M. 126 Zweites Blatt Donnerstag den L Juni 1899 Meßmer Anzeiger Hmeral-Anzeiger !pfi Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Anzeigen zu der nachmittag- für de» WljWZM erscheinenden Nummer bi- vor«. 10 Uhr. aüf Anzeigen-BerunttlungSftellen de« In- und Lu-landes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeg«. Aezugsprei« DitrtfljQbrlKfi 2 Mart 20 Pfg. monatlich 75 Pj- mit Vrtngcrlohn. *4d*t ttgtich » r« ku-nahme de« SeutQgi Bi« Gießener SguHiea» Cittcr •emtr dem Anzeiger WGHavich viermal beigelrgt. Anrts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. RtMfion, Lxpeditton und Druckerei: F4»lstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. - ----- ■-- Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. der geheime Zweck verfolgt worden sei, das französische Nordgeschwader sich anzusehen und die Hafeneinfahrt zu versuchen. Die Ausschiffung eines kranken Matrosen sei nur ein Vorwand gewesen, da selbst der Hospitaldirektor an den Marineminister depeschiert habe, es hätte absolut kein zwingender Grund vorgelegen, den kranken Matrosen schon in Brest an Land zu bringen. Die „Patrie" wittert gleich Verrat. Doch folgt ihr bis jetzt wenigstens keine andere Zeitung auf diesem Weg. Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Stände. nn. Darmstadt, 30. Mai 1899. Die Sitzung wird um 10% Uhr eröffnet. Nach Bekanntgabe einer Reihe neuer Einläufe und Berichtsanzeigen tritt das Haus in die Tagesordnung ein. Eine Anfrage des Abg. Ulrich über die Gebühren- Erhöhung am Ortsgericht zu Offenbach beantwortet Justizminister Dittmar dahin, daß die Gebührenordnung auf dem Boden des bestehenden Rechts und mit Ermächtigung Sr. Kgl. Hoheit eingeführt worden sei. Eine Gebühren-Erhöhung sei auf Beschluß der Offenbacher Stadtverordneten-Versammlung eingetreteu, weil dieselbe keine Zuschüsse mehr für das Ortsgericht zu bewilligen habe. Früher habe die Stadt 8320 Mk. hierzu beigetragen, jetzt sei ein Ausfall von 6020 Mk. zu verzeichnen. Auch Gießen und Darmstadt zahle bedeutende Zuschüsse zu seinen Ortsgerichten. — Abg. Ulrich ist von der Antwort des Justizministers nicht befriedigt, da derselbe gerade das Wichtigste nicht beantwortet habe. Nach dem Erlaß des Ministeriums seien die Gebühren des Ortsgerichts um 50 Proz. erhöht worden und in Offenbach sage sich die Bevölkerung, daß dies eine Straferhöhung und die Folge des Streitfalles Wolff-Kost sei. Das Justizministerium sei einseitig unterrichtet worden, als es den Beigeordneten Wolff s. Z. entlassen habe und die Veranlasiung zu dem ganzen Konflikt sei der Sekretär Kost gewesen, der sein Amt mißbraucht habe, indem er sich habe schmieren lasten. Von dieser Schmiererei habe auch der Oberamtsrichter Bauer Kenntnis gehabt, und dem Oberbürgermeister und dem Justizminister sei es kein Geheimnis gewesen. Das Amt des Ortsgerichtsvorstehers hätte man auch ganz gut dem Oberbürgermeister übertragen können, aber dann wäre es zu einem Konflikt mit dem Oberamtsrichter Bauer gekommen. Der Fall Kost- Wolff sei beinah konform mit dem Fall Dettweiler und beweise, daß hier rigoros vorgegangen worden sei. Die Schuld an der ganzen Angelegenheit treffe den Oberbürgermeister Brink, der über die Köpfe der Stadtverordneten- Versammlung hinweg Dinge geduldet, die jedem rechtlich Denkenden die Schamröte ins Gesicht getrieben habe. Die Schmiererei Kosts sei so bekannt gewesen, daß jeder, der am Ortsgericht etwas zu thun hatte, sich mit diesem Umstand abfand und 10 bis 50 Mk. dem Kost als Douceur zukommen ließ, um schneller befördert zu werden. — Justizminister Dittmar gibt ein vollständiges Bild über die s. Z. statt- gefundene Affaire Wolff-Kost, sowie über die Stellung der Regierung in dieser Sache. Die Regierung habe bei dieser Angelegenheit so gehandelt, wie sie es vor ihrem Gewissen und vor dem Lande verantworten könne. Die Angriffe des Abg. Ulrich auf die hessischen Richter weise er entschieden zurück. Damit ist die Besprechung erledigt. Das Haus tritt hierauf in die Beratung des Gesetz- Entwurfs, die Abänderung des Einkommensteuergesetzes vom 25. Juni 1895 betreffend. — Geh. Staatsrat Krug von Nidda macht der Kammer die Mitteilung, daß die Regierung auf die Einführung einer Lizenzsteuer verzichte, dagegen soll eine Erhöhung der Stempel- und Erbschaftssteuer eintreten. Die Regierung habe sich alle Mühe gegeben, den richtigen Weg zu finden und sie gebe sich der Hoffnung hin, daß nunmehr die ganze Steuer-Reform zu Ende gebracht werden könne. (Bravo.) — Zur Beratung der einzelnen Artikel übergehend, werden die Art. 1 bis 5 des Abänderungsgesetzes für das Einkommensteuergesetz ohne Debatte nach dem Ausschußantrag angenommen. Zu Artikel 6, welcher die Steuerbefreiungen des Großherzoglichen Hauses bestimmt, beantragt Abg. Osann, die Prinzen und Prinzessinnen von Hessen zur Einkommen- Steuer heranzuziehen, und nur den Großherzog und seine Gemahlin hiervon auszunehmen. — Abg. Ulrich will noch einen Schritt weitergehen und beantragt Strich des Art. 6 und Heranziehung des ganzen Großherzoglichen Hauses zur Einkommensteuer. Er begründet in seiner Weise diesen Antrag. Bei der Abstimmung wird der Antrag Osann gegen 6 Stimmen angenommen, der Antrag Ulrich abgelehnt. Artikel 6 wird hierauf nach dem Ausschußantrag angenommen und die Sitzung um %2 Uhr abgebrochen. Morgen früh 9 Uhr Weiterberatung des Einkommensteuergesetzes. Aus dem Jahresbericht des Grotzh. Hessischen Gewerbe-Inspektors der Gewerbe-Inspektion Gießen sür 1898 (die Provinz Oberheffen umfaffend) (Fortsetzung). Verheiratete Arbeiterinnen. Don 2434 erwachsenen Arbeiterinnen in Fabriken sind nach der letzten Erhebung 786 verheiratet. Von den 1777 (1897: 1646) erwachsenen Arbeiterinnen der Cigarrenfabriken sind 653 (1897: 521) verheiratet, was etwa 37 (1897: 32) Prozent ausmacht. Dieser etwas Deutsches Keich. Üfrttlie, 30. Mai. Eine neue Krankenversiche- rr»«gSnovelle wird offiziös in Aussicht gestellt. Es tmitb darüber geschrieben: Wenn nicht alles täuscht, wird Mit Neuerung im Jnvalidenversicherungsentwurf, wonach die Ämter für vorübergehende Invalidität schon nach ununter» 'ünochcLer 26wöchiger Erwerbsunfähigkeit anstelle der bis- lpekigeir 52wöchigen gewährt werden sollen, Gesetz werden. AÄir meisten Krankenkassen aber kennen nur Unterstützungen cnoi l Swöchiger Dauer. Es wird deshalb beabsichtigt, die Äiwilenunterftüfoung, die nach dem Gesetz auch jetzt schon gedehnt werden kann, so zu erweitern, daß sie mit der er vührten Besttmmung bei der Invaliditäts-Versicherung ,>r>chnilrenfällt, also in allen Krankenkassen auf 26 Wochen diemfft n wird. Die Mehrkosten sind auf etwa 10 Millionen Mark oder für jedes Mitglied einer Kranken- und Hilfs- klrjst o af etwas über 1 Mk. geschätzt. Es ist nicht sicher, Moj alle Kassen die neue Last zu tragen imstande sind. Die vkntscheidung hängt daher von der Frage ab, wie die gsfähigkeit der Kassen durch Zusammenlegung in dem k-l-zenwärtig vielfach sehr zersplitterten Kaffenwesen erhöht »i'tibti kann. — Po st unterbeamtenvereine. Der Staats- f iftetär des Reichspostamts v. Podbielski hat soeben eine XSttfilgung über die Ausdehnung der Postunterbeamten- £ Streire erlassen. Der Erlaß wird sämtlichen Unterbeamten r I« Rttchspost- und Telegraphen-Verwaltung, bei den 23er» kichScmstalten durch die Vorsteher, gegen Anerkenntnis be- riiiint gegeben. Er lautet: „An allen Orten des Reichs- dNostge^iets bestehen Postunterbeamten-Vereine, die der Pflege kii«er«dschaftlicher Geselligkeit und der Hebung der wirt- s'lhaflllchen Lage gewidmet sind. Derartige Vereine können, t>mn sie sich auf einzelne Orte und deren Umgebung be- schünken, in vielen Fällen segensreich wirken und wohl ge» iiäjntt sein, die Berufsfreudigkeit ihrer Mitglieder zu for» iirni. Bei der Verschiedenartigkeit der Verhältnisse in den iiiiizelnen Bezirken und im Hinblick auf die Größe des rwichS-Postgebiets erachte ich aber die Ausdehnung solcher ? Hstumterbeamten-Vereine über mehrere Ober-Postdirektions- 1 iiqirfe nicht für richtig und bestimme gleichzeitig, daß in i rät Verstände oder sonstigen leitenden Stellen der Vereine, besonders auch für die Verwaltung von Vereinsgeldern, irirsvlche Mitglieder gewählt werden dürfen, die noch im ‘ötnfl stehen." Ausland. Patts, 30. Mai. Betreffs des Einlaufens des !ktt scheu Kreuzers „Hela" in den Hafen von ! Öre ft läßt sich, wie man der „T. R." aus Paris schreibt, ldiitchauvinistische „Patrie" aus Brest melden, daß damit Feuilleton. Wie der Aeind zum Areund wird.*) töte Geschichte aus unserem letzten großen Kriege. Dem Besucher des Friedhofs in Lich (Oberheffen) wird uiter den Grabgedenksteinen eine gußeiserne Platte, von »chem Marmor umrahmt, hauptsächlich dadurch auffallen, taj sie innerhalb deutscher Worte einige Sätze in franzö- Wer Sprache, sowie als Unterschrift einen französischen Mm en enthält. Macht man sich mit dem Inhalte der kilibschttft näher bekannt und forscht dem darin genannten Untren „Häuser" in Lich näher nach, so erfährt man eine ii einzelnen Teilen oft seltsam klingende Geschichte. Es war am 14. Januar 1871, als bei Briare, süd- Mch von Orleans, dem 2. hessischen Chevauxlegers-Regi- mtnt der Vorpostendienst übertragen worden war. Fünf derselben stießen unerwartet auf eine starke, feindliche Ueber- »chtt; ein Franktireur-Detachement wurde von dem Sergeant- rojo-r, Leon Blat, befehligt. Als die Franzosen der hessischen Reiter gewahr wurden, Legtest sie an, eine Salve krachte und einer der Reiter stürzte ldl uoom Pferde. Die Feinde waren unterdes so nahe heran- Ulimlmen, daß Blat (der „Darmst. Tägl. Anz.", dem wir Siese Zeilen entnehmen, folgt jetzt der eigenen Darstellung ») Kürzlich ging durch die Blätter ein aus einem Straßburger Sbttu stammender kurzer Bericht über nachstehende, hier aus authen- Slsibt Quellen hin geschilderte Begebenheit, die aber ungenau und tdilrsüse falsch war. Blats) das Schwert nach einem der Reiter zückte. Da sieht er, wie dieser (Paser aus Mainz), sein Ende selbst vor Augen sehend, den Blick gen Himmel aufschlägt; der mahnenden Stimme seiner Mutter, einer Elsässerin, das Leben der Feinde thunlichst zu schonen, folgend, zuckt Blat zurück. Doch neue Wut gegen den Feind überkommt ihn, er wendet sich nach der andern Seite und holt zum Hiebe gegen einen andern Reiter (Häuser aus Lich) aus, als er im Innern die Abschiedsworte seiner Mutter vernimmt: „Volont6 tont touer, nous t’avons 61eve ä craindre Dien, laisse les vivre!“ (Du willst alles töten, wir haben Dich erzogen, Gott zu fürchten, laß' sie leben!) Der schon erhobene Arm sinkt ihm, wie gelähmt, herunter; er kann nicht zuschlagen, sondern ruft den feindlichen Reitern zu, sich angesichts der vielfachen Uebermacht zu ergeben. Den sich tapfer wehrenden Hessen lassen aber die nachstürmenden Franzosen keine Zeit zum Besinnen, sondern bedrängen sie aufs äußerste. Blat deckt Häuser mit seinem eigenen Leibe, indem er seinen Leuten zuruft: „Ne pas hier, fair prisonnier!“ (nicht töten, gefangen nehmen!) In der Hitze des Gefechts erhält Blat von seinen Leuten einen Stich durch die eine Seite; doch nach mehrmaligem Zurufe ihres Befehlshabers lassen die Franzosen ab, und die vier Deutschen, einsehend, daß jeder Widerstand vergeblich, folgen in die Gefangenschaft. Blat selbst begleitet die Eskorte der Gefangenen über ein Brachfeld nach dem nächsten Dorfe. Den Dank des Häuser für die Schonung seines Lebens, damit verknüpfend, daß Blat einer alten Mutter ihren einzigen Sohn erhalten habe, weist Blat mit dem Bemerken zurück, daß Häuser das Leben allein seiner Mutter im Elsaß zu verdanken habe, die ihn (Blat) beim Abschiede ermahnt, jedes unnütze Blutvergießen zu vermeiden. Scherzend fügt beim Abschied Blat hinzu, hoffentlich sei der Friedensschluß nicht fern, und wenn Bischweiler (Elsaß), sein Heimatsort, vielleicht danach deutsch werde, könnte man als Deutsche noch einmal vergnügt ein Glas Bier zusammen trinken. Ohne daß man die Namen bekannt gegeben, schied man durch einen Händedruck. Der Oberst des französischen Regiments wurde anfangs vermißt; das Leben der Gefangenen stand aus dem Spiele; kehrte der Oberst nicht zurück, so drohte ihnen das Erschießen durch die Franktireurs. Zu ihrem Glücke traf jedoch der Oberst noch rechtzeitig ein und ordnete zum Weitertransport der Gefangenen die erforderlichen Maßregeln an. Doch wurden sie noch wochenlang nach mehreren Plätzen geschleppt, um nach Friedensschluß ausgewechselt zn werden. Leon Blat, der sich dem Kaufmannsstand gewidmet, kam nach dem Tode seiner Mutter nach wechselvollem Schicksale nach Odessa in Südrußland, wo er ein eigenes, großes Geschäft gründete. Hier erkrankte er im Jahre 1889 schwer, schon gab man sein Leben verloren, da der Kranke schon mehrere Tage in heftigen Fieberphantasien lag. I« Fiebertraume glaubte er, daß eine ältliche Frauengestalt in deutsch-bäuerlicher Tracht, Häusers Gesichtszüge tragend, sich über ihn neige; sie danke ihm, das Leben ihres Sohnes gerettet zu haben, und rief ihm zu, er werde dafür nicht sterben, sondern weiter leben. höhere Prozentsatz verheirateter Frauen in Cigarrenfabriken gegen früher erklärt sich dadurch, daß nur die Zahl der über 21 Jahre alten Arbeiterinnen insgesamt seit einem Jahre zugenommen hat und zwar um 228. Die Zahl der 16—21jährigen Arbeiterinnen ist von der vom vorigen Jahre festgeftellten nur um 1 verschieden; 947 und 946. In den Cigarrenfabriken allein waren 1898 gegen das Vorjahr 160 über 21 Jahre alte Arbeiterinnen mehr be« schäftigt, während die Zahl der 16—21jährigen Arbeiterinnen im Vorjahre um 29 höher war. So erfreulich es ist, daß die Industrie von Jahr zu Jahr mehr aufblüht und mehr Personen ernährt, so ist es auf der anderen Seite bedauerlich, daß Mütter eines geringen Mehrverdienstes wegen ihre Kinder nicht selbst erziehen. Verheiratete Arbeiterinnen mögen in Cigarrensabriken im Durchschnitt pro Woche 8—9 Mk. verdienen. Haben sie kleine Kinder, so muffen sie dieselben tagsüber in Pflege geben, so daß ihnen von dem Verdienste nur etwa die Hälfte verbleibt. Größere Kinder dagegen sind sich selbst überlassen. Die sitzende Lebensweise in der Fabrik wirkt nicht nur ungünstig auf die Gesundheit der Arbeiterin, sondern es fehlt auch den Kindern durch Abwesenheit der Mutter eine sorgsame und liebevolle Erziehung. Wenn durch Verordnungen noch so sehr auf gute Ventilation in Cigarrensabriken hingewirkt wird, zur rauheren Jahreszeit, während welcher geheizt werden muß, ist die Luft in den Arbeitsräumen in der Regel sehr dunstig. Es hat hier im Bezirk den Anschein, als ob die Industrie bei Mehrbedarf zum großen Teil ihre Arbeiterinnen aus dem Kreise der Verheirateten nehmen muß, da die vorhandenen jüngeren, unverheirateten Arbeiterinnen in der Hauptsache bereits in Fabriken thätig sind. Sollte jedoch der verheirateten Frau nach und nach das Arbeiten in Fabriken verboten werden, so wird sich für dieselben immerhin in den betreffenden Betrieben Ersatz finden. Ob aber dadurch die Lage der Arbeiterfrau gebessert wird, ist sehr die Frage. Die verheiratete Arbeiterin wird versuchen durch Heimarbeit, auch wenn sie noch so schlecht bezahlt werden sollte, dem Verdienste des Mannes einige Mark hinzuzufügen. Sie wird sich, wenn auch zu Hause sitzend, dabei wenig um ihre Kinder kümmern können. Die Hausarbeit gewährt aber der Frau nicht einmal den gesundheitlichen Schutz der Fabrikarbeit, ist also unter Umständen noch schädlicher als diese. Sollte dann auch die Heimarbeit mit der Zeit untersagt werden, so wird dadurch gleichzeitig den männlichen Arbeitern das Heiraten schwerer gemacht. Der einfache Hausstand beschäftigt die früh aufstehende Arbeitersfrau nicht den ganzen Tag; sie sucht also ihre freie Zeit noch für Verbesserung ihrer Lage nutzbar zu machen. Wird dies verboten, dann ist derjenige Arbeiter im Vorteil, welcher keine Frau besitzt. Man müßte denn gleichzeitig mit dem Verbot der Frauenarbeit in Fabriken dem Manne einen entsprechend höheren Verdienst garantieren. Handhabung der gesetzlichen Bestimmungen. Eine weitere Tabelle zeigt die bei den Revisionen gefundenen Zuwiderhandlungen. In der Hauptsache sind es fehlende Aushänge. Werden die Arbeitsräume in Fabriken einmal gründlich gesäubert, so verschwinden sehr häufig dabei die erforderlichen Aushänge. Bei den Revisionen wird dem Beamten dies eingestanden und wurde auch bisher stets bereitwilligst für Wiederbeschaffung Sorge getragen. In zwei Ziegeleien wurde gefunden, daß eine Woche vorher des eingetretenen günstigen Wetters, wegen (Mai und Juni 1898 waren sehr regnerisch) über die Zeit gearbeitet war. In einer größeren neu eingerichteten Waschanstalt wurden bei überhäufter Arbeit Samstags 33 Arbeiterinnen 1 Stunde zu lange beschäftigt. Als die Unternehmer, in deren Betrieb sonst Ordnung herrschte, auf ihren Fehler aufmerksam gemacht wurden, versprachen sie, künftighin sich anders einzurichten. In einer mechanischen Weberei wurden 8 erwachsene Arbeiterinnen Samstags bis 7 Uhr beschäftigt, in einer neueingerichteten Badeanstalt 6 Arbeiterinnen bis 8i/g Uhr. Die Unternehmer beider Betriebe ordneten, als die Unregelmäßigkeiten durch Revisionen festgestellt waren, sofort die gesetzliche Regelung der Arbeitszeit an. Viele Gewerbetreibende kümmern sich zu wenig um die Bestimmungen der Gewerbeordnung. Die Vorschriften haben für sie vermeintlich zu wenig Interesse. Die Paragraphen der Gewerbeordnung, betreffend die Beschäftigung der jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen, müßten vielen Unternehmern von Zeit zu Zeit zugestellt, beziehungsweise eingehend erklärt werden. Bei den Arbeitern zeigt sich im allgemeinen geteiltes Interesse. Während die erwachsenen männlichen Arbeiter in der Regel die Bestimmungen ziemlich beherrschen, sind die Arbeiterinnen über ihre Rechte zum größten Teil sehr im Unklaren. Beispielsweise würde voraussichtlich sonst mehr von der 1 ^stündigen Mittagspause Gebrauch gemacht. Die männlichen Arbeiter lernen die Bestimmungen durch die Besprechungen in ihren Versammlungen kennen, die Arbeiterinnen dagegen kümmern sich weniger um Verordnungen. (Fortsetzung folgt.) Kokates und PromnMrs. △ Mücke, 30. Mai. Am vergangenen Sonntag nachmittag fand hier eine Versammlung statt, in welcher die Anlage einer elektrischen Beleuchtung für Mücke erörtert wurde. Vertreter einer Frankfurter Firma für elektrische Lichtanlagen waren anwesend und gaben der Versammlung ein deutliches Bild der zu errichtenden Anlage, verbreiteten sich über die Kosten derselben und die Vorteile einer solchen Lichtanlage. Der Dampfschneidmühlbesitzer Herr Schmidt von hier erklärte sich bereit, die erforderlichen Dynamomaschinen anzuschgfsen und dieselben durch seine Dampfmaschine in Betrieb zu setzen. Soweit wären also die Aussichten, daß die sich immer mehr vergrößernde und größere Bedeutung gewinnende Mücke elektrische Beleuchtung bekäme, sehr nahe gerückt. Die Mücke, die schon längst ihre Bedeutung als kleines Insekt verloren, würde dann zu einem wirklichen „Leuchtkäfer" werden. §§ Ulrichstein, 30. Mai. Wie Glück und Unglück sich oft in einem Moment die Hand reichen, das erfuhren am vergangenen Sonntage ein schneidiger Fuhrmann aus der Umgegend und die von ihm gefahrenen Wageninsassen. Auf dem Heimwege, die Ohmstraße hinab, fuhr vor dem leichten Wägelchen unserer Ausflügler ein anderer Wagen in langsamem Tempo. „An dem muß es Vorbeigehen", dachte der Fuhrmann und fuhr darauf los. Da, ein Krach, die Achse des Wägelchens war jedenfalls an dem Hinterrade des anderen Gefährtes hängen geblieben, und — in großem Bogen flogen die Insassen, darunter zwei Damen, auf das Straßenbankett. Der Fuhrmann aber nebst einem anderen gewichtigen Fahrgast kamen unter das Wägelchen zu liegen, das seine vier Räder zum Himmel emporstreckte. Ein Glück war es, daß die sonst gar nicht so lammfrommen Pferde sofort standen, sonst hätte diese Extrafahrt die schwersten Folgen haben können, so aber kamen alle mit dem bloßen Schrecken davon. Geradezu wunderbar aber erscheint es, daß niemand bei dem gefährlichen Falle nur im geringsten verletzt wurde. Der aus das Bankett geschleuderte auch nicht leichte Fahrgast muß sonst eine Ahnung von dem Unfall gehabt haben; denn er äußerte nach dem Fall: „Ahnt mirs nitt gleich!" Butzbach, 27. Mai. In der Wirtschaft von Ph. Theiß fand gestern abend die ziemlich gut besuchte Generalversammlung des hiesigen Ortsgewerbevereins statt. Aus dem vom Vorsitzenden erstatteten Jahresbericht war zu entnehmen, daß durch den erzielten hohen Ueberschuß bei der vorjährigen Gewerbeausstellung das Vermögen des Vereins sich auf über 8000 Mk. erhöht habe. Die Mitgliederzahl beträgt zur Zeit 90. D. Darmstadt, 30. Mai. In heutiger 15. ordentlichen Generalversammlung der Aktionäre der landw. Genossen- schaftsbank wurde Rechnungsrat Ihrig mit 455 (von 489 Stimmen zum Direktor gewählt. Näherer Bericht folgt. Darmstadt, 29. Mai. An eine ausführliche Besprechung der Vorgänge am Darmstädter Gymnasium hatte das „Offenb. Abendbl." u. a. folgende Bemerkung geknüpft: .... Auch den Ministern, Herrn Rothe und Herrn Dittmar, ist ein schwerer Vorwurf daraus zu machen, daß sie sich in Bezug auf die Beurteilung des Materials aus die „pädagogischen Autoritäten" verließen. Aber die schwerste Verantwortung fällt auf diese, auf Herrn Geheimrat Sold an und aus Herrn Geh. Oberschulrat Schiller, der uro w Herrschaft seines „pädagogischen" Systems zu retten Fälschung, die beim Schüler schwer bestraft wird mit h Formel „moderne Pädagogik" zu decken sucht'e glaubten denn die anderen Herren das Mittel zur Un< drückung.der ganzen Geschichte zu haben. Damit beschwicki^ sie das eigene Gewissen, das Gewissen der i^nen unJ gebenen Beamten glaubten sie mit der Autorität und iV Befehlen beruhigen zu können. — Darauf ging gen folgendes Schreiben des Herrn Geh. Oberschulrat l! Schiller-Gießen zu: Verehrliche Redaktion des „Offenbacher Abendblatte- ersuche ich, folgende Berichtigung des Artikels Rundschau" vom 24. Mai d. I. aufzunehmen: * 1) Es ist unwahr, daß ich, „um die Herrschaft mein« pädagogischen Systems zu retten, eine Fälschung, die Schüler schwerer bestraft wird, mit der Formel „mobeV. Pädagogik" zu decken suchte." Ich hatte am 8. bezw. 9. $'■ an welchem Tage ich zum ersten — und einzigen Male m dem Falle Dettweiler - Ahlheim amtlich befaßt kein Gutachten über den konkreten Fall zu erstatten, fonherr* lediglich über allgemeine methodische Fragen, dir CCI Herrn Oberschulrath Dr. Dettweiler und Herrn GymM lehrer Dr. Ahlheim zu ihrer Rechtfertigung vorgebE worden waren. Diese gehören aber nicht bloß zu „meinet System", sondern sind vielfach in der pädagogischen Litteral und Gesetzgebung, so z. B. in den hessischen Lehrpläne für die Gymnasien von 1877, 1884 und 1893 und in bet preußischen von 1891 klar zum Ausdruck gebracht. £ • Herren Professor Friedrich und Dr. David haben sich in h Kammer ebenfalls dazu bekannt. Wie ich mich über länger dauernde Nachhilfe burt den Klassenlehrer im allgemeinen und über Nachher bei Söhnen, Verwandten, Pensionären von Lehrern und Vorgesetzten im besonderen geäußert habe, gelangte bedauerlicherweise in der Kammer nicht zur Mitteilung, ifi aber aus dem Gutachten zu ersehen, dessen Einsichtnahrm wie ich höre, von Großh. Staatsregierung in den Äßmmc, Verhandlungen dem Herrn Abgeordneten Dr. (Sfynibt ;- Aussicht gestellt worden ist. 2) Auf Grund des mir vorgelegten Materials mußte ich in einer Besprechung am 8. Mai die von den Herrn Vorsitzenden der Ministerialabteilung für Schuld gelegenheiten infolge der am 26. und 27. April beenbete-, Untersuchung verhängten Strafen, die für mich gegeben i Thatsachen waren, als völlig ausreichend erachten. £enx in den von Herrn Gymnasialdirektor Dr. Mangold zu Darmstadt und von Herrn Ministerialrat Soldan geführte Untersuchungsprotokollen fehlte jeder urkundliche Nach, weis, welche Notizen dem Primaner Dettweiler oder dessen Vater von Dr. Ahlheim jeweils gegeben worden waren, a fehlten die darnach gefertigten Arbeiten zur Vergleichung es fehlten die Schriftstellertexte, nach denen die Arbeitet gefertigt waren, es fehlte endlich die Feststellung der in dm Unterrichte stattgehabten vorbereitenden Behandlung, dcmu aber auch jeder Anhalt zur Entscheidung, ob und intoktotü strafbare Manipulationen stattgefunden hatten, die von der Beklagten entschieden bestritten wurden. Hätte ich ohne bitft Unterlagen ein Urteil gefällt über die Schuld der Beklagten, so träfe mich mit Recht der Vorwurf unverantwortlichen Leichtsinns. Eine Ergänzung des Materials konnte nicht in Frage kommen, da zu dieser Zeit bereits die Einleitung des Disziplinarverfahrens beantragt und beschlossen war 3) Wie unter diesen Verhältnissen mein Gutachten vom 8. Mai auf die Maßnahmen des Ministeriums einen Gin- fluß üben konnte, die bereits am 26. und 27. April ab- geschossen waren, muß ich der Phantasie Ihres Korrespondenten überlassen. Gießen, 26. Mai 1899. Geh. Oberschulrat Pros. Dr. Schiller. Mainz, 29. Mai. Heute tagte hier in dem Versammlung« aale der Stadtverordneten die dritte Konferenz der- öffentlichen Arbeits-Vermittlungsstellen der Rhein-undMaingegend, zu der etwa 30 Delegierte au^ Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Offenbach, Worms re. er- chienen waren. Nach Begrüßung der erschienenen Delegierten. Wirklich genas bald daraus Blat. Die alte Kriegserinnerung war in ihm von da ab wieder wach gerufen und beschäftigte in den nächsten Jahren öfters seine Gedanken. Fünf Jahre nach seiner Genesung, 1894, besuchte er einen Gottesdienst in Riga. Während der Predigt fiel er in ohnmachtähnlichen Zustand, und wiederum trat die Erscheinung der deutschen Frau mit der seiner verstorbenen Mutter verbunden vor ihn. Nun hatte er von da an keine Ruhe mehr. Er mußte, möchte es Opfer kosten, soviel als es wollte, sich mit den damals geretteten Deutschen in Verbindung setzen. Dies schien schwierig, wußte er doch nicht einmal die Truppenteile, viel weniger die Namen. Da wandte er sich direkt an den deutschen Kaiser, dem er die Begebenheit vom 14. Januar 1871 ausführlich schilderte. Er suchte darum nach, die deutschen Männer ausfindig zu machen, damit er sich mit ihnen in Verbindung setzen und sie Wiedersehen könne. Der deutsche Kaiser interessierte sich selbst für seine Geschichte und ließ durch die Gesandtschaft Erkundigungen über ihn einziehen. Endlich wurde ihm von Berlin bereitwilligste Auskunft erteilt und er bezüglich der deutschen Truppenteile, die bei Briare gefochten, an das Armeekorpskommando in Kassel gewiesen, das ihn wieder zur weiteren Auskunft nach Darmstadt an das 24. Dragoner- Regiment verwies. Sobald es seine Geschäfte erlaubten, reiste L. Blat selbst nach Darmstadt, wo er höfliche Aufnahme fand und ihm die Namen der vier im Gefecht bei St. Briare gefangenen hessischen Reiter mitgeteilt wurden. Unaufschiebbare Geschäfte tiefen ihn wieder nach Odessa zurück. Von dort aus wandte er sich an die Bürgermeistereien der vier hessischen Orte, in denen seine einstigen Gegner wohnten, Briefe für dieselben einlegend, in denen er sie um Zusendung ihrer Photographien bat. Die Photographien wurden ausgetauscht, und L. Blat ließ in Odessa nach denselben ein Bild fertigen, worauf er und die vier Hessen in ihren ehemaligen Uniformen dargestellt sind. Ein solches Bild sandte er dem deutschen Kaiser, von dem er ein persönliches Dankschreiben erhielt. Fünf Jahre waren unterdessen dahingegangen, und Blat machte sich nun auf, den noch lebenden Hessen einen Besuch abzustatten. Das gab ein Wiedersehen nach 28 Jahren, denn daß Blat von den von ihm Geretteten aufs freundlichste bewillkommt wurde, läßt sich denken. Gar manches Glas wurde dabei geleert, dabei aber auch nicht der beiden, längst Heimgegangenen, Mütter vergessen. Das zeigt die Eingangs schon erwähnte Grabesplatte, die L. Blat der Mutter Häusers in Lich stiftete und die vollständig folgende Inschrift trägt: „Am 14. Januar 1871 vor Briare als französischer Sergeantmajor mit meiner Abteilung eine Bayonnette-Attacke gegen hessische Dragoner vom 24. Regiment ausführend und mich soeben selbst auf einen der Dragoner, mit Namen Häuser, stürzend, vernahm ich plötzlich innerlich die wahrnehmbare Stimme meiner seligen Mutter: „Volontö tout hier, nous t’avona elevä ä craindre Dien, laisae lea vivre!“ Dieser Stimme gehorchend, deckte ich Häuser mit meinem eigenen Leibe, kommandierte: „Ne paa hier, fair prisonnierl“ und rettete auf diese Art das Leben sämtlicher Dragoner. — In der Nacht vom 23. zum 24. Februar 1889 in Odessa schwerkrank darniederliegend und von Minute zu Minute den Tod erwartend, erschien: mir in starker Fieberhitze und im Geiste Häusers Muttes mir die Worte zurufend: „Für diesen Sohn, den Du mir gelassen und verteidigt, möge Gott Dir das Leben geben,11 und was sie sprach, das geschah; ich gesundete und ein neues Leben ward mir gegeben. Also sprach Gott durch den Mund zweier Mütter, die längst nicht mehr von dieser Welt waren. Leon Blat, Kaufmann in Odessa, Südrußland." Ebenso haben auch unsere vier Hessen der in Weiler verstorbenen Mutter Blats eine Gedenkplatte aus ihrem Grabe gewidmet. Auf ihr stehen die schlichten Worten „Der Erziehung, welche Du Deinem Sohne Leon gegeben, verdankten am 14. Januar 1871 vier hessische Dragoner ihr Leben. Im Auftrage Aller: Häuser, Lich in Hessen. Gar mancher Leser wird denken, daß die Geschichte viel Wunderbares enthält, vieles einer reichen Phantasie Blats zuschreiben und in die Wahrheit Zweifel setzen; er möge jedoch erwägen, daß mancherlei derartige Vorkommnisse nicht aufgeklärt werden können. Eine größere Ueber- zeugung würde er davon getragen haben, hätte er Blat selbst hören können, wie es dem Schreiber dieses ermöglicht war^ als Blat am Himmelfahrtstage mit seinen Freunden au» Lich und Nieder-Bessingen den bei Laubach gelegenen Rams- berg besuchte. Die Art seiner Erzählung trug den Stempel einer nicht anzufechtenden Wahrheit, der die ihn begleitende» Freunde ihre Bestätigung verliehen. In der Verehrung der Mütter hatten sich die ehemaligen Gegner nach länger als einem Vierteljahrhundert als Freunde wiedergefunden. Laubach. -A- x OberbM« »Mltate , Arbeiter I fit verbieg" | hatte mau fi - p.-iten tvurbe h ße durchs LLrhnungsnach ullp Land koml Wang fände, imaä) dem b« ? Maßgabe des, .unterstützen. 1 ^^gearbeiteten genommen; iie «ine« Jahres ibei der näW Abänderung de fftber „den SM wurden keine" «erklärt, die St „rusktzen. M; Ißch einer Peti Arbeitsnachweis «ebähren zu bes . .Dienstboten-V Mcegtn von der .ftnmlM findet Mich, i Äenhardt in • leiteten Ansta Hbe5 verstossen! kleine große A gesucht und gk ? Ausland nicht ! England 3, al 'Italien, Schn i amerifa, Me, tiablber Patient, ifanöen 29 Per Whw. Äibualif 1 - c Uebui ümttst Gieße „Die Stelly die Gießlvagi Strecken: m Mschenl kberstadt, It -Ober-W Ober.s der tzttes in Oddvrn Itnj-sa '» Ut* „ Verden M 1 JitUütilj 1 botm »Ofelbg ble 2 •ffen liegen, ®le6en,«, $er Mjet ««28 biir.0 Oberbürgermeister Dr. Gaßner wurde diesem der in der Versammlung übertragen. Nach einem aus« fiWchen Referate des Privatdozenten Dr. Jastrow über «Mste Verbandsversammlung und Arbeitsnachweiskonferenz d'elöerbands deutscher Arbeitsnachweise in München sprachen IjHtor Abegg-Wiesbaden und Kreisrat Fey-Erbach über dbrAusdehnung des Arbeitsnachweises auf das flache Land, s pe Erlangung von Beträgen zu diesem Zwecke von den bietiiligten Regierungen". Beide Referenten besprachen die fi|iJ letzt gemachten Erfahrungen. Von beiden Referenten tlknien jedoch keine sehr erfreuliche Mitteilungen gemacht WMibem Besonders wurden im Bezirk Wiesbaden gar keine Multate erzielt. Selbst bei hohem Lohn ziehen es die Weiter vor, nicht die Arbeit auf dem Lande aufzusuchen, fßt verbleiben lieber in der Stadt. In dem Kreis Erbach Ipt man schon bessere Erfahrungen gemacht. Von beiden c Seiten wurde hervorgehoben, daß eine andere Organisation platz greifen müsse. Kreisrat Fey legt der Versammlung ii«h „Grundsätze" vor, wonach der Arbeitsnachweis auf dem ’Sonbe durchgeführt werden soll. Es soll damit auch ein 'llvhnungsnachweis verbunden sein, damit der Arbeiter, der Linss Land komme, auch nach dieser Richtung hin eine Unter- f cützur g fände. Schließlich wurde ein Antrag angenommen, iud) i»em die preußische Regierung ersucht werden soll, nach kOdßglabe des Bedürfnisses die Arbeitsnachweisverbände zu : alter ftüfcen. Die von Stadtrat Dr. Flesch- Frankfurt • ^gearbeiteten Statuten wurden provisorisch en bloc an- i ytnoin men; sie sollen erst eine Probe bestehen. Nach Ablauf «aies Jahres habe man Erfahrungen gesammelt, so daß ’wi brr nächstjährigen Konferenz erst die Beratung und ev. *86iinterung der Statuten vorgenommen werden soll. Auch über, den Stand der gemeinsamen Arbeitsnachweis-Statistik" •' worben keine weiteren Mitteilungen gemacht; es wurde nur • rrfläit, die Statistik in der gleichen Weise wie bisher fort- ».osetzm. Auf Antrag von Dr. Flesch wurde noch beschlossen, ach einer Petition an den Reichstag anzuschließen, die ' Llkbeil^nachweisstellen von der Bezahlung der Telephon- ßebühcen zu befreien. Die auf der Tagesordnung stehende «Dienstboten-Vermittlung" wurde der vorgerückten Zeit ■ w ■w ’ Ktak M 8onr.[, r8-K W Wll erlitt. KNi Wigiivg:: Wt blotz p tW MEschll; »d 1893 $ Wd Irnbe 9Jtfc I und iV: »von $(l. Bert 1 zur dessen (b ung in len Dr. egten i V Mai h eilnng r? 27. N für wich: Itnb mch'- Dr. '!• at Solban: rfunblii «veiler ck i toorbtn»: M Lttglü tor bit Ü; Mhing btt n It^anbliing, V ob M tot attw.bu w wegen von der Tagesordnung abgesetzt. Die nächste Ver- i Mnrlung findet in Wiesbaden statt. Vermischtes. Eisenach, 27. Mai. In der von Professor Rudolf Deithcirdt in Eisenach seit mehr als zwei Dezennien gebeitetem Anstalt für Sprachleidende hat auch während btf verflossenen Jahres (April 1898 bis April 1899) wieder eine »große Anzahl von Stotterern Hilfe gegen ihr Leiden ztsucktt und gefunden. Wie immer, war auch diesmal das Ausland nicht unvertreten. Aus Rußland kamen 12, aus England 3, aus Oesterreich 5, aus Holland, der Schweiz, ^lallen, Schweden, den Vereinigten Staaten von Nord- ffloienfta, Chile, Indien je einer, während sich die Gesamt- ßahl b-er Patienten auf 131 belief. Unentgeltliche Aufnahme toben 29 Personen. Die Anstalt verdankt ihre Erfolge bum individualisierenden Verfahren, das in ihr zur Anwendung gelangt. Es beruht auf der durch langjährige Beobachtung gewonnenen Erfahrungsthatsache, daß beim Stottern nicht sowohl die Fähigkeit zum Sprechen, als vielmehr der unbefangene Glaube an diese Fähigkeit verkümmert ist. Es verschont infolgedessen den Stotterer mit den in üblicher Mbertrewung schablonenhaft ausgeführten Trainierübungen der Athmungs- und Artikulationsorgane und sucht dafür vor allem das erschütterte Selbstvertrauen zu der eigenen Sprache von neuem zu beleben. * Das Eisenbahnnetz der Erde hatte nach einer Darstellung im „Archiv für Eisenbahnwesen" am Ende des Jahres 1897 ein Länge von 732255 Kilometer erreicht, eine Länge, die das 18^fache des Erdumfangs am Aequa- tor (40070 Kilometer) noch um etwa 1000 Kilometer und das l,9fache der mittleren Entfernung des Mondes von der Erde (384420 Kilometer) noch um nahezu 12000 Kilometer übertrifft. Von den einzelnen Erdteilen steht in Bezug auf Eisenbahnlänge, wie auch in den Vorjahren, Amerika mit 380384 Kilometer, also mit mehr als der Hälfte der gesamten Länge der Eisenbahnen der Erde, obenan. Danach folgen Europa mit 263145 Kilometer und mit bedeutend kleineren Zahlen Asien, Australien und Afrika. Von den einzelnen Staaten der Erde weisen die Vereinigten Staaten von Amerika in ihrem weit ausgedehnten Gebiet das größte Eisenbahnnetz auf — 296 745 Kilometer. Danach folgt das deutsche Reich mit 48116 Kilometer, während die gewaltige Fläche des russischen Reiches einschließlich Finlands und des gesamten asiatischen Rußlands nur 45576 Kilometer Eisenbahnen aufweist. Das nächstgrößte Netz besitzt Frankreich mit 41 342 Kilometer, dann folgen Großbritannien und Irland mit 34445 Klm., Britisch-Öst- indien mit 33 820 Klm., Oesterreich-Ungarn einschließlich Bosniens u. s/w. mit 33668 Klm., Britisch-Nordamerika mit 26866 Kilometer, Italien mit 15643 Klm., die Argentinische Republik mit 15172 Klm. Das Verhältnis der Eisenbahnlänge zur Flächengröße ist am günstigsten im Königreich Belgien, wo 20 Kilometer Bahnlänge auf je 100 Quadratkilometer Fläche kommen. Nur wenig anders ist dies Verhältnis im Königreich Sachsen mit 18,3 Klm. auf je 100 Quadrat- Kilometer. Dann folgen: das Großherzogtum Baden mit 12,3, die Reichslande Elsaß-Lothringen mit 11,9 Klm., Großbritannien und Irland mit 10,9 Klm., das deutsche Reich im Durchschnitt mit 8,9 Klm., die Niederlande mit einschließlich Luxemburgs ebenso wie die Schweiz mit 8,8 Klm., Württemberg mit 8,3 Klm., Bayern mit 8,2 Klm., Preußen mit 8,1, Frankreich mit 7,8 Kilometer Eisenbahnen auf je 100 Quadratkilometer Fläche. — Die Anlagekosten sämtlicher Eisenbahnen in Europa berechnen sich auf rund 753/4 Milliarden, diejenigen sämtlicher Eisenbahnen auf der Erde auf rund 1448/4 Milliarden Mark. * Von bet Pariser Weltausstellung. Man berichtet der „Fkf. Zeit." aus Paris vom 24. Mai: „In dem Maße, wie die Eröffnung der Ausstellung näherrückt, mehren sich die Gründungen von Gesellschaften, welche die Ausbeutung von Unternehmungen im Innern der Ausstellung zum Gegenstand haben. Eines der bedeutendsten und besonders der nützlichsten dieser Unternehmungen ist die Compagnie des Transports Electriques de FExposition.^©ie entspricht einem Bedürfnis und unternimmt Beförderung der Besucher von einem Punkt der Ausstellung zum andern. Das System, das bei diesem elektrischen Transport zur Anwendung kommen soll, besteht in der Herstellung einer eingeleisigen und in der Einrichtung eines Rollbodens, der sich aus zwei Teilen von verschiedener Geschwindigkeit zusammensetzt. Dieses System, das bereits für die 1889er Ausstellung vorgeschlagen worden war, hat seine erste Anwendung in Chicago gefunden und hat sich dort wie auf der Berliner Ausstellung erfolgreich bewährt. Das von der Ausstellungskommission angenommene Projekt des Herrn de Mocomble ist eine Verbesserung der bisherigen Anwendungen. Es besteht aus zwei parallelen Plattformen, von der sich die erste mit einer Geschwindigkeit von 4Klm. per Stunde und die zweite mit einer Geschwindigkeit von 8y2 Kilometer bewegt. Der Zutritt zur ersten und der Uebergang zur zweiten Plattform soll, wie die Versuche gezeigt haben, für Jedermann sehr leicht sein. Die Rollbahn wird im Kreislauf innerhalb 25 Minuten vom Champ de Mars nach deut Jnvalidenplatz und zurück gehen, und zwar in entgegengesetzter Richtung wie die Eisenbahn. Weniger ephemer gedacht ist L’Optiqiie, Societe anonyme des Grands Teleacopes. Für die Ausstellung wird sie den „Clou“ bilden durch die Schaustellung der „lune L un metre“, mittels ihres Siderostats, der den Mond auf 60 Meilen heranrücken soll, wozu noch eine Reihe mehr oder weniger wissenschaftlicher Vorstellungen kommen werde. Die Gesellschaft ist auf 99 Jahre gegründet und soll sich mit der Herstellung und Ausbeutung astronomischer Instrumente befassen, ebenso mit allem, was auf die Optik Bezug hat; auch die Elektrizität ist im Programm inbegriffen. Die Linse von iy4 Meter Durchmesser soll bereits fertiggestellt sein und eine Reihe kleinerer Teleskope ist in Arbeit, da Bestellungen von anderen Ländern bereits eingelaufen sind, wie auch das große später in den anderen Hauptstädten gezeigt werden soll. — Die anderen Schöpfungen, wie Le Grand Globe Celeste de Paris, welches Unternehmen noch einen wissenschaftlichen Anstrich hat, und Venise ä Paris wenden sich an die Schau- und Vergnügungslust des Publikums/^_________ Frankfurter Stadttheater. In der bevorstehenden Aufführung von Richard WagnerS „Ring des Nibelungen" im Frankfurter Opernhause wird der Hofopernsänger Gerhäuser auS Karlsruhe Mitwirken, und zwar stngt derselbe Donnerstag den 1 Juni den Loge in „Rheingotd" und Sonntag dm 4 Juni den Siegfried in „Siegfried". Platzbestellungen für den Ntbelungen-CykluS werden täglich, auch für alle vier Vorstellungm zufammen, entgegengenommen. Die Preise für diese Aufführungen werden die normalen großen Preise des Opern- hauseS sein.____ Krieskasten. Einer für Viele in Steinberg. Wir werdm Ihre Frage beantworten und Ihnen daS Gewünschte zusenden, wenn Sre die Güte haben, unS Ihren Namen mitzuteilen. Zuschriften ohne Namensangabe bleiben unberücksichtigt. Mr sch oh chMbnA, unw:.1- terioli fcr -rrits fcf nd W=i mein’-' ifieck nb 27 fr-" r. Dr.$i bei* e Sonfetr ung#' )fl30W j ad), lienenen W leltgC ihn w,. Wj/ erwarte- t LSE sfojn, b6 5 nbete# Goll < ihr doi# kn J« Akdenfr ie schliß »ne SM 'm 6 £ - < ilte , tttiWr, Pflichtfeuerwehr. Aebung der Rotten 3 und 4 Danmstag, btn 1. Inni d. I., abends 8Vr Nhr pünktlich im Hofe des Turmhauses am Brand. Gießen, den 26. Mai 1899. 4220 Der Branddirektor: Traber. ili'luiiiiitniitiljuiiiRii Fuhr-Akkord. Die Stellung der Gespanne für Sie Gießwageu beim Walzen der Strecken: in Muschenheim, in Ltch, Lich— kberstadt, in Eberstadt, Eberstadt —Ober-Hörgern, in Ober-Hörgern unb Ober-Hörgern — Kreisgrenze des 2. Baubezirks, mb der Strecken: in. Obbornhofen, Bellersheim — Treis—Münzenbera, Bettenhausen —Muschenheim, Hungen—Utphe, in Utphe und Utphe—Kreisgrenze be8 3. Baubezirks, P im SubmissionSweg vergeben itrben und sind Angebote bis ftistag de« 6. Mi I. Is., vormittags 11 Uhr, in Amtszimmer des Unterzeichneten, eosslbst die Bedingungen zur Einsicht ifiem liegen, einzureichen. Gießen, am 30. Mai 1899. Ler Großherzogl. Kreisbauinspektor. __Stahl.______4303 Sekamlmachung. A« Firmenregister wurde die Ziraua Kaspar Wiegel in Ober- Wngm gelöscht. 4311 Lich, am 28. Mai 1899. Großh. Amtsgericht. Gießener Omnibus-Gesellschaft E. G. m. H. Die Rückseite von 100000 Fahrscheinen, welche während des Schützenfestes zur Ausgabe gelangen, ist zu Reklamezwecken zu vergeben. Reflektanten wollen sich alsbald an unser Mitglied Herrn Hanau wenden. 4283 Der Vorstand. Uor mi et nn gen. 338] Wegzugs halber schöne Zwei- Zimmerwohnung mit Kabinett und allem Zubehör an ruhige Leute zu vermieten. __________________Steinftratze 45. 2527] In meinem Neubau, Ecke Nordanlage und Steinstraße, sind 2 elegante Wohnungen, je 6 Zim., groß. Badezim., 1—2 schöne Mansarden, zum 15. Juni oder 1. Juli zu vermieten. Auf Wunsch auch Stallung für zwei Pferde. B. Wertheim, Bleichstraße 8, part. 2857] Ein Famitienlogis zu vermieten. ______________ Kaplausgasse 19. 3037] Logis, 6 Zimmer und Zubehör, zu vermieten. 8. Huhn, Bleichstraße 16. 2657] Bismarckstrabe 17 Wohnung, 5 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. Juli zu vermieten.__ 2853] Liebigstraße 66 der zweite Stock, 5 Zimmer, 1 Mädchenkammer, Garten« anteil rc., per 1. Juli I. I. zu vermieten. Näheres Cbelstratze 12, II,__________ 3196] Mansarde, 3 Zimmer mit allem Zubehör und .Gartenanteil, per sofort zu vermieten. Andr. «uler, Steinstraße 11, n. Illi Der Reinertrag dieser ■ Schrift ist zu gemeinnützigen Zwecken bestimmt. «2 Diäu«n. Eisenbahnverhältnisse von Professor Dr. Sommer, Sieben. 3m Verlage der Brühl'schen Druckerei erschien soeben unb ist daselbst zum Preise von 25 Pfennigen zu haben: Zur Verbesserung der Gießener Bahnhofstraße 66 2996 schöne 5-Zimmerwohnung im ersten Stock, mit guter, freier Aussicht, nebst allem Zubehör und Bleichplatz, bis 1. Juli zu vermieten.___________W. Reiber. 3054] Hübsche Wohnung, 3 Zunrner mit Küche rc., an ruhige Leute zu ver- rnieten. Näheres Schlotzgasse 19. 3228] 4-Zimrnerwohnung mit Zubehör per 1. Juli zu vermieten. _______________Ludwigstratze 62. 3598] Geräumige, Helle S-Zimmer« Wohnung in der Mitte der Stadt per 1. Juni zu vermieten _________________Marktstratze 10 3606] Schöne Wohnung (4 Zimmer)mit Zubehör im ersten Stock zu vermieten. A. Bourgeois, Neuen-Bäue 16. 3637] 3-Zimmerwohnung per 1. Juni oder 1. 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Juni 189®. Festplatz: Oswalds Garten. Sumutflll den 3 Anni abends 8 Uhr: Aest-Aommers. ßrnennung von KhrenmitgNeder« »nd vm O. ^«Ul, Aeverreichung der Diplome. SflöHtflfl den 4 Still! vormittags 6 Uhr: Weckruf. »ui ±. o 11 „ Hkerfammlung desKriegervereius Hießen aufdemAefiplntz. „ 12 Empfang der HSste an den Aahahöfe«. Nachmittags l'/r N?r: Aufstellung des Festzuges am Wallthor. Nachmittags pünktlich 2'/2 N?r: Festzug durch die Stadt nach dem Festplatz. Nach Ankunft daselbst: Ansprache«, A-öerreich««- der Aahnenschleise», Konzert, Hesa«gs»»rtrLge des Bauer'schen Gesangvereins, Leiterpyramiden» gestM von der Gießener Turnerschaft. 8^* Volksbelustigung und Tanz. IflontßQ dell 5 IllM vormittags 10 Uhr: Arühfchoppen mit Konzert. KDsouHUg oru V. FUM- ^on nachmittags 4 Uhr: Großes Konzert mit Volksbelustigung. Abends: Gesangsvorträge des Bauer'schen Gesangvereins, Konzert und Tanz. ZSei eiutretender Dunkelheit: Kroßes Arissant-Imerwerk. Die Musik wir- ausgeführt von -er ganze« Kapelle -eS 2. Grotzh. Hess. Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm Rr. 116 ««ter persönlicher Leitung -es Grotzh. Mufik-irektors Herrn C. Krautze. Die Ktleschtasg des Festplstzes mittelst Acetyles in Kogeolampes hat die Acetyles.Apparale.Fabrill Gießen öbernsmmeu. Eintrittspreis SO Pfg. *^8® 4243 Benner'sche Bade-Anstch Bleichstrasse 4, parterre. Telephon 106 (Wallenfels L Sauer). KaOmisihkl Dklck, ®th BchufS Zusammenstellung eine» neuen Katalog- wird ? Bibliothek bis auf weiteres geschloffen, und wird höfl. gebeten geliehenen Bücher bis längstens 3. Juni abzuliefern, andernfalls der Vorstand erlauben wird, solche gegen eine Gebühr von 20 M holen zu lassen. 84l^ ____________________________________ Der Vorstand. Tierarzt Seillerer wohnt jetzt D^° ist eröffnet. Grund- und Kasten-Bäder. Der Abonnementspreis beträgt für die Kinder-Abteilungen Mk. 3,50 für freies Bassin Mk. 4, für Zellenbäder Mk. 5 Familien Preisermäßigung. 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W>' H jRontafl»- Die de Seitdem ßch°!«ich» » V ommen hat, eilten Namen, Gebiete gemach FUttagen zur Regionen. In neuere Mehr das Inte: tzst es denn eine Deutschland mi Kehen und die L.ufgabe machen Windung einer E rUtl'*un9( ttkaijww alaa itzst^ordrrriluug üf oll im w Karaus btM< Win Ausschuß' chat sich die A Gelingen der praktischer Ri Weiter ist Pri morden, der amen bedeuten qowohl die zu »»erbürat wie a Ilgute Gewachr b 99 darf toi biaj die deutsche «vWchchW I parat Leuut 1 doch auch ihre t «veutuell ein c {erhebliche ton f natürlich in ci : das Gebiet erc 8 Frage, ob bi »würde dem D t und eine erhe 1 dir Folge seit 1 wissenschastlis ! gelingt, hier I jene unerforf •