1899 Dienstag dm 5 Dezember •SB Mannheim. | Goar" dvu. 2-/12 \ 25 /U. 253.60 116 !iif< 129.- er. 244’ Leit sich der Nahe hingeben zu können. 14155 169.- Kfie lnjdj44 Stiftungsfestes im Saale des Cafs Leib. Der ! 1. Hauptmann des Korps, Herr Kreisseuerwehrinspektor »oa ln|ttgee zu Vs ne*»tttagl für Ve cr^dncnbm Rtmuinrr fcH •tm. M »»reffe für Depeschcn: $1^ Fernsprecher Nr. 51. ♦» Arthur Bauer aus Frankfurt, welcher morgen abend im Theaterverein in der „Ewigen Liebe" den Führing giebt, gastierte u. a. auch noch in Regensburg m dieser Rolle. In einer uns hierüber vorliegenden Kritik heißt es: Nicht Arthur Bauer stand vor uns, es war leibhaftig Friedrich Führing. wie ihn der Dichter gezeichnet hat, der alte Führing mit dem Herzen voll Zorn und voll Liebe, der alte Violinspieler mit der Geige, diedas Weinen gelernt hat, eine Gestalt, von der zitterndes Weh und herber Humor ausgeht. Es gab an dem ganzen Abend keinen Augenblick, in dem Bauer ein anderer gewesen wäre, als . und MTWiuv*" - ertirt in der . W M W traswe 1. __________ Rt. 286 Zweites Blatt — „Daily News" zufolge sind die Truppen Lord । Methuens um ein halbes Bataillon Hochländer, ein Regiment Kavallerie und eine Feldbatterie verstärkt worden. Man werde jetzt weiter vorrucken können. Die Eisenbahn nach seiner Basis sei völlig offen I 2 Mart 20 Pftz. atoKatlid} 76 Pftz» tntt Brmgerlv^ * Bei Poftbezutz 2 Mark 50 Vf*. > viertegährlich. Telegramme des „Gieheuer Anzeiger". Loudon, 4. Dezember. „Daily Telegraph" berichtet aus Durban: General Buller dringt augenblicklich gegen Ladysmith vor. Der Prinz von Wales sandte em Danktelegramm für die Glückwünsche, welche die Ofstziere der Garnison von Ladysmith gelegentlich seines Namens- festes abgchen ließen. London, 4. Dezember. „Daily Telegraph" berichtet aus New-York: Der Korrespondent der „World" meldet aus Washington. Die Regierung hat eine Note der französischen und russischen Regierung erhalten, worin diese dagegen protestieren, daß England die beiden Burenrepubliken annektieren will. , _ . London, 4. Dezember. Ein Telegramm aus Kapstadt berichtet, daß das Transportschiff „Jlmore" in der Nähe von St. HelenaBai auf Grund geraten ist. Der Dampfer hatte eine Batterie Artillerie und eine Abteilung Kavallerie an Bord. Zwei Kriegsschiffe sind damit beschäftigt, die Pferde und das Artilleriematerial tn Sicherheit zu bringen. , London, 4. Dezember. Aus Ladysmith gelangten die letzten Nachrichten am 28. November nach Durban. Danach wäre seit den letzten 10 Tagen alles ruhig, und die Buren zeigten absolut keine Neigung, aus ihren stark verschanzten Stellungen herauszugehen, in denen sie 22 Geschütze aufgestellt haben. Brüffel, 4. Dezember. Die hiesige Transvaal-Gesandtschaft erhielt Nachricht über haarsträubende Grausamkeiten der Engländer, welche 300 gefangene Buren ermordeten und mehrere verstümmelten. Dr. Leyds will diese Meldung den Großmächten notifizieren. GrsttrdeilssM: GießE ^«mümcklStter, Her WW Mndwirt, HMer für hessische NMskMÄe. Kokaies Md VrovmMes. Gießen, den 4. Dezember 1899. - . ■ . c - k A werde ein sehr langer und schwieriger fern, teils infolge des Heroismus der Buren, teils wegen der schwierigen Gestaltung des Terrains. nn* Tnbenb über den Mut der Buren aus. Triest, 3 Dezember. „Rossegger" bestätigt die Grausamkeit der Engländer. Dieselben beschießen die Ambulanzen (!) und töten Aerzte (!!) bei Unter» n Faber. lnFrankfurt a.M. der Kasse. ' unterwegs, hier eingetroffen. London, 3. Dezember. Lord Methuens hier endlich eingetroffene Verlustliste für die Modder- flußschlacht, nach der er 73 Tote und 365 Verwundete, abgesehen von den Offizieren, verloren hat, wirkt hier geradezu niederschmetternd. Weit und breit ist Trauer tn den Häusern eingekehrt. General Methuen hat nun bereits, soweit osfiziell bekannt gegeben ist, 943 Mann verloren. - Die „Times" meldet aus dem englischen Lager von Frere, daß die Buren die Eisenbahnbrücke bei Colenso in die Luft gesprengt haben. Die Reparatur der Brücke wird vorbereitet. Die militärischen Sachverständigen glauben, daß die Zerstörung der Brücken Clerys Vormarsch auf Ladysmith bedeutend erschweren. Man glaubt, Clery werde eine Abteilung an einer anderen Stelle des Tugelafluffes übersetzen lassen, um Joubert in die Flanke zu fallen, wahrend White ihm in den Rücken fällt und Clery mit ferner Hauptmacht ihn in der Front angreift. Alles ist nmg darin, daß schwere Kämpfe bevorstehen. — Nach m Brussel em- getroffenen Meldungen errichten die Buren em befestigtes Lager am Modderflusse. Entgegen den englischen Angaben wird in Brüssel versichert, daß von den Truppen Methuens 1500 Mann kampfunfähig sind. — Der Sohn des Staatssekretärs Hay ist zum amerikanischen Konsul tn Prätorta ernannt worden. — Während der Modder-Rtver den Vormarsch des Generals Methuen zweimal aufgehalten hat, und vielleicht einen verhängnisvollen Wendepunkt auf dem westlichen Kriegsschauplätze bezeichnet, ist der Tugelafluß für die in Natal stehenden englischen Truppen zurzeit nicht zu forcieren. General Buller kann an eine Entsetzung von Ladysmith nicht vor 8—10 Tagen denken, bis zu welcher Zeit die Stadt bereits kapituliert haben dürfte. — General Hildgard erließ einen Armeebefehl, worin er feinen Truppen Dank abstattet, und der Hoffnung Raum giebt, dem Feinde nächstens die Schläge zu verabfolgen, die er verdient habe. Die Truppen sind darüber erfreut, unter Zelten einige - ««9 tat'"“’' r bis 200 PS stützimg von Verwundeten. , Trieft, 3. Dezember. Der .Piccolo" verbssenillchi vom Kriegsschauplätze Nachrichten vom 25. Oktober von dem Triestiner Rostegger, welcher als Leutnant auf Setten der Buren kämpft. Aus diesen Berichten kann man ersehen, daß bei Dundee 500 Buren gegen 5600 Engländer kämpften. Bei der Einnahme von Dundee erbeuteten dieBuren vielMunition und Proviant; außerdem fielen zahlreiche Gegenstände für ein Feldlazarett und vier Panzerzüge in die Hände deS Feindes. ein. Dezember cr. fitaafitf). 113980 Ludbahn I 81'8_° Bdbahn. .Simplon ♦ Bom Kriegsschauplatz. General Methuen spielt vabanque, das ist wieder- I feolt hervorgehoben worden, als bekannt wurde, daß der | Lord in forcierten Märschen den Entsatz Kimberleys zu I erzwingen hoffte und zu dem Zwecke sich aller nicht zum notdürftigsten Unterhalt nötigen Bagage entblößt hatte und das ohne jede sichere Verbindung mit anderen englischen I Truppen ober Hilfsmitteln. Aber erst jetzt zeigt sich, wie gefährlich daS Unternehmen ist, denn wenn der tm nachstehenden signalisierte Plan der Buren gelingt, dürfte dem General das Schicksal Whites beschieden sein, nur daß er ohne die Hilfsmittel des wohlverproviantierten Lagers von Ladysmith zu fechten haben würde. Die hier folgende wichtige Meldung zeigt zugleich die Beweggründe, von welchen die letzten Operationen der Buren im Westen geleitet wurden; das Zurückweichen der Buren ist jetzt strategisch erklärt. Loudon, 2. Dezember. Kommandant Grübler wirft alle verfügbaren Burenkorps zwischen Aliwal-North | um Richmond gegen bie Bahnlinie Orangefluß- I De Aar, um bie Operationsbasis General Methuens abzuschneiben. Die Generäle French unb Gatacre Haben Orbre, GroblerS Plan mit allen Kräften zu ver- hinbern, unb haben zu bem Zweck alle verfügbaren Verstärkungen erhalten. , Auf Labysrnith unb besten wahrscheinlich erfolgten Fall bezieht sich wohl folgenbe Nachricht unseres Lonboner Korresponbenten: London, 2. Dezember. Das Londoner Kriegsamt hält drei Depeschen BullerS zurück. Durch die Transvaal-Gesandt schäft in Brüssel wird diese Auffassung bestätigt, denn Leyds läßt der „Allg. Atg." zufolge erklären, die Gesandtschaft sei überzeugt, daß Ladysmith bereits in den Händen der Buren sei. Zugleich bezeichnet die Gesandtschaft den englischen „Sieg" bei Modder-River keineswegs als entscheidend, nicht einmal als wichtig. Die Buren okkupierten nach wie vor die starke Stellung am Modder- River, welchen die Armee des Generals Methuen bisher nicht zu überschreiten wagte. Inzwischen beginnt bereits der Rücktransport der verwundeten englischen Soldaten nachEngland. L-s Palmas (Kanarische Inseln), 2. Dezember. Der englische Dampfer „Sumatra" ist mit einer großen Anzahl verwundeter Soldaten, aus Kapstadt nach England Ä.\oo öS Aw 3.fiA0 31- 89 ?? 24.50 - b 5 M. Loos, begrüßte bie Erschienenen unb verbreitete sich - ! sodann in längerer Rede über den Wert und Zweck der Feuerwehren im allgemeinen, ging dann naher auf die Gründung des Korps ein, gedachte des demselben seitens der Firma Gail stets erwiesenen Wohlwollens, und schloß *..। M-tig.tÄS.’ss .»• tiÄÄ Ä ■» zuge eine furchtbare Explosion und sah darauf groB , ^^merndlckastlickkeit unb brachte ein Hoch auf Herrn Ober- schwarze Rauchwolken in der Richtung bCr TuS°l°brückc “ltl)U"uS. 'rckS ®ra„bbinhot ^''^"^mKriegSam. 9in9 aus Kapstadt am 1 Dezbr Trabers ^^jäh^^iMum btt Httreu^ Beul I. in ft>°r General Galacre ench , daß A Wrlh^W acker p V in der freiwMigeu J P 1 kruerwebr aestiteten Ehren-Urkunden, indem er zugleich den beiden Jllbilaren ein „@ut Wehr!' darbrachte. Herr C L Gail, Hauptmann der Gießener sretwilligen Feuerwehr, danlte im Namen des Vorstandes seines Korps für it.SBelmont vor l di-Einladung und brachte der Freiw. Gall'schen F-u-rw-hr Bord des Dampfers zu ihrem Feste die herzl.chsten Glückwünsche dar, gab dem Bord ”eon |ßun^c AnSdruck, daß die seither,gen guten, k°m-radschaft- Sitat der lichen Beziehungen zwischen den beiden Wehren auch ferner. ».srÄ sä»*1’.»*«» SSÄl: ä7䔓ä».S teils wegen uet i vuut' « j.. »rmibert wurde. Die von Der Offizier sprach sich auch lobend gebrachte Operette: Guten Morgen, Herr Fischer'.", die lebenden Bilder mit verbindendem Texte, den Beruf des Feuerwehrmannes vor- führend, sowie die Pantomime: „Der Denker-Klub fanden infolge der guten Leistungen der Darsteller sehr basaltige Aufnahme. Ein Tänzchen beschloß die in jeher Hinsicht sehr schön verlaufene Festlichkeit. ** Wegen des Ladenschlusses am Heiligabend haben fich in der vergangenen Woche 67 Geschäftsinhaber an das Großherzogliche Kreisamt gewandt und gebeten, dahin zu entscheiden, daß die Verkaufszeit für den diesmaligen letzten Sonntag vor Weihnachten bis 9 Uhr abends ausgedehnt werden möge. Unter den Petenten befinden sich fast fämt- liche Inhaber der Kurz-, Weiß- und Wollwarengefchäfte unb Verkäufer von Spielwaren, ber größte Teil ber Manu- fakturisten, mit einer Ausnahme alle Cigarren-Spezialgeschäfte, bie Inhaber ber Konbitoreien unb Chokolabengefchäste, Schuhhänbler, einige Kolonialwarenhänbler unb Vertreter anberer Branchen. - Die Gefuchsteller begrünben ihren Wunsch um Verlängerung ber Verkaufszeit am gebuchten Abenb, soweit bie Wollwarenbranche in Frage kommt, damit, daß bei dem sehr milden Wetter bie Umsätze bisher I sehr gering gewesen seien unb daß dadurch, weil der dritte Sonntag in diesem Jahre gleichzeitig mit dem Heiligabend zusammentrifft, ihnen ein Hauptgeschäftstag, an dem sie dis tief in bie Nacht hinein gute Geschäfte machen, gegen sonst verloren ginge, woburch roieberum em Ausfall tm Geschäft entstehe. Ferner wirb von allen Petenten barauf hinge- wiesen, daß di- Bescherungen am Heiligabend m den meisten Familien zwischen 6-V.8 Uhr stattfindeu und daß überall ba, wo ben Arbeitern, Dienstmädchen unb sonstigen Bediensteten bie Weihnachtsgeschenke in barem Gelbe verabreicht werben, auch die Möglichkeit gelassen werde, daß auch diese Menschenkinder sich nach ber Bescherung noch durch [ Einkäufe in den einschläglichcn Geschäften mit notwendigen | Gegenständen zu dem Weihnachtsfeste versehen können Man I ist in den Kreisen der dabei interessierten Geschäftsleute der Ansicht, daß, würde man durch einen 7 - Uhr- Schluß den Geschäften am Heiligabend bie Möglichkeit eines Einkaufs nach bieser Zeit abschneiben, unter ben geringen Leuten viele in Verlegenheit geraten, ba am ersten Weih- I nachtsfeiertag bie Geschäfte ebenfalls geschlossen sinb unb manche Einkäufe infolge besten überhaupt unterbleiben, ba erfahrungsgemäß nach bem Christfest bie Gebefreudigkeit und damit die Kauflust vorüber ist. Bien Daist« Nom "Mo I "nie» vtnvandl. Widter arbeiten Ö Merflidetei, wie: 0 äikchen u. f. tv. ß 8365 0 a de von Flaschen gezeichnetenSauce bereits auf den les Norddeutschen I verbraucht. h in besseren Ge- i der Nahrungs- ittelbranche. 7430 13510 E $140.60 -V5 40 S,22- iS11780 Auszug aus -en Kirchenbüchern -er Sta-t Gießen. Evangelische Gemeinde. Lukasgemeinde. Getaufte. Den 26. November. Dem Wagenwärter August Mrtch ein« Tochter, Emmy, geb. 25. Oktober. Denselben. Dem Ingenieur Otto Spengler ein Sohn, Heinrich Paul Otto, geboren den 16. Juli zu Charlottenburg. Depeschen des Bureau „^erolb'. Berlin, 4. Dezember. Der Kaiser unternahm nm Sonntag vor der Frühstückstafel einen Spazierritt durch den Wildpark und erledigte im Laufe des Nachmittags und des Abends Regierungsgeschäfte. Weder zur Mittags- noch zur Abendtafel waren Einladungen ergangen. Gestern morgen nahm das Kaiserpaar am Gotles- dienst teil. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag den 4. Dezember, abends 8 Uhr: Bibelstuude im Konfirmandensaal der Johanneskirche. 1. Thessalonicherbrief. Kap. 3. Des Apostels Freude, Dank und Bitte um der Thefialonicher willen. Pfarrer Dr. Naumann. Dienstag den 5. Dezember, abends 5«/, Uhr: Versammlung der konfirmierten Mädchen der Lukasgemeinde im Schwesternhaus (Johannesftraße). Pfarrer Euler. der in der Haushaltungsschule eingemachten Früchte u. bgL Was da zu sehen war, legte deutlichen Beweis ab für die Vorzüglichkeit der in der Anstalt erzielten Leistungen. Freifrau von Schenck zu Schweinsberg, die auf ihrer Besitzung in Ober-Ofleiden eine ähnliche derartige Anstalt eingerichtet hat und zur Entlassungsfeier Hierher gekommen war, um die hiesige HaushaltungSschule kennen zu lernen, war sichtlich erstaunt und überrascht vo» dem vorzüglichen Zustande der Schule und der Güte ihrer Leistungen. Wir können nur wünschen, daß der Segen dieser Anstalten immer mehr erkannt werde, unb diese Erkenntnis sich kund gebe in einem immer zahlreicheren Besuche der landwirtschaftlichen Haushaltungsschule zu Lindheim. Anmeldungen zu dem am 2. Januar 1900 beginnenden und 5 Monate dauernden neuen Kursus sind an Herrn Kreisrat Jrle zu Büdingen zu richten. ter alte Führing. Er spielte ihn nicht, er lebte ihn, und das ist das höchste, was die Schauspielkunst bieten kann. Er hat viel Kleines zusammengetragen, um die Gestalt zu schaffen, aber gar nichts kleinliches. Selbst die zarteste Nüance, die er angebracht hat, dient zur Charakterisierung der Figur. Was Arthur Bauer aus der edlen Seele des alten Musikanten heraustönen läßt, das ist tief empfunden, es quillt leise empor und geht wie ein rauher Hauch über die Zuschauer hin. Der Vollkünstler hat einen Vollmenschen getroffen. Wers miterlebt hat, trägt eine Erinnerung fürs ganze Leben mit nach Hause. ** Hofguust. Das vieraktige Lustspiel von Trotha, welches seit seinem Erscheinen an fast allen Bühnen Deutschlands sich eingeführt hat, und überall günstige Aufnahme gefunden hat, hatte auch gestern seine Anziehungskraft auf das Gießener Publikum nicht verfehlt. Dank der guten Inszenierung der Regie des Herrn Walter St einert und der wirksamen Besetzung der Hauptrollen war der Erfolg des Abends gesichert. Der Löwenanteil des Beifalls gebührt natürlich der Darstellerin der Vicky Hohenstein, Fräulein Lucie Kugler, welche in dieser Rolle eine überraschende Bühnensicherheit, verbunden mit einem lebendigen, temperamentvollen Spiel zeigte. Ihre natürliche Munterkeit kam ihr besonders in der ersten Szene mit dem Fürsten zu statten, der sie dadurch zu einer guten Wirksamkeit verhalf. Den Fürsten stellte Herr Waller Steinert angemessen und trotz der Jugendlichkeit des Fürsten würdig dar. Auch den übrigen Darstellern gebührt Lob. Zu nennen sind hier Herr Kirchhoff, der sich zum erstenmale im jugendlich komischen Fach zeigte und seine Rolle gut durchführte, sowie die Herren Par en und Kurland (Exzellenz von Malten, Oberhofmeister und Kammerherr von Roden) und Herr Walter als Baron Hohenstein. Die Damenrollen waren wie immer in guten Händen, und selbst die plötzliche Erkrankung des Fräulein Hardegg, deren Rolle Fräulein Haussig übernommen hatte, für welch letztere Fräulein Hammer eingesprungen war, hatte nicht die geringste Störung im Zusammenspiel hervorgerufen. Das einzige, was den Genuß des Abends ein wenig beeinträchtigen konnte, war zeitweiser Lärm hinter der Bühne; doch es bedarf wohl nur des Hin- I weises darauf, daß derselbe im Zuschauerraum vernehmlich war, um dem Nebel in Zukunft zu steuern. ** Vortrag. Auf den am kommenden Mittwoch in der Universitäts-Aula stattsindenden Vortrag des Herrn Privatdozenten Dr. Kinkel, der sich mit der Würdigung der Philosophie Friedrich Nietzsches beschäftigen wird, sei auch an dieser Stelle hingewiesen. ** Rezitation Anna Hill. Auch an dieser Stelle wollen wir auf die Rezitation aufmerksam machen, die am Mittwoch Abend im Hotel „Großherzog von Hessen", veranlaßt vom Kaufmännischen und Ortsgewerbe-Verein ftattfinden wird. Frau Anna Hill aus Frankfurt a. M., seit vier Jahren als Rezitatorin thätig, ist als solche in die Liste des Deutschen Vortrags-Verbandes ausgenommen und hat in I Frankfurt a. M., Mainz, Offenbach u. s. w., sowie in Welt- I bädern zahlreiche Vorlesungen abgehalten, die sich bei Publikum und Kritik eines sehr großen Erfolges erfreute. — I Als Schriftstellerin ist genannte Dame uns Gießenern nicht unbekannt; sind doch schon Einakter von ihr (Diana, In Feindesland) hier aufgeführt worden; durch ihre sonntüg- I lichen Plaudereien, die im „Frankfurter Journal" unter dem Pseudonym „Sans gene“ erscheinen und sich einer gewissen I Berühmtheit erfreuen, sowie ihre Kunstberichte für erste Zeitungen hat Frau Hill sich auch in weiteren Kreisen be- I kannt gemacht. Mit Rücksicht auf die gewählten Dichtungen sowie auf die sympathische Erscheinung und ausdrucksvolle I Vortragsweise der Rezitatorin, glauben wir, einem viel- I versprechenden Abend entgegensetzen zu dürfen und hoffen, I daß auch die Damenwelt der talentvollen Schriftstellerin I durch zahlreiches Erscheinen ihr Interesse bethätigen wird. I ** Diebstahl. In einem Hause der Wilhelmstraße wurde in voriger Woche durch das Kellerfenster eingestiegen und 6 Flaschen Rotwein und eine Partie eingemachte Gurken I entwendet. ** Sachbeschädigung. In der Nacht von Samstag zum Sonntag nach 3 Uhr wurde eine an dem Leitzow'schen Ge- I schäftshause angebrachte städtische Gaslaterne demoliert. Die Thäter entkamen leider den sie aus größerer Entfernung verfolgenden Schutzleuten. ** Rohheiten. Ein Schreinermeister aus Reiskirchen, I der sich anscheinend am Samstag verspätet hatte, rannte auf dem Wege nach dem Bahnhofe die ihm begegnenden I Leute auf dem Trottoir in absichtlicher Weise an, so daß drei derselben zur Erde fielen. Eine Frau zog sich dabei er- I hebliche Verletzungen zu. Anzeige wurde erhoben. — Gestern abend zerrte ein Soldat einen hier als Kellner in Stellung befindlichen Afrikander vom Marktplatz bis zur I Schloßgasse, um ihn dort mit in eine Wirtschaft zu nehmen. Als der Kellner sich dagegen entschieden wehrte, zog der I Soldat das Seitengewehr und schlug denselben auf den Kopf, so daß eine blutende Wunde entstand. Der hinzu- I gerufene Schutzmann konnte nur noch die Zeugen feststellen. I *• Da durch das mit dem 1. Januar 1900 in Kraft Utende neue Handelsgesetz der Kreis der zur Führung von I Handelsbuchern verpflichteten Geschäftsleute gegen bisher beträchtlich erweitert wird, ist es von großer Wichtig- I feit für alle die betreffenden Geschäftsleute, sich über die I richtige Führung der vorgeschriebenen Bücher zu unterrichten. I W. Dutenhofen (Kreis Wetzlar), 3. Dezember. Von hier aus nach Atzbach ist besonders bei starkem Nebel oder abends in der Dunkelheit ein überaus gefährlicher I Weg, soweit derselbe an der Lahn entlang führt. Zu öfteren Malen sind an jener Stelle des schmalen Weges Passanten schon die steile Böschung hinab in die Lahn gestürzt und konnten froh sein, mit dem kalten Bade davon zu kommen. In der vergangenen Woche hat dieser gefähr- I liche Zustand des Weges ein Menschenleben gefordert. Der I | als nüchterner Mensch bekannte Feldschütz Oestereich von I Atzbach ging am Freitag gegen V27 Utzr abends von hier I fort, und ist in der Dunkelheit die Böschung hinabgerutscht I und hat im Wasser sein Ende gefunden. Gestern abend I erst fand man unterhalb der gefährlichen Stelle des Weges I in der Lahn dessen Leiche. Der Befund derselben stellt I außer allen Zweifel, wie der Mann seinen Tod gefunden. I Man begreift vielfach bei den Bewohnern der beteiligten I Gemeinden nicht, warum man mit der geplanten Erbauung I der Kreisstraße Dutenhofen—Atzbach nicht schon längst den I Anfang gemacht hat, einer Verkehrsverbindung, welche doch I überaus nötig ist. Die beteiligten Gemeinden haben bereits I vor einem Jahre die Mittel für die Straßenanlage, soweit I sie solche zu leisten haben, bewilligt. Wenigstens aber sollte man nicht säumen, an der gefährlichen Stelle des Weges I eine Schutzvorrichtung anzubringen, damit nicht noch weitere I Menschenleben an jener Stelle in Gefahr kommen. I — Lich, 3. Dezember. Heute mittag hielten Herr I Landwirtschaftslehrer Reichelt aus Alsfeld, Herr Obstbau- I techniker Metz aus Friedberg vor zahlreich erschienenen I Zuhörern Vorträge über Bodenbearbeitung und I Aussaat bezw. über die Mittel zur Erzielung guter Obst- I ernten. Herr Reichelt führte aus, daß man nicht von der I Regierung verlangen dürfe, daß sie alle Schäden der Landwirtschaft beseitige, der Landwirt müsse sich selbst helfen I dadurch, daß er das Land billig zu erwerben trachte, schlechte I Aecker zu Wiese- und Weideland anlege und von der Flächen- I einheit einen möglichst hohen Ertrag zu gewinnen suche. I Dazu empfahl er zweckmäßige Bekämpfung des Unkrautes, seichtes und dann tiefes Umarbeiten des Bodens schon im I Herbst, langsames Uebergehen zur Tiefkultur, Unterarbeiten I des Dung:s bald nach der Ernte, zweckmäßiges Anlegen I von Flutsnrchen. Für die Aussaat wurde empfohlen, nur kräftig entwickelte Körner zur Saat zu nehmen, die Saat- I frucht auf ihre Keimfähigkeit zu untersuchen und durch Kupfervitriolbeize von Rostpilzen zu reinigen; die Drillsaat I verdiene der Breitsaat gegenüber den Vorzug. — Herr I Obstbautechniker Metz sprach sodann über die geeignetsten I Methoden zur Düngung der Obstbäume. In der sich daran I anschließenden Diskussion forderte Herr Bürgermeister I Heller unter Zustimmung der ganzen Versammlung Herrn I Metz auf, bei dem Oberhessischen Obstbauverein darauf I hinzuwirken, daß derselbe, ähnlich wie die landwirtschaft- i I lichen Bezirksvereine, die Interessenten mit guten Materialien i I und Werkzeugen zur Obstbaumpflege versorge. * Butzbach, 2. Dezember. Herr Ministerialrat Soldan nahm seine verdienstliche Ausgrabungsthätigkeit, die ihn vorher nach Hungen, Echzell rc. geführt hatte, an hiesigem I Orte, wo er schon so viel bedeutsamens gefunden hat, wieder auf. Er entdeckte auf dem Schrenzer, in dem Kiefernwald südlich vom Kirschenwäldchen, eine römische Erdschanze der ältesten Zeit, ähnlich den bereits früher gefundenen „Erdkastellen" auf dem sog. „Hunnenkirchhof" bei Hausen, im Degenfeld und im Gambacher Wald. Vielleicht war erstere durch einen chattischcn Ueberfall zerstört worden, oder sie wurde aus anderen Gründen aufgegeben, dagegen I an derselben Stelle später ein hölzerner Wachtturm er- I richtet, von dem sich deutlich die Basis und die zwei ihn umgebenden Gräben nachweisen ließen. Diese Entdeckung I | ist sehr bemerkenswert, weil ja in geringerer Entfernung I hiervon gleichfalls die Reste eines solchen Turmes gefunden I worden sind. An dieser letzteren Stelle ist nunmehr eine Nachbildung des hölzernen Wachtturmes errichtet worden. I Der ursprüngliche Graben wurde wieder ausgehoben und I mit einem Zaun von Palissaden versehen, deren früheres Vorhandensein sich aus den gefundenen Kohlenresten ergab. Auch die Basis wurde wiederhergestellt und in den darin vermittelst der Erdsonde ermittelten vier Pfostenlöchern die Erdbalken des Turmes aufgerichtet. Nach den Angaben Soldans wurden zwei Stockwerke erbaut, deren oberes von der Galerie umgeben ist. Die Zwischenräume zwischen den Balken sind mit Fachwerk ausgefüllt, von dem sich in dem alten Schutt noch charakteristische Brocken vorgefunden hatten. Da keine Spur von Ziegeln zu ent- I decken war, so wurde als Bedeckung des Turmes ein aus Ginstern hergestelltes Dach gewählt, weil man von der Ansicht ausging, daß zu der Zeit, wo die Römer sich in der damals noch unkultivierten Gegend festsetzten, eine solche I Dachbedeckung am leichtesten zu beschaffen war. A Lindheim, 1. Dezember. Heute nachmittag fand in I der landwirtschaftlichen Haushaltungsschule dahier der Schluß des 2. Kursus 1899 und die feierliche Entlassung der an diesem Kurse teilgenommenen 12 jungen I Mädchen statt. Dieselbe wurde eröffnet und beschlossen durch Gesang der Schülerinnen unter Leitung des Herrn I Lehrer Nürnberger. Nach dem Eröffnungsliede begrüßte Herr Pachter Hahn von Hof-Tiergarten als Vertreter des I 1. Vorsitzenden des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Bü- I dmgen, des erkrankten Herrn Kreisrat Jrle, die zur Feier I zahlreich erschienenen Eltern der Schülerinnen und Freunde I der Anstalt, sowie Herrn Landesökonomierat Müller aus Darmstadt, sprach allen denen, die an der Anstalt während des letzten Kurses thätig gewesen oder ihr sonst großes In- I treffe entgegengebracht, seinen herzlichen Dank aus und überreichte einer jeden Schülerin ihr Entlassungszeugnis. Nachdem sodann eine der Schülerinnen in einer kurzen Ansprache den beiden Lehrerinnen, den Lehrern und dem Vorstände der Anstalt für alle Liebe und alles Wohlwollen gedankt, sprach Herr Landesökonomierat Müller über die hohe Bedeutung solcher landwirtschaftlichen Haushaltungsschulen, wie sie auch hier sich befindet und in Blüte steht. viies darauf hin, daß es nicht Aufgabe einer solchen I schule sein könne, in allen Zweigen der Wirtschaft völlig bewanderte und praktisch tüchtige Mädchen auszubilden, sondern es vielmehr darauf ankomme, eine gute Grundlage zu legen und so die Wege zur tüchtigen Leitung eines Haus- I wesens zu ebnen. - An diese Feier schloß sich die Besichtigung der ausgestellten Arbeiten der Schülerinnen, sowie | Vermischtes. * Aschaffenburg, 1. Dezember. Der hiesigen Polizei gelang es im Laufe des gestrigen Tages eine geriebene Schwindlerin festzunehmen. Die letzten Tage logierte sich unter einem hochklingenden Namen eine Frauensperso» im Hotel „Freihof" dahier ein. Als Freifräulein v. H. führte sie sich in den dort verkehrenden Kreisen ein, lebte herrlich und sprach immer davon, daß ihr eine Rente von jährlich 300,000 Mk. zur Verfügung stehe. Das angebliche Freifräulein ging sogar soweit, daß sie mit den Besitzern des Freihofs und des nebenanliegenden Hembt'schen Anwesens über den Verkauf dieser Anwesen in Unterhandlung trat. Diese Anwesen wollte sie dann zu einem wohlthätigen Zwecke stiften. In das Mädchen-Waisenhaus schickte die Schwindlerin 100 Gebetbücher mit dem Bemerken, daß sie auch sämtliche Kinder kleiden lassen werde. So wurden noch verschiedene Schwindeleien ausgeführt, bis endlich die Polizei j auf das Fräulein aufmerksam wurde. Die angestrengte» Recherchen ergaben, daß die Dame einen falschen Name» führte und eine bekannte Schwindlerin aus Schweinfurt mit Namen Elise Eber le in ist. Sie ist jetzt im hiesige» Landgerichtsgefängnis einlogiert. * Friedrichshafen, 2. Dezember. König Wilhelm von Württemberg hatte seine Residenz ins Schloß Friedrichshafen verlegt. Auf seinen Spaziergängen begleiteten ihn zwei hübsche weiße Spitze. Eines Tagrs ging der König mit seiner Gemahlin und deren Hofdame durch die Straßen der Stadt und die Spitze tummelten sich lebhaft um die Herrschaften. Da gewahrte die Königin auf der Straße einen weinenden Knaben. Mit landesmütterlichem Wohlwollen fragte sie den Knaben: „Bübchen, warum weinst du?" Keine Antwort, heftiges Schluchzen. Die Hofdame legte sich ins Mittel und fragte gleichfalls den Knaben: „Kleiner, warum weinst du? Weißt du, die Königin fragt dich, da muß man hübsch folgsam sein und Antwort geben!" Abermals heftiges Weinen und keine Antwort. Nu» will der König selbst seine Kunst versuchen und wendet sich an den Knaben mit der Frage: „Büeble, warum heulscht?" Jetzt faßt sich der Knabe ein Herz und platzt heraus: „Deine Sauspitzer hent mir meine Hosa ver- riffa!" v Hierauf große Heiterkeit beim Königspaar, und sicherlich ist dem Knaben reicher Ersatz geworden. * Agram, 2. Dezember. Der Gendarmerieleutnant Schetecka erschoß auf offener Straße den Forstobermspektor Jang, weil dieser ihn bei seinem Vorgesetzten denunziert hatte. Arbeiterbewegung. Paris, 3. Dezember. Aus Nantes wird g meldet: die ausständigen Arbeiter bei der StaatSiabakfabrik, 5000 an der Zahl, m-ganifiert^n gestern einen Umzug. Sie wollten vor da« Präfiklur-- Qhbäube ziehen und daselbst manifestieren. Eine Abteilung Ka- vallene verhinderte sie daran. Die Demonstranten waifen Steine aus das Matt ar und verwundeten einen Ofifzier, worauf d-r Befehl erteilt wurde, gegen die Menge vorzugehen. Mehrere V.rhaftungcu wurden vor genommen. „ 4 Di $* ■ ist y>rf''US bj‘’Ou» w"£, 4. D-r-- -sr« anwesend, welch Paris, 4. W Cinlübung Wft mit d-r W 1 ManiA Mittwoch der» mittags von 10 W ^stadt bö-SF' Geräte aller M-ls. I K-eiderschrank, 1 > Sckreibselretar, l&M i Mchranl, 1 MW 3 HirWveche, 4 -ÖH Gabeln, Löffel (silberne Platten, Schüffeln, , W unb Wannen, W \omn£bWenW m $V®ein, w W Cigarren, Bier-,Wein- Bierglasuntersätze, Aschensländrr K., rneh und Büchsen mit 6ir zeug und getragene Vorhänge, Roulleauxu weise gegen Varza werden. Gießen, den 4. Deze 8459 Seipel, ( MMgöm 11. nachmittags i sollen aus dem hiesigen den Karl Tram 'N Gießen gehörigen Ar Flur 1 Nr. 139^ - aus der Musi Bach, Flur 1 Nr. 740yn - daselbst steiwillig meistbietend t Gießen, 4. Dezember Großh. Ortsgericl — . I M Bo Montag tot 11. m m, MW ,n nachmittags x 11 rröuf dem hiesiqei Erben der Jost h' ® Immobilien: Nur 1 Nr. 601 i/10 _ a. auf dem Neuen! c>, daselbst, 7'ä3,%- ÄZ*6 ■ SÄ" ÄI* «reifen ««, f, '™' Wenn 6o, «'«ü?k V"che X den MuL Ul,l*blung M* ®*nb‘ !t,t"' d°i sil au* ®“ Horben not bieWijei Mätfitengtei a W)tn NW^ n QU6 ®<$toemfurt 'st letzt im hiesige« ’&s’Vv1 «S« «ÄS’* «le erkalt ' ? der immer rSfth ,' vQnuar iqnn r?a i Tchlvtz tzckdnch,. n9tn begleiteten ihn grs ging der König nc durch die Strahen sich lebhaft um die gin auf der Straße t landesmütterlichem p. Die Hofdame M den Knaben: ßtbu, bit Königin f fein unb Antwort int Wtooxt. Nnn ichen und Wendel sch ez und Platzt heraus: t meineHofaver- nigSpaar, und sicherirden. Gendarmeritleulnant >en Torfloberinfpeklor Vorgesetzten dennn- llllg. ittb g meldet: die avs- abrlf, 5000 an d.rM cütfn vor das Plaitltur- . Eine Abt'UM^ ’y,,,®*««™ je«. eiudr. ?«««"*," inen 6»«g’W igte '^.schäfte- :l waren «in Lottes- 'aifetpaat rtn M«-st »e"* ,iM l9t« -ine*»** nbmg. _______ sn$*r* »'/, *iäÖ3 rinde »n Berlin, 4 Dezember. Nach einer Meldung aus Washington ist daselbst vom Staatssekretär Hay sowie dem deutschen und englischen Botschafter nunmehr ein Abkommen unterzeichnet worden, wodurch die Bereinigten Staaten sich der deutsch-englischen Bereinigung über die Samoa-Insel anschließen. Berlin, 4. Dezember. Der Reichstags- und bayerische Landtagsabgeordnete Dr. Ratzinger ist gestern in München gestorben. Budapest, 4. Dezember. In der gestern stattgefundenen Konferenz des liberalen Klubs wurde der Gesetz Entwurf betreffend die Quote unverändert angenommen. Nom, 4. Dezember. Auf einer Straf-Insel bei Massauah brachen 120 Sträflinge aus, töteten die Wachmannschaft und bemächtigten sich eines Schiffes, auf welchem sie entkamen. Paris, 4. Dezember. Bei dem gestern nachmittag eröffneten Sozialiften-Kongreß waren 700 Delegierte anwesend, welche 2000 sozialistische Verbände vertraten. Parts, 4. Dezember. Gestern versammelte sich auf eine Einladung des Handelsministers Millerand der Oberausschuß der französischen Kabelgesellschaft, um sich mit der Frage der Legung eines französischen Kabels zu befassen, um zur Erlangung der Nachrichten aus Südafrika nicht auf die englischen Kabel angewiesen zu sein. Es ist ein Vorprojekt ausgearbeitet worden, wonach die Legung eines Kabels zwischen Frankreich, Sengal und Westafrika, ferner ein solches zwischen Frankreich und Madagaskar— Ostafrika und ein drittes Kabel zwischen Frankreich—Indo- China—Dschibuti und Madagaskar im Prinzip beschlossen ist. Die Kosten wurden auf 100 Millionen Francs veranschlagt. Paris, 4. Dezember. Aus Anlaß der Erinnerungsfeier an die Schlacht bei Champigny fand gestern eine Kundgebung der Patriotenliga gegen den Präsidenten Loubet, das Parlament und gegen die Juden statt, doch wurden die Manifestanten nicht an das Denkmal herangelassen. Dagegen trug die Feier, welche die Arbeiter zur Eröffnung des Sozialisten-Kongresses veranstalteten, einen imposanten Charakter. Die Antisemiten und Nationalisten zogen sich scheu vor den Scharen der Sozialisten zurück. Petersburg, 4. Dezember. Aus mehreren Gouvernements kommen erschreckende Nachrichten über die dort herrschende Hungersnot. Besonders schlimm ist es in Bessarabien, wo die Not von Tag zu Tag immer mehr steigt. Die Zuschüsse aus dem Reichs-Verpflegungskapital reichen nicht aus, und auch die privaten Zuwendungen ver- mögen das Elend nur wenig zu mildern. Petersburg, 4. Dezember. Wie aus dem Gouvernement Minsk gemeldet wird, wütet daselbst seit zwei Tagen em furchtbarer Orkan. In vielen Orten wurden ote Wohnhäuser vom Sturm niedergcrissen oder die Dächer abgedeckt. 35 Menschen wurden durch die einge- sturzten Häuser verschüttet. Was soll ich zu Weihnachten ? !ra?en sich viele und gehen von einem Schau- !n ■ * lenster -um andern, ohne einen Entschluß zu fassen. Wrr möchten einen guten Rat geben und darauf aufmerksam machen, nicht zu versäumen 1 Karton A 3 Stück (Mk. 1,50) der allen Dame» auf dem Toilettetisch unentbehrlichen Pat. Myrrholin-Seife zu kaufen; dieses Geschenk wird stets Freude bereiten. Die Pat. Myrrholin-Seife ist überall, auch in den Apotheken, erhältlich. Rach Orten ohne Niederlage versendet die Myrrholin-Gesellschaft m. b. H. in Frankfurt a. M. 2 Kartons franko gegen Nachnahme von Mk. 3.— 7553 Kunst-Ausstellung. auHstellung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. MliiMWilM Bekanntmachung. Mittwoch den 6. d. Mts., vormittags von 10 Uhr an, sollen dahier Neustadt 55: Haus- und Küchen- rc. Geräte aller Art, als: 1 Sofa, 6 Stühle, 1 Kieiderschrank, 1 Weißzeugschrank, ein Schreibsekretär, 1 Spiegel, 1 Waschtisch, i Eisschrank, 1 Waschmange, 1 Teppich, 3 Hirschgeweihe, 4 Bilder rc, Messer, Gabeln, Löffel (silberne und gewöhnt.), Platten, Schüsseln, Töpfe, "Teller, Kaffee- und Mildstannen, Bratpfannen, Puddingformen, Obstschalen, Theebretter.Huilliersrc. 100 Fl. Wein, 40 Flaschen Likör, 6 Mille Cigarren, Bier-, Wein- und Wassergläser, Bierglasuntersätze, Streichholzständer, Aschenständrr zc7 mehrere Töpfe, Gläser und Büchsen mit Einmachsachen, Weißzeug und getragene Kleider aller Art, Vorhänge, Roulleaux und anderes zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden. Gießen, den 4. Dezember 1899. 8459 Seipel, Gerichtsvollzieher. *lIrrßrigiTiiiirtcit Montag den 11. Dezember, nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Karl Franz Conrad Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 789>/io — 61 qm Hofraite auf der Mäusburg und auf der Bach, Flur 1 Nr. 740Vio — 21 qm Stall daselbst freiwillig meistbietend versteigert werden- Gießen, 4. Dezember 1899. Großh. Ortsgericht Gießen. ___________I. A.: Bogt._______8468 Montag den 11. Dezember, nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erben der Josef Mannherger Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 601 Vm — 551 qm Hofraite auf dem Neuenweg, Flur 1 Nr. 603‘/i — 49 qm Grabgarten daselbst, Flur 1 Nr. 1310Vio — 24 qm Hofraum daselbst nochmals freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 4. Dezember 1899. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt. 8469 ÄL WMllW. Freibank. 8444 Heute uud morgen: Kchmiuchisch 50 Usg. Wirklicher Weinsprit ist geruchlos. Wer aus MellinghoffS Kognak-Essenz einen guten Kognak erhalten will, verwende nür besten Wein- sprit von 96 Prozent. JDr. Melling- hoffs Kognak-Essenz erhält man in Originalflaschen zu 75 Pfg. in Gießen bei Emil Fischbach und O. Schaaf. Knlomlunmu, Kovservkk nnb 1 Dkliklckffes in bester Qualität zu billigsten Breisen. H. Wallach, Seltersmg 62. BLkanutmachung. Im Jahre 1900 werden Bekanntmachungen aus unserem Handelsregister in der „Darmstädter Zeitung", sowie in dem Kreisblatte des lemgen Kreises, in welchem die Firma ihren Sitz bezw. ihre Zwetgnieder- Ussuig hat, und die Bekanntmachungen aus unserem Genossenschaftsregister rt11 ■ Genossenschaften im „Deutschen Reichsanzeiger", sowie in dem Kreisblatt desjenigen Kreises, in welchem die Genossenschaft ihren Sitz hat, für andere Genossenschaften außerdem noch in der „Darmstädter Zeitung" erfolgen. , Hungen, den 1. Dezember 1899. Großherzogliches Amtsgericht., 8449 Wsenfriichtk, Sauerkraut,Gurken usw. empfiehlt 04374 H. Wallach, Selterswtg 62. Punschessenz von Bassermann & Herrschet, Mannheim, garantiert rein nur aus Arrac, Bum oder Portwein bereitet. Niederlage bei: Benner u. Krumm, Emil Bender, Ang. Noll II.____________________8461 Alle Zuthaten zur Feinbäckerei empfiehlt billigst in frischtr Ware Robert Stuhl, Neustadt 23. 8462 MAT" Täglich von morgens 7 bis abends 10 Uhr ist warme Wurst zu haben. Kochfeine Ilkeischwurst h Pfund 40 Pfennig. 8445 Neuenweg 33* Alle Öntatljnlen in bekannter Güte empfiehlt 04376 H. Wallach, Skltkrsmg 62. Zwiebeln, Nüsse, Knoblauch heute Dienstag zu haben. [04369] Marktlaube 10. W Haaruhrketten, zu Weihnachtsgeschenken tFJ geeignet, ™ fertigt gut und billigst an, sowie alle sonstigen Haararbeiten, H, Tichy, Skltersroeg 43. ikr.nu-tnn.u-n 04363] Zimmer nebst Küche zu vermieten_____________Neuenweg 2. 04364] Gut möbl. Zimmer sofort zu vermieten.___________Neuenweg 2. 04365] Freundlich möbl. 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Dezember 1800, abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins: Dirigent: Grossherzogi. Universitäts-Musikdirektor G. Trautmann. Solisten: Fräulein Adela Herrmann (Gesang) aus Heidelberg, Herr Heinrich Kiefer (Violoncell) aus Berlin. Orchester: Das Vereinsorchester, verstärkt durch andere geehrte Künstler. PROGRAMM. 1. Ouvertüre zu „Der Freischütz“......0. M. von Weber. 2. Konzert in D-moll, op. 33, für Violoncell mit Orchester- begleitung...........R. Volkmano. 3. Lieder mit Klavierbegleitung: ®) Vie Thräne, op. 83 Nr. 8......A. Rubinstein. b) Das Kraut Vergessenheit, op. 24 Nr. 1 . . A. von Fielitz. c) ,,Komm, wir wandeln“, op. 4 Nr. 2 . . P. Cornelius 4. Solostücke für Violoncell mit Klavierbegleitung: a) Sur le lac..........ß. Godard. b) Romanze..........D. Popper. c) Perpetuum mobile ........n. Paganini. 5. Lieder mit Klavierbegleitung: a) „Sterne mit den goldnen Füsschen“, op. 30 Nr. 1 I - b) „Frage nicht“, op. 14 Nr. 6 . f "• Franz- J IIIUIII ■ OHUÜI V, VUe fr k 11J, LI», d) Früblingsnacht, op. 1 Nr. 6 . . . j A1 Jen8en- 6. Symphonie in C-dur (Jupiter), komp. 1788 . W. A. Mozart. Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50) sind in T~---------------- der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphs Nachfolger), und abends an der Kasse, für Studierende nur im Vorverkauf auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben. 8446 Hauptprobe: Sonntag den 10. Dez., vorm. 11 Uhr. Eintrittskarten 1 Mark. «Giessener Eisverein. , Diejenigen unserer Mitglieder, welche die Quittungen dbeim Umgang des Dieners nicht in Empfang genommen haben, können dieselben bis zum 10. d. Mts bei Herrn Friseur Gerhardt, Lindenplatz, abholen. Wer seine Quittung bis dahin nicht eingelöst hat, gilt nach §§ 9, 10 der Statuten als ausgetreten. Dasilbst werden auch Neuaumeldlrugerr ent* gegengenommen. Gießen, den 4. Dezember 1899. 8450______________Der Vorstand. Mas-Buchstaben für Schaufenster re. in jedem Genre liefert und befestigt B. Wolf, Glasermeifler, 8,47 Bahnhofstraße 32. Kursbericht m 3« Kni x & Co.5 Gießen, Kahnhostraßr P. Frankfurter Äörje vom 2. Dezember 1899. 31/, Deutsche ReichSarü. 98 25 3 Preuß- SonsolS 89 56 B1/, Hr. Hessische Obl. 96.80 4 Stadt Darmstadt v. 1891 (00.00 4 Stadt WormS unk. b. 1901 000.00 Procenl 476 Oesterr. Silberrente 98 70 4 Ung. Eold'Rmte 97.95 3 Portugiesen 24 45 5 Mexicaner amort. S. I-III 42 00 4 Monopol-Griechen von 1S87 48 20 3 Oesterr. Btaatsbabn v. 1886 84 60 4 Eisenb. Rentenb. Obl. t9.50 3 Jtal. staatSgar. Äsenb. 58.25 4 Buderus Obl. 0000 87, 87, 4 Frankftr. Hyp. Bk unk. b.1806 95.4; Frkf.Hvy.lLrrd.B.unk.b.r906 95 00 bto. unk. b. 1907 101.00 Deutsche Grdsch. B. unk. b. 1904 101.00 4 4 4 4 1.0 f() 100.30 10r 15 98 95 Hambrgr. Hyp Bk. unk. b. 1905 Preuß.Hyp. A. Bk unk. b. 1900 Pomm. Hyp.A.Bk. unk. b.l 904 FrkfLdw.EredLAk.unk.b.1900 20 Franken-St. Zngl. Sovereign? Dollar rr< Darmst. Bk.-Slcttsn Brief 16.19 20.42 4.80 «eldforterrr Beld 16.15 2088 4.16 Franz. Banknoten Oesterr. ölo. Americ. UhettdeoArssi 148.00 l Oesterr. Lr-dit-Actteu Brief 237.20 80.90 16c.15 4 17'/, fr „..W to*T ' .' uuW«^' 1 Ä<' ÄS #N/1; &d|ML ••■ Än,ei( ttichnn^ A LeittSlie 1"* Stfcili» b’*.' L«S SÄ werden. Zunächst e reit, auf bequeme ml verhängnisvoll werde der landwirtfchaftl. i sein silbernes -MV tannt geworden, daß linsnahrne verhangniSv Segen des Genossensct scanne möglich macht, IdM erhalten, M'd lamentieren M dHr envme GeN gehen muß. Diese i Der kleine Bauer so Bettiebskapital, wen auch verzinslich anle Lreditgeben und die in die Versammlung auch etwas sagen, n bank sitzen und dens. hat das Genossenscha Bezirlssparlaffen aufo an btm giftigen £th fdjaftfäejtn blüty, Ion schaster an, sie überwa gehässiger, sondern in ethische Seite der Ger hoch angeschlagen zu leichtfertige Kreditgel Ankauf von Sauffchili Daß die Genosst das Ergebnis der Be Reingewinn für ®a kein Schaden. Die KI fnft alle Schulden; ih befriedigen, dann für und zuletzt Wohlthätia Wer es nicht so mad Weit, Recht uni Genossenschaft-», langst ausgesaugt uni oem sie die Bezirks! Kleingewerbetreibender lle werden sich nicht Das Verschwinden der Waffen, trotz aller 2 ■* verhütet werden f , Soviel für Mweni kleinen Men v'L'L Males i in den Baretts | mussten Formen. Ballkragen. Tücher in Wolle und Seide. Schürzen in jeder Art. Damen- und Kinder-Wäsche. Taschentücher. Besonders preiswert! 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