kni «„ersetz, sage« ihren jialeMm ibacks, $j* ■bentn. 1016 m9 ®b|e M * w ienen. 0851 '!> «M Mtanie, )CB 28: r/rai; hmbmg. ung m Kaisers Mi. s Vvrstavd. rittis Nr. 27 Mittwoch den 1. Februar Zweites 1S99 Mehener Anzeiger Heneral-Anzeiger Zltnts- und Zlnzeigeblntt für den Ttreis Gieszen Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. nionatlich 75 Psg. mit Bringerlohn. Uezugspreis vierteljährlich Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Me Anzeigen-BcrmittlungSstcllen deS In- und Auslände» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. chrschelnt täglich etii Ausnahme des Montags. Wil Die Gießener Kamillen blätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal drigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchnlstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, _________ Klätter für hessische Valbsknnde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hietze«. Fernsprecher Nr. 51. Deutsches Reich. Berlin, 30. Januar. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Seit einigen Wochen beschäftigt sich die Presie mit Gerüchten, wonach der Reichskanzler seinen Rücktritt ms Auge gefaßt haben soll. Einige Blätter wissen sogar schon den Tag des Rücktritts anzugeben. Wir sind zu der Erklärung ermächtigt, daß auch diesmal die Gerüchte über rmen Kanzlerwechsel völlig unbegründet sind. Berlin, 30. Januar. Das Abgeordnetenhaus setzte heute die Etatberatung fort. Erledigt wurde zunächst der Etat der Domänen-Verwaltung und die Einnahmen des Etats der Landwirtschafts-Verwaltung. Beim Titel „Ministergehalt" entspann sich eine längere Debatte über die Notlage der Landwirtschaft und über die angebliche Fleisch- not. Minister v. Hammerstein griff wiederholt in die Debatte ein und erklärte u. a., daß ein Wassergesetz in dieser Session wohl nicht mehr dem Hause werde vorgelegt werden können. Morgen Fortsetzung der Etatberatung. Berlin, 30. Januar. Im Berliner Konzerthause fand gestern mittag eine von etwa 3000 Personen besuchte Trauerfeier für den Oberstleutnant Egydi statt, an welcher u. a. Liebknecht, Pfarrer Naumann, Professor Förster und Baronin Suttner teilnahmen. Pfarrer Ziegler aus Königsberg hielt die Gedächtnisrede. Berlin, 30. Januar. Ein Kongreß von preußisch« n Gemeindebeamten fand gestern hier statt. Es waren dazu etwa 800 Beamte, meistens Delegierte der Gemeindebeamten-Vereine aus allen Teilen Preußens erschienen. Den einzigen Gegenstand der Tagesordnung bildete bev Entwurf eines Gesetzes betreffend die Rechtsverhältnisse der Gemeindebeamten. Nach längeren Debatten wurde eine Resolution angenommen, in welcher die Versammlung die Fürsorge der Regierung anerkennt. Es wurde beschlossen, M den Kaiser und den Minister des Innern Ergebenheits- Telegramme abzusenden. Berlin, 30 Januar. In der Angelegenheit des neuen Poftzeitungstarifs fand gestern Abend im Kaiserhof -eine Zusammenkunft von deutschen Zeitungsverlegern statt. Lm Ganzen waren 26 Herren anwesend. Berlin, 30. Januar. Das „Kleine Journal" meldet Ms Paris: Der Staatsstreich Dupuys gegen die Straf- Wnuner des Kasfationshofes ruft wachsende Erregung hervor. ^)ie Annahme des Gesetzentwurfs wird in der Kammer und »och mehr im Senat auf großen Widerstand stoßen. Trotz ■t£i Sonntags fanden sich zahlreiche Deputierte im Palais Sourbon ein und diskutierten erregt die neue Politik der Regierung. Für heute wird eine äußerst erregte Kammersitzung erwartet. Allgemein gilt das Vorgehen der Regierung als der bedenklichste Schritt seit Beginn der Dreyfus- Affaire. Barthou, Millerand und Pellctan werden heute den Regierungsantrag bekämpfen. Der Widerstand des Senats verschärft sich. Gestern fanden Versammlungen von republikanischen Abgeordneten und Senatoren zur Beratung von Maßregeln gegen cäsaristische Machenschaften statt. Berlin, 30. Januar. Das Schwurgericht zu Catania verurteilte, wie das „Berliner Tageblatt" meldet, eine Bürgersfrau, die, weil sie ihr Kind verhext glaubte, dafür 10Nachbarskinder durch Gift getötet hatte, zu 30 Jahren Zuchthaus. Berlin, 28. Januar. Koloniales. Der Viehzüchter Josef Frank in Hüftngen hat im Auftrag des deutschen Kolonialamtes zehn Zuchttiere (fünf Farren und fünf trächtige Kalbinnen) verladen, welche als Zuchtmaterial für Südwestafrika nach Windhoek bestimmt sind. Sie stammen aus dem Zuchtgebiet Donaueschingen und gehören sämtlich der Simmenthaler Rasse an. — Der Assistent Schmidt zu Hagenow, der s. Z. in dem Institut für Infektionskrankheiten des Geh. Medizinalrats Prof. Dr. Koch in Berlin gearbeitet hat, wird sich in den nächsten Tagen nach Ostafrika begeben, um die Ursachen der dort vorkommenden Rindviehseuche zu erforschen. — Der vom Kaiser kürzlich so überraschend ausgezeichnete Dr. Esser erscheint in einer etwas merkwürdigen Beleuchtung, wenn man eine Zuschrift von l)r. Hans Wagner an die „Tägl. Rundschau" durchlieft, in welcher dem Reisenden nichts weniger vorgeworfen wird, als in einem Vortrag über seine „Reise nach dem Kunene im nördlichen Gebiet von Deutsch-Südwestafrika" die Gesellschaft für Erdkunde in Berlin und in seinem 1897 erschienenen Buche „An der Westküste Afrikas" das große Publikum an..eflunkert zu haben. Unter Beifügung der für Dr. Essers Reise feststehenden Daten berechnet nämlich der oben Genannte, daß der Reisende in zehn Tagen auf schlechtesten Wegen 1000 Kilometer gemacht haben muß, das sind pro Tag 100 Kilometer! Dr. Wagner schließt seine Auseinandersetzung mit den Worten: „Herr Dr Esser hat in Wahrheit die unter Beifügung einer Kartenskizze in der Gesellschaft für Erdkunde von ihm geschilderte Reise nicht gemacht, er ist von Mossamedes zu Schiff nach der Tigerbai gefahren und hat von hier aus einen zehntägigen Bummel nach dem Kunene gemacht. Die „berühmte" Kunene-Fahrt des Dr. Esser hat also etwa den Wert wie ein Ausflug von Berlin in den Spreewald. Das zu beweisen, könnte der Reisebegleiter des Dr. Esser, Herr Hoesch, das ©einige beitragen." — Zur französischen Enquete über die Annäherung Frankreichs an Deutschland liegen eine ganze Reihe höchst interessanter Mitteilungen französischer Blätter über die Ansichten hervorragender Männer Frankreichs dieser Frage gegenüber vor. Ohne die Grundstimmung tiefster Erbitterung gegen England und ohne das Gefühl völliger Jsolirung - was that denn Rußland, um Frankreich wenigstens einen ehrenvollen Rückzug aus der Faschoda- Beklemmung zu sichern? — wäre eine solche Enquete selbstverständlich niemals möglich gewesen. Aber dasselbe Frankreich, das heute mühjarn Stimmen sammelt, um die Frage einer Annäherung an Deutschland überhaupt nur diskutieren zu können, war vor drei Jahren bereit, sich England an- zubieten, um gegen Deutschland in den südafrikanischen Angelegenheiten zu operieren. Zwar läßt Herr Bourgeois heute in der „Vie Jllustree" aufs Entschiedenste dementieren, während der Transvaal-Affaire an das Londoner Kabinet telegraphiert zu haben: „Wir sind bereit, gegen Deutschland zu marschieren." Ob die Erklärung Frankreichs an das Londoner Kabinett wörtlich so unumwunden gelautet hat, mag dahingestellt bleiben. Aber als sicher gilt, daß Frankreich sich damals England gegen Deutschland zur Verfügung stellte. Wäre Frankreich die Bahnen weiter gewandelt, die im Frieden zu Schimonoseki leicht eine Annäherung an Deutschland herbeizuführen vermochten, so würde heute sehr wahrscheinlich das Gesamtbild der Welt ein wenig anders aussehen. Kassel, 28. Januar. Der Kasseler Regierungspräsident Graf Max Clairon d'Haussonville ist heute in Merseburg, wo er Genesung erwartete, gestorben. Der Graf wurde im Juli von einem Schlaganfall betroffen, der sich vor acht Tagen wiederholte. Ausland. Prag, 30. Januar. Die fortschrittlichen tschechischen Studenten beschlossen, sich mit der deutschen Studentenschaft in Verbindung zu setzen behufs Anbahnung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Studenten beider Nationen zur gemeinsamen Pflege der Wissenschaft und Bekämpfung des Chauvinismus. Budapest, 30. Januar. Finanzminister Lukacs ist hierher zurückgekehrt. In der Audienz, welche er gestern beim Kaiser in Wien hatte, referierte Lukacs über die ten SU W- verboten) Ihe . ‘vczwang nacy langem, säst einjährigem r, in dem zuletzt sogar Konstantinopel bedroht erschien. Gaug der Weltgeschichte im 19. Jahrhundert. 2. Theil. Die Jahre 1851 bis 1898. Feuilleton. Das 19. Jahrhundert. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herausgegeben von Friedrich Thieme. (Nachdruck oder Auszug ! III. (Schluß.) Mit Deutschlands Einigung war die nationale Ent- /«A A to|rfelung m Europa noch nicht abgeschlossen. Durch einen Jwfo'] mfstand .in der Herzegowina geriet im Sommer 1875 w t, jB t ?inr?Q bte orientalische Lawine ins Rollen. Die seinen bewies sich unfähig, die Bewegung, der sich bald L ,'^Serbien und Bulgarien anschlossen, zu unterdrücken; Achten geforderten Reformen bot die 0 Oe. A.v- Wirtschaft keine Garantien, und der Versuch, den ' uitstc durch die Einführung einer Konstitution für das ^.lsche Gefamtreich herbeizuführen, mißlang bei der P n inil Lolv«7^ine weichen, erst Abdul Hamid (von 1876 ab) / ntmlll'SÄiloh6 l$ Schwierigkeiten zu behaupten. . hÄ??' Üblich wiederum nur um den unterdrückten Ä Rechten zu verhelfen, griff 1877 aufs ^"Waffen, bezwang nach langem, fast einjährigem oew zuletzt sogar Konstantinopel bedroht erschien. die gänzlich erschöpfte Türkei, und willigte unter dem Drucke Englands in die Bedingungen des Berliner Friedens vom 13. Juli 1878, in welchem Rumänien, Serbien und Montenegro für unabhängig erklärt, Bulgarien in einen eigenen, aber der Türkei tributpflichtigen Staat verwandelt, Bosnien und die Herzegowina unter österreichische „Verwaltung" gestellt und Rußland durch Gebietsabtretungen in Asien entschädigt wurde. Damit war die orientalische Frage noch keineswegs gelöst, sondern nur wieder einmal vertagt, aber die Ereignisse der nächsten Zeit sorgien dafür, daß der Brandherd auf der Balkanhalbinsel niemals gänzlich erlosch. Bereits im Jahre 1885 brach in Ostrurnelien, der bei der Türkei verbliebenen Hälfte Bulgariens, die Revolution von neuem aus, der zum Fürsten Bulgariens erwählte Prinz Alexander von Battenberg zog in Philippopel ein und übernahm die Regierung über das vereinigte Bulgarien. Infolgedessen erklärte Serbien an Bulgarien den Krieg, wurde aber bei Slivnitza geschlagen. Der siegreiche Fürst unterlag jedoch dem russischen Rubel, er dankte ab, und Prinz Ferdinand von Kvbnrg nahm seine Stelle ein, der im Laufe der Zeit seinen thatkräftigen Minister Starnbulow fallen ließ, und sich mehr und mehr dem russischen Einfluß unterwarf. Starnbulow fiel unter den Händen von Meuchelmördern (18. Juli 1895). Die Ausschreitungen der Türken gegen die Christen auf Kreta entfachten im Jahre 1897 den griechisch-türkischen Krieg, der mit der Niederlage Griechenlands endigte. Die unglückliche Insel blieb vorläufig in türkischen Händen unter der Aufsicht der Mächte. Es ist unmöglich, im Rahmen dieses Artikels den sich drängenden Ereignissen der letzten Jahrzehnte zu folgen, nur die wichtigsten mögen hier noch Erwähnung finden. Die Vereinigten Staaten wuchsen im Laufe des Jahrhunderts zu einer ansehnlichen Macht empor, und ihre Entwickelung nahm einen noch rascheren Fortgang, als die Nordstaaten in dem blutigen Bürgerkriege von 1861 bis 1865 die abtrünnigen Südstaaten bezwungen und die Schmach der Sklaverei von dem freien Amerika gewälzt hatten. Im Laufe des Jahres 1898 nahmen sie die Unfähigkeit der Spanier, einen vor einigen Jahren in dem von Spanien arg mißhandelten Kuba ausgebrochenen Ausstand zu unterdrücken, zum Vorwand, an Spanien den Krieg zu erklären, dieser kostete dem unglücklichen Lande seine letzten bedeutenden Kolonien, es sank zur Macht dritten Ranges herab, während die Vereinigten Staaten Neigung zeigen, ihren Triumph zum Ausgange einer Großmachtspolitik zu machen. Das Kaisertum Brasilien erfuhr 1889 nach einer kurzen Revolution und der Abdankung des Kaisers Pedro II. die Umwandlung in eine bis zum heutigen Tage innerlich noch nicht gefestigte Republik. Durch den am 31. März 1854 zu Kanagawa mit Nordamerika geschloffenen Handelsvertrag wurde das bis dahin jedem Verkehr verschlossene Japan dem Handel erschlossen. Weitere Verträge mit England, Rußland, Holland und Frankreich folgten, mehrere Häfen öffneten sich den Nationen. Ein Bürgerkrieg im Jahre 1868 stürzte das eigenartige Doppelherrschertum des japanischen Reiches, wodurch der Kaiser Mntsuhito seine volle Macht zurückgewann. Japan trat nun in die Reihe der Verfassungsstaaten ein, reformierte feine Einrichtungen nach dem Vorbild der europäischen Länder, gründete Bank- und Versicherungs- inftitute, trat dem Weltpostvereine bei, führte Schulzwang, die neue Zeitrechnung, neue Gerichtsbarkeit, stehendes Heer u. f. w. ein, kurz, ahmte in wenigen Jahren alle bemerkenswerten Institutionen der Kultur nach. Ein Aufstand auf Korea, zu dessen Unterdrückung China und Japan gleichzeitig Truppen absandteu, hatte einen Krieg mit China zur Folge (1894), in welchem sich Japans Ueberlegenheit im hellsten Lichte zeigte. Im Frieden vom 17. April 1895 D-Mk 75 W- 55 per Met. — sowie schwarze, weiße unb farbige erzielte Japan eine namhafte Kriegsentschädigung, außerdem | mußte China Formosa und die Pescadores abtreten, während I Japan auf die ebenfalls in Anspruch genommene Halbinsel Liau-tung infolge des Protestes von Rußland, Deutschland und Frankreich verzichten mußte. Die üblen Erfahrungen, welche China in diesem Kriege machte, ließen es sich der Einführung von Reformen geneigter zeigen. Was nicht gutwillig bewilligt wurde, erreichten die Mächte durch Drohungen; so besetzte Deutschland, veranlaßt durch die | Ermordung deutscher Missionare, 1897 die Bucht von Kiautschou, worauf durch Vertrag vom 6. März 1898 von Deutschland die Kiautschoubucht nebst den darin liegenden Inseln und einem Küstengebiet von 50 Kilometer Halbmesser erworben wurde. Rußland, Frankreich, England folgten ungesäumt Deutschlands Beispiel, sodaß zu dem alten Brandherd im Orient nunmehr ein neuer hinzu- gekommen ist, da alle beteiligten Mächte die Fortschritte in China gegenseitig mit Argusaugen überwachen. Ueberhaupt standen die letzten 25 Jahre unter dem Signum der Kolonialpolitik, für welche von den meisten europäischen Staaten bedeutende Opfer gebracht wurden. Selbst die Vereinigten Staaten sind mit der Erwerbung der Philippinen »nd PuertoricoS in die Reihe der kolonienbesitzenden Länder eingetreten. Vorschläge der Opposition und machte dem Kaiser Unterbreitungen, die mit Rücksicht auf die Acceptierung der Ausgleichs-Formel notwendig wären. Der Kaiser genehmigte diese. DaS Gerücht, Lukacs werde Nachfolger Banffys werden, wurde von letzterem selbst als falsch bezeichnet. Triest, 30. Januar. Ein Matrose, der auf dem Schiff „Margherite" unter dem Kommando von Johann Orth gestanden hatte, richtete aus Südamerika einen Brief an feine hiesigen Verwandten, in welchem er seine baldige Heimkehr anzeigt. Man hofft, daß derselbe über den Verbleib Johann Orths weitere Auskunft geben kann. Zürich, 30. Januar. Der weltbekannte Verlagsbuchhändler Schabitz, bei dem fast alle in Deutschland und Oesterreich verbotenen Schriften erschienen, ist gestorben. Paris, 30. Januar. In republikanischen Kreisen herrscht die Ansicht, daß das Kabinet Dupuy vielleicht gestürzt werden wird, wenn die Minister keine genügende Erklärung für die thatsächliche Maßregelung der Mitglieder der Knmi- «alkammer des Kassationshofes geben können. Die heute bevorstehende Kammersitzung wird als eine der wichtigsten in Sachen der Revision des Dreyfus-Prozesses angesehen. Paris, 30. Januar. Der „Figaro" meldet, die Verhandlungen zwischen Frankreich und England über die schwebenden Streitpunkte seien in eine neue Periode getreten. Die Verhandlungen beträfen besonders die afrikanische Frage und würden nicht allein in London, sondern auch in Paris fortgesetzt und zwar in einem friedlichen Geiste. Man hofft, daß der Konflikt zwischen beiden Ländern demnächst beigelegt werden dürfte. Paris, 30. Januar. Präsident Löw nimmt die Maßregel der Negierung mit der philosophischen Ruhe hin, die er allen Verleumdungen gegenüber bewahrt hat. Er erklärte einem Redakteur des Journal, er habe nicht die Absicht zu demissionieren. Ueber den Beschluß der Regierung, der ihn und seine Kollegen von einer ernsten Verantwortung befreie, sei er glücklich. Sein Gewissen sei absolut ruhig. London, 30. Januar. „Daily Mail" meldet aus Konstantinopel, der Sultan habe Befehl erteilt, 12 neue Artillerie-Regimenter für das 1. 2. und 3. Armee-Korps zu errichten. Madrid, 30. Januar. In militärischen Kreisen wird versichert, die Generale, welche Santiago und Cavite an den Feind ausgeliefert haben, sollen ihres Amtes enthoben und öffentlich wegen der Uebergabe getadelt werden. Konstantinopel, 30. Januar. Eine deutsche Gesellschaft erhielt die Konzession zum Bau und Betrieb eines Telegraphen - Kabels von Konstantinopel nach Konstanz. — Die anatolische Bahn erhielt die Konzession -nm Bau einer Lokalbahn nach Skutari sowie die Konzession zn Hafen- und Quai-Bauten in Haidar-Pascha. Algier, 30. Januar. Der oberste Provinzialrat von Algier hat einen Beschluß gefaßt, nach welchem in Zukunft der Erzbischof nicht mehr an den Sitzungen des Pro- vinzialrates teilnehmen darf. Lokales und Provinzielles. Gießen, den 31. Januar 1899. ** Ordensverleihungen. Se. Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht! der Frau Gräfin v. Ysenburg- Philippseich, geborenen Freiin v. Könitz in München, der Oberin der Darmstädter Alice-Schwestern vom Roten Kreuz, Fräulein Marie Winter in Darmstadt, dem weltlichen Mitgliede des Oberkonsistoriums, Geheimen Ober- konsiftorialrat Buchner in Darmstadt, dem Kommerzienrat Diefenbach in Darmstadt, dem Ministerialrat im Finanzministerium, Geheimrat Michell in Darmstadt, dem Rechtsanwalt 0r. Oppenheim in Mainz, dem vortragenden Rat in der Ministerialabteilung für öffentliche Gesundheitspflege, Geheimen Obermedizinalrat Dr. med. Pfeiffer in Darmstadt, dem Chef des Hauses Dörr und Reinhart, Nikolaus Andr. R e i n h a r t in Worms, dem Militär-Oberpfarrer a. D. Strack in Darmstadt — die Rote Kreuz-Medaille 2. Klaffe, dem Seilermeister und Stadtverordneten Baas in Worms, dem Vorsitzenden der Mainzer Jndustriehalle Bernhart in Mainz, dem Rentner Buß in Offenbach a. M., dem brasilianischen Vizekonsul Felmer in Mainz, dem Dr. med. Grosch in Offenbach a. M., dem Fabrikanten Wecker in Offenbach a. M. — die Rote Kreuz-Medaille 3. Klasse zu verleihen. *♦ Militär - Dieustnachrichten. Petzel, Major beim Stabe des 2. Großh. Hess. Jnf.-Regts. (Kaiser Wilhelm) Nr. 116, v. Glasenapp, Major beim Stabe des bis 18.65 per Met. - lotete lswarze, weeye uno mium« r*"*» bera-Seide" von 75 Pfg. bi« Mk. 18.65 - in den modernen weben, Warben und D-fstnS. An Jedermann franco und verzoll^ Haus. Muster umgehend. -i G. Henneberg’s Seiden-Fabriken (k. >. k. hoa.) Vermischtes. * AF. Stuttgart-Cannstatt, 24. Januar. Hier findet vom 11 bis 30. Mai die II. Acetylen-Fachausstellung verbunden mit einer solchen für Blechbearbeitung, Installation, Heizung, Lüftung u a. statt. Dieselbe ist unternommen von dem Internationalen Acetylen-Werke-Verband. Auf einem seitens | der Stadt Cannstatt zur Verfügung gestellten Raum von 10000 Quadratmetern werden Acetylenzentralen erstellt und I über 30 Anlagen im Betriebe sein. Schon dieser Teil der I Ausstellung darf des größten Interesses sicher sein. Hier wird 3 Wochen lang das Acetylen sich seinen Freunden und I Gegnern als Licht- und Kraftquelle vorstellen. Für Behörden und Private reichlich Gelegenheit, sich gründlich zu informieren. Der Platz ist äußerst günstig. Es ist der Cannstatter Volksfestplatz, bekannt in der ganzen Welt? Dicht am Neckar, im Hintergrund der Rotenberg mit seinen Höhenzügen, neben der neuen großartigen König-Karls- Brücke, welche Stuttgart mit Cannstatt direkt verbindet, wenig Meter von der Staatsbahn, aus der zweimal im | Tage der Orientexpreß dahineilt, von der Berlin in 12 Stunden zu erreichen ist, nur wenig Schritte zur elektrischen | Bahn Stuttgart-Cannstatt vereinigt der Ausstellungsplatz landschaftliche Schönheit mit der nüchternen Ausstellungs- sache, leichten Verkehr überallhin, den Annehmlichkeiten einer großen Stadt: Wissenschaft, Kunst, Industrie und Unterhaltung. Dazu kommt, daß in Cannstatt die Kursaisoneröffnung mit der der Ausstellung zusammenfällt. Das Jahr 1899 kann nicht, wie sein Vorgänger ein Ausstellungsjahr genannt werden. Bisher sind das schöne Stuttgart, I das liebliche Cannstatt allein mit dieser großen Ausstellung I bekannt, umsomehr dars man einen vollen Ersolg der Ausstellung erwarten. Als Geschästsführer ist von dem Unter- I nehmer, dem Internationalen Acetylen-Werke-Verband, Herr | L. Henking, Cannstatt, gewonnen, welcher als Ge- gespannt ist. ä * Durch Berliner Blätter ging vor Kurzem eine Notiz, daß sich der Berliner Magistrat gegen die Verwtudmz von Holzpflaster ausgesprochen habe, da sich dasselbe nicht in dem gehofften Umfange den Anforderungen des Verkehrs entsprechend bewährt habe. Es ist aus diesem Anlässe interessant, zu erfahren, daß z. B. Dresden und Leipzig nut der gleichen Pflasterung sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Es sei weiter nur beiläufig erwähnt, daß tu Austra^ lien Holzpflaster seit ungesähr 20 Jahren säst in ausfchneh- licher Verwendung ist, und daß in London nicht weniger als 150,000 Qadratmeter Straßenfläche mit demselben versehen sind. Der Unterschied in dem so verschiedenartigen Verhalten hat nach einer Mitteilung des Internationalen Patentbureaus Carl Fr. Reichelt, Berlin 6, feinen Grund hauptsächlich darin, daß in Berlin hauptsächlich Eichenholz und bayerische oder schwedische Nadelhölzer zur Ve^ Wendung kamen, während die anderen Städte ausschlietzUky australisches Hartholz verwendeten. Es bedarf vor allem keiner kostspieligen Imprägnation und ist wegen seiner flupcr- ordentlichen Dichte gegen Eindringen von Regenwaffer stgr widerstandsfähig, dasselbe wird vielmehr schnell nach beida Seilen ablaufen. Nach Aufhören des Regens trocknet Oberfläche eines derartigen Pflasters sehr schnell ab. NiB man die Härte des Granites zu 100 an, so ist die j» australischen Hartholzes gleich 130. Das spezifische GewB des letzteren beträgt 1,1. Trotz seiner Härte wird da^ selbe niemals so glatt werden, daß es den Zugtieren mq mehr den nötigen Anhalt gäbe. Die Schalldämpfung i» eine nach jeder Richtung vorzügliche. In verkehrsreiche» | Straßen, über welche der denkbar schwerste Lastverkehr gri leitet wird, zeigte australisches Holzpflaster in 12 .Jahre» eine Abnutzung von nur Vs Zentimeter. Kosten für W be serungen sind, bei vorschriftsmäßig verlegtem Wil unter normalen Verhältnissen vor 20 Jahren kaum zu | I warten. Indem man die Blöcke des herausgerissenff I I Pflasters entsprechend abschneidet, kann man dieselben pH I eine gleiche Anzahl von Jahren wieder verlegen. Die crp. Kosten australischen Holzpflasters sind allerdings wesenm I höher als die anderer Pflasterarten, jedoch ist es, mW I des Wegfalls von Reparaturen und der zwei bis drei» I längeren Lebensdauer thatsächlich beträchtlich billiger,^ I jedes andere Pflaster.__________ H schäftsführer der I. Acetylen-Fachausstellung in Berlin die Befähigung nachgewiesen hat, ein derartiges Unternehmen geschäftlich in die richtigen Bahnen zu lenken und durch- zuführen. „ * Entschädigung eines unschuldig Verurteilten, Man schreibt den „M. N. N." aus Berlin: Einen Anspruch auf Entschädigung für eine über einen Unschuldigen ver- hängte Zuchthausstrafe von 13 Monaten erkannte gestern das hiesige Landgericht dem Steuereinnehmer Druikmann zu, der infolge eines Meineids von vier Frauenspersonen, unter denen sich feine von ihm getrennt lebende Gattin be- sand, wegen Verleitung zum Meineid zu zwei Jahren Zucht- Haus verurteilt, gestern aber im Wiederausnahmeversahren sreigesprochen worden war. . * Zum Eiurichleu einer Ziegelei iu Kiautschou wird Mitte nächsten Monats im Auftrage einer Thorner Firma der Maurer Katbein aus Siepersdorf bei Bunzlau mit feinem Sohn nach dem fernen Osten abdampfen. K., der außer freier Hin- und Rückfahrt, sowie freier Station einen Lohn von monatlich 300 Mark erhält, soll zunächst Ziegel anfertigen und in gewöhnlichen Feldbränden brennen. Aus dem gefertigten Material hat er dann einen großen Siegelet ringofen zu erbauen. * Ein optisches Schutzmittel gegen die Seekrankheit wird in her nächsten Zeit auf allen demfche Dampferttmen unter Kontrolle der Schiffsärzte aus seine allgemeine Brauchbarkeit geprüft werden. Die Seekrankheit ist ein Nebel, deffen Bekämpfung schon viele Köpfe, bisher freilich vergeblich, beschäftigt hat und von deffen Beseitigung oder MUderung sich die See- schiffahrtsgesellschasten eine so erhebliche Steigerung der Be, nützung ihrer Schiffe versprechen, daß von 'hnen für ein wirksames Schutzmittel verschiedene hohe Prämien ausges^ worden sind. Von der Erfahrung alter ©eetapit&ne cm. gehend, daß derjenige von der Serkrankheit meist verfchon zu werden pflegt, der auf Deck bleibend, den Blick längere Zeit fest auf einen Punkt am Horizont richtet, hat ein Nch mit Physik und Chemie befchäftigender in Dresden lebend« Privatgelehrter im vorigen Jahre in der zu Hamburg » scheinenden nautischen Zeitschrift „Hansa eine mit Eduard Friedrich unterzeichnete Abhandlung veröffentlicht, worin « als wirksames Schutzmittel gegen die Seekrankheit rosarot gefärbte Augengläser empfiehlt. Der casus macht im ersten Augenblick lachen, namentlich wenn man sich im Geiste die ganze Schiffsgesellschaft oder den größten Teil derselben mit Rosabrillen bewaffnet vorstellt, der Vorschlag hat aber doch in den Kreisen der Jntereffenten Beachtung gefunden, mag wohl auch schon hie und da mehr oder weniger aus- probiert worden fein, sonst würde nicht, wie jetzt betonnt wird, eine so bedeutende und geschäftskundige Firma, wie die „Rathenower optische Jndustrie-Anstalt" die probeweise Maffen- anfertigung von gedachten Augengläsern für erwähnten Zwea begonnen haben. Da diese Thatsache auch im demschen Binnenlande, wo dock gleichfalls Seefahrer wohnen, gervlv viele Leute interessieren dürste, so sei sie hier mitgeteilt M j dem Hinzusügen, daß man in Gelehrten- wie MarinekretM I auf den Erfolg dieses Versuchs im großen Stile allgemein 4. Großh. Hess. Inf. Regts. (Prinz Karl) Nr. 118 zu Oberst- I leutnants befördert; v. Lochow, Hauptmann und Kornp.- Ches im 5. Großh. Hess. Jnf. Rgt. Nr. 168, unter Beförderung zum überzähligen Major dem Regiment aggregiert; Doerr, Hauptmann, bisher Kompagniechef im 2. Seebataillon, mit seinem Patent als Kompagniechef im 5. Großh. Heff. Jnf.-Regt. Nr. 168 angestellt; Ehrhardt, Haupt- I mann im 4. Großh. Heff. Jnf.-Regt. (Prinz Karl Nr. 118, unter Enthebung von dem Kommando als Adjutant bei der 30. Jnf.-Brigade, als Kompagniechef in das Jnf.-Regt. Nr. 140 versetzt; Fleischmann, Oberleutnant im 4. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Prinz Karl) Nr. 118, in das Jnf.-Regt. Nr. 141 versetzt; Dau, Leutnant im 2. Großh. Heff. Jnf.- Regt. (Kaiser Wilhelm) Nr. 116, zum Oberleutnant befördert; de Neus Ville, Oberleutnant im 1. Großh. Heff. Dragoner-Regt. (Garde-Drag.-Regt.) Nr. 23, Kraemer, Oberleutnant im 2. Großh. Hess. Dragoner-Regt. (Leib- Drag.-Regt.) Nr. 24, zu überzähligen Rittmeistern befördert; Graf v. Wiser, Leutnant im 1. Großh. Heff. Jns.-(Leib- garde)Regt. Nr. 115, kommandiert zur Dienstleistung bei dem 2. Badischen Dragoner-Regt. Nr. 21, in dieses Regiment versetzt; Fürst v. Bismarck, Graf zu Solms- Laubach, Obersten ä la suite der Armee, den Charakter als Generalmajor, Prinz Carl von Hessen-Philippsthal Hoheit, Oberleutnant ä la suite der Armee, den Charakter als Hauptmann erhalten; befördert sind a. zu Leutnants die Fähnriche: v. Bogen im 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarde-)Regt. Nr. 115, dieser mit einem Patent vom 9. Februar 1898, v. Hesse, Frhr. v. Schütz zu Holzhaufen in demselben Regiment, Coulmann im | 2. Großh. Hess. Jnfanterie-Regt. (Kaiser Wilhelm) Nr. 116, Stamm, Ochsenius im 3. Großh. Hess. Jnfanterie- Regt. (Leib-Regt.) Nr. 117, v. Pentz, Brune, Külp im 4. Großh. Hess. Jnfanterie-Regt. (Prinz Karl) Nr. 118, Hupe, Stockmeyer im 5. Großh. Heff. Jnfanterie- Regt. Nr. 168, Hesse Edler v. Hessenthal tm 1. Großh. Heff. Dragoner-Regt. (Garde-Drag.-Rgt.) Nr. 23, b. zu Fähnrichen die Unteroffiziere: Sold an im 2. Großh. Hess. Jnf.-Regts. (Kaiser Wilhelm) Nr. 116, Hamens im 3. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Leib-Regt.) Nr. 117, Schultze im 5. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 168, Barczynski im Großh. Hessi Train-Bataillon Nr. 25, Meisenburg, Vizewachtmeister im Landwehrbezirk Düsseldorf, zum Leutnant der Reserve des Großh. Hess. Feldart.-Regts. Nr. 2o (Großh. Art.-Korps), Spanier, Vizefeldwebel im Landwehrbezirk Hildesheim, zum Leutnant der Reserve des 5. Großh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 168, Schuchmann, Vizefeldwebel im Landwehrbezirk Mainz, zum Leutnant der Reserve des 1. Nassau. Jns.-Regts. Nr. 87, Bernhards, Hellwig, Vizefeldwebel in demselben Landwehrbezirk, zu Leutnants der Reserve des 5. Großh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 168, Gaßner, Vizewachtmeister in demselben Landin ehrbezirk, zum Leutnant der Reserve des Großh. Hess. Train-Bataillons Nr. 25, Biondino, Vizefeldwebel tm Landwehrbezirk Straßburg, zum Leutnant der Reserve des 5. Großh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 168 - befördert. △ Aus Rheinhessen, 29. Januar. Der den Ständen von der Regierung vorgelegte Entwurf eines Weinsteuergesetzes hat in ganz Rheinhessen eine mächtige Bewegung bervorgerufen. Die Opposition gegen den Entwurf ist so stark, daß die Agitation gegen die Gesetzesvorlage fast allgemein ist. Von verschiedenen Seiten sind Massenpetitionen an die Kammer in Vorbereitung. Besonders erbittert sind die Mainzer über die Bestimmung, daß die Steuerpflicht bereits beim Uebergang vom Produzenten an den Händler bestehen soll, daß also die gesamte Steuer lediglich vom I Produzenten zu tragen ist. Da besonders im südliche" Rheinhessen der Durchschnittspreis des Weines nicht über I 300 Mk. das Stück hinausgeht, und die nach dem Entwurf zu entrichtende Steuer 60 Mk. pro Stück beträgt, so ergiebt dies eine Steuerlast von 20 Prozent. u Dal a Rraft tritt- Sießkib luf etib noch M MMniuB folgender Ort' lufbdb- enjftob* § ein Streifen Die Mai Seife erfolgen M M SMckM mir bi derselben erfo Wir znm Sei Knhnhck W t tzfthrn. Betreff Wei eurgebrochen Dr/fr unb ®t NN Weihen non M H die Surfch Wt ®emathm W M a Eric Sieben, W": Wit ns. L' P tu den Do£ ^güter 3)Niw »in Muh 1) daß b Beziü die 8i Hieß« bereit 2) daß landn herbei M verkaufen wir bis 8. Februar: 84» auf der Gnauth. 989 pr1homp$6hs Marktetraese 4. Telephon 119. Ha. Ria Ul fmiffl y ............ ■V 3 ' wcnicuiucii gu udujjtiiuitgen, Zinn» W „Ltifi Mgegenzunehmen und längstens bis zum 15. Februar an den des pAbek regneten einzusenden. M 0,011 D W Dießen, den 26. Januar 1899. Unterempfiehlt 602 W.Amend, ßafjnfjofflr. 62. v. Bechtold. 503 empfiehlt Seltersweg 10. -UersteigirimM Einpfedliulgen lirlninntiiifldjinigfii bei 5 Pfund billiger. Hutzucker Würfelzucker Alsfeld Marktplatz 1 steigert 154 8 535 391 5310 144 Die rm Nadelscheitholz, „ Nadelknüppel, Wellen Nadelretsig, rm Nadclstöcke. Zusammenkunft ist Kaffee roh, belesen,per Pfd. von 75 Pfg an, Gießen Bahnhofstraße 27 werden: Nadelstämme mit 82,27 Nadelderbstangen mit 0,87 Licherstraße an her zweiten Schneise Gießen, den 30. Januar 1899. Großh. Bürgermeisterei Gießen. fm, n Jacketts Capes Abendmäntel Regenmäntel Kindermäntel Lodenkostüme Radfahrkostüme Kostümröcke Morgenröcke Blousen und Unterröcke bedeutend unter Preis. Butzbach auf 12 Jahre, zusammen oder event. in 2 Abteilungen, ver pachtet werden. Die Wetter in den Gemarkungen Oberhörgern und Eoerstadt ist al- fischreich bekannt. Der untere Anfang her Fischerei ist ca. 1 Stunde von der Station Butzbach entfernt. Lich, am 27. Januar 1899. Fürstlich Solmsische Rentei. Kreiling. «d - l Holzversteigerung in L» fnrstlichw Gberförsterri fidj. Es sollen versteigert werden: Montag den 6. Februar, von vormittags 9y2 Uhr au, im Distrikt Hard: Buchen: 150 rm Scheiter, 47 rm Knüppel, 100 rm Stöcke, 2100 W llen; Eichen: 9 rm Scheiter 55 rm Knüppel, 97 rm Stöcke, 1400 Wellen; Nadelholz: 10 rm Knüppel, 15 rm Stöcke 500 Wellen; Weichholz: 1500 rm Wellen, dabei 700 Wellen Erbsenreis. Die Zusammenkunft ist auf dem Weg von Lich nach Muschenheim, über die Hard, beim Eingang in den Wald (Sedanfestplatz). Eigene Kaffeebrenaerei ivd Kackern empfiehlt: Zucker, gemahlen per Pfund 25 Pfennig Kraft tritt. Gießen, den 28. Januar 1899. Großherzogliche» Kreisamt Gießen, v. Bechtold. 26 27 W. frische KttWl Berliner Pfannkuchen Sprih- und KaffeeKuchen Thee- und Weingrbäck sowie täglich von 1 Uhr nachmittags ab frische Brödchen Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwald. Moutag, deu 6. Februar 6899, vormittags 9’/2 Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, Distrikt Waldshute, ver- Jede sparsame Hausfrau - mache einen Versuch mit Schulhofs gebranntem Kaff ee das Pfund zu 1 Mk. Andere Sorten in jeder Preislage stets frisch gebrannt, empfiehlt billigst J. M. Schulhof, x. Masken JE = Anzüge, M Dominos gr* zu verleihen. Stets neue Anzüge auf f/, y, Lager. Anfertigung nach JT Maß Geöffnet bis abends 10 Uhr; auch Sonntags. A. W. Karnöach, Kirchftraße 2, II. Aug.Montanus Nchf Markt 9-10. zur cheflügel-Ausftelkung ä Stuck 50 Pfg. find iu haben in allen mit Plakaten belegten Geschäften. 854 Kölner Konsum-Anstalt C. K. Hackenberg Bekanntmachung. Betreffend: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche zu Wolf. Nachdem die Maul- und Klauenseuche zu Wolf (Kreis Büdingen ausgebrochen und eine größere Verbreitung erfahren hat, ist über Wolf Orts- und Gemarkungssperre verhängt worden. Zugleich ist der Seuchenort und dessen Gemarkung gegen das Durch- treiben von Wiederkäuern und Schweinen abgesperrt und bestimmt worden, daß die Ausführung von Thterm dieser Arten aus dem Seuchenort und dessen Gemarkung nur auf Grund eines kreisoeterinärärztlichen Zeugnisses inb nur zum Zwecke sofortiger Abschlachtung nach zuvor einzuholender polizeilicher Erlaubnis erfolgen darf. Gießen, den 28. Januar 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Mtttamltnmtlil (phosphorfairr. Kalk). 0271 Gustav Walter, Mäusburg 13. Bekanntmachung. Das nachstehende Ortsbaustatut wird unter dem Anfügen zur öffent- Kchen Kenntnis gebracht, daß dasselbe mit dem Tag der Bekanntmachung Dre Vermittlung wird nur dann ausgeführt, wenn bis zum Februar Bestellungen in genügender Zahl eingelaufen sind. Die Herren Bürgermeister werden ergebenst ersucht, vorstehende Bekanntmachung in ihren Gemeinden zu veröffentlichen, Anmeldungen bei 3 Pfund 80 Pfennig. Friedrichsdorfer Zwieback pr. Paket 15 Pfg. Pflaumen pr.Pfd. 18 Pfg. beiSPfd.l b Pfq. Feigen pr. Pfd. 18 Pfg. bei 5 Pfd. 15 Pfg. Preiselbeeren (mit Zucker eingek.) pr. Pfd. 42 Pfg., bei 5 Pfd. 88 Pfg. Delikateßschinken 4 bis 6 Pfd. schwer, pr. Pfd. 65 Pfg. Rollschinken 4 bis 6 Pfd. schwer, pr. Pfd. 85 Pfg. Speck la. fett pr. Pfd. 65 Pfg., bei 5 Pfd. 62 Pfg. Speck, mager pr. Pfd. 70 Pfg. bei 5 Pfd. 65 Pfg. Solperfleisch ohne Knochen pr. Pfd. 65 Pfg. bei 5 Pfd. 62 Pfg. Braunschweiger Solperfleisch mit Knochen pr. Pfd. 50 Pfg., bei 5 Pfd. 48 Pfg. Schweineschmalz gar. rein pr. Pfd. 46 Pfg. bei 5 Pfd 44 Pfg. Frankfurter Würstchen pr. Paar 25 Pfg. Limburger Käse pr. Pfd. 45 Pfg. Mainzer Kaschen pr. Stück 5 Pfg. Holländer Käse pr Pfd. 78 Pfg. Edamer Käse pr. Pfd. 85 Pfg. Schweizerkäse vollsaftig pr. Pfd. 95 Pfg., bei *5 Pfd. 90 Pfg. Brühstückskäse pr. Stück 10 Pfg. ckloßkäse pr. Stück 22 Pfg. Grünkern ganz, per Pfd. 32 Pfg., bei 5 Pfd. 30 Pfg. Grünkern gemahlen, per Pfd. 35 Pfg., bei 5 Pfd. 32 Pfg. Linsen mutel, per Pfd. 20 Pfg., bei 5 Pfd. 18 Pfg. Linsen große, per Pfd. 28 Pfg., bei 5 Pfd. 26 Pfg. Bohnen mittel, per Pfd. 14 Pfg , bei 5 Pfd. 12Vi Pfg. Bohnen lange, per Pfd. 16 Pfg., bei 5 Pfd. 14 Pfg. Riesenerbsen ungeschält, per Pfd. 14 Pfg., bei 5 Pfd. 13 Pfg. Sago (Perl), per Pfd. 22 Pfg., bei 5 Pfd. 20 Pfg. Sago (Tapioca), pr. Pfd. 26 Pfg., bei 5 Pfd. 24 Pfg. Mehl O(’O per Pfd. 16 Pfg., bei 10 Pfd. 14i/> Pfg. Brot 4 Pfd. schwer 39 Pfg. Gutes und billiges Kaufhaus für Lebensmittel. Bei größerer Abnahme Extra-Preisermäßigung. 891 Mittwoch den 1. Ieöruar, nachmittags 2 Uhr, werden im Vieker'schen Saale versteigert: Sofas, Kommoden, Kleidersckränke, 2 vollst. Betten, 1 ovaler Tisch, 1 Waschtisch, 1 Regulator, 1 Nähmaschine, 1 Ausziehtisch, 1 Schreibtisch, 1 Linoleumteppich, 1 Sofa mit 6 Stühlen und 2 Sesseln, 1 Büffet in Eicken, 1 Eßtisch mit 6 Stühlen in Eicken, 1 Damen-Fahrrad, 1 Hobelbank, 1 Partie Werkholz, 1 Partie Schuhwaren u. a. Die Versteigerung wird voraussichtlich teilweise bestimmt stattfinden. 984 Geißler, Gerichtsvollzieher. Neuheiten in DaManischuheii Bekanntmachung. Nach Beschluß des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Gießen soll der Bezug von Thomasphosphatmehl und Kainit durch den landwirtschaftlichen Bezirksverein, jedoch ohne jegliche Garantieleistung durch den Verein, vermittelt werden. Es wird dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht: 1) daß bei Bestellungen von Mitgliedern des landwirtschaftlichen Bezirksvereins, die den Betrag von 40 Mk. nicht übersteigen, die Kosten des Transports der künstlichen Dünger per Bahn bis Gießen, Grünberg, Hungen, Lollar, Lang-Göns auf die Bezirksvereinskaffe übernommen werden; 2) daß Bestellungen von Landwirten, welche nicht Mitglieder des landwirtschaftlichen Bezirksvereins sind, ebenfalls ausgeführt werden. Dieselben haben aber, wenn sie nicht vorher noch Mitglieder des landwirtschaftlichen Bezirksvereins werden und sich zu diesem Behufe bei dem Unterzeichneten anmelden sollten, den vollen Kostenbetrag für Ausführung ihrer Bestellungen zu vergüten; 3) daß zur Ausführung der Bestellungen zc. eine Kommission gebildet werden wird; 4) daß Bestellungen bei dem Unterzeichneten bis längstens 15. Februar 1899 einzureichen sind; 5) daß die Zahlung des Düngers bei Empfang der Ware alsbald zu erfolgen hat. Kaffee fteis frisck gebrannt u. gutschmeckend v. 80 Pfg. an Thee (Pecco) in schöner Ware v 2 Mk. an Malzkaffee (Cofal per Pfund 20 Pfennig. Bruch-Sckokolade per Pfund 95 Pfennig AmlMMiWwlM für Kreis iinii AM WM Seilage ;um Gießener Anzeiger (General-Anzeiger). Seifempulve^ gibt blendend weisse , Wäsche. Unübertreffliches । g?Wasch- undl Bleichmittel. I jalAllein echt mit Namen L M Dr. Thompson j u. Schutzmarke SCHWAN.ff Wl Vorsicht W/ vor Nachahmungen! I U Ueberall käuflich. 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I. 1583 folgendes Ortsbaustatut erlassen: Auf beiden Setten des auf die Kreisstraße Watzenborn-Steinberg aufstoßenden Friedhofs hat — auf der nördlichen Seite dieser Straße — is ein Streifen von einer Breite von 25 Meter unbebaut zu bleiben. 8 2. Die Bebauung der Kreisstraße Watzenborn-Steinberg soll nur in der Leise erfolgen daß die einzelnen Hofraithen direkt aneinander sich reihen. Mit Rücksicht hierauf und auf Art. 26 Abs. 2 der Allgemeinen Bauordnung wird die Gemeinde an dieser Straße das für die Bauplätze an derselben erforderliche Gelände erwerben und den Baulustigen nach Bedürfnis zum Selbstkostenpreis überlassen. § 3. Außerhalb der im Ortsbauplan festgesetzten Baufluchtlinien dürfen Gebäude nicht errichtet werden. Gießen, den 28. Januar 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Mkrtimpachtung. 5 Die dem Fürstlichen Hause Solms- IllflP R in den Gemarkungen Oberhörgern jl H’ W Eberstadt zustehende Wetter- f.LV; »iteifoa Tumstag de» 4. Februar, ' /«chwittags präeis » Uhr, | ltliW „ « bet Restauration Kalbfleisch in 1943 . i.m >■> *w> « Großer Maskenball Ä mit Le» farbeuprächtiBrn Criippeuanfführungen. I in 10896 Grosser L\ Eilree-Mashhal ?om Sellen armer Waisen 39i 935 Der Vorstand. a- 288 Procenr 1887 485 K unk. b. 1907 102.00 dlo. Ortsgewerbcverein 4 265 »rief SO Bmeric. 4.17 «o -Nctien -?6 60 i- und Stembnidrrei (Prklsch Erdeu, *u 3it verknusen Verschiedenes ereilte 8 rs 8 8 8 8 8 8 8 8 100.20 99.00 4 4 « »rief 16.21 20.40 4.21 100.80 100.70 24 31 99.96 61.70 I < 101.60 92.80 99.85 000.00 000.00 99.00 100 JO 100.# iuo.61 ®e(b 81 10 169.85 4.18*, Gictzen. Heute, Dienstag: Adendeourfer 156 20 | Osftnrr. -9fct***Tf SpeziatgeschLst für Seifen, Lichter und Parfümerie, Schulstrafte 5. , fertigen Denkmälern. Granit, Syenit, Marmor, Sandstein. Aelsen-Denkmäler, 50 Zeichnungen Mk. 4.50. Auterricht im Zeichnen Sonntags von 9—12 Uhr. 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