1809 Freitag den 1. Deeember Sh« Erstes Blatt. Rr. 28.3 Aints- und Anzeigeblatt siiv den Ureis Gieren 6824 ken: ' er8i6htlleh. ii ii ii M be- ii N Annahme van Anzeigen zu dec nachmittag« für den folgenden Tag erfcheinenden Nummer bt8 vocm. 10 Uhc. 8 8 8 8 8 Alle Anzetgen.Berw't»lungSstellen deS In- nnd AuSlande- nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen« Hk. ii 2.20 W ~.eo -.65 Redaktion. Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar. 7. Hauptversammlung des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberheffen. vormittags 9 Uhr ab. Gießen, den 29. November 1899. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen. Frhr. Schenck. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hesßsche Zandwirt, Klätter für hessische Volkskunde.__________________ 1. Bericht über die Thätigkeit des Vereins. 2. Verwertung von Tier-Kadavern im Interesse der Landwirtschaft. Referent: Herr Kreisveterinärarzt May in Friedberg. Laubach, den 22. November 1899. Der Präsident des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen Friedrich Graf zu Solms-Laubach. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. daß Kaiser Franz Josef nicht schon längst dmch ein Machtwort die unwürdige Behandlung der größten Nation seines Reiches beseitigte, aber man muß berücksichtigen, daß es in einer vielsprachigen Monarchie ein schweres Amt ist, die Zügel zu führen, es jeder Nation recht zu machen und bei keiner anzustoßen. Vielleicht hat sich Franz Josef von der Ministerschaft des Grafen Thun mehr versprochen, als dieser leisten konnte; es fehlte ja bei der Kabinetts- ibernahme durch den Grafen Thun nicht an Stimmen, welche schon damals die Wünsche der Deutschen in Er- üllung gehen sahen. Aber man hatte sich doch arg getäuscht. Hoffentlich erleben die Deutschen nicht auch jetzt wieder eine Enttäuschung durch den (trafen Clary, der in dem gegenwärtigen innerpolitischen Wirrwarr die Unterstützung der Deutschen nötig hat und ihnen deshalb Zugeständniffe machen muß. Unsere Landsleute mögen auf der Hut sein und sich alle Zusagen schriftlich geben lassen! Ein Umschwung in der innerösterreichischen Politik? Gießen, den 30. November 1899. In der letzten Zeit war wieder stark die Rede davon, daß das jetzige österreichische Kabinet im Wanken begriffen sei. So unglaublich klang diese Meldung nicht, denn die innerpolitischen Zustände unseres Nachbarreiches sind immer noch derart, daß es für jeden Staatsmann em großes Wagnis bedeutet, die Verantwortlichkeit der Regierung auf sich zu nehmen. Wir haben unsere Leser über die Entwickelung der Dinge in Oesterreich fortgesetzt auf dem laufenden erhalten, so daß wir heute nicht weit zurückzugreifen brauchen. Nur das wollen wir nochmals betonen, daß die Behandlung, welche im letzten Jahrzehnt den Deutschen Oesterreichs zuteil wurde, weder der Würde und der Stellung dieser Nation noch derjenigen der Regierung entsprach und zum weitaus größten Teil die Schuld an der schwierigen Lage trägt. Jetzt endlich scheint die Regierung anderen Sinnes geworden zu sein und umkehren zu wollen! Bekanntlich sind die Badeni'schen Sprachenverordnungen vor kurzem aufgehoben worden, und die Sprachenfrage für Böhmen und Mähren befindet sich gegenwärtig in der Schwebe. Nun hat sich der österreichische Ministerpräsident Gras Clary dahin ausgesprochen, daß die Sprachenverhältniffe nur uuter Mitwirkung der deutschen Parteien geregelt werden sollen, daß dieselben also auch unter Berücksichtigung der berechtigten deutschen Wünsche ihre Erledigung zu finden haben. Das ist immerhin ein Zugeständnis, welches die Hoffnung zuläßt, daß die Deutschen jetzt die längste Zeit an die Wand gedrückt und vergewaltigt worden sind. Es war eine schwere Periode, welche hinter unseren HandSleuten in Oesterreich liegt und sie oft in Konflikt brachte zwischen ihrer Loyalität gegen den Herrscher und Pflichten gegen sich selbst. Man hat sich oft gewunder/. nachm. 3 „ 3 1.05 1.15 Deutscher Reichstag. 112. Sitzung vom 29. November. 1 Uhr. Das Haus ist ungemein schwach besetzt. Tagesordnung: Antrag Agster und Genossen nebst Antrag Lenzmann und Genossen. Beide Anträge enthalten das Ersuchen um baldige Vorlegung eines Reichsberggesetzes. Abg. Sachse (Soz) begründet den Antrag damit, daß unter den verschiedenartigen einzelstaatlichen Berggesetzen die Bergleute vielfach schwer benachteiligt würden. Angesichts der schweren Arbeit des Bergmannes müßte das Maximum der Arbeitszeit auf 8 Stunden festgesetzt werden, im Jnteresie des Familienlebens und im Interesse der Knappschaftskassen. Das Ueberschichtenwesen sei ganz zu beseitigen, ebenso die Sonntagsarbeit. Wie sehr die Knappschaftskassen interessiert seien, zeige deren Krankheitsstatistik: im Bochumer Verein ftien jährlich 50 Prozent aller Mitglieder erkrankt, in Altenburg■ sogar 81 Prozent, in Bayern 63 Prozent. Dabei zeige sich in allen Bezirken eine erschreckende Krankheitszunahme! Etn ganz besonders schreiender Mißstand seien die Abzüge. Ganze Hunde Kohlen würden dem Begmann nicht angerechnet, wenn der Steiger sehe, daß Steine im Hunde seien oder daß dieser nicht voll sei. Charakteristisch sei ferner die Unfallstatistik für den Bergbau. In den verschiedenen Distrikten Deutschlands sei sie weit ungünstiger, als im Auslande, speziell England. Dort sei die Unfallziffer im Fallen, bei uns in unablässigem Steigen. Redner verbreitet sich alsdann ausführlich über die Mangelhaftigkeit der Ventilations- und sonstigen Sicherheitsvorrichtungen und geht schließlich auf die bergrechtlichen Verhältniffe im Auslande näher ein. Präsident v. Frege bittet den Redner, sich auf Deutschland zu beschränken. Abg. Sachse (Soz.) fährt fort, er beabsichtige, darzulegen, wie sich in Frankreich und in Belgien die Arbeiterdelegierten bewährt hätten. Der deutsche Verein für bergbauliche Interessen wolle freilich von dergleichen nichts reiften. Schließlich geht Redner noch auf die Knapp- schastskassenverhältnisse ein, und bemerkt, daß ein Reichsgesetz unbedingt dringend nötig sei. (Beifall bei den Sozialdemokraten) Präsident v. Frege: Der Herr Abgeordnete hat 3 Stunden gesprochen, um seinen Antrag zu begründen. (Unruhe links, Glocke des Präsidenten.) Das Wort hat nunmehr der Abg. Beckh zur Begründung des Antrages Lenzmann. Abg. Beckh (frf Vp.) führt aus, es hätten sich so viel Uebel- stände in den Verhältnissen des Bergbaubetriebes eingeschlichen, daß eine reichsgesetzliche Regelung unerläßlich sei. Er bitte um Annahme des Antrages. Abg. Hilbek (nl.) bemerkt, seine Freunde würden gewiß einer reichsgesetzlichen Regelung zustimmen, wenn eine entsprechende Vorlage vorgelegt werde. Aber sie meinten doch, daß den Landesbehörden Rechte vorbehalten bleiben müßten. Redner sucht nun die verschiedenen Klagen des Abg. Sachse zu widerlegen und betont schließlich, daß die Antragsteller und deren Freunde immer nur die Pessimistenbrille auf- fcfttcn* Abg. Hitze (Centr ) erinnert daran, daß eine Resolut on im Sinne der vorliegenden Anträge schon im Bürgerlichen Gesetzbuch beantragt und angenommen worden fei. Für richtig halte das Centrum, daß beim Wechsel der Arbeitsstätte der Arbeiter nicht seine Ansprüche an die Kasse verliere und so seine Freizügigkeit beeinträchtigt sehe. Schon deshalb sei eine reichsgesetzliche Regelung nötig. Nunmehr erfolgt die Vertagung. Morgen 1 Uhr: Fortsetzung der Beratung der Gereerbenovelle. Schluß 5*/, Uhr. ______ Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bcingcrlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. hörenden Mitglieder vom 15. auf den 12. Dezember verlegt worden. — In der 14er-Kvmmissivn des Reichstages wurde heute die Beratung des entscheidenden § 6 des Telegraphenwegegesetzes fortgesetzt. Es wurde eine Sub- kommission gewählt, die heute abend zusammentritt. § 8 gelangte mit unwesentlichen Aenderungen zur Annahme. Morgen Fortsetzung. — Der Präsident des Reichstags, GrafBallestrem, hat Einladungen zu einem Glase Bier auf den 12. Dezember abends in die große Wandelhalle des Reichstages ergehen lassen. — Nachdem im Bundesrate heute die letzten Teile des Etats erledigt worden sind, wird derselbe dem Reichstage sofort zugehen und voraussichtlich morgen daselbst zur Verteilung gelangen. Dem Bundesrate ging heute ein Gesetzentwurf über die KvnsulargerichtS- barkeit zu. — Der Regierungspräsident zu Potsdam, Graf Hue de Grais, soll, wie verlautet, beabsichtigen, seinen Abschied zu nehmen. — Die preußischen Feuerversicherungs-Gesellschaften sind, wie aus New-York telegraphiert wird, im Staate New-York wieder zugelassen. — Die Meldung der „Voss. Ztg.", der Botschafter der Vereinigten .Staaten von Amerika wolle feines vorgerückten Alters wegen in den Ruhestand treten, findet der „Kreuzzeitung- zufolge in diplomatischen Kreisen keinen Glauben. Mr. White erfreut sich voller geistiger und körperlicher Frische. — Der kleine Kreuzer „(Kormoran" wird die bisher vorgesehene Reise nach den Marschall-Inseln zunächst nicht antreten, sondern vorläufig in Samoa bleiben. Der Aufenthalt in Samoa wird voraussichtlich nicht länger wie bis Mitte Januar dauern. — Beim Reichskanzler Fürsten Hohenlohe findet heute abend aus Anlaß der Anwesenheit des französischen Staatsrates und Generaldirektors der indirekten Steuern, Delatown, und des Direktors im ftanzösischen Handelsministerium, Chandäze. ein Diner statt, zu welchem u. a. der französische Botschafter, Minister v. Miquel und die Staatssekretäre Graf v. Posadowski und Freiherr v. Thielmann Einladungen erhalten haben. — Nach hier eingetroffenen Meldungen ist der „Jaguar" in Begleitung des gecharterten Dampfers „Kudat" mit dem Gouverneur v. Bennigsen und einer starken Schutztruppe an Bord Mitte Oktober in Jalait (Marschall Inseln) ein getroffen. Von dort gedachte die ganze Expedition in einigen Tagen nach den (Karolinen aufzubrechen und in erster Linie die Insel Kusaie anzulaufen. — Der Reichstagsabgeordnete Adolf Jacobsen, der im Reichstage als Hospitant der Freisinnigen Volkspartei den Wahlkreis Schleswig-Eckernförde vertritt, hat sich gevötigt gesehen heute beim Amtsgericht I in Berlin den Konkurs zu beantragen. Herr Jacobsen ist ebenso wie der in Konkurs geratene Sozialdemokrat Agster, der als geisteskrank eine Nervenheilanstalt aufsucht, nicht gesonnen, sein Mandat niederzulegen. Vielfach ist die Annahme verbreitet, daß der Konkurs eines Reichstagsabgeordneten den Verlust des Mandates nach sich ziehe. Das ist aber nicht der Fall Die Verfassung bestimmt nur, daß Personen, die sich im Konkurs befinden, nicht wählbar sind; sie enthält aber keine Bestimmung, wonach das Mandat eines Abgeordneten, der erst nach der Wahl in Konkurs geriet, erlischt. Wahrscheinlich wird sich die Geschäftsordnungs-Kommission des Reichstages mit den beiden Fällen zu beschäftigen haben. — Die Washingtoner Meldung, wonach die Regierung der Vereinigten Staaten ihre Zustimmung zu dem englisch-deutschen Vertrage über Samoa ab gelehnt haben soll, wird der „Nord. Ztg." als unrichtig bezeichnet. Vielmehr stimme die Unionsregierung diesem Vertrage zu, sodaß es sich nur um die Erledigung von Formalitäten handelt, die sich aus der Notwendigkeit ergeben, den formellen Ausgleich, der zwischen Deutschland, England und den Vereinigten Staaten unterzeichnete« Samoa-Akte und der zwischen Deutschland und England abgeschloffenen Konvention herbeizuführen. Sachliche Meinungsverschiedenheiten beständen dagegen nicht. MH selM essen । für Unsalb B W o. unter Nr 82 « dir Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Vorträge über Obstbau. Der Obstbautechniker des Oberhessischen Obstbauvereins, Herr Metz aus Friedberg, beabsichtigt, die nachstehend^be- zeichneten Orte des Kreises Gießen zu besuchen, um Vorträge letzten Orten werden nach Schluß der Versammlung einige Aepfelbäume gratis verlost. Den Herren Bürgermeistern resp. Obmännern der betr. Ortsgruppen gehen noch besondere Mitteilungen zu. Praktische Unterweisungen an den darauf folgenden Tagen von Montag, 4. Dienstag, 5. Mittwoch, 6. Donnerstag, 7. Freitag, 8. Samstag, 9. Sonntag, 10. „ 17. An beiden Erscheint täglich mit Ausnahme de« Montags. Die Gießener Mamilleuv tätter werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Deutsches Reich. Berlin, 29. November. Das Kaiserpaar verließ heute morgen kurz vor 8 Uhr Sherneß an Bord der „Hvhenzvllern". Bei der Abreise von Port Viktoria übermittelte Kaiser Wilhelm dem Obersten seines Dragoner- Regiments 300 Pfund Sterling für die Frauen und Kinder der Unteroffiziere und Mannschaften des Regiments. — Die „Post" stellt fest, daß die Gerüchte, die seiterzeit von einer seitens des Offizierkorps des englischen Royal-Dragoner-Regiments gegen das Bild des deutschen Kaisers begangenen un- ehrerbietigen Handlung durch dieBlätter ging, völlig unbegründet sind; es habe sich nicht das Geringste ereignet, was den Anlaß zu derartigem Gerede hätte geben können. , — Die Sitzung der Kommission für Arbetter- statistik ist auf den Wunsch der dem Reichstage ange- SW*1-™* »-.SS t.lr,Midili*1® 159 Ausland. Wie«, 29. November. Die Eröffnungssitzung der österreichischen Delegation wird morgen abend Serriteim IN, ck» WM 8129 Feipel Mi 16. über Obstbau zu halten: Sonntag, 3. Dezember, in ! jaj#* (Ü' ** ins S"*" lütt dts VtkM (7248 MlA von nlspnEs izW. mffl, und 2d7 Mast **** 7"° jr. *> hohe» tn Pre" - Sfixt tourt! und Parfümerien. irw ^Pelikan-Apotheke, äsche Zur diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung ehre ich mich die Vereinsmitglieder hierdurch auf Montag den 4. Dezember d. I., vormittags 11 Uhr, in das Hotel „Großherzog von Hessen" in Gießen ergebenst einzuladen. Gegenstände der Verhandlung werden sein: Lich, Vortrag nachm. 4 Uhr. Nieder-Bessingen, abends 8 Uhr. Ober-Bessingen, Röthges, Queckborn, Hattenrod, Albach, Steinbach, Großen-Linden, stattfinden. Heute abend hält die ungarische Delegation bereits eine Vorkonferenz ab. Wien, 29. November. Das Gerücht von der Demission des Grafen Clary wird dementiert. Rom, 29. November. Gegen 10 Uhr starb Fürst Rusvoli, Bürgermeister vonRom. Der Verstorbene war hochgradig zuckerkrank, weigerte sich aber stets, den Aerzten zu folgen und sein Amt niederzulegen. Noch am Montag präsidierte er der Stadtverordnetensitzung. Rus- poli, der 62 Jahre alt geworden ist, hatte, trotzdem er dem römischen Hochadel angehörte, schon frühe die italienische Sache ergriffen. 1859 trat er als Offizier in die italienische Armee. Rom, 29. November. Die Verhandlungen zwischen England und Italien inbetreffs der Grenzregulierung zwischen demSudan und Ery'th r,ä'a haben zu einem beiderseitigen Einverständnis geführt. Paris, 29. November. Ein französischer Leutnant der Marine-Infanterie ist auf der Rückreise von Madagaskar in Dschibuti auf Befehl des dortigen Gouverneurs verhaftet worden. Der Offizier wird beschuldigt, die Erschießung einer Anzahl Eingeborener ungerechterweise veranlaßt zu haben. Paris, 29. November. Der Handels-Ausschuß der Kammer bringt einen Vorschlag zur Bildung eines Arbeits-Ministeriums. Dasselbe soll alsdann, wies dies früher der Fall gewesen ist, mit dem Finanzministerium vereinigt werden. Amsterdam, 29. November. 600 Dockarbeiter sind in den Ausstand eingetreten. Die Bewegung nimmt einen größeren Umfang an und sollen Lohnstreitigkeiten die Ursache sein. Die Verhandlungen mit den Rhedern dürften erfolglos verlaufen. Newyork, 29. November. Die Engländer verlangen die Verhinderung weiterer Anwerbungen für die Buren im Kriege gegen die Engländer. * Vom Kriegsschauplatz. Die Lage in Natal. Noch immer kann man sich aus dem Wirrwarr englischer Meldungen — amtlicher und privater — aus Durban, Pietermaritzburg und Estcourt noch kein klares Bild von dem machen, was in Natal nach Eintreffen der Entsatztruppen und des Oberstkommandierenden, General Buller, eigentlich vorgeht. Das neue Moment sind die Rückwärtsbewegungen der Buren, an denen wohl kaum mehr zu zweifeln ist, nur daß sie verschieden gedeutet werden. Unsere Auffassung, daß es sich um ein planmäßiges Konzentrieren der zerstreuten Streitkräfte in sicheren Stellungen handelt, wird etwas modifiziert durch folgende Meldung: Prätoria, 28. November. Auf dringenden Rat von befreundeter Seite wiesen Krüger und Steijn in Ueberein- stimmung mit den Exekutiven beider Republiken Joubert und Kronje telegraphisch an, nicht in endlosen Einzel-Belagerungen ihre Kräfte zu verzetteln, sondern energische Schläge zu führen. Joubert konzentrierte daraufhin seine Kommandos in drei Korps; das erste zur sofortigen Forcierung der Uebergabe von Ladysmith, das zweite zur Verteidigung der Tugelalinie bis zum Falle von Ladysmith, und das dritte westlich von Maritzburg und Estcourt, um die Rückzugslinie der Engländer abzuschneiden. Kronje operiert nach dem gleichen Plane bei Kimberley, am Modderfluß und im Rücken Lord Methuen's. Hiernach zögen fich die Buren nicht auf die Defensive zurück, sondern sie konzentrierten sich zum Zweck energischerer Offensive. Welche Auffassung die richtige ist, muß sich ja in den nächsten Tagen zeigen. Jedenfalls ist die englische Darstellung, nach welcher die Buren von ihren Positionen bei Estcourt, Weston rc. zurückgeschlagen seien und ihr Rückzug einer Flucht gleiche, entschieden abzuweisen. Die Rückwärtsbewegung begann bekanntlich nach dem Kampf bei Willow Granje am Donnerstag. Dieses Gefecht wird englischerseits als ein Sieg des Generals Hildyard hingestellt, dieser ist aber, worauf die „Nat.-Ztg." aufmerksam macht, identisch mit der englischen Niederlage, welche die „Times" am Samstag unter dem Datum des 24. aus Mooifluß- Station gemeldet hat. Dieses Telegramm, das wir nochmals wiederholen wollen, lautete: Loudon, 25. November. Die „Times" melden aus Mooiriver unter dem 24. November: Am Donnerstagfrüh fand ein heftiges Gefecht bei Willow Granje, nahe bei Estcourt statt. Das West-Aorkshire- und das East Surrey- Regiment nahmen den Brynbellahügel mit dem Bajonett. Die Buren wurden indessen durch Artillerie verstärkt und warfen den linken englischen Flügel zurück. Die englischen Marinegeschütze waren nicht imstande, bei einer Schußweite von 11,000 Aards das feindliche Feuer zu erwidern. General Hildyard befahl gegen mittag den allgemeinen Rückzug auf Eftcourt. Der englische Verlust beträgt drei Tote und 44 Verwundete. Aus Estcourt meldete dann der „Daily Telegraph" vom 26., also vom Sonntag, die englische Abteilung am Mooifluß sei mit derjenigen des Generals Hildyard in Frere, wo derselbe jetzt biwackiere, vereinigt. Willow Granje liegt etwa 23 Kilometer südlich von Estcourt an der Eisenbahn, Frere 15 Kilometer nördlich von Estcourt. General Bullers Meldung dagegen weiß nichts von der Vereinigung der beiden Truppenkorps in Frere. Er läßt General Hildyard am 23. nach Süden zu vorgehen und bei Willow Granje siegen, dann aber ohne jede Motivierung bei Frere, also 48 Kilometer weiter nördlich, auftauchen, wobei er die Eisenbahn und den Telegraphen wiederherftellt, während von Weston her General Burton nach Estcourt vorrückte. Das sind Unmöglichkeiten, aus denen zum mindesten hervorgeht, daß man von einem fluchtähnlichen Rückgang der Buren auf Ladysmith und den Tugela unter keinen Umständen sprechen kann. Wir reihen hier noch folgende Nachrichten an: London, 28. November. Eine Depesche des Generals Buller aus Pietermaritzburg vom heutigen Tage besagt: Nach Nachrichten aus Ladysmith vom 24. d. M. befindet sich dort alles wohl. — Die von Buller gemeldete Verlustliste von der Schlacht bei Graßpan, die amtlich die Schlacht bei Enslin genannt wird, beziffert die Verluste, einschließlich der bereits gemeldeten Verluste der Marine-Brigade, auf insgesamt 198. Die Lifte enthält auch die Verluste der 9. Lancers, wodurch anscheinend die Besorgnis, daß die Kavallerie umzingelt und in Gefangenschaft geraten sein könnte, beseitigt wird. Amsterdam, 27. November. Der „Telegraph" veröffentlicht heute die Namen von 185 in Kapstadt kriegsgefangen gehaltenen Buren. London, 28. November. Nach einer Nachricht aus Southampton soll Dr. Jameson dort angekommen und nach London weitergereist sein. * * ♦ London, 29. November. Nach einem amtlichen Tele- Telegramm fand am Modder River ein Zusammenstoß der gesamten Burenmacht mit der Kolonne des Lord Methuen statt, wobei die Buren gänzlich geschlagen wurden. (??) Nach Privatmeldungen griff die gesamte Streitmacht des Lord Methuen gestern die Buren an, welche sich, 8000 Mann stark, am Modder River verschanzt hatten. Der Kampf währte zehn Stunden. Die Engländer hatten weder Lebensmittel noch Wasser. Im Gebrauch der Buren befanden sich zwei große Kanonen, vier Kruppgeschütze und andere Artillerie. Dennoch konnten die Feinde nicht verhindern, daß die kleine englische Kolonne den Modderfluß überschritt; sie wurde dabei von den Ingenieuren unterstützt, sobald der Feind den Rückzug angetreten hatte. Lord Methuen erklärt, daß dieser Kampf der härteste und die schärf st e Probe in denAnnalenderenglischen Armee sei. Er lobt besonders die Artillerie. — „Daily Mail" berichtet, daß nach dem Entsätze Kimberleys durch die Kolonne des Lord Methuen ein Teil derselben zum Entsätze Mafekings schreiten werde. — Laut einer Meldung der „Daily Chronicle" aus Washington wird in Now-Aork und mehreren anderen Städten auf Kosten der Herzogin von Uzös eine Fremdenlegion gebildet, welche in den Reihen derBuren gegen bie englischen Truppen kämpfen soll. Die englische Botschaft legte dagegen Protest ein, worauf die Regierung der Vereinigten Staaten Schritte that, damit die Neutralität gewahrt bleibe. — Ein gemischtes Regiment der Gardekavallerie der Königin ging heute zur Einschiffung nach Südafrika von Windsor nach Southampton ab. — Nach einer Meldung aus Lourenzo-Marquez berichten die dortigen Blätter, daß die Kohlengruben von Vryburg und Dundee von der Transvaal-Regierung betrieben werden. — „Daily Telegr." zufolge zogen sich die Buren von Estcourt zurück, weil ihnen die Lebensmittel ausgegangen waren. — Die „Westminster Gazette" berichtet, daß die Verluste der Engländer bis jetzt 3000 Mann betragen. (?) Im Ganzen sind augenblicklich 1810 Offiziere und 36,500 Mann in Südafrika eingetroffen. Die Zahl Aerzte und Krankenpfleger, welche sich augenblicklich auf dem Kriegsschauplätze befinden, beläuft sich auf 3284 Mann. ♦ * * Telegramme des „Gießener Anzeiger". London, 30. November. Im Gefecht bei Valmont fielen auf Seiten der Engländer 269 Mann, und zwar tot 46, verwundet 223 und vermißt 2. Die Garde litt am schwersten mit 35 Toten, 172 Verwundeten und zwei Vermißten. Auch die Verluste bei Willow-Grange sind größer als ursprünglich angenommen wurde. Sie betragen 75 Mann. Davon sind 63 verwundet, sieben gefangen und einer vermißt. — Die in Paris veröffentlichte, von der Agentur Laffan aus dem Haag mitgeteilte Depesche, daß Ladysmith gefallen sei, wird vom Kriegsamt enschieden dementiert. Es liege nicht der leiseste Grund zu dieser Nachricht vor. London, 30. November. Ein Telegramm aus Kapstadt meldet: General Buller sendet eine aus Prätoria erhaltene Reutermeldung, wonach die Engländer verschiedene kleine Ausfälle aus Kimberley gemacht hätten. Es kam zu verschiedenen Zusammenstößen mit kleinen Buren-Detachements, welche „zurückgeschlagen" wurden. Die Engländer „wollen versuchen", sich auf der Ostseite mit den Truppen des Generals Methuen zu vereinigen. (Die Fassung der englischen Depeschen ist mehr als köstlich). Loudon, 30. November. Der „Times" Correspondent telegraphiert aus Ladysmith unterm 21. November, daß die Beschießung von Ladysmith von feiten der Buren Tag und Nacht andauere. Die Buren scheinen nichts anderes zu bezwecken, als die englische Garnison durch unaufhörliche Angriffe zu schwächen und sie in ihre Gewalt zu bringen. Die verwundeten und kranken Engländer sind nach Colenso gebracht worden. Die Buren setzten sich am Tugela-Fluß fest und errichteten dort Verschanzungen. In Ladysmith sind reichlich Lebensmittel vorhanden. Loudon, 30. November. Die Meldungen über das Gefecht zwischen den Bure» und den englischen Truppen unter Lord Methuen werden mit großer Borficht ausgenommen. Man merkt, daß die Bure», obgleich die Engländer einen vollständigen Sieg (!!?) davongetragen haben, doch Zeit genug hatten, ihre schwere Artillerie in Sicherheit zu bringen. Das Kriegsamt giebt übrigens keine weiteren Einzelheiten über das Gefecht bekannt. Dasselbe scheint nichts anderes gewesen zu fein, als ein Zurückdrängen der Buren aus ihrer Stellung. Die Buren zogen sich wahrscheinlich nur zurück, um sich mit den Truppen des Generals Cronje zu vereinigen. (Also auch dieser große und in England so gefeierte Sieg — Schwindel.) Loudv», 30. November. Die „Times" bespricht in ihrem heutigen Leitartikel die Folgen der letzten Gefechte bei Modder River. Das Blatt ist der Ansicht, daß nunmehr die Befreiung Kimberleys nur noch eine Frage weniger Stunden sei. Die englische Hilfsarmee befinde sich nur in einer Entfernung von 32 Kilometer von Kimberley. Der Ausfall der Garnison von Kimberley vom letzten Sonntag läßt darauf schließen, daß die Besatzung von der bevorstehenden Ankunft der Hilfsarmee benachrichtigt war. Loudon, 30. November. Chamberlain hielt gestern in Leicester eine Rede über den Ausgang des südafrikanischen Krieges, die besonders an die Chauvinisten gerichtet zu sein schien, da sie mit den lauen Erklärungen der übrigen Minister im Gegensatz steht. Die Rede wird heute von sämtlichen Blättern lebhaft kommentiert. „Daily Mail" ist der Ansicht, daß die Erklärungen Chamberlains bedeutend befriedigender gewesen seien, als die vorgestrigen Aeußerungen Balfours. Das Blatt drückt seine Verwunderung aus, daß die Annexion der beiden südafrikanischen Republiken nicht von Anfang an als Grundlage der Kriegspolitik hingestellt worden sei. Paris, 30. November. Die „Agence Nationale" läßt sich aus London melden: Bestem Vernehmen nach drückte Kaiser Wilhelm in seiner Unterredung mit Lord Chamberlain sein Befremden über die Politik in Transvaal aus. Kaiser Wilhelm soll der Meinung Ausdruck gegeben haben, daß er die Unabhängigkeit der beiden Buren-Republiken als unantastbar betrachte und daß er die Annexion der beiden Republiken nicht billigen könne. (Diese Nachricht klingt höchst unwahrscheinlich.) Haag, 30. November. In hiesigen politischen und Regierungskreisen ist man sehr mißgestimmt über die Anmaßungen Englands, welches sich für berechtigt halte, die Küste von Mozambique in den Belagerungszustand zu versetzen. Lokales «ud Provinzielles. Gießen, den 30. November 1899. "* Von der Uuiverfität. Auf die durch Prof. Pflugs Rücktritt freigewordene Stelle einer ordentlichen Professur für Veterinärmedizin ist Herr Dr. Pfeiffer, gegenwärtig kommissarischer Kreistierarzt in Ortelsburg in Ostpreußen, berufen worden. •* Kronbauer-Quartett. Wie wir hören, wird gelegentlich der nächsten Samstagabend in Steins Garten stattfindenden Liedertafel als auswärtige Solistin eine ehemalige Gießenerin, Frl. Marie Marga Dietz, eine Schülerin des Hochkonservatoriums in Frankfurt a. M., mitwirken. Da Frl. Dietz hierorts einen größeren Bekanntenkreis hat, dürfte die Mitteilung auch weitere Kreise interessieren. *• Lesehalle Verein. Wie aus dem Anzeigeteil der heutigen Nummer ersichtlich ist, hat sich der Vorstand der Lesehalle gezwungen gesehen, schulpflichtige Kinder von der Benutzung der Bibliothek künftig auszuschließen. Dieser Entschluß ist dem Vorstand sehr schwer gefallen, er konnte ihn aber nicht länger hinausschieben, da sich schwere Mißstände durch den jeder Beschreibung spottenden Andrang der Jugend herausgestellt hatten. Nicht nur daß der Verein nicht die Mittel besitzt zur Anstellung einer für die Bewältigung des Andranges erforderlichen Beamtenzahl sowie zur Beschaffung genügenden Lesestoffes, es sind auch von Pädagogen schwere Bedenken gegen die seitherige Toleranz geltend gemacht worden. Es wurde von feiten eines Schulleiters betont, daß jede der hiesigen Schulen eine für das Lesebedürfnis ihrer Zöglinge genügend reiche Bibliothek besitze und daß ein Beschluß wie der jetzt vom Vorsta»d des Vereins gefaßte int Interesse der Jugend, ihrer Erholung und ihrer Schularbeiten, nur zu begrüßen sei. Der Vorstand hofft, daß die Eltern die gute Absicht verstehen und ihn in ihrer Ausführung unterstützen werden. Es ist selbstverständlich, daß Eltern, die selber einem besonders beanlagten Kinde ein gutes Buch aus der Bibliothek des Lesehalle-Vereins holen wollen, darin keineswegs gehindert sein werden. ** Ausstellung. Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag dem 6., 7. und 8. Dezember d. I. wird im „Hotel Einhorn" eine Ausstellung und Derk auf von orientalischen Handstickereien stattfinden zum Besten der Witwen und Waisen in Armenien. Bei dem in den letztvergangenen Jahren verübten Blutbade an den Armenier» sind die Hinterbliebenen Witwen und Waisen in unendlich bedrängter, trauriger Lage zurückgeblieben. Dem Hungertode nahe, frierend und bettelnd irrten diese Aermsten umher. Da unternahm es eine in Konstantinopel lebende Dame, Schweizerin von Geburt, diesen armen Frauen z» helfen, indem sie ihnen Arbeit gab. Sie kaufte en groa Arbeitsmaterial ein, Atlas, Seide, Gold, Silber u. f. w. und teilte dies den Frauen zu. Die fertigen Arbeite» schickte die Dame nach Deutschland, früher nach Frank- furt a. M., jetzt nach Schildesch^ bei Bielefeld an Herr» Hermann Jähnichen, welcher die Stickereien zum Beste» der armenischen Witwen und Waisen verkauft. — Die Stickereien auf Wasch- und Seidenstoffen in allen Farbe» sind mit Gold-, Silber- und Seidenfaden ausgeführt und zeichnen sich durch wahrhaft künstlerischen Geschmack, sorgfältige Arbeit und Preiswürdigkeit aus. Es giebt Deckche» von 60 Pfg. an bis zur großen prachtvollen Tischdecke von über 100 Mk. Sophakiffen in den verschiedensten Farbe», entzückende Pompadours, Schürzen, Gürtel, Capes »»d reizende Jäckchen für Dame», duftige Brussa - Shawls, * St. Zohau« a. d. S., 28. November. Ein Rekrut s wird. Arbeiterbewegung Kündigung eingereicht. im vom Lebensjahr: 2.—15. Jahr 1 von 75 Pfg. bis 18,65 per Meter. 7326 G. Henneberg, Seiden-Fabrikant (k. u. k. Hoti.) Zürich. SA THEE-MESSMER 8358 1. 2. 8350 Görlach. 8361 8349 Oi'linniitiiiiuljniiiu'ii 1 (1) i (0) 1 Darmtuberkulose Blutgefäßentartung Krämpfen Verunglückung__ 1 (1) 1 (0) 2 (1) Konfektion. Weihnachts- Ausverkauf. Anfertigung nach Mass. Taschentücher mit feiner Nadelspitze, zierliche Pantoffeln in . * St. Zohau» a. d. S., 28 November. Em Rekrnt Leder mit Goldstickerei u. s. w. Es wird jeder kunstsinnigen | de-^ hiesigen^ 7. UlanenregtmeMs^^lteß^sich^ nachts^ m der Dame ein Vergnügen sein, sich die wunderschönen Sachen ~”’r r **-f- anzusehen. — Wir haben die Hoffnung, daß wie in vielen anderen Städten, wo schon Ausstellungen stattfanden, auch hier der Sache ein warmes Interesse entgegen gebracht •* Transvaalabend. Wie gestern bereits im Inseraten- I (------------- - teil bekannt gegeben, ist der Billetverkaus für den am nächsten I Sachsen dreißig Kinder geboren hat. Montag im Stadttheater stattsindenden Transvaal- f ~ " abend eröffnet worden. Die Karten sind in der Ricker- schen, sowie in der FreeS'schen Buchhandlung erhältlich. An der Abendkasse tritt eine Erhöhung von 20 Pfg. pro | Billet ein. Den von Herrn Dir. vr. Otto in Offenbach verfaßten, auf die Bedeutung des Abends verweisenden Prolog wird Frl. Haussig vom hiesigen Stadttheater sprechen. Alle für den Abend benötigten Requisiten sind aus allen Kreisen unserer Bürgerschaft dem Ausschuß unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden. Auch der Herr Vortragende, Herr Ingenieur Dieseldorf, hat sich ohne Entgeld in den Dienst der guten Sache gestellt. Ueber seinen letzten Vortrag im Göttinger Theater, welcher vor ausverkauftem Hause stattfand, lesen wir u. a. in den dortigen Blättern: „Das außerordentliche Interesse an dem Geschick der Buren, das in allen Kreisen der Bevölkerung bei uns in Deutsche land rege ist, trat bei dem gestrigen Vortragsabend im Stadtpark eklatant zutage. Schon eine Viertelstunde vor Beginn war der große Saal bis auf den letzten Platz besetzt, und zahlreiche Besucher, die später kamen, konnten kaum noch einen Stehplatz erhalten. Herr Dieseldorf aus Marburg sprach in überaus fesselnder Rede über Land und Leute von Transvaal auf Grund eigener Anschauung. Zu dem zweiten Teile des gebotenen Programms, der Lichtbilderdarstellung, die Herr Dreger inszenierte, sprach Herr Disselhoff den begleitenden Text. In 17 großen Tableaux wurden die beiden bedeutendsten Städte Transvaals, das ländliche Prätoria, die Hauptstadt, und das großstädtisch moderne Johannesburg, Schachttürme, Poch- und Cyanit- werke vom „Rand" nebst Szenen aus dem Leben der Bewohner vorgeführt. — Eine ganz besondere, aber sehr angenehme Ueberraschung war die Zugabe von 6 Bildern aus unserer neuesten Erwerbung, dem einst vielumstrittenen Samoa." Möge der Transvaalabend auch bei uns eine Nähe seiner Kaserne von einem Staatsbahnzug ü b e r f a h r e n und blieb auf der Stelle tot. Als Grund zum Selbstmord wird Heimweh vermutet. — Armer Kerl? * Dresden, 29. November. Der Direktor des könig- lichen statistischen Bureaus zu Dresden hat mittelst der Standesamts - Zählkarten festgestellt, daß eine Frau in Neueste Meldungen. Depescben deS Bureau .Herold'. Berlin, 30. November. Die Berliner „Neuesten Nachrichten" melden aus London: Der Truth zufolge hätte die Königin Viktoria dem Kaiser auf seine Bitte versprochen, im April auf der Rückreise von Bordigheks dem preußischen Hofe in Potsdam oder in Koblenz einen Besuch zu machen. Berli», 30. November. Aus Vlissingen wird gemeldet, die „Hohenzollern" kam auf der hiesigen Rhede gestern nachmittag 23/t Uhr an. Unter dem Salut von 33 Schüffen trafen bald darauf die beiden Königinnen von Holland zur Begrüßung des Kaiserpaares ein. Um 4 Uhr 50 Min. setzte das Kaiserpaar die Weiterreise nach Potsdam fort. Berlin, 30. November. In den Fraktionen des Reichstages soll, wie ein parlamentarischer Berichterstatter meldet, allgemeine Uebereinstimmung darüber herrschen, daß die Anträge der sozialistischen Fraktion zum Koalitionsrecht abgelehnt werden sollen. Bremen, 30. November. Der hiesige protestantische Verein nahm in einer großen Versammlung nach dem Vortrage des Pfarrers Althaus aus Basel über Freiheit und Ordnung in der Kirche einstimmig eine scharfe Protest-Resolution gegen das Vorgehen des Konsistoriums in Hannover im Falle Wein- gart an. Wien, 30. November. Die Gerüchte von der Demission des Kabinetts Clary werden jetzt amtlich dementiert. Wien, 30. November. Die politische Situation in Oesterreich beginnt sich zu verschlimmern. Das Kabinett Clary wird sich gegen die vereinigte slavische Majorität kaum halten können. Die Krone ist fest entschlossen, sich auf die Deutschen zu stützen. — Sollte Clary weichen müssen, so würde an seine Stelle ein General berufen werden, der dieselben Aufgaben hatte wie das jetzige Kabinett. Heute soll eine aus Vertrauensmännern der Deutschen und Tschechen bestehende Verständigungs-Konferenz zusammentreten. Es wird darauf Wert gelegt, zu betonen, daß die Konferenz wohl mit Wiffen, aber nicht unter Zustimmung der Regierung tagt. Kopenhagen, 30. November. In hiesigen Hofkreifen wird erzählt, Prinz Harald, der dritte Sohn des Kronprinzen, werde sich mit der Königin Wilhelmine von Holland verloben. Oppenrod, den 29. November 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. Balfer. Elberfeld, 29. November. Die Lohnbewegung der Weber des Wuppertals nimmt weiteren Fortgang. Nachdem erst vor kurzem Ausstände der Weber bei den Firmen Julius Engel u. Co. in Elberfeld und Ewald Langerfeld u. Co. sowie Dahl unb Hunsche m Barmen durch Bewilligung der erhöhten Lohnforderungen der Arbeiter beigelegt worden sind, haben jetzt auch 37 Weber der mechanischen Plüschweberei von Bingen u. Co. Hierselbst höhere Lohnforderung gestellt. Da die Firma dem Verlangen nicht entsprochen hat, haben die Arbeiter bte bericht. Mitteilung des Ergebniffes der stattgehabten Kaffenrevision. Bewilligung von Unterstützungen. Desgleichen von Prämien an Dienstboten. Die Pfennig-Sparkaffe. Beratung und Festsetzung neuer Statute«. Erbauung eines neuen Sparkaffengebäudes. Wahl des Sparkaffendirektors und des Stellvertreters. Wahl von Ausschußmitgliedern. Gießen, am 28. November 1899. Direktion des Spar- «ud Leihkafse-VereinS. I. E.: Wiener. Tages Ordnung: Vorlage der von Großh. Ober-Rechnungskammer geprüften und ab- geschaffenen Rechnung für 1897. Desgleichen der vorgeprüften Rechnung für 1898 nebst Rechenschafts» Ober-Bessingen, den 28. November 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Kühn. iMts. iovembn 1899. Mch Pros. Pflugs rdentlichen Professur. ei ff et, gegenwärtig Sburg in Ostpreußen, hören, wird gelegerü- SteinS Garten fiatt- oliftin eine ehemalige iefc, eine a. M., mitwirken. : Bekanntenkreis hat, 1 fr interessieren. >m Änzeigeteil der der Vorstand der htige Sinder von der iszuschließen. Dieser i gefallen, er konnte da sich schwere Mih- otttnben Andrang der nur daß der Verein j einer für bie Beil Beamtenzahl sowie Gottesdienst brr israelitischen KeligiorttgesrWchaft. Sabbathfeier am 2. Dezember 1899. Freitag abend 4“ Uhr, Samstag vormittag 8®> Uhr Predigt, nachmittags 8 Ubr, Sabbathausgang 6“ Uhr WochengotteSdienst morgens 7 Uhr, abends 4 Uhr. Gottesdienst ht der Synagoge. SamStag den 2. Dezember 1899. Vorabend 4ro Uhr, morgens 9 Uhr Predigt, nachmittags Uhr, Sabbathausgang 5,s Uhr Gestern abend bot sich den Bewohnern des Stadttheaters ein Anblick, wie er glücklicherweise höchst selten vorkommt: Das Haus war von gähnender Leere; trotzdem em Gast von gutem künstlerischen Rufe auftrat, der am Abend vorher sogar schon mit großem Erfolg gespielt hatte. Woran dies lag, wollen wir hier nicht untersuchen. Vielleicht war das Stück dem Namen nach hier gar nicht bekannt. Aber die Wenigen, welche es sich angesehen haben, sind hochbefriedigt nach Hause gegangen. Der Gast war schlechthin vortrefflich in der Rolle des niederdeutschen Schmieds Leberecht; der Applaus aber, welcher ihm so reichlich und so laut zuteil wurde, daß man das Theater von hunderten von Menschen besetzt wähnen konnte, wird ihm gezeigt haben, daß die Gießener doch nicht so ganz unempfänglich für wahre Kunst sind, daß sie zwar — wie er in dem einen Koupletverse sang — zwar nicht zwei Abende hintereinander ins Theater gehen, daß sie aber das dritte mal sicher wieder Alle zur Stelle sein werden. Wir haben deshalb begründete Hoffnung, daß der verehrte Gast am Freitag, wo er in „Ehrliche Arbeit" zum letztenmale auftritt, wieder ein gut besetztesHaus finden wird. F. Wöchentliche Uebcrsicht der Todesfälle in Gießen. 47. Woche. Bom 19. November bis 25. November 1899. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 500, inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 10,61, ohne Abzug ber Ortsfremden 6,360/«. K i n b e r Spar- und Kihlrasse Güßen. Die verehrlichen Mitglieder des Spar- und Leihkaff^Vereins werden zu der diesjährigen ordentlichen Hanptversammlnng, welche Areitag den 29. Dezember f. I., nachmittags 3 Ahr, in dem Saale der höhere« Mädchenschule (Schillerstraße) dahier stattfindet, ergebenst eingeladen. Eingesandt. Gießen, den 29. November 1899. gleich freundliche Aufnahme finden! ** Postwertzeichen und Bahnhofs-Restaurateure. Es dürfte wohl nur wenig bekannt sein, daß die Bahnhofs-Restaurateure verpflichtet sind, Postwertzeichen: Briefmarken, Postkarten und Postanweisungen zu verkaufen. Es scheinen verschiedene Fälle eingetreten zu sein, wo dieselben sich geweigert haben, Postwertzeichen außer Ansichtskarten zu verkaufen. Seitens der Eisenbahnverwaltung ist sämtlichen Restaurateuren diese Bestimmung, wonach sie die eben angeführten Postwertzeichen zu verkaufen haben, erneut in Erinnerung gebracht worden. Ferner haben sie gegen eine Gebühr von 10 Pfg. Tinte, Feder, Briefbogen und Konverts zu verabreichen. ** Hessische Landeslotterie. Die Ziehung der ersten Klasse der hessischen Landeslotterie findet nunmehr bestimmt im Monat März statt, die übrigen fünf Klassen werden darauf in den Monaten April, Mai, Juni und Juli gezogen. Polizeibericht. Gestern abend wurde ein T a g l ö h n e r «us Steinheim arretiert, weil er am Bahnhof in trunkenem Zustande Personen belästigte, indem er fortwährend laut schimpfte und skandalierte. — Ein Taglöhner aus Frankenbach wurde heute nacht wegen Obdachlosigkeit ebenfalls in Haft genommen. Derselbe hatte sich in einem Strohhaufen am Leihgesterner Weg ein Nachtlager gemacht. Giessen Iirchenplatz 11, gegenüber der Stadtkirche. Vermischtes. * Eisenach, 27. November. Bei der gestrigen stattgehabten Gemeinderatswahl hatte, wie die heutige Zählung ergab, die freisinnige Liste einen vollständigen Erfolg. Von den 16 erledigten Sitzen wurden 11 von den Freisinnigen besetzt, die einen Zuwachs von 6 Mandaten auf Kosten der Nationalliberalen erhielten. • Berlin, 29. November. Maximilian Harden hat die Festung Weichselmünde verlassen und ist nach Berlin zurückgekehrt. Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele bet Tobesfälle in ber betreffenben Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Ober Bessingen für das Jahr 1900/1901 liegt vom 4. Dezember d. I. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Interessenten offen. Ball-Seiden Robe Mk. 10,50 unb höher — 14 Meter! — porto- unb'* zollfrei zugesanbtl Muster umgehenb; ebenso von schwarzer, weißer unb farbiger „Henneberg-Seibe" gute W * ützen werden. ® -Iber einem besonders J der Miothek ^ keineswegs gehmdett Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Eberstadt für das Jahr 1900/1901 liegt vom 3. Dezember 1899 an zur Einsicht der Jntereffenten auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Eberstadt, den 80. November 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Eberstadt. Theater. Frankfurter Stadttheater. Die berühmte Sängerin Erika Webekinb vom König!. Hoftheater in Dresben wirb Samstag, ben 2. Dezember im Frankfurter Opernhause ein einmaliges Gastspiel als „Frau Fluth" in Nicolais „Lustigen Weibern von Winbsor" absolvieren, für welches von jetzt ab Platzbestellungen zu ben normalen großen Preisen bes Opernhauses entgegengenommen roerben. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Oppenrod für das Jahr 1900/1901 hegt vom 4. Dezember d. I. an auf dem Bürgermeisterei- Bureau dahier acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten offen. ; es ßnd auch vvu iie seühmzr Toleranz oon selten emS Schm- Schulen eine silr da« ,nb r* SM- m j-d> er Jugend, ihm & Es starben an: Zusammen: Erwachsene^ Bekanntmachung. Die Bahnhofswirtschaften in Alsfeld — Strecke Gießen—Fulda — und in Hungen — Strecke Gießen — (Sein* hausen — sollen vom 1. Februar 1900 ab anderweit verpachtet werden. Die Bedingungen können in unserem Amts- gebüude — Frankfurt a. M.-Sachsenhausen, Hedderichstraße — sowie beim Stationsvorsteher in Alsfeld bezw. Hungen eingesehen, auch gegen portofreie Einsendung von 50 Pfg. in bar an unsere Kanzler, bezogen werden. Bewerber wollen ihre Angebote unter Angabe des Pachtpreises, Beifügung ihrer Befähigungsnachweise und einer kurzen Lebensveschreibung mit der Aufschrift: „Angebot auf Pachtung der Bahnhofswirtschaft zu Alsfeld (bezw. Hurrgen)* versiegelt und portofrei bis zum 15. De« zember 1899, vormittags 11 Uhr, an uns einsenden. Die Oeffnung der Angabe erfolgt zur angegebenen Zeit in Gegenwart der erschienenen Bewerber. 8348 Zuschlagsfrist 4 Wochen. Frankfurt a. M., den 22. Nov. 1899. Königliche Eisenbahn-Direktion. tle1, »«sch, "och Sä *h bit »[' dir vor- . der beidxg n tu" mt Eingestellt Nationale" M i ne9ttien nach drückte « Thmbtt. 'n Transvaal aus 'Ulck gegeben haben, ^uren-Republiken als ( 7"kkM der beiden ese Nachricht Hingt len Politischen unb > stimmt über die M für bereit den Belagerung-- ; _ Hi) i CD Dotineritag««6 g I i f Sie 0. Md, Die fert^. d, riV bei S-E W» 6*"?» - Die sK-s Wollen T ffy Summa: 5 (2) 3 (1) 1 (0) Schiffsnachrichte« Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch bte Agenten Earl Loo« und I. M. Schulhof. Bremen, 28. Novbr. sPer ttansatlanttschm Telegraph.) Der Postdampfer München, Kapitän A. Traue, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist am 28. November, 9 Uhr vormittags, wohlbehalten in Baltimore angekommen._____________________________ Wetterbericht. Die allgemeine Wetterlage hat sich innerhalb ber letzten 24 Stunben nur unwesentlich geänbert. Das barometrische Maximum behauptet feine Herrschaft über West- unb Süb-Europa; ebenso besteht das ausgebehnte Depressionsgebiet in Norb- unb Ost- Europa noch fort. Jnfolgebessen ist auch ber Witterungs-Charakter berselbe geblieben. Die höheren Lagen ber Alpen haben noch heiteren Himmel. Vorraussichtliche Witterung: Zunächst noch Fortbauer des bestehenben Witterungscharakters. P Haisergarteu. M Freitag und Samstag abend: Millalizclier Bockbier-Anstich des ersten Culmhacher A. B. C.-Bieres. Spezialität: Schwemsknochen mit Kraut. «« Bekanntmachung. In dem Konkurs über den Nachlaß des Friedrich Frey von Lollar soll demnächst Schlutzverteilung erfolgen und es ist demgemäß das Schlußverzeichnis auf der Gerichtsschreiberei Großh. Amtsgerichts Gießen niedergelegt worden. Hiernach be> tragen die zu berückstchtigenden Forderungen 92 471 Mk. 70 Pfg., während die vorhandene Masse 16 644 Mk. 90 Pfg. beträgt. Die Gläubiger erhalten sonach noch eine Dividende Von 18 Proz. Gießen, den 29. November 1899. Der Konkursverwalter. ___________Keller. 8346 Submission. Die Füllung des Eiskellers in den neuen Kliniken in Gießen soll auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Verwaltungsbureau genannter Anstalt nachmittags von 3 bis 5 Uhr eingesehen werden. Offerten stnd mit entsprechender Aufschrift versehen versiegelt bis zum Donnerstag heu 7.ptjembetl899, mittags 12 Uhr, einzureichen. Zuschlag erfolgt bis zum 12. Dezember 1899. Gießen, 30. November 1899. Strittet Mandrin stets frisch, sämtliche KackMhatku, sowie 04319 feinstes Kliilevulthl 10 Pfd. 1,80 Mk., - 5 Pfd. 95 Pfg., 1 Pfd. 20 Pfg. Gust. Walter, MäuSbirrg 13. Walter A. Wood Mähmaschinen erzielten ungeheuren Absatz und über 1400 erste Preise. Wo nicht vertreten Agenten gesucht. H. Lehmann & Cie., Fabrik und Lager landw. Maschinen, Kaiserslautern (Rheinpfalz). 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Im Mittelpunkt der Stadt, nahe der Bahnhofstraße, ift alsbald bei billiger Miete eine frequente Wirtschaft mit ca. 220 Hektoliter Jahres- Umsatz zu verpachten. Reflektanten wollen sich schriftlich an Haasenstein u. Bögler, A.-G«, Gießen, unter V. J. 2 wenden. 8354 Verloren w* Verloren wurde am 22. Oktober ein kleines,ichwarzeS Notizbuch. Es wird gebeten, dasselbe gegen 3 Mk. Belohnung abzugeben. Q4313_______Grünbergerstratze 20. Verloren auf dem Wege von Rödgen nach Trohe ein Portemonnaie mit Inhalt. Der bereits erkannte Finder wird ersucht, dasselbe gegen entsprechende Belohnung abzugeben auf der Bürgermeisterei Trohe. Giessener Stadttheater. Freitag den 1. Dezember 1899 t Letztes Gastspiel deS Kgl. Hofschauspielers Emil Richard. KHrliche Arbeit. Posse mit Gesang von H. Wilken. Pers onen: August Schulze Lydia, s. Frau, Margarete, s. Tochter, Sophronia Schminkwitz Herr von Goldammer Herr von Löwenheim Schröpfer Max Wohlmuth Kalau Loltchen Rabe Kullmatz Emil Richard als Gast. Marg. Haußig. M. Eichenwald WilhelmineHelm Aug. Kirchhoff. Paul Paren. Joseph Curland. Walter Steinert. Wilh. Wilhelms. Susy Berken. Carl Walter. Anfang 8 Uhr. Ende lOVt Uhr. Erhöhte Preise! Abovnemevtsbillets mit Zuzahlung zöllig! 11 er eine Schachklub. | Spielabende Mittwoch u. SamStag von 8Vs Uhr an CafL Ebel. Gießener Lcsehalle-Verem. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß wir auf Grund des 4 unserer Satzungen schulpflichtigen Kinder« die Be» Nutzung unserer Anstalt für die Zukunft nicht mehr gestatten können. Wir sehen uns zu dieser Maßregel leider genötigt, da sich durch den allzugroßen Andrang der Jugend eine Reihe von Unzuträglichkciten ergeben hat, die wir im Jntereffe unserer Anstalt und ihrer Besucher beseitigen müssen. Gießen, den 28. November 1899. 8359 Der Vorstand. verbunden mit Zither-Konzert, Borträgen re. 8357 bei Herrn Steuer nagel (Zur Stadt Lich). Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Der Borstand. Freunde können durch Mitglieder eingeführt werden. Gießener Zither-Klub (Wohlthätigkeits-Verein). Sonntag,S. Dezember, nachmittags 4 Uhr Hamburger Fifchhandlung von A. Koch Nachf. (F. Laib) empfiehlt große, lebendsrische Norderneyer AuMeWk zu 40 Pfennig per Pfunv. 04316 Unentbehrlich zum Schutze der Augen, Gesichts- und Kopfnerven! Optiker Wolff s hygienischer VentHation's Lampenschirm DR P Augenschutz. D.RP Erfolg überraschend! lieber 250,000 Stück im Gebrauche. In allen Lampen-, Papier- und optischen Geschäften käuflich, wo nicht, gegen Einsendung von Mk. 1.20 franko. M. Ehrenbacher, Berlin W., Leipzigerstrasse 115—116. An allen Plätzen werden geeignete Vertreter gesucht. 8351 Mmt»-AWl! Die unterzeichneten Unternehmer geben hiermit bekannt, daß sie vom 1. Dezember d. I. an für die Entleerung von Senkgruben pro Faß drei Mark berechnen. 04317 Gießen, den 30. November 1899. Friedrich Cost. Chr. Haubach I. Wilh. Kitz. Chr. Nebe. Karl Puth. Georg Simon. Hr. Zölzer. Samrts mit fitmo liefert billigst »rü-rsche Nuiv.-rmck«st. Sektion Giessen. D. Oe. a. v. Sonntag den 3. Dezember 0. I.: 8356 Tour II Stoppelberg—Wetzlar. Abmarsck 128/* Uhr von der kathol. Kirche. Zu Weihnachts-Geschenken empfehle ich grösste Auswahl in Neuheiten. Originelle Nippes-Figuren. Glas- und Crystall-Vasen in jeder Preislage. Moderne Kunstgläser Schreibtisch-Garnituren in Gold- und Silberbronze Hochelegante Pendules, Candelabres und Figuren in Pariser Bronze t R Aparte Ständer nnd. Sänlen für Fignren etc. etc. Hoflieferant. 8321 Verkaufslokal der Firma. Reichhaltige Ausstellung in I Kleine praktische Geschenke Diaphanlen. Wandbildern und Reliefs ^r Küche und Haus Rüstungen, Schilde, Helme, Speere etc in anerkannt grosser Auswahl, zur Dekoration von Herrenzimmern. , Kaffee-Services, Butterdosen etc. : H. Koegler. — Druck und Berlag, der Brühl'scheu UniversitätS-Buch- wnb Steindruckerei (Pietsch Erven) m isncscn. 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Zn Wi die gewöhnliche Lee Metford Plättchen bedeckt, durch wel schwere Wunde erzeugend, bisher gegen Weihe nie gesi wen schaffen Einschnitt in v>e dann beim Eindringen °>nd nut die einfache Lee ^>mdet. Ebenso, obwohl n hnen Liddite-Tranate «smäßig, sollen aber Mcht täusche, ist Eorditt d Es wird von enalisi Un erstutzung ^durch deutst S,n ' W ließen. fiz,# btn "^gestellt, ?0o ‘T aId Endlage o L9? ,m ^fechte l bchuß innerhalb Ua n •e 300000 eJÄTLS <|Ä Ml in lischn M öon täte nllae °^"nfähig ™ aaSa- :8B$S*ä ft VS.Dr. u’* SNtflm £f,blti'for ...