Samstag den 3 Juni „128 Erstes Blatt. Gießener Anzeiger General-Unzeiger «4 2lmto» und Anzeigeblatt für den Akreis «Kieszen. iir Anzeigen zn der uachmittAG» ftr d« 1*6*8 te| erscheinenden Nummer M vorm. 10 Uhr. ÄB« Anzngen.vermittlung-stellen de« In« und Au-landes nehmen Anzeigen fir den Gießener Anzeiger tntgegm. Aezug-pret» vierteljährlich 2 Mark 20 Psß. aunaHidj 75 Pfß. MU Bringerloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Vfg. vicrteljihrlich. Kckl-tion, Eppedition und Druckerei: Zchntstrntze Ar. 7. fr Niesten er Wc* Im Anzeiger DM» ich viermal UM »vllli^ruchme de» tfintag». Grattsbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandmirt, Klätter für hessische Volkskunde. - - '— ... 11 «dreffe für Depeschen: Anzeiger Kietze«, Fernsprecher Nr. 51. ‘ W Kto «fUahir R* rauhte j*b. lvamima a z ■f« - ’Wita i-ter , d-kldm httoj Wn b« 8ü», lü* 34«* t lenfiitl int j, m W:«|b J »sichAM । 'duda-m» °'t Srtltft !- eql-i-, *•#!•$ •• mfrli, Bufhi UMMrl. «m • f.*„ |«l! (MlflF',3 - irntf $ । Kmtoeio Amtlicher Geil. Bekanntmachung. Gießen, den 30. Mai 1899. Blitr.: Remunerierung des Polizeiaufsichtspersonals. W Grobherzogliche Kreisamt Gießen 2« hüe Großh. Gürgermeiftereieu der Land» gemeiudeu des Kreises. Remunerierung des Polizeiaufsichtspersonals ist uns lULls fü r das Etatsjahr 1899/1900 von Großh. Ministerium devs g-nuern eine Summe zur Verfügung gestellt worden. Mr sehen daher binnen 14 Tagen Ihrem Berichte eMegstn, welche Polizeibediensteten Ihrer resp. Gemeinden stAs^pch besonders gewissenhafte Pflichterfüllung in 1898/99 tw Belohnung würdig gezeigt haben und wollen Sie hi'klbei das nachstehende Schema zur Anwendung bringen. Im den Berichten ist ferner anzugeben, ob auch das alUßk»!dienstliche Verhalten der Polizeibediensteten zu Kchgsu Anlaß gegeben hat oder nicht. Diejenigen Bediensteten, welche Sie einer Belohnung mchht würdig erachten, wollen Sie uns ebenfalls unter Äagabt der Gründe namhaft machen. v. Bechtold. Itame Alter Dienst- jahre Anzahl der pro 1897/98 von den Polizei- bediensteten erhobenen Anzeigen Aeußerung über die Dienstführung Bekanntmachung. 3M: Die Renumerierung des Feldschutzpersonals. Gießen, den 31. Mai 1899. ' W Grobherzogliche Kreisamt Gießen m die Großh. Bürgermeistereien deS Kreises. Unter Verweisung auf das im Kreisblatt Nr. 153 von 111898 abgedruckte Schema beauftragen wir Sie, über die • Ornstführung derjenigen Feldschützen Ihrer Gemeinde, s «licht' sich durch treue Pflichterfüllung in 1898/99 aus- r Z'ljrichnet haben, unter Anwendung dieses Schemas binnen l.l Tiagen hierher zu berichten. Diejenigen Feldschützen, welche Sie einer Belohnung »ich für würdig halten, sind unter Angabe der Gründe '-Anfalls namhaft zu machen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Zu Heldenbergen, Kreis Friedberg, ist die Maul- 1 il.id Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre verfügt äMben. Gießen, am 31. Mai 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Großh. Ministerium des Innern hat der Vaterländischen WSoerficherungs-Aktiengesellschaft in Köln die Erlaubnis W Geschäftsbetrieb im Großherzogtum auf Wiederruf NiltE den üblichen Bedingungen erteilt. Gießen, den 31. Mai 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Sm 1. Juni wird bei der Posthilfstelle in Holzheim -te Gießen) eine Telegraphenanstalt zu Fernsprechbetrieb, m der eine Unfallmeldestelle und eine öffentliche Sprech- M verbunden sind, eröffnet werden. Darmstadt, 29. Mai 1899. Kaiserliche Ober-Postdirektion. I. B. Wagner. Das internationale Schiedsgericht. Wir haben bereits unserer Ansicht dahin Ausdruck gegeben, daß die Friedenskonferenz im Haag entgegen den bisherigen pessimistischen Anschauungen doch einige greifbare Resultate zeitigen werde. Der Zar hat bekanntlich in seinem Programm auch ein Schiedsgericht vorgesehen; das nähere hierüber ist jetzt veröffentlicht worden. Bei der Besprechung des Zaren-Programms haben wir schon mitgeteilt, daß das Schiedsgericht nicht durchaus obligatorisch sein soll. Dabei scheint es bleiben zu sollen, denn die russischen Vorschläge besagen nur, daß im Falle ernster Zerwürfnisse die Mächte, bevor sie zu den Waffen greifen, die Vermittelung einer befreundeten Macht in Anspruch zu nehmen haben, soweit die Umstände es gestatten. Und von dem Schiedsgerichte heißt es, daß die Mächte eintretenden Falls sich an dieses wenden sollen, wenn die streitigen Fragen nicht „die vitalen Interessen oder die nationale Ehre der streitenden Parteien berühren". Nur in dem Falle soll das Schiedsgericht obligatorisch sein, wenn sich die Differenzen auf pekuniäre Entschädigungen bezw. auf ganz besondere in den russischen Vorschlägen namhaft gemachte Angelegenheiten beziehen. Dem äußeren Anscheine nach ist mit den nach russischem Rezepte einzuführenden Schiedsgerichten im Jntereffe der Vermeidung kriegerischer Konflikte wenig gethan, aber wenn man die Sache näher betrachtet, so liegt doch ein wesentlicher Fortschritt gegenüber dem heutigen Zustande in den Vorschlägen. Schon die Thatsache, daß der russische Plan voraussichtlich einstimmig ober doch mit großer Majorität genehmigt werden wird, dürfte den Schiedsgerichten eine wichtige Stellung bei künftigen gefahrdrohenden Konflikten einräumen. Nur schwer wird sich eine Macht der Notwendigkeit entziehen können, das Schiedsgericht auch in solchen Fallen anzurufen, in denen dasselbe nur fakultativ ist. Und man sollte meinen, daß in den allermeisten Fällen das Schiedsgericht nicht umsonst gewirkt haben wird, daß es ihm vielmehr gelingt, die Streitigkeiten rechtzeitig beizulegen. Jeder Staat wird sich voraussichtlich künftig noch reiflicher, als bisher, überlegen, ob er zum Schwerte greift und sich dadurch das Wohlwollen der friedliebenden Mächte verscherzt. Und da eine internationale Untersuchungs- kommisfion erst die Ursache der Zerwürfnisse prüfen soll, so wird es in den meisten Fällen heißen können: „Zeit gewonnen, alles gewonnen", d. h. für den Frieden. Wie wir schon oben gesagt haben, dürfte die Konferenz im Haag diese russischen Vorschläge als das Mindestmaß dessen ansehen, was überhaupt erreicht werden kann. Die Anregung des Zaren wird schon in diesem Falle von den segensreichsten Folgen sein. (xx) Deutsches Reich. Darmstadt, 1. Juni. Seine Königliche Hoheit der Großherzog werden am Samstag, 3. Juni, im Großherzoglichen Residenzschloß Audienzen erteilen, sowie Meldungen und Vorträge entgegennehmen. Berlin, 1. Juni. Der Kaiser hörte gestern auf der Eisenbahnfahrt nach Kiel der Reihe nach die Borträge des Chefs des Militär-Kabinetts v. Hahnke, des Chefs des Marine-Kabinetts, Freiherrn v. Senden-Bibran und des Staatssekretärs v. Bülow. Berlin, 1. Juni. Der Kaiser wird am 18. Juni eine Abordnung der althannover'schen Offiziere auf der Dacht „Hohenzollern" in Cuxhaven empfangen, die ihm den Dank von 250 hannoverschen Offizieren und eine Silbernachbildung der Waterloosäule überbringt. Berlin, 1. Juni. Dem „Berliner Tageblatt" zufolge beabsichtigt das Reichsamt des Innern, die Pensionierung des jetzigen Präsidenten des Patentamtes, v. Huber, in die Wege zu leiten. Berlin, 1. Juni. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Danzig: Die Versetzung des Eisenbahn-Präsidenten Thome nach Frankfurt a. M. stehe in kürzester Zeit zu erwarten. Berlin, 1. Juni. Wie der „Staatsb. Ztg." mitgeteilt wird, hat sich Minister v. Miquel kürzlich dahin ausgesprochen, daß die Regierung auf die Erledigung der dem Landtage bisher zugegangenen Gesetzesvorlagen Wert lege und daß die Regierung demzufolge mit einer Dauer der Session bis Mitte Juli rechnet. Voraussetzung für die Innehaltung dieses Arbeitsplanes ist die Annahme der Kanal-Vorlage. Falls diese Vorlage abgelehut werden sollte, soll nach Erledigung der dringlichsten Arbeiten die Auflösung des Abgeordnetenhauses erfolgen, sodaß die Kanal-Vorlage die Parole für die Neuwahlen bilden würde. Berlin, 1. Juni. Das Reichsamt des Innern hat im Auftrage des Reichskanzlers in Konsequenz des ablehnenden Beschlusses der Ausschmückungs-Kommission des Reichstages die finanzielle Auseinandersetzung mit dem Profesior Stuck bezüglich desDeckenftieses „DieJagd nach demGlück" eingeleitet. Mit welchem Erfolge, muß abgewartet werden. Dem Künstler waren bereits 22,000 Mk. als Vorschuß gezahlt. Berlin, 1. Juni. Eine Reihe von Abendblättern bespricht bereits heute die im Reichstage eingegangene sogenannte Zuchthausvorlage, deren offizieller Titel lautet: „Gesetzentwurf zum Schutze des gewerblichen Arbeitsverhältnisses". Die „National-Ztg." sagt, die Bestimmung des § 8, der eine Androhung von Zuchthausstrafe enthält, mache den Eindruck, als ob der Verfasser des Entwurfs um jeden Preis irgendwo die Androhung von Zuchthausstrafe hätte anbringen wollen. UebrigenS sei die Vorbereitung des Entwurfs so geheim betrieben worden, daß davon in den amtlichen Berichten über die Sitzungen des Bundesrats nichts erwähnt wurde. — Die „Berl. N. Nachr." heben zunächst hervor, daß wieder einmal der „Vorwärts" die erste sichere Kunde von einer hochwichtigen Regierungshandlung gehabt habe; er sei heute Morgen in der Lage gewesen, anzukündigen, daß die Einbringung der „Zuchthausvorlage" unmittelbar bevorstehe. Am Schluffe ihrer Besprechung betonen die „Neust. Nachr.", daß in dem Entwürfe das Koalitionsrecht grundsätzlich gewahrt bleibe; nur die maßlosen Mißbräuche, die damit getrieben worden seien, sollen eingedämmt werden. — Die „Deutsche Tageszeitung" billigt an dem Entwürfe, daß er Arbeitgeber und Arbeitnehmer vollkommen gleichartig behandele. Für am heißesten umstritten hält das Blatt den § 8, der dem Gesetze den Namen „Zuchthausgesetz" verschaffe. Die Fassung dieser Bestimmungen scheine nicht ganz glücklich zu sein, und es werde hier eine sorgsamere Scheidung und Festlegung der Begriffe eintreten müssen. — Die „Volkszeitung" hebt hervor, daß § 153 der Gewerbeordnung aufgehoben werden soll und bezeichnet den § 8 (Zuchthausparagraph) auch in der vorliegenden Fassung für durchaus nicht harmlos. Man wiffe ja, wie weltfremd manche Richter dem praktischen Leben gegenüberstehen, welche Neigung aber gerade dort manchmal hervortrete, die Gesetze nach politischen Gesichtspunkten auszulegen und anzuwenden. — Die „Berl. Ztg." giebt ihrer Ueberzeugung Ausdruck, daß an eine Annahme des Gesetzentwurfes weder jetzt noch in einer späteren Session zu denken sei. — Die „Kreuzztg." bezeichnet es als einen taktisch sehr richtigen Zug der Regierung, daß sie trotz der schlechten parlamentarischen Geschäftslage noch kurz vor Thoresschluß die vielbesprochene Vorlage eingebracht und damit endlich der sozialdemokratischen Agitation den Boden entzogen habe. Mit dem Inhalt der Vorlage erklärt sich die „Kreuzztg." durchaus einverstanden. — Die „Freisinnige Ztg.", es müsse die Frage aufgeworfen werden, ob wirklich eine Notwendigkeit vorliege, durch Ausbildung eines besonderen Strafsystems für gewerbliche Arbeitsverhältnisse schwere politische Kämpfe heraufzubeschwören, welche untrennbar seien von den Verhandlungen über eine solche Vorlage. Die Sozialdemokratie sei nun für Sommer und Herbst für chre Agitation mit reichlichem Stoff versorgt. Berlin, 1. Juni. Zur weiteren Begründung der Zuchthausvorlage soll in der nächsten Zeit eine eingehende Denkschrift erscheinen. — Landesverratsprozeß, lieber die gestern kurz gemeldete Verhaftung eines ehemaligen Offiziers — in dem Telegramm war ein früherer Pionieroffizier genannt — teilen die „Leipz. N. N." folgendes mit: Wegen Verdachts des Verrates militärischer Geheimnisse ist vor kurzem ein Artillerieoffizier a. D., zuletzt Zeichner in einer technischen Fabrik zu Amsterdam, an der^belgischen Grenze bei Eupen von einem Kriminalbeamten verhaftet worden, sodaß das Reichsgericht, falls sich die Verdachtsgründe als stichhaltig erweisen, sich wiederum mit einem Landesverratsprozeß beschäftigen wird. Der Name des Verhafteten, welcher nach seiner ersten gerichtlichen Vernehmung in Aachen direkt nach Leipzig in die Untersuchungshaft eingeliefert worden ist, soll geheim gehalten werden mit Rücksicht darauf, daß noch auf einen Mitschuldigen des Verhafteten eifrig gefahndet wird, der vielleicht durch Zeitungsgerüchte gewarnt, sich davon abhalten lassen könnte, den deutschen Boden wieder zu betreten. Im hiesigen Untersuchungsgefängnis wird der Verhaftete daher unter Decknamen genannt. Die Behörden an der Grenze find mit dem Signalement des zweiten Verdächtigen versehen. Die Untersuchung leitet Herr Landgerichtsdirektor Dr. Müller vom hiesigen königl. Landgericht. Sie wird voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen. — Die Gruson-Eisenwerk-Gesellschaft wurde am 8. Mai 1899 in New-Aork inkorporiert mit dem ausschließlichen Recht, die für die Küstenverteidigung bestimmten Panzertürme herzustellen. Bremen, 1. Juni. Der hiesige Senat hat sich geweigert, für die willkürliche Verhaftung des russischen Priesters Sotikow durch die Bestrafung der schuldigen Beamten Ge- nugthuung zu leisten. Der russische „Regierungsbote" meldet nun jetzt die Abberufung des russischen Minister- residenten für Bremen, Herrn Westmann. Kiel, 1. Juni. Bei prachtvollem Wetter erfolgte heute mittag 121/j Uhr der Stapellauf des Panzers „Ersatz König Wilhelm". Die Taufe vollzog der Kaiser selbst. Außer ihm standen aus der sogenannten Taufkanzel die Kaiserin, der Kronprinz und der Großherzog von Baden. Außerdem nahm die gesamte Admiralität und die Staatssekretäre v. Podbielski und v. Bülow, ferner alle dienstfreien Offiziere, die Generale v. Werder und Lindequist teil. Das Schiff erhielt den Namen: Kaiser Wilhelm der Große. In seiner Rede betonte der Kaiser: Möge das neue Schiff allen Gewerben zum Schutz gereichen und den Namen dessen mit Ehren tragen, dem wir allein das Bestehen des Deutschen Reiches verdanken. Frankfurt a. M., 1. Juni. Bei Besprechung der Zuchthausvorlage sagt die „Franks.Ztg." am Schluffe eines Artikels: „Wenn der Reichstag es ehrlich meint mit der Koalitionsfreiheit, dann darf er nicht erwägen und verhandeln, sondern muß den ganzen Entwurf sofort ablehnen. Denn nicht eine Verschlechterung, eine Verbesserung des Koalitionsrechtes brauchen wir." Leipzig, 1. Juni. Als Nachfolger des Ober-Reichsanwalts Hamm beim Reichsgericht gilt der Senats-Präsident beim Kammergericht in Berlin, Oberjustizrat Robert Gro schuss. Aus Gotha wird gemeldet, daß die bereits angeordnet gewesene Stellvertretung des Herzogs Alfred : im Falle seiner Abwesenheit außer Landes durch den Staatsminister Strenge infolge Einspruchs des Koburger Landtages wieder zurückgezogen worden ist. Ausland. Wie», 1. Juni. Die Konferenzen zwischenThun und Szell wurden heute vormittag fortgesetzt. Beide Teile zeigen Entgegenkommen, wodurch die Chancen zur Verständigung steigen. Wien, 1. Juni. Blättermeldungen zufolge hat die Frau des verstorbenen Schauspielers Robert mittelst Morphium einen Selbstmordversuch gemacht. Sie wurde jedoch gerettet. Klauseuburg, 1. Juni. Infolge eines in einem Kaffeehause entstandenen Streites fand zwischen dem Professor Oberschal und dem Gutsbesitzer Kutnoky ein Pistolenduell statt. Letzterer erhielt einen Schuß durch den Kopf und war sofort tot. M.P.C. Frankreich. Die vom französischen Aviso Ibis gemachten Telegraphierversuche ohne Draht nach der Küste von Vimereux sind von vollstem Erfolg gekrönt worden. Der Aufnahmeapparat stand in der Kajüte der Ibis und der Draht war an der Spitze des Mastes exponiert. Die Depeschen wurden sowohl an Bord wie am Lande mit größter Deutlichkeit ausgenommen, so daß der französische Marineattache in England, der den Versuchen beiwohnte, seine Anerkennung in jeder Beziehung aussprechen mußte. Brüssel, 1. Juni. Bei der gestrigen Neuwahl des Vorstandes der französischen Handelskammer wurde Rolland mit 46 von 47 Stimmen abermals zum Vorsitzenden gewählt, ebenso sämtliche früheren Mitglieder des Vorstandes. Der französische Gesandte Gerard wohnte dieser Versammlung nicht bei. Er kann nunmehr entweder selbst die Handelskammer zu einer Neuwahl des Vorstandes einberufen oder die Existenz derselben vollständig ignorieren. Die französische Handelskammer zählt 72 Mitglieder. Paris, 1. Juni. Major Marchand ist heute vormittag hier eingetroffen. Eine zahlreiche Menschenmenge bereitete ihm auf dem Bahnhofe einen festlichen Empfang. Marchand trug die Parade-Uniform der Marine-Infanterie mit dem Kommandeurkreuz der Ehren-Legion. Vier offizielle Ansprachen wurden gehalten. Vom Bahnhofe fuhr der Gefeierte nach dem Marineministerium, wo gleichfalls Tausende von Menschen sich angesammelt hatten. Einige Häuser hatten geflaggt. Der Marineminister Lockroy, Marchand und seine Offiziere zeigten sich wiederholt auf dem Balkon. Die Menge sang die Marseillaise. Paris, 1.Juni. Vordem Kassationshofe schilderte heute der Verteidiger Mornard, wie das Kriegsgericht von 1894 systematisch irregeführt worden sei, vornehmlich durch Henry und dessen Helfershelfer. Alsdann verlas Mornard die bereits bekannte Note, die Dreyfus als Truppen-Offizier erhalten hat. Paris, 1. Juni. Marchand sieht etwas leidend aus. Auf eine diesbezügliche Frage seitens seiner Freunde erwiderte er, daß er an Nieren-Kolik leide und in Vichy deshalb eine Kur gebrauchen werde. Konstantinopel, 1. Juni. Der Prior des armenischen Klosters in Sassura wurde von Kurden ermordet. Kairo, 1. Juni. In mehreren Gegenden des Sudans ist die Hungersnot ausgebrochen. Die Behörden sehen sich genötigt, mit Unterstützungen einzugreifen, sodaß der Etat für das neue Jahr infolge der Hungersnot sich sehr ungünstig gestalten wird. Mates und MsvinMes. Gieße», 2. Juni 1899. ** Verzeichnis der Sitzungen des Schwurgerichts pro 2. Quartal 1899: 1. Montag den 5. Juni, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Johannes Stede III. aus Blofeld wegen Sittlichkeitsverbrechen. Die Anklage vertritt: Staatsanwalt Koch; die Verteidigung führen: die Rechtsanwälte Dr. Gutfleisch und Engisch.j 2. Dienstag den 6. Juni, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Ludwig Göbel aus Frankfurt a. M. wegen Urkundenfälschung, Betrug und Diebstahl. Die Anklage vertritt: Staatsanwalt Zimmermann; die Verteidigung führt: Rechtsanwalt Hoos. 3. Mittwoch den 7. Juni, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Joh. Engelbert Diehl aus Hoch-Weisel wegen Sittlichkeitsverbrechen. Die Anklage vertritt: Ober-Staatsanwalt Dr. Güngerich; die Verteidigung führt: Rechtsanwalt Katz. ** Herrn General v. Madai, dem wegen Ueberttagung eines Brigade-Kommandos aus Gießen scheidenden Kommandeur des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm, zu Ehren, fand gestern abend im Saale des Gesellschafts- Vereins ein Abendessen statt. Die starke Beteiligung an dieser Veranstaltung bewies, daß die bürgerlichen Kreise Gießens eins waren in dem Gedanken, der die Veranstalter der Abschiedsseier leitete, als sie die Einladung zu derselben ergehen ließen. Herr Oberbürgermeister Gnauth eröffnete die Feier mit einer Ansprache, die wir, mehrfach geäußertem Wunsche der Teilnehmer entsprechend, im Wortlaut hier folgen lassen: Hochverehrter Herr General! Meine Herren! Eine ungewöhnliche, seltene Feier vereinigt hier uns zur Stunde: Angehörige aller bürgerlichen Kreise unserer Stadt haben sich zusammengefunden zur gemeinsamen Ehrung eines hohen Militärs, des scheidenden Regimentskommandeurs, „unseres Oberst'", so wie wir allmählich uns gewöhnt haben, Herrn v. Madai mit Stolz und Hingebung zu nennen. Ja, er war „unser" geworden in dem vergleichsweise knappen Zeittaum von drei Jahren, während deren ihm die Führung unseres schönen Regimentes anvertraut war; die ernsten Pflichten des Berufes haben den Obersten nicht abgehalten, daneben auch in unermüdlicher, liebenswürdigster Weise Fühlung zu suchen und immer engere Beziehungen zu knüpfen mit allen Kreisen unserer Einwohnerschaft, derart, daß man eigentlich ihn beneiden müßte um das reiche Maß allseitiger Beliebtheit, dessen Herr v. Madai hier sich erfreut, bei Hoch und Nieder, bei Alt und Jung, (von unseren Damen gar nicht zu reden). Die vielfachen, rasch sich folgenden Auszeichnungen, welche der allerhöchste Kriegsherr wie unser gnädiger Landesherr in den letzten Jahren seinem Regiment zuteil werden ließen, haben ja bisher schon beredtes Zeugnis gegeben von der Würdigung seiner militärischen Verdienste; kaum minder hoch aber ist der Erfolg anzuschlagen, welchen Herr v. Madai aufzuweisen gehabt in der friedlichen Eroberung der Herzen unserer Mitbürger. Und wie ward dieser Erfolg erzielt? Nicht etwa auf dem Wege kalter, , strategischer Berechnung, nein, impulsiv, von Herzen zu Herzen! In der Vermeidung jeder Abgeschlossenheit des Standes, im aufrichtigen Bestreben, nach allen Seiten hin gerecht zu werden, im wohlwollenden Eingehen auf die Interessen jedes einzelnen unter uns, so hat Herr v. Madai auch zu seinem Teil uns bestätigt, daß über die Einseitigkeit des Standes und des Berufes hinaus gemeinsame Interessen uns alle umschließen und bewegen, daß auch in den kleinen Verhältnissen einer Stadt wie der unsrigen nur im harmonischen Zusammenwirken aller Kräfte und Kreise das Gedeihen des ganzen gelegen. Mag sein, daß für ein solches Auftreten des Regiments- Kommandeurs in unserem Gießen an sich kein undankbarer Boden gewesen, aber die rechte Saite mußte doch erst angeschlagen werden, um vollen, schönen Widerklang zu geben, und das hat Herr v. Madai verstanden wie kein anderer, er hat dabei aber auch nicht sich bedacht, wo es galt, seinerseits den ersten Schritt zu thun. Das ists, wofür wir heute ihm zu danken haben; mag ihm unsere Vereinigung Zeugnis dafür geben, wie hoch wir alle die Verdienste schätzen, die er um die schöne Gestaltung der Wechselbeziehungen aller Kreise unserer Stadt sich erworben, wie sehr wir mit ihm uns freuen der hohen, in seiner Beförderung gelegenen, Anerkennung seiner Berufs- thätigkeit, wie- tief wir freilich auch bedauern, seinen, eben dadurch bedingten Weggang von Gießen. Doch auch da bleibt uns ein Trost: neben dem teuren Pfand, das in seiner Tochter Herr General v. Madai bei uns zurückläßt, gibt die Anhänglichkeit und Herzensgüte >es Scheidenden uns weiter die Gewähr, daß er gerne und immer wieder in unserer Stadt Einkehr halten wird, wenn irgend im inneren oder äußeren Leben derselben ein be- onderes Ereignis die alten Freunde herbeiruft, sodaß unser Auseinandergehen doch sich vollziehen darf unter dem zuversichtlichen Wunsch: „Auf Wiedersehen!" Und so, meine Herrn, erheben Sie die Gläser und stimmen Sie aus vollem Herzen ein in den Ruf: „Unser Oberst", der General von Madai, er lebe )vch, hoch, hoch!" In seiner nun folgenden Ansprache bemerkte Herr General v. Madai, daß, wenn man die Absicht gehabt habe, ihm das Scheiden schwer zu machen, diese Absicht vollständig erreicht sei; er danke dem Herrn Oberbürgermeister für die ehrenden Worte und die Auszeichnung durch die Einladung zum heutigen Abend; nicht nur er und seine Familie werde dadurch geehrt, sondern auch das ganze Offizierkorps. Daß ein so gutes Verhältnis, wie es der Herr Oberbürgermeister eben geschildert, zwischen der Stadt und der Garnison bestehe, sei nur zu einem kleinen Teile sein (des „ Verdienst, der größte Teil davon komme dem Herr« r' ® bürgermeister zu. Herr General v. Madai schilderte hm? in humoristischer Weise die ersten Eindrücke, die er bei vor drei Jahren erfolgten Uebernahme des Kommandos Regiments in der Stadt Gießen empfangen, wie er aetmfi maßen als schriftliche Bewillkommnung einen Steuers erhalten, wie er in die Alma mater und die Studem schäft eingeführt wurde usw. Er sei erfreut qeweftB * einer Universitätsstadt seine Thätigkeit entfalten zu kL'' die Eindrücke, die er hier empfangen, seien erfreuliche A wesen, ebenso die Beziehungen des Regiments zur Unwert 457 Einjährig-Freiwillige seien während der drei seines Hierseins durch das Regiment gegangen, und er köA stolz sein auf sein Reserveoffizierkorps und seinen ffru Herr General v. Madai gedachte weiter des angeneb^» Verkehrs und der gemütlichen Abende im Gesellschastsvnei- und gab in humorvollen Worten die Eindrücke wieder h' er im „Fettstübchen", am Spieltisch usw. empfangen. Eigenschaft als Kommandeur des Regiments mnfiit ib= naturgemäß in Beziehungen zu den Krieger- und SBeteranw vereinen bringen; er freue sich, Männer an der Spitztdiein Vereine, wie Herrn Meyer zu sehen, die stets bereit Ati die Liebe zu Kaiser, Reich und Vaterland zu pflegen n» allezeit gerüstet seien einzustehen für des Reiches Herrlich keit. Er hoffe und wünsche, daß das Verhältnis zwisch^ Militär und Stadt stets ein gutes bleiben werde, alledem, was er erfteuliches in Gießen erlebt, könne Z nicht umhin, auch zwei Punkte zu erwähnen, die ihm nici, angenehm gewesen; erstens sei dies die Polizeistuulc (Heiterkeit), die ihn oft aus dem Kreise lieber Freunde gerissen, zweitens habe ihn die Nachricht, daß Gießen feinem Oberbürgermeister verlieren werde, schmerzlich berilyrt. Zu seiner Freude sei aber die Stadt vor dem großen Per lüft, der ihr in dem Weggänge des Herrn Oberbürgermeisters gedroht, bewahrt geblieben. Der Herr General banftc schließlich für die treue Freundschaft, die er hier gefunden und bittet, dieselbe auf seinen Nachfolger zu übertragen sein Wunsch sei, daß das schöne Verhältnis nicht nur M Regiments-Kommandeur, sondern vom Menschen zumMenschn erhalten bleiben möge; erwerbe sich stets der Zeit erinnern die er hier verlebt. Sein Hoch galt dem Wohlergehen br. Bürgerschaft und dem Blühen und Gedeihen der Stadt Gießen. In einer weiteren Ansprache gedachte Herr @enem von Madai noch der Stunden, die er im Klub und in Gesek- schäft der Damen und jungen Damen verlebt; er bemerke weiter, daß er jeden der drei Korpshäuser als Andenken ein Crystallservice dediziert habe, und lehrte sein Glas auf die Jugend Gießens, die jungen Damen und die junger Akademiker. — Einer der Herren Vertreter der Kmi dankte dem Herrn General für die Dedikationen und versprach, daß die Korps den Herrn General in bester ®rinnemni behalten werden. — Auch der Vorsitzende des Gießne: Kriegervereins, Herr Postsekretär a. D. Meyer, dankte den Herrn General für die ihm gewidmeten freundlichen Worte der Anerkennung. — Herr Traber, Vorsitzender btt Kriegerkameradschaft, gab ebenfalls seiner Freude über di; Ehrung der Kriegervereine Ausdruck, und brachte zum Zeichn des Dankes ein Hurrah auf den Herrn General aus. -- Herr Geheime Justizrat Bai st gab dem Wunsche Ausdruck, daß auch in Paderborn, der künftigen Garnison des Herrn Generals von Madai, Bürger sind, die mit ihm auf demselben guten Fuße stehen, wie dies in Gießen der Fall gewesen; er ruft Herrn von Madai ein herzliches Willkommen zu, wenn er dereinst entweder als Divisions- oder Sorps General in unsere Gegend zurückkehren sollte. - Bemerkt fei noch, daß der Abend sowohl durch die herrlicher Weise» unserer Regimentsmusik, wie durch Vortrag einiger sehr beifällig aufgenommenen Liedervorträge des Herrn Heinrich, Schirmer verschönt wurde. ** Steuerzahlen. In der gestrigen Sitzung der Stadt verordneten wies Herr Stadtverordneter Dr. Gaffky attj die Unannehmlichkeiten hin, unter welchen die Steuerzahlei bei Entrichtung der Steuer an den Kassen zu leiden haben Man müsse dort stundenlang warten, ehe man abgefertig werde; er frage deshalb an, ob diesem Mißstande nitj abgeholfen werden könne, nötigenfalls durch Vermehrun, der Zahltage oder Festsetzung von Zahlterminen in alpha betischer Reihenfolge nach den Namen der Steuerzahler Sowohl seitens des Herrn Oberbürgermeisters, wie eine Anzahl Mitglieder der Versammlung wurde anerkannt, btt; eine Verbesserung in der Art der Steuerabführung wünschens wert sei, gleichzeitig aber betont, daß die von Henn Dr. Gaffky erwähnten Unannehmlichkeiten in diesem Jahr wohl deshalb besonders fühlbar seien, weil die Zustellun, der Steuerzettel so spät erfolgte. Der Abschluß der Steven listen sei so zeitig wie in den Vorjahren erfolgt, die vn spätete Zustellung der Steuerzettel habe jedenfalls ihrs Grund mit darin, daß dem Steuerkommissariat infolge Ei krankung und anderweitiger Verwendung Hilfskräfte entzogo wurden. Eine Vermehrung der Zahltage sei mit RÜcksich auf die sonstigen Arbeiten der Steuererheber wohl schwn lich durchführbar. Auch wurde erwähnt, daß das Publik» 1 selbst zur rascheren Abfertigung beitragen könne, wenn e sich daran gewöhnen wollte, mit dem Steuerzahlen nich bis zum letzten Tage zu warten; dies sollten uamentltt Leute unterlassen, die finanziell günstig gestellt find. - Wir »erweisen bei dieser Gelegenheit auf die in Nr. 126 dkl „Gießener Anzeiger" enthaltene, von manchem Steuerzahle vielleicht übersehene Bekanntmachung des Großh. 9kwta»* Gießen, laut welcher der Termin, bis zu welchem daS 1. 8* der Staatsstener und der Gewerbspatentstempel »och •lx’ Kosten bezahlt werden können, bis zum 24. Juni hma*i geschoben worden ist, ohne den Steuerpflichtigen das Mattel ns zum letzten Tage zu empfehlen. *♦ Dienstonszeichnung. Durch Beschluß des Hessische Feuerwehr-Verbandes ist bei sämtlichen dem Verbände uv gehörenden freiwilligen Wehren des GroßherzogtuM & WftS St. ®«A flW ÄP Mufoierffani. A : jkai ergart iigtUW Magistrat'.^ SetaMgemeinoe, MBdirektion n Gehalt unb 5 Metphen, Anüs chei fortgesetzt^ um 30 M. bi 060 M Kleide Wiesbaden, M Verwaltung, 2 Damstadt, l»i< „91. H. Heilung, n>ona Lettweiler U -MWndanteii i sch hinüber w ; Fvm wib Ink 1 gern Aitzch Wnrü, ! Mission il i Leitung des 5 1 diesjähriges s : in der hiesige i fiub bie Her I stabt unb Pa Lor 12 ‘ i Qniiibfieinltgih i Ui) quer burd) xspielige und aes 0 nait entbesM 1 unb mMW । nm ! Sana!. *D. Fr« 1 Garten giel ! Opern-Abend 12 llhr der str das Aqi 1 Mark (Rr gewöhnlich t Musik des 3- Beul) m schari-Sch Tages 20 P 'Bon der kritische» von Hugo S krschienen. (i 4355 W Kat, (in allen Hz ^leihen) (lnt Th I Ad ■ns* Um«!,, fr*’S U x MAu, KtS EW W"dluji - fcwntj’f ■jaibttg. MAd in >.■ Iw Bte Men <• Wähnen,^ Ms dl! r- Mch iL Dt'd^ ■ schwnA I vor btn n Mn Obtrü> ptrr @t» die er jt olger zc hältniS r kuschen !ets bet >, dem Wch Gedeihrü \ gedachtes» im Sink: i verleit; ot Gser alt t nb lehrte so >anien und k Vertreter dn itiomn unk d iejler ftm i nbt big 6k kyer, bünfti frtuatfifyn L , DvrM^n « TrrÄr ik j Machte M/ in toll tt m WuHe t Garnison *j ie mit ihn. Gießen ■' herzliche' Jiüifion« :n sollte, I die Hera rtrag tr-' deS Herr., ’n ter vr.S-1 chen bif i fiel ji - (6t es ■ efm «i- j burtj ;n btr M ermti|W * witbt*5 M ' 161 fcWJi «W 16- E .An-- * DE hiß ,n könne, V fjjm «£ »I- " ”„,y *; i* 4#^ err^di enstauszeichnung eingeführt worben, welche für je i 10 Jahre aktive Dienstzeit erteilt werben soll. Die- sefttl«besteht aus einer weiß-rot-weißen schmalen Silberlitze, w«!H auf bem rechten Unterärmel bes Uniformrockes ge- tTciyn wirb. •* Ptiegerfe*. Wie uns mitgeteilt wirb, finbet heute, FWrrig Abenb bie Probebeleuchtung bes Festplatzes stoüt. Da es bas erstemal hier in Gießen ist, baß ein gtt8|trtr, freier Platz mittelst Acetylen beleuchtet wirb, so seH in dieser Stelle besonbers barauf aufmerksam gemacht. " Der Gießener Männer-Gesangverein giebt seinen MLzliebern bekannt, baß bie Gesangsproben von jetzt ab Mittwochs stattfinben werben, ba besten Dirigent, Herr Musikbirektor Krauße, wegen ber jetzt beginnenben ASbMm i vnM] Bo' poUti^tr den to dr bedingt tritt i Verträge las i entgehen, m ! Herz durch i v. Thielman : einiger ande i fahren in di i dürfen, noch : zu erlangen, ■ fließenden 9! • ftürftm ßibei i gegeben: die : dieser Rvvrllt : EMruntz-. d ' bie bestimm' Mannthmbai schwachen ft sein und au nur das all, brennt, in also das Handelst tragsetat bichren-Erhk Zeichen uni seketär v. Wohnungs t Veränderung.? Ich wohne jetzt 4361 ♦ Fteinstraße Ur. 15. t I. Boeck. f Steinbrtufcrei (Ptrtsch Srbeu) in Gießen. Die Heutige Wummer umfaßt 10 Seiten. M Inbklfeier des Krikger-Uerems Gieße». ®am6‘°S%pla? Zusammenkunft auf dem Sonntag den 4. Juni versammeln sich die Mitglieder des Veteranen- Vereins nachmittags 1 Uhr bei Kamerad Bourgeois zur Aufstellung des Festzuges. 4368 ____________Der Vorstand. suppe rc. zu haben bei (4356) Me PlUIICr im iidifmjdllcil. Samstag abend 8 Ahr anfangtnb Sonntag mittag 4 Uhr ausaugend Sonntag abend 8 Ahr anfangrn» . finden die beliebten Kon^erle der berühmte» Tyroltk Zchuhplütller- mb Kollrertgeskllschsst Klonet » statt. ’ IW Entree 25 Pfa. -Äff un Hauspähne und Abfallholz zu verkaufen. 4354 _____________I» Wellhöfer, Küferei. Der M Pottisch vero alle bekomme ldn bit Mt W ist das I dust schmaj w Das Gras unb Stnse 7-, Früher Fabrikation JW eine c Names Karten bef »ach dtm ( ^gewendet nnb bi(fe jj Wen in ( x,4t versäu Mr» i»i ^lli-Salpet > 3h L»°. der Cz “ei W sür V» Liter kräftiger Suppe, Pfa binnen weniger Minuten nur mit ’9‘ Wasser herstellbar. In 50 ver- fx— schiedenen Sorten, wie: Erbs-, das Täfekchen Kartoffel-,Gries-, Gerste-,Riebele« Ph. Herrmann, Seltersweg 33. E. Friedberger Witwe im vollendeten 74. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Die Beerdigung findet statt: Sonntag den 4. Juni, vormittags 10>/2 Uhr, vom Sterbehause, Wallthorstrasse 44, aus. F. G. F. 4364 Heute Freitag abend 9 Uhr bei Flamme (Zum kühlen Grurrd)r Zusammenkunft der Feuerwache. ■r—veamOtaa de« 3. Juni 1899, ||D/ abends 8 Uhrr "76 KS-XjLnsflog uni) familifinifü auf dem Wtndhof. „ Gikßkilkl Möuuergchug-Uklkin. Die Gesangsproben finden von jetzt ab jede« Mittwoch abend statt. 4371 ________________Der Vorstand. Männer-Badeverein. Die Anstalt ist eröffnet. — Abonnement pro Saison 3 Mark. —________Trotzes Bassin für Nichtschwimmer, ______4043 Geschäfts-Empfehlung. Hustgen und auswärtigen Publikum die gefällige Nachricht, daß ich WF 51 Neustadt 51 Im früher Kaufmann Kohtermann'sche« ^-de>r' Filiale in Sonntn- unii Reaeaschime« errietet habe. 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Kleidung: Tuchrock, Lederhelm.. 4367 ~ ______DaS Kommando. Fahrräder, SX19' _________ Hammstratze 14. Gebrauchter, gut erhaltener IttiiratosM billigst abzngeben. 4332 Näheres in der Exp. d. Bl. Verkäuferin ^stützt auf gute Referenzen sucht Stellung in der Manufaktur- oder Weißwaren- Branche. — Gefl. Offerten unter W. 02039 an die Expedition dieses Blattes. Berkäuferiu, im Besitze guter Zeug- niffe, sucht Stellung in der Kolonialwarenbranche. Gefl. Offerten unter Nr. 02038 an die Expedition dieses Blattes. Fra« W. trab Tochter _______ans Bremen._____ 4372] Diejenige Dame, welche am Sonntag abend im Hotel Schütz einen seidenen Regenschirm vertauscht hat, wird gebeten, denselben im Hotel Schütz abzugeben. llersihiedenes Nereine