r mib Sefannten 1875 tatt. 1885 Leiden unser innig- rkel und Großvnler rz, Sotoid, iit der Bitte um ftiHt May 1897 Jk \ 856- 985.12 2086.76 M- WS \W 86 3 83 10 tomllU Schwan. 0664 nittaoS U6ji, 93 H. Ul. U. V 185' B (0- 1883 Nr. 52 Zweites Blatt- Donnerstag den 2. März ISO» Gießener Anzeiger General-Unzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit vringerloh«. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Hüt Anzeigen-BermittlungSstellen deS In. und Ausland«« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Grscheinl täglich mit Ausnahme deS Montag«. Die Gießener Inmitlendkätter Werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Zlints- und Anzeigeblatt für den Ttveis Gietzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnkfiraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. Die Nettung der „Bulgaria". Die „Bulgaria" ist in Punta Delgada angelangt" — so lautete das kurze Telegramm, das Freitag mittag bei der Hamburg Amerika-Linie eintraf. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht in Hamburg, überall freudige Aufregung hervorbringend. Bildete doch das Schicksal des schönen Schiffes seit fast 14 Tagen das Gespräch in allen Kreisen, auch solchen, die sich sonst um Schiffahrtsangelegenheiten wenig kümmern. Man bewunderte nach den Berichten der Schiffe, die in der Nähe der „Bulgaria" gewesen waren, den Kapitän Gustav Schmidt, die Offiziere, Ingenieure und Mannschaften, deren musterhaftes Verhalten von allen Seiten betont wurde. Jede Nachricht schloß mit den Worten: „An Bord herrschte die vollkommenste Ordnung, von einer Panik war nichts zu bemerken." Das bedeutet, wie der „Hamb. Korrespondent" mit Recht betont, einen Triumph der seemännischen Tüchtigkeit über alle durch die Elemente erzeugten Schwierigkeiten der Lage. Die Einbringung der „Bulgaria" in den sicheren Hafen ist ein Ereignis, das nicht allein dem Kapitän Schmidt und allen seinen Braven zur höchsten Ehre gereicht, sondern auch seinen Glanz auf die ganze deutsche Handelsmarine wirft, die aufs neue bewiesen hat, daß Thatkraft und Mannszucht sie beseelt, vom Leiter bis zum letzten Heizer und Trimmer. Von dem Kapitän Schmidt ist der Direktion der Hamburg- Amerika-Linie ein Bericht über den Verlauf der Reise zugegangen, der in seiner rein sachlichen Darstellung ein lebendiges Bild davon giebt, wie gewaltige Anforderungen in den schweren Tagen, die die „Bulgaria" durchgemacht hat, an die Leistungsfähigkeit des Kapitäns, der Offiziere und der Mannschaft dieses Dampfers gestellt worden find, und in wie glänzender Weise sie sich ihnen gewachsen gezeigt haben. Der Bericht des Kapitäns besagt Folgendes: „Bulgaria" ist ohne fremde Hilfe in Punta Delgada eingetroffen; über den Verlauf der Reise berichte folgendes: In der Nacht vom 1. auf den 2. Februar während eines heftigen Orkans wurde das Schiff steuerlos und drehte in den Wind. Eine enorme Welle überflutete das Schiff und schlug die Luken 1 und 2 ein, wodurch große Mengen von Wasser ins Oberdeck strömten. Bald darauf peilten im Raum Nr. 4 16 Fuß Wasier. Das Schiff legte sich stark nach Backbord über. Infolge der gewaltigen Erschütterung wurden die Ballast-Tanks undicht und liefen auf. Die Lenzrohre des Raumes 4 waren durch Getreide verstopft. 108 Pferde verendeten, konnten aber infolge des anhaltend schlechten Wetters erst am sechsten Tage über Bord geworfen werden. Am Morgen des 2. Februar, während der Orkan von neuem einsetzte, brach der Dampfsteuer-Apparat und später auch das Handsteuer. Durch das schwere Arbeiten des Steuers lösten sich die Bolzen in der Kuppelung und gingen schließlich gänzlich verloren. Erst nach tagelanger Arbeit gelang es, die Kuppelung wieder zu befestigen, und nachdem die Platten von den Seitenwänden des Ruderhauses losgenietet waren, konnte das Schiff mit Bäumen auf Ruderkopf gelascht gesteuert werden. Wir waren gezwungen, um das Schiff aufzurichten, von der Ladung zu werfen, und als der immer stärker werdende Orkan ein Offenhalten der Luken nicht mehr gestattete, Ladung zu verbrennen. Eine Sturzsee brach über das Bootsdeck, nahm sämtliche Boote von der Backbordseite weg und schlug das Deck ein. Alle Reelings und Treppen gingen verloren. Sämtliche Thüren in den Aufbauten eingeschlagen. Der Matrose Wilhelm König wurde über Bord gewaschen und konnte des schweren Wetters wegen nicht gerettet werden. Sonst alles wohl an Bord. Erwarte Ihre Befehle. Schmidt, Kapitän. Der Umstand, daß der Kapitän der fast übermenschlichen Anstrengung, mit der er selbst und die übrige Schiffsbesatzung für die Rettung des Schiffes thätig gewesen sind, in so schlichten Worten gedenkt, zeugt von der großen Bescheidenheit dieses deutschen Seemannes, dessen Tüchtigkeit sich in diesen Tagen glänzend bewährt hat. Von weiteren Einzelheiten wird noch aus Punta Delgada (Azoren) gemeldet: Bis zum 11. Februar war der Wellenschlag fortwährend sehr hoch, und das Wasser stand 10 Fuß im Raum; vier Pumpen waren unbrauchbar. Am 11. Februar nachmittags war wieder stürmisches Wetter bis zum 14. Februar, da kam der Dampfer „Antillian" aus Liverpool in Sicht, der die „Bulgaria" von morgens 8 Uhr bis mittags bugsierte. Da brach das Seil, aber der „Antillian" blieb in der Nähe bis zum 15., morgens. Nach unaufhörlicher Arbeit gelang es endlich am 21. Februar, das Ruder wiederherzustellen und von 10 Uhr morgens bis zum 22. Februar mittags legte die „Bulgaria" 226 Seemeilen, den nächsten Tag 254 Meilen zurück. Nach weiteren 194 Meilen ankerte das Schiff hier heute früh 7'/r Uhr. Unter der Mannschaft und den Fahrgästen wurden viele verletzt; mehrere Personen haben Beine oder Arme gebrochen. Die „Bulgaria" ist 1898 auf der Werft von Blohm u. Voß erbaut als Schwesterschiff der „Brasilia" und der noch im Bau befindlichen „Batavia", „Belgia" und „Belgravia". Sie ist 152,82 Meter lang, 18,96 Meter breit und 10,55 Meter tief, hat zwei Schrauben, die von zwei Maschinen mit zusammen 3600 Pferdekräften bewegt werden und ist durch Schotten in 11 Abteilungen zerlegt. Ihr Inhalt ist 10237 Rcg.-Tonnen. Die Besatzung besteht aus dem Kapitän Gustav Schmidt aus Hamburg, 1. Offizier W. Kuhls aus Hamburg, 2. „ O. Schärges aus Gera, 3. „ E. Moll aus Libau, 1. Maschinist C. F. R. Bernhard aus Hamburg, 2. „ O. F. R. Körltng aus Hamburg, 3. „ H. P. Miertschin aus Dresden, 4. „ G. H- E. Mitschel aus Hadersleben, und 6 Maschinen-Assistenten. Verwalter O. H. Herbst aus Altona, Arzt Dr Muszkat aus Breslau, Obersteward O. Brewitz aus Hamburg, sowie 63 Matrosen, Stewards, Stewardeß, Köchen, Bäckern, Zimmerleuten, Küpern, Heizern, Trimmern und Jungen, im Ganzen 80 Personen. Die Zahl der Fahrgäste war ursprünglich 54. Am 12. Februar trafen davon 16, meist Frauen und Kinder, mit 9 Mann der Besatzung, die das Boot zum Dampfer „Weehawken" gerudert hatten, in Punta Delgada ein. 4 Mann der Besatzung in einem zweiten Boot wurden von dem Dampfer „Vittoria" ausgenommen und in Baltimore gelandet, so daß die „Bulgaria" unter Berücksichtigung des Verlustes des einen Mannes, mit 38 Fahrgästen und 66 Mann Besatzung glücklich in Punta Delgada eintraf. Der Kaiser, der mehrfach durch den Fernsprecher Erkundigungen eingezogen hatte, ließ noch Freitag Abend der Hamburg-Amerika-Linie seine wärmsten Glückwünsche aussprechen. Außerdem sandte der Kaiser folgendes Telegramm: „Mit tiefem Danke gegen Gott, der in so wunderbarer Weise Schiff und Mannschaft gerettet hat, spreche ich Ihnen Meine wärmsten Glückwünsche zur Errettung der „Bulgaria" aus. Der Kapitän Schmidt hat in echter deutscher See- manusart in festem Gottvertrauen einen 24tägigen Kampf auf Leben und Tod siegreich gegen den Ozean ausgefochten, unterstützt von einer aufopfernden und pflichttreuen braven Mannschaft. Als Zeichen Meiner Anerkennung verleihe ich Feuilleton. „Hefkügelte" Worte. Ornithologische Plauderei gelegentlich der 2. großen allgemeinen Geflügel- und Vogel- Ausstellung am 3., 4. und 5. März 1899 in Gießen. Von Hermann Robolsky-Gotha. Die Geflügelzucht-Vereine stehen jetzt vielfach im Zeichen der Ausstellungen; wenigstens berichten die Zeitungen nicht selten über derlei Veranstaltungen. Ganz besonders zeichnet sich in dieser Beziehung das Königreich Sachsen aus; folgende Städtenamen vermögen es zu beweisen: Dresden, Leipzig, Zwickau, Meißen, Zittau, Stolpen, Grimma, Werdau, Treuen u. s. w. - Gießen hat auch „Geschmack an der Sache" gefunden, denn es tritt ebenfalls schon mit der zweiten Ausstellung an die Oeffentlichkeit Fraglos geben diese Schauen einen Impuls zum Vorwärtsarbeiten auf der beschrittenen Bahn. Sie werden ja auch meistens von Seiten der zuständigen Regierungen unterstützt. Ich komme hierauf nochmals zurück. Ich möchte angesichts dieser friedlichen Bestrebungen, etwas Gutes im Bereiche der Geflügelzucht zu zeigen, mich auch mit einem passenden „Feder"-Erzeugnis beteiligen. Bringt dasselbe auch für den Mann vom Fach manches weniger neue, — ich glaube doch, daß es im ganzen Jn- tereffe erregen wird. Jede „Entenzucht" im anfänglichen Sinne ist ausgeschlossen. Jedermann, der auch nur die elementarsten Begriffe von Tierkunde besitzt, weiß es, daß all unsere Haustiere früher im wilden Zustande gelebt haben. Im Paradiese freilich waren sie zahm, denn Adam und Eva wandelten bekanntlich ohne Scheu zwischen Bären, Löwen und Tigern umher, und es fiel den heutzutage so grob auftretenden Raubtieren gar nicht ein, sich über das gewiß sehr appetitliche Menschenpaar herzumachen. Mit welchen Tieren der Mensch die Zähmung zuerst begann, läßt sich vermuten. Jedenfalls begegnen wir da dem Schaf, dem Rinde und Hunde. Es gehört das eigentlich nicht in den Rahmen meiner Plauderei, aber ich möchte doch mal die Frage aufwerfen: Welche Rasse des treuen Hauswächters war wohl die ursprüngliche? Stammen alle jetzt existierenden Arten am Ende von einem Paare ab? Sollte wirklich das kleine, zierliche Schoßhündchen ein ganz naher Vetter der gewaltigen dänischen Dogge sein und nur langjährige Züchtungskunst die Formverschiedenheiten geschaffen haben? Auf das spezielle Thema übergehend, komme ich mit einer anderen Frage: „In welchem Zusammenhänge stehen Hausvögel zu ihren stammverwandten wilden Genossen, wenn sie sich begegnen? Ist wohl eine Paarung zwischen ihnen leicht zu bewerkstelligen?" Der geneigte Leser wolle diese Frage ja nicht mit einem „Selbstverständlich!" beantworten , denn die Sache hat unter Umständen ihre Schwierigkeiten. Mit Tauben habe ich selbst Kreuzungsversuche gemacht, ohne mich indes eines günstigen Ergebnisses rühmen zu können. Hirtenjungen brachten mir eines Tages ein Pärchen junger Ringeltauben, wie sie ja in vielen deutschen Wäldern vorkommen. Sie hatten die Tierchen einem Neste entnommen. Ich sperrte die schönäugigen, ungemein scheuen Dinger in einen großen, hellen Käfig, und legte ihnen allerlei Körner vor. Als die Vögel aber nach Verlauf von zwei Tagen noch nichts von dem Futter angerührt, nahm ich sie heraus und stopfte ihnen gequellte Erbsen in den Kropf. Dadurch wurden die Wildlinge so zahm, daß sie zuletzt aus der Hand fraßen. Dann kaufte ich ein Paar junger blauer Feldflüchter und setzte diese zu den wilden Stammverwandten. Ich wollte hiernach „zahm" und „wild" zusammenthun, um möglichst eine Paarung zwischen diesen Kreuzungen zu erzielen. Die Ringeltaube ist größer und stärker, als die Haustaube; das Produkt mußte also ein größerer Vogel werden. Die Sache gelang aber nicht, denn die kleineren Flüchter jagten und bissen ihre Gesellschafter derart, daß ich mich genötigt sah, die Thüre des Käfigs zu beliebigem Entschlüpfen zu öffnen. Die Feldflüchter kamen sofort heraus und flogen gemütlich in der Remise, worin der Behälter stand, herum. Die Ringeltauben mußte ich indes erst an die Luft setzen, und alsdann segelten sie so unklug gegen die Fensterscheiben, daß ich befürchtete, das Glas oder die Taubenhirne müßten zerspringen. Dabei ignorierten die beiden verwandten Paare ihre Zugehörigkeit vollständig. Eine Weile sah ich das nutzlose Spiel noch mit an, dann trennte ich die Tiere wieder. Als ich später diesen Mißerfolg in einer Jagdzeitung kundthat, antwortete mir ein Forstmann aus dem Thüringer Walde, mein Versuch wäre wohl geglückt, wenn ich die Geduld nicht verloren hätte. — Unbestreitbar ist die Taube ein hübscher, interessanter Vogel; wer aber Gelegenheit hat, ihn näher zu beobachten, der bekommt von der sprichwörtlichen „Taubensanftmut" doch einen eigenen Begriff. Die Täuberiche, ja sogar die Tauben, schlagen und beißen sich oft, daß nur die Federn so Herumfliegen. — Ein anderer Sachverständiger äußerte sich über meine Kreuzungsversuche folgendermaßen: „Ringel- und Haustauben sind sowohl hinsichtlich ihrer anatomischen Verhältnisse und ihrer Färbung, als auch in Bezug auf ihre Biologie so verschieden, daß diejenigen Ornithologen, welche sie in verschiedenen Gattungen unterbringen, wohl dazu berechtigt sind; sie paffen nicht zu einander. — Trotzdem die Ringeltaube sehr scheu ist, wählt sie beim Nisten nicht ungern die Nähe menschlicher Wohn- ftätten, wenn sich sonst nur geeignete Bäume dabei befinden. Wahrscheinlich sucht sie auf diese Weise einen ge- wiffen Schutz gegen die Raubvögel. In den Promenadenbäumen bei Kassel sind diese schönen Ziervögel eine garnicht seltene Erscheinung. (Fortsetzung folgt.) dem Kapitän Schmidt das Kreuz der Komthure Meines Hausordens von Hohenzollern. Sie werden die Namen der Auszeichnung verdienenden Mannschaften durch Meinen Gesandten mir mitteilen." Die Direktion der Hamburg-Amerika-Linie hat dann folgende Ordre erlasien: 1) Unsere im Hafen liegenden Schisse flaggen auf und nieder. 2) Die Arbeit wird heute auf allen Schiffen, in den Kaischupven und Werkstätten so früh eingestellt, wie es ohne große Betriebsstörung möglich ist. 3) Alle Meister erhalten ein Geschenk von je 6 Mark, alle Vorleute und Unteroffiziere ein solches von je 5 Mark, alle Mannschaften auf den gegenwärtig im Hafen und auf der Unterelbe liegenden Schiffen sowie alle heute von uns beschäftigten Schauerleute und Arbeiter ein Geschenk von je 3 Mark. Die „Times" bespricht in einem Leitartikel das Schicksal der „Bulgaria" und sagt, daß sie solch ein Unwetter habe bestehen können, sei in erster Reihe dem Mut, der Tüchtigkeit und der Disziplin der gesamten Besatzung zu danken, aber auch der vorzügliche Bau des Schiffes habe in nicht geringem Maße dazu beigetragen. — „Standard", „Daily Chronicle" und „Morning Post" rühmen die bewunderungswürdige seemännische Tüchtigkeit und die eiserne Ausdauer der Offiziere und der Mannschaft der „Bulgaria". In Hamburg ist bereits ein Komitee in der Bildung begriffen, das sich die Beschaffung eines Ehrengeschenks für Kapitän und Mannschaft zur Aufgabe gestellt hat.________ Deutsches Wich. Berlin, 28. Februar. Der Kaiser fuhr heute vormittag bei dem Staatssekretär v. Bülow vor und wohnte später der Sitzung des Landes-Oekonomie-Kollegiums bei. Nachmittags empfing er den französischen Botschafter, abends I I Uhr erfolgte die Abreise des Kaisers nach Wilhelmshöhe. Berlin, 28. Februar. Staatssekretär Graf P o s a - dowsky hat für den 9. März Einladungen zu einem großen parlamentarischen Abendessen ergehen lassen. Berlin, 28. Februar. In der Reichstags-Kommission für das Jnvaliditäts-Versicherungs- gesetz gelangte man heute bis zum § 16. Die Bestimmungen über Aufbringung der Mittel, Voraussetzung des Anspruches und Wartezeit wurden erledigt. Morgen Fortsetzung. Berlin, 28. Februar. Im Abgeordnetenhause wurde die Spezialberatung des Berg-, Hütten- und Salinen- Etats fortgesetzt. Nach längerer Debatte wurde der Rest des Etats genehmigt. Von dem Etat der indirekten Steuern wurde die Position zum Bau von Dienstwohnungen für Grenzaufseher an die Kommission zurückverwiesen. Bei den übrigen Positionen beschließt das Haus gemäß den Kommissionsanträgen. Es folgt die Beratung der Ausführungsvorschriften zum Anerbengesetz für Landgüter in Westfalen. Die Vorlage wurde durch Kenntnisnahme erledigt. Berlin, 28. Februar. In der Budget-Kommission des Reichstages stand heute der Etat des Auswärtigen Amtes zur Beratung. Bei den Gesandtschaften und Konsulaten bringt bei der Gesandtschaft im Haag der Abgeordnete Richter die Ausweisung von Holländern zur Sprache. Staatssekretär von Bülow bezog sich auf die vom Reichskanzler im Plenum abgegebene Erklärung, daß die Ausweisungsbefugnisse den Einzelstaaten zustehen. Bei der Botschaft in England fragt Abgeordneter Richter, wie weit die deutschenglischen Verhandlungen gekommen seien und ob wegen des Vertrages betreff der Delagoa-Bay etwas mitgeteilt werden könne oder ob die Sache noch geheim sei. Staatssekretär von Bülow erwidert, im Februar vorigen Jahres sei seitens der englischen Regierung ein Vertragsentwurf der deutschen Regierung unterbreitet worden. Derselbe sei geprüft worden, und im Sommer sei der englischen Regierung unsererseits ein Gesetzentwurf zugestellt worden, worauf noch keine Antwort eingegangen sei. In Bezug auf das Abkommen zwischen England und Deutschland wegen der Delagoa-Bay sei Geheimhaltung beschlossen worden. Er könne daher nichts darüber mitteilen. Seitens einzelner südamerikanischer Regierungen seien Anträge auf festere Gestaltung unserer Handelsbeziehungen gestellt worden, worüber Unterhandlungen schwebten. Bei der Gesandtschaft in Peking fragt Abg. Richter, wie sich die Verhältnisse unserer Truppen in Peking gestaltet haben und wie es sich mit den chinesischen Eisenbahnkonzessionen verhalte. Staatssekretär von Bülow erwidert, das deutsche Detachement in Peking sei in dem Hause der Gesandtschaft untergebracht. Die Eisenbahnkonzession sei geregelt. Es habe sich ein Syndikat gebildet, das mit der Reichsregierung verhandle. Die Verwaltung der chinesischen Eisenbahnen würde gauz deutsch sein. Bei der Gesandtschaft in Rio de Janeiro erklärt Staatssekretär von Bülow auf eine Anfrage, daß wegen des Falles des Lehrers Roth durch die Brasilianische Regierung die geforderte Genug- thuung und Entschädigung gegeben worden sei. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen fragt Abg. Richter, wie der gegenwärtige Stand der Abrüstungskonferenz sei. Staatssekretär von Bülow erwidert, die Einladungen würden von der holländischen und russischen Regierung gemeinsam ausgehen, die Konferenz würde im Haag zusammentreten. Ueber den Zeitpunkt sei noch nichts festgestellt worden. Schriftstücke könne er noch nicht bekannt geben. Die deutsche Regierung habe sich ihre Stellungnahme noch völlig Vorbehalten. Beim Konsulat Apia bringt Abg. Richter die Vorgänge auf Samoa zur Sprache. Staatssekretär von Bülow gibt ausführliche Mitteilungen, welche größtenteils erfreulicher Art sind. Er hofft, daß es einer freundlichen Verständigung gelingen werde, ohne Beschränkung unserer Rechte die Sache beizulegen. Bei dem Konsulat von Havana fragt Abg. Dr. Haffe, ob etwas für die infolge der Wirren auf Cuba geschädigten deutschen Firmen geschehen sei. Staatssekretär von Bülow erwidert, Deutschland werde alles aufbieten, damit die geschädigten deutschen Firmen nicht schlechter wegkommen, als die geschädigten Firmen anderer Staaten. Aus eine weitere Anfrage wegen der deutschen Interessen in Manila erklärte Staatssekretär von Bülow, dieselben würden in jeder Hinsicht gewahrt werden. — Ein Nachspiel des Löbtauer Prozesses kündigt die „Leipziger Ztg." in folgender Weise an: „Die (in dem „Dresd. Journ.") amtlich veröffentlichte Darstellung des Löbtauer Falles entspricht aufs genaueste den Ergebnissen der Beweisaufnahme. Die Behauptung Stadthagens und seiner Presse, daß sie nur auf der Anklageschrift beruhe, ist eine dreiste Erfindung, die als solche vor den Strafrichter gehört. Die gerichtliche Aburteilung dieser Verleumder ist nötig, einmal um der Wahrheit selbst willen, zum andern aber, um nochmals klarzustellen, daß die eigentlichen Urheber des Löbtauer Verbrechens die Agitatoren der Sozialdemokratie selbst sind, die deshalb nicht minder wie ihre Opfer in das Zuchthaus gehörten." — Maximilian Harden wird sich in den nächsten Tagen, nachdem das Urteil der Berliner Strafkammer — 6 Monate Festungshaft wegen Majestätsbeleidigung — nach Verwerfung der Revision durch das Reichsgericht in Leipzig Rechtskraft erlangt hat, nach der Festung Weichselmünde begeben, um dort seine Strafe zu verbüßen. Die von ihm geleitete Wochenschrift „Die Zukunft" wird auch während der Strafzeit ihres Herausgebers in unveränderter Weise erscheinen. Ausland. Wien, 28. Februar. Gegenüber der Verslavungsgefahr hält das Deutschtum in Schlesien die Augen offen. Der jüngst abgehaltene deutsch-schlesische Volkstag in Troppau nahm einen sehr würdevollen Verlauf, nachdem die deutsch-volklichen Vertrauensmänner sich für einmütiges Vorgehen aller deutschen Parteien ausgesprochen hatten. Die Hauptredner des Volkstages waren Menger, Lecher, Kaiser und Türk. Bürgermeister Rochowanski begründete einen Beschluß, gegenüber den zielbewußten Maßnahmen der Regierung zur Zurückdrängung des Deutschtums gegen den allen Deutschen gemeinsamen Feind zusammenzustehen. Demel hob hervor, daß die tschechische Parteileitung in Ostschlesien durch ein Rundschreiben schwarze Listen von solchen Beamten aufstelle, die der Slavisierung nur widerwillig dienten. Lecher führte aus, wenn Oesterreich, wie vorauszusehen sei, das ungarische Wirtschaftsgebiet verliere, müsse man den wirtschaftlichen Anschluß an Deutschland verlangen. Menger schilderte das Deutschtum als das staatserhaltende Element, verwarf jedes Paktieren mit dyr Regierung und begrüßte unter starkem Beifall die Ein- müthigkeit der deutschen Parteien. Unter Absingen der „Wacht am Rhein" wurde der Volkstag geschlossen. Budapest, 28. Februar. Die liberale Partei verabschiedete sich heute vormittag von B anffy unter stürmischen Ovationen und forderte denselben auf, auch fernerhin die Partei zu unterstützen. Rom, 28. Februar. Einer Blättermeldung zufolge wird die Regierung anläßlich der morgigen 'Kammerdebatte über die politischen Vorlagen die Vertrauensfrage stellen. Petersburg, 28. Februar. Der Zar erfreut sich bester Gesundheit. Er erteilte in den letzten Tagen im Winterpalast Audienzen, darunter auch eine solche dem Grafen Eugen Zichy. • Kakales und Provinzielles. Or. Krofdorf, 28. Februar. Schreiber dieses erlaubt sich im allgemeinen Interesse das nachfolgende auf diesem Wege zur Erörterung zu bringen, was für einen Unternehmer sicherlich eine gute Einnahmequelle werden kann. Es handelt sich nämlich um eine Verbesserung des Personenverkehrs zwischen Krofdorf—Gießen, Launsbach—Gießen und wohl auch Gleiberg—Gießen. Zurzeit gehen täglich von Krofdorf im Sommer etwa 150, im Winter etwa 100, von Launsbach im Sommer etwa 60, im Winter etwa 40, von Gleiberg im Sommer etwa 40, im Winter etwa 30 Personen des Morgens nach und des Abends von Gießen. Die große Mehrzahl dieser Personen würde es mit Freuden begrüßen, wenn sie für wenig Geld den etwa 6 Kilometer weiten Weg fahren könnten; sicherlich würden viele sich zu einer steten Teilnahme verbindlich machen. Hier sei noch ganz besonders hervorgehoben, daß aus diesen drei Orten auch viele Kinder die Gießener Schulen besuchen und bei Wind und Wetter den weiten Weg laufen müssen. Wie gerne würden deren Eltern auf eine ständige Fahrgelegenheit abonnieren, wenn es ihnen nur ermöglicht werden könnte. Die aus dem evtl. Personen-Transport zu erzielende Einnahme läßt sich ungefähr schon nach der Zahl der Passagiere berechnen; der Einheitssatz dürfte aber möglichst niedrig zu berechnen sein, weil es sich vorwiegend um Arbeiter handelt, die sparsam rechnen müssen und — viele wenig machen ein viel! Für einen Unternehmer — vielleicht für die Gießener Omnibus- gesellschaft, die ja Pferde und Wagen besitzt — wäre es doch gewiß von materiellem Interesse, einmal einen Versuch zu machen, etwa in folgender Weise: Es werden des Morgens leere Wagen in der erforderlichen Anzahl von Gießen nach Krofdorf geschickt, von wo zu einer bestimmten Zeit abgefahren wird. Bei der Seemühle würden die Gleiberger einsteigen und da, wo die Launsbacher Straße in die Krofdorf-Gießener einmündet, könnten die Launsbacher ausgenommen werden. Des Abends könnte der Zurücktransport ähnlich so geschehen, wenn auch nur bis an die Seemühle. Daß dies Projekt möglich und vor allen Dingen rentabel wird, läßt sich gewiß leicht überschauen. Sogar für eine Kleinbahngesellschaft wäre der Personenverkehr zwischen Gießen und den drei benannten Ortschaften hinreichend, um ein Geschäft zu machen; eine bedeutende Einnahme würde auch der starke Güterverkehr bringen, welcher von hier aus in Aussicht stände. Vielleicht dürfte es die Verwaltung der Bieber- thalbahn sich angelegen sein lassen, bei zuständiger Stelle Erkundigungen einzuziehen, ob die Verlegung der Straße Gießen-Krofdorf wirklich in Aussicht steht und ob bei evtl. Erwerb des Geländes auf die Legung eines Geleises Rücksicht genommen werden könne. Zweifellos hebt sich der Verkehr mit der Zeit immer mehr, und wer die vorstehenden Gesichts- punkte mit regem Unternehmungsgeist ins Auge faßt, der wird es schwerlich bereuen. In welcher Weise das Projekt etwa anders als nach obigem Plan ausgeführt werden kann, bedarf noch der Erwägung. Zu wünschen wäre es sehr, daß von berufener Seite der Plan erwogen und durchgeführt wird. + Ober-Mockstadt, 28. Februar. Zu der unlängst in Ihrem Blatte erörterten, viel Aufsehen erregt habenden Wilddieberei-Affaire sei mitgeteilt, daß der verhaftete Pächter unserer Feldjagd gegen Kautionsbestellung auf freien Fuß gesetzt worden ist. — Nächsten Montag findet in dem Flecken Echzell ein Viehmarkt statt, der vorzugsweise mit Schweinen befahren zu werden pflegt. Laubach, 26. Februar. Der älteste Bewohner unserer Stadt, M. Strauß, ist gestorben. Derselbe hat ein Alter von beinahe 95 Jahren erreicht, und besaß bis zu seinem Ende vollen und klaren Verstand. Seine humorvollen Witze sind schon oft nacherzählt worden; auch wußte er sich noch sehr gut auf die Zeit der Befreiungskriege zu erinnern. Er hat also beinahe das ganze 19. Jahrhundert durchlebt. — Noch nie hat einer der Wintervorträge die Zuhörer so gefesselt, als der durch Herrn Pfarrer Volp gestern abend gehaltene Vortrag, welcher der Froschweiler Chronik entnommen, und uns an einige Tage des deutsch-französischen Krieges erinnerte. Tief ergriffen dankte der Präsident des Kriegervereins dem Redner für seinen so schön ausgearbeiteten Vortrag und schloß mit einem dreifachen Hoch auf unseren Kaiser. Vermischtes. • Krefeld, 26. Februar. An 2000 aus ständische Samtweber nahmen heute in einer Versammlung Stellung zu den jüngsten Beschlüssen der Fabrikanten. Auch der Verlauf dieser Versammlung brachte wieder einmal die Gewißheit, daß es mit dem Ausstande leider noch lange nicht zu Ende ist, es sei denn, daß eine auf die nächsten Tage anberaumte geheime Abstimmung der Arbeiter ein der Stimmung in der Versammlung entgegengesetztes Ergebnis bringen sollte. Um nämlich den Beweis zu erbringen, daß auf Arbeitswillige kein Druck ausgeübt worden sei, soll geheim darüber abgestimmt werden, wer gesonnen ist, nach der Lohnliste der Fabrikanten zu arbeiten. Auffallend war in der Versammlung das Auftreten eines Führers des christ lichen Verbandes, dessen Redewendungen an Schärfe selbst die Sozialdemokraten weit übertrafen. Es scheint doch, baß das für jeden Kenner der Verhältnisse selbstverständliche feste Auftreten der Fabrikanten in den Kreisen der Arbeiter sehr überrascht und große Erbitterung hervorgerufen hat. Man hatte geglaubt, daß die Fabrikanten nunmehr „mürbe" seien, und findet jetzt, daß sie auf ihrem einmal eingenommenen Standpunkte verharren. Weiter ist bemerkenswert, daß die Arbeiter eine fernere Vermittlung der sozialen Kommission der Stadtverordneten-Versammlung ablehnen. Sie behaupten, sie seien Hinters Licht geführt worden, da den Fabrikanten zugestanden worden sei, daß in der Vergleichsversammlung nur auf der Grundlage der von den Fabrikanten aufgestellten Lohnliste verhandelt werden solle, während den Arbeitern von dieser Abmachung nichts bekannt gewesen sei. Hätten sie sie gekannt, so wären sie zu der Sitzung nicht erschienen. Was die Ausstandsgelder angeht, so sind nach den Mitteilungen der Führer noch reichliche Mittel vorhanden oder stehen noch in Aussicht. Ein Elberfelder Weber sagte fortdauernde Unterstützung aus dem Wupperthale zu. Schließlich wurde ein Beschlußantrag einstimmig angenommen, wonach die Versammlung verspricht, die neue Lohnliste der Fabrikanten unter keinen Umständen anzuerkennen, vielmehr „um die Erhaltung der Existenz der Arbeiter" weiter zu kämpfen, selbst wenn der Ausstand noch ein Vierteljahr dauern sollte. * Deutschnationaler Handlungsgehilfen Verband Hamborg. Ein in der Geschichte der kaufmännischen Vereine wohl einzig dastehendes Wachstum kann, wie sich aus dem Jahresbericht für 1898 ergibt, der deutschnationale Handlungs- gehilfen-Verband Hamburg verzeichnen. Seine Mitglieder zahl, die am Schluffe des Jahres 1895 570, 1896 2352, 1897 7737 betrug, ist am Schluffe des Jahres 1898 aus 18277 angewachsen, die Zahl feiner Ortsgruppen von 106 am Schluffe 1897 auf 245 gestiegen. Die den Mitgliedern vollständig kostenlos zur Verfügung stehende Abteilung für Rechtsschutz erteilte 63 mündliche, 577 schriftliche Rechtsauskünfte und es gelang ihr von 154, teils von Handlungsgehilfen teils von Prinzipalen ihr vorgetragenen Streitfällen, 78 außergerichtlich zu schlichten. Die Versicherung gegen Stellenlosigkeit, die am 1. Juli 1898, also erst seil einem halben Jahre ihre Auszahlungen begonnen hat, zahlte an 59 Stellenlose 2300,10 Mark Versicherungsgelder, außerdem gelangten von der Unterstützungskasse für notleidende Berufsgenossen 1900 Mark zur Verteilung. Die Zahl der vermittelten Stellungen hat sich gegen das Vorjahr um das Dreifache vermehrt. Wenn man dazu die Haltung des Verbandes in sozialpolitischen und Standesfragen in Betracht zieht, sein unentwegtes Eintreten für alle Forderungen zur Hebung des gesamten Standes in wirtschaftlicher und geistiger Hinsicht, so kann man wohl begreifen, daß er sick schnell die Sympathien der Kaufmannschaft erworben hat * Manchem Zweifel gegenüber, ob denn auch die in unserem Blatte versprochenen Winter Rezeptbüchleiu von Mondamin, deffen alleinige Fabrikanten Brown und Polson sind, wirklich jedem gratis und franko zugesandt werden, wenn Ws m „ 6aS Ä* !ti Mtz? «libkr, !^t unb oi) r^t meg Geil,evtl, j* üÄ* d-r «tife'bfe Srt **& "ichen itäte ei'“' etn,09en und 4 ,r^u ^et unlängst ".W Ä d°i btt »erhij;, JäbefleHmg Mf finbet in tt 6.bet *** * B?°h»-r * ®,"M' fiat rin «fe ".“'M bis ju feine «ne humorvollen Wi uch wußte er sich n;; ^ege zu erinnern. {■ «rhundert durchlebt. - 9e die Zuhörer so r Dolp gestern ab. 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Auffallend war Führers des chr ngen an Schärfe V Es btyräfc * MveM.. itn Freisen der :ung hervorgerufenl tanten nunmehr „mü:: it einmal eingenommirr bemerkenswert, jer sozialen Sonn*" ablehnen. den, da den Mntcn r DergleichsMMlM Fabrikanten MM während den .UW® nnt gewesen so sind nach den ,e Mtel vorhanden T.äj; •*£?* *»$s. ■S--s «<•, § 1890 Sbnä 189«" sie des W »an' <571 154, t-"5»D"®„ M ihr °°d-« |IW'i898, a>I° < .xS-r- AM S?*Ä ;"b des '-jfen, ’aL p ^•5 solche unter deutlicher Adresse erwünscht, bringen wir die verbürgte Erwiderung, daß vielmehr Brown und Polson nicht nur bisher allen Wünschen entsprochen haben, sondern dieselben auch noch prompteft ausführen. Gleichzeitig verbinden hiermit die gewiß interessante Mitteilung, daß das Wort „Mondamin" in Deutschland als zuerst von Brown und Polson im Jahre 1884 zur alleinigen Bezeichnung ihres Fabrikats eingeführt worden ist. Seit jener Zeit hat Mondamin nicht nur durch seine gute Qualität einen dauernden Rus erworben, sondern erfreut sich von Jahr zu Jahr immer größerer Beliebtheit. Daß Mondamin auch seit dem Jahre 1884 gesetzlich geschützt ist, möchte wohl allen bekannt sein, und sind auch jetzt noch die alleinigen Fabrikanten Brown und Polson, Berlin C 2, gern bereit, ihre Rezeptbüchlein gratis und franko weiter zu versenden, wenn deutliche Adressenangabe erfolgt. Meratm, Wissenschaft und Kunst. — Halbmonatsschrift .Niedersachse«* (Bremen) Nr. 10 vom 16. Ftbruar 1899 Hal folgenden Inhal,. .Bauernstolz", ein Dorf- btlb au« d m Bückeburger L'anb von Lulu von Sirautz und Torney < Lchluh). — »Jovann Albrecht von MendelSloh und sein Rcise> Nammbuch" von H. PHUippsen (mit il'oiixöt). — »Ein Tag im F dluar", Dichtung von Karl Wetchardt, Kiel. — „Dte letzten der Domint* von Dr. Arth. Oost, Hamburg. — »Bilder auS Tanger- münbe' von Mary Piefke (mit Abbildungen). — »Höhere Politik-, plattbe -tsche Humoreske von H. Banblow. — Ferner mehrere plattdeutsche unb hochdeutsche Dichtungen, eine große Anzahl interessanter Sammlerarttkel (zum TeU illustriert) unb Litteratur. - Unleitung zur Verständigung über die DivisektionS- frage. Manchen, Staegmeyr'iche Verlagshanblung. Anton Karl Staegmey.. Preis 60 Pfg. Die Schrift zeichnet fich vor anderen Broschüren, die dasselbe Thema behandeln, zunächst durch die klare Dt«° posttton ihres Inhalts auS. Die drei Hauptfragen, die in der Diskussion vielfach verwischt werden, find hier scharf auSeinandergehallen: Erstens di« Frage nach dem Thatbestand: WaS ist eigentlich Vivisektion- Und um was handelt eS sich dabe»? Zweitens die Nutz lichkliisfrage: welchen G>w nn die Vivisektion brr W si-nsaalis forschung, der praktischen Heilkunde und der Ausbildung der Aerz'e gebracht Hal? Ob sie für diese Zwecke unentbehrlich, überhaupt nützlich ober gar schädlich ist. U b die Moralfrage: d. h. ob an aestchtS der Thalsachen, die fich bei Beantwortung der beiden elften Fragen ergeben haben, oder auch ganz unabhängig von der Frage be« NutzmS die Vivisektion moralisch erlaubt ist? In j.dem der Abschnitte ist ein reiche« Material zulamm-ngeftellt. M istens läßt bei Verfasser bi« Fachleute selbst zu Worte kommen. Auf diese Weise unb burch baS klare AuSeinanberhalten ber verschiedenen Ge- fiwlspunkte ist die Schrift ganz besonders geeignet, jeden L«ser zum L>elbstdenken anzuregen und ihn zu einem eigenen Urteil zu befähigen. Ern ganz besonderes Jnterefle bietet die Broschüre auch noch dadurch, dah sie mehr alS andere verwandten Inhalts, auf die einzelnen DitL gerühmten Entdeckungen etngeht, die die praktische Heilkunde der Vivisektion verdanken soll: als da sind Magenreseklion, Nieren- cxsti,patton rc. rc. — Im Vertage vom Emil Rotb in Gießerttfi kürzlich erschienen : »Bilder auS dem Lebe« des erste« deutsche« Kaisers* von Eduard Otto. 8° hochclez. auSgestatlet, m>t 25 Bildern. Pracht ausgabe Preis Mk. 1 —, b'll-ge Vo ksausgabe 40 Pfg. Die Dichtung von H-rrn Direktor Dr. Ovo in Offenbach «st alS begleitender T.xt zu Skioptikonbtldern gedacht, di« v-m Zuschauer die Haupl- momente aus dem rrichen Leben deS unvergeßlichen ersten deutschen Kaisers vorführen. Am Ludwig-Georgs Gymnasium in Darmstadt und an der höheren Mädchenschule in Offenbach hat bei G-l genhetl einer Schulfeier eine deraitige Aufführung mit dem besten Erfolge stattgefunden. Die auS warmer Empfi ndung herauSgeschaffene, von deutschem Geiste und echter vaterländischer Begeisterung getragene formschöne Dichtung hat, wie die bekannt gewordenen Urteile be zeugen, ihre Wirkung auf Jung und Alt nicht verfehlt und allerseits den tiefsten Eindruck gemacht. — Durch die Beigabe eines reichen B-tterschrnuckS wurde diese Fcstdichtung zu einer erhebenden Jugend- lektüre und zu einem schönen G8riechisch. Moderner, praktischer Lehrgang. Wahlfreie Kurse. Pensionat und Externat. Nur ausgezeichnete Lehrkräfte speziell für jedes Fach. Berücksichtigung gesellschaftlicher Umgangsformen. Prospekte durch Fräulein «v. Lombard, Weserstraße 54, Frankfurt a. M. 942 Oeffentliche Aufforderung. Ansprüche an die unten näher verzeichneten, den beibemerkten Besitzern in den Grundbüchern zugeschriebenen Liegenschaften, die teils veräußert und teils überschrieben werden sollen, sind so gewiß binnen vier Wochen, vom Erscheinen in den Blättern gerechnet, dahier vorzubringen und zu begründen, als sonst die vorliegenden Verträge bestätigt, die Beschränkungen gelöscht und bte Einträge im Mutation-verzeichnis verfügt werden: 1. Gemarknng Albach. Kaspar Fink und Ehefrau, geb. NieolauS: Flur VII, Nr. 371. Christian Lauer und Ehefrau, geb. Kaunz: Flur II, Nr. 275. II Gemarknng Annerod. Johannes Schäfer VI. und Ehefrau, Katharina: Flur III, Nr. 328. III. Gemarknng Gießen. Joseph Mannberger und Ehefrau, geb. Belloff: Flur I, Nr. unb 603 Ernst Wallenfels und Frau, geb. Busch: Flur XLIII, Nr. 105, 106, 107, 108 und 109. Karl Kauß II. und Ehefrau, geb. Noll: Flur I, Nr. 232Vie- IV. Gemarknng Lannsbach-Wistmar.f Georg Balthasar Leib, G. W. S., zu Wißmar: Flur I, Nr. 83,4. Jakob Stroh zu Wißmar: Flur I, Nr. 94,t. Georg Wagner, Ludwig S., daselbst: Flur I, Nr. 96,P Georg Kraft, daselbst: Flur I, Nr. 89 6 Georg Forbach II., daselbst: Flur I, Nr. lM/ioe- V. Gemarknng Lollar. Johannes Junker und Ehefrau, geb. Rohrbach: Flur IX, Nr. 61, 93 und 178. VI. Gemarknng Wiefeck. Philipp Seibert III. und Frau, geb. Reuter: Flur I, Nr. 86. Gießen, den 20. Februar 1899. Großherzogliches Amtsgericht. Schmidt. Wiener. Neuenhagen. 1873 Holzversteigernng. Versteigert werden: Montag bm 6. März L I., in der Forstwartei Langd, 1. Domanial- walddistrikt Hegwald (Geldkaule): Stämme: 5 Eichen von 15—26 cm Durchm., 8—14 m Lange — 161 fm, 2 Fichten — 0.96 fm, 2 Lärchen von 22 und 13 cm Durchm., 15 und 14 m Länge — 1.77 fm, 2 Buchen von 46 und 57 cm Durchm., 2.4 und 2.5 m Länge — 1.04 fm; Scheiter: 409.8 rm Buche 1. Kl., 50 rm Buche 2. Kl.; «kttüppet: 34 rrn Buche, 4 rm Eiche, 2 rm Nadelholz; Aeistg: 26 rm Buche, 20 rm Nadelholz; StöLe: 24 rm Buche. Das Holz sitzt an und in nächster Nähe der Hungen-Schotterstraße. 2. Domanialwalddistrikte Katzenberg und Merl oh: Aerösiangen: 5 Eichen und 13 Buchen (Langwieden): StammKnüppelr 207 rm Buche, 97 rm Eiche (meist in Schichten von 2'/, m Länge), 36 rm Nadel, (hiervon 26 rm in Schichten von 3—5 m Länge); Stammreistg: 1303 rm Buche (3 rm ausgesuchte Pflugschleifen), 538 rm Eiche, 103 rm Nadel. Das in den Distrikten Borderstes-Häsels und Merloh, sowie sonst noch vereinzelt sitzende Holz (Windfall) wird nicht vorgezeigt und kommt das mit Kalk bespritzte Holz nicht zum Ausgebot. Zusammenkunft vormittags 10'/. Uhr am Webersrain. Nähere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Büttner zu Langd. EichelSdorf, den 27. Februar 189J. Großherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf. Trautwein. 1878 Gelegenheitskauf. Um mit meinen sämtlichen Warenvorräten wegen Umzug in da» von mir erkaufte Hau», SelterSweg 58, zu räumen, verkaufe solche von heute bi» Ende März W zu jedem annehmbaren Wreise. E. Weissbäcker, 1628 Plockftratze Ä. iMnnnitiiiiuljniiifeit Submission. Für die Großh. neuen Kliniken in Gießen soll für das Rechnungsjahr 1899/1900 auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden: a) Die Lieferung von 1. Backwaren 2. Fleischwaren 3. Spezereiwaren und Verbrauchs- gegenständen 4. Kaffee 5. Butter und Eier« 6. Mckch 7. Bier 8. Schreibmaterialien 9. Maschinen-Oel und Putzwolle 10. Bürftenwaren u Scheuertüchern 11. Seife 12. Kornstroh 13. Eis (täglicher Gebrauch im Sommer) 14. Porzellanwaren 15. Käse b) das Reinigen der Wäsche für das Dienstpersonal, e) da» Reinigen des Herdes und der Oefen, d) die Entleerung der Kehrichtgrube, e) die Abgabe der Knochen und Ge- spül, leeren Oel- und Weinfäffer und leeren Mineralwafferflaschen. Die Bedingungen und der Mintsterial- Erlaß vom 16. Juni 1893 können auf dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen nachmittags von 3—5 Uhr eingesehen werden. Proben der unter a 3, 4, 7, 8, 9, 10, 11, 14 und 15 bezeichneten Gegenstände sind nebst den Der« schloffenen Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Mittwoch, de«8. MärzI8SS, mittags IL Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben. Zuschlagsfrist bis zum 15. März 1899. Gießen, den 25. Februar 1899. Großh. Verwaltung«. Direktion der ___________neuen Kliniken. 1777 Submission. Unter Bezugnahme auf das Submissionsausschreiben vom 23. Februar 1899, betr. die Lieferung der Backwaren, Fleischwaren u. s. w., mache« wir hiermit bekannt, daß der Termi« zur Eröffnung der Offerten vo« 5. auf den 6. März d. Js., vormittags 12 Uhr, «erlegt worden ist. 1855 Gießen, 28. Februar 1899. Großherzogl. Verwaltungs-Direktion der chirurgischen und ophthalmolog. Universitäts-Klinik. Bose. Vossius. Submission. Für die Großh. chirurgische und vphthalmologische Universitäts-Klivi sollen für das Rechnungsjahr 1899/1900 auf dem Wege der Dffentlichen Submission vergeben werben: 1. Die Lieferung von: Backwaren, Fleischwaren, Spezereiwaren, Mineralwasser, Milch, Butter, Eier, Bier, Eis, Schreibmaterialien, Bürstenwaren, Porzellan« und Glaswaren, Putzmaterialien, 2, Das Reinigen der Wäsche für das Personal, 3. Das Reinigen der Oefen und Herde, 4. Das Reinigen der Senkgruben und das Fortschaffen des Kehrichts, 5. Die Abgabe von Gefpül, Knochen und leeren Flaschen, 6. Die Unterhaltung des Gartens. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags von 3 bis ö Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 6. März d I, vormittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 14. März d. I. Gießen, 23. Februar 1899. Großherzogl. Verwaltungs-Direktion der chirurgischen und ophthalmolog. Unioerfitäts-Klintk. nos Bose. Vossius. Verdingung Die zur Herstellung einer 165 lfd. Meter langen Bauplatz-Einfriedigung am „Wirnerhof" ersorderlrcheSchremer- nrbeit soll Samstag brtt II. Mär; d. vormittags 11/, Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbettsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienst- stunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck find bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 28. Februar 1899. Das Stadtbauamt. Schmandt. 1866 Zagdverpachtung. Die der Gemeinde Obbornhofen zustehende Jagd, zirka 626 Morgen Wald- und 2234 Morgen Feldgemarkung , soll Montag den 18. März d. I., Vormittags 11 Uhr, auf dem Gemeindehaus zu Obbornhofen auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Bemerkt sei noch, daß Obbornhofen eine Bahnstation ist, und der Bahnhof fast inmitten des Jagdbezirks liegt. Der Jagdbezirk zählt infolge- oeff.n zu den schönsten, auch findet sich ein schöner Stand von Rehen vor und gegenwärtig noch ein reicher Bestand an Hasen, Fasanen und Feldhühnern, denn die seitherigen Pächter haben die Jagd nicht ab- geschoffen. 1879 Obbornhofen, den 28. Febr. 1899. Leschhorn, Bürgermeister. 1787] Die am 1. April 1899 fälligen Coupons unserer Pfandbriefe werden bereits vom 15. März er. ab an unserer Kasse in Berlin und an den bekannten Zahlstellen kostenlos eingelöst. Pommersche Hypotheken-Aktlen-Bank. IhilteinmiihiHi, Dsllukrstag btn 2. März l. nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'scken Saale versteigert: 3 Sopbas, 1 vollst. Bett, 1 viereckiger Tisch, 1 Waschtisch, 1 Nachttisch, eine Kommode mit Glasaufsatz, 1 runder Tisch, 2 Nähmaschinen, 1 Handnähmaschine, 1 Spiegel, 3 Ladenschränke mit Glasthüren, 1 kleine Ladentheke und 36 Filzhüte u. a. m. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 1851________Geißler, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Donnerstag den 2. März l. IS., nachmittags 3 Uhr, sollen zwangsweise gegen Barzahlung: Mobiliar - Gegenstände und Kurzwaren aller Art, sowie 50 Filzhüte versteigert werden. Zusammenkunft der Steigliebhaber um 1,3 Uhr in meinem Bureau Schulstr. 6. 1892_______Seipel, Gerichtsvollzieher. Hohversteigerung tm Gießener Stadtwald. Montag, den 6. März 1899, vormittags 91/, Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, Distrikt Hangelstei«, versteigert werden: 15 Eichenstämme mit 4,78 fm, 2 Eschenstämme mit 0,53 fm, 22 Kiefern- und Fichtenstämme mit 6,29 fm, 2 Eichenstangen mit 0,19 fm, 58 Fichten- und Kiefernstangen mit 4,99 fm, 211,6 rm Buchen-Scheitholz, 53 „ Etchen-Scheitholz, 98 „ Buchen-Knüppelholz, 71 „ Eichen-Knüppelholz, 32 „ Buchen-Stockholz, 60 „ Eichen-Stockholz, 3570 Wellen Buchen-Reisig, 2720 H Eichen-Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Daubiingen, am Steinbruch. Gießen, den 27. Februar 1899. Großh. Bürgermeisterei Gießen. _________Gnauth.______1822 Hotzversteigerung. fiirfllidje Cberfirstttei Hohensolms Montag den 13. März 1899. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr am Eichelsberg. Distrikt Eichelsberg. Buche«: 52 rm Scheit und Knüppel, 11 rm Stöcke, 1400 Wellen (Turchforstg.). Eiche«: 9 rm Knüppel, 2 rm Möcke, 250 Wellen. Nadelholz: 12 rm Scheit und Knüppel, 57 rm Stöcke, 1650 Wellen. — Gruudwald. Buchen: 63 rm Scheit und Knüppel, 20 rrn Stöcke, 2700 Wellen (zumeist Durchforstung). Eiche«: 6 rm Scheit und Knüppel, 8 rm Stöcke, 450 Wellen. 1 rm Erlen- knüppel. Distrikt Aunawald. Buche«: 24 rm Knüppel, 5 rm Stöcke, 2800 Wellen (Durchforstung). Eichen: 25 rm Scheite, 2 rm Knüppel, 48 rm Stöcke, 800 Wellen. Holzversteigerung. Dienstag de« 7. März l. I., vormittags 10 Uhr anfangend, kommen in hiesigen Wald- ungrn zur Versteigerung: 36 Eichenstämme = 4,71 fm, zu W rkholz geeignet, 87 Eichen-Derbstangen — 5,79 fm, zu Werkholz geeignet, 180 Fichtenstämme — 48,77 fm (Bauholz), 98 Fichten-Derbstangen — 2,75 fm (Bauholz), 40 Buchen-Derbstangen — 2,11 fm (Werkholz),s 130 Fichten Reisstangen = 2,75 fm (zu «Satten und Baumstangen geeignet), 288 rm Fichten-Nutzreisig (zu Baumund Bohnenstangen geeignet). Die Zusammenkunft ist am Münzenberger Weg bei der ersten Schneise. Bellersheim, den 28. Febr. 1899. Der Markmeister. ____________Bop v. 1860 Hohversteigerung. Im Gemeindewald zu Bersrod kommt in verschiedenen Distrikten nachverzeichnetes Holz zur Versteigerung : Freitag de« 3. März 1899: Scheith. Knüppelh. Stockh. Reisig rm rm rm rm Buchen 119 131 94 84 Elchen 2 2 — 3 Nadel 8 10 28 30 25 Eichenstämme mit 5,21 fm, 7 Kiefernstämme mit 3,88 fm, 17 Fichtenstämme mit 4,70 fm, 2 Eichen-Derbstangen mit 0,09 fm, 59 Nadel-Derbstangen mit 4,49 fm, 580 Nadel Reisstangen mit 1,34 fm. Tamstag de« 4. März 1899: Scheith. Knüppelh. Stockh. Reisig rm rm rm rm Nadel 8 17 8 48 Buchen — 15 — 4 Eichen — 5 — 2 15 Nadelstämme mit 2,62 fm, 141 Nadel-Derbstangen mit 5,83 fm, 255 Nadel-Reisstangen mit 2,35 fm. Zusammenkunft und Anfang jedesmal vormittags V Uhr im Ort. Bersrod, am 27. Februar 1899. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. ___________Bücher._______1861 Fohriudell-DttsteigttllNg. Die diesjährigen Loherträge der Gemeinden: 1. Mendorf, ungefähr 200 Ztr. 2. Biffenberg, „ 50 „ 3. Greifenthal, „ 30 „ 4. Edmgen, „ 150 „ 5. Stockhausen, „ 80 „ 6. Ulm, „ 80 „ werden am Samstag, dem 25. März Js., in der Wohnung der betr. Herren Vorsteher versteigert. Angebote können bis dahin an die betr. Herren Vorsteher gerichtet werden. Ulm, am 24. Februar 1899. (Kreis Wetzlar) 1870 Der Bürgermeister. (Offene Stellen U613J Tücht. Schreinergeselle aus dauernde Arbeit, sowie braver Junge in die Lehre gesucht. C. Pfeil, Schreinermstr., Löwengasie 9. Ein tüchtiger Wagnergrsrlle gesucht. 1810 _____H Mühlich, Dammstrake 24. Iiür Schneider! ß Ein tüchtiger Arbeiter gegen hohen Lohn gesucht. W. M. Huppert, Asterweg 22. 0582] Ein Schreinergeselle findet legen guten Lohn dauernde Beschäftigung >ei Karl Schlierbach, Schreiner und Wirt, ________________Rodheim a. d. Bieber. Mgerer Mlner, )er selbständig zu arbeiten versteht, indet sofort dauernde Stelle. [1760 Näheres Lttdwigsplatz 5, III. Hausbürschei gesucht.________Bahnhofstraße 30. 1656] Ein Hausbursche vom Lande gesucht. H. Krämer, Kreuzplatz 11. Gin Lehrling gesucht.§ B. Wolf, Glasermeister, Bahnhofstr. 32. Kräftiger Lehrling in ein größeres Eisengeschäft unter günstigen Bedingungen per Ostern gesucht. Offerten unter Nr. 419 an die Expedition dieses Blattes.________ Ein Tapezierlehrling gesucht. 0640 I. Kliukerfutz, Löwengqffe 25. 0584] Wir suchen zu Ostern einen Lehrling mit guter Schulbildung. ____________Gebrüder Stamm. Lehrling* mit guter Schulbildung per sofort oder Ostern unter günstigen Bedingungen ge- ucht. 1385 R. Oppenheimer Gohu, _____________LikSrfabrik.__ Auf das doniot einer hiesige« Cigarrenfabrik wird zu Ostern ein Lehrling mit der Berechtigung zum Einährigen gesucht. 987 Näheres in her Exvedition d. Bl. Empfehlung. p. p. Dm verehrten Einwohnern von Gießen und Umg-gmd, insbesondere den roerten Herren Bauunternehmern empfehle ick mich hiermit ergebenst als Agent für Aermitteturrgev in An- und Werkanf von Aänsern, Hrnndstücken etc., ferner in An- und Ablagen von Sarkehe« ans Hypotheken, Hr- und Vermietungen von ganzen Käufern, einzelnen Wohnungen und Lagerräumen. Mit Referenzen und nachw-isbaren Erfolgen stehe zu Diensten. Indem ich meinen werten Auftraggebern stets strenge Diskr tion, reelle und prompte Ausführung zufichere, zeichne 0569 Hochachtend und ergebenst _________A. Jacob, Gorihkßraßk 36, pari. 7^“ Salvator der Zacherl-Brauerei in Mönche« in Flaschen und Syphone (ä 5 Liter). Emil Schmall, HMchtt Sos. 1709 Telephon Nr. 83. aoooooaoaooooooa o aiDooooDooooooaooouä 3 Familienpensionat Darmstadt g 3 Saalbaustrasse. 645 Q 3 Frau Elly Wagner. □ j Beste Empfehlangen. Prospekte zur gefl. Verfügung. 9 aoocxaooocoootxxxiooDaaocxxxaocrxxxroooo 5? Wilh. Böhme Dortmund. Spezialfabrik für Tiefbohrtechnik. 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Marburgerstraße 35. 826_______Schiffenbergerweg 17. 0830] Ordentliches Mädchen oder Frau auf sofort gesucht. ___________Bahnhofstraße 60, III. 1809] Eine Frau, die ordentlich aus- bessern und stopfen kann, wird gesucht. ______________________ Kreuz 2, I. 1752] Gesucht werden Mädchen für bürgerliche und Beamtenfamilien auf 1. März und 1. April. Frau Müller, Teufelslustgärtcken 26. 1695] Ein ordentliches Mädchen wird bei gutem Lohn sofort gesucht. __________________SelterSweg 6« 1815] Ein ordentliches Mädchen mit guten Zeugnissen wird für Hausarbeit, bei gutem Lohn, sofort gesucht. ________Frau Koch, Ludwigstraße 61. 1820] Jüngere Lauffrau gesucht. __________Ferber, Kirchenplatz 11 II. 1824] Braves Laufmädchen sofort gesucht.«ltnikstratze 37 pari. In verkaufen Für Schneider. Eine fast noch neue Nähmaschine preiswert zu verkaufen. 1765 ______________Wetzsteinstrabe 38. Ein Koufirumdku-AWg zu verkaufen. 1766 Wetzfieinstratze 38. Meyrere neue und gebrauchte Herren- u. 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"an dengenanm W (einen SchM, ** M * d! ”0QU5^tn zu tönne Schmmrchven. et |tto btI 6™bi °«ch fit bi* Mr: btlsh,Clln er SSÄ*