M, 80 Zweites Blatt Donnerstag den 6. April 88 UnSt; Anrts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren VI en. aus. Ä lüM Alle «ntei-en-vermittluLgSftellen bei In- unb Äuitonbcl nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entfcfte. IM tuen, tpebition und Druckerei: Achnkstr.ße Ar. 7. VetiiM» t »en Anzeigen zu der nachmittag« für bew Tag erfcheinmben Nummer bi« vor». 10 Uhr. schaftlichen Instituten, wie auf die durch den persönlichen wissenschaftlichen Verkehr gegebene gegenseitige Anregung seine Stätte in Berlin finden müssen. Daß das Institut als Reichsinstitut, unter der Leitung der Kolonialabteilung des auswärtigen Amtes stehend, gedacht ist, ist bekannt. Aus Thüringen, 30. März. Arbeiterverhältnisse. Der Bericht des Fabrikinspektors Brecht von Schwarzburg- Rudolstadt schließt mit folgenden bemerkenswerten Worten: „Wer sich der Arbeitsverhältnisse aus den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts zu erinnern vermag, der muß zugestehen, daß am Schluß desselben kein Stand im Staate sowohl seiner äußeren Stellung nach als auch in der Lebenshaltung und in wirtschaftlicher Beziehung so erheblich emporgekommen ist, als der sogenannte Arbeiterstand, und das ist erfreulich." — lieber die Fürsorge der Unternehmer gegenüber den Arbeitern berichtet der Fabrikinspektor für das Großherzogtum Weimar u. A.: In einer großen optischen Werkstätte wurde der gesamten Arbeiterschaft am Schluß des Jahres ein Gewinnanteil von 9 pCt. des Lohnes gewährt; in einer großen Glashütte erhielten sämtliche Arbeiter zu Weihnachten ein Geschenk, das bis zu einer fünfwöchigen Lohnzahlung betrug. In einer großen Zementfabrik wurde wegen der plötzlichen Steigerung der Brodpreise den verheirateten Arbeitern je nach Bestand der Familie eine Teuerungszulage von 3 Mk. die Woche gewährt. In einer Buchdruckerei wurde dem Personal durch Nachtrag zur Arbeitsordnung im Fall der Krankheit, des Todes oder der Invalidität eine wesentliche Unterstützung, die sich bei älteren Arbeitern bis zu einer lebenslänglichen Rente steigert, zugesichert. Dresden, 30. März. Sozialdemokratisches. Der für die in den nächsten Tagen stattfindende Landes- versammlung der sächsischen Sozialdemokraten berechnete Bericht des Zentralkomitees zeigt wiederum recht deutlich, zu welchen Erfolgen eine straffe Organisation und Opferwilligkeit führt. Im vergangenen Jahre wurde im Königreich Sachsen die Agitation wieder in der umfangreichsten Weise betrieben, denn es wurden nicht weniger als 4160000 Exemplare von Wahldruckschriften verbreitet, und neben dieser schriftlichen Agitation fand eine nicht minder rege mündliche statt. In 20 sächsischen Wahlkreisen wurden 159 Versammlungen abgehalten. Die Wahlkosten betrugen für alle 23 Wahlkreise 83481 Mk.; sie schwankten zwischen 1395 und 6382 Mk. für den Wahlkreis. An den sächsischen Gemeinderatswahlen war die Sozialdemokratie nach einer unvollständigen Aufstellung in 220 Orten beteiligt; gewählt wurden 268 ihrer Anhänger. Zur Zeit sitzen in 314 Gemeinderäten 736 sozialistische Vertreter. Außer den für die Reichstags- und Gemeindewahlen aufgewendeten erheblichen Mitteln konnten 8600 Mark an die Parteikaffe nach Berlin abgeliefert werden. Die Nutzanwendung für die bürgerlichen Parteien aus dem Berichte liegt in der Befolgung der Mahnung: „Gehet hin und thuet desgleichen!" Abrrffe für Depeschen: Anzeiger Gieß«. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Ker heWche Landwirt, Klätter für hessische UotKsKunde._________________ Deutschland und China. Derjenigen Staaten gegenüber, welche nicht willens ob?'C imfi anbe sind, fremde Unterthanen gegen VergewalN- guri.gzu schützen, ist Selbsthilfe geboten, und so hat denn meng bi? Deutsche Reich im Laufe der Jahre mehrfach oic^idTLttcI in Anwendung bringen müssen. In beinhalten Qu rbrlajibc China herrschen seit langem höchst unsichere ;>. «c unb bie Pekinger Regierung vermag ihre bezopften ili.TtrtfiiiHen nicht mehr im Zaume zu halten. Ueberbies era chm «S bie Vizekönige einzelner Provinzen für angebracht, beim rsurg-li-Iamen Opposition zu machen unb bie fanatischen J biTüiftit zu Gewaltthätigkeiten gegen bie Fremben anzu- : U'.tn. Noch in frischer Erinnerung sinb einzelne Fälle, in kiitr sich ber Angriff ber Chinesen gegen Leben unb s'iFMtm ber Missionare richtete. Dies war auch ber erste An'patz baju, daß Deutschlanb bie Expebition nach China auciTTiflcte xnb bas Kiautschou Gebiet in Besitz nahm. Diese J'M.jnoljjnc sollte bekanntlich bem beutschen Hanbel in Ost- i fit in tirem Stützpunkt gewähren unb außerbem auch bem Scktßtzr Ides Lebens unb Eigentums beutscher Unterthanen in gijinc bienen. gln*6*prde vrerlttjährttch 2 Mark 20 Ps§. monatlich 75 Pf^ mit vringerlohru Bei Postbezug 2 Mark 50 Ps^ vierteljährlich. OM U UgNch eit lulnahme be« Sontag«. A Sießener »emHleelMHet Bfttie ö-m Anzeiger wö6*adid| viermal ktigefegt Jin Süben ber Provinz Schantung haben bie christen- feiri'Won Unruhen neuerbings einen gefahrdrohenden tiljilaiahe: angenommen, der bie gespannteste Aufmerksamkeit ber Mltzite erforbert. Bekanntlich richten sich bie Bestreb- uncpu diu Rebellen auch gegen bie Mandschu-Dynastie, unb du- । M6$ie6cnben Kreise Pekings messen ber Bewegung nicht gcr Age tkbeutung bei. Den Aufstanb einzudämmen, hat isk ci rwch nicht gelingen wollen, unb bie chinesischen trugen sinb mehrfach mit blutigen Köpfen zurückgeworfen 'i'otilbm. Jetzt bürste in ber Angelegenheit eine Wendung 'intartitn, benn bie deutsche Regierung hat sich genötigt . in die Aufruhrgegend eine militärische Expedition kWt, IIRW :EIt|(ijben. Die nächste Veranlassung hierzu hat, rote wir ber«7:ils cm anderer Stelle mitgeteilt haben, ein Angriff der rX ?j!cij*lb e Arbeit thun und gründlich unter den bezopften Jett Sm Gef Äm aufräumen wird, darf als selbstverständlich an- gescHn iiverden. Freilich kann unsererseits nicht ein so groiM Apparat aufgeboten werden, um die ganze Provinz Schqaatung zu pazifizieren, aber die Expedition wird den „ SchMigsen gehörig die Jacke ausklopfen und ein Exempel —----- ^stat «n, damit den Chinesen für lange Zeit die Lust ucrcgitl, sich an deutschen Unterthanen zu vergreifen. BieWchl rafft sich nun auch die chinesische Regierung zu etneim cnergischen Durchgreifen auf, wozu es Deutschland Npttl: nn Megnng und eventuell auch an wirksamer Unterstützung mit lassen wird. Der Schritt, den unsere Regierung ncu.:dinqd in China gethan hat, liegt — das möchten wir iß. . .auSlÜMlich betonen — nicht allein in unserem Interesse, Der Kieh em r Anzeiger Keneral-Anzeiger sondern in demjenigen der ganzen westlichen Kultur. Selbstsüchtige Absichten verfolgt das Deutsche Reich nicht; es will nur sein Recht wahren und der Pflicht genügen, seinen Unterthanen in dem großen China Schutz zu gewähren. Es wird ja auch in diesem Falle an Anfeindungen und Verdächtigungen nicht fehlen, aber die Erklärungen, welche unsere Regierung über ihre Absichten in Ostasien abgegeben hat, sind zu klar unb unzweibeutig, als baß irgend ein Zweifel berechtigt wäre. Möchte die deutsche Expedition ohne allzu große Schwierigkeiten und ohne schwere Opfer ihren Zweck voll erreichen!__(xx) Deutsches Keich. Berlin, 4. April. Die Ueberfiebelung des Kaiserpaares nach dem Neuen Palais zu Potsdam, welches mehrfachen baulichen Veränderungen unterworfen worden ist, soll am 23. April erfolgen. Berlin, 4. April. Der Kaiser empfing am ersten und zweiten Osterfeiertage nachmittags den Unterstaatssekretär Freiherrn v. Richthofen und gestern abend den Staatssekretär v. Bülow zum Vortrage. Berlin, 4. April. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des Finanz-Direktors beim Gouvernement für Deutsch-Ostafrika, v. Bennigsen, zum Gouverneur von Deutsch-Neu-Guinea. Berlin, 4. April. Wie der „Lokal-Anzeiger" berichtet, ist der Kaiser seit Karfreitag von leichtem Unwohlsein befallen. Ein sogenannter Hexenschuß zwang ihn, während der Feiertage das Zimmer zu hüten und zeitweise auch das Bett. Das Befinden des Kaisers hat sich jetzt so weit gebessert, daß er heute vormittag Vorträge entgegennehmen konnte. Die Teilnahme an der Taufe beim württembergischen Gesandten mußte jedoch noch abgesagt werden. Berlin, 3. März. Das tropenhygieinische Institut, dessen Errichtung höchst wahrscheinlich im nächsten Reichshaushaltsetat gefordert werden wird, würde nach einem von Professor R. Koch und Dr. Kohlstock abgefaßten Gutachten hauptsächlich folgende Aufgaben zu lösen haben: Untersuchung über Bekleidung, Nahrungsverhältnisse und Ernährung der Europäer in den Tropen, weitere Erforschung der Tropenkrankheiten, in erster Linie Malaria und Dysentrie, ferner von Krankheiten, die zwar zurzeit noch nicht in unsren Schutzgebieten aufgetreten sind, deren Einschleppung dorthin aber über kurz oder lang zu erwarten steht, wie Cholera, Gelbfieber, Maltafieber u. s. w., Untersuchungen über Tier- krankheiten, Ausbildung der für den Dienst in den Tropen bestimmten Aerzte und Tierärzte, ärztliche Behandlung der aus den Tropen zurückkehrenden Kranken. Wegen der räumlichen Trennung des deutschen Kolonialbesitzes wäre es nicht angängig, dieses Institut in irgend eine der Kolonien zu verlegen, das Institut würde mit Rücksicht auf den für dasselbe notwendigen Zusammenhang mit andren wissenin t»O Feuilleton. M Zukunft des deutschen Theaters. Bon Hermann Lekisch. eingettoffen. ljr—" * . a 8ilb ist die diesjährige Theatersaison zu Ende, und int c m igen Ausnahmen klagen die Direktoren über schlechte efetyilc Die Ursachen hierfür sind verschiedener Art. Jem erwächst dem Theater im Varietö eine nicht zu ^fl^H[^nt«inft®3cnbe Konkurrenz, und meistens bringen es auch EUuljlFnc S:riitt68 durch aufdringliche Reklame fertig, daß sie ;ut Mtzt sind, während das Theater leer steht. Ich hörte 1 ksch'edene Male folgendermaßen erklären: „Gehe ich n c iiv L arietö, so sehe ich in drei Stunden die verschiedenst!, ff v rti.tgii-n Trics, ich sehe Jongleure, Soubretten, Excentriqs, «Me Tiere, Komiker u. s. w., ich sehe dort wirkliche heil 13 kümWr. Die Schauspielkunst aber hat für mich nichts eiziMts/, sie ist lediglich eine Sache der Routine, der » ujll °^em»,Ätlheit oder höchstens ein Kunstgewerbe. Gefällt mir :öms!te eine Nummer nicht, gut, so habe ich elf andere, vfäflHiir im Theater das Stück oder ein Schauspieler langweile ich mich den ganzen Abend. Auch kann 2,^ nirt a einer Provinzstadt im Theater nur wenig geboten vertoia, während beim Variete der vierzehntägige Programm- E' veckch'i! bedingt, daß die größten Kunstkapazitäten, nachdem jöjxic i in dm Hauptstädten aufgetreten, auch in kleinere kommen; .z. )otfiM ß knnmal ein tüchtiger Schauspieler an einer Provinz- z,6f 10 ?’ bühne, gleich schnappen ihn die Berliner oder die Hoftheater weg. Nachdem ein Mensch den Tag über gearbeitet hat, hat er auch selten Luft, noch einige Stunden ins Theater zu gehen, um dort etwa ein Hauptrnann'sches Stück zu sehen, das ihn aufregen und traurig stimmen muß. Er will vielmehr nach der Arbeit vor allem kräftig essen und ordentlich trinken, und will er sich einmal vergnügen, so geht er ins Varietö, um die Späße der musikalischen Klowns und die Kouplets des Komikers zu hören; meistens bringt er aber lieber seine freie Zeit bei Kartenspiel und Schwatz mit Genossen und bei Besprechung von Parteiangelegenheiten zu. Der Theaterbesuch bleibt für ihn immer ein Ereignis. Betrachten Sie doch nur die englischen Theaterverhältnisse, denen sich die deutschen langsam nähern. In England, bem man doch gewiß nicht den Vorwurf geistiger Interesselosigkeit machen darf, da dort die meisten Bücher gekauft werden, spielt das Theater schon lange nur die Rolle einer gesellschaftlichen Unterhaltung, und zwar einer nicht besonders hochstehenden. Shakespeares Werke werden massenhaft für einen Sixpence gekauft, aber aufgeführt werden sie nur sehr wenig, und dann bei horrenden Preisen und um der glänzenden Ausstattung willen." So wurde mir der Rückgang des deutschen Theaters mehrfach erklärt, und zwar von Gebildeten, von geistig hochstehenden Menschen. Die so sprachen, waren Leute, die Goethes, Schillers, Lessings, Hauptmanns und Sudermanns Werke gerade so gut kannten, wie jeder Kritiker; die dieselben gelesen hatten, aber nicht auf dem Theater sehen wollten. „Glauben Sie denn, ich wollte mir meine ganze Illusion verderben, wenn ich ins Theater gehe, und sehe, wie die Schauspieler, vom Inspizienten hereingestoßen, ihre Rollen ohne geistiges Vertiefen herunterplappern, um dann wieder so schnell wie möglich hinausstürzen und heimgehen zu können," sagte mir einmal ein Herr, und wie recht hatte er, wie wenig konnte ich ihm erwidern. In der That, der Zudrang zum Theater ist heute ein viel zu starker, viel zu viel talentlose laufen unter den Schauspielern herum, die nur durch Protektion an erste Stellen gelangen, und die einen dann auf der Bühne durch ihre Interesselosigkeit geradezu beleidigen. Obwohl in vielen Städten Volksvorstellungen zu ganz billigen Preisen stattfinden, wird es doch nie gelingen, das Interesse des Volkes für klassische Werke anzuregen, sondern dasselbe hält es für viel zweckmäßiger, seine freie Zeit mit Spazierengehen, Turnen, Schwimmen und Schlittschuhlaufen zuzubringen, als daß es sich stundenlang ins Theater setzt. Das Vorhergesagte betrachte ich als die Gründe für den Rückgang des deutschen Theaters, und füge noch hinzu, daß Gesagtes keineswegs meine Meinung über das Theater, sondern lediglich, wie ich glaube, die des großen Publikums ist. Unter solchen Umständen scheint mir die Zukunft unseres Theaters sehr gefährdet, und zwar hauptsächlich durch das Varietö. in der Heimat mit der Versicherung, daß er nach der Einnahme von Malolos den kämpfenden Philippinern eine allgemeine Amnestie anbieten wird, und daß die Zwilkommissare die Absichten der Vereinigten Staaten dann kundgeben werden. Indes sieht man schon voraus, daß die philippinische „Regierung" sich nicht ergeben, sondern mit den Streitkräften nach Santo Tomas, etwa 25 Kilometer weiter auf der Bahnstrecke nach Dagupan, zurückziehen wird, wohin die Amerikaner selbstverständlich folgen müssen. — Aus Südwestafrika. Herr Rechtsanwalt Georg Wasserfall, der sich in Windhoek niedergelassen hat, gibt dort, wie schon berichtet, eine alle 14 Tage erscheinende Zeitung, den „Windhoeker Anzeiger", heraus. Es ist die erste Zeitung, die in Deutsch-Südwestafrika erscheint. Wohl wenige haben eine Ahnung davon, welche Schwierigkeiten die Ausführung dieses Unternehmens machte. Herr Wasserfall mußte, da er nicht hoffen konnte, in Windhoek einen Drucker zu finden, bevor er dorthin ging, selbst Setzen und Drucken lernen. Die Druckeinrichtung, die er mitnahm, konnte bei der Schwierigkeit des Landtransports von Swakopmund nach Windhoek nur eine ganz einfache sein. Am 24. April 1898 langte die Einrichtung in Swakopmund an, am 2. August 1898 ist sie in Windhoek eingetroffen. Sie mußte dann bis zum 19. September liegen bleiben, weil ein Raum für ihre Unterbringung nicht eher zu beschaffen war. Das Montieren Der Presse, einer Handdruckpresse , welches Herr Wasserfall selbst besorgen mußte, nahm 14 Tage in Anspruch. Die Ochsenwagenfracht der Einrichtung, welche nebst Verpackung 2314 Kilo wog, von Swakopmund bis Windhoek kostete 965,60 Mk. Herr Wasserfall hat wider Erwarten in Windhoek einen gelernten Drucker (Schweizerdegen) gefunden, so daß er jetzt die Zeitung nur selbst zu schreiben, nicht auch, wie er ursprünglich annahm, selbst zu drucken braucht. Lokales und ProomMes. Gießen, 5. April 1899. ** Mlitardienstuachrichten. Dr. Lindemann, Ober- I stabsarzt 2. Klaffe und Regimentsarzt des 2. Großh. Hess. | Drag.-Regts. (Leib-Drag.-Regts.) Nr. 24, zum Oberstabsarzt 1. Klaffe, Dr. Lippelt, Stabs- und Bats.-Arzt des 3. (Leib-) Bats. Braunschweig. Jnf.-Regts. Nr. 92, zum Oberstabsarzt 2. Klaffe und Regts.-Arzt des 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarde-) Regts. Nr. 115, Hofmann, Unterarzt beim 1. Großh. Jnfant.-(Leibgarde-)Regt. Nr. 115, I zum Assist.-Arzt — befördert. Dr. Brüning, Königlich Bayer. Oberarzt a. D., zuletzt in der Res. des Landw.- I Bezirks Hof, in der Preuß. Armee als Oberarzt mit einem Patent vom 28. März 1899 beim 3. Großh. Hess. Jnf.- (Leib-)Regt. Nr. 117 angestellt. Dr. Großheim, Generalarzt mit dem Range als Generalmajor, Korpsarzt des I 4. Armeekorps, in gleicher Diensteigenschaft zum 18. Armee- I korps versetzt. Eisenh uth , einjährig-freiwilliger Arzt I vom Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, I unter gleichzeitiger Versetzung zum Großh. Heff. Feldart.- Regt. Nr 25 (Großh. Art.-Korps), zum aktiven Unterarzt ernannt. I ** Der Kuustverein für das Großherzogtum Hessen, dessen heurige Generalversammlung auf Samstag, 8. April, nach- I mittags 4 Uhr in die Kunsthalle einberufen ist, hat den Rechenschaftsbericht pro 1898 des Ausschusses an die Mitglieder versandt. Durch Beschluß des Ausschusses I vom 25. März 1898 wurde zum Vorsitzenden Herr Ministerialrat v. Bechtold, zu dessen Stellvertreter Herr Professor Noack, zum Konservator Herr Dr. Back, zum Ge- I schäftsführer Herr Schwab auf ein Jahr gewählt. Nachdem I Herr v. Bechtold als Provinzialdirektor nach Gießen ver- I setzt worden war, legte er sein Amt nieder und wurden die | Geschäfte von dem Herrn Stellvertreter geführt. In der I Sitzung des Ausschusses vom 29. November bat derselbe, I ihn von seinem Amt zu entbinden und es wurde hierauf an I seiner Stelle Herr Landgerichtsrat von Hessert zum Stell- I Vertreter des Vorsitzenden gewählt. Der Verwaltungsrat | hat dann am 10. Dezember 1898 den Ausschuß durch Wahl I des Herrn Regierungsrat v. Hahn und Gymnasiallehrer I Hölscher zu Mitgliedern bis 1903 ergänzt. Den Mitglieder- I stand anlangend zählte man an Vereinsmitgliedern: in Darm- I stadt 524 Mitglieder mit 554 Anteilscheinen (gegen das Vorjahr mehr 27 M. mit 27 A), in Gießen 207 M. mit 220 A. (mehr 10 M. mit 10 A.), in Mainz 101 mit 101 M. mit 101 A. (weniger 4 M. mit 4 A.), in Offenbach 140 M. mit 154 A. (weniger 3 M. mit 3 A.), in Worms 98 M. I mit 98 A. (mehr 11 M. mit 10 A.), in anderen Orten des I Großherzogtum 40 M. mit 46 A. (weniger 4 M. mit 4 A.) I in Orten außerhalb des Großherzogtums 26 M. mit 26 A. I Sonach waren es insgesamt 1136 Mitglieder mit 1199 An- I teilscheinen, ein Plus gegen das Vorjahr von 37 SDHtgliebern und 36 Anteilscheinen Die Ausstellungen des Vereins in der Kunsthalle haben 1898 wie früher in rascher Folge stattgehabt. Im ganzen waren ausgestellt: in der Kunsthalle in Darmstadt: 446 Oelgemälde, 29 Aquarelle, 5 Pastelle, 54 Zeichnungen; im Kunswereinssaal in Gießen: 363 Oelgemälde, 21 Aquarelle, 5 Pastelle; in Mainz: 150 Oelgemälde ; in Hanau 60 Oelgemälde. Darüber, ob ein zur Ausstellung eingesendetes Kunstwerk ausgestellt werden soll, ! entscheidet eine vom Ausschuß bestellte Jury. Auch von den im regelmäßigen Turnus einlangenden Kunstwerken muß regelmäßig eine Anzahl als zur Ausstellung ungeeignet zurückgestellt werden. Es ist zn hoffen, daß durch die zur Zeit beabsichtigte Reorganisation des Münchener Kunstvereins erreicht wird, daß namhafte Künstler in größerer Zahl als bisher unsere Ausstellungen beschicken werden. In der Zeit vom 17. Juli bis 1. September war die Ausstellung in der Kunsthalle geschlossen. Von da bis 15. Oktober hat der Ausschuß i die sämtlichen Räume der Kunsthalle der „Freien Vereinigung Darmstädter Künstler" zum Zwecke der Veranstaltung einer Kunst-, und Kunstgewerbeausstellung frei zur Verfügung gestellt. Die von dieser Vereinigung den Räumen auf ihre Kosten in dankenswerter Weise gegebene schöne und würdige Decken- und Wandbekleidung hat dem Kunstverein die erwünschte neue Herstellung der Räume verschafft. Das Vereinsblatt „Motiv aus der Burg Friedberg" von B. Mannfeld in Frankfurt a. M., ist im Jahre 1898 an die Mitglieder des Vereins, ausschließlich Darmstadt und Mainz, zur Ver- I teihing gelangt. Bei der am 22. Dezember 1898 statt- I gehabten Verlosung wurden unter die Mitglieder verlooft I zwei uns bei der Verlosung des Münchener Kunstvereins I als Gewinne zugefallene Oelgemälde, „Motiv aus der Gegend von München" von Philipp Röth in München, I ferner „Abend" von Georg Flad in München, sowie die von I unserem Verein im Laufe des Jahres angekauften 17 Oel- I gemälde, 2 Aquarelle, 2 Farbdrucke und eine Reche von I Prachtwerken. Ferner kamen zur Verlosung 32 Exemplare I von Vereinsgaben anderer Kunstvereine, nämlich 25 des I Münchener, 4 des Düsseldorfer Vereins und 3 von drei I anderen Vereinen Nach der Vereinsrechnung pro 1898, I die der Schatzmeister aufstellte, betrugen die Einnahmen I 21,374.60 Mk., die Ausgaben 17,379.12 Mk. Unter ersteren I waren Mitgliederbeiträge mit 11,990 Mk., Eintrittsgelder I mit 1029.39 Mk., Staatsbeitrag 700 Mk., unter letzteren I dieAufwendung für angekaufteKunstgegenständemit3347.40Mk. I desgl. für Vereinsblätter mit 3018.67 Mk., Ausstellungs- Ausland. Wien, 4. April. Die türkische Botschaft dementiert die Meldung über einen Zusammenstoß zwischen bulgarischen und türkischen Truppen bei Kizil-Agatsch. Lemberg, 4. April. Hier fand ein R e n k o n t r e zwischen einem Generalstabs-Offizier R. und einem Ingenieur M. statt. Letzterer wurde durch einen Säbelhieb über den Kopf schwer verwundet. Rom, 4. April. Der Papst hatte gestern einen längeren I Ohnmachtsanfall. I Sofia, 4. April. Der Finanzvertrag zwischen I Bulgarien und einer bekannten Finanzgruppe wurde gestern I unterzeichnet. I Sofia, 3. April. Das Verhältnis der Türkei zu Bulgarien droht trotz der Mäßigkeit des Sofianer Kabinetts wieder wesentlich schlechter zu werden. Der bul- | garische Vertreter in Stambul, Markofs, dessen Demission I zwar angenommen wurde, der aber infolge der Absage I seines in Aussicht genommenen Nachfolgers, des Generals I Petroff, noch immer im Amte steht, hat wieder eine feiner I Drohnoten losgelaffen, deren Form so unannehmbar ist, I daß die Sofianer Regierung sich zu einer amtlichen Ab- I schwächung verstehen mußte. Dafür hat die Türkei wieder I dem bulgarischen Nationalbewußtsein einen empfindlichen Stich versetzt, indem sie in Petersburg Einspruch gegen die Zulassung Bulgariens zur Abrüstungskonferenz erhob. Vor- I läufig wird in Sofia zwar die Nichtigkeit dieser der „Köln. I Ztg." aus Petersburg gedrahteten Nachricht bestritten, es I erscheint aber hochwahrscheinlich, daß die Pforte mit dieser unsanften Erinnerung Bulgariens an sein staatsrechtliches I Abhängigkeitsverhältnis, — eine der Drohnote entsprechende Antwort erteilen wollte. Der tiefere Grund für diese schlechten Beziehungen liegt durchaus an Macedonien. Die Bulgaren schicken sich an, eine Reihe von Einzelfällen grausamer Behandlung von macedonischen Christen, welche teils direkt von den türkischen Behörden ausgeübt worden sein | sollen, teils den wilden Arnauten zugeschrieben werden, als I macedonisches Material für die Abrüstungskonferenz zu veröffentlichen. Wenn diese Daten nur halbwegs der Wahrheit I entsprechen, würden sie allerdings beweisen, daß die barbarische Behandlung der Christen in Macedonien jetzt zwar nicht öffentlich, wie im Vorjahre in den Massacres von Vinitza, | zum Ausdruck kommt, jedoch im „Kleinen und Stillen" ganz I ungehindert weiter ihren Fortgang nimmt. Wenn der Vali, [ wie dies behauptet wird, dem Mutessariff einer Ortschaft seines Vilajets befiehlt, einen bekannten Mörder, der gleich- | zeitig aber albanesifcher Beg ist, zu greifen, sofort die I anderen Arnauten des Ortes den türkischen Beamten mit dem Tode bedrohen, wenn er den Befehl ausführe, der Mutessariff ein ganzes Bataillon Soldaten zur Unterstützung erhält, dessen Kommandant aber seinem General berichtet, er werde keine Gewalt anwenden, weil ein Arnautenaufstand zu befürchten sei, daraufhin die Arnauten, mit dem Mörder in ihren Reihen, die Absetzung des Mutessariffs verlangen und diese vom Vali thatsächlich bewilligt wird — so kann man füglich keine Durchführung von Reformen von einer solchen Administration erwarten. Amerika. Die deutsche Gegenorganisation gegen | die anglo-amerikanische Verbrüderung in den Vereinigten Staaten von Nordamerika gewinnt immer mehr an Festigkeit. Alle deutschen geselligen Vereinigungen, religiösen und politischen Gemeinschaften in Chicago sind aufgefordert, Vertreter zu entsenden zu einem Meeting am 17. April zwecks Bildung einer ständigen Organisation zum Protest gegen ein englisch amerikanisches Bündnis. Diese Organisation dürfte einen nationalen Charakter erhalten, da die Persönlichkeiten, welche die Anregung zu diesem Meeting gegeben haben, mit hervorragenden Deutschamerikanern in New-Aork, Philadelphia, St. Louis, Milwauke, Buffallo und anderen Städten in Verbindung stehen, um in diesen Orten ähnliche Organisationen ins Leben zu rufen. — lieber Washington kommt die Nachricht von einem neuen Erfolg der Amerikaner. General Otis telegraphierte aus Manila, daß Oberst Mac Arthur, Malolos, das Hauptquartier der Filipinos, genommen hat. Die Filipinos leisteten nur geringen Widerstand und zogen sich zurück, nachdem sie die Stadt in Brand gesteckt hatten. Die Amerikaner, die bei der Einnahme der Stadt angeblich nur einen Todten und 15 Verwundete hatten, rasten in der Stadt, die zum großen Teil durch Feuersbrunst zerstört ist. General Otis tröstet die ungeduldig gewordenen Amerikaner Schisssnachrichten. Bremen, ,1. April. sP« trcmsatUmttschm T^r^ Postdampfer Bonn, CapttSn A. Traue, vom Rord : in Bremen, ist am 30. März, 8 Uhr vormittag», wohuxp Baltimore img »kommen. kosten mit 3700.78 Mk., Verzinsung und Tilgung mit 1350M Nach der statutenmäßigen Verteilung beliefen sich die breü vom Verein geführten Fonds Ende 1898 auf folgende träge: Fonds A (für Ankäufe zur Verlosung) 1032.91 M Fonds B (Beschaffung eines Vereinsblatts) 545.30 " Fonds C (Ansammlung eines Fonds zur Widmung voru Kunstwerken zur öffentlichen Bestimmung) 17,680.62 Der bare Vorrat zu gleichem Zeitpunkte betrug 3995.48 Ml" Nach § 13 der Statuten haben in diesem Jahr Ergänzung-I wählen zum Verwaltungsrat stattzufinden und zwar scheid^ aus: in Darmstadt.: die Herren Dr. msä. Bennighof, Frhr von Berswordt-Wallrabe, Dr. Back, W. Bader, Srbb Morneweg; zu ersetzen ist der verstorbene Geheime Sommer' zienrat Wilhelm Merck; in Gießen: Professor Dr 6qner Kommerzienrat Heichelheim; zu ersetzen ist Geheimerat Frb: v. Gagern; in Mainz: Landgerichtsrat Bücking, Dr. Otto Gastell; in Offenbach: Fabrikant Ed. SieverS, fötntoer E. Renck; in Worms: Geheime Kommerzienrat Heyl zu Herrnsheim und Fabrikant Nikolaus Reinhan. ersetzen sind Ministerialrat Dr. Breidert, flreiitai M Hombergk zu Vach, Geheimer Oberbaurat Hofmann. ** Vom Sprachvereine. Der gewaltige Aufschwung der Deutschtumes im letzten Menschenalter, der für immmQI mit Bismarcks Namen verknüpft ist, hat notwendign Weise auch die Angesehenheit unsrer Sprache mächtig gt hoben. So bedeutsam nun diese Förderung auch ist. tri; haben es nicht nötig, Bismarcks Verdienste um bw deutsche Sprache nur in solchen mittelbaren Wirkung zu erblicken. Bismarck hat dem Französischen das genommen, als alleinige staatsmännische Sprache fütberb noch gelten zu können. Für den zwischenländischen Perke: hat er den Grundsatz aufgestellt, m allen den Fällen, in jeder der beteiligten Staatsmänner die Sprache des anbttr. Teiles verstehe, sei die Muttersprache, anzuwenden. Dm schmählichen Brauche, daß der schriftliche Verkehr auü zwischen deutschen auswärtigen Geschäftsträgern und heimische: Behörden nur französisch geführt ward, hat Bismarck sä wohlverdientes Ende bereitet. — Bei solchen vorbismarDe: Verhältnissen können wir die unangenehme Thatsache, iaj Bismarcks sonst so kernhastes Deutsch auch später nod)raä lich mit Fremdwörtern durchsetzt ist, zur Genüge entschM^ umsomehr, als er nicht selten selbst bedauert hat, ein freute Wort anwenden zu müssen, weil ihm ein heimisches auyi blicklich nicht zu Gebote stehe. Feierliche Kundgebung., aber, deren sprachliche Fassung sorgfältig vorbereitet roetbir konnte, hat Bismarck von überflüssigen Fremdwörtern flissentlich freigehalten. So ist jene Urkunde üom B Januar 1871 ein wahres Vorbild edler Reinheit. Und cli Stephan die Sprache der Post glücklich verdeutschte, bunt: er sich auf einen ausdrücklichen Befehl Bismarcks beruf'u Der Allgemeine Deutsche Sprach-Verein hak somit allei Grund gehabt, Bismarck zu seinem Ehren-Mitgliede zu ernennen. — Gleich der deutschen Sprache hat aber Bismarck auch die deutsche Schrift hoch geachtet. Uw erschien \v. nicht als eine schädliche Liebhaberei, der unser BvU xa i wie möglich absagen müsse. Sein kräftiger Namenszug 1 deutschen Buchstaben ist jedem bekannt, desgleichen feine tief: Abneigung gegen deutsche Bücher in lateinischem Druckt. I Die Inschriften jedes Denkmales, das ihm gewidmet rouO, sollten mit dieser feiner Liebe zu unseren Buchstaben in Einklänge stehen, denn sie ist ein unablösbares Stück Bi- marcks deutscher Art. 4- Vom Laude. Anfang April. Kürzlich wurde aus ic Schaden hingewiesen, welchen der Blutfink in den ®änn durch Abpicken der Knospen verursacht. Ein einfaches,? probtes und an Sträuchern leicht anzuwendendes M' hiergegen besteht darin, daß man die Krone der Bern: sträucher mit dünnen Fäden (Zwirn oder Garn) überfpanr. I Die Vögel bleiben leicht darin hängen und meiden tnsolq I dessen derart überspannte Sträucher. I x Grünberg, 4. April. Die gestern abend vom hiesige I Gesangverein veranstaltete Abendunterhaltung war sei I zahlreich besucht. Die geräumige Turnhalle war bis r- den letzten Platz gefüllt. Das aus Chören, OuarW I Duetten rc. bestehende Programm bot recht viel Abivech- I lang, und die einzelnen Nummern wurden mit rech! Beifall aufgenommen. An das Konzert schloß sich ein 7^' vergnügen, das die Teilnehmer bis zur frühen MorgeW« zusammen hielt. , . Friedberg, 4. April. Am ersten Feiertag ' hier beschäftigter taubstummer Schneidergeselle I Unvorsichtigkeit durch den um 4.15 Uhr von hier nach fahrenden Zug vor der Station Dorheim überfahren I sofort qctööct. Babenhausen, 3. April. Nach dem letzten Arm« I ordnunqsblatt erhält unsere Stadt die II. Abteilung neu zu bildenden 2. Großh. Hessischen Feld-Artillerie- , I ments Nr. 61, bestehend aus 3 fahrenden Batterien, I Garnifon.__ Vermischtes. • München, 1. April. Es verlautet, die flaut _ werde mit den Kindern in diesem Sommer einige in Berchtesgaden verweilen; als Wohnung fei e Alpenruhe ausersehen. — Der bisherige Chefredatteu „Münchener Neuesten Nachrichten", Regierungsrat a^ Burkard, hat diese Stellung niedergelegt. Ler Dozent an der Universität in Heidelberg, $rofcffotv- Samassa, ist als Chefredatteur bet den „Muuy Neuesten Nachrichten" eingetreten. __ — flaf* empM e'^erstag rstj 13 in W »ftla 96 ,m ® W in * W ®b ■fcoh »ck WJ“ n°°E, Ä re.lt nai«" ™ qufammmtimi E der Mrsä .Wnack-r im & Sieben, 28.9 I Srotzh. Dbetffr S per W ! 2550 W II- Unter Saran Vvrtt i per M L0M, i fiaiftriHufyUß ! per M 19 M, v Varschv vo Dorsch' Rem A, ! Kulmkiß m ‘/vfiitep C.I _______ Da in und au f» : ** 8c eä . per Liter l°®ie feinere M mgRMark, [Sodene Mit 1 V, 4t*uiiung Reme» Kiene,hm,! SoazieiStÖCke per Pfand 1 Mark, ’ M Q71 Alle Neuheiten V« Kilo 2238 2846 I M. 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