« «eiltet Mithin '«ietaj, baj ich di- Wl ^rdankage 1 ©arten) tatet e. 3. et}ftje. Glas Vier aus der Aetien« y*i*. 899 ••Ä; 60, für etllh ^Ker-Kneipe .^TerV-rftl,»?' 1 b"E >' * treffende" I öediekmg zu. Eine» geneigtem voller Hochakbtung rieb. Möller. chnOmWM; In!«Ntchhk. haben zur Enthebung von lsendung von Gralulalionskarten l bis jetzt Gaben zugewenteü Ich, Glaserintister. 3. Eteding, Idirector. 5. Kosn, Kaufmann, ergen, Director. 8. Helm, Wetn- eter. 10. Senft, Gainifon-Ber- .cheel, Kaufmann. 12. Melchior rdgertchtsralh. 14. Heichelheim, Ms Wwe. 16. Schraub, W iert Haas und Frau. 19. Henning», lentner, und Frau, 21. Heinrich &eorg M ^britan1, und U SU'rn, Ärchilect, und Frau, ard Krumm, Kaufmann. 27. M- mm, gemmetiiental). 29_ « Uaflauet, art» ebnetet. 33. L P-tn ll, 61* bietet. 36. Sert <**- 42.'8*N*r 448S SgÄSfB nt. 64. C. *^^'57.^ 56. Pascoe, Dneclor. It. egen erfolgen. )8. fnder.Bewah^^^^ äsriSf5 4aniwf(if5^”'■ a Sin8er’ rüste 8^ Nr 307 Zweites Blatt______Samstag den 31. December___________________L8D8 NHetori tt.N4 ■* luineb»< tel RhH|< •k •kfma wrtee ke Inniger »Utma( Wedtgt Kießener Anzeiger vrrtrr2:tttegtlche mehr en die Bezi'ksvereine abot-bt, fnrbnn di^ee» nerwenb-, w-v^eu vom laudwtrthsch. Beztrksvereirr keine Beihülfeu zur Beschaffung raffereiuer Bulleu an Gemeinde» mehr geleistet. Statt otfleu gtrotj t der lan-mntDid?. Prootozialveretn solche Beihülfeu tu Höhe von 20 Proeent de» Äntciffpreift», wenn ein von d esem zu bestimmende» Eom«isfion»«ttglied bei« Ankauf mitgewirkt hat. Aot'äge find bet» Proviuzialvereiu (G?schäft»stelle in Alsfeld) zu stellen. Gießen, dea 28. Deeember 1898. Der Direktor de» landwirthsch. veztrk»vereiu». v. Bechtold. Gtrßeu, den 29. Otcember 1898. Betr.: Die Strafregister - hier: Die Nachweisungen der in 2. Halbjrhr 1898 verstorbenen bestraiten Personen. Der Großherzogl. Ober-Staatsanwalt beim Landgericht der Provinz Oberhessen an sämmtliche OrtSpolizeibehörden des Kreises Gießen. Sie werden ersucht, die obenerwähnten Nichweisnngen bezw. Fehlanzeige« bi» zum 1. Februar 1899 ohne nochmalige Erinnerung au mich eivzusendeu. I. fioch. Sylvester. Mit de« heutigen Tage nehmen wir Abschied vo« de« alteu Jahre, und mag t» uns nun Frohes oder Trübe» gebracht haben, der Abschied wird immer schwer. W«uu timte Abend die zwölfte Stunde zu Ende ist uud die ©Iller zusawmenkliogen, um da» neue Jahr zu begrüßen, daun blickt Jeder unwillkürlich zurück auf die vergangene Zeit, uud manche« Auge wird tiflbc trotz de» Jubel», der dem ueueu Jahre rutgegeuschallt. Dle Jahre komm'« und gehen, und wit jede« Jahre kommen wir bim Ende dies » Erdeadaseiu» näher. Deshalb ist auch der letzte Ta- ganz besonder» dazu ongethon, au den Ernst des Leben» zu erinnern. Der das Leben nicht ernst nimmt, wer nur zu Lust nnb Scherz g'toren zu sein »eint, der ist u'cht weith, zu leben. Um da« Dasein richtig würdigen zu körn en, dazu gehört auch, daß man Summer und Sorge teuren leint, woran e» ja sreilich den meisten Meeschen nicht sehlt. Auch im abgelanfenen Jahre werden e» nur Wenige sein, denen nicht die E'kenrtniß geworden ist, daß Mühe nnb Arbeit da» Köstlichste am Leben find, dagegen viele, die die sogenannten Freuden btese« Leben» nur de» R-mea nach kennen und fortgesetzt de» Schicksal» rauhe Hand onf stch ruhen fühlen. Und von dem vergangenen Jahre blickt man vorwärt» a«f da» beginnende. Sollen wir ihm hoff -ungSvoll entgegrw- fehen, mit Muth und Energie dem Geschick in» Auge schauen nnb den Kampf um» Dafetu frisch anfnehmen k 30'er sollen wir muthlo» vo« Sch cksal un» treiben lcffen, »it Bangen und Zagen in» neue Jahr hineingehen, ohie Hoffnung, baß e» bester werde, daß ein gütiger Golt unser Loo» mildere? Wir meinen, b e Wahl kann nicht schwer fallens Ja, wenn wir nur auf un» allein angewefeu toäten! Aber wir haben Pflichten zu erfüllen — wrnu nicht für nufere Familie, so doch gegenüber unserem Nächsten uud dr« Staate. Und dieses Pfl chtgrfühl ist e», welche» un» Alle vergeben» auf- gewendete Müde vergeffen machen und un» zu neuem Streben auspornen m> ß. Wenn wir also heute zurückolickeu auf da» ve,stoffene I ihr und wirklich erfahren wüsten, daß all unser Mühen und kkämpsen umsonst gewesen ist, so soll da» nicht etwa Bkranlaffaug sein, daß wir muthlo» den Kampf auf» geben, sondern gerade die bisherige Ergebnißlofigkeit unserer Arbeit soll ein Sporn sein, nicht aufzuhören und nicht zu erschlaffen Angesicht» der großen Aufgaben, die noch zu erfüllen find. Dazu vcu Golt Kraft zu erbitten, ist heute der geeignete Tag, und wenn wir recht zu bitten verstehen, bann wird nufer Wunsch der Erfüllung nicht ermangeln. (xx) Druffdyes Reich. — Zum Fall Delbrück laffen fich die ,8R. N. 97.* untrim 26. Deeember an» London schreiben: Da» vorgehen der preußischen Regierung gegen Profeffor Delbrück hat auch tu englischen Gelehrteukreisen große» Brdauern erregt. Sie waren gewohnt, in den deutschen Univerfiiäten Eine sternenklare Winternacht ruhte über den verschneiten Dächern und ©affen. Alle Fenster der Häuser waren erleuchtet, an» vielen geöffneten Fenstern drang Gelächter und Gläsnkliogen in die rohige, klare, kalte Winternacht. Drüben erhob fich der Kirchihurw, «ahnend wie ein Riesevfioger zu den Sternen des Himmel» emporweisenb. Durch die gothischen Zierathen und die Schall öcher dlinkie da» fUberne Licht bei Monde», und leichte Schattengeister schienen die i« Dunkeln liegende Kirche zu umschweben. Wie ein ©eisterhauch bebte e» durch die Luft, und jetzt setzte da» Uhrwerk de» Thurmes knarrend ein, uud in dumpfen, metallischen Klängen verkündete fie den Anbruch der letzten Stunde de» alten Jahre». Ein Schauer geheimn'ßvvller Ahnung durchrieselte den einsamen Mann. Er wandte fich ab, um wieder an die Arbeit zu gehen. Doch sein Ange blieb gebannt an einer Erscheinung hasten, welche mitten in seine« Zimmer stand. Eine jugendliche Frauengestalt schien e» zn fein — in ein weiße», schleppende» Gewand gekleidet. Uebtr die runden, jugendlichen Schultern flost-u goldblonde Locken nieder, die weißen Hände waren wie zum Gebete gefaltet und hingen schlaff nieder, n« die rofigeu Lippen schwebte eine «eloucho- lischeS Lächeln, und traurig, auklageud blickten ihn die großen, blauen K nderaugeu an. ^Wer bist Du ?* kam e» über seine bebenden Lippen. ^Kennst Du «ich nicht sprach die Erscheinung «it finster, fast klog'uder Stimme. ^Jch bin Deine Jugend.* -Meine Jugend?* .Eriuuerst Do Dich «einer nicht «ehr? Weißt Do nicht «ehr, wie wir al» fröhliche Kinder gemeinsam durch Flur und Wald eilten — mit bunten Blumen unb Kieseln bleiten nnb ben Schmetterling uachjagtr«? Weißt Du nicht «ehr, wie wir Hand in Hard auf be« ©pfrl der Berge ober de« verfallen» Thurme einer Burgruine standen und mit großen, hoSaungödaugeu, sehnsüchtigen Augen hinao». schauten tu die »ehe, weite B:Ü? Weißt Do nicht «ehr, wie ich Dir i« Anne lag uud Du in süße» «rh der ersten LiebeSsehosucht «eine Lippen »üßtest? Weißt Dn nicht «ehr, wie wir gemriusa« Ar« in Ar« durch» Leben »anbmen — froh und harmlos de» Leben» Freude genießend? Weißt Du nicht mehr, wie wir alle Höhen unb Tiefen de» ölff en» erforschen wollten? Wie wir im faustischen Drang der Wclt Gehcimuiß, Leden und Streben ergründen wollten? — Weißt Do da» Alle» nicht «ehr, daß Du «ich nicht wtedereikenust?* Er sank in ben Sessel zurück und bedeckte die schmerzenden Augen «it der Hand. ,T)u hast «ich vergeffen/ fuhr die Erscheinung traurig fort, »weil Do Dich einmal im Leben getäuscht fühltest. Da» Mädchen, welche» Do liebtest, e» wandte fich voo Dir und gab sich einem anderen Manne zu eigen — nnb darüber vergaßest Du auch mich, Deine treueste Gefährtin, Deine treueste Geliebte. Du vergaßest «ich und da» Leben. Rur noch in der Einsamkeit Deine» Arbeitszimmer» lebtest Du — nur noch der Arbeit wegen schien Dir ba» Leben leben»* wer h — Da glaubtest ba» Leben zu vnach.en, Du unterdrücktest die Sehnsucht nach be« Leben, nach ber Freude, nach «tr — D-ioer Jugend, dem schöosteu ©escheuk der Götter an die Menschen. Du wurdest vor der Zeit ein alter Mann, unb kalt und tobt lag Dein Herz, Deine Seele in Deiner Brust. Aber ich — ich blieb Dir durch alle die Jahre treu — ich stä, kte Dich, ich goß Dir neue» Leben, neue» B.'ut, neue Kraft in die Abern und neue» Hoffen in die vereinsamte Stele. Ich ermahnte Dich i« Stillen, die Jugend nicht zn vergrffen, doch Do wolltest «ich nicht hören, und jetzt, in der Siuobe zwischen dem alten und dem neuen Jahre, wo die Zeit eine kurze »eile still zu stehen scheint, wo neu- Lorse au» ber butten, geheimuißvollen Tiefe ber Ewigkeit geboren werben, — jetzt komme ich, um von Dir Abschieb zu nehmen . . . .* .Reto, — nein —* stöhnte er schmerzlich auf. ,Do wirft nun ganz allein sein/ klavg e» wie rin Geifterhaoch, ,»enn Deine Jugrub Dich verlaffeu hat. Richt» wirb Dich «ehr stören in Deiner Einsamkeit — In Deiner Arbeit — kein Wunsch — kein Sehnen — kein Hoffen — kein Mitleib — keine Begeisterung — Du bist allein — allein — allein —* Er streckte die Hände au». hie Sitze einet absolut freien und unabhängigen Wissenschaft zu verehren, und fie besürchten, daß das Vorgehen gegen Delbrück eine syuptomati'che Bedeutung hat, und anzeigt, Laß die preußische Regierung mit der liberalen Tradition gebrochen, und den Universitäten gegenüber eine Politik ein« zuschlagen beabsichtigt, die. fie ohne Zweifel bei großen, ja einzig dastehenden Ansehens, das fie auch im ganzen Ausland genießen, schnell berauben würden. Ein hirfiger Gelehrter, der mit deutschen Profefforenkreiseu in engem Verkehre steht, versichert mir, daß die deutschen Profefforeu längst auf einen reactionäreu Angriff Seitens der preußischen Regierung gefaßt waren, und er erzählte mir, einer der angesehensten deutschen Profefforeu habe ihm liefet Lage geschrieben : „Das Jüngste, was man den Universitäten bietet, haben Tie wohl schon gehört, Profeffor Delbrück in Dis- clplinaruatersachang gezogen und diese Untersuchung als Hrupt- und Staatsaetion angekündigt im „Staatsanzeiger", weil er die Ausweisungen von Dänen aus Nordschl'Swig nicht loben wollte. Das Ziel, nach dem der neue Kurs hin- lenkt, ist offenbar: der Profeffor reiner Staatsbeamter, der nützliche und löbliche Erfindungen und Gedanken producirt, aber nur von höchster Stelle approbirte." Man wird vielleicht sagen, die ganze Sache ist eine rein interne preußische Angelegenheit, die das Ausland nichts angeht; das wäre aber doch eine engherzige Auffassung, gerade wo es fich um Universitäten handelt. Die deutschen UaiverfitSteu find, wie die Wissenschaft selbst, ein Segen nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Menschheit, und man kann es dem AnSlaud daher nicht verdenken, wenn es fich über eine Sache aufregt, in der es eine ernste Bedrohung derselben erblickt. WaS England speciell anbetrifft, so gehört das Vorgehen gegen Delbrück zu den Dingen, die man hier einfach gar nicht verstehen kann und die anmutheu wie Nachrichten aus Peckiug. Keinem englischen Politiker würde es, wie die „Ximet" mit Recht sagt, im Schlaf einfallen, in Worten, wie fie Profeffor Delbrück gebraucht hat, eine Gefahr für den Staat zu sehen, und keiner wäre so thöricht, in einer solchen Sache die öffentliche Meinung gerade der gebildeten Kreise heraulzufordern. CocoUs Htird provinzielles. G. Großeu-Lindeu, 29. Dicember. Auch in diesem Jahre haben wir für eine reiche Weihnachtlgabe von 200 Mk. zu danken, die uns für nnsre Kleinkiuderschule von der Firma C. W. v. Fernie durch deren Vertreter, Herrn Director Patcoe in Gießen, zugegangen ist. Die vielfachen, auch bei andern Gelegenheiten feit vielen Jahren erfolgten gemeinnützigen Be- thätigungeu ehren die edlen Geber, und haben der Firma in den umliegenden Orten eine große Beliebtheit verschafft. Der Gabe für den Filialort Klein-Linden ist bereit! in diesem Blatte Erwähnung geschehen. Es sei serner auch des Geschenks von 100 Mk. gedacht, dal vor kurzer Zeit letzterer Gemeinde von der Firma Baetcke in Hamburg, die dorten feit einem Jahre eine Ligarrcvfilialfabrik eingerichtet hat, zu gemeinnützigen Zwecken gespendet worden ist, was in der Ge« neinbe allgemein anerkannt wirb. + Glashütten (Kreis Schotten), 29. December. Die von bet Gegenpartei bei bet bet kürzlichen Bürgermeisterwahl dahier all Sieger hervorgegangenen Adolf Stöhr gegen deffen Bestätigung erhobene Reclamatiou ist von dem Kreil« aulschuß als unbegründet verworfen worden. Laubach, 25. December. Eine unangenehme Seeue, welche die Gemüther der hiefigen Bevölkerung sehr aufregt, spielte sich am letztverfloff.'nen Sonntag in hiefiger Kirche ab. Der amtierende Geistliche, Herr Pfarrer Nebel wurde durch fortgesetzten Lärm, der auf der Tribüne der Kirche durch einige halbwüchsige Burschen gemacht wurde, so empfindlich gestört, daß er in der Rede eiuhalteu muhte. Gerichtliche Anzeige ist bereits erfolgt. Von grober Unbotwäßigkeit zeigt der Umstand, daß dem genannten Pfarrer schon wiederholt die Fensterscheiben eingeworfen wurden. Hungen, 29. December. Bei der gestrigen Wahl eines Mitgliedes des Kreistages wurden 20 Stimmen abgegeben, wovon auf H?rrn Bürgermeister Buttrou Hungen 15 und auf Herrn Bürgermeister Kock-Villingen 5 fielen. □ Aus dem Ohmthal, 29. December. Der vorgestrige dritte Weihaachtsfetertag gehört in unserer Gegend dem Wechsel des Gesindes. Allerdings haben Knecht und Magd, die aus ihrem seitherigen Dienste scheiden wollen, ihre Herrschaft schon vor einem viertel Jahr davon in Rennt» niß gesetzt, damit diese fich rechtzeitig nach Ersatz umzuthuu vermag, aber der wirkliche Dienstwechsel geschieht eben in der Regel am dritten Weihnachtsfeiertag. Die Kameraden eines aus- oder eingehenden Knechtes und die Freundinnen einer den Dienst wechselnden Magd begleiten diese unter Gesang in den neuen Dienst. So war es seit alter Zeit und so ist es auch heute noch trotz so vielem Wechsel der Sitten im Laufe der Zeit. Hat fich so die Art und Weise des Dienstwechsels erhalten, so hat fich der Dienstlohn im Laufe der Zeit ganz ungemein geändert. Wie alle Löhne, so find auch diejenigen für Knecht und Magd bedenteud in die Höhe gegangen. Da meist daS tüchtige Gesinde den ganzen Jahres- lohn bis zu Weihnachten stehen läßt, so kostet el den Dienst« Herrn auf Weihnachten eine recht respektable Summe. Diese Summe spielt im laudwirthschaftlichen Betrieb eine Hauptrolle, beläuft fich doch der Jahreslohn für einen tüchtigen Knecht und desgleichen Magd auf ea. 500 bis 550 Mark zusammen. Bor drei Jahrzehnten betrug diese Summe noch kaum ein Drittel davon. Trotz dieser hohen, den Anforderungen der modernen Zeit entsprechenden Löhne hält eS aber auf dem Lande schwer, rechtes Befinde zu bekommen. Die Burschen gehen nach Westfalen, die Mädchen nach den Städten. Namentlich ist eS Frankfurt a. M., das viele Mädchen, die sonst auf dem Laude dienten, anzieht. Der leichtere Dienst, das beffere Leben und manche» Andere find hier die Triebfedern. Der Zug aber der männlichen Arbeits« krafte nach dem Laude der rothen Erde ist der außerordentlch hohe Verdienst, der dort guten Arbeitern gegeben wird. Uns find Beispiele bekannt, bei denen Männer nach Abzug ihres Verbrauches ihren Familien monatlich einen Nettoverdienst von 90 Mark zuschtcken. Dal macht für dal Jahr einen Reinverdienst von ca. 1000 Mark. Allerdingi setzt eine solche Berdienstsumme höchst anspruchslose, bescheidene und fleißige Arbeiter Voraul, wie fie fich auf dem Lande noch allzeit finden. Wer aber draußen den »Geschwollenen" spielt, bet erübrigt auch von bitten hohen Löhnen wenig ober gar nicht». Offenbach, 26. December. In bet letzten öffentlichen Stadtverordnetensitzung wurde der wiederholt verhandelte Antrag Ulrich auf zeitweilige Aufhebung der Verbrauchssteuer für Fleisch usw. mit dem Zusatz angenommen, daß da» Octroi wieder in Kraft treten solle, sobald der Preil für da» Ochsenfleisch auf 70 Pfennig heruntergegangen sei. vermischt«-» * Berlin, 29. December. Die im Kunstgewerbemuseum auSgest.üteu Geschenke bei Sult anl erregen die Aufmerksamkeit in hohem Grade, vor Allem der Riesenteppich mit seiner G-öße und Herstellungsart. Der Teppich ist in der großherrlichrn Fabrik von Hereke gefertigt, und zwar i« genauer Bestimmung für dal königliche Schloß in Berlin» Die Technik ist die Knüpfarbeit- jeder Farbenfl ck besteht aus einem dicken Wollenfaden, der mit der Hand in den Grund eingeknüpft wird, sodaß die beiden Knoteneuden all Büschel in die HöLe stehen. Um diel herzustellen, werden Schnüre aul festem Garn al» Kettenfäden senkrecht aofgespannt. Für diesen Teppich mußten auf die Brette von 10,70 Meter nicht weniger al» 6848 Kettfäden neben einander gelegt werde«,, jr zwei find durch einen Knoten vereinigt. Bor dieser Kette kauern, dicht anneinauder gedrängt, die arbeitenden Mädchen. Sobald eine Reihe von Knoten, hier also 3424, fertig ist, werden Schußfäden aul festem Garn durch die ganze Breite geworfen und festgeschlagen, dann kommt die nächste Reihe der Knoten und so weiter bil zur Vollendung. Bei dieft» Teppich find in der Länge nicht weniger oll 4262 Knoten«.- El ist ohne Weiteres klar, daß, wenn die Rethen gleichmäßig werden solle», die höchste Gleichmäßigkeit in Material und Arbeit unerläßlich ist. Um hier dal richtige Berhältniß in der Dicke der Fäden, Schußfäden, Kettfäden und Wollfäden, zu finden, bedarf el der sichersten Beherrschung del Material! und strengster Schulung der Arbeiterinnen bet nnabläsfiger Controle, sonst wird der Teppich schief im Muster und wirfv Falten. In diesem Riesenstück find 14 593088 Wollknoten, von denen also über 29 Millionen Fadenenden, in die Höhr stehend, dal Muster bilden, und dabei ist dal Ganze vo« untadelhafter Genauigkeit jeder Linie in Länge und Breite. ♦ ein wilder Kampf um die BilmarckMemoiren tobt in Chicago und Milwaukee. Die deutschen Redakteure find anetnandergerathen, uud eS regnet Schmeichelnamen. Auldrücke wie tappg, dummer Wanzerich und krummer, unverschämter Kaffer fliegen in der Luft herum. Die „Germania" in Milwaukee und die »Freie Preffe" in Chicago hatten dal alleinige Recht der Veröffentlichung einiger aul dem Zusammenhang geriffener Abschnitte aul den BiSmarck-Memoireu erworben. Der „Milwaukee Herold", wie viele Tausende durch die Voranzeigen zu der Annahme verleitet, eS handle fich dabei, wenn nicht um das ganze Werk, so doch um eines werthvollen Auszug, wollte seine Leser auch damit beglücken. Da dal Recht der Biröffenilichnng für Milwaukee vergebe« war, kaufte er durch einen Zrituugsverschleiß genug Nummern der Chicagoer „Freien Preffe" und legte fie seiner Sonntags- Ausgabe bei. Dadurch büßte die „Germania" den Vorzug ein, das einzige Blatt in Milwaukee zu sein, das die werthvolle Beilage hatte. Sie erhob ein Wehgeschrei und drohte, die „Freie Preffe" auf Schadenersatz zu verklagen. Letzteres Blatt rächte fich, indem es den Herausgeber der „Germania" einen krummen Kaffer nannte. Da! Beste dabei ist, daß die „Freie Presse" in ihrem Aerger die Katze aus dem Sack läßt und indirekt zugibt, daß fie bei der Geschichte jämmerlich übers Ohr gehauen worden ist. Sie schimpft nun auch ganz entsetzlich über den Mann, von dem fie den Anszug gekauft hat. Niemand weiß, wohin die Sache noch führen wird-. Milwaukee und Chicago liegen so dicht beieinander, daß man das Schrecklichste erwarten kann, wenn die Herausgeber der feindlichen Blätter zusammentreffen. s „Geh noch nicht von mir," flehte er. „Noch ein Jahr wenigstens bleibe bei mir I Ich will wieder mit Dir jubeln und «einen! Ich will wieder mit Dir durch Wald und Flur schweifen! Ich will wieder mit Dir auf Berge! Höhen schweben — wieder mit Dir mich in des Walde! Tiefe bergen. Bleibe noch bei mir — mir graut vor dem Alleinsein!" „Umsonst suchst Du mich zu halten, wenn Dein Herz nicht wieder mit mir fühlt — wenn Dein Herz fich nicht wieder der Menschheit, dem Leben zuwendet — wenn Du Niemanden besitzest, den Du liebst, für den Du sorgst und arbeitest. — Lebe wohl auf ewig!" Es schien dunkel um ihn zu werden — draußen waren die letzten Schläge der Uhr verhallt und vorn Thurm herab schwebten jetzt die ernsten Klänge eines Chorals in tiefen, «eichen Posaunentönen herab. Er schlug die Hände vor das Antlitz und saß heftig athmeud da. Wie lange — er wußte es nicht. — Die Posaunentöne waren verhallt — tiefe Stille ringsum — da pochte es schüchtern au die Zimmerthür und erschreckt fuhr er empor. Mit großen, bangen Augen sah er fich in dem stillen Zimmer um. Die Lampe allein warf einen Hellen Schein auf die Papiere des Schreibtisches, aber ihr Schein ward vou der Dunkelheit des großen Raume! aufgesogen und schwarze Schatten schienen fich heranzuwälzeu. Noch einmal pochte el. Dal war keine Geisterhand. Er kannte diese! leise, schüchterne, bittende Pochen. — Er sprang auf. „Herein!" Die Thür öffnete fich, und ein junge! Mädchen trat ein. Eta duftige! weiße! Kleid umhüllte die schlanke, ja biegsame Gestalt- goldene Locken umgaben da! reizende Oval de! Gesichtchen!- die Wangen erglühten und um die Lippen spielte ein verlegene! Lächeln, während die blauen Augen ihn schrn und bittend anblickten. Er fuhr zurück. Da! Bild seiner Jugend stand vor ihm! „Verzeihen Sie, Herr Doctor," sagte dal junge Mädchen, „wenn ich noch störe . . . ." „Sie hier, Fräulein Cläre?!" „Wir hörten, daß Sie noch wach waren," fuhr da! I junge Mädchen schüchtern fort, „und da wir so vergnügt zusammen find, so meinte Papa, ob Sie nicht auch noch eine Stunde herüberkommen wollten." „Sie haben Gesellschaft . . . ." „Ja — aber nur einige gute Freunde unb Freundinnen. Wir sind so vergnügt gewesen — und — und — Sie find so allein — heute in der Sylvesternacht — unser Lachen unb Planbern hat Sie gewiß in Ihrer Arbeit gestört — aber einmal sollten Sie fich doch von Ihrer Arbeit lolreihen, Herr Doctor — el ist ja heute Sylvester — da muß man doch fröhlich und vergnügt fein unb bankbar gegen den lieben Gott, daß dal alte Jahr glücklich gewesen . . ." Wieder setzte der Posaunenchor auf dem Kirchthurm ein mit der Melodie de! alten Kirchenliedes: „Bi! hierher hat mich Gott gebracht Durch feine große Güte — Bis hierher hat er mich bewacht — Bis hierher mich gehütet . . . Die Thränen traten ihm in die Angen. War el ein letzter Gruß seiner entschwindenden Jugend — war el ein letztes Zeichen, daß fie ihm diese! junge Mädchen sandte? Wie schön, wie lieblich stand fie vor ihm? Wie oft hatte er in den Jahren, wo er bei ihren Eltern wohnte, fie gesehen — achtlos und gleichgültig! — Zur lieblichen Jungfrau hatte er fic herauwachseu sehen — ein Abbild seiner entschwindenden Jugend. I Und mit einem Male kam eine heiße Sehnsucht über ihn und sein Herz ward wieder jung unb fühlte auf! Nene bie Lust unb den Schmerz der Jugend. Da stand fie ja vor ihm — feine Jugend! Leibhaftig — mit goldenen Locken unb lachenbeu Lippen unb lenchtenbeu Augen! Wenn fie bei ihm blieb, o bann warb auch er wteber jung, daun blieb er immer unb immer jung, wenn auch feine braunen Locken schneeweiß sein Haupt umflatterten. „Fräulein Cläre," sprach er mit seltsam tiefer, bebender Stimme, „Sie haben au mich gedacht — ach, ich danke Ihnen von ganzem Herzen. So bin ich doch noch nicht ganz allein auf der Welt — so habe ich doch noch ein Wesen, da! an mich denkt unb an dal ich denken bars!" Cläre senkte erröthend da! Auge. „Wir haben Sie doch schon oft aufgefordert, an unseren kleinen Gesellschaften theilzuuehmeu, aber Sie hatten ja ulemall Zett —" Er lachte auf — glücklich unb froh, wie er in seine« jungen Jahren gelacht. „Ach, welche Thorheit! — Keine Zeit zu haben für ba! Glück unb bie Freude bei Lebens! — Denken Sie fich, Cläre, ich glaubte, ich sei zu alt, um fröhlich sein zu können." „Zu alt?" Ein schelmisch lächelnder Blick traf ihn, unter dem sei« Herz erzitterte. Er trat zu ihr und ergriff ihre Hand. „Sie hatten mich nicht für zu alt, um glücklich fein und glücklich machen zu können, Cläre?" „Wie Sie nur fo sprechen können . . ." Fester umschloß feine Hand die ihrige, bie fich gar keine Mühe gab, fich zu befreien, sondern fich wie ein gefangenes Bögelchen in feine Hände schmiegte. „Und nicht zu alt, Cläre, um Liebe empfinden — Liebe erwecken zu können? —" „Herr Doctor —" „Sprich, Cläre--vou Deinem Wort hängt «ehr als das Leben für mich ab. Glaubst Du an meine Siebe — unb glaubst Du, mich wieder lieb haben za können, Cläre?" — Er hatte fie an fich gezogen und fie lehnte bas Haupt au fein Herz. Dann blickte fie mit feuchtschimmerubem Ange zu ihm empor. „Ich habe Dich ja schon lauge lieb, Du böser Manu", flüsterte fie. Unb er jubelte aus — und die entflohene Jugend kehrte zurück und erfüllte sein Herz mit jauchzender Seligkeit. Fest schlang er den Arm um ihre schlanke Gestalt unb hob ihr Köpfchen empor und küßte ihre warmen, zockenden, jugendlichen Lippen. — Wieder öffnete fich die Thür. „Wo bleibst Du, Cläre — Herr Doctor? —" In der Thür stand der Papa. Doch ehe er weiter sprechen konnte, flog ihm sein Töchterchen in bie Arme und bedeckte seinen Mund mit Stoffen. Und dann drängten die Gäste heran unb es war ein fröhliches Hallo unb Gejauchzt und Gläserklirren — und inmitten de! fröhlichen Tumulte! stand der gelehrte Herr Doctor, er hatte die Jagend zurück- gewonnen und für immer an fich gefesselt. evtrrfftu. Zrituoglvnlchltlß gtnug t* unb legte sie feinet Conntagl« Hte die „«ewanla* ben Boring [Rllmautct zu sein, bal die mlh« »hob ein Wthgcschtti mb bt-hte, labeoersatz zu vetklageu. Letztens deu Htrausgebet bet »eeimanla ,/A DaiSc^c babd /ft tt°n Ue Sch aul bmSackW Re bei d» W* i ip. eit MO»°- «*•■* ton lt« ßt itn WM I''"1 In He S-A no4 W“ * .(0 |o dicht Hiitaani», ^ *” ‘ta, nenn lit H-'--»-»''bR 'Uchte,, “ÄÄh!?**» *' 601 Whm ttnt8,n Änf. 'Shtt. i,b»8«Ä .* «-Nch. "■»d.'L Oden Snoh» "be« »'md hl« I'-Kechi ^'' ®*"fce * •’* »•« Ste- * *yy*Ä-* II ,n. Ä bl'e* Reihe ne CoOtöbnng, yt( S?V ™1«“011 «62 Rn,!,* to i* V« bas richtige BkrhLltlliK ii Sä9/11??” “"‘Wt», O-°»herelchnnz del »MM “ ?* “«« d-1 «•«HilHiit Ot Ichle, K Mn-er unb »ith M M 14593088 BiHhoto, lulonw öabeuttlbeu, in die M '' Mbbabti ist bal Tanze den bet Linie In Länge mb Breite. 0 öie LiluM.Memoim tobt In " Die beutjqen Rebactme ab eS regnet Schnteichelnamn. «r Wmztrich unb krümmet, un« bet Lust herum. Die „Tnwmia' tie Presse" in Shicagv holten bal ntlitung einiger aul btm Zu» mitte aul ben BitaaitHRtmolitn !« Herold", »le viele Tonsenbt er Annahme verleitet, eS handle bal ganze Werk, so doch nm tlnti seine 2tfet auch damit beglücken. Nlichmg für Milwaukee vergeben m °°d m. "11 "ln" .1 - “f/Ä* ;,"T-ww . k gif halten ttAen köaorv• ■ • keine •tfr-**** ton 8S rrJi&'Z ' 1W»W® - “’b Ä ÄSb •» ’’h lit Vsttvlk Mtittl Ul - Hl" Doch W Le O"5 0 W*“1, tot« 111 J CÄ 12868 1269» Walther H. Wagner. empfiehlt 12633 Hrch. Arnold II., Ma'ktstraße 28. Xdfphon 115. 10309 Alleinverkauf bei 12388 empfiehl! 12557 empfiehlt 11818 12590 empfiehlt Otto Schaaf, Aeltersroeg 89. Markt 21. Weinhandlung. Kein Husten mehr 11714 und eine eine (ehii|)frliliimini Heinrich Hoi, Bahnhofstraße 33. Der Vorstand bei Sonntagivereini: Dr. Naumann, Pfarrer Sonnlagsverein für junge Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Louutag zwischen 2 und 7 Uhr Nachmittags im Saal der Kleiukiuderschule. Die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen. Um 4 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Erzäh ung. Gute, unterhaltende Bücher und Tpiele find in grober Zahl vorhanden. Wir laden zur Theilnahme freundlichst ein. brliebigr Quantum) toutC neue Bett- federn per W für 60 Pfg.. 80 Ml , 1 M, in».25Pfg v.l M.40Pfg. .Keine prima HalbdauneulM.60 Psg.u.lM.80Pis; zur Selbstbereitung kohlensaurer Getränke sowie diverse Roth- und Weissweine Enthebung voll GkatlllaiiollSdtsllchtll hbH voll 3u(tnbang von GratlllatlOllsKllrltll ;n velljahr 1899. Wie in den vergangenen Jahren, so bitten wir auch angesichts des bevorstehenden Jahreswechsel» zur Enthebung von Gratulationsbesuchen von Zusendung von Gratulation«karten für die hiefige Kleinkinder • Bewahranstalt egen Inventur ist unsere Kasse am 31. Deceinber Nachmittags geschlossen. Gießen, den 28. December 1898. Gewerbebank zu Gießen Eingetragene Genossenschaft mit unbeschr Haftpflicht. 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Durch diese Einrichtung wird der genannten Wohlthätigkeits-Anstalt beträchtliche wünschenswerthe Unterstützung zu Theil, und durch Ver« öffentlichung der Namen der Geber noch vor Jahresschluß in diesem Blatte möge es allgemein anerkannt werden, daß Alle, die mit einer suchen Gabe ihren Namen nennen laffen, von Abstattung der Neujahrs' besuche, sowie vou Zusendung der Neujahrskarten befreit find und ihrerseits Beides nicht beanspruchen. Schaumweine von Gebe. Höhl in Geisenheim, per Flasche von 2,40 Mk. an, Panschessenzen, Arrac. Rnm, Cognac, Benedictine (echt) und sonstige feine 12557 Kiaulscliou preiswerthestes Cigarrenfabrikat, per Tausend 60, 70 und 80 Mk. Punsch- Essenzen renommirter Firmen. Maiwein-, Bischof- und Citronen-Essenz, Arrac und Rum sowie deutschen und französischen Cognac, Bordeaux- und Südweine empfiehlt in feinen und feinsten Qualitäten 12677 W. Kilbinger, Löwen-Drogerie. 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Nachdem dieser Gas-Selbstzünder seit einigen Wochen tu vielen LtLdteu in Tausenden von Exemplaren Eingang gefunden und wir denselben seit 14 Tagen täglich auf verschiedenen Lampen unserer Geschäftsräume geprüft haben, können wir denselben hiermit als denjenigen Selbstzünder von einfachster Eon- struclion empfehlen, welchen wir aus eigener Beobachtung bis jetzt als am besten functionirend befunden haben. Dieser Selbstzünder besteht auS einein Platinadraht- bügel mit zwei Zündpillen an den Enden und ist derselbe einfach in die Gabel deS Glühkörper-Trägers so einzuhängen, daß beide Schenkel des PlatinadrahlcS, sowie beide Zündpillen — letztere in gleicher Höhe — den Glühstrumpf dicht berühren. Wir haben gefunden, daß diese Zündeinridrtung bei noch unbeschädigten Glühkörpern, welche durch das einströmende Gas aufgebläht und dicht an die Zündeinrichtung angepreßt werden, gut functionirt, während bei beschädigten (durchbrochenen und verschlisien-n) Glühstrümpfen die Wirkung deS Gases aus die Zündvorrichtung langsamer erfolgt. — Bor der erstmaligen Ingebrauchnahme ist, nachdem der Bügel aufgesetzt, der Glühkörper noch einmal auf gewöhnliche Weise mittels Zündholzes oder dergl. anzuzünden, um dem Bügel durch Erglühen eine an den Glühkörper sich möglichst anschmiegende Form zu geben. Wir weisen noch besonders darauf hin, daß der delr. Lampenhahn jedesmal wieder zu schließen ist, wenn sich der Glühlichtbrenner etwa innerhalb einer halben Minute durch diese Einrichtung noch nicht entzündet haben sollte und ist dann nachzusehen, ob der Glühstrumpf nicht bereits allzusehr beschädigt ist und daher — für diese Zündeinrichtung wenigstens — durch einen neuen ersetzt werden muß, oder ob der Zündbügel nicht dicht genug anliegt. — Wenn die Flamme beim An- zünden in die GaSdüse des Brenners zurückschlagen sollte, so ist der Brenuerhahn zu schließen und die Zündung sofort zu wiederholen. Ter Preis dieses neuen Selbstzünders ist Mk. 1.50 für das Stück; — wenn das Aussehen und erstmalige Anbrennen des Glühkörpers (siehe oben), was jedoch ohne Schwierigkeit durch die Eonsumenten selbst geschehen kann, durch uns besorgt wird, so wird hierfür der Zeitaufwand unseres Monteurs mit 25 Pfg. für daS Stück berechnet, während beim Anbringen mehrerer Selbstzünder sich das Aufsetzen entsprechend billiger berechnet. Wir überladen es nach Vorstehendem dem Ermessen unserer sich hierfür interessirenden geehrten Gasconsumenten, diesen neuen Gas-Selbst- zünder durch eigene Versuche — namentlich auch hinsichtlich seiner Gebrauchsdauer, welche nach der Empfehlung seitens des betr. Fabrikanten mehrere Glühstrümpfe überdauern soll — selbst kennen zu lernen. Gießen, den 28. December 1898. Städtisches Kas- nnd Wasserwerk Kietzen. Otto Bergen. pllllslhkffkUskll, Arrac, Rum, ff. Cognac, «trsch. waffer, Abfinthe und sonstige feinere Liqueure empfiehlt billigst 12536 I. M. Lchnlhof, Marktftraße 4._____________Telephon US. Ukilk Sfiihng la. Messina-Apfklßiikn, 3 Etück 20 Pfg., la. Mesfina-Cilrnnkn feinsten deutschen Kunsthonig, bester Ersatz für Bienenhonig, per Pfund 50 Pfennig, empfiehlt 11896 Emil Fischbach. Punsch-Essenzen, echten Arrac und Rnm, deutsch. n.franz.Cognac empfehlen billigst 12706 Gebr. Adami, MLuSburg 14. Emil Fischbach. 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