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Stein d«trn Gedanke» erweckte, einen Nationalen Mittelpunkt für uM rZcstrebunge» auf dem Gebiete der deutschen Geschichts- kiu6 Altertumsforschungen zu begründen, da fand dieser GtzÄmke keine» Widerhall in deutschen Herzen. Die Zeit Wiiui noch nicht reif; der nationale Gedanke mußte erst letagiaai, gleichsam auf unterirdischem Wege, erstarken, ehe dftch Plan eines germanischen Natio»al'Museums zur WÄlichkeit werde» konnte. Tin fränkischer Edelmann, Freiherr Hans von und z» AdW, war es, der mit seine» bedeutenden Privatsarnm- l»D» den Grundstock dazu legte. I» unermüdlicher, rast- Ions« Arbeit, unbeirrt durch Anfeindungen und Hemmungen, vw>« Ludwig I. vo» Bayern i» seineu nationale» Bestreb- »riga durch fördernde Anteilnahme unterstützt, gelang es ih^auif der i» Jahre 1852 in DreSde» unter dem Dorsitz beii damaligen Prinzen Johan», de» spätere» Königs von Sil.chsm abgehaltenen Versammlung deutscher Geschichts- »nA N iertumsforscher und -Freunde seine Bestrebungen zu etiiitr allgemeine» nationalen Angelegenheit z» mache»; das IM 2852 ist das Gründungsjahr des germanischen MlsfiamlS. Die deutsche Bundesversammlung hat denn auch so'vMt die große Bedeutung der Sammlung anerkannt und aniU8.. $uli 1853 beschlossen, daS germanische Museum zu 9t*ünibe!üg als ein für die vaterländische Geschichte wichtiges AMnchmen der schützenden Tellnahme u»d wohlwollenden Unterstützung den Regierungen der deutschen Bundesstaaten zu empfehlen. Aus kleinen Anfängen ist es zu einem großartigen Institut herangewachseu, wie es nicht ähnlich in der ganzen Welt zu finden ist. In seiner jetzigen Größe und Ausdehnung steht es durchaus ohne Konkurrenz da; es ist wahrhaftig ei» Abglanz der Größe und Herrlichkeit des deutschen Volkes. Weder das Kensington-Museum und Britische Museum in London, noch der Louvre könne» mit dem Germanischen Museum in seiner jetzigen Höhe der Entwickelung konkurrieren; es ist Deutschlands Stolz, hoch steht eS über allen ähnliche» Schöpfungen des Auslandes. Der vor kurzem verstorbene Direktor des Museums, v. Effenwein, kann mit Fug und Recht als der Schöpfer der Anstalt in ihrer heutigen Gestalt angesehen werden. Das von ihm 1866 ausgestellte Programm führte er mit bewundernswerter Energie und Umsicht durch. Die Sammlungen sollen dazu dienen, von der Entwickelung der deutschen Kultur in allen ihren Zweigen, in Wiffenschaft, Litteratur und Kunst, in Handel, Gewerbe, Verkehr, in Sitten und Gebräuchen, von den frühesten Anfängen des germanischen Volkstums an bis zu unserem Jahrhundert ein anschauliches »nd belehrendes Bild zu geben. Die früheren Jahrhunderte, die dahingegangeuen Geschlechter in ihrem Wirken und Schaffen werden vor uns lebendig, wenn wir durch den schlichten, hohen Thorbogen, auf dem die stolze Inschrift prangt: „Eigentum des deutschen Volkes-, in das alte Karthäuserkloster eingetreten find, und wenn wir die mächtigen Hallen, die malerischen Kreuzgänge durchwandern, staunen wir über die Fülle der herrlichen Schätze an historischen Denkmäler», welche die über ganz Deutschland verstreuten Wohlthäter und Gönner der Anstalt gestiftet oder die durch die Wachsamkeit der Direktiou vor der Verschleppung ins Ausland bewahrt wurden »nd in geradez» musterhafter Weise von Essenwein, dem gründlichsten Kenner, Erforscher und Wiederhersteller mittelalterlicher Kunstdenkmäler, de» Studium des Gelehrten und Künstlers wie der genießende« Betrachtung des ganzen Volkes zugänglich gemacht worden find. Fast ein ganzes Stadtviertel ist um den ursprünglichen Bau nach und nach entstanden; dieser malerisch interessante Häuserkomplex ist schon a» fich sehenswert, namentlich da Essenwein, nach dessen Plänen und Anordnungen alle Einzelheiten der Bauten aufgeführt wurden, alte hervorragende Bauten aus Nürnberg wieder aufgebaut hat. Mit nicht» hat fich der deutsche Volksgeist, soweit überhaupt Denkmäler vorhanden find, beschäftigt, von dem nicht hier Spuren oder ganze Bilder zu finden seien. Eine Merkwürdigkeit des Museums ist cs, daß es die einzelnen Berufsstände, die Innungen, den Adel usw. geschickt als Sammler und Stifter einzelner Räume und Bauteile heranzieht. Die deutschen Kaufleute haben die Sammlung zur Geschichte des Handels und Verkehrs, das „Deutsche HandelS- museum- gestiftet. Neuerdings haben die deutschen Apotheker eine alte Apotheke vollständig bis ins kleinste eingerichtet. Das Museum hat bekanntlich eine der bedeutendsten Wassen- sammlungen, die namentlich auch durch die deutschen Standes- herren gefördert wurde. ES hat eine großartige Bibliothek, ein reiches Archiv. Allen einzelnen Abteilungen find wissen- schaftliche Fachbeamten vorgesetzt, die im strengsten wisseu- fchaftlichen Geiste die Sammlungen erforschen. Woher stammen die Mittel, so großes, eine so ganz einzig dastehende nationale Sammlung z» schasse»? Die Umsicht und die nimmermüde Thatkraft der Verwaltung hätte die Aufgabe nicht bewältigen können, ohue die Opferwilligkeit und werkthätige Unterstützung einer große» Anzahl patriotisch gesinnter Männer und Frauen aller Stände, aus allen deutschen Ga»en, voran Se. Majestät Kaiser 189« str. 106 Zweites Blatt Samstag den 6. Mai Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- tmb Anzeigeblatt für den Nreis Gieren leeafret« »hi Anzeige» ga bet nachmittag- fflt tat stlgmd« lag ******* *»*■* bi- vor». W Uhr. Dc> Poübezug S Mark 50 Pfg. vicrkljährlich. gStlugspref» vienrlsthrlich S Mark dü Pfg. »»NtUiich 75 Pfg. »t< Vrmgerlotzn. «fle Anzeigen-BkrimnliWHrftel« b*9 5«. unb »u-lanbe- »ehmen Anzeige« ffc bta Gießener Anzeiger tntgegen. Gescheht »glich nd Ausnahme b ös «sfq einen V«> ^4 - *in d» .m mt,. '"M ®a8 in ltil9!lll. 7» wt >l ’mftanbe bin . l9<> ßchibnes 7e W i*, :• Klaus SrE Im Dienste dni l?ut19 stehen ttt; ""er Teil in $tn ’■ Dienstwohnung! oaltung veranlag leb ein größerer der Betriebsorte k und in genüg? d- für dar Pich toar in Stutt«, 1869 und 70 in', es 200 Familieii»^ für die Bediech :i ist für die Je-.. Konsumvereins, rixi t eingerichtet. )eschafsung Mak !, sind seit 1894 in: zwei- und dch" tie MetSM'e k 1 M. für töt 3jiat stnd fejr ytMig das AW Mm sind/^»g-Mwe )N -aSsendchM^r tu beinahe 1M - r MmeM G - fant \tn, einmal tritit eines der 'n. «n btt tig dn DvM :n Avyd in >w, btt bei n wttbtW, '-' t bet Har-' raistrWP'' a. 500 TvlS;: per Tag s fasten 4S- hem der W also nm P elbe OuaE wiederum chiff im Sta^'' 3 3*"&' «d Nl-Ä ibti»»«- *?«•*& 5 HO«*.1:' ,n auf einer W t»«“! J« w*« estie v.,lh ||. 0''... 3673 Der Branddirektor: Traber. Versäumen Sie nicht Sommer. 8559 mm gtrgmaon’s zilie»milih-3kisk Hießen W-ttkestraße 8 Schrauth’s Gemahlena in Kngros Ierkauf öei Gebr. Haustein, Hießen. 0 sm avich Matratze» 3 tH'-iret. Kegelabend tom Mk. 4300. 3007 ' llflninntniiidjiiiißrii Wietfleiuche (Mene Stellen , / ■ Stellon-Grl licht Perschitdents Ueriilietnnyen Lahn und Wetterau. 8 Aufichtskartev nach Aquarellen 3672 Caf6 Ebel. fee-Räder Niederlage bei A. Kilbinger, Seltersweg 19. 3516 anzusehen. 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