!t»««SseAe, "°-"d5 8*/j Mr, tten. * freien Mitt. ft- pro Person. 7768 Ter Vorstand, LeUnge?' it, ha altti Kchsasstslk'. !ammenkünste. 77M herein tz«-- -t-us. 1(* Nmittö6l herein. den 8- November. bma. 11 ™> M.x D,e,„ ”H «am Büller. E11|ie nach 10 Uhr 2? t1"*™ vr. Grein. nmlung M , abends S Uhr, ikal. 7775 horn. ihr abends pünktlich: 16. von Zimmermann ü^>DvMen in Wien ing in WE, »vig. -------- nden. nachmittags 4Uhn eihung w r *nzei6ers «S-l Sonntag den 5 November 1899 Nr. 261 Erstes Blatt» Aints- und Anzeigeblcrtt für den Tkvers Gretzen Alle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In- und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ««nähme von Anzeigen zu der nachmittag« für den sehenden Log erfcheinenden Nummer biS vorm. 10 Uhr. Rtloftion, Expedition und Druckerei: Kchutstraße Ar. 7. fällig werdenden Domanialgefälle, als Zeitpacht, Heugras, Steige- und LooSholz und Beiträge zu den Forstdiener- besoldungen pro 1899/1900, nur noch bis zum 25 ds. Mts. ohne Kosten bezahlt werden können. Nach dieser Zeit wird das Beitreibungsverfahren eingeleitet. Gießen, den 3. November 1899. Großh. Rentamt Gießen. H i e m e n z. Gratisbeilagen: Gießener Familienblütter, Der hessische Landwirt, Dlätter für hessische Volkskunde._________________ Gefunden: 1 gold. Ring, 1 Trauring, 1 Portemonnaie ohne Inhalt, 1 Brille, 2 Zwicker mit Futteral, 1 Taschenmesser, 2 Taschentücher, 1 Paar braune Damenhandschuhe, 2 verschiedene Kinderschuhe, 1 Herrenrock, 1 Arbeits- beutel, 1 Aufsteckkamm, 1 wollene Pferdedecke, 1 Hundehalsband und eine Schachtel mit Wachszündhölzchen. Zngeftogen: 1 Taube. Gießen, den 4. November 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gieße«. Muhl. Adresse für Deprschrn: Anzeiger Hieße«. Fernfprecher Nr. 51. Deutsches Mch. Also doch! Berlin, 3. November. Der Kaiser geht am 20. November nach England, vermutlich aus 14 Tage. Die Einladung der Königin datiert, wie die „National-Zeitung" hört, aus dem Frühjahr. Sie hatte den Oktober für die Anwesenheit des Kaisers gewünscht. Auf seine Entschuldigung, daß er um diese Zeit nicht kommen könne, hat die Königin den November vorgeschlagen. Ein Minister wird den Kaiser nicht begleiten. ... , — Heute mittag wurde im Grünewald m gewohnter Weise die Hubertusjagd abgehalten. Der Kaiser war wegen einer Unpäßlichkeit der Kaiserin nicht erschienen. Wie der „Lokal-Anzeiger" berichtet, ist die Kaiserin seit etwa sechs Tagen unerheblich und vorübergehend leidend. — Der Kronprinz von Schweden wird am nächsten Mittwoch hier eintreffen, um auf Einladung des Kaisers an den Hofjagden im Letzlinger Forst teilzunehmen, welche am 10. und 11. d. Mts. stattfinden. Der Kronprinz wird sich gleich nach seiner Ankunft nach dem Neuen Palais begeben, um das Kaiserpaar zu besuchen und dort Wohnung zu nehmen. — Dem Bundesrat ist der Entwurf eines Gesetzes über die Abänderung der Unfall-Versicherungs - Gesetze, sowie der Entwurf eines Gesetzes über die Unfall-Fürsorge für Gefangene zur Beschlußfassung zugegangen. — Nach Meldungen der „Berliner Neuesten Nachrichten« auS London wird dort die Gesamtzahl der zur Anwerbung ehemaliger preußischer Unteroffiziere Aezugspreis vierteljährlich 2 Mart 20 Pfg monatlich 75 Pf-, mit Bringerlohn. Bei Postbezug A 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. * Der Flottenkampf. Gießen, 4. November. DaS erste Erstaunen über die plötzliche Ankündigung einer neuen großen Flottenvorlage hat sich gelegt und hat Raum geschaffen für eine nüchterne Prüfung der thatsäch- lichen Verhältnisse. In der That handelt es sich nicht um eine Finanzfrage, auch nicht um ein militärtechnisches Problem, sondern um eine große Prinzipienfrage. Und solcher Frage gegenüber giebt es kein Abwarten, kein Zurückhalten, sondern nur eine einfache, klare Antwort. Wohl ist es nötig und nützlich, darüber eingehend zu beraten, ob wir diesem oder jenem Schiffstyp den ^Vorzug geben, ob wir mehr Panzerschiffe oder Kreuzer bauen sollen; aber vorher muß die Grundlage geschaffen werden durch eine bündige Erklärung darüber, ob wir ein seemächtiges Deutschland wollen, das eine gewichtige Stimme erheben darf in den großen Streitfragen der nahenden Zukunft, ob wir die ungeheuren Interessen, die wir in allen Ländern und auf allen Meeren haben, zu schützen bereit sind, ob wir sichern wollen, was wir in fremden Erdteilen erwarben, oder ob wir in der Rolle des bescheidenen Michels verharren, ob wir zusehen wollen, wie fremde Nationen an sich reißen, was für uns wertvoll ist, ob wir wiederum, wie es durch Jahrhunderte geschah, deutsche Kräfte in den Dienst der anderen stellen, ob wir unser Blut hingeben sollen als, Kulturdünger für Angelsachsen, Slaven und Romanen. Das große Werk, daß die Vorsehung einem Bismarck übertrug, ist vollendet, aber der neue Tag stellt neue Anforderungen, und thatenloses Verharren bei dem Erreichten ist der Anfang der Vernichtung. Gerade wir, die wir durch Bismarcks Schule gingen, dürfen nicht mehr wie in Schillers Tagen uns damit begnügen, aus des Lebens Drang in des Herzens heilig stille Räume zu fliehen, wir fordern Respekt für uns, und wir sind sicher, daß solcher Respekt nur dem Starken gezollt wird. So ist der große Gegensatz gegeben, der sich nicht mehr um die Parteigrenzen kümmert und weit hinaus greift über Fraktionsinteressen: hier stehen jene Söhne Deutschlands, die sich genügen lassen an dem Erlangten, die aufgehen wollen in der erschlaffenden Selbstgenügsamkeit von Capua und Sybaris; dort stehen die anderen, die in der Freude des Friedens nicht den künftigen Kampf aus dem Auge verlieren, die aus den Tagen von Olmütz und aus jener Zeit, da zu Paris die deutschen Vertreter im Vorzimmer harrten, die Lehre zogen, daß die nationale Schwäche auch die Mutter der nationalen Schande ist. In solcher Prinzipienfrage gibt es nur ein Für oder Wider, aber kein Kompromiß. Aber wenn es so ist, dann ist gerade an die berufenen Führer des Volkes die Forderung zu stellen, daß sie kraftvoll und klar zum Ziele steuern, nicht aber ängstlich auf jeden Hauch eines drohenden Konflikts lauschen. Die ersten Jahre Bismarck'scher Staatskunst haben uns das leuchtende Beispiel gegeben, wenn sie auch zeigten, daß große Erfolge nur dem gesichert sind, der vor Opfern, Mühen und Leiden sich nicht scheut. Dem Mutigen gehört noch immer die Welt. Aber auch dem Mutigen mißlingt das Werk, wenn er seine Flanken entblößt oder dem Mann in eiserner Rüstung mit offener Brust entgegentritt. Wann wird ein vorsichtiger, weithinschauender Kämpfer dem Gegner Waffen in die Hände geben? Daß dies aber geschehen, daß die Regierung durch die Art ihres Vorgehens sich selbst den Bekanntmachung. A» die Grvßh. Bürgermeisterei«!, des Reotawts- bezirks Gießen. Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden äus orisübüche Weise bekannt machen zu lassen, daß die zu Martini 1899 Bekanntmachung. Die erledigte Stelle eines Kreisftrastenwarts Biit dem Sitz in Rüddingshausen oder einem der nächst- geleqenen Orte ist bis zum 1. Dezember l. I. zu besetzen. Bewerber wollen ihre Meldungen unter Beifügung von Zeugnissen über ihre bisherige Beschäftigung und unter Angabe des Alters bei dem Kreisstraßenmeister Förster m Mendorf a. d. Lda. bis spätestens 15. November l. Js. einreichen. Gießen, den 31. Oktober 1899. Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gießen, v. Bechtold. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags Di« Gießener Aamiliemblälter »erden dem Anzeiger »AchrnUich viermal beigelegt. Gießen, 27. Oktober 1899. Betr.: Die Aufschriften der Gewerbetreibenden und Wirte am Eingang des Ladens oder der Wirtschaft. Das Großherrogliche Kreisamt Gießen au das Großh. Polizeiamt Gießen, die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden «ud die Großh. Gendarmerie des Kreises. Sie wollen die vorstehende Bekanntmachung mehrmals ortsüblich veröffentlichen und für die Ausführung der fraglichen Vorschriften von ihrem Inkrafttreten an besorgt sein. Der letztere Auftrag gilt auch für die Großh. Gendarmerie. v. Bechtold. Weg zum Ziele erschwert hat, ist nicht zu leugnen. Schon die Art, wie in den Verhandlungen Uber das letzte Flottengesetz die Vertreter der Reichspolitik sich bedingunslos festlegen auf bestimmte, eng umgrenzte Forderungen, hat einen Fehler bedeutet. Niemals vermag selbst ein genialer Staatsmann alle Möglichkeiten der Zukunft zu ermessen, niemals vermag er aus den Bedingungen des heutigen Tages zu folgern, daß der morgige Tag nicht neue Bedingungen stellt. So ist nach der formellen Seite hin den Gegnern der Flottenvermehrung ein starker Vorsprung gegeben worden und nur mit großen Bedenken wird man sich vorstellen können, daß die Minister von damals nun auch identisch sein sollen mit den Verteidigern des Neuen, wie man andererseits wohl schwerlich sich ausschwingen wird zu der optimistischen Ueberzeugung, daß ein Hohenlohe der begeisterte und begeisternde Führer in dem kommenden Kampfe sein kann. Noch ein anderes Moment kommt hinzu, um der Regierung den Sieg zu erschweren, und wieder ist es ein Hindernis, das die Regierung sich selbst geschaffen hat. Es liegt ein ernster Sinn in unserer Verfassung, und unvergessen ist es, daß in den Tagen der Not der große Warner im Sachsenwalde unablässig darauf hinwies, daß man an ihr nicht rütteln und nicht deuteln solle. Und es war kein Zufall, daß er immer wieder daran erinnerte, daß die partikularen Empfindungen geschont, aber nicht gereizt werden müssen. Jetzt ist es ein offenes Geheimnis, daß der neue Floltenplan sowohl für den Kanzler und die Minister wie für die Bundesregierungen eine vollständige Ueberraschung bildete. Das muß die centrifugalen Tendenzen im Reiche ver- stärken, es muß ihnen Stoff zu der Anklage bieten, daß die Lehre vom primus inter pares zurücktreten soll hinter die andere Lehre von dem Einen, der Herr ist im Lande und von dem Kaiserwillen als suprema lex. Allerdings ist schon einmal die Theorie von den „Präsidialvorlagen" in die Praxis übertragen worden. Das war unter Caprivi. Und doch war der Vorgang damals weniger auffallend als jetzt. Damals wurde nur das preußische Ministerium in die Zwangslage versetzt, entweder gegen den Monarchen zu votieren oder'sich ohne weiteres zu fügen. Heute befinden sich mit den Ministern zugleich die Bundesstaaten in solcher Lage. Und heute wie damals schafft die gewählte Methode Unzufriedenheit und Verstimmung gerade in den Kreisen derer, die an dem Geiste der Verfassung festhalten und gerade in nationalen Fragen die sichersten Stützen der Regierung bilden. Aber trotz allem darf auch die aufgeschüttete Asche die Flammen nicht ersticken. Nicht um^die Form handelt es sich in letzter Linie, sondern um die Sache, und in Stunden der Gefahr und der Kriegsnot ist es eine schwache Genug- thuung, daß das Prinzip gerettet wurde. Bekanntmachung. Mit dem 1. Januar 1900 tritt der nachstehend abge- druckte § 15 a der Gewerbeordnung in Kraft. Derselbe ftndet^Anwendung sowohl auf bereits bestehende, als auch auf nach diesem Zeitpunkt errichtete Geschäfte. Wir empfehlen den Gewerbtreibenden und Kaufleuten, die vorschriftsmäßigen Aufschriften für die bestehenden Geschäfte bis zum 1. Januar anbringen zu lassen. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 350 Mr., im Unvermögensfall mit Haft bis zu 4 Wochen bestraft. Gießen, den 27. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. § 15 a. Gewerbetreibende, die einen offenen Laden haben oder Gast- oder Schankwirtschaft betreiben, sind verpflichtet, ihren Familiennamen mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen an der Außenseite oder am Eingänge des Ladens oder der Wirtschaft in deutlich lesbarer Schrift anzu- briugen. , , j Kaufleute, die eine Handelsfirma führen, haben zugleich die Firma in der bezeichneten Weise an dem Laden oder der Wirtschaft anzubringen; ist aus der Firma der Familienname des Geschäftsinhabers mit dem ausgeschriebenen Vornamen zu ersehen, so genügt die Anbringung der Firma. Auf offne Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien finden diese Vorschriften mit der Maßgabe Anwendung, daß für die Namen der persönlich haftenden Gesellschafter gilt, was in Betreff der Namen der Gewerbetreibenden bestimmt ist. Sind mehr als zwei Beteiligte vorhanden, deren Namen hiernach in der Aufschrift anzugeben wären, so genügt es, wenn die Namen von zweien mit einem das Vorhandensein weiterer Beteiligter andeutenden Zusatz ausgenommen werden. Die Polizeibehörde kann im einzelnen Falle die Angabe der Namen aller Beteiligten anordnen. Meßmer Anzeiger Hemmt-Anzeiger Amtlicher Teil. Nr. 41 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben am28.v.M., enthält: (Nr. 2619.) Bekanntmachung, betr. die Eisenbahn- Berkehrsordnung. Vom 26. Oktober 1899. Gießen, den 4. November 1899. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold. nach den deutschen Nordseehäfen abgegangenen Werber auf 150 angegeben. — Eine Petersburger Meldung der „Pol. Korresp." bestätigt, daß bei der in der nächsten Woche stattsinden- den Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit dem ZareneinGedanken-Austauschüberdieschweben- den Fragen der internationalen Politik stattfinden wird. — In einem Artikel zur Flottenfrage schreibt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" heute u. a.: Die Besitzergreifung von Kiautschou und der spanisch-amerikanische Krieg war die Losung in nationalen Kreisen, eine lebhafte Agitation zu gunsten einer weiteren Verstärkung der Marine zu entfesseln. Wir glauben zu wissen, daß nach Genehmigung des Flottengesetzes an maßgebender Stelle eine Entscheidung dahin getroffen wurde, daß man sich zwar mit dem Gedanken einer weiteren Verstärkung der Marine vertraut machen müffe, daß aber vor allem das Sextennat innezuhalten sei. Wir glauben ferner, daß diese Entscheidung die Unterlage für die erwähnte Erklärung des Staatssekretärs des Reichsmarineamts im Anfang dieses Jahres in der Budget-Kommission abgab. Inzwischen rollten die politischen Ereignisse weiter, ja man kann sagen, überstürzten sich förmlich. Immer zwingender drängt sich die Notwendigkeit auf, einer erheblichen Verstärkung der deutschen Flotte baldmöglichst näherzutreten. Es stellte sich heraus — und der dem Reichstag demnächst zugehende Etat für 1900 wird darüber ausreichenden Ausschluß geben — daß das für die nächste Hälfte des Flottcngesetzes noch ausstehehende Limit für Schiffsbauten durch eine Reihe anderer Ausgaben derart in Anspruch genommen wird, daß man in den letzten drei Jahren, statt wie in den ersten Jahren 9 große Schiffe nur 2 große Schiffe auf Stapel legen könne. Diese beiden Umstände: Einerseits das sich unabweisbar aufdrängende Bedürfnis nach einer starken Vermehrung der deutschen Flotte und andererseits die Limit-Fessel, infolge deren wir mit unseren Schiffsbauten gegen den Abschnitt der ersten drei Jahre erheblich zurückgehen müssen, zwang die Regierung zu der ernsten Erwägung, ob es nicht notwendig werden würde, im Jahre 1901 mit neuen Forderungen an den Reichstag heranzutreten. Ausland. Wien, 3. November. .Wie das „Neue Wiener Tgbl." von unterrichteter Seite erfährt, ist die Vermählung der Kronprinzessin-Witwe Stefanie nur verschoben worden und zwar auf den Monat Januar oder Mai nächsten Jahres. Prag, 3. November. In den letzten Tagen des Oktober und in den ersten Tagen des November fanden in Pardubitz, Neustadt a. Meltau, Wotwowitz, Senftenberg und Reichenau a. Kniezna Kundgebungen teilweise juden feindlichen Charakters statt. Es wurden zahlreiche Fensterscheiben bei jüdischen Einwohnern eingeschlagen; einige Personen wurden verhaftet. Paris, 2. November. Die erste Sitzung des Staatsgerichtshofes findet am 9. November statt. Die Einladungen an die Senatoren sind ergangen. Alle Senatoren werden darin ersucht, sich pünktlich um 1 Uhr einzustellen, da nur diejenigen Mitglieder, die beim Namensaufruf anwesend sind, an den folgenden Verhandlungen teilnehmen können. Die Rechtsanwälte der sieben royalistischen Angeklagten haben ihren Kollegen Jacquier von Lyon beauftragt, nach ihren Einzelreden ein zusammenfassendes Plaiooyer zu halten. Im Sitzungssaale sind 85 Sessel der linken Seite entfernt worden, um Raum für die Bank der Angeklagten und für ihre Verteidiger zu gewinnen. Die Einrede der Nationalisten, daß der Senat nicht zuständig sei, über ein Komplott zu urteilen, weil ihm die Verfassung nur die Beurteilung der Attentate zuweise, wurde schon im Jahre 1889 bei dem Prozeß gegen Boulanger, Rochefort und Dillon geltend gemacht. Paris, 3. November. Der russische Botschafter am Wiener Hose, Graf Kapnist, trifft morgen hier ein, angeblich in politischer Mission. Paris, 3. November. In der heutigen Gemeinderats- fitzung wurde eine Resolution angenommen, in welcher die Buren-Republik für ihren bewiesenen Mut beglückwünscht wird. Ferner wird darin gegen die Haltung der europäischen Mächte protestiert, welche zuließen, daß ein Starker (?) einen Schwachen unterdrücke. Lokales und Provinzielles. Gießen, den 4. November 1899. •* P. Stadttheater. Shakespeares „Sommernachtstraum", der gestern zur Aufführung gelangte, erscheint als eine seltsame Zusammensetzung verschieden gearteter Bestandteile. Personen der alten griechischen Sage sind in eine Handlung verflochten, die durch feenhafte Wesen mittelalterlicher Färbung geleitet wird, und müssen die Zuschauer für ein Theaterspiel abgeben, das ganz den Anstrich der neuzeitlichen Posse hat. Um die Mannigfaltigkeit noch zu erhöhen, werden uns diese drei ineinander verwobenen Stücke seit den Tagen von Felix Mendelssohn—Bartholdy in dem Rahmen der melodienreichen Tonschöpfung dieses Meisters geboten. Kein Wunder, wenn deshalb bei jeder Darstellung die Gefahr nahe liegt, daß durch Hervorhebung einer Seite die andern zu leiden haben. An dieser Klippe nun ist man gestern nicht gescheitert; allen Teilen war gleichmäßige Sorgfalt zugewendet worden, und dadurch blieb die Einheitlichkeit des Schauspiels, soweit es möglich ist, gewahrt. Die beiden Herren Direktoren Helm und Kruse machten sich in gleicher Weise um das Gelingen verdient: ersterer durch seine tüchtige und sinngemäße Regieführung, letzterer durch die treffliche Leitung des für den Abend verstärkten Orchesters. Die Darsteller waren fast ohne Ausnahme für ihre Rollen geeignet und hatten fleißig gelernt. Wohl im Vertrauen darauf ließen sich manche verleiten, zu rasch zu sprechen. Ein gut Stück Poesie der schönen, zum Teil gereimten Verse ging dadurch verloren, und das Verständnis mag bei vielen Hörern erschwert worden sein. Bei einer Wiederholung könnte es nichts schaden, wenn der Schluß durch langsameres Tempo um mindestens eine Viertelstunde hinausgerückt würde. In der Gruppe der Elfen — um mit den höheren Wesen zu beginnen — sind namentlich Frl. Haussig als Oberon und Frl. Knöfel als Droll zu loben. Die Herren Henry und Kirchhoff bildeten mit den Damen Kugler und Hardegg zwei recht annehmbare Liebhaberpaare. AlsTheseus befriedigte Herr Par en. Die biederen Handwerker aus Athen hielten sich alle sechs recht wacker und verhalfen der Komik der Rüpelszenen gut zum Durchbruch. Dem Umfang ihrer Rollen entsprechend, erregten die Herren Helm, Wilhelms und Steinert als Squcnz, Zettel und Flaut die größte Heiterkeit, die in der ungeschlachten Vorführung der „spaßhaften Tragödie" „Pyramus und Thisbe" ihren Höhepunkt erreichte. Daß das Haus nahezu ausverkauft war, darf schließlich noch mit Vergnügen festgestellt werden. ** Schreckliche Hilf- und Feuerrufe weckten in vergangener Nacht die Bewohner des Selterswegs. Die herbeigeeilten Nachbarn fanden indes weiter nichts, als ein kräftiges Kesselfeuer, das die an einem Neubau in der Plockstraße beschäftigten Arbeiter in dem Kessel entfacht hatten, in dem das Material zu Asphaltböden gekocht werden sollte. Q Rödgen, 3. November. Heute wurde der seitherige Bürger m ei st erJnderthal unter zahlreicher Beteiligung aus nah und fern zu Grabe gebracht, auch Herr Provinzial Direktor von Bechtold gab dem Verstorbenen das letzte Geleit. Herr Pfarrer Schwabe wies in der Grabrede, die sich an Luk. 11,28 anlehnte, auf die hervorragende Begabung, die herzliche, aufrichtige Liebe, die Treue und Gerechtigkeit, die Stärke und Standhaftigkeit des Verblichenen hin und that des näheren dar, wie sein ganzer Charakter, seine einzelnen Tugenden in dem auf Gottes Wort gegründeten Glauben begründet gewesen; ein eifriger Hörer des Wortes bewahrte er seinen Glauben allen Versuchungen trotzend zur eigenen Seligkeit, zum Heil seiner Familie und der ganzen Gemeinde. Gemeinderat und Kirchenvorstand ließen einen prachtvollen Kranz an dem Grabe ihres treuen Leiters und Mitgliedes niederlegen. Von 1866 bis kurz vor seinen Tod bekleidete der Verstorbene das schwierige, mühevolle, kämpfereiche Amt eines Bürgermeisters in hiesiger Gemeinde, die ihm zu dauerndem Dank verpflichtet bleibt. Heer und Marine. — Das neue Mitttärgewehr Modell 98 ist bereits zur Probe an die Gardeschützen und Gardejäger abgegeben worden. Die Verbesserungen an der neuen Waffe sind augenscheinlich nach dem Muster des österreichischen Mannlichergewehrs angeordnet worden. Statt des Laufmantels ist ein Handschützer angebracht und das Bajonett ist nicht mehr am Lauf, sondern am Schaft befestigt. Sechs Rundzüge gestatten bei ebenso sicherer Führung wie früher, eine leichte Reinigung. Am Schloß befinden sich Vorkehrungen, um ein Doppelladen zu vermeiden, und um nach hinten ausströmenden Gasen ungefährlichen Abzug zu gewähren. An Stelle der Packetladung tritt die Ladung von einem Ladestreifen in ein Kastenmagazin mit zickzackartiger Anordnung. Zum Schluß gestattet noch eine neue Visiereinrichtung auch auf kurze Distanzen bequemes Zielen, da kein hoher Aufsatz den Ausblick beeinträchtigt. — Trotz dieser zahlreichen Verbesserungen ist, wie „Die Technik" meint, dieses Modell noch nicht das Gewehr der Zukunft, sondern nur eine Weiterbildung der Waffe von gestern zur Waffe von heute. Washington, 3 November. Neben dem hiesigen Kriegsamt wird demnächst ein Kolonialamt errichtet werden. Auszug aus dell StandesamlsregiAern der Stadt Gießen. Aufgebote. Oktober 20. Konrad Emil Marx, Hülfsheizer dahier mit Elisabeth Fink zu Staufenberg. 29. Friedrich Peppler, Eisenbahnarbeiter zu Frankfurt mit Minna Elisabeth Schwarz zu Allendorf. 31. Heinrich Häuser, Taglöhner dahier mit Elise Schmidt zu Romrod. Denselben. Heinrich Georg Kaus, Spengler dahier mit Eleonore Maria Schneider zu Steinbach bei Gießen. November 1. Johannes Weiß II, Gärtner zu Schwalheim mit Elisabeths Dietz Hierselbst. Eheschlietzirrrgen. Oktober 28. Ludwig Theodor Martin Georg Geismar, Hallenmeister dahier mit Elise Georgine Dorothea Luise Möser Hierselbst. Denselben. Karl Koob, Taglöhner dahier mit Anna Bäcker Hierselbst. 31. Heinrich Seibel, Kutscher dahier mit Charlotte Wilhelmine Maxeiner Hierselbst. Geboren«. Oktober 23. Dem Kultur-Aufseher Bruno Arnim Wolf eine Tochter, Hedwig Margarethe. 25. Dem Wagenwärter August Ulrich eine Tochter, Emmy. 27. Dem Schlosser Heinrich Müller II ein Sohn. 29. Dem Fabrikarbeiter Georg Cappeller ein Sohn. Denselben. Dem Taglöhner Peter Schneider ein Sohn, Richard. Gestorbene. Oktober 27. Emilie Wahl, geb. Groos, 28 Jahre alt, Ehefrau des Hausierers Johannes Wahl zu Niederdresselndorf. 30. Heinrich Johannes Schneider, 3 Monate alt, Sohn vonr Taglöhner Heinrich Schneider XIII. dahier. 31. Anna Wahl, 3 Jahre alt, Tochter vom Hausierer Johannes Wahl zu Niederdresselndorf. November 1. Martin Anton Heimes, 9 Monate alt, Sohn vom Schuhmacher Jakob Heimes dahier. 3. Katharina Gerhard, geb. Keßler, 78 Jahre alt, Witwe von Schreinermeister Peter Gerhard dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Geweiude. Getraute. Matthäusgemeinde. Den 29. Oktober. Dem Schuhmacher Johannes Jakob ein Sohn, Heinrich, geb. den 1. Okober. Denselben. Dem Eisenbahn-Stationsassistent Johann Georg Giegling ein Sohn, Hans, geb. den 31. Mai. Markusgem einde. Den 29. Oktober. Dem Fuhrmann Johann Rausch eine Tochter, Elise Regina Katharina Karola, geb. den 13. August. Lukasgemeinde. Den 29. Oktober. Dem Eisenbahnschaffner Johannes Dechert eine Tochter, Maria Emilie, geb. 28. September. Denselben. Dem Jnstitutsdiener Johann Niepoth ein Sohn, Johann, geb. 22. Oktober. Den 3. November. Dem Restaurateur Albert Kuhnd ein Sohn, Hellmut August Conrad, geb. 9. September. Johannesgemeinde. Den 29. Oktober. Dem Schlosser Georg Schmidt ein Sohn, Georg Hans Friedrich Franz, geb. 23. September. Trauungen. Markusgemeinde. Den 28. Oktober. Karl Kob, Taglöhner zu Gießen und Anna Becker, Tochter von dem verstorbenen Bahnarbeiter Peter Becker. Johannesgemeinde. Den 31. Oktober. Heinrich Seibel, Kutscher zu Gießen und Charlotte Wilhelmine Maxeiner, Tochter des Taglöhners Philipp Wilhelm Maxeiner zu Freiendiez. Handel und Uerltchr. Volkswirtschaft. Gieste», 4. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.80—1.00, Hühnereier per St. 7—9 4, 2 St. 00—00 Enteneier 1 St. 0—0 H, Gänseeier per St. 0—00 H, Käse 2 St. 5—8 H, Käsematte 2 St. 5—6 Erbsen per Liter 18 Linsen per Liter 29 H, Tauben per Paar X 0.70—0.80, Hühner per St. X 1.00—1.10, Hahnen per Stück X 0 60— i.oo, Enten per St. x 1.80—2.00, Gänse per Pfund X 0.46—0.55, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh« und Rindfleisch per Pfd. 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 66—74 H, Schweine« fleisch, gesalzen, per Pfd. 78 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 H, Hammelfleisch per Pfd. 50—60 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 biS 0.00 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. X 5.00—6.00, Milch per Liter 16 4, Zwetschen per Ctr. 10,00—11,00, Aepfel per Ctr. 7,00—10,00 Mk. Frankfurter Börse vem 3. November. "Wechsel auf New-York zu 4.19l/»-20>/r. Prämien auf Kredit per ult. November 1.70/, do. per ult. Dez. 3.200/,;, Diskonto Kommandit per ult. Nov. 1.40’/ , do. per ult. Dez. 2.55"/g, Lombarden per ult. Nov. O.7OO/o, do. per ult. Dez, 1.10%, Staatsbahn per ult. Dez —.—%. Notierungen: Kreditaktien 231-231.20, Diskonto-Kommandit 192.40-30-50, Staatsbahn 142.50-70, Gotthard 143.90, Lombarden 32.50, Ungar. Goldrente 97.85, Italiener 92.80, 6prozentige Mexikaner —.—, 3proz. Mexikaner 25.70, Gestern Coupons 84,/sJ Amerik. Coupons 4.18%, Privat-Diskont 5% /o G. 1% bis 2% Uhr: Kredit 231, Diskonto Kommandit 192.50-69, Staatsbahn 142.50, Lombarden 32.60 Ärmste Krüiungeru Depesch.n des Bureau „Herold*. Wien, 4. November. Der englische Botschafter hatte gestern nachmittag mit dem Grafen GoluchowSky eine längere Unterredung in der afrikanischen Frage. Belgrad, 4. November. In hiesigen Regierungskreisen ist man sehr erstaunt darüber, daß König Alexander während seines Wiener Aufenthaltes nicht ein einziges Mal vom Kaiser empfangen wurde, und auch den Besuch des Kaisers nicht erhalten hat. Paris, 4. November. Hier geht daS Gerücht, die Regierung werde am ersten Tage des Hochverrats-Prozesses erklären, daß sie die Anklage vor dem Staats* gerichtShofe zurückziehe und der Verweisung der Angeklagten an die Geschworenen zustimme. London, 4. November. Seit gestern herrscht hier ei» furchtbarer Sturm. In der Stadt sind zahlreiche Schornsteine eingestürzt und Bäume entwurzelt. Auf der Themse treiben große Mengen Baumstämme, Baumaterial u. s. w. Ein starker Platzregen ist gestern abend und letzte nacht niedergegangen. Man befürchtet, daß die Ueberschwemmungen in der Umgegend großen Schaden an- gerichtet haben. Vom Kriegsschauplatz. Paris, 4. November. Der General-Konsul des Oranje- Freistaates erklärte, daß die Buren trotz ihrer Erfolge und der ausgezeichneten Situation auf allen wichtigen Punkten noch heute die Einsetzung eines Schiedsgerichts mit Freuden begrüßen würden. London, 4. November. „Daily Mail" erklärt, daß General Cron je den Obersten Baden-Powell um Entschuldigung gebeten habe, weil er die Stadt Mafeking ohne vorherige Ankündigung bombardiert habe. Baden-Powell soll in freundschaftlichem Sinne geantwortet haben, und seitdem bestehen zwischen beiden Kommandanten die besten Beziehungen. London, 4. November. Die liberalen Blätter besprechen die Unterredung zwischen Millner und einem Mitgliede des Parlaments der Kap-Kolonie, Moltens. Aus dieser Unterredung geht hervor, daß Millner auf den Vorschlag Moltens und auf dessen Antrag eine Petition an die Königin zu richten, eine Antwort gab, aus welcher zu schließen ist, daß England unbedingt den Krieg wolle. Die Morgenblätter kommentieren diese Unterredung. „Morning Leader" und „Daily Mail" sagen, die Rechnung der jetzigen Regierung werde nach Beendigung des Krieges schon beglichen werden. London, 4. November. Die Kriegsbehörde von Durban hat mehrere Dampfer, darunter den Dampfer „Sumatra", für Kriegszwecke beschlagnahmt. London, 4. November. „Daily Telegraph" versichert, daß die englische Regierung eine ununterbrochene Kette von Kriegsschiffen zwischen Suez und Kapstadt aufstellen werde, welche im Notfälle Geschütze landen könne, um der Armee zur Verfügung gestellt zu werden. Herren-, Knaben- und- Kinder-Garderobe. IW* Spezialität: Kinder-Anzüge- Anfertigung nach Jöaaee in eigener Werkstätte. 7840 Markus Bauer 11 Kirchenplatz 11 gegenüber der Stadtkirche. gegenüber der Stadtkirohe- Nafin?t Z " M .in U utateur ftn . J'inke. 5'5r.*ibl * Ä!, meinbe. S&ÄmÄ* ^lkAiirM *™V S.M'/’te" - 1.00-1,1} ätn PN J«« l.SMoo' fr pnKlS £** f« VÄ gft'miw.u.a ^weh.xs.oM.S 10,00-11,00, Mepfd fB' ÄV”*** ^"'°°d«.UO/,O«,x„E 1 PeraUov, 1,10V, do. » poras J» »M1JH Di.ko.kKo.. 12.50-70, Gotthard 143.80, Lom- •85, Italiener 92.80, fiprozenti?- ' ^5.70, Oesterr. Coupons 84V* kont 53/8 /o G. . Diskonto Kommandit 192.50-69, MmM urtau .Herold'. )er englische Botschafter hck : Grasen GoluchowSky em der afrikanischen Fragt. In hiesigen Regierungskreis!!' r, daß König Alexandci thalteS nicht ein einziges Mal wurde, und auch den Besuch 'er gtft das Gerücht, bit Re- e des Hochverrats-Pro- Anklage vor dem Staats« der BerweisMtz b« W ichmm. ,, . seit tzchm herrscht Herr tu i der Stabt sind zahlrch Bäume entwurzelt. Aus btt j en Baumstämme, Baumatem regt« ift «“ "Mn b-siinhtti, baß h Imgigtnb großtn Sch-d-l «> ffiÄ-K Suren tro6 tf111 V, ten Ein etung«' s ‘«SW 5%W* w«”“? LSLSS ?«*■*•* ®e,bto'«6beiörbe«0,1$“.' w ©a«,’fet ?!" »,-S«»' * ""d.5 I -> =r5«*!*-» ;•%>< “ leö 11 der 8^ enP,Ä;e^r(i Bekanntmachung. Bei der auf Montag den 6. d. Mts. anberaumten Verpachtung von städtischem Gelände kommt des Nachmittags 4 Uhr nur 1 Stück Land auf dem Seltersberg und nicht 7 zum Ausgebot. Gießen, den 4. November 1899. Großherzogltche Bürgermeisterei Gießen. _______________________I. V.: Wolff.____________________7814 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Burkhardsfelden für 1900/1901 liegt vom 8. November 1899 an acht Tage lang zur Einsicht der Beteiligten auf der Bürgermeisterei daselbst offen. Burkhardsfelden, den 3. November 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Burkhardsfelden. Hoffmann. 7804 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Ober-Hörgern für 1900/1901 liegt vom 7. November an acht Tage lang zur Einsicht der Beteiligten auf unserem Büreau offen. Ober-Hörgern, den 3. November 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Hörgern. ___________________________Alles._______________________7802 Großh. Gembeschillk Gieße« unter Oberaufsicht Großh. Centralstelle für die Gewerbe stehende Iachschule für Kandwerker aller Berufszweige, insbesondere für Aauhandwerker. Anfang des Winter-Semesters: 23. Kktoöer 1899. Schluß: Eude März 1900. 6384 Nähere Auskunft über Lehrplan, Programm rc. durch die mit- unterzeichnete Schulleitung. Anmeldungen haben schriftlich zu erfolgen. Der Aufsichtsrat: Die Schulleitung: L. Heyligenftaedt. Traber, llnfl einer iui tun Milieu-DerßeMliing. Fortsetzung derselben Montag den 6. November, nachmittags 2 Uhr, Grüubergerftr. 13, III. 7784 Schneider. Versteigerung. Dienstag den 7. d. Mts., nach» mittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 2 vollständige Betten, 1 Vogelkäsig, 2 Hängelampen, 1 Bügelherdchen mit Rohr (noch neu), 1 Reisekoffer, 1 Sofa, 1 Nachttisch, 3 Bilder, mehrere Centner Eisen und Stahl und 1 Ziege. Versteigerung findet bestimmt statt. 7805 Born, Gerichtsvollzieher. MWtMjWeii Vergebung vou Grundlieferung. Die zur Auffüllung des Hosts beim neuen Amtsgerichts gebäude zu Giünberg nötige Grundlieferung wird hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Sub- misfionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebotsvermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum 15. November l. Js., vormittags IO Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagrfrift 3 Wochen. Gießen, den 1. November 1899. Großherzogl. Hochbauamt. _________Neuling.______7734 Wöihs-NnKmf. Nächsten Mittwoch, den 8. d. Mts., mittags 1 Uhr, wird zu Großen-Buseck auf dem Iaselhof ein fetter Vogelsberger Faselochs versteigert. Käufer wollen sich ein- fiinden. Großen-Buseck, am 3. Nov. 1899. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Meyer. 7809 Vergebung von Drainagearbeiten in der Gemarkung Feldheim bei Hungen. Nach Beschluß des Vorstandes der Waffergenoffenschaft Feldheim hat rubrizierte Vergebung vom 30. Oktober d. Js. Genehmigung nicht erhallen und sollen deshalb die 35000 lfd. M ter betragenden Graben- und Nöhrenverlegungsarbeiten im Ganzen oder auch in drei Abteilungslosen auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Die Arbeitsbedingungen liegen bei dem Unterzeichneten zur Einsicht offen und sind Offerten bis zum 11. dss. Mts., nachmittags 3 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an den Genoffenschaftsvorsteher, Herrn Bürgermeister Schneider zu Utphe, portofrei ein- zusenden. Friedberg, am 2. November 1899. V. Greb, 7797 _________Wiesenbaumeister._________ Arbeitsvergebung. Mittwoch den S. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Gemeindehause die Arbeiten zu einer Kanalisierung im Ort auf dem Submissionsweg vergeben werden. Voranschlag liegt von heute ab auf htrsiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Die Angebote müssen bis zum genannten Termin daselbst abgegeben sein. Hausen, den 3. November 1899. Großh. Bürgermeisterei Hausen. __Müller. 7788 Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Zimmermanns Johann Friedrich Eise II. in Lich ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfaffung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensstücke der Schluß« trrmin auf Donnerstag den 30. November 1899, vormittags 9 Uhr, vor dem Groß- herzoglichen Amtsgericht hierselbst bestimmt. Lich, den 2. November 1899. Großh. Amtsgericht, gez. Gill er. Veröffentlicht: 7803 Kohlheyer, Gerichtsschreiber. ÄL WMWs. Freibank. 7699 Heute und Montag: Kuhßeisch 45 pfg. MM- Die Freibank ist bis 9 Uhr abends geöffnet.____________ (Kölner Konsum Anstalt C. F. Hackenberg Bahnhofstr. 27 Lindenplatz 12 offeriert: Petroleum per Liter 20 Pfg., Pa. weitze Kernseife per Pfd. 24, bei 5 Pfd. 22 Pfg., Pa. gelbe Kernseife per Pfd. 23, bei 5 Pfd. 21 Pfg., Pa. Silberseife per Pfd. 20, bei 6 Pfd. 19 Pfg., Pa. Schmierseife, gelb, per Pfd. 16, bei 5 Pfd. 15 Pfg., Bleichsoda per Packet 9 Pfg., Seifenpulver per Packet 9 u. 14 Pfg., Stärke per Pfd. 28 Pfg., Küchenfeuerzeug per Schachtel 8 Pfg., Wichse per Schachtel 4 und 7 Pfg., Spiritus per Liter 48 Pfg. ______Bei Mehrabnahme billiger. 7813 Feinste Cervelatwurst und Salami ä Pfd. Mk. 1 20 impstehlt 7806 6. Kremier, Neustadt 17. Bitte versuchen Sie meinen Edamer uni) fjüliiinbrr Tafelkäse das Pfd. 90 Pfg. (7808 W. Ullrich, 5 SchlMajst 5. 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November, nachmittags 3^/z Uhr, vom Sterbehause, Kaplansgasse 12, aus statt. 7800 ausgefuhrt von der 7810 Anfang */25 Uhr. Entree 40 Pfg, Meyerhoff & Goslar 9 Kirchenplatz 9 9 Kircheuplatz 9. C. Kruse 7795 Karl Schwaab, Aofl., Srltersweg. Ongrnal^Fiaichchen werden mit Maggi billig nachqefüllt. 7710 A« nllr CWMHW-KMmknikii! Auerlicht Berantwortllcher Redatleur: H. Kocgler. — Druck und Lerlag der Brühl'schen UniversilätS-Buch- und Eleindruckerci (Pietsch Erben) in Gießm. Aie Heutige Wummer umfatzt 16 Seite« Vereine MAGGI Gas-Selbstzünder „Fiat Lux Simplex“ Wald. Eckartz. Ludwig Joost. Ende 10V. Uhr. Gas-Selbstzünder „Fiat Lux Automat“ Behrmann Colmar, ein Bauer, Anfang 8 Uhr. Stein. Gerhard Zu beziehen durch: Stadt. Gas-». Mafferwerk. H. Schaffstadt. Idiflttn, Evang. Gottesdienste der Method. Kirche Neuenweg Nr. 9, Hinterhaus 1. Stock, Eingang Erlengaffe. Sonntag den 5. Novmeber, nackmittags 4 Uhr: Predigt. Mittwoch abend 8 Uhrr Bibelstunde. Herr Prediger Urech. Jedermann freundlichst willkommen. Namhafte Ersparnis im Haushalt erzielt die Hausfrau mit mm Würzen der Suppen, indem sie vorhandene Fleischbrühe mit Master verlängert und nach dem Anrichten etwas Maggi zusetzt. Zu haben bei Jeder echte Auerkörper trögt briläBfhnidi .Auerlicht* Jeder echte Anerörenner hat die Umschrift: „Gasglühlicht Patent Dr. Auer v. Welsbach Montag den 6. November 1899, abends 8 ------------------- der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphs Nachfolger), und abends an der Kasse, für Studierende nur im Vorverkauf auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. 77x6 Das dritte Konzert findet am 10. Dezember statt. Orchester-Konzert. Solisten: Fräulein Herrmann (Gesang), Herr Heinrich Kiefer aus Berlin (Violoncello). M Die innerpolit ttirftt durch die ii Die letztere tomml Tirpitz hat nun c von dem Plane de punkt der Einbring Zweifel, als die Boi vielmehr erstimEntj um die Marineverst mäßig ruhiger,- man live, welche die Reg wird. Natürlich bi Feld für alle möglii io mwalMeinlich Geifte talluliert, toi schlagen tonnt. A Gar teuer wird d Mittellandkanal zi sollte, was im Lar der gleiche Betra gesetzt ist, für Koi Osten der Monar> die Negierung nii auch genügen, ut sichern. Wird der Mi ift feilte die $rage, auch im Auslände itimtes scheint imm m England bereits gegen dürfte die » ju Anfang der begi »mr anch weit davoi hochpvlüiiche Bedeul S^te beigemchn w dlngs die Beziehungen. + , Hosfentlich her ftlt9 11 Silb *«< als bit ut| "«'S-"Miß,chizd ä b-stiiligt tf (| °« v°r b,» finb jQ WWen brauien. Frau Katharina Gerhard Wwe., geb. Kessler Um stille Teilnahme bitten Alle Verkaufsstellen für echtes Auerlicht sind durch unsere Plakate (siehe obiges Gliche) kenntlich. 7723 be5 Heaterve, Sx ®otf,eS Seinen sb-VW -r beherÄ ^as, wiii, Ja« >ch!,r frifi '« btt za-ci I -'m .Bib M't btl*1'mitt Men' 9 6bet 8üo" $t« Giessener Stadttheater. Sonntag den 5. November 1899: Doctor Klaus. Lustspiel in 5 Akten von Ad. L'Arronge. Personen: Griesinger, Juwelier, Joseph Curland. Julie, besten Tochter, Marg. Haußig. Max v. Boden, d. Gatte, Paul Paren. Dr. Ferdinand Klaus Carl Walter. Marie, f. Frau. Antonie Rur. Emma, s. Tochter, Rose Stnöfel. Paul Gerstel, Referendar,Auß. Kirchhoff. Marienne, Haushälterin Frieda Kruse. Lubowski, Kutscher, Alfred Helm. Auguste, Dienstmädchen, Lucie Kugler. -Anna M. Eichenwald. ta ernt. HwMh zu Giessen, Johannesstr. empfiehlt sein ITa*9 Unterkunft für reisende IlvSplej Damen für kürzere oder längere Zeit zu mäss. Preisen, sowie seine Marthaherberge' “8e mädohen. Mohnungs-Vttiiudttung. Wohne von heute ab Kaplansgaffe 27, Georg Nabrgang, 64032 Herrenkleidermacher. 7534] Empfehle mich im Bügeln in und außer dem Hause. ______________Diezstratze 6, III. Heute Sonntag O4O23 Hahnen - Kegeln im Schiffenbergerthal. Montagabend: Kamerad Hauser. Besprechung 7816 über das Stiftungsfest. TT" TT" 7814 f ü\ G A