ri-1 fer. 1 er des! en. lhr geßüii: ** wie DM I HO lli. DonnittagL •tat W? rt. tifirttiiqil üi et 11 D M B: ais£ eröffn etibiSty ILM N*6' verehrlita^ iiing: fr Siistal! t- IIIIH r und f1“'. nur alter Rt. 127 Zweites Blatt Freitag den 2. Juni 1SD9 Meßmer Anzeiger Kmeral-Unzeiger ^Haci»me In geigen gu bar nachmittags für len KfolenlM erscheinenden Nummer bis »ernt. 10 Uhr. Alle Angergen-BermittlungSstellen bd In- uni «uifanbd nehmen Anzeigen für len Gießener Anzeiger entgegen. Nezngspreis vierteljährlich 2 Staut 20 Pfg. »vnatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug R Mark 50 Pfg. -nerteljährlicch ttgktch nritlidnaljme bei Montag». Ib- Gießener teecta lern Anzeiger u>Gchiiüch viernral beigetegt. Amts- uitb Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Hattion, Lxpelition und Druckerei: Achntstrnte Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Glätter für hessische Volkskunde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Gieß«. Fernsprecher Nr. 51. Deutsches Reich. Vi rlin, 31. Mai. Nach der gestrigen Vorstellung im t7lWilb,ause geleitete der Kaiser den Erzherzog Franz Z^rdinand nach dem Hotel Bristol. Heute vormittag fCoitb im Lustgarten zu Potsdam im Beisein des Kaiserpaares t md zahlreicher Fürstlichkeiten die Parade über die Garnison Potsdam und später große Paradetafel im Stadtschlosse statt. Ufa 2 Ahr reiste das Kaiserpaar nach Kiel ab. Berlin, 31. Mai. Der Großherzog und die >1 eoßherzogin von Baden sind heute vormittag in föhtl <'ngetroffen. Berlin, 31. Mai. Von dem deutschen Forschungs- riWstnden Dr. Belck liegen aus Wan in Armenien Nach- '--chleil vor, daß am 1. Juni die gerichtliche Verhandlung S? gen bie an dem Angriffe auf Belck beteiligten Verbrecher xginntm würde. Berlin, 31. Mai. Nach Erkundigungen an unter- u rcheter Stelle kann die „Post" mitteilen, daß dort von c'Mr Forderung seitens des deutschen Konsuls an die k-dnamlche Regierung wegen des Baues einer Telegraphen- LWiie yiichts bekannt sei. Stalin, 31. Mai. Die.Pläne zum Reichstags- Präsidialgebäude am Reichstags-Ufer sind sämtlich qcejkichmet. An und für sich würden dem Beginn des Baues Mder nisse nicht im Wege stehen. Man scheint die Grund- Minleg,ung indessen noch hinausschieben zu wollen. Jedoch f ')•! bar im Etat genehmigte Bau der elektrischen Kraftstation dLunächst in Angriff genommen werden. Zu dem Zwecke t’i bereits noch Material auf dem Bauplatze angefahren tworbtn:. Berlin, 31. Mai. Der neue Bischof von Kulm I!fk. Amgustinus Rosentreter hat, wie nunmehr auch die ibfliefte Nummer des „Amtlichen Kirchenblatles" mitteilt, c in venfloffenen Freitag die Verwaltung der Diözese Kulm riÜmixmmen. Zum Generalvikar ist der bisherige Kapitu- l Wvik«r und langjährige Generalvikar des hochseligen Bischofs 1l»r. Redner, Domkapitular Dr. Klemens Lüdtke, ernannt. Berlin, 31. Mai. Der frühere General-Superintendent r.M Schleswig-Holstein, Jensen, ist nach langem Leiden gleite Nacht gestorben. — Ueber die Beteiligung der deutschen Industrie an tim Pariser Weltausstellung läßt sich jetzt, nachdem virrfügbare Raum vergeben und Neuanmeldungen nicht ? Mt angenommen werden, schon ein übersichtliches Bild eptitn. Aus zuverlässiger Quelle wird dem „Konfektionär" t meldet, daß die deutsche Maschinenindustrie in geradezu i'Msüinter Weise vertreten sein wird. Dieselbe wird in tum H.auptausstellung einen Flächenraum von einem Hektar (MWO Qu.-Mtr.) bedecken. Hierzu kommt noch eine c Spezialausstellung deutscher Maschinen in Vincennes und t Mubeiunt eine besondere Ausstellung für Eisenbahnen. L Mich hervorragend wird die chemische und die kunstgewerblich Industrie vertreten sein, ebenso dürften auch die Haupt- ilijritte der deutschen Textilindustrie auf der Ausstellung ehrwürdige Vertretung finden. Eine solche ist aber auch Ld-chaus nötig, da Länder, die keine so ausgebreitete Jn- Feuilleton. Ium 100. Jahrestage von Kavdns „Schöpfung". Am 19. März waren 100 Jahre verflossen seit der 4 cichn. öffentlichen Aufführung von Haydns Oratorium „Die «Schöpfung". Dieser Aufführung gingen am 29. und :U. April 1798 zwei private im Fürstlich Schwarzenbergi- ' schn Palais in Wien voraus. Es wird gewiß interessieren, -MM Bericht über die Entstehung des Werkes und seine . rchm Aufführungen von einem Zeitgenoffen des Meisters 1 zu lernen. »Tinen solchen giebt Albert Christoph Dies, ein Lanbfschaftsmaler, der sich auch als Komponist versucht hat md idurch den Bildhauer Anton G r assi Haydns persön- Ich Bekanntschaft machte, zu dem ausgesprochenen und bekannt gegebenen Zweck, dessen Lebenserinnerungen «ch persönlichen- Mitteilungen als Bausteine zu einer miherittischen Biographie aufzuzeichnen. Dies.machte seinen sftem Besuch bei Haydn am 15. April 1805 und wieder- W denselben in gemessenen Zwischenräumen während der äfften Jahre. Alles was Haydn ihm gelegentlich dieser W'.he anvertraute, hat Dies getreulich niedergeschrieben, dustrie wie die deutsche besitzen, die größten Anstrengungen machen. So wird namentlich die Schweiz allem Anscheine nach auf der Ausstellung eine hervorragende Stellung einnehmen. Ein öffentliches Geheimnis ist es, daß fast alle Industriestaaten bei dieser Ausstellung von dem Gedanken geleitet werden, mit dem deutschen Wettbewerb, der in dem letzten Jahrzehnt den größten Fortschritt gemacht hat, zu konkurrieren resp. ihn zu übertreffen. Um so notwendiger ist es, die deutschen Industriellen immer wieder darauf hinzuweisen, nur das Beste vom Besten auszustellen. Dresden, 31. Mai. Hier sind heute 4000 Maurer nach vorausgegangener Versammlung in einen Lohn- Aus st and eingetreten. Die Zimmerer halten heute abend eine Versammlung ab, in welcher ebenfalls der Generalstreik proklamiert werden soll. Ausland. Wien, 31. Mai. Szell und Graf Thun wurden heute vormittag vom K <^i s e r in anderthalbstündiger Audienz empfangen. Der Kaiser gab den Wunsch zu erkennen, daß eine Ausgleichs-Basis gefunden werde. Infolge dessen verblieben die ungarischen Minister heute noch in Wien und werden nachmittags mit den österreichischen Ministern konferieren. Alle Gerüchte von einer Ministerkrisis sind unbegründet. Wien, 31. Mai. Das Drucker-Personal der „Deutschen Zeitung" ist wegen Aufnahme eines, nicht der sozialistischen Organisation Angehörenden in den Aus stand getreten. Das Blatt kann daher nicht erscheinen. Wien, 31. Mai. Die Entscheidung in der Ausgleichskrise ist bisher nicht erfolgt. Bezeichnend für die Lage ist die Thatsache, daß die österreichischen und die ungarischen Minister, die in Wien weilen, während der letzten Tage miteinander in keinen persönlichen Verkehr getreten sind. Von weiteren Verhandlungen wird kein Ergebnis erwartet. Die Gegensätze sind unvermittelt, und an die Möglichkeit einer Verständigung wird nicht gedacht. Weder Graf Thun noch Herr v. Szell sollen ihren Standpunkt irgendwie geändert haben. Nur die zu erwartende Entscheidung des Monarchen wird einige Klarheit in die Lage bringen. Jedenfalls muß irgend eine Entscheidung bald fallen, weil der ungarische Reichstag am Freitag zusammentritt und die für die Beratung des Ausgleiches bestimmte Tagung beginnt. Wien, 31. Mai. Die deutsch-liberalen Landtags- Abgeordneten von Böhmen haben nun doch beschlossen, ihre Mandate nicht niederzulegen und sonach dem Beispiele der deutsch-nationalen Abgeordneten nicht zu folgen, die bekanntlich ihre Mandate niedergelegt hatten, weil sie es verschmähten, dieselben als Gnade und Geschenk der Tschechen weiter zu behalten. Dieser Beschluß wird, so schreibt man aus Deutschböhmen, in den deutschböhmischen Wählerkreisen einen Sturm der Entrüstung Hervorrufen und den Beweis erbringen, daß der weitaus größte Teil der Wählerschaften mit diesem Vorgehen ihrer Abgeordneten in keiner Weise einverstanden ist. In einzelnen Wahlorten, insbesondere dort, wo die Abgeordneten in den Wählerschaften fast gar keinen Rückhalt mehr haben, wie z. B. in Saaz, Komotan rc. dürste es zweifelhaft zu großen Kundgebungs-Versammlungen mit unmittelbaren Aufforderungen zur Mandatsniederlegung kommen. Wien, 31. Mai. Die innerpolitische Lage ist auch heute unverändert. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, soll Graf Goluchowsky neuerdings eine Vermittelungs- Aktion zwischen Thun und Szell eingeleitet haben. Paris, 31. Mai. Die Anklagekammer hat beschlossen, das Urteil über den Antrag, betreffend die Freilassung Picquarts zu vertagen. Paris, 31. Mai. Aus Creuzot wird gemeldet, daß die Delegierten des A u s st a n d e s gestern nachmittag vom Präfekten empfangen wurden. Sie setzten ihm ihre Forderungen auseinander, und der Präfekt gab die Versicherung, die Regierung davon zu benachrichtigen. Der Handelsminister begab sich gestern zum Kriegsminister, um mit diesem über die Lage zu beraten. Der Minister des Innern hat bereits angeordnet, daß Gendarmerie und Polizei-Verstärkungen nach dem Strikegebiet abgesandt werden. Gestern abend durchzogen die Strikenden die Straßen unter Hochrufen auf den Ausstand und unter Absingung revolutionärer Lieder. Die Zahl der Ausständigen beläuft sich auf über 6000. Man glaubt, daß der Ausstand im Laufe des heutigen Tages allgemein wird, und alsdann etwa 10,000 Mann ausständig sein dürften. Die Strikenden suchten gestern die Arbeitswilligen an der Arbeit zu hindern. Es entstand dabei zwischen den Strikenden und der Polizei eine Schlägerei, wobei zahlreiche Ausständige mit blanker Waffe verwundet wurden. Aus dem Jahresbericht des Großh. Hessische« Gewerbe-JuspektorS der Gewerbe-Juspektiou Gieße« für 189S (die Provinz Oberhessen umfassend) (Fortsetzung). Ueb erarbeit. Auf Grund des § 138a, Absatz 1 der Gewerbeordnung hat die untere Verwaltungsbehörde (Großherzogliches KreiS- amt) nur einer Fabrik Erlaubnis zur Beschäftigung von Arbeiterinnen über 11 Stunden an Wochentagen außer Samstag erteilt. Es betrifft dies eine Wollspinnerei, welche 7 Arbeiterinnen 14 Tage lang an Werktagen 12>/2 Stunden wegen außergewöhnlicher Häufung der Arbeit beschäftigen durfte. Im ganzen sind demnach 147 Ueberstunden an Werktagen außer Samstags bewilligt worden. Das Bedürfnis nach Ueberarbeit ist im Berichtsjahre nicht groß gewesen und ist auch kein weiterer Antrag, als der angeführte, zur Kenntnis des Gewerbeinspektors gekommen. Uebertretungen sind, außer einem Falle in einer Feldziegelei, nicht gefunden worden. Ueberarbeit an Samstagen und Tagen vor Festtagen ist auf Grund des § 138a, Absatz 5 d. Gew.-Ord. von Großherzoglichen Kreisämtern in 2 Fällen gestattet worden. ja, er hat auch aus den Taschenbüchern des Meisters Notizen zusammensuchen dürfen. Gelegentlich des 28. Besuches, der auf den 21. November 1807 fiel, kam das Gespräch auf die zweite Londoner Reise Haydns und auch auf die „Schöpfung". Es mag nun hier wortgetreu die Aufzeichnung folgen, die Dies von diesem Gespräch, das in eine ästhetische Erörterung ausläuft, gemacht hat: „Das Gespräch fiel auf die Schöpfung. Die erste Veranlassung zu diesem Werke gab Salomon in London. Da derselbe in so vielen musikalischen Unternehmungen bis dahin glücklich gewesen war, und Haydn nicht wenig zu diesem Glücke beygetragen hatte, so wurde seine Kühnheit zu neuen Unternehmungen immer größer. Salomon faßte den Entschluß, von Haydn ein großes Oratorium schreiben zu lassen und übergab ihm zu dem Endzweck einen schon alten Text in englischer Sprache. Haydn setzte Mißtrauen in seine Kenntniffe in der englischen Sprache, unternahm nichts, und reiste endlich am 19. August 1795 von London ab. Haydn reiste dießmahl in der Absicht über Hamburg zurück, um C. P. E. Bach persönlich kennen zu lernen. Er kam zu spät; Bach war tobt, und von der Familie fand er nur eine Tochter am Leben. — In Dresden besuchte er Naumann, fand ihn aber nicht zu Hause. Ein weiblicher Dienstbothe war eben beschäftigt, die Zimmer zu säubern; Haydn fragte, ob Naumanns Bildniß nicht vorhanden sey; und auf die Bejahung ließ er sich vor dasselbe führen, um wenigstens im Bilde mit Naumann Bekanntschaft zu machen. Haydn erinnerte sich erst wieder des englischen Textes, als, kurz nach seiner Ankunft in Wien, der Freyherr van Swieten zu ihm sagte: „Haydn, wir möchten doch noch ein Oratorium von Ihnen hören!" Er belehrte den Freyherrn über die Lage der Sache, und zeigte ihm den englischen Text. Swieten erboth sich, eine abgekürzte deutsche freye Uebersetzung davon zu machen, die er auch, wie sie einmahl fertig war, so zu erheben wußte, daß unserm Haydn keine Wahl mehr übrig blieb und er sich ernsthaft vornahm, den deutschen Text zu bearbeiten. Hieraus ist zu sehen, daß alle diejenigen im Jrrthum waren, die über den Ursprung dieses Haydn'schen Werkes die Meynung äußerten, er habe es für London geschrieben. Der Freyherr v. Swieten war ein großer Verehrer von Haydn und Mozart. Seine Kenntniffe erhöhten seine Geburt, und beyde unterstützten seine Neigung, so viel als möglich, die Musik zu erheben. Er war die Triebfeder, wodurch der hohe Adel oft angespornt ward, sich zu großen Es betnfft dies Arbeiten zur Reinigung und Instandhaltung der Betriebsräume, sowie Arbeiten, von welchen die Wiederaufnahme des vollen werktägigen Betriebes abhängig ist. Die Arbeiten sind demnach solche, wie sie im § 105c, Absatz 1, Ziffer 3 d. Gew.-Ord. gedacht sind. Der eine Betrieb ist eine Papierfabrik, welche 12 Arbeiterinnen an Samstagen bis abends 7 Uhr mit Arbeiten der gedachten Art beschäftigte. Im zweiten Falle hat die Verwaltungsbehörde einer mechanischen Weberei Ueberarbeit für 14 namentlich bezeichnete Arbeiterinnen, welche kein Hauswesen zu besorgen haben und eine Fortbildungsschule nicht besuchen, an den Vorabenden der Sonn- und Festtage zum Bedienen der Spülmaschinen erteilt. Dem Erlaubnisschreiben entsprechend darf die Arbeit dauern im Sommer bis abends 6 Uhr, im Winter bis 7 Uhr; ausgeschlossen für diese Ueberarbeit sind die Vorabende des Weihnachts-, Osterund Pfingstfestes. Die regelmäßige Arbeitszeit für erwachsene Arbeiterinnen dauert in dieser Weberei nach Abzug der Pausen IO1/* Stunden, im Winter von 7 Uhr früh bis 7 Uhr abends, im Sommer von 6 bis 6 Uhr. Durch diese beiden erwähnten Erlaubniserteilungen werden die erwachsenen Arbeiterinnen im ersteren Falle an den Vorabenden der Sonn- und Festtage 11 Stunden, im letzteren Falle 10!/4 Stunden beschäftigt. Naturereignisse oder Unglücksfälle haben den regelmäßigen Betrieb einer Fabrik nicht unterbrochen, sodaß in keinem Falle von § 139, Absatz 1 d. Gew.-Ord. Gebrauch gemacht werden mußte. Auf Antrag des Besitzers einer großen Ringofen- Ziegelei wurde demselben von der höheren Verwaltungsbehörde (Großherzogliches Kreisamt) auf Grund des § 139, Absatz 2 d. Gew.-Ord., den Wünschen der Arbeiter entsprechend der kurzen Tage wegen, Erlaubnis zur Abweichung von den Vorschriften des § 137, Absatz 1 1. c. erteilt. Es erstreckte sich diese Bewilligung auf die Zeit von zwei Wintermonaten und war der Wortlaut derselben folgender: 1) Die Arbeitszeit der über 16 Jahre alten Arbeiterinnen, welche in diesem Falle höchstens 10 Stunden dauern darf, ist mindestens durch eine halbstündige Mittagspause zu unterbrechen. 2) Die Arbeitszeit der Arbeiterinnen ist an Samstagen und Vorabenden der Festtage bis 6 Uhr abends gestattet, wenn dieselbe höchstens 10 Stunden dauert. Der Hauptgrund zur Erlangung dieser gewünschten Ausnahmen war der, daß die Arbeiterinnen den Weg zu ihrem Heimatsort in der Dunkelheit durch einen Wald nicht ohne Begleitung der männlichen Ziegeleiarbeiter aus demselben Orte zurücklegen wollten. Die Gewährung längerer Mittagspausen für Arbeiterinnen, welche ein Hauswesen zu besorgen haben, ist von denselben in keiner Fabrik beantragt worden. Wenigstens ist in keinem Falle ein derartiges Gesuch der Gewerbeinspektion mitgeteilt oder bei Revisionen eine lt/zstündige Mittagspause wahrgenommen worden. Ebenso sind Fälle von unerlaubter Beschäftigung von Wöchnerinnen nach ihrer Niederkunft zur Kenntnis des Unterzeichneten nicht gekommen. ______________________(Fortsetzung folgt.)______________________ Vermischtes. * Caffel, 28. Mai. Der „Verein der Rheinländer zu Berlin" sandte durch seinen Vorsitzenden, Herrn Lenssen, dem Präsidenten des Kölner Männergesangvereins, Herrn v. Othegraven, folgenden telegraphischen Gruß: „Hurrah! esu Han mer et uns gedaach Un gesaat wat gilt de Wett Wie dat en Kassel och kumme mag De Köllschen de kriggen de Kett. Ihr habt Euch gehalten so gut und brav Wie immer, drum schalle darein Von der Spree zur Fulda ein donnernd Alaaf Den Meistersängern vom Rhein!" * Frankfurt a. M., 27. Mai. Aerzten, Tierärzten und Hebammen ist von jetzt ab bei Ausübung ihres Berufes auf den unten genannten Strecken, auf welchen nur eine geringe Anzahl von Personenzügen verkehrt, nach Ausweis Unternehmungen zu vereinigen und Dinge hervorzubringen, die, wenn Swieten nicht war, vielleicht nie zur Wirklichkeit gelangt wären. Die Betriebsamkeit war also Swietens großes Verdienst, welches ihm niemand abstreiten kann. Er äußerte sie vorzüglich dies Mahl, und durch sie ward eine Vereinigung von zwölf Personen des höchsten Adels bewirkt, die ein Honorarium von 500 Dukaten für Haydns Compo- sition der Schöpfung zusammenschoffen. Die Personen des Adels waren: die Fürsten N. Esterhazy, Trauttmannsdorf, Lobkowitz, Schwarzenberg, Kinsky, Auersperg, L. Lichtenstein, Lichnowsky, die Grafen Marschall, Harrach, Fries, Freyherr v. Spielmann und Swieten. Unter diesen Umständen kam die Schöpfung zu Stande, die mit unglaublichem Beyfall im fürstlichen Schwarzenbergischen Saale aufgeführt wurde. Haydn hatte Aller Erwartungen übertroffen; der Adel wurde dadurch so sehr gereitzt, daß die schon genannten Personen sich noch ein zweytes Mahl vereinigten, und so entstanden unter ähnlichen Bedingungen auch die Jahreszeiten. Beyde wurden zu Haydns Benefice im Theater aufgeführt. Er hatte eine reiche Einnahme; die Schöpfung allein trug ungefähr 9000 fl. ein. Die Jahreszeiten waren nicht so ergiebig. Der deutsche Text von der Schöpfung wurde damahls mit Beyfall ausgenommen, dieser Beyfall verminderte sich aber in der Folge, und die Kritik hat es endlich gewagt, den Text der Haydn'schen Musik unwürdig zu finden, und laut gewünscht, derselben einen besseren anzupassen. Das- die Benutzung von Güterzügen gegen Lösung von Per- sonenzug-Fahrkarten 3. Klaffe für einfache oder Doppelfahrt gestattet. Nähere Auskunft erteilen die Stationen. Die Strecken sind folgende: Troisdorf— Altenkirchen—Morsbach— Daaden und Neunkirchen, Engers—Altenkirchen—Höhr- Grenzhausen und Limburg, Altenkirchen—Hachenburg—Limburg, Hanau-Nordbahnhof—Friedberg, Hanau-Ostbahnhof— Aschaffenburg, Homburg—Usingen, Wetzlar—Lollar, Gießen— Gelnhausen, Friedberg—Hungen, Beienheim—Nidda, Gießen—Fulda und Hanau—Bebra. * Frankfurt a. M., 31. Mai. Ausstellungsbesuch. Der diesjährigen Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Frankfurt a. M. vom 8. bis 13. Juni wird auch im Auslande Beachtung geschenkt: eine Anzahl (20 bis 25) Mitglieder des Vereins früherer Studenten des landwirtschaftlichen Staats-Instituts von Gemb- loux planen einen gemeinsamen Besuch der Ausstellung selbst und der Umgebung Frankfurts, trotzdem ihnen durch die in Belgien am 11. Juni vorzunehmenden allgemeinen Wahlen besondere Schwierigkeiten in der Zeiteinteilung erwachsen. Aus Galizien und Böhmen sind Vertretungen landwirtschaftlicher Körperschaften, aus ersterem Lande auch eine Vieh- Ankaufs Kommission angemeldet. * Warnung. Der Vorstand des D etaillisten - Ver- b an des für Hessen und Waldeck versendet folgende Warnung: Wie wir soeben in Erfahrung bringen, betreiben unreelle Hausierer mit Stoffen in unserem Bezirk wieder einmal ihr betrügerisches Handwerk. Dieselben vertreiben abgeschnittene Stücke, ganz gewöhnlicher Biberbuxkin von 3!/4 Meter Länge, welcher einen Gesamtwert von 3,25 Mk. besitzt, sie fordern 50 bis 60 Mk., haben aber nachweisbar schon zu 5 Mk. verkauft. Es kennzeichnet dieses das unreelle Gebühren genügend und warnen wir unsere Mitbürger, namentlich auf dem Lande, sich mit diesen Leuten nicht in Handel einzulassen, da die Ware eigentlich gar keinen Wert besitzt. Die maßgebenden Behörden bitten wir, ihr Augenmerk auf sie zu richten und auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen, wie schon früher mit anderen geschehen, zur Anzeige zu bringen. Ganz besonders warnen wir bei dieser Gelegenheit vor Holländischen Firmen, welche in Deutschland Serien-Loose:c. anbieten, denn alle derartige Angebote basieren auf Schwindel, und sind Hunderte von Firmen in Holland, welche sich auf dieses Schwindelgeschäft gelegt haben. Um Nachdruck wird gebeten. * Ein neuer Nachweis der Todesursache wird von dem bekannten Pariser Gerichtsarzt Lacassagne in der dortigen medizinischen Wochenschrift erörtert. Die Methode ist physiologisch gut begründet. Sie stützt sich auf die Untersuchung des Zustandes der Leber bei Leichen. Zu den wesentlichen Verrichtungen der Leber gehört die Regelung des Zuckergehalts im Blute. Sie hält den mit der Nahrung aufgenommenen Zucker zurück und speichert ihn in der Form von Glykogen auf, sobald sich ein Ueberschuß von Zucker im Blute zu zeigen droht. Umgekehrt kann sie in gesundem Zustande, wenn erforderlich, aus ihrem Glykogenvorrat Zucker an das Blut abgeben. Nimmt nun das zuckerarme Blut eine Zeit lang fortgesetzt diesen Schatz in Anspruch, so versagt schließlich auch die Leber den Dienst und dann ist der Eintritt der Katastrophe unvermeidlich. Lacassagne sieht in der Erschöpfung der Leberdrüsen eine der wesentlichen direkten Ursachen für den Eintritt des Todes bei vielen langwierigen Krankheiten. Die Leber wird alsdann nach dem Tode keine oder nur verschwindende Mengen von Zuckerstoff aufweisen. In diesem Zustande völliger Erschöpfung befindet sich die Leber z. B. nachweislich bei Personen, die an chronischer Tuberkulose, an Krebs, an langsam wirkenden Vergiftungen u. s. w. gestorben sind. Das Gegenteil muß der Fall sein bei solchen, die einem plötzlichen oder gewaltsamen Tode anheimgefallen sind. Wenn jemand im Zustande völliger Gesundheit durch einen Unglücksfall oder durch ein ganz plötzliches gewaltsames Ereignis, das irgend ein für die Erhaltung des Lebens unentbehrliches Organ trifft, dahingerafft wird, so wird die Leber im Augenblicke des Todes keineswegs erschöpft sein, sondern noch einen beträchtlichen Gehalt an Glykogen besitzen, den ein sehr kurzer Todeskampf nicht hat erschöpfen können. Lacassagne schlägt daher vor, in jedem Falle, bei dem es selbe Schicksal haben die Jahreszeiten gehabt. Haydn wurde durch beyde Texte zu sehr genöthigt, aus der Sphäre der Musik herauszutreten, und in dem Gebiet der Mahlerey herumzuschweifen. Die Aesthetiker wollen aber zu diesem Unfuge, wie sie es nennen, keine Erlaubniß ertheilen; denn, sagen sie: „man soll nicht von einem Dinge etwas fordern, „das es, vermöge seiner Natur, nicht besitzen, folglich auch „nicht geben kann. Der Mahler soll nicht vorzüglich reden „und der Musiker nicht mahlen wollen. Beyde Künste „haben, innerhalb ihrer Gränzen, Mittel genug, auf die „Empfindung zu wirken." So richtig das auch gesagt ist, so leidet es dennoch seine Ausnahmen. Eine bedeutende Ausnahme möchte seyn; wenn der Stoff des Dichters übernatürlich, oder aus der Zauberwelt, wo alles auf eine wunderbare Weise hervorgebracht wird, genommen ist. Wenn nämlich der Dichter uns in die Gärten einer Armida oder in ein Feenland hinzaubert, Thiere und Bäume reden läßt, warum sollte es dann nicht auch dem Musiker erlaubt seyn, seine Kunst zum wirklich Wunderbaren zu erheben, und sich dabey viele Frey- heiten zu nehmen? Aber jedes Mahl erwäge er mit Bedacht den Stoff, ob er ernst, oder komisch sey, denn wie leicht geräth er sonst nicht bey dem Ernsthaften in Gefahr, anstatt das Herz zu rühren, zum Lachen zu reitzen? Und das wird immer geschehen, wenn er Ernst und Spiel am unrechten Ort gebraucht. Telemann läßt bey der Ver- läugnung Petry das Hahnengeschrey hören, und der Zuhörer muß lachen. Warum? Weil das Komische nicht da- nM nut ° Vr hin gehört; oder man müßte annehmen: Telemann hab« die Absicht gehabt, den Text in's Lächerliche zu setzen. Jede Nachahmung im Kunstwesen soll nach Veredlung streben. Veredlung schließt allen Ueberfluß aus, sie nimm« nur das Nothwendige auf. Aber Nachahmung ohne Ber edlung, ist weiter nichts, als eine niedrig komische Nachäffung Die Kritik verfährt gewöhnlich sehr strenge mit denn Tonsetzer. Dieser wird nicht selten getadelt, wenn er das Unglück hat, an einem schlechten Text zu scheitern. Wi« aber? Wenn der Dichter seine eigene Kunst nicht versteht und im Ernsthaften den Tonsetzer, anstatt ihm Empfindungew abzulocken, zu mahlenden, nachäffenden Scenen zwmgl/ Die Worte des Dichters setzen oft die ganze Natur m Empörung. Sturm, Wogen, Blitz und Donner burdi= kreutzen sich; ein Schiff scheitert — wahrlich! eine Scene, wo das Bild eines Sturmes nothwendig ist; avrc gewiß auch lächerlich, wo man bloß innern SeelenkaM das Spiel aufgeregter, kämpfender, und ausbrechender Leides schäften erwartet. Der Dichter mußte in diesem höchstens mit einigen Worten das Bild der empörten Naw. in Erinnerung bringen, um die Worte seines Helden kräfn^ zu heben; anstatt dessen erzählt er aber selbe von $o®net und Blitz, und arbeitet sich durch eine weitläufige Schilde rung eines Sturms hindurch, in welchem er selbst und z* gleich der Tonsetzer zu Grunde gehen. Versetzen wir nu dieselbe Scene in ein komisches Stück; der Held sey (l Buffo, und der Beyfall wird nicht ausbleiben." 11 von 9 N Die Stel Me Giehiva Strecken: in Musch. Mnfiabt, -Ober-H. unh Obei de« 2. M mnb der Stre 'n Cbbor Twr-N 'n Ach _ der 3. B. M im g werden und vorr ''n Amltzzii woselbst die offen liegen ließen, »er Großk sich um die Ermittlung der Todesursache eines handelt, den Zustand der Leber zu untersuchen. Man Jf daraus in allen Fällen erkennen können, ob das Tqk scheiden des betreffenden auf Grund eines längeren oder eines Plötzlichen Ereignisses erfolgt ist. Das fahren ist leicht anwendbar, indem der Nachweis von öud selbst in kleinen Mengen keinerlei Schwierigkeiten mach* * Wie man sein Glück macht. In aller Stille ist kürrli, in Berlin eure fröhliche silberne Hochzeit gefeiert worde' deren Vorgeschichte interessant genug ist, daß sie weites Kreisen bekannt zu werden verdient. Die Vorgeschichte reit etwas weit zurück, nämlich ins Jahr 1864. Ein bainah in Berlin recht bekannter Weinhändler war eines Sonntag ■ mit seinem achtjährigen Töchterchen zum Tiergarten hinan, gewandert und hatte seinem Liebling einen der dort, wie au« heute noch, von Händlern angebotenen kleinen Ballons ü- kauft. Die Kleine hatte sich ein Stündchen an dem Sp.-I zeug erfreut, als sie plötzlich sagte: „Papa, wir wollen,!,/ fliegen lassen." In diesem Augenblick wurde in den Lüften ein wirklicher Luftballon sichtbar, und das Dräng,7 des Kindes nachgerade so groß, daß der Vater sich enM ihm den Willen zu thun. „Aber warte Lieschen," sM.„ „wir wollen ihn nicht blos fliegen laffen, wir wollen erfahren, wie weit er fliegt, und wem er schließlich m di- Hände fallen wird." Er nahm eine Visitenkarte schrieb mit Bleistift einige Worte darauf, welche dem Fii^- eine Flasche vom besten Rüdesheimer zusicherten, falls den Ballon an ihn zurücksendete oder ihn zurückbräcdi band die Karte an den Ballon fest, und ließ ihn fliegen-' zum Entzücken Lieschens, die das rote Dingchen noch immei zu sehen glaubte, als es längst hinter den Baumkronen dir Tiergartens verschwunden war. Zwei Tage später traf cm Brief mit dem ganz zusammengefallenen Ballon aus einem Städtchen Mecklenburgs ein. Der Briefschreiber war eit junger Bursche von 16 Jahren, der keinen Anspruch aus den Rüdesheimer erhob, da ein Mensch, der kaum etwas zu essen hätte, solchen Luxus wohl entbehren, könnte. Dagege. bäte er den unbekannten Besitzer des Ballons, ihm in Berlin zu einer Stellung zu verhelfen, er scheue sich vor keiner Arbeit und wolle dem, der ihm helfe, fürs Leben bantbax bleiben. Der ganze Brief hatte Hand und Fuß, auch da Handschrift gefiel dem Weinhändler, und schnell entschloß- schickte er dem Burschen das Reisegeld vierter Klaffe unt forderte ihn auf, sich ihm vorzustellen. Der Mecklenburgs traf ein und machte einen so guten Eindruck, daß er aU Lehrling ausgenommen und zugleich im Hause des Wein Händlers eingeheimt wurde. Es stellte sich bald heraur daß der Weinhändler einen ganz ausgezeichneten Griff gr than hatte, und als der inzwischen zum Kommis avancierte junge Mann 1870 in den Krieg mitmußte, da weinte ihm das ganze Haus geradezu nach. Aber die Vorsehung wachte über ihn — er kehrte heil zurück und wurde natürlich nut Jubel empfangen — wenn Lieschen damals schon heirats fähig gewesen wäre, so hätte es jedenfalls gleich eine sivh liehe Verlobung gegeben. Aber unser Mecklenburger komte ja noch warten, da er selbst erst 22 Jahre alt war. Im Jahre 1873 am Heilig-Abend fand dann endlich die Bei lobung statt, und im Mai 1874 wurde Lieschen und Eduard ein glückliches Paar. Der Weinhändler ist vor Jahren gc storben — das Ehepaar aber lebt heute «och im schönsten Glück und hofft nach weiteren 25 Jahren eine recht ver gnügte goldene Hochzeit feiern zu können. * Für künftige Finder. In dem Rechtsleben des deutschen Volkes werden mit dem Inkrafttreten des bürgerlichen Gesetzbuches mancherlei Aenderungen vollzogen werden: wesentlich anders wird sich das Fundrecht vom l.)n nuar 1900 an gestalten. Aus den neuen Bestimmungen ist folgendes besonders beachtenswert. Das Fundrecht gilt auch dann, wenn der Finder den Verlierer kennt, jedoch nicht bei Fundobjekten in den Geschäftsräumen oder Be förderungsmitteln einer öffentlichen Behörde, Verkehrs anstatt oder ähnliche Einrichtungen. Es ist dem Verlierei oder Eigentümer oder den sonstigen EmPfangsberechtigttiR oder endlich der Polizei sofort Anzeige zu erstatten. T:c Anzeigepflicht bei der Polizei fällt stets fort, wenn bei Wert der Fundsache weniger als drei Mark beträgt. Dev Finderlohn ist erheblich verringert. Er beträgt jetzt 10 °0 Wffqabe t^ üerlo1 xrS X Lor IW Utülf Ä9 i** Mc MW mriin* 8“ mH»« I» Dem Ben M Mai in Rost' «iMusseS °°l -ltlluogkn: sei anstu Lorsttzwi berufen woibtn. ata nemiztM - ; bitter unoerflW d du men AuSdru iWi d-l 8* Ml-m $W* men wir mit bet mnb aus See* oe MMrs wirb Mm bl. IlltöWW* : R MMvlcku I buch MMch i Hail binti bti i 2610 gestlttzin. : durch Boote, 3 l genttet. In8 - für 176 auf ho i von Mk. 4062/ i worben, sodaß, i ungtn mit Mk. I Mebaillm, prS i ftitioncn belrü i Fehmarn im Bi 8 bei btt Mit ; Zßhrt 1887 err : Dir. Bon btn . I ilerbltt. 51 fljh '. fdenippaiat; 49 kLiMvmlve \\ M Mnr-- unb 3 Ü tomlMblNM ' . John. 3Itu bi i Ml, Bitzboy * Pjal;, MW I biusen. Ginge : Friedland I. ( I äölltvbtch Lag. i und Straubing, i fitfltn Mk. 298; ! M53, Mgtt ■W)cr Wen IN Ifc Mn Bch. Miefschch Weinen l b der tc reu fönrü allons, ü cheue fr fiirsL 1 MFn nd schM' 1 öierffK. DerL Andruck, im Hause M te sich kl!: lezeichneier' n fiommii iißte, bo ir-r bie Sotjtijur,! ®urbt ndliiri : m/s schon s g/ttch eint Idlenbutyt fo alt »ar. m Mich die Lieschen uilfc t ist vor > le noch i5. hren eil!.'; en. r * 7^. ‘7* •H. f N» k ■ Mv tri FS J rSk tit Q.;h? hv pbtin, f unb L tz p, ujt y fJJM WM?. 4/ welch, ^sichenr k «•.*5 i: tif iolrf» Im» ggiljlM -K' Jl.* bell, u #* nst (■«“- && / ganze *- Donner lich.'.e"' :m 3# asttr«'' jen vck' drechr- neuen ?' Das?T- irlierer fr ftsräm « BehörK^ fs ist is ' ^npsatz-lü-' e zu ersten ets N, i® N 6M- : beträgt ft ocifl Wertes bis zu 15 Mk. und le/o vom Mehrwert in 3-An ft nur 5®/0 des Wertes bis zu 300 Mk. und 1% vcrH Mehrwert. Das Gesetz geht also davon aus, daß diks Rückgabe eines gefundenen Gegenstandes auch ohne betiWers verlockende Belohnung erfolgen muß. Wird aber detrZinderlohn verkürzt, dann sollte wenigstens die Strafe fN» Unterschlagung von Fundobjekten verschärft werden; DM ift aber nicht geschehen, so daß man nur jedermann rn Li kann, vom nächsten Januar an gegen das Verlieren ni«ch sorgfältiger als bisher auf der Hut zu sein, da ver- titine Gegenstände nach dem neuen Gesetz noch schwerer rtn Die Hände ihrer Besitzer zurückkehren dürften als nach frlfan rlten.____________ Aus der Zeit für die Zeit. $or 105 Jahren, am 2. Juni 1794, wurde in Preußen ölti bereits unter Friedrich dem Großen verbreitete „All- 91 «meine Landrecht" eingeführt, worin dem Gedanken dLisdciuck gegeben ist, „daß selbst die Gewalt des Königs ölten bestehenden Gesetzen unterworfen sei, daß landesherr- lllch Verfügungen niemals als Gesetze angesehen, daß die plstnjonHiche Freiheit des Bürgers niemals weiter beschränkt fw^rbce könne, als es der Zweck des gemeinschaftlichen MohleS erfordere". MW Gesellschaft zur Bettung Schiffbrüchiger. frem Bericht über das Rechnungsjahr 1898/99, welcher der am - IS. Man in Rostock adgehaltenen Jahresveriammlung deS GesellfchaftS- öliijcüAsseS vorgelegt worden ist, entnehmen mir die folgenden Mtt- IBUunern: Seit unserer letzten ordentlichen Versammlung ist unser niitr Vorsitzender, Herr Konsul H. H. Meier, durch den Tod ab- i bmiftB worden. Er entschlief zu Bremen am 17. November 1898 imnriuiztgsten Jahre seines gesegneten, thatenretchen Lebens. Was ll üler ^unvergeßliche Mann unserer Gesellschaft gewesen ist, ist zum i oiimci Ausdruck in der außerordentlichen Versammlung des Ge- s Äscha> tS-Ausschusses gekommen, die am 6. Dezember in Berlin zum .Zmcke der Wahl des Vorstandes stattfand, und hat auch unter »uiltm Mitgliedern wette Verbreitung durch den Nachruf gefunden, *) tu n>tx mit dem vierten Heft unseres Organs „Von den Küsten und ae.S See" versandt haben. Das Andenken unseres entschlafenen Ülisitzi rs wird in unse, er Gesellschaft alle Zett lebendig und tn 'ichn Ehren bleiben. Unsere Rettungsstationen find im letzten ' stiiilur^Sjahre 14 mal mit Erfolg thätig gewesen und haben •6 Manichenlebm auS Seenot gerettet. Sämtliche Rettungen erfolgten mch ViettungSboote. Die Zahl der seit Begründung unserer Gesell- i'ikfl ldurch deren Gerätschaften gerettetm Personen ist damit auf 310 k estiegen. Von diesen wurden 2169 in 388 Strandungssällen xmi Boote, 341 tn 75 StrandungSunsällen durch Raketenapparate fletllet Aus der LaetSz Stiftung find im letzten Rechnungsjahre ck 179> auf hoher See gerettete Menschenleben Prämien im Betrage »w M k. 4062,40, einschließlich deS Geldwerts der Medaillen, verteilt ■erbe», sodaß, unter Hinzurechnung jener 96, im ganzen 272 Rett- augen mit Mk. 10,899,10 ebenfalls einschließlich des Geldwerts der NUtbaMen, prämiiert worden find. Die Zahl unserer Rettungs- tiiiioricn beträgt heute 116. Hinzugekommen ist die Bootstaiion Mai« m im Bezirksverein Kiel, eingegangen die Doppelstatton Pillau mi bei Mühle im BezirkSoerein Königsberg i. Pr., die durch die im Oibte 1897 errichtete Doppelstation Tenkitten überflüsfig geworden Ml. Von den Stationen befinden sich 72 an der Ostsee, 44 an der Nloibfre. 51 sind Dopprlstationen, ausgerüstet mit Boot und Ra- f«dtnep«parat; 49 Boots- und 16 Raketenstationen. Die Zahl der BtjlrlE'Dertine ist mit 61 unverändert geblieben. Davon find ZlJtüfkn'. und 37 Binnenbezirksvereine. Direkt mit dem Vorstände I m