Werkes. *J8ä : lüt di- m UI,b Bekannten: ^ebenen ien. ^ri-dshag«^ ledenad. let löendkarte. ment billiger. S588 'Wohr ^vrrtzckrn. r Herr, mchr mMiiU *n einfinben zu wollen. ! Eiuberufer. INI t hier w O Mrl abgegeben. ILuhe. , zilet.Handschuhe oaldö Garten. W näitt B» r. jjtfSS Erfurt. )*«*■ Nr. 179 Zweites Blatt Mittwoch den 2. August 1899 Gießener Anzeiger General-Un^eiger Alle Anzeigen-BermittlunzSstellen kl In- unk ÄullanH nehmen Anreizen für den Siebener Anzeiger Annahme Anzeigen ju der nachmittags für ke Uzende» Laz erscheinenden Stummer dis vor». 16 Uhr. Ve> Postbezug 9 Mark 50 P«z vierteljährlich NezuzspreiO vierteljährlich 2 Ma-k 2n monatlich 75 P'» mit Bringerlohn fr^etat U,rich mit Ausnahme des Mantazs. Di« Gießener yeiHfUw Mittel »erden km Anzeiger »öchentlich viermal beigetegt. Aints- und Zlnzeigeblutt fiw den Ureis Gieren. Reheftien, Lxprktion und Druckerei: Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hrsiische Landwirt, Kälter für hessische UolKsKunde. T*—________'J!1 O Adreffe für Depeschen: Anzeiger chietzen.. Fernsprecher Nr. 51. Nachklänge von der Friedenskonferenz. Verschiedenen Blättern war dieser Tage eine aus Paris datierte wunderbare Nachricht zugegangen. Danach sollte der Zar auf England einen gewaltigen Groll haben, weil dieses an dem Scheitern der Konferenz im Haag die Schuld trage. Bei der voraussichtlich stattfindenden Zusammenkunft des deutschen Kaisers mit dem Zaren sollte eine Allianz der kontinentalen Mächte gegen England geschmiedet werden. Daß dieser Unsinn irgendwo Glauben gefunden hat, können wir nicht annehmen, aber man ersieht aus derartigen in die Welt gesandten Meldungen, daß man sogar aus der Friedenskonferenz einen Anlaß nehmen möchte, Hader und Zwietracht zu säen. Das Streben des Zaren, wie es in dem am 24. August v. Js. in dem Rundschreiben des Grafen Mu- rawjew an die auswärtigen Vertreter in Petersburg dargelegt wird, geht dahin, allen Völkern die Wohlthaten wahren und dauernden Friedens zu sichern. Meint er es aufrichtig, dann kann er nicht andere Mächte zu bewegen suchen, gemeinsam mit ihm gegen England Stellung zu nehmen. Zu leugnen ist ja nicht, daß die Haltung der britischen Regierung in den letzten Dezennien nicht dazu beigetragen hat, die Eintracht unter den Mächten zu fördern; insbesondere bei den Wirren im Orient brachte England regelmäßig ein Dissonanz im europäischen Konzert hervor, indem es seine Sonderinteressen verfolgte und auf die allgemeinen Interessen wenig oder gar keine Rücksicht nahm. Auch auf der Friedenskonferenz hat es gegen manche Vorschläge opponiert und dieselben zu Fall gebracht, aber das ist immer noch kein Grund zu einer so schwerwiegenden Maßnahme, daß die Kontinentalmächte sich gegen England vereinigen. Jedenfalls läge für Deutschland kein Grund vor, einer solchen Vereinigung beizutreten, denn unsere Regierung wird am allerwenigsten geneigt sein, eine andere Macht in ihren freien Entschließungen beschränken zu wollen, mögen diese auch nicht immer korrekt sein und den allgemeinen Anschauungen widersprechen. Haben wir es doch schweigend geduldet, daß in England die Verdächtigung, Deutschland sei das Haupthindernis für ein erfolgreiches Wirken der Friedenskonferenz, geradezu handwerksmäßig verbreitet wurde. Aus dem ganzen Verlauf der Verhandlungen im Haag geht hervor, daß Deutschland dabei eine hervorragende und Feuiüetsn. 5>te Erfindung des Luftballons. Zur Eriuueruug au Jacques Etienne Moutgolfier. (Gestorben 2. August 1799.) Bon Alexander Bauer. (NiLdruck verboten.) Wohl schon im Menschen der Urzeit, der kein anderes Mittel der Fortbewegung kannte und besaß, als die ihm von der Natur verliehenen Beine, mag der Wunsch entstanden sein, es dem schnell durch die Lüfte dahinsegelnden Vogel oder Falter gleichthun zu können. Mit Sehnsucht und Neid verfolgte er den stolzen Flug des mächtigen Adlers oder der pfeilschnellen Schwalbe — nicht allein um des idealen Genusses willen, welchen die rasche, rhytmische Bewegung durch den blauen Aether ihm bereitet haben würde, sondern auch in Berücksichtigung der ungeheuren Vorteile, die ihm eine solche Fertigkeit für den Erwerb seiner Nahrung und zur Erhaltung seines Lebens in Augenblicken der Gefahr darbot. Wie überall, so war auch hier der sehnsüchtige Wunsch der Vater des Gedankens. Die alten Sagen wissen von Menschen oder Heroen zu berichten, die sich mit Hilfe künstlicher Flügel durch die Luft bewegten, von Bellerophon, der sich auf dem geflügelten Pferde Pegasus zum Olymp emporschwingen wollte, von Abaris, der, auf einem Goldpfeil sitzend, durch die Lüfte flog, von der fliegenden künstlichen Taube des Archytas von Tarent. Bereits in jenen Zeiten mögen wohl mancherlei verunglückte Versuche angestellt worden sein, auch im Mittelalter wiederholten sich dieselben; so wird aus dem 11. Jahrhundert von einem Engländer erzählt, der mittelst an seinen Armen befestigter Flügel von einem Turme herabzufliegen versuchte, aber dabei rlend zu Grunde ging. Man konnte sich lange Zeit die Möglichkeit, sich in die Luft zu erheben und in ihr fortzubewegen, nicht anders denken, als daß man das Beispiel der Vögel nachahme, und sich ähnlicher Flügel bediene, wie sie dieselben besitzen. Erst in einer Zeit, in welcher die Kenntnis der Naturwissenvielfach entscheidende Rolle gespielt hat. Wir erinnern nur an die Beschlüsse bezüglich der Schiedsgerichtsfrage. Man hatte zuerst geplant, obligatorische Schiedsgerichte einzuführen, die Mächte also zu zwingen, unter allen Umständen eine Vermittelung anzurufen, bevor die Entscheidung hervorgetretener Differenzen mit den Waffen ausgefochten würde. Die deutschen Delegierten sprachen sich hiergegen ganz entschieden aus, weil damit den Staatsoberhäuptern eines ihrer vornehmsten Rechte, über Krieg oder Frieden zu bestimmen, genommen werden würde. Andererseits aber können auch ganz besondere Umstände die Anrufung des Schiedsgerichts durchaus unmöglich machen, wenn z. B. durch eine Ver- zögerung des Angriffs eine dringende Gefahr für den einen oder den anderen Staat entsteht. Die von den deutschen Vertretern dargelegten Gründe fanden schließlich die Billigung der Konferenz, wenn sie auch eine Hetze der englischen Presse gegen uns heraufbeschworeu, und man entschied sich für fakultative Schiedsgerichte, die angerufen werden sollen, falls „die Umstände es gestatten". Deutschland hat sich überhaupt im Verlaufe der Konferenz, von der richtigen Erwägung ausgehend, daß eine ideale und schwärmerische Auffassung der gestellten Aufgabe zu keinem Ziele führen würde, auf einen rein materiellen Standpunkt gestellt und kalt berechnend nur das wirklich Erreichbare ins Auge gefaßt. Was die ideale Auffassung der Friedensbeftrebungen für einen Wert hat, das haben ja die Mißerfolge aller bisher zu diesem Zwecke gebildeten Vereinigungen deutlich gezeigt. Wir haben uns bereits des Näheren über die Beschlüsse der Haager Friedenskonferenz ausgesprochen. Wer da erwartet hatte, daß mit einigen Federstrichen der Krieg aus der Welt geschafft werden würde, daß nun eine allgemeine Abrüstung eintreten könnte, der ist natürlich stark enttäuscht über den Ausgang der Konferenz. Wenn man aber nüchtern und kühl erwägend den Arbeiten der Delegierten entgegengesehen hat, dann vermag man in den Beschlüssen doch ein beachtenswertes Resultat zu erblicken. Schon allein die Thatsache, daß die Staaten offiziell der Verwirklichung des Friedensgedankens näher getreten sind-, muß als ein ganz gewaltiger kultureller Fortschritt betrachtet werden. Jedenfalls ist der gemachte Anfang keineswegs entmutigend, sondern vielversprechend; sodaß größere Errungenschaften auf diesem Gebiete nicht ausgeschlossen sind, vielmehr mit Bestimmtheit schäften der aus dem Winterschlafe des Mittelalters allmählich erwachenden Menschheit wieder aufzugehen begann, gerieten einzelne ingeniöse Köpfe auf die Idee, die Erhebung in den Luftraum auf anderem Wege zu bewerkstelligen. So entwarf im Jahre 1670 der Jesuitenpater Franzisko Lana das Projekt zu der Konstruktion eines Bootes, das sich mittelst vier hohler, luftleerer Kugeln in die Luft erheben sollte. Diesem Plane lag bereits das richtige Prinzip zu Grunde, auf dem alle Luftschiffahrt beruht, wonach nämlich ein Körper dann in die Luft aufsteigen muß, wenn sein Gesamtgewicht geringer ist als das Gewicht eines gleichen Volumens atmosphärischer Luft. Füllt man nun irgend eine Hülle mit einem Stoffe, der leichter ist als die Luft, also einem Gase, so erhält man einen solchen Körper, einen Luftballon. Der gute Pater Lana übersah aber bei seinem Projekt, daß die luftleeren Kugeln unter der Einwirkung des Luftdrucks hätten zerbersten müssen, auch kannte er kein Mittel, die Kugeln wirklich luftleer zu machen. Praktischer erscheint schon die Idee des Dominikaners Joseph Galien, welcher in seinem 1735 erschienenen Buche: „Die Kunst der Luftschiffahrt" die Benutzung verdünnter Luft empfahl, auch er giebt jedoch nicht an, wie solche herzustellen oder zu beschaffen sei. Auf das Mittel, die Luft des Ballons durch Erhitzung zu verdünnen, soll zuerst der Brasilianer Bartolomeo Louren-o de Guzman gekommen sein. Thatsache ist, daß der Genannte am 8. August 1709 auf dem Hose des indischen Hauses in Lissabon einen Ballon steigen (oder nach einer anderen Quelle sich von ihm 200 Fuß hoch emportragen) ließ, der mit erwärmter Luft gefüllt gewesen sein muß, da er nach dem Berichte eines Zeitgenossen „von gewissen brennenden Materialien emporgehoben wurde, welche der Erfinder selbst angezündet hatte." Letzteres Experiment geriet aber wieder in Vergessenheit, war auch wohl nicht hinreichend bezüglich der benutzten Materialien aufgeklärt, auch dürfte der betreffende Ballon kaum den gestellten Anforderungen entsprochen haben, da sonst sein Verfertiger seine Experimente schwerlich aufgegeben haben würde. Man im Laufe der Zeit erwartet werden dürfen. Zum Schluß wollen wir nochmals betonen, daß auch die Konferenz im Haag wieder gezeigt hat, welches Ansehen und welchen Einfluß sich das deutsche Reich im Rate der Völker zu erwerben gewußt hat durch sein korrektes Verhalten in allen internationalen Angelegenheiten und durch den maßvollen, nie verletzenden Gebrauch seiner Machtfülle. Auch daß ist ein Erfolg, den wir Deutsche allein von der nunmehr geschlossenen Konferenz erzielt haben. (xx) Der Dienstvertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch. Zu denjenigen für das praktische Leben besonders bedeutsamen Rechtsmaterien, welche durch das am 1. Januar 1900 in Kraft tretende Bürgerliche Gesetzbuch wesentlichen Aenderungen unterworfen werden, gehört in erster Reihe der Dienst- und Arbeitsvertrag, den das Bürgerliche Gesetzbuch in den §§ 611—630 behandelt. Der sozialpolitische Zug, welcher durch das neue bürgerliche Recht geht, hat sich bei der Behandlung des Dienstvertrags, welche Bezeichnung auch den Arbeitsvertrag mit umfaßt, ganz besonders geltend gemacht. Dies tritt schon äußerlich darin hervor, daß das neue Recht nicht zwischen den „freien" und „unfreien" Diensten und nicht zwischen geistiger und körperlicher Arbeit unterscheidet, sondern gleichsam die sittliche Gleichbewertung aller ehrlichen Arbeit durch den Satz dokumentiert: Gegenstand des Dienstvertrags können Dienste jeder Art sein. Diese sozialpolitische Anschauung hat sich aber bei der Behandlung des Dienstvertrags nicht nur theoretisch in der Anerkennung jedweder Arbeit, sondern auch praktisch in einem verstärkten Schutz der Arbeitnehmer geltend gemacht. So bestimmt § 616, daß der zur Dienstleistung Verpflichtete den Anspruch auf seinen Lohn oder sein Gehalt nicht verliert, wenn er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird. Die praktische Nutzanwendung aus diesem notwendigerweise sehr allgemein gehaltenen Paragraphen wird freilich erst die Rechtsprechung ziehen können. Den Maßstab dafür, ob „eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit" vorliegt, bietet die Kündigungsfrist. Bei einem Dienstvertrag mit vierzehnbetrachtet daher nicht ihn als den eigentlichen Erfinder des Luftballons, sondern die Gebrüder Montgolfier, welchen es nach langen Versuchen im Jahre 1783 gelang, einen birnenförmigen Ballon aus Leinwand von 11 Meter Durchmesser und 220 Kilogramm Gewicht anzufertigen. Zur Hebung desselben brachten die Erfinder ebenfalls erwärmte Luft in Anwendung, und genossen den Triumph, als sie am 4. Juni 1783 ihren Ballon in Annonay steigen ließen, denselben sich in der That innerhalb 10 Minuten bis zu einer Höhe von 300 (nach anderem Berichte 500) Meter erheben zu sehen, trotzdem der Apparat noch mit einem Gewicht von 400 Pfund belastet war. Der Ballon fiel 4000 Meter vom Aufstiegsorte wieder zur Erde nieder. Eine ungeheure Menschenmenge wohnte dem Schauspiele bei, deren lauter Jubel sich in Beifallsrufen Luft machte. Natürlich waren die Brüder Montgolfier plötzlich zu den Helden des Tages geworden — und ihr Name blieb seitdem unzertrennlich mit der Erfindung des Luftballons verknüpft. Der jüngere der beiden Brüder, Jacques Etienne Montgolfier, ist es, dessen wir heute in dankbarer Anerkennung seiner Verdienste uns erinnern. Geboren am 7. Januar 1745 zu Vidalon-lss-Annonay im Departement Ardäche unseres französischen Nachbarstaates, studierte Etienne, dem sein Vater, Besitzer einer Papierfabrik, eine sorgfältige Erziehung geben ließ, mit Eifer Physik, Mechanik und Mathematik. Sein älterer Bruder, Joseph Michael Montgolfier (1740 geboren) besaß die gleichen Neigungen, sodaß die beiden Brüder fast immer gemeinsam arbeiteten, ja selbst ihre Schriften (von denen die hauptsächlichsten 1783 und 1784 erschienen, wie „Discours sur l’aörostat“ und „Memoires sur la machino aerostatique“ die Erfindung des Luftballons behandelten) gemeinsam verfaßten und Herausgaben. Etienne ergriff anfänglich den Beruf eines Architekten, später übernahm er mit dem Bruder zusammen die Papierfabrik des Vaters. Durch das Studium einer Schrift über die Luftarten gerieten sie zuerst auf die Idee ihrer Erfindung, und überzeugten sich durch eigene Beobachtungen von der Thatsache, daß alle Gase, die von geringerem I3XÄBH mit dem Marquis d'Arlandes stieg er nur hier in die Luft auf, um 25 Minuten später wohlbehalten zwei Kilometer vom Aufstiegsorte entfernt zu landen. Seitdem stiegen häufig Personen auf, auch die Brüder Montgolfier unternahmen wiederholt mit mehreren Begleitern Luftfahrten. Leider raffte am 2. August 1799 den jüngeren Bruder Etienne ein früher Tod dahin, er starb in Servieres, demselben Orte, wo ihm die erste Idee seiner großartigen Erfindung gekommen war. Sein älterer Bruder Joseph Michael überlebte ihn um elf Jahre; er machte noch durch verschiedene eigene Erfindungen, z. B. die des Fallschirmes und Stoßhebers, von sich reden und erwarb sich große Verdienste um Industrie und Kunst, indem er z. B. zuerst die Errichtung einer Gesellschaft zur Förderung der Industrie anregte (1807). Den Fallschirm erfand er bereits 1784, doch soll schon im Jahre vorher ein gewisser Sebastian Lenormand, ein Physiker aus Montpellier, dieselbe Erfindung gemacht und sich am 26. November desselben Jahres, mit einem mächtigen Schirm bewaffnet, von der Sternwarte seiner Vaterstadt herabgestürzt haben. Der ältere Montgolfier starb am 26. Juni 1810. Der von den Montgolfiers erfundene Ballon erhielt nach den Erfindern den Namen „Montgolfiore". Die Montgolfiören wurden indessen, obwohl sie sich durch Regulierung ihres Feuers sehr leicht in vertikaler Richtung lenken lassen, bald von der Entwickelung der neuen Kunst überholt, da sie erstens in hohem Maße feuergefährlich sind und zweitens eine viel geringere Steigkraft besitzen als die mit Gasen emporgetriebenen Luftschiffe. Um entsprechend steigen zu können, müssen sie also beträchtlich größere Dimensionen haben, endlich auch die Herstellungskosten erheblich gesteigert werden. Schon 1768 hatte Black auf die Möglichkeit hingewiesen, leichte, mit Wasserstoff gefüllte Körper in die Luft emporsteigen zu lassen. Cavallo ließ in Verfolgung der Idee bereits 1782 mit Wasserstoff gefüllte Seifenblasen steigen. Nachdem nun die Montgolfier mit ihrem mit erwärmter Luft getriebenen Ballon die allgemeine Aufmerksamkeit auf spezifischem Gewicht als die athmosphärische Luft sind, in dieser emporsteigen. Sie versuchten nun, auf künstliche Weise ein recht leichtes Gas herzustellen, und erwärmten zu diesem Behufe die in einer Hülle aus Papier und Leinwand besindliche Luft. Heber den erzielten Erfolg haben wir bereits oben berichtet. Stand nach demselben die Möglichkeit der Luftfahrt fest, so befanden sich die Erfinder doch über die Ursache des Aufsteigens noch im Irrtum. Sie glaubten nämlich, die Emporhebung mittelst eines durch Verbrennung von Stroh und Papier erzeugten Gases bewirkt zu haben, während dieselbe doch lediglich die Wirkung der Verdünnung der Ballonluft infolge der durch das Feuer hervorgebrachten Erhitzung ist Das große Aufsehen, welches die Versuche der Brüder erregte, wurde die Ursache einer Anzahl anderer Experimente, auf welche wir weiter unten zurückkommen. Zunächst reiste Etienne Montgolfier nach Paris und Versailles, um dort den gelungenen Versuch zu wiederholen. Der Erfinder genoß die Ehre, seinen Ballon dem königlichen Hofe und den Mitgliedern der Akademie der Wissenschaften vorführen zu dürfen, er wurde nebst seinem Bruder zum korrespondierenden Mitgliede der Akademie der Wissenschaften ernannt und gelangte in den Besitz verschiedener Belohnungen und Ehrendotationen. Die Vorführung vor dem Hofe — am 19. September 1783 — war die erste, bei welcher lebende Wesen mit dem Ballon emporstiegen; man hatte nämlich einen Käfig mit einem Schaf, einem Hahn und einer Ente angehangen, und die Thatsache, daß diese drei „Luftschiffer" wohlbehalten auf der Erde wieder anlangten, ermutigte nun auch unternehmende Menschen, den Versuch einer Luftfahrt zu wagen. Der erste, welcher das Wagnis unternahm, war PilLtre de Rozier. Etienne Montgolfier hatte für das kühne Unternehmen einen eigenen Ballon hergestellt. Rozier bestieg am 21. Oktober 1783 den Aörostaten und ließ sich, während der Ballon an einem Seile festgehalten wurde, zu wiederholten Malen bis zur Höhe von 30 Meter in die Luft emporschnellen. Die gelungenen Proben machten ihm Mut, und in Gemeinschaft tägiger Kündigung wird beispielsweise eine einwöchentliche Krankheit oder eine zwei- bis dreitägige Reise wegen eines besonders dringlichen Vorkommnisses als eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit anzusehen sein; desgleichen bei einer Kündigungsfrist von sechs Wochen vor dem Quartalschluß eine Krankheit von vier Wochen und eine ebenso lange Behinderung infolge Einziehung zu einer Militärdienstübung. Der Dienstverpflichtete muß sich jedoch für die Zeit seiner Verhinderung auf feinen Lohn den Betrag aurechnen lassen, der ihm aus einer auf Grund gesetzlicher Verpflichtung bestehenden Kranken- oder Unfallversicherung zukommt. Ist der Dienstverpflichtete bei einem dauernden Dienstverhältnis in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen (wie Dienstmädchen, Diener, Erzieherinnen, Hauslehrer und sehr häufig auch Lehrlinge, Kommis, Gesellen ?c.) so hat der Dienstberechtigte ihm im Falle der Erkrankung auch die erforderliche Verpflegung und ärztliche Behandlung bis zur Dauer von sechs Wochen, jedoch nicht Über die Beendigung des Dienstverhältnisses hinaus zu gewähren, wenn der Dienstverpflichtete die Krankheit nicht vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt hat oder soweit nicht durch eine Versicherung oder durch eine Einrichtung der öffentlichen Krankenpflege für solche Fälle Vorsorge getroffen ist. Der Dienstberechtigte kann die ihm durch die Krankheit des Dienstverpflichteten verursachten Kosten auf den für die Zeit der Krankheit zu zahlenden Lohn in Anrechnung bringen. Von großer Bedeutung ist ferner § 618, welcher die zu gunften der gewerblichen Arbeiter getroffene Vorschrift, wonach die Arbeitsräume, Vorrichtungen oder Gerätschaften so einzurichten und zu unterhalten und die Arbeiten so zu regeln sind, daß der Arbeiter gegen Gefahr für Leben und Gesundheit so weit als möglich geschützt ist, auf alle Dienstverhältnisse ohne Unterschied ausdehnt. Ist der Dienstverpflichtete in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen, so sind auch in Bezug auf den Wohn- und Schlafraum, die Verpflegung und die Arbeits- und Erholungszeit diejenigen Einrichtungen und Anordnungen zu treffen, welche mit Rücksicht auf die Gesundheit, die Sittlichkeit und die Religion des Dienstverpflichteten erforderlich sind. Besonders in den großen Städten und vielfach auch auf dem Lande wird diese Bestimmung eine — wie wir wohl nicht erst zu betonen brauchen — erfreuliche Aenderung in den Wohnungsverhältnisfen der Dienstverpflichteten zur Folge haben müssen. Alle hier erwähnten Vorschriften sind zwingender Natur, können also durch keinerlei Vereinbarungen aufgehoben oder beschränkt werden. lieber die Kündigungsfrist wird folgendes bestimmt: Ist die Vergütung nach Tagen bemessen, so ist die Kündigung an jedem Tage für den folgenden zulässig; ist sie nach Wochen bemessen, so ist die Kündigung nur für den Schluß einer Kalenderwoche zulässig und hat spätestens am ersten Werktag der Woche zu erfolgen, ist die Vergütung nach Monaten bemessen, so ist die Kündigung nur für Monatsschluß zulässig und hat spätestens am 15. des Monats zu erfolgen, ist die Vergütung nach Vierteljahren oder längeren Zeitabschnitten bemessen, so ist die Kündigung nur für den Schluß des Quartals zulässig und sie hat 6 Wochen vorher zu erfolgen. Dieselbe Kündigungsfrist können auf alle Fälle die zur Leistung von Diensten höherer Art Angestellten, Privatbeamte, Lehrer, Erzieherinnen zc., beanspruchen. Eine Bindung für die Lebenszeit ist unzulässig; ein solcher Vertrag kann nach Ablauf von 5 Jahren mit halbjähriger Frist gekündigt werden. Als besonders bedeutsam sei zum Schluß noch die Bestimmung erwähnt, wonach der Dienstnehmer nach der Kündigung jedes dauernden Dienstverhältnisses angemessene Zeit zum Aufsuchen eines anderen Dienstes und ein schriftLinien der Telegraphennetze eingerichtet werden, und zwar unter Benutzung von sogenannten Schaltuhren u. dergl. an den einzelnen Verbindungsstellen und an den Stationen, welche die Berichte automatisch aufzeichnen. Die nächste Aufgabe wäre, wie gesagt, die erst kürzlich wieder von dem Stockholmer Kongreß für Meeresforschungen angeregte Einbeziehung der Faroer-Inseln und Islands in das europäische Telegraphennetz. Was die sogenannten „Bauernregeln", besonders aber die in die erste Hälfte des Mai fallenden „Eismänner" und den auf den 27. Juni fallenden „Siebenschläfer" betrifft, so steht die moderne Wetterkunde diesen „Bauernregeln", ebenso wie den Wettervoraussagungen für längere Zeit als einen Tag sehr zweifelnd gegenüber, obwohl nicht zu verkennen ist, daß in den Bauernregeln manchmal eine „altbewährte" Erfahrung zum Ausdruck kommt, die aber jetzt vielleicht gar nicht mehr zutrifft. In den kalten Mai-Tagen kommen hauptsächlich die Unterschiede zwischen den Temperaturen der nordwestlich von uns gelegenen Meeresflächen, die im April noch sehr falt bleiben, und der im April schnell aufsteigenden Erwärmung Mittel-Europas zur Wirkung. Daher die besonders starke Entwicklung nordwestlicher kalter Luftströme um den 12. Mai. Die Regel von den Eismännern hat also einige Berechtigung, allerdings mit sehr starken Einschränkungen. Erstens ist es nicht ein bestimmter Tag, der als maßgebend betrachtet werden kann, und zweitens wird die Regel im Stich lassen, wenn der Mai auf einen kalten April folgt, wenn also die Erwärmung des Festlandes noch nicht so weit fortgeschritten ist, um zu den ausgleichenden Luftströmungen vom Meere her in besonderer Weise Veranlassung zu geben. Die Kälterückschläge aus dem Nordwesten verspäten und verteilen sich alsdann über längere Zeiten. Auf noch schwächeren Füßen als die „Eismänner" steht der sogenannte „Siebenschläfer". Ende Juni treten mit einer gewissen Regelmäßigkeit unsere Sommerregen auf, die oft eine große Beständigkeit zeigen, wenn sie gerade um diese Zeit bei uns eintreten. Ob es aber gerade am 27. Juni, dem „Siebenschläfertag" regnet oder nicht, das hat für die Gestaltung der Witterung in den nächsten Wochen keine maßgebende Bedeutung. Ein deutscher Fachmann über den heutigen Stand der Wettervoraussage und die „Bauernregeln". „Auf welche Zeit ist nach dem heutigen Stande der Wissenschaft eine Wettervoraussage möglich, und wie stellt sich die Wissenschaft zu den sogenannten „Bauernregeln?" Diese Frage hat ein Mitarbeiter der „Tägl. Rund." einem unserer hervorragendsten Fachmänner auf dem Gebiet der Wetterkunde vorgelegt und es ist ihm folgende Antwort zu teil geworden: Nach der Ansicht der Fachmänner ist es bei dem heutigen Stande der Wetterkunde ausgeschlossen, für länger als 24 Stunden eine auch nur einigermaßen zuverlässige Voraussage aufzustellen, und auch für diesen Zeitraum ist es nur möglich, für größere Gebiete, nicht für einen einzelnen Ort eine solche zu geben. Denn einesteils ist unsere Kenntnis der Vorgänge in den oberen Luftschichten noch viel zu gering, teils werden diese oberen Luftschichten ihrerseits wieder durch kosmische Einflüsse stark berührt. Diese Einwirkung des Weltalls auf die Vorgänge in unserer Atmosphäre ist schon dann leicht erklärlich, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die Erde mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometer in der Sekunde das Weltall durchrast, während unsere stärksten Winde auf der Erde eine Geschwindigkeit von vierzig Metern in der Sekunde selten übersteigen. Jene riesige Geschwindigkeit kann unmöglich ohne Einfluß auf die Zustände und Bewegungen in den obersten Luftschichten bleiben, in welche außerdem unablässig aus dem Himmelsraume Scharen von kleinen und kleinsten Weltkörpern eindringen, die uns nur zum Teil als Sternschnuppen sichtbar werden. Ebenso ist nicht bloß der Einfluß der Wärmestrahlung der Sonne, sondern auch der von ihr ausgehenden elektrischen Strahlungen auf die Erde offenbar sehr groß, und all diese sich unserer näheren Kenntnis noch fast vollständig entziehenden Vorgänge im Weltall werden voraussichtlich noch auf lange Zeit hinaus die Wettervoraussage erschweren, selbst wenn es uns gelungen sein wird, die Gesetzmäßigkeit in den Bewegungen der Lust, soweit sie durch die Vorgänge auf unserer Erde beeinflußt wird, vollständig zu erkennen. Für das letztere wäre es von großem Werte, die internationale Wetterberichterstattung endlich so einzurichten, daß uns der Telegraph immer vollständiger in kurzen Zeitabschnitten von den für unsere eigene Lage wichtigsten Punkten der Erde Mitteilungen über die Witterungslage übermittelt. Namentlich wäre für die Verbesserung der Wettervoraussage dringend zu wünschen, daß der seit langem geforderte Kabelanschluß an die Faroer-Inseln und Island endlich zu stände kommt, und daß endlich auch mit den Azoren ein beständiger Wetterdienst verabredet wird. Das Zustandekommen dieser neuen Verbindungen, für die unser Kaiser in richtiger Würdigung ihrer hohen Bedeutung für den Wetter- und Schiffahrtsdienst so warm eingetreten ist, würde die Sicherheit der Wettervoraussage bedeutend erhöhen, sie wäre von größter Bedeutung für den internationalen Wetterdienst. Von größter Wichtigkeit wäre ferner die Schaffung von internationalen europäischen Zentralstellen der Voraussage. An solchen Zentralstellen müßten möglichst fortlaufend von den für sie wichtigsten Punkten selbstthätige drahtliche Aufzeichnungen eingehen. Diese selbstthätige Wettermeldung könne gewiß ohne Störung des sonstigen Verkehrs auf den die neue Erfindung gelenkt hatten, kam Charles sofort auf die Versuche mit Wasserstoff zurück. Er ließ sich einen Ballon aus Taffet anfertigen, ihn mit Firnis überziehen und füllte ihn mit Wasserstoffgas. Diesen Ballon, den berühmten „Globus", ließ er am 27. August 1783 vom Champ de Mars in Paris im Beisein einer nach vielen Tausenden zählenden, enthusiastischen Menge los. Der vier Meter Durchmesser haltende, 24 Pfund wiegende Ballon stieg innerhalb zwei Minuten bis zur Höhe von 1000 Meter empor, dann entzogen ihn die Wolken den Blicken der Zuschauer. 23 Kilometer von Paris entfernt, bei Goneffe, erfolgte der Absturz, nachdem die Ballonhülle infolge zu starker Gasanspannung einen Riß erhalten hatte, durch den das Gas entwichen war. Die Erscheinung des Kolosses rief unter der abergläubischen und unwissenden Bewohnerschaft von Goneffe und Umgegend eine unbeschreibliche Panik hervor. Man hielt den Aßrostat für ein ungeheures Tier, fiel mit Dreschflegeln, Steinen, Sensen und Heugabeln über ihn her, ging ihm mit Flintenschüssen, Gebeten und Beschwörungsformeln zu Leibe, band ihn schließlich an den Schwanz eines Pferdes und schleifte ihn zu Grunde. In der Folge verdrängten die mit Wasserstoffgas gefüllten Ballons, Charlieren genannt, die Montgolfiören; heutigen Tages benutzt man gewöhnlich Leuchtgas, das leichter zu erlangen und weniger kostspielig ist. Auf die weitere Entwickelung der Luftschiffahrt, ebenso wie die technische Seite des Themas können wir hier nicht eingehen, nur der seltsame Zufall möge noch Erwähnung finden, daß derjenige Mensch, welcher zuerst den Mut fand, mit einem Ballon in die Luft emporzusteigen, PilLtre de Rozier, auch die Reihe der so zahlreichen Opfer der gefährlichen Kunst eröffnen sollte. Der unglückliche Lust- schiffer versuchte, gleichzeitig Wasserstoffgas und erwärmte Luft zum Emportreiben der Luftballons zu verwenden. Wohl diesem Umstande ist es zuzuschreiben, daß sein Ballon einstmals kurz nach der Abfahrt explodierte und er nebst seinem Begleiter, dem Physiker Romain, den Tod in den Wellen fand. 'Ä Qbh S MtiiÄ liches Zeugnis bei seinem Weggang verlangen kann, das sich auch auf die Leistungen und die Führung im Dienst auf Wunsch zu erstrecken hat. N. H. V. ja Deutsches Keich. — Nordlandfahrt des Kaisers. S. M. S. „Hohenzolleru", Kommandant Kapitän zur See Graf von Baudissiu, und S. M. S. „Heia", Kommandant Korvetten- Kapitän Rampold, sind am 30. Juli nach Kiel in See gegangen. In kurzer Zeit wird der Kaiser also wieder vaterländischen Boden betreten. Bemerkenswert ist, daß die jetzige Reise des Kaisers in die nordischen Gewässer seit dem Jahre 1896 wieder die erste glatt abgelaufefte sein wird. 1897 wurde der Kaiser bekanntlich von einem herabfallenden Tauende ins Auge getroffen und immerhin bedenklich verletzt und ferner durch das plötzliche Ableben des Leutnants von Hahnke infolge Absturzes mit dem Zweirade schmerzlich berührt. Im vergangenen Jahre mußte der Kaiser seine Nordlandreise wegen des so schnell und unvermutet erfolgten Todes des Altreichskanzlers Fürsten Bismarck vorzeitig unterbrechen und in Schnellfahrten der Heimat zusteuern. — Besuch des Kaisers in Marienburg. Gelegentlich seines diesjährigen Jagdaufenthalts in Rominteu wird der Kaiser die so schwer vom Brande heimgesuchte Stadt Marienburg besuchen und an Ort und Stelle die dann noch nicht getilgten Spuren des mächtigen Feuers besichtigen. 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Der neue Herausgeber des „Deutschen Wochenblattes", Arwed Ritter, schreibt in der neuesten Nummer: „Wir fragen laut und öffentlich: Fand die Bestattung des Schöpfers deutscher Einheit entsprechend seinem Testamente statt? Wir fragen weiter: Ist es richtig, daß in der „Gedanken und Erinnerungen" zweitem Bande uns siebzig Seiten unterschlagen wurden? Wir fragen dann, und hierauf fordern wir die Antwort: Hat man versucht, vom jetzigen Besitzer des Grundes, auf dem des großen Bismarck Ruhestätte sich befindet, die Zusage zu erhalten, daß dieser Wallfahrtsort dem deutschen Volk verschlossen wird? Beruht auf seinem Zögern mit der Antwort das Rätsel von Travemünde?" — Eine Antwort wird auf diese Frage wohl kaum erfolgen. — Die „Berl. Neuesten Nachr." erwidern darauf: Die Antwort kann nur lauten: Durchweg heller Unsinn! Die Bestattung des Fürsten Bismarck ist seinem letzten Willen entsprechend ausgeführt worden. Daß der Hamburger Reichswahlverein dabei Spalier bilden würde, hat der Verewigte allerdings nicht voraussehen können. Weder im zweiten noch im ersten Bande der „Gedanken und Erinnerungen" ist irgend etwas „unterschlagen", am allerwenigsten 70 Seiten. Schreiber dieses hat die „Gedanken und Erinnerungen" vor ihrer Veröffentlichung gekannt und ist daher in der Lage, die Frage beantworten zu können. Alle an der ersten Drucklegung von 1893 vorgenommenen Aenderungen und Streichungen rühren von dem allein dazu berechtigten Verfasser selbst her. Der „jetzige Besitzer" von Friedrichsruh, d. h. Fürst Herbert Bismarck, hat erst jüngst den Abordnungen der deutschen Hochschulen den Zutritt zur Grabkapelle gestattet, ebenso für die nächste Zeit, laut den darüber bekannt gewordenen Zuschriften, verschiedenen größeren Vereinigungen u. a. dem Alldeutschen Verbände. Von einer „Verschließung des Wallfahrtsortes" ist also keine Rede. Das „Rätsel von Travemünde" endlich hat nirgends anders bestanden als in dem Kopfe einiger Lübecker Reporter und allenfalls derjenigen Redaktionen, denen die Sensation über alles geht und die sich mit der absoluten Haltlosigkeit einer so auf das Geratewohl hin aus der Luft gegriffenen Kombination noch immer nicht abfinden können. Es wird nachgerade Zeit, diese krankhaften Insinuationen von der Tagesordnung abzusetzen. Lokales und Ursoinfielles. t. Lich, 31. Juli. Gestern fand bei günstiger Witterung das Stiftungsfest des hiesigen Turnvereins statt. Das damit verbundene Schauturnen wurde durch die Vorführungen der Damenriege unter Leitung des Herrn Turnlehrers Langsdorf eröffnet. Die mit Sicherheit und Eleganz ausführten Gruppen-Stabübungen und Reigen legten ein beredtes Zeugnis ab für den echt turnerischen Geist, welcher die jugendliche Schar beselt und für den Fleiß und die Tüchtigkeit der leitenden Kraft, welcher es gelungen, in so kurzer Zeit so schöne Leistungen zu erzielen. Lebhafter Beifall der Zuschauer war der Lohn. Die Hebungen der in zwei Riegen angetretenen Preisturuer (am Reck, Schwingel, Barren, Weitsprung und Steinstoßen) fielen zur Befriedigung des Freundes vom Turnsport aus. Steht der hiesige Verein auch nicht mehr auf der Höhe, deren er sich in der Mitte der 80er Jahre rühmen durfte, so kann er doch mit guter Zuversicht auf seinen jungen und jüngsten Nachwuchs blicken. Hoffentlich hält er, was er verspricht. Am Abend fand in der Turnhalle der gut besuchte Turnerball statt, der die Vergnügungslustigen bis zum frühen Morgen zusammenhielt. x Grimberg. 31. Juli. Gestern veranstaltete der hiesige Schützenverein sein diesjähriges Haupt-Preisschießen. Um V23 Uhr bewegte sich ein aus hiesigen und auswärtigen Schützen bestehender Zug unter Vorantritt des Musikvereins vom „Englischen Hof" aus nach der „Neu- mühle", woselbst sich die Schießstünde befinden. Das Wetter klärte sich nachmittags auf, und von allen Seiten, besonders von Grünberg und Laubach, sowie aus den übrigen benachbarten Ortschaften strömten Gäste herzu, um in den schattigen, recht idyllisch gelegenen Gartenanlagen der Neumühle den herrlichen Klängen des Musikvereins zu lauschen, während sich die Schützen mit löblichem Eifer dem Vergnügen des Schießens widmeten. Für den heutigen zweiten Tag werden noch eine größere Anzahl auswärtiger Schützen erwartet, und wird der Musikverein wiederum durch Konzertieren zur Unterhaltung der Festteilnehmer beitragen. n. Reichelsheim i. d. W., 30. Juli. Heute fand im Vormittagsgottesdienst durch Herrn Pfarrer Fischer hier die Einweihung unserer neuen Glocke statt. Nach der Weihe ließ sie allein und dann im Verein mit ihren älteren Schwestern zum erstenmale ihre Stimme ertönen. Unser Geläute ist jetzt auf den Dreiklang e—g—b gestimmt. Die neue Glocke wurde in Apolda durch die Gebrüder Ulrich gegossen und wiegt 1000 Pfund. Der 29. Vers aus dem 22. Kapitel des Propheten Jeremias „O Land, Land, Land höre des Herrn Wort", ist als einzige Inschrift auf ihr angebracht. Sie kostet 1000 Mk. Die Gießer haben sich aber verpflichtet, die alte gesprungene Glocke, die ungefähr das gleiche Gewicht hat, in Zahlung zu nehmen und das Pfund mit 65 Pfg. zu berechnen, sodaß unsere Ausgabe für die neue Glocke nicht hoch ist. Die alte Glocke war hier ^^bichelsheim auf der „Gänsweide" gegossen und dazu nach alten Aufzeichnungen anderthalb Klafter Holz verwendet worden. Sie trug die Inschrift „In Gottes Namen bin ich gefloffen, Friedrich Wilhelm Otto aus Gießen hat mich gegossen vor die Borgeschaft Reichelsheim anno 1786". Ferner sind auf ihr die Namen des damaligen ersten Beamten (Reichelsheim war nassauische Amtsstadt), des Pfarrers und der beiden Bürgermeister verzeichnet. n. Alsfeld, 30. Juli. Als Beweis für das Sinken des Bodenwertes auf dem Land in unserer Gegend, verdient registriert zu werden, daß in Heidelbach in voriger Woche ein 172 Morgen großes Gut mit schöner Hofraite versteigert wurde, auf das ein hiesiger Geschäftsmann das Höchstgebot mit 35500 Mk. eingelegt hatte. Rechnet man die Hofraite nur zu 10000 Mk. — und das ist sie wie man zu sagen pflegt, unter Brüdern wert — dann kostet das Gelände noch 25500 Mk., der Morgen mithin rund 148 Mk. Das Gut hat aber durchaus nicht geringwertigen Boden; es umfaßt vielmehr 120 Morgen Acker und 52 Morgen Wiesen in guter Lage, darunter große Parzellen. Der geringe Erlös ist einfach auf die Unrentabilität zurückzuführen, die ihre Ursache in dem Mißverhältnis zwischen den hohen Betriebskosten und den niedrigen Preisen der Produkte hat. Darmstadt, 1. August. Zu Ehren des Herrn Medizinalrat Dr. Vogt-Butzbach, der 25 Jahre das Amt eines Schriftführers bei der Kriegerkameradschaft „Hassia" bekleidet, fand am Samstag seitens der Präsidialmitglieder ein Festmahl in den Räumen der „Vereinigten Gesellschaft" statt, zu dem alle Mitglieder des Präsidiums erschienen waren. Herr Oberstleutnant Cramolini überreichte dem Gefeierten die Geschenke des Landesverbandes, nämlich eine silberne Jardini4re mit Rosen gefüllt und einen Kupferstich „Die Kaiserproklamation in Versailles". Der Jubilar sprach in bewegten Worten seinen Dank aus. Vermischtes. * Eine amüsante Geschichte von einem gebratenen Papagei macht gegenwärtig in Moabit die Runde. Ein dort wohnender Beamter hatte seiner Frau schon seit langer Zeit einen Papagei als Geschenk in Aussicht gestellt. Die Suche nach einem sprechenden, aber nicht zu teuren Grün- rock zog sich in die Länge und hatte dieser Tage ihren Abschluß gefunden, indem der zärtliche Gatte ein Prachtexemplar dieser exotischen Vögel für 60 Mk. erstanden hatte. Dem Vogelhändler hatte er Auftrag gegeben, den Papagei in den Vormittagsstunden abzuliefern. Nun bekam aber der Beamte den Besuch einer schlesischen Nichte, die in ihrem Heimatsdorfe wohl Kartoffelgraben, Heuen, Spargelstechen rc., nicht aber einen Papagei kennen gelernt hatte. Kurz und gut, als der Hausherr gegen 3 Uhr nach Hause kam, fand er sein Weibchen in Thränen aufgelöst vor. Das Rätsel war bald gelöst. Frau X. war zur Markthalle gegangen, und während ihrer Abwesenheit war der Papagei in einem Bauer der ländlichen Nichte präsentiert worden. Diese betrachtete den ihr unbekannten Vogel mit staunenden Blicken und fragte den Ueberbringer, ob das Federvieh fürs Mittagessen sei. Die Antwort „Na, selbstredend" nahm sie für bare Münze, und da sie ihrem Tantchen eine Arbeit abnehmen wollte, so machte sie mit dem Krummschnabel kurzen Prozeß; sie drehte ihm den Hals um, rupfte das herrliche Gefieder aus, nahm Eingeweide rc. heraus, und legte den 60 Mk.-Vogel, nachdem sie ihn gehörig „gesengt" und auch sonst zugerichtet hatte, in die mit Butter belegte Bratpfanne. Als sich dann die ersten Bratgerüche zeigten, kehrte die Hausfrau heim und — der Besuch mußte noch abends die heimatlichen Gefilde wieder aufsuchen. ♦ Von Moltkes Grabmal in Creisau. Die letzte Ruhestätte des großen Schlachtendenkers, dessen Andenken mit der Einweihung des Kaiser Wilhelm-Gedächtnisturmes auf dem großen Schneeberge wieder wachgerufen wird, ist auch in diesem Jahre, wie der „Breslauer Gen.-Anz." zu melden weiß, das Ziel vieler Pilger aus aller Herren Ländern. Zahlreiche, zum Teil noch frische Kränze bedecken den Sarg des großen Toten, darunter ein Kranz des Offizierkorps des Generalstabes, ein Kranz der Stadt Schweidnitz, einzelne von Privatpersonen, ehemaligen Kameraden und Freunden des Heimgegangenen. Die Ruhestätte liegt nach seinem Wunsche auf einer mäßigen, mit ernsten Nadelbäumen bestandenen Anhöhe, von der eine Lichtung den Ausblick ins Reichenbacher Thal eröffnet. Das Innere der prunklos gehaltenen Kapelle weist im Hintergründe die Statue des segnenden Christus auf, mit der Umschrift: „Die Liebe ist des Gesetzes Erfüllung". Auf dem Fußboden stehen drei große eichene Särge. Rechts von dem des Feldmarschalls ruht die Gattin, links die Schwester. Eine andere noch lebende greife Schwester wohnt im freundlichen Bergschloß von Creisau. Die Grabkapelle ziert über dem Eingang das Moltkewappen mit den 3 Wachteln. Dichtes Gerank von Trauerrosen und Goldregen umflicht in stimmungsvoller Weise die stille Gruft. Von hier aus führt ein kurzer Weg südwestlich nach dem Lieblingsplätzchen des Feldmarschalls mit einer einfachen Ruhebank unter einer mächtigen Kiefer. Vor dem Besucher liegen hier das Eulengebirge, die Leut- mannsdorfer und Weistritzer Berge mit den Ortschaften Wirischau, Ludwigsdorf, Leutmannsdorf, Weistritz u. a. m. Arn Fuße der Anhöhe fährt die Schweidnitz-Frankensteiner Bahn. Der Besuch des Gruftberges ist jedem in entgegenkommendster Weise gestattet. * Kostbare Katzen. In Amerika kommt die Katze immer mehr in Mode, und zwar, wie immer, mit einem Stich ins Extravagante. So hat im letzten „Cat Show" (Katzen-Ausstellung) in New Jork eine Finanzgroße eine prächtige Angorakatze ausgestellt, für die vergeblich 25000 Frs. geboten wurden. Frau Vanderbilt besitzt eine Katze, für die sie 7500 Frs. bezahlt hat, und andere reiche Amerikanerinnen wollen es ihr gleichthun. Auch die Engländer, schreibt die „Roumaine", machen die Mode mit, und Lord Dufferin, der frühere Gesandte in Frankreich, hält in seiner Wohnung ein Dutzend Katzen. Der Rekord aber gebührt Mr. Sam Woodiwis, der eine prächtige und außergewöhnlich große Katze mit sehr langem Haar besitzt, die den Namen Xenephon trägt und von Kennern auf 60 000 Frs. geschätzt wird. * Von unfern Schutztruppen, und zwar aus Westafrika, sind eine ganze Anzahl abgelöster Mannschaften kürzlich mit dem Woermannschen Dampfer „Lothar Bohlen" nach Hamburg zurückgekehrt. Von der von demselben Dampfer am 24. Mai d. I. in Swakopmund gelandeten Ablösung sind leider einige Leute verunglückt. Ein mit 15 Mann besetztes Boot kenterte, und drei Mann (Gernulla, Dr. Hintz und Jork) fanden in den Wellen ihren Tod. Die Leichen der Verunglückten wurden später aus dem Wasser gefischt und mit militärischen Ehren auf dem Friedhöfe zu Swakopmund beerdigt. * Einen weisen Ausspruch leistete sich kürzlich ein Dorfältester in einer nahe bei Rothenburg a. T. belegenen Gemeinde. Dort wurde in der Gemeinderatssitzung vor einiger Zeit darüber gesprochen, daß vom Bezirksamt ein Auftrag ergangen sei, im Orte einen Sammelweiher anzulegen, damit derselbe im Fall eines entstehenden Brandunglücks nicht an Wassermangel leide. Einer der Dorfältesten bemerkte hierzu: „Dos is ganz unnöti, dos Geld kann ma er- spar'n, mer därf nor a poor Tog vorher den Bach ftemma (aufstauen)!" UniverstMs Nachrichten. — Göttingen. Dem Prtvatdozenten in der philosophischen Fakultät unserer Universttät Dr. Georg Wentzel ist das Prädikat „Professor" beigelegt worden. — Würzburg. Dem Professor der Anatomie Dr. Philipp Stöhr wurde am 27. dS. Mts. von seinen Hörern eine Ovation bereitet. Die Veranlasiung dazu war ein ungerechtfertigter Angriff, den ein antisemitischer BauernbundS-Agitator gegen Stöhr als derzeitigen Vorsitzenden der Prüfungs-Kommission, in der „Neuen Bayerischen LandeSzettung" gerichtet hatte. — München. Als Prioatdozent der Philosophie an der hiesigen Universität wurde Dr. Dyroff aus Damm bei Aschaffenburg zugelaffen. Seine Habilitationsschrift betraf „Demokritstudten". Die Antrittsvorlesung handelte von dem „PlatontSmuS in der Philosophie des Mittelalters". — München. Die „Münch. Post" berichtet: Der Sanitätsoerband München stellte für seine weiblichen Mitglieder als Aerztinnen Frau Dr. med. AdamS-Lehmann und Dr. med. Gräfin Friederike Geldern-Egmond an. — Genf. Professor Dr. Leon RevillioS, der kürzlich von seinem Lehramte an der hiesigen Universttät und alS Direktor der Klinik für innere Medizin zurückgetreten ist, wurde zum Honorarprofessor der Genfer Universttät ernannt. — Wien. An der hiesigen Universttät wurde der Oberst a. D. Heinrich Hartl, ordentlicher öffentlicher Profeffor der Geodäsie an der philosophischen Fakultät zum Ehrendoktor promoviert. — Zürich. Der erst feit zwei Jahren als Professor für Physiologie neben Justus Gaule an der hiesigen Hochschule wirkende, früher in Leipzig thättge Professor Dr. Max v. Frey (geb. 1852) hat einen Ruf als Ordinarius an die Hochschule in Würzburg angenommen, woselbst er den in Ruhestand tretenden Physiologen Fick ersetzen wird. Von dm zahlreichen Arbeiten FreyS nennen wir die Schrist „lieber die Einschaltung der Schwellkörper in das Gefäßsystem", die „Untersuchungen über den Stoffwechsel isolierter Organe", „Heber den Leitungswiderstand des menschlichen Körper«" und die „Untersuchung des Pulses und ihre Ergebnisse in gesunden und kranken Zuständen". — Bern. Zum Rektor unserer Hochschule ist der Professor für Geographie Dr. Eduard Brückner gewählt worden. Meratur, Wissenschaft und Kunst. — Looff, Friedrich Wilhelm, weil. Herzogs. Sächsischer Schulrat und Gymnafiatdirektor a. D., Allgemeines Fremdwörterbuch, enthaltend die Verdeutschung und Erklärung der in der deutschen Schrift- und Umgangssprache, sowie in den einzelnen Künsten und Wiffenschaften vorkommenden fremden oder nicht allgemein bekannten deutschen Wörter und Ausdrücke mit Bezeichnung der Abstammung, Aussprache und Betonung. Vierte vielfach vermehrte Auflage, besorgt von Dr. Fr. Ballauff. Lieferung 1. (DaS Werk ist vollständig in zwölf Lieferungm ä 5 Bogen; Preis der Lieferung 50 Pfg.) Langensalza, Hermann Beyer & Söhne. ES ist eine unverkennbare Thatsache, daß der Deutsche vor allen Völkern der Erde berufen und befähigt ist, fich auch in das auf fremdem Boden Erwachsene zu vertiefen und es fich zu eigen zu machen. Dieser Zug des deutschm Wesens hat einen, man kann fast sagen nachtelligm Einfluß auf unsere Sprache ausgeübt: sie hat eine reiche Zahl von Sprachelementen der Kulturvölker des Altertums wie der Neuzeit meist unverändert in sich ausgenommen. Es ist rein unmöglich, daß ein jeder au? dem Volke, der da AnteU nimmt an den Fortschritten von Kunst und Wiffenschaft, an politischen, sozialen und Mdustriellen Bestrebungen, alle die Sprachen erlernen kann, aus denen die ihm bei jeder Gelegenheit aufstoßenden Fremdwörter entnommen sind. Für jeden, der eine sprachwissenschaftliche Bildung sich nicht erwerben konnte, der sich aber doch hineingestellt sieht in die Strömungen wissenschaftlichen Lebens, wird somit ein gutes und vollständiges Fremdwörterbuch zu einem unabweisbaren Bedürfnisse. Aber auch der wissenschaftlich Gebildete wird oft genug in die Lage kommen, fich in einem solchen Aufschluß suchen zu muffen. Dem nicht hinweg,uleugnenden Bedürfnisse will daS angezrigte Fremdwörterbuch abhelfen. Der Verfasser ist bemüht gewesen, in demselben möglichst vollständig die Erklärung derjenigen Wörter und Ausdrücke zu geben, welche im gewöhnlichen Leben und in den einzelnen Künsten und Wissenschaften Vorkommen. Den Verlegern aber erschien es eine Ehrenpflicht, jedes Hindernis zu beseitigen, das der allgemeinsten Verbreitung deS Werkes fich in den Weg stellen möchte, und auS diesem Streben heraus ist die vorliegende billige Lieferungsausgabe entstanden. Sie darf Anspruch darauf machen, daß sie einzig dasteht, daß keines unserer zahlreich erschienenen Fremdwörterbücher bei gleichem Preise gleiches bietet. Möge sie darum recht Dielen willkommen sein. 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Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen, Shenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Symptome, wie: Kopfschmerzen, «u,- ftotzen, Sodbrennen, Blät)ungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen ^veralteten) Magenleiden um so heftiger austreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. . und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Stuylverstopsung Kolikschmerze«, HerzNopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungcn in Leber, Milz und Psorladersyftem lHSmorrhoidalletden) werden durch Krauterwein rasch und gelind beseitigt. Kräuterwein behebt Nnver» daulichkeit, verleiht dem AerdanungSsyslem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stosse aui dem Magen und den Gedärmen. Kageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, GntKräftung Leber. Bei gSn,kicher Appetitlosigkeit unter nervöser «bspannnng und Ge- müthSverftimmnng, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nachten, siechen oft solche Kranke langsam dahin. Kräuterwein giebt der geschwächten Leb-nrkraft einen frischen Impuls. JMF" Kräuterwein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert di- Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Stbcnslust. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräuter-Wein ist zu haben in Flaschen ä Mk. 1.25 und 1.75 in den Apotheken von «icffen, Grotzen-Linden, Wetzlar, Fronhausen, BraunselS, Butzbach, Brandoberndors, Gladenbach, Weilburg, Grotzen-Buselk, Allendors, Grun- berg, Sich, Hungen, Laubach, Bad-Nauheim, Marburg u. s. w., fowre in ganz Deutschland in den Apotheken. Auch verfendet die Firma „Hubert Ullrich, Leipzig, Weststratze LS", 3 und mehr Flaschen Kräuterwein za Originalpretfm nach allen Orten Deutfchland« porlo- und ktstefret. MI Vor Nachahmungen wird gewarnt! Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrich’sehen Kräuterwein. Mein Kräuterwein ist kein Geheimmtttel: seine Bestandteile find: Malagawein 450,0, SSeinsprU 100,0, Glgcerin 100,0, Rotwein 240,0, Ebereschensast 150,0, Kirschsaft 320,0, Manna 30,0, Fenchel, AntS, Helenenwurzel, amerik. Kraftwurzel, Snztanwurzel, Kalmu«- wurzel aa 10,0. Diese Bestandtelle mische manl 1041 . 5334] In meinem neu erbauten Silber-Lotterie nnb zwei elegante öobnungen VS/Uliyt: von 6 bis 7 Zimmern mit allem Zubehör, I sowie HauptgLw. i. W. v. X 15,000, JL 5000, auf das Modernste eingerichtet, zu ver- 3 ä 1000, 15 k 500 ufto. Ziehung ,be- „neten. B. Wertheim, Nordanlage 13, £111 stimmt 14. und 15. August. (Sämtliche Steinstraße. I gegen sofortige monatliche Vergütung zu Gewinne werden auf Wunsch mit 90 Proz. -77371—csm «tttbau Neustadt 10 sogleich oder später gesucht. 5605 &Q2n^mehr° emnfiebit aWci ^'Zimmerwohuuugeu, der Neu- Adolf Baer, Achulstlgßt 6. 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