Nr. 30 Zweites Blatt Samstag den 4. Februar 1890 Gießener Anzeiger Heneral-AnMger Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. Zzeznqspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Psg. menotiid) 75 Psg. mit Bringerlohn. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen tat In« und AuSlandeS nehmen Anzeigen für de« Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener M«mikieubtätter werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Amts- und Anzeigeblatt für den 'Kreis Gietzen. Redaktion, Expedition und Dntckerei: Kchutstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener FamiUenblätter, Der hessische Zandwirt, Ktätter für hessische UalKsKnnde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hiehe«. Fernsprecher Nr. 51. Die Lage in Frankreich. Die Zustände, welche gegenwärtig in der Republik jenseits der Vogesen herrschen, sind kürzlich von gewisser Seite mit dem Ausdruck „Anarchie" bezeichnet worden. Und fürwahr, wenn man die Ereignisse der letzten Zeit überblickt, so muß man zugestehen, daß die Situation vollständig verworren und haltlos ist. Wie wir ja bereits des öfteren ausgeführt haben, stehen wir der Affaire Dreyfus durchaus unparteiisch gegenüber. Die Person des Exkapitäns ist uns so gleichgiltig, daß wir für ihn keine Lanze zu brechen Anlaß haben. Nur das haben wir von vorneherein betont: Ist die Verurteilung Dreyfus' nicht auf streng legalem Wege erfolgt, so muß im Interesse der Gerechtigkeit eine Revision des Prozesses eintreten. Dafür könnte unserer Ansicht nach auch die Generalstabspartei plaidieren, nachdem die Sache so viel Staub aufgewirbelt und ganz Frankreich in Erregung versetzt hat. Zu verstehen war es ja, daß der Generalstab und seine Anhänger anfangs einer Revision widerstrebten, vorausgesetzt, daß sie von der Legalität des Verfahrens gegen Dreyfus fest überzeugt waren. Daß die Rechtssicherheit in Frankreich einen starken Stoß erlitten hat, vermag niemand zu leugnen. Die Verhandlungen gegen Esterhazy und Zola boten zu viele Punkte dar, in denen sich der unbefangene Laie sagen mußte: „Das widerstrebt meinem Rechtsgefühl". Wenn auch der Chauvinismus in weiten Kreisen dieses Rechtsgefühl erstickte, so hat doch die Erfahrung gelehrt, daß die Anschauungen sich im Laufe der Zeit änderten und gar viele nachträglich zu der Erkenntnis kamen, daß das strikte Recht arg verletzt worden sei. Und wir meinen, ein Land, welches das Vertrauen in die Rechtmäßigkeit der Regierungshandlungen und überhaupt in die Uneigennützigkeit seiner Justiz verloren hat, steuert thatsächlich der Anarchie entgegen. Frankreich hat in dieser Hinsicht so viele böse Erfahrungen hinter sich, daß man meinen sollte, die maßgebenden Kreise seien klug geworden. Aber das scheint nicht der Fall zu sein, denn die schwankende Politik der Regierung gegenüber dem Revisionsverfahren im Dreyfusprozeß ist kein Zeichen dafür, daß man sich die gesammmelten Erfahrungen zu nutze gemacht hat. Wohin treibt man in Frankreich? Das ist heute die Frage vieler. Und die Antwort lautet: „Zur Anarchie." Aber die Anarchie kann nur ein Uebergangsstadium sein von mehr oder weniger langer Dauer. Daß die Republik die Herzen der Franzosen voll befriedigt, kann niemand behaupten, nur die Frage „Was sonst" sichert ihr noch den Bestand. Vielleicht haben diejenigen recht, welche in letzter Zeit die Uebernahme des Thrones von Frankreich durch einen Napoleon als gar nicht so aussichtslos hinstellten. Ohne schwere Kämpfe, ohne vorherige Anarchie wird das aber nicht geschehen können. (xx) Zur Kiautschou-Debatte im Reichstage schreiben die „Münchner Neuesten Nachrichten": Seit langer Zeit haben wir keine so erfreuliche Debatte im Deutschen Reichstage erlebt, wie die gestrige über Kiautschou. Der ganze Verlauf der Verhandlungen bedeutete einen Sieg der Regierung und gab ihr die Bestätigung, daß die überwältigende Mehrheit des Parlaments die seit der Besitzergreifung von Kiautschou ergriffenen Maßregeln billigt. Daß von regierungs- und kolonialfreundlicher Seite aus die ostasiatische Politik der Reichsregierung anerkannt werden würde, war nicht zweifelhaft, in dieser Beziehung haben daher die Reden des Nationalliberalen Grafen Oriola, des Freikonservativen Grafen Arnim und des Konservativen Oertel keine Ueberraschungen gebracht. Dafür war aber das, was die „Geister", die stets verneinen, für oder wider die Kiautschou-Politik der Regierung ausführten, im höchsten Grade bemerkenswert; nicht etwa wegen der Fülle von Gedanken oder praktischen Ratschlägen, sondern wegen des Mangels an Oppositionsmaterial. Was da von Richter, der anscheinend nur kurz gesprochen hat, und von Bebel, dem berufenen Kolonialhelden der sozialdemokratischen Partei, dargelegt wurde, entbehrte, wenn man die obligaten Ausfälle gegen Flottenvermehrung, Militarismus und bureaukratisches Regime ausnimmt, vollständig der Heftigkeit, mit der sonst Schlachten gegen die Kolonialpolitik der Regierung im deutschen Reichstage geführt wurden. Sowohl Richter wie Bebel find im Grunde wohl kaum erfreut darüber, daß die Maßregeln, die zur wirtschaftlichen Förderung der ostasiatischen Erwerbung ergriffen wurden, so verständig und praktisch eingeleitet und durchgeführt sind. Zwar könnten die beiden an der Wahrscheinlichkeit des raschen Gedeihens von Kiautschou selbst kaum zweifeln — dazu sind sie viel zu klug —, aber sie gaben sich die redlichste Mühe, das Erreichte und zu Erhoffende mit dem düsteren Schleier ihres, wenn es gegen die Regierung geht, unbesieglichen Skeptizismus zu umhüllen. Ihnen gegenüber hatte Admiral Tirpitz naturgemäß einen leichten Stand. Der Staatssekretär des Reichs- Marineamtes gab übrigens in seinen gestrigen Reden nicht viel mehr als einen Extrakt aus der bekannten Denkschrift über die Entwicklung Kiautschous, und er konnte gester« von den einsichtigen und verständnisvollsten Kolonialfreunden des Hauses in reichem Maße die Anerkennung für die von der Regierung entfaltete Thätigkeit in unserer jüngsten Kolonie ernten. Das Gesamtergebnis seiner Ausführungen war das: Die wirtschaftliche Entwicklung Kiautschous wird bei Handelsund Gewerbefreiheit, bei der zweckmäßigen Bodenpolitik, bei entsprechender Ausnutzung der ruhenden wirtschaftlichen Kräfte langsam, aber stetig vor sich gehen. Als militärischer Stützpunkt behält die Kolonie ihre große Bedeutung. Die Verwaltung basiert auf möglichster Autonomie der Ansiedler und Unabhängigkeit des Gouvernements vom grünen Tisch in Berlin. Wem das Wachstum des Vaterlandes am Herzen liegt, der wird mit lebhafter Freude den Triumph der jüngsten deutschen Kolonialpolitik im Reichstag begrüßt haben, und er wird sich auch die Freude durch die Thatsache kaum verkümmern lassen, daß diese erste hervorragende Leistung unserer Kolonialpolitik ein Verdienst unserer Marineverwaltung ist. Deutsches Reich. Berlin, 2. Februar. Der Kaiser empfing heute mittag 12’/4 Uhr die Bischöfe von Fulda und Limburg. Berlin, 2. Februar. Der Großherzog und die Großherzogin von Baden gedenken heute abend Berlin wieder zu verlafien und nach Karlsruhe zurückzukehren. Berlin, 2. Februar. Der König von Sachsen, der bei seiner Anwesenheit in Berlin anläßlich der Feier des Geburtstages des Kaisers den Staatssekretär Posa- dowsky in längerer Audienz empfangen hatte, hat diesem den goldenen Stern zum Großkreuz des Albrecht-Ordens persönlich überreicht. — Zum Hafenbau in Swakopmund meldet das „Deutsche Kol.-Bl.": Der Regierungsbaumeister Ortloff ist Ende November mit den für den Hafenbau bestimmten Beamten und Arbeitern in Swakopmund eingetroffen. Der Gesundheitszustand der Leute ist bisher ein sehr zufriedenstellender gewesen und wird es hoffentlich auch ferner bleiben. ES sind zunächst Feststellungen über das Vorhandensein von brauchbarem Gestein in der Nähe der Küste erhoben worden. Erfreulicherweise ist Granit 2,5 Kilometer von der Baustelle und 300 Meter vom Meeresstrande entfernt vorgefunden worden. Der Granitfels steht nicht als Berg an, sondern Di« Feuilleton. Aas 19. Jahrhundert. (Nachdruck oder Auszug verboten.) Chronologische Uebersicht. II. 1809 27. 9. 11. 4. 12. 4. 21. 5. 31. 5. 5. 7. Kongreß zu Erfurt. Ausbruch des Tyroler Aufstandes gegen die Franzosen. Erstürmung Innsbrucks durch Andr. Hofer. Schlacht bei Aspern. Schill fällt zu Stralsund. Schlacht bei Wagram. 1 31. 2. 11. 20. 30. 3. 3. 4. 4. 4. 5. 9. Einzug der Verbündeten in Paris. Napoleons Absetzung durch den Senat. Napoleons Abdankung zu Fontainebleau. Napoleon tritt die Reise nach Elba an. Erster Pariser Friede. Publikation der allgemeinen Wehrpflicht in Preußen. wichtigsten politischen Ereignisse des 19. Jahrhunderts. 1810 20. 2. Andreas Hofer zu Mantua erschossen. 1. 11. Eröffnung des Wiener Kongreffes. 1800 14. 6. Schlacht bei Marengo. 19. 7. Königin Luise von Preußen f. 4. 11. Vereinigung Norwegens mit Schweden. 26. 10. Moltke *. 5. 11. General Bernadotte wird vom König von 1815 26. 2. Napoleon I. verläßt Elba. 1802 19. 5. Napoleon stiftet den Orden der Ehrenlegion. Schweden adoptiert. 1. 3. Napoleons Landung in Frankreich. 1804 2. 12. Kaiserkrönung Napoleons. 1811 20. 3. Napoleons Sohn, der König von Rom, *. 20. 3. Napoleons Einzug in Paris. 1805 21. 10. Vernichtung der französischen Flotte bei 1812 22. 6. Beginn des Krieges gegen Rußland. 1. 4. Otto von Bismarck *. Trafalgar durch den englischen Admiral 7. 9. Schlacht an der Moskwa (Sieg über die 8. 6. Gründung des deutschen Bundes. Nelson. Russen). 12. 6. Stiftung der Jenaer Burschenschaft. 2. 12. Dreikaiserschlacht bei Austerlitz. 15. 9. Brand von Moskau. 18. 6. Schlacht bei Waterloo. 1806 1. 1. Bayerns u. Württembergs Herrscher nehmen 19. 10. Napoleon tritt den Rückzug aus Rußland an. 22. 6. Napoleon entsagt dem Thron. den Königstitel an. 25. /28. 11. Uebergang über die Beresina. 15. 7. Napoleon begiebt sich an Bord des „Belle- 12. 7. Stiftung des Rheinbundes. 1813 18. 1. Friedrich Wilhelm III. begiebt sich zur rophon" in englischen Schutz, wird aber 6. 8. Kaiser Franz legt die deutsche Kaiserwürde Organisierung des Befreiungskampfes als Staatsgefangener erklärt. 26. nieder. nach Breslau. 7. 8. Napoleon wird nach St. Helena eingeschifft. 8. Buchhändler Palm auf Napoleons Befehl 17. 2. Errichtung des Lützow'schen Freikorps. 26. 9. Errichtung der heiligen Allianz. erschossen. 10. 3. Stiftung des eisernen Kreuzes. 20. 11. Zweiter Pariser Friede. — Neutralität der 9. 10. Preußens Kriegserklärung an Frankreich. 27. 3. Preußen erklärt Frankreich den Krieg. Schweiz beschlossen. 10. 10. Schlacht bei Saalfeld. 21. 4. Errichtung des Landsturmes in Preußen. 1816 5. 11. Einführung der Verfassung im Großherzog- 14. 10. Schlacht bei Jena und Auerftädt. 2. 5. Schlacht bei Groß-Görschen. tum Weimar. 27. 10. Napoleons Einzug in Berlin. 20. 5. Schlacht bei Bautzen. 1817 18. 10. Wartburgfest. 1807 22. 1. Bildung des Schill'schen Freikorps. 28. 6. Scharnhorst f. 1818 26. 5. Bayern erhält eine Verfassung. (Desgleichen 7. 2. Schlacht bei Preußisch Eylau. 26. 8. Theodor Körner stirbt bei Gadebusch den Baden im selben Jahre.) 9. 7. Friede zu Tilsit, durch welchen Preußen die Heldentod. 1819 23. 3. Kotzebues Ermordung durch Sand. Hälfte seines Gebietes verlor. 6. 9. Sieg der Preußen bei Dennewitz. 12. 9. Blücher f. 18. 8. Bildung des Königreichs Westfalen. 1. 10. Auflösung des Königreichs Westfalen. Württemberg erhält eine Verfassung. 31. 8. Scharnhorsts Entwurf zur Regeneration der 16./18. 10. Völkerschlacht bei Leipzig. 1820 20. 5. Kotzebues Mörder, Sand, wird enthauptet. preußischen Armee. 18. 11. Auflösung des Rheinbundes. 1821 5. 5. Napoleon auf St. Helena f- 1808 20. 4. Napoleon III. *. 1814 1. 1. Die Alliierten überschreiten den Rhein. Beginn des griechischen Freiheitskrieges. liegt nur etwa 7 Meter über dem Meeresniveau. Der au der neuen Eisenbahn nach Windhoek, 3 Kilometer von der hiesigen Station entfernt liegende Marmor eignet sich seiner geringen Härte wegen nicht zum Baustoff. Von der Ausbeutung des 40 Kilometer von Swakopmund in den Hannos- bergen anstehenden Basalts mußte der großen Transportschwierigkeiten wegen abgesehen werden. Zum Zwecke der Gewinnung des zum Bau ausgewählten Granits ist mit der Legung der Transportbahn begonnen worden, auch ist eine Kolonne Arbeiter mit der Bloßlegung des Felsens beschäftigt. Für die Erschließung des erforderlichen Süßwassers wird 150 Meter oberhalb der jetzigen Wasserstelle des Swakop- flnffes eine Brunnenanlage hergestellt. Für die Hebung des Wassers und Förderung bis zur Entnahmestelle ist die Aufstellung des Windmotors im Gange. Der Rest der Arbeiter ist bei der Aufstellung des Wohnhauses für den Leiter der Arbeiten thätig. Die Baracke ist bereits fertig aufgestellt. — Heber die Fortschritte des Bahnbaues in Südwestafrika berichtet das genannte amtliche Blatt: Nach Bericht von Anfang Dezember v. I. war das Bahngleis bis Kilometer 86, der Unterbau bis Kilometer 109, das Telephon bis Kilometer 100 fertig gestellt. Am Bahnbau waren thätig: 2 Offiziere, 1 Rechnungsbeamter, 14 Unteroffiziere, 240 weiße und 230 farbige Arbeiter. 19 Pferde und 76 Maulesel 'standen zur Verfügung. Die Hauptschwierigkeit des Baues liegt in der Wasserversorgung. Das bei der Station Rössing erbohrte Wasser ist stark salzhaltig. Plauen, 2. Februar. Wie dem „Voigtländ. Anzeiger" aus Eger mitgeteilt wird, ist der Beschluß des Stadtrats zu Eger, 1000 Gulden für ein in Eger zu errichtendes Bismarck-Denkmal zu spenden, von der Bezirkshauptmannschaft zu Eger sistiert worden. Braunschweig, 1. Februar. Der braunschweigische Landtag lehnte den Antrag auf besondere Besteuerung der Warenhäuser ab, weil der Antrag undurchführbar sei und das Vorgehen Preußens abgewartet werden soll. Ausland. Wien, 2. Februar. Offiziös wird die Meldung, daß die Kronprinzessin Stefanie auf dem Fahrrad einen Unfall erlitten habe, dementiert. Derselbe sei einer Hofdame passiert. Paris, 2. Februar. Ministerpräsident Dupuy und Justizminister Lebret konferieren gegenwärtig mit der Revisions-Gesetzgebungs-Kommission. Beide Minister sind geneigt, in Aenderungen zu willigen, welche geeignet erscheinen, die Affaire Dreyfus rasch zu erledigen. London, 2. Februar. Nach Meldungen aus Samoa werden die Plünderungen dort fortgesetzt. Jn Vaililm wurde das Haus des verstorbenen Schriftstellers Stefenson vollständig geplündert. Auf Befehl Mataasas wurden vor kurzem in Freiheit gesetzte Gefangene, von neuem verhaftet. Die verbannten Häuptlinge der Malietoa-Partei landeten auf Pagopago, wo sie von den Eingeborenen begrüßt wurden. Letztere versuchten dann, sich des an Bord des Schooners befindlichen Sohnes Mataafas zu bemächtigen. Der Kapitän vereitelte dies jedoch. Sitzung der Stadtverordneten am 2. Februar 1899. Anwesend die Herren Oberbürgermeister Gnauth, die Beigeordneten Georgi, Grüneberg und Wolff, von feiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Em melius, Euler, Flett, Dr. Fuhr, Dr. Gutfleisch, Hanau, Haubach, Helfrich, Huhn, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Orbig, Petr i, Or. Schäfer, Scheel, Schiele, Schmal! und Wallenfels. Herr Bauunternehmer Ab ermann hat um Erlaubnis zur Errichtung eines Ziegelbrennerhäuschens auf seinem Grundstück am Wismarer Weg nachgesucht. Das Gesuch wird ausnahmsweise und widerruflich genehmigt. In dem Gesuch des Herrn Architekt Seuling handelt es sich um Dispens von denjenigen Bestimmungen der Bauordnung, welche den Massivbau vorschreiben. 'Gesuchsteller will auf zehn neu zu errichtenden Einfamilienhäusern an der Straße zwischen Moltkestraße und Steinweg Ober1822 18. 12. Unabhängigkeitserklärung Brasiliens. 1824 4. 10. Sieg der Griechen bei Samos. 1828 14. 6. Karl August von Weimar f. 1830 Einnahme Algiers durch die Franzosen. 27. 7. Beginn der Julirevolution in Paris. 9. 8. Louis Philipp besteigt den Thron. 7. 9. Aufstand in Braunschweig. Das Herzogliche Schloß erstürmt. 9. 9. Aufstand in Dresden. 18. 11. Belgien erklärt feine Unabhängigkeit. 1831 26. 5. Niederlage der Polen bei Ostrolenka. 4. 6. Prinz Leopold von Koburg zum König der Belgier gewählt. 29. 6. Freiherr v. Stein f. 6. 9. Warschau muß sich an Rußland übergeben. 1832 22. 7. Napoleons Sohn, der Herzog von Reichstadt, stirbt an der Schwindsucht. 1836 29. 10. Louis Napoleon dringt in Straßburg ein, wird aber gefangen. 1837 — — Englands Vereinigung mit Hannover aufgehoben. 1. 11. König Ernst August von Hannover «hebt eigenmächtig die Vcrfaffung auf. 1840 7. 6. König Friedrich Wilhelm 111. von Preußen f. 6. 8. Louis Napoleon landet in Boulogne, wird aber gefangen., :a> 6. 10. Derselbe zu lebenslänglicher Haft verurteilt. (Fortsetzung folgt.) stockwerke in Holzbau errichten. Das Gesuch wird befürwortet. Bei dem Gesuch des Herrn Glasermeifter Hirz, welcher an Stelle feines abzubrechenden Hauses am Seltersweg einen Neubau errichten will, handelt es sich um Entbindung von der Verpflichtung zur Anlage eines Thorweges, um die Zulassung einer das Verhältnis zur Straßenbreite überschreitenden Gebäudehöhe und eines erkerartigen Ausbaues an der Vorderseite des geplanten Neubaues. Die Versammlung sprach sich für Befürwortung des Dispenses hinsichtlich aller Verstöße gegen die einschlägigen Bestimmungen aus. Herr Graveur Karl Schwan beabsichtigt das ehemals Nübsamen'sche und das Gail'sche Haus auf der Mäus- burg niederzulegen und an deren Stelle einen Neubau zu errichten. Die Versammlung sprach sich für Gestattung von verputztem Fachwerksbau, mit Ausnahme einer nach dem Horn'schen Hause hin zu errichtenden Brandmauer, aus. Herr Fabrikant Julius Nattmann will an der Diezstraße einen Fabrikanbau errichten. Wegen der hierbei einzuhaltenden Baufluchtlinie beschließt die Versammlung an der durch das Vorderhaus gegebenen Richtung festzuhalten. Die Katholische Gemeinde beabsichtigt, eine neue Kirche zwischen der Liebigstraße und Wilhelmsstraße zu erbauen. Das zu dem bereits im Eigentum der Gemeinde befindlichen Gelände noch nötige Gelände soll ihr, soweit das ehemals Katzeustein'sche Grundstück in Betracht kommt, zum Preise von 15 Mk nebst den seit November 1896 erwachsenen Zinsen, das bereits früher in städtischem Besitz gewesene Gelände, der alte obere Niegelpfad entlang der Fernie'schen Besitzung, dagegen unentgeltlich überlassen werden. Der katholischen Gemeinde wird das Recht eingeräumt, den Verbindungsweg zwischen Liebigstraße und Wilhelmsstraße zu schließen, wenn sie sich zum Ersatz desselben durch einen anderen, 4 Mir. breiten, in das Eigentum der Stadt zu Übergebenden und durch eine Freitreppe zugänglichen Weg versteht und betr. etwaiger Ansprüche an den alten Weg sich mit den Anliegern verständigt. Für die Anlage erhöhter Trottoirs sind diesmal 61600 Mk. vorgesehen. Das Stadtbauamt hat vorgeschlagen die Anlage von Asphalt- bezw. Plättchen-Trottoirs in der oberen Bahnhofstraße bis zur Frankfurterstraße, in der Steinstraße, soweit dieselbe ausgebaut ist, in der Neustadt, in der Wilhelmsstraße, in der Frankfurterstraße zwischen Wilhelmsstraße und Liebigstraße, in der Bahnhofstraße zwischen Wolkengaffe und Westanlage und von da bis zur Liebigstraße und in der Alieestraße. Die Versammlung beschloß dem Antrag der Baudeputation gemäß. Von einer Trottiranlage in der Bismarckstraße soll diesmal noch abgesehen werden. — Das Trottoir entlang den Helmolt'schen Häusern in der Stemstraße soll in Basaltpflaster ausgeführt werden. Die Rechnung des Realgymnasiums und der Realschule für 1897/98, desgl. der Voranschlag derselben Lehranstalt für 1899/1900 sollen beanstandet werden wegen der Differenz, die sich hinsichtlich des Zuschusses aus der Stadtkasse deshalb ergeben, weil die Stadt der Aufstellung der Rechnung sowohl wie des Voranschlags die effektiven Lehrergehälter zu Grunde gelegt, während staatlicherseits die für das ganze Großherzogtum sich ergebenden Durch- schnittsgehälter in Ansatz gebracht und darnach der Staatszuschuß bemessen, bezw. der Stadt ein höherer Zuschuß angefonnen wird. Infolge Uebersüllung einiger Klassen der Stadtschulen soll deren Dreiteilung vorgenommen und zunächst drei neue Lehrerstellen vorgesehen werden. Vorbehältlich definitiver Beschlußfassung sollen zur Unterbringung der neu gebildeten Klassen vorübergehend die Räume im oberen Stock des alten Schulgebäudes in der Neustadt in Benutzung genommen, für eine weitere Klasse aber versuchsweise die Errichtung einer Schulbaracke, etwa im Hofe der Stadt- knabenschule, ins Auge gefaßt und je nach Umständen der Aufstellung des Programms für einen Schulhausneubau näher getreten werden. Dem den Unterricht ber ©lotterer an der Volksschule leitenden Lehrer Kling wird behufs Teilnahme an einem Kursus in der Taubstummenanstalt zu Berlin außer den Honorarkosten und der Reisevergütung ein Tagegeld von 6 Mk. für die Dauer des Kursus bewilligt. Das Gesuch des Herrn Wilhelm Ullrich um Erlaubnis zum Branntwein-Verkauf über die Straße im Hause Tiefeuweg 6 wird durch Bejahung der Bedürfnisfrage genehmigt, das Gesuch des Herrn L. Thiele um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Lndwigsplatz 15 wird, unter Hinweis auf eine Anzahl in nächster Nähe vorhandener Wirtschaften, abgelehnt. Lokales und Provinzielles. §§ Gedern, 2. Februar. Gestern wurde hier ein dreijähriger Knabe zu Grabe getragen, welcher beim Spielen mit anderen Kindern in ein Jaucheloch gefallen und darin elendiglich umgekommen ist. §§ Ober-Seeme«, 2. Februar. Der von hier gebürtige Leopold Zimmermann in New-Aork hat der hiesigen israelitischen Religionsgemeinde zum Neubau einer Synagoge 10000 Mark geschenkt. □ Freiensteinau, 1. Februar. Bei der am 30. Januar im Oberwald (Oberförstern Grebenhain) abgehaltenen Treibjagd auf Rotwild und Sauen hatte Herr Forftwart Dillemuth-Bermuthshain das Waidmannsheil, eine starke Bache zu erlegen. Den Zehnender fehlte diesmal -ein Jagd- teilnehmer aus Gießen. Hirsche kamen nicht zur Strecke. Butzbach, 1. Februar. Gestern wurde die Leiche des Färbereibesitzers Louis Braubach hier unter großer Beteiligung von Leidtragenden^ Freunden und Bekannten zur letzten Ruhe bestattet. Er erreichte ein Alter von 75 Jahren. Im Sommer des Jahres 1848 gründete er hier eine Färberei für getragene Kleiderstoffe, verbunden mit Blaufärberei und Druckerei; im Jahre 1879 richtete er die chemische Wäscherei und mit dieser in enger Verbiß düng stehende Naßwäscherei ein, die im Jahre 1890 mit ber Hebernahme durch seinen Sohn und Schwiegersohn eint vollständige Umwandlung erfuhr, so daß heute etwa fünfzj, Arbeiter und Arbeiterinnen im Geschäft thätig sind. De: Verstorbene begleitete verschiedene Ehrenämter. Er war mehrere Jahre zweiter Sprecher und Ehrenmitglied des hiesigen Turnvereins, zweiter Hauptmann der Freiwillige» Feuerwehr, Aufsichtsratsmitglied des hiesigen Vorschuß Vereins und bis zu seinem Tode ältestes Mitglied bei evangelischen Kirchenvorstandes. Möge ihm die Erde leich lein! — Lauterbach, 31. Januar. Mit dem heutigen Tage if der seitherige Generalbevollmächtigte der Freiherrlichei Familie Riedesel zu Eisenbach, Herr Kammerdirektor Dr. Thieler aus dem Freiherrlichen Dienste ausgetreten. Die Freiherrliche Rentkammer wird nunmehr vertreten burq Herrn Forstmeister Eulefeld als leitenden und durch Herr, Kammerrat Eckardt als zweiten Beamten; ersterer besitz, zugleich Generalvollmacht der sämtlichen Riedesel Freiherrri zu Eisenbach, letzterer Prokura für die Freiherrliche Brauer« und Ziegelei. a Dies Dftlichei v Wattierung 0* laudnir zur J -aß Bk uch dürft« » Lose zm 8™ ZuM doM Vietze Universttats Nachrichten. — Göttingen. Der außerordentliche Professor in t** 1 * medizinischen Fakultät Dr. K. F. Lohmeyer feierte dieser Tage sei« goldenes Doktorjubilaum. — Leipzig. Dec Assistent am anatomischen Institut, Priori' dozent Dr. HanS Held, wurde zum außerordentlichen ProfM ernannt. — Kiel. Auf den Lehrstuhl deS verstorbenen Professor« ber Theologie Nitzsch wurde der außerordentliche Professor Schädel w Göttingen berufen. — GreifSwald. Der Dozent für deutsche Sprache und Litteratur Dr. Bruinier erhielt einen Ruf an die Unioerfilv Chrtsttania. — Freiburg i. B. Der RechtSlchrer Professor Merkelh» eine ordentliche Prof, stur en der hiesigen Universität erhalten »n« infolgedessen den an ihn ergangenen Ruf als außerordenlltcher sessor an die Berliner Universität abgelehnt. Vermischtes. * Wegen Wechselstempelsteuerhinterziehuug wurde ein Tischlermeister angeklagt, weil er auf einen Wechsel, den et einem Vorschußverein als Sicherheit für einen Vorschuß gegeben, die Stempelmarke nicht selbst verwendete, dies vielmehr den Kaffenbeamten des Vereins besorgen Uetz. Nach einem Urtheil des Reichsgerichts ist es nicht vorgeschrieben, daß der Pflichtige die Stempel selbst auffleben und entwerten muß. Er kann dies durch einen Beauftragtet bewirken lassen und zwar sogar durch den künftigen Remittenten, umsomehr als durch den Kaffenbeamten eines Vor- schußvereins. Ein Aushändigen des Wechsels im Sinne des Gesetzes liege nur vor, wenn es geschehe, neu den Wechsel in Umlauf zu fetzen, oder ein anderes Geschäft damit zu machen, nicht aber, wenn der Wechsel nur abgestempelt werde und bann an den pflichtigen Inhaber zurückgelangen solle. So lange dieser noch auf den Wechsel einwirken könne, sei er noch nicht in das Verfügungsrecht desjenigen übergegangen, in dessen Besitz er gelangen solle. * Winter in Kiautfchou. Wer der Ansicht sein sollte, daß im deutsch-chinesischen Schutzgebiete „tropisches Klima" herrscht, dürfte durch nachfolgende Schilderung der in Tsintau erscheinenden „Deutsch-Asiatischen Warte" vom 17. Dezember 1898 eines Besseren belehrt werden. Doti heißt es: „Gewaltige Schnee- und Sandstürme, die eine eisige Kälte im Geleite hatten und selbst den kürzesten Aufenthalt im Freien fast unmöglich! machten, fegten am Montag und Dienstag aus dem Norden über Tsintau. Unter ihrer Wucht bebten die Häuser und schwankten Telegraphen- und Flaggenstangen gleich Reitgerten. An den Häusern im Orte und in den Lagern wurde mancherlei Unheil angestiftet. Hinter dem Tempel blies der Wind das bereits bis zum Dache emporgewachfene Bretter- und Balken« werk der Kirche um, die von der katholischen Mission an jener Stelle errichtet wird. Die Bühne im Bayerischen Haus (Gebr. Heimann) beraubte er des Daches aus Holz und Matten, und uns selbst führte er das Wellblech- dach der Redaktions- und Expeditionsstube fort. Es ist dies so eine kleine Annehmlichkeit des Daseins, die uns persönlich um so weniger geniert, als wir sie vor weniger als drei Wochen schon einmal genießen konnten und deshalb an sie gewissermaßen gewöhnt sind. Was den umgewehten Kirchenbau betrifft, so kann das Unglück auch da verschmerzt werden; das Material ist brauchbar geblieben, und der ganze Verlust beschränkt sich auf die umsonst bezahlten Arbeitslöhne. Gering ist auch der dem Bayerischen Haus entstandene Verlust; die Bühne ist bereits von Neuem gedeckt, und die auf morgen angekündigte erste Theatervorstellung „mit Reflexbeleuchtung" kann ungehindert von statten gehen. — Wie am Lande, so hat das Unwetter auch in der großen und kleinen Bucht allerhand Allotria getrieben und zwar hauptsächlich unter den zahlreichen dort vor Anker liegenden Dschunken." • Gegen 50 Prozent ber jährlich auf der Welt gefunbtiti Diamanten gehen, rote uns das Internationale Paremdülean von Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6 mitteilt, nach Belgien, während ihr Schliff in der Hauptsache in Amsterdam vollendet wird. Die holländischen und belgischen Steinschneider decken ihren Bedarf fast ausschließlich in London, welche« de« Hauptmarkt für Diamanten und speziell für die in Afrika gefundenen bildet. Der Wert der von belgischen Stein» schneidern in London aufgekausteu Diamanten betrug i® Jahre 1894 1550000 Sterling, im Jahre 1895 1930000 und 1896 2123000 Pfund Sterling. Die Herstellun einer auf Bahnkc trutanlage mit einen tüchtigen werben. Untern Arbeiten erfahre eines M @emnr »er Mhe ber Ba wollen sich bei be M Betriebs-Ir längens >um 1 ßM ihnen nähe ÄiStznetz «ei' nsaivniich. ®ie$en, bin' 6rofet)J^enbc MM Np im ji Doover, wimlagt u W im Lich JMufä, ( Mtlhäuserberg 41 rm Hai 18 , 6id Qu im , 8» n Web «M , N 1 Hier 1M55 6tü(f Bl Nm b#‘ - A A H tztn 1. < AM MSmkich Mittwoch Bufomntenl ,am Knonhof. A. Eichen: 9 •3,02 fm 3 U8 fm önb L b“ 3 * * 6- «toffe Nadel: g- ®W| «ärj £ t bas Uuw<® mbWriii* eiche« do"«' vü 6 Utttt«»' plfati *" We»S--t» «’S iwft! richten- [üS"’ -■ff,.** ■ deutsch^/ tX MsanliiiiifiiwfiMott fiii Kreis iinfi Stuhl ZiOi Keilage;um Gießener Anzeiger (General-Anzeiger). Kölner Konstim-AnstM Spirituosen,! Unser Jihnyenlager «• 8. gut ö? S 1 1017 Hohversteigerung nutzt vorübergehen zu lassen. 961 C. Röhr & Co Umrasctizuräumen verkaufen wir bis 8. Februar: Lagerraum zu vermieten. 913 Hainbuchen - Rundschriter, erster 130 und // 849 120,4 UNd ff 15755 Stück Buchen-, E'chen- und Bahnhofftratze 2. vermieten. Heller. 1071 rm Eichen-Nutzholz. Banqel, Vorsteher. empfiehlt 503 Emser Quellsalz Plombe mit. Hardt. 1074 0862 H. Klotz, Mäusbura 17. Verschleimung 366, r Ockimiitiniidjiniiteii Vermietungen Uersteigernilgen Mietgeluche Gfs'ene Stellen MpOMMüD 41 18 bei 5 Pfund billiger. 1 13 45 23 10 43 25 28 4 5 56 rm n rm n n ff n H n n H Vorräthig in Giessen bei: Heinrich Wallach, M. 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Wir bitten unsere verehrte Kundschaft, diese günstige Gelegenheit, sich mit billigen Schürzen versehen zu können, nickt unbe- Weichholz Wellen, die Mehrheit Durchfstgw Lich, den 1. Februar 1899. Großherzoglicke Bürgermeister i. Preis per Paket 25 Pfg. bei: A. Sf G. Wallenfels, Marktplatz 21, Telephon 46, Chr. Walleusels, Markt 17, Heiur. Wallach. Adler-Drogerie, Seltersweg 39 Otto Schaaf. IrischgeschosieneKasen per Stück 3 Mk-, sowie Pariser Kopfsalat empfiehlt Emser Pastillen mit Plombe, tzützversteigerung. Wlichk CbttfirstttkiHohkllsolms Mittwoch den 8. Februar 1899, Distrikt Helsholz. Zu- jam men fünf t vormittags 9 Uhr an den Solmser Tannen auf dem Ecdaer Pfad. Buchen: 30 rm Nutzscheit, 191 rm Scheit und Knüppel, 75 rm 615 de, 1660 Wellen, 293 rm (lammreisig (3. Durchs.). Eichen: 12 rm Knüppel, 65 rm Slammreisig, 1 Mchtenstamm = 0,28 fm, 1 K>r- ®an$e --- 0,18 fm. 10 Nadel- tzoljwellen. 1068 Per 1. März uckl junger Herr hübsch möbliertes Zimmer (eventl. mit Pension) bei sehr ordentlichen Leuten. Gefl. Offerten mit Preisangabe unter K. L. 223 an die Expedition dieses Blattes. In unserem Kontor wird für einen jungen Mann aus guter Familie eine Lehrlingsstelle rei Gute Vorkenntnisse sind erforderlich. von Müvchow'sche Hof« o. Nlljoersitäts-Drockerki u. Aerlaz O. Kindt. 1067 W. Wirsig* _______Seltersweg 10. 20 21 31 60 29 36 23 190 15 45 Wohnung von 6 geräumigen Zimmern nebst Zubehör gesucht in der Nähe der Brauerei Röhrle. Offerten erbeten unter Chiffre A. 1023 an die Expedition d. Bl. Hulzversteigerung im sicher Studtwald. Donnerstag den 9. Februar, vormittags um 10 Uhr beginnend, sollen im Licher Stadtwald, Distrikte Noterbusch, EttingShäuseckopf und Kleinhäuserberg versteigert werden: Kein Hustenmittel übertrifft Kaisers Brust-Karamellen. pOOn notariell beglaubigte uUUU Zeugnisse beweisen den sicheren Erfolg, bei Husten, Heiserkeit, Catarrh und InschgeschosseneKasen per Stück 3 Mark bei 1042 WildhLudler Hormann, Mäusburg 6. In meiner Cigarenfahrtt ist zu Ostern eine Lehrlingsstelle zu besetzen. 1061 C. Küngspor. 0357] 2 Zimmer, Klicke mit Waffer- leitung an ruhige Leute sofort zu ver- mieten. Näheres Marktstratze 11. 997] Ein schön möbliertes Zimmer zu vermieten. Marktplatz 5. Näheres zu erfragen Wettergaffe 3, Putzgeschäft. AttkrkmlheWkht (phosphorsaur. Kalk). 0271 Gustav Walter, Mäusburg 13. Ang. Montanas Nchf Markt 9—10. Frische schwere Hasen per Stück L Mark empfiehlt 0365 Wildlrändler Ebel, Rittergaffe. Neuheiten iu Ilall-Eiitiih Fahrräder- Ausverkauf. Mein Lager verschiedener Marken in Herren- und Damenrädern, darunter Duplex D. R. P. 86554, verkaufe bedeutend unter Preis. Gebrauchte Räder von 30 Mk. an. 1020 Wilh. Ziegler, K-h-h-fstr. 24. Auf das Kontor einer htefigeu Cigarreufabrik wird zu Ostern etu Lehrling mit der Berechtigung zum Einjährigen gesucht. Näheres in der Expedition o. -öl. Bekanntmachung. Die Herstellung von Kleinschlag mittelst einer auf Bahnkosten zu errichtenden Slein- bruchanlage mit Bahnanschluß, soll an einen tüchtigen Unternehmer verdungen werden. Unternehmer, welche in solchen Arbeiten erfahren, ober auch im Besitz eines zur Gewinnung von Hartgestein in der Nähe der Bahn belegenen Terrains, wollen sich bei dem Vorstand der Großh Heff. Betriebs-Inspektion 1 Gießen bis längstens zum 10. d. Mts. melden, woselbst ihnen nähere Auskunft zuteil wird. Größeres Betriebskapital ist nicht erforderlich. 1088 Gießen, den 2. Februar 1899. Großh. Eisenbahn-Betriebs-Jnspektion 1. Hotzversteigerung im GemMkuM Dornhahhauseil Mittwoch de« 8. Februar. Zusammenkunft vormittag» 9 Uhr am Knorrhof. A. Nutzholz. Eichen: 2 Stämme 2. Klasse = ,8,02 fm, 3 Stämme 3. Klasse — "4,18 fm und 14 rm Nutzholz. Nadel: 60 Stämme 3. und |4. Klasse = 13,15 fm, 70 Stangen 1. bi» 3. Klasse und 27 rm Nutzholz. B. Brennholz. Eichen: 59 rm Derd, 8 rm Stock V d 130 rm Reises. Buchen: 71 rm Derb, 2,14 rm Reiser. Nadel: 65 rm Derb, 105 rm Clock und 553 rm Reiser. Groß-Rechtenbach, 1. Fchr. 1899. Das Bürgermeister-Amt. Onurrte mit Firm liefert billigst Arühl'schc N«iv.-Pr«ckerri. Holzversteigerung. ”ä~,r »” in dem hiesigen Gemeindewald Brot 4 Pfd. schcuer 39 Pfg. folgendes Holz zum Verkauf: Gutes und billiges Kaufhaus für Lebens- Eichenstamm 1.Klasse— 2,5lfm, m . __ mittel. Ech°nstämm.2. „ =21,97,, |,r^iX6etCt 6n^me ff m — 29,43 „ „ 4. „ — 3,96 u 220] Infolge Versetzung des Herrn Haupisteueranus-Kontroleur Melchior tst das seit langen Jahren von demselben bewohnte Logis, bestehend aus 4 Zimmern, abgeschlossenem Borplatz, Küche mit Wafferlestung, schöne freie Lage, sofort zu vermieten. Wilh. Reiber, Bahnhofstraße 63. 1033] Ttephanftratze 11 ist der untere Stock, bestehend aus 5 bis 6 Zimmern mit Zubehör, per 1. März ober später zu Perm. Näheres daselbst im oberen Stock. 9><6] Eine schöne Mansardenwohnung zu vermieten. _____________Grünbergerftratze 3. 103t-] Schöne Wohnung mit verschlossenem Korridor nebst Zubehör zu Die meisten Stämme eignen sich für Schreiner, Glaser und Äüfer. aargestellt aus den echten Salzen n ucc rc. -r. i \ der Koni? Wilhelms-Felsenquellen, Kröffelbach, den 1. Februar 1899. sind ein bewährtes Mittel gegen (Kreis Wetzlar) 1073 | Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Magenschwäche und Verdauungsstörung. & Zum Gurgeln, Inhaliren und zur VI Verstärkung des Emser Wassers v I beim Trinken benutze man das aus Nächsten Mittwoch, den den nämlichen Quellen gewonnene S. Februar, mittags 12 Uhr, natürliche 'oll ein der Gemeinde Lch gehörender Emser Quellsalz Ziegenbock reiner Schweizer Rass- mit Plombe. i ’ut Luch- taugl'ch üm keinc Nachatnnunge„ M (nlö uoerzähltg) meistbt^tend per' I erhalten, beachte man, dass jede Versteigert werden. I Packung mit einer Plombe ver- Lich, den 1. Februar 1899. schlossen ist u. verlange ausdrücklich Großherzogliche Bürgermeisterei. MlUSer Heller. 1072 mit Bekanntmachung. Die Stadt A.zey beabsichtigt, mit dem am 10. Mai 1899 statt- findenden Zucht- und Fei:vi> hmarkt eine Verlosung von Vieh, landwirt- >.,. „rn. __ schu"Iich°n Maschinen und «erällchaften ,u oerbinben, um die Mittel zur „6 x^trei Prämnerung tes zum Maikt gebrachten Viehes zu gewinnen. empfiehlt: Grodherzogltches Ministerium d^S Innern hat die uachgesuchte Er- Zucker, gemahlen per Pfund 25 Pfennig laudnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, I Hutzucker „„ 26 „ daß nicht mehr als 10000 Lose zu 1 Mark das Stück ausgegeben roerben ( D u27 dürfen und mindestens 55 % des B utloerlöses aus dem Verkaufe der 75 Pfg an,e en,pe ' on Lose zum A kauf von G<-winngegenständen zu verwenden sind. Kaffee frisck gebrannt Zugleich ,st der Vertrieb der Lose im Großherzogtum gestattet P,u. gutschmeckend v. 80 Pfg. an -mnrd-n Thee (Pecco) in schöner Ware v. 2 Mk. an _, Malzkaffee (Cosa) per Pfund '--0 Pfennig. Gießen, den 2. Februar 1899. IBruch-Sckokolade per Pfund 95 Pfennig Großherzogltches Kreisamt Gießen. ! bei 3 Pfund 90 Pfennig. n Recktnld IFrrednckSdorferZwiebackpr.Paket 15Pfg. v. -oemiDio. 'Pflaumenpr.Pfd.!8Pfg bei5Pfd.l6Pfg. Feigen pr. Pfd. 18 Pfg. bei 5 Pfd. 15 Pfg. Preiselbeeren (mit Zucker eingek.) pr. Pfd. .. 42 Pfg., bei 5 Pfd. 38 Pfg. Mittwoch den 8. Februar, Delikateßschinken 4 bis 6 Pfd. schwer, vormittag« 10 Ufir anfan«enb foBen « $fh. to„er, pr. im Gemeindewald Fellingshausen Pfd. 85 Pfg. nachstehende Holzarten versteiget t Speck ia. fett pr. Pfd. 65 Pfg., bei 5 Pfd. werden: 62 Pfg- A. Nutzholz. ^ob^Pfg^r Pr' 70bei 5 Md. Eich en stamme — 15,19 fm, Solperflelsch ohne Knochen pr. Pfd. 65 Pfg. rm Eichen-Schichtnutzholz, bei 5 Pfd. 62 Pfg. Nadelholzstämme = 9 fm, I ^^unschweiger Solperfleisch mit Knochen lhnlrstannen 9 I Pr- Md. 50 Pfg, bei 5 Pfd. 48 Pfg. m ? Vu 0en o « 3 ' Schweineschmalz gar. rein pr. Pfd. 46 Pfg. Nadelholzstangen 3. Klasse, bei 5 Pfd 44 Pfg. rm Nadel-SchichtNUtzholz. Frankfurter Würstchen pr. Paar 25 Pfg. n swtt.-MMf.rtf* I Vimburger Käse pr. Pfd. 45 Pfg. Vrenuyoiz. Mainzer Käschen pr. Stück 5 Pfg. Eichen-Scheitholz, Holländer Käse pr Pfd. 78 Pfg. ,, -Knüppel, Edamer Käse pr. Pfd. 85 Pfg. -Stockbn'r Schweizerkäse vollsaftig pr. Pfd. 95 Pfg., " m 0 »z, rtr er bei 5 Pfd. 90 Pfg. // ‘JvUer 3. Klasse, I Frühstückskäse pr. Stück w Pfg. Buchen-Scheitholz, I Schloßkäse pr. Stück 22 Pfg „ «Knüppel, Grünkern ganz, per Pfd- 32 Pfg., bei SinrfLA 5 Pfd. 30 Pfg. " 'm1 r " « Ar rr I Grünkern gemahlen, per Pfd. 35 Pfg., „ -Reiser 2. Klaffe, bei 5 Pfd s-Psg. „ -Reiser 3. Klasse, Linsen mittel, per Pfd. 20 Pfg., bei 5 Pfd. Nadelholz Reiser 4. Klasse. 18 Pfg- Der Anfang V im Distrikt Rasen. 8i"Ä6e' ”er 28 **be'6 garten am Crumbacher Weg. Bohnen mittel, per Pfd. 14 Pfg., bei 5 Pfd. Fellingshausen, den 1. Febr. 1^899. faf®ge per x6 ^g., bei ß^b. Der Bürgermeister. u Pfg. Wagner. 10701^bei^Pfd.^3 Wg"' Per W 14 W' Sago ° *”> tzngäclft. Innalnit #•»; fvltzmdkn Taa n 1 Turnverein Gießen. Samstag den 4. Februar 1899, abend« 8 Uhr: f'otto aufungen Bei btm : «rührt K6g. Li Sonnlagsrch ft fi. Singt M bie Postvenvc Ml - 'iRt'bntt »Mtbtamt R*tn müßten, galten würden i »;n ^"terbeamie Staatssekretärs durch Er °Wösen Blattes W, bo "'ch Ich-me iz Dii äuf 1 b" blöden *an »olle bit I ÄS* fei''."»'« i 5 «fr« k' im k.S s jjfetn.' fo'.N tv ^tQQigt, Hub Auf dem Hofgut Londorf findet wegen Ausscheidens des Teilhabers Lantelm aus der Firma Bert fit Lantelm Mittwoch den 15. und Donnerstag den 16. Februar er. die Versteigerung von sämtlichem Inventar statt. 1 10 Uferde, 2 Johlen, B. Aindvieh fgrößteoteils Simmeuthaler Raffe), 3 Mussen (hrnngsShig, 1'/, Zahl alt, angekört), 12 Iahrochsen, C. Schweine und JerKel, D. Kühner, 1 chetreidemähmaschine mit Selbstömder, 1 chetreidemähmaschine mit Selöstaötage, Drillmaschine, Aekonomiewagen mit sämtlichem Zubehör, 1-, 2- und 3 scharige Wffüge, Eggen, Wngelwalze, Glattwalze, Jegmühle, Jutterschneidmaschine mit chöpelöetrieö, 1 Wehwage, 2 Dezimalwagen usw. 1 Branntweinbrennerei. AE" Anfang 10 Uhr vormittags. ^oilkllkschemee, i». 'S' Fensterleder, beste btlg. Qual. Lehrling* mit guter Schulbildung wird für das Kontor einer hiesigen größeren Liqueur- fabrik per sofort oder Ostern gesucht. Offerten unter 0. P. 985 an die Ex« pcd.tion d. Bl.____________________________ Dienstmädchen gesucht. Anmeldung abends nach 6 Uhr I. Pfeffer, Mrsttzl-H 6. Fkbknmrsichermig. Bon erstkl. Gesellschaft wird ein tüchtiger Beamter als 1008 Platzinspektor gegen Tagegelder und Gehalt zu engagiren gesucht. Nur unbescholtene, in den besseren Kreisen verkehrende Herren wollen Offerte mit Lebenslaus und Referenzen unter F. T. O. 775 an Rudolf Moste in Frankfurt a. M. einreichen. 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