Verein. ISO» Sonntag den 6. August Zweites Blatt Amts- unb Anzeigeblatt für den Ureis Gieszen 9 Kmmn. 14 16e «nzeigen-Bermittlung-stellen M In- mtb ÄuilMbtf «ehmen Lnzrigm für den Gießener Anzeiger cMtyt*. »eb olden, Expedition und Druckerei: -4»kßr«te Ar. 7. Berlin, 4. August. Die Königin von England hat gestern den Leutnannt Freiherrn v. Strombeck empfangen, welcher einen Brief des deutschen Kaisers überbrachte. Berlin, 4. August. Der Industriestaat Deutschland. Daß sich die Bevölkerung Deutschlands immer mehr nach der Richtung der Entwickelung zum Industriestaat verschiebt, zeigen die schon lange erwarteten Ergebnisse der Berufszählung des Jahres 1895, die erst jetzt, übersichtlich geordnet, erschienen sind. Darnach verteilen sich die Er- werbsthätigen in folgender Weise auf die verschiedenen Berufe: 1895 wurden gezählt in der Landwirtschaft 8 298 692 Erwerbsthätige, was gegen 1882, in Prozenten ausgedrückt, ein Mehr von 0,7 Prozent ergibt. In den übrigen Berufszweigen stellten sich die bezüglichen Zahlen so: Industrie 8 281 220, mehr 29,5; Handel und Verkehr 2 338 511, mehr 48,9; Häusliche Dienste und wechselnde Lohnarbeit 432 491, mehr 8,8; Oeffentliche Dienste und freie Berufe 1 425 961, mehr 38,3. Während nun die Landwirtschaft nicht nur die weitaus geringste Zunahme aufzuweisen hat, sondern in Prozenten aller Erwerbstätigen gerechnet, von 43,5 Prozent in 1882 auf 37,5 Prozent in 1895 zurückgegangen ist, sind Industrie und Handel auffallend stark angewachsen. Beide zusammen stellen heute 48 Prozent aller Erwerbsthätigen, überragen also die Landwirtschaft mit 37,5 Prozent ganz wesentlich. Die Industrie allein ist von 33,7 Prozent in 1882 auf 37,4 Prozent gestiegen. Das kaiserliche statistische Amt begründet diese Verschiebung der Bevölkerung Deutschlands mit folgenden Worten: „Die Verschiebung in der Berufsgliederung zu Ungunsten der Landwirtschaft liegt in der Natur der Sache. Der Boden ist unvermehrbar, es kann immer nur eine beschränkte Zahl von Händen sich auf ihm bethätigen, eine begrenzte Zahl von Menschen sich ernähren. Was in der Landwirtschaft keine Beschäftigung findet, muß abwandern, sei es in andere Länder, sei es in andere Berufe." — Vom Finanzminister v. Miquel. In Ems hat den Finanzminister ein alter Kommilitone aufgesucht und mit ihm ein Stündchen geplaudert, wovon manches Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde. barer Mangel vorhanden. Man muß zugeben, daß vielfach die spanische Regierung gar nicht in der Lage war, die desolaten Zustände auf Cuba zu bessern, nachdem die Insel von den Amerikanern blokiert worden war, aber dann sollte man auch solche Prozesse unterlassen, wie sie jetzt geführt werden und ruhig zugeben, daß das ganze seit langen Jahrzehnten befolgte System notwendigerweise Spanien dahm führen mußte, wo es heute angelangt ist. Dadurch, daß altbewährte Offiziere verdächtigt werden, ihre Pflichten vernachlässigt zu haben, wird die Berufsfreudigkett innerhalb der Armee wahrlich nicht gestärkt, und es liegt doch tm Interesse der Madrider Negierung, die Heerführer nicht vor den Kopf zu stoßen. Richtiger wäre es, aus den gemachten Erfahrungen die Lehre zu ziehen und mit den vorhandenen Mitteln eine gründliche Reorganisation der Heeresverwaltung durchzuführen, vor allem aber den inneren Zuständen im Lande die größte Aufmerksamkeit und Fürsorge zu widmen, damit die schweren Wunden, welche der letzte Krieg geschlagen hat, binnen möglichst kurzer Zeit heilen können. «Rue^Bt »t* Anzeigen »u ter nachmittags für d« gaifcnlea Iq «scheinenden Nummer W vorm. K) Uhr. Adresse für Depeschen: Anreger frUi«*« Fernsprecher Nr. 51. Sündenböcke. Leider liegt es in der Natur des Menschengeschlechts, Mr großes und kleines Ungemach, das uns widerfahren, für verdientes und unverdientes Unglück, von dem wir heimgesucht worden sind, einen Sündenbock zu suchen, welchem nur alle Schuld in die Schuhe schieben können. Das ist nicht nur im Leben des Einzelnen der Fall; besonders im Staatsleben, bei Ereignissen, die geeignet sind, in das große Buch der Weltgeschichte eingetragen zu werden, wird eifrig nach Sündenböcken gefahndet. . Wir berühren dieses Thema, weil augenblicklich tn Spanien sich ein Prozeß abspielt gegen diejenigen Generale, welchen die Mißerfolge des spanischen Heeres im Kriege gegen Amerika zur Last gelegt werden. Der Schlag, welcher Spanien getroffen hat, ist zu schwer, als daß die maßgebenden Kreise zu der Einsicht gelangen könnten, die Verhältnisse hätten gar keinen anderen Ausgang wahrscheinlich gemacht, die erlittene Schlappe sei eine Folge gewesen der seit langen Jahren begangenen Fehler, und man müsse deshalb die Demütigung als eine wohlverdiente hinnehmen. Davon, daß den Generalen der Prozeß gemacht werden soll, kann man erkennen, daß an maßgebender Stelle die Situation immer noch nicht richtig erkannt wird, daß man aus all dem Unglück noch nicht die notwendige Lehre zu ziehen vermocht hat. Vor einiger Zeit wurde bereits gegen den Admiral Eervera verhandelt, welcher nach seiner abenteuerlichen Fahrt nach Santiago als Nationalheld gefeiert worden war, für die Folgen seiner Ausfahrt aus dem Hafen von Santiago, wobei seine ganze Flotte zu Grunde ging, aber verantwortlich gemacht werden sollte. Das oberste Kriegsgericht war s» vernünftig, den Admiral von der Anklage freizusprechen. Jetzt findet vor demselben Gericht eine Untersuchung statt wegen der Uebergabe des festen Platzes Santiago. Dabei kommen recht wenig erbauliche Dinge ans Tageslicht, welche die Zustände, die in der spanischen Kricgsverwaltung herrschten, grell beleuchten. Nicht nur an Lebensmitteln hat es auf Cuba gefehlt, auch die Verteidigungsmittel waren in primitivster Verfassung, da an Kriegsmaterial immer recht fühl- aus seinen Fenstern einen hübschen Blick auf die Quais und den Hafen. Vor dem Hotel herrscht das lärmende Treiben des Hauptmarktplatzes; weit hinten in der Ferne aber schauen die Häuser, Kasernen und Befestigungen Sveaborgs, der berühmten russischen Seefestung, herüber, durch Wasserbassins und Naturkanäle vom Festlande getrennt. Ich war gegen Abend an einem schönen Junitage in Helsingfors angelangt; die Sonne neigte sich im Westen stark dem Horizonte zu; die Seefahrt hatte mich durstig und hungrig gemacht, und ich brach auf, um Finnlands berühmte Küche kennen zu lernen. Wenige Schritte brachten mich über den gepflasterten Marktplatz zur Esplanade, einer stattlichen, von vier Reihen prächtiger Ahornbäume umfaßten Promenade. Ich schlenderte;biefe Promenade entlang, stand neugierig vor dem Standbilde Runebergs, des großen finnländischen Dichters, und ging bis zum schwedischen Stadttheater, dessen hübschen, säulengeschmückten Granitbau ich bewunderte. Dann rief ich eine Droschke an und ließ mich hinaus nach Ulrikasborg, nach „Brunns-Parken", fahren. Das leichte, einspännige Gefährte, ein modernes Kabriolet, rollte flott auf den glatten, granitenen Straßen mit dem schönen, quadratigen Steinpflaster dahin, zwischen hohen, modernen Häusern, bergauf und bergab, an steilen Felswänden zur Rechten und am Meeresufer zur Linken vorüber, bis an mein Ziel, das berühmte Restaurant „Brunns-Parken". Bald darauf saß ich auf der Estrade des Restaurants vor einem warmen Sexa, und versenkte mich lange und gründlich in die kulinarischen Genüsse der nordischen Gastwirtschaft. Welch ein entzückendes Souper! Wo speist man in der Welt besser, als in „Brunns-Parken" in Helsingfors? Das sogenannte warme Sexa besteht aus einem ungemein reichlichen Imbisse mit verschiedenen Schnäpsen, unter denen der „Renade" (gereinigter Kornbranntwein) den Vorzug verdient, und aus drei warmen Gängen. Ich muß bekennen, daß ich nie wieder in meinem Leben geschmackvoller servierte Delikatessen, schönere Riesenkrebse, herrlicheren Lachs, saftigere Rebhühner und weichere Rindslende gegessen habe, als in Helsingfors. Dazu em vorzüglicher Rotwein, und zum Käse ein Eispunsch, so kühl auf der Zunge und doch so feurig in den Adern, daß man 6788 mlki, Lchch srifch geschlachtet. Uu. Aan&ex. 5 M. M Mai. Naturkräften abgeschliffen, bald mit grünen Tannenwäldern bedeckt, alle von weißschäumenden Wogen der Brandung umleckt. . L . Das Schiff arbeitet sich immer werter tn das Gewtrr der Skären hinein, und nähert sich rasch einer langen, hohen, drohend emporstrebenden Felsenwand. Hier scheinen die Granitinseln zusammengewachsen und aufeinander gewälzt zu sein; sie verwehren jeden Durchgang. Das un- bewaffnete Auge, das schon lange auf dem Gipfel der Felsen wehende Fahnen erschaut hat, vermag jetzt auf dem Kamme der dunklen Granitwand Kanonenschlünde, die aus Oeffnungen herausfordernd ins Meer starren, und dahinter die Spitzen von Kirchen, endlich die Giebel von Häusern zu erblicken. Dicht unter den Felsen macht der Dampfer eine rasche Wendung nach links, umfährt ein steiles Eiland und steuert in einen schmalen Durchgang durch die Felsenwand hinein, der aus der Ferne nicht zu erspähen war. Nach einigen Minuten banger Fahrt im Halbdunkel eine Wendung nach rechts — und vor dem Passagier liegt ein mächtiges, stilles Wasserbassin, auf dessen Oberfläche zahllose Schiffe und Boote wimmeln, und dessen Ufer ein reizend angelegtes Städtchen umsäumt, ein Städtchen, das beim Näherkommen zu einer Stadt mit prächtigen Gebäuden, die an den Felsen des Landes emporzuklettern scheinen, heranwächst. , Noch ein kurzes Vorwärtsdampfen, und das Schtff befindet sich inmitten dieser Stadt, im Jnnenhafen, welchen große, regelmäßige Granitquais umsäumen. Vor dem mittleren Quai, an dem die Dampfer anzulegen pflegen, dehnt sich ein weiter Platz aus; eine breite Promenade zieht sich von ihm nach Nordwesten hin, am Ende von einem stolzen, säulengeschmückten Gebäude begrenzt: die Esplanade und das Stadttheater; rechts und links umschließen den Platz drei- und vierstöckige Häuser und Paläste. Das ist der erste Eindruck, den der Reisende von Helsingfors, der Hauptstadt Finnlands, empfängt. Einen Gasthof zu finden, ist in den finnlandtschen Städten nicht schwer: überall giebt es ein „Societetshus" (Gesellschastshaus), und man ist sicher, m demselben eine vorzügliche westeuropäische Unterkunft und Verpflegung zu annehmbaren Preisen zu erhalten. Das „Soctetetshus" von Helsingfors liegt dicht am Jnnenhafen, und man hat »eVttiyrtto vierteljährlich 2 Mart 20 Pf,, monatlich 75 Pfg, mit Bringerloh». . Bei Postbezug t Mark 50 Pf,. -derteljährlich owen. Aeu renoviert! ,• und höher. M 5793 t 20 Pfennig. «rings Pin. nLsme Bedienung. Giebener Anzeiger Heneral-Anzeiger Deutsches Reich. Berlin, 4. August. Die verspätete Ankunft des Kaisers in Kiel war, wie erst jetzt bekannt wird, durch ein Unwetter auf der Fahrt von Bergen nach Kiel veranlaßt. Die Wellen der aufgeregten See gingen derart hoch, daß die „Hohen- zollern" bedenklich hin und her geworfen wurde. Berlin, 4. August. Nach einer Londoner Meldung der „Voss. Ztg." erfährt der „Daily Telegraph", Kaiser Wilhelm werde die Königin Viktoria im Sommer oder Frühherbst besuchen. Endgiltige Abmachungen sind noch nicht getroffen worden, allein es sei des Kaisers feste Absicht, den Besuch abzustatten, sobald seine Verpflichtungen dies erlauben. Berlin, 4. August. Die Kaiserin ist mit den kaiserlichen Kindern heute in Wilhelmshöhe eingetroffen und wurde von dem Oberpräsidenten, dem kommandierenden General und dem Landrat empfangen. Feuilleton. Das „Land der tausend Seen". *) Reise-Erinnerungen von Erwin Bauer. (Nachdruck verboten.) I. Helsingfors. Einfahrt in den Südhafen. — Helsingfors Lage. — Erste Eindrücke. — Eine Nacht in „Brunns-Parken". — Das „Land der tausend Seen." — Zur Sage und Geschichte Finnlands. — Helsingfors bei Nacht. — Sehenswürdigkeiten. — Das „Studentenhaus". — Finnländisches Nationalgefühl. — Schweden und Finnen. — Finnlands Freiheit und russisches Gelüste. Wer sich von der Seeseite her der finnländischen Küste nähert, um in den Südhafen von Helsingfors zu gelangen, muß zunächst, wie überall an der Küste Finnlands, dte Skären passieren. Das Dampfschiff verläßt das eigentliche Meer; wohin das Auge blickt, sieht es nur schmale Wasserstreifen, aus denen kleine und große Felseninseln von der eigentümlichen rotbraunen Farbe des Granits emporragen, bald kahl und zackig, meist jedoch rund, wie von gewaltigen *) Anmerkung der Redaktion. Die Blicke der gesamten Aulturwelt sind heute aus Finnland gerichtet, wo ein arbeitsames und unabhängiges Volk seine Freiheit und seine Kulturschöpfungen gegen russische Willkür verteidigt. Bekanntlich hat dte russische Regierung durch einen Kaiserlichen Ukas vom 15. (3.) Februar 1899 eine „Revision" der Verfassung Finnlands eingeleitet, durch welche die Selbstverwaltung des Landes durchbrochen und dasselbe seiner Rechte auf selbständige Beschlußfassung über alle von der Reichsregterung eingebrachten Gesetze, auf eigenes Mtlitärwesen usw. beraubt werden soll. Aus dem unabhängigen Großsürstentum Finnland mit eigener Staatsverfassung und eigener Gesetzgebung, das bisher ein zwar selbständiges, aber treu ergebenes Land der russischen Krone bildete, s oll eine von dem jeweiligen russischen Generalgouverneur tm Namen des Kaisers regierte Provinz des russischen Reiches werden. Da dte Finnländer sich ihre verbrieften Freiheiten und Rechte, mit denen sie niemals Mißbrauch getrieben haben, nicht ohne Widerstand nehmen l »ssen werden, und bereits den Versuch gemacht haben, in St. Petersburg durch Petitionen und Deputationen gegen den zarischen Ukas Widerspruch zu erheben, dürfte der russisch-finnländische Konflikt in nächster Zett im Vordergründe der Politik Nord-Europas stehe;. Unter diesen Umständen werden es unsere Leser sicherlich willkommen weißen, wenn wir ihnen in den nachfolgenden Reise-Erinnerungen, mit deren Abdruck wir heute beginnen, ein anschauliches Bild von Land und Leuten in Finnland vor Augen führen. AS von IPZIE-PLIGWITL eferanfen. Ifej Tant, iden. B je rortheilhaft edes Stück. ,nmW, H. KM botilrase «1, OMar , bei A. elekhardt. ähnliche« Etiketten. den*« Bene«™*" ückllch & Edlich. N'.r, 183 mit Ausnahme M ««ntag». Die Gießener >ow+fie »Witter »erben bem Anzeiger «bchcutlich viermal fctigelcft tei««IoFaI >nr. Mr 8 Mn W. “N: „ seinen Weg in die Presse gefunden hat. Besonders die Erzählungen Miquels über die von ihm herbeigeführte Vereinfachung des Schreibwerks haben dem Universitätsfreunde imponiert: Dahin gehört vor allem die Beseitigung der überflüssigen Förmlichkeiten des Kurialstils; die Pflege des unmittelbaren mündlichen Verkehrs der Abteilungen untereinander; die Verminderung des Umfanges der Personalakten. Hunderte von Beamten werden erspart mit dem Wegfall der Vielschreiberei, zu der auch die langen Betreffe gehörten. Der Kaiser selbst verlangt gar nicht, daß ihm nur Geschriebenes vorgelegt und förmliche Schönschreibekunst dabei entfaltet werde; er begnügt sich mit leicht lesbarer Vorlage, sei es in Handschrift, Maschinenschrift oder auch Druck. Die jährliche Geldersparnis beträgt eine Million. Sodann geht man, wo die Diensträume verschiedener Abteilungen im selben Gebäude sich befinden, jetzt einfach eine Stiege höher und erledigt kurz und mündlich den Gegenstand, über den man sonst breit hin und her schrieb. Mir fiel hierbei der Beamte in der früheren nassauischen Enklave Reichelsheim ein, der, zugleich Amtmann, Landoberschultheiß und Rentmeister, je nach Beschaffenheit des vorzunehmenden Dienstgeschäftes, von dem einen nach dem in Frage kommenden anderen seiner drei Bureaus sich begab und, indem er dabei den Dienstrock wechselte, den lebhaften Verkehr der „Abteilungen" durch solennen Schriftenwechsel besorgte; tout comme chez nous, nur mit umgekehrten Rollen, sagte ich mir; es mußte der Sohn aus Hannoverland kommen und den Herren großstaatlichen Räten ein Stück Zopf abschneiden, was nicht ohne Widerstand abging. Auch in der Justiz, meinte der Minister, würde viel zu viel geschrieben. Die Entscheidungsgründe in den Urteilen genügten vollständig, die Thatbestände seien überflüssig. Für die Einträge in die Personalakten wurde Grundsatz die Beschränkung auf das Notwendige: Namen, Geburts- und Dienstzeit, Strafen. Auf einen Bogen ließe sich viel schreiben. Dem einmütigen und entschiedenen Widerspruche der Abteilungen sowohl, wie der höchsten Provinzialstellen begegnete die vorn Minister geplante und gegen diesen Widerspruch durchgeführte Abschaffung der Dienstkautionen. Der Plan war wohlerwogen. Der Minister sagte sich: wer stehlen will, der stiehlt die Kaution gleich mit. Und die Feststellungen nach dem Ablaufe des ersten Jahres, auf die er die Aengstlichen und Widerspenstigen verwies, gaben ihm durchaus recht: die Vergehungen und Veruntreuungen waren nicht zahlreicher und schwerer wie früher. Aber der Staat war die Sorge und Kosten für die Verwaltung einer Summe von 38 Millionen los, und den Beamten, ganz besonders den kleinen, die zum guten Teile nur gegen drückende Wucherzinsen das Geld für die Kaution hatten aufbringen können, war eine Wohl- that erwiesen, für die sie dem Minister gewiß dankbar sind. — Reichsgerichts-Entscheidung. Ueber die Auslegung des Gesetzes zum Schutze der persönlichen Freiheit hat das Reichsgericht folgende Entscheidung gefällt : Wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt war ein Bürger vom Landgericht zu 30 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte sollte das Gefährt eines Kaufmanns durch überschnelles Fahren geschädigt, auch eine Frau überfahren haben. Der Kaufmann verfolgte den Thäter und veranlaßte einen Schutzmann zum Einschreiten. Der Beamte gebot den Angeklagten Halt und kletterte schließlich von hinten auf den Wagen. Mit Hilfe eines anderen Schutzmanns wurde der Angeklagte nach der Wache gebracht. Das Landgericht nahm an, daß der Schutzmann sich in berechtigter Amtsausübung befand, als der Angeein Barbar sein muß, um nicht auch in der Erinnerung, an diese Vorzüge Finnlands zu schwelgen. „Brunns-Parken" hatte sich nach und nach mit Menschen gefüllt. Aus einer Musikmuschel, die sich, hinter Bäumen halb versteckt, an eine Felswand lehnte, ertönten die Klänge eines vortrefflichen Orchesters. Die kurze nordische Nacht hatte sich über das Restaurant und die Anlagen, die in einen schönen Park auslaufen, herabgesenkt. Das elektrische Licht flammte in den großen, weißen Kuppeln auf und erfüllte die malerische Szenerie mit magischer Beleuchtung, in deren Schein die Wasserstrahlen der Fontaine in den Farben des Regenbogens glitzerten. Bon fern her aber ertönte, seltsam lockend, das Rauschen des Meeres. Ich erhob mich, schlenderte die Kieswege entlang, und ging durch den Park dem Meeresufer zu. Eine Bank an erhöhter Stelle lud zum Sitzen und Träumen ein. Ich nahm Platz, und mein Auge überflog das Bild, das sich ihm darbot. Zu meinen Füßen das Meer, aus dem sich bis in unabsehbare Ferne Felseninseln gespenstig erhoben, mit seiner wogenden, brausenden Brandung, £>inter mir „Bruns-Park" mit seinem vollen, lauten Leben, aus dessen Geräusch einschmeichelnde Töne eines Strauß'schen Walzers herüberklangen. Und ganz weit hinten, gewissermaßen als Nahmen für das ganze Bild, eine dunkele, hohe Felswand, gekrönt mit Fichten und Tannen und infolge der Beleuchtung des Parkes doppelt so hoch und so finster erscheinend, als die Natur sie hingestellt! Das also war der Ort, wo das gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Leben Finnlands zusammenströmte, und fein Pulsschlag am deutlichsten und lautesten schlug! Fürwahr, es mußte ein schönes, fleißiges und trotz feiner sprichwörtlichen Armut reiches Land sein, das hier in Hel- fingfors die Errungenschaften feiner Geschichte und Kultur, gemissermaßen konzentriert, dem Fremdlinge darbot! Entsprach das „Land der tausend Seen", jenes Land, in welchem heitere Städtebilder voll entwickelter Industrie mit düsteren Waldpartien und steilen Felsen, zwischen denen unheimliche Sümpfe und klare Seen sich dahinziehen, abwechseln und auf dessen ca. 380,000 Quadratkilometer weitem Flächenraume etwa 2i/z Millionen Menschen ein arbeitsames Dasein führen, den ersten Eindrücken — welch' einen Gewinn versprach dann eine Reise durch dasselbe dem Auge, dem Geiste und dem Herzen?! klagte ihm Widerstand leistete. Es heißt im Urteil: „der Schutzmann sei nicht verpflichtet gewesen, die Sache sofort zu untersuchen, er habe verlangen können, daß dies auf der Wache geschehe". Die Revision des Angeklagten bestreitet dieses. Angeklagter habe sich legitimieren können, zu seiner Verhaftung habe kein genügender Grund Vorgelegen. Der Reichsanwalt trat der Auffassung des Vorderrichters bei. Wenn ein Straßenjunge sich weigere, mitzukommen, so habe nach § 161 der Strafprozeßordnung die Polizei das Recht, den Zeugen, wenn die Sache keinen Aufschub dulde, zu sistieren. Ein Beschuldigter könne danach erst recht verhaftet werden. Wo die Untersuchung stattfinden solle, das zu bestimmen, habe im Ermessen des Beamten gelegen. Er habe sich also in der rechtmäßigen Ausübung seines Amtes befunden. Das Reichsgericht hob jedoch das Urteil des Landgerichts auf und wies die Sache an letzteres zurück mit folgender Begründung: „Die §§ 112 ff. St.-P.-O. und § 6 des preußischen Gesetzes zum Schutz der persönlichen Freiheit seien nicht genügend berücksichtigt worden. Der Schutzmann habe sich nicht in rechtmäßiger Ausübung seines Amtes befunden. § 161 St.-P.-O. greife nur Platz, wenn nicht andere Bestimmungen schon vorliegen. Im Band XV S. 365 der Entscheidungen des Reichsgerichts sei ausgeführt, daß die §§ 1—5 des preußischen Personen- schutzgesetzes durch das Reichsgesetz außer Kraft gesetzt seien. Nur § 12 der St.-P.-O. sei maßgebend, wenn die persönliche Freiheit eines Verdächtigen aufgehoben werden solle zum Schutz der persönlichen Freiheit eines anderen. Selbst die höheren Polizeibeamten hätten nicht das Recht, sich Verdächtige, die nicht freiwillig kämen, zwangsweise vorführen zu lassen. Nur zur Feststellung der persönlichen Identität dürfen Zeugen feftgenommen werden, nicht zur Feststellung des Thatbestandes. Der Zeuge könne sich jederzeit befreien, wenn er seinen Namen nenne. — Gegen die Beschickung des Handels- Museums zu Philadelphia, welche die preußische Regierung bekanntlich empfohlen hatte, erhoben, wie erinnerlich, hervorragende Vertreter der deutschen Industrie Einspruch. Diesem Protest haben sich nunmehr auch verschiedene Handelskammern (in Brandenburg, Sachsen, der Rheinprovinz u. s. w.) angeschlossen und zwar aus folgenden Gründen: Sehr bedenklich erscheine es, so wird u. a. ausgeführt, einem Lande, das dem Schutzzölle derart huldige, wie die Vereinigten Staaten, durch Darbietung von Mustern unserer Industrie-Erzeugnisse, die doch nur dortigen Fabriken zur Nachahmung dienten, irgend welche Chancen zu bieten und dadurch den drückenden Wettbewerb noch zu verschärfen. Es müsse an die von der Regierung der Vereinigten Staaten auf amtlichem Wege geübte Methode erinnert werden, sich Einblick in die Fabrikations-Verhältnisse der an der Einfuhr in die Vereinigten Staaten beteiligten Länder zu verschaffen. Die deutsche Industrie müsse derartigen Veranstaltungen gegenüber um so größere Vorsicht walten lassen, als der Hauptzweck des Handelsmuseums zu Philadelphia doch nur darin bestehe, die Ausfuhr der Vereinigten Staaten zu fördern und ihre Einfuhr einzuschränken. — Diese Kundgebungen deutscher Handelskammern lassen an Deutlichkeit gewiß nichts zu wünschen übrig und scheinen das Richtige zu treffen. — Feuerbestattung. Auf eine Beschwerde des Vereins für Feuerbestattung zu Heilbronn hat das würt- tembergische Konsistorium zu Stuttgart folgende Entscheidung getroffen: Die Mitwirkung nicht württembergischer Geistlicher kann bei der Beisetzung von Aschenresten zwar nicht gestattet werden, da die Zuziehung solcher von der Zustimmung der Die Lust, Entdeckungsreisen zu machen, ist ein geschichtliches Erbteil der Kulturmenschheit; aber warum treibt der Drang, dieses Erbteil zu nutzen, die Westeuropäer immer dorthin, wo weite Länder und eigenartige Völker in dunkeleu Weltteilen ein unbekanntes Dasein führen? Ist es nicht viel interessanter und lohnender, in zivilisierte Länder Entdeckungsreisen zu machen, in Länder, die uns, wie z. B. Finnland, nicht viel mehr bekannt sind, als das Mondgebirge in Mittelafrika? Unwillkürlich stieg diese Frage in mir auf, und ich kramte in meinen Schulerinnerungen, um mir klar zu machen, was ich denn eigentlich von Finnland wüßte. Ach, es war nicht allzuviel! Einst — so hatte ich's gelernt — führten im Lande der Seen und des Granits Lappländer ein tierisches Dasein. Da drangen von Osten finnische Stämme ins Land, trieben die Lappen nach Norden, errichteten ihren heidnischen Göttern Orte der Verehrung, lebten von Jagd und Fischfang und kümmerlichem Ackerbau und bevölkerten ihre neuen Wohnorte mit den Gestalten ihrer historischen Uebedieferung und ihrer regen dichterischen Phantasie. In dieser Zeit mochten jene rhapsodischen Gesänge oder Runen entstanden sein, die in düsterer und eintöniger Alliteration die Leiden und Freuden, die Gebräuche und die Heimatsliebe der Finnen besangen und heute eine Fundgrube für den Forscher sind. In diese Zeit mochte auch der sagenhafte Zug gefallen sein, den Wäinämöinen, der Orpheus des Nordens, der mit seiner Kantele lebende Wesen und lebloses Gestein bewegte und bezwang, mit feinen kühnen Genossen, dem kunstreichen Schmiede Jlmarinen und dem Helden Lemminkainen, von Kalewala*) aus ins Nordland unternahm, um das von Jlmarinen zur Erlangung der Hand der schönen Tochter der Nordlands-Witwe geschmiedete kunstvolle Gefäß Sampo zu entführen und die listige Witwe, die den Helden Jlmarinen um seinen Lohn betrogen, zu bestrafen, — jener Zug der finnischen Argonauten, dessen Beschreibung noch heute im Nationalepos „Kalewala" das Herz jedes poesieverständigen Menschen ergreift und bewegt. Wie lange diese sagenumwobene Zeit gedauert, wann sie begonnen, wann sie geendet — wer weiß es? Finnlands Eintritt in die Geschichte beginnt erst im 12. Jahr- *) Kalewala — Land des Kalew, alte Bezeichnung für Finnland. Die Finnen nennen heute ihre Heimat Suomi ober Suomt- land. zuständigen Geistlichen abhängt, welchen die Mitwirkung bei Bestattung von Aschenresten verboten ist. Hinsichtlich der Gestattung einer öffentlichen Trauerfeier aber will das Konsistorium in den Fällen, wo wegen des Fehlens geeigneter Räumlichkeiten im Hause oder aus ähnlichen Ursachen der Leichnam ins Leichenhaus gebracht wurde, gegen die Verlegung der häuslichen Trauerfeier in die Friedhofskapelle keine Einwendung erheben. Im übrigen soll die weitere Regelung der Mitwirkung der evangelischen Geistlichen zu kirchlichen Akten aus Anlaß der Feuerbestattung der Entschließung der zuständigen kirchlichen Organe Vorbehalten bleiben. — Auch Baden hat nun seinen Schulskandal. Vor zwei Jahren verlautete in Baden-Baden, daß die Prüfung zur Erlangung der Einjährig-Freiwilligen-Berechtigung an der dortigen Oberrealschule vom Reichskanzleramt für ungiltig erklärt worden fei, wegen der „allzu milden Behandlung eines Schülers". Kurz darauf wurde weiter bekannt, daß die Reichsschulkommission die Verleihung der Berechtigung allen, die damals das Examen bestanden halten, verweigert habe, „weil bei der Schulbehörde die Anschauung vorherrschte, daß nicht nur ein Schüler zu milde behandelt, sondern daß möglicherweise auch bezüglich der übrigen Schüler ein zu milder Maßstab angelegt worden sei". Heber den weiteren Verlauf der Angelegenheit wird der „F. Ztg." aus Baden-Baden geschrieben: Diese Thatsache gab dem Arzt Dr. Schmidt Veranlassung, im hiesigen klerikalen Blatt „Echo von Baden" eine Artikelserie erscheinen zu lassen, in der das Examenverfahren des Schulvorstandes Pfeffer, wie auch dessen sonstiges Verhalten einer äußerst scharfen Kritik unterzogen wurde. Es wurde ihm „grober Betrug, schwere Verletzung des Diensteides und unwürdiger Mangel an Ehrgefühl" vorgeworfen, des weiteren „Verleitung zur Lüge und Heuchelei", und endlich wurde bedauert, daß der Vorstand „Pfeffer nicht so viel Schamgefühl besessen habe, selbst zu gehen". Der Oberschulrat stellte darauf Klageantrag, dem auch die Staatsanwaltschaft entsprach. Die Untersuchung wurde eingeleitet, der Verfasser nannte sich, und man erwartete, daß die Angelegenheit in der Frühjahrs- sessson des Schwurgerichts zur Verhandlung gelangen werde. Da erschien Ende Januar die offizielle Mitteilung, daß der Oberschulrat den Klageantrag zurückgezogen habe, worauf das Landgericht das Verfahren einstellte. Später hat Direktor Pfeffer die Privatklage erhoben, die heute zur Verhandlung gelangen sollte. Auf den Ausgang dieses gerichtlichen Verfahrens wird man nicht nur in Baden ge spannt sein dürfen. e Kiel, 4. August. Als der Kaiser gestern in dem neuen Verkehrs-Motorboot nach der kaiserlichen Werft fuhr, stieß das Boot an die Steinmauer und erlitt Beschädigungen am Bug. Ausland. Wien, 4. August. Die Meldung, daß der Bischof von Budweis, Dr. Riha, zum Erzbischof von Prag ernannt worden sei, wird in hiesigen Kreisen als vollständig erfunden bezeichnet. Aufsee, 4. August. Reichskanzler Fürst Hohenlohe begiebt sich am 8. August zum Besuch seines Schwiegersohnes nach Bayern. Die angekündigte Zusammenkunft mit dem Grafen Goluchowsky wird daher Wegfällen. Graz, 4. August. Die sozialistische Parteileitung Steier- marks veröffentlicht einen Aufruf, in welchem sie die Partei- Hundert nach Christus. Schweden kamen ins Land, eroberten es und legten feste Plätze an. Von den Finnen blieben nur noch jene Stämme, die heute im Südwesten des Landes als Tawasten und im Nordosten als Karelen die Landbevölkerung bilden, — diese lebenslustig, heiter und gesanges- froh, ein schöner Menschenschlag, voll Temperament und Eigenwillen, — jene mürrisch, schweigsam und scheu, weil frühzeitig dem Lose der Eroberten und Unterdrückten verfallen, — alle beide von einer innigen Liebe für ihr Land Suomie beseelt. Und dann brachen die Jahrhunderte der Kämpfe und Streitigkeiten in und um Finnland an. Immer mehr Fremde kamen ins Land, den Kriegern und Kaufleuten folgten die Priester; es begann die laute und erfolgreiche Arbeit der abendländischen Kultur. Inzwischen war im Osten das große und mächtige Russenreich entstanden: es suchte das Meer und rang endlich in langwierigen, immer wiederkehrenden Kriegen den Schweden Finnland ab. Im Lande selbst aber war ein stolzes, kluges Geschlecht von Schweden emporgewachsen, welches als Adel und Bürgertum die finnischen Bauern in Banden hielt, bis auch sie wieder zu selbstthütigem Völkerleben erwachsen und Anteil an den Geschäften des Gemeinwesens verlangten. Als Finnland im Jahre 1809 unter russische Botmäßigkeit kam, stellte es ein geordnetes Kulturland dar, und seiner Verfassung, seinen Einrichtungen, seiner evangelischen Religion, seiner Sprache,, seinem geistigen und materiellen Leben und Weben wurden von der neuen Herrschaft felbstthätige Entwickelung, Unabhängigkeit und freie Bewegung für ewige Zeiten gewährleistet. Für ewige Zeiten? Ja — so hat es auch hier geheißen, aber was ist in der Welt des ewigen Werdens ewig, wenn nicht das Werden allein?! Die Entwickelung des Nationalbewußtseins in Rußland hat, wie wir sehen werden, auch Finnlands Unabhängigkeit in Mitleidenschaft gezogen und die finnländische Selbständigkeit anzutasten versucht, bis der russische Chauvinismus sich in unseren Tagen anzuschicken scheint, der Freiheit Finnlands und seiner Bewohner den Todesstoß zu versetzen..... Ueber diesem meinen Sinnen ob der Schicksale Finnlands war das Leben in „Brunns-Parken" stiller und stiller geworden. Die Sommernacht im Norden ist kurz, und alles eilt, sie auszunutzen. Es war kaum 1 Uhr, und doch ward es bereits hell und Heller, als nahte der Tag. Ich er gestern in dem erlichen Werst fuhr, erlitt Beschädigungen SeMen fachen b ’ Sen die $et. »iÄS SSSZ “51“ ®«"• Heber Ä1. > de« 'WttentaStat ?nnen lassen, in W. wie W scharfen Kritik ^Betrug, schwere )er Mangel an Ehr- erleitung zur Lüge uert, daß der Vorbesessen habe, selbst arauf Klageantrag, M- Die Unter , nannte sich, und in der Frühjahrs- ng gelangen werde. Mitteilung, daß der M habe, woraus eilte. Später hat iben, die heute zur Ausgang dieses ge- nur in Baden ge aß der Bischof von oon Prag ernannt nvMndrg erfunden Kürst Hohenlohe h seines Schwieger- e Zusammenkunft mit wegfallen. Parteileitung Steier- ielchem sie die Partej- a ins Land, eroberten den Finnen blieben Mwesten des Landes ; Karelen die Landheiter und gesanges- 1 Zemfttameit »«• gfatn Md Ich". nl!l1 nb UMdni«'» ^ . Siebe fit cht &”h di- 3^""^,« Lern S» ««»*'!' w#« BW ,«i4 cntfta»»»1 ’ &u«bWrt,” to °uch !>-w* tzA."- rtet® Äiner &■ mrd-« I u«d ™ . . u«°b" - (tvigt hi-t fo 6al L »*6 ?! ®l(. S f* ''""Stof'»’"' *'5 elf -L'S»-" furj. “’1 •*. $r, °"d Ä 3.* Halle vertreten, während die Brauerei Bremer, Groß-Umstadt, eine sehr geschmackvolle, allgemein bewunderte, mit Hopfenranken und elektrischen Blumenbouquets verzierte Laube im Innern der Haupthalle eingerichtet hat. Dies alles ist nur ein verschwindender Teil, nur der Vorhof der Ausstellung, welche außerdem eine sehr große Haupthalle, eine zweistöckige Maschinenhalle und eine offene Halle für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte umfaßt. Vermischtes. * Eisenbahn auf den Montblanc. Ein Ingenieur F a b r e hat dem Präfekten von Hochsavoyen ein Projekt eingereicht für die Herstellung einer Bahn auf den Montblanc. Der Schienenstrang zwischen Houches und dem Montblanc würde unterirdisch unter Felskämmen sich hinziehen. Die Anlage würde die einer elektrischen Zahnradbahn sein. Die Strecke würde 11 Kilometer lang werden. Um in der Höhe von 4800 Mir. den Unzukömmlichkeiten der atmosphärischen Depression, der niederen Temperatur usw. wirksam zu begegnen, sollen besondere Einrichtungen und Vorkehrungen getroffen werden. Obsternte-Aussichten für Spätobst 1899 Frankfurt a. M., den 31. Juli 1899. Cevtralstelle für Obftverwertung. Pfirsische Kirschen Reineclauden Frühbirnen Frühäpfel Heidelbeeren Walderdbeeren Himbeeren Johannisbeeren Stachelbeeren Aprikosen genossen warnt, in der nächsten Zett sich an Straßen- Demonstrationen zu beteiligen. Lemberg, 4. August. Nachdem Anhaltspunkte dafür vorhanden sind, daß der heute nacht im Gefängnis verstorbene Sparkassen-Direktor Zima an Gift verstorben ist, welches ihm heimlich zugesteckt wurde, wurde die Untersuchung eingeleitet und die Gefängniszelle versiegelt. Rom, 4. August. Der Vicekönig von Tigris, Ras Makonnen, ein warmer Freund Italiens, liegt im Sterben. Sein Tod dürfte auf die Haltung des Negus zu Italien Einfluß ausüben. der Gentner Mk. 48,00 „ „ „ 23,00 „ „ „ 27,00 „ „ „ 18,00 „ „ „ 18,00 Lokales und ProvinMes. n. Großen-Linden, 4. August. Am 28. v. Mts. wurde die von der Acetylen-Apparate-Fabrik R. Welkoborsky- Gießen in hiesiger Gemeinde erbaute Acetylen-Gas I Anstalt vollendet' und in Betrieb gesetzt. 36 Hausbesitzer I haben mit 150 Flammen Anschluß genommen und 30 öffent- I liche Acetylen-Straßenlaternen sind vorhanden. Von allen I Städten und Dörfern Süd-Westdeutschlands hat Großen- I Linden die erste öffentliche Acetylen-Gas-Anstalt. Im Norden I ist die Stadt Strelitz mit einer derartigen Anstalt versehen. I Die Hauptrohrleitung hat in Strelitz eine Länge von I 9000 Mtr. und in Großen-Linden 2200 Mir. In Großen- Linden hat man weitere Rohre gelegt als gegenwärtig nötig war, so daß noch mehr als 1000 Flammen angeschlossen werden können. Die Gasanstalt wurde mit Absicht auf einem erhöhten Punkt erbaut, weil dadurch ein gleichmäßiger Druck auf alle Flammen ausgeübt wird. + Sich, 4. Aug. Die anfangs auf 14 Tage bestimmt gewesenen diesjährigen Sommerferien an der hiesigen Großh. Präparanden-Anstalt sind nunmehr auf 4 Wochen erweitert worden. Der Unterricht wird somit erst am 21. d. M. seinen Anfang wieder nehmen. Die Erkrankung des einen Lehrers ist die Ursache dieser Veränderung. -t- Salzhausen, 4. August. Unser Badepublikumhat gewechselt und zwar mit dem Ende des Juli; der August brachte Ersatz für die weggegangenen Besucher. Die neue Wirtschastshalle macht rasche Fortschritte, mit der Wasserleitung ist man soweit gediehen, daß ein Filter eingesetzt und ein treffliches Wasser erzielt werden kann. Der Phono- lithklotz, auf den man stieß, war so mächtig, daß man ihn nicht durchstoßen konnte, es ist aber auch nicht nötig, weil die erbohrte Wassermasse reichlich genügt. — Der Badewassernot ist durch Aufstellung einer Dampfpumpe gründlich gesteuert, man braucht daher nicht mehr stundenlang auf ein Bad zu warten, sondern wird rasch befördert. Sehr günstig wirkt es für die Bewohner der Wetterau von Reichelsheim an östlich gegen Salzhausen hin, daß dem Zweiuhrgüterzug ein Personenwagen angehängt wurde, um den man schon im vorigen Sommer petitionierte, es fahren immer Leute mit, wenn die Fahrt auch etwas langsamer geht. Alle Personen, die die Salzhäuser Bade- und Trinkquellen benutzen, sind einstimmig im Lobe über die guten Erfolge. P C. Groß-Umstadt, 2. August. Die hiesige Provinzial- Gewerbeausstellung enthält eine solche Fülle interessanter und schöner Gegenstände, daß es dem Besucher bei einmaligem Besuch kaum gelingen wird, alles eingehend zu besichtigen. Noch schwerer ists, auch nur das wichtigste zu nennen und zu schildern. Schon wenn man den Ausstellungsplatz betritt, ist man von dem farbenprächtigen Bild gefesselt. Die beiden Thorbogen, von der Gewerkschaft Messel Obstdurchschnittspreise den 31. Juli 1899 (Die Preise verstehen sich bei sofortiger Lieferung). aus Schlackensteinen errichtet, hemmen den Strom der Passanten, denn ein jeder bleibt bewundernd stehen. Der Pavillon der Brauerei Gauß, Groß-Umstadt, zieht sofort die Aufmerksamkeit aller auf sich und ist stets umlagert; er ist durch Malereien eines Frankfurter Künstlers, Herrn Sachs, von welchem auch der Plan des Ganzen stammt, geschmückt; eine Bilderserie führt die „Geschichte des Bieres" vor; auf zwei Fässern ist in zwei Bildern das Wort illustriert: „Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen." Eine Ansicht von Alt-Umstadt nach einem historischen Bild ist besonders bemerkenswert. Zwei große Hallen voll Brauerei-Maschinen von F. A. Hartmann & Cie., Offenbach, und von Neubecker, Offenbach, lenken dann die Aufmerksamkeit aus sich. Erstere Firma zeigt nebenbei als Kuriosität helles Lagerbier, welches in einer von der Firma errichteten Brauerei in Caracas (Venezuela, Südamerika) aus deutschem Malz und Hopfen gebraut wurde; eine Dampf-Maisch- und Würzepfanne erregt ob ihrer gewaltigen Dimensionen allgemeine Bewunderung. Die andere Firma führt ihre ausgestellten Maschinen im Betriebe vor und lockt damit sämtliche Besucher sofort an. — Auch die Brauerei Michel, Babenhausen, ist durch eine hübsche der Gentner Mk. 8,50 „ ,, 54,00 „ 24,00 „ „ „ 13,00 ......11,00 „ „ ,, 38,00 Land oder Provinz Aepfel Birnen Zwischen Nüsse Provinz Hessen-Nassau . . gut bis mittel mittel bis gering gering mittel Großherzogtum Hessen . . >i ii " M •• " ii 4t Baden....... sehr gering sehr gering sehr gering ff Bayern....... mittel bis gering gering mittel bis gering mittel biß gering Pfalz....... „ ff 11 sehr gering gering gering Württemberg.....* gering gering sehr gering ff Oldenburg...... ii mittel bis gering ii ii tf Königreich Sachsen . . . Thüringen...... mittel i« gering mittel bis gering gering 11 If mittel Elsaß-Lothringen .... mittel bis gering mittel ff N Rheinprovinz..... gut bis mittel mittel bis gering n ff Westfalen...... mittel bis gering gering ti ff Posen....... mittel mittel bis gering 11 gering Schlesien...... mittel bis gering fi ii ii 11 ff Brandenburg..... mittel ii ti n II ff Braunschweig..... mittel bis gering gering sehr gering mittel Hannover...... gut bis mittel mittel gering Schleswig Holstein . . . Westpreußen..... mittel bis gering mittel mittel bis gering ti ii ii mittel bis gering mittel ff gering Ostpreußen...... Pommern...... gut mittel bis gering gering mittel bis gering mittel bis gering gering Mecklenburg..... gering gering gering mittel bis gering mittel Provinz Sachsen .... mittel ii f» brach auf und verließ als einer der letzten Gäste „Brunus- Parken", um zu Fuß nach dem „Sozietetshus" zu wandern. Helsingfors lag in nächtlichem Schlummer da, die helle Nacht aber ließ die Stadt geradezu zauberhaft erscheinen. Mein Weg führte mich das südwestliche Ufer des Südhafens entlang; mir gegenüber, am anderen Ufer, lag der „offizielle Teil" der Stadt, wenn man so sagen darf, während zur Linken die geraden, breiten Straßen mit den freundlichen Häusern der Einwohner sich hinzogen und zur Rechten die Wellen im Hafen leise an die Granitquais plätscherten. Klar und deutlich blickte aus dem „offiziellen" Viertel das kaiserliche Palais herüber, ein einfaches, dreistöckiges Gebäude in stattlichen Dimensionen, vor dem sich, weithin sichtbar, das Alexandra-Monument erhebt, eine hohe, kegelförmige Säule, über welcher auf einer goldenen Kugel der russische Doppeladler schwebt. Nechts vom Palais ragte auf den Felsen der Vorstadt Skatudden die neue russische Kirche zum Himmel empor, ein schöner Bau, der gerade durch seine Einfachheit und durch seine Farben einen überraschenden Eindruck hervorruft: aus roten Ziegelsteinen erbaut, ist diese Kirche durchweg mit Silberblech gedeckt, während die gewaltigen Kuppeln vergoldet sind, so daß es aussieht, als laste ein ewiger weißer Schnee auf dem Tempel, und als glühten unmittelbar über diesem glitzernden Schnee fünf leuchtende Sonnen. Ein wenig nach links, mehr im Hintergründe, erhob sich, das gesamte Bild weit überragend, die lutherische Nikolai-Kirche mit ihren fünf blauen Kuppeln, rm reinsten byzantinischen Stil gehalten und auf einem Granitkegel erbaut, in dessen Südseite in gewaltiger Breite eine Treppe von fünfzig Stufen gehauen ist, eine Treppe, io glatt und glänzend, als würde sie täglich poliert. Drei Tage genügen, um Helsingfors und seine Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen. Ich besuchte das Ritterhaus, in dessen Vorhalle ein riesengroßes Gemälde von Eckmann «die Eröffnung des finnländischen Landtages am 15. September 1863 durch Kaiser Alexander II. darstellt und in Lessen geräumigem, mit Wappen geschmückten Rittersaale Ler Adel seine Standesversammlungen abhält, das Senats- khaus mit feinem Thronsaale, den die Gemälde schwedischer rund russischer Herrscher zieren, die Universität, ein herrliches palastartiges Gebäude, in dessen Treppenhause, das Lurch drei Stockwerke geht, der ßnnländische Bildhauer Sjostrand die Werke seines Meißels ausgestellt hat, das Rathaus, die Theater, den Kaiserpark (Kaisaniemi) am Nordhafen rc. Alle diese öffentlichen Gebäude sind wahre Meisterwerke der Architektur, zu deren Ausschmückung die nationale Kunst Finnlands das ihre beigetragen hat. Das interessanteste,'Haus der Stadt Helsingfors aber ist unstreitig das „Studentenhaus", ein stattliches, in antiken Formen gehaltenes Sandsteingebäude, an dem eine goldene Inschrift verkündet, daß die Stadt es der Blüte der Jugend im Lande geschenkt habe. Nirgends in der Welt dürfte sich etwas Aehnliches finden, ein Haus, in dem die studierende Jugend gleichsam als eine große Familie ihr eigenes Heim, ihre Versammlungssäle, ihre Bibliothek, ihre Billard-, Musik- und Restaurationszimmer, ihre Salons, — kurz alles besitzt, was ein Klubhaus nur bieten kann. Auch in diesem „Studentenhause" zeigt sich, wie überall im Lande auf Schritt und Tritt, wie stark das Nationalgefühl der Finnländer entwickelt ist: der ganze Schmuck des Hauses, die Statuen, Bilder, Humpen, Waffen, Fahnen, haben Bezug auf die Geschichte und eigenartige Entwickelung des Landes. Am meisten fiel mir ein großes, eine ganze Wand bedeckendes Gemälde auf, baß den Liedersänger Wäinämöinen darstellte und die Macht seines Gesanges und Kantelespieles verherrlichte — eine plumpe, in Technik und Farbengebung höchst mittelmäßige Leinewand, kaum wert, als Theaterdekoration verwandt zu werden. Ueberrascht, gerade hier, wo alles einen feinen, künstlerischen Geschmack verriet, ein so wenig vollendetes Kunstwerk zu sehen, wandte ich mich an einen Studenten, unter dessen weißer Mütze mit schwarzem Sammetrand ein interessantes, schmales Gesicht mit den den Finnen eigentümlichen ernsten Zügen hervorschaute. „Wie kommt dieses Bild hierher?" fragte ich in deutscher Sprache. „Es ist das Lebenswerk eines Landsmannes und stellt die schönste poetische Erinnerung des finnischen Volkes dar", entgegnete der Student stolz in gebrochenem Deutsch. Ich verstand den jungen Mann: da war jede künstlerische Kritik überflüssig! „Die meisten Studenten in Helsingfors sind doch wohl Schweden", fuhr ich fort, „Wäinämöinen aber ist ein finnischer Volksheros." Der Student ward eifrig. „Sie irren, mein Herr", erwiderte er rasch, „das finnische Element ist ebenso zahlreich wie das schwedische in der Studentenschaft vertreten. Ueber- haupt ist es einJrrtnm der Fremden, daß der Nationalitätenzwist uns, wie das Land, in zwei Lager spalte. Hier und da, namentlich in der Presse, kommen ja wohl noch Reibereien zwischen Fennomanen und Schwedomanen, wie sie in den 70er und 80er Jahren leider üblich waren, vor, aber in der Hauptsache ist die Streitaxt begraben, seit uns Finnen die gleichen politischen Rechte wie den Schweden zuerkannt worden sind, seit unsere finnische Sprache gleichberechtigt mit der schwedischen ist, und seit jeder finnische Bauernsohn politisch, wissenschaftlich und gesellschaftlich alles das erreichen kann, was früher nur den Schweden zufiel. Finnland ist ein freies Land, in dem die Gleichberechtigung aller Bürger Thatsache ist! Und Finnland wird ein freies Land bleiben — gegenüber allen Angriffen, — da stehen wir alle, Finnen wie Schweden, fest zusammen —"-- Gr brach ab, aber sein flammendes Auge ließ mich erraten, welche Angriffe er meinte. Dann fügte er ruhig hinzu: „Das Bild da haben wir Studenten aus eigenen Mitteln für eine hohe Summe gekauft, und die Schweden haben ebenso viel dazu beigesteuert, wie wir Finnen!" Und er grüßte artig und verschwand in einem Nebenzimmer. . . . „Finnland ist ein freies Land!" — diesen Ausspruch des Studenten habe ich später durchweg bestätigt gefunden. Wohl gibt es im Lande, namentlich fern von den Städten, jene starken Unterschiede der Klassen und gesellschaftlichen Kreise, welche Bildung und Vermögen überall in der Welt schaffen, aber der finnische Bauer in der ärmlichsten Holzhütte hoch im Norden tritt genau so als freier Mann einher, wie der Senator in Helsingfors oder der Kaufherr in Aebo und Hangö. Das ist eine Errungenschaft der unbeschränkten Selbstverwaltung im finnischen Gemeinwesen, die nicht hoch genug anzuschlagen ist. Und diese freie, stolze, leistungsfähige Selbstverwaltung, von der die Nussi- fizierungssucht der St. Petersburger Gewalthaber seit 1894 schon mancherlei abgebröckelt hat, wie die Zoll- und Münz- Freiheit, das finnländische Postregal rc., will man vollends in die Zwangsjacke der russischen Bureaukratie pressen, — aus dem Finnländer, der sein eigener Herr ist und es zu sein verdient, soll ein gehorsamer russischer Unterthan werden, — schade, jammerschade! Emil Pistor Nacht Inhaber: H. Selbst und L. Schussler 10 Marktstrasse 10. ° tagen m V f^^^Werkzeugeii,ElseDwaaren Oölvnö — Haushallungsgegenständen. s Ges. gesch 0R WN°3töti I DARMSTADT. \ Rtbaftiin, W Tie Bestei Nachdem es von Jntere in der biShms jotoeit dies e möglich ist. 5 des Staats dl würden natürl Steuersätze (b erhöht werden An Sink fundiertes und bezeichneten Sir Beträge zu zah jßentaB*' Ulgfibtut*! **tÄ bagtkgt f*teÄ if StiÄeil ^«»Serer. Eintvmm MM 600—150 M 2WM 3000 , 4000 , 5000 „ 6000 „ 7000 „ 8000 „ 9000 „ 10000 „ Bei ben weiter feine Ül hechen Steuer Die beson die sicher bw xeMstruex ex lrchudrDex steuexung bi Gewerbed wegen der g lagen nicht c aus die gen bie bie Ermä> besitz auf 61 und beim get im Durchschn lichem Kaf Tteuererhöhu dieGxundlag, unb bie alten Zeichen. Le 31/2 Proze ^schiedenen Äkunst folg, Spital »^rnögen 3000 M . 4000 ' ~ 5000 " = 10000 " = 20000 " = 30000 " = 50000 " = 10000 " 5 100000 " = Kl b«6fle"er,a! von j. ^urlsr, 1898 ,lb”«9är vor kn , ble Lr >8? fdne iichtt ^btr ?lt t ih . V ^'1 der btt 3 Rebalttee U. «vrkharbt. — Bruck nnb btt Brüht'scheu Uui»erfittt«.«uch. uub Gteiutzruckerei (Pietsch Erben) in Gieße». 5693] Der mittlere Stock ist per 1. Ok- tober zu vermieten. Neustadt 8, 5057] Zum 1. Oktober ift eine sehr schöne Wohnung, 1. Etage, 6 Zimmer, Badez., Veranda, an eine ruhige Familie zu vermieten. 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