Samstag den 4. März 1899 PK. 54 Erstes Blatt. Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren v der Militär- abend: lieber ein Kompromiß in Alle Anzttgen.BermittlungSstkllen des In- und Ausland«! nehmen Anzeigen für den Gleßener Anzeiger entgegn». Fachschule.) I [1 1899. bis 20 Jahren. Vor-1 Prüfung. ewerbetreibende in finden answärtige ■rbeitszeit und Frei- /erstellt. askunft durch du ■ Harr. | morgen. Berlin, 2. März. Redaktion, Lxpedinon und Druckerei: Kihukflrahe Ar. 7. Gießen, den 1. März 1899. etr.: Die Beitreibung der Gemeindeeinkünfte. Adresse für Depeschen: Anzeiger ch letzt». Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener FamilienblSNer, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde.__________________ Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen fltt die Grosth. Bürgermeistereien der Land- gemeiudeu des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 1. Februar I. Js. (G. A. Nr. 31) noch nicht entsprochen haben, werden an deren Erledigung mit Frist von 5 Tagen erinnert. v. Bechtold. Annahme »au Anzeigen zu der nachmittags für den La, erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. worden seien. Unter diesen Umständen habe die Begnadigung stattgefunden. Der vom Vorredner zitierte Fall vor dem Marienburger Landgericht sei richtig. Der betreffende Reserveunteroffizier, der als Zeuge vernommen wurde, habe vor seiner Vernehmung erklärt, daß er im Zivil Sozialdemokrat sei. Er sei deshalb mit 14 Tagen Arrest bestraft worden. Nach Anficht des Ministers auch mit Recht. (Bewegung, Zwischenrufe.) Morgen 1 Uhr Fortsetzung der Beratung. (Schluß 6'/, Uhr.) Die „Germania" schreibt heute ihrrad is* rer“' ss* .Schön»®- Nezugspreia vierteljährlich 2 Mark 20 Psg. monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. M tr^rlnt ttgttch eit Ausnahme deS Montag» Die Gießener IlamitleuVtLlter »erbe« dem Anzeiger »Gchevtlich viermal beigelegt. Notanlagen. M ih >»!«,« iräWi Palleten, Hütte: langen, sowie c. nnming zu biiogr Deutsches Reich. Darmstadt, 2. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog begeben Sich morgen mittag 12 Uhr für die nächste Woche nach Gotha, in Begleitung des Großh. Kabinettsrats Römheld. Berlin, 2. März. Die Kaiserin ist von Plön, wohin sie wegen einer Erkrankung des Prinzen Joachim gereift war, die sich indes als ganz unbedeutend herausgestellt hat, bereits heute früh wieder nach Berlin zurückgekehrt. Berlin, 2. März. Das Abgeordnetenhaus erledigte heute die Generaldebatte des Eisenbahn-Etats und trat alsdann in die Spezialberatung über den Titel der Einnahmen ein. Hierzu lag ein Antrag Wedekamp vor auf Beibehaltung der Ausgaben von Arbeiter-Rückfahrkarten und Arbeiter-Wochenkarten mindestens in dem bisherigen Umfange. Nachdem die Abgeordneten Wedekamp und Krahwinkel das Wort ergriffen, vertagte sich das Haus auf Bekanntmachung. v e t r.: Vorträge über Obstbau. Der Obstbautechniker des Oberhessischen Obstbau-Berkin--, Herr Metz aus Friedberg, beabsichtigt, die nachstehend verzeichneten Orte zu den angegebenen Zeiten zu besuchen, um Borträge über Obstbau zu halten und praktische Unter- roeifungen an Obstbäumen vorzunehmen. Montag 6. März in Annerod, Dienstag 7. März in Hausen, Mittwoch 8. März in Steinbach, Donnerstag 9. März in Albach, Freitag 10. März in Burkhardsfelden, Samstag 11. März in Hattenrod, Sonntag 12. März in Harbach, Montag 13. März in Saasen, Sonntag 19. März in Ober-Hörgern, Montag 20. März in Eberstadt, Dienstag 21. März in Muschenheim, Mittwoch 22. März in Birklar, Donnerstag 23. März in Bettenhausen, Freitag 24. März in Klein-Linden, Samstag 25. März Großen-Linden, Sonntag 2.6. März Leihgestern. An Sonntagen finden die Vorträge nachmittags 3 Uhr, an Wochentagen abends 8 Uhr statt. Die praktischen Unter» vtisungen am nächsten Tag vormittags 9 Uhr mit Aus- va.hme der Sonntage; in Hattenrod und Großen-Linden nachmittags 3 Uhr. Den Herren Bürgermeistern gehen noch besondere Mitteilungen zu. Zahlreiche Beteiligung ist erwünscht. Gießen, den 3. März 1899. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen. Frhr. Schenck. Meßmer Anzeiger Hcneral -Anzeiger n ie beste 8* Harke! * hnsand tfflaienfabritation Deutscher Reichstag. 46. Sitzung vom 2. März. 1 Uhr. Die Beratung desEtats desReichsamts des )«»ern wird fortgesetzt bei dem von der Kommission einstimmig aenehmigten Titel 30 000 Mk. Zuschuß zur Unterstützung der Herausgabe von Veröffentlichungen auf dem Gebiete des Erziehungs- und Schulwesens. Abg. Frhr. v. Hertling (Centr.) empfiehlt Genehmigung des Titels. Das Werk sei aus deutschem Idealismus hervorgegangen und mit deutscher Gründlichkeit betrieben, doch bedürfe es zur Fortsetzung des Werks größerer Mittel. lÖeifaü.) Auch Abg Hieber (nl.) tritt warm dafür ein. Abg. Lieber (Centr.) verwahrt sich dagegen, daß etwa mjjolge des Reichszuschusses irgend eine bureaukratische Beeinflussung im Sinne einer Einschränkung der Publikationen bei Gesellschaft statthabe. Der Titel wird bewilligt; ebenso die Beihilfe zu den «osten der Wiederherstellung des ehemaligen kurfürstlichen Schlosses in Mainz. Zu demselben Etat ist noch die Resolution Prinz Carolath gestellt betr. einen Nachtragsetat von 50000Mk. |ic Beihilfe zu den Kosten eines Göthedenkmals in Straßburg. — Die Kommission empfiehlt Annahme der Resolution. Abg. Graf Roon (kons.) erklärt namens seiner Partei, Mb dieselbe aus finanzpolitischen Gründen der Resolution ">cht zustimmen könne. Die Kosten des Denkmals könnten M leicht aus Privatmitteln gedeckt werden. Abg. Graf Limburg-Stirum (kons.) fügt noch hmzu, alle Sonderbewilligungen für Elsaß-Lothringen, alles Vochlwoven, hätten doch noch nicht den Erfolg gehabt, uns sie: Elsaß-Lothringer zu gewinnen. Abg. Prinz Carolath (nl.) tritt warm für den Antrag ein, der eine Huldigung an den größten deutschen Genius bedeute. Große nationale Gesichtspunkte seien es, welche für den Antrag sprächen. (Lachen des Abg. Kro- patscheck.) Abg. Fritzen (Centr.) erkennt die hohe, sogar internationale Bedeutung Göthes an, das aber allein könne nicht in Betracht kommen. Straßburg bezw. Elsaß-Lothringen könnten das Denkmal sehr wohl aus eigenen Mitteln aufbringen. Abg. v. Tiedemann (Rp.) ist für den Antrag. Abg. Kropatscheck (kons.) spricht sich gegen denselben aus. Die Debatte wird geschlossen. Die Abstimmung bleibt zunächst zweifelhaft. Für den Antrag stimmte die gesamte Linke mit Ausnahme des nationalliberalen Abg. Schulze-Steinen; ferner der größte Teil der Reichspartei, die Antisemiten nnd vom Centrum der Abg. Frhr. v. Hertling. Die Auszählung ergibt für den Antrag 91, gegen denselben 84 Stimmen; das Haus ist also beschlußunfähig. Die Sitzung wird geschlossen und die nächste auf 3*/2 Uhr festgesetzt. Tages-Ordnung: Militär et al. Die zweite Sitzung beginnt um 3*/2 Uhr. Referent Graf Roon erstattet ausführlichen Bericht über die Verhandlungen und Beschlüsse der Budgetkommission zum. Militäretat. Zur Beratung steht zunächst der Ausgabetitel Gehalt des Kriegsministers. Abg. Schmidt- Elberfeld (frs. Vp.) bringt Beschwerden zur Sprache über die vielen Absperrungen gelegentlich der Schießübungen Kriegsminister v. Goßler entgegnet, hier handele es sich um eine schwere Frage. Wo irgend möglich, würden ja auch Vereinbarungen getroffen. Die Regierung werde jedenfalls bestrebt sein, auch der Umgegend von Mainz (von der der Vorredner hauptsächlich gesprochen hatte) Abhilfe angedeihen zu lassen. Abg. Lingens ((Str.) beklagt die Zunahme der Vorbestrafungen bei den Rekruten. Um so nötiger sei die Pflege der Religiosität. Auch die Sonntagsheiligung lasse noch zu wünschen übrig. Minister v. Goßler erklärt, er teile das Bestreben des Vorredners, auf kirchlichem Gebiete Besserung zu schaffen. Mit den Vorbestrafungen habe Vorredner Recht, aber die Erziehung in der Armee sei eine so gute, daß die Zahl der Bestrafungen in der Armee zurückgegangen sei. Abg. Bassermann (nl.) wünscht erleichterte Zulassung junger Handwerker zum Einjährig-Freiwilligen- Examen. Kriegsminister v. Goßler erklärt, es fet ja em Gesetz Vorbehalten, welches die Zulassung zumEinjährig-Freiwilligen- Dienst regele, das Gesetz sei aber noch nicht zu stände gekommen, weil der Unterrichtsgang auf den verschiedenen einzelstaatlichen Anstalten zu verschieden sei. Abg. Bebel (Soz.) kritisiert das Einjährig-Freiwilligen- Jnstitut als Privileg der besitzenden Klassen und rügt dann namentlich die Abkommandierung von Soldaten für gewerbliche Zwecke. Die Erscheinung der wachsenden Vorbestrafungen habe mit der Religion gar nichts zu thun, sie erkläre sich hinreichend durch die ganzen sozialen Verhältnisse, durch das gestörte Familienleben, die wachsende gewerbliche Beschäftigung verheirateter Frauen. Herr Lingens habe vorhin gemeint, die Sozialdemokraten glaubten selbst nicht an ihre Ziele. Wie dürfe Herr Lingens eine solche Verdächtigung aussprechen. (Vizepräsident v. Frege erklärt es für unzulässig, einem Mitgliede des Hauses Verdächtigung nachzusagen, er rufe den Redner deshalb zur Ordnung. Unruhe links). In seinen weiteren Ausführungen streift Redner Spieleraffairen, an denen Offiziere beteiligt seien, ben Klub der Harmlosen. Zu verwundern fei, daß die Polizei dieser Sache nicht schon viel eher auf die Spur gekommen fei, ebenso das Kriegsministerium. Auch den Fall Brüsewitz und den Fall des Rittmeisters Graf Stolberg, der in Saarburg einen Sergeanten erstochen, bespricht Abg Bebel; desgleichen werden von ihm noch mehrere Fälle aus dem Soldatenstande zitiert. Er schließt, daß unbedingt verlangt werden müsse, die Politik aus der Armee zu entfernen. Minister v. Goßler bezeichnet verschiedene Ausführungen des Abg. Bebel als unrichtig. Betreffs des Falles Brüsewitz bemerkt der Minister, daß die Angehörigen des von Brüsewitz Getöteten reichlich von ersterem entschädigt Vorlage bringt die freisinnige Zeitung heute verschiedene Mitteilungen, die nach unseren authentischen Informationen völlig unzutreffend sind. Berlin, 2. März. Heute beginnen die Verhandlungen der Plenar-Versammlung des deutschenHandelstages. Graf Posadowsky als Vertreter der Regierung sprach eingehend über die Industrie- und Handelsverhältnisse im Deutschen Reiche. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildet das Gesetz über die Privat-Versicherungs-Unternehm- ungen. Berlin, 2. März. Von der Regierungsstation Buea im Kamerun-Gebiete ist eine vom 1. Februar datierte Mitteilung über eine beabsichtigte Meuterei der zur deutschen Besatzung gehörenden Eingeborenen nach Köln gelangt. Dieser Meldung der „Kölnischen Volkszeitung" zufolge versuchten die Meuterer, in der Stärke von 15 Mann, die Weißen zu berauben und wollten sich dann über die Grenze auf englisches Gebiet retten. Der Stationschef Leuschner, welcher von einem Soldaten von dem Vorhaben in Kenntnis gesetzt worden war, habe sich durch List der Waffen der Eingeborenen bemächtigt. Bei der Flucht der Meuterer seien mehrere derselben, darunter vier zu Tode verwundet worden, durch das Feuer der Weißen. Auch au hiesiger amtlicher Stelle ist ein Bericht über den Vorfall eingegangen, wonach derselbe einen rein lokalen Charakter trägt und weitere Folgen nicht gehabt habe. M.P.C. Berlin, 2. März. Eine gedeihliche Entwicklung der umfangreichen und umfassenden Arbeiten der Gesellschaft für deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte, deren Hauptvorstand in Berlin seinen Sitz hat, ist nur unter der Voraussetzung denkbar, daß hinsichtlich der Leitung der Forschungen eine Dezentralisation geschaffen wird, denn es ist ganz unmöglich, von Berlin aus eine bis auf die kleinsten in den deutschen Bundesstaaten, Oesterreich und der Schweiz vorhandenen Archive und Bibliotheken sich erstreckenden Durchforschung wirksam zu leiten. Um die möglichst vollständige Sammlung, kritische Sichtung, wissenschaftliche Bearbeitung und Veröffentlichung des in Archiven, Bibliotheken, Pfarr-, Schul- und Gemeinderegistraturen, sowie in Privatsammlungen zerstreuten historischen und pädagogischen Materials zu erreichen, wurde daher zur Bildung von territorialen Gruppen geschritten. Es gelang bis dahin, solche Zweigvereine in Anhalt, Baden, Bayer«, Braunschweig, Westpreußen, Hessen, Hessen-Nassau, Waldeck, Oldenburg, Pommern, Rheinland, Thüringen, Westfalen, Württemberg, der Schweiz und Oesterreich zu organisieren. Ueberall haben sich Männer von hervorragender Stellung und wissenschaftlichem Rufe bereit gefunden, in den Dienst der hoch bedeutsamen Sache zu treten und sich der ihr zu- gedachten Aufgabe anzunehmen. — Oberlehrer vr. Schröder. Nach den von der „Kreuzztg." an zuständiger Stelle eingezogenen Erkundig- ltta68 5 ’-Vetthu esie». Ul He,_ d Albert. dagio. ' Ausland. uns Vorbehalten, über die Verhandlungen noch näher zu be- Minister vom Tage vorher dies Ergebnis herbeiführen helfen. Justizminister Lebret erklärte nämlich, daß die Verhandlungen der vereinigten Kammern des Kassationshofs öffentlich und kontradiktorisch sein sollten. Der Ministerpräsident ferner sprach höchst entschieden und bestimmt. Er stellte in Aussicht, daß die gegen gewisse Vereine (Patriotenliga u. s. w.) ergriffenen Maßregeln nicht die letzten sein würden. Er stellte fest, daß die Vorlage weder ein Umstands- noch ein Ausnahmegesetz sei, und versprach schließlich, Frankreich solle I einer Plenarversammlung zusammengetreten, »lles erfahren. Die Regierung werde volles Licht verbreiten. ! i ' ' ' ' ’ ~ Diese Zusicherungen scheinen noch manche Schwankende bestimmt I richten, teilen wir einstweilen mit, daß aus allen Teilen des zu haben, für die Vorlage einzutreten. — Sogar die ' *** ” ~ ~ c --- gegnerische Presse söhnt sich angesichts der vollendeten Thal fache schon etwas mit dem Gesetze aus. Die radikalen Stotter mei.tn iLmlich, dasselbe »Erlitte infolge der Za- sichkrunq vollständiger Oeffenllichkeit der Verhandlung wesent. lich an Bedeutung. Da die aus das Revisionsge uch der ^ran Drevsus hin beschlossene „ergänzende Untersuchung länast abgeschlossen, die Akten dem Oberstaatsanwalt zuge- stellt sind und dieser selbst nach den letzten Nachrichten über die von ihm zu stellenden Anträge schlüssig sein soll, kann die Entscheidung des Gerichts bald fallen, womit natürlich nicht gesagt ist, daß mit der juristischen Erledigung der Sache ihr unheilvolles Dasein im politischen Tagesleben zu Ende sei wird. Petersburg, 2. März. Um seine Meldung über den Zaren aufrecht erhalten zu können, erklärt das Kopenhagener Blatt „Politiken" weiter, daß Kaiser Nikolaus gegenwärtig von einer undurchdringlichen Mauer umgeben sei, und daß alle Ableugnungen, mögen nun die Gerüchte richtig sein oder nicht, von denen kämen, die zur Umgebung des Kaisers gehören; daher könnten natürlich die angeblichen Berichtigungen nicht anders lauten, als daß der Kaiser vollkommen gesund sei. Dagegen schreibt ein anderes Kopenhagener Blatt, „Dort Land", u. a. Nachfolgendes: „In Wirklichkeit verlautet nichts über die Krankheit des Kaisers. Gleich nach Erlaß des Friedensmanifestes, das der Zar persönlich verfaßt hatte, war der junge Monarch, wie das leicht möglich erschien, zweifellos von einer Nervosität heim- gesucht. Aber in den letzten Monaten hat Nikolaus II. sich wieder vollständig wohl befunden, und die Bestrebungen, ihn jetzt als krank darzustellen, entspringen einzig und allein der Sensationslust. Die zuverlässigsten Nachrichten aus St. Petersburg versichern, daß der Kaiser ganz wie gewöhnlich an allen Regierungsgeschästen teilnimmt." — Ferner erhält die Kopenhagener „Nationaltidende", die enge Fühlung mit dänischen Hofkreisen besitzt, aus Petersburg vom Dienstag abend folgende Drahtmeldung: „Der Zar erfreut sich der besten Gesundheit. Er hat in den letzten Tagen im Winterpalast eine Anzahl Personen in Audienz emfangeu." Ein halbamtliches Telegramm aus Petersburg vom Mittwoch endlich fügt hinzu: „Kaiser Nikolaus besichtigte in diesen Tagen eingehend das Pagenkorps, das Nikolai- Kadettenkorps, das Marine-Kadettenkorps und heute die Ingenieur-Akademie und verweilte längere Zeit in diesen An- Reiches zahlreiche Vertreter von Handel und Industrie erschienen waren. Die Versammlung wurde vom Staats- WHI sekretär Grafen Posadowsky begrüßt. Derselbe drückte die | 7 26. rechnet werden. ** Der Deutsche Handelslag ist gestern in Berlin zu Indem wir nngen ist die Meldung, e« sei gegen den Oberlehrer Dr. Schröder, wegen seiner Schrift: „Der höhere Lehrerstand in Preußen, seine Arbeit und sein Lohn" die Dis- ziplinaruntersuchung eingeleitet worden, unbegründet. D,e „Kieler Zeitung" bestätigt dies und fügt hinzu: In hiesigen Lehrerkreisen ist man der Ansicht, daß hier eine Verwechselung mit einer früheren Thatsache vorliegt. Im Vorjahre wurde gegen Dr. Schröder ein Verfahren eingeleitet, welches durch die Veröffentlichung eines Artikels in einer Fachzeitschrift hervorgerufen war. Die Regierung stellte seinerzeit das Verfahren sofort ein, da nachgewiesen werden konnte, daß ihre Bemängelung einer Schulstatistik unberechtigt sei und diese letztere auf wirklichen Thatfachen beruhte. Dr. Schröder ist seitdem wiederholt zu ministeriellen Konferenzen und Arbeiten herangezogen worden. Die jetzt in Frage stehende Broschüre findet in den Kreisen des höheren Lehrerstandes volle Anerkennung. Dr. Schröder, welcher dem Lehrer-Kollegium der städtischen Realschule angchort, ist für die Wintermonate beurlaubt und wirkt augenblicklich an der hiesigen Deckoffizierschule. — Vor dem vereinigten zweiten und dritten Strasfenat des Reichsgerichs in Leipzig begann gestern früh um 9 Uhr der Prozeß gegen den angeblichen Wollwarenhanoter Alfred DesirL Golt Huber aus Paris, welcher der Spionage beschuldigt wird. Geladen sind 13 Zeugen und 5 Sachverständige, darunter zwei militärische. Sofort nach Ausruf der Zeugen und Sachverständigen beantragte der Oberreichsanwalt den Ausschluß der Oeffenllichkeit für die ganze Dauer der Verhandlung wegen Gefährdung der Staatssicherheit. Der Gerichtshof beschloß gemäß diesem Anträge. Hoffnung aus, daß der HandelStag bei der Aufnahme der deutschen Produktionsstatistik die Regierung mit seinen Erfahrungen unterstützen werde. Der Staatssekretär konstatierte, daß das deutsche Volk kaufkräftiger und verbrauchsfähiger geworden, betonte die Notwendigkeit der Verbesserung der Produktion und Erweiterung der Absatzgebiete und Prüfung der Frage, ob und inwieweit die gesetzlichen Grundlagen, worauf der internationale Warenaustausch beruht, der Ergänzung und Berichtigung bedürfe. Nach der Wahl des Bureaus wurde der Geschäftsbericht vorgelcgt und einer Erklärung zu dem Gesetzentwurf über die privaten Versicherungsunternehmungen zugestimmt, welche eine Modi- fikation desselben, Beschränkung auf die Lebens-, Unfall-, Haftpflicht-, die Feuer-, Hagel- und Vieh Versicherung, sowie Beseitigung der verschiedenen Besteuerungsarten iw Deutschland und die privatrechtliche Regelung des Ber- sicherungswesens verlangt. *♦ Wegen Raummangel mußten wir die Besprechung über die 7. Theater-Vereins-Vorstellung, sowie einige andere, für den lokalen Teil vorgesehene Berichte zurückstellen. ** In Amerika verstorbene Hessen. New-York, Fra» Elisabetha Schaub, 62 Jahre alt, aus Schotten. Mus- catine, Jll., John Kopp, 79 Jahre alt, aus Schannenbach. Albany, N. Y., Wm. I. Re in eck, 44 Jahre alt, aus Kirdorf. Hazleton, Pa., Christian Wolfkeil, 63 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. Baltimore, Md., Daniel Stroh, 53 Jahre alt, aus Allendorf. Belleville, Jll., Frau Eva S ch a a b, 78 Jahre alt, aus Michelbach. New-York, Fra« Dorothea Stirn, geb. Koch, aus Alsfeld. Newark, N. I., Frau Katharina Diehl, 75 Jahre alt, aus Ruhlkirchen. New-York, Frau Katharina Kämpf, geb. Denner, 75Jahre alt, aus Heppenheim a. d. B. Daselbst. Frau Bertha Kahn, geb. Mayer, 45 Jahre alt, aus Gedern. WllkmS- bürg, Frau Elisabeth Koller, geb. Kredel, 56 Jahre alt. aus Hembach. 1. Mainz,2. März. Zehntes Symphoniekonzert. Das gestrige zehnte Symphoniekonzert wurde durch die große Brahms'sche 6-molI-Symphonie eingeleitel, der eine Novität, „Serenade in D-dur" von Dräseke folgte. Man könnte dieser Komposition einen Preis für Harmlosigkeit unb Empfindungslosigkeit zusprechen. Das Werk fand daher nur geringen Beifall, und auch der war nur der trefflichen Wiedergabe zu danken. Als Solistin war Mrs. Lilian Blau- velt aus London gewonnen worden. Die junge Dame, die erst vor kurzer Zeit durch den Konzertagenten Wolf m Berlin entdeckt wurde, fand für ihre Liedervorträge reichen, wohlverdienten Beifall. Sie sang in nicht weniger als vier Sprachen, nämlich englisch, italienisch, ftanzösisch und deutsch. Ihre Nummern, Arie des Gabriel aus Haydns „Schöpfung", Arie aus Bizets „Perlenfischer", „Der Jäger" von Brahms, „Les filles de Cadix“ von Delibes und Arie des Cherubim aus Mozarts „Figaros Hochzeit", „Ihr, die Ihr Triebe", brachte sie mit schönem, trefflich geschultem Sopran zu Gehör. _ Das letzte diesjährige Symphoniekonzert wird am 15. ds. Mts. unter Mitwirkung der Frau Lilly Rebna, Konzertmeisterin aus Paris, und des Herrn Willy Bur- mester stattfinden, und wird in demselben die Ouvertüre za Siegfried Wagners Oper „Der Bärenhäuter" hier zum erstenmale gespielt werden. stalten."________________________________________________ Lokales und Provinzielles Aus der Zeit für die Zett. Vor 54 Jahren, am 4. März 1835, wurde zu Savig liano der Astronom Schiaparelli geboren. Seinen ausdauernden Beobachtungen ist es zu verdanken, daß wir endlich Kenntnis von der Gestaltung des Planeten Mar- haben, dessen physische Beschaffenheit unserer Erde nicht unähnlich sein soll. Demgemäß konnte auch die UmdrehungS- zeit des Mars, welche 24 Stunden und 37 Min. 20 Sek. beträgt, bestimmt werden. Schiaparelli lebt zur Zeit ix Mailand als Direktor der dortigen Sternwarte. Gingesandt. Gt-tzrr», 3. März 1899. Verkehr, Land- und Volkswirtschaft. 1. März. 9xn*tm«rtt RoHrr X 14,01, roct$tr Weizen X 13 80, Kon, * HAO, Gerste X Die kürzlich hier angestellten Betrachtungen über dte -eg«-' wärtige Lage der öffentlichen Lesehalle -eigen, daß ohne allfetttge Unterstützung die Anstalt nicht so, wie sie e« sollte, ihn -..... --- - , , t. . Aufgabe erfüllen kann. Dreierlei scheint unumgänglich: »uvdehnuo- bie Notenbanken nicht billiger als die Neichsbank, des Kreises der Mitglieder auf die gesamten Schichten.der^Etnwoh/-"- “• " " ' ' schäft, die bisher zum sehr großen Telle sich noch^ab warten» verhalten hat; zweiten« Erhöhung der durchschnittlichen aw* gltrderbeiträge, für die der Mtntmalsatz von 2 Mark doch 0« I“ niedrig bemessen scheint; endlich auch eine freiwillige Beteiligung vn Benutzer der Lesehalle an den Lasten deS Vereins, der gewiß der einzelne angesichts der tbm gebotenen Vorteile, aus die Dauer h® nicht entziehen wird- Hessen wir, daß der Vorstand eS versteht, «W Kräfte zum gemeinsamen Wirken für die Erhaltung und Hebung va hier bereits unentbehrlich gewordenen Anstalt, die ihre Dasemoor» rechtigung so schlagend dargethan hat, heranzuztehm. *• Gießen, 3. März 1899. Um nochmal« aus die allgemein gewünfchte «Bartel Turaser"' Aufführung zurückzukommen, möchten wir der lodl. TheaterdtrelNou in ihrem eigenen Jntereffe hiermit dringend ans Herz Iwn, ttn Wiederholung, falls Herr Arthur Bauer in Frankfurt Zusag«cr teilen sollte, ja alS Bolksvorftellung zu geben. — Die ständige" Besucher de« Theaters haben „Bartel Turaser" bereits in der Theater^ vereins-Dorstellung gesehen, kommen also für die Dtrekton alsl-ö - sucher der etwaigen Wiederholung drS Stückes kaum in Betrag Unseres Dafürhalten« würde sich die Direktion dem großen Publllu« gegenüber ein Verdienst dadurch erwerben, wenn fie „Turater nicht alS AdonnementSvorftellung mit für viele unerfchwinglttv" Gastspielpreisen, sondern als V o l k S v o r st e l l u n g gäbe und « so den weitesten Kreisen zugänglich machte. Eine durch das spiel eines so hervorragenden Künstlers, wie etz Herr Bauer ist, » dingte kleine Preiserhöhung würde fich gewiß jeder gern getanen lassen Ein VolkSsreund. Ro», 3. März, lieber die am Papste vollzogene Operation, die eine schon feit 30 Jahren bestehende apfelsinengroße Geschwulst an der inneren Rückseite des linken Oberschenkels betraf, wird noch berichtet: Obwohl die Stimmung des Patienten keineswegs niedergedrückt war, Verzichteten die Aerzte angesichts seiner Schwäche darauf, zur Chloroformierung zu schreiten, sondern bewirkten nur eine örtliche Unempfindlichkeit durch Cocainlösung. Der erforderliche, sehr lange Schnitt wurde dank der Geschicklichkeit Mazzonis, sehr schnell ausgeführt. Der Papst seufzte während der. Operation wiederholt, stieß jedoch keinen Schrei aus. Die ganze Operation hatte 12 Minuten gedauert; i ' Gießen, den 3. März 1899. I Nach derselben wurde der Papst wieder m fein Bett zuruck- | I getragen Er zeigte, nachdem die anfänglich durch die •• Aus dem Derwaltnngsdtenst. Seine Königliche Hoh.ett I Operation und den Blutverlust verursachte Betäubung ge- der Großherzog h°ben Allergnadigst geruht, dem Kreis, schwunden war, ruhige Heiterkeit und äußerte zu Dr.Mazzoni: amtmann bei dem Kreisantte Bensheim, vr. Ferdinand „Sie hatten viel Mut, einen Mann in meinem Alter zu I Wüst, den Charakter als „Regierunasrat zu erteilen, operieren." Das Fieber war wunderbar schnell verschwunden. e* Die Höchstdekorierten im Großherzogtum Heffen. Em Nach dem einstimmigen Ausspruch der Aerzte wäre der Mitarbeiter des „Darmst. Tagebl.' hat nach dem neuesten Papst selben Tages seiner Krankheit erlegen, falls man I Staatshandbuch eine statistische Zusammenstellung über die Nicht die Operation ausgeführt hätte. Auch nach derselben I Mei st dekorierten im Gr o ßh^erzogt um gemacht, noch waren die behandelnden Aerzte wegen der Dysenterie Danach besitzt die meisten Orden Se. Exz. Herr Oberst- besorgt, die für den Patienten nicht nur Schwäche, sondern auch hosmarschall v. Westerweller, nämlich 37 fhm zunächst I eine Blutvergiftung befürchten lasse. Wenn indes der Papst kommt Seme @£5- j?err Generalleutnant fernher mit die Nacht zum Donnerstag gut überstehe — was anzu- 27 Orden; je 24 Orben befi|en bie Herren. Obe s Nehmen man allen Grunb habe — so könne man auf schnelle I ä la suite v. Kuchler, Hofmarschall a. D., unb Oberst Heilung rechnen. Das am Donnerstag Vormittag nun ver- ä la suite Frhr. v. Arbenne. v°n 20 unb me^r ßffentlichte amtliche Bulletin Über bas Befinben bes Papstes Orben fmb ferner die Herren: Generalmajor 5- D. Frhr. lautet: „Der Papst verbrachte eine ruhige Nacht ohne v. Rotsmann (22), die Flugeladjutanten Frhr. v. Sen^clens. Schmerzen. Er schlief wie gewöhnlich und nahm einige- Grancy (22) und Major Frhr. Roder v. Diersburg (22), male Nahrung zu sich. Atmung und Verdauung sind der preußische Gesandte Graf Goltz (22), Oberstallmecher regelmäßig. Der Verband wurde erneuert, an der operierten I Frhr. v. Riedesel (21), Kabmettsrat Menges (21), Se. xz- Stelle nimmt alles seinen normalen Verlauf. Temperatur Wirk!. Gehetmerat v. Neidhart (20) und ^rdenskanz^ 37,5, Puls 72, Atmung 22." Nach dem Vatikan strömten Generalmajor z. D. v. Herff (20). — Von Mitgliedern zahlreiche Fußgänger, viele Wagen hielten in den angren- mid Verwandten des Großherzoglichen Haus^ besitzen S zenden Straßen. Botschafter und Gesandte, sowie andere Königliche.Hoheit der Großherzog 23,. Se- Großh. Hoheit hohe Persönlichkeiten erkundigten sich nach wie vor über das Prinz Heinrich 29^ Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm 24 | Befinden des Patienten. Die Stadt hat im übrigen ihr Se. Durchlaucht Prmz Ludwig von Battenberg 20, Seme gewöhnliches Aussehen. - Obgleich die Krankheit des Durchl. Prmz Franz Josef von Battenberg 13 unb©e. Papstes augenblicklich zu ernsten Besorgnissen keinen Anlaß Königl. Hoheit Prmz Heinrichvon Preußenl 40 Orben bietet, hatte ber Karbinal Lebochowski als ber erste in ber Letzterer erscheint also im hessischen Staatshanbbuch als ber Reihe ber Karbinalpriester boch am Mittwoch ben Dekan I Meistbekorierte. des Karbinalkollegiums Oreglia bi Sank Stefano besucht, Bankdiskont. Nach einer uns heute zugegangenen sowie ben Karbinal Mertel, als ben ältesten Karbinalbiakon, Privatmitteilung aus Berlin wurde tn ber gestrigen mit benen er, ben apostolischen Bestimmungen gemäß, im Reichstags - Kommissionssitzung beschlossen den^ Plenum Fall' bes Tobes bes Papstes gemeinsam bie geistige Leitung vorzuschlagen, baß wenn ber Reichsbank-Dislont der Kirche übernehmen mußte. In ben Kreisen ber Kar- I 4«/0, c„ m dinäle arbeitet man auch schon fieberhaft für eine Konklave. I wenn ber Diskontsatz ber letzteren unter /0, In Betracht kommen als Bewerber ber breibunbfreimbliche I banken V8°/o barunter biskontieren dürfen. Kardinal Vannutclli, dann der ehrgeizige, intransigente ** Oberhesfischer Feuerwehrtag^. Am Sonntag nachmittag Svampa sowie die Kardinäle Mazella, Dipietro und Gotti. I 2«/4 Uhr findet im Saale des „Pfälzer Hofes »rie Letzterer ist ber Karbinal, ben Herr v. Schlözer seinerzeit I berg bie Abgeorbneten-Versammlung des Der» als geeignetsten Nachfolger Leos bezeichnete. Eine Reihe I hessischen Verbanbes Freiwilliger Feuerweyren italienischer Karbinäle scheint für Vannutelli gewonnen, boch I statt. Zur Tagesorbnung sinb gestellt: Antrag Friedoerg ist bamit bcssen Erfolg keineswegs gesichert. Tägl. Runbsch. I wegen Abänberung bes Feueralarm-Signals; Abänderung Paris. Die Entscheidung des Senats über die I der Satzungen, 8 2, 3, 5; Beitritt zum Samanterbund; Abänderung des Revisionsverfahrens ist am Mittwoch ge- I Festsetzung der in der Provinz Oberhessen geltenden Wagenfallen, und zwar im Sinne des Kabinetts Dupuy, indem die I spurweite; Besprechung technischer Fragen; Einführung eines stattliche Mehrheit von 158 Stimmen sich gegen eine Minder- I Diploms für 20jährige Dienstzeit; Abrechnung der Statuten heit von 131 Stimmen für die Vorlage erklärte. Wesent- I der Verbandskasse; Wahl des Ortes, an welchem der lich hatten die Darlegungen der beiden nächstbeteiligten I 18. oberhessische Feuerwehrtag abgehalten werden soll. — Zugleich wird eine Besprechung der oberhessischen Kreis- Feuerwehrinspektoren stattfinden. In Oberhessen bestehen zur Zeit 48 freiwillige Feuerwehren mit 3408 Mitgliedern und 4526 Hilfsmanuschaften. Zu dieser Versammlung habön auch die Kommandanten und Führer der Pflichtfeuerwehr Zutritt, und darf somit auf eine zahlreiche Beteiligung ge- Äntni rie Mit 2 -rMaßerrtvart. ifo Hießen ist bis 1.3. wieder zu W Elrlie ist fick Wch BMnbn * M 12. Mz llrrirstrchMristtt Neustadt 79, Mr herigen BesMig' Beischluß von Zeu Siehrn, ml.! Der Kreis'Aursch Gieß von Bee stbem -ann rinn M » 0 frohem { ixiübtr b S wirb 61 118 in «im U Denner, ?ögjp >st. Frau Str: - Gedern. Win M 58 Jahnt ihoniekonjti :bt durch die gtz M. Mas fc HarckW uni leck i." Np n nur btt E^n aMrs.LilmA )ie junge Tmk.: ertagenten Weis edervortragr reich icht weniger olii canzösisch unddruu >aydns„Schchi Jäger“ von Nr ) Arie dessen r, die Ihr Trir em Sopran y! MvMl w^ ' Frau Lilly A Herrn Wy k- m dieOuveM^ enM" hier P dl! M 35, »*1«®** lebottn.»?* Cerbanto>V; d,s N».*' mferer Erde nH ■ Sbi- U** ,b31 «'»■ tli lebt M 8‘" Sternwarte.___ L 3. M l881, M die 6fi «ff JE, d°h 0 ^Ü-»uE . ßtnwi W»»°7b7«-b ltT o anarf to4 ' sifef Dolst°"b ‘6njj ft*. 3 gjM1899; W»A , (int« Sfe? !".FM Sd-Z rKS V •* KriefKaften. Abermals nach Heuchelheim« Kann einem Philipp man verargen. Daß er auf hohem Pferde fitzt? - Lrotzdem b dbt manches rin,Margen, Darüber brütend er jetzt fchwttzt. 'S wird heuer nicht» so heiß genossen, «16 in der TeuselSküch' man'« b-üt; Im Uebermut treibt mancher Possm, Der Ohnmacht hinterher verrät! — Xeptilchen hin. Nepttlchm her; Ze'gt flch'S im übrigen nur munter, Kriegt <6 bebende mehr und mehr Den Gernegroß beiNein doch unter._________________ KirchlicheUachrichten. Svamgelische Gemeinde. San»tag den 5. März. Oculi. Gottesdienst. Ju der StadUirche. Vormittag- 9'/, Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für bie Matthüu-gemeinde. Pfarrer Schlosser. Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Nächstkünftigen Sonntag, den 12. März, Met im »bendgotteSdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus - und MarkuSgemeinde gemeinsam statt. Anmeldung zuvor bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Ju der Johanneskirche. Vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer vr. Naumann. vormittag- 11 Uhr: KindergotteSdienst für die Johannes« gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 6 Uhr: Eiehe Stadtkirche. Montag den 6. März, abends 8 Uhr: vibelstnnde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Apostel-Gefch. 5, 17 ff. Pfarrer Euler. Mittwoch den 8. Mürz, abendS 6 Uhr: vierte PasfionSandacht. in der JohanneSkirche. Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. CamStag den 4. März. Nachmittag- um 41/« Uhr und abend- um 8 Uhr: Gelegenheit -ur heil. Beichte. Sonntag den 5. März. S. Fastensonntag. vormittag- von SV, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. „ um 7 Uhr: Die erste beil. Messe; vor und in derselben Austeilung der heil. Eommunion; w um 8 Uhr: die zweite beil Meffe; , um SV, Uhr: Hochamt mit Predigt (8. Fastenvredigt); Nachmittags um 5*/, Uhr: Christenlehre; darauf Fastenandacht. Mittwoch Abend um 6 Uhr ist Fastenandacht. Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau »Herold*. Berlin, 3. März. Der Kaiser hat seinen Bruder, den Prinzen Heinrich, zum Chef des ostasialischen Geschwaders ernannt. Wien, 3. März. Der Schriftsteller-Verein Konkordia veröffentlicht in .den Blättern eine bemerkenswerte Note gegen die Maßregelung der „Neuen Freien Presse“ durch den Wiener Stadtrat. Budapest, 3. März. Der Zusammenschluß der nationalen und der liberalen Partei wurde gestern in der Landesversammlung der nationalen Partei durch Annahme einer Urkunde, nach welcher die Aufhebung der Nationalpartei und der Anschluß an die liberale Partei ausgesprochen wird, vollzogen. Nom, 3. März. Gestern abend wurde aus dem Vatikan an Mazzoni telephoniert, daß der Papst wieder fieberfrei sei- Die Temperatur steht wieder auf 37,5 Grad, der Zustand des Papstes kann jedoch noch nicht als völlig gefahrlos bezeichnet werden. Am Nachmittag hatte Rampolla den Papst auf 15 Minuten gesprochen. Der Appetit hat sich wesentlich gebessert. Die Verdauung ist anhaltend gut und regelmäßig. Gestern mittag trafen überaus herzlich gehaltene Depeschen des Kaisers von Oesterreich und von der Königin von Spanien ein, die der Papst unter der Erteilung seines Segens sofort beantwortete. Paris, 3. März. Der Präsident Loubet hat gestern nachmittag vom Elysee offiziell Besitz ergriffen. Er fuhr in Begleitung feiner Gemahlin im offenen Landauer vor. Eine 60 Mann starke Wache erwies ihm militärische Ehren. Loubet hat als demokratischer Präsident den Wunsch geäußert, es solle ihm nur bei offiziellen Gelegenheiten die gebührenden Ehren erwiesen werden. Paris, 3. März. Mau versichert, Constaus habe die meisten Aussichten für den Präsident en sitz im Senat und glaubt, derselbe werde im ersten Wahlgange gewählt werden. Sollte dies nicht der Fall sein, so habe Falliöre gute Aussichten. Ikltiiuntnuiiljiiiißeii Bekanntmachung. Die erledigte Stelle eines KreiSstraßenwarts mit dem Sitz in Gießen ist bis zum 1. April l. I. wieder zu besetzen. Mit der Stelle ist freie Wohnung verbunden. Bewerber wollen ihre Meldungen bis zum 12. März l. I bei dim Kreisstraßenmeifter Rohrer dahier, Neustadt 79, unter Angabe der seit- herigen Beschäftigung und unter Beschluß von Zeugnissen einreichen. Gießen, am 1. März 1899. Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gießen. Verdingung Die zum Ausbau der Plork« strahe erforderlichen Erd und Pflaster, und Chausfierarbeiten sollen Donnerstag, 9. ds. Ms., vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. ArbeilS- beschreibung und Bedingungen liegen bei uns auf Zimmer Nr. 7 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck find bis zum genannten Termin ein« jureichen. 1658 Gießen, den 2. März 1899. Das Stadtbauamt. Schm andt. DipfMmmn ML Schlachthaus. Freibank. 1856 Heute und morgen: Ochseufieisch 54 W Kchmiuefieisch 50 Psg. Schellfische treffen heute ein bei 362 A. & G. Wallenfels. Markt 21. — Fernsprech-Nr. 46. Grüne Heringe (feinster Backfisch) per Pfund 15 Pfennig, Bratbücklinge Nipsiehlt 892 J. M. Schulhof, Marktstraße 4________Telephon US. Heute Samstag MorgenS. Wellfleisch mit Kraut, abends: MehklftWe. Fh. Bauer II., Bahnhofstraße. 1949 Feinste Gothaer Cervelatrnurfl, la. Frankfurter Würstel, la. neue Hellerlinsen frisch eingetroffen bei 384 A. & G. Wallenfels, Markt 21. — Telephon 46. Mrflplatten v. Diflerstäbe stets vorrätig. 0685 Joh. Lenz, frinhfnrltrgr. 123 □OOOOOOOOOOOQ 96 gelernte Buchfinken verschiedene Lieder singend, sowie viele Zuchipaare ungelernter Finken, 2 sprechklldt Mld slllgkllde Stare, Distelfinken, Hänflinge, Zeisige re., habe in der Geflügel-Ausstellung auf dem Windhof von jetzt bis Montag abend zu verkaufen. 0697 Dietrich Möller aus AngerSbach. □OOOOOOOOOOOQ Maurer- uud Weißbiuder- Saud kann jederzeit abgeholt werden bei 1937 Maurerrnür. Schäfer in Wieselt. (tarnte mit Firma liefert billigst Arühl'sche Nniv.-pnuLerii. 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Nachdem wir durch die freundliche Unterstützung, welche uns von allen Selten zu teil geworden, in die Lage versetzt waren, zu Weihnachten 18 arme Kinder, 9 Knaben und 9 Mädchen, vollständig kleiden zu können, drängt es uns, allen herzlichst zu danken, welche durch Sammeln von Cigarrenspitzen und Staniolkapjeln, sowie durch Geldbeiträge mitgewirkt haben, daß wir ein so schönes Resultat erzielen konnten. Indem wir diesem Danke hiermit Ausdruck geben, bitten wir, unseres Vereins auch künftig gedenken zu wollen. An Beiträgen gingen ein bei den Herren: Martin Dörr 32.99 Mk., Rendant Doering 13 Mk, L. Friedrich 0.50 Mk., Friseur Gerhardt 49 Mk., Emil Kalbfleisch 24 Mk., Kustos Dr. Heuser 64 Mk., K. Roth II. 13.50 Mk., Kliniksoerwalter Keller 10 Mk., vom Gastwirteverein dahier 10 Mk, Erlös von Cigarrenspitzen 52.50 Mk., Erlös von Staniolkapseln 26.81 M., und auS verschiedenen Kästen rc. 10.19 Mk.____________________ Der Borstand. Gänzlicher Ausverkauf wegen Aufgabe meines Geschäfts. Zum Verkauf kommen Fabrikate befi Herrn A L. Mohr, Altona- Bahrenfeld: Margarine, Schmalz, Fleischwareu unb andere Spezereien zu sehr billigen Preisen. 0694 liadengasse 1. J. Färber, Mengafik 1. Verschiedenes Offene Stellen 1897] Braver Junge kann in die Lehre treten. H. Sack, Sckreinermeister. _______________Gr. Mühlgaffe 5.______ Eia gemaa-ter Inngk als Kellnerlehrling gesucht. 1946 _____________________Hotel Schütz. 1956] Putzfrau für die Geschäfts- räume gesucht.Otto Schaaf. 0698] Gesucht auf sofort ein ordentliches Mädchen zu Kindern und leichter Hausarbeit nach Cassel. Näheres Neustadt SO.___________ 1947] Ein besseres Mädchen zu einem 4 Jahre alten Knaben gesucht. _____________________Hotel Schütz. 1943] Ein braves, tüchtiges Mädchen alöbald zu mieten gesucht. Näheres Plockstratze 2.__________ 1955] Ein Mädchen für Küche und Hausarbeit gegen hohen Lohn gesucht^_______________Seltersweg 89, I. Gesucht nach MesbaSea wird ein sehr tüchtiges, ordentliches Mädchen zum 15. 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März, nachmittags 3 ühr, vom Sterbehause, Südanlage 10, aus statt. f Q Es hat Gott gefallen, unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Grosstante Statt jeder besonderen Mitteilung. Heute nachmittag 41 /2 Uhr entriss uns der Tod infolge einer Lungenentzündung unsere heissgeliebte, ewig unvergessliche Gattin, die liebevollste, aufopferndste Mutter Htbaction: L. Burkhardt. — ®nut xab Berte, ber Brühl'schen UniversitätS-Buch- unb Strinbruderei (Pirtsch Erben) in Gießm. Die heutige Mummer umfaßt 10 Seitc Frau Bertha Hornberger geb. Reifenberg im 58. Lebensjahre, im 35. unserer so glücklichen Ehe. Die tiefgebeugten Hinterbliebenen: Louis Hornberger. Fritz Hornberger. Paul Hornberger. i Montagr- 353»««; **j*5Sii ■640111'* Dltt betyH1, Än $ie Erklär«! 8on 3* iS'“;3111 ? Sr°«K'ei Sier ? ®eli 41 $n der Budget! Legierung über die mi roerben, unb den t-ünbeten Regierunger ioti, als derartige K ber Dienstagsißun Kmb interessante Din Lusgeworsen morden, n Verhältnis ju England ber Handelsvertrag gel Ehrungen des Staats! ter von ber britischen rocht bit Zustimmung Snnen, sonst wäre Mg gewesen. Wvr Kat hen von Mlvw Kinigung nicht so lei and mit England 1 io scharfe Konkuw schwer England di mehrfach den ®rur ^gegenüber gegeben Wischen beiden Läi lUtbminfommen adg chofsen, daß aut) au "int fäftänbigung er Sntmffiint D 'fißung ber Vorgänge a M W der Gärung ^rund vor, der grvher ' vNMtKen. tzntw ' "1 Unrecht, dann seh W« zugestanben mi Maltignng des beut! ^ bereinigten Staa tbeichsverwaltllng das Ned unb energisch M es wäre deshal Ä1*'