18D9 Samstag dm 2. December gesetznovelle. Schluß 6«/. Uhr. Alle 8njeigeu»Derw'k».lungsfiellen de- In« wnb AuSlandeA nehmen Anzeigen f6c den Gießener Anzeiger entgehe«. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchutstraße Ar. 7. Adrrfie für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt Blätter für hessische Volkskunde. einer Persönlichkeit, welche infolge ihrer Stellung m der Angelegenheit angeblich auf das allerbeste unterrichtet ist, folgendes mitgeteilt: „Die Regierung denkt zurzeit qarnicht daran, wegen der Kanalvorlage das Haus der Abgeordneten aufzulösen. Denn die Regierung ist der festen Ueberzeugung, daß die Kanalvorlage in der Form, in der sie neuerdings dem Abgeordnetenhause vorgelegt werden soll, von dem Hause gern angenommen wird. Der neue Entwurf ist noch nicht ganz vollendet, sodaß Einzelheiten über denselben noch nicht mitgeteilt werden können. Soviel aber darf man bereits heute sagen, daß die neue Kanalvorlage den Osten und die landwirtschaftlichen Interessen Schlesiens derart berücksichtigt, daß auch diejenigen Kreise des Abgeordnetenhauses, welche die erste Kanalvorlage zu Fall gebracht hatten, der neuen Vorlage ihre Zustimmung nicht versagen werden." — Auf die Glückwünsche, welche die deutsche Kolonialgeselschaft aus Anlaß der Erwerbung der Samoa-Inseln an den Kaiser gerichtet hat, hat derselbe an den Präsidenten der Gesellschaft, Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, ein Hanoschreiben gerichtet, in welchem es heißt: . „Mt Gottes Hilfe werden unsere Kolonicen, getragen von verständnisvoller und opferbereiter Fürsorge de« deutschen Volkes und gestützt auf eine kräftige Flotte, im friedlichen Wettbewerb mit anderen Völkern einer gedeihlichen Fortentwickelung entgegengehen und sich dem deutschen Vaterlande segensreich erweisen." — Wie aus Amsterdam berichtet wird, schildern dort aus Vlissingen eingetroffene Personen die Begegnung zwischen dem deutschen Kaiserpaare und den beiden Königinnen der Niederlande als überaus herzlich. — Der von seinem hiesigen Posten ab berufe ne I schwedisch-norwegische Gesandte v. Lagerheim wird in den nächsten Tagen vom Kaiser in Abschieds- audienz empfangen werden. Dem Könige von Sachsen I und dem Großherzog von Baden hat derselbe bereits sein Abberufungsschreiben überreicht. Am 9. Dezember begiebt sich der Gesandte zu gleichem Zwecke nach München und I Stuttgart. ______________________________ ZzezugsprciL vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pf«, mit Bringecloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Röthges. Die Maul- und Klauenseuche in Röthges ist erloschen und die Aufhebung der Sperrmaßregeln verfügt worden. Gießen, den 29. November 1899. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Erscheint täglich mit Ausnahme de- MontagS. Die Gießener Ia»M-«vrttter werde« dem Anzeiger »dchenttich viermal beigelegt. Amtlicher Geil. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche zu Langd. In Lanqd ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Sperre des verseuchten Gehöfts, der Schafherde und der Gemarkung verfügt worden. Die Gemarkungssperre hat die seither mehrfach bekannt gegebenen Wirkungen. Gießen, den 28. November 1899. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold. M. 284 Erstes Blatt Deulsches Keich. Berlin, 30. November. Der Kaiser hörte gestern auf der Reise hierher die Vorträge des Chefs des Militar- kabinetts v. Senden-Bibran und des Staatssekretärs Graf Bülow. Heute morgen um 8 Uhr ist das Kaiserpaar mit den Prinzen im Neuen Palais wieder emgetroffen. Um 10 Uhr empfing der Kaiser den Chef des Militärkabmets v. Hahnke zum Vortrag. , —- Der Kaiser empfing heute nachmittag um 1 Uhr den Chef des Zivilkabinetts v. Lucanus. — Den Abendblättern zufolge behauptet der Londoner Korrespondent des „New York Journals", einen Gruß des deutschenKaisers an das amerikanische Volk erkalten zu haben, und zwar in einem eigens für das genannte Blatt geschriebenen Briefe des Grafen Bülow. Dagegen konstatiert die deutsche Botschaft in der „Morning Post", daß Kaiser Wilhelm privatim seine Freude über seinen Besuch m England und auch seine Willsährigkeit gegen Amerika ausdrückte, daß aber: eme Botschaft für ein New-Yorker Journal an dessen Korrespondenten, als vom Kaiser kommend, Nicht ausgehändigt * Born Kriegsschauplatz. Wenn das Prestige der glorions nation in Südafrika und auch sonst in der Welt (England trägt ja die „Segnungen seiner Kultur" und den Ruhm seines Namens über beide Hemisphären) durch nichts anderes aufrecht erhalten werden kann, als durch Lügeuberichte, dann muß es schlecht um diese vornehmlichste Existenzbedingung des britischen ReichSkolosses stehen- rotc£* gestern schon auf den schreienden Widerspruch deS ersten amtlichen Telegramms über die Schlacht am Modderflusse mit der ausführlichen Meldung des kommandierenden Generals Lord Methuen hin. Jenes bedeutet nicht weniger — Im Reichstage fällt am Freitag nächster Woche wegen des katholischen Feiertages die Plenarsitzung aus. Auch der Samstag soll sodann frei bleiben und am Montag dem 11. Dezember die erste Beratung des Etats beginnen. Alsdann tritt das Haus «l dieWeih- nachtsferien, welche sich bis zum 9. Januar 1900 erstrecken sollen^ foer 14er-Kommission des Reichstages wurde heute die Beratung des Telegraphenwege- aesetzes fortgesetzt. Die gestern gewählte Subkommission bat für den entscheidenden § 6 eine andere Fassung beschlossen, welche angenommen wurde, nachdem Staats- kkretär v. Podbielski erklärt hatte, er werde die Vorschläge der Kommission den verbündeten Regierungen zur Annahme empfehlen. Der Rest der Vorlage wurde mit unwesentlichen Änderungen erledigt. Am Freitag soll der Entwurf in zweiter Lesung beraten werden. , , . , . — Gegenüber der Behauptung, daß es schon heute bei । der Regierung beschlosiene Sache sei, das Abgeordneten- baus aufzulösen, falls die Kanalvorlage dort eine neuerliche Ablehnung erfahren sollte, wird dem „B:rl. Tagebl." aus einer längeren Unterredung mit Aba. Frhr. v. S tum m (Rp.) bestreitet, daß die Gewerbetrei- I benden obligatorischen Ladenschluß wollten; sie wünschten vtelmehr nur Ladenschluß auf Antrag der Beteiligten. . r,r„r, I Aba Blell (frs. Vp.) hält einen einheitlichen Ladenschluß für I alle Orte in ganz Deutschland für undurchführbar, es wurden da doch I anck die Interessen der Konsumenten in Betracht zu ziehen sein. Aba £) i 6 e (Centr) empfiehlt die Kommissionsbeschlüfse mit dem I Anträge von Salisch und giebt der Hoffnung Ausdruck, daß man auch | einmal dahin kommen möge, wie der Antrag Albrecht es verlange, die e3 (frfi Vg.) meint, die Gewerb^reibenden selber, namentlich die kleinen, wollten keineswegs den gesetzlichen Ladenschluß sondern nur den fakultativen gemäß dem Beschlüsse der Maioritat Auf diesem Gebiete müsse man vorsichtig vorgehen, und Vorschriften sollte man nur da treffen, wo einheitliche Verhaltmffe Vorlagen. (wildkons) stimmt im Großen und Ganzen den j Kommissionsbeschlüssen zu. Unter dem arbeiten bis m bie labe das Familienleben, Leib und Seele würden geschädigt. Das Emkausen spät abends sei nur eine Bummelei. Auch die Frauen kauften vielfach Crft R^e"s N e"(wildlib.) empfiehlt die Kommisfionsbeschlüsse mit einer von i h m b e a n t r a g t e n E r g ä n z u n g , wonach der Verkauf von Waren nach Eintritt des Ladenschlufies auch „in anderen Stätten n[ eefeßt werden kann. 8 • R* 30. 9 der Strecke Sreseld- Station Forsthaus gk tot, der Lokomotl Die Lokomotive ist be • Meiningen, 30. General v. Heudu M Ä hrr nod) 2. Dezember btt Br nahm Heobuck, bam Brigade, und er w Beaugency, als die werden begann, dan Granatfeuer üb * Erfurt, 30.1 Bettler spottet Tage hier in ein Reisender" und bat ein Butterbrot an, l des Bettlers getrofftr witS: „Sdjämen Sie Stück Brot anzubieten * Zweibrücken. 2 zwischen Mwriler w stürzte gestern adrnb r und ber Infame unglüäten sollen aui * Würzburg, c Wachtmeister geriet c Heckenwirtschaft in. Leiche wurde heute r * Hamburg, 20. Feuerleuten, Stewari öer „Patna" erhal und pflichttreues Be, Opfer die „Sßatria" Hm bezüglichen Gel „ * Krieg. 30. R Unternehmer des Si '"folge eines am Z storben. * Cfttotoo, 29. 1 ^Weilte den B $Niel> ^aut Gudzkalel in ei ^ald bi,hK1. die “■ X)ie Vbe b«r s bis ber^9Qbe LK ZU )tetag. IW, 30. November. tute fn Bingen ariei i«Item Siädlelag be- 6nung9not laben erstattete das Refuat. ie poliidlldie Beaul- \d ^wex ün ay, ata boxt unwlrf- inflcn fehle. £U vor? i Vereinen geschaffenm ften dankenswert und fetten Umfange in Knet nicht Wände, bim Hygiene entlyrichmd.k müßten die Etbdte an stell unterstützen. Suf- n staatlichen Bettieben SohnunMern würde Borgehen ohne dir Gr- -ohnuogsümtern mußte einer gewißen EW iaer Ängabe der W n ju statuierende w die BtMietuoS »wer :fonen würde wtchM hnMgcn ®hu Aktion übe,nehmen, die > und mit der Mateltt bt aut aufgehoben B- klle Beteiligung bi'kl- einnüßige Beretne tob SS Beigerer i bei dem «jUfi KÄt? <«f *” ***?«?* Sä •ÄS •■sSr; sts* <«■ rf wißen, oMwuneu- »«ijeto«1“*/ ch-S- GK P »-K ->i<° Statt Z x **■ $ K'ftWtt», “’9 ®if »ich, Mtn ft “*■ K°U,S-h-ch) 10/5 Mk. m bei ^eri°9 wohnte, L^Aagb bei ^eddershenner tze- 'chkn Fabriken, 'um die hohe Aus- uebst Gefolge mit zeichnete v0orik aniutfenbtH W IteHunj "b dieser ans» leb- and Derb^nnngen Itubauttn unb gab rs Werkes beredten äönigl. Hoheit fnr (ter Beweis dafür, f das Trnporblühen Ruch durch Hinrichtung von Wohnungsämtern oder Unterstützung gemeinnütziger Baugefellfchaften oder in geeigneten Fall n durch eigene BauthLtigkeit/' Der nächste hefsifche Städtetag wird, wir der »Frkf. Ztg." gefchrteben wird, 1901 in WormS abgehaUen werden. Vermischtes. * Wiesbaden, 30. November. Ein Schreinergeselle hat sein uneheliches, kaum einjähriges Kind derart mißhandelt, daß heute früh der Tod eintrat. Der Unmensch ist verhaftet worden. * Weida, 30. November. Zwei vornehme Diebinnen wurden dieser Tage Hierselbst abgefaßt, nämlich die Ehefrau des Direktors der Agaer Werke, Rasch, und die Ehefrau des Oberingenieurs Prahl. Beide haben in zahlreichen Fällen in dortigen Schlächterläden gestohlen und das Diebesgut in schürzenähnlichen Taschen, welche sie zu ihren DiebeS- zügen anscheinend eigens angefertigt hatten, verborgen. Diese Taschen führten sie unter ihren langen Mänteln bei sich. Auch in Gera, wo die Genannten früher ansässig waren, sollen sie alles, was ihnen unter die Finger kam, in den verschiedensten Geschäftsläden en mässe gestohlen haben. Welche Beweggründe die angesehenen Frauen gehabt, ihre und ihrer Familie Existenzen in dieser unglaublichen Weise zu vernichten, ist bisher ein Rätsel. Rasch bezog ein Gehalt von 10000 Mk., Prahl ein solches von 6000 Mk. Frau R. ist bereits einer Anstalt überwiesen, da sie erblich belastet erscheint. Ihre Komplizin dagegen hat ein umfassendes Geständnis abgelegt. Im übrigen versuchte eine die andere als Urheberin der Diebstähle hinzustellen. Warburg, 30. November. Die elektrische Lichtanlage in hiesiger Stadt ist jetzt nahezu beendet, sodaß dieselbe im Laufe dieser oder nächster Woche in Betrieb gesetzt werden kann. ♦ Krefeld, 30. November. Vergangene nacht fuhr auf der Strecke Krefeld-Gladbach der Güterzug 3112 bei Station Forsthaus gegen den Prellbock. Der Heizer blieb tot, der Lokomotivführer wurde schwer verletzt. Die Lokomotive ist beschädigt, mehrere Wagen zertrümmert. ♦ Meiningen, 30. November. Der kürzlich verstorbene General v. Heuduck wird den alten 95cm und 32cm von 1870 her noch in guter Erinnerung sein. Als am 2. Dezember der Brigade-Kommandeur gefallen war, übernahm Heudnck, damals Oberstleutnant, die Führung der Brigade, und er war es, der bei den heißen Tagen von Beaugency, als die Infanterie im Granatfeuer unruhig zu werden begann, damit drohte, den Parademarsch im Granatfeuer üben zu lassen. * Erfurt, 30. November. Die Frechheit mancher Bettler spottet jeder Beschreibung. So kam dieser Tage hier in ein Haus der Udestedterstraße ein „armer Reisender" und bat um ein Almosen. Die Frau bot ihm ein Butterbrot an, hatte jedoch damit nicht den Geschmack des Bettlers getroffen, der die Gabe mit den Worten zurückwies: „Schämen Sie sich nicht, einem armen Menschen ein Stück Brot anzubieten?" * Zweibrücken, 29. November. Auf der Landstraße zwischen Böckweiler und Altheim, am sog. Böckweiler Weg, stürzte gestern abend eine Kutsche herab, wobei der Kutscher und der Insasse ums Leben kamen. Die Verunglückten sollen aus dem nahen Lothringen stammen. * Würzburg, 30. November. Ein hiesiger Polizei- wachtmeister geriet auf dem Nachhauseweg von einer sogen. Heckenwirtschaft in den Main, wo er ertrank. Seine Leiche wurde heute nachmittag geländet. * Hamburg, 20. November. Die zu den Matrosen, Feuerleuten, Stewards gehörenden Mitglieder der Besatzung der „P atr ia" erhalten als Anerkennung für ihr mutvolles und pflichttreues Verhalten gelegentlich des Feuers, dessen Opfer die „Patria" wurde, eine Gage für 2 Monaten ihrer bezüglichen Gehaltsklassen als Belohnung. * Brieg, 30. Novellier. Der Ingenieur Brand, der Unternehmer des Simplon-Durchstichs, ist heute vormittag infolge eines am Sonntag erlittenen Schlaganfalls gestorben. * Ostrowo, 29. November. Das hiesige Schwurgericht verurteilte den Maurer Chmielewski wegen Mordes zum Tode. Chmielewski hat am 18. August d. I. seine Braut Gudzialek in einem hiesigen Hotel erschossen. Heer und Marine. Dem Vernehmen der „Allgem. Ztg." zufolge ist auch in der bayerischen Armee die Einführung des hellgrauen Mantels nach dem im sächsischen Kontingent getragenen Farbenmuster in Aussicht genommen, da die dort gemachten Erfahrungen zu gunsten des hellgrauen gegenüber dem bisherigen dunkelgrauen Tuch sprechen. Jagd und Spart. A Zeühausen, 30. November. Bei der vorgestern hier abgehaltenen Treibjagd wurden 106 Hasen erlegt und bei der gestrigen Jagd in der Nachbargemarkung Klein-Welzheim kamen 140 Hasen zur Strecke. Fast die Hälfte derselben wurde in Seligenstadt nach vorausgegangener Bekanntmachung durch die Ortsschelle zu 3 Mark per Stück an Privatleute rc. abgesetzt. Wenn kürzlich aus dem Odenwald über „Spottpreise" des Wildprets berichtet wurde, so trifft diese Meldung, wie obige Thatsache beweist, für die Maingegend absolut nicht zu. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Gießen, 1. Dezember 1899. Auf das Eingesandt in Nr. 280 dieses Blattes betr. Rezitation Heck, sei folgendes erwidert: Rach bisheriger Gepflogenheit haben sich die Redner, abweichend von Herrn Beck vor ihrer Ankunft jeweilig angemeldet und konnten daher in der Regel schon am Bahnhof begrüßt werden; wenn Herr Beck nun, infolge Erkrankung des 1. Vorsitzenden des Kaufmännischen Vereins diesen nicht sprechen konnte, so durfte wohl erwartet werden, daß er sich einem der anwesenden Vorstands-Mitglieder der beiden Vereine vorstellte, die im guten Glauben alles für in Ordnung hielten. — Bei den gemeinschaftlichen Vorträgen des Kaufmännischen Vereins und des Ortsgewerbe Vereins wird schon seit längerer Zeit aus be- timmten Gründen vorgezogen,' die offizielle Vorstellung des Mdners der Versammlung gegenüber zu unterlassen; dies wird auch in Zukunft so bleiben. Vielleicht hätte der Herr Linsender, der dem Anschein nach ein großes Jntereffe am Redner hat, diesem mehr gedient, wenn er sich selbst zu einigen referierenden Worten aufgeschwungen hätte, anstatt den Gegenstand in einem verletzend wirkenden Eingesandt zu behandeln. M- Es ist erfreulich, zu konstatieren, daß die rührige Direktion des Gießener Stadttheaters bestrebt ist, auch dem außerhalb Gießens wohnenden Publikum gerecht zu werden. Dieselbe kam unserer Bitte betreffs einer Sonntagnachmittags-Vorstellung sofort entgegen und setzte für den kommenden Sonntag die gewünschte Novität „Als ich wieder- kam" an. Unsere auswärtigen Theaterfreunde werden sich durch zahlreichen Besuch für das freundliche Entgegenkommen der Direktion erkenntlich zeigen. Einer, im Namen Bieler. Universität und Hochschule. Ernannt: Zum Nachfolger des nach Tübingen berufenen Prosektors an der Würzburger Anatomie Dr. Heidenhain Dr. Hermann Braus aus Burtscheid. Gestorben: In Breelau der königl. Archivar Dr. Walther Nib- beck im 42. Lebensjahre. — Dr. A. Brujew, Professor der Dermatologie an der medizinischen Fakultät in Charkow. Heidelberg, 29. November. Die Frequenz unserer Universität ist in diesem Wintersemester so stark wie nie zuvor; nach dem soeben erschienenen Personalverzeichnis sind nämlich 1250 Studenten immatrikuliert, wozu noch 119 Hörer kommen, während die Besuchsziffer im Winter 1898/99 insgesamt nur 1241 betrug. Dieser erfreuliche Zuwachs ist nicht zum wenigsten der wohlwollenden Fürsorge zu danken, welche die badische Regierung für unsere Hochschule allezeit an den Tag legt. So sind auch jetzt wieder in dem soeben der zweiten Kammer vorgelegten Staatsbudget bedeutende Aufwendungen für Heidelberg vorgesehen, u. a. 250,000 Mk. als erste Rate für eine neue Universitätsbibliothek, 100,000 Mk. als erste Rate für Erweiterung der Frauenklinik, 61,000 Mk. als zweite Rate für Erweiterungsbauten an der chirurgischen Klinik und weitere 120,000 Mk. für bauliche Veränderungen an anderen Uni» versitätsinstituten. Verschiedenes: Pros. Dr. Moritz Lazarus in Berlin feiert heute fein bOjähriges Doktor-Jubiläum. — Dr. Richard Heinze, bisher Privatdozent in Straßburg, tritt in gleicher Eigenschaft an die Berliner Universität über und übernimmt die Stellung eines Assistenten am philologischen Proseminar. Meratur. □ Tpeztallarte der Samoa-Inseln nebst Ueberficht der. Veränderungen der Besitzverhältniffe in der Südsee nach dem neuen deutsch-englischen Abkommen. Mit statistischen Begleitworten. Bearbeitet mit Benutzung hisher noch unveröffentlichter Quellen von Paul Langhans. Gotha, Justus Perthes. Preis 1 Mk. Wie groß die deutschen Interessen auf Samoa sind, geht in drastischer Weife aus der Veröffentlichung dieser Karte hervor. Gleich bei der Besitzergreifung des Deutschen Reiches wird hier eine Spezialkarte der Hauptinsel Upolu im Maß stabe der deutschen General st abskarte (1:100000) geboten. Wer weiß, wie viel Tausende von Quadratkilometern noch nie von Weißen betretenen, geschweige denn aufgenommenen Landes in den anderen deutschen Schutzgebieten vorhanden sind, wird die Bedeutung dieser ersten und einzigen Spezialkarte danach einschätzen können. Ermöglicht. wurde die Herstellung in so großem Maßstabe durch die Benutzung der Katasteraufnahmen des Grundbesitzes der Deutschen Handelsund Plantagengesellschaft der Südsee-Jnseln zu Hamburg, deren Archive ebenso wie die der auf den Inseln wirkenden Misstonsgesellschaften das bisher noch unveröffentlichte Material lieferten. Außer Spezialkarten der Samoa-Inseln, sowohl der deutschen wie der Nordamerika zugefallenen, bietet das prächtig ausgestattete Blatt eine vollständige Uebersicht über die politischen Veränderungen, welche das neue deutsch-englische Abkommen in der Südsee geschaffen hat. Die vom Deutschen Reich an England abgetretenen Salomo-Inseln Choiseul und Jfabel, die Austeilung des früheren neutralen Gebietes an England, Nordamerika und das Deutsche Reich, die deutsche Hauptstadt Apia und die deutsche Marinestation Saluafata, Vergleiche der Größen und Entfernungen mit solchen im Deutschen Reiche machen das Kartenbild zu einem so vielseitigen und erschöpfenden Gemälde der Vorgänge in der Südsee, wie es bisher auch nicht entfernt zur Verfügung stand. Daß Langhans auch dieser Karte des neuesten deutschen Schutzgebietes wie seiner Karte der Karolinen schnell orientierende Zahlennachweise über Veränderungen der Größe und Einwohner der Südsee-Kolonien, Handel, Schifffahrt, Finanzen, Misfionswesen u. a. der Samoa-Inseln beigegeben hat, erhöht nur noch das Interesse an der seit langem vorbereiteten und sorgfältig ausgeführten Arbeit. Kirchliche Nachrichten. Svaugelifche Gemeinde. Sonntag den 3. Dezember. 1. Advent. Gottesdienst. In btt Stadtkitche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markus- gemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11 Ubr: Kinderkirche für die Mattbäusgemeinde. Pfarrer Schlosser. Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Donnerstag den 7. Dezember, abends 8 Uhr, Bibelstunde im Konfirmandensaale in der Kirchstraße. 2. Brief Pauli an die Korinther. Kap. 4. Pfarrer Schlosser. Nächsten Sonntag, den 10. Dezember, findet im Abendgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäusgemeinde statt, wozu besonders die neukonfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. Weiler wird eine Abendmahlsfeier für die Markusgemeinde am 3. Advent gehalten werden. In der Johannesttrche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannes- gemeinde im Vormittagsgottesdienst. Anmeldungen zuvor bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11'/« Uhr: Kindergottesdienst für die Johanncs- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Pfarrer Euler. Kollekte für die Kirchenkaffe. Montaa den 4. Dezember, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. 1. Thessalonicherbrief. Kap. 3. Des Apostels Freude, Dank und Bitte um der Theffalonicher willen. Pfarrer Dr. Naumann. Weitere Abendmahlsfeiern finden statt am 2. Advent für die Johannesgemeinde und am 3. Advent für die Lukasgemeinde, jedesmal im Akendgottesdienst. Zu diesen Abendmahlsfeiern in der Adventszeit werden besonders auch die Konfirmierten aus den letzten Jahren eingeladen. Katholische Gemeinde. SamStag den 2. Dezember. Nachmittags um 4'/» Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhell zur heil. Beichte. Sonntag den 3. Dezember. 1. Adventssonntag, vormittags von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der heil. Sommunion; , um v Uhr: Die zweite heil. Messe; , um 9Vi Uhr: Hockamt mit Predigt. Nachmittags um 5 Uhr: Christenlehre; darauf Advents-Andacht. Hande! und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börne vom 30. November. Wechsel auf New-York zn 4.201/2-21 i/z. Prämien auf Kredit per ult. Januar 3.30%, do. per ult. Dez. 1.750/», Diskonto Kommandit per ult. Not. 0 00 / , do. per ult. Dez. 1.35%, per ult. Jan. 2.80, Lombarden per ult Jan. 1.05% do. per ult. Dez 0.70 /0, Staatsbahn per ult. Dez —.—%. Notierungen: Kreditaktien 236.20-237 0, Diskonto Korn- mandit 195.10-30-00, Staatsbahn 141.90-00, Gotthard 143 90.0000, Lombarden 32.40, Ungar. Goldrente 97.75, Italiener 94 20-00, Oprozentisch Mexikaner 00.00, 3proz. Mexikaner 25.60-00, Gestern Coupons 84% Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 5% G. 1% bis 2% Uhr: Kredit 236.90-235.90, Diskonto Kommandit 195.30-194.40, Staatsbahn 141.70-50, Lombarden 32.40, Türken C .0 (Bank Ottoman 114.20-00. Gestern abend bis 6% Uhr sollten Bochumer 265.80-90-50 bez. notiert sein. Zahlungseinstellungen. Konkurseröffnungen: Kaufmann Fritz Mertens (Bud. Drossel), Berlin; Putzgeschäft Job. Theodor Krumphorn, Bremen; Klempner Louis Schiller, Charlottenburg; Schuhmacher Heinr. Adolf Fritzsche, Chemnitz; Witwe Ferd. Pfeifer III., Daaden; Fabrikant Karl Adolf Heinemann und Kaufmann Arnold Gründgens (C. A. Heinemann & Co., Maschinenfabrik), Düsseldorf; Bauuetemehmer Rich. Pohl, Essen; Putzmacherin Hulda Wach, Exin; Handelsmann Jos. Nether, Grottkau; Schuhmacher Wilh. Krumme, Gummersbach; Freiwaldauer Dachsteinfabrik Schöngarth & Tolki, Haibau; Hypotheken- und Vorschussbank, Hamburg; Schuhmacher Joh. Haag, Thalheim (Heilbronn); Gasthofbesitzer Fr(tz Braunschweig, Honnef (Königswinter); Buchhändler Friedrich Fleischer, Leipzig; Kaufmann Meyer Blümlein, Nürnberg; Bauunternehmer Heinr. Paus, Sterkrade (Oberhausen); Nachlass des Moorwasserbadbesitzers Ang. Fürchtegott Enzmann, Olbernhau; Kaufmann Paul Fliegner, Prenzlau; Schuhmacher Fritz Werner, Pillkailen; Kaufmann Nathan Rapp, Reinheim; Gutsbesitzer Herrn. Jähnert, Dragensdorf (Schleiz); Ehefrau des Schneiders Joh. Louis Nix, Schmalkalden; Handelsmann Michael Kwilecki, Xions (Schrimm); Spengler Karl Meister, Schweinfurt; Kaufmann Beruh. Neumann, Driczmin (Schweiz); Dampfziegeleibesitzer Andr. Bauer, Etterzhausen (Stadtamhof); Kaufmann Aug, Bauer, Stettin; Kaufmann Dav. Petereit, Tilsit; Eierhändler Herrn. Heinrich, Waiblingen: Nachlass des Lehrers a. D. Alb. Kirchner, Schwallungen (Wasungen); Schreiner Heinrich Krogmeier, Wattenscheid; Kaufmann Wilh. Heine, Weida; Bauer Andr. Hufnagel, Jockelheim (Windsheim); Drogist Edmund Kohl, Wyk. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau .Herold'. Berlin, 1. Dezember. Die neue Flottenvorlage wird sicherem Vernehmen nach im Januar im Reichstage eingebracht werden. Paris, 1. Dezember. Im Quartier latin sand gestern abend eine Kundgebung von 200 nationalistischen Studenten statt. Dieselben riefen: „Nieder mit Loubet, hoch D^roulede. Die Polizei mußte einschreiten und die Tumultuanten zerstreuen. Paris, 1. Dezember. Gestern fand im Marineamt ein Obermarinerat statt, an welchem sämtliche Admirale, Marine-Präfekten und Kommandanten des Mittelmeer- und Nordseegeschwaders, die nach Paris befohlen waren, teilnahmen. Ueber die Beschlüsse, oder über die Art der Besprechung des ObermarinerateS verlautet nichts. Dover, 1. Dezember. Die Arbeiten zur Hebung der „Patria" und zur Rettung der Ladung haben gestern begonnen. Beauftragt wurde damit eine deutsche Firma. Drei Taucher führen die Arbeiten aus. London, 1. Dezember. Der „Westminster Gazzette" zufolge lud Kaiser Wilhelm den Prinzen von Wales zur Jagd in Springe in Hannover ein. Der Prinz lehnte aber wegen in England eingegangener Verpflichtungen ab. London, 1. Dezember. Die Blätter kommentieren die Rede Chamberlains. Die meisten beobachten indes eine große Reserve über die Auslassungen Chamberlains. „Daily Mail" drückt die Ansicht aus, daß England mit der französischen Regierung in gutem Einvernehmen stehe. Das Blatt lobt die Minister Delcasso und Gallifet, fragt sich aber, ob die jetzigen guten Beziehungen von langer Dauer sein werden und glaubt, daß nach dem Sturze dieses Kabinetts wieder Schwierigkeiten mit Frankreich zu erwarten seien. „Morning Leader" erklärt, Chamberlain habe durch seine Rede gegen den Anstand gesündigt, indem er die Allianzfrage erörterte. Tourcolng, 1. Dezember. Die AusstandSbewegung gewinnt noch an Ausdehnung. Außer den Eisenbahn- Arbeitern haben die Arbeiter einer Leinewandweberei und die Hälfte der Arbeiter einer Färberei den Ausstand erklärt. In verschiedenen Stadtvierteln fanden Ausschreitungen statt, und es mußten Verhaftungen vorgenommen werden. Madrid, t. Dezember. In Saba delle in Katalonien ist ein Fabrikarbeiter-Ausstand ausgebrochen. Zwölftausend Streikende durchziehen die Stadt. Zahlreiche Gendarmerie ist dort zusammengezogen zur Verhütung von Unruhen. Madrid, 1. Dezember. Die Auslieferung spanischer Gefangenen auf den Philippinen dauert fort. Eine gestern im Staatsministerium eingelaufene Depesche aus Manila meldet, daß nunmehr wieder 203 Spanier befreit wurden. Der Konsul hofft, daß binnen drei Wochen 2000 Soldaten ausgeliefert werden. Giessen Kirchenfiat» 11, gegenüber der Stadtkirche. Konfektion. Wei hn ach ts-A usverka uf. Anfertigung nach Mass. Gießen, den 30. November 1899. 8882 Weihnachtsväume 8377 im Leib’schen Saale 837» Der Vorstand Aktive Mitglieder erscheinen in Uniform (Tuchrock). u DaQaoacxxgxinnnoc Kunst - Stickereien D bemsscn MCtior bS Dillenburg Berantwortlicher Redakteur: H. Koegler. Uermiefnnqen (Offene Hielten Uinpfchluimeii WWWßlW ?eii uerkaufen Kauf Gesuche Vereine ßanshaliungswagk« Krod - SchueidmMiuen Mefferpuhmaslhineu D O O O S rr PO» 5 n s> « von der Schlllerstraße zur Ostanlage in den Anlagen verloren. Abzugeben gegen Belohnung Abschluß und allen sonst. Kontorarbeiten vertraut, sucht per 1. Januar Stellung, am liebsten in der Cigarrenbranche. Off. u. Nr. 04329 an die Exped. d. Bl. erb. zu gebrauchen. Beutel L 80 Pfg. und in Schachteln L 1 Mark. Emil Fischbach, Drogerie, Seltersweg 24 W. Kilbinger, Löwen - Drogerie, Seltersweg 52. August Rott, Drogerie, Bahnhofstr. 51. Otto Schaaf, Drogerie, SelterSweg 39. Die Beerdigung findet Samstag den 2. Dezember, nachmittag« 3/44 Uhr, vom Traueihause, Walllhorftraße 33, au« statt. nach kurzem, aber schwerem Leiden sanst entschlafen ist. Um innige Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Georg Euler. Dienstag de« 5. Dezember cr., 8 Hlyr abends, in der kleinen Aula der Universität. Tages-Ordnung: Bericht über das abgelaufene zweite Vereinsjahr. Rechnungrablage. Vorstandswahl. Der Vorsitzende: Prof. Spengel. Dekanntmachung. Der Mitinhaber der Firma Johann Hermann Schmidt L, Ludwig Schmidt, ist am 30. November 1899 aus dem Geschäft geschieden. Letzteres wird von dem anderen Teilhaber, Heinrich Schmidt, unter der seitherigen Firma weiterbelrieben. Heinrich Schmidt hat seiner Ehefrau Elisabeth geb. Vogt Prokura erteilt. Eintrag im Handelsregister ist erfolgt. 8373 Lich, am 30. November 1899. Großh. Amtsgericht. A Kröll Söhne Seltersweg 12. Dekanntmachung. Johann Hermann Schmidt I. Witwe, Johannette geb. Walz, be treibt zu Lich ein kaufmännisches Geschäft unter der Firma Hermann Schmidt I. Witwe und hat ihrem Sohn Ludwig Schmidt Prokura erteilt. Eintrag im Firmenregister ist erfolgt. 8372 Lich, am 30. November 1899. Großh. Amtsgericht. m , — Sonntag den 3. Dezember 1899: LXXXXMOOC.MXXXX «äÄÄ »3S XD. diesjähr. Sektionsausflug Der Gesamt-Auflage unserer heuttgen Nummer ließt em XTO» “ TT bÄa ®teia f * Narburo. 6387 I —— ; . zu- --- Aktti« mr Fördklmg eines Saalbau» in chießen. General-Versammlung Schillerstrabe 24. 'Marburg.__2211!----------------1 m '7L tn (fretirä? - b-r wF* häüüw und Ä Kummer umfaßt 10 Seite«. Schellfische Kabeljau in la. feinster, blutfrischer Ware soeben eingetroffen bei 6511 A. & G. Wallenfels. Markt 21. — Fernsprech-Nr. 46. Dekanntmachung. Auf den dem Heinrich Kröck VI., dem Friedrich Kröck und dem Wilhelm Kröck, alle vonHeuchel- heiw, zugeschriebenen, in der Gemarkung Giehen gelegenen Grundstücken Flur XV. Nr. 349 und Nr. 351 ist noch eine Hypothek vom 31. Juli 1838 zu Gunsten des Gymnasiallehrer Dr. Drescher von Gießen über 700 Gulden Darlehen eingetragen. Da die Forderung angeblich getilgt worden ist, Hypothekurkunde jedoch nicht mehr vorgelegt werden kann, ergeht an alle diejenigen Personen, welche aus dem Hypothekeintrag Ansprüche erheben zu können glauben, die Aufforderung, diese Ansprüche innerhalb einer Frist von 2 Monaten beim unterzeichneten Gericht anzumelden und die Hypothekurkunde vorzulegen, als sonst die Löschung der Hypothek verfügt werden würde. Gießen, 24. November 1899. Großh. Amtsgericht. Lang ermann. 8375 Asthma Bonbons (12% Alliumsaft, 88% Raffinade) Samstag den 9. Dezember 1899, vormittags 11 Uhr, kommen dahier mhtttt Tausend Meihnachtsbäume von 1 bis 3 Meter Höhe in Abteilungen zur Versteigerung. Bischoffen, am 30. Nov. 1899. Der Bürgermeister. Haus._______8881 Dekanntmachung. Die in zwei Ställen zu Wißmar an Maul- und Klauenseuche erkrankt gewesenen Tiere sind geheilt. Die Gemarkungssperre wird aufgehoben und die Gehöftsperre bleibt noch bestehen. Krofdorf, den 3V. November 1899 Die Polizei-Verwaltung: Der Bürgermeister. Lichtenthaeler. 8376 Donnerstag den 7. Dezember: gz Viehmarkt. Kunstverein. Ausgestellt: Gemälde «ud Werke der plastischen Kunst ans der Ausstellung der Freien Bereinigung Darmstädter Künstler. 8381 Todes-Anzeige. Verwandten, Freundm und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unsere innigfigeliebte Tochter und Schwester Kartoffel - ReidmsWen Ein noch |imim - yiodiAO SaT* geschenkt für jede Hausfrau. verkaufen. — Anfragen unter „Pianino Stets vorrätig bei: 8363 | ggg?« Qn die Expedition d. Bl. Warum sterben W* Gebrauchtes Schreiner. . .. ■ oder Glaserhandwerkszeug nebst Kllldrr siQn blegf. ftrnt« jffiÄÄS&iHS I .SS.«.e WädlhkU und Krampfhusten, «thewnot, Asthma, MstUUkl Lungenleiden bewährten Jßleibs 8383 04839] Einige Mädchen vom Lande, bessere Haus- und Küchenmädchen suchen Stellen per 1. und 15. Januar. Stellen- bureau L. Hofmann, Dammstraße 22. 04334] Eine saub. Lauffrau oder Mädchen für den ganzen Tag ges. Bahnhofstr. 12,11. gebender für Nassau und Hessen von Kolonial« warengrotzhandlung gesucht. Offerten mit Gehallsansprücken unter Nr. 8380 befördert die Expedition d. Bl. 04335] Einen Schreinergesellen sucht AUg. Hofmann, Wetzsteinstraße 40. 04323] Zuverlässiges Dienstmädchen auf Weihnachten gesucht. Löberstr. 5,11. 04824] Tücht. Monatsmädcken zum t. Januar 1900 gesucht. Bismarckstr. 10,ll. 04330] Bürgerlicher Mittags- u. Abend- tisch zu haben. Gr. Mühlgaffe 28, I. Zwiebeln Nüsse, Knoblauch heute Samstag zu haben Marktlaube Nr. 10. 04831 Steins Saalbau. Sonntag den 3. Dezember: Zwei grosse Militär-Konzerte ausgeführt von der 8385 Kapelle des Husaren-Regiments König Humbert von Italien (1. Hessisches No. 13) unter persönlicher Leitung des Musikdirektors Herrn E. Hecht. I. Konzert: Anfang 4^ Uhr. 2. Konzert: Anfang 8 Uhr. Entrtie 40 Pfg. — Bier im Glas. TransVaal-Hbend r« 5tadttheatcr zu Gunsten der Kmen md der an ihrer Stift kimpftniitn Deatllhta bezw. ihrer Hi-terblieb-neu Montag den 4. Dezember 1899, abends /29 Mhr. Verlaus des Abends: 1. Prolog, gedichtet von Direklor Dr. Eduard Otto in Offenbach a. M.. gesprochen von dem Mitglied des Stadttheaters dahier, Fräulein Hanfsig. 8 Vortrag über Transvaal von dem lange in Transvaal gewesenen Berg-Ingenieur Herrn A. Dieseldorff; im Anschluß hieran: 4. Lichtbilder von Transvaal, und 5. Lichtbilder von Samoa. MS* Nach dem Vortrag findet eine zwanglose Vereinigung der Besucher im Caf6 Ebel statt. Preise: Loge 2 Mk., Sperrsitz (durch den ganz n Saal) Mk. 1.80, Estrade 75 Pfg», Gallerte 50 Pfg» Vorverkauf öci Aug. Arecs und der I. Mcker'fchcn Buchhandlung. ■■= Alles Nähere wolle man aus den Plakaten und Artikeln ersehen. === Wei Lösung von Karlen an der Abendkasse 20^ Mg. Zuschlag. 8378 Freiwillige Gail'sche Feuerwehr. Samstag den 2. Dezember er., $gy- abends 8 Uhrr "HAL 44jHl!gk Äistluigs-Felkl verbundrn mit Theater und Tavzuuterhaltuug 8 angefertigt von armenischen Witwen und Waisen _ sLindenplah 1, -Fokal: Kotel Hinhom 2 vom «. bis 8. Dezember 18»9. S Der Aeinertraa wird ,ur hindern»« der No« in Armenien »er»--»«. □ 9 Ausstellung umfaßt eine reichhaltige Kollektion d°nd°-U»Arbnten C auf Mas, Seide und Wafchstoffen in reicher Gol . und Stlb^-UÄ, w». O Kiffen, Decken, Wanddekorationen, Schuren, °r,-nt°I>,che .iäckch-n u. 3 Empfohlen durch die evangelifcken Pfarrer. ! Q Geöffnet von morgens bis nachmittags. Hasen stets frisck geschossene, empfiehlt 04328 I. 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Heu! i$ Größtes Spezialitätm-Gnlemble. ö * Anfang abends 8 Uhr. ____________ A Ei« deutsche WH« toW'1 land di- Sorgdnfl! lilchst »i» «efontat »tflin. - tifch-n heißt, dieSympat ziehen, dürfen W Geboten derKlugh los ist es, daß die gebrochenen Kriege i einem Volke, das mi lLchfi und die fre uriden M. llebera' macht fv hetdenmii Sympathien der ge Seitdem im $ Mal der Versuch £ tieren, ist dieser Wt sondern immer wied Vorstöße gegen die nommen worden, listischen Gelüß einen unter englisch ‘Sibofrifo ju griinb burf bie ^Ireidjei tnb Sdoen/urerS wii die „Times" -, wel die üßentlichr Meinn diese Tendenzen an' und den Sitzen er Unternehmer zeitigt. 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