1898 Mittwoch den 30. März Erstes Blatt Nr. 75 «16 Amts- unb Anzeigeblatt für den Rreis Gieren. Gratisbeilage: Gießener Familicnblätter Abonnements ° Einladung hleu, 1934 •**; **)*■ C*Ä' ML 109.90 39/ 88.10 Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstratze Ar. 7. $ttWU' 1183, Laura | 9180 35.8& Abg. Richter (frs. Vp) meint, die beste Kritik dieser Aeußerung sei, daß Herr Ahlwardt ihr Beifall klatschte. Eta Schiußantrag wird jetzt angenommen. Es folgen persönliche Bemerkungen zwischen den Abgg. Richter, Ahlwardt und v. Liebermann, worauf die Vorlage in nicht namentlicher Abstimmung definitiv äuge- nommen wird. ES wird nun der von ollen Parteien, mit Ausnahme der Socialdemokraten, unterzeichnete Antrag v. Levetzow bett. Errichtung eines DevkmalS für Kaiser Friedrich auf Kosten des Reiches berathen. Abg. Singer (Soc.) erklärt, den Grundsätzen seiner Partei widerspreche rs, monarchischen Ovationen zuzustiwmen. Er wolle aber darauf Hinweisen, wie oft die Socialdemo, traten während der 99 Tage gezwungen gewesen seien, den Rüpeleien der conservativeu Presie entgegeuzutreten. (Lebh. Unruhe rechts. Präsident v. Buol ruft den Redner hierfür zur Ordnung, zieht abrr den Ordnungsruf wieder zurück, nachdem er erfahren, daß sich jener Ausdruck nur gegen die conservattve Presie richtete.) Der Antrag wird angenommen. Morgen 12 Uhr: Dritte Lesung des Etats. Schluß 5’/* Uhr._____ 145.90 162.95 148 20 82.10 Adresse für Depeschen: Anzeiger $(*»«*< Fernsprecher Nr. 51. 14550 16220 1100 13»'" l. Mai M8. 98 aus dem neuen Vieh- raße. iMWe^eeinn, 1 Haus« u. LandwirWasl Nus an 4. NÄ Binnzug Im Ißtrlbt von SDK. 7000 i Düngemittel, flirrch»«"' )U1? Rinder »d Aezugspreta vierkeljährüch 2 Mark 20 Psg monatlich 75 Pszz. mit Brmgerlohn Bei Postbezug 2 Mart 5U W virrteljährlich. len, reinigt , Sprengers ischextract rill A. Kröll... iit Neuheiten versehenen illung fri 8* jU öjotiöito"» ll°b- —■— ragen M Hausschuhe, Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Mamtlienblätter werden dem Anzeiger »vchentlich viermal beigelegt. Deutscher Letcho Berlin, 28. März. Der Seniorencouveut de- RetchsragS beschloß, vor den Osterferien nur noch die dritte Berathung des Etats zu erledigen. Danach sollen die Osterferien eintreten und bis zum 26. April dauern. Die dritte Lesung der Mililärftrafproceßorouuug beginnt erst nach den Osterferien. Berlin, 28. März. Die „Berl. Corresp." theilt mit: Nach einem heutigen Beschluß d'.S BundeSratheS soll in dm ReichShaushaltetat für 1899 die Erhöhung der Gehälter der Postuuterbeamten und Landdriefträger vom 1. April 1899 ab entsprechend den Resolutionen des Reichstages eingestellt und eie Bewilligung durch den Reichstag beantragt werden. DaS AnfangSgrhvli der Poftuntetbeamten soll auf 900 Mark, da» Endgrhalt der Landbriefirager auf 1000 Mark erhöht werden. Die „Berl. Corresp." schreibt Wetter: Da daS Gesetz über d e Aushebung der Derpfl chtuug zu AmtScautioneu nunmehr veröffentlicht ist, bestimmte der ArbeitSmtuister, daß die Abzüge vom Diensteinkommen zur Ansammlung oder Verstärkung der AmtScautioneu vom 1. April ab nicht mehr eiuzubehalten sind. Berlin, 28. März. Die „Post" meldet: Der Arbeit»- Minister veranlaßte die Etsenbahndirectioneu durch Verfügung vom 21. d. MiS., bereits jetzt die erfordert chm Anordnungen zu triffeu, damit während des HerbftverkehrS die Betriebsmittel in größtmöglichem Umfange und in bestem Zustande zur Verfügung stehen. Die Berliner Eisenbahn- direction wurde veianloßt, mit allem Nachdruck darauf zu halten, daß die in Bestellung gegebenen Betriebsmittel rechtzeitig fertiggestellt werden. Berlin, 28. März. Die Socialdemokraten haben zur dritten Brrathuug drS Etats beim Etat des Reichskanzler» und der Reichskanzlei eine Resolution im Reichstage eingebracht, wonach die viel besprochene Berichtigung der Geweroe'OrdvuugS-Novelle von 1891 als rechtsungültig erklärt werden soll. Kola, 28. März. Die „Köln. Ztg." meldet aus London: Die Nachricht von der tatsächlichen Abtretung Port Arthurs an Rußland und von der Verschiebung de» englischen Geschwader» nach dem Meerbusen von Petschili erregt hier seit vorgestern Abend steigernde Unruhe und Aufregung. Der SamStag, sonst ein stiller Tag in den Regie- rungSämtern, war ungewöhnlich lebhaft. Die Minister kamen und gingen. Herr Balfour conferirte den ganzen Tag im Auswärtigen Amte. Arrrland. Bern, 28 März. Auf der Simplouroute fiel IVr Meter hoher frischer Schnee. Der Postverkehr ist unterbrochen. Die Reisenden in Bcrisal sind eingeschneit. Bern, 28. März. Von dem Alt RegierungSrath T euscher in Bern, dem Urheber der ersten ProjrctS einer Eisenbahn Thun Lötschberg'Blieg als ZasahitSlinie zum Simplon, ist ein neues Projekt einer Lötfchberg-Bahn mit einem 12 900 Meter langen und 1260 Meter über dem Meeres- spiegel culminirenden Haupttunnel auSgearbeitet worden. Die Kosten für die Ausführung dieser Projektes würden 37 Mill. Franc» betragen. Da» Gesetz wird ohne Debatte definitiv angenommen. Zur dritten Lesung steht alSdanu da» Flott en g esetz. Abg. EnuecceruS (nl) bemerkt in der Generaldebatte, er wolle die Aufmerksamkeit de» HauseS nur hin- lenken auf die Bedeutung der Flottenvermehrung für die Wisienschaft. Schon jetzt sei feiten« unserer Flotte viel ge- schehen sür Erforschung der Gewäffer: Tiefe, Meere»- strömungen rc. m k , StaatSsecreiär Tirpitz dankt dem Vorredner, daß er diese wisienschastliche Seite der Frage zur Sprache gebracht. Er hoffe, daß deutscherseits auf diesem Gebiete noch Manches werde nachgeholt werden. Abg. Liebermann von Sonnenberg (Antis.) erklärt die Flottenvermehrung für eine Nothwrndigkeit, bestreitet aber, daß die Stimmung im Lande zu der Vorlage eine so günstige sei, wie mehrfach behauptet werde. Nicht einmal die Mehrheit der Bauern stehe hinter dem Floittn- gesetz. Redner wendet sich sitzt den Abgeordneten Richter und Bebel zu und kritifirt in längerer Rede bereu ablehnende Haltung zum Flottengesetz. Abg. Fürst Radziwill (Pole) entgegnet auf die Aeußerungen des Grafen PosadowSkh bei der zweiten Lesung, der StaatSsecretär habe die Polen aufgefordert, die Ange- legenheiten de» Reiches und der Einzelstaaten voneinander zu trennen. Da» sei aber nicht möglich, wenn die Polen tu einem Einzelstaate solchen Beschränkungen nuterworsen würden, wie da» in Preußen geschehe. ES seien seitens der preußischen Regierung auch hier wiederholt Vorwürse gegen die Polen in ganz frivoler und unbegründeter Weife gerichtet worden. (Unruhe.) Präsident Freiherr von Buol erklärt, diese Aeutze- rung gegen die preußische Regierung mißbilligen und tadeln zu wüsien. _ ,, f „ - StaatSsecretär Graf PosadowSkh weist diese Aeuße- xunfl gleichfalls entschieden zurück und betont, daß mindestens das Verhalten eines TheileS der polnischen Bevölkerung An- laß zu den Maßnahmen der preußischen Regierung gegeben habe. So lange von den Polen keine Aeußerung vorliege, daß sie sich untrennbar verbunden fühlen mit der preußischen Monarchie, so lange dürften solche Angriffe gegen die preußische Rrgierang nicht gerichtet werden. Sobald die Regierung die U-berzeugung gewinne, daß die Polen ihre Zukunft allein in der Entw ckrlung und Zukunft Preußens erblicken, werde auch die Politik der preußischen Regierung gegenüber den Polen eine andere werden. Abg. v. Hodenberg (Welfe) erklärt, seine Freunde könnten der Bindung in dem Flottengesetz unter keinen Umständen zustimmen. r .. m Abg. Rickert (frs. Vg.) verwahrt sich gegen die Behauptung des Abg. Richter bei der zweiten Lesung, die Oppositionsparteien provozirr zu haben. Ec habe lediglich auf die Aeußerung deS Abg. Galler geantwortet. Nachdem Redner noch das vom Abg. Bebel wiederholt befürwortete Milizweseu bekämpft, betont er, daß er den jetzt vorliegenden Entwurf aus voller Urberzeugung unterstütze. Abg. Bindewald (Antif.) spricht Namens der Mi- uorität der Antisemiten gegen da» Gesetz. Abg. Richter (frs. Vp) wendet sich gegen den Abg. Liebermann v. Sonnenberg. Des Weiteren geht er aus die Rede de» Abg. Rickert ein, dabei Aeußerungen desselben vom Jahre 1889 citireud. Er kommt dabei zu dem Schluffe, daß zwischen ihm und dem Abg. Rickert der Hauptunterschied darin bestehe, daß Herr Rickert militärfromm und manne* fromm geworden ist. (Rufe: Sehr wahr !). Wenn dieser alle Militär- und Marineforderungen bewillige, dann müsie er auch in Steuerfragen nachgeben. Redner wendet sich schließlich nochmals gegen da» zur DiScusston stehende Gesetz, da» er rundweg ablehne. , Abg. v. Bennigsen (nl.) betont, in England hätten die Führer der Opposition niemals solche nationalen Fragen zum Gegenstand der Opposition gemacht und zur Begründung von Angriffen gegen da» Ministerium benutzt, um diese» zu stürzen. Abg. Bebel (Soc.) legt nochmals die ablehnende Halt- una seiner Partei gegen die Vorlage dar. Abg. v. Liebermann (Antis.) polemifirt gegen den Abg. Richter. Dieser fitze doch zu sehr im Glashanse und solle sich hüten, auf den Zwiespalt in der antisemitischen Fractiou hinzuweisen. In der ehemals so starken Fortschrittspartei sehe eS jetzt so au», daß, wenn man Richter einmal eine» Denkstein I-tz-, bfe Jwch-ll- nur lauten Wune: ,®ie deutsche Fortschrittspartei ihrem Eugen Zu-Grunde-Richter. (Lebh. Beifall und Heiterkeit, Ahlwardt klatscht Beifall). 138.- Sp 9i^° 36.10 n Kassier. Herrn Johs. MdI Keiloos gewährt. ikranke enz a. Rh. bemittelte bet m$. Prrisrll. ed. W. Ichtermann, ungeutranke, 83.50 - 112,90 Meßmer Anzeiger / AA* /V l A Alle Anzttsitn-Bermn-lungsstellen drS In- und ÄuilaeW MW II P L 11 L * II lll nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entyr» j-llt jttcent* US Sw ,---"5 « 28.30 | sH AH S'tz 13 S Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für das 2. Vierteljahr 1898 laden wir hiermit ergebcnst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrich'.cn- Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Lausenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter in allen Orten Oberhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschäft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, Hauswirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis feiner Besprechungen ziehen. Ein ge negenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Die „Metzener Familienblätter" werden dem Anzeiger wöchentlich 4mal (Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntags) beigelegt und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unterhaltungsstoff aus dem Gebiete des Familienlebens und der Hauswirthschaft bringen, und somit namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. April den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnements- betrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gietzener Anzeiger" Brübl'sche Unio.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch & Scheydq).________ Deutsche* 71. Sitzung vom Montag den 28. Marz 1898. Tagesordnung: Dritte Lesung der Vorlage, betreffend Entschädigung unschuldig Verurteilter. In der Generaldebatte kritifirt Abg. Stadthagen (Soc.) den Widerstand der Regierungen gegen das Verlangen «ach Entschädigung auch der unschuldig Verhafteten. $ Abg. v. Buchka (cons.) erklärt, seine Partei nehme die Vorlage an, wie sie jetzt fei. Dem Verlangen des Abgeord. neten Stadthagen könne sie nicht entsprechen, weil sonst die Abg!^B e^ck"h 0d.b®p.) plaidirt gleichfalls für da» Gesetz i« feiner jetzigen Faffung. Daffelbe wird definitiv angenommen. Es folgt die dritte Lesung der Vorlage, betreffend «nderweite Festsetzung de» Gesammtcontingeut» der Brennereien. tc <£> 60 Wie», 28. Marz. Heute Nachmittag wurde die Leiche der Erzherzogin Natalie in der Kapuzinergruft bei- gesetzt Madrid. 28. März. Ja einer Conferenz, welche di- Königin«Regentin im Palai« mit Ta gast a sowie mit den Ministern des Aeußern und der Colonien hatte, wurde beschlossen, Marschall Blanco zu befehlen, sofort einen Marine- Offizier mit einem SitnationSbericht der spanischen Maine- Commission, welcher die Ursachen der Katastrophe beschreibt, nach Washington zu entsenden. Die spanisch? Regierung gibt die Hoffnung noch nicht gänzlich auf, die Action Mac Kinleys eine Zeit lang oufhalten zu können. Rewyork. 28. März. Der „Newyork Tribüne" wird aus Washington telegraphirt, der jetzige Stand der Unter« Handlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Spanien habe im Sinne der Ausrechterhaltung drö Frieden« gute Fortschritte gezeitigt. —- Einer Depesche deS „Newhork Herold" zufolge hat der spanische Gesandte die Bereinigten Staaten ersucht, jede Action in der Cuba-Frage zu ver- schieben, da Spanien billige und liberale Vorschläge machen wolle, die die Vereinigten Staaten und Cuba befriedige» würden. Andererseits habe der spanische Gesandte gestern erklärt, Spanien werde seine SouveränitätSrechte auf Cuba nicht ausgeben. CocaUs rrrrd ptotHttaielles Gießen, 29. März 1898. ** Von der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben «llergnälizst geruht, nm 22. März den außerordentlichen Professor bei der philosophischen Facultät der LandeSuniverfität, Dr. Carl GrooS in Gießen, auf fein Nachsuchen auS dem Staatsdienste zn entlassen. *♦ Tagesordnung für die Sihnng der Stadtverordneten. Berfammlnng Frertag den 1. April 1898, Nach« mittags 3‘/2 Uhr. 1. Holzabgaben aus der Hand für das Rechnungsjahr 1897/98. 2. Verkauf von Hospitalge- lände an der Hosmannstraße. 3. Vermiethung der vorhinigen Stallmetstrrwohnuug; hier: MiethSpatronat. 4. Baugesuch deS L. Seultng für die Wallrhorstraße. 5. Die Verbesserung der Beleuchtung deS LudwigSplotzeS und der anschließenden TheilS der Grüubergerstraße. 6. Verbesserung der Beleuchtung in der Bergstraße. 7. Auswechselung der Gasleitung nebst Candelaber tu der Moltkestraße. 8. Bemesserung der Beleuchtung am westlichen Eingang der Nordanlage. 9. Anlage erhöhter Trottoirs; hier: Arbeitsvergebung a) für die Dammstraße zwischen Nordanlage und Wallthor,- b) für den SelterSweg -wischen Kreuzplatz und Maigass-- c) für da« Versetzen von Bordsteinen in der Lonyftraße. 10. Erweiterungsbau des RealgymnafiumS; hier: Vergebung ter Röhrenlieferung. 11. Herstellung einer fahrbaren Straße gegenüber der Löwengaffe nach der Südanlage- hier: Ab« änderung der Bestimmung über die Anlage von Vorgärten. 12. Den Sradtbauplan- hier: a) den „Großen Steinweg", b) Gesuch des L Seuliug, die Anlage einer Straße von der MoUkrftraße nach dem Steinweg betreffend, c) Gesuch des Karl Stohr, die Eintheilung seines Gartens daselbst in Bauplätze betreffend. 13. Ausleihung von Geldern aus der Plockischen Stiftung an die Baugenoffenschaft des evangelifchen Arbeitervereins. ** Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt find: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu RüddingShausen, Kcet« Gießen. Mit der Stellen ist Organisten- und Lectorendlenst verbunden. Eine mit einem evangl. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Flomborn, Kreis Alzey. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende.Lehrerftelle an der Gemeinde- schule zu Freimersheim, Kreis Alzey. Mtt der Stelle ist Organiftendienst verbunden. Sämmtlich mit dem gesetzlichen nach dem Dienstalter sich bemeffrnden Gehalte. **H. Stadtlhealer. Im Vergleich zu dem fragwürdigen Genuß der Vorstellung des Sonntag Abend« bot die gestrige einen guten Ausgleich. Zur Aufführung kam Rudolf Knetsrl« Volksstück „Die Lieder de« Musikanten", ein Stück, das zwar den „modernen" Anforderungen nicht entspricht, jedoch in seiner schlichten Handlung dennoch eine mächtige Sprache redet und von eindrucksvollster Wirkung ist. Man hat sich heuizutag beinahe abgewöhnt, sentimental zu sein, ein ergreifender Vorgang darf nicht mehr wie ehedem zu Thränen rühren, sondern dem guten Ton zufolge muß man dabei ewpftadungSloS bleiben, besser gesagt, man verlangt die Selbstoerleugnung der Gefühle, also unnatürlich zu sein. Und doch sehnt sich so manche« Opfer der Convenance und ©tquette nach jenen Stunden, wo man al« Kind über das Schicksal eine« liebgewordenen armen, kranken Nachbarkinde« aufrichtige, natürliche Thränen vergossen, der StandeSunterschiede und so vieles Anderen nicht gedenkend. Wie im Kleinen, so auch als Spiegelbild im Großen. Man hört bei diesem DolkSstück räfonniren über Butterftimmung, übertriebene Sentimentali' tüt usw. und bleibt der packenden Wirklichkeit und Wirkung gegenüber empfindungslos. Da« Stück wurde hier schon mehrmals aufgesührt, ist also seinem Inhalt nach wohl bekannt. — Die Vorstellung wurde zum Benefiz für Fräulein Berner gegeben, welche in der Rolle der Christine Gelegenheit fand, ihr schönes, vielversprechende« Talent nochmals zu zeigen und zu bestätigen. In ihrem Fache als sentimentale Liebhaberin bot fie im Laufe der Saison mehrere recht be- achtenSwerthe Leistungen. Mit der Verkörperung ihrer Christine zeigte fie gestern, daß fie Flügel hat, welche sie tragen werden im unternommenen Fluge nach Idealen, nach dem Wahren und Schönen, nach dem Vollendeten in der Kunst. Ihr Spiel zeigte Begeisterung, Leidenschaft und un- gesuchte Natürlichkeit, so daß fie ebenso rührend in der Scene des Wiederfindens ihres Vaters, al« innig liebend, schalkhaft und entschlossen im Zusammensein mit ihrem geliebten Erhard fia, zeigte. Und wie reizend und herzerfreuend anmulhig, wie natürlich und keusch berührend war der Abschied vom Geliebten, da« „Gute Nachf-sagen. Wahrlich eine durchaus einwandsfreic Wiedergabe. Der jungen Künsterin, welche an da« Düsseldorfer Stadttheater ferner verpfl chtet ist, wünschen wir alle« Glück für die Zukunft und ein von künstlerischen Impulsen getragene« BorwärtSstreben und Weiterschreiten auf den eingeschlagenen Pfaden der Kunst. Der beliebten Bene- fizicmtin wurden mehrfache Blumen- und Kranzspenden sowie lebhafter, anerkennender Beifall al« Ehren des Abends zu Theil. — Außerdem hatten wir Gelegenheit, unseren Mitbürger und frühere« Mitglied de« hiesigen Theaters, Herrn Max JaSkowSky in der Rolle de« fahrenden Mufikanten Lebrecht Winter auftreten zu sehen. Trotz mehrjährigen Fern- seins von der Bühne bot Herr JaSkowSky immerhin eine achtunoswerthe Leistung. Die ersten ©eenen zeigten sich etwa« pathetisch gekünstelt, die folgenden fesselten durch natürliche« Spiel und wirkten stimmungsvoll- die Gesangseinlagen kamen von ihm recht ansprechend zu Gehör. Auch ihm wurden leb- hafte Beifallskundgebungen gebracht. — Von den übrigen Mitwirkenden bot Herr Liebscher eine glanzvolle Charakterleistung mit seinem Martin Winter, dem, seinen Bruder als Vagabond und Straßenmusikant verachtenden reichen Bauern. Herr Janson al- dessen Sohn Erhard, der au« seiner Liebe zu der armen Mufikantentochter kein Hehl macht, war gut in jeder Beziehung, desgleichen Herr Doser in seiner Amt- mannswürdc. — Eine schwierige Rolle hatte Fräulein Na tusiu« mit ihrer Haushälterin Barbara, doch sührte fie diese mit bestem Gelingen durch. — Herr Albrecht als DvrfmufikuS, Herr Fritz schier al« Knecht Jobst, Herr Forsch als Invalide Puff bewährten fich in bekannt guter Weise. — Da« HauS war recht gut besetzt und nahm die Aufführung mit allen Zeichen sichtlichen JntereffeS beifallsfreudig auf. — Dem gestrigen Referat Uber die Aufführung von „Ein Besuch im Panoptikum" sei, zur Vermeidung von Mißdeutungen und irrigen Auslegungen eine Berichtigung nachgetragen, denn in dem Satze: Unser genügsames Theaterpublikum rc. (rrste Spalte, 10. Zeile von unten) müssen hinter „Besserem" die vergessenen Worte „in diesem Genre" (nämltch Schwank« Genre) eingeschaltet werden, sodaß der Nachsatz richtig lautet: da es mit Besserem in diesem Genre nicht allzusehr ver« wöhut wird. Ferner fehlt in der gleichen Spalte, 25. Zeile von unten, hinter „Aufnahme an anderen Bühnen" das Wort „vereinzelt". ** Etadtiheater. Donnerstag Abend findet die letzte Vorstellung dieser Saison statt. Gegeben wird „Romeo und Julia" mit Herrn Hofschauspieler Hacker von Darmstadt in der Titelrolle und Frl. Mariosf als Julia. Ueber Herrn Hacker als „Romeo" schreibt die „Pfälz. Bolksztg.": Herr Hacker hat, seit wir ihn zuletzt als „Romeo" gesehen, eminent gewonnen. Schon damals bot er Vorzügliches, das nur von Wenigen Überboten werden konnte, heute aber schafft er ein Bild des jungen Veroneser« von ungetrübter Idealität, das einfach nicht zu übertreffen ist. Schon seine äußere Erscheinung stimmt so wunderbar zu seinem Helden, daß das Publikum in lauten Beifall ausbrach, als er die Bühne betrat. Und ganz und gar im Einklang mit diesem äußeren ©ilöe steht die Entwickelung be« CharacterS durch den Künstler. Die schwermürhige Liebe zu Rosalinde, das Anflodern der wahren Liebe zu Julia, das süße Geflüster am Balkon, da« Ausjubeln bei der ersten Begegnung in der Zelle be« Lorenzo, dann dir Verzweiflung bei der Nachricht von der Verbannung und schließlich der SchmerzensauSbrnch an der Leiche der Julia — das Alle« kam ebeso lebenswahr als warm zum Ausdruck und war vom Zauber bestrickender Jugendlichkeit. Somit sehen wir einem genußreichen letzten Theaterabend entgegen. ** Theaterverein. Die 7. Vorstellung am Mittwoch dea 30 b. M. wirb ein Stück bringen, da« die LachmnSkeln der Zuschauer ununterbrochen in Bewegung hält. „Niobe" ist zwar kein neuer Schwank mehr, hat aber dafür den Vorzug, ein wirklich guter Schwank zu sein, waS man von den neuen Stücken diese« Genre« selten behaupten kann. Seitdem Blumenthal da« Stück au« dem Englischen in« Deutsche übertragen hat, gehört e« dem Rsperloir der meisten Bühnen — noch am letzten Sam«tag wurde cfl beispielsweise in Wie«, baden gegeben. ES ist wirklich die au« der Mythologie be# kannte Niobe, die uns in diesem Stück eutgegentritt, und fie wirb sogar toieber lebendig nach vieltausendjährigem Schlaf — dort nur im Traume. Die Hauptrolle liegt in den Händen des Herrn Helm, dem Fräulein Würdig fecun- dirrn wirb. Die Rolle zählt zu den besten de« Herrn Helm, in welcher er öfters gaftirt hat, und seine vielen Verehrer werben e« ihm gewiß banken, baß er am Schluffe ber Saison noch einmal in einer großen Rolle auftritt. Im Uebrtgen denken unsere einheimischen Künstler am Mittwoch dem Theaterverem zu beweisen, daß fie auch ohne Zuziehung eine« gefeierten Gast s wohl im Stande sind, ein gutes Stück gut zu spielen. Noch wollen wie darauf aufmerksam machen, daß wegen Wegfälle« eines Gasthonorar« die Preise an der Tages ! affe erheblich ermäßigt werben konnten. ** Kaufmännische Fortbildungsschulen iu Hessen. Ein der Zweiten Kammer unterbreiteter Antrag ber Abgeorbneten M e tz und Genossen lautet: In den ©tobten Darmstabt, Gießen, Offenbach, Worms unb Bingen bestehen seit einigen Jahren von den kaufmännischen Vereinen daselbst unter Mithilfe ber Städte unb befi HandelSstandeS bezw. ber Handelskammern gegründete Schulen für die fachmännische Fortbildung junger Kaufleute. Diese Schulen haben fich seither recht erfreulich entwickelt unb »erben biefelben sämmtlich von einer großen Anzahl junger Kaufleute betucht, welche je in mehreren (3—4) Klössen im Rechnen, Geographie, modernen Sprachen, Buchhaltung und HanbelSwissenschajten unterrichtet werben. Die Erfahrung hat nun aber gezeigt unb liegt eS in der Natur der Sache, baß ans die Dauer der Fortbestand unb die Weiterbildung dieser Schulen nur möglich ist, wenn denselben ein angemessener Staatszuschuß gewährt wird, wie einen solchen mit vollem Recht die landwirth chaftlichen und gewerblichen Fortbildungsschulen in hohem Maße erhalten. Gelegentlich der Babgetberathung ist in diesen Tagen von | £>errn Geh. Rath Emmerling Namen« der Großherzoglichen Regierung in dankenswcrther Weise erklärt worden, baß die Regierung gerne bete t sei, eine solche Unterstützung zu be- mtfltgen unb bte Interessenten fich nur zu spät gemeldet hätten und deshalb ihre Wünsche bei Ausstellung be« ©ubget« bltfeö Mal nicht hatt'n berücksichtigt werden können. Mit Rücksicht auf diese Erklärung der Grohherzoglichen Regierung und die weitere Thatsache, baß die betreffenden Schulen da» größte Interesse daran haben, baß ihnen schon sitzt, spätesten« aber mit bem 1. Octofeer I. I. eine Beihilfe gewährt wird, damit sie ihre Stundenpläne für den nächsten ötnter den dringend heroorgetretenen Bedürfnissen gemäß neu anfstrlletr können, beantragen wir: „die Kammer wolle die Großherzog, liche Regierung ersuchen, den Landständen baldigst eine Vorlage zu machen, wonach den kaufmännischen Fortbildungsschulen zu Darmstabt, Gießen, Offenbach, Worm« und Bingen ein angemessener jährlicher StaatSzufchuß bewilligt wird unb die Mit?el dazu in einem Nachtrag zum dermaligen Staatsbudget eingestellt werden." * • OmuibnS.Gefellfchaft. Wir machen nufere ßrfer unk Interessenten auf die morgen Mittwoch Abend 8»/9 Uhr in bett oberen Räumen be« Restaurant „Bavaria" (Feidel) stakt- findenüe G eneralverfamm lang ber hiesigen Omnibus« Gefellschaft noch befonber« aufmerksam- ber Vorstanb wird ben Jahres- und Geschäftsbericht erstatten, die Jahresbilanz vorlegen unb Neuwahl be«felben stattfinden. Auch können Wünsche unb Anträge, brn Betrieb und das ganze Unternehmen betreffend, daselbst vorgebracht werden. • • Gießener Volttbad. Wie im Jnseratrntheil bekannt gemacht wird, findet die Ordentliche Generalver- sammlung ber Actionäre am Mittwoch Nachmittag i/,4Uhr im Sitzungsfaale ber Bürgermeisterei statt. Wir machen bir Beteiligten mit Rücksicht auf bie Wichtigkeit ber Tages- orbnung hierauf befonber« aufmerksam. * * Befitzwechfel. Der „Kaiserhof" ging für bea Preis von 125000 Mk. an Herrn Friseur Stier über. Die Beivirthschistung befi Kriserhof« übernimmt ber bisherige Restaura eur be« „Hess. Hofe«", H-rr Lubwig Spuck. • * Hessische Offiziere. Dem „W. T." wirb au« Darm« stabt geschrieben: Am 1. April feiern wieber zwei berbiente höfische Offiziere den Tag, an bem fie vor 50 Jahren in die Armee eintraten. E« finb bieS der Genera «Major z. D. Friebrich Frhr. v. RotSmann, zuletzt persönlicher Abjutant de« Prinzen Alexander von Hessen, seit 1888 zur DiSpofition, und der General-Major z. D. August v. Hers, ber 1869 Flügelabjutant deS Großherzogs wurde und, nachdem er 1886 verabschiedet, noch heute al« Großh. Hess. Flügelabjutant ä la Buite geführt wirb. § Nieder Gemunden, 28. März. Vorgestern fanb hiev im Södler'schen Gasthaufe bie Frühjahr«,Conferenz ber Lehrer be« CovserenzbezirkS Nieder-Gemünben statt. Der Vorfitzende, Herr Krei«schulinspector Mathe«, eröffnete die Conferenz zur festgesetzten Zeit. Aus ber TageSorbnung stauben: „Wie ertheile ich meinen Schönschreibeunterricht?* Referent Herr Lehrer Sprengel-Ruppertenrod unb „Die prac- tische Bedeutung ber Raumlehre in der Volksschule", Referent Herr Lehrer Schwartz-Ober Ohmen. Beiden Referenten sprach ber Vorsitzende ben Dank aus für ihre fleißigen, wohl- durchbachteu Arbeiten. Die lebhafte Discusfion, welche ber Vorfitzende anzuregen wußte, unb bie Im verlaufe berfelben von ihm rnitgetheilten methobifchen Fingerzeichen ließen ben prominenten Fachmann erkennen. Nach verfchiebenen amtlichen Mittheilungen unb Festsetzung der Tagesordnung zur nächsten Conferenz schloß der Dorfitzende ben amtlichen Theil ber Conferenz, bem eine gemeinsame Mittagstafel folgte. A Mainz, 28. März. Die gerichtliche Voruntersuchung über ote in bem hiesigen städtischen Gaswerk vorgekommenen Unterschleife ist jetzt fo gut wie beendet. Von den verhafteten Beamten ist am verflossenen Samstag wieder einer in Freiheit gesetzt worden und befindet sich jetzt nur uoch ber Kassier in Hast. Letzterer hat eingeftonben, einen Betrag von ca. 17 000 Mk. veruntreut zu haben, nun ist eS aber komischer Weise trotz mehrwöchentlicher Untersuchung ber Bücher weder Mitgliedern der Oberrechnungskammer noch dem Gerichte gelungen, zu finden, auf welche Weise ber Kassier bie Unterschlagungen bethätigt hat. Außer kleinen Differenzen wurden weder in ben Büchern, noch in ber Raffe irgend» tote Unregelmäßigkeiten entdeckt. Soviel steht bereit« fest, daß die ganze Sache, die Anfang« diese« Jahre« hier mächtigen Staub aufgewirbelt hat, anfänglich sehr übertrieben wurde, und efi im Interesse de« Ansehen« unserer städtischen Verwaltung besser gewesen wär-, bei Wahrnehmung der Unregelmäßigkeiten mit mehr Ruhe unb Besonnenheit unb weniger Uebereifer zu Werk zu gehen. — Aus ber Mette be« RheiniS hier hat man letzter Tage einen Unterichlupf für alle« mögliche DiebSgesindel entdeckt. Nämlich in dem gedeckten, fich durch die Bogen hinziehenden Gange unter der hiesigen Straßenbrücke. In dem nur mit großer Lebensgefahr zu erreichenden Gange hatte fich männliches und weibliche« Gesindel ganz häuslich eingerichtet und eS fich, wie die zurückgelassenen Speisereste unb leeren Flaschen bewiesen, in dieser gefährlichen Situation wohl sein lassen. Durch vorüber« fahrende Schiffer wurde Geräusch wahrgenommeu und alsdann durch die Polizei da« Gesindel fortgetrieben. Die neuere Mittheilung an die Mitglieder der Johannes-Gemeinde vermag nicht, die Bedenken zu beseitigen, welche die beabsichtigte Gründung einer besonderen kirchlichen Armen- und Krankenpflege In weitesten Kreisen hervorgerusen hat. Das Rundschreiben erbringt keineswegs den Beweis, daß diese« Unternehmen sich durch einen bestehenden Nothstand, dem die Fürsorge des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege allein nicht gewachsen wäre, rechtfertigen ließe. Vielmehr geht ou« dem Circular deutlich hervor, daß es fich in dieser Angelegenheit, unter Verkennung dessen, waS unü einen sollte, hauptsächlich um Motive persönlicher Natur, die Sicherung der leitenden Stellung» welche den amtlichen Organen unserer Johannes-Gemeinde von Seiten de« alten Vereins nicht zugestanden Sorgeftern fand hier rühjahr-.Conserrn, edes-Gmündrn statt, Der r WM trSÜaltl blt Buf btt lagtbotbnung Schijnfchribeuntenicht?" urtttuob wb »Dit Vtnc* ttt W^tw, W .taten. Briden Refnevim S für ihre f!d6l8(n' * [te Ditcuffion, b,r He iw ©erlaufe W Fingerzeichen ließen den Nach verschiedenen amt' i8 der T-gcSoldnnns M tzrnde den amtlichen Theil it Mittagstafel folgte. ,richtltcheö°ru°'ttM° .'Ä-rs 1611 I» >"*£ * » i, ttow» «*• ff M i--"" M,8”< t >« f8“114'" >el i«f “’h dl» *« «!*" großer w G-- » '• ti«, I"bl!l i*< “S L<- fltt * * * <,|!S fe-„;4«S 5,W'S# äS>*> P .4 beroor- d v tinai - -°'s°»--Ä -ES« 8^» nur iU r.V 8 zu bx. ?*AÄe®« |i knk» jassS L m V" “(Mm ’M, ffionst unh sn,? 4 ” btI®* TtankS. ”öd,tn unsere Kirr unb *'!»*) »«it. ? her hlefigm Omnibll«. '“»/ der Vorstand wirb ^tkv, die Jahresbilanz Wtoi Such könnea > aub das ganze Unterer tverdrv. m Jnseratentheil bitaant tltche Geoeralver« ttvoch Nachmittag t/,4Uhr ei statt, Wir wachen die ! Wichtigkeit der Tages» am, ierhof" ging für den r Friseur Stier über. S übernimmt der bisherige in Ludwig Spuck. KT."wirb aus Darm« in wieder zwei vttdlente t fie vor 50 Jahren in der Genera «Major z. rieht verföuiichtr Ldfutant eit 1888 zur Disposition, >ust v. herf, der MS rde und, nachdem er 1886 >ßh. Hess. Filigeladjutant worden fei, handelt. Dies erhellt auch aus der unberechtigten Befürchtung, es Hütten bei einer Neuwahl des Dorstanbes im Allgem. Verein Pfarrer und Kirchenvorfteher der JohanneS-Gemeinde rnög- Ucherweise nicht wiedergewählt und fo hinausgedrängt werden können. Wer sich in fett stlofer Hingabe in den Dienst der CharitaS zu stellen weiß, bat dies nicht leicht zu befürchten, und wo solches Verdienst nicht zutrifft, ist eS ein unabweisbares Erfordernitz, einen Würdigeren an jene Stelle zu setzen. DaS Circular berichtet u. A. von Unzuträglichkeiten, welche der Umstand zur Folge hatte, dah zwei Vereine zu gleicher Zeit in der gleichen Familie ihre Hülfe anboten. Solche Kollisionen werden auch künftig nicht auSdletben, wenn jene der organischen Verbindung entbehren, zumal die große Zahl der HülfSbedürstigen der Johannesgemeinde wohl nicht der Unterstützung des Allgemeinen Vereins wird entbehren können, noch mögen. Diese Erfahrung sollte doch auch zur Einsicht führen, daß eS besser ist, sich in den Dienst des Ganzen zu stellen und mit vereinten Klüften um io wirksamer das LtebeSwerk zu föidern. Der zur Leitung unserer kirchlichen Angelegenheiten berufene Vorstand der Johannesgemeinde befindet sich hier auf einem Seitenwege, auf dem es schwn: ist, ihm Gefolgschaft zu leisten. Umso deklagenSwerther e, scheint dies Vorgehen. alS an den alten Verein durch Errichtung eines eignen Heims zur Zeit vermehrte Anforderungen herantrelen und eine Beeinträchtigung seiner Mittel darum doppelt unangenehm empfunden werden muß. Derselbe hat bisher eine so eminent segensreiche Wirksamkeit entfaltet, daß eS Pflicht eines Jeden ist, ihn durch lreueMttarbeit und vermehrte Spenden zu kräftigen, jeder Zersplitterung der Kräfte aber durch einen kirchlichen Bczirksoerein den Weg zu verlegen. Einsender, welcher Mitglied der Johannesgemeinde ist, steht in keinerlei näherer Beziehung zum Allgemeinen Verein, glaubt aber durch sein Eintreten für eine einheitliche, systematische und in diesem Falle umso wirksamere Armenpflege, nicht allein der CharitaS im weiteren Sinne, sondern namentlich auch den so zahlreichen Armen der JohanneS- Gemeinde einen Dienst zu erweisen. △ Vermischte». ♦ Geisteskranke und ihre Neigungen. In einem kürzlich erschienenen Buche: „Geisteskranke und ihre Passtonen" thrilt ein englischer Nerv.'narzt einige Fälle von eigenthüm- lichen seelischen Aeußerungen Geistesgestörter mit. So hatte ein Patient, der sich bereits seit dreißig Jahren in der Anstalt befand, eine ausgesprochene Leidenschaft für die „Banknotenfabrikation". Tagaus, tagein arbeitete er mit größtem Fleiß an der Herstellung feiner geliebten „Werthpapiere". Er ging dabei sehr sinnreich zu Werke, indem er ein Stück weißes Papier von der Größe einer Banknote zuerst mit einem „hübschen Rand", wie er eS nannte versah. Diesen Rand erlangte er dadurch, daß er die Kanten deS Papteres aus die erhabenen Randverzterungen eine» Buchdeckels legte und mit einem grauen, blauen oder braunen Stift so lange darüber hin« und herstrtch, bis sich die Verzierungen reliefartig durchgedrückt hatten. Die mittlere Fläche der Banknote füllte er dann mit Figuren und Ara« brSken aus, zu denen ihm die verzierten Dcckrl einiger Blech» schachteln als Unterlage dienten. Zuletzt schrieb er in großen Ziffern eine beliebige Zahl von 50 bi- 100 in die Mitte deS schönen blauen oder braunen Scheines, und die Werth« volle „Banknote" war fertig. Im Laufe der Jahre hatte sich der Borrath an „Werthpapieren" dermaßen angefammelt, daß ein großes Repofitorium im Zimmer des Kranken damit angesllllt war. Man hatte eS einmal gewagt, einen Thetl dieser Papiere heimlich beiseite zu bringen, doch war die Verzweiflung deS Irren, als er seinen Verlust ent deckte, so groß, daß es Niemand mehr überS Herz brachte, dem harmlosen Banknoteufabrikavten einen ähnlichen Kummer zu bereiten. Der merkwürdige Fall von „Leidenschaft" zeigte sich bei einem Kranken, der nach dem jäh erfolgten Tode eines nahen Angehörigen wahnsinnig ge« worden war. Dieser Patient hatte erst wochenlang in tiefster Schwermuth vor sich hingebrütet- eines Tages jedoch bemerkte man, daß sich sein GefichtSauSdruck jedesmal auffallend veränderte, wenn er im Garten der Anstalt einem bestimmten Kranken begegnete. Ein freudiges Lächeln verklärte die schmerzverzogenen Züge des Irren, sobald sein Blick auf die Gestalt des Mannes fiel, der ihm in kurzer Zeit eine unbegrenzte Zuneigung einflößte. Auf Schritt und Tritt folgte der Kranke dann seinem „Ideal"- kaum ins Freie gelangt, spähte der Unglückliche so lange suchend umher, bis er den Gegenstand seiner Schwärmerei gefunden hatte. Bald befand sich dieser zufällig In einem andern, durch Mauern begrenzten Theil deS Gartens, dann verstand der seltsame Irre schr geschickt, seine Wärter zu täuschen, kletterte gewandt über die Mauern, die ihn von seinem „Ideal" trennten, und eS gelang ihm auch stets, dieses endlich ausfindig zu machen. Di- betden Irren wechselten nie ein Wort mit einander, auch blieb die etgenthümliche „Schwärmerei" völlig einseitig, da sich der andere Kranke — ein Idiot — seinem Bewunderer gegen- Über äußerst gleichgiltig verhielt, überhaupt gar nicht zu bemerken schien, daß ihm stets Jemand wie sein Schatten solgte und alle seine Handlungen nachahmte. Steckte der Idiot seine Hände in die Taschen, so that der treue Bersolger dasselbe- gähnte, hustete ober lachte der eine, so wurde die Handlung sofort von dem andern wiederholt. Der Stand der Dinge blieb über zwei Jahre unverändert, bis der Idiot eines Tages schwer erkrankte und starb. Sein Verfolger suchte in offenbar größter Seelenangft tagelang nach dem verschwundenen, und als er ihn nicht sand, verfiel er in Tobsucht und starb innerhalb weniger Wochen. • 34 Geschwister. Eine zahlreiche Familie ist in Frank, reich etwas so Seltenes, daß sie geradezu als Phänomen betrachtet wird. Unter den Rlk uten, die sich dieser Tage im- 10. Pariser Arrondissement zum Militärdienst stellten, befand sich ein junger Mann NamenS Boullier, der nicht weniger als 34 Geschwister aufzuweisen hat, die sämmtlich älter sind alS er. Davon stammen 12 aus erster und 22 aus zweiter Ehe. * Der Nutzen des BeftuS. Eine junge Frau, deren Hochzeit kürzlich tu London gefeiert wurde, fand unter den HochzeitSgeschenken einen mit bunten Seidenbändern hübsch geschmückten Besen. Daran war ein Zettel desestigt, auf dem zu lesen war: „Mit dem herzlichsten Glückwünsche einer alten Freundin folgender Rath, ein Ergedniß meiner langen Erfahrungen: So lange am Ehehimmel sich kein Wölkchen zeigt, so fege mit diesem Besen die Teppiche mit dem unteren Besenende. Aber beim ersten Anzeichen eines drohenden Sturmes gebrauche den oberen Theil mit aller Kraft! Dann wird der Sturm schnell vorübergrhen uvd Friede und Glück wird wieder einziehen und von guter Dauer sein I" Ob die „gute alte Freundin" heirathssähige Töchter hat? Dann müßten alle Junggesellen sich schleunigst um diese bewerben, denn fie erhielten als kostbarste Mitgift diese Perle von Schwiegermutter. ♦ Da» klügste Thier. Der kürzlich verstorbene berühmte Zoologe Proseffor Leuckart in Leipzig machte vor feinen Studenten folgenden Witz, als man ihn fragte, welches Thier unter den thierischen Typen der Intelligenz. Pferd, Hund, Affe, Elephant, das klügste Thier fei. Leuckart erwiderte darauf mit jovialem Lächeln: „Welches Thier das klügste ist, weiß ich nicht. Aber das wiffen wir beide, ich und Sie, meine Herren, daß bet Salamander das geriebenste Thier ist." Wirthsgedanken. Restaurateur: „Wenn boch die Kater der Herren Stubenten auch jagdbar wären!" Stimmt. Kaffeeschwester: „Wir möchten für unser Kränzchen gern ein Abzeichen einführen!" — „Vielleicht eine Klatschrose?" Kindliche Furcht. „Großpapa, werde ich auch einmal Großpapa wie Du?" — „Gewiß, mein Junges — „Aber muß ich dann auch die Großmama heirathen?" Anzüglich. Frau: „Eduard, lernten wir uns nicht auf dem Ball in einer Sommernacht kennen?" — Mann: „Ja, ja — die Nacht ist keines Menschen Freund." Citeratnr utKunft — Der Segen der Sünde. Geschichte eines Menschen von Jeannot Emil Fror. o. G ottbufc. Zweite Auflage. Geheftet 2 Mk., Originalband 3 Mk. (Die erste Auflage deS Buche« wurde in wenigen Wochen vergriffen.) Die bekannte und rührige Verlags- Handlung von Greiner & Pfeiffer in Stuttgart hat rwt dem oben bezeichneten, in jeder Beziehung gut ausgrstattettn Buche ein gediegenes und iebentit werthvolles Werk geboten. Der Verfassir kennzeichnet seine fretmülhige und gerade Natur in dem Bucke, er tritt entschieden für feine änhetische. etliche und religiöse Ueber- zeugung ein. Ein ergrcsi.ndeS, ja erfchütterndes Menschenschicksal wird hier in der Form rmls Romans geschildert. Mit eindringlicher Kraft und tiefem sittlichem Ernst ist birfer Sturz in die Tiefe und dann wieder das Aufsteige" au« b't Tiefe in die Höhe lar- geftellt. Es ist kein Buck für flüchtige Unterhaltung, fonbern eS wendet sich an nachdenkliche reife Lefer, die vor ernsten Problemen nicht zurücklchrrcken. Der „Segen der Sünde" ist ein Werk von bleibenden Wertbe und läßt es noch nicht einmal wunderlich erfcheinm, daß die erste Auflage in wenigen Wochen vergriffen wurde. Es eignet sich vorzüglich zu einem Festgefchenk. verkehr, £xmö* tmfr •itftm, 29 Mä>z. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochemnarkt kosteten: Butter pr. Pfd. X 1,00—1 IC, Hühnereier pr. St. 6-0 4, 3 St. 11 — 12 4, kniender 2 St. 12—13 4. Gänse cier vt. <5t. 00—CO X -Käse pr.6t.5- 8 X Käfcmattc pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 18 4 Linsen m- Liter 30 X Tauben pr. Paa» je 0,90 Di« 1,00, Hühner pr. Stück 1,40 bi« 1,70, Hahnen pr. D'ÜÜ M. 1,40-1,80, Enten pr. Stück X 2 00-2,20, Gänse pr. Pfund X 0,00 -0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60 - 66 X Schweinefleisch pr. Pfd. 68 bi« 72 X Schwein«' fletsch aefalzen, pr. Pfd. 76 Ä, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-00 A Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,50 bi« 7,00 X. Weißkraut pr. Stück 0-00 H, Zwiebeln pr. Lentner 8,50—9.50 X, Mit» vr. Liter 16 X Aauaste Nachrichten. Depeschen de« Bureau „Herold". Berlin, 29. März. Daß „Berl. Tagebl." nennt heute als Candidaten für den Oberbürgermeister-Posten den Stadtrath Kaempf, Director der Darmstädter Bank und erster viceprästbeM der Aeltesten ber Kaufmannschaft von Berlin. Karlsruhe, 29. März. Proseffor Heer, ber Schöpfer des Scheffel-Denkmals In Heidelberg und des Kaiser Wilhelm- Denkmal« in Karlsruhe, ist heute Nacht gestorben. Köln, 29.März. Der „Köln. Zig." wird aus Petersburg gemeldet, die „Nowoje Wrewja" spricht in ihrem gestrigen Leitartikel deutlich aus, baß Rußlanb, Frankreich nnb England überein gekommen seien, ben Prinzen Georg auch ohne Zustimmung ber Pforte und deS Sultans auf Kreta al» Gouverneur einzufetzen. Bisher hatte man sich über die Absichten ber Regierung zurückhaltender geäußert. Der in Aussicht stehende Besuch deS Prinzen in Petersburg, Kopenhagen, London, Pari« und Rom wird al« eine Danksagung für den Beschluß seiner Einsetzung aufg-faßt. Rom, 29. März. Seit zwei Tagen herrscht in der Campagna starke Kälte. Ja Ober-Jtalten, sowie in der Umgegend von Genua ist viel Schnee gefallen. Mehrere Personen find erfroren. Die Saaten haben stark gelitten. Pari», 29. März. Der Werksührer ber Zuckerfabrik in Niffandre im Eure Departement, besten Gattin unb drei Kinber, sowie die greise Mutter wurden ermordet aus- gesunden. Der Mörder ist verhaftet. Da» Motiv zu der Unthat ist angeblich Famtltenrache. Madrid, 29. März. Die Corte« werden sofort zu- sammentreten, um neue Geldmittel zu defchaffen. Der Finanzmiutster wird einen Crebit von 500 Millionen fordern. London, 29. März. Nachrichten au» Shanghai melden, daß sechs russische Schisse in Port Arthur Kanonen, Kohlen unb Munition au-laben. Alle russischen Panzerschiffe befinden sich im Hafen. WB. Berlin, 29. März. StaatSseccetär Tirpttz ist zum preußischen StaatSmiaister ernannt worden. wr - z. Notiz, baß m. Kuren g. Zwangs- erlösen gebauten,Angst,Schlaflostgk.,Asthma, Herzerreg.,Schwäche, Magenverstlmm Ü^Darmttägh., def Gicht rc. wieder v. April-Oct. in Vuervach, Hess. Bergstr., ftattfinben. Prospecte üb. Eigenart u. Wirkung gratis. 2133 Dr. Borcherdt. fn.,MESSMER" 1 iees Beliebte TheemlechunKcn höchster Kro1"®' Mk-„ p? q. g.oo pr, Pfd. v->rzUg). Qual. Probepaok. CO u.80 Pt. 180 Vorzügliche Ureisel'öeeren, in 50 % Zucker gesotten, empfeb’en billigst 8055 Ä. & G. Wallenfels, Markt 21 Tel.pt)"» 46. Eierfarben empsi hlt 8266 Mollert Sticht, Neustadt *43. " (ihiiptfhliimuii Stobt Mlchthaus. Zfreibauk. 3248 Heute tunb morgen: Kuhfleisch nicht ladenrein, per Pfd. 45 Psg. Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfd. 45 Psg Bekanntmachung. Da die Erneuerungswahlen zu den Gemeindevertretungen unserer Kirchengemeinden bevorstehen, so werden die Liften der ftimmberech- tiateu Mitglieder, zunächst der Matthäus- u. Marcusgemeinde, drei Tage lang, nämlich Mittwoch den 30. März, Donnerstag ben 31. März, Freitag den 1. April, jedesmal von 9 Uhr Vor mittags bis 4 Uhr Nachmittags, in den Wohnungen der Pfarrer der Ge- meinden offen gelegt. Während der Offenlegung können Einwendungen gegen die Liften bei den unterzeichneten Kirchenvorständen vorgebracht werden. G^gen deren Entscheidung kann binnen den weiteren Tagen Berufung an den Decanats- ausschuß erhoben werden. Gießen, den 29. März 1898. 3296 An Kirchenvorstavd d Matthäusgmde.: Der KirchcvvorKand d. Darrnsgmde.: Schlosser. Dr- Grein. Versteigerungen. Mittwoch den 11. Mm Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgertcht die ber Thomaö Moser Wittwe in Gießen an nachstehenber Hofraithe gehörige ibeeUe Hälfte: Flur I Nr. 826 — 44 qm in ber Schloßgasse öffentlich meistbietenb versteigert werden. Gießen, den 29. März 1898. Großherzoglickes Ortsgericht. I. 91.: Bogt. 8293 rueksachen Specialität: Briefumschläge. für den kaufmännischen Bedarf liefert rauch und billig die 'Brühl’sehecllniv.'$)rucherei, Bietsch &tfcheyda 7 Sc/uilstrasse 7. Mit mehreren goldenen Medaillen prämiirt, dem französischen Cognac an Güte gleichstehend und an Qu alität, wie Aroma unerreicht ist der bereits in an- nöbernd 10,000 Geschäften Deutschlands eingeführte 766 i734 fett alte Kornbranntwein reell gebrannt aus Gerstendarrrnalz unb Roggenkorn von E.» MajcerfleiBcli Wismar a. d Ostsee. Gründung bei Kornbranntweinbrennerei und Läger im Jahre 1734. Pco Liter Mk 1,80 Mal. PnnL (g-fetzlich geschützt) Malz - Cognac 1,50 bei Emil Fischbach. 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März 1898, Nachmittags Uhr, im Sitzungssaale der Bürgermeisterei. Tagesordnung: 1) Geschäftsbericht, Prüfung der Bilanz. 2) Erhöhung des Grundcapitals. 3) Statutenänderung. 4) Ergänzungswahl für Vorstand u. Aufsichtsrath. Geschäftsbericht, Bllanz, Gewinn- und Verlustrechnung liegen vom 15. lfd. Mts. an auf der Bürgermeisterei dahier zur Einsicht der Herren empfiehlt garautirt frische Cier zu den alleröilligsteu Tagespreisen, sowie Gießener Omnibus-Gesellschaft E. G. m. b. H. Mittwoch den 30. März 1898, Abends 8Vi Uhr, €af£ Bavaria (Feidel): Eine Kaute Mist zu verkaufen Grünbergerstr. 15. Die Eierhandlung von Eberh. Metzger Iranksurterstraste Ur. 1 und Neustadt Nr. Seit 20 Jahren bewährt. Alleinverkauf: 3280 Jean Bern A Cie., Gienen. Uemeutwaarkufabrik n. daumatkrialieuhaidllllig Westanlage 15. Eine Illjr gefunden. Abzuholen Marktplatz 6.3253 Iür Einjährige! Möbl. Zimmer zu vermielhen. Land- mannstr. 15, an der neuen Kaserne. 1880| MöbltrteS Zimmer zu vermielhen Ww«. GrSvinger. 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Indem ich für das seither mir in so reichem Maße entgegengebrachte Zutrauen besten» danke, bitte ich, mir dasselbe auch in Zukunft bewahren zu wollen, da ich stets bestrebt fein werde, nur gute und schmackhafte Maare zu verabreichen, und reelle Bedienung zusichere. Mache zugleich auf meine reichhaltige Ofterausftelluug aufmerksam. Halte mich stets bestens empfohlen. Hochachtungsvoll Ernst Muth. Gießen, den 29. März 1898. Meine frühere Nachbarschaft mache ich auf meine Verkaufs- stelle bei Fr. Schmidt, Kl. Mühlgaffe, aufmerksam, wo meine Back- waaren zu demselben Preis verabreicht werden. 3279 Generalversammlung. Tagesordnung: 1) Vorlage der Bilanz. 2) Mahl standes. 3) Wahl des Aufsichtsrathes. 4) Allgemeines. Gießen, den 19. März 1898. Der Vorstand: E. Hanau. Helfrich. Jean Kirch. Die Bilanz liegt während der üblichen Geschäftsstunden Gefunden Lehrer i. P. sagen herzlichen Dank H. Kraft, Mechaniker, Neuenweg 46. 3200] Ein noch gut erhalten'4 Wusstfches Willard billig zu verkaufen. 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