Hu 1883 ttags 5 Uhr *• Vereine. ässen. 1TII Godard, Beroe« i’Albert, Wibe gio. ,g ^erKafflezö tjjf,, i'A Hüt. tat Wolfs :e. « r Vorstand. 'S. 8 '/,» U6r: denho/. 1977 WWt BaMinrftM L t Motetten ik W .. AnWefP'"' prr. 55 Viertes BlM. Sonntag den 5. März 1899 Amts- und Auzeigeblutt füv den Ttveis Gietzen. «„ahme van «n,eigen j* Wr uachmitta-S fftr den folgenden Lag erscheinenden Nummer bis »arm. 10 Uhr. «Nr Anzeigen-vermittlungSstellen de» In- und Ausland«» nehmen Anzeigen für den «Siebener Anzeiger entgegen. «edaktton, Expedition und Druckerei: Kchnlfir.ße Ar. 7. Siebenbürgen erwähnt, der Kußmarkt zu Halmagen. Hal- magen ist eine romanische Gemeinde bei Hatzeg, die 1200 Seelen zählt. Am Tage des hl. Theodor findet dort ein Jahrmarkt statt, an dem die Einwohner von 60 bis 80 Dörfern teilnehmen. Zuerst wimmelt der Ort von jungen, neuvermählten Frauen, die als Jungfrauen geheiratet haben. Wieder verheiratete Witwen bleiben in ihrem Dorfe zurück. Am frühen Morgen des hl. Theodor nimmt Halmagen ein heiteres, festliches Gesicht an. In ihrem schönsten Schmuck erscheinen die jungen Frauen, selten von ihren Männern, meistenteils von ihren Schwiegermüttern begleitet, oder sie kommen auch ohne diese, und dann zu zwei oder drei, mit blumengeschmückten Weinkrügen in den Händen. Wer ihnen begegnet, wird geküßt, wen sie geküßt, dem reichen sie den Krug zum Nippen, wer getrunken hat, der beehrt sie wieder mit einem kleinen Geschenk. Von dem angebotenen Wein nicht trinken, ist eine Beleidigung, die der jungen Frau und ihrer Familie zugefügt wird. Deshalb sind die „Küssenden" dem Fremden gegenüber zurückhaltend. Und nur dann lassen sie ihn ihres Kusses teilhaftig werden, wenn sie über- zeugt sind, daß er aus dem dargebotenen Krug trinken werde. Das „Küssen" geschieht überall, auf der Gasse, in den Weinstuben, in Privathäusern. — Nördlich von Hatzeg grüßt uns das gewaltige Königsschloß Vajda Hunyad. Die Gebirgsbahn durch das Hatzeger Thal zeigt uns die vom Baniczafluß durchströmte Höhle Ce,tate boli und führt über Petroscheny und dem den Uebergang nach Rumänien vermittelnden Szurdukpaß. Wir begleiten dann Turisten auf den aussichtsreichen, 2520 Mtr. hohen Verfu mundri und sehen auf den Paclisasee herab. — Ein dreitägiger Ritt übers Gebirge bringt uns nach Hermannstadt, dem Hauptort der Siebenbürger Deutschen, das wir vom Kurhaus „Hohe Rinne" erblicken. Weiter geht die Reise über das erst im vorigen Jahrhundert abermals durch Deutsche neubesiedelte Mühlbach nach Karlsburg ; überall sehen wir die sächsischen Kirchenburgen, in die die Bauern im Fall eines Türkeneinfalls ihre wertvollste Habe retteten. Wir wandern in den Siebenbürger Alpen; unser nächstes Ziel ist die Negoi- spitze, der höchste Gipfel der Siebenbürger Karpathen. Beim Abstieg finden wir am Bulleasee eine bequeme Schutzhütte des Karpathenvereins. Wetterharte Bergsteiger wandern auf dem Gebirgskamm weiter nach Kronstadt; die Hänge sind von Alpenrosen bedeckt, Rudel von Gemsen scheuchen wir auf, oft frischen Bärenspuren begegnend. Wir wandern durch das Dimbovicathal und verweilen länger in der Hauptstadt des Burzenlandes, Kronstadt, dessen Kirchen, Thore und Umwallung von der Bedeutung der Stadt zeugen. Im Südwesten steht fast isoliert der 2241 Mtr. hohe Königstein, dessen scharfer Grat in der Sonne weiß erglänzt. Wir machen den Aufstieg durch die enge Felsenschlucht Crepatura. Damit nicht zufrieden, eilen wir hierauf auf den massigen Felsenstock des Putschetsch. Durch die Felsenschlucht der Propasta absteigend, gehen wir an der alten Törzburg vorbei, die auf steilem Kalkfels zum Schutz des Passe- vor 700 Jahren erbaut wurde. Das Malajeschter Thal führt uns nach dem rumänischen Königsschloß Sinaia. — Schließlich sei noch das seltsame Höhlenkloster Skit la Jalomnicza im wilden Felsenthal Gaura erwähnt. — Eine Reise nach Siebenbürgen erfordert weder viel Zeit noch viel Geld (z. B. Billet Budapest—Karlstadt 3. Klasse 4 Gulden!) Möchten unsere deutschen Brüder, die zähen Siebenbürger Sachsen, in ihrem Kampf um die Erhaltung ihres Volkstums immer mehr durch reichsdeutsche Turisten unterstützt werden! ** Prüfungs-Konzerte der Schule für elementares und höheres Klavierspiel von Fräulein Minna Körner im Saale des Einhorn. Die Prüfungs-Konzerte werden, worauf wir schon früher hinwiesen, an zwei Tagen stattfinde» und zwar werden die ganz jugendlichen Schüler am 10. März, die vorgeschrittenen und die auf höherer Stufe stehenden am 11. März ihre seit vorigem Jahre gemachte» Fortschritte bekunden. Die Programme sind sorgfältigst zusammengestellt und bürgen dafür dieNamen hervorragender musikalischer Autoren, wie Beethoven, Brahms, Schn- mann, Weber, Chopin, Wagner, Liszt rc. Programme ä 0,50 Mk., die vom 8. März ab in der Musikalieu- Handlung von Ernst Challier zu heben sind, berechtigen zum Eintritt zu den Aufführungen. *• Oberhesfischer Geschichtsvereiu. Der Bericht über die Versammlung vom 3. März folgt in nächster Nummer. ** Die Univerfitäts-Eugelapotheke ging durch Kauf aa$ dem Besitz des Herrn L. Roth in den des £>err» Schwieder aus Frankenbach über, welcher den Besitz mit 1. Juli d. I. antreten wird. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. «dreffe für Depeschen: Anzeiger chtetz«. Fernsprecher Nr. 51. Lokales und Provinzielles. Gießen, den 4. März 1899. • • Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Hrroßherzog haben Allergnädigst geruht, dem seitherigen 1. Direktor der Sparkasse Zwingenberg, dem t. k österreichischen Oberleutnant a. D. Iwan v. Gordon, das Merkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Groß- gSepigsprel» vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloho. 8ei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Ausland. Rom, 3. März. Ein heute Mittag 11 Uhr 30 Min. ausgegebenes Buletin über das Befinden des Papstes lautet: £)k Aerzte bezeichnen den Zustand des Papstes verhältnis- mäßig ausgezeichnet. Die Nacht war ruhig, so daß die gewünschte Unbeweglichkeit weiter beibehalten werden konnte. Die Secretorien sind normal. Die Temperatur 37 Grad. Der Puls 70. Die Athmung 22. Der Wund-Prozeß befindet sich in rascher Heilung. Die Ernährung ist aus- mchend, den Wünschen der Aerzte entsprechend. Paris, 3. März. Der „Gaulois" meldet: Am Todestage des Präsidenten Faure sei am Nachmittag um vier vhr auf dem Postamte der Börse ein Telegramm mit sagendem Inhalte aufgegeben worden: „Demission Faure. kahl Loubets gesichert." Der „Gaulois" sagt hierzu, es sei die Pflicht der Regierung, den Absender des Telegramms vder wenigstens den Empfänger desselben, das heißt, denjenigen, an welchen das Telegramm gerichtet war, zu er- »itteln, da dies von größter Wichtigkeit sei. Paris, 3. März. Gestern abend vereinigten sich die Anhänger des Internationalen Schieds-Gerichtes zu einem 8a.nfette unter dem Vorsitz des Akademiker Passy. Etwa fllitdert Personen waren erschienen. Nach einer längeren kln spräche des Vorsitzenden wurde eine Resolution verlesen und gtnehmigt, worin die Anhänger des Internationalen Schieds- xrrichtes den Wunsch aussprechen, die vom Zaren angeregte Ib-rüftungs-Konferenz möge von Erfolg gekrönt sein, und Iwrin die Mitglieder sich verpflichten, mit allen Mitteln jur Abschaffung des Rechtes des Stärkeren einzutreten und iafür zu wirken, daß eine Internationale Jurisdiktion ge- schaffen werde. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener ZaWitienStätter »erden dem Anzeiger »Lcheutlich viermal beigelegt. Deutsches Keich. — Botschafter White über die deutsch- «merikanischen Beziehungen. Das „Deutsche Wochenblatt" veröffentlicht in seiner soeben erschienenen Plummer eine Unterredung mit dem Botschafter der Vereinigten Staaten in Berlin, Andrew D. White, zu deren Wiedergabe die erwähnte Wochenschrift ermächtigt ist. Der Botschafter stellte auf eine bezügliche Frage den günstigen Eindruck fest, den die Rede des Herrn v. Bülow bei den urteilsfähigen Leuten in Amerika hervorgebracht habe. Im Laufe der weiteren Unterhaltung schien es dem Besucher nicht unangebracht, auf die Samoa-Angelegenheit und ihre möglichen Folgen für die deutsch-amerikanischen Beziehungen hmzudeuten. Botschafter White, dem eine eingehende Er- Lrlerung dieser schwebenden Frage aus naheliegenden Gründen nicht angezeigt erscheinen konnte, glaubte doch eine freundschaftliche Regelung der Angelegenheit in Aussicht pellen zu dürfen. Samoa habe, so führte der Botschafter aus, schon zu wiederholten Malen Anlaß zu Schwierigkeiten gegeben. Es liege dies in den Verhältnissen auf der Inselgruppe begründet. Aber immer noch seien bisher diese Schwierigkeiten in zufriedenstellender Weise behoben worden. Ei sehe keinen Grund, aus dem im vorliegenden Falle ein Weniger günstiges Endresultat abgeleitet werden könnte. „Ich habe keine Furcht, daß der Samoa-Zwischenfall zu Verwicklungen führt": das ist das Urteil des amerikanischen Staatsmannes in dieser aktuellen Frage. Auch die augenblicklichen Wirrnisse würden, wie bisher noch stets, zur Zufriedenheit der drei Vertragsmächte ihre Regelung finden. M.P.C. Unsere Annahme, daß das Kompromiß in der Militürvorlage, das thatsächlich abgeschlossen ist, in einzelnen Punkten von der Fassung, welche die „Freisinnige Zeitung" veröffentlicht hat, abweiche, erweist sich als zutreffend. Anscheinend ist das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen, es ist also nicht ausgeschlossen, daß noch vor oder in der zweiten Lesung, welche in der Kommission stattfindet, ein weiteres Entgegenkommen seitens des Centrums gezeigt werden wird. Jedenfalls ist an der Thatsache nichts zu ändern, daß das Centrum resp. dessen Leitung es verstanden hat, den Moment wahrzunehmen, um diesmal den Anschluß an die Politik der Der» bündeten Regierungen zu gewinnen. wütigen, dem Rittmeister und Eskadronschef de Neufv ill e vom Dragonerregimeut v. Arnim (2. Brandenburgischen) Nr. 12, seither im 1. Großh. Dragonerregiment (Garde- Dragoner-Regiment) Nr. 23 das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens zu verleihen. • • Auszeichnung. Seine Majestät der Kaiser haben dem Wegemeister a. D. Philipp Ruppert-Ät Eppelsheim, im Kreise Worms, bisher in Saargemünd, oas Allgemeine Ehrenzeichen Allergnädigst zu verleihen geruht. • • Technische Hochschule Darmstadt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 1. März den außerordentlichen Professor an der Technischen Hochschule Dr. Georg Scheffers zu Darmstadt zum ordentlichen Honorar-Professor für darstellende Geometrie an dieser Hochschule, mit Wirkung vom 1. April l. Js., zu ernennen. * * Von der Universität. Die durch die Pensionierung des iProfeffors Dr. Gaehtgens erledigte Professur der Pharmakologie ist durch die am 20. Februar d. I. erfolgte Berufung des Professors Dr. Geppert in Bonn wiederbesetzt worden. Der neue Pharmakologe wird mit Beginn des Sommersemesters 1899 hier seine Thätigkeit beginnen. — Das pharmakologische Institut, das sich zur Zeit bekanntlich in dem Kollegiengebäude befindet, wird mit Ablauf des Sommersemesters aus diesem entfernt werden, nachdem infolge der zunehmenden Frequenz der Hochschule ein Mangel an Räumen für die Vorlesungen schon seit Jahren empfunden worden war, und weil sich außerdem Unzuträglichkeiten schon sehr bald nach der Aufnahme des pharmakologischen Instituts in das Kollegiengebäude herausgestellt hatten. Für das genannte Institut ist das sog. Schwesternhaus erworben worden, wohin voraussichtlich noch im Sommer dieses Jahres die Uebersiedelung erfolgen wird. • • Verzeichnis der Sitzungen des Schwurgerichts pro 1. Quartal 1899: 1. Montag den 6. März, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Philipp Groh aus Groß-Gerau wegen Sittlichkeitsverbrechen. Die Anklage vertritt: Ober-Staatsanwalt Dr. Gängerich; die Verteidigung führt: Rechtsanwalt Weidig. 2. Dienstag den 7. März, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Friedr. Wilh. Fauerbach aus Okarben wegen Urkundenfälschung rc. Die Anklage vertritt; Staatsanwalt Zimmermann; die Verteidigung führt: Rechtsanwalt Engisch. 3. Mittwoch den 8. Mürz, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Heinrich Karl Förster ans Gießen wegen Notzuchtsversuch. Die Anklage vertritt: Staatsanwalt Koch; die Verteidigung führt: Rechtsanwalt Katz. 4. Donnerstag den 9. März, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Christian Sänger Ww. aus Klein-Karben wegen Mord. Die Anklage vertritt: Ober-Staatsanwalt Dr. Güngerich; die Verteidigung führt: Rechtsanwalt Mendelsohn. 5. Freitag den 10. März, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Christian Bender aus Friedberg wegen Brandstiftung. Die Anklage vertritt: Ober - Staatsanwalt Dr. Güngerich; die Verteidigung führt: Rechtsanwalt Dr. Spohr. 6. Samstag den 11. März, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen August Hinz aus Pokallna wegen Notzuchtsversuch. Die Anklage vertritt: Ober - Staatsanwalt Dr. Güngerich; die Verteidigung führt: Rechtsanwalt Geh. Justizrat Baist. 7. Montag den 13. März, vormittags 9l/< Uhr, An- klage gegen Reinhold Großmann aus Ober-Lind wegen Notzuchtsversuch. Die Anklage vertritt: Staatsanwalt Zimmermann; die Verteidigung führt: Rechtsanwalt H oos. 8. Dienstag den 14. März, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Peter Weitzel aus Groß-Felda wegen Brandstiftung. Die Anklage vertritt: Gerichtsaffeffor Reuß; die Verteidigung führt: Rechtsanwalt Rosenberg II. ** Sektion Gießen des D. u. Oe. A.-V. Durch das freundliche Entgegenkommen des siebenbürgischen Karpathenvereins in Hermannstadt war die Sektion Gießen des D. u. Oe. A.-D. in der Lage, in ihrer letzten Sitzung ihren Mitgliedern und Gästen einen hochinteressanten Vortrag Über Siebenbürgen zu bieten, der durch 50 Skioptikonbilder unterstützt wurde. Wir sahen die mannigfaltigen Bewohner des Landes und ihre Städte an unserem Auge vorüberziehen. Aus dem Anfang der Reise, die uns durch das Marosthal nach Siebenbürgen geführt hat, sei ein Bild aus dem rumänischen Volksleben im Hatzeger-Thal im südwestlichen Coicßener Anzeiger Hmeral-Anzeiger -tz. unbekannt ist. sich einzelnes noch schärfer hervorkehren, z. B. wäre im zu nennen. Wir begingen damit eine Ungerechtigkeit gegen die wichtigste Person bei der gestrigen Aufführung, den Schutzgeist im Souffleurkasten, dessen Namen uns leider Andenken stehend, spielte die Titelrolle. Auf die geistige Unbeholfenheit Henschels legte er den allergrößten Nachdruck, so daß cs in Verwunderung setzten mußte, wenn sein Schwager Walther im vierten Akte behauptete, die Leute hätten sich früher von weit und breit Rat bei ihm geholt. Um so wirksamer konnte bei dieser Auffassung der Uebergang zur wahren Erkenntnis der Sachlage sein. In Gestalt und Maske, in Spiel und Dialekt war Herr Leffler vorzüglich; es schadete auch nicht, daß seine Stimme im Affekt rauh und überangestrengt klingt. Die andere große Nolle, die Magd und spätere Frau Henschels, wurde von Frl. Schuhmann im ♦* Theatervereiu. Der Mittwochabend, an dem Gutzkows „Zopf und Schwert", ansschließlich von einheimischen Kräften dargestellt, über die Bühne ging, brachte den Mitgliedern des Theatervereins die erste Enttäuschung des Theaterjahrs. Und diese Enttäuschung war groß, und es besteht kein Zweifel darüber, daß dafür vor allem die Darstellung verantwortlich zu machen ist. Bei den drei Vorstellungen, die der Theaterverein noch zugab, sollten die einheimischen Künstler voll zur Geltung kommen, und das hiesige Ensemble seine Fähigkeit, größere Aufgaben selbständig in künstlerischem Geiste zu bewältigen, zeigen. Allein die erste Voraussetzung dafür wäre doch, daß die Vorstellungen gut vorbereitet würden. Mittwochabend klappte dagegen nichts, und mit Ausnahme der Darsteller des Hotham, des Erbprinzen von Bayreuth und des Kammerdieners des Königs, hatten alle schlecht memoriert. Wie soll da an ein Spielen, geschweige denn Zusammenspielen zu denken sein? E« ist eine alte Klage, daß unsere Lustspiele, die ohnedies nicht zu lebendig sind, noch obendrein sehr langsam gespielt werden. Wo Rede und Gegenrede sich blitzschnell folgen müßten, gibt bei uns der Angeredete in gemächlichem Tempo seine Antwort. Durch das Beispiel der Franzosen hat sich das wohl auf einigen unserer großen Bühnen gebessert, auf unseren mittleren Bühnen herrscht aber noch der alte Schlendrian. Allein dieser Schlendrian ist geniale Leichtigkeit verglichen mit dem was wir Mittwochabend sahen. Brockenweise, wie man sie von dem Munde des Souffleurs aufgefangen — vorausgesetzt, daß man ihn richtig verstand — wurden die Reden einzelner Personen hervorgestoßen. Wie konnte da ein charakteristisches Ausgestalten der Rolle möglich sein, wenn einzelne Darsteller von dem, was sie zu sagen hatten, auch nicht einmal eine Ahnung zu haben schienen? Glücklich noch derjenige, dessen Rolle einen breiten Biedermannston verstattete, unter dem man Mangel an schauspielerischem Temperament und ungenügendeRollenbeherrschung verstecken konnte! So ging denn schleppend und eintönig eine Szene um die andere vorüber, und nur bisweilen ermunterten sich einige Menschenfreunde zu einem zaghaften Klatschen. Man wendet allerdings ein, daß die einzelnen Künstler keine Schuld trifft, und daß bei den Anforderungen, die an sie gestellt werden, nicht mehr erwartet werden kann. Auch sind wir die letzten, den Eifer und die Willigkeit unserer Künstler, die größtenteils strebsam sind, zu verkennen. Allein, dann muß es einmal offen ausgesprochen werden, daß das ganze System falsch ist und gute künstlerische Leistungen beinahe unmöglich macht. Wer da glaubt, mit einer so kleinen Truppe innerhalb eines halben Jahres an die hundert Vorstellungen und noch dazu fast lauter Neueinstudierungen geben zu können, der muß sich daraus gefaßt machen, daß die Leistungen darunter Not leiden, und daß auch der fähige und strebsame Künstler — und an solchen fehlt es uns ja gottlob hier nicht — sich schließlich damit begnügt, seine Rolle nur im groben wiederzugeben, aber auf jede Vertiefung und sorgfältige Ausarbeitung derselben verzichtet. Die allgemeine Mittelmäßigkeit der Leistungen — um den allermildesten Ausdruck zu gebrauchen — ist die unausbleibliche Folge. Irren wir jedoch nicht, so hat der Theaterverein wesentlich künstlerische Aufgaben und will das künstlerische Niveau der Theaterverhältnisse unserer Stadt heben. In den Vorstellungen mit auswärtigen Gästen haben auch unsere hiesigen Darsteller meist Besseres geleistet, unleugbar veranlaßt durch den Wetteifer mit hervorragenden Künstlern und weil, um das Institut nach außen nicht bloszustellen, mehr Sorgfalt auf die Einstudierung verwendet war. Der Mittwochbend zeigte, wie weit die Leistungen hinter den berechtigten Erwartungen zurückbleiben können, wo ein solcher äußerer Ansporn wegfällt. Es ist besser, bei dieser Gelegenheit nicht von dem Stück zu sprechen, von dem niemand eine richtige Vorstellung gewinnen konnte. Auch verzichten wir darauf, den , -------------- . einen oder andern der Künstler, der seine Sache gut machte, dem Antrag- hiesiger Sportskollegen, dieses Anm. d. Red. Wie wir hören, soll das Ausbleiben deS „erweck- lichen" Trommlcrkorps Ursache des Mißlingens gewesen sein. Die Pauke spielte schließlich den Retter in der Not. Hätte man sich von vornherein an's Pauken gehalten, wäre der Erfolg sicher gewesen. ___________ ** P. Stadttheater. Das schon seit einigen Wochen mit I über das, was die schön angeordnete Ausstellung enthält, | Spannung erwartete neueste Schauspiel von Gerhart ! äußerten. Besonderes Interesse wurde dem Brutapparat Hauptmann „Fuhrmann Henschel" ging gestern I entgegengebracht, in welchem schon am Donnerstag zwei abend vor dichtbesetztem Hause in Scene. Die Zuhörer junge Hühnchen das Licht der Welt erblickten. Gestern mußten Mühe aufwenden, um die Personen, die meistens in I schlüpften eine größere Anzahl Küchelchen aus, deren Ge- fchlesischer Mundart reden sollen, zu verstehen und konnten I sellschaft sich heute und morgen noch vermehren wird. Das sich schon aus diesem Grunde nur allmählich in die Absichten I zur Verlosung angekaufte Geflügel bestehl nur aus prels- des Dichters hineinsinden. Dazu kam, daß die spröde Eigen- I werten Exemplaren, der Verkauf der Lose ist deshalo ein art und der geringere äußere Reiz des Stückes anfangs I flotter. — Im Interesse eines möglichst regen Besuches der I offenbar viele frappierten; der konsequente Aufbau, das I Geflügelausstellung auf dem Windhof läßt die sichere Herausarbeiten der Charaktere und die Kunst der I Direktion der Bieberthalbahn am Sonntag, dem 5. ds. außer Kleinmalerei nahmen dann in immer wachsendem Maße das I den stündlich verkehrenden Zügen nach Bedarf auch Vor- Jnteresse gefangen, so daß sich der Beifall von Akt zu Akt I züge ab. steigerte. Herr Leffler aus Wiesbaden, durch seinen! **k.8. Reichsgerichtsentscheidung. (Nachdruck ver- Grafen Waldemar und Dietrich von Quitzow noch in bestem I boten.) Der Fahrradhändler W. H. wurde am 21. De- “ ' ‘ ' 1 -...... zember vorigen Jahres von der Strafkammer beim Landgericht zu Gießen wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 50 Mk. verurteilt. Derselbe überfuhr auf einer belebten Landstraße außerhalb Gießens mit einem Tandem, worauf er und seine Frau saßen, die Frau Sacher, weche gerade, ohne auf die Radfahrer zu achten, vom Trottoir auf die Fahrstraße trat. Die Frau Sacher erlitt durch diesen Unfall mehrfache Körperverletzungen, sodaß sie acht Tage bettlägerig war. Das Gericht erachtete den Angeklagten auf Grund dieses That- ,r_ . _ . . bestandes der fahrlässigen Körperverletzung für überführt, ganzen mit großem Geschick dargestellt. Hie und da ließe I Von einem Radfahrer muffe verlangt werden, daß er auf sich einzelnes noch schärfer hervorkehren, z. B. wäre im einer so belebten Straße langsam fahre, Signale bei seinem fünftem Akt bei der Unterredung zwischen Henschel und | Annähern gebe oder eventl. sogar absteige. Der Angeklagte Auszug aus den Standesamtsregisteru der Stadt Gießen. Aufgebote. Februar: 18. Jacob Frech, Metzger zu Edesheim (Pfalz) mit «aroltne Haas hterselbst. 27. Adolf Christian BackeS, R^all'brer |« Idar, mit Marte Elisabeth Bert'and zu Tüffeldorf. 27. Conraa Johann Jammertzen, Koch zu Cassel, mit Johanna Caroline Schlacho dauer daselbst. 27. Jacob Schneider II., Kaufmann dahier, mv Auguste Elise Lina Schneider zu Ostheim. 28. Johann Hetnrüh Stein, Schuhmacher dahier, mit Luise Schneider hiersrlbst. 28. Tbeodar Judt, Schuhmacher dahier, mit Marie Schmidt hterselbst. März: 1. KaSpar Bernhard Kaufmann, Drechsler zu Burg, m* Marie Charlotte Emma Steinbach daselbst. Eheschließungen. Februar: 25. Johann Jacob ElmSdäuser, Fuhrmarm dahM, mit Eltsabetha Werther hterselbst. 25. Heinrich Belten, Schneider, meister dahier, mit Elisabethe Hofmann hin selbst. 25. Lodant Georg Albert Martin Kohlermann IV., dahier, mit Maria Ka'harM Steuernagel bierselbst. MLrz: 3. Moritz Sprtngarn. Kaufmau» dahier, mit Esther Emma Löwenstein bierselbst. Geborene. Februar: 22. Dem Taglöhner Franz «entmeister eine TochM, Luise Anna Susanns Maraarethe. 22 Dem Bäckermeister Euler eine Tochter, Elsa. 22. Dem M'lchkutscher Karl Echöstt Sohn. 23. Dem LaboratortumSdtener Georg Bischoff ein vao-, troffen I N» iä?5i tIi“ «ft, Ät v- N Reh, p ÄS'5* 25 Ä 23. L r. °7' 24 tat» ** »ugunt M ga»*«*15 Äff*** .11 «Ät w RÄS! w"« J’/qßte Alt, 66 3 an. MM,' nt. 10 der „In jhmfl und Leben (S. ■ ■ro vMtal, M 1. «teltilb von Senjjrt fnna «üt«-,6onn i f [b von M Lille, ! itanjflS. - «Der Äat • tzrLsin Snlszm»!«.- ... üanbM, Dtiginaltabi Uerl.sste von 6. 6 Dc tut Zeichnungen von ®. MelungenstropfaMr - flltmigftittn. - W fltilagt enlljdlt *ant XüidtSam MM wifrn mi «ft, Vergütung btrllmju, fclitit.' - SonRige tun . hegentait, Rax FrldbW > Wein, Franz Langhmr Mch, S Artzm, 4. W Qothenmartl Wtmi per El. 5-6 H, 2 El. Siebenbaar lebhafteres stummes Spiel angebracht. Alle i habe die anzuwendenden Vorsichtsmaßregeln außer acht ge- anderen Rollen sind nur von untergeordneter Bedeutung; lassen, und dadurch habe er fahrlässigerweise die Köi verlobend feien aenannt Frl. Isenburg (Franziska), Herr Verletzung verursacht. Gegen feine Verurteilung legte der (JSSbaat), Herr Merker (Pferdehändler Angeklagte Revision beim Reichsgericht em. Der Vorder- Waltber) Herr Liebscher (Wermelskirch), Herr Walter richter gehe zu weit in der von dem Angeklagten geforderten (fiauffe) Frl Würdig war leider schwer verständlich, Vorsicht beim Radfahren, er habe die hier maßgebenden und Herr Wern er sächselte zwar nicht übel, hätte aber flotter Bestimmungen der Radfahrerordnung keinen Argenblick unb selbstgefälliger sein bürfen. Für die glatte Einstudierung außer acht gelaffen, er habe noch ein übriges geihan, indem „»d naturgetreue Ausstattung gebührt der Regie des Herrn er auf der offenen Landstraße nur mäßig schnell gefahren Direktor Helm volle Anerkennung. fei; durch ihre Unachtsamkeit habe die Frau den Unfall Stadttheater: Fräulein Helene Schuhmann, verursacht, indem sie rückwärts auf die Fahrstraße getreten die beliebe erste Soubrette unseres Stadttheaters, welche fei. Der Angeklagte beantragt Aufhebung des Urteils uub sich^dnrch eine Anzahl vorzüglich ausgearbeiter Rollen, wir Freisprechung bez. Zurückverweisung. Das Reichsgericht nennen u. A. die „Röß'l-Wirtin" und neuerdings die „Hanni" I erachtete die Rügen des Angeklagten nicht als gerechtfertigt, im „Fuhrmann Henschel", in die Gunst des hiesigen Publikums Das Urteil scheine zwar in den allgemeinen Sätzen von eingespielt hat, wird am Dienstag nächster Woche ihr einem Radfahrer zu viel an Vorsicht zu verlangen, bezüglich Benefiz haben. Fräulein Schuhmann hat zu ihrem Ehren- des vorliegenden konkreten Thatdestandes sei ein Recht-.. abend eine der besten Poffen der Neuzeit, die hier bereits irrtum in der Feststellung der Fahrlässigkeit nicht zu erblicken, vor drei Jahren mit größtem Erfolge aufgeführte Gesangs- Demnach verwarf das Reichsgericht die Revision, poffe „Schützenlisl", ausgewählt. Die prächtige Titel- ----- . rolle wird Fräulein Schuhmann Gelegenheit geben, ihr t* Zur Steuerreform. Wohl ferne der vorgeschlagenev reiches Talent sowohl darstellerisch wie gesanglich im besten Aenderungen im Steuerwesen hat eine erhebliche Beanstandung Lichte zu zeigen. Wir wünschen der Benesiziantin einen I gefunden, nur mit der Weinsteuer ist ein sehr großer Teil guten pekuniären Erfolg. — Als nächster Gast erscheint der hessischen Steuerzahler, besonders aber die Winzer nicht auf der hiesigen Bühne, zum zweiten Male in dieser Saison, I einverstanden. So haben kürzlich wieder von humerten Herr Hofschauspieler Carl Peppler von Hannover in von Winzern besuchte Versammlungen m Bensheim und nächster Woche an zwei Abenden als „Narciß" und als Heppenheim stattgefunden, welche unter dem Vorsitze der „Tschernitscheff" in „Der Kriegsplan". Herren Bürgermeister van Gries - Bensheim und Hohn- ♦* Turnverein. Zum Schluffe seiner diesjährigen Heppenheim tagten und sich einstimmig gegen eine Wein- Wintervergnügen hat der hiesige Turnverein für Samstag steuer erklärten, welche Form dieselbe auch noch annehmen den 11. er. in Steins Saalbau sein Winterfest geplant, möge, da mit Recht befürchtet wird, daß, abgesehen von den Seit Wochen sind die Vorbereitungen hierzu schon flott im sonstigen Schädigungen, die Winzer, als der schwächste Teil, Gange, und wird das Programm ein äußerst reichhaltiges einen erheblichen Betrag der Steuer übernehmen mußten, werden. Nicht allein turnerische Aufführungen verschiedener Die Winzer geben ihrer Unzufriedenheit mit diesem Steuer- Art, sondern auch humoristische Darbietungen werden in Projekt offen Ausdruck; es wurde betont, daß eme Steuer- Abwechselung mit einem Konzert, ausgeführt von unserer reform mit einer Weinsteuer für sie nicht nur ferne Der- hiesigen Regimentsmusik, den Teilnehmern einen genußreichen besserung ihrer so wenig glänzenden wirtschaftlichen Ver- Abend bieten. Nachdem die übrigen Wintervergnügen der hältniffe, sondern vielmehr eine Verschlechterung derselbe» Turner erfreulicher Weise auf das beste verlaufen sind, bedeute. Mögen die Herren Landtagsabgeordneten aus all werden auch am Abend des 11. März den Mitgliedern diesen Stimmen entnehmen, daß die Einführung einer Wein- ganz^ neue Vorführungen geboten werden, und steht zu hoffen, I steuer kein Glück für unser engeres Vaterland bedeutet. daß sich diese Festlichkeit den voraufgegangenen zur Ehre--- des Vereins würdig anreiht. Aus der Zeit für die Zen. ** H. Deutscher Radfahrer Bund, Gauverband 9 JHm ^r 365 Jahren, am 5. März 1534, starb zu Moden» Sonntag dem 23. April d. I., stndet hier Gießen aJZa[er Antonio Allegri da Correggio, der in der Hauptgautag des Gauverbandes 9 (Frankfurt ersten Reihe der italienischen Meister steht. In seinen a. Main) statt. Es ist dies seine wichtigste und besuchteste ^^^^rn sind alle Seelenzustände mit effektvoller Beweglich- Veranstaltung während des ganzen ^ahres, und wir haben eicßnct nu reincn berühmtesten Werfen gehören die an diesem Tage — abgesehen von der näheren Umgebung - ^r dem Namen der Nacht bekannte Anbetung der Hirten aus äußerst zahlreichen Besuch vonSportsfreunderi aus & Magdalena (Dresden) und feine FreSko- Franksurt, Darmstadt, Wiesbaden, Höchst, Mainz, Offen- mfllcreicn in sßaxma. Correggio wurde 1494 in Corregio bach, Aschaffenburg, Hanau rc. mit Bestimmtheit zu rechnen. — I , Nach den am Vormittage stattfindenden, dem Wohle und I J ' ----------- weiteren Ausbau des Gaues gewidmeten Beratungen der I Vor 32 Jahren, am 6. März 1867, starb zu Berlin Delegierten aller Vereine werden am Nachmittage dieinteres- I Deutschlands geistvollster Zeichner Peter Cornelius santesten sportlichen Wettbewerbungen im Reigen-, Kunst- I Hervorragend durch Gedankenreichtum, schwungvoll energische und Gruppen-Fahren stattfinden, wie sie hier in Gießen in I Ausführung, Klarheit und Einfachheit der Anordnung, hoch einer auch nur annähernd ähnlichen Ausdehnung noch nie- I verdient als Wiedererwecker der bei uns fast vergeffen ge- mals sich abgewickelt haben. Die Reigenmannschaften vieler I weseneu Freskomalerei, Meister mehr in Formen als in Vereine haben zum Teil schon längst mit ihren regelmäßigen I Farben, Haupt der Münchener Schule. Seine Darstellungen Hebungen begonnen, um an diesem Tage mit Ehren zu 1 aus Dantes göttlicher Komödie, seine Zeichnungen zu GötheS bestehen — entweder zur Erneuerung altbewährten Ruhmes I Faust und dem Nibelungenliede, sein Bild „Jüngstes Gericht" ober auch zur Erlangung erster Lorbeeren in diesem Zweige | erinnern an den gigantischen Schwung Michel Angelos, des Sportes bei einer wirklichen — nummerisch wie Der Meister wurde am 23. September 1783 zu Düsseldorf technisch geschulten — enormen Konkurrenz. Ganz besonderes I geboren. Interesse dürften die Damen-Konkurrenz-Reigen beanspruchen, von welchen einzelne Gruppen, wie z. B. diejenigen des I Dermlllyles. „Wiesbadener Radfahrer-Vereins" und des „Bicy6e-Club * Anfang März. Mehrere unerhobene Frankfurt" vielfach prämiiert und wett über die Grenzen @ctv|nnc her Wohlfahrts-Lose erster Lotterie zu Zwecken des Gauverbandes hinaus bekannt- und berühmt sind. Daß deutschen Schutzgebiete hat die Gewinn-Zahlstelle, die . z - , Deutsche Bank in Berlin, noch im Verwahr. Wir mache« Fest endlich emma m Gießen «bzuhal en, gerne^en prochen fäumjgen Losbesitzer daraus aufmerksam, daß mit dem mürbe, ist erfreuliches Zeichen für J derselben 2- Juni ber Anspruch auf bie Gewinne erster Lotterie er# erfennung, welche bie bunbestrene MitgliebschE bu^ lischt. - Die Wohlfahrtslose ä Mf. 3.30 zur zweiten finbet. Wünschen auch wir bem Feste unb ben Veranstaltern ^iierie sinb burch bas General-Debit, Lubw. Müller u. Co., volles Gelingen? WrtT nm Bankgeschäft, Nürnberg unb München, bereits zur Ausgabe ** Die Geflugelausstellung auf dem Windhof war a ü unb sowohl burch bieses, als auch hier gestrigen Freitag sehr stark desucht. sowohl zu Fuß, wie l bekannten Losverkaufsstellen zu beziehen. Die mit der Bieberthalbahn langten Besucherin, bie sich wbenb @e^nne toieber 100 000 Mk. als erster Haupttreffer, bann 50000 Mk., 25 000 Mk., 15 000 Mk., 2 von 10000 u. s. w., insgesamt 16 870 Gelbgewinne mit 575 000 Ml. Die Ziehung bieser zweiten Lotterie finbet bereits ben 14., 15., 17., 18. unb 19. April 1899 öffentlich im Ziehung»- faaie ber Königl. Preußischen Staats-Lotterie zu Berlin stach Die Z nsen ame unb würblgt die sich um biefi § öei bin Harrer, ju 0itßtn, ben Set NU ÄßiW ^■SigulierDtfcn Rleßner-Oefen trjt Mail.Koihfieschirre NM. Ei Avhai gewechselt. Dr. Naumann. 2014 Original Musttave'g Irische Dauerbrand-Oefku Ang. Klein. bei Lich. Köln. 1992 Achtung! Zichtnug! Fi «pfiehtt billigst 1970 JLouls Pony, Bahnhofstr. 27. diese» Blattes. 1968 Neuheiten Radfahr-, Cefonom« und k Wohne jetzt 0733 Zunge Leute 0710 Neustadt 6, 3. St. Näheres F. Habeuicht, Wiesenstraße 4. Stklien-Geluchk Kauf Gesuche ! 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Im dortigen Schlosse werden bereits Vorkehrungen getroffen. Berlin, 4. Mürz. Der Kaiser hat zur Bekämpfung des unlauteren Angebots gewerbsmäßiger Geldverleiher an Offiziere eine Kabinettsordre erlassen, welche bestimmt, daß künftig jeder Offizier derartige an ihn gelangende Geldanerbietungen seinen Vorgesetzten zu melden hat. In der Verordnung heißt es weiter, daß jugendlicher Leichtsinn und Mangel an Erfahrungen in Geldangelegenheiten aus solcher Gestalt gebotenen Gelegenheiten häufig den Anfang schwerer Bedrängnis, ja vollständigen Ruins werden. Als Veranlassung der Ordre wird auf Vorkommnisse der jüngsten Zeit hingewiesen. Schließlich bestimmt die Kabinettsordre noch die Feststellung der Geld leihenden Geschäftsleute. Berlin, 4. März. Der „Lokal-Anzeiger" meldet aus Rom : Das gestrige Bulletin über das Befinden des Papstes wird in vatikanischen Kreisen nicht ohne Besorgnis gelesen, weil jede Angabe über die Kräfte-Zunahme fehlt und ein auch noch so geringes Fieber in einem durch Operation angegriffenen Körper zerstörend wirkt. Wenn das Fieber nicht gänzlich aushört, wird auch die zähe Natur des Papstes nur wenige Tage widerstehen. Man glaubt aus gewissen Anzeichen, das Konklave finde außerhalb Roms statt. In allen Gesandtschaften herrscht eine fieberhafte Thätigkeit. Es werden fortwährend Depeschen mit den ein- heimischen Regierungen und den auswärtigen Kardinälen i Verkehr, Zand und Volkswirtschaft. Vietze«, 4. März. Marktbericht. Auf dem heutigen W»chenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.70—0.90, Hühnereiei per St. 5—6 H, 2 St. 11—13 H, Enteneier per St. 6—7 L, Gänse- Gebrauchtes Schmiede- oder Schlofferwerkzeug sofort zu kaufen gesucht. Angeb, uut. Nr. 1930 a. d. Exp. d. Bl. Kirchenrath Engel's- Stiftung. Die Z nsen der Engel's-Stiftung sollen am 24. ds. Mts. an zchn arme und würdige Familien zu Gießen verteilt werden. Die Familien, bit sich um diese Stiftung bewerben wollen, mögen sich bis zum 13. d. M bei b?m Pfarrer, zu dessen Gemeinde sie gehören, anmelden. Gießen, den 4. März 1899. Der eoangel'fche Gefamt-Kirchenvotstand. bezeichnet. Belgrad, 4. März. Die hiesigen Blätter publiziere» das Memorandum des mazedonischen Komitees, welches den diplomatischen Vertretern in Sofia und Konstantinopel übergeben, von denselben aber nicht angenommen wurde. In dem Memorandum wird auf die fortgesetzten Greuelthaten, welche von den Muhamedanern an de» Christen verübt werden, hingewiesen, und gedroht wird, daß die christliche Bevölkerung zu den äußersten Mitteln greife» , werde, falls die Großmächte den Sultan nicht zwingen würden, | Reformen einzuführen. der Angelegenheit Picquart die Zuständigkeit der Militär-Justiz für zwei Punkte, nämlich die Beratung Picquarts mit Leblois in der Angelegenheit des Brieftauben- gesetzes und die Spionage-Affaire, erklärte dagegen die Äffaire des Rohrpostbriefes und die Mitteilung der Dossier« Dreyfus und Esterhazy für die Civil-Justiz zuständig. Madrid, 4. März. Die Königin-Regentin hat sich für die Bildung des neuen Kabinets durch Silvela entschieden. Paris, 4. März. In der gestrigen Senats-Sitzung wurde die Wahl desPr äsidenten vorgenommen. Beim ersten Wahlgange erhielt Falliöre 90, Constans 84, Chanvau 66, Peytral 26 Stimmen. Beim zweiten Wahlgange Falliöre 151, Constans 84 Stimmen. Falliöre ist definitiv gewählt. Paris, 4. März. Da Constans bei der gestrige» Präsidentenwahl im Senat durchgefallen ist, wird er von den Republikanern als zukünftiger Ministerpräsident gtrpnW. Drahtgeflecht Eiserne Schiebkarren Schneefangaitter Alle Arle» wecheuge Dyckerhoff-Cement Verzinkte Eimer, Wannen Dachpappe, (lijrtr, OStjpg. Mteratnr, Wissenschaft und Kunst. Nr. 10 der „Jngend", Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben (9. Hirth's Verlag in München, Preis Mk. 3. — pre Quartal, Mk. 1.— pro Monat excl. Porto), enthält unter anderem: ril-lbild von Bernhard Pankok. — „Herausforderung", Gedicht von Unna Ritter. — „Sonne", Skizze von E. May. — „Orthodoxie", Voll- |ifi> von Rud. Wilke, — „Du Freunde", Novellette von Karl Emil Aranzos. — „Der Kampf um das Steuer", Zeichnung von Otolia ®räftn Kraszewska.— „Loin da Bal“, Vollbild von R. M Eichler. — Landschaft, Oriqinalradirung von Oskar Graf. — „(Sine Moospartie", Birrkifte von G. E Dodge. — Schüttelreime von Paul v. Schönthan, wüt Zeichnungen von W Caspari. — „Non scholae sed vitae diecimue“, RKelungenstrophen von Ambi osiuS Fuchser. — „Neues von Serenissimus." — Kleinigkeiten. — Witze. — Humor des Auslandes. — Die actuelle Beilage enthält unter anderem: „Die letzte Reichstagssitzung." — „Was Uncle Sam Alles wifstn muß." — „Eljen, Wenzel." — „Strafversetzung — »hn e Vergütung der Umzugökosten." — Lustige Nachrichten. — „Nationale Politik." — Sonst ge künstlerische und literarische Beiträge von Fritz hezenbart, Max Feldbauer, Gertrud Kleinhempel, Julius Diez, Ernst Ldftein, Franz Langheinrich, Otto Ernst u. a m. München, 4. März. Dem Zeichner Heine, welcher vor einigen Monaten in Leipzig wegen MajestätSbeleidigung zn 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden war, wurde jetzt im Gnadenwege diese Strafe in Festungshaft umgewandelt. Pola, 4. März. Der hiesige Gemeinderat votierte einen größeren Betrag für die Errichtung einer italienischen Universität in Triest. Paris, 4. März. Das Gesetz betreffend die Abänderung des Revisions-Verfahrens war das erste, welches die Uuterschrift des neuen Präsidenten Loubet trug. Die That- sache, daß er von seinem Rechte, die Unterschrift zu verweigern, keinen Gebrauch machte, wird dahin ausgelegt, daß Loubet vorläufig beabsichtigt, mit Dupuy zusammen weiter zu regieren. Paris, 4. März. Die Kriminalkammer bestätigte in Garten nördlich der Stadt zu kaufen gesucht. Preisofferten unter Größenangabe an die Expedition d. Bl. unter Nr. 1957 erb. Fuchs-Wallach flotter Läufer, zu verkaufen. 0717 Ludwigstratze 26. «in erstklassiges Wosklwemhaas sucht Vertreter die geeignet sind, mit besseren Privaten zu arbeiten. Offerten unter N. 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März wird im „TanuuS", vrandgasse 8, eine Spansau ur-gespielt. 0727 Um zahlreiche Beteiligung bittet 867, starb zu W steter ^xM schwungvoll Mck der Anordm^^ MS faft WM ir in Fomin t» « , geiniSirff*” «Mi9« K3NN®”?' ,ng W Wirt als SBltttCfCt je einen in jed. Stadt u. Dorf gesucht z. Vertrieb w. Piano-Orchestrioiis die fein u. gut sunktion., gut. Provision zuges. Rur zahlungsfähige Werte, die ein Jnstrum. als Muster bil. kauf., bitte melden unt C.V. 903 an Haafeusteiu Sf Bögler, A.G, Frankfurt a. M. ivsr Mtt acht b ir? /*’*«(. V* e 5t«« ben ta «et , *«" E-tzen tj *** * i" '» Rich, m "! Jl *u ttKifa fteuifion. Eine grosse Annoncen-Expedition sucht für Gießen und Umgegend einen bei Industriellen rc. gut eingeführten, solventen vecketn. Gefl. Off. m. Angabe v. Referenzen sab. F. B. U. 366 an die Exped. unerhobnl Lotterie zu Grwinn-ZahlMi, K.7^ 575OOO’ “taeitä b«n 1 to 3*! ÄgS «|U ws tlbst- \at»* M su6t0iegljo!'-l( IM "i«1* -e-ra Franz. 25. 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P dahier. 27 Katharine Welker, 38 Jahre ”, doh Sch'ad'ck, Kreis Oberl-hn- 28. Eisa Mar gar et be Wetz, i Mona'e eit, Tochter von Knecht Christoph W'tz dabier. 28 Bicior fbier Friedrich Hrtbur Pechtald, 5 Monate eil, Sobn von Gärtner Uhr *runo v'ctor Pechtold hierielbst. 28. Johannette FeldheuS leb. Aren», 71 Jahre alt, Erfreu von Tapezier Georg FeldheuS tz-dier. 28. Johannette Rof'Nthal, aeb. Steinberger, b5 Jahre alt, fButme von Kaufmann Gabriel Rosenthal dahier. 28 ®mme « flnemelb, 3 Jahre alt, Tochter von Heizer Christian G ünewald (le- fetr.fi. 28. Georg Weldschmidt, 49 Jahre an, Taglöhncr dahier. MS 3. Bertha Hornberger, geb. Reifenberg, 57 Jahre alt, Ehefrau lon Fob ika"t Lour« Ho^berger dabier.______ Rich. Frenzei, W809 Bahnhofstraße 49, H. Bestellungen können auch bei Herrn „ $•« 8« Gail, SelterSweg, ab» finden Beschäftigung. Mbeu werden. r ~ " 0705] Junge, 15 Jahre alt, der die höhere Bürgerschule bis 1. 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