> Aula ftih Siubem lgsdaE Millionen ®ttI c Schelm« tung. ****w gier Bahnhof, er 10896 S aiern. j Laud^/s, z len TU. ijh. 7 ion 9-12 Uhr. osstraße 60. jULAAAAA&4i 5 e he d kaufen it, verkaufe iandjW ilnierlsö n nfw. ösljkaste« )in, „«evstrahe. [889 teilte tot' ate in tf1 4«««19W *Ü fOöt ,b. OM- lii Vkunk b-K jj eruntb- 906 ,« y) 8rldj jl :> Nr. 28 Erstes Blatt. Donnerstag den 2. Februar 1899 Kießmer Anzeiger General-Anzeiger Aejugspreis vikrleljährlich 2 Mark 20 Pjg. monatlich 75 Pfg. mit Briugerlohn. ®fi Postbezug 2 Mart 50 Pfg. vierteljährlich. «lle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den fvlgendm Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Hrfchtinl täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Mamitienötätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Amts- unb Anzeigeblatt für den Ureis Giefzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuküratze Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Deutscher Reichstag. 22. Sitzung vom 31. Januar. 1 Uhr. Tagesordnung: Antrag Bachem ((Str.) im Zolltarif für „ungemufterte, taffetbindige Gewebe aus Seide des Maulbeerspinners ohne Beimischung von Floretseide oder von Seide des Eichenspinners, roh, auch abgekocht (gebleicht)" von 800 auf 300 Mark herabzusetzen. Gleichzeitig hiermit wird ein Antrag Münch-Ferber zur Beratung gestellt betr. Verzollung in Deutschland veredelter Seidengewebe, falls sie von einer Niederlage definitiv ins Zollinland gelangen, nicht nach dem ursprünglichen Gewicht vor der Veredelung, sondern nach dem Gewicht nach der Veredelung. Die beidenAntragsteller befürworten ihre Anträge. Nach ganz kurzer Debatte wird sowohl der Antrag Bachem (gleich in zweiter Lesung), wie auch der Antrag Münch-Ferber angenommen. Die Etatsberatung wird alsdann fortgesetzt beim Etat für Kiautschou. Staatssekretär Tirpitz führt aus, für die Verwaltung von Kiautschou seien in erster Linie wirtschaftliche Gesichtspunkte maßgebend gewesen. Die Aussichten für Kiautschou könne er, Redner, heute noch nicht zu günstig darstellen, denn Kiautschou werde sich seinen Platz gegenüber den fertigen Niederlassungen erst erringen müssen. Die Gewerbe- fieiheit in Kiautschou sei eine vollkommene, in steuerlicher Beziehung werde sehr vorsichtig vorgegangen. In Bezug auf Sulturaufgaben seien gute Anfänge gemacht. Auch mit Schulen sei begonnen. Die sanitären Verhältnisse berechtigten zu guten Hoffnungen, lieber die Vergebung der Eisenbahnkonzession nach dem Inneren schwebten bereits Verhandlungen. Nach den neuesten Mitteilungen hätten sich mächtige Kohlenlager herausgestellt, von guter Qualität. Er, Redner, sei Überzeugt, daß sich das in Kiautschou hineingesteckte Geld gut rentieren werde. Abg. Bebel (Soz.) bezweifelt dies. Neben Militaris- Ms und Bureaukratismus hätte sich die bürgerliche Thätig- leit in Kiautschon nicht Hervorthun können. Er fürchte, daß für Kiautschou noch viele Summen verlangt werden. Staatssekretär Tirpitz entgegnet dem Abg. Bebel, daß berechtigte Hoffnung bestehe, daß auch Kiautschou Deutschlands Wohlhabenheit fördern werde. Ob Kiautschou nur «in Stützpunkt oder ein Ausgangspunkt werde für eine Welt- Politik, darauf könne er nicht antworten. Hier handele es sch nur um ein augenblickliches Bedürfnis. Abg. Graf Oriola (nl.) verwahrt die Regierung Segen den Vorwurf zu bureaukratischen Vorgehens in der Hrrwaltung von Kiautschou. Weiter äußert er seine Genug- ßh»ng über die Erklärungen des Staatssekretärs betreffs der virtschaftlicheu Aussichten Kiautschous. Abg. Bebel (Soz.) bleibt dabei, daß es sich bei Liautschou doch um Weltpolitik handele. Staatssekretär Tirpitz bemerkt noch bezüglich der fniiitören Verhältnisse in Kiautschou, daß im letzten Jahre Hin der Besatzung von Kiautschou nur fünf Mann an Iliinatischen Leiden gestorben seien. Abg Richter (frs. Vp.) stimmt insofern durchaus mit fer.t Staatssekretär überein, als derselbe hauptsächlich die wirtschaftlichen Interessen betont habe. Was die Verwaltung ankange, so hätte sich bisher in der Kolonialpolitik der Sfitnant und der Assessor schlecht bewährt; in Kiautschou wfudje man es daher jetzt mit dem Marineoffizier. Theoretisch lche sich gegen die in der Denkschrift niedergelegten Grund- jatc nichts einwenden. Es frage sich nun, ob sie auch tzmktisch sich als passend erweisen würden. Abg. G r a f A r n i m (Rp.) spricht gegen den Abg. Bebel, Nährend Abg. Frese (frs. Vg.) sich über den Hanse.Handel freitet. Dieser müsse der Regierung dafür danken, daß sik durch Ausbau unserer Flotte für einen weiteren Schutz *eS Handels gesorgt habe. Nötig sei es unbedingt, daß Deutschland in China einen Stützpunkt habe. Abg. Oertel (Bund der Landwirte) bemerkt, Handel und Industrie würden nur gedeihen, wenn in den Handelsverträgen vor allem die nationale Arbeit geschützt verde. Was die Kulifrage anlange, so stehe die Rutsche Landwirtschaft in höchster Gefahr, falls Rußland wirklich demnächst den Uebertritt von Arbeitern uch Deutschland hindern sollte. Und dann müsse unsere «sktzgebung helfen behufs Heranziehung ausländischer Itbeiter. Auf Anfrage des Redners erklärt Staatssekretär tirpitz, Kiautschou werde leicht mit gutem Wasser zu '«sorgen sein, da auf dem Prinz Heinrich-Berg und ander- wit gute Quellen gefunden seien. Abg. Liebknecht (Soz.) wendet sich gegen die Geschäftsführung des Präsidiums, das Ausdrücke, wie „Schreckgespenst" nicht dulde und verhindere, wenn ein sozialdemokratischer Redner über gewisse Reden sprechen wolle. Präsident Graf B a l l e st r e m fordert den Redner auf, die Geschäftsführung des Präsidiums nicht zu kritisieren. Abg. Liebknecht (Soz.): Nun, Sie sehen ja, durch das, was der Herr Präsident eben sagte, wird ja bestätigt, was ich eben ausgeführt habe. (Rufe links: Sehr richtig!) Nunmehr entspinnt sich eine längere Auseinandersetzung zwischen den Abgeordneten Liebknecht (Soz.) und Graf Arnim (Rp.) über den sozialdemokratischen „Zukunftsstaat". Der Etat für Kiautschou wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten bewilligt. Morgen: Initiativanträge. Antrag betr. Jesuitengesetz (dritte Lesung); desgsl. betr. Seidenzoll; Antrag Rickert, betr. Schutz des Wahlgeheimnisses. Schluß gegen 5 Uhr.______________________________ Deutsches Reich. Berlin, 31. Januar. Der Unterstaatssekretär im Kultusministerium vr. v. Weyrauch hat aus Gesundheitsrücksichten zum 1. April seine Pensionierung erbeten. Herr v. Weyrauch leidet der „Kreuzzeitung" zufolge an heftigen rheumatischen Affektionen, welche ihm die Verwaltung seines Amtes erschweren. — Prinz Ludwig von Bayern hat das Pro- tektoratdes neugegründeten deutschen Schifferbundes übernommen. — Deutsche Schiffe in Algier. Dem „Journal" zufolge trafen gestern früh in Oran die deutschen Schulschiffe „Charlotte" und „S t o s ch" ein. Nachdem Salutschüsse ausgetauscht worden waren, kamen Vertreter der französischen Behörden an Bord der deutschen Schiffe und wechselten mit den Schiffskommandanten höfliche Begrüßungs- Worte. Den Mannschaften wurde gestattet, im Laufe des Tages in kleinen Gruppen an Land zu gehen. Die Schulschiffe werden nach einem dreitägigen Aufenthalt in Oran nach Algier gehen. — Bismarckbriefe. In der Zeit, in der der Generalfeldmarschall Edwin von Manteuffel Statthalter von Elsaß-Lothringen war, führte Fürst Bismarck einen lebhaften Briefwechsel mit ihm über die wichtigsten politischen Fragen. Die „Leipz. N. N." erzählen nun: Die Briefe waren fast durchweg privater Natur, und so kam es, daß sie im Besitz des Feldmarschalls verblieben und nach dessen Tode mit seinem übrigen kostbaren Besitz den Erben anheimfielen. Wie so vieles andere, z. B. auch der Feldmarschallsstab, so wurden von der Seite auch diese Briefe Bismarcks zu Gelde gemacht; ein Berliner Bankier und Autographensammler erstand sie für den Preis von 40,000 Mk. Das kam zur Kenntnis eines in der Bismarckliteratur sehr bekannten Mannes. Er wandte sich an den Besitzer des kostbaren Materials mit der Bitte, ihm die Durchsicht der Briefe zu gestatten; nicht nur diese Erlaubnis, sondern sogar die Anfertigung von Abschriften wurde in Aussicht gestellt. Ehe aber an die Ausführung geschritten wurde, wandte sich der Bankier, der außer mit einem Teile des hohen Adels, auch mit dem preußischen Hofe zu thun hat, an das preußische Haus-Ministerium mit der vertraulichen Anfrage, ob von dieser Seite nichts im Wege stehe. Da wurde ihm der Bescheid, er würde durch die Ermöglichung einer Veröffentlichung jener Briese des Fürsten Bismarck allerdings seine geschäftlichen Beziehungen zum Hausministerium gefährden. Infolge dessen bat der Bankier den Forscher höflich um Entschuldigung, daß er feine Zusage nicht erfüllen könne: jene geschäftlichen Beziehungen seien für ihn aber doch zu wertvoll, und so wolle er den einzigartigen Schatz von Bismarckbriefen denn lieber unbenutzt in seiner ohnehin kostbaren Autographensammlung liegen lassen. Das genannte Blatt weist auf die Gefahr hin, daß irgend ein reicher Ausländer diese kostbare Reihe von Bismarckbriefen erwirbt und damit dem deutschen Besitz für immer entzieht. Angesichts solcher Möglichkeit sei die Schaffung eines Bisrnarck-Archives aus nationalen Mitteln von größter Bedeutung. Rottenburg, 29. Januar. Das Domkapitel ist jetzt wieder vollzählig, nachdem der neue Bischof vorgestern den Dekan und Stadtpfarrer Josef Müller in Saulgau in das Domkapitel berufen hat. Den Senior des Domkapitels, Domkapitular Eger, ernannte der Bischof zum Generalvikar. Karlsruhe,31. Januar. Der badische Handelstag beschloß einstimmig, eine Petition an den Reichstag zu richten, in welcher dieser ersucht wird, dem § 5 der Bauk- gesetznovelle, soweit in demselben Privatbanken verpflichtet werden, nicht unter dem Prozentsatz der Reichsbank zu diskontieren, seine Zustimmung zu versagen. Ausland. Paris, 31. Januar. Zu dem neuesten Abschnitt der Dreyfus-Sache wird der „Tägl. Rundsch." aus Paris geschrieben: Es ist nicht das erste Mal, daß die Unparteilichkeit des obersten Gerichtshofs in Frage gestellt wird. Das sollten die Radikalen und Sozialdemokraten, die jetzt von einem „Attentat auf die oberste richterliche Autorität" sprechen, am besten wissen. Hat doch einer der ihrigen, der Abgeordnete Viviani, vor nicht langer Zeit den Bericht über die Panamaskandale verfaßt, der auf Beschluß der Kammer in allen 36000 Gemeinden Frankreichs angeschlagen wurde. Darin war gesagt, durch die Fehler des obersten Gerichtshofes seien die Hauptschuldigen der ihnen gebührenden Strafe entzogen worden. Die auf Grund dieses Berichts eingeleitete Disziplinaruntersuchung stellte nur fest, daß der damalige General-Staatsanwalt Quesnay de Beaurepaire von den „besten Absichten" geleitet gewesen fei. Letzterer erklärte aber in der Lage zu sein, die Personen namhaft machen zu können, welche die Versäumniffe des obersten Gerichtshofes verschuldet hätten. Hier liegt die Stärke jenes Anklägers der Herren Löw, Bard und Manau. Jüngst drohte er das Ergebnis der für die Kriminalkammer erdrückenden Zeugenvernehmungen in Sachen Löw-Bard- Picquart veröffentlichen zu wollen, wenn die Regierung sich darauf beschränke, nur die „Meinung" des Herrn Präsidenten Mazeau bekannt zu geben. Und gleich darauf erklärte sich die Regierung bereit, dem Kammerausschuß die Protokolle vorzulegen. Nach Mitteilungen Beaurepaires erklärte Mazeau nach Vernehmung eines Zeugen: „Der Fall ist so ernst, daß ich davon sofort den Justizminister unterrichten muß." — Die Telegraphen-Agenturen berichten getreulich über alle Kundgebungen der „Liga für die Menschenrechte", die nur aus einer geringen Anzahl von Anhängern des Dreyfussyndikats besteht. Dagegen entgehen ihnen offenbar alle wichtigen Vorgänge aus anderen Lagern. Hauptmann Freystätter, ein Mitglied des Kriegsgerichts über Dreyfus, der nach Aufsätzen des Herrn Reinach gesagt haben sollte: „Wir haben einen Unschuldigen degradiert", hat vielmehr erklärt: „Für mich ist nicht ein Schatten von Zweifel über die Schuld des Dreyfus vorhanden." Auch Blätter wie „Temps", „DSbats" u. s. w. verzeichneten die Zeugnisse, aus denen hervorgeht, daß Oberst Henry wegen seiner seltenen Tüchtigkeit, Unbescholtenheit, Sittenstrenge und Tapferkeit der Liebling und Freund von Männern wie Miribel gewesen und immer die schwierigsten Ausgaben übernommen habe. Die Annahme, daß er, nur um die Geheimpapiere der Meute des Dreyfussyndikats zu entziehen, ein falsches Aktenstück hergestellt habe, wird daher von allen Unbefangenen geteilt. Paris, 31. Januar. Das neue Rechtspflege-Gesetz beschäftigte, wie angekündigt, am Montag die Deputiertenkammer. Der Justizminister Lebret brachte den Gesetzentwurf ein, nach welchem Revisionssachen von den vereinigten Kammern des Kassationshofes abgeurteilt werden sollen und verlas unter lautloser Stille den Motivbericht, wonach es sich nicht um ein Gelegenheitsgesetz handele, sondern vielmehr um ein Gesetz, welches eine Notwendigkeit geworden sei und dazu dienen werde, eine allgemeine Beruhigung im Lande herbeizuführen. (Beifall im Centrum, Murren auf der äußersten Linken.) Er werde der Kommission gleich in ihrer ersten Sitzung die gesummten Akten der Untersuchung zustellen lassen. (Beifall.) Faure (Nationalist) fordert die Verweisung der Vorlage an eine besondere Kommission und sagte, die Mitglieder der Kriminalkammer des Kassationshofes, welche verdächtigt seien, dürften an der Entscheidung über die Revision nicht teilnehmen. (Widerspruch und lebhafte Bewegung.) Lebret erwidert, die Schlußfolgerungen der Untersuchungen berührten die Ehrenhaftigkeit und Aufrichtigkeit der Richter nicht. (Bewegung auf verschiedenen Bänken.) Der Antrag auf Verweisung an eine besondere Kommission wird nach einige* weiteren Verhandlungen hierauf mit 346 gegen 189 Stimmen abgelehnt. Dieselbe ist demnach der bestehenden Kommission überwiesen. — Der ursprüngliche Gesetzentwurf betreffend die Aburteilung von Revisionssachen ist übrigens dahin abgeändert worden, daß die Aburteilung dem ganzen Kaffationshofe nicht etwa nur in bestimmten, sondern tn allen Fällen zu übertragen ist. Die Begründung des Ge- setzentwurfs geht von langen juristischen Erwägungen aus »nd schließt: „Der neue Gesetzentwurf wird sofort auf eine Angelegenheit Anwendung finden, welche eine tiefe Spaltung in allen Gemütern hervorruft. Man wird ohne Zweifel einwenden, daß dies ein Gelegenheitsqesetz sei; es ist aber vor allem ein Gesetz der Notwendigkeit und der Beruhigung. Wir meinen, der Beschluß, den der vollständige Kassationshof fassen wird, wird allen Geistern mit unwiderstehlicher Kraft als zwingend sich aufdrängen und den Spaltungen und der Agitation, die seit langer Zeit das Land beunruhigen, ein Ende machen." Amerika. Ueber die neue kubanische Verlegenheit der Vereinigten Staaten kommen jetzt nähere Aufklärungen. Es handelt sich um die bedenkliche Haltung des Heeres der Aufständischen. Kürzlich verlangte deren Befehls. Haber Gomez von den Vereinigten Staaten den Betrag von 16 Millionen Dollars zur Bezahlung seiner Truppen und lehnte es ab, das Heer zu entlasten, bevor er das Geld erhalten habe. Gomez erklärt, daß er sich an das frühere Abkommen mit den Vereinigten Staaten, wonach drei Millionen unter die noch unter den Mafien befindlichen Kubaner verteilt werden sollten, nicht mehr für gebunden betrachte. — Zu derselben Angelegenheit wird aus Havanna gemeldet: „Der Zivil-Gouverneur Mora erklärt, daß die Frage der Soldauszahlung an das kubanische Heer wichtiger sei, als man sich in Washington vorzustellen scheine. Sollten die Vereinigten Staaten sich der Zahlung weigern, so wäre die Tyrannei größer, als die der Spanier. Die Angelegenheit wird auf Kuba leidenschaftlich besprochen.______________ Lokales und Provinzielles. Gießen, den 1. Februar 1899. • • Aus dem Gerichtsdienst. Durch Entschließung Groß- herzoglichen Ministeriums der Justiz vom 26. Januar ist der Großherzogliche Gerichtsassessor Heinrich Schneider in Mainz vom 1. Februar ab bis auf weiteres mit Wahr- «ehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei Großherzoglichem Amtsgericht Mainz beauftragt worden. * • Technische Hochschule Darmstadt. Die Großherzogliche Regierung soll beabsichtigen, in nächster Zeit mit einer Anforderung von 500,000 Mk. für die Technische Hochschule an die Stände heranzutreten. Geplant ist die Vergrößerung der physikalischen Anstalten, insbesondere die Errichtung einer physikalischen Prüfungsanstalt, in welcher Steine, Erze rc. einer experimentellen Untersuchung unterzogen werden können. Es ist hierzu die Anschaffung großer und kostspieliger Maschinen erforderlich. • • Die erste diesjährige Schlußprüfung der Kandidaten der evangelischen Theologie hat am Montag vormittag in den Amtsräumen des Großherzoglichen Oberkonsistoriums zu Darmstadt ihren Anfang genommen. Es beteiligten sich daran 9 Examinanden, von denen 4 aus Starkenburg, 3 aus Oberhesten, 1 aus Rheinhessen und 1 aus Thüringen sind. • * Oberhesfischer Geschichtsverein. Auf den am Donnerstag abend 8 Uhr im oberen Saale des Cafs Ebel stattfindenden Vortrag des Herrn Privatdozenten Dr. Korne- man n über „Das römische Germanien" erlauben wir uns, auch an dieser Stelle nochmals aufmerksam zu machen. • • Vortrag. Wie aus dem Inseratenteile ersichtlich ist, läßt heute die Ortsgruppe des Deutsch nationalen Handlungsgehilfen-Verbandes Hamburg durch ihren Ver- bandsvorsteher, Herrn W. Schack, einen Vortrag über das Thema: „die Kaiserlichen Botschaften und die soziale Reform im Handelsgewerbe" halten, worauf wir die Gießener Kaufmannschaft, speziell die Kaufmanns-Angestellten besonders Hinweisen möchten. ♦* Stadttheater. Ueber das am Freitag abend in Szene gehende Lustspiel „Auf der Sonnenseite" von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg schreibt die „Deutsche Warte": Mit sicherem Blick und scharfer Beobachtungsgabe haben die zwei getreuen litterarischen Kampfgenoffen die schwachen und starken Seiten ihrer lieben Mitmenschen erforscht, mit staunenswerter Geschicklichkeit und frappierender Routine gelingt es ihnen, immer von neuem eigenartige, aller Welt gut bekannte Persönlichkeiten, als Typen der modernen Gesellschaft im Spiegel der Bühne uns vorzuführen. Sie schreiben aus der Zeit und für die Zeit, ste wiffen namentlich die Großbourgeoiste des zur Neige g henden Jahrhunderts an ihrer Achillesferse zu faffen — ohne zu verwunden. Wer Blumenthals köstliche, mit feinster Satire gezeichneten Lust« spielfiguren Theaterpuppen nennt, der verkennt die Juten- tionrn des geistreichen Photographen unter den modernen Bühnendichtern eben so sehr als die berechtigten Forderungen jedes großstädtischen Theaterpublikums. Schon in den Werken seiner ersten bühnenfchriststellerischrn Periode, in Stücken wie .Ein Tropfen Gift", „Die große Glocke" u. a. hat der seit, hertge Direktor des Lesfing-Theaters mit unverkennbarem Glück und Geschick die Schäden und Schwächen der Z-it und der modernen Menschen in feinsinniger Werse gegeißelt. Seit er sich mit einem so gewandten Schauspieler, als der sich Gustav Kadelburg in der Wiedergabe eleganter Lebemänner stet« bewiesen, affociiert hat, ist er auf seiner Bahn um so schneller und wirksamer vorgedrungen. „Großstadtluft", „Orientreise", „Mauerblümchen", „Zwei Wappen", „Hans Huckebein", „Im weißen Rößl", und neuerdings „Auf der Sonnenseite" find Produkte dieser litterarischen Verbrüderung, die den Fleiß sowohl als das ehrliche Streben der beiden nimmermüden Theaterleute glänzend dokumentieren. U>d ich bin der Ansicht, daß „Auf der Sonnenseite" keinen Rückschritt bedeutet, trotzdem einige, in ihren innersten und gehe-msten Empfindungen schmerzlich getroffene Stammgäste des König, lichen Schauspielinstitutes am Schillerplatz in d r Samstag Premiere des Lustspiels nach dem 2. und 3 Akte in etwas vorlauter Weise den vollen Erfolg des Stücke« zu schmä ein suchten. Es gelang ihnen nicht. Die Beifallsspcnder behielten — und das mit Recht — die Oderhand. Die Idee de« neuen Lustspiels ist barmlos und altbewährt, aber durchaus I zeitgemäß von neuen Gesichtspunkten au- betrachtet und burdj I geführt. „Auf der Sonnenseite" de« Leben- stehen soviel Elemente der guten bürgerlichen Gesellschaft, von der Sonnen seile wollen und können ste ihr Leben neu sehen und beur- teilen Botho, Freiherr von Sandorf und kein Freund R chard von Brick haben ihr Leden „Auf der Sonnenseite" genoffen und im güldenen Strahl der Sonne „auf der Bären haut" die Zeit b«r Jugend verschlafen. Ars die Schatten der Armut aber drohend am heiteren Himmel Heraufziehen, bleibt ihnen nichts, als die trostlose Erke, ntnis, daß sie nichts gelernt und nichts geleistet, — ein Kügelchen vor den Kopf wäre vielleicht noch der einzige Ausweg. Den reichen, verarmten Evelleuten wird der bürgerliche Emporkömmling, der Millionär und ehemalige Töpferm-ister „Heinrich Wulkow" noch manch, mal der gute Engel und Retter. Nach seinem Vorbild lernen ste eigene Arbeit schätzen, der erste Hundert Markschein, den Botho selbst verdient, giebt ihm Mut und Ehrgefühl wieder und mit dem Glauben an sich selbst erkämpft er sich in Wulkows Töchterlein Käthe ein treiiffi liebende» Weib. * Kaiser-Panorama. Das Panorama, Neuen Bäue 1, hat diese Woche eine neue Reise durch Oberbayern ausgestellt Wir sehen erst München mit seinen Sehenswürdigkeiten, dann das herrlich gelegene Bad Reichenhall mit seiner romantischen Umgebung. Besonders interessant ist der Schliersee, Tegernsee mit seinen Gebirgspartien, Eibsee und die Zugspitze, sowie der Watzmann und der Königssee. Auch Bad Krankenheil und Tölz mit seinen Schwefel- und Jodbädern liegen sehr romantisch. Herrliche Ansichten bieten der Neubachfall, die Wimbach- und Partnach- Klamm. Die Serie, welche sich durch ihr schönes, unvergleichliches Kolorit auszeichnet, empfehlen wir zum Besuch I auf das angelegentlichste. * • Die Sicherung des Eigentums gegen Einbrnchsdiebstahl. Angesichts der immer häufiger werdenden Fälle von Eigen- ! tums-Vergehen, welcher Tag brächte nicht neue dieser betrübenden Vorkommnisse, und welche Zeitung nimmt man zur Hand, ohne auf Nachrichten von Einbruch und Diebstahl zu stoßen? — dürfte es gewiß von allgemeinem Interesse sein, einmal die Frage zu erörtern: „Wie schütze ich mich gegen Schaden und Verlust an meinem Eigentum? reicht der öffentliche Schutz, reichen meine privaten Vorkehrungen dazu aus? Letztere Frage muß verneint werden. Die Erfahrung zeigt, daß die Diebe jegliche Hindernisse schlau zu überwinden verstehen; die besten Geldschränke werden in der Muße der Nacht erbrochen, Wächter werden umgangen, ja es wird, um diese und andere sich entgegenstellende Hindernisse unschädlich zu machen, gelegentlich sogar schweres Verbrechen nicht gescheut. Das Gesetz bestraft den Thäter, wenn es ihn erlangt, das Eigentum garantiert es dagegen nicht, und es ist wohl in den meisten Fällen verloren. Den Schaden und Verlust an seinem Eigentum muß der Betroffene selbst tragen. Da gelangte dieser Tage eine Police an uns, durch welche die Frankfurter Transport-, Unfall- und Glas-Versicherungs-Aktien-Gesellschaft in Frankfurt a. M. in einer feststehenden Form Versicherung gegen Einbruchsdiebstahl gewährt. Die originelle Gestaltung dieser Versicherung, ihre Billigkeit, und die Einfachheit des Aufnahmeverfahrens legte es uns nahe, auf sie unsere Leser aufmerksam zu machen. Die Gesellschaft verlangt nicht den üblichen Antrag mit seinen vielen Fragen und dem lästig empfundeneu Eindringen in alle Privatverhältnisse, sondern eine fertige Police über eine Versicherungssumme von Mk. 5000 lautend, welche auf die verschiedenen Kategorien der im Haushalte befindlichen Gegenstände und Werte: Mobilar, Kleider, Wäsche, Betten, Gold- und Silbersachen, Sparkassenbücher, Wertpapiere, baares Geld usw. verteilt ist, wird zu einer Jahresprämie von Mk. 5, an jeden Haushalt bis zu Mk. 8000, abgegeben. Die Gesellschaft kommt in voller Höhe des Schadens bis zur Grenze der gedachten Versicherungssumme auf. Auch die Gegenstände auf dem Boden und im Keller sind eingeschlossen, also beispielsweise auch die Wäsche, welche die Hausfrau zum trocknen auf den Boden hängt, wie ihre Kohlen und andere Haushaltsvorräte im Keller. Nicht nur für den Verlust an Gegenständen, sondern auch für die Beschädigung solcher wird Ersatz geleistet. Jeder Einbruchsversuch führt ja wenigstens Beschädigungen mit sich, und oft wird von den Dieben in vandalischer Weise Zerstörung geübt. Als Einbruch erkennt die Gesellschaft auch das Oefinen mit falschen Schlüsseln oder Dietrichen, auch das Einschleichen und den unter dem Schutze der Nacht ausgeübten Diebstahl. Die Bedingungen zeichnen sich durch Kürze und klare Fassung aus. Wie man uns mitteilt, hat die Gesellschaft auch eine Haushaltungspolice gleicher Form über eine Versicherungssumme von Mk. 10,000, zu einer Jahresprümie von Mk. 10, hergestellt, welche alle Haushalte in einem Werte bis zu Mk. 15,000, nehmen können. Wir begrüßen diese Idee, und wünschen ihr guten Eingang. Die kleine Ausgabe wird niemand scheuen, um damit sich bei Abwesenheit vom Hause die Beruhigung zu verschaffen, sein Eigentum gesichert zu haben, und das erscheint heute fast ebenso nötig, als die Versicherung gegen Feuersgefahr. Die Brände nehmen ab, aber mit der Gefahr von Einbruchsdiebstählen scheint man nach den fortgesetzten Ereignissen mehr als je rechnen zu müssen. ** Warnung vor Zuzug nach Paris. Im deutschen Hilfsverein zu Paris macht sich schon die Anziehungskraft der daselbst im Jahre 1900 stattfindenden Weltausstellung in sehr empfindlicher Weise bemerkbar. In der Hoffnung, bei den Arbeiten für dieselbe Beschäftigung oder irgend eine Anstellung zu erhalten, kommen jetzt schon aus allen Teilen Deutschlands besonders jüngere Leute in großer Zahl dort an, fast sämtlich ohne Mittel und der französischen Sprache nicht mächtig. Sie sehen sich in ihren Erwartungen sehr schnell getäuscht, da der Andrang von Arbeitsuchenden dort sehr groß ist und Einheimische den Fremden vorgezogen werden. Völlig mittellos geworden, wenden sie sich schon nach wenigen Tagen an den Hilfsverein und bitten um Heimbeförderung, welche der Verein aber nur in den allerseltensten Fällen zu gewähren imstande ist. Mit kleinen Geldunterstützungen, wie sie der Verein eben nur geben kann, ist den Leuten wenig geholfen. Dieser Zustand wird sich mit dem Herannahen der Weltausstellung immer mehr verschärfen, und der Hilfsverein wird besonders im Ausstellungsjahre selbst tu einer Weise in Anspruch genommen werden, welche seine Kräfte weit übersteigen und ihn verhindern dürfte, seinen sonstigen Aufgaben gerecht zu werden. Der Hilfsverem hat in seinem letzten Jahresbericht hierauf schon aufmerksam gemacht und an die deutsche Prefie die Bitte gerichtet, vor unüberlegtem Zuzug nach Paris zu warnen. Dieser Jahresbericht wurde an eine Reihe größerer Zeitungen gesandt, die Warnung war aber bisher von keinem Erfolg begleitet, da diese Blätter von jenen Leuten, welche hier in Betracht kommen, kaum gelesen werden. — Um einem weiteren Zuzug vorzubeugen, halten wir es für angebracht, die vorstehende Warnung zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Lich, 29. Januar. Gestern Mittag fand unter zahl- reicher Beteiligung aus Stadt und Land im Gasthaus „Zum Holländischen Hof" zu Ehren des nach Bad Nauheim versetzten Herrn Oberamtsrichters S ü ff er t ein Abschiedsessen statt. Die Reihe der Toaste begann Herr Gerichtsschreiber Kohlheyer mit einem solchen auf Seine Königliche Hoheit den Großherzog; sodann sprachen auf den Gefeierten die Herren Bürgermeister Heller, Gerichts, accessist Seibert, Ortsgerichtsmann Vogt und Gerichtsschreiberaspirant Leichner. Sie alle legten Zeugnis ab von der Liebe und Verehrung, die sich Herr Oberamtsrichter Süffert während seines 4V,jährigen Wirkens rm hiesigen Gerichtsbezirk erworben hat. Der Schetdende dankte in bewegten Worten, und weihte sein Glas dm Wohlergehen der Bezirksangehörigen. Die Tafel verlnf, dank auch den gebotenen materiellen Genüssen des Gasthalters Glöckner, sehr animiert. Die besten Wünsche weiter Kreise der hiesigen Einwohnerschaft begleiten die Familie Süffert nach ihrem neuen Wohnort. Büdingen, 28. Januar. Heute konstituierte sich hier ein Verschönerungsverein, der bereits 120 Mitglieder zählt. Zum 1. Vorsitzenden wurde Herr Kreisrat Jrle, zum Stellvertreter desselben Herr Bürgermeister Knaf gewählt. Neu-Ulrichsteiu, 29. Januar. Der Geburtstag Sr. Majestät des Deutschen Kaisers wurde in unserer Arbeiter-Kolonie auch in diesem Jahre wieder in der üblichen Weise festlich begangen. Die Feier begann gegen 5 Uhr nachmittags mit einem Gottesdienste, in welchem Herr Pfarrverwalter Erckmann von Maulbach die eindringliche Predigt hielt. Dann wurde ein besseres Abend« essen gereicht, worauf den Leuten Bier und Zigarren gespendet wurden. Mit einer kurzen Ansprache brachte Herr Inspektor Ritte das Hoch auf Seine Majestät aus, das freudigen Widerhall fand; hübsche patriotische Gesänge und Vorträge der Kolonisten schlossen sich an, und erst gegen 12 Uhr erreichte die animierte Feier ihr Ende. □ Darmstadt, 31. Januar Der neuernannte Dozent für Trigonometrie und höheres Vermessungswesen an unserer Hochschule, Herr Professor Fenner, (vordem in Aachen) hielt heute seine Antrittsrede, wobei er über Landesaufnahmen, insbesondere in Preußen in interessanter Weise sprach. Er charakterisierte die drei Arten von Karten: gewöhnliche Vermessungskarten, topographische und generelle Karten in Herstellung und Anwendung, und gab eine aktuelle Schilderung der einschlägigen Arbeiten an Hand der Aufnahmen der seit Mitte 70er Jahre geschaffenen „Königlich Preuß. Landesaufnahme." Bei diesen wird vom Großen ins Kleine gearbeitet; ein einheitliches Triangulationsnetz mit etwa 50 Kilometer von einander entfernten Punkten bildet das erste. Nunmehr sind 41 Offiziere, 190 Techniker und 27 Bureaubeamte stetig mit der Landesaufnahme beschäftigt, wofür seit 1879 jährlich !*/< bis 1*/, Mill. Mk. verausgabt werden. Die Arbeiten der einzelnen Abteilungen: trigonometrische, topographische und kartographische sind streng eingeteilt ilnd gegliedert. Seit 1865 und 1878 ausgedehnt über das ganze Deutsche Reich, wird eine deutsche Gradabteilungskarte (im Maßstab Viooooo) hergestellt, und zwar mit den neuesten Hilfsmitteln der Wissenschaft und Technik und peinlichster Genauigkeit. Man darf erwarten, das große Kartenwerk bis 1903 für Preußen und die Reichslande, bis etwa 1915 insgesamt vollendet zu sehen; seine I letzten Blätter werden ein ruhmreiches Werk deutscher Kultur« i arbeit abschließen. (Lebhafter Beifall). X. Darmstadt, 31. Januar. Die Räume des Hauptpost- und Telegraphenamts I in der Rheinstraße sind in den letzten Jahren mit dem stark gestiegenen Verkehr zu beschränkt geworden, sodaß, gutem Vernehmen nach, die Postbehörde, die Genehmigung des Reichstags Vorbehalten, das anstoßende PrinzlichBattenberg 'sche P a l a i s, daS seit dem Tode des Prinzen Alexander nicht mehr ständig bewohnt wurde, zu Vergrößerungs-Zwecken angekauft hat. — Am Hoftheater wird es mit nächster Saison verschiedene Personaländerungen geben. Neben den schon ge- I meldeten wird auch unser erster Liebhaber, Herr Stöckel, I der sich im Laufe der Zeit zu einem sehr verwendbaren I Mitglieds herangebildet hat, uns verlassen. Ob die vielen Aenderungen für das Institut von Vorteil sein werdet I bleibt zu bezweifeln. Darmstadt, 31. Januar. Herrn Minister i. P. W ebE Exz. wurden zu seinem heutigen 7 0. Geburtstage zahl' I reiche Glückwünsche und Ovationen zu Teil, die Zeugnis I von der allgemeinen Verehrung und Liebe darlegten, deren I sich der Jubilar zu erfreuen hat. Schon am frühen Vor- I mittag überreichte Herr Kabinettsrat Römheld die Glück- I wünsche Sr. Kgl. Hoheit und ein Bildnis des Großherzogs I mit Allerhöchster Namensunterschrift. Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm überbrachte persönlich die Glückwünsche zum I heutigen Tage. Herr Dekan Dr. Vossius von der mediz«- M ISS Jak bri Königsberg khristoph ®° jbtt alleMich Pvßßvr an dri tartW uünlt'ge Tadle: geraume M Ml galt als &i&ffing stine M --is er ! yubtt U66 in MB ***?. affig MS »'N.»* zn-db-rg l* anb °bj »erbringe»' J riumS gr°A'" litte @lii*” 6t. A fr p7, Goler W>- »treins Dannfta Ne aa8 einer ff! eine Eingabe - Birlw, daß er sei Erdlkirche wieder \i mch denn gerade di Die Rechn' keucht, sowie di Mchimg btt < ta M 81 b Kmerkungen z werden, ©itfoen :i '043 N dem g Ä am Kops . Der 6igent' n'l r Wchn gch Sieben, j '"»erhall lbe, sä Am rn Mm bitt “ltb «Sorbet WM Ä&’SU JXÄ i-toe 6^?. ' Wibti "**" wiri", St DerV ff Stt 3 » sm, WtieteinL aufmerksam^ Achtet, toi D'esn Jahn N Sesach ^fvlg begleitet ller m Betrat u weiteren 9tt ^cht, die tot zu bringen. and unter zahl ' im Gasthauj h Vad Nauhei: -in Abschied; -Herr Gericht- ls Seine Sonic rachen auf de üer, Gericht; t und Gericht- ten Zeugnis c )err Oberam :n Weif 'n k)er Scheide sein Glas e Tafel Verl ässen des Ge i Wünsche im ten bie Famii tuierte sich hä it* 120 Mi Herr AriSw *8Mtt uibbe * itlbjl , ' ?klch! fei» «ischen Fakultät Gießen überreichte in längerer Ansprache das Diplom als Ehrendoktor der medizinischen Fakultät der Universität Gießen. Die Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege überbrachte durch die Herren Geh. Ob.-Med.- Rat Dr. Pfeiffer, Geh. Ob.-Med.-Rat Dr Neidhart und Ob.-Med.-Rat Dr. Lorenz ihre Glückwünsche. Der ärztliche Verein Darmstadt und der ärztliche Kreisverband Friedberg ließen durch die Herren Geh. Med.-Rat Dr. Draudt rmd Geh. Ob.-Med.-Rat Dr. Pfeiffer ihre Glückwünsche darbringen. Namens der Abteilungen des Finanzministeriums gratulierten die Herren Geh. Rat Schäffer, Geh. Rat Michell, Min.-Rat Willbrand, Min.-Rat Deisler, Geh. Ob.-Fin.-Rat Ewald und Geh. Ob.-Baurat Meyer. Schriftliche Glückwünsche sandten u. a. Fürst Isenburg-Büdingen, Se. Exz. Dr. Neidhart-Berlin, der Generalarzt der Armee Dr. Coler Exz.-Berlin, sowie der Vorstand des Kriegervereins Darmstadt. Aus der Zeit für die Zett. Vor 199 Jahren, am 2. Februar 1700, wurde zu Juditten bei Königsberg der Dichter und Grammatiker Johann Christoph Gottsched geboren, der sich berufen fühlte, tber alle poetischen Erscheinungen zu Gericht zu sitzen. Als Professor an der Universität zu Leipzig gründete er dort eine deutsche kritische Zeitschrift, die unter dem Namen „Die vernünftige Tadlertn" lange Jahre bestand. Gottsched war geraume Zeit der gefeierte Kunstrichter de» Norden», sein Urteil galt als unfehlbares Gesetz de» Geschmackes, bis end« lich Lessing seine Autorität und angemaßte Diktatur in Stücke schlug, als er Klopstock verhöhnte. Er starb am 12. Dezember 1766 in L ipzig. Gingesandt. Gießen, 31. Januar 1899. Wie aus einer der letzten Nummern dieses Blattes hervorgeht, soll eine Eingabe an den evangelischn Ktrchenvorstand gerichtet werden, daß er seinen zweimaligen Beschluß widerrufe und die biadtktrche wieder für Aufführung von Oratorien hergebe. WeShaib muß denn gerade die evangelische Kirche der Konzertsaal sein? Sie istS nur zur lang gewesen. ES werben doch nicht allerorten — wenn auch an manchen — die Oratorien in der Kirche aufgesührt. WeS- h«lb wird nicht vielmehr in der Verweigerung der Stadtktrche ein Antrieb erblickt zur weiteren Förderung der Erbauung eine» SaalbaueS? Stünde der schon, so würde, glauben wir, «in derartiges Anfinnen überhaupt nicht gestellt werden. Wetzhalb soll «8 nicht möglich sein, da» vor Jahren leider gescheiterte Projekt nunm V zur Ausführung zu bringen? Unsere Bevölkerung ist doch opferwillig genug, wie die Errichtung deS VolkSbadeS gezeigt bar, das zur Hälfte auf Zeichnungen hiesiger Einwohner, vorab der Unt- oersitätsangebörigen, gegründet ist. Etn Bedürfnis ist ein Saalbau zweifelsohne, sofern damit auch ein Theatersaal mit großer Bühne v-rbunden wird, denn trotz der stattgehabten Verbefferung lassen unsere Theaterräume und besonders die Bühne doch noch recht viel zu wünschen übrig. Mair denke auch daran, daß der j.tzt beginnenden FastnachtSveranstattungen halber die Theateraufführungen etwas seltener werden, weil Mangel an großen Sälen ist, man denke endlich auch an den bisher, trotz seiner verzwickten Ausgänge, immer noch zu Konzertzwecken verwendeten Saal des GefellschafiSoerrins. Nur frisch und mutig ans Werk! Denn biS auf die bisher betriebene Art und Weife das nötige Geld zusammenkommt, wird noch sehr, sehr viel Wafler die Lahn hinunter fließen müssen. Auch ein Mitglied der evangelischen Gemeinde Gießen. Gießen, 31. Januar 1899. Geehrte Redaktion! In der gestrigen Nummer Ihre« werten BlatteS befindet sich ein Eingesandt deS Herrn Präcepior Lucius in Forsthaus Echzell. Um nun Mißdeutungen zu vermeiden, teile Ihnen hierdurch ergebtnst mit, daß die Anlage bei Herrn Lucius nicht von mir auSgeführt worden ist, sondern von einer Hanauer Konkurrenz Firma. Ich habe, um falschen Ansichten des Publikums über die Acetylen- Beleuchtung infolge deS Artikels in Ne. 23 Ihre« geschätzten Blattes zu begegnen, Herrn LuciuS zudem fragl. Eingesandt selbst veranlaßt, und glaube ich im Etnoerständniffe deS Herrn Präc
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