Verlustes von Körnern, Heu, Kartoffeln rc. in Zentnern. Die Spalte 7 ist so auszufüllen, daß die Entschävigungs- beträge im Wege der Berechnung genau ermittelt werden können. Unmittelbar nach cingetretener Beschädigung haben die Beteiligten Ihre Entscheidung darüber anzurufen, ob und inwieweit die Aberntung der beschädigten Felder einzutreteu hat. Letztere ist von Ihnen anzuordnen, insoweit beim Verbleiben der Früchte auf dem Felde ein höherer, als der durch die Truppen verursachte Schaden entstehen würde, namentlich also bei Früchten, welche dem Verderben ausgesetzt sind. Wird die Aberntung demgemäß vor dem Eintreffen der Abschätzungskommission angeordnet, so haben Sie sofort unter Zuziehung zweier, der Abschätzungen dieser Art kundigen, unparteiischen und unbeteiligten, ortseingesessenen Personen den Stand der beschädigten und abzuerntenden Felder, das Quantum (Fuder usw.) und die Qualität der übrig gebliebenen Früchte und deren etwaige weitere Verwendbarkeit, (z. B. als Viehfutter) und den sich hiernach ergebenden Umfang des Schadens, nicht aber die Höhe Deft. Gotthardbahn- |uta-SWlon I 1 Piinc Wr? • werocoN» SÄ'“’ o*. ssertc. bitt per Gentner 8.50 Mk. , , 8.50 , , , 9.50 , , , 9.50 , Mae gewachsen, empfiehlt sich ie, Säcke werden M •tuwisioi :ft Wiesen zu verkaufen. Maltthorstraße 71. brob bet- SÄ' :: jorob bei; " , LangHönö n « » Wüseck . . ' . Hiob bei: LP' fifi gv Ntl . ' § t Gießen. -'s#* ? I K.rp° 4, ' ilnsbach^ 17 Ä noch besondere Mitteilungen zu. Gießen, den 4. September 1899. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen. Frhr. Schencks_________ Bekanntmachung, betr.: Antrag auf Feldbereinigung des auf dem rechten Lahnufer gelegenen Teils der Gemarkung Gießen. Nachdem seitens einer Anzahl beteiligter Grundeigentümer die Einleitung des Verfahrens der Feldbereinigung und der Anlage von Wegen in den Baumstücken und Garten in dem Teile der Gemarkung Gießen, welcher rechts der Lahn liegt und von der preußischen Landesgrenze, der Heuchelheimer Gemarkungsgrenze und dem Lahnflusse begrenzt wird, mit Ausschluß der in den Jahren 1881 bis 1883 bereinigten Gewanne: „An der alten Leimenkaule", „Am Wißmarer Weg", „Zwischen dem Krofdorfer und Wißmarer- Weg" und demjenigen Teile der Gewann „An der Weilburger Grenze", in welchem die Grundstücke nicht auf den Krofdorfer Weg stoßen, beantragt worden ist, und nachdem dieser Antrag von der Großh. Oberen Landwirtschaftlichen Behörde für zulässig erachtet und der Unterzeichnete zum Kommissär zur Leitung der Abstimmung ernannt worden MZW ST" Schule S^7mme k* Europas Wetterwinkel nennt, so sind die Gewitter von und -ach. stellung. und das Wir haben wahrlich recht gut gewußt, warum wir einmal einem höheren Verwaltungsbeamten, dann wieder unserem Landrat die Vertretung unseres Wahlkreises anvertrauten, wir, d. h. wir deutschen Wähler vom freisinnigen Flügel bis rechts in stockkonservative Gruppen. Wir haben uns gesagt: Nur eins kann uns den Sieg über die bisher abgeordneten Polen gewinnen, selbstverleugnende Einigkeit. Darum haben die einzelnen Gruppen darauf verzichtet, ihre Einzelwünsche vorzustellen; wir haben nicht Agrar- und nicht Kanalpolitik verfolgt, wir haben deutsche Politik getrieben und haben Verwaltungsmänner gewählt, von denen wir wußten, daß sie die Staatsregierung in ihrem großen Programm, insbesondere in der Verdeutschung und Deutscherhaltung von Staat und Reich, mit eiserner Beharrlichkeit unterstützen, von denen wir überzeugt waren, daß sie in einzelnen Fragen der Verwaltung und der Gesetzgebung sich um ihres Amtes und ihrer Wählerschaft willen Zurückhaltung auferlegen, im Uebrigen aber nach ihrer ehrlichen Ueberzeugung stimmen würden. Und die wenigsten unserer östlichen Wahlkreise sind bisher in ihrem Vertrauen getäuscht worden; die einzelnen Parteigruppen haben das Opfer ihrer speziellen Wünsche nicht vergeblich gebracht. Das wird nun avders werden! Wir werden uns ja nicht verärgert in den Schmollwinkel zurückziehen und ruhig zusehen, wie die Polen einen von uns heiß erkämpften Wahlkreis nach dem anderen mit leichter Mühe wieder besetzen. Aber das kann ich nach zwanzigjähriger Erfahrung in dieser Pionierarbeit versichern: Die deutsche Sache hat durch den unerwarteten Schluß der Kanal-Verhandlungen einen schweren Schlag erlitten; für den Ausgang der nächsten Wahlkämpfe fürchte ich schlimmste." Wir stimmen diesen Ausführungen durchaus bei Zu derrBeamtenmatzregelrrngen in Preußen. * Mit einer Seite der Sache, die wir nur angedeutet und noch einer besonderen Besprechung Vorbehalten hatten, beschäftigt sich eine Zuschrift, die die „T. R." aus Westpreußen erhält. Es heißt darin im Anschluß an die Behauptung, daß die Regierung durch das Ausscheiden der aktiven Beamten aus dem Parlament eine ganze Reihe ihrer tüchtigsten Stützen- verlieren würde: „Was verlieren aber wir Wähler in unserm Osten, in national gefährdeten Gegenden des preußischen Staates durch ein solches Verbot oder die gleichbedeutende Maßregelung der nach ihrer ehrlichen Ueberzeugung in Wirtschaftsfragen stimmenden Beamten? Wir verlieren in vielen Fällen die Möglichkeit, deutsche Abgeordnete in den Landtag und in den Reichstag zu bringen. Es ist wahrlich in unseren weit ausgedehnten, wenig verkehrsreichen Wahlkreisen schwer genug, einen tüchtigen Mann zu finden, der in allen Teilen des Kreises und in allen Volksschichten so bekannt ist, daß die meisten Wähler wissen können, was sie von ihm zu halten haben. Selbst wenn es solche Männer unter den Landwirten oder Gewerbetreibenden gibt — wer von uns kann die großen Opfer des langen Aufenthalts in Berlin, der Entfernung von seinem eigenen Geschäftsbetrieb bringen, um seiner Pflicht als Abgeordneter soweit nötig zu genügen? Wie wenige von uns sind gewöhnt, in klarem, knappen Vortrag den reiflichen Erwägungen der Verhandlungsfragen Ausdruck zu geben! Zwei Könige und ein Land. (Zur serbischen Krisis.) — Nach dem Attentat auf den Exkönig Milan herrscht in dem unglückseligen Königreich, das dazu bestimmt zu sein scheint, in absehbarer Zeit nicht zur Ruhe kommen zu sollen, eine Spannung zwischen Krone und den politischen Parteien, deren Ende notgedrungen in einer gründlichen Niederlage der einen oder der anderen ausgehen wird. Ein Berliner Blatt hat zur Information über die Lage einen Spezialberichterstatter nach Belgrad gesandt, der zunächst eine Unterredung über die Lage in Serbien mit dem Minister des Innern hatte und sich darüber folgendermaßen äußert: Ich habe mit dem Minister Vukaschin Petrovic eine längere Unterredung gehabt. Der Minister empfing mich in liebenswürdigster Weise und gab mir ein ausführliches Bild der politischen Verhältnisse sowie der wirtschaftlichen Zustände in Serbien. Im allgemeinen sind in Europa, so führte er aus, irrige Ansichten über Serbien verbreitet, so daß man sogar aus dem Attentat auf den König Milan Kapital gegen uns schlägt. Daß die Regierung in dieser Affaire durchaus loyal vorgeht, ersehen Sie schon daraus, daß trotz der Verhaftungen, die notwendigerweise vorgenommen werden mußten, die Ruhe im ganzen Lande nicht im geringsten gestört wurde. Der Belagerungszustand wurde nur über Belgrad allein verhängt und dies ist eine Verfügung, die in unserer Konstitution vorgesehen ist. Doch selbst die Verhaftungen sind noch lange kein Anlaß, uns in Europa irgendwie herabzusetzen. Von über zwei Millionen Serben wurden kaum 80 Menschen verhaftet, von denen übrigens viele wieder freigelassen wurden. Die noch festgehalten sind, werden vor ein Kollegium gestellt, das aus den hervorragendsten und tüchtigsten Richtern des Landes besteht. So wurden zu Gerichtsräten zwei Präsidenten der Kreisgerichte und ein Mitglied des obersten Kassationshofes gewählt. Das Verfahren wird öffentlich sein, jedem Angeklagten steht ein Verteidiger zur Seite. Behandeln wir diese Menschen, die ein Attentat gegen den König geplant und ausgeführt haben, die eine Revolution Hervorrufen und einen Bürgerkrieg entfesseln wollten, nicht viel bester als sie es verdienten? Wir thun es, um unsere Pflicht gegenüber dem König und dem Volke zu erfüllen, wir wollen kein Rachewerk üben, aber wir müssen trachten, das Land vor Gefahren, das Volk vor dem Verderbnis zu bewahren. Würde bei uns eine Affaire Guörin ausfallen wie in Paris, so würde ganz Europa uns verdammen, daß wir Leute aushungern lassen und richten, noch bevor sie verurteilt sind. Was thun wir? Wir haben eine Anzahl Menschen, die Königsmord beabsichtigt haben, verhaftet und stellen sie vor ein Gericht, das aus den ersten Richtern des Landes besteht. Europa hat da wahrlich keine Veranlassung, jetzt schon sich ein Urteil zu bilden, man sollte doch die öffentliche Verhandlung abwarten." Im weiteren Verlaufe der Unterredung kam der Minister auf den wirtschaftlichen Aufschwung Serbiens zu sprechen. Er sagte: „Wir haben in den letzten achtzehn Jahren sehr viel erreicht, das Budget beweist es, 1880 hatten wir 19 Millionen, jetzt haben wir 68 Millionen 822000 Franks. Dieser Fortschritt wurde durch wirtschaftliche Anlehnung an unsere mächtigen Nachbarn nun doch reicher und interessanter geworden als anfänglich zu erwarten stand. Um ihr Zustandekommen hat sich namentlich der Direktor der Großh. Hofbibliothek, Dr. Nick Verdienst erworben. Der besseren Uebersicht halber hat man die Ausstellungsobjekte in folgende Rubriken gebracht: 1. Handschriften von Goethe selbst, Originale und Diktate. 2. Handschriften anderer Personen, mit welchen er nähere oder fernere Beziehungen unterhielt. 3. Druckschriften, älteste und besondere Drucke von Goethes Werken. Unter ihnen nimmt die Götz- und Wertherlitteratur einen breiten Raum ein. 4. Bilder, Werke von Goethes eigener Hand, wozu z. B. die von ihm gemalte und mit eigener Unterschrift versehene „Ansicht des Heidelberger Schlosses" gehört, und sodann die Bildnisse Goethes, unter welchen ein Jugendportrait aus seinem 16. Lebensjahre, das man für das älteste ansieht, vornehmlich fesseln muß. Die Bildnisse solcher Personen, mit welchen der Dichter in nähere Berührung trat, wie die von Georg Schlosser, Max Klinger, Hoepsner, Merck rc., erregen unser lebhaftes Interesse, wie wir denn auch unsere besondere Aufmerksamkeit den Ansichten von Darmstadt im Anfänge dieses Jahrhunderts schenken, zur Zeit der Anwesenheit Goethes. Einen eigenen großen Raum füllt die Merck-Aus- außen hineingetragen worden. So im Jahre 1876 der Krieg aus der Türkei, der Krieg 1877 aus Rußland und 1885 aus Bulgarien, wie auch das Attentat jetzt aus Rumänien hierher kam. In Serbien selbst ist Ruhe und wird Ruhe sein, und Europa hat keinen Grund, uns scheel anzusehen, denn wir haben bei jeder Gelegenheit bewiesen, daß unser Bestreben dahin zielt, die Ruhe auf dem Balkan zu erhalten, sowie mit Oesterreich und allen übrigen Mächten im besten Einverständnisse zu leben. Hoffen wir, daß die Verhandlung alle Wolken teilen und Europa den Beweis erbringen wird, daß Serbien den richtigen Weg wandelt." (Schluß folgt.) müssen namentlich betonen, daß wir die hier zuletzt ausgesprochene Befürchtung teilen. Die „Köln. Volksztg." will von wohlunterrichteter Seite erfahren haben, daß die Beamtenmaßregelung im letzten Kronrat nicht beschlossen worden sei. Der Kaiser habe in dem Verhalten der gemaßregelten Abgeordneten eine persönliche Herausforderung erblickt; indessen sei mit dieser Aktion die Lage keineswegs geklärt; im Gegenteil, sie fange jetzt erst an sich zu verdunkeln infolge des anscheinend nicht erwarteten Unwillens über die Verletzung der Verfassung. Das Blatt sagt, wenn nach Wiederbesetzung der freigewordenen Ministerposten das Abgeordnetenhaus nicht aufgelöst werde, dann sei sicher anzunehmen, daß entgegen allen Versicherungen die Kanalvorlage in der nächsten Session nicht wieder vorgelegt werde. Males Md MsvinzirUes. Gießen, 5. September 1899. *• Schuldienst-Nachricht. Die Lehrerin an der Gemeindeschule zu Heidesheim Anna Kehre in wurde auf ihr Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. Zur Beachtung für Hausbesitzer. Wir machen auch an dieser Stelle auf die heutige Bekanntmachung des städtischen Gas- und Wasserwerks besonders aufmerksam, und empfehlen deren Beachtung, um Hausbeschädigungen u. s. w. fernzuhalten. Postpersonal-Nachrichten. Versetzt sind: der Postinspektor Köhler von Darmstadt nach Berlin; der Postkassierer Schulz von Wiesbaden nach Darmstadt als c. Postinspektor; der Ober-Postdirektionssekretär Baltes von Darmstadt nach Krefeld als c. Postkassierer; der Post- sekretär Wiche von Dresden nach Darmstadt als c. Ober- Postdirektionssekretär; der Postsekretär Sälzer von Kassel nach Darmstadt als o. Ober-Postkassenbuchhalter; der Ober- Postassistent Rohr von Berlin nach Bensheim; der Postassistent Bach von Nidda nach Butzbach. Ernannt ist:- Deutsches Reich. Berlin, 4. September. Zu dem Wechsel in den preußischen Ministerien des Innern und des Kultus schreibt die „National-Zeitung: Man wird mit der Annahme nicht fehl gehen, dieser Ministerwechsel sei aus der Auffassung entsprungen, daß die Regierung in dein fortgesetzten Kampf mit der kanalgegnerischen Mehrheit unbedingt einer Verschärfung bedürfe. Es wird wohl aber niemand bestreiten, daß dies grade an den beiden Punkten, an denen der Personen-Wechsel erfolgt ist, sehr notwendig war. Ob es genügt, daß eine Verschärfung an diesen beiden Punkten eintritt und ob die beiden neuen Minister eine solche bedeuten, muß abgewartet werden. Aber was bedeuten die neuen Männer? Sie kommen aus der Thätigkeit im Beamtenstande und wenn man ihre Laufbahn innerhalb desselben kennt, so weiß man doch nichts irgend zuverlässiges über ihre Anschauungen und Ansichten. Was die beiden neuen Minister, die ohne Zweifel konservativ sind, im Guten oder im Bösen bedeuten, muß abgewartet werden. Das ist ja überhaupt das kennzeichnende Wort der innerpolitischen Lage. Berlin, 4. September. Der Oberbürgermeister von Posen, Witting, ist am Samstag auf der Durchreise nach Posen vom Finanzminister von Miquel empfangen worden. Die „National-Zeitung" meint, man werde in der Annahme nicht fehl gehen, daß es sich um erneute Besprechungen über verschiedene umfassende Maßregeln handelt, welche die Staats-Regierung in Ausführung ihres Kultur- und Wirtschafts-Programms für die Ostprovinzen plant. Ausland. Wien, 4. September. Hier vermutet man, der heute im Dreyfusprozeß vernommene Zeuge Cernucchi sei identisch mit dem beurlaubten österreichischen Dragonerleutnant Hudececk Edler von Cerucky. Wien, 4. September. Graf Thun wurde heute nachmittag vom Kaiser in langer Audienz empfangen. Eger, 4. September. Bei der gestern stattgehabten 30jährigen Gründungsfeier des Veteranen-Vereins Erzherzog Franz Ferdinand sowie des nordböhmischen Turnerfestes fanden Demonstrationen statt, ohne daß es indes zu irgend einer Ruhestörung gekommen wäre. Beide Feste verliefen in der animiertesten Stimmung. Cettiuje, 4. September. Wie verlautet, wird demnächst hier eine deutsche Gesandtschaft errichtet. London, 4. September. Der General-Aus st and der englischen Matrosen droht heute auf allen Schiffen Englands auszubrechen. Derselbe ist das Werk des Syndikats der englischen Matrosen und wird, wenn er zum Ausbruch kommen sollte, für England von den größten und weitgehendsten Folgen sein. Oporto, 4. September. Die Lage ist unverändert. General Almada, welcher die hiesigen Truppen kommandieren soll, ist hier eingetroffen. Die königliche Kommission wird heute abend Lissabon wieder verlassen. New-York, 4. September. Das gelbe Fieber ist wiederum im Staate Louisiana ausgebrochen. In New- Orleans wurden 40 Fälle konstatiert, von denen mehrere tödtlich verlaufen sind. Oesterreich und Deutschland erhalten. Wir befolgen Bismarcks Beispiel. „Ein Volk und ein Land können nur dann gedeihliche Ziele erreichen, wenn sie sich wirtschaftlich stärken." So haben wir Schulen gebaut und den Ackerbau gehoben. Bauten und Straßen angelegt und. Absatzgebiete für unsere Produkte gesucht. Das serbische Volk folgte uns freudig auf diesem Wege, denn der Serbe ist friedliebend. Kein Nomade treibt gern Ackerbau. 'Jeder Mensch hat bei uns Grundbesitz, er wird nie aus eigenem Antriebe sich in abenteuerliche Unternehmungen einlassen. Wenn man Serbien 'ne K lr iS# JIM4'4 feierte gestern Ltöiint durch 5* ’S Ni*',*" renni" fN * tti-b S‘«2«g .»eiten M Schmitten re|P- Herr 'M ® in Srafti ®«t ®e«e*eretn I Ansprache hielt. Andenken für o das Fest Hatter Nidda gestiftet- SUlkhe gebäude, dc unseres Ortes i wohl mit Begii klasse eingerichti dringenden Iedi Schule zählte fi der Schule in ( und entsprach d Die nrnerrichte Besetznng anso auf die günstig selbe nicht feh 0 Sto« heriger Lau im Weißel'sch seinen Wähl Thätigkeit als stündiger klar! die Thätigkeit Reihe der ne Gesetzbuches ji über bie neue merksam den A doch sehr inten liche aMrend träges dankte der Anwesend! geordneter im Darmftad dahier stattge! Altersversicher wurde der s Heilanstalt 350,000 Mk. hygienischen A Einrichtungen anstalt überwi und jegliche 9 Umgegend zu _ ? Mainz Sonntag den Parteitag Sitzung des tember statt, । niht. Die § * erst in lozialdevio krchs Mainz- S der 2? De * - ätuge Jl'« Aren Wenfoiffe« “»"Meinen ?Wetli «' sch in t ’<« Ate„ t «eiter *enb ■ft? Men et»; "en 8Uge, 1111 Wen iS'ff nich X j)ftf b"Ä,; weiter 5 HtJ’S ist, so wird hiermit Tagfahrt zur Abstimmung der beteiligten Grundeigentümer über den erwähnten Antrag auf: Montag, den 25. September 1899, vormittags IOV2—H1/» Uhr in den Saal auf Lonys Felsenkeller (Schanzenstraße) zu Gießen bestimmt. Diejenigen beteiligten Grundbesitzer, welche in der anberaumten Abstimmungstagfahrt weder persönlich noch durch gehörig Bevollmächtigte abstimmen, werden als für das Verfahren stimmend angesehen. Gleichzeitig fordere ich hiermit die außerhalb des Bereinigungsbezirks wohnenden Ausmärker auf, zur Wahrung ihrer Interessen einen im Bereinigungsbezirk wohnenden Bevollmächtigten zu bestellen, da eine weitere besondere Zuschrift im Laufe des Verfahrens nicht mehr erfolgt. Friedberg, den 29. August 1899. Der Großh. Bereinigungskommissär: Süffert, Kreisamtmann. Bekanntmachung, betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Garbenteich. Behufs Herstellung wirtschaftlich zweckmäßiger Gemarkungsgrenzen zwischen den Gemarkungen Garbenteich einerseits und Grüningen, Hausen und Watzenborn-Steinberg andrerseits ist die Zuziehung einer Anzahl von Grundstücken der Gemarkungen Grüningen, Hausen und Watzenborn-Steinberg zur Feldbereinigung der Gemarkung Garbenteich notwendig geworden. In der Zeit vom 7. bis einschließlich 20. ds. Mts. liegen auf den Bürgermeistereibureaus zu Grünigen, Hausen und Watzenborn-Steinberg je ein Plan und zugehöriges Eigentümerverzeichnis zur Einsicht der Beteiligten, offen, aus welchen die durch die beabsichtigte Regulierung betroffenen Grundstücke jeder dieser Gemarkungen ersichtlich sind. Termin zur Verhandlung mit den Eigentümern der zugezogenen Grundstücke wegen ihrer Einwilligung hierzu findet statt: Donnerstag, den 21. September dS. Js. vormittags V2W Uhr in dem Gemeindehaus zu Grüningen und am gleichen Tage vormittags 11 Uhr im dem Gemeindehaus zu Watzenborn sowie Samstag, den 23. September ds. Js. vormittags 11 Uhr in dem Gemeindehaus zu Hausen. Von den in diesen Terminen nicht erscheinenden Eigentümern wird angenommen, daß sie mit der Zuziehung ihrer Grundstücke zur Bereinigung der Gemarkung Garbenteich einverstanden sind. Friedberg, den 4. September 1899. Der Großh. Bereinigungskommissär: Süffert, Kreisamtmann. [täl, to: , sKLr' Mb binfi Serbien L° MM von un'ftw« k« das ^Ittenht Qnb Unb bien Ä JJ «l keinen ®tul und der |Ä« !ch«l jo sp-.r 0 yfit beh) cUtt *sst K.7LL ^en Weg wandelt." i. ®cM »„bi » fiabi ** Em« na? ... Sälz" 1 onn^* ««ni 9! vermutet mau, der heute Aeuge Cernucchi sei rbten österreichischen eck Edler von Cerueky. raf Thun wurde heute er Audienz empfangen, i der gestern stattgehabten geteranen-Lereins Erzherzog wrdböhmischen TurnerfesteS ohne daß es indes zu oen ware. Seihe M {S* mrd demächß C’ÄI-Wjg «MS den gr-ßt-n ««» * SsS yuS'»** der Postassistent Wahl in Mainz zum Ober-Postassistenten. Angestellt sind als Postassistenten: die Pöstanwärter Gräter und Lind in Mainz. Angenommen sind: als Postanwärter: der Fußgendarm Kuhl in Büdingen; als Telegraphenanwärter: der Hoboist Gresser in Darmstadt; als Postagenten: der Polizeidiener Winter in Klein Auheim und der Kaufmann Kappes in Bretzenheim (Rheinhessen); als Postagentin: die Witwe Landvogt in Rockenberg. In den Ruhestand tritt: der Ober-Postassistent Heß in Darmstadt. Aus geschieden sind: die Postagenten: Dang in Bretzenheim (Rheinhessen), Schnell in Klein-Auheim und Dietz in Rockenberg. Nidda,4. September. Der Radfahrverein Nidda feierte gestern sein 5. Stiftungsfest. Dasselbe wurde verschönt durch Konzert eines Teils der Gießener Regimentskapelle. Nachmittags fand zunächst ein Festzug der Niddaer Radfahrer, sowie der Vertretung der Vereine von Hungen, Schotten und Butzbach statt, woran sich ein Straßenrennen schloß und zwar zuerst von Unter-Schmitten bis Nidda, sodann von Nidda über Salzhausen, Häuserloch, Borsdorf, Unter-Schmitten, Nidda. In beiden Rennen blieb Herr Leng von Ober-Schmitten erster Sieger; den zweiten Preis errangen die Herren Bierbrauer, Ober- Schmitten resp. Zinn, Ober-Schmitten, die beiden dritten Herr Mogk, Echzell. Während des Rennens fand Konzert in Krafts Garten und abends Preisverteilung und Ball im Gewerbeverein statt, wo Herr Oberpostassistent Geißler die Ansprache hielt. Ein Preis (Pokal) und drei Becher als Andenken für die Nachbarvereine, die durch ihre Teilnahme das Fest hatten verschönern helfen, hatten die Damen von Nidda gestiftet. —R« cf1 Stockheim, 4. September Unser neues Schulgebäude, das gerade in seiner Einfachheit eine Zierde unseres Ortes ist, nähert sich seiner Vollendung, und wird wohl mit Beginn des Winterhalbjahres die zweite Schulklasse eingerichtet werden können. Damit wird endlich einem dringenden Bedürfnis abgeholfen. Die seitherige einklassige Schule zählte fast 120 Kinder, und war deshalb eine Teilung der Schule in eine zweiklassige ein dringendes Erfordernis und entsprach dem einmütigen Wunsche der ganzen Gemeinde. Die neuerrichtete Schulstelle ist nunmehr auch zur definitiven Besetzung ausgeschrieben und wird es wohl, mit Rücksicht auf die günstige Lage des Ortes an Bewerbern um dieselbe nicht fehlen. 0 Stockheim, 4. September. Gestern hielt unser seitheriger Landtagsabgeordneter Erk von Nidda im Weitzel'schen Saale eine Versammlung ab, um seinen Wählern Bericht zp erstatten überfeine Thätigkeit als Abgeordneter im letzten Landtage. In einstündiger klarer Rede gab Herr Erk einen Ueberblick über die Thätigkeit des letzten Landtages und erläuterte eine Reihe der neueren mit der Einführung des bürgerlichen Gesetzbuches zusammenhängenden Gesetze, sowie die Gesetze über die neue Steuerreform. Die Anwesenden folgten aufmerksam den Ausführungen des Redners, waren dieselben doch sehr interessant, und über manches bisher unverständliche aufklärend und belehrend. Am Schlüsse seines Vortrages dankte Herr Lehrer Wigand von hier im Namen der Anwesenden Herrn Erk für seine Thätigkeit als Abgeordneter im letzten Landtage. Darmstadt, 4. September. In der am letzten Freitag dahier stattgehabten Ausschußsitzung der Jnvaliditäts- und Altersversicherungsanstall für das Großherzogtum Hessen wurde der früher für die Erbauung einer Lungen- heilanstalt bei Sandbach bewilligte Betrag von 350,000 Mk. mit Rücksicht darauf, daß die Heilanstalt allen hygienischen Anforderungen entsprechen soll, und daß alle Einrichtungen getroffen werden müffen, um den der Heilanstalt überwiesenen Kranken die Gesundheit wiederzugeben, und jegliche Ansteckungsgefahr der näheren und weiteren Umgegend zu beseitigen, auf 700,000 Mk. erhöht. ? Mainz, 4. September. Samstag den 13. und Sonntag den 14. September findet hier der diesjährige Parteitag der deutschen Volkspartei statt. Die erste Sitzung des Parteitages findet Samstag den 23. September statt, an welche sich am Sonntag die Plenarsitzung reiht. Die Bekanntgabe des Programms des Parteitags erfolgt erst in einigen Tagen. — Gestern tagte hier eine sozialdemokratische Wahlkonferenz des Wahlkreises Mainz—Oppenheim, die von 48 Delegierten beschickt war. Auf der Konferenz wurde der Abgeordnete Dr. David- Mainz zum Delegierten für den Parteitag in Hannover gewählt. — Augenzeugen eines tragischen Vorkommnisses waren gestern Vormittag die Passagiere des zweiten Personenschiffes von Koblenz hierher. Ein junges Mädchen, das von seinen bei Koblenz wohnenden Eltern zur Erziehung in eine klösterliche Anstalt hier untergebracht worden war, hatte sich vor kurzem heimlich von hier entfernt und sich zu seinen Ellern begeben. Gestern sollte das Mädchen durch seinen Vater wieder hierhergebracht werden, geriet aber während der Fahrt mit dem Schiffe mit seinem Begleiter in einen heftigen Wortwechsel, der damit endigte, daß das Mädchen etwas unterhalb Bingen durch das Kajütenfenster vor den Augen seines Vaters in das Wasser sprang, und in den Wellen auf Nimmerwiedersehen verschwand. Da das Schiff nicht gleich stillhalten konnte, waren die später angestellten Rettungsversuche erfolglos. i Bingen, 3. September. Seit einigen Tagen stellen sich der durch das stets sinkende Wasser gehemmten Schiffahrt noch weitere Hindernisse, nämlich die Nebel in den Weg. Dieselben lagern hauptsächlich aus der Strecke Bonn-Köln, weshalb die morgens von Köln abfahrenden Schnelldampfer mit U/a= bis 2 stündiger Verspätung hier eintreffen. Bei weiter fallendem Wasser müssen die Schnelldampfer ihre Fahrten einstellen. Die Leichterungen der Schleppkähne sowohl als auch der größeren Schraubenboote nehmen täglich größere Dimensionen an. Ans der Zett str die Ze«. Vor 110 Jahren, am 6. September 1789, wurde zu Berlin der berühmte Historien- und Porträtmaler Friedrich Wilhelm von Schadow geboren. Er wurde im Jahre 1826 Cornelius' Nachfolger an der Kunstakademie zu Düsseldorf, wo er eine Reihe von Schülern um sich sammelte, welche durch ihre Leistungen bewirkten, daß die „Düsseldorfer Schule" der Münchener ebenbürtig zur Seite trat. Er starb am 19. März 1862 in Düsseldorf. Vermischtes. -r Marburg, 5. September. Vor kurzem wurde hier ein akademischer Stenographenverein (Einigungsystem Stolze-Schrey) mit 14 Mitgliedern gegründet. * Marburg, 3. September. Im Frühjahre d. I. wurde in dem Dorfe Engelbach bei Biedenkopf durch die hiesige Amtsanwaltschaft die Obduktion einer Leiche angeordnet. Zwei Aerzte führten dieselbe in Ermangelung eines lassenden Lokales unter freiem Himmel aus, so daß es, trotzdem ein möglichst ungenierter Ort gesucht worden war, von einigen Leuten, besonders aber von Kindern beobachtet werden konnte. Der Lehrer Becker von Engelbach, welcher ebenfalls von seiner Stube aus den Vorgang gesehen und ich darüber entsetzt hatte, machte seiner Erregung darüber >urch ein „Eingesandt" im „Hinterländer Anzeiger" zu Biedenkopf Luft, wurde aber infolgedessen unter Anklage gestellt, da der erste Staatsanwalt, Gramert, der Obduktion icigewohnt hatte. Das Schöffengericht in Biedenkopf verurteilte den Lehrer, da von klägerischer Seite bekundet wurde, man habe kein geeignetes Lokal erhalten können, zu 20 Mk. Geldstrafe und in die Kosten. Der Verurteilte, ein noch junger Mann, legte Berufung ein und gab an, daß er sich auf den Gesetzes-Paragraph, betreffend Wahrung berechtigter Interessen berufe. Als Lehrer, dem die Gemeinde die Jugend anvertraue, habe er wohl das Recht und auch die Pflicht, derartige Vorkommnisse zu rügen. Er erzielte kostenlose Freisprechung. * Hanau, 4. September. Heute früh 4 Uhr wurde der 24 Jahre alte ledige Rangierer Möser aus Klein- Auheim auf dem hiesigen Ostbahnhof überfahren und getötet. * Bonn, 2. September. In der gestrigen Sitzung des hiesigen Amtsgerichts ist der durch seine Prozesse bekannte Fürst Josef Maria von Sulkowski, der hier sein Domizil hat, als Verschwender erklärt und entmündigt worden. * Braunschweig, 4. September. Eine mysteriöse Angelegenheit wird hier viel besprochen. Der Bäckermeister Probst aus Bornum bei Königslutter erhob dieser Tage bei der hiesigen Leihhauskasse den Betrag von 25 000 Mark. Er kehrte jedoch damit nicht nach Bornum zurück, sondern blieb vermißt. Gestern fand man ihn nun erhängt in einem benachbarten Walde, das Geld wurde indes bei der Leiche nicht gefunden. Näheres über die Angelegenheit bezw. den Verbleib des Geldes ist noch nicht ermittelt. * Gravenstein, 3. September. Ueber ein vom Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein im Verein mit Berliner Banken geplantes großes Unternehmen wird von hier berichtet. Danach sollen in unmittelbarer Nähe der Ortschaft eine große Ziegelei und eine Cement- fabrik mit einem Aktienkapital von 3 Millionen Mark erbaut werden. * Hamburg, 3. September. Gestern abend gegen 9 Uhr brach ein bedeutendes Feuer aus. Bald darauf stand der ganze Speicher Neueburg 10 in vollen Flammen. Doch ist es gelungen, die Nebenspeicher mit großem Baumwollenlager zu schützen. Gingesandt. Gießen, 5. September 1899. Gestern abend hat die Schluß-Uebung unserer Feuerwehr stattgefunden und scheint ja im großen und ganzen dabet alles in Ordnung gewesen zu sein, wie wir daS ja bei unseren Wehren seit Alters nicht anders gewohnt find. Dagegen scheint in anderen, die Organisation berührenden Dingen doch noch nicht alles so zu sein, wie es sein sollte. AIS seinerzeit die schöne Festhalle bedauerlicherweise dem verheerenden Elemente zum Opfer fiel, mußten die Wehren ihre Gei Sie selbst den langen Weg bergan schleppen, obwohl mit zwei Fuhrunternehmern ein Vertrag abgeschlossen sein soll, wonach sie beim Stürmen a'.sbsld mit einem Gespann am Turmhaus zu erscheinen haben; als vor längerer Zeit der unbedeutende Brand in der damals Wrisbäcker'sck-n Hosraite am Seltersweg stattfand, war auch ein Gespann da. Uebrtgens bezieht sich dieser Vertrag — wie natürlich — nur auf die sogenannte städtische Feuerwehr. Aber weiter: Vorgestern nachmittag um 372 Uhr hatte die Sonntags- Feuerwehr zum erstenmal« Gelegenheit, sich nützlich zu erweisen. Weshalb aber wurde ttotzdem, wenn auch nur auf ganze Zeit, gestürmt und auch noch Alarm geschlagen? Das ist doch nur nötig, wenn die Wache sieht, daß sie des Feuers allein nicht Herr werden kann und das war vorgestern nicht der Fall, soll sie doch nicht mal einen Schlauch naß gemacht haben. Endlich aber, wo bleiben die doch schon lange genehmigten Feuermeldestellen nebst Alarmleitung für eine Anzahl Wehrleute? Wäre sie schon da, so hätte man vor einer Reihe von Wochen, als vor dem früheren Brandenburger Thor irren wir nicht — um 2 Uhr nachts ein Strohhaufen brannte, nicht nötig gehabt, die ganze Stadt in Aufregung zu bringen. Wie man hört, soll die Angelegenheit ja schon öfter auf der Tagesordnung der Bau- beim. Fruerlöschdeputatton gestanden haben, aber immer wieder, weil weniger dringlich als andere Gegenstände, vertagt worden sein. Wann endlich wird diese Angelegenheit erledigt werden? Und zum Schlusie noch etnS: In Mainz ist — wie wir vor kurzem lasen — ein Teil der städtischen Arbeiter im sog. Samariterdienst — der ersten Hilfeleistung bei Unfällen — ausgebildet worden. Könnte da« hier nicht auch geschehen, oder besser noch, könnte die Feuerwehr sich nicht der Sache annehmen? Wie Schreiber dieses hörte, soll vor Jahr und Tag bei den städtischen Korps davon die Rede gewesen, aber weil das Sitzungszimmer damals nicht frei war, davon wieder Abstand genommen worden sein. Jetzt ist dieses Hindernis beseitigt, also hoffen wir, daß nunmehr, wo die Uebungen ja erledigt find, auch dieses edle Werk — und zwar von beiden freiwilligen Korps — in Angriff genommen werde. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 5. September, zwischen 11 u. 12 Uhr mittegl: Wasser 15'/,», Lust 18'. Rübsamen'sche Babaanstalt. Verkehr, Kand und Rsiksimrychast. Gießen, 5. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. Jt 1.10—1.15, Hühnereier per St. 0—6 4, 2 St. 00-15 H, Enteneier 1 St. 0-0 Gänseeier per St. G—00 H, Käse 2 St. 5—7 Käsematte 2 St. 5—6 4, Erbsen per Liter 19 Linsen per Liter 30 Tauben per Paar «£ 0.60—0.80, Hühner per St. X 1.00—1.40, Hahnen per Stück X 0.60—0.85, Enten per St. 1.80—2.20, Gänse per Pfund M 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 60—72 H, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 76 ,Ä, Kalbfleisch per Pfd. 60—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.50 bi8 6.00 v4L, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. *. 5.50—6.50, Milch per Liter 16 4. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Während der ersten S Stunden der Marktzett darf im Umberziehen nickt feilgeboten werden.______________________________ Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold*. Prozeß Dreyfus. Rennes, 5. September. In der heutigen geheimen Sitzung werden die letzten „allergeheimsten" Beweise vorgelegt werden. Trotzdem sind die Anhänger Dreyfus' zufriedener als seit langem. Durch die Vorladung eines Ausländers seitens der Ankläger hat die Verteidigung die Möglichkeit erhalten, im letzten Notfälle das Zeugnis des Auslandes anzurufen. Man weiß, daß Oberst Panizzardi auf die Vorladung nur wartet. Rennes, 5. September. Der Kriegsminister Gallifet beauftragte telegraphisch den Regierungs-Kommissar Carriere, sich dem Ausschluß der Oeffentlichkeit bei der Vernehmung Cernuschis zu widersetzen. Als Ursache dieses ministeriellen Auftrages werden Nachrichten angeführt, die Cernuschi als einen nicht ernst zu nehmenden Zeugen bezeichnen. Es lag indessen schon ein Gerichtsbeschluß vor. Auch bestritt Carriöre einem Journalisten gegenüber die Meldung, daß der Kriegsminister ihn beauftragt habe, dem Ausschluß der Oeffentlichkeit zu widersprechen. Paris, 5. September. Wie verlautet, beschloß die Regierung, dem Kriegsgericht in Rennes das diplomatische Dossier vorzulegen, welches die vollen Beweise für die Unschuld Dreyfus enthalten soll. Berlin, 5. September. Wie aus Straßburg gemeldet wird, verlieh der Kaiser dem Königs-Ulanen- Regiment Nr. 13 bei der gestrigen Parade die Fahnenbänder in weiß und orange. Bei der Paradetafel im kaiserlichen Schloß, abends 6x/2 Uhr, hielt der Kaiser eine Ansprache, in der er die Verdienste des Vorgängers des jetzigen kommandierenden Generals hervorhob und die Leistungen des Armeekorps lobte. Abends fand großer Zapfenstreich vor dem Palais statt. Gleichzeitig wurde vom Turm des Münsters ein glänzendes Feuerwerk abgebrannt. Danzig, 5. September. Im Auftrage des Handelsministers ist der bekannte Geologe Professor Klebs aus Königsberg hier eingetroffen, um mit den Bernstein-Industriellen zu verhandeln, da der Staat beabsichtige, auf der Pariser Welt-Ausstellung eine Bernstein-Kollektiv-Ausstellung der heimischen Produktion und Fabrikation zu geben, unter besonderer Berücksichtigung des Kunstgewerbes. Paris, 5. September. Das „Echo de Paris" versichert, England habe zahlreiche Aerzte in Frankreich angeworben, welche während des Krieges inAfrika thätig sein sollen. Paris, 5. September. Ein Genosse Guörins warf gestern Ziegelsteine auf die Polizei, worauf Guerin sich entschuldigte. Der Mann habe nicht auf seinen Befehl gehandelt. Der Zwist zwischen den Geheim-Agenten und der Munizipalgarde ist seit gestern ziemlich beigelegt. In der Nähe des „Forts" herrscht jetzt dauernd das alltägliche Treiben. Paris, 5. September. Man glaubt in hiesigen Abgeordnetenkreisen, daß der Prozeß, betreffend das Komplott gegen die Regierung vor dem Senat nicht vor Oktober zur Verhandlung kommen wird. Paris, 5. September. Das Amtsblatt wird heute die Einberufung de^ Senats des obersten Gerichtshofes und die Begründung dieser Maßnahme veröffentlichen. Belgrad, 5. September. Gestern abend ist der frühere serbische Ministerpräsident Ristic an einem Herzleiden, dem sich zuletzt ein Lungen-Oedem zugesellt hatte, gestorben. Belgrad, 5. September. Die Schluß-Verhandlung im Attentats-Prozeß beginnt heute vormittag 8 Uhr. Am meisten belastet erscheint der ehemalige Präfekt von Sabaz, Angylic, bei welchem höchst kompromittirende Briefe des Prinzen Karageorgevic, sowie eine Korrespondenz mit dem Attentäter Knesevic beschlagnahmt wurde. Kopenhagen, 5. September. Der Ausgleich ist gestern von den Arbeitern und Arbeitgebern ratifiziert worden. Die Riesensperre ist somit offiziell beendet. London, 5. September. „Morning Post" versichert, die Behörden von Prätoria hätten die Absicht, hundert Uit- länder zu verhaften, um dieselben als Geiseln zu behalten im Kriege mit England, welcher als unvermeidlich betrachtet wird. London, 5. September. Daily Telegraph schreibt: Die Transvaal-Regierung wird nunmehr, anstatt England nachzugeben, ihre vollständige Unabhängigkeit verlangen. Bekanntmachung- 6445 Gießen, den 4. September 1899. China - Eisenbitter rationelles, angenehmes Eisenmittel gegen Blutarmut etc. Warnung! Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich E. Mcchling’s China-Eisen— bitter mit der nebenstehenden Schutzmarke. 6411 E. Mechling, Fabrik pharm. Präparate, Mülhausen i. E. Hkas-Schleiferei. Spieget-AaöriK. 4755 Reichhaltiges Musterbuch. per Centner 8.5V Mk. Petkuser Roggen Soeben wieder ein getroffen arbeit versteht, wird gesucht. 14 Tagen. in unter Zusicherung reeller Bedienung. RcMtia* t. »urtHrht — »nrf en> Mq bi esden-M. 8 rerneudet. lleichh. 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