Nr 5 Erstes Blatt Freitag den 6. Januar ISO» Amts- uni* Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen lt lin, tt. Annahme von Anzeigen zu der nachmittag« fir de« fügenden Tag erscheinenden Nummer bis norm. 10 Uhr. ►rite L ßledaktion, Expedition und Druckerei: Kch»kstraß- Ar. 7. 50 irstr. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der Kesslsche Landwirt _________________Ktätter für hessische Volkskunde. Gießen, den 4. Januar 1899. Betr.: Verpachtung von Kirchen- und Pfarrgrundstücken. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die evangel. Kircheuvorstärrde deS Kreises. Da bei Verpachtung von Kirchen- und Pfarrgrundstücken öfter die Bestimmungen, wie sie im Ausschreiben Nr. 27 des Großh. Oberkonsistoriums vom 5. Dezember 1888 — Verordnungsblatt Nr. 17 von 1888 — enthalten sind, nicht befolgt werden, weisen wir Sie auf diese Bestimmungen nochmals hin. Danach soll in der Regel die öffentliche Verpachtung durch das ständige weltliche oder ein anderes vom Kirchenvorstand zu beauftragendes Mitglied vor- genommen werden, wofür Gebühren nicht zu beziehen sind. Abweichend davon kann die Vornahme durch das Ortsgericht «der den Notar nur in geeigneten Fällen beschlossen werden, kann aber bei Pfarrgrundstücken erst nach vorher eiu- Zeholter Ermächttgung durch Großh. Oberkonsistorium erfolgen. v. Bechtold. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. «flt Anzeigen-BermittlungSstelle« M In- und «uSlande, nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZSezugsprels vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringcrloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. 101-j 1008* 24.5* 09.1* 49 <* \ 100> 00« en von i887 OH- "Gedanke, ' ble er nicht 9 ru bringen ft Zeit «wit wurde DQmalg am Wachsen ins M als Mit- " in feierlich, ^'Ungeachtet Ration aiv 3 dm Adels- u unterrichtet, alle anderen eme staatliche lönigl. steno- * Jahre 1839, Stenographie einer ganzen te Erfolg des einzig und llen Bayerns, Weimars und a wir zu ver- . Franz Xaver Leben für sein ’ zugleich seine ler Weise dar- Ausland. Wie», 4. Januar. Das österreichisch-ungarische General- Konsulat in Algier läßt durch die „Neue Freie Presse" erklären, daß die beunruhigenden Meldungen der österreichischen und ungarischen Blätter über Ruhestörungen in der Meßener Anzeiger Heneral-Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Mamilieuötätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. ist zu verfaufen. I Hauptstadt Algeriens vollständig unbegründet sind. Abgesehen von den auch anderwärts vorkommenden Studenten- und Wahl-Krawallen herrsche Ruhe und geordnete Zustände, so daß die Fremden unbesorgt ihre Winter- und Frühjahrs-Quartiere in Algier nehmen I können. Triest, 4. Januar. Hier und an der adriatischen Küste wütet ein heftiger Südweststurm. Derselbe hat be- deutenden Schaden angerichtet. Die hiesige Riva wurde I überflutet, die Schiffe im Hafen sind teilweise beschädigt. I In Revigno scheiterten mehrere Küstenfahrer. Die Mann- I schäft konnte nur mit Mühe gerettet werden. Budapest, 4. Januar. Es bestätigt sich, daß zwischen I den Führern der Regierungs-Parteien und der Opposition I ernste Verhandlungen wegen Beilegung der Krisis stattfinden. Die Opposition wird mit Rücksicht hierauf zwar die Obstruktion fortsetzen, jedoch eine ab- I wartende Haltung einnehmen, um die Verhandlungen nicht I zu stören. I Nom, 4. Januar. Weitere Nachrichten über die schweren Unruhen in Nisemi berichten, daß gestern zahlreiche Verhaftungen vorgenommen wurden, und Soldaten die Ruhe I wiederhergestellt haben. I Paris, 4. Januar. Gestern Abend fand zwischen dem Redakteur des Blattes „Volonte" und einem Redakteur des „Jntransigeant" ein D e g e n d u e l l statt, bei welchem ersterer I leicht verwundet wurde. Paris,4. Januar. Der Kassationshof nahm heute Nachmittag Kenntnis von dem geheimen Dossier und I Zwar im Beisein des Advokaten Mornard und des Generals I Chanoine. I Paris, 4. Januar. Der Kassationshof hat nun ebenfalls ein Mandat unterzeichnet, wonach Esterhazy vor den Kassationshof geladen wird. Die Vorladung wurde der Geliebten des Esterhazy durch einen Gerichtsdiener zugestellt. Dieselbe weigerte sich indes, die Vorladung anzunehmen, willigte aber später ein, dieselbe Esterhazy zu übermitteln. Das Verhör des Esterhazh ist auf den 12. Januar angesetzt. Ohne Zweifel wird Esterhazy der Vorladung keine Folge leisten, weil ihm kein freies Geleit zu- I gesichert ist. I Paris, 4. Januar. Das Civilgericht verhandelte heute den Prozeß Trarieux gegen Madame Gyp. Die Letztere und ihr Verleger wurden zu je 5000 Frcs. verurteilt. Außerdem wurde der Verleger dazu verurteilt, Trarieux je 10 Frcs. zu zahlen für jedes in Zukunft noch I zu verkaufende Exemplar der Broschüre. Paris, 4. Januar. Dem „Temps" zufolge grassiert in der Garnison von Cherbourg der Typhus. Zahlreiche Marine-Soldaten sind erkrankt. Mehrere Todesfälle I sind bereits vorgekommen. Paris, 4. Januar. Beim Neujahrs-Empfang im New- Yorker russischen Klub betonte Großfürst Cyrill, England und Rußland würden einander in China nicht chikanieren. Die Selbstverwaltung Chinas sei fortan unmöglich. Loudon, 4. Januar. „Daily Mail" wird aus Singa- pore telegraphirt: Nach einer telegraphischen Meldung aus Jlo-Jlo sind 5000 Amerikaner dort umgekommen. Die Eingeborenen treffen Vorbereitungen, um die Ausschiffung der Amerikaner zu verhindern. ! Loudon, 4. Januar. Nach einer Meldung der „Daily Mau" aus Kairo hat Lord Kitchener bereits die Stelle für die neu zu erbauende Schule bezeichnet. Die Grundsteinlegung werde in den nächsten Tagen Lord Cromer Persönlich vollziehen. — Die Königin Viktoria hat persönlich in die Verhandlungen zwischen England und Abyssinien eingegriffen, um das Mißtrauen des Kaisers Menelik zu beschwichtigen, und zwar in einer Weise, die eigenartig ist und der Klugheit einer welterfahrenen Frau alle Ehre macht. Sie trug, wie schon einmal der Draht meldete, ihre Glückwünsche in Abyssinien mit Höchsteigner Stimme vor; da aber eine Reise dorthin zu beschwerlich gewesen wäre, vertraute sie ihre Worte dem Phonographen an. Wie man jetzt weiter mitteilt, sprach sie auf eine phonographische Rolle, laut amtlicher britischer Beglaubigung, am 8. August in Osborne folgenden Gruß: „Ich, Viktoria, Königin von England, hoffe Ihre Majestät in bester Gesundheit. Ich danke Ihnen für den gütigen Empfang, den Sie meinen Gesandten Rodd und Harrington bereitet haben; ich wünsche Ihrer Majestät und der Kaiserin Glück und allen Erfolg und ich hoffe, daß die Freundschaft zwischen unfern beiden Reichen beständig zunehmen möge. Menelik ließ das freudige Ereigniß seinem Heerlager durch zahlreiche Kanonenschüsse verkünden, und /.•»»'S iar, ßwW, rr. _____ .9 Räbdien, wtlixi h alt tzLMüxü letlunft bt\ Wilhelmßr. 18, L Mess- lie wirb auf einen m Stütze der H rten unter R.« eles WK—- 8,un»btU* 'Ä 1 fttd 4,lM Bekanntmachung. Es ist wiederholt vorgekommen, daß die bestehenden Reichs-Telegraphenanlagen wegen Mangel an der nötigen Vorsicht bei der Fällung von Bäumen, bei der Ausästung von Baumpflanzungen, durch unvorsichttges Anfahren, sowie infolge Zertrümmerung der in den Telegraphenlinien befindlichen Porzellan-Isolatoren durch Steinwürfe rc. derart beschädigt worden sind, daß Störungen und Unterbrechungen «es Telegraphenbetriebes eintreten. Da die Beschädigung, bez. Gefährdung der zu öffent- ,ßroc(fcn dienenden Telegraphenanlagen gemäß der §§317 und 318 des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich strafbar ist, werden im Nachstehenden die bezeichneten Paragraphen zur Nachachtung und Warnung hiermit in Erinnerung gebracht. § 317. x« vorsätzlich und rechtswidrig den Betrieb einer zu öffentlichen Zwecken dienenden Telegraphenanlage dadurch verhindert oder gefährdet, daß er Teile oder Zubehörungen derselben beschädigt oder Veränderungen daran vornimmt, wird mit Gefängnis von einem Monat bis zu drei Jahren bestraft. M 7 § 318. Wer fahrlässigerweise durch eine der vorbezeichneten Handlungen den Betrieb einer zu öffentlichen Zwecken die- egraphenanlage verhindert oder gefährdet, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu neunhundert Mark bestraft bieniÄr M bie zur Beaufsichtigung und Be- ft,n?n9cn^Crr Telegraphenanlagen und Zubehörungen ange- stellten Personen, wenn sie durch Vernachlässigung der ihnen Obliegenden Pflichten den Betrieb verhindern oder gefährden. § 318a. m«6iA«®0r,?r'f,cn 'N den §§ 317 und 318 finden gleich- . ^"^udung auf die Verhinderung des Betriebs der zu öffentlichen Zwecken dienenden Rohrpostanlagen. ,1C jEr Telegraphenanlagen im Sinne der §8 317 und 31» sind Fernsprechanlagen mitbegriffen. Gießen, den 4. Januar 1899. Großh. Kreisamt Gießen. — v. Bechtold. I Bekanntmachung, treffend: die Mathildenstiftung für Oberhessen. rem Voranschlag der Mathildenstiftung für Ober- Wn sind für das Jahr 1899 etwa 1200 Mk. vorhanden, | Amtlicher Wl. Gießen, den 3. Januar 1899. Betr.: Die Feuerstättenvisitation pro 1899. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen 8* Nie Großh. Bürgermeistereien de- Kreises. Wir setzen Sie davon in Kenntnis, daß die Feuervisitatoren angewiesen worden sind, mit der Vornahme der Feuerstättenvisitationen zu beginnen, und die aufzunehmenden Protokolle spätestens bis zum 1. März l. I. bei uns ein- gereicht sein müssen. v. Bechtold. | welche zu wohlthätigen Zwecken verwendet und womit in erster Linie die in der Provinz bestehenden Kleinkinderschulen I bedacht werden sollen. Es werden hiernach die Vorstände solcher Schulen, für I welche eine Subvention gewünscht wird, aufgefordert, ihre I desfallsigen Gesuche, mit welchen eine möglichst ausführliche | Mitteilung über Ausdehnung, Mittel und Bedürfnisse der I betreffenden Anstalt zu verbinden ist, bis zum IO. Februar I. I. an den unterzeichneten Vorstand der Stiftung I gelangen zu lassen. Gießen, den 4. Januar 1899. Der Vorstand der Mathildenstiftung für Oberheffen. I. V.: v. Bechtold, I Großh. Provinzialdirektor. Deutsches Reich. Berlin, 4. Januar. Der Neujahr-Empfang der kommandierenden Generale hat bekanntlich am 1. Januar infolge der Erkrankung des Kaisers ausfallen müssen. Die Generale haben nun, wie die „National-Zeitung" hört, zum 18. Januar noch einmal nach Berlin Befehl erhalten I um vorn Kaiser empfangen zu werden. Berlin, 4. Januar. Das erste parlamentarische Dmer in dieser Session findet bei dem Reichskanzler am 12. Januar, Abends 7'/, Uhr, statt. Es sind dazu auch die Minister, Staatssekretäre und Bevollmächtigten zum I Bundesrathe geladen. Berlin, 4. Januar, Professor Adolf v. Menzel empfing gestern Mittag den Vorstand des Vereins Berliner Künstler, welcher ihm die Glückwünsche des I Vereins zur Verleihung des Schwarzen Adlerordens überbrachte, und ihn zu dem Feste im Künstlerhause am 9. Januar einlud. Professor Menzel nahm die Einladung £!' Zeitig überbrachte Director Anton v. Werner die Glückwünsche des Lehrerkollegiums der königlichen Hochschule für die bildenden Künste. Berlin, 4. Januar. In parlamentarischen Kreisen wird I angenommen, daß die Verhandlungen Über die Interpellation von Wangenheim wegen der Fleischnot wludestens zwei Tage beanspruchen werden. Alsdann kommt die Militär-Vorlage zur ersten Beratung, an welche sich die erste Lesung des Etats anschließt, soweit derselbe nicht der Budget-Kommission überwiesen ist, da sich der Senioren- Konvent noch nicht über die Reihenfolge der Erledigung der emgebrachten Anträge schlüssig gemacht hat. Berlin, 4. Januar. Ein Berichterstatter meldet, im I Justizministerium sei ein Gesetzentwurf betreffend die Haftung des Staates, der Gemeinde und anderer Kom- munal-Verbände für die Versehen der Beamten ausgearbeitet worden. Die Vorlage habe die Zustimmung des | Staatsministeriums gefunden und soll dem Landtage zugleich mit dem Etat zugehen. Berlin, 4. Januar. Der Justiz-Ausschuß des Bundes- I rats wird der „National-Zeitung" zufolge morgen in der I Lippe'sch en Angelegenheit Beschluß fassen. Ob dies auch alsbald in der morgen stattfindenden Plenarsitzung I geschehen wird, ist noch ungewiß. Berlin, 4. Januar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die bereits bekannte Ernennung des bisherigen Legativns- I rates Dr. Mumm von Schwarzen stein zum Gesandten I am luxemburgischen Hofe. Berlin, 4. Januar. Der „Nordd. Allgem. Ztg," zu- I folge steht zu erwarten, daß der im Reichsschatzamt aus- I gearbeitete Entwurf eines neuen Zolltarifs vor dem Spätherbst dieses Jahres mit Berücksichtigung der eventuell I seitens der Regierungen gewünschten Aenderungen so weit I fertig fein wird, daß er als Unterlage für die weiteren I Beratungen dienen kann. Man darf ferner annehmen, I daß der Entwurf dann gleichzeitig auch anderen Berufs- I Körperschaften, welche den Handel, die Industrie und Landwirtschaft vertreten, wird bekannt gegeben werden. Wenn I die Regierung es für angezeigt erachtet, den Entwurf jetzt I noch nicht mitzuteilen, so liegt dies wahrscheinlich daran, I daß sie keine Veranlassung zu einem Streit über die Zoll- I fätze geben möchte, ehe das Streitobjekt einigermaßen fest- I gesetzt ist. seither haben sich alle Verhandlungen zwischen England und Abyssinien glatt abgespielt. , . — Immer weiter schreitet bte Unsicherheit der inneren Verhältnisse Spaniens fort. Jungst erst wurde von einer geheimuißvollen Bereinigung berichtet, an der zehn Generale beteiligt sein sollen und bereit Enbziel noch geheim gehalten wirb. Ob es sich nun um einen kar- listischen ober republikanischen Anschlag handelt, jedenfalls hat die Regierung Grunb, vorsichtig zu sein, ba in Spanten militärische Pronunziamentos keineswegs zu ben Seltenheiten gehören. Nachbem man bisher auf bas hartnäckigste das Vorhandensein der karlistischen Gefahr in Abrede zu stellen versucht hatte, glaubt man jetzt alle Hebel ansetzen zu müssen, um derselben wirksam zu begegnen. Die Verschiebungen von Bataillonen nach den bedrohtesten Punkten, d. h. nach den Gegenden, wo die karlistischen Umtriebe am stärksten sind, dauern fort, die Iststärke wird trotz der prekären Finanzlage in der Höhe von 140 000 Mann bewe- halten, und das Heer muß unablässig Marsch- und Schießübungen vornehmen. Trotzdem vergeht kaum ein Tag, an dem nicht von der Einkerkerung karlistisch Gesinnter oder von der Entdeckung irgend einer Waffenniederlage verlautete. In den baskischen Provinzen soll die Gährung eine hochgradige sein. Verschiedene Notabilitäten der karlistischen Partei befinden sich zur Zeit in Venedig und halten Rat über die mit der „nächsten Kampagne" int Zusammenhang stehenden Angelegenheiten. In karlistischen Kreisen behauptet man, daß die Partei nicht im geringsten daran verhindert jein werde, im geeigneten Augenblick loszuschlagen. — Was die Regierungskrisis in Madrid betrifft, so wird der Ministerpräsident Sagasta, dessen schwere Krankheit überwunden sein dürfte, am nächsten Samstag der Königin-Regentin die Vertrauensfrage unterbreiten, worauf die Krone wahrscheinlich schnell ihre Entscheidung trifft, wem die schwierige Aufgabe übertragen werden soll, die Zügel der Regierung zu übernehmen. T. R. Konstantinopel, 4. Januar. Die Pforte verpachtete an ein deutsches Kapitalisten-Konsortium ein großes Terrain in Palästina angeblich zur Gründung einer Ackerbau- Kolonie unter dem Namen Wilhelm II. Alexandrien, 4. Januar. Infolge des weiteren Vor- Marsches Meneliks wurden mehrere bereits beurlaubte egyp- tische Regimenter wieder einberufen. Asien. Durch das Vorgehen Rußlands in Nord- China werden die britischen Interessen im „Reiche der Mitte" offenbar mehr bedroht, als durch die Forderungen Frankreichs. So befindet sich das ursprünglich von deutschen Offizieren ausgebildete Heer des Generals Nieh — etwa 15,000 Mann —- unter dem Befehl eines russischen Generals in Lutai, an der Eisenbahn Mittelwegs zwischen Tongschan und Tongku. Mit diesen Truppen beherrscht Rußland thatsächlich bereits die großen Kohlengruben von Tongschan sowie die Mündung des Peiho. In sechs Stunden könnten die Vorposten in Tientsin und in weniger als zwölf Stunden in Peking sein. Die Kosakenwache in der chinesischen Hauptstadt ist so vermehrt worden, daß sie jetzt ebenso stark ist, wie alle Wachmannschaften der anderen Gesandtschaften in Peking zusammen. Erwägt man nun noch, daß ein Teil der starken russischen Garnison in Port Arthur binnen 24 Stunden an die Mündung des Peiho geworfen werden kann, so muß man erkennen, daß die für den englischen Handel so wichtige Provinz Tschili samt der Hauptstadt Peking thatsächlich in den Händen der Russen ist. Ob die Engländer nun wohl ebenso entschieden gegen die Russen Vorgehen werden wie gegen die Franzosen? Kokales und Provinnelles. Gießen, den 5. Januar 1899. ** Militärdienstnachricht. H o fm ann, einjährig-freiwilliger Arzt vom Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, unter gleichzeitiger Versetzung zum 1. Großh. Hess. Inf.- (Leibgarde-) Regiment Nr. 115, vom 1. Dezember 1898 ab zum aktiven Unterarzt ernannt und mit Wahrnehmung einer bei seinem Truppenteile offenen Assistenz- arztsteüe beauftragt. ** Stadttheater, dt. In der gestrigen, neunten Volksvorstellung, gelangte mit einem Erfolg ohnegleichen der vieraktige Schwank „Der Raub der Sabinerinnen" von Gebr. Schönthan zur Aufführung. Das Haus war dermaßen besetzt, daß, wie mau zu sagen pflegt, kein Apfel zur Erde fallen konnte. Herr Direktor Helm führte die Regie, indem er wahrhaft hervorragendes leistete und es verstand, alle Mitwirkenden in das richtige Fahrwasser zu lenken. So andauernde Zwerchfellerschütterungen, wie gestern abend, haben die Theaterbesucher dieser Saison noch kaum erfahren; Herr Direktor Helm hatte unbestritten die Lacher auf seiner Seite. Im übrigen hatte man das wohlthuende Gefühl, daß jeder Darsteller von der typischen Köchin Rosa (Fräulein Schuhmann) bis zum nicht minder getreu kopierten Professor Gollwitz (Herr Liebscher) sich in feiner Rolle völlig zu Hause fühlte, sodaß den ungezwungenen Leistungen rückhaltloser Beifall folgen mußte. Wir gönnen der Direktion solchen Erfolg von Herzeu und wünschen in Anbetracht der Mühe, die sich die Darsteller auch bei anderen, schwierigeren Aufführungen geben, diesen einen wenigstens annähernd zahlreichen Besuch. " Stadttheater. Die morgen (Freitag) ben 6. d. M. im hiesigen Stadttheater stattfindende Erstaufführung von Cagnelti's „A Basso Porto“ findet im Abonnement bei gewöhnlichen Preisen statt. — Es wird hiermit wiederholt darauf hingewiesen, daß nach Schluß der Vorstellungen Omnibusfahrten bestimmt stattfinden, wenn bis 9 Uhr abends Fahrscheine an der Theaterkasse gelöst sind. Vortragskurs für praktische Landwirte zu Gießen. Die Vorträge nahmen heute, Donnerstag, ihre Fortsetzung zunächst mit einem sehr interessanten Referate von Herrn Geh. Hofrat Proseffor Dr. Thaer - Gießen über die „Grundrente". Als zweiter Redner sprach Herr Generalsekretär Dr. Kirstein-Berlin über „Schweinezucht". Beide Vorträge wurden sehr beifällig ausgenommen. In der letzten Stunde hielten dieHerren Bürgermeister Leun-Großen-Linden über „Gemeindebullenställe", Oefonomierat A. Dett- weiler- Laubenheim über „Erfahrungen aus der eigenen Wirtschaft" kurze Referate, die ebenfalls mit großem Beifall belohnt wurden. Der Besuch der Vorträge ist ein andauernd sehr starker. Nachmittags wird Herr Julius Pfreimbtner - Offenbach ein kurzes Referat über „Mäusevertilgung" halten, hierauf Diskussion über sämtliche Vorträge. Die gestrigen Diskussionsstunden ließen auch erfreulicherweise erkennen, wie die Kursteilnehmer mit größtem Interesse den Vorträgen folgen und an der getroffenen Veranstaltung teilnehmen. Morgen sprechen die Herren Prof. Winckler-Gießen, Dr. Vogel-München, Ingenieur Leonarz-Nürnberg, am Samstag Generalsekretär Dr. Müller-Offenbach, Geh. Hofrat Prof. Dr. Wagner - Darmstadt und Landwirtschaftslehrer Dr. Gräf e-Groß- umstadt. * * Landwirtschaftlicher Vortrag-Kursus. Omnibus-Verbindung. Der Vorstand der Omnibus-Gesellschaft teilt uns mit, daß die Wagen 436, 4" und 522 nachmittags ab Grünbergerstraße am Donnerstag, Freitag und Samstag Nachmittag, um direkte Verbindung zwischen Steins Garten und Bahnhof herzustellen, über den Schiffenbergerweg und Bergstraße verkehren, worauf wir unsere Leser hiermit aufmerksam machen. * * Naturalverpfiegstation Gießen. Im Jahre 1898 nahmen 3719 Stationsgäste die Naturalverpflegung in Anspruch, die Kosten hierfür beliefen sich auf 2847 Mk. 38 Pf. * * Der erste Wettstreit deutscher Mannergesangvereine um den von Sr. Majestät dem Kaiser und Könige gestifteten Wanderpreis soll nach Allerhöchster Bestimmung am 26. und 27. Mai 1890 in Kassel stattfinden. Unter dem Vorsitz des Oberpräsidenten der Provinz Hessen- Nassau sind 51 angesehene Beamte und Bürger der Stadt Kassel in die Ortskommission berufen worden, welche mit der lokalen Vorbereitung und Ausführung des Festes betraut sind. * * Die Stellenvermittlung des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereius ist über ganz Deutschland verzweigt und umfaßt auch England, Frankreich und Italien. In zahlreichen Städten wird sie durch sachverständige Lehrerinnen, freiwillige Beamte des Vereins, vertreten. Aber auch an Orten, wo sich keine Vereinsagentur befindet, besitzt sie genügende Verbindungen, um Stellen in geeigneter Weise besetzen zu können. So hat sie im Jnlande und im Auslande Tausenden von Familien und Schulen, öffentlichen und privaten, geprüfte Lehrerinnen und Erzieherinnen nachgewiesen. Da der Verein allen tüchtigen Lehrerinnen, wissenschaftlichen und Fachlehrerinnen, Oberlehrerinnen und Volksschullehrerinneu, offen steht, so ist es ihm auch möglich gewesen, die verschiedenartigsten Stellen zu besetzen. Auch die Stellenvermittlung seiner Musikseklion hat sich trotz der kurzen Zeit ihres Bestehens das Vertrauen von Familien und Schulen erworben. Aus der großen Zahl ihrer Mitglieder kann sie die besten Kräfte auswählen, wenn es gilt, der Schule Gesang- und Klavierlehrerinnen zuzuführen oder geeignete Lehrerinnen zu Privatunterricht zu empfehlen. Daher wende man sich um Musiklehrerinnen vertrauensvoll an Frau Musikdirektor Claus, Leipzig, Grassistraße 33, um andere Lehrerinnen aber an die Centralleitung der Stellenvermittlung des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins, Leipzig, Hohe Straße 35, im Lehrerinnenheim. e * Die direkten Steuern im Großherzogtum Hessen ergaben im Rechnungsjahr 1897/98 die Summe von 10364370Mk. Davon entfallen auf die Provinz Starkenburg 3980282 Mk., auf die Provinz Oberhessen 2132457 Mark, auf die Provinz Rheinhessen 4151631 Mark. Der angegebene Gesamtbetrag setzt sich zusammen wie folgt: Einkommensteuer 5603 738Mk., Gewerbesteuer 1041007 Mk., Grundsteuer 3163 885 Mk., Kapitalrentensteuer 456 740 Mk. * * Wetterbericht. Das Barometer ist zwar über Central- Europa ganz erheblich gestiegen, doch ist die Luftdruckverteilung noch eine sehr unregelmäßige. Von Norden her erstreckt sich ein barometrisches Maximum über die skandinavische Halbinsel, ein zweites ragt über Frankreich und über die Schweiz nach Süddeutschland herein. Beide Gebiete teilen zwei Minima, von welchen das eine den Nordwesten des Erdteils bedeckt, während das andere den Osten und Süden Europas beherrscht. Auf unserem Gebiete ist die Witterung trüb und fallen stellenweise leichte Schneefälle. Voraussichtliche Witterung: Allgemeine Fortdauer des unbeständigen Witterungscharakters. Gießen, 4. Januar. Wiederholt ist an dieser Stelle auf die Anwesenheit der Mädchen in Oberhessischer- Volkstracht bei der Enthüllung des Denkmals Seiner Königl. Hoheit des Großherzogs Ludwig IV. anerkennend hingewiesen worden. Dabei wurde der Wunsch ausgesprochen. Die Bestrebungen zur Erhaltung jener Trachten möchten dadurch eine nachhaltige Förderung erfahren. Den Mittelpunkt dieser Bestrebungen bildet der seit drei Jahren bestehende „Verein zur Erhaltung oberhessischer weiblicher Volkstrachten", der hier seinen Sitz hat. Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin haben die Anregung zur Gründung des Vereins gegeben und am 15. Januar 1896 geruht, das Protektorat über ihn gnäöigft zu übernehmen. Darum hielten es denn auch die ordentlichen Mitglieder des Vereins schon im vorigen Sommer für eine Ehrensache, dem hohen Herrscherpaare bei feiner Anwesenheit in Gießen ihre Huldigung darzubringen. Und daß sie bei der Enthüllung des Denkmals unsres unvergeßlichen Landesvaters Ludwig IV. nicht fehlen durften, daß sie mit Freuden ihren Dank und ihre Treue gegen das geliebte Fürstenhaus an den Tag legen mußten, stand bei ihnen fest, sobald der Tag der Feier bekannt war. Etwa 125 Mädchen aus den Gemeinden des Kreises Gießen: Garbenteich, Großenlinden, Langgöns,. Leihgestern, Londorf, Trais a. d. Lumda und Watzenborn- Steinberg sind am 25. November v. I. in Darmstadt erschienen. Und wenn sie auch aus verschiedenen hier nicht näher zu erörternden Gründen trotz der Priorität unsres Vereins neben ihren Genossinnen aus dem Kreis Lauterbach stark in den Hintergrund getreten sind, so haben sie doch mit Freuden zur Verherrlichung des Festes das ihrige betgetragen und gedenken gern des schönen Tages, den sie tu der Hauptstadt verlebt. Wie bisher, so wird der 23mm auch in Zukunft seine Aufgabe im Auge behalten: „Erhaltung und Veredlung der alten Volkstrachten in Oberhessen, sowie züchtigen heimischen Sitten und Gebräuche, — uni> damit der Liebe zur Heimat und zum Vaterlande." (§ 1 der Statuten). Und es wäre nur zu wünschen, daß ihm die Erreichung dieses edlen Zwecks erleichtert würde einmal durch den Anschluß recht vieler Ortsvereine aus anderen Kreisen der Provinz, und dann durch den Beitritt zahlreicher außerordentlicher Mitglieder aus allen Landesteilen. Der Beitrag der letzteren beträgt für das Jahr mindestens 1 Mk., oder ein für allemal nicht unter 10 Mk. — Anmeldungen, sowie Beitragszahlungen entgegen zu nehmen, sind die derzeitigen Vorstandsmitglieder, die Herren Provinzialdirektor v. Bechtold in Gießen, Pfarrer Strack in Leihgestern und Bürgermeister Leun in Großenlinden jederzeit gern bereit. Die Teilnahme weiterer Kreise ist um so wünschenswerter, als die Mittel des Vereins durch die Beteiligung an der Enthüllungsfeier nahezu erschöpft sind. Möchten darum alle, die bei jener Feier an den alten, schönen Volkstrachten ihre Freude gehabt haben, nun auch durch die That beweisen, daß sie, nach dem Vorgänge der Allerhöchsten Protektorin, nach Kräften mithelfen wollen, dieselben zu erhalten. „Darmst. Ztg." Grimberg, 3. Januar. Der heftige Sturm, der gestern nachmittag und abend wütete, hat vielfach nicht unerheblichen Schaden angerichtet. In verschiedenen Gemarkungen der Gegend wurden Bäume umgerissen und selbst starke Aeste abgebrochen. In Lardenbach wurde das Dach einer Scheune buchstäblich abgedeckt. Wie in der Neujahrsnacht, so hatten wir auch in vergangener Nacht leichten Schneefall, die Schneedecke verschwand jedoch im Laufe des Tages wieder. Bad-Nauheim, 4. Januar. Herr Geh. Rat Bauer f Der langjährige Oberamtsrichter dahier. Herr Geh. Rat Bauer, wurde am Samstag abend bei einem gemachten Besuche in einer befreundeten Familie von einem Schlaganfalle betroffen, von dem sich der Greis auch nicht mehr erholte. Gestern Mittag verschied derselbe. Herr Geh. Rat Bauer war 14 Jahre mit rastlosem Eifer an hiesigem Amtsgericht thätig und hatte sich während dieser langen Zeit die Liebe und Achtung der mit ihm Verkehrenden im amtlichen und außeramtlichen Verkehr in hohem Grade erworben. Der Verewigte, schon seit längerer Zeit kränkelnd, wäre am 1. Januar in den wohlverdienten Ruhestand getreten und sollte ihm, wie wir hören, anfangs dieser Woche ans Anlaß seines Scheidens der Dank der zum Amtsgerichtsbezirk Bad-Nauheim gehörenden Herren Bürgermeister und Ortsgerichtsvorsteher für das freundliche Einvernehmen mit demselben ausgesprochen werden. Der unerbittliche Tod hat dieser beabsichtigten Ehrung aber ein jähes Ende bereitet. Herrn Geh. Rat Bauer aber wird bei allen, die ihn kannten, ein ehrendes Andenken bewahrt werden. * Friedberg, 4. Januar. Zum Bahn bau Homburg- Friedberg wird dem „Homburger Kreisblatt" von zuverlässiger Seite mitgetheilt, daß für die Erdarbeiten bereit- die Lose ausgeschrieben seien. Die Arbeiten begännen im März-April, die Eröffnung des Betriebes fände spätestens am 1. April 1900 statt. n. Ober-Mockstadt, 3. Januar. Infolge der auch bei uns auf dem Lande sich bemerkbar machenden Geld Verteuerung macht der Vorstand und Aufsichtsrat unseres Vorschuß-und Kreditvereins bekannt, daß er vom 1. Januar 1899 an die Spareinlagen mit 4 Proz. verzinst. n. Vilbel, 3. Januar. Ein bedeutendes Terraingeschäft, wie es nicht oft vorkommt, wurde dieser Tage hier abgeschlossen. Die Stadt Vilbel verkaufte nämlich das an der Straße Frankfurt—Vilbel gelegene sogenannte Rußland, ein Gelände von ca. 1,400,000 Quadratmetern, an ein Frankfurter Bankhaus zum Preise von 1 Mk. für den Quadratmeter. Dem Vernehmen nach beabsichtigen die Käufer hier Fabriken und Arbeiterwohnungen zu errichten. Die Anlage der neuen Straßen besorgen die Käufer, während- die Verkäuferin die Unterhaltung derselben übernimmt. Die Anzahlung beträgt 400,000 Mk. Darmstadt, 4. Januar. Mit Bezug auf die Allerhöchste Kaiserliche Kabinetsordre, durch welche einige Fremdausdrücke in dem Heere höchst erfreulicherweise durch deutsche Bezeichnungen ersetzt werden, dürfte es für die Angehörigen unseres Großherzogtums von Interesse sein, daran zu erinnern, daß im Großherzoglich Hessischen Dienste bereits unterm 4. Mai 1841 folgende veränderte Benennungen der Dienstgrade der Offiziere ein- gesührt wurden: für Obrist und Obristlieutenant = Oberst und Oberstlieutenant, für Capitain = Hauptmann, für Premier- und Seconde-Lieutenant = Oberlieutenant und Lieutenant. Am 25. Oktober 1871 wurden infolge der (2.) Militär-Konvention vom 13. Juni 1871 mit bem Königreich Preußen die früheren Bezeichnungen Premier- und Seconde-Lieutenant wieder eingekührt. — Das Rektorat der Teschnischen Hochschule hier teilt mittels Anschlags am schwarzen Brett der Studentenschaft mit, daß am Mittwoch, 18. Januar d. Js., vormittags 11 Uhr, in der Aula der Hochschule eine akademische Gedenkfeier für den verstorbene« Reichskanzler Fürsten Bismarck stattfinden wird. Die Vorlesungen und Uebungen fallen an diesem Tage aus. „Darmst. Ztg." mggöns, benborn- stadt er- in nicht t unsres Mersch i sie doch hrige beiden sie in er Verein „Erhol- berhesien, • — und ; (§1 daß ihm 'e einmal. ' anderen tritt zahl- ldesteilen. mndestens l. - An- u nehmen, nren Pro- er Strack coßenlinden r Kreise ist ttins durch u erschöpft ier an den )dben, nun i Vorgänge sen wollen, .st. Ztg." tuTm, der ch nicht unebenen Ge- n und selbst e das Dach r Nenjahrs- !acht leichten n Lause des t Bauer f r Geh. Rat m gemachten .nem Schlag- ch nicht mehr Herr Geh. >t an hiesigem - dieser langen 'richtenden im »m Stabe et» •it frätitclnbr uhestand ge- dieser Woche AmtSgerichts- ^ermeister nnd oernehmen mit irbittliche Tod jähes Ende be- , bei allen, bit t werden. QU Homburg- ft" von zuver- , arbeiten bereits tn begännen « finde II«'!""' , der -»ch 6,1 tn itb«ral unfere* Wil. 3“"^ S.*Ä s-ä» :«?» eiWWjf •n W errichte"- bä“!«' ** übernimmt- » •*£ 5 Mr°s««A ai em- der Ossi^herst itenarrt rgr Mti-s-L ier 1 Premier “iSä ' den »es V- I-nd-^ge «»'■ Aus der Zeit für die Zeit. Bor 123 Jahren, anTe. Januar 1776, würbe zu Wilmsdorf bei Dresden der kühne Parteigänger Ferdinand von Schill geboren, der tn verwegenen Stretfzügen Unglaub- liches leistete. An eine allgemeine Erhebung in Deutschland glaubend, weihte er sich und sein Husarenregiment im Früh, jahr 1809 durch eigenmächtige KrtegSeröffnung dem Unter gange; er siel am 31. Mai 1809 kämpfend in Stralsund. Im L ed und Drama lebt Major Schill, rote in der Geschichte, im Gedächtnis der Nachwelt. >7». ===== Vermischtes. * Bo» der oberen Saar, 2. Januar. Ein heftiges Gewitter entlud sich heute vormittag über das obere Saarthal. Es blitzte und donnerte, als wären wir mitten im Sommer. Dabei ging ein wolkenbruchartiger Regen, vermischt mit Hagelkörnern, nieder. Seit gestern Abend herrscht starker Sturm, der stetig mit Regen begleitet war. Die Saar steigt so stark, daß sie stellenweise bereits das Ufer übertreten hat. Vom Oberharz, 3. Januar. Seit einigen Tagen ist der Winter im Oberharz eingezogen, und es herrscht so starkes Schneetreiben, daß sich Schneeschanzen über einen Meter Höhe gebildet haben und die Posten mit Schlitten befördert werden muffen. * Elektrische Fernzündung in fahrenden Eisenbahnzügen. In den Wagen der Ungarischen Staatsbahnen wurde kürzlich auf einer Fahrt zwischen Pest und Hatvan eine wichtige Neuerung dem Betrieb übergeben, nämlich die Anzündung der Gasflammen in den Abteilen während der Fahrt durch elektrische Gasfernzündung. In zwei mit dieser Neuerung versehenen Schnellzugwagen wurde während der Fahrt von einem im Seitengang der Wagen befindlichen Kästchen aus die Beleuchtung sämtlicher Abteile zu wiederholten Malen in Thätigkeit gesetzt; der Versuch fiel zur vollen Zufriedenheit der anwesenden Fachleute aus. Abgesehen von der den Fahrgästen dadurch bereiteten Annehmlichkeit ist die neue Einrichtung auch eine Ersparnis für den Eisenbahnbetrieb, da die einzelnen Abteile unbeleuchtet bleiben können, so lange sie unbesetzt sind. Von besonderem Vorteil ist die elektrische Fernzündung auf Linien mit zahlreichen Tunneln, da der Schaffner von einem Punkt aus augenblicklich die Beleuchtung in allen Wagen entzünden und ebenso schnell wieder abschließen kann. * Jubiläum des Fürstentums Liechtenstein. Am 23. Februar 1899 werden zweihundert Jahre verflossen sein seit der Begründung des Fürstentums Liechtenstein. Dieser Gedenktag wird im ganzen Ländchen festlich begangen werden. Das Vorarlberger Volksblatt bringt aus der Geschichte des Fürstentums folgende Daten: Im dreizehnten Jahrhundert hausten die Herren von Schellenberg auf den nun längst verfallenen Burgen Alt- und Neuschellenberg. Dieser einheimische Adel war aber abhängig von den mächtigen Grafen Montfort-Werdenberg-Vaduz, und so ist es erklärlich, daß das Ländchen an die Grafen von Werdenberg-Heiligenberg kam, was um 1317 geschah. Die Grafen Brandts (Schweizer) erlangten in der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts die Oberherrlichkeit. Durch Erbschaft kam Schellenberg 1510 an die Grafen von Sulz. Diese Schwarzwälder regierten 103 Jahre. Im Jahre 1613 kauften sich die Grafen Hohenems das Ländchen. Am 23. Februar 1699 endlich erwarb sich Fürst Johann Adam von Liechtenstein vom Grafen Jakob Hannibal von Hohenems um 115000 Gulden die Herrschaft. Der nämliche Fürst Johann Adam erwarb sich auch die Grafschaft Vaduz, aber erst 1712. Sieben Jahre später machte der Kaiser beide Herrschaften zum Reichsfürstentum „Liechtenstein". * Der älteste Kapellmeister in der deutschen Armee war bisher der Musikdirektor I. G. Goldschmidt, der 45 Jahre Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 5. Januar. Der Fahrkartenschwindel der Bahnsteigschaffner wird auf der Stadtbahn noch immer fortgesetzt. Gestern wurden auf einem Bahnhofe wieder zwei Beamte festgenommen. Berlin, 5. Januar. Bezüglich des Verbleibens des Prof. Otto Harnack haben die bisherigen Recherchen noch immer zu keinem Resultat geführt. In Rom ist der Verschwundene bis jetzt nicht aufgetaucht. Berlin, 5. Januar. Das „Berliner Tageblatt" erhält Kenntnis von einer Reihe von Ausweisungen gegen eine größere Anzahl russischer Zigarretten-Arbeiterinnen, die allerdings nicht in Berlin, sondern in Charlottenburg domiziliert waren und in Berliner Zigarretten-Fabriken in Arbeit standen. Die Verfügungen sind nicht von Herrn v. Windheim, sondern von dem Charlottenburger Polizei-Direktor ausgestellt. Berlin, 5. Januar. Zum Fall Ziethen wird mitgeteilt, daß das gesamte Akten-Material aus diesem^ Pro- an der Spitze des Mufikkorps der in Liegnitz garnisonieren- den Königs-Grenadiere gestanden hat und am 1. Januar 1899 in den Ruhestand getreten ist. Nach seinem Ausscheiden ist nun Mustkoirektor Heinrich Lenschow zu Rostock der älteste Dirigent in der deutschen Armee. Lenschow trat am 1. November 1850 bei dem damaligen 1. Meckl.-Schro. Infanterie- Bataillon ein uno wurde am 26. Februar 1858 zum Stabshoboist befördert Am 13. Januar 1864 erfolgte dann seine Ernennung zum Militär Mufikdirigenten und am 28. August 1872 zum großherzogl. Musikairektor. Seit langen Jahren ist er Kapellmeister des Hoboistenkorps des in Rostock garnifonieren» den Meckl. Füsilier - Regiments Nr. 90 und hat an deffen Spitze an den Feldzügen von 1866 und 1870/71 teil* genommen. UniversiMs Nachrichten. — Rostock. Der Professor der Pharmakolozie an der hiefigen Universität, Dr. Nasse, ist auf sein Ersuchen wegen Kränklichkeit von dem Halten von Vorlesungen und dem Direktorium des bisher von ihm geleiteten pharmakologischen und physiologisch-chemischen Institut- entbunden worben. Sein Lehramt ist dem bisherigen Direktor der Heilanstalten für Lungenkranke in GörberSdorf (Schlefien), Dr. Ködert übertragen worden, der einen Ruf als ordentlicher Professor in der Rostocker medizinischen Fakultät erhalten und angenommen hat. Prozessor Ködert bekleidete früher bereits eine ordentliche Professur der Pharmakologie an der Universttät Dorpat. Gottesdienst der irraelttischen Keligionsgeseüschast. ~ Sabbathfeier am |7. Januar 1899. Freitag Abend 4« Uhr, Samstag Vormittag 8<6 Uhr, Nachmittag 3 Uhr, Sabbathausgang 6“ Uhr. Nachmittag 2so Uhr Schrifterklärung in der Synagoge. Wochengottesdienst Morgens 7 Uhr, Abends 4 Uhr. Verkehr, Zand- und Volkswirtschaft. Gießen, 5. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.70—0.90, Hühnereier per St. 7—10 H, 2 St. 00—00 Enteneier 2 St. 00—00 Gänseeier per St. tl—13 H, Käse 1 St. 5—8 H, Käsematte per St. 3 Erbsen per Liter 20 H, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar X 0.00—0.60, Hühner per St. X 1.00—1.20, Hahnen per Stück X 0.90—1.40, Enten per St. X 1.80—2.50, Gänse per Pfund X 0.48—0.60, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 4, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 68—76 4, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 80 /&, Kalbfleisch per Pfd. 64—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—66 H, Kartoffeln per 100 Kilo 6.00 big 6.50 X, Weißkraut per St. 10—20, Zwiebeln per Ctr. X 5.00—5.50, Milch per Liter 16 Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. 4. Januar. Frachtmarkt. Rothrr Wei»-.- X 14,11, weißer Wetzen X 00.00, Korn X 11.09, Gerste X 9.69, Hafer X 7 00. zeffe nunmehr nach Berlin in die Hände des Justizrats Dr. Sello gelangt ist, welcher mit dem eingehenden Studium des Materials begonnen hat. Berlin, 5. Januar. Vom Abgeordneten Gröber (Centrum) und Genossen ist dem Reichstag folgender Jni- tiativ-Antrag zugegangen: Der Reichstag wolle beschließen, die Geschäftsordnungs-Kommission mit der Prüfung der Frage zu beauftragen, ob und in welcher Weise die Unterschriften der beim Reichstage einlaufenden Petitionen wegen Bekanntgabe an Personen, welche dem Reichstage nicht angehören, sicher gestellt werden soll. Ferner ist vom Abgeordneten Dr. Lieber und Genossen dem Reichstage folgender Antrag zugegangen: der Reichstag wolle beschließen, die Besoldung des Staatssekretärs des Innern auf 24000Mk. festzustellen und die Summe des Titels I von 50000 Mk. auf 44000 Mk. herab zu setzen. Wien, 5. Januar. Die „Neue Freie Presse" erfährt von besonderer Seite folgende Budapester Depesche: In informierten politischen Kreisen hält man die Lösung der Krisis für nahe bevorstehend. Man denkt sich in diesen Kreisen die Lösung derart, daß Baron Banffy zurücktreteu und Minister Fejervary mit der Bildung des neuen Cabinets betraut wird. Budapest, 5. Januar. Eine Versammlung von Studenten beschloß, solange der außergewöhnliche Zustand bestehe, die Wehrpflicht zu verweigern. Mailand, 5. Januar. Auf dem adriatischen Meere wütete gestern ein heftiger Sturm, welcher großen Schaden anrichtete. Mehrere Menschenleben sind zu beklagen. Aus Neapel, Livorno, Ancona und anderen Städten kommen Hiobsposten. Paris, 5. Januar. Mit großer Bestimmtheit tritt das schon früher gemeldete Gerücht auf, daß Doroulöde in einem Duell schwer verwundet worden sein soll. Gleichzeitig verlautet, Deroulöde beabsichtige, von seiner politischen Laufbahn vollständig zurückzutreten. Paris, 5. Januar. Der Justizminister Lebre t erklärte in einem Interview mit Bezug auf die Angriffe gegen Mitglieder des Kaffationshofes, er werde den Richterstand schützen, so lange nicht ein positives Faktum gegen eine richterliche Persönlichkeit vorliege. Bisher sei dies nicht der Fall. Die Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen. Paris, 5. Januar. Eduarde Hero6, der Leiter des Blattes „Soleil" ist gestern gestorben. • Paris, 5. Januar. Die Regierung unterhandelt mit der englischen Regierung wegen der Zustellung des Urteils gegen Zola auf diplomatischem Wege, da Zolas Aufenthalt in Bornemouth bekannt ist. Zola soll infolgedessen Bornemouth bereits wieder verlassen haben. Ostende, 5. Januar. Der Sturm an der belgischen Küste dauert fort und sucht namentlich den Ort Hayst und dessen Umgebung heim. London, 5. Januar. Der „Standard" meldet aus Manila, daß die Eingeborenen von Jlo-Jlo eine Versammlung abgehalten haben, in welcher beschlossen wurde, dem amerikanischen General Miles mitzuteilen, daß, wenn die Amerikaner ohne Waffen landen wollten, ihr Leben respektiert würde, wenn sie aber mit Gewalt in das Land eindringen wollten, sie von den Eingeborenen als Feinde betrachtet und demgemäß behandelt werden würden. Drucksachen, Rechnungen, Aactnren, Circulare, Arieföogerr, AmschlLge mit Alrmendruck fertigt billig Kköhl'sche Univ.-Kuch- n. Skinbruditrti, Schulstraße 7. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenftrahe 2. Angebot der Arbeitnehmer r 1 Bäcker, 1 Glaser, 1 Bauschreiner, 3 Tag- löbner, 1 Taglöhner für leichtere Arbeit, 1 Hausbursche, 1 Fahrbursche, i Dienn- mädchen für Bad-Nauheim, 1 Lauffrau, 1 Haushälterin, 1 Flickfrau, 1 Schreibgehilfe. Nachfrage der Arbeitgeber r 1 Drechsler, 1 tücht. Bauschreiner, 2 Fuhr- knechte, 2 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Dienstmädchen, welches melken kann, 8 bis 10 Ausripperinnen, 3 bis 4 Lumpensortirerinnen. Einladung M SrgSuMgSWhl des Notstandes der israelitischen Religions-Gemeinde?u Gießen. Es wird zur Kenntniß der Interessenten gebracht, daß die in Ge- i"Weit der Bestimmungen der Wahlordnung für die Wahl des Vorstandes der israelitischen Religions-Gemeinde zu Gießen vom 4. August 1871 für ba« im Jahre 1898 durch Den Tod ausgeschiedene Vorstandsmitglied, Herrn Simon Reis, erforderlich gewordene ErgänzungSwahl Dienstag den 10. Januar 1899 im Sitzungssaale des Gemeindehauses au der Louystratze dahier stattfinden soll. Sämtliche nach § 2 unb § 6 der Wahlordnung Stimmberechtigten werden zu dieser Wahl mit dem Bemerken eingeladen, daß die Abstimmung in den Stunden von 10 Uhr vormittags biö 1 Uhr nachmittags stattfindet. Zum Wahlkommiffär wird Herr Nathan Stamm ernannt. Gießen, den 5. Januar 1899. Der Vorstand der israelitischen Religions-Gemeinde Gießen. 868 S. Heichelheim. Versteigerung. Montag den ». d. Mts., vormittags IO Uhr, läßt I. Chr. Weil Wttlw« ,u Grüningen 2 Fahrkühe, 1 Rind, 1 Wagen, 1 Häckselmaschine, 1 Pfuhlfaß und bergt. versteigern. 351 Holzversteigerung am Samstag den 14. d. M., von vormittags 10 Uhr ab bei Wirt Lau- zu Wißmar. Distritt Eschbach: Eichen: 5 rm Scheit- und 57 rm Knüppelh., 171 rm Reiser - Buchen: 105 rm Scheit- und 133 rm Knüppelh., 1040 rm Reiser. Distr. Beckett: 2 rm Eichen-Knüppel; Buchen: 93 rm Scheit- und 97 rm Knüppelh., 46 rm Stöcke, 342 rm Reiser. Distr. Ruttersgnmd: Eichen: 3 rm Scheit- und 5 rm Knüppelh., 6 rm Stöcke und 20 rm Rerser; Buchen: 48 rm Scheit- und 44 rm Knüppelh., 22 rm Stöcke, 127 rm Reiser. 0,57 fm Nadelholzstämme. Das Holz liegt im Gemeinberoald von Wißmar. Krofdorf, 4. Januar 1899. 847 Das Bürgermeister-Amt. 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Sett.: Die der an dieAroj 364] Regenschirm vergangenen Sonntag verloren oder stehen gelaßen. Abzugeben Wallthorstraße 45. Indem ich bemüht sein werde, den Ansprüchen des verehrlichen Publikums in jeder Beziehung gerecht zu werden, bitte ich um geneigten Zuspruch und freundliche Unterstützung meines Unternehmens. put Uonlo Du ®if Aanllie« wttdrn toödjefltlidl btigcl Die Anträge auf Bewilligung von Invaliden- und Altersrente müssen häufig deshalb zurückgewiesen werden, weil die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzahl von Beitragswochen — die Wartezahl — nicht nachgewiesen werden kann. Besonders tritt dieser Mangel bet Anträgen solcher Arbeiter hervor, welche im Winter selten oder überhaupt nicht gegen Lohn beschäftigt sind (wie im Baugewerbe, in der Landwirtschaft), für welche dann also Beiträge von einem Arbeitgeber nicht entrichtet werden. Nach dem Gesetz ist es aber möglich, auch während solcher Arbeit- Unterbrechungen für die Vermehrung der Beitragsmark'n, also auch für die allmähliche Erfüllung der Wartezeit und für die Erhöhung der Rente zu sorgen. Es gelten die folgenden Bestimmungen: 1. Versicherte können beim Aufhören der Lohnarbeit die Versicherung freiwillig fortsetzen, indem sie für die Woche der arbeitslosen Zeit eine Doppelmarke in die Quittungskarte einkleben. 2. Die Doppelmarken sind bei allen Postanstalten zu haben- bae Stück kostet 28 Pfennig. 3. Es ist nicht erforderlich, daß die Doppelmarke in derjenigen Woche, für welche sie gelten soll, verwendet wird. Vielmehr kann dies auch für eine Mehrzahl von Wochen nachträglich geschehen, z. B. nachdem der Versicherte bei Wiederbeginn der Lohnarbeit in Besitz der nötigen Geldmittel gelangt ist. Die Doppelmarken müssen jedoch eingeklebt sein bevor wegen wiederbegonnener Lohnarbeit der Arbeitgeber von neuem Beiträge entrichtet. 4. Mit dem Einkleben der Doppelmarken darf überdies schon deshalb nicht lange gezögert werden, wert nach eingetretener Erwerbsunfähig feit die spätere Beibringung von Doppelmarken nicht als giitig anzusehen ist, so daß dann bei ungenügender Markenzahl Invalidenrente nicht be- willigt werden kann. Bei Berechnung der Wartezeit für die Altersrente können die Doppelmarken, welche nach Zurücklegung des 70. Lebensjahres verwendet sind, nur in B.tracht kommen für die nach dem 71. Geburtstage folgende Zeit, nicht als Beiträge für einen früheren Zeitraum gelten 5. Die Doppelmarken müssen Der Versicherungsanstalt angehören, in deren Bezirk b• Das Ges n iu> Suhl 21 Die ßui q J Leiri ’• Dastzts, Kahrrad-Weparateur, tüchtiger, selbständiger Arbeiter, für einige Stunden des Tages (auch eventl. abendd) gegen gute Bezahlung gesucht. 339 Wo? sagt die Expedition d. Bl. 359] Wir suchen zum alsbaldigen Eintritt einen gut empfohlenen jüngeren Hausburschen für dauernde Stellung. Bewerber bevorzugt, welche das Packen kennen. 359 Koch & Eichenauer, _________AUcestraße 13._______ 855] Suche per sofort odek später einen Lehrling. Georg Koch, Uhrmacher, __Neuen-Bäue 5.______ 062] Haushälterin,erfahren imHaus- wesen, rn ein evangel. Pfarrhaus bei Darmstadt auf 1. März gesucht. Stellen- bureau Lina Hofmann, Dammstr. 22,1 061] 15 Mädchen, Köchinnen, Hausund Kindermädchen finden gute, dauernde Stellen gegen hohen Lohn per 1. und 15 Febr. und 1. März. Stellenbureau Lina Hofmann, Dammstraße 22, I. 348] Lauffrau sofort gesucht. ___________Ludwigstraße 37, HI. 353] Eine Lauffrau gesucht vormittags von 10 bis 12 Uhr. Tchlotzgaffe 18.