la Material 1910 g. tWiafat bei dm isnIM 6550 üertliektvea. rten. «oi anbenneitn LnM; W -ich! ihn, sock' > ^nij, ob:ef>alten. ranz. maiiräie BÜR« * Xm ». 3-ii * Ä e**1* J.W1W» UP ä^’taS# 6490 Nr ^50 Zweites Blatt. Donnerstag den 30. Juni I8SS Gießener A nzeiger beigelegt. Grschetul tägNch eit Ausnahme drS Montags. Die Gießener Wamttiea-tLIter »erden dem Anzeigers Wöchentlich viermal Mer»s»prets »ierteljShrttch 2 Mark 20 Pf, monatlich 76 Pf 4- mit vringerlohu. vei Postbe-Utz 2 Mark 50 $f6, vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den felgmbm Tag erfcheinmden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen drS In» und StaftaataB nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger cntfifi» Anrts- und Anzeigeblatt für den ICrcis Grefzen. Nedaction, Expedition und DruUerei: -chnkstrntze Nr. 7. f——— Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger fitfit«. Fernsprecher Nr. 61. ——— Die französische Ministerkrisis. Mit ganz besonderen Schwierigkeiten scheint diesmal die Neubildung des CabinetS in Frankreich verbunden zu sein. Nachdem bereit« eine ganze Reihe von Landidaien sich bemüht haben, ein Ministerium zu Stande zu bringen, aber unverrichteter Sache den Austrag in die Hände des Präfi« Braten Faure zurücklegen mußten, schien der Entschluß FaureS, den der gemäßigten Richtung der Radicalen angehörigen Senator Prytral mit Cabinetsbildung zu betrauen, der Krisis ein Ende machen zu wollen. Doch auch Peytral sah schließlich die Unmöglichkeit ein, seiner Ausgabe gerecht zu werden vnd verzichtete, nachdem er mehrere Tage al« der „kommende Mann" gegolten hatte, auf die Ausführung des Auftrages. Nun hat Frankreich durchaus keinen Mangel an Minister- candidaten; e» giebt dort eine große Anzahl Männer, welche Bereit« an der Spitze der Regierung standen, und noch eine Veit größere Zahl solcher, die irgend ein Portefeuille inne ha'ten. Dazu kommt, daß mau sich wegen der Besetzung der einzelnen Portefeuille- keine allzu großen Skrupel Wachteln Minister, welcher in dem einen Ministerium die Finanzen leitete, übernimmt in dem anderen da- Acußere u. s. w., ja es ist bekanntlich schon der Posten des Ministers des Kriegs einfach an „Zivilisten" vergeben worden, wie z. 3. an Frehcinet und Lavaiguac, und Präfident Faure hat früher längere Zeit das Portefeuille der Marine inne gehabt. Also, wie gesagt, Ministercandidaten find genügend vorhanden, umsomehr als Kammer und Senat einen weiteren Vorraths- schrein für dieselben bilden. WaS die Bildung eines neuen Cabinet- schwierig macht, da- find die Parteivnhältniffe, welche in Frankreich dabei die Hauptrolle spielen. Die Kammer hatte durch ihr Votum vom 14. Juni verlangt, daß ein auf die Einigkeit der Republikaner ge- giündetes Ministerium zu Stande gebracht werde. Aber schon die Combiuation Pchtral würde diesem Verlangen nicht entsprochen haben, da Prytral, wie schon oben gesagt, den Radicalen angehört- und obwohl er den Republikanern weit- gehende Zugeständntfie machte u. A. sür die Einigung gegen die Sozialisten und die monarchistischen Rechte fich auS' gesprochen hatte, so war sein Mühen doch umsonst gewesen. Jetzt hat nun ein noch weiter litikS stehender Candidat, Briffon, den Auftrag zur Cabtnet-bildung übernommen, und es scheint, als ob er entschloffen sei, sein Werk auch durch- zuführen. Brifion ist einer der bekanntesten Politiker der franzö« fischen Republik, mehrfach Ministerpräsident gewesen und hatte zuletzt den einträglichen Posten eines Kammerpräsidenten inne, bi« er bet Beginn dieser Session von den gemäßigten Republikanern verdrängt wurde. Brifion hat lange gezögert, ehe er den Auftrag zur Cabtnet-bildung acceptirte. Sein Sinn steht nach etwas Höherem, er hofft, einmal in das Elysee eiuzuziehen, wenn die Stelle des StaatSchefS frei werden sollte- und dazu ist unbedingt vothwendig, daß sein politischer Ruf intact bleibt, daß er nicht größere Mißerfolge hat und die Parteie» nicht allzusehr gegen fich aushetzt. Sein Standpunkt wird um so schwieriger sein, al« Briffon em tadelloser Charakter ist, welcher fich nicht gern auf Schachergeschäste etnläßt. DaS Cabinet, da« er bildet, dürfte einen ausgesprochen radicalen Anstrich haben, und schon dieserhalb wird eS einem heftigen Ansturm sowohl in der Kammer wie auch im Senat begegnen, denn in der Kammer haben die gemäßigten Republikaner und die Clericaleu eine, wenn auch nur geringe Majorität, und im Senat ist mau auf die Radicalen noch weniger gut zu sprechen. Briffon wird also versuchen müffen, ohne Kammermajorität zu regieren. Er hat mit seinen künftigen College« im Ministerrath bereits sein Programm aufgestellt, in welchem die Frage der Einkommensteuer, die Herabsktzung der Ge- treidrzölle und — die DreyfuS-Affaire eine Hauptrolle spielen. Die erstere steht bekanntlich schon seit Jahren in Frankreich auf der Tagesordnung, ohne daß e« bei den verschiedenartigen, einander widersprechenden Jnterefiru gelungen wäre, dieselbe zu Ende zu führen. Die Herabsetzung der Getreidezölle war erst vor Kurzem anläßlich der Brotvertheuerung verfügt worden, und man geht jetzt damit um, den alten Zoll wieder einzuführen. Einen großen Einfluß auf die innerpolitischen Berhältnifie Frankreichs wird auch die DreyfuS- Angelegenhett auSüben, umsomehr, al« die Gegensätze in dieser Frage noch immer schroffer zu werden scheinen. Wie gesagt, einen leichten Stand wird Brifion nicht haben, wenn er wirklich ein Cabinet zu Stande bringt. Den guten Willen, für sein Vaterland werthvolle Dienste zu leisten, wird man ihm nicht absprecheu können, aber der Widersacher Aus Kenn Knurigs Schlafrockpredigten?) Wirthschaftsgeld. Schon wieder fein Geld? Ja, glaubst du, Kind, da« Geld wachse au den Bäumen und man brauche es nur htrunterzuschüttrln und einzusackm? Du mußt eben sehen, wie Du damit auökommst. WaS ich dir zur Verfügung si'lle, ist wahrlich für einen kleinen Haushalt, wie der »aserige, vollkommen auSreichrod. Andere Leute müfien fich mit viel weniger begnügen. Du spartest ohnehin fast mehr el« zulässig, und aller sei so rheuer? Ja, eintheilen, daS Ist eS eben, eintheilen! Darin besteht die ganze Kunst der -auSwirthschaft. WaS ich sagen würde, wenn du die Küche laapprr hieltest, ich wäre ohnehin schon jetzt mit allem un- zufrieden? Also ick bin wohl wieder daS Karnickel! und wenn ich deinen Bück nach dem Cigarrenschrank hin recht »erstehe, so denkst du dir, ich sei der Verschwender, der dir Seinen Haushalt unberechtigt schmälere. Was mir schon vieder etnfiele? Ob zwar eS nicht schaden könnte, wenn ich -uch für meine Perlon etwa- sparsamer wäre? Da haben roirß! Ich kann dich versichern, daß ich nie im Leben mir gegenüber so gekargt habe, wie tu der Zeit, in der wir ver- »etrathet find. — Nein, da« soll keineswegs ein versteckter Borwurf fein, ich will dir überhaupt keinen Vorwurf machen, aber wir müffen doch bedeuken, daß unsere HauShaltuog noch größer werden wird utiu da« schon bald, hahaha! Na, wenn Ba mir auf den Mund schlägst, muß ich freilich schweigen. AebrtgeuS, wie viel brauchst du? Das erste Kind. Gesegnete Vaterfreuden! Seitdem der Balg im Hause it und alle Wände voll chreit, ist e« wahrhaftig nicht mehr zum aushalten. Ich gelte nicht«, gar nicht«, alle»!dieses keine Fräulein da! Die ganze Wirthschaft ist auf den Kopf *) Verlag von Levy & Müller, Stuttgart. (Preis in illustr. Umschlag Mk. 1.50. gestellt, alles muß nach den Jammerarien dieses QuitschvogelS da tanzen. Und Nacht« kann man kaum für eine Stunde die Augen schlteßen. Rabenvater, sagst du? Natürlich, wenn fich einer in Erinnerung ruft, daß er auch sozusagen auf der Welt sei, io ist er ein Tyrann, ein Barbar, ein Rabenvater, ein — waS weiß ich! Wenn noch dieses Verhä schein irgend- wie nützlich wäre, aber im Gegenlhetl, ein Kind wird dadurch nur eigensinnig. Na, der Balg soll nur größer «erden, da will ich ihm die Launen schon auSireiben. Ich soll dein Kind nicht Balg nennen? Dein Kind? Ist e« nicht auch mein Kind? Freilich, die Launen hat fie ganz von dir, wie sie dir überhaupt auch Äußerlich gleicht, trotzdem du mir ein- reden willst, fie sähe mir ähnlich. Ja, ja, sag nur: „Komm, süße« Püppchen, dein Vater hat dich nicht lieb." Ich habe fie mindestens so lieb, wie du fie hast, aber deßwegen muß ich mich doch nicht ganz in den Hintergrund drängen lassen. Du hast kaum mehr einen Blick für mich, du stehst, du hörst, du kennst nur Maust. Ob ich am Ende gar auf mein Töchterchen eifersüchtig wäre? Kindereien! Aber schließlich und endlich bin ich doch auch wer. Alle« mit Maß! Da heißt es aber gleich, wir Männer hätten kein Herz u s. w. Du könntest daö Kind doch nicht schreien lafien? Warum nicht? Schick e« hinan« und laß e« schreien, bi« e« au«- geschrieen hat. ES wird schon aufhören. Man muß Kinder nicht zu sehr verwöhnen. Spartanisch muß die Erziehung sein, sag ich dir, spartanisch! Nur so erzieht man ein ge- snnde« und starkes Geschlecht. Na, warte nur, bi« du größer wirst, da will ich dir schon mit dem Stock die kleinen Nücke« und Tücke« auStreibe«. Na, Clara, du brauchst nicht so ent- setzt dreinzuschaue« und die Hand schützend vor der Kleinen auszustrecken, vorläufig ist e« mit de« Prügeln noch nicht«, obgleich ich zuweilen dazu Lust hätte! . . . Sieh nut, wie verschmitzt fie jetzt herguckt, al« ob fie jedes Wort verstünde. Und fie versteht e« auch, scheint mir. WaS sagt fie? Wah? Und du meinst, da« soll Papa bedeuten? Warum nicht gar! DaS kann ebenso gut Mama heißen . . . Sagt, noch einmal: Wah, wah! Wie fie lacht! Aber daS sage tch dir: wenn du glaubst, da- ganze Hau« auf den Kops stellen zu können, so irrst du dich. Verstanden? Dann gibt eS Prügel, ja, find doch zu viele, als daß man ihm eine ersprießliche Thätig- keit progvosticiren könnte. (xx) Deutsches Reich. Berlin, 28. Juni. Bei der heute erfolgte« amtlichen Feststellung des StichwahlergebnisseS in Berlin wurden die bekannten Zahlen durchweg bestätigt. Hinsichtlich bei zweiten Berliner Wahlkreise-, wo die Socialdemokraten gegen eine Mehrheit von nur 15 Stimmen unterlege« find, gab jedoch der Wahlcommiffar eine Erklärung zu Protocoll, wonach von den 268 als ungiltig erklärten Stimmzetteln 12 für Kischer abgegebene Stimmen al« giltig zu erkläre« sein dürften. Damit geht die Mehrheit für Kreitling auf 3 Stimmen zurück. Berlin, 28. Juni. Der „Ostafiatische Lloyd" hat in seiner letzte« Nummer die Notiz gebracht, China habe dem Deutschen Reiche tn Chefoo ein Areal überlaffeu, welches zu einer deutschen Ansiedelung verwendet werden soll. Daffelbe soll umfangreicher sein al- dasjenige, auf dem fich gegenwärtig die fremden Avfiedelungen Chefoo« befinden. Nach Erknndtgungen an maßgebender Stelle kann die „Post" mittheilen, daß dort von einer solchen Abtretung nichts bekannt sei. Ausland. Budapest, 28. Juni. OsficiöS wird die BlSttermeldung, Graf Thun habe vom Kaiser die Ermächtigung zur Auflösung deS österreichischen ReichSrathe« und zur Reoifion der Verfaffung erhalten, für unbegründet erklärt. Chiaffo, 28. Juni. An« der Provinz Avillino wird der AuSbruch schwerer Unruhen gemeldet. In Gesualdo stürmte die wüthende Menge daS Steueramt und verbrannte mehrere Wachthäuser. Militär schritt ein und stellte die Ruhe wieder her. 28 Ruhestörer wurden verhaftet. VervierS, 28. Juni. Ein Aufruf der socialdemokratischen Partei verbietet den Zuzug fremder Arbeiter nach Aachen zur Ersetzung der dort strikendeu Arbeiter der Weberei Firma Arholff & Schnell. Gleichzeitig wird zu Geld- Unterstützungen für die Stlikrnden anfgefordert. Paris, 28. Juni. Präsident Faure wird heute Abend das Decret betreffend die Ernennung de-Cabinet« Brisson i ii । m p, ganz derbe Prügel. Ur,b wenn du Nachts nicht ruhig vjst, so — wie fie dreinschaut! Komm zu mir! Jetzt heißt eS wieder, ich halte fie ungeschickt. Ich muß wohl erst einen Sprcialcursu« im Kinderhalten nehme«, ehe mir daS hohe Glück gegönnt ist, mein Kind erfaffeu zu dürfen. Au, mein Ban! Wirft du loSlaffe«, du Nichtsnutz! Hier, Clara, nimm fie wieder und — wie gesagt: strenge sei«, recht strenge! ______________ Von der Toilette. Da« alte Lied: „Ich habe nicht- anzuziehen." Das war auch der erste Ausruf EvaS nach ihrem Unterricht bei der Schlange. Ihr Frauen habt nie etwa- aozuziehen, und mögen auch die Spinde übervoll von theuerem Flitterkram sein. Woher das Geld dazu kommt, da« ist euch Nebensache, kümmert euch überhaupt nicht, dasür soll der Mann sorgen. Im Hau-Halt unvernünftig mit Pfennigen knappen und im Modeleben ebenso unvernünftig die Goldstücke ausstreuen, daS ist euch all?« gegeben. Du hättest dir daS ganze Jahr nicht- machen taffen? Darum handelt e- fich nicht- die Frage ist, ob du überhaupt etwas brauchst, und die möchte ich verneinen. Da- verstehe ich nicht! Da- verstehe ich nicht? Meinst, es gehöre wohl etwa« Außerordentliches dazu, um diese hohe Kunst, dieses edle Wiffen zu verstehen? Allerdings, die Mode, die Mode! Wenn die euch beföhle, tn Sackleinen zu gehen, so würdet ihr eß mit Wonne thun. Selbstverständlich brauchst du einen neuen Hut auch und zweifellos ein derartiges Un- gethüm, wie eß jetzt häufig auf der Straße zu sehen ist — ein wahreß Monstrum von Grschmacklofigkeit, während dir dein letzter Hut ausgezeichnet steht. Du willst nicht zu« Gespött deiner Freundinnen, Bekannten und aller Welt werden? Ja, die lieben Freundinnen, die lieben Bekannte« und die allerliebste sogenannt.! Welt! Ob eine Sache nothwendig ist oder nicht, daß ist euch ganz einerlei, der Hauptpunkt ist, die Anderen in Aeuß rlichkeiten zu übertrumpfen, fie damit zu ärgern. Du gingest einfach genug und brauchtest doch sicher- lich für deine Person weniger alß ich für die meinige? Jetzt möchtest du mir gar den Anzug znm Borwurf machen, den jüngst der Schneider gebracht hat, oder vielleicht die Cigarren, unterzeichnen. Da» Cabiuet wird sich Donnerstag der Sammer vorstellen. Paris, 28 Juni, Der ^Figaro" fordert die Gemäßigten auf, dem Cabinet Brisson sofort den Krieg zu erklären. ^Jotranstgeaut" sagt, wenn die Regierung nicht befriedigende Erklärungen gegen die Dreyfu-freunde abgebe, würde fie sofort gestürzt werden. Loudon, 28. Juni. In Tampa wurden wiederum 15000 Mann aufgebracht, um al« Hilf» truppen nach e autiago abzugehen. Locales tmt provinzielle». BUbel, 28. Juni. Der Magistrat von Frankfurt a. M. hat bei dem Krei-amt in Friedberg und durch diese« bet der Gemeinde Vilbel um Genehmigung nachgesucht, eine elee- trische Bahn von Frankfurt a. M. nach Vilbel mit einer Abzweigung nach Bergen zu bauen. Da der Endpunkt dieser Bahn tu Vilbel nur bi« au daS Kriegerdenkmal, also an da« westliche Ende der Stadt, vorgesehen war, so haben die Bewohner de« anderen Stadttheil« eine Petition an da« KreiSamt in Friedberg eingesaudt und beantragt, daß die Bahn durch Vilbel bi« zur Friedberger Landstraße weitergeführt werden soll, damit diese Einwohner, welche theilweise über einen Kilometer von der Eisenbahnstation der Main-Weser-Bahn entfernt wohnen, auch einen Bortheil von der neuen Bahn haben sollen. D Darmstadt, 28. Juni. DaS heute verkündigte amtliche Wahlresultat verzeichnet für Cramer (Boc.) 12471, fürNoduagel (uat.) 11743 Stimmen. Die Mehrheit beträgt also 728 Stimmen. 91 Stimmen waren zersplittert resp ungültig. — Mau wird sich übrigens in national- liberalen Kreisen die diesmalige Haltung eines größeren TheilS oer Wählerschaft der antisemitischen und der CentrumS- Partei (daß die Demokraten für den Soeialisten find, wundert Niemand) für später merken. △ Mainz, 28. Juni. In der heutigen Generalversammlung des ^Allgemeinen deutschen Musikver- eins" kam der nicht unwichtige Antrag de« Beitritt- de« Allgemeinen deutschen Mufikverein« zu der am 10. Mai vom Verein deutscher Mufikalieuhäudler gegründeten Anstalt für mufikalischeS Aufführungsrecht zur Verhandlung: Letztere Anstalt hat den Zweck, auf Grund der jeweilig geltenden Bestimmungen des deutschen Urheberrecht« der Berner Urheber- Schutzveretuiguog und der Verträge de« Deutschen Reiches mit anderen Staaten das Urheberrecht au der öffentlichen Aufführung musikalischer Werke derart zu schützen, daß da» Recht des einzelnen Urhebers und seines Verleger- gewahrt werde, jedoch in Unterordnung unter da- höhere Recht der Allgemeinheit auf Pflege der Musik in Schule, Kirche und Hau«, sowie unter Berücksichtigung der Bedingung de« deutschen Musikleben« in der öffentlichen Mufikpflege. Gegen den Beitritt zu dieser Anstalt wurden in der heutigen Versammlung lebhafte Bedenken geäußert, indem durch die vorgelegten Satzungen die idealen Rechte des Autoren nicht gewahrt seien und die Folge daran« entstehen werde, daß die Auffüh- rnng von Werken lebender Künstler noch mehr zurückgesetzt würden. Die Concertleiter würden sich hüten, Novitäten auf. zuführen. Diesen Standpunkt vertraten hauptsächlich Prof. Sommer, Rösch-München und Otto Nothnagel, während Di-, Neitzel-Köln, Heiser-Schweiz, Prof. SachS-Müncheu u. A. zum Beitritt in die Anstalt riethen. Mit 17 gegeul4 Stimmen wurde am Ende der Anschluß des allgemeinen deutschen Mufikverein- an die Anstalt für mufikalische- Aufführung-recht beschloffen. V-VM-schtes. * Homburg, 26. Juni. Die erste der neuen Saalburg-Postkart en sandte Se. Maj. der Kaiser persönlich au Herrn Baurath Jacobi in lateinischen Worten, mit freundlichem Gruß, guten Fortschritt den Restauratton-.Arbeiten wünschend. Die in Berlin zur Post gegebene Karte trägt das Datum des historischen 15. Juni und ist darum gewiß dem Empfänger noch umso werthvoller. * El» Wahlcnriosnm aus der äußerst lebhaften Wahl- bewegung im Wahlkreise Teltow.BeeSkow.Storkow-Charlotten- burg wird mitgetheilt, daß zur Stichwahl in Charlottenburg ein „Dichter" ein Flugblatt vertheilen ließ, das also begauu: „SD Goethe, Schiller, Lesfiug, steiget — Hernieder ö’m Granit, vom Stein, — O leiht mir Eure Flammenworte, — Daß fie dem Blitz gleich schlagen ein! — . . . O, die ich rauche, da» GlaS Bier, das ich zuweilen trinke? Einen Verschwender könnte mich mein ärgster Feind nicht nennen. Die Sache wird nicht viel kosten und ich selbst werde «eine Freude daran haben? ES handelt sich nicht um die Kosten, sondern um die Nothwendigkeit der Ausgabe, und die möchte ich in aller Bescheidenheit in Zweifel ziehen. Und meine Freude! — Ei, ich freue mich jetzt schou ganz unbändig darauf, und du könntest mir zu meinem Geburtstage in der That keine größere Freude bereiten, als Fran Mode zu bitten, wieder etwa- unumgängliches Nöthige« au-zutüfteln. Ich soll nicht so ironisch sein? Fällt dir ein, ironisch! Im Gegentheil, ich bin ganz gerührt, zu sehen, wie du bemüht bist, mir Freude zu machen, und eS wäre wirklich grausam von mir, wenn ich dich in dieser Bethatigung edler Gatten- liebe behindern wollte. Wie viel brauchst du? Also bin ich doch ein Goldmensch! DaS ist schön. Ich zweifle gar uich», daß du daran auch früher nicht gezweifelt haft, denn für solche Toiletteupläne genügt nicht ein Silber- oder Nickel- mrnsch. Du kannst nicht im vorhinein wiffen, waS es kosten würde? Da« ist bedenklich. Ich soll witgeheu? Fällt mir nicht ein. Du und deine Lieferanten würden e« schou so Won etuzurichteu wiffen, daß ich doppelt so viel anSgäbe als du allein. Und da- alles hätte ich dann selbst gewählt. \ Danke schön, geh nur allein, aber wach'S bill g, ich bitte dich, mach'« billig! Schiller, Schiller, wohlgesungeu, — Wird doch Dein herrlich Glockeulied, — Doch eh' die letzte Zeil' verklungen, — Zerrinnt damit de« J-PunktS Fried'". — Und so geht eS durch nicht weniger al« 150 Strophen weiter. Beispielsweise ruft der Säuger: „Auf, Bürger, von dem Sorgeustuhl! — Bedenkzeit? Damit ist'» vorbei. — Kohorten von Umstürzlern schlagen — Dir Deinen Neubau fast entzwei ... — Ihr Juden, die Ihr Ordnung liebet, — Kommt, lasset heute Euren Grimm, — Lenkt ein bevor Ihr eS bereuet, — Mit helfet heut durch Eure Stimm' ... — Quer sein, still hin, ist heut Verrath. — Ring mit Dir selbst, Du Juden- f reff er, für heute giebt e« nur ein Ziel! — Trotz bieten e'tlem Uebermnth, Umstürzlern — Spucken in da- Spiel. — . . . Wo soziale Demokraten — Zur Stichwahl stehen, Bürger-manu, — Da giebt e- nicht- mehr für noch wider, — Da heißt die Ordre: Trete au? • Kriege ohne Kriegserklärung. In Hinsicht auf den gegenwärtigen spauisch.amertkanischen Krieg, bei dem die Feindseligkeiten ohne offictelle Kriegserklärung begannen, ist die Thaisache intereffaut, daß von allen Kriegen, die in den letzten beiden Jahrhunderten geführt worden find, nur zehn durch eine formelle Kriegserklärung eingeleitet wurden. Dabei ist die formelle Aufhebung des Friedeu-zustaude- ein uralter Gebrauch bei den meisten, selbst den uncivilisirtesteu Völkern. Die Kriegserklärung wurde gewöhnlich durch eine symbolische Handlung ausgedrückt. So schickten die Athener einen Widder in das Gebiet der Feinde, zum Zeichen, daß diese» Weideplatz werden sollte,- die Perser verlangten durch einen Boten Erde und Waffer zum Zeichen der Unterwerfung- die Franken schoflen einen Pfeil in das Gebiet der Gegner ab. * Emile Zola über die Lektüre junger Mädchen. Siu junges Mädchen, dem Backfischalter eben entwachsen, wandte sich vor einiger Zeit an mehrere hervorragende Schriftsteller, darunter Gerhard Hauptmann, Ibsen, Zola und Andere, mit der Frage: Welche ihrer Werke fich zur Lectüre für jugendliche Damen eignen. ES erhielt auf diese Anfragen nur eine einzige Antwort. Emile Zola fand inmitten der Aufregungen seine- Procefle- Muße, auf den Wunsch der Fragestellerin einzugehen. Er übersandte ihr folgende Antwort: Les jeunea filles ne doivent lire que ce que leurs parents leurs per- mettent, et an auteur n’a pas autorit6, pour löcider ceux de aes livrea, qui peuvent etre permis on defendus. (Die jungen Mädchen sollen nur daS lesen, war ihre Eltern ihnen erlauben, und ein Autor hat nicht die Befugniß, ihnen jene seiner Bücher zu bezeichnen, deren Lectüre ihnen verboten oder gestattet werden kann.) * Die schwedische Leua-Expeditiou zur Nachforschung über den Verbleib Andre eS und seiner Begleiter ist dieser Tage am Au-gangSpunkte ihrer schwierigen Aufgabe angelangt. Nach einem vom Expeditionsführer Joh. Stadtling verfaßten Reisebericht vollzog fich die Fahrt auf der neuen tranSfibirischen Eisenbahn unter wenig günstigen Umständen. Da auf der ganzen gewaltigen Bahnstrecke empfindlicher Wagenmangel herrschte, mußten die schwedischen Reisenden die dreieinhalbtägige Strecke von Tscheljabinsk in ungeschütztem Coups zurücklegen. Nach nahezu dreiwöchiger, ermüdender Fahrt langte die Expedition in Tulun, dem derzeitigen Endpunkte der tranSfibirischen Eisenbahn, an. Die bis jetzt dem Verkehr übergebene Eisenbahnstrecke schließt schon in Krasnojarsk ab, da die große Brücke Über den Jeniffei noch nicht verwendbar ist. Die schwedische Expedition ließ fich in einem Kahne über den hochgehenden Strom setzen- der heftige EiS- gang und die Nachläsfigkeit der russischen BootSmanuschast bewirkten jedoch, daß man den am anderen Ufer bereit stehenden Zug nicht mehr erreichte, sondern einen ganzen Tag auf der höchst unwirthlichen Station campireu mußte. In Tulun nahm man sieben Steppeupferde als Transport- mittel und trat mit ihnen die Fahrt nach dem 80 Meilen (schwedisch) entfernten Irkutsk an. Da durch die Vermittelung der rusfischen Behörden überall eine genaue Berichterstattung bezw. Hilfeleistung zu Gunsten AudrseS und seiner Begleiter angeordnet ist, so setzt man voraus, daß die bezüglichen Re cherchen beträchtlich erleichtert werden. An sich ist die Hoff, nung der Schweden, Andrse auf sibirischem Feftlande aufzufinden, nicht allzu groß. Man nimmt an, daß Andree — falls er überhaupt den afiatischen Contingent erreicht hat — schließlich wohl in der Lage gewesen sei, zu bewohnten Stätten zu gelangen und von da auS an sein Vaterland Nachrichten zu senden. Die Hauptaufmerksamkeit der Hilfsexpedition richtet fich vielmehr auf da- große Gebiet der neufibirischen Inseln, welche dem Lena-Delta in geraumem Abstande vorgelagert find. * Dm „Charlottenburger Nachrichten" schreibt man Über Bebel« prächtigen Landfitz am Züricher See: „Vor einigen Tagen fuhren wir nach Küßnacht am Züricher See, um uns Bebels Villa anzusehen. Schon von Weitern leuchtet der unmittelbar am See gelegene imposante Prachtbau mit seinem blutrothen Ziegeldache dem sich zu Dampfer Nähernde entgegen. Nach dem See zu befindet sich ein hübscher, großer Garten mit Lauben und Pavillons. Dieses Gartenland ist aber nicht etwa natürliches Uferland, sondern durch enorme Geldaufwendungen in den See aufgeschüttet. Vor der dreistöckigen Villa nach der Straße zu liegt ebenfalls ein großer Garten, in der Mitte von einem breiten Wege durchschnitten, der direct auf das Hauptportal von „Bebels Ruh" führt. Der ganze Garten ist als Weinberg eingerichtet mit tausenden von edlen Reben. Den Wein nennt man in der Umgegend analog dem italienischen „lacrimae Christi* sehr bezeichnend ,lacrimae atnltorum*, d. h. „Thränen der Leute, die nicht alle werden". Von der Straße wird das social« demokratische Allerhelligste durch eine feste, aus Granitquadern errichtete Mauer mit über die Mauer emporragenden, schräg abgestumpften Pfeilern abgeschlossen. Das Bebel'sche Wein- gut mit seinem stolzen Herrensitz repräsentirt einen Werth von etwa einer halben Million Mark. Das socialistische Handwerk nährt also seinen Mann, besser, als das frühere." * Tunnel unter bet M-erenpe von Gibraltar. Die „Schweizerische Bauze'lung- ve-öfftntlicht etn Projekt de« französtschen Ingenieurs Verlier, der den Ban eine« luter- continentalen Tunnels zwischen Europa und Afrika bezweckt, so daß zwischen Frankreich und Algerien eine Eisenbahnverbindung hergestellt und Marokko der europäischen Civilisation nähergebracht würde. Verlier führt in seine« Projekte die Trace de« Tunnels unter der Bai von Vaqueras nach Tanger, da die MeereStiefe an dieser Stelle 400 SRettr nicht Übersteigt. Der Tunnel würde hier eine submarine Länge von 32 und mit den Zufahrten an beiden Küsten eine Gesammtlänge von 41 Kilometer bei einer Moximalsteigung von 55 pro Mille erhalten- er soll zweigleisig werden. Die Verbindung mit den festländischen Eisenbahnen soll in Europa durch die der Küste zwischen Malaga und Cadix folgende spanische Linie Über Algectra« und Tarifa, in Afrika durch eine von Tanger Über Ceuta, Tetuan, Melilla und Nemours zu erbauende Bahn hergestellt werden, die fich bei Tlemceu an das bestehende algerische Netz anschließt. Die Kosten dieser Bahn werden mit 90 Millionen Francs veranschlagt. Den Tunnel selbst glaubt Berlier mit Hilfe eines neuen Bausystems für 3000 Franc- pro Meter, also für 123 Milli- onen Franc«, Herstellen zu können, so daß sich für da« ganze Unternehmen ein Kostenaufwand von 225 Millionen Franc« ergiebt. Unter Annahme eine- Jahre-fortschritte» von zwei Kilometern auf jeder Seite wird die Bauzeit für den sab- marinen Tunnel auf acht Jahre berechnet. Die franzöfisch, Presse beurtheilt dieses Projekt sehr sceptisch, da e« kau« denkbar erscheint, daß der Personen- und Güterverkehr vo, Frankreich nach Algerien diesen abgelegenen und auch kost- spieligeu Weg nehmen werde. Auch dürften die Schätzungen der Rentabilität zu hoch gegriffen sein, wonach auf Grundlage eine» täglichen Verkehr- von 600 Reisenden und 700 Tonnen die Betriebseinnahme für den Tunnel auf jährlich 7 Millionen Francs und für die Landstrecke auf 6,200,000 Franc», inSgesammt demnach auf 13,200,000 Franc« veranschlagt ist. • Ein Schutzpanz r gegen Rontgeu'sche Strahlen. Bekannt ist, daß die Röntgen'schen Strahlen, die für die Untersuchung de» menschlichen Körper» Ungeahnte» leisten, sehr unangenehme Nebenwirkungen auf die menschliche Haut haben, die in mehr oder weniger bösartigem Ausschlag, Schwellungen usw. fich äußern. Man versuchte fich bisher durch Anwendung dünner fiebsörwig durchlöcherter Metallplatten zu schützen, was jedoch nicht immer angeht. Ein Schutz ist aber um so nöthiger, al» manche Personen eine ganz besondere Empfindlichkeit gegen die hautzerstörende» Einflüsse der Strahlenart besitzen, und wenn das bei Leuten zntrifft, Technikern oder Aerzten, die besonder» viel mit Röntgen'schen Strahlen zu thun haben, so könnte dadurch eine direkte Schädigung der BerufSthätigkeit eintreten. Al- neueste» Mittel wird in der „Monatsschrift für praktische Dermatologie" ein Leim empfohlen, der au» Zink mit Zusatz von Zinnober und WiSmutsalz besteht. Dieser hat eine röth- liche Farbe, die derjenigen der Haut ähnlich ist. Mau trägt diesen Zinkleim in einer dicken Schicht auf die Hände aus und besitzt so einen ziemlich sichern Schutzpanzer gegen die Tücke der unstchtbaren Strahlen. • Unerwarteter Bescheid. Buchhalter: „Heute, Herr Prinzipal, sind eö zwanzig Jahre, daß ich in Ihren Dtevstei stehe!" — Principal: „Da sehen Sie, wie lange ich Geduld mit Ihnen gehabt habe!" Citeratur unfc Aunst. — Die Umschau. Ueberstcht über die Fortschritte und St« wegungen aus dem Gesammtgebiete der Wissenschaft, Technik, Literatur und Kunst. Jährlich 52 Nummern. Preis vierteljährlich Mk. 2.60. Postzeitungsliste Nr. 7362. Verlag von H. Bechhold in Frankfurt a. M., Neue Kräme 19 21. Eine Abbildung des englischen sog. Dum-Dum-Geschosses bringt die soeben erschienene Nr. 26 der Wochenschrift „Die Umschau" (Frankfurt ». M.). Dieselbe zeigt, welche furchtbaren Verheerungen das Geschoß im Körper deS Getroffenen anzurichten im Stande ist. Mit Recht wird dasselbe al» völkerrechtswidrig bezeichnet. Nr. 26 der „Umschau" zeichnet fich durch ihren prächtigen Jllustrationsschmuck aus, der eine Anzahl Bilder des schnell berühmt gewordenen MalerS Melchior Lechter t» vortrefflichen Wiedergaben zeigt. Ein Artikel von Georg Fuch« liefert einen werthvollen Eommentar zu LechterS Kunst. Allgemein interessiren dürfte der Aufsatz „Mißbrauchte Frauenkrast", der an der Hand deS jüngst erschienenen Buches der Schwedin Ellen Kw die Irrwege der heutigen Fraunr-Emancipation beleuchtet. Sehr interessant ist auch ein kleiner Aufsatz über Mozart» Ohr mit Ab« bttdungen, an den sich andere über den neuentdtckten Bestandthell der Luft, das Krypton, über Technische Neuheiten u. a. schließen. Da die „Umschau" mit ihrer nächsten Nummer ein neues Quartal beginnt, sei auf das anregende und vielseitige Blatt hiermit hingewiesen. Der mäßige Abonnementspreis — Mk. 2.50 pro Quartal — ermöglicht Jedermann die Anschaffung. — Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik. Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herauSgegebm voa Prof. Dr. Fr. Umlauft. 20. Jahrgang. 1898. (A. Hartleden« Verlag in Wien, jährlich 12 Hefte zu 85 Pfg. Pränumeration incl. Franco Zusendung 10 Mk.) Jedem, welcher sich für Geographie im weitesten Sinne interessirt, ist die „Deuttche Rundschau für Geographie und Statistik", die bereits im 20. Jahrgänge erscheint, aus daS Wärmste zu empfehlen, da man durch diese Zeitschrift stet» auf dem neuesten Stande erdkundlichen Wissens erhalten wird. Jede» Heft bringt in seinem allgemeinen Theile gediegene Aufsätze zur Länder- und Völkerkunde, über geographische Reisen und Entdeckungen. Daran schließen sich kleinere Beiträge astronomischen, physikalisch-geographischen und statistischen Inhaltes, Biographien hervorragender Geographen und Reisenden, sowie Mittheilungen auS allen Erdthetlen. Ein frischer, lebendiger Ton geht durch die ganze Zeitschrift, welche über zahlreiche treffliche Mitarbeiter verfügt. Dieselbe ist auch vorzüglich illustrirt und jedem Hefte eine werthoolle Karte beigegeben. Universität- - Nachrichten. — Geb. Regierungsrath Professor Anton Dohrn, Vorsteher der zoologischen Station in Neapel, ist von der Unioerfitat Cambridge »um Ehrendoktor ernannt wordm. k , — Bei der philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg habilitirte sich Dr. phil. Anton Baumstark mit einer Probevorlesung über da« Thema: „Der PessiimismuS in der griechisch'» Lyrik vom 8. bi« 5. Jahrhundert." — AuS Leipzig wird gemeldet: Der außerordentliche Profeffor an der hiesigen Universität, Dr. Hermann Hirt, ist von der Akademie der Wissenschaften in Wien mit der Dialektforschung innerhalb Serbiens während der Sommermonate 1898 betraut wordm. $ ff»* d° Kerge M Ba«< Mr in dem vc Ließen nöthtgei * Minder»« M «“"* L alaß vom 16. du« M dem geschrieben. Ne AuMrung« M-beschreibunge AmtSlocal zr na können letztere, km bezüglichen - ersehen, daselbst z 0 in Empfang g! zngebote sind bti LJI., Lorwiti Melk und mt «Mist portofrei a MMist 4 9 Gießen, den 24. Großh. 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