Ar. 100 Erstes Blatt. Samstag den 30. April________________________»**•>* tzrslketnt täflfid) mit Ausnahme des MonragS. Die Gießener Aamikienvtätter werden dem Anzeiger toödjentliu; viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bruigerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu ter Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer btS Borm. 10 Uliv Keneral -Anzeiger Alle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und Airzeigeblatt füv den Tl^eis Giefzeir. Redaction, Expedition und Druckerei: Schukstraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieben. Fernsprecher Nr. 51. Fassung der ersten Lesung genehmigt. Die Commission zur Borberathuug de» Pfarrerbesoldungsnesetze» uahm den Antrag auf Mehrbewilltguug von 450 000 Mk. an und sprach die Erwartung au», baß die mehrbewilligte Summe auch bald zur erforderlichen Erhöhung der Mindestgehälttr dienen werde. Berlin, 28. April. Der „Reichsanzeiger" meldet: Einer amtlichen Nachricht zufolge ist von den spanischen Behörden damit begonnen worden, die Häfen der Inseln Euba, Portorico und der Philippinen durch Torpedo- linteu zu sperren. Die Einfahrt in die genannten Häfen kann nur unter Führung der dortigen Hafenlootsen bewert- stelligt werden, welche fich auf der Außenseite der Ber- theidtgung»linie aufhaltrn werden, um den Schiffen den Weg zu -eigen. Ferner werden die obersten Behörden der genannten Inseln die Beseitigung der Seezeichen und die Au»- löschung der Leuchtfeuer anordnen, sobald diese Maßregeln zur Bertheidung der ihnen unterstellten Gebiete erforderlich werden. verlin, 24. April. Ein Tbetl de» ostafiatischeu Kreuzergeschwader» erhielt Befehl, fich nach Manilla zu begeben, um die dortigen deutschen Jntereffeu zu schützt». erfolgen. v. Gagern. Ve»tlch«» lUid?»tas. 77. Sitzung vom Donnerstag den 28. April 1898. Tingegangen ist die Novelle betr. Naturalleistungen im Frieden. r Tagesordnung: Weltpostvertrag. (Derselbe wurde bekanntlich im vorigen Jahre in Washington vereinbart.) Staat»secretär v. Podbielskt empfiehlt den Vertrag al» baß letzte Werk seine» großen Amtßvorgänger». Der Vertrag bewirke hauptsächlich eine Vereinfachung der Tranfit. gebühren, indem er dafür ein Pauschale einsühre. In seinen weiteren Ausführungen bemerkt Redner noch, daß ein lieber* etnkommen über die Postpackrtbefötderung mit Rußland schon für den nächsten Sommer zu erwarten sei. Die Vorlage wird widerspruchslos in zweiter Lesung genehmigt. ES folgt die erste Berathung de» Handel». Provisorium» mit England: Ermächtigung de» BundeS- rath» zur Gewährung der Meistbegünstigung an England und seine Colonien vorläufig b'.S Ende Juli 1899. StaatSsecretär Graf PosabowSky begründet die Vorlage, wobei er versichert, daß der BundeSrath von der ihm zu ertheilenden Ermächtigung da keinen Gebrauch machen werde, wo ihm nicht vollkommen den diesseitigen gleich- wrrthige Anerbietungen gemacht würde«. (Bravorufe rechts.) Die Vorlage wird ohne Debatte in zweiter Lesung ge- ”^m$ßcttei steht zur Berathung die zum Etat von den Ab- geordneten Paasche, Röficke und Genoffen beantragt gewesene Resolution betr. Verwendung von Surrogaten, speciell Süßstoffen, zur Bierbereitung. Abg Rickert (frs. Vg.) bittet um Absetzung deS Gegen- stände», da beabsichtigt sei, ein Amendement einzubriogeu. Ein Widerspruch hiergegen erhebt sich nicht. E» solaen nun die von der Etat»berachung rückständigen Petitionen. Eine Petition de» SckiffSsührer» Wolff, hauen in Wilhelmshaven um Gewährung eine» Wohnung». geldzuschuffe» nach Tarifklaffe 5 für Schiffsführer und Werft- AiirtUche* Th-Üo Gießen, den 29. April 1898. Betr.: Die ReichStagSwahlen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien deS Kreises. Nachdem die Wahlen zum Reichstag durch Kaiserliche Verordnung auf den 16. Juni ds. IS. anberaumt find, ist da» zur Vorbereitung de» Wahlgeschäft» Erforderliche unverzüglich inS Werk zu setzen. Wir übersenden Ihnen daher mit nächster Poft die hierzu erforderlichen Formularieu (Wahlprotokoll und Wähler- listen) unter dem Auftrag, die Wählerliste sofort in doppelter Ausfertigung aufzustellen, je. doch vorerst nicht abzuschtießen. Einlagebogen zur Wähler- liste sind nach Bedarf mit der Feder herzustellen. Zu Ihrer Instruction verweisen wir Sie auf §§ 1—3 und 7 de» RcichStagS-Wahlgesetze» vom 31. Mai 1869 (ab* gedruckt in Nr. 63 Aul. 1 Sette 7 de» Regierungsblatte» von 1870), sowie 1 und 7 deS Wahlreglemears vom 28. Mat 1870 (abgedrvckt in Nr. 63 Anl. 4 Seite 52 de«, selben Regierungsblattes) und bemerken hierzu noch, daß die Stimmberechtigten nach Bor- und Zunamen, Alter, Stand oder Gewerbe und Wohnort in alphabetischer Ordnung tn die Wählerliste einzutragen find. Die Offenlegung der Wählerliste (§ 2 de» Wahl- ngltment«) hat unfehlbar Donnerstag den IS. Mai ds. Jahres zu beginnen. Wtr weisen Sie daher an, Montag den 16. und Dienstag den 17. Mai ortsüblich bekannt machen zu lasten, daß die Liste der Wähler von Donnerstag den 19. Mai bis Donnerstag den 26. Mai ds. Js., beide Tage einschließlich, auf dem Gemeindehause dezw. dem etwa sonst von Ihnen hierfür bestimmten Locale, Bor- mittag» von 9 b'S 12 Uhr und Nachmittag» von2btS5Uhr zu Jedermann» Einsicht auSgelegt seien, und daß Einsprachen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste innerhalb acht Tagen nach Beginn der Auslegung bei Meldung de» Ausschluffe» bet Ihnen vorzubringen seien. Weitere Anweisung wegen deS Wahlgeschätst» wird noch Maschinisten beantragt die Commission durch Uebergang zur Tagesordnung zu erledigen. Da» HauS beschließt demgemäß. B:i einer Petition zum Postetat erklärt StaatSsecretär v. Podbiel»kt, daß e» allerdings für einen Postsecierär möglich sein solle, auch ohne Examen Oderpoststcretär zu werden. Bei einer weiteren Petition rügt Abg. Singer (Soc.), daß der BundeSrath beschlossen habe, die vom Reichstage ge- wünschten Gehaltserhöhungen für Postunterbeamte und Land, briefträger erst vom nächsten EiatSjahre ab eintreten zu lassen. StaatSsecretär v. PoddielSki entgegnet, er habe ja schon in der Commission gesagt, weßhalb e» nicht möglich sei, die vom Reichstage gewünschten Gehaltsverbefferungen schon in diesem Etat vorzunehmen. E» sei nicht angängig für die Postverwaltung, angesichts ihre» großen Heere» von Unter, beamten ander» al» gleichzeitig mit der preußischen Eisenbahn. Verwaltung vorzugehen. Letztere wolle die Gehalt»erhöhungen erst 1899 eintreten lasten. E» folgt nun die Fortsetzung der gestern abgebrochenen Berathung über den Gesetzentwurf (Antrag Saltsch) betr. da» BeeibigunpSverfahren und Bestrafung auch der unbeetbeten wissentlich falschen Aussagen. ES wird zunächst bebattirt über ben Antrag Rintelen (Centr.) betr. auSbrückliche Zulassung eineß konfessionellen Zusatzeß zum Eibe. Inzwischen ist zu bemselben § 143 der Civilprozeß- orbnnng noch ein Antrag Saltsch etngegangen, welcher den constssionellen Zusa* n; in gan; ; dorgeschriebener Form zulasten will, und zwar für Evangelische: durch Jesum Christum zur Seligkeit- für Katholiken: und sein heiliges Evangelium. StaatSsecretär Nieder ding verwahrt fich gegen eine «nbeuiung RinteleuS, als ob er bet btefer Gelegenheit christlichen Gefühlen entgegentreten wolle. Nicht» liege ihm ferner, al» bie«. Abg. Träger (frf. Bp.) bemerkt, brr Antrag Saltsch habe auf bei linken Seite be» Hauses bas höchste Befremden erregt. E» frage fich sogar, ob der Antrag nicht verfastungs. widrig sei. Abg. Stadthagen (Soz.) beantragt, § 143 zu fasten: Die Eidesformel lautet: Ich schwöre. Dem Schwörenden ist gestattet, einen conseffionellen Zusatz zu machen. Die Anträge Stadthagen und Saltsch werden ab* gelehnt, der Antrag Rintelen wird angenommen. Artikel 2 handelt vRn Strasgesetzbuch. § 52 und § 58 handelt von dem Recht zur Zeugniß Verweigerung. Die Commission hat die bisherige Befugntß de» Geistlichen, da» Zeugniß zu verweigern, dahin erweitert, daß der Geistliche über Dinge, die ihm bei Ausübung der Seelsorge anvertraut find, überhaupt nicht zu vernehmen ist und hieraus vom Richter aufmerksam gemacht werden muß. StaatSsecretär Nieder ding glaubt bezweifeln zu dürfen, daß die verbündeten Regierungen auf diese Aender. ung eingehen würden. Abg. Schall (cons.) beantragt hinter den Worten: bei Ausübung der Seelsorge, die Einschränkung einzuschalten: unter dem seelsorgerischen Geheimniß. Daß Hau» vertagt fich auf morgen 1 Uhr. Tage», orbnnng: Gesetz über bie Naturalleistungen- electrische Maß- einheiten- Petitionsberichte, Saccharinantrag Paasche, Fortsetzung ber heutigen Debatte. Schluß 5V8 Uhr. Deutsche» Reich. Berlin, 28. April. Der Kreuzer „@efion" mit bem Prinzen Heinrich an Bord ist am 27. April in Pagoda Anchorage angekommen und beabsichtigt am 30. b. M. wieber in See zu gehen. Berlin, 28 April. In der Commistion de» preußischen Abgeordnetenhauses zur Borberathung beß Pfarrerbe- folbungßgesetzeß (zweite Lesung) beantragte Abgeorb- neter v. Rautter bie Rückverweisung an bie Generalshnode. Minister M'quel wiberspricht ber Rückverweisung. Die Regierung erkenne nicht an, baß 1800 Mk. Mindestgehalt zu niedrig feien. Trotzdem fei die Regierung bereit, bie Staatß- beihilfe um 450000 Mk. zu erhöhen, wovon 300 000 Mk. auf bie evangelischen unb 150000 Mk. auf bie katholischen Geistlichen entfallen sollen. Die neu bewilligte Summe wolle man in erster Linie nicht zur Erhöhung ber Mindestgehälter verwendet wiffen, sondern dazu, daß eine Belastung der Ge« meinden vermieden werbe. Darauf wirb Artikel 2 in ber Wien, 28. April. Abgeorbnetenhau». Berathung ber Sprachenanträge. Der erste Antragsteller Prinz Liechtenstein (christlichsocial) führt in längerer Rede auß, wenn bie Tschechen Frieden wollen, müffen sie baß Peincip annehmen, daß in tschechischen Gegenden tschechisch, in deutschen Gegenden deutsch und in gemischtsprachigen Gegenden boppelsprachig amtirt wirb. Der Webner weist barauf hin, baß beide Nationalitäten getrennt wohnen, so baß bteseß Princip leichr burchzuführen sei, unb tritt für bie deutsche Staatssprache ein. Seine Partei halte an ber beutschen Gemeinbärgschaft fest unb werbe stet» für bie bebrüeften Stamme»genoffen ein* treten. (Lebhafter Beifall auf ber ganzen beutschen Linken.) Die Derhanblung würbe sobann abgebrochen. Wien, 28. April. Oesterreich-Ungarn wirb, wie verlautet, bezüglich be» spanisch-amerikanischen Conflicteß leine Neutralitätserklärung abgeben. ES wird auSbrücklicd hervorgehoben, daß da» Verhalten der Neutralen im Kriege ohnehin vö kerrechtlich geregelt sei, unb ba bie österreichisch- ungarischen Jntereffeu eine Veranlassung zu einer besonberen Neutralitätserklärung nicht bieten, so werde dieselbe unter- laflen. Nom, 28. April. Die Plünderungen in Bari haben einen größeren Umfang angenommen, al» man zuerst glaubte. Viele Läden wurden auSgeraubt- auch daS.Gedäube einer VerstcherungSgefellfchaft wurde gestürmt unb bereu Bücher verbrannt. Alle Häuser finb verschlossen. Patrouillen burchstreiseu bie Stabt, acht Compagnien Infanterie finb ein- gerückt. Mau befürchtet, baß die Bewegung sich über bie ganze Provinz außbreitet. Pari», 28. April. Ministerpräsident Msllue schrieb an den Präsidenten de» Generalrath» beß Departement» BoucheS buRhone, ber bringend die Aufhebung ber Ge- treibezölle verlangte, bie Steigerung ber Getreibepreisr im Augenblicke ber Krieg»erklärung fei auf bie Befürchtungen hinfichrlich be» vorgehens ber krlegführenben Mächte gegenüber ben unter neutraler Flagge tran»portirten Waaren zurückzuführen. Infolge der Erklärungen Spanien» und Amerika» änderte fich die Lage vollständig. Frankreich ver- füge über ausreichende Getreibevorräthe. Die Ernte in Tunt» unb Algier verspreche ausgezeichnet zu werben, ebenso seien bie EruteauSfichten in Frankreich gegenwärtig sehr günstig. Die Aushebung ber Getreibezölle würbe nur ben Speculante«, inSbesonbere ben auSlänbischeu, zu Gute kommen. Pari», 28. April. Auf ben Philippinen ist baß Stanbrecht proclamirt worben. Pari», 28. April. Der Kreuzer „Deftructor" ist nach (Senta abgegangen, um ben amerikanischen Yachten auszn- lanern. London, 28. April. An ber Küste von Cuba herrscht schwerer Sturm. Gestern würben von bem Morrofort vier resultatlose Schüffe auf baß Flaggschiff „New York" abgefeuert. Daß Flaggschiff erwiberte bieselben nicht. London, 28. April. In Portorico ist ber Correfpon- bent beß „New York Heralb" unter bem Derbachte ber Spionage verhaftet worben. Madrid, 28. April. Die telegrophlscheu Nachrichten auß Key West über baß Bombarderneut von Matanzaß • • di« Metsterfchaf1S.Kußtourtft wird morgen SamStag in Gießen eintreffen. Derselbe, H. Kögel mit Namen, hat gestern Abend Coblenz verlassen, wird in Gießen verweilen und hier einen (den 519.) Vortrag halten. Der in Begleitung seine» Bruder» reisende Tourist hat am 6. April Pari» ver« lasten, um im Jahre 1900 zur Weltau»stellung von seiner Weltsußreise zurück zu feto. Die Fußretsenden wollen folgende Städte und Länder pasfiren: Part», Reim», Sedan, Luxem- bürg, Trier, Coblenz, Gießen, Marburg, Cassel, Eisenach, Gotha, Erfurt, Gero, Ehewuitz, Dre»deo, Bre»lau, Warschau, Mo»kau, daun südlich Teheran (Persien), Belutschistan, Indien, Tibet, Btrm-^, Siam, Sumatra, Java, Japan, China, Sibirien nach Moskau und wieder südlich nach Teheran, Bagdad, Jerusalem, Cairo und Nord-Afrika, Spanten und Parts. 1895—96 ging Kögler bereit» um die Welt und 1893 von New-Uork nach Sao-FranctSco. • • Preisausschreiben. Die Senckenbergifche Naturforschende Gesellschaft tu Frankfurt a. M. hat einen Preis von 1000 Mk. ausgesetzt für die beste Arbeit, die einen Thetl der Mineralogie des Gebietes zwischen Aschaffenburg, Heppen- heim, Alzey, Kreuznach, Cobleoz, EmS, Gießen und Büdtugen behandelt. Die Arbeiten find bi» October in verfiegeltem Umschläge, mit Motto versehen, au die Dtrectiou der Gesell- schäft etuzuretchen. Der Name deS Verfassers ist in einem mit gleichem Motto versehenen zweiten Umschläge bet« zusügen. • • Obst« und Weinbau in Hessen. Aus einer Aufstellung der landwtrthschaftlichen Vereine ergiebt sich, daß im Groß- herzogthum i. I. 1897 im Ganzen 182 772 Dctr. O b st im Werthe von 1 970,118 Mk. geerntet uud 310 023 Heto- liter Wein im Werthe von 8 721 861 Mk. geherbstet I worden find. Auf Rheinhessen kommen allein 293 223 Hecto- liter mit einem Werthe von 8 324 667 Mk. müssen mit Vorbehalt ausgenommen werden, da die amerikanischen Panzerschiffe genöthigt waren, sich nach einer halben Stunde zurückzuztehea. Erklärung ab: wenngleich die obligatorische Fletschschau in einer Reihe von BuudeSstaateu, wenn auch in verschiedene« Umfange bereit» besteht, so bin ich doch der Auficht, daß zum Schutz vou Gesundheit und Leben der Bevölkerung diese E urichtnog iw ganzen Reich, und zwar nach überrtusttwwendeo Grundsätzen, einzuführen ist. (Beifall.) E» besteht deshalb die Abficht, dem BuodeSrath den Entwurf eines RetchSge- fetzeS betreffend die Eivführnug der obligatorischen Fletschschau im ganzen Reich zur Beschlußfaffaug vorzulegeu. (Beifall.) Selbstverständlich werden gegenüber der ausländischen Einfuhr von Fleisch uud Fleischwaaren mindesten» gleich- werthige hhgietvtsche BorfichtSmatzregeln zur Anwendung gelangen wüffen, wie gegenüber den inländischen Erzeugntffeu gleicher Art. (Beifall). Bet der Vorbereitung deS Reich»- gesetze» wird auch der Punkt der zwangsweisen Schlachtvieh- verficheruvg mit in Erwägung zu ziehen sein uud ebenso eine zweckmäßige Berwerthoug der ConfiScate. (Beifall). •• Kaufmännischer Verein. Mittwoch den 27. April, Abends vou 9 Uhr an hielt Herr Realgymnafiallehrer Koob im kaufmännischen Vereinshause einen Vortrag über „unsere Sonne" mit Demonstrationen au Lichtbildern, welcher deutlich - . — ........ Die anwesenden Damen und Herren folgten aufmerksam dem ein- etuhalbstüudtgeu Vortrag uud belohnten den Vortragenden am Schluffe mit lebhaftem Applaus. Der Vorfitzende des kaufmänulfcheu Verein», Herr Orbig, dankte Herrn Koob im Namen de» Verein» und der Zuhörer mit warmen Worten und knüpfte daran die Bitte, ähnliche Vorträge möchten diese« folgen. Citerotu* „ ” Der Krieg -wischen den Vereinigten Staaten van Nordamerika und Spanien tu nach drr Verlchärsung, die der -wischen dtrsrn beiden Staaten auSgebrochene Eonflici ersahren hat, als unvermeidlich anzusehen. Bet den drohenden Verwickelungen, welche die Gebildeten aller Nationen mit gleichem Interesse versolgen, M eine übersichtliche und gut orienttrende «arte nicht zu entbehren. d^er die im Verlag- von Carl Flemming in Glogau erschienene Generalkarte der Dereintgien Staaten von Nordamerika mit den Ba bam a,Inseln und ifuba sowie mit Nebenkarten von Alaska und Portortco. De, vauptoorzug der Karte besteht darin, daß aus ihr die für dm bevorstehenden ioaniich amerikanischen Krieg in erster Linie in Betracht kommendm Gegendm und vor Allem die betreffenden Häsm in einer Au4d«hn- ung und Ueberstchtltchkeit enthalten sind, wie fit durch keine der biß« i »."lAenenen cialkarten auch nur im entferntesten erreicht wird. Diese vortreffliche Karie ist durch alle Buchhandlungen zum Preise von 1 Mark zu begehen • • Der 18. Berbaudllag deutscher Schlosser wird vom I *9. bi» 21. Juni d. I. in Eisenach abgehalten. Man I erwartet zu den Berathungen einige Hundert Schloffermetfter | au» allen Thetleu Deutschland». * e Der deutsche GastwirthStag, der für die Tage de» I 14- bi» 17. Juni in Berlin stattfinden sollte, ist mit Rück« I ficht auf die für den 16. Juni vorgesehene ReichStagSwahl auf eine unbestimmte Zett verschoben worden. • * 3« Amerika verstorbene Hessen. Son FraoctSco, Cal., Frau Katharina Hildebrand, geb. Schmidt, 51 Jahre alt, au» Merkenfritz. — Marietta, O., JohanoeS Kilmer,, 73 Jahre alt, au» Horbach. — Dayton, O, Wilhelm Kuchen, 85 Jahre alt, aus Guntersblum. — MaScoutah, Jll., John Sch arth, 67 Jahre alt, au» Essenheim. — Elisabeth, N-I., Frau Maria Dönges, ged. Froveberg, 77 Jahre alt, aus Gernsheim. — Washington, D.-C., Jacob Eller, 44 Jahre alt, aus Bergheim. Darmstadt, 28. April. Nach der Meldung eine» htefigeu Blatte» hat fich der Musketier Schäfer vom 118. Regt- «tut in WormS gestern Nachmittag hinter den Schteßstäuden iw Wald von Bürstadt erschossen, während seine Abthetluag Schießübullgen hielt. Da» Amtsgericht Lorsch wurde sofort von dem Falle verständigt. △ Mainz, 28. April. Die seit Wochen Im Gange befindliche Lohnbewegung im hiesigen Zimmer- gewerbe ist jetzt endlich friedlich betgelegt. Sowohl die Meister wie die Gesellen haben Entgegenkommen gezeigt und hat man sich auf einen allgemeinen Srundenlohn von40Pfg. geeinigt, gleichviel welchen Lohn der einzelne Arbeiter jetzt erhält. Bezüglich der Arbeitszeit verständigte man fich dahin, daß dieselbe von 11 auf 10 Stunden reducirt wurde. — I Nach nahezu vtermonatlicher Untersuchung ist man mit den I in dem hiesigen städtischen Gaswerke oufgetauchten Unter- I schleifen jetzt so weit gediehen, daß die zur Prüfung der I Bücher von Darmstadt hierher beorderten Mitglieder der Oberrechnuogskammer ihre Arbeit für beendigt erklärt haben und deren Resultat nunmehr als Grundlage de» gerichtlichen I Verfahrens dienen kann, von den bet der Entdeckung der I Unterschleife gefänglich emgezogenen Beamten finden sich nur I uoch zwei in Haft und ist die» der ein Geständniß abgelegt I habende Kassirer und ein Sassenbote. Wie bekannt, war der I Direktor de» GaSwerk» auch einige Zeit in Haft, doch ver- I lautet jetzt allgemein, daß die gerichtliche Untersuchung keine I unehrenhafte Handlung desselben zu Tage gefördert habe. ves»rfchtes. Gleiberg, 27. April. Am verflossenen Montag vor /7i«hi|e Frau eines htefigeu achtbaren I «wwohner» tu der Scheune erhängt aufgefuodeu. Die Frau, weiche außer ihre« Manne sechs Studer hinterläßt, hatte schon «ehrrnal» versucht, fich da» Leben zu nehmen, konnte aber bt»her stet» an der «u»führuug ihre» Vorhaben» gehindert werden. ~ »^Erburg, 23. April. Etu theure» versehen. JDfn ^ailbor, Poltzetpräfident voll «te»badeu, befand fich dieser Tage ans der Suerhahujagd bet Laasphe, al» er ein Telegramm au» Wie»baden erhielt, fich dort zn« I ®lner 6cr Prinzessin Louise vou Preußen etuzofiadeu. " ^nn vorgestern Morgen dort ab, um aus de« hiesigen Bahnhof in den Zug nach Frankfurt etuzustetgeu. Er verwechselte mit diesem jedoch den Zug nach Cassel, tu welchen er etnstteg. In der Nähe der vier Linden «erkre er seinen Jrrthum. Er zog rasch die Nothleine, um den Zug jum Halten zu bringen. Nachdem die» geschehen war, eilte « -nm Bahnhöfe zurück, wo ihm indessen der Zug nach Frankfurt vor der Nase adfuhr. Bo mußte er sich denn einen Sxtrazug nehmen, um noch den Anschluß in Frankfurt nach Wte»baden zu erreichen, wa» ihm auch gelang. Der «k-r-l-« °°d 6ae Ziehen bei Nathleiae bürfte dem Prinzen ein schöne» Stück Geld gekostet haben, somit also da» Diner ihm etwa» thener geworden sein. Aber er hat» ja dazu! D. Srankfuri e. M, 29. April. I« Zoolgischeu Garten ist am kommenden Sonntag der Sintrttt»pre1» a« vormittag auf 20 Pfg. ermäßigt. Am Nachmittag kostrt e», wie gewöhnlich 1 Mk. (Sinder 50 Pfg.). Da» Doppel- Coocert, bet dem dte Salkbrenner'sche Capelle »ttwtrkt, wtrb an diesem Tag zum ersten Mal wieder em Nachmittag statt- ttnöcn und soll bet entsprechendem ®etter, ebeofall» zum cr^en Mal tu diesem Jahr, tm Freien fein. JF. ei(»tniu bet ©aljhtlirf, 28. «uguft. Bon Herr» H. W. Cloo» in Ntdda wurde heute hier ein capttaler Auerhahn mit 1 Meter 30 Cemtmeter Flügelweüe ge- schossen. _ deeltn, 24. April. Wenn menschliche Unvernunft uud Geschmacklosigkeit etwa» recht Blödsinniges anShecken, so macht es trotzdem nur zu oft feinen Weg durch die Welt, selbst daun, wenn e» nicht nur blödsinnig, sondern auch ekelhaft ist. So wurde vor einiger Zett au» Pari» berichtet, daß dort kleine Zwergschildkröten mit Edelstetneo an»gestattet und von den Damen an kleinen Kettchen am Busen geuagen würden. Natürlich hat ein Berliner Juwelier da» nach- geahmt uud zeigt In seinem Schaufenster eine solche k eine lebenbe Schildkröte, die dazu bestimmt ist, später aus dem Busen von Damen berumzukriecheo. Zur Beruhigung Derer, die die Geschmacklosigkeit so wett treiben könnten, fich ein solche» „Schmuckstück" anzulegeu, wird verfichert, daß dte Thterchea neben anderen guten Eigenschaften auch die befitzen, „stubenrein" zu sein,- da» ist so ekelhaft, daß mau e» gar ntot weiter auSführeu kann. Da aber leider gegen Mode- thorheiten erfahrungsgemäß kein Mittel der Ueberreduog hilft, so möchten wir den Thterschutzvereineu rathen, fich hier ins Mittel za legen und die Hilfe der Polizei aozurufen gegen dte Thlerqnälerel, dte hier mit den kleinen Schildkröten getrieben wird. * ^lEtttn, 24. April. Der hier verstorbene Brauent- befitzer W.lhelm Meyer hat der Stadt Stettin 300000 Mk. vermacht. Die Summe soll zum Bau eine» städtischrn Museum» dienen. * Coustanz, 26. April. Da» große bei der Jafavterie- Kaserne gelegene Offizier-Casino ist in der vergangenen Nacht abgebrannt. • 8retz, 28. April. Die Schlächterwittwe Hetz hei« wollte Selbstmord verüben nnd stürzte fich an» dem zweiten Stockwerk ihre» Wohnhause» auf dte Straße. Ihr 25jährtger Sohn Bernhard lö biete sich daraufhin durch etnen Sttch mit einem Fletschermesser tu» Herz. Dte Wittwe ist schwer verletzt. Mabrtd, 28. April. Rach einer Meldung au» Havanna jotte Marschall Bianco von dem Plane der Amerikaner Keuutniß erhalten, in Cardena» eine Landung vou Waffen und Nahrungsmitteln für dte Insurgenten zu bewerkstelligen. Zu« Schutze von Cardena» stand nur ein einziges Kanonen- boot zur Verfügung. Gestern ka« nun ein amertkantscher Torpedojäger an das Kanonenboot heran. Diese» gab zehn SchÜffe ab, von denen drei trafen. Dte Verfolgung de» Torpedojäger» war undurchführbar, well auch da» Kanonen- boot Havarte erlitten hatte. »msterda«, 27. April. Ob fich die «öutgtn Wil- he Imine zur Feier ihre» Regterung»antrttt» schon verlobt, Ist eigentlich gleichgtltltig,- daß eß aber bald erfolgen wird, ist nach Lage der Verhältnisse für „die Letzte ihre» Stamme»" selbstverständlich. Interessanter ist, welche Stellung der einstige Gemahl der holländtfchen Königin einnehmen wird. Dte Engländer waren etnst nicht dafür zu haben, den Ge- wt^dte^köutgltcke' Brau^woll^e^^^^0 werden zu lassen, . ^mivarirauoncn an viajiouoern, welcher deutlich VrtnzC?nW«ttW OOO*fttnhS? n 8cnt0ni§ bation siegte, wie tief der Redner in diese Wissen- WM3 Pfund Sterling Apanage und schuft etugedrungen und wie fleißig er gearbeitet. Wang nach seinen Kindern bezw. dem Prinzen-Thronfolger ' ---- * - - - - H bon Wale» verbleiben. Die regierenden Königinnen Maria della Gloria von Portugal und Isabella verliehen ihren Gemahlen den König-titel. Auf die selbstbewußten, conser- vattven Holländer macht eß jedenfallß Eindruck, wer der Erkorene ist, und ist er selbst der Enkel einer holländischen Jtingefe, so dürfte dem „Köuigßtitel" nicht» im Wege stehen. Immerhin muß selbst eine „Majestät" auf dte Lande»ver- tretung, selbst tu Heirath»facheo, Rückficht nehmen, denn der Hetrath»vertrag pasfirt eventuell da» Parlament, «öutgtn Wtlhelmine tst allerdtngß vom Glücke mehr begünstigt al» btt einst wenig begüterte Königin Victoria von England. Denn die Königin, al» Haupt de» Hause» Oranten, hat etn .deutende» Prtvatvermögen, daß ihre Ctotlltste al» Rönigtn, 800,000 Gulden, nicht so sehr inß Gewicht fällt, und noch weniger, ob und wie viel der Prinz Gemahl oder 0 blpaoage bezieht. E» ist nicht ausgeschlossen, daß Königin Wilhelmine dereinst für den Gemahl Anforderungen an da» Land nicht erhebt. Washington, 28. April. In einer Conferenz mit den Jnsurgeuteuführern Nnnaz und Quesada beschloß General Mtle», tm Laufe der nächsten Woche dte Besetzung de» Hafen» und dte Errichtung eine» Depot» für Mnnüion und Lebensmittel in der Nähe von Havanna vorzuoehmen. Washington, 28. April. An Bord beß von den Amert- kauern gekaperten Schiffe» „Bolivar" würben 300 000 Peseta» vorgefuudeu. 5 ebiffsnad? richten. 8lorbbrat14?er Lloyd, tii Gießen oct treten vurch dte Agenten Carl Loo» unk» I. M. Schuldos. Bremen, 28. April. (Per transatlantischen lelegiaoh.) Der Doppelschrauben--Pofldampfer Bremen, Caoitän W. Neimkestev, vom Norddeutschen Lloyd In Bremen, ift beute 1 Uhr Morgen» wohlbehalten in New-2)ork ongekommen. Bremen. 28. April. sPer lransatlantiichen ZdeflranbJ Der Schnellpostdamyfe, Havel, Capt. H. Chiiflofter», vom Nord« deutschen Lloyd in Bremen, liebe Anzeigen der Stadt Gietzen. ] Kvaugelif che Re*ein6t. Sonntag den 1. Mai. Jubilate. G o t t e s d i e n st. I« -er Stadtkirche. Bonnittags 9*/i Uhr: Pfarrer Dr. ®rein Bormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MarcuSgemeinde. Pfarrer Dr. Grein. In der JohauneSkirche. Bormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel Vormittags 9'/, Uhr: Geh. Kirckenratb Professor D. Köstlin. Bormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lucasgemeinde. Pfarrer Dingeldey. Kathilifchk Gemeinde. Samstag den 30. April. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 1. Mai. 3. Sonntag nach Ostern- Vormittags von 61/« Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste heil- Messe; vor und tn derselben Austheilung der heil. Communion. , um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe; „ um 91/« Uhr: Hochamt mit Predigt- Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; daraus Muttergottesandacht. Dienstag und Freitag Abend um 6t/t Uhr ist Maiandacht. Sottesdimst der israelitischen ReligiouSgesellschast Sabbathfeier am 30. April 1898. Freitag Abend 7’5 Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr Predigt, Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 8*° Uhr Nachmittag 3“ Uhr Schrifterklärung in der Synagoge. Wochengottesdienfl Morgens 6»° Uhr, Abends 8” Uhr. Nachricht«». Depeschen deü Bureau „Herold". Berlin, 29. April. Die vorläufigen Dispositionell des Reichstages find dahin getroffen, bis zum Freitag der kommenden Woche mit dem ganzen parlamentarischen Material aafzuräumrn. Bom nächsten Montag an wird auf kein beschlußfähiges Haus mehr gerechnet. Die dritte Lesung der Mtlträr-Ttrafproceß'Refor« wird im Laufe der Woche noch erfolgen. — Der preußische Landtag soll zur gleichen Zeit geschloffen werden. Berit», 29. April. Dem „Berl. Tagebl." wird auß Madrid telearaphirt, das spanische Geschwader habe Cap Verde mit versiegelter Ordre verlaffeu. Die von dem am 23. April in Madrid abgehalteneu Kriegsrath gefaßten schlüffe sollen dem Befehlshaber noch übermittelt worden sein. Ob die Kohleuvorräthe der beiden Panzersch'ffe für eine größere Expedition außreichen und ob es der Flotte möglich sein wird, unterwegs Kohlen etuzunehmen, ist unbestimmt. Hamburg, 29. April, von dem gestern im hiesigen Hafen eingetroffeuen Dampfer „King» Lynn" find unterwegs der Capitaa, der Steuermann, der Steward und zwei Matrosen durch Sturzsee über Bord gespült und ertrunken. Louda», 29. April. Der „Times" zufolge wurde vor Havanna ein spanischer Second - Lieutenant und seine Ordonanz, die sich auf einem Schooner befanden, dicht bei MatanzaS von einem amerikanischen Kreuzer gefangen genommen und auf daS Flaggschiff „New York" gebracht. Beide Kriegsgefangenen wurden vom Eommandanteu der „New-York" auf Ehrenwort sreigelassrn. London, 29. April. Die Mouitore „Terror" und „Cornet" collidirteu bei MatanzaS Die Mannschaft deS letzteren Tch'ffeS konnte sich uur dadurch retten, daß sie an Bord de» ersteren sprang. — Während deS Krieges wird sich der Congreß in Washington nicht vertagen. — An der Grenze von Texa» wird ein Ueberfall seitens Spaniens befürchtet. Amerika verstärkt deßhalb dort feine Truppen. Loudon, 29. April. „Daily Mail" meldet aus H a v a n n a, die Stadt würde nicht bomdardirt werden, weil man überzeugt fei, daß die amerikanischen Truppen im Verein mit den Insurgenten von der Landsette auS sich Havannas bemächtigen könnten. London, 29. April. „Daily Mail" meldet, Marschall Blauco sammle seine Truppen auf der Nordküfte der Insel. ES stehe eine größere entscheidende Schlacht bevor. London, 29. April. Der New-Yorker Correspoudeut deS „Daily Chronicle" berichtet, daß infolge der schlechten LebenSmittel auf Cuba 150 000 Amerikaner, welche jetzt tu Chicamanga versammelt sind, von jetzt ab mit Eonserve» fleisch genährt werden, um sie an den Genuß desselben zu gewöhnen. Loudon, 29. April. „Standard" meldet auS Stngapore, es feien daselbst zwei frauzöfische Dampfer eiugetroffen, die eine große Anzahl Flüchtlinge von den Philippineu an Bord hatten. Madrid, 29. April. Ein officielleS Telegramm des Marschalls Blauco meldet, daS amerikanische Geschwader sei in östlicher Richtung abgesegelt. Eine» der große« Schlachtschiffe sei gescheitert und vier amerikanische Kriegsschiffe seien eifrig bemüht, daS Schiff wieder flott zu machen. — Ein Telegramm des „Jmparctal" aus Havanna meldet, die Insurgenten haben Szamedos angegriffen, wurden aber zurückgeschlagen. Madrid, 29. April. Marschall Bianco telegraphiere hierher, daßbeiHavanna einamerikanischerKreuzer aufgelaufen sei. Pari», 29. April. DaS Bombardement von MatanzaS begann Nachmittag 2 Uhr. Die „New-York" richtete vier von ihren sechs Kanonen, nämlich die von Panzerthürmeu vollkommen geschützten gegen die Vorwerke von Rubalcava und Maija, welche den Hafen-Eingang fianctren. Die New- York wurde von dem geschützten Kreuzer Cincinatti und dem gepanzerten Küstenwächter Puritan unterstützt. DaS Geschwader gab durchschnittlich 5 Schüsse in der Minute ab. Die Vorwerke erwiderten Anfang» heftig daS Feuer. Mehrere Projektile alten Systems trafen, ohne Schaden auzu'ichren, die Panzer- tdürme und die Etsenbrücke der „New-York". Nach dem 86. Schuß war da» Feuer der Vorwerke zum Schweigen gebracht. Die Amerikaner schossen nicht gegen San Severiu», daS Hauptfort von MatanzaS, weil der Geschwaderchef den Auftrag hatte, die permanenten Befestigungen vorläufig zu schonen und nur die provisorisch errichteten Schanzen zu zerstören. Mchtseuerwehr. Appell sämmtlicher Mannschaften: Freitag d. 6. Mai, Abends 81/» Uhr pünktlich, auf OswaldSgarten. Gießen, den 29. April 1898. 4502 ________________________Der Branddirector: Traber. _ lirliiiniitnuiiijiiiiiieii Vergebung von Straßenbau- arbeiten. Die für den Umbau der Kreisftraße Gießen—Hausen oberhalb des Forftgartens nöthigen Arbeiten und Lieferungen und zwar: veranschlagt zu: Erdarbeiten 4300 JL ChaussirungSarbeiten 3550 „ Pflasterarbeiten 70 „ Lieferung von Portland- cementröhren 198 „ Verlegen von Portland- cementröhren 52 „ sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Gamstag den 7. Mai I. I , Vormittags 11 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, wofäbfl Pläne, Voranschlag und Bedingungen zur Einsicht offenliegen, abzugeben. Gießen, den 27. April 1898. Der Großh. Kreisbauinspector. Stahl. 4500 EWpfeliiiingen ML WMans. Freibank. 4511 Heute uud morgen: Kuhfleifch n.ch: ladenrem, per Pfd. 52 Pfg Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfd. 40 Pfg. Bei Abnahme vou 20 Psd. ________» 35 Psg._______ Heute frische Schellfische per Pfd. 20 Pfg., empfiehlt 4519 I. M. Schulhof, Telephon 119.Marktstr. 4. 1896er ä Mk. 30, 1893er h Mk. 35, 40, 45, 50, Rothweiue, 1892er ä Mk. 40, 45, 1893er d Mk. 50 bis 60 die 100 Liter ab hier. F. Bremrstcck, Weingut Schloß Kupperwolf, Edesheim (Pfalz) 4489 JagiwerpachlMg Montag den 16. Mai Nachmittags 1 Uhr, soll die hiesige wieder leihfällige Gemeindejagd auf weitere 6 Jahre in zwei Abheilungen bei Wirth Herget verpachtet werden. Die Bedingungen werden bei der Versteigerung bekannt gemacht. Kaulstoß, den 28. April 1898. Großh. Bürgermeisterei Kaulstoß. Luft. 4493 Pn-fteigmulgeil Die Ziegeleigebäude der Stadt Lich, welche vor 17 Jahren neu erbaut wurden, sollen Montag den 9. Mai, Mittags 1 Uhr, auf dem Bürgermeistereibureau, entweder mit dem Grund und Boden oder auf den Abbruch an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Lich, den 28. April 1898. Großh. Bürgermeisterei Lich- Heller. 4505 Sachgemäße Untersuchung und Herstellung von MaxWelssbäeker, Einrichtung von Telephonen uud Electrotechuiker, GIESSEN, Südanlage 23. 4518 Postkeller Morgen SamstagAbend Pickesteiner♦ 4516 Uevmiethungen 4509] 4-Zimmerwohnungen zu ver- miethen._______Frankfurterstr. 95. 4486] Der untere Stock meines Hauses (zwei Logis) Frankfurterstr. 165 ist sofort zu vermiethrn.___________Fr. Jung. 4483] Ein moblirtes Zimmer zu ver- miethen.____________Wolkengasse 16. Wööl. Iimmer auf Wunsch mit voller Pension, zu verm. 4499____________Grabenstr. 11, JU. 3ioti neu Iirrgknchtctt Zimmrr zu vermiethen. 4508 Marktplatz 8. Mietgesuche 2-Iimmerwohnung mit Zubehör zu miethen gesucht. Offerten unter K. 1000 an die Expedition d. Bl.________________ (Sm junges Ehepaar sucht eine Wohnung von 2 bis 3 Zimmern und Zubehör per 15. Mai. Offerten mit Preisangabe unter W. 4501 an die Exped. d. Bl. ~~(Sofort gut möblirte Wohnung (Wohn- unb Schlafzimmer) gesucht. Offerten unter V. 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