der folgende Vorgang. In einer kleineren Mitagsgesellschaft saß der Kronprinz zwischen der Frau vom Hause und der Frau des Anstallsgeistlichen und trank, da der Hausherr für einen leichten Wein gesorgt hatte, von dem er .wußte, daß er den jungen Herren gut mundete, mehrere Gläser. Der gegenübersitzende erste Gouverneur des Prinzen, Generalmajor v. D., hatte dies bemerkt und sagte: „Aber, Prinz Wilhelm, Sie haben schon das dritte Glas geleert." — „Gewiß," antwortete dieser, „der Wein schmeckt mir", worauf der General dem Diener befahl, dem Kronprinzen ein Glas Wasser zu bringen. Als dies geschehen war, ersuchte auch die Frau Pastorin den Diener um ein Glas Wasser; der Prinz aber schob ihr schnell das ©einige zu und sagte: „Hier, Frau Pastorin, nehmen Sie dies, ich mache doch keinen Gebrauch davon." Auf Befehl des Kaisers wird darauf geachtet, daß die Erziehung der Prinzen eine gleichmäßige bleibt. Die jungen Herren sollen sich nicht mit einseitiger Passion einem ein- zslnen Zweige der Wissenschaft oder der Kunst hingeben. So der Kronprinz nicht der Musik, wofür er reich begabt ist. Wird doch sein Geigenspiel sehr gelobt. Auch ist es den prinzlichen Lehrern untersagt, in übertriebener Weise den Hohenzollern-Kultus zu Pflegen. Dagegen wird natürlich der stolzen und festen preußischen und deutschen Gesinnung, die in den Prinzen lebendig ist, keine Schranke gesetzt. Es sind schon ein paar Jahre her, als die Prinzen mit der gesamten Kadettenschar einen Ausflug nach der Höhe von Düppel machten, wo die Felder von Knicken umsäumt sind. Plötzlich rief der Kronprinz: ..Wer ein Preuße ist, folgt mir nach!", und die ganze Schar stürmte mit ihm über den dichtbewachsenen Knick. Als er zum ersten Male dem Zaren vorgestellt wurde, redete er diesen deutsch an und erklärte später, daß er dies in voller Absicht gethan habe. Auch hat er sich darüber ausgelasien, daß es ihm sehr wenig angenehm ist, mit der Kaiserin Friedrich englisch sprechen zu müssen. Diese hohe Frau nennen übrigens die Prinzen „Kaiserin Friedrich". Wenn sie von ihrer Großmutter sprechen, so meinen sie die Herzogin Adelheid, die Mutter der Kaiserin Auguste Viktoria. Als die Witwe Kaiser Friedrichs im vorigen Jahre von Kiel aus ihre Enkel in Plön besuchte, unterzog sie auch die ganze Schloßanlage einer genauen Besichtigung. Die prächtige Aussicht und der herrliche Park entzückten sie sehr; auch hatten die Einrichtungen für den Sport, der Lawn-Tenis-Plotz, die Schwimmanstalt, der kleine Bootshafen, ihren ganzen Beifall. Sie bezeigte ferner ihr Interesse an der Architektur des Schlosses und an dessen innerer Einrichtung; nur bemerkte sie in dem großen Schlafsaale der Kadetten, daß ihre Stallknechte besser schliefen als diese. Dem Kronprinzen schien diese Aeußerung nicht zu gefallen. Wie die Prinzen sich einen besonderen Platz in der Kiche verbeten haben und mitten zwischen den Kadetten sitzen, so nehmen sie auch öfter an deren Mahlzeiten Teil, und es ist ihnen jeder Platz auf den langen hölzernen, der Lehne entbehrenden Bänken recht. Wenn der Kronprinz anfänglich in seiner körperlichen Entwickelung und in der äußeren Erscheinung etwas gegen seinen jüngeren Bruder, den Prinzen Eitel-Friedrich zurück- ftand — auch Prinz Adalbert ist ein sehr hübscher Knabe — so hat er das in wunderbarer Weise nachgeholt. Er ist jetzt ein schöner junger Mann voll Kraft und Mut, mit freiem, offenen Blick und von stattlicher Größe. Ebenmäßig gewachsen und von schlanker Statur, ist seine Haltung gleich sicher und elegant. So stellt er sich auch in der letzten von ihm, und zwar in Zivilkleidung, aufgenommenen Photographie dar. Leider ist dieses überaus wohlgelungene Bild, das der Prinz nur verschenkt, nicht käuflich zu erlangen. Nach alledem dürften sich die stolzen Hoffnungen, die Deutschland auf seinen zukünftigen Kaiser, der dereinst den Namen Wilhelm III. führen wird, setzt, in vollstem Maße erfüllen. Den Grund dazu hat mit treuer Liebe und klarer Einsicht das Kaiserliche Elternpaar gelegt, aber auch die verständnisvolle Umsicht und die gewissenhafte Sorgfalt, womit das Plöner Kadettenhaus verwaltet wird, haben ihren Anteil an dem glücklichen Erfolge der prinzlichen Erziehung. Desien wird sich das anmutige holsteinsche Städtchen in aller Zukunft rühmen können. Kirche und Schule. * «m so. Kongreß für Innere Mission, der in dm Tagen vom 2. bis 5. Oktober in Straßburg stattfindet, wird, wie die „Darmst. Ztg." schreibt, als Vertreter des Großherzoglich Hessischen Oberkonsistoriums Herr Oberkonsistortalrat D. Walz teilnehmen. An den Vorträgen des Kongresses, dessen ausführliches Programm von uns bereits früher veröffentlicht wurde, beteiligt sich von hessischen Geistlichen Stadtpfarrer Scriba von Erbach i. O, der in der Spezialkonferenz am Mittwoch, 4. Oktober, über „Die Innere Mission auf dem Lande" referieren wird. Gleichzeitig mit dem Kongreß soll am Dienstag, 3. Oktober, nachmittags 3 Uhr, in Straßburg die 35. Jahresversammlung der Südwestdeutschen Konferenz für Innere Mission abgehalten werden. Jeder Dame gefallen unsere garantirt soliden schwarzen, weissen und farbigen Seidenstoffe, die wir direct an Private zu billigsten Preisen '“"ÄX,!"“0 Danz & Co., Barmen 822 Die Kunst, das Lebenzu verlaugetu. L durch überflüssige Arbeit und Plage vergeudet I Dies gilt insbesondere für die Hausfrau, die ohne Rücksicht auf die Fortschritte der Zeit ihre Haushaltung althergebrachten Gesetzen anpaßt und bei Gelegenheit großer Wäsche diesäben umständlichen Regeln befolgt wie s. Zt. die Urgroßmutter. Die Wäsche kann herflzutage mit gleichem Nutzeffekte und mit viel geringerem Arbeitsaufwande gereinigt werden, ohne Koche«, 0h«e Brühe«, indem man statt gewöhnlicher Waschseife Sunlight-Seife verwendet, die vermöge ihres hohe« Fettgehaltes viel schneller einen hohen Reinigungseffekt erzielt. Sunlight-Seife reinigt die Wäsche in ca. 6 Stunden, währmd bei jeder anderen Seife ca. 12 Stunden hierzu erforderlich sind. Sechs Stunden per Woche ergeben 13 Tage per Jahr, also in 30 Jahren (die durchschnittliche Thätigkeitsdauer einer Frau) 390 Tage — die der Erholung und somit der Lebensverlängerung gewidmet werden. Sunlight-Seife ist überall erhältlich. Preis per Doppelstück in elegantem Karton verpackt 25 Pfg. 6211 «9T1 lloililllll-ZM bis 200 PS werbe „ , Lieb. igel Harmoniums Mik an. uon 80 Mark an. KL d'S HL- 1^ 135.70 I 4 5 31/, mf -lager ürrer,-chü0or-rmL Löhne, fr, (fffry unb Diele anbere. t: ?ianino$ Don 4 fflat! an, ns von Mk. 1.50 an. r« und LüWmuutzin Mtzü> Hnanür 10 Hals«.____WS W M > läntigter lirplan ,n Stationen Glessen- , Friedberg, L* ’eatz, Fulda, Alsfeld, Gedern, Schotten. „den und abgehenden ler Biebe'tha,bahn' edition den Giessener „Ian kann auch durch „ bezog® i 1Ä i | „1860 ! iS:»’- - ' g-flrf. r 1 ««SJ» EM ÜtW’u 10 vT I-EL J I __ , I M-M?r T 6^1^01428» Plinc heM - ■ \ 89< X !r,«° !Ä * Nr. 232 Drittes Blatt. Dienstag den 3 October 1S99 Gießener Anzeiger Keneral-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf^ vtrrteljährllch. Anzeigen zu der nachmittag- für Myalce erscheinenden Nummer Hi Botet 16 Uhr. Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 PfK mit vringerloh». 18t Anzeigen.«ermittlun,»stellen des In- und Nehmen Anzeigen für ben Gießener Anzeiger entgehn. M« Gießener HeeifHwMttttt W*rkx dem Anzeiger u»tch««ch viermal detgeügt. ch^cheütt tüßNch mit »uinehme des »vMDsti. AintS- und Anzeigeblntt füv den Tiveis Gieren. Kedekliin, Expedition and Druckerei: Kchnlstratze Kr. 7. Gratisbeilngen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klütter für hessische Volkskunde. Abreffe für Depeschen: Auzetßer Gteßea. Fernsprecher Nr. 51. Belehrung über das Wesen und die Ver- breituugsweise der Pest. 1) Die Pest ist eine ansteckende Krankheit, die ausschließlich dadurch hervorgerufen wird, daß ein bestimmter Srankheitskeim (die Pestbazillen) Eingang in den Körper gefunden hat. 2) Sie stellt ein plötzlich ober nach kurzem, allgemeinem Uebelbefinden einsetzendes fieberhaftes Leiden dar, welches in der Mehrzahl der Fälle, und zwar gewöhnlich zwischen dem dritten und fünften Krankheitstage, zum Tode führt und bei den Genesenen nicht selten mehr ober minber schwere Nachkrankheiten hinterläßt. Die Erkrankten pflegen unter auffallenber Verminbernng ber Arterienspannung unb Vermehrung ber Zahl ber Pulsschläge sehr rasch in hochgrabige Schwäche unb Teilnahmlosigkeit zu verfallen. Nach bem Sitz und der Intensität der Krankheit sind verschiedene Formen der Pest zu unterscheiden. Am häufigsten ist die Drüsen- oder Bubonenpest, welche durch schmerzhafte Anschwellung einer ober mehrerer Lymphdrüsen, besonders ber an ber Schenkelbeuge, ber Achselhöhle unb bem Halse belegenen, gekennzeichnet ist. Die Höhe ber Erkrankung wirb bei ihr meist schon am ersten Tage erreicht. Im Verlauf ber Krankheit kommt es iit ber Regel zu Blutergießungen in bie Schleimhäute (Blutharnen), Entleerung schwärzlicher Massen durch Erbrechen und Stuhlgang, seltener in die Haut. Ist der Tod nicht bereits in den ersten Krankheitstagen erfolgt, so kann die Drüsengeschwulst in Vereiterung oder langsame Zerteilung übergehen. Bei einer weiteren Form der Pest bildet das Auftreten eines Bläschens aus irgend einer Hautstelle, aus welchem sich das bisweilen zu bandgroßen Gewebszer- zerstörimgen führende Pestgeschwür ober bie Pestpustel entwickelt, das charakteristische Merkmal. Der Krankheitsverlauf ist hier im allgemeinen etwas milder als bei der Drüsenpest. Die Lungenpest bietet das Bild einer plötzlich beginnenden schweren Lungenentzündung und verläuft fast ausnahmslos tötlich. Der Auswurf des Kranken enthält Pestbazillen in zahlloser Menge. Personen, welche an chronischen Lungenkrankheiten, namentlich an Schwindsucht leiden, sind für diese Form ber Pest besonbers empfänglich. Der in ber Lunge lokalisierte Krankheitsprozeß kann ju Zerstörungen bes Lungengewebes unb äußerst starken Lungenblutungen mit nachfolgendem Brand führen (der „schwarze Tod" des Mittelalters). Von einzelnen Forschern ist eine vierte schwere Form der Krankheit, die Darmpest, beobachtet worden; es soll hierbei zu Geschwürbildung auf der Magen- und Darmschleimhaut kommen und der Verlauf der Erkrankung dem eines schweren Unterleibstyphus gleichen. Diese Krankheitsformen der Pest können sehr bald nach Beginn ber Erkrankung burch Verallgemeinerung ber^ Infektion eine gewaltige Steigerung ihrer ohnehin großen" Bösartigkeit erfahren, so baß sie unter bem Zeichen einer allgemeinen Sepsis unter Umstänben in wenigen Stunben zum Tobe führen. Außer biesen schweren sinb jeboch, wenn auch weit seltener, noch leichte Formen ber Pest beobachtet worben, bie zum Teil mit kaum merkbaren allgemeinen unb örtlichen Erscheinungen einhergehen unb in ber Regel einen günstigen Verlauf nehmen. 3) Der A n - steckungsstoff befinbet sich im Blute, bem Inhalt unb bem Gewebe ber erkrankten Lymphbrüsen, ber Pestgeschwüre unb -Pusteln, bei ber Lungenpest im Auswurf unb Speichel, seltener im Stuhl unb Urin bes Kranken; er kann von biesen auf anbere Personen, sowie auf manche Tiere, wie Ratten unb Mäuse, übergehen unb in bie mannigfachsten Gegenstände geraten und mittels derselben verschleppt werden. Solche Gegenstände sind beispielsweise Kleidungsstücke, Leibwäsche, Bettstücke, Lumpen, Wolle, Teppiche, Haare, ungegerbte Felle u. dgl.; auch Speisen und Getränke sind unter Umständen geeignet, die Ansteckung zu vermitteln. 4) Die Uebertragung des Ansteckungsstoffs auf Menschen unb auch bie bafür empfänglichen Tiere erfolgt am häufigsten in der Weise, daß derselbe durch kleine, unbeachtete Verletzungen der Haut, z. B. Kratz- und Rißwunden ober Schrunben, ober burch Stiche von Insekten, welche an pestkranken Tieren ober Menschen sich befunben hatten, in ben Blutkreislauf gelangt. Die Uebertragung kann auch badurch zu Staube kommen, daß Staub oder Nahrungsmittel, denen Ansteckungsstoff anhaftet, eingeatmet bezw. zum Munde geführt werden. Bei der Lungenpest geschieht die Ansteckung gewöhnlich von Person zu Person durch Vermittlung des bazillenreichen Auswurfs des Erkrankten. 5) Die Ausbreitung derPest nach anberen Orten kann geschehen: a. durch ben Aufenthaltswechsel solcher Personen, welche nur leicht an ber Seuche erkrankt ober in ber Genesung befinblich sinb; b. burch Versenbung un- besinfizierter Gebrauchsgegenstände von Pestkranken, nament- von Kleidung, Wäsche oder Bettstücken; c. durch Wanderung ober Transport von Ratten, Mäusen unb anberen an Pest erkrankten Tieren; bas ihnen anhaftenbe Ungeziefer, ihre Absonberungen, event. ihre Kabaver vermitteln bie Verschleppung ber Seuche. Feuilleton. Unser Kronprinz im Kadettenßanse. lieber bas Leben unb bie Erziehung der Kaiserlichen Prinzen: Kronprinz Wilhelm, Prinz Eitel-Friedrich unb Prinz Abalbert im Plöner Kabettenhause veröffentlicht bie „N. Fr. Pr." einige interessante Einzelheiten. Bekannt ist, baß die Prinzen mit einigen ausgewählten labetten besonderen Unterricht erhalten, aber im übrigen als einfache Schüler Der Anstalt angesehen unb auch von der Dienerschaft, nicht mit Kaiserliche ober Königliche Hoheit, sondern einfach als Prinz Wilhelm, Prinz Fritz und Prinz Adalbert angeredet werden. Sie haben auch bei dem umwohnenden Landadel, ben Rantzaus, ben Reventlows, ben Brockborffs keine Besuche gemacht, sondern sind gesellschaftlch einfache, ihrer militärischen und wissenschaftlichen Ausbildung beflissene Kadetten. Der Kronprinz ist jetzt 17 Jahre alt unb wirb im nächsten Jahre majorenn, wo er seinen eigenen Hofstaat erhält. Trotzbem erschien er kürzlich im Hause des Kommanbeurs mit einem Packet unter bem Arm unb überreichte es ber Frau vom Hause mit den Worten: „Meine Mutter läßt bestens grüßen unb schickt bie Altar- decke" — eine von ber hohen Frau für bie Plöner Schloß- Upelle selbst gestickte Decke. Ein andermal musizierte rr mit einer im Hause des Kommandeurs zu Besuch an- rcerfenben Dame, als die Rede auf ein Musikstück kam, das bie Gesellschaft noch gern gehört hätte. Sofort stand der Acvnprinz auf und erklärte, die betreffenden Noten holen zu wollen. Man fragte, ob sie nicht ein Diener holen tömne; aber der Kronprinz lehnte dies mit den Worten ab, daß er sich nicht gerne in seinen Sachen kramen ließe und machte sich selber nach bem Prinzenhause auf ben Weg. Überhaupt ist ber Prinz aufmerksam, ja dienstfertig gegen Damen und ältere Personen, er ist liebenswürdig ohne Zwang und ganz frei von Dünkel und Selbstgefälligkeit. Andererseits weiß er freilich auch, wenngleich immer in feiner und geschickter Weise, selbst den höheren Vorge- teten gegenüber seinen Willen zu behaupten. Das zeigt Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß mit Genehmigung Großh. Ministeriums de» Innern vom 21. August d. I. zu Nc. M d. I. 23734 der im Jahre 1878 für die „Schießgärten" aufge- stelltt Bebauungsplan mit Ausnahme der zwischen Rodheimerstraße und Gleibergenveg gelegenen Strecken der Schützenstraße und der Krofdorfer- straße wieder aufgehoben ist und gleichzeitig für die Rodheimer- strosie neue Straften- und Baufluchtlinien mit der Maßgabe festgestellt worden sind, daß dabei zunächst nur der zwischen dem Neu- städterthor und der Happel'schen Besitzung gelegene Teil zum Bebauen eröffnet wird. — Der Plan über die neuen Fluchtlinien für die Rod- heimerstraße kann auf unserem Stadtbanamt seitens der Beteiligten jederzeit eingesehen werden. Gießen, den 25. September 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 7044 Gnauth. Bekanntmachung. Diejenigen, welche für den bevorstehenden Winter Mchteu-Deck- ttifrr aus den städtischen Waldungen zu beziehen wünschen, wollen ihre Anmeldungen fpätefteus bis zum LV. k. Mts. auf unserem Bureau — Zimmer Nr. 15 — erstatten. Die Lieferung erfolgt frei vor's Haus und ist der Preis auf 16 Pfg. pro Welle festgesetzt und bei der Anmeldung zu entrichten. Gießen, den 27. September 1899. 7042 Großherzogltche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 3818 I An 6963 empfiehlt die Markts trasse 4. Feinsten Trauerkleider 6651 empfehlen 6591 27. Oktober. 6876 7043 ^Hoflieferant^ Krim neues SMlkrM empfiehlt 6510 Pianos 6598 Bäcker Klingel Höffer. 7055 // Ir bis jetzt I tnnsnTn 7048 Hausgerät. I. A.: Schneider. 6650 Verantwortlicher Redakteur: H. Koegler. — Druck und Verlag der Brühl'schen llniversilätS Buch- und Steindruckerei^P irisch Erben) in Gießen. Örk intiitmiuijii iißen ikrhißcrniiiu'n, 13,500.000 Flaschen Frankfurt Man achte auf die Firma u.Schulzmarke. 25 550 15 9 2 6 10 2 40 50 400 350 300 300 220 100 148 138 Ctr. // ii M H n 155 1899. Lager in Stoffneuheiten. Aug. Montanus Nachfl., Inh. R &. M. Imheuser, Giessen, Marktplatz 9—10. Blusen und -Rocke stets grosser Vorrat bei: Aug. Montanus Nachfl., Inh. R. &. M. Imheuser, Giessen, Marktplatz 9—10. Gegründet unter dem Protektorate der König!. Jtalien. Regierung. JL fr H H II II St. // Franz Eyserbeck G. D. Gebauer Nachfl. 61 Bahnhofstrasse 61 Arbeitsversteigerung. Zwecks Straßenunterhaltung in Lollar werden folgende Arbeiten und Lieferungen Mittwoch deu 4. Oktober d. Js., nachmittags 5 Uhr, auf dem Rathause dahier öffentlich vergeben: Pflastersteinlieferung Kteslieferung Maurerarbeiten Pflasterarbeiten Chaussierung und sonstige Arbeiten Lollar, den 29. Sept. Fleischtaser-Hundekuchen Fleischter-GeflOoelfötter zu billigsten Preisen empfiehlt Gustav Walter, Miiueburg 13. 6594 70 Pf. 70 „ 85 „ 100 „ 100 „ 115 „ 125 „ 200 „ 200 200 „ auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Offerten find versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 17. Oktober d. I., vormittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Brüder Schmidt Seltersweg 83. Versteigerung. Dienstag den 3. Oktober d. IS., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich gegen Barzahlung: i. Lndwigftratze 4 dahier r mehrere Lagerfäffer verschiedener «röste; 2. Alsdann Neustadt 65: 1 Bohrmaschine. eine Partie Schuhwaren, eine Ziege, 1 Vertikow, 8 Sofas, 2 Waschkommoden, 1 Kleiderschrank, 1 Spiegel, 1 Nachttisch. 3 Bilder, 200 Fl. Wem, 8 Mille 'Cigarren, ca. 50 Liter Kümmel und ca. 45 Ctr. Heu, sowie 1 Wagen. Versteigerung zu 1 findet bestimmt zu 2 teilweise statt. 7045 Born, Gerichtsvollzieher. Gießen, den 30. September 1899. Der evaugelifche Gesamt-Kircheuvorstaud Dr. Naumann. Mobiliar-Versteigerung. Dienstag den 3. Oktober, nachmittags 2 Uhr, werden aus dem Nachlaß der Frau E. Friedberger Witwe, Wallthorstrafte 44, folgende Mobilien versteigert: eine rote Plüschgarnitnr (Sofa mit 6 Stühle»), eine Ripsgaruitur (Sofa mit 6 Stühle«), 1 Buffet, rnnde und ovale Tische, 1 Nähtisch, Betten, Nacht und Waschtische, 1 noch wenig gespieltes Piauino, zwei Lüstres mit Petroleum- Einrichtung , eine Partie Vorhänge, eine vollständige Kücheneinrichtung und versch. Bekanntmachung, betr.: Die Löber'fche Stiftung. Aus obiger Stiftung ist eine Pfründe von 260 Mk. jährlich an einen in Gießen geborenen, verwittweten Handwerker zu vergeben, welcher einen guten Ruf besitzt, fortwährend einen gesitteten Lebenswandel geführt hat und wahrhaft dürftig sein muß. Anmeldungen werden von heute an binnen 14 Tagen auf dem Bureau des Armenamts entgegengenommen. Gießen, 27. September 1899. Gießen, den 22. September 1899. Großh. Verwaltungs-Direktion der chirurg. u. ophthalm. Univ.-Klinik I. V.: Poppert. Vossius. Adler-Drogerie, SeltersVeg3S Otto Schaaf. Submission. Für unsere Kliniken soll die Lieferung von: Telephon 119. 6978 „SprallsPatent“ Gloria roth ..... Gloria weiss . . . . G’loria extra roth . . Perla d’ltalia roth . . Perla d’ltalia weiss. . Flora roth ..... Chianti roth . . . . Perla Siciliana */> Lfl. Marsala...... Vermouth di Torino Verpachtung eines Pfarrackers. Der Pfarracker Flur 18 und 25, zwischen der Fraukfurterstrahe und dem Mittelweg an der Eisenbahn, neben der Gärtnerei des Herrn Bernhardt, soll von diesem Herbst- an neu verpachtet werden. Da wir das bisher zwischen unserem Acker und der Fcankfurterstraße liegende Gelände angekaust haben, so kann der vergrößerte Acker nunmehr ebenso gut von der Frankfurterstraße, wie vom Mittelweg her befahren werden; er enthält jetzt insgesamt 8317 qm. Die Verpachtung des Ackers soll stattsinden an Ort und Stelle am Donnerstag de« 5. Oktober, vormittags 11 Uhr. i Ohnpfchliuiiu'ii KWnmöbkl in schönster und solidester Ansföhrnng Darmstädter MerdemarKt-Lose ä Mk. 1.— (Ziehung 11. 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Geißler. 7025 Aepfeln, Kartoffeln, unterirdischen Kohlraben, Zwiebeln, roten Rüben, weißen u gelben M Meerrettig, Weißkraut, Rotkraut, Wirsing, Lauch, Sellerie, Mr Magenleidende! M Allen denen, dir sich durch Erkältung oder Uebrrladung de» Magen«, d-vh Genuß mangelhafter, schever verdaulicher, zu heißer »drr zu kalter Speisen oder durch unregel» mäßige Lebearweise ein Magenleiden wir: Wagenkatarrh, Wagenkrampf, Wagenschmerzen, schwere Verdauung oder Kersch felrurmg zugezogen habe», sei hiermit ein gute« Hauemiltel empfohlen, desse» vorzügliche Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. 4« ist die« da« bekannte Aerdauungs- und Mutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich’sche Kräuterwein Dicser Kräufrwcin ist auS vorzüglicher,, hrilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet und stärkt und belebt den BerdauungKorganiümuS deS Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt Ttär- ungen in den Blutgesätzen, reinigt daö Blut von verdorbenen, krank- machenden Etosfen und wirkt särdernd aus di« Sieubildung gesunden Blute». Durch rechtzeitigen Gebrauch deS lkrauIer-WeineS werden Magenübel meist schon tm Leime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen, ätzende», Gesundheit zerstörenden Mitteln vorznziehen. Symptome, wie: Kopfschmerzen, klus- stohen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bet chronischen ^veralteten) Magenleiden um so heftiger auslreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseiiig«. Ak land bie ns.’1 1,11 ar S ’iii ä* iet groben I; W „„b" -- W'tfhf. - *»tt, S, b,mtolrle". 5 MV'e < C N&gie, ••«Sh, *"i. W1! ... veranschlagt zu Rohr- und Rostlieferung -ii l8,M7 Ä , UKW»' Ab Slüilltt t-Ä; - wird die Aufmerksamkeit deS P, T. Jutnrumö n.‘6 dem (tzrundc gelenkt, S'^^-s- W-in- in Berücksichtigung des billigenPreiscs ganz aufzcrordenllich preiswurdige Qualitäten repräsentiren. 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