II 1S99 Sonntag den 3 December lemhi6 E-eneral-Nn^eiger Aints- unb Anzeigeblatt für den Urei» Gieren. Pünktlich, tation, Mtz tags 4 Uhr, T Borftaos. am ,ner lotW- Feuilleton. haaf ■J *»oe#e« *»R Ingtigtn zu »er nadpetttag« für feta Myebew leg «Hreincnben fhimmer Hi »erx. 16 Ltzr. 16e 8nytgtn»toermittlun<; ileflen »es In« nni ■fernen Unzeigm für den A'etzener Anzeiger acifq^t •Vereins »MtÜH, «Petition und Druckerei: -4»tßr«le »r. 7. chk. und Aufsicht alhs. 1(6. 8406 * «rispis Sohn als Angeklagter. Am letzten Samstag hätte in Rom ein Prozeß beginnen sollen, dessen Ankündigung bereits das peinlichste Aussehen in der ltaltenischen Gesellschaft hervorgerufen hat, da sich unter den Angeklagten der Sohn des ehemaligen Premiers, Luigi Cnspl, befindet. Er ist eines gemeinen Verbrechens beschuldigt, des Diebstahls von Juwelen, die er seiner Geliebten, der Gräfin Celere, mit Hilfe verworfener Kameraden entwendet hat. Nun ist der Prozeß auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Luigi Crispi wäre übrigens nicht auf der Anklagebank ge- sesien; er hat sich bekanntlich nach Südamerika geflüchtet. Wie der junge Mann, dem eine glänzende Laufbahn winkte, zum Verbrecher herabsinken konnte, darüber erzählt ein ehemaliger Schulkamerad, der Advokat Cesare Agrati: „Luigi »der Gigi, wie man ihn kurz nannte, war stets ein schwacher Charakter. Auf der Schule hielten ihn alle für einen guten Kameraden; er besaß aber nur den Willen, es zu machen, wie die andern. Waren fleißige Schüler seine Freunde, so und Welt zu erheben, eine Botschaft: Du bist zu etwas Besserem geboren, er kommt, der Dich dazu führen will, der vom Himmel gesandte Führer, der Weg selbst, der verkündigt: Sehet, welche Liebe hat uns der Vater erzeigt, daß wir selber Gottes Kinder heißen. Aber auch ein Appell: Nimm ihn an, diesen Gnadenruf. nimm ihn auf, diesen Gottes- und Friedensboten; öffne ihm Dein Herz, daß Deine Gedanken den richtigen Weg nehmen, daß, was Du thust, in Gott gethan ist. Mögen auch nicht in jedem solche Erwägungen durch das Wort „Advent" wachgerufen werden — seinen Einfluß übt es auf jeden. Mit dem 1. Advent beginnt die Fürsorge für das Christfest, da kommt erst rechtes Leben in das Haus, in die Familie, Die Erwachsenen sorgen nud bereiten ihre Gaben, die Kinder rechnen und zählen die Tage bis zum heiligen Abend. Es ist eine selige Zeit für Gebende und Nehmende, geheiligt und geweiht durch den Engel der Liebe, der durch die Herzen und die Häuser geht. Ja, doppelt selig ist die Adventszeit, macht sich doch da die Liebe auf, die nicht giebt, weil ihr gegeben wird, sondern die Liebe, die giebt, wo keine Gegengabe erwartet wird, die Barmherzigkeit. Möge sie in der Adventszeit recht erglühen, recht erwärmen und erquicken, wo Not und Elend den Glauben an Gottes- und Menschenliebe erstarren zu lassen drohen — das wäre die rechte Vorbereitung für das Fest der Liebe ! 1 Challier, Neuen- 686; für Mitglieder evereinediener. stände. •* Advent ein Fremdwort und doch so wohlverstanden von allen. Advent, Ankunft, eine Botschaft und ein Appell an die Menschheit. Eine Botschaft von der neugeschenkten Gnadenfrist, um den Geist über die Erde Gratisbeilagen: Gießener Famiiienblötter, Ser hessische Kandrmrt, Klätter für hessische Volkskunde. _____________ «»reffe für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. * Zum Transvaalkrieg. Ein Brief des Generals Joubert. Ein Mitarbeiter der „Dresdener N. N.", der während seine« mehrjährigen Aufenthaltes in Transvaal sehr häufig mit dem General Joubert verkehrte, richtete an diesen einen vom 1. Oktober d. I datierten Brief, auf welchen soeben eine ausführliche Antwort (Uebersetzung) eingelaufen ist, der wir folgende hochinteressante Stellen entnehmen wollen: Vor Ladysmith, 27. Oktober. Sehr verehrter Herr! Der Schluß Ihres mir heute früh zugestellten Briefes war ein prophetischer, die Kriegswürfel sind ins Rollen gekommen, gebe Gott, daß sie für uns stets so günstig fallen, wie in den letzten Tagen . . . Das englische Säbelgerassel, die übermächtige englische Flotte hat selbst die stärksten europäischen Mächte so eingeschüchtert, daß keine es wagt, gegen die niedrigste Ländergier der Briten zu protestieren, selbst wenn eigene Interessen darunter zu leiden haben. Unter solchen Umständen mußten wir uns aus die eigene Kraft verlassen, und diese mit unermüdlichem Eifer und schweren Opfern zu heben und den Engländern nach Möglichkeit zu verheimlichen, war unser würdigstes Bestreben. Nun, es ist uns gelungen. Verkappte englische Spione ließen wir mit Absicht einen Einblick in unser veraltetes Artilleriematerial thun, von dem modernen Material und seinem ansehnlichen Umfange kam ihnen bis kurz vor Beginn des Krieges keine Ahnung auf. ... In Ihrem Schreiben ziehen Sie die beträchtliche Stärke der Engländer in Erwägung; nach meiner Berechnung lautet das Exempel allerdings anders. Ohne seine Kolonien von Truppen gänzlich zu entblößen, kann England im günstigsten Falle etwa 85 000 Mann nach Südafrika dirigieren. Diese stattliche Ziffer wird jedoch nur zur Hälfte für die zu erwartenden Hauptschlachten verwendbar sein. Bis Mitte Dezember dürfte es den Engländern möglich sein, diese Truppenzahl an verschiedenen Stellen zu landen, inzwischen rechne ich auf 10000 Mann „Abgang" durch Verluste an Gefangenen, Gefallenen, Verwundeten und Kranken, sodaß im günstigsten Falle noch 75000 Mann übrig bleiben. Selbst wenn es uns nicht gelingen sollte, eine Zusammenziehung der englischen Truppen unter Sir Buller zu verhindern und wir zum Rückzüge gezwungen würden, erfährt die englische Armee aus natürlichen Gründen eine derartige Schwächung, daß sie uns nicht mehr als höchstens 35 000 Mann operationsfähige Truppen entgegen- stellen kann, der gewaltige Rest muß zur Etappendeckung verwendet werden. Hierbei kommt nicht nur Natal, sondern auch Kapland mit einer Gesamtoperationsbasis von cirka 700 Kilometer in Betracht. Unsere Etappen liegen in der Heimat, staffelförmig aufgebaut nach drei Richtungen hin, zu deren Deckung wir keine 500 Mann nötig haben. Unter den einzelnen Etappen herrscht eine vorzüglich geregelte Verbindung; ist eine derselben ernstlich bedroht und könnten die dort angesammelten Vorräte nicht leicht genug gerettet werden, so fallen sie der Vernichtung anheim. Der Defensivkrieg, an den wir in absehbarer Zeit noch nicht zu denken brauchen, bringt uns schließlich noch größere Vorteile als der Offensivkrieg. Mit dem Terrainwechsel tritt ein Wechsel der Taktik ein, in Natal und im Süden hatten wir mit wenig bekannten Verhältniffen zu rechnen, auf den Hochplateaus von Transvaal und des Oranje-FreistaateS sind wir zu Hause. Die Engländer müssen uns und der freien Gottesnatur hier jeden Schritt unter den unglaublichsten Schwierigkeiten abkämpfen und immer gewärtig sein, nach zwei und drei Fronten einen Kampf anzunehmen, es wird dann — wie Sie sehr richtig annahmen — ein Guerillakrieg entstehen, wie er blutiger nicht zu denken ist und wie ihn die Engländer nur wenige Monate auszuhalten in der Lage sind. Bei Gott, wir Buren denken nicht an eine Beugung der englischen Vormachtstellung inSüdafrika, sondern lediglich an die Freiheit unseres engeren Vaterlandes. Aber die englische Vormachtstellung wird bei Weiterführung des Kampfes an dem Freiheits sinne aller Afrikander scheitern. . . . Rechnen Sie mir es nicht als Ueberhebung an, wenn ich Ihnen offen sage, daß wir obsiegen werden, jeder einzelne Mann von uns hat dieselbe Ueberzeugung und das felsenfeste Vertrauen aus Gott, daß er uns in diesem Kampfe ebenso treu zur Seite steht, wie in früheren Kämpfen. Mit dem Wunsche, daß Sie mich und meine Landsleute in gleich guter Erinnerung als bisher behalten und daß Sie von diesen Zeilen bei guter Gesundheit angetroffen werden, verbleibe ich Ihr Ihnen aufrichtig ergebener P. I. Joubert. * Die Tragödie des Zigeunerprimas. Dieser Tage wurde von dem aus Budapest kommenden Schnellzuge auf der Strecke zwischen Hujdu-Szoboßlo und Debreczin ein elegant gekleideter Herr überfahren. Der Leichnam wurde nach Szoboßlo gebracht und dort als der des Zigeunerprimas Gezä Bako agnosziert. Ferner wurde festgestellt, daß Bako nicht einem Unglücksfalle zum Opfer gefallen ist, wie ur. sprünglich angenommen wurde, sondern einen Selbstmord verübt hat. Der Zigeunerprimas heiratete vor drei Wochen ein junges, hübsches Zigeunermädchen, doch die Ehe brachte dem jungen Paar nicht das erwartete Glück. Kurz nach dem Hochzeitsmahle wurde Backo von einem alten Leiden heimgesucht. Die Hochzeitsgäste suchten die junge Fran mit der Versicherung zu trösten, es handle sich nur um eine vorübergehende Erscheinung; doch blieben diese Tröstungen ohne Erfolg, denn die junge Frau konnte den Anblick der Krankheit nicht ertragen und kehrte wehklagend, man habe sie betrogen, zu ihren Eltern zurück. Bako vermochte sein Unglück nicht zu überleben und machte seinem Leben ein Ende, indem er sich auf die Schienen legte und den heranrollenden Zug erwartete. • Ein hervorragender Litteraturkeuuer ist der Redakteur des Wiener „Volksboten". Dieser Tage brachte er in seinem Blatte die Mitteilung, daß im „Kaiser-Jubiläumstheater" „Der Kaufmann von Venedig", Schauspiel von Grillparzer, gegeben werde. Das genügte eigentlich schon. Jetzt ist ihm aber etwas geradezu Unglaubliches passiert. Die „Wiener Arbeiterzeitung" berichtet darüber wie folgt: „Ein Genoffe, der diese Notiz las, hat sich den Scherz gemacht, im Namen Shakespeares an das Blatt einen mit William Shakespeare unterzeichneten Brief zu schreiben, in dem jene Angabe * •• Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Totgeborenen, betrug in der Woche vom 5. bis 11. November in Mainz 24, in Darmstadt 19, in Offenbach 9, in Worms 12 und in Gießen 4, zusammen 68, darunter 18 im ersten Lebensjahre. Todesfälle pro Jahr und 1000 Einwohner kamen auf Mainz 15,4, Darmstadt 14,2, Offenbach 11, Worms 16,7 und auf Gießen 8,4. — Die Todesursache anbelangend, verstärken an Masern und Röteln 2 (je 1 in Offenbach und Worms), an Keuchhusten 1 (Mainz), an Diarrhöe und Brechdurchfall 3 (je 1 in Mainz, Darmstadt und Worms), an Lungenschwindsucht 8 (je 1 in Mainz und Gießen, je 2 in Darmstadt, Offenbach und Worms), an akuten entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane 8 (5 in Mainz, 3 in Darmstadt, an Gehirn-Apoplexie 3 (2 in Mainz, 1 in Offenbach, an sonstigen Krankheiten 43 (14 in Mainz, 13 in Darmstadt, 5 in Offenbach, 8 in Worms, 3 in Gießen). ** Patente- und Gebrauchsmuster - Eintragungen von im Großherzogtum Heffen lebenden Erfindern. — Patent- Anmeldungen. Versahren zur Oxydation organischer Substanzen mit Chromsäure im elektrolytischen Bad, Friedrich Darmstädter, Darmstadt, Sandbergstr. 14, 12. 1. 97. — Patent-Erteilungen. Verfahren zur Darstellung Fokales und Movmzielles. Gießen, 2. Dezember 1899. Qualitäten, Tuch etc. stoffe- ind creme. genfelle ** GefchichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Vor 42 Jahren, am 3. Dezember 1657, starb zu Dresden der berühmte Bildhauer neuerer Zett, Christian Daniel Rauch. Edel und schwungvoll in seinen Idealfiguren hat er das Verdienst, eine der Gegenwart angehörige und der Form nach vaterländische Schule geschaffen zu Haden. Den Höhepunkt seines Ruhmes erreichte er durch das herrliche Denkmal Friedrichs II. Unter den Linden zu Berlin. fahr laufen, den Sohn Sr. Exzellenz zu arretieren? Sie \ sahen also nicht und machten dem verbrecherischen Treiben kein Ende. Der Zwang, Geld herbeizuschaffen, um die Ehrenschulden zu bezahlen, führte ihn zuerst zu Erniedrigungen. Als Anleihen bei den Freunden unmöglich wurden, begann der Betrug. Durch einen geschickt angelegten Telephonschwindel erhielt er von einem Bankdirektor eine größere Summe. Ebenso erhielt er von einem gefälligen, jetzt verstorbenen Minister, wie er angab, zu Spezialstudien eine Sammlung aller Gesetze, Reglements und offizieller Publikationen. Auf dem Wagen wanderten sie sofort zu einem Wiederkäufer, der sie, trotz der Ehre, mit dem Sohn Sr. Exzellenz verhandeln zu dürfen, nach Gewicht bezahlte. Vor seinem vollständig moralischen Untergange habe ich Gigi noch einmal sich aufraffen sehen. Es war im Cafö Aragno. An einem Tische, neben ihm saßen einige junge Leute, die seinen Vater und seine Familie beschimpften. Da ergriff er ein Bierglas und warf es dem Beleidiger an den Kopf. Die Folge war ein Duell, in welchem Gigi seinen Gegner verwundete. Dann kamen das Ministerium Giolitti und die Bankskandale. Die Betrügereien Gigis wurden entdeckt, und obwohl der Vater vor Schmerz fast zusammenbrach, ließ er seinen Sohn verhaften. Einige Monate später finden wir Gigi majorenn, auf der Universität in Pisa, wo er das Advokatenexamen besteht. Dann folgte die romantische Liebesaffaire mit der Gräfin Gellere, die später die Geliebte Cavalottis wurde, der Juwelendiebstahl und die Flucht nach Amerika. Dort erhielt er Stellung bei einem italienischen Bankier, verführte dessen Frau, floh mit ihr und ließ sie im tiefsten Elend lenken dig- ______ .Vor 13^’ ttk 9^ ... /Wäldershausen A. Hill. 8426 • gen. nng bends 9 Uhr, itmt. : Satzungen, 3. Rrü- Zatzungen, 5. Sr 824b ir Vorstand. Mer«s-,rei- vierteljährlnL JU 2 JJ'r-r 20 Pjn | monatlich 75 P'h mit Bcingecloh». B-I Postbezug r 2 Mark 50 Pfg. vikNeltshrlich erhob er sich noch früher wie die anderen, um sie an Eifer zu übertreffen, und waren es faule Schüler, so war er träger als sie alle. Die Umgebung hatte stets auf ihn den größten Einfluß. Als Gigi auf die Universität kam, sah ich ihn bald von eleganten und zweifelhaften Herren umgeben, die sich an den Sohn des Ministerpräsidenten herandrängten, die ihn von Trinkgelagen zu Diners und von den Diners zu einem „harmlosen" Spielchen führten. Seine Freundschaft war jenen Leuten überaus kostbar, und wenn - yiuu, m» "rv™ die Behörden auch noch so wachsam waren, sollten sie Ge- I sitzen. Bon da ab war Glgt verschwunden. Rr. 285 Drittes Blatt trNrhrt LsL ($)tc ß von Oxydationsprodukten suleurierter Azofarbstoffe des K-Naphtylamins und seiner Derivate, K. Oehler, Offenbach a. M., vom 13. 10. 98 ab. Ueberhitzer für Waffer- röhrenkeffel, Zus. z. Pat. 96,679, H. Görig, Darmstadt, Pallaswiesenstr. 122, vom 8. 8. 98 ab. Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen aus ai-at-AlkylarnidonaPhtol- sti «z-disulfosäure, Farbwerk Mühlheim vorm. A. Leonhardt u. Eo., Mühlheim a. M., vom 21. 2. 97 ab. Einrichtung für Heißluft-, Dampf- und Wafferbäder, Zus. z. Pat. 99308, Dr. Th. Büdingen, Mainz, vom 10. 1. 99 ab. Verfahren zur Darstellung von Methylmorphin (Codein) und Aethyl- morphin, Zus. z. Pat. 102634, E. Merck, Darmstadt, vom 11. 6 98 ab. Lehr- und Kontroll- Apparat für Ziel- und Schießübungen, E. Stark, Offenbach a. M., vom 19. 4. 98 ab. — Gebrauchsmuster-Eintragungen. Auswechselbare nach der jeweilig gewünschten Brenndauer entsprechend gefüllte Ersatzkarbidbehälter für Acetylen-Fahrrad-Lampen, Rudolf Trebes, Nidda, 13. 9. 99. Frottier-Apparat, welcher aus einer Gummiplatte oder dergl. besteht, die auf eiuer oder beiden Oberflächen mit Borsten versehen ist, Adolf Klöß, Vilbel, 21. 9. 99. Lesepult mit an der Buchstütze angeordneter federnder Klappe zum Festlegen der Blätter, Weintraud u. Co., Offenbach a. M., 10. 8. 99. Kastenmöbel, deren Schließ-Falz und Thüren gegeneinander durch eingeleimte Gummistreifeu zwecks Abhaltung von Staub rc. vom Innern abgedichtet sind, K. W. Ottstadt, Kostheim, 15. 9. 99. Sowohl das Verschieben der Bohrspindel von Hand, als auch das Ein- und Ausrücken des Selbstganges ermöglichender Handgriff bei Bohrmaschinen, Werkzeug- und Maschinenfabrik Emil Müllenbach, Darmstadt, 9. 9. 99. Aus Lochscheiben und in diese eingreifenden Daumenrädern gebildete Antriebsvorrichtung für Fahrräder, Hugo Hey- mann und Alfred Isaac, Frankfurt a. M., und Philipp Losekrug, Neu-Isenburg, 22. 3. 99. Für Wagen dienendes Rohrgestell, deffen Teile durch Winkelstücke verbunden sind, Wilhelm Romeiser, Friedberg, 18. 9. 99. Wagen, dessen Obergestell durch entsprechend geführte Spiral- oder Gummifedern auf dem mit Wagerblattfedern versehenen Untergestell gestützt wird, Wilhelm Romeiser, Friedberg, 18. 9. 99. Einstellbarer Bierdruckregler mit Luft-Gegenkolben, Filter- und Brautechnische Maschinenfabrik Akt.-Ges. vorm. L. A. Enzinger, Worms, 27. 6. 99. Verbindungsrohr mit Wasserrücklauf zwischen gußeisernem Gliederkeffel und Dampfsammler, EisenwerkeHirzenhain uLollar, Lollar, 9.9.99. Hebelausschalter mit aus Blech II-sörmig gebogenem Kontaktstück, das mit dem Hebel durch eine im Innern angebrachte Feder verbunden ist, Schroeder u. Co., Offenbach a. M., 25. 8. 99. Glühlichtlampe mit zwei oder mehreren Glühstrümpfen in einem Zylinder, H. Raupp, Mainz. 28. 8. 99. Geldtasche mit einseitigem, zu einem geräumigen Kasten ausgebildetem Soufflo, Wilhelm Ewald, Offenbach a. M., 14. 9. 99. Streugefäß für pulverförmige Substanzen mit durchlöchertem Boden und einer auf diesem mittelst Hebel und Feder drehbaren ausgeschnittenen Scheibe, Weintraud u. Comp., Offenbach a. M., 25. 8. 99. Mit zwei Schieberventilen verbundenes Niederschraubventil, Philipp Stratemeyer, Mainz, 15. 9. 99. Wagen mit Gestell von Rohren aus Stahl oder dergl., Wilh. Romeiser, Friedberg, 29. 1. 98. Aus weitzinkigem, dem Laufmantel entsprechend gekrümmtem Kamm bestehender Nagelfänger für Fahrräder, August Kretzschmar, Gießen, 16. 8. 99. Kirche und Schule. Hausen. (Dekanats-Synode. Schluß.) In einigen Gemeinden bestehen von Sendlingen der Pilgermission Chrischona bediente religiöse Gemeinschaften, und es wurde gerade auf der heurigen Dekanatssynode auf Grund eines sehr eingehenden, lehrreichen Referates von Pfarrer Schulte in Beuern und von demselben aufgestellten gedruckten Leitsätze über die Gemeinschaftsbewegung im Dekanate Gießen unter lebhafter Beteiligung der Abgeordneten verhandelt. Zur Klärung der Anschauungen mag diese Verhandlung wesentlich beigetragen haben. In der Matthäusgemeinde traten zur evangelischen Kirche aus der römisch-katholischen über ein Mann und eine Frau, aus der griechisch-katholischen Kirche ein Mann, in der Markusgemeinde trat ein Katholik zur evangelischen Kirche über, in der Johannesgemeinde 2, und in Großen-, Alten-Buseck und Beuern je 1. Erfreulich ist es in hohem Grade, daß das kirchliche Bauwesen im Aufschwung begriffen ist. Ein anerkennenswerter Wetteifer, in üblem Zustande befindliche Kirchen zu restaurieren und sie mit neuen Orgeln zu versehen, ist in den Gemeinden wahrzunehmen. Renoviert wurden vor kurzem die Stadtkirche in Gießen, die Kirchen in Reiskirchen, Albach, Heuchelheim, Hausen. Renovierung der Kirche ist in Aussicht genommen in Rödgen, Leihgestern, Garbenteich. Neue Orgeln aus der Orgelfabrik von Förster wurden aufgestellt in Hausen, Reiskirchen, Alten-Buseck. In Wieseck wird eine solche demnächst aufgestellt, in Bälde auch in Garbenteich. Zu den seitherigen Kleinkinder-Bewahranstalten ist eine neue, die in Alten-Buseck erbaute, hinzugekommen. Am 4. Juni d. I. wurde sie eingeweiht und dem Gebrauch übergeben. Solche segensreiche Anstalten bestehen jetzt in Gießen, Burkhardsfelden, Leihgestern, Lang-Göns, Großen- und Klein-Linden, Allendorf a. d. Lumda und Alten-Buseck. In der Nähe großer Städte sind sie ganz besonders nötig, da hier auch die Mütter Arbeit außer dem Hause suchen. In Beuern, Rödgen, Heuchelheim und Wieseck wird das Baukapital gesammelt. In einigen Gemeinden bestehen Kirchengesangvereine, so in Gießen, Klein-Linden, Burkhardsfelden, Beuern und Allendorf a. d. Lumda. Dankenswert ist es, wenn Männergesangvereine zur Verschönerung der Gottesdienste an Festtagen beitragen durch Vortrag von mehrstimmigen Chorälen, die, gut gesungen, einen mächtigen Eindruck auf das christliche Gemüt machen. Gott erhalte und wahre die Liebe zu ihm und seinem Wort, die Liebe zu Kaiser und Reich, zum Landesherrn und engem Vaterland, alles Streben nach Fortentwickelung auf dem Grunde des christlichen Glaubens, der christlichen Liebe und der christlichen Hoffnung in unseren Dekanatsgemeinden und allerwärts in unserem lieben deutschen Vaterlande! Weratur. O Kürschners Jahrbuch, dieses fast für jede Familie unentbehrlich gewordene Nachschlagewerk, ist in einem neuen reizenden Gewände als 3. Jahrgang erschienen. Dem Verfasser galt es bei diesem dritten Jahrgang des so rasch zu außergewöhnlicher Beliebtheit gelangten Buches, nicht nur die stehenden Rubriken noch handlicher und nach dem neuesten Stande zu gestalten, ich bestrebte mich vielmehr zugleich, eine Menge neuen Materials aufzunehmen und Gebiete zu betreten, die von den Vorgängern noch nicht betreten waren. Mancherlei Anlaß zu rückschauenden und ausblickenden Artikeln bot das bevorstehende neue Jahrhundert. (Wann beginnt es? Wie berechnet man Daten und Tage in ihm? Wer regierte vor 100 Jahren? Wie war die Einwohnerzahl großer Städte vor einem Jahrhundert im Vergleich zu heute? Mode vor 100 Jahren rc. rc.) Wohlfahrts-, Frauen- und soziale Fragen, kommunale, wirtschaftliche und Verkehrsangelegenheiten fanden fachgemäße Behandlungen, in einer stoffreichen Chronologie wurden die Erfindungen und Entdeckungen seit Beginn der Geschichte vorgeführt, Krankheiten, Hygiene, Bäder rc. zusammenhängend behandelt, ein Wörterbuch der deutschen Sprache geboten, die anorganische Chemie abgehandelt, die Berühmtheiten des Jahres lexikalisch aufgezählt, in einem Abriß der Philosophie und Logik die ost gebrauchten, selten verstandenen Begriffe verständlich gemacht u. v. a. Neu ist auch ein instruktiver Wegweiser für Reisende: Wanderziele und Raststätten in den Alpen mit einer Fülle von Aussichten, ebenso . . . doch warM das anführen? Wir empfehlen unfern Lesern: Sehen Sie das Buch selbst an, prüfen Sie es auf seine Eigenheiten — das gegen früher klarere Satzbild wird es Ihnen erleichtern! — und Sie werden selbst am besten erkennen, was Ihnen bemerkenswert erscheint. Was hier auf 950 Seiten Text dem Publikum für 1 Mk. geboten wird, ist kaum zu sagen. Nichtiger wäre es fast, hier zu fragen, was Einer in dem spottbilligen Buche eigentlich noch vermißt hat? Von allem Möglichen und Unmöglichen ist da die Rede, worüber ein wißbegieriges Menschenherz rasch Aufschluß haben möchte . . .* Auszug aus den Standesamtsregistrrn der Stadt Gieße«. Aufgebote. November: 24. Wilhelm Klink, Bürstenfabrikant zu Gießen, mit Jeanette Löwenherz zu Neuwied. 27. Karl Heinrich Sieglinger, Bäcker zu Gießen, mit Anna Elise Rahn von Ulrichstein. 27. Karl Gerlach Schlaffer zu Gießen, mit Elisabeths Theiß zu Nieder-Ohmen. 28. Georg Konrad Karl Euler, Hilfsheizer zu Bockenheim-Frankfurt a. M, mit Anna Johanna Dorothea Kratzenberger Hierselbst. 28. Heinrich Weber, Korbmacher zu Gießen, mit Anna Johanna Margarethe Launspach Hierselbst. 29. Friedrich Ernst Hoppe, Weichensteller zu Gießen, mit Theres« Wehrle Hierselbst. 29 Johannes Dippel, Sattler zu Wetzlar, mit Susanne Katharina Nickel Hierselbst. 30. Heinrich Huhn, Metzger aus Frankenberg (Hessen-Nassau) mit Lina Wilhelmina Franziska Hammel Hierselbst. Geborene. Movember: 22. Dem Handelsmann Wiegand Wagner ein Sohn. 23. Dem Spengler Friedrich Döll ein Sohn. 25. Dem Rechtsanwalt Ernst Ludwig Rosenberg ein Sohn. 25. Dem Schmied August Hainz eine Tochter, Marie Karoline Katharina Anna. 26. Dem Portier Heinrich Dörr ein Sohn. 28. Dem Former Wilhelm Pletsch eine Tochter, Elsa Elisabeth. 29. Dem Kutscher Philipp Blum ein Sohn. Gestorbene. November: 24. Elisabeths Dienst, geb. Keller, 56 Jahre alt, Ehefrau von Taglöhner Philipp Dienst zu Freienfels. 26. Marie Luiher, geb. (unbekannt), 41 Jahre alt, Ehefrau von Bauer Reinhard Marti« Luther zu Bingenheim. 30. Margarethe Elisabeths Karoline Euler, 17 Jahre alt, ohne Geschäft dahier. 30. Heinrich Bosch, 3 Jahre alt, Sohn von Fuhrmann Wilhelm Bosch dahier. Dezember: 1. Jean Wenzel, 64 Jahre alt, Wagenmeister dahier. Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artist^ übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Gießen, 2. Dezember 1899. Angesichts des gänzlich unerwarteten kolossalerr Preisaufschlags der Latrinenentleerung entsteht für alle Hausbesitzer die dringende Frage, wie sie sich zu dieser Preissteigerung, die wahrscheinlich noch fortgesetzt wird, stellen sollen. Der einfachste Weg scheint eine Massenpetition an die Stadtverordnetenversammlung, die Latrineuentleeruug in städtische Regie zu nehmen. Der Vorfall enthält aber auch für alle Hausbesitzer die ernste Mahnung, daß es die höchste Zeit zur Gründung eines „Vereins der Hausbesitzer" ist. Ein Hausbesitzer. Nachdem die Unternehmer der Latrinen-Abfuhr erst vor einem Jahre den Preis pro Faß von 1.20 Mk. auf 1 70 Mk. erhöht haben, wollen dieselben nunmehr 3Mk. dafür berechnen und dies ohne jede Motivierung. Wäre es da nicht Sache deS HauSbefitzer- V er eins, dagegen oorzugehen? N. N. Schisssnachnchten Norddeutfchrr Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loo« und I. M. Schulhof. Bremen, 30. Noobr. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Darmstadt, Kapitän B Wtlhelmt vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 4 Uhr nachmittags wohlbehalten in New- Aork angekommen. TOHIL Fleisch-Extract übertrifft trotz billigeren Preises an Nährkraft und Wohlgeschmack die Liebig’sohen Extracte und ist in allen besseren Drogen-, Delicatessen- nnd Colonialwaaren-Handluneen zu haben. Sie bringt Gewinn die einzig in ihrer Art dastehende Ansichtspostkarte, welche gleichzeitig ein Los der Weimar-Lotterie bildet. Mit den schönsten Ansichten aus aller Herren Ländern sind die in Postkartenform herausgegebenen Lose versehen, und 8000 Gewinne im Werte von 150 000 Mark kommen darauf zur Verlosung, dabei ein Hauptgewinn im Werte von 50 000 Mark. Eine billige und große Weihnachtsfreude kann man auf diese Weise jetzt schon machen, indem man die so beliebte Ansichtspostkarte Freunden und Bekannten übersendet, und denselben damit die Anwartschaft auf einen großen Treffer übermittelt. Der billige Preis von 1 Mark für das Ansichtspostkartenlos macht die Erwerbung recht leicht. Die Gewinziehung der Weimar-Lotterie findet schon in aller Kürze, vom 7.—13. Dezember d. I. statt, und empfiehlt es sich, schnell noch ein Ansichtspostkartenlos zu erwerben. richtig gestellt wird. Am 20. November 1889 ist nun die letzte Nummer des „Wiener Volksboten" erschienen und in dieser teilt der Herr Redakteur (der nebenbei Ortsschulrat ist!) mit, daß er von William Shakespeare folgendes Schreiben erhalten: „Geehrter Herr Redakteur! Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie die Freundlichkeit hätten, in Ihrer nächsten Nummer richtigzustellen, daß „Der Kaufmann von Venedig" nicht, wie Sie in Ihrer letzten Nummer angaben, von Grillparzer, sondern von mir ist. Ein Stück mit so stramm antisemitischer Tendenz hätte dieser waschlappige Liberale doch nie übers Herz gebracht. Mit ergebenstem Dank im Voraus Ihr ergebener William Shakespeare." — Der Herr Ortsschulrat fügte loyal hinzu, „er sehe ein, daß die Berichtigung der Wahrheit entspräche." * Eine drollige Mitteilung über Künstleraberglauben bringen Straßburger Blätter. Am Straßburger Stadttheater gab in den letzten Tagen der italienische Sänger Leone Fumagalli Gastvorstellungen. Fumagalli war kurz vor Beginn einer Vorstellung im Begriff, sich umzukleiden, da vermißt er plötzlich ein Miniaturbildnis, das er stets auf der Brust bei sich zu tragen pflegt. Mit dem Rufe: „Ich habe meinen Talisman verloren, ohne den ich nicht auftreten, nicht singen kann," stürzt er zum Direktor. Dieser und mit ihm das ganze Personal geraten in nicht geringe Bestürzung, da man die Vorstellung im letzten Augenblick nicht mehr absagen konnte. Trotz gütlichen Zuredens blieb der Künstler dabei, daß ihm das Fehlen des Kleinods Unglück bringe, daß er daher unter keinen Umständen singen, lieber eine hohe Konventionalstrafe zahlen werde. Die Not war groß, fliegende Boten wurden nach allen Seiten, überallhin ausgesandt, wo Herr Fumagalli während des Tages sich kurze oder längere Zeit aufgehalten, in verschiedene Gasthöfe, Cafss und sogar ins Rosenbad. Umsonst, der Talisman schien verschwunden. Da, im letzten Augenblick hatte jemand den guten Einfall, noch einmal die abgelegte Garderobe des Sängers gründlich zu durchsuchen, und siehe da, in einer Falte des Unterfutters der Weste fand sich das vermißte Kleinod, und die Vorstellung war gerettet. ** Der 1900. Geburtstag Jesu. Eines der bedeutungsvollsten Daten unseres Jahrhunderts ist ohne Zweifel der 25. Dezember dieses Jahres; denn es ist der 1900. Geburtstag des Stifters der christlichen Lehre. Die Bedeutung dieses Zeitpunktes für das Christentum als solches ist bis jetzt nur in einer bescheidenen künstlerischen Kundgebung gefeiert worden, die aber vielleicht g rabe deshalb einem desto lebendigeren Interesse allgemein begegnet ist. An diesem denkwürdigen Weihnachstage wird nämlich, wie bereits berichtet, in die Christenheit aller Länder der Erde die „Heilands-Karte" aus dem stillen Bethlehem hinausgesendet und Hunderttausenden an diesem Tage ein ebenso schönes als sinniges Andenken zuteil werden. Die Anfragen und Bewerbungen um diese Karte bei der Internationalen Ansichtskarten-Gesellschaft in Berlin (Friedrich straße 239) ist jedoch so groß, daß sich die Gesellschaft gänzlich außer Stand sieht, die an sie gelangenden Anfragen einzeln zu erledigen. Das Verlags-Institut bittet bekannt zu geben, daß als Schlußtermin der Anmeldungen der 10. Dezember festgesetzt ist. Alle größeren Buchhandlungen des Reiches nehmen bis dahin Bestellungen auf, wo die Karte jedoch nicht vorrätig, übernimmt die Gesellschaft die Versendung der Karte samt Porto aus Bethlehem an beliebige Adressen gegen direkte Einsendung von 50 Psg. in bar oder Briefmarken. Um genaue Adressen Angabe wird gebeten. • Humoristisches. * Ein harmloses Burengeschichtche« wird aus Holland mitgeteilt. In Amsterdam freut man sich jetzt im Zirkus über die allabendlich vorgeführten Maulesel. Die Tiere sind angezogen wie Menschen und spazieren auch wie solche gravitätisch einher. Aus den Farbenzusammenstellungen der Kleidungsstücke erkennt man unschwer die Landesfarben verschiedener europäischer Nationen. Nachdem die Maulesel ihre Aufgabe abgearbeitet haben, werden sie der Reihe nach gefragt, ob sie nun in ihren Stall wollen. Auf zustimmendes Kopfnicken erhalte« sie hierzu die Erlaubnis und trollen sich einer nach dem anderen davon. Nur der bis zuletzt gebliebene Meister Langohr mit dem vielverheißenden Namen „Dum-Dum" in seinem die englischen Farben tragenden Kostüm will von der Erlaubnis keinen Gebrauch machen. Selbst Drohungen mit der sonst Respekt einflöß enden Peitsche verblüffen ihn heute nicht. Das Publikum wird ungeduldig. Da ruft der anscheinend in Verlegenheit geratene Bändiger, wie einer plötzlichen Eingebung folgend: „D u m - Dum, die Buren kommen!" — Wie von einer Tarantel gestochen, jagt der Esel davon, und grenzenloser Jubel lohnt den Artisten für seinen neuen Einfall. * Botiftafel nach spartanischem Muster für die englischen Kriegsreporterr Wanderer, kommst Du nach London, s» sage dorten, Du habest — Uns hier lügen gesehen, Stift und Papier in der Hand. ' Neues von Serenissimus. Serenissimus war auch neulich in Rom und hat das Kapitol besucht. Als er der römischen Wölfin ansichtig wird und Kindermann den Mund aufthun will, ihm die Figur zu erklären, winkt Serenissimus schnell ab: „Aeh, weiß schon, was Sie sagen wollen, lieber Kindermann, weiß schon, äh, Romeo und Julia, Stammeltern Roms — äh — kenne die Geschichte." * Nach der Gardinenpredigt. Sie: „Wo ist denn die „Jugend"?" Er (mit satanischem Lächeln): „Sie liegt hinter Dir." („Münchner Jugend.") 8113] Wohnung 6 bis 7 Zimmer mit Veranda ist per 1. April zu vermieten Nordanlage. Näh. bei Wilh. Schäfer, ________________________Asterweg 39 III. 6062] Logis, 5 bis 6 Zimmer nebst Zubehör, zu vermieten. __________L. Huhn, Bleichstraße 16. 5638] 3-Zimmerwohnung zu vermieten. Licherstratze 21. Näheres Lickerftraße 19.______________ 7016] 6-Zimmerwohnung mit Zubehör, Badeeinrichtung im 1. Stock, seither von Herrn Pfarrer Dr. Grein bewohnt, eventl. auch der Parterrestock, zu vermieten. Schanzenstratze 22, Ecke Westanlage. 7112] Der dritte Stock unseres Haufes Alieestrahe 25, 6 Zimmer, wovon drei parkettiert, und Nebengelaß, ist bis 1. Januar 1900 zu vermieten. __«aussmann & Co. 7368] Eine Wohnung, 3 Zimmer und Wasserleitung zu vermieten. I. Unverzagt, Schottftraße 11. 7521] 3-Zimmerwohnung im 2. Stock und zwei Zimmer im 1. Stock zu verm. _____________Wallthorstratze 46. 7590] Liebigstraße 67 ist der 2. Stock, 3 Zimmer und Zubehör, zu vermieten. ___________Joh. 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