ittags 5 Uhr. M. aus statt. 2013 18 statt. 0123 Mise IW in. । Polster- rS‘55- ftS«SsP*J Nir. 55 Zweites Blatt Sonntag den 5. März 1899 Gießener Anzeiger Heneral-UHeitzer JSqugsprrl» vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg monatlich 7b Pfg. mit Bringerlohn. 6ei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de- In- unb Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Di« Gießener -«miltenv kälter werden dem Anzeiger Wächenttich viermal beigelegt. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den felgenben Lag erfcheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Zlints- unb Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchnlstratze Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Ktätter für hessische Volkskunde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hießen» Fernsprecher Nr. 51. Die Plenarversammlung des deutschen Handelstages, ixlche, wie wir bereits in vor. Nr. mitteilten, am 2. d. M. n Berlin stattfand und von Kommerzienrat Frentzel mit einem Hoch auf den Kaiser und eine Gedenkrede auf die verstorbenen zwei ersten Kanzler des Deutschen Reiches eröffnet wurde, beriet zunächst über den Entwurf eines Gesetzes über die privaten Versicherungs-Unternehmungen. Der Ausschuß hatte hierzu folgende Er- klürung beantragt: „Der Entwurf eines Gesetzes über die privaten Versicherungs-Unternehmungen bezweckt die öffentlich-rechtliche Regelung des Versicherungswesens und will den Betrieb von Versicherungsgeschäften von staatlicher Erlaubnis abhängig machen und staatlicher Beaufsichtigung unterwerfen. Ist eine derartige Sonderbehandlung der Versicherung, abgesehen vielleicht von der Lebensversicherung, weder durch die Natur des Geschäfts noch durch üble Erfahrungen gerechtfertigt, so soll doch jene Grundlage des Gesetzentwurfs nicht angefochten werden, da sie für den größten Teil des Deutschen Reichs dem geltenden Rechte sich anschließt und di«' erstrebte Einheitlichkeit erhebliche Mißstände beseitigen würde. Im Interesse dieser Einheitlichkeit sollte auch die Reichsaufsicht auf diejenigen Versicherungsanstalten erstreckt «erden, deren inländischer Geschäftsbetrieb auf das Gebiet eines Bundesstaates beschränkt ist. Indessen gehen die für bcn Staat vorgesehenen Befugnisse über das Maß des Zulässigen hinaus. Die Versicherungs-Unternehmungen dürfen nicht durch dehnbare Bestimmungen dem freien Ermessen der Behörden preisgegeben werden, und es ist Sorge dafür zu tragen, daß nicht die Beaufsichtigung, in die innerste Geschäftsführung eindringend und Auskunft über sie fordernd, zu schwerer Belästigung und Schädigung ausarten kann. Die Geltung des Gesetzes ist auf die Lebens-, Unfall-, Haftpflicht-, Feuer-, Hagel- und Viehversicherung zu beschränken. Die öffentlichen Versicherungsunternehmungen, soweit sie nicht als Landesanstalten staatlich geleitet werden, sind dem Gesetz zu unterwerfen. Zu beseitigen sind im Entwurf die beiden empfindlichen Mängel, die darin bestehen, daß nicht versucht wird, der Vielgestaltigkeit der Besteuerung in den verschiedenen Teilen des Deutschen Reichs ein Ende zu machen, und daß gewiffe landesgesetzliche Vorschriften (polizeiliche Ueberwachung des Abschlusses von Feuerversicherungsverträgen, Verbot des unmittelbaren Abschlusses von Feueroersicherungsverträgen mit im Ausland befindlichen Anstaltsoerwaltungen) unberührt bleiben sollen. Die vorgetragenen Bedenken, zu denen noch eine Reihe anderer hinzukommt, sind so gewichtig, daß dringend zu wünschen ist, der Ent- wurf möge in ihrem Sinne umgearbeitet werden. Endlich ist noch die Forderung zu erheben, daß sobald wie möglich auch die privatrechtliche Regelung des Versicherungswesens herbeigeführt werde." Nach kurzer Debatte, in welcher Geheimrat Gruner den Standpunkt der Reichsrcgierung vertrat, erfolgte einstimmige Annahme der Erklärung. Ueber Punkt 4 der Tagesordnung: Wasserbauver- Wallung iuPreußen, referierte Stadtrat vr. Weigert- Berlin. Seine Ausführungen gipfelten darin, daß die gefahrlose Abführung des Wassers keineswegs eine vorwiegend landwirtschaftliche Angelegenheit sei; am Verkehr au.f den natürlichen und künstlichen Gewässern seien Industrie, Handel und Schifffahrt in erster Linie beteiligt. Der Forderung, daß die Aufgaben der Wafferbauverwaltung einer Behörde anvertraut werden, die die Förderung des Verkehrs nicht hinter einseitigen oder vermeintlichen Jn- tereffeu eines einzelnen Berufsstandes zurücktreten lasse, entspreche das Landwirtschaftsministerium nicht. Der Handels- tag spricht sich entschieden dagegen aus, daß in Preußen die gesamte Wafferbau-Verwaltung dem Ministerium für La ndwirtschaft, Forsten und Domänen übertragen werde.— Der einstimmig angenommene Antrag betr. Schädigung ie 8 Handels durch Konsum-Genossenschaften mtb Landwirtschaftskammern lautet: „Die freie, auf eigener Kraft beruhende Entfaltung ge- »oßsenschaftlicher Thätigkeit ist ein Recht, dessen Ausübung den Beteiligten großen Nutzen gewähren kann und vom Staate nicht behindert, sondern eher gefördert werden sollte. Di:tse Förderung darf jedoch nicht so weit gehen, daß durch iie Geld- und Machtmittel des Staates andere Erwerbskreise im Wettbewerb benachteiligt werden. Wenn Preußen dazu Mngt, erhebliche Staatsmittel zur Errichtung von land- »ivtschaftlichen Getreidclagerhäusern zu bewilligen, und diese Häuser landwirtschaftlichen Genossenschaften zu günstigeren Bedingungen zu überlasten, als zu denen Kaufleute sich solche Räume verschaffen können, so muß wenigstens verlangt werden, daß die so unterstützten Genossenschaften keine andere, den Handel beeinträchtigende Thätigkeit ausüben, als diejenige, die bei Bewilligung der Staatsmittel ins Auge gefaßt wurde. Demnach ist solchen Genossenschaften, sofern sie sich nicht auf die Lagerung, die Bearbeitung und den Verkauf des von den Genossen erzeugten Getreides beschränken, die Staatshilfe zu entziehen. Ferner muß Verwahrung dagegen eingelegt werden, daß Landwirtschaftskammern, die nach Art von Behörden mit staatlicher Autorität ausgestattet sind, ein Besteuerungsrecht besitzen, und Geldmittel vom Staat beziehen, durch den Betrieb kaufmännischer Geschäfte den Handel schädigen. Wenn auch die Begründung des preußischen Gesetzes über die Landwirtschaftskammern für diese eine genossenschaftliche Thätigkeit in unbestimmtem Umfang vorsah, so findet sich doch in den Bestimmungen des am 30. Juni 1894 erlassenen Gesetzes keine Rechtfertigung dafür, daß eine Kammer für die Landwirte ihres Bezirks Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte besorgt. Ein derartiger Betrieb ist daher den Landwirtschaftskammern zu untersagen. Dem folgenden Punkte der Tagesordnung: „Aende- rung des Bankgesetzes" lag folgender Antrag (Berichterstatter Dr. Soetbeer-Berlin) zu Grunde: Nachdem der Deutsche Handelstag sich am 14. März 1898 gegen eine Verstaatlichung der Reichsbank erklärt hat, erkennt er es mit großer Befriedigung an, daß der Bundesrat in dem Entwurf eines Gesetzes betr. die Abänderung des Bankgesetzes vom 14. März 1875 denselben Standpunkt einnimmt und keine wesentlichen Aenderungcn an der bewährten Verfassung und Verwaltung der Reichsbank vorschlägt. Die vom Gesetzentwurf in Aussicht genommenen Maßregeln einer mäßigen Verstärkung des Grundkapitals und Reservefonds und einer nicht unerheblichen Erhöhung des steuerfreien Notenkontingents der Reichsbank verdienen gebilligt zu werden. Desgleichen erscheint die Verpflichtung der Privatnotenbanken, nicht unter dem Prozentsatz der Reichsbank zu diskontieren, als zweckmäßig, um der im öffentlichen Interesse von der Reichsbank zu betreibenden Diskontpolitik eine größere Wirksamkeit zu sichern. Damit das deutsche Wirtschaftsleben, das in hohem Maße von dem Schicksal der Reichsbank abhängig ist, vor schädlicher Beunruhigung bewahrt bleibe, ist es dringend geboten, die Frist, nach deren Ablauf das Reich die Reichsbank aufheben oder ihre Anteile erwerben kann, von zehn auf zwanzig Jahre zu verlängern. Endlich würde es einem in mittleren und kleineren Orten vielfach geäußerten, berechtigten Wunsch entsprechen, wenn die Anstalten der Reichsbank auch in Städten von 80000 und weniger Einwohnern zur Annahme der Privatbanknoten verpflichtet würden. Hierzu wurde von einer Anzahl Handelskammern, darunter Darmstadt, Friedberg, Gießen, Mainz, Offenbach und Worms beantragt, an Stelle von Satz 2 des Soetbeer'schen Antrages zu setzen: „Dagegen erscheint eine Verpflichtung der Privatnotenbanken, nicht unter dem Prozentsatz der Reichsbank zu diskontieren, nicht allgemein, sondern nur für den Fall als gerechtfertigt, daß sie nach Lage der Umstände von der Reichsbank für erforderlich gehalten wird, um einem Abfluß von Gold ins Ausland entgegenzuwirken." Dieser Antrag wurde durch das Fehlen verschiedener denselben Standpunkt vertretender bezw. geneigter Kammern mit geringer Majorität abgelehnt. — Nach erfolgter Wahl des Ausschusses, die auf die bisherigen Mitglieder fiel, wurde die Versammlung geschloffen. Profitwut bei Kapitalisten und Genoffen. Einen Beitrag dazu, wie es mit der Profitwut der Unternehmer eigentlich steht, die von der Sozialdemokratie den Arbeitern vorgespiegelt wird, um sie mit Mißtrauen gegen ihre Arbeitgeber zu erfüllen, liefert das Organ des Zentralvereins für das Wohl der arbeitenden Klaffen, der „Arbeiterfreund" in der von ihm im letzten Vierteljahrsheft des verflossenen Jahres veröffentlichten „Ehrentafel". Er führt darin die im Jahre 1898 von Industriellen, Privaten und Aktiengesellschaften im deutschen Reiche den Arbeitern und deren Angehörigen bezw. notleidenden Volksschichten gemachten außerordentlichen Geschenke und Leistungen auf. Die Zeitschrift setzt aber hinzu, daß diese Zusammenstellung, weil sie nur auf den durch die Preffe und Geschäftsabschlüsse ihr bekannt gewordenen Notizen beruht, auf Vollständigkeit keinen Anspruch machen kann. So sind z. B. die Stiftungen eines schlesischen Großindustriellen im Betrage von 1 Million Mark, sowie die Krupp'schcn Zuwendungen im verflossenen Jahre nicht erwähnt. Aber auch ohne diese beläuft sich die Gesamtsumme der in die Oeffent- lichkeit gedrungenen Stiftungen auf 27,4 Millionen Mark, an denen 241 Geber und zwar 103 Aktiengesellschaften, 90 private Arbeitgeber und 48 sonstige Personen beteiligt sind. Nach dem Willen der Stifter sollen die Summen verwendet werden, wie folgt: Mark Auf allgemeine Arbeiterwohlfahrtszwecke sowie auf gemeinnützige Anstalten und Einrichtungen . 8550998 auf Begründung und Ergänzung von statutarisch geregelten Pensions- und Unterstützungskassen 7 871 115 auf Sanatorien, Erholungszwecke, Krankenpflege 4 265000 auf Zwecke für Erziehung und Fachbildung . 2017 000 auf Altenheime und Altersversorgung . . . 1070000 auf Förderung von Kunst und Wissenschaft . 870000 auf Gratifikationen und Lohnprämien . . . 701563 auf Förderung von Wohnungserwerb . . . 520200 auf Armenunterstützungen 407000 auf Unterstützung von Arbeiter-Hinterlaffenen 403000 auf Blindenfürsorge * . . 363000 auf Badeeinrichtungen 210000 auf Volksparks und Verschönerungen . . . 96000 auf Unterstützung für Kleinkaufleute und Kleingewerbetreibende ........ 55600 Das ist die praktische Sozialpolitik der Unternehmer, die sich von der Politik derjenigen Herren, die Sozialpolitik aus den Taschen anderer treiben, wesentlich unterscheidet. Mit diesen Thatsachen vergleiche man ferner die rücksichtslose Ausbeutung, der die Arbeiter anerkanntermaßen in sozialdemokratischen Unternehmungen ausgesetzt sind, besonders in den sozialdemokratischen Konsumvereinen in Sachsen, aus denen seitens der Angestellten unaufhörlich Klagen über schlechte Bezahlung, übermäßige Arbeitszeit, mangelhafte Sonntagsruhe und schlechte Behandlung erhoben werden, zuletzt noch in einem Fachblatte, dem Handlungsgehilfenblatte. Nach diesem Fachblatte läßt der große Konsumverein in Schedewitz bei Zwickau, an dessen Spitze bekannte Sozialdemokraten stehen, trotz 15 bis 16 Prozent Dividende in den letzten Jahren sich eine schwere Ausbeutung seines Personals zu Schulden kommen und behandelt dasselbe zudem noch schlecht. Dieses Unwesen muß in der letzten Zeit einen Umfang angenommen haben, der ein Totschweigen als nicht mehr möglich erscheinen läßt; denn der sozialdemokratische „Vorwärts" selbst muß von der Sache Notiz nehmen und den profitwütigen Genossen den Text lesen. Er schreibt: „Bei der Sucht in Arbeiterkreisen, Konsumvereine zu - gründen, muß nachdrücklichst darauf aufmerksam gemacht werden, daß es alsdann auch eine einfache Anstandspflicht ist, dem Bedienungspersonal in Bezug auf Bezahlung, Arbeitszeit, Sonntagsruhe usw. diejenige Stellung einzuräumen, die seit Jahren die Arbeiterklasse gegenüber den Unternehmern verlangt. Gegen diese Forderungen verstößt aber noch immer ein Teil der von Arbeitern geleiteten Konsumvereine aufs schroffste. Die Sucht nach Dividende darf die einfachsten Forderungen der Gerechtigkeit nicht in den Hintergrund drängen, sonst kann man es den Gegnern nicht verdenken, wenn sie aus solchen Widersprüchen zwischen Theorie und Praxis ihre Vorwürfe herleiten." Die Handlungsweise der sächsischen Betriebsleiter ist wieder ein Beweis dafür, daß die Führer der Sozialdemokratie an die angeblich von ihnen vertretenen Arbeiterin- tereffen gar nicht denken, wenn sie mit deren Wahrung betraut sind; der Sinn ihres Vorgehens gegen die „Kapitalisten" und Unternehmer ist eben einfach: Geh weg, damit ich mich an deine Stelle setzen kann. Hoffentlich werden einmal auch den heute noch im Banne sozialdemokratischer Verhetzung stehenden Arbeitern die Augen darüber aufgehen, auf welcher Seite ihre Jntereffen besser gewahrt sind. I. Z. Deutsches Reich. M.P.C. Berlin, 3. März. Nicht nur die Ausfuhr von Zucker aus Deutschland nach den Vereinigten Staaten, sondern auch die anderer deutscher Waren ist in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen. So ist z. B. die Ausfuhr gegenüber 1896 zurückgegangen bei baumwollenen Strumpfwaren um 6 Millionen Mark, bei Bunt-, Gold- xnb Silberpapier um 4 Mill. Mark, bei halbseidene» Zeugen um 9 Mill. Mark, bei Porzellan um 3 Mill. Mark, bei unbedruckten wollenen Tuch- und Zeugwaren um 12 Millionen Mark, bei unbedruckten wollenen Strumpfwaren um 2,5 Millionen Mark. Allein auf Textilfabrikate entfällt ein Rückgang von mehr als 30 Mill. Mark, ein Betrag, der dem Rückgänge unserer Zuckerausfuhr nicht nachsteht. M.P.C Der neuliche V ortrag des Reichskanzlers b e i m K a i s e r ist irrigerweise mit der Frage der Bestätigung des Berliner Bürgermeisters Kirschner in Verbindung gebracht worden. Wir glauben gut unterrichtet zu sein, wenn wir sagen, Fürst Hohenlohe, dessen noch immer ganz bedeutende Arbeitskraft durch die großen Fragen der Politik mehr als hinreichend in Anspruch genommen wird, kümmern sich um diese Spezialfragen der inneren Verwaltung Preußens schlechterdings nicht so eingehend, daß er das Bedürfnis empfände, an Allerhöchster Stelle Vorträge zu halten, die « das Ressort des Ministers des Innern schlagen. Ausland. M.P.C. Paris, 3. März. Manöver im Osten. Die wir dem Gaulois entnehmen, werden nach Schluß der Divisionsmanöver das 6. Armeekorps (Chalons für Marne) xnb bas 20. Korps (Nancy) unter Leitung bes Generals Hervs ein viertägiges Manöver in großem Maßstabe abhalten. Das Manöver ist insofern von Interesse als bie bciben Parteien zunächst 80 Kilometer auseinander stehen, der Entschlußfähigkeit der beiden Führer also großer Spielraum gelassen ist; ferner ist zu berücksichtigen, daß die zwischen ChLlons und Nancy liegende Strecke Toul-Verdun bei einem künftigen Kriege Frankreichs im Osten eine große Rolle spielen wird. — Die beiden vom Kriegsminister in Vorschlag gebrachten Radfahrerkompagnieen sind noch nicht zusammengestellt worden, da zunächst die zum Ankauf der Maschinen notwendigen 49000 Frs. bewilligt werden müssen. Die baldige Errichtung der Kompagnieen ist jedoch zu erwarten und zwar nimmt man an, daß beide einem Kavallerie- Divisionsstabe im Osten attachiert werden, die eine in Luneville und die andere in Chalons, Sedan oder Reims. Vermischtes. * Der Begründer des Reuterschen Bureaus. In einem Nachruf, den die „Times" dem kürzlich in Nizza verstorbenen Begründer des Reuterschen Bureaus, Baron Paul Julius von Reuter, widmet, heißt es u. a.: „Als 1849 die erste Telegraphenlinie auf dem Festlande zwischen Aachen und Berlin eröffnet wurde, richtete Reuter ein Bureau in Aachen ein zum Sammeln und zur Verbreitung von telegraphischen Nachrichten. Das war der erste kleine Anfang einer Organisation, die jetzt Agenten in jedem Teile der Welt besitzt. Die Schwierigkeiten, die sich entgegenstellten, waren sehr groß, aber Reuter besiegte sie. Es mußte die Möglichkeit geschaffen werden, um eine regelmäßige Verbindung herzustellen mit Orten, wohin noch kein Telegraph bestand. Eilboten und Brieftauben zählten zu den Mitteln, xm die Nachrichten von einem Centrum nach dem andern zu übermitteln. Die Preßzensur und andere hemmende Gesetzgebung auf dem Festlande bereiteten Reuter viele Hindernisse. In der That war damals Großbritannien das einzige europäische Land, das eine freie Presse hatte. 1851 war das Kabel von Dower nach Calais gelegt worden. Diese Umstände bewogen Baron von Reuter, sein Bureau nach London zu verlegen. Am Anfang waren die Reuterschen Nachrichten meistens kommerziell. 1858 begann er etwa ein halbes dutzend Londoner Morgenzeitungen mit ausländischen telegraphischen Nachrichten zu versehen. Einen der größten Treffer machte Reuter, als er der Londoner Presse einen telegraphischen Bericht über die Neujahrsworte des Kaisers Napoleon III. an den österreichischen Botschafter geben konnte. Ein zweiter Treffer war, daß das Reutersche Bureau Europa zuerst die Ermordung des Präsidenten Lincoln melden konnte. Damals gab es noch kein atlantisches Kabel. Der Postdampfer war von New-Iork schon abgefahren, als der Reutersche Agent einen Schnelldampfer mietete, der das andere Schiff einholte. Ein Reutersches Telegramm teilte auch die Nachricht von der Niederlage der Briten bei Majuba Hill durch die Buren zuerst mit. Untergang der deutschen Kriegsschiffe im Sturm bei Samoa war im Reuterschen Bureau gemeldet, ehe die deutsche und die britische Admiralität davon Kunde hatten. 1863 erhielt Heuter von der hannoverschen Regierung die Konzession zur Legung des Kabels zwischen England und Deutschland. Die französische Regierung übertrug ihm das Recht, ein Kabel zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten zu legen. Dies geschah 1869. Seit 24 Jahren ist das Reutersche Bureau eine Aktiengesellschaft. Bis 1878 war der Verstorbene Leiter des Bureaus. Dann übertrug er die Führung fernem ältesten Sohne Herbert, der jetzt noch an der Spitze des Unternehmens steht." * Aus Punta Delgada werden der „Daily Mail" Be- richte der geretteten Fahrgäste der „Bulgaria" mit- geteilt. Nach Abgang der Boote am 5. Februar flüchteten alle in die Küche, den einzigen trockenen Platz; sie erwarteten jeden Augenblick den Untergana des Schiffes. Man hörte danach, wie bie Oberingenieure befahlen, bas Feuer anzuhalten unb an ben Pumpen zu arbeiten, drohend, baß sie den ersten nieberschleßen wollten, ber bie Arbeit aufgebe Der Rest ber Mannschaft mußte die Labung ins Feuer werfen unb verbrennen. Mit Weizenpacketen ünb hölzernen Schuhnägeln würbe ber Kessel geheizt. Das Schiff richtete sich allmählig auf unb begann, langsam südwärts zu fahren. Der Gestank ber Pferbeleichen im Schiffsraum war so furchtbar, daß man den Ausbruch einer Krankheit befürchtete. Nach sechs Tagen mäßigte sich der Sturm; die Luken konnten geöffnet werden. Die Mannschaft warf nun die Pferdeleichen ins Waffer. Am 20. gelang es den Offizieren, durch Anbringung eines geeigneten Takelwerks den Kurs nach den Azoren einzuschlagen. Alle Geretteten sind voll Lobes für den Kapitän und den ersten Ingenieur, welche während der gefahrvollsten Zeit schwer für die Rettung des Schiffes arbeiteten. Die „Bulgaria" liegt jetzt im Hafen vor Anker. • Ein GlauieusbekenntuiS. Ignaz Heinrich Karl Freiherr v. Mess en berg, der freisinnige katholische Prälat, dessen Wirken im Sinne der Kirchenreform, der Aufklärung und des Fortschritts unvergessen ist, bei Freund und Feind, hat, als er vor jetzt 100 Jahren Domherr, dann Generalvikar im Bistum Konstanz war, ein poetisches Glaubens- bekenutnis abgelegt, das der in Cannstatt erscheinende „Neckar-Bote" neuerdings veröffentlicht. Die „Frankfurter Zeitung" schreibt dazu: Auch wir halten es für zeitgemäß, an dieses schöne Bekenntnis zu erinnern. Unsere Leser mögen daraus entnehmen, wie herrlich weit wir es seit 1799 gebracht haben. Wessenbergs Gedicht, das vielleicht im Jahre 1999 wieder Geltung haben wird, lautet: Mein Glaube. Ich glaube, daß die schöne Welt regiere Ein hoher, weiser, nie begriffner Geist, Ich glaube, daß Anbetung ihm gebühre, Doch weiß ich nicht, wie man ihn würdig preist. Nicht glaub' ich, daß der Dogmen blinder Glaube Dem Höchsten würdige Verehrung sei: Er bildet uns ja, das Geschöpf im Staube, Vom Irrtum nicht, und nicht von Fehler frei. Drum glaub' ich nicht, daß vor dem Gott der Welten Des Talmud und des Alkoran Bekenner weniger als Christen gelten; Verschieden zwar, doch alle beten an. Ich glaube nicht, wenn wir von Irrwahn hören, Der Christenglaube mache nur allein Uns selig; wenn die Finsterlinge lehren: „Verdammt muß jeder Andersdenker sein." Das hat der Weise, der einst seine Lehre Mit seinem Tod besiegelt, nie gelehrt; Das hat fürwahr — dem Heiligen sei Ehre — Kein Jünger je aus seinem Mund gehört. Er lehrte Schonung, Sanftmut, Duldung üben, Verfolgung war der hohen Lehre fern; Er lehrt ohn' Unterschied die Menschen lieben. Verzieh dem Schwachen und dem Feinde gern. Ich glaube an des Geistes Auferstehen, Daß, wenn dereinst das matte Auge bricht, Geläuterter wir uns dort Wiedersehen, Ich glaub’ und Hoss’ es, doch ich weiß es nicht. * __ Dort glaube ich, werd’ ich die Sehnsucht stillen, Die hier das Herz oft foltert und verzehrt, Die Wahrheit glaub’ ich, wird sich dort enthüllen, . Dem Geiste klar, dem hier ein Schleier wehrt. Ich glaube, daß für dieses Erdenleben, — Glaub’s zuversichtlich, trotz der Deutlerzunst, — Zwei schöne Hüter mir der Herr gegeben: Das eine Herz, das andere heißt Vernunft. Die letzte lehrt mich prüfen und entscheiden, Was ich für Recht, für Pflicht erkennen soll. Laut schlägt das erste bei des Bruders Freuden, Nicht minder, wenn er leidet, warm und voll. So will ich denn mit regem Eifer üben. Was ich für Wahrheit und für Recht erkannt: Will brüderlich die Menschen alle lieben, Am Belt, am Hudson und am Gangesstrand. Ihr Leid zu mildern und ihr Wohl zu mehren, Sei jederzeit mein herrlicher Berus. Durch Thateu glaub’ ich würdig zu verehren Den hohen Geist, der mich und sie erschuf. Und tret' ich dann einst aus des Grabes Tiefen Hin vor des Weltenrichters Angesicht, So wird er meine Thateu strenge prüfen, Doch meinen Glauben nein, das glaub ich nicht. * Karl Schurz hat am 2. März seinen 70. Geburtstag gefeiert. Friedrich Spielhagen widmet ihm ein Sonett. Die „Franks. Ztg." widmet ihm ein Gedenkblatt, in dem die folgenden Zeilen hervorstechen: Zweimal hat Schurz nach seiner Flucht mit Kinkel sein Heimatland besucht. Als er Ende 1861 Madrid verließ, nahm er seinen Weg nach Amerika durch Deutschland. Zu einem längeren Besuch in der alten Heimat erschien er 1888. In Berlin wurde ber ehemalige Hochverräter und Flüchtling von dem Fürsten Bismarck empfangen und von Männern der Regierung bewirtet und gefeiert. Die bei diesen Gelegenheiten gewechselten Reden erregten allgemeine Aufmerksamkeit nicht nur in Deutschland, sondern auch in Amerika, enttäuschten aber die Anhänger der demokratischen Ideen. * Die vier deutschen Offiziere, die den Kaiser bei den Begräbnisfeierlichkeiten in Paris vertraten, haben offenbar auch auf die englischen Korrespondenten tiefen Eindruck gemacht. Sie schildern in beredten Worten ihre hohe Statur, ihr glänzendes Aussehen und ihre seine, militärische Haltung und der „Times" Korrespondent ward ganz poetisch. Er telegraphierte: „Inmitten dieses prächtigen Schauspiels, das gleichsam eine kaleidoskopische Anhäufung all des oberflächlichen Glanzes moderner Armeen war, lenkten vier prächtige Männergestalten — vier Riesen, entnommen aus der phantastischen Welt der Nibelungen oder Sagen — vier Offiziere, die unter Fürst Radziwills Führung in einer Linie einher- marschierten, jedermanns Aufmersamkeit auf sich unb erzwangen beinahe allgemeinen Enthusiasmus, hi?ie nicht ein Gefühl ber Realität bas Volk abgehalten, ber Be- tounberung, bie bieses Schauspiel so seltener physischer Schönheit inspirierte, Ausbruck zu geben." Der „Daily News"-Korresponbent erzählt ein amüsantes Abenteuer, bas ben beutschen Offizieren in Pere-Lachaise zustieß. Die Volks« mässe setzte sich bort ganz aus Angehörigen ber nieberen Stäube zusammen. Die Leute hatten einen vagen Begriff, baß Großherzoge unb russische Generale riesige Leute seien, unb als sie bie vier kolossalen Preußen sahen, hielten sie sie für Russen unb umringten sie, um für bie russische Allianz zu bemonstrieren. Sie thaten bas mit großer Wärme, unb bie Riesen nahmen bie Schreie „Vive la Russiel“, „Vive FAlliance Russe!“ mit gutmütigem Lächeln hin. • lieber ben Aufenthalt bes Prinzen und der Prinzess« Heinrich in Hongkong teilt bie „Voss. Ztg." aus einem Privatbrief u. a. folgenbes mit: Die prinzlichen Herrschaften lieben bie Geselligkeit, unb haben fast jeben Abend Besuch; Prinz Heinrich ist ein leibenschaftlicher Polospieler unb Rabfahrer, unb hat seine Gemahlin überrebet, jetzt auch noch bie Kunst bes Radelns (auf bem hiesigen Pflaster ist es nämlich eine Kunst) zu erlernen; beide geben sich dem Sport mit großem Vergnügen hin. Sie bewegen sich hier durchaus ungeniert; selten (von den Chinesen garnicht) werden sie erkannt, und so kaufen sie denn selbst in den Läden ein, was ihnen gefällt, und oft genug hört man dabei den Ausruf: „Sieh, wie hübsch, das muß ich Waldemar, das Sigismund mitbringen!" Die Herrschaften sprechen, wenn sie etwas wissen wollen, jeden an, der ihnen in b« Weg kommt, und danken dann stets in der verbindlichste» Weise, wie sie überhaupt durch ihr liebenswürdiges Wese« die Herzen aller gewonnen haben, die mit ihnen in Berührung kommen. * Von einer russischen Grenzwache erschossen. Aus Tarnowitz wird geschrieben: Der 19jährige Landwirts- sohn Kollenda aus der Umgegend von Nifka befand sich auf dem Kirchgänge nach Nifka. Nach Beendigung des Gottes- dienstes unternahm er mit zwei Freunden einen Spaziergang auf die Madczejower Wiesen. Hierbei kamen die Spaziergänger in die Nähe des Grenzflusses Przemsa. Wie von einwandfreien Zeugen behauptet wird, sprang plötzlich aus einer Bodenvertiefung ein russischer Grenzsoldat hervor und stieß den Kollenda mit dem Kolben nieder. Der Angegriffene erhob sich jedoch sofort wieder und flüchtete mit seinen beiden Begleitern. Der Soldat schoß auf die Flüchtigen und traf den Kollenda, der sofort tot niederstürzte; ben beiden anderen jungen Leuten gelang es, unbehelligt zu entkommen. Der Vorfall, welcher unter der preußischen Grenzbevölkerung begreifliche Aufregung hervorgerusen hat, ist amtlich sofort der russischen Grenzbehörde gemeldet worden, von der man erwartet, daß sie die unberechtigte Tötung eines preußischen Untertanen nachdrücklich ahnden wird. * Telephonische Verbindung der Schweiz mit Italien. Die Verbindung des Kantons Tessin mit dem telephonischen Netze der inneren Schweiz geht ihrer Verwirklichung entgegen. Die Verbindung soll durch einen direkten Draht zwischen Zürich und Lugano hergestellt werden. Von Lugano aus soll die Entwickelung sich bis Mendrisio unb Chiasso erstrecken. Dann hofft man, in Chiasso die Anknüpfung an das italienische Telephonnetz zu bewerkstelligen, damit nicht nur Lugano und der Kanton Tessin, sondern Zürich und alle größeren Städte der Schweiz bequem und billig mit Mailand Gespräche führen können. * Briefaushebungsreform in England. Das deuffche Generalkonsulat in Liverpool berichtet über eine projektierte Reform der Briefaushebung in England wie folgt: Von jetzt an soll jeder Hauseigentümer in England einen Briefkasten kaufen können, dessen Inhalt für ein Pfund Sterling (12 fl.) per Jahr zweimal täglich von der Post ausgehoben werden soll. Falls mehr Aushebungen per Tag gewünscht werden, kann man es durch Nachzahlungen in derselben Proportion erreichen. Die Kosten werden jedoch größer sein, falls der Postmann, der mit der Aushebung des Kastens betraut ist, zu diesem Zwecke Stiegen steigen oder in ben Keller gehen muß. Zu dem Vorteile der Billigkeit ber Neuerung — bisher hat eine Sammlung per Tag 1 Pfb. Sterling per Jahr gekostet — kommt noch der hinzu, daß, während früher ein Brief, welcher in einen Privatkasten geworfen worden ist, keineswegs sicher auf Bestellung rechnen konnte, in Zukunft der Postdirektor die gesetzliche Garantie für die Expedition eines jeden so aufgegebenen Briefes übernehmen wird. Der Eigentümer des Privatbriefkastens wird keinen Schlüssel von demselben besitzen, das Postamt wird sowohl auf den Schlüssel wie auf das Schloß acht- geben und wird somit ein in solch' einen Kasten geworfener Brief ebenso außer des Absenders Kontrole fein, als ob er sich in einem öffentlichen Briefkasten befinden würde. Universitäts-Nachrichten. — Darmstadt. Der Privatdozent für Kunstgrf i-ichte ander technischen Hochschule, Dr. Noack, hat einen Ruf «16 Professor an die Universttät Jena angenommen. — Berlin. Bei der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität Haden sich als Privaldozenten babtltttcrt: Dr. Paul Jacob und Dr. Max Rothman» für innere Medizin, Dr. Heinrich Finkelstein für Kmderbli'.kunde und Dr. Heinrich Grabower für Kran!» heilen de- Kehlkopfs. _ .. — Göttingen. Der außerordentliche Professor £lc. «rich Schaeder ist zum ordentlichen Professor in der theologifchen Fakultät der Universttät zu Kiel ernannt worden. tot MH iaopM MH. H-as, haben bei Z 0.8«' MI (Brnst-Caran v übermann- v ye Alst Tot Hülsenfrnch leigwaren, fi obst nm! Äj MtHckoffen. Ferner ofieri ft. sch W yn WtÄ V H. Gen 1156) M fpatfim ■lebe einen Versuch gebrannte das Pfund Andere Sorten in jed< frixh gebrannt, en J. M, Schi . Mvktstrasse 4. finslef, U 'Venthlehnnng "lindert n 1 eit seit Jahren Waithei Fichtennadel-] •«Undtteile: Zucker PMnÄ30™ Gustav W; empfiehlt Bich. ] Neue, jÄ*1**: l8tfenBon "'Nje langen 1 E JJ*. 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Der?' )er und Miete n joß auf dieFMi' t niederstitrztei M es, unbehelligt n ter der yreuf'^ i hervvMck;''.' en^ehörde sie die unbntW- nachdrülklich iF01 tywij mit Faben. it btm tet** $e:wWun9 enJ‘ m direkten Draht * Bon LnMv idcho wb \*a Zünch ß» piem und bibig jlanb. t über eint '5,£ «s en **■ „* art «•**£!$ Ä"fe lWj.„ 6iMU, k .StHfÖ di- Ä, 8* des vtluh § w • EL ä°b * >!g*J E..i w -S-k- tfl. Husten + Heil (Brast-Caramellen) von E. übermann, Dresden, sind das einzig beste diätoi Genussniittel bei Husten und Heiserkeit. 23 7a haben bei: tiebr. Adami, Mäesburg. KOGNAK hulfcber und französischer, ärztlich empfahlen, zu haben bei 629 F. Schott, Bahnhofstraße, Ecke Wolkengasse. ff. hMtiMe Mtiereidntttt veniendet in Postcolli, (Netto 9 Pfund) zn den billigsten Tagespreisen per Postnach- ■ahma O. Sager, •61] Tersandhaus Holst. Meiereibutter. Meldorf i. H. heMaMirioto sowie MatikS-Heringe mpfiehlt 1778 Wilh. Haas, LlkichSrgßk 18. Alle Torten Hülsenfrüchte, Eierteigwaren, fst. 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