Donnerstag den 6 April Erstes Blatt. 1899 l is Anrts- unfc Anzeigeblcitt für den Kreis Gietzen ] in 1896 aöe Anzeigen-DermittlungSstellcn M In- und AuSlandrR nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. \i ft Siiihme von Anzeigen zu der nachmittag- für den folitgcldi Lag erscheinenden Nummer bi- vorm. 10 Uhr. Gratisbeilagen: Gießener Familienblatter, Der heßische Kandwirt, Dlätier fihr hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Beschwerden darüber ist aber weder von London noch von Washington aus eine Rektifikation erfolgt; es bleibt nur die Annahme übrig, daß dieselben im vollen Einverständnisse mit ihren Regierungen gehandelt haben. Der ärgste Vorgang dieser Art ist das Vorgehen des Admirals Kautz, von dem es schon bei seiner Abfahrt hieß, daß er -ort eingreifen werde. Darüber haben schon Verhandlungen in Washington durch den deutschen Botschafter v. Holleben und in Berlin mit dem Unions-Botschafter White stattgefunden. Der Admiral Kautz hat aber solche unklare Anweisungen erhalten, daß er im Vereine mit den beiden englischen Kriegsschiffen dort Apia und dessen Umgebung wochenlang beschossen hat. Davon aber, daß die amerikanischen und englischen Schiffs- Kommandanten zur Rechenschaft gezogen waren für ihr rechtswidriges Verhalten, oder daß man von London oder von Washington aus auch nur den Versuch einer Entschuldigung machte, verlautet nichts. In deutlicher Weise läßt sich daraus erkennen, daß die Kapitäne und Konsuln in ihrem deutschfeindlichen Verhalten der stillen Zustimmung ihrer Regierungen sicher sind. Der sichtliche Zweck der Engländer und Amerikaner ist, den deutschen Einfluß auf Samoa zu vernichten, Deutschland ganz aus seiner Stellung als Schutzmacht zu verdrängen. Mit Bezug auf Samoa dürfen wir uns gar keinen Hoffnungen mehr hingeben." — Das Blatt selbst bemerkt dazu: Wir würden gern unserer Regierung so viel Vertrauen schenken, um mit dem Ausdruck der Stimmung zurückzuhalten, den diese schärfste Demütigung und Verletzung unserer Nationalehre, wie sie überhaupt seit 1870 bisher noch nicht versucht worden ist, in jedem lebhaft vaterländisch empfindenden Menschen Hervorrufen muß. Leider ist es unmöglich, über das Maß der uns angethanen Schmach noch irgend jemand zu täuschen. Die offiziösen Bemäntclungs- versuche sind völlig wirkungslos. Es zeigen sich jetzt die ersten Folgen der sogenannten Freundschaft mit England, vor der wir immer gewarnt haben. Es wird schwer sein, aus dieser Sackgasse überhaupt noch einen Ausweg zu finden. Die einzige Hoffnung bleibt, daß wir für die Zukunft wenigstens daraus lernen möchten. Vorläufig wiffen wir freilich nicht, wie die Folgen der Thatsache, daß der feierlich verkündete Schutz der deutschen Interessen jenseits des Meeres durch die Kanonen der Engländer und Amerikaner zum Spott und Hohn geworden ist, so bald gut gemacht werden könne. Berlin, den 4. April. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Staatsminister v. Bülow, hat den ihm bewilligten Urlaub abgekürzt und ist gestern nach Berlin zurückgekehrt. Alsbald nach seiner Rückkunft hatte er eine längere Unterredung mit dem englischen Botschafter Sir Frank Lascelles. — Ueber den Militärdienst der Volksschul- lehrer hat das Kriegsministerium auf Anfragen aus Lehrerkreisen unterm 15. März folgende Auskunft erteilt: 1) Die in den Jahren 1898 oder 1899 zurückgestellten, in den Jahren 1900 oder 1901 zum aktiven Dienst eingestellten Volksschullehrer werden lediglich nach Maßgabe der in diesen Jahren allgemein geltenden Vorschriften behandelt. 2) Die nach § 32, 2f der Wehrordnung. Zurückgestellten dürfen nach § 89, 7 der Wehrordnung während der Dauer der Zurückstellung die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachttäglich nachsuchen. 3) Es besteht zur Zeit bei der preußischen und sächsischen Heeresverwaltung die Absicht, die endgiltige Einführung der einjährigen aktiven Dienstzeit an Stelle der zehnwöch'igen vom Jahre 1900 ab für die Volksschullehrer seiner Zeit durch entsprechende Aenderungen der Heeresordnung bekannt zu geben. — Zu den Unruhen in Schantung. Aus Jtschau sind in Peking noch keine Nachrichten eingettoffen, da nach dorthin keine telegraphische Verbindung ist. Die „Gefion" ist bei Antung-wei, welches eine gute Rhede hat, stationiert. Die chinesische Regierung hat Truppen in die Nähe von Kiautschou beordert zum Zwecke des Schutzes der Ausländer. Das Vorgehen der deutschen Regierung wird in Peking allgemein gebilligt, als einzige Methode, den Chinesen die Notwendigkeit des Schutzes des Lebens und Eigentums der Ausländer einzuprägen; im übrigen wird dem Vorfälle geringe politische Bedeutung beigelegt. die Ber Von dem A; doch i ^machten ^sprechende Atzugsprei» vieNtljährUch 2 Mark 20 Psg. monatlich 75 Pfz. mit Brmgtrlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich Ausland. Arco, 4. April. Der Erzherzog Ernst ist heute Nacht 121/« Uhr gestorben. Paris, 4. April. Aus den Enthüllungen des „Figaro" ist besonders hervorzuheben die Erklärung Poin- carös, wonach General Billot an Eidesstatt gesagt habe, er 660 J012 z. 2o562 der l«*® ftftafrion, Expedition und Druckerei: Schulßraße Ar. 7. es* eSen: Genen Wetzlar. Herren: A. G. Vorsitzender Carl Allnit- aerzienrat, E> jr, Rödelheim Elberfeld. Bei W Kredite E Deutsche; ssetzlicher Wei i-Zeitnng, den in Zeitung ver. it dem Jahre 1 . Mk. 10°° Iner Börse wirt kommen also t- Hkint täglich .Mal .snahme de- NontagS. Lr Gießener ^„'itteuvtätter nwtlr dem Anzeiger wtiMrilich viermal btigekgt. Meßmer Anzeiger Henerat-Myeiger sei von der Schuld Dreyfus überzeugt, sei aber keineswegs überrascht, wenn auch Esterhazy ebenfalls ein Verräter und wenn außer Esterhazy und Dreyfus noch ein Dritter schuldig wäre. Die Aussagen Develles bieten insofern Interesse, als derselbe erklärte, daß nach seiner Ansicht nicht nur DreyftiS durch den Buchstaben D des Schriftstücks des Canaille gemeint sei, sondern zwei französische Offiziere durch den Buchstaben D verdächtigt feien. Weiter hatte General Billot gesagt, die Schuld Dreyfus fei durch die Schriftstücke zwischen Panizzardi und Schwartzkoppen festgestellt, da in einem dieser Briefe der Name Dreyfus ganz geschrieben sei. General Billot habe erklärt: Zweifeln sie nicht an der Schuld Dreyfus, wir brauchten mehr als einen Monat, um diese Schriftstücke, welche das geheime Dossier bildeten, zusammenzustellen. Mein Nachfolger wird sie innerhalb zwei Stunden von der Schuld Dreyfus' überzeugen. Auch glaube ich, daß Esterhazy ebenfalls schuldig ist. Bon hohem Jntereffe war das Verhör Rogets. Der General erklärte, in dem Dossier des Kriegs-Ministeriums befinde sich ein Schriftstück vom Jahre 1895, worin der Name Dreyfus genannt wird. General Roget gab weiter feiner Ueberzeugung von der Schuld Dreyfus Ausdruck nach den Aussagen, welche DreyfuS selber gemacht habe. Wie ein Schuldiger habe auch DreyfuS sich geweigert, eine Aufklärung zu geben. Paris, 4. April. Auch nach Ostern fetzt der „Figaro" feine Veröffentlichung der Unterfuchungsakten in der Drey fus- Sache fort. Der Ministerpräsident Dupuy erzählte vor dem Kassationshofe, wie der General Mercier den Fall Dreyfus zur Kenntnis der übrigen Minister brachte, welche im Ministerrat vom 1. November 1894 beschlossen, eine Untersuchung einzuleiten, obwohl Hanotaux mit Rücksicht auf die Herkunft des Bordereaus dagegen Bedenken äußerte. Er (Dupuy) habe von dem Geheimaktenstück persönlich erst Kenntnis genommen, als dasselbe dem Kaffationshofe mitgeteilt wurde, und habe von demselben früher nur mittelbar sprechen hören. Er gebe zu, daß er im Laufe eines Gespräches mit Poincarö und Lanessan geäußert habe: „Ich frage mich, ob wir im Jahre 1894 nicht * Opfer einer Täuschung waren." — Cavaignac suchte nachzuweisen, daß nur Dreyfus von den in dem Bordereau aufgezählten Schriftstücken Kenntnis haben konnte. — Poincaro erklärte, Mercier habe das Bordereau in das Ministerium des Aeußern gebracht und erklärt, daß das Stück von Dreyfus geschrieben zu sein scheine und daß es Dokumente anführe, die nur von Dreyfus ausgeliefert fein könnten. Mercier habe auch von der Beweiskraft des Dittats gesprochen, welches Pay de Clam habe ausführen lassen. Mercier habe kein anderes Beweisstück gezeigt, auch kein anderes in Aussicht gestellt und auch nicht von der Mitteilung eines geheimen Schriftstückes gesprochen; der General, den er — Poincarä — mehrere Male gesprochen, habe ihm nichts von der Mitteilung eines geheimen Dossiers im Beratungszimmer des Kriegsgerichts gesagt, er habe ihm nur mitgeteilt, daß im Kriegsministerium Beweise für die Schuld des Dreyfus vorhanden feien, die nach dem Prozeß von 1894 dorthin gelangt feien. Poincarv fügt hinzu, er habe in Gegenwart mehrerer Kollegen Cavaignac gefragt, ob die geheimen Aktenstücke aus der Zeit vor oder nach der Verurteilung herrührten; Cavaignac fei die Antwort schuldig geblieben. Dupuy habe ihm (Poincars) und Lanessan gesagt, er beginne zu glauben, daß die Regierung im Jahre 1894 das Opfer einer ungeheuren Mystifikation geworden fei. — General Roget führte in seiner Bekundung aus, die in dem Bordereau angeführten Schriftstücke seien nur einem Ge neralstabsoffizier zugänglich gewesen. Toulon, 4. April. Infolge des Beschlusses der französischen Regierung, ein Geschwader nach Sardinien zu entsenden anläßlich der Ankunft des italienischen Königspaares, erhielt der Admiral Fourniere Befehl, die unter feinem Kommando stehenden Kriegsschiffe bereit zu halten, um jeden Augenblick nach Sardinien abdampfen zu können. Die Schiffe haben infolgedessen bereits Munition und Kohlen an Bord genommen. London, 4. April. Der „Standard" meldet heute aus Washington, die Aktion Mataafas sei das direkte Resultat der Proklamation, welche der deutsche Konsul im Einverständnis mit seiner Regierung erlassen habe. Von den Philippinen liegt ein interessanter Bericht über die Stärke und Bewaffnung der Tagalen wie über die Taktik Aguinaldos vor, der mancherlei Aufschlüsse giebt. Der Bericht geht von einem amerikanischen Offizier aus, der sich unter den Tagalen aufgehalten hat._ Aguinaldo verfügt über 40,000 Gewehre neuesten und 25,000 älteren Systems. Zu jedem Gewehr gehören fünf Soldaten, die ^gewinn: k. 355 937,^ „ 231 594,98 „ 290584,02 „ 349294,81 1. Febrnai di( I •igten Einkäufe c. iebsverhältniüe tit [öhe sicher.11 isenwerke Amtlicher Ml. Rr. 10 des Reichsgesetzblattes, ausgegeben den 28. v. Mts., --NAH!!!: (Nr. 2556.) Gesetz, betreffend die Feststellung des Xe» ^Haushalts-Etats für das Rechnungsjahr 1899. Vom 25 ö, Micz 1899. (ftr. 2557.) Gesetz, betreffend die Aufnahme einer AMtiht für Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres, der MÜikikk und der Reichseifenbahnen. Vom 25. März 1899. (Ki. 2558.) Gesetz wegen Verwendung überschüssiger R«i Teilnahmen zur Schuldentilgung. Vom 25. März 1899. (Ni 2559.) Gesetz, betreffend die Feststellung des Haarthalls-EtatS für die Schutzgebiete auf das Rechnungs- oh!» 189»9. Vom 25. März 1899. Nr. 12 des Reichsgefetzblattes, ausgegeben den 29. v. M., enteilt: (Nr. 2563.) Bekanntmachung, betreffend die Anzeige- pfüfijt fit die Geflügel-Cholera. Vom 28. März 1899. Gi eßen, am 4. April 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Deutsches Reich. Berlin, 4. April. Der Kaiser hörte heute die Vor- i < jgt öt?8 Chefs des Militär-KabinettS v. Hahnke, des Gt-ni-rul Inspekteurs des Ingenieur- und Pionier-Korps, FriÄhernn v. d. Goltz und des Chefs des Admiralstabes oei: Marine, Kontre-Admiral Bendemann. Zur heutigen FrnLMLstafel beim Kaiserpaar war Graf Görtz geladen. Veillin, 4. April. Wie die „Post" von unterrichteter (51:20t eu fährt, entbehrt die durch die Blätter gehende Nach- ndeil, dnß die Kaiserin im Laufe des Sommers einen fraMzasiüchen Badeort besuchen werde, der Begründung. Berlin, 4. April. Der Kaiser hat, rote die „Poft" hö;r:t, nmnmehr die Ordre vollzogen, durch welche der Getnml Major z. D. Freiherr v. Buddenbrock an Stelle de« tnbr vorigen Jahres zurückgetretenen Herrn v. Senden iunrMtanb des Hofstaates der Prinzessin Louise von Pn-r-ißkn in Wiesbaden ernannt worden ist. Berlin, 4. April. Der Vizepräsident des preußischen Sttmsministeriums, Finanzminister Or. Miquel hatte am zro«M Osterfeierlage dem Geheimen Oberjusttzrat i)r0..Al ancq, dem Mitarbeiter am bürgerlichen Gesetzbuch in . Wringen einen Besuch abgestattet und mit diesem über bien OuS'sührungsgesetze zum bürgerlichen Gesetzbuch, welche tckiäbeim Landtage schon zugegangen sind, teils noch zugehen foldan, Rücksprache. Der Minister ist heute von dieser Reise wi««vtl in Berlin eingetroffen. Berlin, 4. April. Der „Post" zufolge ist vom Londoner SaiNttl noch keine definitive Zustimmung zu dem von DeOatiibanb gemachten Vorschläge, zur Regelung der Sc-mo-mischen Streitfrage eine Kommission einzu- setz^i, eingegangen. Berlin, 4. April. Zur Samoafrage schreibt man bea „I. R ": „Die Samoafrage geht jetzt offenbar ihrem ünihiibi.um entgegen; zu einem vollen Verständnisse der Saö^ag« kommt man allein, wenn man die Streitigkeiten £>er< Mächte darüber von ihrem Anfang an betrachtet. Die betitletri Weißbücher über Samoa geben dazu den besten AuW»:.ß. Zu Anfang 1889 brachte die Zeitschrift „Nine- tce^r «Century" einen Artikel über die Geschichte der samrvm scheu Wirren bis zu der Zeit, als Bismarck „ver- häiLi.-isvollerweife" feine Aufmerksamkeit den damals glück- lickosv Inselbewohnern zugewendet habe. Die „Samoa- SLirjin1" knüpfte daran Betrachtungen, in denen es hieß: „®iri cdles Volk ist der Unverschämtheit einer Großmacht unl'i'Jic Zaghaftigkeit (?) von zwei anderen geopfert worden. DeürMand hat hier einfach die Rolle des Straßenräubers gcfipuih. Die Vereinigten Staaten haben nicht immer die rhOailhitft entwickelt, ihren Ansichten nachdrücklich Geltung zu, mscchaffen." Schließlich fordert das Blatt die ameri- kamichni Kriegsschiffe „Adams" und „Trenton" auf, das beleih Kanonenboot „Adler" wegzufegen. In diesen fteirfmrngen liegt schon ein Programm. So oft vor Apia StÄnligkeiten entstanden, haben englische und amerikanische fiaibiiünc von Kriegsschiffen sich Eingriffe erlaubt, die gegen aMv.internationalen Brauch und Herkommen verstießen. (Sri: selbständige Schreiben an die deutschen Konsuln, wiei tu die Kommandanten der deutschen Kriegsschiffe ge- richM (In ganz eigenmächtiger Weise sind auch die Konsuln En.it' MrZ und der Union dort vorgegangen. Trotz aller tt Lich, 4. April. Der Gunst der Witterung und dem Umstande, daß wegen ausgebrochener Klauenseuche in Laubach und Friedberg keine Märkte abgehalten werden konnten, war es wohl zuzuschreiben, daß der heutige Schweinemarkt einen so außergewöhnlich starken Antrieb zeigte. 800 bis 900 junge Schweine aus der Umgegend von Lich, ja aus Stangenrod und Beltershain nach der einen, aus Wölsersheim und Gettenau nach der anderen Seite waren als einheitliches Ganzes, so wie er im weiteren Gebiet der Preuß. Hess. Staatsbahnen besteht, erfolgen. Einzelne Besonderheiten des früheren Tarifs aufrecht zu erhalten, war nicht angängig. Zur Ueberleitung des früheren Zustandes in den künftigen ist in dem am 1. Oktober 1898 in Geltung getretenen Tarifs vorgesehen, daß erst mit dem 1. April d. I auch die Bestimmungen der Hess. Ludwigsbahn über Schülerzeitkarten außer Kraft treten. Es handelt sich daher um keine neue Maßregel, sondern lediglich um Durchführung der Tarifbestimmungen. Eine Ausnahme gegenüber diesem Tarif zu machen, ist durch § 7 der Verkehrsordnung verboten. Ihrem Anträge kann daher nicht entsprochen werden. gez. Falkenberg." Es läßt sich nicht leugnen, daß die Preissteigerung der Schülerzeitkarten in den betr. Kreisen große Mißstimmung hervorgerufen hat, da sie die davon Betroffenen schwer schädigt. Die angekündigte Interpellation in der Zweiten Kammer wird zeigen, ob nicht doch auf irgend eine Weise Abhilfe des durch die Fahrpreiserhöhung eingetretenen Mißstandes erzielt werden kann. zu» Berkaus auSgebote«. Im Verhältnis z», Aatrird waren Nachfrage und Kauflust geringer als in vergangeie» Jahre», die Preise etwas gedrückter, doch wurden auch tt6t schöne Preise erzielt, so z. B. für Ä bis 10 Wochen ob. Schweine 42 bis 46 Mk., aber auch 48 bis 51 Mk. das Paar. Ein weiterer Grund für die niederen ist der, daß die Saatkartoffeln in diesem Frühjahr sehr qt sucht sind und deshalb so teuer bezahlt werden, daß fit mancher nicht als Schweinefutter verwenden mag, ttotzde» der Preis für Mastvieh etwas gestiegen ist. sich gegenseitig ablösen, im vorpostendieust, im Patrouillendienst usw. Selbst bei größeren Gefechten folgt eine Reserve ohne Gewehr, die in die Reihen einspriugt, wenn einer fällt, und Gewehr nebst Munition aufnimmt. Daher kommt es, daß die Amerikaner keine Gewehre und Munition finden, »nd selten Verwundete, ja sogar Tote. Die Soldaten haben den Befehl, nur auf Ziele zu schießen, niemals ins Un- gewiffe oder in unüberlegtem Schnellfeuer. Der Plan Aguinaldos geht dahin, unter allen Umständen eine Schlacht zu vermeiden, die Amerikaner unaufhörlich zu belästigen und ihre Truppen dadurch zu ermüden. Besonders machen sie nach 9 Uhr abends bis zur Morgenstunde Ueberfälle nut Leuten, die den Tag über geruht haben, dann werden diese abgelöst, frische Mannschaften nehmen ihnen die Gewehre ab, und versehen am Tage den Dienst. Darauf kommt wieder ein stärkerer Angriff gegen Mittag, bis nachmittags 4 Uhr, wenn die Sonne am stärksten brennt. Er zwingt die Amerikaner dadurch oft, ihre Truppen längere Zeit im freien Felde der Sonne auszusetzen, so kommen mehr Mannschaften um Leben und Gesundheit, als durch die Kugeln der Eingeborenen. Das ist der Zweck von Aguinaldos Taktik. In letzterer Zeit kommt noch eine Neuerung hinzu, welche die Amerikaner aufs höchste nervös macht: Agmnaldo hat nämlich neuerdings Patronen mit rauchlosem Pulver. Woher er sie bekommen hat, ist unbekannt. Wenn die Filipinos Munition genügend haben — und diese scheint reichlich vorhanden zu sein — so könnte sich mit ihnen noch ein tüchtigeres Heer als das amerikanische zu Tode siegen. bieten. ** Schülerfahrkarten. Man schreibt dem „D. T. A." „Die bevorstehende Erhöhung des Fahrpreises für die Schülerzeitkarten hat bekanntlich einzelne Landtagsabgeordnete zu einer an die Großh. Staatsregierung gerichteten Interpellation veranlaßt. Die Regierung dürfte indessen schwerlich in der Lage sein, die Preissteigerung abzuwenden. In dieser Vermutung bestärkt uns ein Bescheid der Königlich Preuß. Großh. Hess. Eisenbahndirektion zu Mainz, welchen dieselbe auf ein Gesuch um Fahrpreisermäßigung in einem Spezialfalle ergehen ließ. Behufs Vermeidung zweckloser Schreibereien möchten wir die in- teressiertern Elternkreise hierauf aufmerksam machen. Die erwähnte Entscheidung hat folgenden Wortlaut: „Mainz, 28. März 1899. Zum gefl. Schreiben vom 27. d. M. Die Durchführung des am 1. Oktober 1898 in Kraft getretenen Staatsbahnpersonentarifs mit seinen vielfachen Er- ih» zu eine« vorbereitenden Ausschuß vereinigt: Ober- i ftnanzrat v. Biegelebeu, Rechtsanwalt Grünewald, Oberst Frhr. v. Huene, Geh. Hofrat Prof. Dr. Lepsius, Dr. W. Merck, Gymnasialdirektor Nodnagel, Rechtsanwalt Dr. Osann II., Baukdirektor Parcus, Kabinettsrat Römheld, Staatsminister Rothe Exz., Beigeordneter Schliephake, Kabinettssekretär Dr. Balckenberg und Stadtverordneter O. Wolfskehl. Wie man uns weiter mitteilt, hat dieser | vorläufige Ausschuß zum Zweck der Bildung eines Landes- | ausschusses mit einer größeren Anzahl von Herren aus den . übrigen Städten des Landes Fühlung genommen, und es 1 wird voraussichtlich in aller Kürze dahier eine Versammlung abgehalten werden, in der der „Flottenverein für das Großherzogtum Hessen" endgiltig begründet wird. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog soll seine Bereitwilligkeit erklärt haben, als Protektor an die Spitze dieses Vereins zu treten. • * Bäckerverein „Frnhanf". Am zweiten Öftertage feierte der hiesige Bäckerverein „Früh auf" sein diesjähriges Tanzkränzchen im Festsaale (Cafs Leib). Das Programm, vorwiegend aus theatralischen Aufführungen bestehend, wurde gut durchgeführt. Besonders reichen Applaus erntete das Theaterstück „Die Verlobung in der Backstube". Auch für sonstige Unterhaltung war gesorgt. Der Bäckerverein „Frühauf" hat es bisher verstanden, seinen Mitgliedern und Gästen genußreiche Stunden zu bereiten. Ein gut arrangierter Tanz bildete den Schluß der schönen Feier. Wie üblich, fand am folgenden Nachmittag ein Ausflug nach dem „Schützenhaus" statt, und war auch hier für Unterhaltung und Amüsement gesorgt. • • Polizeibericht. Am Hellen Karfreitag nachmittag entblödete sich ein jugendlicher Schlingel von 13 Jahren nicht, im Vorübergehen am ^Seltersweg die Wand eines neu hergestellten Hauses mit seinem Stock die Kreuz und die Quere zu zerkratzen, sodaß die dem Hause auf diese Weise beigebrachten „Kreuze" schon von ferne auffallen. Schade, daß der Eigentümer, wie dies in der Regel nach der stattgehabten Ermittlung des Thäters geschieht, keinen Strafantrag wegen Sachbeschädigung stellt. — Als gestern vormittag der Leichenwagen vom Friedhof abgefahren und in der Licherstraße angekommen war, scheuten plötzlich die Pferde und gingen samt Wagen über die Böschung hinunter durch. Auf dem Felde gelang es dem Leiter des Fuhrwerks erst wieder, die Tiere zum Stehen zu bringen, es war hierbei die Deichsel des Wagens abgebrochen. Vorher schon soll auch in der Ludwigsstraße während des Leichenzugs ein kleiner Zwischenfall durch dieselben Pferde vorgekommen sein. Als Ursache gilt, daß die Tiere erst vor kurzem angekauft sind und sich noch nicht eingewöhnt haben. — Am vorigen Samstag abend wurde im Volks bad, in dem Raum für Schwimmbad, einem Badenden aus seinem Portemonnaie 25 Mark gestohlen. Derselbe hatte sein Portemonnaie in das verschließbare Kästchen der Zelle gelegt und den Schlüssel in seine Westentasche gesteckt, hatte aber beim Verlassen des Bades vergessen, sein Portemonnaie aus dem Kästchen an sich zu nehmen. Als er zurückging, sein Portemonnaie zu holen, fand er das Kästchen verschlossen, auch das Portemonnaie noch in demselben, jedoch fehlten 25 Mark des Inhalts. Gelegentlich der polizeilichen Untersuchung stellte sich heraus, daß sämtliche verschließbare Kästchen gleiches Schloß und gleiche Schlüssel haben und somit gar keine Sicherheit Aus der Zeit für die Zett. Bor 371 Jahren, am 6. April 1528, ft.rb zu 9^. berg der Maler, Bildner, Kupferstecher und Holzschneider Albrecht Dürer. Von Rafael als ebenbürtig anerfans: von Mit- und Nachwelt gefeiert, schuf er eine Menge btr vortrefflichsten Werke, Porträts, große Gemälde, bilder, Holzschnitte, Kupferstiche und plastische Arbeiten, ölt sich durch hervorragende Charakteristik, tiefe PhaMüe^tz naturgetreue Darstellung auszeichnen. Dürer ttat Mathematiker, geschätzter Schriftsteller und ein - w,T Mensch. Er wurde am 21. Mai 1471 zu Nürnberg grb°«i ^Myrrholin-Seife unübertroffen zur 'föaut- und Schönheitspflege. (3ls beste Kinderseife ärztlich empfohlen, tleberall, auch in den (dpotheRen, erhältlich. lands entweder gleichzeitig oder am Sonntag Jubilate zur Erhebung kommt, und sich also als eine evangelische Gesamtleistung darstellt. Der Ertrag der Kollekte ist durch die Dekanate unmittelbar an das Oberkonsistorium einzusenden und die Ziffern aus den einzelnen Gemeinden unter die Ziffern der übrigen Kirchenkollekten in den statistischen Verzeichnissen einzutragen. *♦ Flotten - Verein. Nachdem bereits in mehreren anderen Staaten des Reiches — ganz neuerdings noch in Mecklenburg — mit der Gründung von Flottenvereinen vorgegangen worden ist, beginnt dieser Gedanke auch in unferm Großherzogtum greifbare Gestalt anzunehmen. Wie dem „Darmst. Tägl. Anz." aus guter Quelle mitgeteilt wird, hat hierzu Se. Exz. der Herr General Wernher die Anregung gegeben, und es haben sich bereits vor einigen Wochen auf feine Einladung folgende Herren mit (Eifenbahnverwaltung) zu erteilen. ** Das Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogtums Hessen Nr. 5, ausgegeben am 29. März, enthält folgendes Ausschreiben des Großh. Oberkonsistoriums an die evangelischen Pfarrämter und Kirchenvorstände vom 24. März 1899: Nachdem Se. Kgl. , — ----------v . , • . - . Hoheit der Großherzoq zu bestimmen geruht haben, daß I Mäßigungen gegen den früher bestehenden Tarif konnte nur iOiefemW am Sonntag Misericordias Domini (16. Sptil) 1 «-—• *- — - - eine allgemeine Kirchenkollekte zum Besten des Baues der Gedächtniskirche der Protestation von 1529 zu Speyer erhoben werde, wollen Sie dieselbe am Sonntag vorher in Ihrer Gemeinde ankündigen und empfehlen, und am bezeichneten Sonntag erheben. Was zur Empfehlung dieser für den ganzen deutschen Protestantismus bedeutsamen und wichtigen Angelegenheit zu sagen ist, werden Sie u. a. aus unserem Ausschreiben vom 22. Oktober v. I. (Verordnungsblatt Nr. 14) entnehmen. Ihre Gemeinden wollen Sie noch besonders darauf aufmerksam machen, daß die Kirchenkollekte in dem größeren Teile des evangelischen Deutsch- Vermischtes. * Leipzig, 30. März. Erst jetzt wird bekannt, daß sitz bereits am 28. März im Stadtteil Sellerhausen ein rech folgenschweres Unglück zutrug. Eine Frau Spröde li(| ihre drei Kinder im Alter von 5, 2 und Vi Jahren, for- ein dreijähriges ihr zur Pflege überlassenes Kind allein i der Wohnung zurück, um einen notwendigen Gang zu h sorgen. Als sie wiederkehrte, fand sie das Zimwer r. Rauch gefüllt, die Kleinen aber betäubt vor. Dem rch herbeieilenden Arzte gelang es zwar, die Kinder in's Lrbn zurückzurufen, allein im Krankenhause sind heute das 5« nnt 2jährige Kind gestorben, der Pflegling schwebt in ficbenj. gefahr und nur das dreimonatliche Kindchen hofft man r, Leben erhalten zu können. Lokales und MoomMes. Gießen, den 5. April 1899. Ans dem Verwaltungsdienst. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 28. März d. I. ist der Großh. Regierungsasseffor v. Bechtold in Darmstadt vom 1. k. M. an bis auf weiteres aushilfsweise mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Kreisamtmannes bei dem Großherzoglichen Kreisamt Bensheim beauftragt worben. ♦ * Heimgang des Provinzialrabbiners Dr. Levi. Gestern nachmittag ist unser ältester Mitbürger, der Großherzogliche Provinzialrabbiner i. P. Dr. B. Levi, im 93. Lebensjahre verschieden. Herr Dr. Levi hatte in der langen Zeit, während welcher er seines Amtes in der israelitischen Religionsgemeinde gewaltet, sich nicht nur der aufrichtigen Verehrung seiner Glaubensgenossen zu erfreuen, er genoß auch seines reichen Wissens, seines toleranten, allezeit liebenswürdigen Wesens wegen ungeteilte Hochachtung der gesamten Einwohnerschaft. Möge ihm die Erde leicht sein! * * Die Zweite Kammer tritt am Dienstag den 18. April, vormittags 10 Uhr, wieder zusammen. * * Bahnhofserwei'ternng. An die Zweite Kammer der Stände des Großherzogtums richtet sich folgendes Ansinnen Großh. Ministeriums des Innern: Von der zum Gelände der Neuen Kliniken in Gießen gehörigen und auf den Namen des Großherzogtums (Landeseigentum) im Grundbuch eingetragenen Grabenparzelle Flur XX Nr. 1834/10, Gemarkung Gießen, ist eine Teilparzelle von 16 qm zur Vergrößerung der Bahnhofsanlagen in Gießen erforderlich. Seitens des preußischen Eisenbahnfiskus wird unter Ueber- nahme der Kosten ein Kaufpreis von 1 Mk. 14 Pfg. für den qm gezahlt, sowie die Verflichtung auf dauernde Instandhaltung des Abzugsgrabens übernommen. Das in Rede stehende Unternehmen dient den allgemeinen Jntereffen und empfiehlt es sich, die fragliche Parzelle abzutreten. Mit Allerhöchster Ermächtigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs beehrt sich daher das unterzeichnete Ministerium an die Stände des Großherzogtums, zunächst an die Zweite Kammer derselben, das Ansinnen zu richten, die Zustimmung zum Verkauf eines Teils von 16 qm von der zum Landeseigentum gehörigen, in der Gemarkung Gießen gelegenen Parzelle Flur XX Nr. 183 11 , hu, • - oimm XVer 11 Mai -MLeust > 3 ' "iSSLPttfti 'Wä v- zu bi Wwj I 11' .. ttnx m M £111 M 'eitfctn, i>' **• »te Henle n w Kidün n kW w-. «rbüock W e ■ Ponnersta naldmi 1 wlleu dahier H I »Itr Art, fowie I Mr Cigamn i Mung versteige: gufammenfunf i meinem Bureau. 0iejtn, bin 6. ! 8982 etipt 28*04 Wetzsteinstratze 38. mieten. ÄL Machthaas. 2930 Schreinergeselle und Lehrling gesucht. 01134 2956 Kutscher gesucht Hoslohnkutscker Huhn. 2974 W. Mayer, Aquarium. 2975 Laufbursche gesucht Caf^ Ebel. 2977 sofort gesucht. dvM m ,hno!d'. lischt Gesackt c !n eines HckleSa m nach aus sr« schwierigen Lch i der Spitz! k t Freibank. Ö tute und morgen: SiHriW 40 Jfj. Großherzogliche Direktion: Dr. A. Stoerlko. 01137 Pulvermühle. Gin tüchtiger Aursche in ein Mineralwaffergesckäft gesucht. 2957] Äleti-ermacberin gesucht. Näheres Bahnhofftratze 28. iner DaljitlÄ^.'. Tageblatt' r-.(. :m neulcht' Lhinesk'^ Ito i deutslt.^ Gebr. Ferber Friedberg. Hücht. Weißbinder für dauernde Arbeit sofort gesucht- Nhere unh erweiterte Mädchensihulk Gießen. Da» neue Schuljahr beginnt Montag den 10. April. An- meDnrfen werden von 10 Uhr ab im Schulgebäude, Schillerstrabe 8, entygen genommen. Geburt»- unb Impfschein find dabei vorzulegen. Gießen, den 30. März 1899. Schellfische, Äfltolia«, Zander, Schollen, Fluß- hee-W, lebende Karpfen, Hechte, Fostmlltin eingetroffen. _ 310 lb-inrter Versandt nach auswärts. I. M. Schulhof, ^xT KMmülwaren- und Delikatessengeschäft. teil' .hi( rti;- »'#2 ir#: S-xL ^enbtn..;' lege» jss. -- L1528- k; '«ttt Md [. :? Mitti N «tint, =°6e LR* i tfitl, Ittfe U ten. Düi« « et md n iuMriiC: V wird belang il Sellerhach. «ine Frau L- .2,n;b '/< m erlassenes lvtwendigen tz- >nd sie das Zx belaubt vor. i ar, die Sinbtt e ase sind heult ta egling schwebt i e Kindchen hosr Wiau und Schrltfische fcj'jai im Siebstock. ________________336 Frisch eingetroffen: 2840 --tßl '*/. Liter vorzüglicher Suppe. — . H1>. Arnold 11., Marktstraße 28. 1bt5 w 9«^ d «hört, fta'k,T j?arl za J'F- V W- ori)r bespricht bw.: scheu Grenze li! t von Bchanen. ürfei ersolgte M ^Konsemz diese W »erde, m die lMteb fflriWe« ifton bei Ml** r ©#»««» * @eftinb",! * [ei ein jihliE ojjtjieJe M* n ®tnnb j« “W ,ds Derschlag W < ng der s°ME ächt sich M- ) noch „nfalls WW WM * } eine W« # Jn Staaten l- öekannnnachung. |Öc noch rückständigen Rechnungen ftbint Nie zur Unterhaltung der Maischen Gebäude und Straßen im EMi gSjahre 1898/99 ausgesührlen iBttm und Lieferungen sind bei Wölbung der Nichtberücksichttgung bis läWtiA den 1. Mai l. I. in dcMell« Au»fertigung bei un» ein* »urrvchtr. liefern, den 1. April 1899. Da» Stadtbauamt. Schmandt. 2958 2968] Ein möbliertes Zimmer an einen Kaufmann oder Beamten zu vermieten. ______________Dammstraße 22. 2949] Freund!, und gut möbliertes Zimmer zu verm. Wetzsteinstratze 40. Kroßh. Aeal'gymnastum, Aeatschuke und Worschule zu Gießen. Die Anmeldungen neuer Schüler werden Lamstag den 8. April, •oMetteg» von 9 bi» 12 Uhr, im Schulgebäude entgegen genommen. 8ei der Anmeldung find Geburtsschein, Impfschein und event. ein Zestmi» von der zuletzt besuchten Schule vorzulegen. Der Unterricht beginnt Dienstag de« 11. April, vormittags 8 ;tk . 2888 Die Direktion: Dr. Rauseh. Mini erstag den 6. d. W., nachmittags 3 Uhr, folfltn dahier HauS- und Küchengeräte »BJ» In. sowie 2 Fahrräder und drei Msäli C^arren zwangsweise gegen Bar- yx'Mnq Versteigert werden. g^iiamnentunft der Steigliebhaber auf minrnn Bureau. Oitfecr, den 5. April 1899. 294® Seipel, Gerichtsvollzieher. !!Nij Wohnung mit allem Zubehör, BKr-irlcLtz und Gartenanteil per 1. Juli zu eNtmiieten. Näh. Südanlage 20, I. Der erste Stock ~ eteüinti fipaufeS ist per 1. Juli anderweit zu lltmirten. 2951 U.. Zimmer, Bahnhofstraße 12. : ruus Der 3. Stock, eleg. gr. Woh- nuitüi; । event. 9 Zimmer mit allem Zu- bchLi Nalkon, Bade- und Gaseinrichtung, auli Llimsch auch Gartenanteil etc., per i. .31h ü. I. zu vermieten. ________ Rordanlage 33. «Mner wöhllllllgs-Nchllikis (Poppelsdorfs Bureau) 011^7 Es wird eine Wohnung von 4 bis 5 Zimmern gesucht. Off. mit Preisangabe an die Expedition dieses BIattes unt, Nr. 2972. Zu mieten gesucht 2« und 3-Zimmerwohnung Poppelsdorfs Bureau, Abteil.: Gietzcncr Woh nungSnachw. Bahnhofftr. 41. 01149 2954] 1. Stock, 5 Zimmer mit Zubeh., p. 1. Juli zu vermieten Gbelstratze 13. 01155] Schöne Wohnung, 2. Stock, 5 Zimmer nebst allem Zubehör, per 1. Juli, evtl, früher, zu verm. Bahnhofftr. 59. 01130] Versetzungshalber eine schöne 3-Zimmerwohnung mit Bleichplatz und Gartenanteil an ruhige Leute zu verm. Näheres Stephanstratze 30, part. 01139] 3-Zimmerwohnung, Küche und abgeschloffener Korridor, part., ist zu vermieten Schillerstraße 15. Näheres Neuen- Bäue 2 bei Wolf.__________________ 01140] Stübchen mit Bett zu ver- Balth. AlthauS, Großen-Buseck. Hinen Gesellen sucht 01138 Schreiner Kinkel, Bruchstraße4. Lackikr» und Meißbinder sofort gesucht. 01153 Eugen Grotz, Maler- u. Weißbinderrnstr. Hlasertehrking gesucht 2970 H. Arnold, Grabenstraße 8. 01156] Sckremerlehrling gesuct't. Loni» Müller, Ludwigstraße 14. Kellnerleßrtiug Soliden Arbeiter, der mit Fuhrwerk umrugehen versteht, sucht Emil Horst, Wrftanlage 37. Tüchtiger, solider Pferdeknecht findet dauernde Stelle. 2981 __•__Bleichstraße 4. 01154] Jung. Bürschchen f. leictn. Arb. geg. gut. Lohn ges. Bahnhofstratze 59. 2964] Ein kräftiger Bursche vorn Lande sofort gesucht. ______________Krofdorferftratze 3. 2980] Ein Junge als Lehrling gesucht. Daniel Rühl, Bäcker. Marktplatz 13. < Oliirt 2. Stock, 3 bis 4 Zimmer, an ru chk! Leute sofort zu vermieten. ___Lahnstraße 5. : üts] 3 Zimmer und Küche mit Zu- beliiönper 1. Mai zu vermieten. ! M-rus Reustadt 79._____________ : rriKj Schöne Mansardenwohnung, 3 E^snwr, Küche und Zubehör, zu ver- mi r>t:2i y?er 1. Juli. Grabenftratze 8. 2875 2963 Frau Hofmann, früher ßidmann, vormals Lehrerin an der Aliceschule, Seltersweg 82. Fräulein Landmann, geprüfte Kandarbeitslehmm, Gießen, Südanlage 7, Part. Wiederbeginn de» Unterricht» in meiner Handarbeitsschule Montag den 10. April. Unterricht in allen Fächern der weiblichen Handarbeiten: Weiß- und Maschinennähen, Weitz- und Buntstickeu rc., sowie Kunst Handarbeiten, Schnitzen, Brandmalerei, Nagelarbeit u. s. w. V AMT- frftt Auswärtige ganze oder teilweise Penston im Hause. 2071 Musik-Schule für Theorie der Musik, Elementar- und höheres Klavierspiel von 2945 Minna Körner Giessen. Anfang des Sommer-Semesters 1899: Montag den 10. April. Festsetzung des Stundenplanes vormittags 11 Uhr. Der Anfang meines Kleiderkursus beginnt am 1. Mai. Anmeldungen nehme jederzeit entgegen. Akademische Auschnerdeschute J. Vogel, E. Käss Nachfolgerin 12 Sonnenstratze 12. ____ Bügel-Kursus. Der Kursu» tm Zseiu- und Glanzbügeln beginnt Montag den 10. April 1899. 2950] Sauberes Mädchen oder Frau für den Vormittag gegen guten Lohn gesucdl. Bahnhofstraße 63, HL 01158] Lausmädcken für vormittags von 8 bis 10 Uhr zum 15. April gesucht. Frau Förster, Moltkestraße, am Eispl. 01150] Dienstpersonal jeder Art sofort gesucht (kein Emschreibegeld) durch Poppelsdorf's Bureau, Abt.: Zentral- Stellen- Vermittlung, Bahnhofstraße 41. Lehrlinge gegen eine Vergütung von 800 Mk. bei dreijähriger guter Lehre gesucht. [2946 Ph. Bauer III., Weißbinderrnstr. Wallchorftraße 67.__________ 01131] Gewandtes Lanfmldchen oder Frau gesucht. _____________Lndwigsplatz 8 IL 01136] Eine ttüchin m. Hausarb. und ein Stubenmädchen, welches nähen, bügeln und servieren kann, mit guten Zeugnissen gesucht bei hohem Gehalt. Näheres m der Expedition d. BlatteS. 2948] Suche für 1. Mai ein ordentliches Kindermädchen von auswärts. Frau Dr. Zinßer, Westanlage 19 II. 01006] Ein Mädchen äüs einige Stunden des Vormittags gesucht. __Bruchstratze 6 III. 01142] Gesucht wird eine Lauffrau oder Mädchen auf sofort gegen hohen Lohn, sowie auch gute Mädchen nach hier und auswärts gegen hohen Lohn. Frau Müller, Teufelslustgartchen 26. Inngk, f(Ulbert stau zur täglichen Reinigung von Geschäftsräumen gegen guten Verdienst gesucht. 2973_______Bahnhofstraße 68 HL 01133] Es wird eine ehrliche, flinke Lauffrau oder Laufmädchen per sofort gesucht.Ludwigstraße 14 part. chartenzaun, ^„^7 °ü°r Zaun zu verkaufen. 01132 Stephanstratze 9. 01144] Frühkartoffeln verkauft ___________Urbach, Ebelstraße 32, III 2953] Wohnhaus zu verkaufen, in welchem schon jahrelang eine Kolonialwarenhandlung betrieben wird, in bester Lage Gladenbachs, zu jedem Geschäft geeignet. — Offerten unter H. G. in Friedberg, Sckmidtstraße 13 II. IW* Zu kaufen gesucht! Haus mit Wirtschaft in freundl. Lage (Autzentzadt). — Offert. unt. 6. 01152 a d. Exv. d. Bl. erbeten. Zum Alleinbewohnen em Haus mit Garten zu kaufen gesucht. Unterhändler verbeten. Kaufpreis und Lage unter Nr. 01157 an die Expedition dieses Blattes erbeten. 01141] Eine Frau surbt ein Kind mit- zustillen. Näheres Neuenweg 48. Ein Altphilologe zur Erteil, latein. u. grieeb. Stund, gesucht. Offerten unter C. C. 01146 an die Expedition dieses Blattes erbeten. 01115] Em Stück Grabland am Nahrungsberg zu verpachten. Wo? sagt die Expedition d. Blattes. Forderungen werdenschnellundpromptbeigetriebendurch Poppelsdorf's Bureau, Abt. für Jnkaffo- u.RecktSangelegenbeiten, ________Bahnhofstratze 41. 01151 Gesucht zur sofortigen Abtragung von ca. viertausend (4000) Kubikmeter Erde (Lehmboden) ein tüchtiger, leistungsfähiger Unternehmer. Offerten einzureichen in der Annoncen- Expedition von Haaseuüei« & Sogker, A.-w., Hießen, unter 0 20. [2854 Schulbücher für alle hiesigen Schulen inj neuen und guten antiquarischen Exemplaren empfiehlt zu billigsten Preisen 2967 die Univ.-Buchhandlung v°° August Frees Ecke Goethestrasse — Seltersweg 53. einen werten Knnden zur gefälligen Kenntnisnahme, daß sich mein Geschäft von heute ab 67 Wallihorstraße 67 befindet. Philipp Bauer III., 2947 Weißbindermeister. 01148] Dienstpersonal jeder Art beschafft (ohne Einschreibegeld) Poppelsdorfs Bureau, Abt: Zentral-Slellen-Bermilllung, Bahnhofstratze 41 part. Brockhaus Konversationslexikon, neueste Auflage, samt Regal, bitt- z. verk. Off, unt. 0. R. 01129 a d. Exp. d. Bl. erbet. Wie hab' ich früher mich geschunden Zu frühen und zu späten Stunden, Mit der verflixten Wichserei. Dock seit ick Gentner's Wichse kenne. Von der ick niemals mehr mich trenne, Jst's noch die reinste Spielerei! Rur ächt in roten Dosen mit Schutzmarke Kaminfeger zu haben in den meisten Geschäften. 3*6 Fabrikant: Karl Geutuer in Göppingen. litkinnitnuidiiiniirn Mi et fte suche lln'steigkrlllliml MllriMeluche f ■ ' O ' ■ ■ Offene Stellen OPPEN Kauf-Gesuche llcemietnngen verslsjiedenes emeritierte Provinzial-Rabbiner Dp. Levi im 93. Lebensjahre nach kurzem Leiden heute sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen den 4. April 1899. Donnerstag Blumenspenden im Sinne des Verstorbenen dankend verbeten. 2955 Hierdurch die Mitteilung, dass die Beerdigung des verstorbenen 2982 Rodheimerstrasse. Der Vorstand [2w61] Anfang 8 Uhr. 1107 Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens > Mut 2978 'g zeigen hocherfreut an Frankfurt a. M., Zeil 67. Nächste Turnstunde: verlange Proapeot p N61V60St3FR60(16 kMlUNg. | 'M obe? Man ä Tagesordnung: Mevtoven Vereine (Gefiiiibcn 01116] Eine Reithose nebst Joppe gefunden. Abzuholen Neustadt 17. Die Beerdigung findet statt: den 6. April, nachmittags 4t Uhr, vom Sterbehause, Ludwigstrasse 7, aus. Patentschutz durch Louis Dill, Giessen, D K 7.4. 1-9 W: 0bl. (ilOOf. 2359 Vswald's Garte« Benoit Ahlers Miltheater und Zirkus Heute und folgende Tage, täglich präzis 8 Uhr abends: Große Gala - Vorstellungen mit stets neuen Abwechslungen. Alles Nähere die Programme. eSontafli- ■ Ä'"' ES» °Ur°" Redaction: t. vurthardt. - Druck mäI «cdM der vrühl'schm UniverfitätS.vuch- und Steindruckerei (Pietsch Erb en) m Gießern «A S-jttv Die heutige Hlummer umfaßt iv ! pÄÜZ ' WZ ■ “ in '® Th ■ „ Steile : > »tun $too Contentia lWohlthätigkeilslittkiil Samstag de« 8. April: Stiftungsfest mit Ball J 2?*’« M* Di, *’c “Itm t J, 0,e ®iriete8 du V.i» W W Denjenigen oröir imstande sm Ziu°g zu sWeu, Send) das Deut v.iefesMri ml iRulturlanbe Ehrt -Zustände, und du tvntert-anen m'Ä es bitt { 8k :t. ifnngJi^1* Süji'nefai zu Geivc säuern. Noch in , ti denen sch de' 3|hatutn der M dazu, da' tanörustele nnd d Maßnahme sollt' Liken einen Stu LSchutze des Le! i n China dienen Im Silber ifeindlchen Um 1 Charakter anger , t der Mächte trfo i ungtn der Redet! tbit maßgtbtnben Wringt Stbeutung Sicher nod) nicht smd meb 'worden. MdL uinttrlen, denn \ gesehen, in dir ! i zu entsenden. I | । bereits an ander eingeborenen Ae »und die Gesänge: 'i-riesters bei Tfu -Kleine halbe ilrb gesellen ausräuu ^gesehen werden. 5 ilpyrrat ' ^chanlung zu \ ; schuldigen M ' statuieren, dami k vergeht, sich , ! vielleicht rafft 1 neu, energische ' an Änrtgunq ur '"'tlWnil* 1 Muttbingd in fff 6,i,„ Neuheiten in Können- und IWn-HiW in schöner Auswahl sind eingetroffen. A.. Fangmann, Kahvhosstra^ 21*. Königlichen Oberförsters Bierau nicht auf dem hiesigen Friedhöfe, sondern auf dem Friedhöfe zu Rossbach stattfindet. Der Trauerzug nimmt den Weg von Nordanlage 39 die Nordanlage entlang bis zu den letzten Häusern der Wein Kutfager befindet sich von heute an gegenüber, bei Kenn With. Semmler, Ci-arm-eM, 25 Seltersweg 25. Ich bitte meine verehrten Kunden, das seitherige Wohlwollen m auch im neuem Lokale zu schenken und versichere Sie promptester, t«u Bedienung. C. L. Gail, Mmchn. Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten und Freunden widmen wir die schmerzliche Mitteilung, dass unser lieber Vater, Grossvater, Urgrossvater und Schwiegervater, der NEU! Vollkommenstes Milch-Eiweisspräparat. Verloren rin Vamengnrlel von schwarzem Band mit silberner Schnalle. Abzugeben Frankfurter- strahe 46 gegen Belohnung.______2848 Verloren am 1. Feiertag; Gemmenbrosche mit Goldeinfaffung. 01135 Gegen gute Bel, abzug. i. d. Exp. d. Bl. Dmki-Tm«rtii Nächste Turnstunde: $• i Mittwoch den Ui. AP» :'Mfrrn attt'" -----—$ii's - -e e । in jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte werde» llmifl/nHnn =& mässigen Preisen angefertigt in der V ISIInfll IdII BrtoTschen ünlY.-Druckerel (Pietsch Erben) ■ Schulstras.e 1. Sektion Gies« 0. Oe. A. V . ®’TrÄ/Siu ' eil abends 8V1 t»- 7. v"tin»av-z ' »cht, i0 j ' Cafe Ebel. itn !^l jSANATOGE« Nervenbildende Substanz. Diätetisches Nfihrmlttel ersten Ranges. 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