Nhein "krgkselljchast^ M») Ur. 116 E°"/> W- itf“ Mo« ; ä 2.- Mk *9 U, Adolf :tet 'Ehr verehilich.il «5 3 W aö: mnfcft '«»; W e. ^Matzes. M;lttdskvl!kll frei, r ftiuöer verlvrudct. Jet Vorstand, ließen, dierhallm, Wew' und scheu Echiehhallk sind uguü ihre dieöbe.üge- itjw Wo 189SL tznle». Abendkarte. inement billiger. ' 5588 k betWi“*«*' ter Herr ireg her 5322 äft sr Art- eiha"8tal -o. jaber IS Nachfolger | Rt. 178 Erstes Blatt. Dienstag den 1. Auqust IS»» Gießener Anzeiger General-Anzeiger 3lei*6»»teU viertrljLhrlich 2 Mark 20 Pf,. monatlich 75 Pftz. Mit vringerloh». . Bei Postbezu, 2 Mark 50 Psz. vierteljährlich. LLe Anzeigen-BermittlmigSstellen bei In« un> LurlaudoL nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eni-ego». Mit «nrmchme de» «enteil. «e Meßener »ewW<*Hittcr werden dem Anzeiger »dchenNich viermal bet|dc,t SlnnvchMe ven Anzeigen zu der nachmittag! für de» fetynta S«, erscheinenden Nummer Ml vorm. 10 Uhr. Amts- und Anzeigeblatt für den "Uveis Gieren. Nrdakttvn, Lxpedition und Druckerei: Achnlstre-e Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische UolKsKunde. «dreffe für Depeschen: Anzeiger -ietze«. Fernsprecher Nr. 51. AmtlicherIeil. Gießen, den 29. Juli 1899. Betr.: Unterstützung von Familien der zu Friedensübungen einberufenen Mannschaften. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen 4* die Großh. Bürgermeistereier, deS Ltreifes. In letzterer Zeit haben wir die Wahrnehmung gemacht, daß bei Ausfüllung der Empfangsbescheinigungen über Familienunterstützungen vielfach nicht nach den Vorschriften unseres Amtsblatts vom 18. Mai l. I. verfahren wird. Es ist dies besonders in Bezug auf die Familienstellung der Kinder (Spalte 1 des Formulars) der Fall. Insbesondere wird» die Angabe vermißt, ob dieselben ehelich bezw. diesen gesetzlich gleichstehend sind, oder ob sie aus einer früheren Ehe der Ehefrau herstammen. Wir sehen uns veranlaßt, Ihnen die gewisienhafte Be- lolgung der bestehenden Vorschriften wiederholt zur Pflicht zu machen. ___________________v. Bechtold.____________________ Bekanntmachung. die Bestimmungen über die Arbeitszeit in den Getreidemühlen betr. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Bestimmungen über die Arbeitszeit in Getreidemühlen auf alle bei dem eigentlichen Mahlprozeß beteiligten Arbeiter, also nicht nur auf die bei der Bedienung der Mahlgänge, sondern auch auf die bei der Bedienung der etwa an Stelle der Mahlgänge angebauten Walzenstühle beschäftigten Personen Anwendung zu sinden haben. Gießen, den 29. Juli 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _________________v. Bechtold.____________________ Bekanntmachung, betr.: Maul- und Klauenseuche in Villingen. Nachdem in einer Schafherde zu Villingen die Maul- And Klauenseuche in großem Umfang festgestellt worden ist, haben wir die Sperre der Weide und der Gemarkung Villingen angeordnet. Das Durchtreiben von Klauenvieh Lurch die Gemarkung ist danach verboten. Gießen, den 29. Juli 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. Nachdem in einer Schafherde in der Gemarkung Trais- Horloff die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, haben wir die Sperre der Weide angeordnet. Gießen, den 31. Juli 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _________I. V.: Frhr. Schenck._______________ Bekanntmachung. Nachdem von berechtigter Seite die Rückgabe der von dem verstorbenen Dienstmann Wilhelm Heil dahier gestellten Dienstkaution verlangt worden ist, fordern wir die- jenigen auf, welche Ansprüche an diese Kaution aus der Eigenschaft des rc. Heil als Dienstmann erheben zu können glauben, solche bei Meidung des Ausschlusies binnen acht Tagen bei uns vorzubringen. Gießen, den 28. Juli 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ___________________Muhl. Deutsches Reich. Berlin, 30. Juli. Die Morgenblätter veröffentlichen anläßlich des ersten Todestages des Fürsten Bismarck längere Artikel. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Voll Wehmut gedenken wir heute dieses Tages und erinnern uns von neuem aller der Verdienste, die sich der verblichene große Staatsmann um die Gründung und den Ausbau des deutschen Reiches erworben hat. Die deutsche Dankbarkeit dafür wird nimmer erlöschen. Die „Staatsbürger Zeitung" regt die Errichtung einer Bismarck Gedächtniskirche in Berlin an. Berlin, 30. Juli. Wie heute aus Kiel gemeldet wird, bestätigt sich das Gerücht von der beschleunigten Rückkehr Ob man der „Hohenzollern" nicht. Das Schiff kann vor dem 1. August nicht in Kiel eintreffen. Berlin, 30.Juli. Aus London meldet die „Vossische Zeitung" telegraphisch: Ueber New-Aork liegen Meldungen aus Apia vor, wonach die Samoaner unzufrieden mit dem Vorgehen der Kommission sind. Die Lage sei kritisch. Der Krieg könne jeden Augenblick wieder beginnen. Viele Einwohner hätten die Waffen behalten. Berlin, 29. Juli. Wie der „Lokal-Anzeiger" aus Kopenhagen meldet, sind daselbst über den Gesundheitszustand des Zaren wieder sehr alarmierende Gerüchte verbreitet. Es heißt, der Zar werde sich vorläufig von der Regierung zurückziehen und dieselbe dem Großfürsten Michael aber treten hier Meinungsverschiedenheiten zu Tage, die nicht wieder ganz zu beseitigen sein werden. Nicht von heute auf morgen, aber mit der Zeit dürften sie dazu beitragen, das frühere Verhältnis zwischen Centrum und Polen zu lockern. Erfahrungen, die in der letzten Periode des hinter uns liegenden Sessionsabschnitts des Reichstags gemacht wurden, geben einen gewiffen Anhalt zu glauben, daß sich allmählich auch das Verhältnis zwischen Centrum und Elsaß-Lothringen etwas ändern werde. — Die Korrektur des Reichstags-Stenogramms beschäftigt, trotz der Abwiegelungsversuche der „Franks. Zeitung", noch immer die Preffe. Die Darstellung in jenem Blatte ist nämlich sachlich nicht stichhaltig, wenn man auch gerne zugeben mag, daß die Aenderung im vorliegenden Falle nach gewordener Aufklärung keine große Bedeutung mehr hat. Die verhältnismäßige Unwesentlichkeit des Einzelfalles nimmt der unbefugten Aenderung aber nichts von ihrer grundsätzlichen Bedeutung für unsere parlamentarischen Einrichtungen, und es berührt seltsam, daß die demokratische „Franks. Ztg." sich über den Versuch, das freie Wort hinterrücks durch eine nachträgliche Korrektur zu dämpfen, so leichthin, mit einem halben Achselzucken, hm- wegzusetzen vermag. Es dürste doch mindestens zu verlangen sein, daß das freie Wort vor dem „Uebereiser" oder der „Harmlosigkeit ohne böse Absicht" eines Beamten nach Möglichkeit geschützt werde; denn sonst können sich aus solcher Harmlosigkeit sehr schlimme Konsequenzen ergeben. Aber auch in anderer Hinsicht ist die in der „Frankfurter Zeitung" UU Ul l IUI ------ i . knüpfungen und Bezugnahmen auf die Verhandlungen unserer parlamentarischen Körperschaften und überall Reifet es hierbei : „Siehe Stenographische Sitzungsberichte Band so und soviel u. s. v." Und da will jemand im Ernst behaupten, daß jene Berichte „sich zu nichts und gegen niemanden verwerten lassen"? Das ist ein mißglückter Fechtertrick. In Wirklichkeit sind die gedruckten stenographischen Sitzungs- sorue s> । äs'..» atÄi "•.« übertragen. Berlin, 29. Juli. Nach einer Meldung aus Kiel ist der Dampfer „Jupiter" bei Lysekil gestrandet und dort angetrieben. Er ist vollständig verloren. Der Kapitän und zwei Mann sind ertrunken, 11 Mann gerettet. M.P.C. Berlin, 30. Juli. Die nächsten Wochen werden eine wichtigeProbeaufeingroßes Exempel bringen. Dieses Exempel, zu deutsch diese Aufgabe besteht darin, einen Weg zu finden, um den Katholiken, in Rheinland und Westfalen, wofern sie ihrer Bevölkerungszahl nach in der Ueberlegenheit sich befinden, auch den entsprechenden Anteil an der Verwaltung resp. an der Herrschaft in den Kommunen zu sichern. Dies ist nach der Steuerreform aus dem Anfang der 90er Jahre schwieriger geworden, die jetzt dem Landtage vorliegende Gemeindewahlreform soll es er- . «u«, ... —--- „ . ~~ -rh hnr:n"tinr leichtern helfen. Köln z. B. ist eine überwiegend katholische I dargelegte Auffassung unzutreffend. Es wird dann vor der Stadt, das Stadtregiment liegt aber in den Händen der Ueberschätzung der stenographischen Sitzungsberichte gewarnt Liberalen. Seit Jahr und Tag hat sich das Centrum zum und das von den Schriftführern angefertigte Protokoll als Vertreter der Wünsche gemacht, welche darauf abzielen, die einzig zuverlässige Quelle^gepriesen. Nun, wenn alle dre- katholischen Mehrheiten in den westlichen Städten auch des jenigen, die sich für unsere Zeitgeschichte interessieren, auf Genusses des Mitregierens teilhaftig werden zu lassen, diese Protokolle angewiesen waren, so ^e^ Wird es gelingen, diese Wünsche ihrer Erfüllung näher zu eine verwünscht geringe fern, denn das Protokoll enthalt ja bringen? Gewichtige Gründe scheinen dagegen zu sprechen, nichts anderes, als was der Reichstag „gethan und b - In erster Linie der, daß im Rheinland selbst eine starke schlossen" hat. Die Debatten selbst kommen m einerso Opposition gegen die Regierungsvorlage ankämpft. In der aphoristisch kurzen Zusammenfassung natürlich sehr schlecht „Westdeutschen Zeitung" heißt es nicht unzutreffend: „Der weg. Diese Protokollführun^.ist öuzuq von zur Staatseinkommensteuer nicht veranlagten kratischer Zopf, den man überflüssiger Weise aus den An- aber wahlberechtigten Personen, - den sogenannten Drei- sängen unseres parlamentarischen ^ebens in«du-neuere Zeit märkern — in die großen Städte und Jndustrieorte ist hinübergenommen hat. Wie wemg Bedeutung der Reichstag dauernd in steigender Zunahme begriffen, während eine auch I selbst dem Protokoll beimißt, geht schon daraus hervor, daß nur annähernd verhältnismäßige Zunahme der Plutokratie es in den Sitzungen gar nicht verlesen, sondern nur im naturgemäß nicht zu erwarten steht — sogar bei einem Bureau zur Einsicht aufgelegt Mrd. Es ist aber auch m nicht unwahrscheinlichen Rückgang der Industrie ebenfalls der Thal zwecklos, denn was der Reichstag „gethan und zurückgehen könnte. Damit wird der im Durchschnitt auf beschlossen" hat, geht aus dent stenographischen Berichten einen Wähler in der Gemeinde entfallende Steuerbetrag ein viel genauer hervor. Nun mochte aber die „Frankfurter immer niedrigerer und die dritte und zweite Abteilung in Zeitung" gern den Glauben erwecken, als ob den steno- immer steigendem Grade von solchen Stimmberechtigten ge- graphischen Sitzungsberichten so zu sagen der amtl che Cha- bildet werden, die teils gar keine, teils nur eine geringe ratter fehle, „und wenn ln emem gednMen Bericht aus Summe bezahlen. Und damit würde in mehr oder weniger Versehen und aus b o er Absicht etwas Falsches stehe, so naher Zukunft eine Verschiebung im Gemeindewahlrecht zu- habe das keinerlei rechtliche Folgen und lasse sich zu n ch qunsten der Demokratie unausbleiblich sein!" - Es liegt und gegen Niemand verwerten . Soviel Worte soviel auf der Hand, daß die letztere ihren Einfluß auch im Sinne Irrtümer. Aus we (her Quelle.schöpfen dennre Redner einer Verstärkung der Centrumsdemokratie und der Sozial- I wenn sie sich auf frühere Verhandlungen des Retchst g demokratie geltend machen würde. Die Erfahrungen bei beziehen? Doch nur aus den gedruckten stenographischen der letzten bayerischen Landtagswahl sind derartig, 'daß sie Sitzungsberichten, die übrigens von amtlichen Stenographen Vorsicht nach dieser Seite doppelt geboten erscheinen Assen, unter der Aufsicht des Reichstags-Präsidiums hergest Es lichen sich der Gründe noch mehr anführen, welche eine werden. Was sind es denn für Folianten■ m bcn n der Abweiiuna des Gesetzes berechtigt erscheinen laffen. Auf I Abgeordnete Rickert Mit Vorliebe bei jeder 9 ) 3 daß °s im blättern pflegt, um einem Gegner etnen Widerspruch m.t wohlverstandenen Staatsinteresse liegt, durch gleichzeitige einer früheren f^^^^ranffurter Reituna" sRpfHIinunn von Anaeböriaen der verschiedenen politischen Berichte, deren Zuverlässigkeit die „Frankfurter Zeitung Barteie^n an der verantwortlichen Wahrnehmung der Ge- I jetzt unbegreiflicherweise anzuzweifeln für angemessen halt, meüibe ^terrfien wenn auch nicht immer die Scharfe der Aber nicht bloß di- Abg-or neten v-rwert-n dte Berichte bestehenden Gegensätze h-rabzumildern, dach Kräfte für di- auch höhere Autoritateri greifen auf fu aU auf «mtl«£ Sacke der Ordnung und der Staatserhaltung zu werben. Dokumente zuruck. Man lese doch nur. Die gelegnen yld sräs.«?'??™ s'Us'ä " “iLpTgi ,»T sw-1 ?"! •St.üsL'ülÄiÄ. August in Neisse zusammentretenden Katholikentag scheint sich ein Gegensatz zwischen Centrum und Polen herausbilden zu wollen. Die polnische Presse verlangt, daß die zu haltenden Vorträge auch in polnischer Sprache zu Gehör gelangen. Auch sollen die Bestrebungen zur Einführung des polnischen Sprachunterrichts für die Religivns- stunden in Oberschlesien auf dem Katholikentage berücksichtigt werden. Die Centrumspresse widerspricht dem einstweilen Verfassung, die sozialen und wirtschaftlichen Untersuchungen und Forschungen eine Quelle von allergrößter Wichtigkeit und Bedeutung. Die Korrekturen, welche die Redner selbst mit Genehmigung des Präsidiums an ihren eigenen Reden vornehmen, sind zumeist formeller Art, und die sachlichen Acnderungen, die in einzelnen Fällen dieser oder jener Redner nachträglich machen will, unterliegen der Prüfung des Reichstags-Vorstandes; sie werden, wie dies schon wiederholt vorgekommen ist, nicht gestattet, wenn der Sinn einer Rede dadurch eine wesentliche Verschiebung erleidet. Und wenn solche Acnderungen von den dazu berufenen Stellen gutgeheißen werden, so gilt die so hergestellte Rede eben als der Ausdruck der von dem Redner dargelegten Auffassungen. Jedes Mitglied des Reichstages hat überdies das Recht, solche Aenderungen, wenn sie ihm zu weitgehend erscheinen, zu beanstanden und eine nachträgliche Berichtigung zu veranlassen. Wenn dies von keiner Seite geschieht, dann muß die Korrektur jedermann als bindend erscheinen. Geradezu erheiternd ist es aber, wenn die „F. Z." weiter darauf pocht, daß die unkorrigierten Stenogramme im Archiv des Reichstags aufbewahrt werden und daß diese eigentlich allein den Wert historischer Dokumente haben. Wir haben schon neulich dargethan, welches Kauderwelsch in sprachlicher Beziehung viele dieser unkorrigierten Stenogramme enthalten; aber auch abgesehen davon, wird man z. Z. doch nicht im Ernste verlangen, alle diejenigen, die sich mit der Lektüre der Reichstagsverhandlungen befassen müssen, auf die im Reichstags-Archiv in einem einzigen Exemplar vorhandenen, ungedruckten Stenogramme zu verweisen. Da käme insbesondere bei den gelehrten Forschungen wohl ein schier maß- loses Durcheinander zu Tage, gegen das die Streitigkeiten der Kommentatoren, wie wir sie bei alten Handschriften oft genug erlebt haben, die reinen Kinderspiele wären. Wenn man zu viel beweisen will, beweist man meistens zu wenig. Das zeigt sich auch in diesem Falle. Tägl. Rundschau. Hamburg, 28. Juli. Bürgermeister Versmann f. Der, wie telegraphisch gemeldet, heute vormittag verstorbene Dr. Johannes Georg Andreas Bersmann war am 7. Dez. 1820 in Hamburg geboren, wo er sich 1844 als Advokat niederließ. In die freiheitliche Entwickelung des Hamburger Verfassungslebens hat Versmann in bedeutsamer Weise eingegriffen. Er gehörte der Konstituante als Mitglied und zeitweiliger Vorsitzender an. Nach Beendigung der Verfassungskämpfe wurde er im Dezember 1859 zum ersten Präsidenten der Bürgerschaft gewählt. Seit 12. Dezember 1861 Mitglied des Senats, stand er seit 1887 als Bürgermeister im Turnus mit zwei Senatoren an der Spitze des Staatswesens. Die Todesnachricht rief allgemeine Trauer in der Bevölkerung hervor. Das Rathaus, sämtliche Konsulate, Postgebäude und viele Privathäuser haben halbstock geflaggt. Im Sterbehause haben das diplomatische Korps und alle fremden Konsuln ihre Karten abgegeben. — Dem dahingegangenen Hamburger Bürgermeister Dr. Versmann gönnen die Hamburger Zeitungen die Anerkennung, daß er seine Vaterstadt gut geführt und das Verwachsen Hamburgs mit dem Reich wie die Zukunft des Reichs wohl begriffen habe. Frankfurt a. M., 29. Juli. Die „Franks. Ztg." meldet aus dem Haag: Die Friedenskonferenz ist heute nachmittag geschlossen worden. Kurz vor 3 Uhr erschien Präsident v. Staat auf seinem Platze und ergriff das Wort. Seine Rede klang zuerst wie ein Murmeln und wurde dann deutlicher, ohne jedoch im einzelnen auf der Höhe verständlich zu sein. Es handelte sich anscheinend um eine Auszählung des von der Konferenz Geleisteten. In der Mitte und am Schlüsse wurde dem Redner lebhafter Beifall zu teil. Dann sprach Graf Münster, als Senior der Versammlung, den beiden Präsidenten den Dank der Versammlung aus und dankte namens derselben auch der holländischen Regierung für die gewährte Gastlichkeit. Die hierauf folgende Rede vom Minister Beaufort klang in dem Satz aus, daß die Konferenz einen Anfang, aber kein Ende bedeute. Kurz nach V24 Uhr erklärte der Präsident die Friedenskonferenz für geschlossen, worauf die Delegierten sich zu ihren auf dem Hofe bereitstehenden Wagen begaben. Frankfurt a. M., 29. Juli. Der „Franks. Ztg." wird aus Madrid telegraphiert: Das „Amtsblatt" veröffentlicht die Einnahmen und Ausgaben des Rechnungsjahres 1898/99. Danach betragen die Einnahmen des eigentlichen Budgets 888236480 Pesetas, (d. i. 139776826 mehr als im Vorjahr), die Ausgaben 877217 145, der Ueberschuß der Einnahmen aus 11019336. Einschließlich der Nachträge des Vorjahres stellen sich die Einnahmen auf 938268 403 Pesetas, die Ausgaben auf 905997 980, der Ueberschuß auf 32250423 Pesetas. Wenngleich die Militärloskäufe und die Kriegssteuer 104 Millionen einbrachten, so wurden andrerseits die Amortisation und die Zinsen für drei Quartale der öffentlichen Schuld ohne Abzug ausgezahlt. Daraus folgt, daß die erdrückenden, von der Regierung beabsichtigten Steuern nicht nötig sind, um die unentbehrlichen Einnahmen zu erzielen. Frankfurt a. M., 29. Juli. Im Orte Liedolsheim wurden letzte nacht 43 Häuser nebst Nebengebäuden eingeäschert. Das Feuer soll durch Kinder entzündet worden sein. — In Adelgund an der Mosel wütet Großfeuer. 10 Wohnhäuser nebst Wirtschaftsgebäuden sind bereits abgebrannt. M.P C. Englische und französische Zeitungen verbreiten die Nachricht, daß der Zar sich mit der Absicht trage, alle Souveränen Europas zu einer Zus ammen- kunft in Paris während des Ausstellungsjahres 1900 aufzufordern. M.P.C. Die Schwierigkeiten, welche bis jetzt der Anbahnung eines besseren handelspolitischen modus vivendi zwischen den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika und dem deutschen Reiche entgegenstanden, hatten ihren Grund darin, daß die Amerikaner eine beschränktere Auslegung des Meistbegünstigungsrechts zu unseren Gunsten geltend machen zu dürfen glaubten, als wir. Aus den neuen Handels-Vereinbarungen, welche die Vereinigten Staaten mit verschiedenen Ländern getroffen haben, scheint hervorzugehen, daß sie keine Neigung haben, bezüglich der Auslegung des Meistbegünftigungsrechtes auf unseren Standpunkt zu treten. Es versteht sich von selbst, daß wir hieraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen genötigt sein werden. Leipzig, 29. Juli. In Löbtau sind gestern wieder drei Todesfälle an Typhus vorgekommen. Ausland. Wien, 30. Juli. Die sozialistische Parteileitung ließ gestern abend in allen Bezirken Wiens über 100 000 Flugblätter gegen die Zuckersteuer-Erhöhung verteilen. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen vor. Wien, 30. Juli. Der Abgeordnete Wolff hat den deutsch-fortschrittlichen Landtagsabgeordneten Krzepek zum Duell gefordert. Anlaß dazu bot ein offener Brief des letzteren in der „Leitmeritzer Zeitung", worin er die vorgebrachten Beschuldigungen, daß die deutsch-fortschrittlichen Abgeordneten ihre Mandate von den Tschechen erbettelt hätten, als eine Lüge und Verleumdung erklärte. Paris, 29. Juli. Der am Donnerstag erfolgte panikartige Kurssturz der 3 v. H. französischen Rente ist etwas ganz Unerhörtes. Veranlaßt wurde er durch Gerüchte vom Rücktritt der Mitglieder des Obersten Kriegsrats. In wenigen Minuten stürzte die Rente von 100,40 bis unter pari, nämlich auf 99,45, also um 95 Zentimes, während im Jahre 1895, als sämtliche europäischen Geldmärkte von einer Deroute erfaßt wurden, jene Rente nur um 26 Zentimes wich. Der jetzige Kurssturz zeigt, daß die Nervosität in Frankreich auf einem außerordentlich hohen Grad angekommen ist und daß der Boden zur Aufnahme aller möglichen gefahrdrohenden Gerüchte vorbereitet ist. Wie weit Börsenspekulationen und das politische Interesse der Nationalisten dabei mitgewirkt haben mögen, diese Beunruhigung in den Rentenmarkt zu bringen, sei dahingestellt, wahrscheinlich aber wird der Rentenrückgang mehr als alles andere dazu beitragen, die Zahl derer in Frankreich zu erhöhen, die eine rasche Liquidation der Dreyfus-Angelegen- heit für nötig halten. Ein Rentenrückgang greift in Frankreich noch ganz anders in das Leben ein, als in andern Staaten, weil der weitaus größte Teil der kleinen Ersparnisse in Rente angelegt ist und weil in Frankreich nahezu jeder Besitzende, wenn auch nur in kleinen Beträgen, Renteninhaber ist. Paris, 29. Juli. Der Korrespondent des „Malin" hatte eine neue Unterredung mit Esterhazy. Derselbe erklärte, er wisse noch nicht, ob er nach Rennes gehen werde. Er äußerte sich abfällig über die Ernennung des Generals Brugöre zum Gouverneur von Paris, sowie über die Absetzung Nögriers. Cettinje, 29. Juli. Am 27. d. M. fand abends ein großes Familiendiner statt, aus welchem Anlaß die umliegenden Ortschaften illuminiert hatten. Am Morgen des 28. war Vorstellung und Gratulationsfest im erbprinz- lichen Palais. Von allen Richtungen kamen Deputationen mit Glückwünschen herbei. Vom Zaren und vom Sultan trafen kostbare Diamantkolliers ein. Das italienische Königspaar sandte Armband und Kopfspange aus Brillanten und Smaragden. Abends 8 Uhr war Gala-Diner beim Fürsten und um 9 Uhr glänzender Empfang im Thronfaale. Fürst Nikolaus sprach seine Freude über den Eintritt einer deutschen Prinzessin in das Haus Petrovic aus. Paris, 30. Juli. Der „Temps" ist zu der Erklärung ermächtigt, daß zwischen Berlin und Paris keinerlei Verhandlungen bezüglich eines Aufenthaltes Kaiser Wilhelms an der französischen Küste ftatlfinden. Das französische Kanal-Geschwader bleibe bis Ende September vor Cherbourg. Paris, 30. Juli. Aus Toulon wird gemeldet, daß gestern um Mitternacht ein Erdbeben beobachtet wurde, in der Richtung von Südosten nach Südwesten. Es währte zwei Sekunden. Paris, 30. Juli. Der „Figaro" beginnt heute mit der Veröffentlichung der Aussagen Paty de Clarns vor dem vereinigten Kassationshofe. Paty de Elam wirft die volle Schuld auf den General Boisdeffre und bekräftigt, wie bereits früher, daß er immer nur auf Befehl Boisdeffres gehandelt habe. Warschau, 30. Juli. In der Bezirksstadt Pruzana im Gouvernement Grodno sind 20 5 Wohnhäuser abgebrannt. lieber 2000 Personen sind obdachlos, mehrere werden vermißt. M.P.C. Vereinigte Staate«. Oberst Smart hat den Vorschlag gemacht, Ferngläsermitviolett-farbenen Gläsern zu versehen. Hierdurch soll erreicht werden, daß man schon auf weite Entfernungen die geringe Rauch, entwickelung des rauchschwachen Pulvers bei Gewehren wahrnehmen und auf diese Weise genau die feindlichen Linien feftfteflen kann. Auf Anordnung des Kriegsministeriums sollen viele derartige Gläser auf den Philippinen erprobt werden, da die Eingeborenen zum Teil mit kleinkalibrigen Mauser-Gewehren bewaffnet sind. Males und MovinMes. Gießen, den 31. Juli 1899. • • Aus dem Gerichtssdienst. Durch Entschließung des Großherzoglichen Ministeriums der Justiz vom 20. d. Mts. wurde der Großherzogl. Gerichsassessor Dr. Maurer zu Bingen vom 29. dss. Mts. ab mit den Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts bei den Großherzoglichen Amtsgerichten Alsfeld, Grünberg, Homberg und Laubach, — der Großh. Gerichtsasfeffor Schnitzspahn zu Darmstadt mit den Dienstverrichtungen eines Richters bei dem Großh. Amtsgericht Beerfelden, — der Großh. Gerichtsasfeffor Giller ju Darmstadt mit den Dienstverrichtungen eines Richters )ei dem Großh. Amtsgericht Darmstadt II, — der Großh. Gerichtsassessor Dr. Heyer zu Darmstadt mit den Dienstverrichtungen eines Hilfsgerichtsschreibers bei dem Großh. Amtsgericht Darmstadt I, — der Großh. Gerichtsassessor Paul zu Darmstadt mit den Dienstverrichtungen eines Hilfsgerichtsschreibers bei dem Großh. Landgericht der Provinz Startenburg beauftragt. * * Professor Schiller. Der „Franks. Ztg." wird von hier gemeldet: „Professor Dr. Schiller wird am 8. August unsere Stadt verlassen und nach Leipzig übersiedeln, wo ein ältester Sohn als Rechtsanwalt beim Reichsgericht lebt. Sein anderer Sohn ist Arzt in Breslau. In Leipzig gedenkt Professor Schiller zunächst die letzte Hand an eine vierbändige Weltgeschichte zu legen, die er während der etzten Jahre geschrieben hat, und die in München erfcheinen wird. Sodann aber beabsichtigt er, bei der philosophischen Fakultät zu Leipzig die Genehmigung zu feiner Habilitierung als Privatdozent für Pädagogik zu erwirken. Bismarcks Todestag, der 30. Juli,' war in alle« national gesinnten Kreisen dem stillen Gedenken des großen Toten geweiht, und legte Zeugnis davon ab, wie dankbare Anerkennung und Würdigung das Lebenswerk des eisernen Kanzlers findet. * * Militärdienstnachricht. Freiherr v. Nordeck zur Rabenau, Oberleutnant der Kavallerie 1. Aufgebots des Landwehrbezirks I Darmstadt, deffen Kommando zur Dienstleistung beim Infanterieregiment Nr. 167 bis auf weiteres verlängert. * * Oberhesfischer Geschichtsverein. Wie sich unsere Leser erinnern werden, hat der Oberhessische Geschichtsverein im letzten Herbst nach langer Pause die Grabungen nach prähistorischen Altertümern wieder ausgenommen. Freiwillige Beiträge aus dem Kreise seiner Mitglieder und Freunde haben es ihm ermöglicht, vier Gräber aus der ältesten Zeit keltischer Ansiedelung in unserer Gegend zu öffnen. Die interessanten Ergebnisse dieser Ausgrabungen sind von Prof. Dr. Gundermann im letzten Bande der „Mitteilungen des Oberhessischen Gefchichtsvereins" veröffentlicht worden. Die Funde, gering an Zahl, aber von ganz hervorragender Bedeutung für die Geschichte der prähistorischen Kultur unserer Gegend, sind, nachdem sie im Germanischen Zentralmuseum zu Mainz von kundigen Händen gereinigt und neu zusammengesetzt sind, der prähistorischen Abteilung des Museums einverleibt worden. In diesem Frühjahr konnten die Ausgrabungen dank der reichen finanziellen Beihilfe eines ungenannten Gönners wieder aufgenommen werden. Die vier diesmal geöffneten Gräber ergaben eine reiche Ausbeute an Urnen und anderen prähistorischen Gefäßen. In den letzten Tagen hat, wie wir hören, Herr Prof. Dr. Gundermann im hiesigen Stadtwald drei weitere Gräber aufdecken können. Seine Funde waren dadurch von ganz besonderem Jntereffe, daß sich unter den vielen Scherben von Gefäßen germanischer Herkunft auch solche aus terra sigillata fanden, die nach Material und Ornamentik nur römischen Ursprungs sei« können. In den zwei ersten Gräbern fand sich außerdem je eine ziemlich wohlerhaltene Graburne. Das interessanteste Stück aber barg das am letzten Samstag geöffnete dritte Grab, eine mit prachtvollen Ornamenten geschmückte Schale aus terra sigillata. Dieses wertvolle Fundstück ist ein wichtiger Beleg für die innigen Beziehungen, in denen die Bewohner unserer Gegend in der Zeit von etwa 100—400 nach Christus zu den römischen Bewohnern der benachbarten Wetterau gestanden haben müssen. Die Schale, die demnächst im Schaufenster des Herrn Juweliers H. Zimmer ausgestellt werden soll, wird künftig zu den wertvollsten Stücken unseres Mufeums gezählt werden müssen. — Der zahlreiche Besuch, der sich letzten Samstag auf der Ausgrabungsstelle einfand, bezeugt das rege Interesse, das die Bewohnerschaft Gießens an den Ausgrabungen des Vereins nimmt. Möge sich dieses Interesse künftig auch durch eine thatkräftige finanzielle Unterstützung seiner Bestrebungen kund thun! * * Die 9. Ruder-Regatta am gestrigen Sonntag zeichnete sich durch die wohl bisher größte Anzahl der Rennen aus, die je an einem Tage gefahren wurden. Dagegen entbehrten die Rennen fast durchgängig des Reizes, den heiße Endkämpfe auf den Zuschauer ausüben; die Rennen wurden im allgemeinen leicht gewonnen. Wegen des Fernbleibens des Offenbacher Rudervereins, sowie des Rücktritts der Rhenauia-Coblenz im Einer fielen einige Vorrennen aus. Die Gießener Rudergesellschaft hatte nennenswerte Erfolge leider nicht zu verzeichnen, was wohl darin seinen Grund hatte, daß sie allein in neun Rennen engagiert war. Das Wetter, das am Morgen sich ungünstig zu gestalten drohte, verschonte die Regatta mit dem drohenden Regen, sodaß dieselbe wenigstens in dieser.Hinsicht nicht beeinträchtigt wurde. Der Bootsplatz war zahlreich von auswärtigen und hiesigen Sportsfreunden besucht. Die Rennen verliefen wie folgt: 1. Junior-Einer. Ehrenpreis vom Vorstand der Gießener Rudergefellschast. Gemeldet 3 Boote. Vorrennen: Bonner Ruderverein (E. Dieckerhoff) 7.49 Min. Ruder- gefellschaft Rhenama Coblenz 7.58 Min. Hauptrennen: Beide Boote carambolierten unweit vom Start. Das auf Protest auf Schluß der Regatta verschobene zweite Rennen wurde nur von Herrn Dieckerhoff (Bonner Ruderverein) gefahren. Zeit nicht genommen. 2. Großer Vierer. Wanderpreis der Stadt Gießen. Sieger in 1898: Frankfurter Ruderclub. Gemeldet 2 Boote. 1. Wetzlarer Ruderclub 6 473/$ Minuten mit vier Längen gewonnen. 2. Gießener Rudergesellschaft 7.0% Min. 3. Doppelzweier ohne Steuermann. Ehrenpreis der passiven Mitglieder der Gießener Rudergesellschaft. Gemeldet 2 Boote. 1. Rudergesellschaft Rhenania Coblenz 7.21 Min.; dieselbe übernahm bald die Führung und lief mit ca. 6 Längen Vorsprung durchs Ziel. 2. Gießener Rudergesellschaft 7.42 Min. 4. Junior-Achter. Ehren- Nordeck zur 11 Aufgebots des lQni)0 zur Dienst. oi3 aus weiteres KL eines Rt der $r0; Wtb e,„ •Ä* Mr Äl 'int ' 1Mttnb btt * «W««« et Habilitierung ' in allen !be§ großen ^.wre dankbare vetf des eisernen ' sich unsere Leser eschichtSverein im rabungen nach enominen. Freileder und Freunde der ältesten Zeit u öffnen. Die en sind von Prof. Mitteilungen des d)t worden. Die rvorragender Be- )tn Fnltur unserer en Zenttalrnuseurn und neu zusarnmen- des Mseurns einkonnten die 8us- Seihilfe eines un- werden. Die vier reiche Ausbeute an jen. In den letzten Dr. Gundermann r aufdecken können. onberem Untere fit, äßen germanifätr anden, die naüz . llrltzrM^ \txn ind sch außerdem Das interessanteste ig geöffnete dritte geschmückte Schale Fundstück ist ein ngen, in denen die Zeil von etwa hen Bewohnern der nüssen. Die Schale, errn Juweliers tz. ünftig zu den vertat werden mW. - r der das des auch Be- Samstag aus rege Snterefie, Ausgrabungen messe künftig irstütznng seme: ;flen Sonntag L°h> d-- rben. ->E 8 'W' b« ss* w siiidtritt« d» Lorrennen ans. D°r "Ä * '".?.Äat wurde. bteW mit folgt: oeÄ««b 7 iiorren»1"- ®f». «*! . I1“’ hob-"- Ster»"’ •***•;■ :®10 898:®'“’’ e. }' n qewonutUE Kt« ®OPP‘‘' „b-r^S'Soi; ,al» b' e preis der Gießener Damen. Gemeldet 2 Boote. 1. Frankfurter Nuder-Verein 6.32% Min. 2. Gießener Nudergesellschaft 6.40 Min. 5. Ei n er, Lahnpokal, Wander- preis des deutschen Ruderverbandes. Sieger von 1898: Conr. Rübsamen. Herr Alb. R ü b s a m e n von der Gießener Rudergesellschaft fuhr in 7.15 Min. allein über die Bahn. 6. Zweiter Vierer. Ehrenpreis der passiven Mitglieder der Gießener Rudergesellschaft. Gemeldet 2 Boote. 1. Offenb acher Rudergesellschaft Undine mit 10 Längen gewonnen in 7.2 Min. 2. Frankfurter Ruder- verein 7.28 Min. 7. Dollen-Zweier. Ehrenpreis der Freunde des Rudersports. Gemeldet 4 Boote. Vorrennen: Krefelder Ruderclub 8.13 Min., Ruderverein Ems 8.17 Min., Bonner Ruderverein 8.32 Min., Rudergesellschaft Rhenania Coblenz 8.40Min. Hauptrennen: 1. Krefelder Ruderclub 8.17 Min. 2. Bonner Ruderverein 8.25 Min. 8. Junior-Vierer, Ehrenpreis des Regatta Comitös. Gemeldet 3 Boote. Der Offenbacher Ruderverein hatte abgemeldet, der Wetzlarer Ruderclub ging nicht an Start, sodaß der Frankfurter Ruderverein allein über die Bahn ging. Zeit: 7 Min. 9. Zweiter Einer. Ehrenpreis der Gießener Damen. Gemeldet 3 Boote. Dse Rudergesellschaft Rhenania Coblenz (I. Has- denteufel) erschien nicht am Start. Herr E. Dieckerhoff (Bonner Ruderverein) verfuhr sich unweit vom Start und gab das Rennen auf. Herr E. Lotz von der Gießener Nudergesellschaft durchfuhr in 8.45 Min. allein die Bahn. ÄkademischerVierer. Ehrenpreis von Studierenden der Landes-Universität. Gemeldet 2 Boote. Da diesem Rennen mit gewisser Spannung entgegengesehen wurde, war die Enttäuschung umso größer, als die Gießener Nudergesellschaft allein über die Bahn ging. Zeit 7.37 Min. Der gemeldete Heidelberger Ruderclub war nicht am Start erschienen. 11. Dollen-Vierer. Ehrenpreis eines Gönners der Gießener Rudergesellschaft. Gemeldet 3 Boote Vorrennen: Gießener Rudergesellschaft 7.8% Min., Bonner Ruderverein 7.12% Minuten, Rudergesellschaft Rhenania Coblenz 7.32 Min. Haupt- Tennen: 1. Rudergesellschaft Rhenania Coblenz 7.13 Min., 2. Gießener Rudergesellschaft 7.27 Minuten. 12. Großer Achter. Wanderpreis des Großherzogs von Hessen. Sieger von 1898: Die Frankfurter Rudergesellschaft Germania. 1. Frankfurter Ruderverein 6.20 Min., 2. Gießener Rudergesellschaft 6.37 Min. Leicht gewonnen. 13. Ermunterungsvierer. Ehrenpreis der aktiven Mitglieder der Gießener Rudergesellschaft. Gemeldet 3 Boote. Ruderverein Ems siegt mit ca 8 Längen in 7.20 Min. über den Frankfurter Ruderverein mit 7.42 Min. — Nach Beendigung der Rennen fand sofort die Preisverteilung statt, der um 9 Uhr Reunion im Hotel Großherzog von Hessen folgte. *• Erledigte Stellen für Militäranwärter im Bezirk des 18. Armeekorps. Höchst a. M., Kreisausschuß, Kreis-Vollziehungsbeamter, 1500 bis 1800 Mk. Jahresgehalt, außerdem 300 Mk. Dienstaufwandszulagen. — Oberursel, Magistrat, Polizeisergeant, 900 Mk. Gehalt, 75 Mk. Kleider- geld und freie Wohnung und Brand. ** Gegenwärtig absolvieren 30 Volksschullehrer aus dem Großherzogtum Hessen beim 115. Infanterie-Regiment in Darmstadt ihre letzte (vierwöchige) Hebung. Dieselben sind unter die einzelnen Kompagnien des Regiments verteilt, und unterliegen denselben Dienstverpflichtungen wie die Stamm- Mannschaften, mit denen sie auch gemeinsam den Dienst versehen. *• Polizeibericht. In der Nacht vom vergangenen Samstag zum Sonntag früh 3% Uhr, fanden zwischen Korps-Studenten und Angehörigen des Turnklub auf dem Ludwig splatz Streitigkeiten statt, welche beiderseits in Thätlichkeiten ausarteten, wobei derartig unvernünftig geschrien wurde, daß die Bewohner in weitem Umkreise aus dem Schlafe geweckt wurden und in der Meinung, es sei Feuer, an den Fenstern erschienen. Die hinzueilenden Schutzleute hatten alle Mühe, die Streitenden, etwa 12—15 Personen, zur Ruhe zu bringen. Anzeige ist erhoben und dürfte, um derartigen in letzter Zeit leider recht häufig vorkommenden nächtlichen Szenen zu steuern, eine empfindliche Strafe eintreten. — In letzter Zeit ist es wiederholt vorgekommen, daß von bübischer Hand des Nachts an Wohnungen im südlichen Stadtteil, Ludwigstraße, Stephanstraße p.p. wertvollere Fensterscheiben zertrümmert worden sind, ohne daß es bis jetzt gelang eines der Thäter habhaft zu werden. Aber auch wenn der Thäter bei Privatsachbeschädigungen ermittelt worden ist, wird vom Beschädigten entweder kein Strafantrag gestellt, oder wenn solcher bereits gestellt gewesen, wieder zurückgenommen, das heißt, wenn das beschädigte Objekt gut bezahlt wurde. — Ein widerspenstiger Knecht eines hiesigen Oekonomen, welcher gestern abend fortgesetzt auf Oswaldsgarten skandalierte und sich den ihn zurechtweisenden Schutzleuten gegenüber brutal benahm, wurde verhaftet und angezeigt. — Erschwindelt wurde mittelst Fälschung der Namensunterschrift eines hiesigen Oekonomen in einem Schuhwarengeschäft ein Paar Stiefel. Bensheim, 27. Juli. Zu der Notiz aus Lorsch über einen angeblichen Kindesmord wird berichtigend mitgeteilt, daß das Gerücht, das betr. Mädchen habe unter Beihilfe ihrer Mutter die Leiche heimlich begraben, falsch ist, da, nachdem bei der ärztlichen Todesschau eine unnatürliche Todesart nicht festgestellt werden konnte, eine regelrechte Beerdigung stattgefunden hat. A Mainz, 30. Juli. In sämtlichen städtischen Betrieben hier erhält jetzt ein Teil der Arbeiter und Angestellten durch Aerzte Unterweisung für die erste Hilfeleistung bei Unglücksfällen. In verschiedenen Kursen erhalten im ganzen 125 städtische Angestellte solche Unterweisungen. — Der russische Kammersänger Charles Gordon, der in zahlreichen deutschen Städten sogenannte Wohlthätigkeits-Konzerte von sehr zweifelhaftem künstlerischem Werte gegeben hat, und dessen hiesige Leistungen eine sehr abfällige Kritik in den „Mainzer Nachrichten" gefunden ;aben, hatte gegen genanntes Blatt eine mit glänzender Freisprechung endende Beleidigungsklage erhoben. Obwohl jei der gerichtlichen Verhandlung durch Sachverständige die Leistungen Gordons eine vernichtende Kritik erfahren, und die Behauptung der „Mainzer Nachrichten" in allen Punkten volle Bestätigung gefunden haben, hat Gordon gegen das reisprechende Urteil Berufung ergriffen, womit nach Lage der Sache nur eine Reklame bezweckt sein kann. Mainz, 30. Juli. Die „M. N. N." schreiben: Die Hessische Landes-Lotterie scheint einem dringenden Bedürfnisse abzuhelfen. Wie uns ein Berichterstatter mitteilt, laufen nicht nur bei den Lotterie-Kollekteuren unserer Stadt, sondern des ganzen Landes jetzt schon massenhafte Bestellungen auf unsere Landes Lotterie. Nur Geduld, es wird jedem sein Los zu Teil werden! Aus der Zeit für die Zeit. Vor 15 Jahren, am 1. August 1884, starb zu Wien der Schriftsteller Heinrich Laube, dessen dramatische Dichtungen sich im allgemeinen durch realistischen Inhalt und saubere Bühnentechnik auszeichnen. Unbestreitbar sind seine Verdienste um das deutsche Theater gewesen und seine dramaturgischen Schriften nehmen als Ertrag reicher Erfahrungen einen sehr hohen Rang ein. Laube wurde am 18. September 1806 zu Sprottau in Schlesien geboren. Vermischtes. * Zum Brande in Marienburg. Am Freitag Vormittag von 11 Uhr ab wurden durch die Pioniere die noch stehen gebliebenen Mauern gesprengt. Der Luftdruck war so stark, daß fast sämtliche Fenster und Schaufenster unter den Niederen Lauben und in den angrenzenden Straßen zertrümmert wurden. Auch die alten historischen Scheiben des Rathauses sind dabei zerstört worden. Der Knall der Sprengungen war mehrere Meilen weit zu hören. Der Magistrat trat bann am Nachmittag zu einer Sitzung zusammen, in welcher Herr Landrat v. Glasenapp Mitteilung über die von dem Herrn Regierungspräsidenten v. Holwcde in Aussicht gestellte Staatsbeihilfe machte. Den Brandschaden tragen folgende Gesellschaften: die Westdeutsche Versicherungsaktienbank mit 35000 Mk., die Leipziger mit 250000 Mk., „Kolonia" 150 000, „Union" 120000, Berlinische 70000, Hamburg-Bremer 70000, Preußische Nationalversicherungsgesellschaft 65000, „Thuringia" 50000, Transatlantische 40000, Deutsche 30000, Magdeburgische 20000, Gladbacher 20000, Oldenburger 15000, Norddeutsche 10000, Aachen-Münchener 4000 Mark. * Zum Tode des GroßfürstewThronfolgers wird jetzt bekannt, daß die Bäuerin Dassajew, welche dem Verstorbenen den letzten Dienst erweisen durfte, der unterdrückten Sekte der Molokanen angehört, welche einen ausgesprochen evangelischen Charakter trägt. Wie es heißt, hat der Kaiser dem Großfürsten Michael Nikolajewitsch befohlen, der Molokanengemeinde für die beim Tode des Thronfolgers geäußerten Gefühle öffentlich die kaiserliche Dankbarkeit auszudrücken. Die Bäuerin Dassajew wurde von der Kaiserin- Mutter empfangen. * Blitzschlag in ein Schiff. Der Ewer „Christine" aus Warstade, Kapitän Tiedemann, der in Geestemünde mit Mais einlief, ist zwischen Eider- und Heverrnündung von einem Blitzstrahl getroffen worden, der den Mast- knöpf mit dem Wimpel herunterschleuderte, die Mastspitze zersplitterte und an der Klüwerleiter herunter über den Bugspriet ins Wasser fuhr. Das ganze Fahrzeug war wie in Feuer gehüllt. Die Schiffer verspürten einen heftigen elektrischen Schlag. Es muß fast als ein Wunder bezeichnet werden, daß das Schiff nicht schwerere Beschädigungen erlitt und die Leute ohne Verletzungen davonkamen. * Wirkung eines Blitzschlages. Von den Blitzschlägen, die in der letzten Zeit in allen Gegenden Europas schwere Unfälle herbeiführten, hatte einer in den östlichen Pyrenäen eine besonders vernichtende Wirkung. Man schreibt darüber aus Perpignan: Eine ans 450 Schafen bestehende Herde weidete auf den Abhängen des Carlit-Gebirges, als sie von einem Sturm, der von fürchterlichen Hagelschauern begleitet war, überrascht wurde. Die geängstigten Tiere suchten in der Nähe der Hütte Schutz, in welche sich die Schäfer geflüchtet hatten. Da fuhr ein Blitzstrahl in die Herde und tötete auf der Stelle 203 Schafe, während die übrigen Tiere mehr oder minder schwere Lähmungserscheinungen davontrugen. Auch mehrere Rinder wurden vom Blitz erschlagen, die Schäfer blieben unverletzt. Universitäts-Nachrichten. — Berlin. Die bisherigen außerordentlichen Professoren in der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität Geheimer M-dt- zinalrat Dr. August Lucae und Geheimer Medtztnalrat Dr. Hermann Senator sind zu ordentlichen Honorarprofefforen in derselben Fakultät ernannt worden.______________________ Schisssnachrichten Der Postdampser „Nederland" der „Red Star ßtne* in Antwerpen ist laut Telegramm am 26. Juli wohlbehalten in Philadelphia angekommen. _______________________ Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeßen am 31. Juli, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags: Wasser 16%°, Luft 16«/-°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Verkehr, Km- mrd Volkswirtschaft. •rftnXtgr 29 Juli. Fruchtpreise. Wetzen 1530—1600, Korn X 14,82—15,50, Gerstel 14,74-00,00. Hafers 15,16—15 40, Erbsen X 17,00-00,00, Linsen X 00,00-00,00, Wicken 00,00, Lein * 00,00, Kartoffeln X 5,92—6,lO, Samen X 21,70—22,50. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 31. Juli. Zur Erstattung von Jmediat- Vorträgen begab sich der stellvertretende Staatssekretär des Neichs-Marineamtes, Contre-Admiral Büchsel, gestern abend nach Kiel, wo also der Ankunft des Kaisers ent* gegengesehcu wird. M Berlin, 31. Juli. Wie aus Marseille gemeldet wird, mußte der General-Gouverneur von Jndochina, Do um er, in aller Eile von seiner Rundreise nach Hawai zurückkehren, da eine gefährliche Aufregung unter den chinesischen Bergleuten gemeldet wird, welche in den Zinn- Minen bei Mongtse beschäftigt sind. Dieselben haben den europäischen Teil dieser Stadt, in welchem sich die Konsulate, die Zoll-Verwaltung u. s. w. befinden, dem Erdboden gleich gemacht. Indessen ist keine Ermordung eines Europäers zu beklagen. Es sind energische Maßregeln getroffen worden, um die Aufrührer wieder zur Ruhe zu bringen. Wien, 31. Juli. An der gestrigen Petoefi-Feier nahmen die Sozialdemokraten in geschloffenen Reihen teil. 20000 Arbeiter zogen mit sozialistischen Abzeichen unter fortwährenden Rufen: „AllgemeinesWahlrecht!" „Ohne Gerechtigkeit kein Vaterland!" zur Petoefi-Statue, wo sie Kränze niederlegten. Ein Arbeiter, der das konfiszierte Parteiorgan empor hielt, sollte verhaftet werden. Die Polizei nahm jedoch wegen der drohenden Haltung der Menge davon Abstand. In oppositionellen Kreisen herrscht große- Aufsehen, daß an der Feier kein Minister persönlich teik- genommen hat. Brünn, 31. Juli. Die neue tschechische technische Hochschule soll bereits am 1. Oktober eröffnet werden. Großwardein, 31. Juli. Rittmeister Graf St arhe ruber g, welcher bekanntlich seinerzeit im Distanzritt Wien- Berlin Sieger war, wurde wegen Mißhandlung der Mannschaften verhaftet. Lemberg, 31. Jnli. Blättermeldungen zufolge wurde der Bezirkshauptmann in Brzozow, Graf Auto« von Zieduszieski, auf offener Straße von einem anderen hohen Kavalier zweimal geohrfeigt. Die Affaire macht ein ungeheures Aufsehen und dürfte noch ein weiteres Nachspiel haben. Budapest, 31. Juli. In hiesigen Kreisen ist die Ansicht vorherrschend, daß betreffs der Quoten-Bedingung absolut keine Verständigung mit der österreichischen Regierung zu erwarten ist. Der Kaiser werde daher für das nächste Jahr die Quote bestimmen müssen. Budapest, 31. Juli. Anläßlich einer gestern abend in Ofen abgehaltenen Arbeiter-Versammlung kam es zu Zusammenstößen zwischen Arbeitern und der Polizei, wobei zahlreiche Verhaftungen und Verwundungen vorkamen. Ein Kind wurde lebensgefährlich verletzt. Rouen, 31. Juli. Eine furchtbare Feuersbrunst hat ein großes Getreidelager und mehrere daran anstoßende Arbeiterhäuser vernichtet. Der Schaden beläuft sich auf eine Million Franks. Sofia, 31. Juli. Die Nationalen kündigen in einem Zirkular den Abfall von der Regierung und selbständiges Vorgehen an. Die Jubiläums- und Provinzial- Gewerbeausstelluug zu Groß-Umstadt ist Sonntag mittag um 1 Uhr in feierlicher Weise eröffnet worden. Als Vertreter der Großherzoglichen Regierung waren anwesend die Herren: Provinzialdirektor v. Marquardt, Ministerialrat Braun, Kreisrat Heß, Geheimer Oberschulrat Nodnagel und Regierungsrat Noack als Vorsitzender der Zentralstelle für die Gewerbe. Am Bahnhof wurden die Herren von dem Vorsitzenden des Ausstellungs-Komitees, Herrn Stab, begrüßt und unter Vorantritt einer Musikkapelle zur Ausstellungshalle geleitet. Hier begrüßte Herr Bürgermeister Eidemüller zunächst die daselbst Erschienenen namens der Stadt Groß-Umstadt und hieß sie herzlich willkommen. Namens des Ausstellungskomitees warf Herr Stab einen Rückblick auf das Zustandekommen der Ausstellung, hervorhebend, daß an mancherlei Schwierigkeiten kein Mangel gewesen sei. Dank dem Entgegenkommen der Zuckerfabrik, welche einen großen Teil ihres Etablissements zu Ausstellungszwecken zur Verfügung gestellt hat, war es möglich, eine in allen Teilen mustergültige Provinzial-Ausstellung zu stände zu bringen und damit ein klares Bild des Blühens von Gewerbe und Industrie im Odenwald zu geben. Die Ausstellung ist reich beschickt, besonders Mainz, Offenbach, Darmstadt sowie Erbach, vornehmlich aber die Großumstädter Gewerbetreibende haben ihr Bestes aufgeboten und zur Ausstellung gebracht. Ministerialrat Braun rief den Ausstellern ein herzliches Glückauf zu, wies auf die unparteiische Thätigkeit der Preisrichter hin und erklärte hierauf die Ausstellung für eröffnet. Nach einem Rundgang durch die Ausstellungsräume fand sodann um 2l/2 Uhr ein Festessen statt, an dem sich ca. 200 Personen beteiligten. Ministerialrat Braun brachte ein Hoch auf Se. Majestät den Kaiser Wilhelm II. und Großherzog Ernst Ludwig aus, während Herr Stab der Regierung für ihre Unterstützung dankte und ein Hoch auf diese ausbrachte. Noch eine Reihe von Toasten auf das Komitee der Ausstellung u. s. w. wurden ausgebracht. Um 6 Uhr fuhren die Negierungs-Vertreter in die Residenz zurück. Von 4 Uhr ab strömte das Publikum in Scharen zur Ausstellung. nn- Seidenstoffe, Sammte nnd Velvets tauft jehe am heften und trlUigften direkt ook (®Ä”Ä von Elten & Haussen, Krefeld. Prospekte durch den Vorsteher: Dr. Kübel 5672 Ein junger, angehender CafH Ebel. gesucht- Der Anfang meines Aleiderkursus 5671 5663 Linden. 02684 neu eingetroffen. J. Kaan jr.? am Kreuz [5661 Ein großer, gelber gebühr und Futtergeld 02677 Siephanstratze 36. Procenr 5422 frisch eingetroffen bei Otto Sckaaf. 5675 Monopol-Arischen von 1887 Stadt WormS unk. b. 1901 Oesterr. StaatSbabn v. 1886 86.50 4 Jtal. staatSgar. Otfenb. 68.35 4 Deuffche»rdsch.B.unk.b.l904 101.50 4 Brief Americ. 4,16 242 00 Darmst. Bk.'Lctien (OlTcm* stellen WWWWWN Zu verkaufen Gefunden NerWtdenes MMkiSt'rllüljkn; VinpfehluiiJicn Vermietungen Vereine 99.96 90.05 96.90 000.00 101.50 100.20 00.00 100.06 99.86 25 05 100.46 50.90 4 4 4 101.50 100.60 101.60 98.96 Ein Schlüssel und Geld gefunden. Abzubolen Wetzsteingasse 19 111. 102680 8 3 4 3 6 4 Brief 00.00 20.44 4.20 Hess. Ludwtgsbahn Lübeck-Büchen Gotthard Nordd. Aoyd! Hamb. Amer. Packs. Geld 81 20 169.70 4.161/, Ein gut erhaltenes Damenrad zu kaufen gesucht. Angebote unter Nr. 02883 an die Expedition dieses Blattes._______ 87. 4 4 Für Radfahrer. Calciumcarbid. extra granuliert in Patentdosen 30 Pfg. Fahrrad-Emaillack, Del rc. Ein Freund in Not für Radfahrer, enthält allesNotwendendige, Etui Mk. 1.20. Taschenseife, Seifenbücher, durstlöschende Tabletten, Brausebonbons, Taschenapotheken rc. rc. empfiehlt Adler-Drogerie, Seltersweg 39. Ein Leonberger (Rüde), ein Jahr alt, ist preiswert zu verkaufen in der Apotheke zu Großen- Heute Montag abend 9 Uhrr PF Bereinslokal. 3o/o Deutsche Retchsanl. 30/0 Preußische Consols 4o/o Egypttsche untfic. 40/0 Griechen von 1887 5o/o „ , 1890 3% Italiener Rente 5/o * ff 3 / j Mextcaner eine Anzahl Stangen. H. Carle Adendeonrstt vi „ , 000.00 l Oesterr. Eredit-Bctien beginnt am 4. September. Anmeldungen nehme jederzeit entgegen. Akademische Zuschneideschule J. Vogel, E. Käss Nachfolgerin 12 Sonnenstraße 12. Für Kolporteure oder die es werden wollen. Verlangen Sie zur Ansicht die Illustrierte Gerichts-Zeitung, Neuigkeits-Weltblatt, Rätsel-Lösungen mit wertvollen Prämien. Sehr lohnender Verdienst. 5>ie Expedition d.Allust. Herichtszeilung. Kamburg 6. Institut von Dr. Kübel. Planmässige und gründliche Vorbildung für alle Klassen höherer Lehranstalten, für das Maturitäts-, Fähnrichs- und Einjährig-Frei- willigen-Examen, für Vorprüfungen des Finanz- und Geometerfachs und andere Schul-Examina. Für junge Leute, welche Tags über verhindert sind, ist eine Abendschule eingerichtet, in welcher sie sich in verschiedenen Abteilungen für Examina oder den kaufmännischen Beruf ausbilden rönnen. 5656 Beginn des Winter-Semesters am 25. September. Mittwoch den 2. August l. I., nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: Möbel aller Arten, Fahrräder, 1 Partie Schuhwaren u. v. a. 02682 Geißler, Gerichtsvollzieher. Berliner Handelsges. Darmft. Bank Deutsche Bank Dtsconto Eomm. Dresdner Bank Oester. Länderbank Prima neue holl. Vollheringe Matjesheringe Maltakartoffeln Michtftumvehr. Uebnng sämtlicher Rotten Domittstgg 6tn 3. Augast, abends 8'/r Uhr pünktlich auf Oswalds Garten. Gießen, den 31. Juli 1899. 6667 Der Branddirektor: Traber. Versteigerung. Wimch den 2. August, nachmittags 2% Uhr, versteigere ich auf dem Trieb gegen bar eine große Partie Brennholz, Pfosten, zu Gartenspalieren und Waschpsählen geeignet, sowie Prorrvk 81/, Deutsche ReichSanl. 8 Preuß. SonsolS Gr. Hessische Obl. Stadt Darmstadt v. 1891 Redacü—: «. Burkhardt. - Änrf mck Mm Vt »rühl'sch« UuwerstlStt-vuch. u»d SteiudrMkrei (Pietsch «rbe«) tu Gießen. Die heutige Mmmer umfaßt 12 Sertru. Wohnung. Schöne Wohnung von 3 eventuell 4 Zimmern, mit Wasserleitung, Gartenanteil und allem Zubehör per 1. September oder später zu vermieten. 5666 Adolf Lenhard, Ecke Klinik- und Franfsurterstraße. «elldsorteni Geld A. & G. Wallenfels, Markt 21. Telephon 46 Große Wanzen-Ucrstcigcrung. Um mein Grundstück in der Grünbergrrstraße zu räumen, laffe ich, um Platz zu gewinnen und um meine beteutendin Pffanzenbestände etwas zu reduzieren Donnerstag den 3. August, nachm. 3 Uhr anfangend, eine große Partie blühender Topf, und Blattpflanzen, sowie Dekorationspflanzen versteigern. Es befinden fich dabei starke Lorbeerkronenbäume und -Pyramiden, AuL-Iyramiden, Arrcuöa, Kirschtoröeer, Agaven, Aracenen, Halmen, Koniferen etc. etc. 5644 Karl Berger, ®rünbtrgtrflra§t 17 und Eichgäriku 15. KWpeusatiouS'Kmse für Ultimo Juli 1899. Mitgetheilt von J. Kurz & Co., Giessen, Wahnhofstraße 63. Kanfmännischer Herein in Frankfurt (am Main), für Mitglieder und Geschäftsinhaber kostenfreie Stellenvermittelung. (1898: 38% der Bewerbungen und 40° o der Vakanzen, 5653 bisher überhaupt 42000 Stellen vermittelt.) 4% Oesterr. Silberrente Ung. Gold-Rente FlH-RchnkMe per 50 Kilo Mk. 2.75 mit Sack, liefert franko Bahn Friedberg gegen Nachnahme (Wagenladungen billiger) J. Wertheimer, 5667 Friedberg, Hessen. Außergewöhnlich öilliger Mosten Fommer-Handschuhe Bekanntmachung. Der Sprechverkehr zwischen G'eßen und der neuen Stadtsernsprech. einrichtung mit öffentlicher Sprechstelle in Oberursel ist eröffnet worden. Darmstadt, den 27. Juli 1899. Kaiserliche Ober Postdirektion. I. 23.: Kroll. 20 Franken-St. (Ingi. Sovereigns Dollars in Gold Gisenb. Rentenb. Obl. BuderuS Obl. Hambrgr. Hyp Bk. unk. b. 1906 Preuß.HypA.Bkunk.b.1900 Pomm. Hyp.A.Bk.unk. b.1904 Frkf.Ldw.EredL3k.unkch.1900 Kauf Geinche Kursbericht voll J. Eurx & Co., Gießen, Kchchofstraße 63. Frankfurter Börse vom 29. Juli 1899. Villa Schäfer, Marburg, Lulherstraße 15. Vollständig neu eingerichtet und großartige Aussicht. Mit Pension. Hervorragend geeignet für Sommerfrische. Aeutzerst solide Preise. 5503 Ume fiiiljtaMcIii n anerkannler prima Ware, 50 Kilo mit Sack ab Friedberg Frauk- urt a. M. Zwei Mark 75 Pfg. versendet gegen Nachnahme 5654 Jacob Stern-Simon, Friedberg bei Frankfurt a. M. Größere KeMe eutsprecheud billigen Inftktkv, Uugkjikskk u. s. w. Fliegenpapier, Fliegenleim, Peticulin, Insektenpulver, Jnsektentinktur, Rekon- tipulin, Mottenspiritus, Tinoxa, Ratten- und Mäufetod, Ameisentod, Wanzentod, Blutlausmitte!, Bordelaiser-Brühe, Salmiakflacons rc. rc. Adler-Drogerie, Seltersweg 39. Otto Schaaf. 5676 5673] Eine 4 - Zimmerwohnung mit Zubehör per 1. Oktober an ruhige Leute zu vermieten.__________Afterweg 47. 02681] Ludwigstratze 26, Parterre- Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, per sofort oder 1. Oktober zu vermieten. Krts-Krankenkaffe Gießen. Dr. Zinsser ist verreist Dtttttter: Herr Dr. Markwald. Sprechstunden von 8 bis 9 Uhr und von 2 bis 3 Uhr. 81/, Frankstr. Hyp. Bk unk. b. 1906 96.80 81/, Frkf.Hyp.Sred.B.unk.b.1906 96 50 4 dlo. unk. b-1907 101.40 Hühnerhund ist seit Donnerstag abend vom Marktplatz aus verschwunden. Dem Wiederbringer eine gute Belohnung. Näheres bei der Expedition d. Bl. E. gelbe Bulldogge zugelaufen. Abzuholen gegen Inserat- Meuer HrünKern eingetroffen. 5670 L. Kalkhof. 16.26 Franz. Banknoten 20.40 Oesterr. dto. 02676] Logis zu vermieten. __________Ernst Lotz, Tiefenweg 11. 5669] Möbliertes Zimmer, mit od. ohne \ Zension au verm. Babnbofstr. 27 III l. 026781 Em schön möbl. Zimmer billig zu vermieten. Wagner, Neustadt 79. 02679] Ein möbliertes Zimmer an ein Fräulein zu verm. Seltersweg 33 III. 02675] Ein auch zwei möblierte Zimmer zu vermieten. Bismarckstr. 10 Hl- 02673] Großes möbliertes Zimmer zu vermieten. Bahnhofstraße 51 HI lmks Vorladung. Der Musketier Friedrich Kraus der 12. Kompagnie 3. Großh. Hess. Infanterie-Regiments Nr. 117, geboren am 16. November 1878 zu Gießen, Kreis Gießen, eingestellt am 7. September 1898, hat sich von seinem Truppenteil entfernt und ist bisher nicht zurückgt kehrt. Derselbe wird hiermit aufgesordert, zu seinem Truppenteil zurückzu kehren, sich spätestens aber tu dem auf Montag den 20. öourmber d. I., vormittags 11 Uhr, im Garnison-Arresthaus Mainz — Zimmer Nr. 68 — festgesetzten Termin einzusinden, widrigenfalls er in contumaciam für fahnenflüchtig erklärt und in eine Geldstrafe von 150 bis 3000 Mark verurteilt werden wird Mainz, den 27. Juli 1899. Königliches Gouvernementsgencht _______der Festung Mainz. 5658 Der von mir untern 25. Juni 1899 gegen den Taglöhner Ludwig Klein aus Frankenbach erlaffene Steckbrief wird hiermit als erledigt zurückgezogen. Limburg, den 25. Juli 1899. Der Erste Staatsanwalt. 5,55 Tüchtige Rrstmatimköchin ür ein hiesiges Hotel zur Aushilfe auf 3 bis 4 Wochen gesucht. Zu erfragen in der Expedition lieses Blattes 5674 Reinliche Lauffrau gesucht. [5662 _________Ferber, Kirchenplatz 11 IL 5414] Laufmädchen oder Frau ür vormittags gesucht. Bahnhofstraße 63 III. Bau de Cologne Zur Stadt Mailand älteste und heute noch I beste Marke, allein prämiiert mit dem höchsten Preise: Kgl. Preuss. Staatsmedaille, g Allein-Verkauf: 5655 Löwen-Drogerie (W. Kilbinger), Giessen. Fst. Carbid für Acetylen-Laternen 1 Ko.-Dose 1 Mk., 1/1 Ko.-Dose 60 Pfg., i g Ko-Dose 20 Pfg., 02646 Fst. Fahrrad-Oel - Br6T0^n* Fst. Fahrrad-Lack empfiehlt Gustav Walter, Mausburg 13. Taglöhner gesucht. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes. 5677 Pferdeknecht gesucht. 02674 Karl Euler, Hammstraße 5. Gin 2. Kausöursche auf sofort gesucht. Emil Fischbach. 90.- 6 /o Mexicaner 100.50 90.- 4*/i% Oesterr. Sllberrente 100.— 107.- M/o Portugiesen 25 — 51.- 40/0 Rumänier 90.— 42.— 3V8% Russen —.— 59.- 50/0 Zoll-Türken 99.— 93 50 4% Spanische Rente 60.50 28.- 5% Chinesen 98.— 170.- Mitteld. Creditb. —.— 151.- Nattonalbank f. D. 146.— 208.- Oesterr. Credit 239- 196.- Wiener Bankverein 137.- 164.50 Banque Ottomane 114 — 119- Ungar. Credttbank —.— II . Prince Henri HL— 166- Italien. Mittelmeer 106.— 144.- Jtal. Meridional 136.— 121 — Veloce 70.— 127.— Türk. Tabak —.—