Drittes Blatt Sonntag den 1. Januar 1899 Gießener Anzeiger Heneral-Mnzeiger Aezugspreks vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. inonatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-Bermittlungsstcllen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich mir Ausnahme des Montags. Die Gießener Kamilienvkätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Amts- unb Anzeigeblatt für den Tlveis Gieszen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schutstraße Wr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Klätter für hessische DotbsKunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Wl. Gießen, den 29. Dezember 1898. Betr.: Die Aufstellung der Gemeindevoranschläge für 1899/1900. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großherzogl. Bürgermeistereien der Land- gemeinden des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit der Einsendung der Gemeindevoranschläge für 1899/1900 im Rückstände sind, werden an alsbaldige Vorlage derselben erinnert. v. Bechtold. Bekanntmachung. In letzter Zeit ist bei uns darüber Klage geführt worden, daß die an den Plakattafelu und Säulen oft erst kurz vorher angeklebten Plakate sehr häufig in rücksichtsloser Weise abgerissen werden. Wir nehmen daher Anlaß, die in dem nachstehend ab« gedruckten Lokalpolizei Reglement enthaltenen Bestimmungen, insbesondere diejenige tn § 4 desselben mit dem Ansügen in Erinnerung zu bringen, daß die Schutzmannschaft angewiesen worden ist, jede Beschädigung oder Beschmutzung der AnschlagS- tafeln und Säulen, sowie das widerrechtliche Abreißen der Plakate uunachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 29. Dezember 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Lokal-PottzeiReglement, betr.: Den öffentlichen Z ttelanschlag in drr Stadt Gießen. Nach Anhörung der Stadtverordneten-Bersammlung wird mit Genehmigung Grobherzoglichen Ministeriums vom 9. Sep- tember l. I». zu Nr. M 1.25073 für den Bezirk der Stadt Gießen verordnet wie folgt: § 1. Bekanntmachungen, gewerbliche Anzeigen, öffentliche Ankündigungen, insbesondere von Belustigungen, Versammlungen und Aufführungen, soweit dieselben nicht den öffentlichen Ver kehrSinteressm dienen, dürfen innerhalb der Stadt Gießen und deren Gemarkung, vorbchältlich der Ausnahmebestimmungen im § 2 und § 3, nur an den von der Stadt Gießen errichteten Anschlagssäulen und angebrachten Tafeln angeschlagen werden und zwar nur durch die seitens Großherzoglicher Bürgermeisterei Gießen dazu berechtigten Personen. Diese bedürfen hierzu der Erlaubnis Großherzoglichen Polizeiamts Gießen und haben einen auf Namen lautenden, von Großherzoglichem Polizeiamt Gießen auszustellenden, Legiti- mattonsschein bet sich zu führen. § 2. Im übrigen ist die Anbringung der in § 1 erwähnten Bekanntmachungen rc. nur mit Zustimmung des EigenfhümerS des betr. Gebäudes rc. und unter der Voraussetzung zulässig, daß die Plakate auf einer, von Großherzoglichem Polizeiamt Gießen hierzu für geeignet erklärten Anschlagstafel befestigt werden. § 3. Die Bestimmungen der §§ 1 und 2 beziehen sich nicht auf Bekanntmachungen, welche von Grundstückseiqenthümern ober Mietern ausschließlich in ihrem Privatinteresse an ihren eigenen Grundstücken, Häusern oder Mietsräumcn ausgehängt oder angeschlagen werden. S 4. Zuwiderhandlungen gegen obige Bestimmungen sowie absichtliche Beschädigung, Beschmutzung und widerrechtliche Benutzung der Anschlagstafeln und Säulen, Abreißen von Anschlägen von denselben, werden unbeschadet höherer allgemeiner Strafbestimmungen mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mk. bestraft. S 6. Vorstehendes Lokal - Polizei - Reglement tritt am 15. Oktober l. Js. in Kraft. Gießen, am 6. Oktober 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Politischer Rückblick. Am heutigen Neujahrstage an dieser Stelle unsere gewohnte Wochenschau zu bringen, genügt uns nicht, sondern der Tag drängt, einen Blick zu werfen, auf die hauptsächlichsten politischen Ereignisse des Vorjahres. Selbstverständlich kann aus der Fülle nur ein kleiner Teil heute herausgegriffen werden. Bleiben wir zunächst in unserem deutschen Vaterlande. Trotz aller in kurzen Zwischenräumen sich wiederholenden Meldungen vom beabsichtigten Rücktritt des deutschen Reichskanzlers, steht Fürst Hohenlohe noch immer an der Spitze der Reichs- und preußischen Verwaltung, und erst in den letzten Tagen ist von neuem bekundet worden, daß seine Stellung unerschüttert ist. Im übrigen hat die Reichsregierung durch den Eintritt neuer Männer eine nicht unerhebliche Kräftigung erfahren, wie insbesondere aus dem Gang der Verhandlungen in der letzten Tagungsperiode des verflossenen Reichstags zu ersehen war. Die Flottenvorlage wurde mit ziemlich großer Majorität angenommen, ebenso die Artillerievorlage. Die Militärstrafprozeßreform, welche Jahre lang die Gemüter auf's höchste bewegte, und verschiedentlich zu Reichskanzlerkrisen-Gerüchten Anlaß gegeben hatte, fand im Laufe dieses Jahres ihre Erledigung, und auch die Differenzen mit Bayern sind durch das persönliche Eingreifen des Kaisers beigelegt worden. Viel Staub hat der „Fall Lippe" aufgewirbelt, der bekanntlich noch immer in der Schwebe ist, und nunmehr dazu beigetragen hat, das Kapitel von der „Reichsverdrossenheit" wieder interessant zu machen. Die Palästinafahrt des Kaiserpaares bleibt eines der bemerkenswertesten Ereignisse des letzten Jahres; hoffentlich erfüllen sich alle auf diese Reise gesetzten Erwartungen in reichstem Maße! Zum Schluffe des Jahres hat noch die Ausweisungspolitik der preußischen Regierung viel von sich reden gemacht. Diese Politik hatte zu der drohenden Sprache des österreichischen Ministerpräsidenten im Wiener Abgeordnetenhause Anlaß gegeben, die zu einer Entfremdung der beiden verbündeten Regierungen geführt hatte. Das Gleichgewicht ist jetzt glücklicherweise wiederhergestellt, nicht aber die Erregung der deutschen Presse über die Ausweisungen dänischer Unterthanen aus Schleswig-Holstein. Die Erörterungen darüber und über das gegen den Professor Delbrück eingeleitete Disziplinarverfahren füllen noch immer die Spalten der Blätter. Die Neuwahlen haben dem Reichstage kein wesentlich verändertes Aussehen gegeben, auch das preußische Abgeordnetenhaus hat im allgemeinen sein altes Gesicht behalten. Das sogen. Friedensmanifest des Zaren hat großes Aufsehen erregt und ist von allen Seiten willkommen geheißen worden. Freilich hat man seine Bedeutung wohl vielfach überschätzt, wenigstens muß die in Aussicht genommene Konferenz erst zeigen, welche praktischen Folgen das Manifest hat. Nach dem fluchwürdigen Attentate auf die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich tagte in Nom eine Konferenz von Vertretern der Großmächte, in welcher internationale Maßnahmen gegen die Anarchisten beraten wurden. lieber den Verlauf der Verhandlungen ist bisher nichts Positives in die Oeffentlichkeit gedrungen; allzu großen Erwartungen auf einen thatsächlichen Erfolg darf man sich nicht hingeben. In Italien hatte das Kabinet Rudini ausgewirtschaftet, an seine Stelle trat Pellonx. Die revolutionären Vorgänge im Lande, besonders in Mailand, trugen einen sehr ernsten Charakter und gaben zu äußerst scharfen Regierungsmaßnahmen Anlaß, die erst nach und nach wieder gemildert wurden. Die innerpolitischen Kämpfe in Oesterreich haben während des ganzen Jahres angedanert; noch immer haben keine geordneten parlamentarischen Verhältnisse hergestellt werden können, und auch der neue Ministerpräsident Graf Thun scheint unfähig zu sein, die Gegensätze mit einander zu versöhnen. Auch in Ungarn haben sich die Verhältnisse scharf zugespitzt und mit Macht wird an dem Sturze des Barons Banffy gearbeitet. Diese Zustände im Verein mit der tiefen Trauer um die Kaiserin Elisabeth waren die Veranlassung, daß das Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josef fast unbemerkt vorüberging. In Frankreich hat die Dreyfus-Angelegenheit das allgemeine Interesse absorbiert. Das langlebige Kabinet Meline wurde gestürzt und mußte einem Ministerium Brisson weichen, welches nach kurzer Zeit von dem Kabinet Dupuy abgelöst wurde. — Scharfe Gegensätze machten sich zwischen Frankreich und England bezüglich der Besitzfrage am Nil bemerkbar, und man hörte bereits Säbelrasseln, besonders in England. Aber Frankreich spielte den Klügeren und gab nach. England hat übrigens einen weiteren Erfolg durch die Besiegung des Kalifen zu verzeichnen gehabt. Sehr übel hat das verflossene Jahr Spanien mitgespielt, in dem unglücklich geführten Krieg mit den Vereinigten Staaten hat es fast seine ganzen Kolonien eingebüßt. Ueberdies ist die innere Situation sinanziell und politisch so mißlich, daß man es Sagasta wahrlich nicht verdenken kann, wenn er die Flinte ins Korn werfen will. Die Kretafrage hat endlich durch die Berufung des Prinzen Georg von Griechenland zum Statthalter der Insel ihre Lösung gefunden. Schließen wir diese kurze Betrachtung mit einem freundlichen Blick auf das benachbarte Holland, welches in der jetzt großjährig gewordenen Tochter Wilhelms III. eine liebreizende Königin erhalten hat, die angeblich im besten Zuge sein soll, einen europäischen Prinzen mit Herz und Hand zu beglücken. (xx) Humanität im Kriege. Folgendes offene Sendschreiben richtet Friedrich v. Esmarch an die Redaktion der „Deutschen^Revne": W Auf die hochherzige Anregung Seiner Majestät des Kaisers von Rußland wird in nächster Zeit die internationale Friedenskonferenz zusammentreten. Nach den Schlußworten der kaiserlichen Denkschrift vom 24. August 1898 „würde diese Konferenz mit Gottes Hilfe ein günstiges Vorzeichen des kommenden Jahrhunderts sein. Sie würde in einem mächtigen Bündel die Bestrebungen aller Staaten vereinigen, welche aufrichtig bemüht sind, den großen Gedanken des Weltfriedens triumphiren zu lassen über die Elemente des Unfriedens und der Zwietracht. Sie würde zugleich ihr Zusammengehen besiegeln durch eine solidarische Weihe der Prinzipien des Rechts und der Gerechtigkeit, auf denen die Sicherheit der Staaten und die Wohlfahrt der Völker beruht." Die Zukunft muß lehren, wie weit sich die edlen Absichten des russischen Kaisers, denen sich Seine Majestät unser allergnädigster Kaiser mit vollem Herzen angeschlossen hat, werden verwirklichen lassen. Daß schon in absehbarer Zeit die Kriege aufhören werden, wagt wohl niemand zu hoffen. Zu groß sind noch die Gegensätze der Nationalitäten, und zu groß noch die vermeintlich oder wirklich sich widerstreitenden Interessen der Völker. Früher oder später werden wir wahrscheinlich den Krieg wieder sehen, mit seinen Schrecken, mit allem Leid und Elend, das er notwendig im Gefolge hat. Einstweilen muß der Menschenfreund sich darauf beschränken, fort und fort dafür zu wirken, daß wenigstens die Grausamkeit des Krieges möglichst vermindert werde. Es muß erhofft und erstrebt werden, daß die Grundsätze des Völkerrechts, über welche im wesentlichen unter den zivilisirten Nationen eine verschiedene Meinung nicht besteht, auch immer mehr in das Rechtsbewußtsein der Einzelnen eingehen und so nach den Worten des edlen Bluntschli, in den Gemütern und auf die Sitten eine Autorität ausüben, welche auch im Kriegsfall sinnlichen Begierden einen Zügel anlegt und die Barbarei überwindet. Vor allen andern haben dann wir Aerzte, und besonders die unter uns, die die Schrecken des Krieges aus Erfahrung kennen, unsere Bestrebungen daraus zu richten, daß die Vorbereitungen für die Pflege der Verwundeten und Kranken eines künftigen Krieges immer vollständiger und umfassender schon im Frieden getroffen werden. Aus diesem Gebiete ist ja unendlich vieles besser geworden, als es noch vor vierzig Jahren war. Wir haben ein großes, vorzüglich geschultes Aerztepersonal, wir haben eine Menge geschulter Hilfskräfte zur Verfügung. Wir haben vor allem die Genfer Konvention. In einem künftigen Kriege — das dürfen wir annehmen — werden sich niemals Szenen abspielen, wie sie Reil am 25. Oktober 1813, sieben Tage nach der Schlacht bei Leipzig, sah, oder Dunant auf dem Schlachtfelde von Solferino — Szenen, die heute noch beim bloßen Lesen Schaudern und Entsetzen Hervorrufen. Aber wir dürfen uns nicht verhehlen, daß die Zahl der Verwundeten künftig infolge der Wirkung des Schnellfeuers eine ungewöhnlich große sein wird, daß es deshalb für Aerzte und Krankenträger unmöglich sein wird, alle zu versorgen, ganz abgesehen davon, daß jene selbst dem verheerenden Feuer ausgesetzt sind. Andererseits ist zu erwarten, daß viele Wunden der modernen Geschosse häufiger als früher Anfangsgeschwindigkeit sehr rasch abnimmt und schon 600 Meter nur noch die Hälfte beträgt. Er kommt zu der die als die auf dem Schlüsse: die Bleispitzgeschosse sind auf nahe Entfernungen eine übermäßig grausame, auf weite Entfernungen aber weniger wirksame Waffe als die Vollmantelgeschosse. Die Verwendung solcher Geschosse mag vielleicht entschuldbar sein im Kampfe gegen fanatische Barbaren, die, unbekannt mit den Regeln des Völkerrechts, keine Schonung üben und keine erwarten, die, wie jüngst in Aegypten, selbst verwundet und scheinbar hilflos am Boden liegend, den Feind noch hinterrücks angreifen; es wäre aufs Tiefste zu beklagen, wenn so grausame Zerstörungsmittel in europäischen Kriegen jemals zur Anwendung kommen sollten. Es mag bisweilen vorkommen, daß ein von einem Mantelgeschoß getroffener Soldat trotzdem noch weiter vorwärtsstürmt, während er, von einem Bleispitzgeschoß getroffen, allerdings zusammengebrochen sein würde. Solche Fälle können nicht ausreichen, ein Geschoß, das den Zweck, den Gegner kampfunfähig zu machen, in der weit überwiegenden Mehrzahl der Fälle erreicht, aufzugeben gegen ein anderes, das ihn regelmäßig verstümmelt. Es würde dies auch wahrlich nicht den Traditionen dieses Jahrhunderts entsprechen, das in dem Kampfe der Humanität gegen die Schrecken des Krieges so Großes im Vergleich zu allen früheren Jahrhunderten erreicht hat. ...... Schon einmal, im Jahre 1868, hat eine m Petersburg tagende internationale Konferenz die Menschheit geehrt, als sie durch internationale Konvention die Verwendung von Explosivgeschossen unter 400 Gramm Gewicht verbot. Und diese Konvention ist von den betheiligten Nationen unverbrüchlich gehalten worden. r r „ . , Wenn die Friedenskonferenz von 1899 ebenfalls durch internationale Konvention festsetzte, daß nur solche kleinkalibrige Bleigeschosse verwendet werden dürfen, welche entweder ganz oder mindestens an der Spitze mit einem Mantel aus hartem Metall versehen sind, so würde, deucht uns, eine solche Festsetzung ganz den edlen Absichten des erhabenen Ein- berufers und ganz den einmüthigen Sympathien entsprechen, denen der Gedanke des Zaren in der ganzen zivilisirten Welt begegnet ist. Und wenn die Vertreter der Mächte, der größeren wie der kleineren, in deren Hand es gelegt ist, unsrer Stimme Gehör leihen, wenn sie dahin wirken wollten, daß der verwundete Soldat in jedem Falle sogleich einen schützenden Verband erhält, wenn sie ferner dahin wirken wollten, daß die Unverletzlichkeit des Rothen Kreuzes jedem Soldaten in Fleisch und Blut übergehe, dann wird vielleicht die Konferenz des Jahres 1899 nicht den Erfolg haben, die Kriege überhaupt zu verhüten, aber trotzdem einen wichtigen Markstein bilden in der Geschichte der Humanitären Bestrebungen der Völker. Kiel, 10. Dezember 1898. Bruns weist dann darauf hin, daß die Wirkung der Bleispitzgeschosse sich sofort im Ziel erschöpft, infolge ' Deformirung und Zerteilung des Geschosses, daß also Durchschlagskraft der Bleispitzgeschosse weit geringer ist die der Vollmantelgeschosse, während andererseits Vermischtes. * Oberstlieutenant a. D. v. Egidy ist, wie bereits gemeldet, am 29. Dezember in Potsdam gestorben. Christof Moritz v. Egidy ist am 29. August 1847 in Mainz geboren und verfolgte eine militärische Laufbahn theils in preußischen, theils in sächsischen Diensten; er hat als preußischer Offizier den Feldzug von 1866, als sächsischer den von 1870/71 mitgemacht. Verabschiedet im Jahre 1890 widmete er sich der Schriftstelleret, und erregte sogleich durch sein erstes Werk, die „Ernsten Gedanken" ein ungewöhnliches Aufsehen. Eine beinahe leidenschaftliche Ueberzeugungstreue und eine von der edelsten Gesinnung getragene Neigung, eine sittliche und materielle Besierung der Menschen anzubahnen, lag seiner ganzen späteren Thätigkeit, die vielfach die Oeffentlichkett beschäftigte, zu Grunde. Leider wurden seine wohlmeinenden Bestrebungen beeinträchtigt durch eine gewisse Unklarheit und Verschwommenheit des Denkens; die Jrrthümer und Unge nauigkeiten seiner ersten Broschüre wurden am schlagendsten nachgewiesen in der vom Lio. W. Bornemann verfaßten Gegenschrift „Bittere Wahrheiten" (Göttingen 1891). In den letzten Jahren seines Lebens entfaltete Egidy eine sehr rege schriftstellerische und agitatorische Thätigkeit, der jedoch äußere und insbesondere auch tiefergehende innere Erfolge versagt geblieben find. Mit ihm scheidet ein Mann von lauterem, ehrlichem Charakter, ernstem Wollen und echter Menschenliebe, eine in dem geistigen Ringen und Kämpfen res ausgehenden Jahrhunderts vielgenannte Persönlichkeit, ein tapferer und unermüdlicher, wenn auch nicht erfolgreicher Streiter aus dem Leben. * Eine Zusammenkunft auf dem Brocken veranstalten alle Jahre am 1. Weihnachtsfeiertage verschiedene Herren aus Berlin, Potsdam, Magdeburg u. s. w., die sich dort zu einem „Verein zur Beschaffung von Liederbüchern auf dem Brocken" zusammengethau haben. Vor einigen Jahren hatten sie sich zufällig am 1. Weihnachtstage auf dem Brocken, wohin sie der eigenartige Reiz der Winter- andschast lockte, zusammengefunden. Bald herrschte die röhlichste Stimmung, aber es fehlte an Liederbüchern, und o wurde dann der erwähnte „Verein" begründet, der seit- ;em mehrfachen Zuwachs erfahren hat. Eine Anzahl von Liederbüchern, die der Vorsitzende, Direktor der meteorologischen Anstalt auf dem Brocken, Dr. Stade, in Verwahrung hat, ist beschafft worden. Zum ersten Weihnachtstage spendet ein Brauereibesitzer aus Potsdam gewöhnlich ;as edle Naß. Diesmal hatten sich 18 Mitglieder eingefunden, darunter sogar ein Herr aus München. Der „Aufstieg" war diesmal bequemer, als sonst, da am ersten Weihnachts-Feiertage schon die neue Brockenbahn von Wernigerode jer eröffnet war. Mit ihr fuhren im Ganzen etwa 200 Personen auf den Brocken, kehrten aber meistens an dem- elben Tage schon mit der Bahn zurück. Die Temperatur auf dem Brocken war 7 Grad unter 0, das Bild der Schnee- andschaft großartig. * Die deutsche Schule in Johannesburg steht seit 1. August . Js. unter der Leuung eines früheren Hamburger Lehrers, des Herrn Dr. G. Weidner. Sie wird von der deutschen Gemeinde unterhalten, der Staat zihlt aber, da Holländisch vorgeschriebener Unterrichtsgegenstand ist, für jeden Schüler 80 Mk. Zuschuß. Die „Südafrikan. Ztg." berichtet über sie olgendes: Nachdem vom 26. bis 28. September die erste Besichtigung durch den Inspektor Neuwenhuize stattgefunden hatte, ist vor kurzem der amtliche Bericht darüber eingegangen. Er äußert sich folgendermaßen: „Das Schulgebäude, in einem der gesundesten und schönsten Theile der Stadt gelegen, kann als ein Muster für Schulanlagen dienen. Die Schulmöbel sind gut, die Lehrmittel vortrefflich. Lesemaschin-n, verbesserte Rechenmaschinen, vollständige Sammlungen von Bildern für den Anschauungsunterricht die biblische und die Weltgeschichte, die neueren Karten, anatomische und naturkundliche Präparate sowie physikalische und chemische Apparate, alles zeugt von der Sorgfalt und der Kenntnis, mit welcher die Hilfsmittel zusammengebracht sind, um den Unterricht so gründlich als möglich zu machen." Von den 165 Kindern der Anstalt waren zur Zeit dec Inspektion 16 abwesend, 25 waren weniger als drei Monate auf der Schule, zwölf waren Kinder von holländisch sprechenden Eltern, sodaß 102 für die Zulassung zu dem von btin Staat gewährten Zuschuß in Betracht kamen. Die Leistungen sämmtlicher Schüler im Holländischen waren einen guten Verlauf nehmen, wenn sie rechtzeitig und zweckmäßig verbunden werden. „ Es wäre deshalb zu wünschen, daß alle Soldaten sowohl Unterricht in der ersten Hilfe erhielten, als auch mit dem notwendigsten, aber ausreichenden Verbandsmaterial ausgerüstet würden. . ~ L . . . . — , Ebenso wichtig ist aber die Forderung, daß jeder Soldat über die Bedeutung des Roten Kreuzes unterrichtet werde. Es sollte sich nicht wieder ereignen, wie es zum Beispiel im letzten französischen Kriege nach der Räumung von Orleans geschehen ist, daß deutsche Aerzte und Verwundete, die im Vertrauen auf die Genfer Konvention zurückgeblieben waren, als Kriegsgefangene behandelt, fortgeführt und mißhandelt wurden. Wir Aerzte in erster Linie haben ferner im Namen der Humanität unsere Stimme zu erheben, wenn die zur Anwendung kommenden Waffen und Geschosse über den Zweck hinaus, den Gegner kampfunfähig zu machen, daraus ausgehen, ihn zu verstümmeln. Die Befürchtung, daß letzteres geschehen könne, ist durch die neue Handfeuerwaffe nahe gerückt. Die jetzt bei fast allen europäischen Nationen eingeführten kleinkalibrigen 'Gewehre haben eine sehr hohe Anfangsgeschwindigkeit (640 Meter). Das dazu gehörige Projektil ist ein mit einem harten Metallmantel versehenes Bleigeschoß. Bei Verwendung solcher Projektile ist die Durchschlagskraft des Geschosses eine bedeutende; noch auf 3000 Meter Entfernung können drei bis vier hintereinander befindliche menschliche Körper glatt davon durchbohrt werden. Anders, wenn der Metallmantel an der Spitze entfernt wird. Dann wirkt die hochgesteigerte lebendige Kraft und die Deformierung des kleinkalibrigen Bleispitzgeschosses zusammen, und das Resultat ist eine furchtbare Sprengwirkung in den harten und ganz besonders in den weichen Körpergeweben. Solche Geschosse, die sogenannten Dum Dum-Kugeln (nach der Staatsfabrik Dum Dum bei Kalkutta), haben die englischen Truppen in ihrem jüngsten Kriege in Tschitral gegen die indischen Grenzstämme angewandt und „wahrhaft grausame Wunden" damit erzeugt, so daß die Geschosse, wie der englische Chirurg Davis meint, „in einem europäischen Kriege höchst wahrscheinlich verboten würden". Die englischen Soldaten hatten nämlich vorher die Erfahrung gemacht, daß mancher von einem Vollmantelgeschoß durchbohrte Feind noch im Stande war, weiterzustürmen. Auch in Egypten wurden nach Hamilton ähnliche Projektile hergestellt. Angeregt durch diese Berichte, hat Professor Bruns in Tübingen zahlreiche Versuche an Leichen mit dem Bleispitzgeschoß gemacht. Die auf diese Weise hervorgerufenen Verletzungen übertrafen die schlimmsten Erwartungen. Bruns fand, daß die aus kleinkalibrigem Gewehre geschleuderten Bleispitzgeschoffe bei Nahschüssen bis auf 200 Meter Entfernung Verletzungen machten, die schwerer sind, als alle bisherigen Gewehrschußwunden: immer war eine abnorm große, unregelmäßige Ausschußöffnung vorhanden, immer eine ausgedehnte Zertrümmerungshöhle in den Muskeln bis zu Faustgröße und eine Zersplitterung des Knochens in zahllose kleine Splitter, so daß oft ein beträchtlicher Defekt des Knochens bestand. Auf ganz nahe Entfernungen (25 bis 50 Meter) beschossen, zeigten sich Weichtheile und Knochen in weiter Strecke zerrissen, zertrümmert und zersplittert; dazu waren große Gewebspartien herausgeschlagen mib nach außen geschleudert, so daß die Glieder oft nur noch durch Hautstreifen und einzelne Sehnen zusammenhingen. Die Ausschußwunde stellte sich als enormer Defekt in der Haut und den Muskeln dar. Die Muskeln fanden sich namentlich in der Ausschußstrecke zertrümmert, zerfetzt und in großen Stücken defekt, die Gefäßstämme meist zerrissen. Noch auf eine Entfernung von 400 Metern war eine spezifische Wirkung des Bleispitzgeschosses zu erkennen; die hervorgebrachten Verletzungen waren entschieden schwerer als die der Mantelgeschosse bei gleicher Entfernung. Bei 600 Metern war die spezifische Wirkung nicht mehr konstant. Die Grenze würde also etwa bei 500 Meter anzunehmen fein. Es liegt auf der Hand, daß die konservative Chirurgie, so erfolgreich in den letzten fünfzig Jahren gerade bei Schußwunden, bei solchen Verletzungen machtlos sein würde. Es würde nichts übrig bleiben, als den Verwundeten, wenn er nicht infolge der ausgedehnten Weichteilverletzungen vorher verblutet sein sollte, zu amputiren. so, daß ihnen der Zuschuß zuerkannt wurde. Erwähnt fei noch, daß durch die Freigebigkeit eine» Bürgers der Grund zu einer Schulbibliothek gelegt worden ist. Es wäre höchst wünschenswert, daß Gönner der Schule diesem Beispiele folgten und wissenschaftliche und literarische Werke der Anstalt überwiesen, damit die deutsche Schule auch nach dieser Seite hin den Anforderungen gerecht werden kann, die man an eine höhere Unterrichtranftalt zu stellen berechtigt ist. Auch die Schülerbibliothek befindet sich noch in den ersten Anfängen und harrt ihrer Erweiterung sowohl durch deutsche wie holländische und englische Juaendsch,iften. * In China geht die Fürsorge der Regierung so weit, daß sogar das Anlegen der Winterkleider befohlen wird. Vor einigen Wochen hat der Kaiser das Edikt erlassen, daß er die Anlegung der Winterkleider befiehlt. Für das ganze Reich, das alle Arten des Klimas, vom hochnordischen bis zum tropischen, umfaßt, wird es Winter an dem Tage, der dem Kaiser beliebt. Sobald Seine Majestät in Peking findet, daß der Nordwind ihm frisch um die erlauchte Nasenspitze streicht, haben alle 400 Millionen Unter» thanen gleichfalls zu frieren und sich in warme Gewänder zu hüllen. Auch die Leute im Süden, in Kanton beispielsweise, müssen, obgleich die Sommerhitze fortdauert, in Winterkleidung einhergehen, weil der Kaiser befohlen hat, daß es kalt ist. In derselben Weise wird durch kaiserliche Verordnung der Anfang des Sommers festgesetzt. * Ein weiblicher Blaubart. Die 60 Jahre alte Frau Luka Johnston in Percy, Oklahoma-Territorium (Vereinigte Staaten), ist angeklagt, die sechs Ehemänner, die sie gehabt hat, ermordet zu haben. Die Leichen der beiden letzten Ehemänner wurden ausgegraben und obduziert. Bei beiden war die Leber so mit Arsenik angefüllt, daß sie vollständig erhalten war. Landwirtschaftliche Winke u. Ratschläge. △ Aus Oberhefferr. Ende Dezember. Landwirtschaftliche Rückschau aus das Jahr 1898. Ein Jahr und mehr ist vergangen, fett wir uns auf dem Gebiete der Landwirtschaft nicht mehr geüh.n und uns über wichtige Fragen unterhalten und gesprochen haben. Zett urb Umstände batten alle.lei Hindernisse gebracht. Diese sind veseittgt, wtr wollen darum von Zett zu Zen wieder einige Mitteilungen bringen. Der Raum, der heute zur Verfügung steht, möge einem Rückblick auf daS zu Ende gehende Jahr 1898 gewidmet sein. Kein Mensch konnte ahnen, daß daS Jahr 1898 so seltsame Sprünge machen würde, wie es tbatsächttch oorkam. Im Wnter- monat Januar fanden wir Schlüsselblumen und Veilchen tm Freien und mußten dasür im Wonnemonat Mat dte Deien Heizen. Vom 1. Januar bis 15. Jult hatten wtr mit geringen Pausen Regen und alle Welt klagte und sprach die Befürchtung aus: Wtr werden etn Mthjohr bekommen. Statt dessen brfamen wtr eine Ernte an Getreide, Klee, Heu und Wurzelgewächsen, wie sie seit Menschengedenken noch nicht gesehen worden war und was weiter das schöne dabet war: wir bekamen immer zur rechten Zett gute Witterung, so daß wtr den Segen auch gut unter Dach und in Keller bringen konnten. Zwei Sachen mißrieten in Oberh>ssen: Obst und Grün- düngungSpflanzen, aber sie sind nicht von großer Wichtigkeit. Für den Bauer ist aber noch besonders werlhooll, wenn er seine Aussaaten richtig beft-llen fann. Diese Bedingung hat der vergangene Herbst in glänzender Weise erfüllt. Vom 21. September bis zum 20. Dezember batten wir teils warm und trocken, teils mild und feucht. Dte Herbstarbeiten konnten gut gethan werden, dte Körnerfrüchte gingen schön auf und stehen fast überall vortrefflich, nur da, wo dte Schnecken schadeten, sind Lücken. Dte Pflugardeiten sind in manchen Gemarkungen bis auf dte letzte Furche geleistet worden, am 20. Dezember fab Schreiber dieser Zeilen noch Stoppeln stürzen. Bis in den hohen Vogelsberg hinauf gab es eine treffliche Ernte und ebenso konnten die Herbstbestellungen gut besorgt werden. Das Jahr 1898 brachte uns das silberne Jubiläum der hessischen landwirtschaftlichen Genofsenfchaften. Was in dieser Branche bet uns geleistet wird, hat uns bis jetzt kein anderes Land, weder in Deutschland, noch in Europa nachgemacht. Dte Segnungen und Vortetle des Genossenschaftswesens sind so offensichtlich, daß man sie mit der Hand greifen kann, doch der Bauer von altem Zuschnitt steht der ausg-zeichneten Einrichtung halsstarrig und stetfnackig gegenüber. Man höit k'agen und lamentieren, dte Leute schimpfen und räsonnteren über schlechte Zetten, über zu hohe Steuern, vermögen aber nicht etnzusehen, daß es vorzugsweise an ihnen selbst liegt, wenn es nicht besser wird. Wtr haben schon vor 10 Jahren an dieser Stelle darauf hingewtesen, daß das beste dte Selbsthtlfe beim Bauer und beim Handwerker ist. Hilf dir selbst, o hilft dir Gott! sagt ein gut deutsches Sprichwort und wenn dieses beachtet wird, gelangt das andere zur vollen Geltung: Bet und arbeit, so hilft Gott allezeit! Seit mehr als 20 Jahren wiikt der Einsender durch Schrift und Wort für dte soeben ausgesprochenen Ideen, er findet aber nach- wie vor, daß dte Kleinbauern und Handwerker, denen das Gtnossen- schaflswesen zu unendlichem Vorteile gereichen müßte, der Sache am lässigsten und trägsten gegenüberstehen. Wenn Vorträge gehalten werden, gehen sie nicht herbei, sondern drücken sich lieber anderwärts herum, oder, wenn sie doch herbeigehen, stellen ste Behauptungen auf, die den Erfahrungen widersprechen. Bei dem Handwerkerstände sieht es noch ungünstiger In genossenschaftlicher Hinsicht aus, als bei den Landwirten. Erst seit vorigem Jahre hat man das gewerbliche Genossenschaftswesen unter die Vorträge ausgenommen, die im Wintersemester in den Gewerbeveretnen gehalten werden. Landwirt- chaft und Handwerk berühren sich auf dem Lande tagtäglich und darum sollte in diesen Kreisen ganz besor ders für Selbsthilfe gewirkt werden. Erst wenn es noch schlechter wird, als seither, weiden den Leuten die Augen aufgehen. Auch für dte berufliche Ausbildung der jungen Landwirte und Handwerker muß noch viel mehr gethan werden, als seither geschehen ist. Wenn man diej ntgen Landbewohner hört, die in btt ersten Hälfte des zu Ende gehenden Jahrhunderts die Volksschule besuchten, o begegnet man eigenartigen Ansichten: sie glauben, die Wett sei »ereits so ge cheidt geworden, daß ste überschnappen müßte, wenn das o weiter ginge und doch stehen wir erst am Anfang aller Erkenntnisse und Wlffenschaften. Dem Schreiber dieser Zeilen kam kürzlich der Fall vor, daß ein Vater seinen Jungen hauen wollte, weil letzterer agte: es gebe jetzt 60 und mehr Elemente, während der Vater behauptete: Feuer, Waffer, Lust und Erde wären die vier richtigen Elemente, alles andere wäre Schwindel und Faselei. Allenfalls könne man noch ein Hektoliter Zehnmarkstücke als gutes Element gelten lassen und wer das nicht glaube, der sei ein Eulensoiegell Wer einigermaßen etwas von unserer jetzigen W ltlage versteht, der ist der Ansicht, daß wir großen Aenderungen in Kunst, Wissenschaft, Landwirischaft und Industrie entgegen gehen. Das muß sich auch der Bauer klar machen und sein Teil dazu beitragen, daß er in einem Berufe nicht als beschränkter Kopf dasteht. Er ist es feinen Kindern schuldig, sie richtig vor- und auSbilden zu lassen, daS ist in vielen Fällen mehr wert, als etliche Morgen Aecker und Wiesen. Hiermit wollen wir für diesmal schließen und dem freundlichen Leser noch ein glückliches, fröhliches Neujahr wünfchen! Mäusburg 3 113 110 r an Bauer Gustav Sack und Frau 112 Familie Albold, )um Gambriuiis 100 Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten wollen . Der luf baß heilsame Wnier- i freien z. Dom frnie an Mni-dm- >as Wnt ttung, Io ife an n vor ilnftrra werfen fiunbtn und Frruodku dir freßen SISLwSaschk mm ntntn Jahr. Si'thru, dku 31. ßtjttnbtr 1898. Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten die herrlichsten Gliickwnnschk;nin Jahreswechsel! g Unserer werten Kundschaft, sowie allen Bekannten sendet die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel 123 Familie Friedrich Magnus. Georg Möhl, Sofuietzger, und Frau. Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahre! Hermann Euler nnd Fran, die herMßcu Kiüljmnschk zum Jahreswechsel I zum neuen Jahre senden ihrer geschätzten Kundschaft, verehrlichen Nachbarschaft, Freunden und Bekannten Adolf Lenbard und Fran 94 Frankfurterstraße. Heinrich Elges und Frau Restaurant Royal. Unserer werten Kundschaft und Bekannten Herzlichsten Glückwunsch zum Jahreswechsel! Heinrich Plank und Frau Steiustraste (Ecke Dammstraße). Wilhelm Haas und Frau Bleichstrasse 18. Unseren werten Kunden und Freunden die Herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre ! < 91 Zur Teltershöhe. a • die herstichste« g g Glückwünsche g g ?m Jahreswechsel! g g Familie Ossmann. g ®®®®®e®®®®®$ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ v 121 0 0 W 97 X W 141 114 Marktplatz 21. W Li. Sack Wwe. 140 % 120 Freunden und Bekannten 117 □ 0 129 Redaction: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erbend in Gießen K KN8 X 0 0 $ 3 Louis Lenz und Frau Hotel-Restaurant Felsenkeller. zum neuen Jahre! Wilh. Mayer und Frau Restauration zum Aquarium. zum neuen Jahre! Chr. Schmidt II. und Frau. zum Jahreswechsel! Emil Pistor Nachfolger Inhaber: H. Selbst und L. Schussler. H Meiner werten Kund- I schäft und Nachbarschaft | V I I die herzlichsten i pöefcwiMe Anton Koch und Frau. • Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten dieherzlichften Glückwünsche Heinrich Arnold II. und Frau Marktstrafte 28. Der geschätzten Kundschaft und allen Freunden senden herzlichste Glückwünsche Restaurant Kaisergarten. + inm Jahreswechsel. + I Familie Sorger a Jagdschlöftcheu. x zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche. Christian Duill und Frau. M Unseren werten Kunden, Gästen, Verwandten und Be £ j? kannten senden 127 • die herzlichsten Glückwünsche o ♦ zum Jahreswechsel'. < § Heinrich Henkel und Fran. ® Unserer werten Kundschaft, sowie Freunden und Bekannten -ie herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! 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