7083 ü 1H. hen EinheitS'Stmographie 'ber und zwar eröffnen olchen für Herren, 'rsitzmdeu, Herrn Real- Der Arstand. tot. Glühkörper id 90 Pfg., körper Z ? Leschtkraft, Brenn- ien von jfbermonn leicht ; 6637 1 ifels. w* <6> sdlseto \ [iesW i jedem Umfange. her Bedarfs-Artikel- z kostenfrei. *36 es— J1D kann werden- e bezog60 edern L8ST Donnerstag den _5, Oct ober Erstes Blatt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger fi ene#et eea «nzetzeu zu frer ne*arttteg« für tae tcf^cinenben Nummer H »em. M? Nhr. Vit 8tijtigr,L^a.Nich viermal . Idsd6gt. Amts» und Anzeigeblutt für den Arsis Gieren. Metiien, Sptlitien unb »ruckrrti: Kch«kßra-e Mr. 7. GratisdeiitM«: Meßmer FamiüeMSNrr, Der hrsstphe Kandwitt, Hlättrr für heffrsche DakKsKunde. 1 ,1.11 «treffe für Depeschen: Mxzet-er £U|4ä. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Heil. Bekanntmachunst, betr.: Die Einführung einer staatlichen Klassenlotterie. Durch Art. 4 des Gesetzes, die Einführung einer staatlichen Klassenlotterie betr., vom 12. August l. I. (Reg.-Bl. Nr. 39) ist das Spielen in außerhessischen Geldlotterien, die nicht durch besondere staatliche Genehmigung im Großherzogtum zugelassen sind, verboten. Das Gesetz ist mit dem 1. September l. I. in Kraft getreten, die Anschaffung neuer Lose nicht zugelassener Lotterien ist daher unstatthaft und strafbar. Gießen, den 3. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Gießen, den 3. Oktober 1899. Betr.: Wie oben. Das Groffherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosth. Bürgermeistereien der Landgemeinden und die Grosth. Gendarmerie des Kreises. Unter Hinweis auf vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, in Fällen des Erwerbs nicht zugelassener Lose Anzeige zu erheben. v. Bechtold. Bekanntmachung. Unter dem Rindvieh des Oekonomen David Vorwerk zu Wetzlar ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Die unter dem Rindvieh zu Lixfeld (Kreis Biedenkopf) ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche ist erloschen. Die Sperrmaßregeln sind aufgehoben worden. Die Maul- und Klauenseuche unter den Rindviehbeständen des I oh an n Georg Freitag und desJoseph S i m o n zu H e r m a n n st e i n (Kreis Biedenkopf) ist erloschen, die Sperrmaßregeln sind aufgehoben worden. Nachdem unter den Rindviehbeständen des Heinrich Roth I. und Adam Sänger zu Simmersbach (Kreis Biedenkopf) die Maul- und Klauenseuche erloschen ist, ist die Gemarkungssperre aufgehoben worden. Ueber die Gehöfte des Heinrich Reh IV. und Johs. Ciliox IV. daselbst bleibt die Sperre bestehen. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Ober- Mockstadt (Kreis Büdingen) ausgebrochen und eine größere Verbreitung erfahren hat, ist über diesen Ort Orts- und Gemarkungssperre verhängt worden. Zugleich ist der Seuchenort und dessen Gemarkung gegen das Durchtreiben von Wiederkäuern und Schweinen nbgesperrt und bestimmt, daß die Ausführung von Tieren dieser Arten aus dem Seuchenort und dessen Gemarkung nur auf Grund eines kreisveterinärärztlichen Zeugnisses und nur zum Zwecke sofortiger Abschlachtung nach zuvor einzuholender polizeilicher Erlaubnis erfolgen darf. Gießen, den 2. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________ v. Bechtold.___________________ Bekanntmachung. Betreffend: Die Maul- und Klauenseuche. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Nonnenroth in 4 Gehöften festgestellt worden ist, ordnen wir hiermit die Sperre dieser Gehöfte, sowie des Orts Nonnenroth uud dessen Feldgemarknng an. Danach unterliegt der Verkehr mit Rindvieh, Schweinen, Schafen und Ziegen folgenden Beschränkungen: Das Durchtreiben derselben von außerhalb durch Ort und Gemarkung ist verboten. Die Einfuhr von solchem Vieh über die Gemarkungsgrenze in den gesperrten Ort ist nur zum Zwecke sofortiger Abschlachtung gestattet. Die Ausfuhr ist ebenfalls nur zum Zwecke sofortiger Abschlachtung mit schriftlicher Erlaubnis der Bürgermeisterei Nonnenroth auf Grund einer Aeußerung des Großh. Kreisveterinärarztes zulässig. Wer ein Stück Vieh an einen auswärtigen Metzger oder ein Schlachthaus liefern will, muß also zunächst die Untersuchung durch den Großh. Kreisveterinärarzt veranlassen und wenn danach der Ausfuhr kein Hindernis im Wege steht, einen Erlaubnisschein der Großh. Bürgermeisterei lösen. Bei dem Transport muß er diesen Schein, der eine dreitägige Gültigkeit hat, mit sich führen und die vorgeschriebenen Transportbedingungen genau beobachten, auch der Polizeibehörde (Bürgermeisterei) des Cmpfangsorts Nachricht geben. Auf Antrag der Bürgermeisterei wird von uns im Bedürfnisfalle angeordnet, daß der Großh. Kreisveterinärarzt sich wegen Ausstellung solcher Bescheinigungen an einem bestimmten Tag wöchentlich, der ortsüblich bekannt zu machen ist, dienstlich einfindet. Die Sperrmaßregeln bezüglich verseuchter Gehöfte oder Weiden bleiben daneben bestehen. Im übrigen können Klauentiere aus nicht verseuchten Gehöften innerhalb der gesperrten Gemarkung zur Feldarbeit benutzt oder auf die Weide getrieben werden, nicht aber über die Gemarkungsgrenze hinaus. Wer Grundstücke oder Anlagen in einer anderen Gemarkung besitzt, muß dieselben entweder durch Pferdegespanne oder aber durch Rindviehgespanne aus dieser anderen Gemarkung besorgen. Jede Weggabe von Milch aus der gesperrten Gemarkung darf nur nach vorheriger Abkochung erfolgen; ausgenommen, wenn die Abgabe an eine Molkerei erfolgt, welcher das Verbot der Abgabe ungekochter Milch zpgegangen ist. Ausfuhr von Dünger, Rauhfutter und Stroh aus dem Sperrgebiet ist verboten. Gießen, den 4. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtolds______ Bekanntmachung. Es wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß für den 9. Bezirk (Provinz Oberhessen) der X. Sektion der Berufsgenossenschaft der Schornsteinfegermeister des Deutschen Reichs Herr Karl Brüchncr in Butzbach zum Vertrauensmann für die Zeit vom 1. Oktober 1899 bis 1. Oktober 1901 gewählt worden ist. Gießen, den 3. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ____________________v. Bechtold._____ Bekanntmachung. Am Sonntag, 8. ds. Mts., nachmittags 3^Uhr, wird in Rodheim b. Hungen im Reichhardt'schen Lokal Herr Landwirtschastslchrer Andrae aus Büdingen einen Bortrag über die Anwendung von Stallmist uud künstlichem Dünger halten. Ich lade hierzu alle Mitglieder des Vereins und jedermann, der sich dafür interessiert, freundlichst ein. Die Herren Bürgermeister von Rodheim und der umliegenden Orte wollen für Bekanntmachung im Orte sorgen und auf zahlreichen Besuch hinwirken. Gießen, den 4. Oktober 1899. Der Direktor des landw. Bezirksvereins, v. Bechtold. Bor dem ersten Schutz. Gießen, den 4. Oktober. „Wir treten mit Beten vor Gott den Gerechten" — über die Hügel und Steppen des Burenlandes brausen jetzt die schlichten und doch so ergreifenden Klänge des alten niederländischen Liedes. In ihren Hütten und Farmen weit draußen im Lande nehmen die wetterharten, schweigsamen Männer die Büchse von der Wand, und mit Sohn und Enkel zieht der Greis zur Grenze, dem Feinde entgegen. Niemand bleibt daheim, die Sitzungen der Gerichte werden aufgehoben, weil die Richter zu Felde ziehen, der Gekränkte verzeiht seinem Beleidiger, der Bedrückte seinem Bedränger, denn heute schon oder morgen werden sie nebeneinander stehen, ihre totbringenden Kugeln in die Reihen des Todfeindes zu senden. Der kleine Zwist des Tages, der Groll des Nachbars ist vergessen, die gemeinsame Not kittet die Fugen, und lebendig werden alle jene gewaltigen Empfindungen, die nur der Krieg, nur der Kampf um Freiheit, Ehre und Recht im Menschenherzen wachruft. Darin eben liegt die Hoheit des Krieges, daß der kleine Mensch ganz verschwindet vor dem großen Gedanken des Staates. Wir, die wir das Jahr 1870 erlebten, verstehen das Wort Niebuhrs, der damals, als der Freiheitskrieg aufloderte, ..die Seligkeit empfand, mit allen Mitbürgern, dem Gelehrten und dem Einfältigen ein Gefühl zu teilen" und der es „sein Tagelang nicht vergessen konnte, wie liebend, freundlich und stark ihm zu Mute war". Was Barthold Niebuhr, der Niederdeutsche, damals empfand, das erfüllt jetzt auch die Herzen der Niederdeutschen dort drunten, die jetzt sich zum letzten Verzweiflungskampfe gegen britische Habsucht und Ländergier anschicken. Es ist eme eherne Antwort, die der sentimentale Gedanke des ewigen Friedens in der Wirklichkeit findet, dem weichlichen Traum folgt schnell ein hartes Erwachen. In rascher Folge haben die Jahre, die eben vergingen, drei Kriege heraufgesührt, deren weithintragende Bedeutung das menschliche Auge noch kaum zu überschauen vermag. Es ist nicht mehr der Streit um den Weideplatz, der einst den Nachbarn gegen den Nachbarn geführt hat, an die Stelle des territorialen Krieges ist der Universalkrieg getreten. Auf riesigen Schiffen führt England sein Heer über Hunderte von Meileiz aus dem europäischen Norden dorthin, wo die Sonne Afrikas die Felder dörrt. Vor gewaltigen Unternehmungen, gewaltig durchgeführt, beugt sich bewundernd die Menschheit, auch wenn sie nicht bestehen vor dem Spiegel der Gerechtigkeit. Der Gedanke, ein afrikanisches Weltreich zu gründen, dessen Linie geht von der Capstadt aus bis zu den steinernen Gräbern der Pharaonen, darf staunendes Bewundern erwecken. Aber solches Empfinden schwindet, wenn das Auge fällt auf die unendliche Kleinheit und Kleinlichkeit der gewählten Mittel. Gewiß, damit ein Neues erstehe, muß das Alte vergehen, und noch alle großen Umwälzungen in der Geschichte der Menschheit wurden mit Blut und Eisen vollzogen. Aber selbst die brutale Rücksichtslosigkeit des Eroberers ist sympathischer, als die Heimtücke des Krämers, der mit falschen Groschen und Pfennigen sich das Vermögen vergrößert. Uud ein England, das sich als Kulturträger rühmt, trägt den Zug diabolischer Ironie, wenn erst bie Dum-Dum- Geschosse zischen und die Leiber der Freiheitskämpfer des Transvaal mit barbarischen Wunden zerfetzen. Die ungeheure wirtschaftliche Ueberlegenheit, schreiben die „Leip. N.N." weiter, sichert nach menschlichem Ermeffen den Engländern zuletzt den Sieg, auch die größte Tapferkeit vermag nichts gegen das ökonomische Zwangsgesetz. Aber der Preis des Sieges wird teuer sein, teurer, als die Volksmassen es träumen mögen, die jetzt die Straßen von London durchziehen und in blinder Leidenschaftlichkeit nach dem Kriege schreien. Und gerade hierin, gerade in der Möglichkeit, daß der Kampf um Transvaal zuerst das riesenhafte Gebäude englischer Weltherrschaft erschüttert, liegt der universale Charakter des heraufziehenden Krieges. Welche Fülle von Ereignissen hat sich an den Kampf der Japaner gegen China geknüpft! Die Schlachten am Gelben Meere und um Weihaiwei haben jene folgenreiche Kombination geschaffen, die heute die Meeresgestade des Landes der Mitte dem Auge bieten, und es liegt ein ernster Sinn in dem scherzhaft klingenden Wort, daß in den Thälern des Yangsekiang und des Hoangho vielleicht einmal bie Geschicke Europas entschieden werden. Denn das wirtschaftliche Elend der Cubaner und der Haß der Tagalen gegen die Spanier hat in den Vereinigten Staaten dem internationalen Leben einen neuen Faktor geschaffen, dessen Kreise jeder Erfolg noch zehnfach erweitern wird. Das Schlagwort der imperialistischen Politik umfaßt zugleich die Gewißheit künftiger Konflikte mit den alten Kulturnationen. Aber weder der Krieg im asiatischen Osten noch der Kampf der amerikanischen Technik gegen die spanische Verrottung trug den Charakter eines Volkskrieges, wie ihn Oer Burenkrieg tragen wird. Er wird mit niederdeutscher Zähigkeit geführt werden und mit jener nachhaltigen Kraft, die nur das Bewußtsein verleiht, für Haus und Hof und für bie nationale Existenz zu streiten. Die Glut ber Begeisterung wird die Scharen Krügers beseelen, aber nicht die Truppen der Königin, deren Phantasie vielleicht erhitzt werden mag durch bie Diamantenfelber unb bie Gvlbminen bes Transvaal, bereu Nerven aber nicht bas Vertrauen auf sittliche Zwecke stählt. Es ist ein wunberliches Bilb, bas sich für ben ergibt, ber rückschauend nach dem Quell der Ereignisse sucht. Da spielte einst am Wege, der an dem Gehöfte des Vaters vvrüberführte, ein kleines Mädchen mit bunten Kieseln. Ein junger Engländer, den der Zufall vorüber führte, ließ sich die ©leine zeigen, erkannte sie als Diamanten und schnell durcheilte die Kunde von der Entdeckung die Welt, und Tausende zogen nach Süden, dem schillernden Glück der Kimberley-Minen entgegen. Welch schicksalsvoller Moment, jenes Spiel des Mädchens, das ahnungslos die Entscheidung über ungeheure Ereignisse in seinen kindlichen Händen trug! Vielleicht ist schon der erste Schuß aus der Flinte eines Buren gefallen, vielleicht fällt er erst heute ober morgen. Dieser Schutz wirb bie Welt burchhallen unb von Berg zu Berg ein rollenbes Echo finben. Wo erst bie Leidenschaften entflammt sind, dort verfügt nicht mehr ber Staatsmann über bic Zukunft, unb wenn er vielleicht noch von einem möglichen Zurückwetcheu träumt, fo drängt doch die Wucht der cheruen Thatsachen ihn nach vorn unb ihm entfallen bie Zugel. Fällt aber jener Schuß, so wird man in England vergebens die Schuld an dem ausbrechenden Kampfe den Buren zuweisen; allzu aufmerksam ist man den einzelnen Phasen des Konfliktes gefolgt und allzu deutlich lag die englische Absicht zu Tage, unter allen Umständen den Kampf herbeizu- fithren, als daß das Urteil über Schuld und Nichtschuld nicht längst fcstgestellt wäre. Ob aus der Büchse des Buren oder der Flinte eines Rotrocks der erste Schuß fällt, so wird die Verantwortung für das Geschehende doch auf den Leitern der englischen Politik ruhen bleiben, auf Salisbury und Chamberlain und dem unheimlichen Manne, der hinter ihren Thaten steht, auf Cecil Rhodes. Vor den Ereignissen, die sich dort unten im Süden des dunklen Erdteils vorbereiten, verblassen alle anderen Ereignisse, mit heißer Spannung folgt man überall, wo Menschen wohnen, den Dingen, die sich in dem fernen Lande entwickeln. Auch der Hoffnungsfreudigste und Vertrauensvollste hat den letzten Zweifel preisgegeben, der Krieg ist unabwendbar geworden. Und nirgends in der Welt stehen die Sympathien auf der Seite der Briten; das Gefühl der Völker wird eben durch sittliche Einflüsse bestimmt, nicht durch kühle Erwägungen, und klar und sicher steht vor ihm das Recht der Buren, die ihre Heimat schützen und der englische Frevel, der gegen dieses natürliche Recht sich richtet. Bei uns aber würde ein Kaiserliches Telegramm nur dann freudigen Widerhall finden, wenn es den Geist jenes anderen Telegramms atmet, das vor Jahren der Episode der Flibustier folgte, jenem ersten räuberischen Unternehmen, dem nur der amtliche Stempel fehlte, um es dem heutigen Vorgehen Englands gleichzustellen. (Die thatsäch- lichen Nachrichten finden unsere Leser unter den „Letzten Meldungen)._______________________ Deutsches Reich. Berlin, 3. Oktober. Der Kaiser hörte heute mittag den Vortrag des Chefs des Civilkabinetts v. Lukanus. — Das Kaiserpaar trifft am Donnerstagabend wieder in Berlin (Neues Palais) ein. — Bei der während des Geographentages im Palais des Reichskanzlers veranstalteten SoirLe hatte der Vertreter des Pariser Figaro, Routier, eine Unterredung mit Hohenlohe. Der Kanzler sagte, die Kolonial-Politik müsse ernsthaft betrieben werden, wenn man gute Geschäfte machen wolle. Die Begnadigung von Dreyfus habe sich notwendig aus dem Urteil von Rennes ergeben, welches deutlich genug den Mangel jeden Schuldbeweises habe erkennen lassen. Frankreich und seine Regierung hätten sich in dieser Angelegenheit durchaus ehrenvoll verhalten. Der Reichskanzler erklärte ferner alles für absurd, was über die Agitation gegen die Ausstellung gefabelt worden sei und schloß mit den Worten: In Massen werden die Deutschen nach Paris kommen. Wir hoffen dort Ehre einznlegen mit unseren Fortschritten. — Der Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amtes, Freiherr v. Richthofen, hat einen längeren Urlaub angetreten. An seiner Stelle wird, wie im vorigen Jahre, der preußische Gesandte in Stuttgart, v. Derenthal, die Geschäfte führen. Aus diesem Personenwechsel in der Leitung der Geschäfte und aus der daraus hervorgehenden Thatsache, daß Staatssekretär Graf Bülow seinen Sommer-Urlaub noch weiter in den Herbst hinein ausgedehnt hat, ist nach den „Berliner Neuesten Nachrichten mit Sicherheit anzunehmen, daß Deutschlands internationale Beziehungen gegenwärtig nicht die gering st en unruhigen Bewegungen zeigen und ihren durchaus geschäftsmäßigen Gang gehen. — Negierungsrat Bauer, Landrat in Gehren (Thür.), wurde unter Ernennung zum Geh. Regierungsrat als Vortragender Rat ins Ministerium berufen. — Im Wahlkreis Calbe-Aschersleben beschloß eine sozialdemokratische Vertrauensmänner-Versamm- lung (wie vorauszusehen war. Red.) einstimmig, den des Mandats verlustig erklärten Abg. Schmidt wieder als Reichstagskandidaten aufzustellen. — Eine umfassende Herbstagitation gegen die „Zucht haus Vorlage" vor Zusammentritt des Reichstags einzuleiten, hat der Centralrat der Hirsch Duncker- schen deutschen Gewerkvereine beschlossen. Es sollen zehn Agitationstouren unternommen werden, auf' denen u. a. die Landtagsabgeordneten Goldschmidt und Dr. Max Hirsch als Referenten auftreten. Der Vorschlag, Massenpetitionen der einzelnen Ortsvereine gegen die Vorlage zu veranlassen, wurde als unzweckmäßig abgelehnt. Ausland. Wien, 3. Oktober. Die Vereidigung der neuen Minister hat heute vormittag durch den Kaiser stattgefunden. Der „N. Fr. Pr." zufolge hat der Kaiser den beabsichtigten Jagdausflug nach Steiermark endgiltig aufgegeben. — Die jungtschechische Presse kündigt der Regierung den heftigsten Kampf an und droht mit der Mandats- niederlegung sämtlicher Klubmitglieder. Pilsen, 3. Oktober. Gestern fanden hier große Demonstrationen gegen die Juden und die Deutschen statt. Die Fenster der deutschen Turnhalle sowie die der Wohnungen von Deutschen und Juden wurden eingeschlagen. Militär mußte requiriert werden, welchem es schließlich gelang, nach Verhaftung mehrerer Tumultuanten die Ruhe wiederherzustellen. Budapest, 3. Oktober. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde der Antrag Kossuth bezüglich der Ehrung der in Arad Hingerichteten Generale wider Erwarten der äußersten Linken, welche sich von der Debatte einen großen Erfolg versprach, in ruhiger und sachlicher Weise verhandelt. Auf Antrag des Ministerpräsidenten Szell wurde beschlossen, daß der Präsident des Abgeordnetenhauses damit betraut werde, einen Kranz auf das Denkmal zu Arad niederzulegen. Paris, 3. Oktober. Die „Aurore" meldet, daß der Sohn des früheren Kriegsministers Mercier in Afrika ähnliche Geschichten auf dem Gewissen habe, wie die Expeditionsführer Chanoine und Voulet. Mercier habe einen Träger mißhandet, der auf englisches Gebiet entflohen sei. Er habe ihn verfolgen lassen, und seine Festnahme auf englischem Boden veranlaßt. Hiergegen habe der englische Gouverner Protest eingelegt und die Freilassung des Trägers verlangt. Paris, 3. Oktober. Nach der „Aurore" ist vom Finanzminister eine Untersuchung über das Verschwinden von Geldern, die für Madagaskar bestimmt waren, eingeleitet worden. Madrid, 3. Okober. Max Regis, welcher auf Antrag der französischen Regierung in Barcelona verhaftet worden war, ist wieder in Freiheit gesetzt worden, nachdem er das Versprechen gegeben, Spanien nicht zu verlassen, solange nicht die französische Regierung einen Beschluß über ihn gefaßt hat. Konstantinopel, 3. Oktober. In Siwas (Klein-Asien) wollten die Armenier eine Demonstration vor dem Palais des Gouverneurs veranstalten. Als Truppen die Kundgebung zu verhindern versuchten, trat der Gouverneur hinaus, um einem Zusammenstoß vorzubeugen. Allein er wurde durch eineKugel verletzt. In dem Konflikte zwischen den Truppen und den Armeniern gab es eine große Anzahl Schwerverwundeter. — Eine Jrade des Sultans ordnet die Teilung Iemen's in vier Verwaltungsbezirke an. Belgrad, 3. Oktober. Die Meldung von der Verurteilung des Erzpriesters Barjaktawovic zu 15jährigem Kerker ist falsch. Derselbe ist wegen Mangels an Beweisen freigesprochen und nur zur Tragung der Gerichtskosten verurteilt. Belgrad, 3. Oktober. Den Familien des zu zwanzigjährigen Kerker verurteilten Obersten Nikolic und des Oberstleutnants Novakovic wurden die Pensionen nicht mehr ausgezahlt. New-York, 3. Oktober. General Otis lehnte Verhandlungen mit'den Filipinos ab und verlangte bedingungslos die Uebergabe. — Admiral Dew ey reiste nach Washington zur Empfangnahme eines Ehrensäbels.___________________ Lokales ruck Provinzielles. Gießen, 4. Oktober 1899. ** Geschichtskalendep. Vor 290 Jahren, am 5. Oktober 1609, wurde zu Hartenstein im Voigtlande Paul Flemming geboren, der beste Lyriker des 17. Jahrhunderts, voller Phantasie und frischer, kräftiger Anfchauung nnd Darstellung, als geistlicher Sanger am bekanntesten durch das Lied „In allen meinen Thaten", das er vor seiner persischen Reise schrieb, von der später seine Gedichte berichten. Er starb am 2. April 1640 zu Hamburg. ** Die Rekruten rücken nun bald zu den verschiedenen Truppenteilen ein. Schon Tage vorher, ehe der junge Mann das Vaterhaus verläßt, hat die Mutterhand vollauf zu thun, um wenigstens für die ersten Wochen der Bangigkeit des jungen Mannes zu steuern. Ist alles in Kisten und Kasten verwahrt, und kommt der Tag des Abschieds, dann eilt der zukünftige Vaterlandsverteidiger wohlbepackt seinem Bestimmungsorte zu. Ist er dann an Ort und Stelle angelangt, wird er sich sofort bewußt, daß nun hier ein neues Leben zu beginnen hat. Hier wird er sich wohl das Sprichwort: „Lehrjahre sind keine Herrenjahre" wieder ins Gedächtnis" rufen, sieht er doch schon seine Vorgesetzten mit scharfen Augen auf sich blicken, welche ihm nur zu deutlich verraten, daß hier Ordnung und Disziplin die erste Bedingung für einen Soldaten sind. Neue Bekanntschaften mit seinen Kollegen werden angeknüpft, und wie freut sich so ein neugebackener Soldat erst, wenn er vielleicht aus seinem Dorfe einen im „zweiten" Jahre Dienenden wiedersieht. Die beiden haben sich vielleicht im Heimatsdorfe weniger nähergestanden, aber hier in der Kaserne wird ein inniges Kameradschaftsband geflochten, hat doch einer wie der andere Lust und Last des Soldatenstandes zu tragen. Auch die Tage der „Ausbildung" gehen vorüber, und dann ist für den Rekruten Aussicht auf eine etwas freiere Zeit. Da kommt dann der erste Urlaub, wo er natürlich als strammer Soldat seiner Heimat Ehre machen will, und sich schon lange vorher dazu vorbereitet, O, welche Luft, Soldat zu sein! Er ist sich ja dessen bewußt, daß er treu seine Pflicht erfüllt hat, und kehrt dann auch ebenso gern in seine Garnison zurück, wo er ja nun als wirklicher Teilnehmer des „Krieges im Frieden" gilt. Und welch schöne Erinnerungen knüpfen sich uicht an die Zeil des Manövers! Schnell geht die Zeit vorbei, und nach zwei Jahren kehrt der ehemals mit Zittern und Zagen eingetroffene Rekrut als „Reservist" in seine Heimat zurück, um dort sich wieder seinen beruflichen Pflichten zu widmen. Ist auch das Soldatenleben oft rauh und nicht nach dem Geschmack eines jeden, so bringt dasselbe doch auch heitere Stunden mit sich, die dann eine schöne Erinnerung bilden. • * ** Ruhestaudsversetzung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 16. September den evangelischen Pfarrer Kirchenrat Jakob Buch- hold zu Ossenheim, Dekanat Friedberg, auf sein Nach suchen, mit Wirkung vom 1. Oktober l. Js. an, in den Ruhestand zu versetzen. ♦♦ Unserer gestrigen Notiz über die Frankfurter Hundeausstellung fügen wir noch hinzu, daß Herr Weinhändler Aug. Schwan auf ein paar rauhhaarige Rattenpinscher einen ersten, zwei zweite und einen dritten Preis und Herr H. F. Nassauer für seine Leonberger Hündin „Nora" in der offenen Klaffe in Konkurrenz mit Rüden und Hündinnen den ersten Preis erhielt. Neues Geschäftshaus. Ein mit aller Eleganz und der Neuzeit entsprechend eingerichtetes Geschäftslokal hat der Metzgermeister Jakob Braun in seinem neuerbautes Hause Seltersweg seit gestern eröffnet. Besonders schön sind die Kunstschmiedearbeiten, welche in der Werkstätte des SchlossermeisterS Karl Wigandt hergestellt wurden. Recht geschmackvoll ausgeführt sind ferner die Marmorarbeiten von der Lahnkalk-und Marmor-Industrie Aug. Gabriel jr. ! Watzenborn, 3. Oktober. Ruhestandsversetzung und Ehrung. Mit dem heutigen Tage ist Herr Lehrer Kling seit beinahe 27 Jahren in hiesiger Gemeinde mit großem Segen wirkend, wegen angegriffener Gesundheit unter Anerkennung seiner treuen Dienste in den Ruhestand versetzt worden. Die Großherzogliche Kreisschulkommission Gießen, vertreten durch die Herren Provinzialdirektor v. Bechtold und Kreisschulinspektor Dr. Lucius begab sich heute mittag hierher, um demselben das betreffende Pensionsdekret vor versammeltem Schul- und Ortsvorstand und einer Anzahl eng befreundeter Kollegen auf dem Gemeinderathause zu überreichen. Zugleich gab Herr Provinzialdirektor seiner Freude Ausdruck, daß Seine König!. Hoheit der Großherzog Allergnädigst geruht hätten, als Anerkennung für treue Amtsführung das Silberne Kreuz Philipp des Großmütigen ihm zu verleihen; sodann überbringe er die Glückwünsche der höchsten Schulbehörde sowie die der Gr. Kreisschulkommission. Die freundlichen Worte des Herrn Provinzialdirektors machten auf den nunmehr aus dem Schulamte Scheidenden sichtlich tiefen Eindruck, was aus seiner dankenden Erwiderung zu entnehmen war. Auch Herr Pfarrer Sommerlad gab als Vorsitzender des Schulvorstandes seinen Gefühlen beredten Ausdruck, Herrn Klings Verdienste um Schule und Gemeinde in jeder Hinsicht anerkennend. Nach Vollendung des amtlichen Aktes verbrachten alle Anwesenden auf Einladung des Herrn Provinzialdirektors noch einige Stunden in der gemütlichsten Stimmung im Gasthause zum Löwen. Möge Herrn Kling noch ein langer heiterer Lebensabend beschieden sein! — Friedberg, 4. Oktober. Am verflossenen Montag gaben sich 22 ältere Lehrer aus dem Großherzogtum ein Stelldichein. Sie kamen Hierselbst zusammen, wo sie in den Jahren 1853 und 1854 ihre Vorbildung zum Lehrerberuf fanden. Die Reihen haben sich bedeutend gelichtet. Von der damaligen ersten Klasse sind gestorben 34 Prozent, von der zweiten sogar 44 Prozent. Außerdem leben einige Leute in Amerika. Die Erschienenen zeigten sich munter und vergnügt. Begrüßt wurden sie in einer Rede, die der Obmann des Lehrervereins bei Tische gehalten, worin u. a. die Hoffnungen dargelegt waren, die die hessischen Lehrer allenfalls haben könnten. Nach Besichtigung der Seminarräume am Nachmittag hielt ein Glas Bier die Gesellschaft in der Wirtschaft am Bahnhof fest. Nach dem Versprechen, in 3 Jahren noch einmal zusammenkommen zu wollen, führten die Züge die ehemaligen Seminarfreunde nach Nord und nach Süd. Darmstadt, 3. Oktober. Aus Jagdschloß Wolfsgarten, 2. Oktober, wird der „Darmst. Ztg." gemeldet: Ihre Hoheit Prinzessin Aribert von Anhalt sind gestern abend von hier nach Berlin zurückgereist. — Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin von Rußland, Ihre Kaiserlichen Hoheiten die Großfürsten Kyrill und Boris und Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben sich heute mittag 12 Uhr von Station Egelsbach mittelst Sonderzuges nach Schloß Friedrichshof begeben und werden nachmittags 4 Uhr wieder hier eintreffen. — Ihre Hoheit Prinzessin Viktoria zu Schleswig-Holstein haben Wolfsgarten heute wieder verlassen. — Seine Kaiserliche Hoheit Großfürst Andreas und Seine Königliche Hoheit Prinz Nikolaus von Griechenland sind zum Besuche der Allerhöchsten Herrschaften heute hier eingetroffen. Darmstadt, 3. September. Am Sonntag starb dahier, wie die „N. H. V." berichten, nach längerem Leiden Herr Dr. jur. Georg Freiherr v. Wedekind im Alter von 74 Jahren. Der Verstorbene war früher Rechtsanwalt, hatte aber schon seit langer Zeit der praktischen Ausübung seines Berufs entsagt, um sich seiner Neigung gemäß ganz litterarischen und wissenschaftlichen Studien zu widmen. Er besaß ein schönes dichterisches Talent, trat aber damit nur selten in die Oeffentlichkeit. Er gehörte früher auch eine Reihe von Jahren der Zweiten Kammer an und hatte sich der nationalliberalen Partei angeschlossen. — Im Namen des Vereins der Amtsrichter der Provinz Starkenburg überreichten gestern nachmittag die Herren Oberamtsrichter Dr. Lehr und Amtsgerichtsrat Wagner dem Herrn Landgerichtspräsidenten M a ch e n h a u e r die reichausgestattete Adresse. Ferner erschien eine Abordnung des Landgerichts in der Wohnung des Herrn Präsidenten und übergab ihm zum Zeichen der Verehrung und Dankbarkeit ein Album mit den Bildern der Mitglieder dieses Kollegs. Groß-Biberau, 3. Oktober. Seit Sonntag, 24. Sept., ist unser Bürgermeister Merz spurlos verschwunden; es wurde nach demselben schon einige Tage durch Streifzüge in den Waldungen des Odenwaldes gesucht, aber resultatlos. Herr Merz war auch Rechner der Sparkasse. □ Mainz, 3. Oktober. Kommenden Sonntag findet hier ein hessischer Handwerkertag statt. Auf der Tagesordnung desselben steht: 1) Referat des Reichstagsabgeordneten Euler-Bernsburg über das neue Handwerkergesetz und dessen Ausführung durch die einzelnen Bundesstaaten. 2) Stellungnahme zur Absicht der hessischen Regierung, nur eine Handwerkerkammer für das Großherzogtum zu errichten. Ernennung des „Neuen deutschen Handwerkerblattes" zum Verbandsorgan. — In den letzten Tagen hat sich hier die Heilsarmee wieder bemerkbar gemacht. Verschiedene Mitglieder der komischen Sekte — meistens Damen — bemühten sich, in den Straßen und Häusern ihre Kriegsrufe an den Mann zu bringen. Meistens 3 Ott«1 itn letzte" 4 y üera »ebenauch d f jL Andenken, ÖIC ljMes GntenbngM AnndD.«' hergestevt haben. D" gmphien ihrer neu* von welche Bestellungen gemacht y- viel Interesse. Die Franksurt druckte auf schön gelungene Enm Ansichtskarte; auch He ausgestellt. Die Ma, fthrte eine Miniaturm für jeden Freund des 5 interessante Ausstellung Hesuch derselben empfel Gießen, 4. Oktober ui anderen Städten an des Bissvn'schen S gingen wir — ans d nicht in den Kunstte .die Pflicht des Res Wallthorstraße. Heil sammengeredet! Es eine einigermaßen ra Witzen eine wirkliche schadets? Die Thea: machen mit diesem Ze Rücksicht auf biefeS n< wir unfer weiteres Ur. Seite unb tonftatieren darstellung aller Mitn unbedeutende äußere Er Machwerk ist rin Rong gezogenen Scherzen nn komischen Situationen M Schluß ziemlich c Umstand, daß „St. i von oben, Zug in bii M die Fülle komif Arung derHallucina Wiße, das Ganze nock Sch-vank ist eine jene Lerwechselungs-Komöd °as Heimatrecht gmo La.chen nicht zum Nach D stürmische Heiter bü et deshalb um Gn ru Sorten übi *u lassen. Herr Bill MarlLenak W «t , be,r m aitfiJ. fei » 8,7°» *>«nn bÄ”*oltUT '»UfteS Dickes ti>'S MS' wit Mer ®r tete« Teschs; und 1 ln feinem 0 Q hat 'ssnet. Tes^uerbautez in betfc * 5Tj®>5 Aaqt" ift fit''?“* hj,x°L-Htn SjSöi »■ Ä» ' AfV'*** ft?. "de.GemL ^Z.hen Provinzial- SL^’.Wrw d°- X ,“6“bn"ä« er di- J5* sowie die der Gr >ch» ®orte Hi ■ 7n uunmehr aus dein lesen Eindruck, was aus entnehmen war. Auch 5 Vorsitzender des Schiil- ' Ausdruck, Herrn Klings ,öe 'n jeder Hinsicht an- litlichen Aktes verbrachten des Herrn Provinzial- gemütlichsten Stimmung Herrn Kling noch ein >en sein! m oersiosimn Montag aus dem Großer zvgtum ldst zusammen, wo sie in Vorbildung zum Lehrn- n sich bedeutend gelichtet, sind gestorben 34 Prozent, Außerdem leben einige enen zeigten sich munter sie in einer Rede, die der sche gehalten, worin u. a. die die hessischen Lehrer Sesichtigung der Seminar- ölas Sier die Gesellschaft . Nach dem verspreche», wentommen >u mm imtnarfreunbe nach Nord Iagdsckz^si VolsS« „Darmsi. Ltg." gemeldet: itit von Anhalt sind in jurüdgereift. - N» ■ äaiferin »on Ruß- n di- Ni-Wch« Kyr"l W Hchit her S-°«- ag 12 Uir »on 6W nad> Schl-i $**f , 4 Uhr wieder hm utjfin Sittoria S“ » «garten W* fc-Äit @»6M TjLm sRitohm W Sonntag Md d-M x innQercm Leiden Hell 'ach langenu öon ßebf i Rechtsanwalt, 'S **■ •Ä -n Hindun zu bflnijt nur :alent, trat ner fine r *UL unb hatte sich Kammer an unjj Oberamts' ,fl9^%bem^ sr-- hteie§ Kollegs- Axpt., Seit ®on’7?Awü«b'.n; -E-L-s sjsMfs --Wk MN zu" würben diese sonderbaren Schwärmer nur mit mitleids- Bollem Lächeln ausgenommen. Cronberg, 3. Oktober. Die Villa Paul zu Schönberg bei Cronberg ist in den Besitz der Kaiserin Friedrich übergegangen. == Frankfurt a. M., 3. Oktober. Am Sonntag dem 1. er wurde eine typographische Fachausstellung in den zur Bersügung gestellten Räumen des Kunstgewerbe, museums eröffnet. An dieser Ausstellung, welche dre in den letzten Jahren gemachten bedeutenden Fortschritte des Buchdruckgewerbes veranschaulicht, beteiligten sich 40 Firmen, neben den Frankfurter, ein Teil der besten Kunstanstalten Deutschlands; auch das Ausland war vertreten. Man staunt über die Meisterwerke, welche heute in Buchdruck herqestellt werden, woran man vor wenigen Jahren noch nicht dachte. Auch die Fachgeschäfte, wie Maschinen- und Farbefabriksn, Schriftgießereien sind durch herrliche Druckmuster vertreten; einige Frankfurter Schriftgießereien haben noch ein übriges gethan, sie verehren den Besuchern ein kleines Andenken, die Firma Ludwig & Mayer hat ein winziges Gutenbergstandbild gegossen, während B. Krebs Nachf. und D. Stempel das Buchdruckerwappen in Bleiguß hergestellt haben. Die Firma Stempel hatte auch Photographien ihrer neuesten selbst gebauten Gießereimaschinen ausgestellt, von welchen auch größere ausländische Firmen Bestellungen gemacht haben, dieselben erregten in Fachkreisen viel Interesse. Die Maschinenfabrik W. Harth & Co. Frankfurt druckte auf zwei ausgestellten Maschinen eine -schön gelungene Erinnerungskarte und die unvermeidliche Ansichtskarte; auch Heft- und Stanzmaschinen hatte dieselbe ausgestellt. Die Maschinenfabrik A. Hamm Heidelberg führte eine Miniaturmaschine im Betriebe vor. — Diese für jeden Freund des Kunstgewerbes und jeden Fachmann interessante Ausstellung dauert bis 15. Oktober und ist ein Besuch derselben empfehlenswert._______________ Theater. Gießen, 4. Oktober. (Stadttheater.) So oft wir in anderen Städten auf den Theaterzetteln die Ankündigung des Bisson'scheu Schlafwagenkontrolleurs lasen, gingen wir — auf die Urteile Hineingefallener gestützt — nicht in den Kunsttempel. Gestern abend aber rief uns die Pflicht des Referenten in die Musenstätte in der Wallthorstraße. Heiliger Faublas, wurde da ein Blech zu- sammengeredet! Es gehört wirklich ein guter Magen und eine einigermaßen ramponierte Moral dazu, um an diesen Witzen eine wirkliche Freude zu haben. Aber — was schadcts? Die Theater aller Städte, großer wie kleiner, machen mit diesem Zeuge brillante Kassengeschäfte, und mit Rücksicht auf dieses nicht zu unterschätzende Moment lassen wir unser weiteres Urteil Über den Wert ober Unwert bei Seite unb konstatieren, baß nur ber geschickten Gesamtdarstellung aller Mitwirkenden sowie ber Regie ber nicht unbedeutende äußere Erfolg zu danken ist. Das raffinierte Machwerk ist ein Konglomerat von an den Haaren herbeigezogenen Scherzen und allerlei möglichen unb unmöglichen komischen Situationen. Die ziemlich bürftige Handlung ist zum Schluß ziemlich anseinandergezerrt, abgeschmackt ist ber Umstaiib, daß „St. Michael" herhalten muß, als Stimme von oben, Zug in die Handlung zu bringen. Trotzalledem hält die Fülle komischer Situationen, die originelle Vorführung ber Hallucinationen unb bie tollen, oft recht frivolen Witze, bas Ganze noch über Wasser. Der lustige breiaktige Schwank ist eine jener tollen französischen Eisersuchts- unb Verwechselungs-Komöbien, die auf ben beutschen Bühnen das Heimatrecht gewonnen haben unb bei benen man vor Lachen nicht zum Nachbenken über ben Unsinn kommen kann. Die" stürmische Heiterkeit, bie er gestern abend entfesselte, bittet deshalb um Gnade, auch nachträglich keine strengen kritischen Bedenken über die gebotenen Thoxheiten aufkommen zu lassen. Herr Bisson hat ein allbekanntes Thema mit neuen Variationen ausgestattet unb mit all ber Pikanterie ber lockeren französischen Sitten unb Pariser Leichtlebigkeit durchsetzt. Georges Godefroid, der zweite Gatte ber jungen, liebenswürdigen Frau Lucienne, erfreut sich wohl deren ganz besonderer Zuneigung, aber er findet nicht das Gefallen feiner Schwiegereltern, hauptsächlich die Schwiegermutter lebt mit ihm auf beständigem Kriegsfuß. Sie hat es auch dahin gebracht, daß ber Schwiegersohn sich einen Beruf erwählte und er hat einen solchen als Schlafwagenkontrolleur gefunden. So glaubten nämlich feine Frau und Schwiegereltern, denn in Wirklichkeit bekleidet diese Stelle ein anderer, ber zufällig denselben Namen trägt wie er. Herr Godefroid benutzt aber bie Zeit seines angeblichen Dienstes, um anderen Abenteuern nachzugehen. Das Erscheinen bed, wirklichen Schlafwagen-Kontrolleurs im Hause ber Montpepins giebt bann die Gelegenheit zu, einer Menge komischen Unheils unb tollster Verwirrung unb bie forttoirbelnbe Lustigkeit des Stückes zeitigt ein Durcheinander von komischen Szenen, die ihren Höhepunkt in den Tollheiten des letzten Aktes finden. Wir haben den komischen Konflikt nur angebeutet, benn bie ganze Hanblung wiederzugeben ist bei den Verwechselungen und ber sich daraus ergebenden Verwirrung unter den handelnd auftreteuben Personen kaum möglich, würde auch ben Eindruck der weiterenAufführungen besStückes abschwächen. Wie wir eingangs bereits bemerkten, oerbient bie Darstellung sowohl wie auch die Regie (Herr Walter Steinert) alles Lob. Eine angenehme Ausgabe ist es für uns, auch Herrn Rolan, den wir in unserem letzten Referate nur flüchtig erwähnen konnten, volle Anerkennung zollen zu können. Sein Laborbave, eine nicht bebeutenbe, aber dar- stellerisch nicht leicht zu behanbelnde Aufgabe, war ganz vortrefflich. Das Gleiche gilt von Herrn Steinen als Georges Gobefroid, der den ganz enormen Memorierstoff ber Titelrolle mit einer fabelhaften Zungenfertigkeit bewältigte. Seine ganze Haltung in Mimik unb Sprache war dem Charakter bes tollen Schwankes angemessen. Frl. H a mm e r 's Auftreten als Lueienne Gobefroid reihte sich ihrer Sonn- tagsleistung würdig an. Herr Wilhelmi, ein alter Bekannter des Gießener Theaterpublikums, wahrte als Mont- pspin seinen alten Ruf: trefflich in Spiel und Maske, ein unverwüstlicher Schauspieler und in allen Sätteln fest. Auch Herr Alwin Henry als Alfred Godefroid führte sich in dieser größeren Rolle vorteilhaft beim Theaterpublikum ein. Sein frisches, natürliches Spiel wurde durch ein sympathisches Aeußere und gute Haltung ui ter- stützt. Frl. Hardegg als Angöle, Frl. Duve als Rosine Charbonneau, sowie Herr Paren als Raoul de Saint Mödard waren an dem Gelingen des Ganzen nach dem Umfange ihrer' Rollen in nur lobenswerter Weise beteiligt. Die Vertreterin des Prototyps einer Schwiegermutter — alle Achtung! — war einzig! Wenn sie Gelegenheit hätte, ihre Fähigkeit in dieser Hinsicht in's praktische Leben zu übertragen.....! ? —r- Gerichtssaat. 0 Frankfurt a. M., 3. Oktober. Bezüglich des Strafprozesses gegen die „Frankfurter Zeitung" und einige Mainzer Blätter wegen Beleidigung des Großherzogl. hessischen Justizministeriums ist noch mitzuteilen, daß zu der auf 12. und 13. l. Mts. bestimmten Verhandlung seitens ber Anklage drei, seitens ber Verteidigung etwa 40 Zeugen geladen werden. Hierunter befinden sich die Herren Minister Dr. Dittmar Exz., Rothe Exz., und mehrere andere Mitglieder des Ministeriums, sowie eine Anzahl Richter des ObeilandeSgerichts unb Lanbgerichts Darmstadt. Rechts anwalt Gallus in Darmstadt hat die Verteidigung mit der Begründung niebergelegt, daß mehrere der im Prozesse auftretenden Personen ihm nahe bekannt und befreundet feien und daß er hierdurch in feiner Aktionsfreiheit behindert fei. Die Verteidigung der „Frankfurter Zeitung" ist nunmehr den Rechtsanwälten Muser-Offenbach und Grünewald- Gießen übertragen, während für die Mainzer Blätter Rechtsanwalt Dr. Schmitt als Verteidiger fungieren wird. — Angeklagt ist bekanntlich ber Artikel, welcher unter ber Ueberschrist „Neues zum Fall Küchler" biefen Fall bespricht unb eine Betrachtung unserer hessischen Zustände im allgemeinen anschließt. Berlin, 3. Oktober. Im Prozeß gegen ben Klub der Harmlosen wurde heute die Vernehmung der Angeklagten fortgesetzt. In sehr eingehender, teilweise erregter Ausführung legt der Angeklagte v. Kayser dar, wie und mit wem er gespielt habe und betont wiederholt, daß es nach all' den thatsächlich vorhanden gewesenen Umständen gänzlich ausgeschloffen sei, daß er ein gewerbsmäßiger Glücksspieler oder gar ein Falschspieler sei. Diese Unterstellung sei geradezu unerhört und eine Erfindung des Dr. Kornblum, der darauf ausging, durch Zeitungsartikel ihn und seine Mitangeklagten zu vernichten. Er könne sich heute noch nicht vorstellen, wie seine Verhaftung überhaupt zustande gekommen sei. Er behaupte mit aller Entschiedenheit, daß Kriminalkommissar v. Manteuffel von Dr. Kornblum planmäßig getäuscht worden sei. Auch ber Angeklagte v. Schachtmeyer tritt mit Lebhaftigkeit bem Gedanken entgegen, als ob er und seine Mitangeklagten ein falsches Spiel getrieben haben könnten, und ob dies unter den begleitenden Umständen überhaupt möglich gewesen wäre. Geradezu absurd sei die Vermutung, daß sie sich Karten aus Frankfurt a. M. bestellt hätten, die die Möglichkeit des Erkennens offen ließen Der Angeklagte v. Kayser hebt noch hervor, daß ihm seine bevorstehende Verhaftung bekannt war und er, wenn er ein schlechtes Gewissen gehabt hätte, sehr leicht das Geld zusammenraffen und in's Ausland hätte eilen können. Aehnlich äußert sich auch der Angeklagte v. Kröcher. Auf Antrag der Verteidigung beschließt der Gerichtshof die Vorladung der Vorsitzenden des Turfklubs als Sachverständige. Hierauf wird Bücherrevisor Reuter über die Konten vernommen, die v. Kröcher bei der Deutschen Bank gehabt hat Nach der alsdann eingetretenen Pause macht der Oberstaatsanwalt die Mitteilung, daß auch neuerdings von der Verteidigung vorgeschlagene Sachverständige nicht aufzufinden waren. Rechtsanwalt Dr. Schwindt schlägt alsdann ein im Zuhörerraum anwesendes Mitglied des „Turfklubs “ Baron v. Liebermann als Sachverständigen vor. Der Präsident bittet den Herrn vorzutreten, um ein Gutachten abzugeben. Derselbe lehnt es aber ab, da er dazu nicht qualifiziert sei. Der Angeklagte von Kayser legt besonders Wert auf Sachverständige, welche Offiziere der Berliner Garderegimenter sind. Da dieselben sich aber wohl nicht zu einer Auskunft über Spielerregeln hergeben würden, so bittet er, den Grafen Verentlow, welcher Reserveleutnant beim 2. Garderegiment ist, vorzulaben, was morgen geschehen wird. Ebenso ist bis dahin die Vernehmung des Kriminalkommissar von Manteuffel vertagt. Der folgende Z^uge, Kleinschmidt, giebt Auskunft über seinen Vertrag, welchen er mit dem Angeklagten v. Kröcher bezüglich der Sägemühle abgeschloffen hatte und welcher später rückgängig gemacht worden ist. Als nächster Zeuge wird der Sekretär des „Union-Klubs vernommen, welcher über die Gewinnste, welche v. Kröcher durch seine Pferde erzielt hatte, berichtet. Der Kammerdiener des Herrn v. Kröcher, Meyer, tritt dann als Zeuge auf und bekundet, daß er mit genanntem Angeklagten auf Reisen gegangen sei. Herr v Kröcher wäre zuerst nach Wiesbaden zur Kur gegangen, habe sich daselbst aber nur 10 Tage aufgehalten und sei dann mit Herrn v. Recum nach Monte Carlo gefahren. Zu seiner früheren Angabe, daß v. Kröcher ein Roulett im Koffer mit sich geführt habe, erklärt Meyer, daß dies ein Irrtum sei, er habe dieS nicht gesagt. Es entspinnt sich alsdann eine längere Debatte über den früheren Oberkellner Montagni, welcher im Klub angestellt war und plötzlich entlasten wurde. Der Präsident teilt mit, daß Montagni, welcher zur Zeit in Paris ist, als Zeuge vorgeladen werden soll. Der Verteidiger Schachtel bemängelt in scharfen Worten die von Kriminalkommistar von Manteuffel geführte Voruntersuchung und wird für die hierüber geübte Kritik vom Präsidenten zurechtgewiesen. Bankbeamter Münster teilt mit, daß der Angeklagte von Schachtmeier mit großem Glück an der Börse gespielt habe. Die sodann vernommene Marie Ullrich, eine Geliebte bei Angeklagten von Schachtmeyer, bekunbet, baß sie mit dem genannten Angeklagten zusammen gewohnt habe und daß in der Wohnung öfter Roulett gespielt wurde. Da behauptet wird, daß v. Kröcher im Hause der Witwe des „ollen ehrlichen Seemannes" verkehrt und auch Umgang mit dem Spieler Eichler und Pannewitz gehabt haben soll, so wird beschloffen, diese drei Personen als Zeugen vorzuladen. Die Verhandlung wird sodann auf morgen vertagt. München, 3. Oktober. Im Prozeß Santer verneinten die Geschworenen alle Schuldfragen, worauf Frau Santer freigesprochen wurde. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Nationalsozialer Parteitag. Berlin, 4. Oktober. Das „Berliner Tageblatt" rnelbet aus Göttingen: Unter brausendem Beifall sprach auf bem nationalfozialen Parteitage Professor Brentano- München entschieden gegen die Vorlage zum Schutze der Arbeitswilligen. Die von ihm empfohlene Resolution wurde einstimmig angenommen. Sie verlangt eine Aenderung des politischen Vereinsrechtes, ein neues Gesetz über das Einigungsverfahren, Ausbau des Korporationsrechtes. Ersatz des § 153 der Gewerbeordnung durch Bestimmungen im deutschen Strasrecht. Professor Sohrn befürwortete die Resolution und bekämpfte ebenfalls energisch die Zuchthausvorlage. Tischendörfer sprach sich gegen die christlichen Gewerkschaften aus. Die Tschechen und die Sprachenverorduungev. Wien, 4. Oktober. Das tschechische Blatt „Obzor" in Pilsen meldet, man habe in den Kreisen deutscher Abgeordneten erfahren, daß am Tage der Aufhebung der Sprache nver Ordnungen in allen tschechischen Gemeinden durch Demonstrationen protestiert werden wird. Der Pilsener Stadtrat beschloß bereits einen Protest gegen die Aufhebung der Sprachenverordnungen. — Die Vorstände der deutschen Fraktion der Linke» berieten gestern mit dem Kabinettschef Grafen Clary über die nächsten Aufgaben des Reichsrates. Der Transvaalkrieg. London, 4. Oktober. Wie aus Prätoria gemeldet wird, haben die Buren des Oranje-Freistaates Botfaskap an ber Natal-Grenze gesperrt. Brüssel, 4. Oktober. Der Gesanbte Transvaals Dr. Leybs erhielt bisher keine Bestätigung ber Melbung von einem Gefecht, in welchem 38 Englänber getötet sein so.llen. Loudon, 4. Oktober. In hiesigen politischen Kreisen findet die Madrider Meldung, wonach zwischen England und Portugal ein Vertrag bestehen soll, worin sich Portugal verpflichtet, 10O,OO0Mann im Kriegsfälle auf Kriegsfuß zu stellen und England alle portugiesischen Häfen und Arsenale zur Verfügung zu stellen, keinen Glauben. Ein solcher Vertrag, wie auch die Abtretung sämtlicher Besitzungen in Südafrika an England würden von den übrigen europäischen Großmächten nicht ohne Einspruch angenommen werden. London, 4. Oktober. Die Regierung hat ausTrans- vaal eine Note erhalten, welche eine Art Ultimatum ist. Die Transvaal-Negierung fordert darin bie sofortige Zurückziehung der englischen Truppen von ber Grenze und stellt der englischen Regierung hierzu eine Frist von 48 Stunden. Diese Frist ist gestern abend abgelausen, sodaß die Feindseligkeiten voraussichtlich schon heute beginnen dürften. London, 4. Oktober. Hier verlautet, daß die britische Agentur in Prätoria Befehl zur Einziehung der Flagge erhalten habe und die Feindseligkeiten bereits begonnen hätten. London,' 4. Oktober. Dr. Jameson befindet sich augenblicklich im Matabele-Laude, wo er Eingeborene anwirbt, um das Rhodesia-Gebiet und die gesamte Grenze gegen den Einfall der Buren zu verteidigen. London, 4. Oktober. General Joubert befindet sich noch immer mit seinem Stabe an ber Grenze von Natal unweit ber Festung Volksrust. Kapstadt, 4. Oktober. Es sind alle Maßregeln getroffen, um die Abfahrt des britischen Agenten in Prätoria zu erleichtern. Arbeiterbewegung. Paris, 4. Oktober. Nach Meldungen aus Creuzot steht der Abmarsch von 20000 Ausständischen nach Paris unmittelbar bevor. Es sind umfassende militärische Vorkehrungen zur Aufrechterhaltung ber Orbnung getroffen worben. Turin, 4. Oktober. Die hiesigen Straßenbahn- Angestellten sind ausständig. Vermietungen 7124] Neuenweg 9 im 3. 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Es liegt un! einem solchen tzall Qualität des bapr Zu ziehen, der vi bildete Priester i tonen dies hier ausd die objektive Mitteilun tanenPresie, die bis luug nahezu vollst gibt, über Religionssei offen und ehrl Pestbeule gezeigt Hai, ^che selbst entfernt i "erbrechen dieses Meinungen, die der s quT?' r9eben in il)' der bayerischen 4 'e höchsten fird ^finden müßten i *Mbn, Litton An , M 3u” ’»• $on[)a 6o" ( M»i, di, »N(t U.„ " Ät «iläl, JJ*. Derbi, ' J* ftktS Meßt. 3 etbli. Seipel, Gerichtsvollzieher. 6956 Zwiebeln für die Unteroffizier« und 89 SelterSweg 8V. 7143 Verantwortlicher Nrdaktcur: H iroeglcr. - Druck 800 600 120000 100 300 700 100 100 150 900 900 900 12000 20 40 Sago, Grünkorn, Weizenmehl, eingem. Bohnen, Sauerkraut, versch. Gemüse, getr. Pflaumen, getr. Aepfel, geg-n 7127 Bekanntmachung. Donnerstag den 5. d. 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