‘»J“* ® ’ 35’ 30 A M18 } ^tru, 1022 U6. !vln m L-m> 6. Sriuie. >2) Ouet Smntttal ^■n«wt i)Ä V 0 rrau-kchilL Ttml S°tt «trnf jjj iwenpritij. Cnu Bi wer. ^uttLe LV Psg, erthäüs- mittige 4-8 Uhr: en -Sidunz a, Znirp . ersten Sauget. :« ein 105i rhaub esellschast Gießen. :nteürt. 17 Uhr 59 Hi«, ta fitlridjtunj: ifijüjti) ,cval-Verein). Persoib___J^ V. kbcods 8 Uhr «Lw 8 Uhr: i ta,U »cs ^mhorv. xe^Vorstavd^ . Giesse»- Sd-°" ( kenbau (Caf6 Saff5hr«"9en' 68ä. i» f I» >ni i*eier Sonntag den 30. Januar 1808 Zweites Blatt. M 25 Meßmer Anzeiger Hmerat-Anzeiger Anrt§- und Auzeigeblutt für den ICrcU Gieren. Bei Postbezug Mark 50 Pfg. ierteljährlich. Nezugapreti vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh». Lunahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Alle AnzeigeN'BermittlungSstellen de- An- und AuSlasdr» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Alamilteuvtätter »erben dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. | Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Redaction, Expedition und Druckerei: Schnkstraße Ar. 7. Amtliche* Tyeil Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Brosche, 1 filberne Damenuhr, 1 fllbrrneS Anhängsel (Herzchen), 2 Regenschirme, 1 Mnff, 3 einzelne Handschuhe, 1 Taschentuch. Gießen, den 29. Januar 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießm. v. Bechtold. Politische Wochenschau. Als das hervorragendste Ereigniß auf politischem Gebiete in der letzten Woche dürfen dir Erklärungen des StaatSfecretärS v. Bülow in der Budgercommtsston des Reichstags über verschiedene Fragen der auswärtigen Politik betrachtet werden. Wir haben die Ausführungen des Staats- fecretärS schon so ausführlich besprochen, daß wir nicht mehr näher darauf eiozugeheu brauchen. Nur wollen wir hier nachsügen, daß man denselben im gesammten Auslande die gebührende Beachtung geschenkt hat und ste vielfach als eine programmatische Regierungserklärung anfieht. Welche Wirkung die Worte Bülows über die DreyfuS Affaire in Frankreich au-geübt haben, läßt fich aus den von dort eingegangenen Telegrammen deutlich erkennen- die Ausführungen des deutschen Staatsmannes ließen in dieser H nficht ja auch nichts zu wünschen übrig. Und in England tbut mau ^anz befriedigt über daS, wa» Herr v. Bülow über die oftastatische Angelegenheit gesagt hat- cb die Herren Britten eS aber ehrlich meinen, ist eine große Frage. Mit großem Bedauern wird mau in ganz Deutschland die Nachricht ausgenommen haben, daß ein deutscher Matrose 4m Dienste der Vaterlandes der Hinterlist der bezopsten Chinesen zum Opfer gefallen ist. Man kann natürlich die chinesische Regierung für diese Frevelthat nicht verantwortlich machen, umsoweniger, als die That auf dem Gebiete verübt ist, auf welchem jetzt Deutschland die Hoheitsrechte auSüvt, aber man darf wohl erwarten, daß unsere in Ktao-Tschau befehligende Behörde jetzt dem chinesischen Gesindel etwas derbe auf die Finger ktopft, damit ihm jede Lust zu ferneren Uebergriffen vergeht. Was die künftige Verwaltung des in unserem Besitz befindlichen chtuefischen Gebiets betrifft, so ist über die näheren Modalitäten noch nichts bekannt. Etwa» Definitives scheint auch im Schoße der Regierung noch nicht beschloffen zu sein, sonst hätte der ReichSschatzsecretär in der Budgetcommisfion jedenfalls annähernd die Kosten angeben können, welche die Sache machen wird. Uns scheint eß, al» möchte die Regierung ganz gerne erst einmal den Prtvatunternehmungeu die Initiative überlasten. Je weiter die Commission de» Reichstag» zur Vor- berathung der Militarstrafprozeß-Reform in ihren Arbeiten fortschreitet, desto sicherer wird eS, daß die ganze Sache umsonst in Angriff genommen ist- denn die Aenderungen, welche die Commission an dem Entwurf vornimmt, find so bedeutsamer und einschneidender Natur, daß die Pegierung aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf dieselben eingehen wird. Daß man auf beiden Setten so viel Zugeständniffe machen sollte, um doch noch etwa- Brauchbares zu Stande zu bringen, erscheint ganz auSgeschloffen, so daß schon jetzt die ganze Reform als gescheitert angesehen werden kann. Viel bemerkt ist die am Geburtstage des Kaisers erfolgte Verleihung de» GroßkreuzeS des Rotheu Adlerorden» en den Botschafter Frankreich« am Berliner Hofe. Man darf diese Dekoration als ein Zeichen betrachten, daß die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich ganz erträgliche find und z. B. durch unser Vorgehen in China keine Trübung erfahren haben. Auch Angesichts der Erklärungen Bülow zur Dreyfuß-Affatre ist die Verleihung immer be- merken-werth. Diese Affaire hatte bekanntlich in Frankreich die GemÜther ungemein stark erregt, so daß eS sogar zu Prügel- scenen kam in der Kammer, worüber wir bereits auSsührUch berichtet haben. Die Erregung schien einen größeren Umfang annehmen zu wollen, so daß man über den AuSgang einige Besorgniß hegen konnte, aber der Sturm hat sich wieder gelegt. Hatten wir in voriger Woche Grund, den Fortbestand de» CabinetS Möliue in Zweifel ziehen zu wüsten, so können wir heute constatireu, daß die jetzt am Ruder befindliche Regierung Aussicht auf weitere Existenz hat- ob auf lange, möchten wir nicht behaupten. Vorläufig spricht hier der AuSgang des ZolaprozeffeS mit, der geeignet ist, noch einmal Frankreich in seinen Grundfesten zu erschüttern. Im Uebrigeu haben fich die im Mutterlande verübten Exceste auf die Colonie Algier fortgepflanzt, wo regelrechte Judenhetzen insceuirt wurden und mehrere Menschen ihr Lebe« lasten mußten. Die Verhältniffe in Oesterreich sind nach wie vor höchst unerfreulich- die Verfügung der Prager Polizeibehörde, daß die deutschen Studenten keine Farben tragen dürfen, hat viel Empörung Hervorgernfen und die Gegensätze nur noch vergrößert. Die deutschen Hochschulen Prag» stehen verwaist, und wenn nicht bald ein Ausgleich erfolgt, so ist z« befürchten, daß die dortigen Studenten fich anderen deutsche« Hochschulen zuwenden, wodurch der Stadt und dem Lande ein ganz erheblicher Schaden erwächst. Wird der Ministerpräsident den großen Wurs wagen und fich ganz auf die Seite der Deutschen stellen oder wird er in bisheriger Weise fortwursteln und den Mantel bald auf dieser bald auf jener Schulter tragen? Man spricht ernstlich davon, daß der Reichsrath Anfang Februar wieder einberufen werden soll, aber wir glauben kaum, daß fich jetzt schon — inmitten der Erregung — regelrechte, parlamentarische Zastände werden herstellen lasten. Daß nun auch Belgien seinen ParlamentSskaudal mit Faustkampf, Kolbenstößen u. s. w. gehabt hat, haben wir bereit- erörtert- wir wiederholen e» hier nur der Vollständigkeit halber. DaS kleine Land geht unter den besonderen Umständen, welche dort herrschen, keiner rofigen Zukunft entgegen. Der große Maschinenarbeiterstrike in England scheint nun thatsächlich beendet zu sein- jedensalls liegt er in den letzten Zügen. Die englischen Minister haben sich in jüngster Zeit wieder stark im Reden geübt, aber im Allgemeinen haben wir darin nur leere Worte gefunden, dazu bestimmt, sich selbst und Andere zu täuschen. Ueber England- Maßnahmen in Ostafien herrscht noch Dunkel- jetzt heißt e» wieder, e- wolle fein dortige- Geschwader erheblich verstärken. Jedenfalls wird e- aber einem Zusammenstoß mit seinem russischen Rivalen wohlweislich so lange wie nur irgenb möglich au» dem Wege gehen. Von der Insel Kreta lagen in dieser Woche Meldungen vor, daß da- Elend wieder erheblich zuuimmt. Und dabei ist die Gouverneurfrage noch immer auf dem alten Flecke. Vorläufig gilt noch Prinz Georg von Griechenland al- der aussichtsreiche Candidat- aber ebenso viel AuSficht haben auch die Persönlichkeiten gehabt, deren Namen früher genannt wurden. Hoffentlich tritt im Interesse der Insel recht bald eine Entscheidung ein! iiji Feuilleton. Aus geweihtrn Lsudrn. Von Karl Böttcher. (Origtnalbericht des »Gießener Anzeigers"). (Nachdruck verboten.) I. Jerusalem bei Nacht. Jerusalem, 15. Januar. — Leb' wohl denn! . . . Während unser Schiff von dannen zieht und weithin glühendes Abeudroth mehr und mehr dir finkende Küste Palästina« vergoldet, denke ich, auf dem Verdeck fitzend, immer und immer an mein Jerusalem, da» ich — nie Wiedersehen werde. Jetzt erscheint eS mir wie eine majestätische Scene, die über einer Schmutzlache unter- geht. . . .“ vor einigen Jahren, nach einem flüchtigen Jerusalemer Besuch, habe ich diesen „Abschied für immer" auf» Papier geworfen.*) Und heute? . . . Da guckt der tiefblau leuchtende Himmel der Stadt David- von Neuem auf mein Manuscript. Ach, Menschen und Länder gibt e-, denen sollte man nie für immer Lebewohl zurufen! Gewiß — viel Tinte und Papier wurde im Wandel der Jahrhunderte zu umfänglichen Schilderungen über all die geweihten Stätten verbraucht. Bei meinen jetzigen Schlen- dereien durch Palästina, Syrien und die Sinai-Halbinsel suche ich möglichst neue Pfade zu neuen Stoffgebieten, und deren gibt es in diesen Landen in reicher Fülle. Einst schilderte t - „Chicago bei Nacht", schilderte ich später „Capstadt bei Nacht" und „Tunis bei Nacht". Heute gilt meine Nachtstudie der Stadt Jerusalem. — Abends gegen elf Uhr. Ich fitze in einem arabischen Cafö — ehemals mit seinen düsteren Spitzgewölben und dielsach beschädigten Pfeilern eine Karawanserei. Ringsum auf niedrigen Schemeln Wafferpfeife rauchende Türken, die •) Von sonnigen Küsten. Mittelmeer-Briefe von Karl Böttcher. Leipzig. Verlag von B. Elischer Nachfolger. Die Redaction. »■MIM——— ab und zu au» winzigen Taffen schwarztunkigeu Mokka hinunter- schlürfen, sonst aber in größter Spannung dem luftigen Said Hassan lauschen, einem wahren Prachtkerl von orientalischem Märchenerzähler. Da- düstere Casö markirt nach Kräften da» öffentliche Jerusalemer Nachtleben, die» Cafä, in Gesellschaft einiger schmutziger Weinspelunken, so ziemlich mutterseelenallein. Nirgend» da» fröhliche Klingen einer Fiedel oder etwa» übermüthiger Singsang oder ein fleißiger Souffleurkasten, der dem schwachen Gedächtniß aufstrebender Bühnenhelden zu Hilfe kommt ober sonst irgend welche» Duliö." Nein — nichts. Wie Jerusalem nicht die Herrlichkeiten eine» Briefkastens kennt ober die Pracht einer hier erscheinenden Zeitung, so hat e- auch keine Ahnung vom modernen Nachtleben. Begleitet von einem Dragoman trete ich hinaus in die Finsterniß . . . Hoch am Himmelsgewölbe wandelt unweit des „Orion" groß und leuchtend der Vollmond, flimmert ein Riesenbaldachin blitzender Sterne. So weit ich auch die winkeligen Schmutzgäßchen entlang ziehe — Jerusalem schläft — schläft mit seinen mächtigen, tausendjährigen Erinnerungen, schläft mit dem grellen Gemisch der in seinen Mauern zusammcngedrängten Religionen und Confesstonen — eS schlafen helle Begeisterung, leidenschaftlicher Fanatismus, naive Einfalt, inbrünstige Anbetung — Jerusalem schläft, tief und fest. Ach, wa» man da Alles aufstöbern könnte! . . . Dahin geht'S durch lange, schaurige, überwölbte Gäßchen, in die kein Mondschein kriecht, dann durch hochgespannte Schwippbogen, treppauf, treppab und wieder treppauf, hinüber in andere Gäßchen. Schmutzhaufen von zusammengeknäulten, schlafenden Hunden füllen die Mauernischen, dicht benachbart residiren schlummernde Katzen — alles Gethier in treuer Kameradschaft durch den gemeinsam quälenden Hunger. Puh — ich rieche Jerusalem, und daS kitzelt in die Nase .... Tschil ... Vorüber an der Kirche deS heiligen Grabes, wo über dem vrrwetterten Portale der jetzt schon nahende Frühling Blumen auS Mauerfugen lockt - vorüber am Markt für Rosenkränze und Weihekerzen .... Dann die Christenstraße entlang mehr und «ehr in» Freie. Grelles Mondlicht flirrt auf weißgelblichen Steinplatten, welche von aufsproßendeu GraSguirlandeu umwunden find, flirrt und glitzert iu zaubervollem Glanze. Ich biege um die hohen, ftarrtrotzigen Mauervorfprünge, alle wie geschaffen zum Straßenkampf. In meiner erregten Phantasie ist mir, als sehe ich die begeisterten Schaaren der Kreuzfahrer todeSrnuthig kämpfen, als höre ich Verwundete und Sterbende schreien, als starren mir schlachtumtobte Barrikaden und Schießscharten und Hausen von verstümmelte« Leichen entgegen. Feierliche Traurigkeit, pompöser Trübsinn, majestätische Schwermuth ring-um. Und immer diese weihevolle Grabesstille. Oh — Millionen von Schwätzern und Schwadroneuren draußen in weiter Welt, deren Mundwerk uiemal» Rasttag hält, könnten von hier Schweigen beziehen- der vorrath ginge nicht zur Neige! Jetzt stehe ich vor der gewaltigen, altersgrauen Stadt» mauer und dem ZtouSthor mit seiner verschlafenen Schildwache. Hier verlaffe ich die innere Stadt und wandere hinaus in’» Freie. Thalwärts führt im Mondschatten mein Weg, die ernste Mauer entlang, deren scharfgezeichnetes Ge- zack fich grell gegen den nächtigen Himmel abhebt. Tiefe Mitternacht und schauervolle Einsamkeit . . . Plötzlich von der Stadt her dröhnender Glockrnschall — ernst, feierlich, weihevoll, nur zuweilen durchschrillt von eiligem Gebimmel. Wa» soll da»? Jetzt in tiefer Nacht! Ja, wer es wüßte! Glockengeläut steckt locker in den Glocken von Jerusalem. Weiter abwärts über feuchtes Geröll, zerbröckeltes G«- trümmer, übelduftenden Schutt — Jahrtausende alten Schutt, der die Herrlichkeit Salomons gesehen, vorbei an mageren Olivenbäumen, immer abwärt» . . . Manchmal denke ich, e- wüffe hinter dem dunklen Gemäuer ein lichtscheuer Nachtwächter hervortreten und schwerverdroffen in fein Horn tut« Deutscher Reich. Darmstadt, 28. Januar. AuS Berlin, 27. Januar, wird der „Darmst.Ztz." telegraphisch gemeldet: Ihre köaigl. Hoheiten dar Großherzog und die Großherzogin trafen auf der Reise «ach Berlin tu Eisenach mit Ihrer Königlichen Hoheit der Erbprtnzesfiu zu Hohenlohe Langen, bürg zusammen, Höchstwelche mit ihrer jüngeren Schwester, Prmzesfin Beatrice, von Coburg gekommen war, um mitzufahren bis Gotha, wo Höchstdieselben mit Prtnzesfiu Elisabeth den Zug verließen. In Berlin kamen Ihre Königlichen Hoheiten, wie bestimmt, um 12 Uhr 9 M'u. an und wurden am Bahnhofe von Seiner Königltchrn Hoheit dem Prinzen Friedrich Leopold empfangen. Für den heutigen Tag ist daS übliche Programm aufgestellt. Berlt«, 28. Januar. Der Kaiser hatte heute Morgen etue Besprechung mtt dem Staatssecretär deS Auswärtigen Amtes, v. Bülow, und empfing sodann einen Besuch deS Großherzogs von Oldenburg. Berlin, 28. Januar. Wie die „Berliner Neuesten Rach, richten" hören, hat der Kaiser augeordnet, daß das Ktao-Tschau-Gebiet der Martne.Berwaltuug unterstell! werde. Berlin, 28. Januar. DaS Abgeordnetenhaus begann heute die zweite Berathuug des Etats und zwar mit dem Etat der laudwtrthschastlichen Verwaltung. — Morgen Fortsetzung. Berlin, 27. Januar. Der Central Vorstand der vationalltberaleu Partei, gez. Hobrecht, Dr. Bürklln, Simon, richtet au alle Freunde der uattonalllberaleu Partei die Bitte, zunächst nach Kräften zu den Wahlkaffeu im eigenen Bezirk beizusteuern, aber auch die Ceutralleituag (verlink, Lölheuerstraße 46) mtt den zur erfolgreichen Durchführung eines Wahlkampfes uöthigen Geldmitteln auSzurüsteu, da die Ceutralleitung namentlich im Staude fein muß, den Erfolg überall da ficherzustelleu, wo die finanziellen Kräfte der Partei- geuoffeu im Kreise selbst noch nicht auSretchen, um die Kosten einer nachhaltigen Wahlagitation zu decken. Berlin, 28. Januar. Wie der „Localanzeiger" aus Madrid meldet, hat der deutsche Botschafter v. Radowitz gestern tu seiuem Trtnkspruch auf deu Kaiser auSgeführt, er könne aus eigener Wiffenschaft und ohne ein Gehetmotß zu verrathen, sagen, daß die Besitznahme von Kiav'Tschau auf deS Kaisers eigenste Initiative zurückzusühren sei. Berlin, 28. Januar. Am 10. Februar werden die Berliner Soeialdemokrateu tu sechs Versammlungen ihre Caud,baten für die RetchStagSwahlen aufstellea. Berlin, 28. Januar. AuS London wird der „Bosstscheu Zeitung- telegraphirt: Nach einer Shanghaier Drahtung der „Central News" veröffentlicht der Shanghaier „Merkury" eine Meldung auS Tschefu mit folgenden Einzelheiten über die Ermordung eines deutschen Matrosen. DaS Verbrechen wurde erst entdeckt, als drei Mann mtt einem Korporal die Runde machten, um den Wachtposten abzulösen. Der Matrose lag enthauptet am Boden. Die Ablösung«. mannschast wurde bald darauf von etwa hundert Einwohnern angegriffen. Obwohl diese sich tapfer vertheidigten, sollen alle drei getödtet sein- auf chinesischer Sette wurden zwölf Personen getödtet. Infolge der AuSschrettungeu herrscht große Aufregung in KiaoTschau. Ars-laud. Prag, 28. Januar. Im Landtage brachte der Abgeordnete Lippert den Antrag auf Einführung nattoualer Kurten mtt Veto-Richt etu. Budapest, 28. Januar. Nach einer Meldung au- Klausen- bürg wurden bet einer Haussuchung, die bet dem dortigen Popen vorgenommeu wurde, viele in rumänischer Sprache abgefaßte, auS Bukarest datiere, mit der Unterschrift: DaS RevolutionS-Comitö versehene Manifeste beschlagnahmt, in welchen die Rumänen zur Veranstaltung eine- neuen 48er | Jahre- aufgefordert werden. Pari-, 28. Januar. „Petit Journal- sagt, daß der Untersuchungsausschuß, welcher gegen den Obersten Pieauart eingesetzt wurde, nächste Woche zusammentreten soll. Loudon, 29. Januar. Die Vorschläge derArbeit. geber im Maschinenbau find mit 125,000 gegen 14.000 Stimmen aeeept'rt worden. Ctcalee unö H flu8 dem Horloffthale, 26. Januar. Bei unS schleicheu Influenza und Dtpytheriti- umher, die dann Lungen- und Rippenfellentzündung im Gefolge haben. — In Betreff der abnormen WitterungSerscheinungen verweisen wir auf den Winter von 1868 auf 1869, der genau so verlief wie der heurige. In unserer Gegend gilt die Witterung-regel: Da der weiche, grüne, regenreiche diesjährige Minter auch über die Tage vom 24. bis 27. Januar ohne Frost und Schnee hiuweggekommen ist, darf man annehmen, daß daS erste Quartal des neuen Jahres so bleiben wird. Die Witte- rungSregel: Wenn eS nicht wintert sommertS nicht, hat keine Geltung für unS. Zutreffender ist die Regel: Wenn der Rasen nicht verfriert so verbrennt er, daS hat fich auch nach dem Winter 1868/69 bewährt. Mit Nachtfrösten im Mai werden wir mit ziemlicher Gewißheit zu thun haben. V. Bom westlichen Bogettberge, 27. Januar. Die Holz. Versteigerungen, welche in den letzten Tagen sowohl tu einigen Vogelsberger, als auch in den mehr nach der Wetterau gelegenen Oberförstereien abgehalten wurden, zeigen nicht bloß bei Bau-, Werk- und Nutzholz, sondern auch bet Brennholz anziehende Preise. Unter anderen Steigliebhabern bemerkten wir auch solche auS der Gegend von Gießen, die unsere trefflichen Buchenhölzer mit Vorliebe kauften. Folgende Preise haben sich ergeben: Buchenscheiter la 7 bi- 8 SRI., Ha 5 bt- 6 50 Mk., Prügel 4 bis 5 MI. alles per Raummeter. Recht gesucht ist auch Fichten Bau- und Nutzholz. tragen zu können, damit der Betrieb nicht auf die Nachtstunden beschränkt bleibt. ♦ Zar Krage der Ueberbürduvg unserer Schuljugend veröffentlicht Oberlehrer Dr. Kemsies in Berlin in der neuesten Nummer der Deutschen Med. Wochenschrift intereffante Ergebnisse seiner experimentellen Studien an Schulkindern. Als die besten- Arbeitstage der Woche ergaben fich Montag und Dienstag, ferner jeder erste und zweite Tag nach einem Ruhetage, welche sich daher auch am besten zur Vornahme von Prüfungsarbeiten eignen. Deßhalb müßte, da die geistige Frische vielfach nur bis Dienstag Nachmittag anhält, der Mittwoch und Donnerstag an höheren Schulen stark entlastet, eventuell ein Ruhetag eingeschoben werden. Die beste Arbeitszeit des Tages sind die beiden ersten Lehrstunden; sie eignen sich demgemäß für die schwierigen Lehr- gegenftände. Der dreistündige Nachmittagsunterricht der höheren Lehranstalten wirkt überaus anstrengend. Pausen von längerer Dauer haben nach zweistündigem Unterricht, sowie nach jeder folgenden Stunde stattzusinden. Für 11* bis 13 jährige Schüler erscheint es nach den Ergebnissen de» Ermüdungsmeßapparates zweckmäßig, überhaupt nicht länger als vier Stunden hintereinander zu unterrichten. Ferien üben eine kräftigende Wirkung aus, deren Folgen jedoch meist nur vier Wochen nachweisbar sind; auch aus diesem Grunde erscheint öftere Einschiebung von Ruhetagen in die Arbeitszeit wünschenswerth. Der Lectionsplan hat die Stunden so zu gruppiren, daß ein gewiffer Ausgleich beginnender Ermüdung herbeigeführt wird. Anstrengende Fächer sind die Mathematik, Fremdsprachen, vor allem Turnen, und bei manchen Schülern Singen und Zeichnen, während Religion, Deutsch, Natur- wiffenschaften und Geschichte die Schüler weniger anspannen. Auf leicht ermüdbare Schüler kann indeffen im Unterricht weitgehende Rücksicht genommen werden — eine für unsere Pädagogen nicht genug zu beherzigende Thatsache. Gan- ungeeignet für geistige Arbeit ist das Turnen vor oder während der Unterrichtsstunden, geeigneter für die Erfrischung des Geistes hinreichender Schlaf, Bäder, Spaziergänge. Vermischtes. * Zur Heißwasftr-Bersorguug von Städten durch Auto- malen hat sich in London eine Gesellschaft gebildet, deren Geschäftsplan auf dem Gedanken beruht, die von den vielen tausend Gasflammen der Straßenbeleuchtung erzeugte Wärme nutzbar zu machen. Die Automateneinrichtung ist, wie der „Prometh." berichtet, in dem kastenartig erweiterten Sockel der Laterne angebracht und giebt nach Einwurf eines Penny, stückes (4 Pfg.) eine Gallone (4y3 Liter) kochendes Wasser ab. Die Gasflamme der Laterne ist ein gewöhnlicher Fünfkerzenbrenner mit einem Gasverbrauch von 0,7 Cubikmeter in der Stunde. Dieselbe erzeugt in einem winzigen Dampf, keffel auf 127 Grad Celsius überhitzten Dampf, der in einer Schlangenleitung erst das Waffer eines kleinen Behälters zum Kochen bringt und den Rest seiner Wärme an den Inhalt eines größeren Speisereservoirs abgicbt. Das Letztere wird von der Wafferleitung gespeist und füllt mit seinem bereits vorgewärmten Waffer den kleinen Behälter von Neuem, sobald aus diesem das kochende Wasser entnommen ist. Bei Ausnutzung der größten Leistungsfähigkeit der Vorrichtung können stündlich 3 bis 108 Liter kochendes Wasser abgezogen werden, so daß 2‘/2 bis 3 Minuten nach jeder Entnahme eine neue Einheitsmenge bereit ist. Ein neben dem Geldeinwurf befindliche» Thermometer macht den kochenden Zustand des Waffers ersichtlich. Es wird beabsichtigt, Automaten neben den Laternen aufzuftellen, welche Packele mit Thee, Kaffee, Cacao u. f. w. zur Bereitung von Getränken verüb- folgen. Die Erfindung, die zunächst für die Armenviertel bestimmt ist, kann auch für öffentliche Märkte, Droschkenstände, Bahnhöfe u. s. w. werthvoll werden. Es fraqt sich nur, ob der Gewinn der- Gesellschaft groß genug ist, um auch die Kosten des Brennens der Laternen während des Tages mit »er etabt Nietze». Januar: 24. Ludwig Junker, Schuhmann zu Aachen, mit Luise Kett zu Griedel. 24. Dr. Stanislaus Miusel, pract. Arzt zu Ostrowo, mit Hedwig Casimira Mazur daselbst. 24 Johann Andrea» Zimmermann zu UenaerShauscn mit Maria Martin dahier. 24. Franz August Carl Böer, Monteur dahier, mit Emma Auguste Caroline Klatnt zu Strehlen. 25. Peter Paul, Taglöhner zu RonShausm, mit Elisabeth Mähler daselbst. 25. August Hill, Eisendreher zu Weingarten, mit Margarethe Karg zu Karlsruhe. 27. Theodor Stein, Schmied dahier, mtt Eltsabethe Benner Hierselbst. Januar: 22. Jnnocen, Krack, Fabrikarbeiter dahier, mtt Gertrude Karoltne Lipp Hierselbst. eitavoaaoa. Januar: 18. Dem Bürstenmacher Friedrich Rill ein Sohn, Johann Friedrich. 19. Dem Locomotivführer Germann Schindler ein Sohn, Erich Franz. 20. Dem Schneider Karl August Gobel ein Sohn. 20. Dem Schlosser Karl Becktoldt ein Sohn, Karl Ludwig Theodor. 21. Dem Viehhändler Karl Born ein Sohn. 22. Dem Fabrikarbeiter Jakob Karl Philipp ein Sohn, Karl veinrich Konrad. 22. Dem Hutmacher Gustav Rudolph Richter eine Tochter. 22. Dem Postassistent Theodor Schtermann eine Tochter, Helcne. 23. Dem Locomottvheizer Karl Gräber eine Tochter. 23. Dem Kellner Friedrich Hattenhauer eine Tochter. 24. Dem Uhrmacher Karl Ramftock eine Tochter, Johanna Magdalene. 26. Dem Jnstrumenien- händler Franz Eyserbeck eine Tochter, Elise Marte Cäcilie. 28. Dem Schlosser Gerhard Schepers eine Tochter, Ann« Amalie. Januar: 20. Amalie Becker, geb. Keiper, 51 Jahre alt, Wittwe des Metzgers Jakob Becker zu Die,. 21. Heinrich Malkomesiu», 49 Jahre alt, Tapezier dahier. 23. Jakob F'^er. 45 3ahie alt, Bergmann zu Schaidt bet Hamm a. d. Steg. 24. Marie Luise Erb, 9 Monate alt, Tochter des Kutscher» Johannes Erb dahier. 24. Anna Elfrieda Richter, 2 Tage alt, Tochter des Hutmachers Gustav Rudolph R-chter dahier. 26. Jakob Stetnborn, 39 Jahre alt, von Limburg. 27. Marte Elisabeth Hcyl, geb. Heyl, 53 Jahre alt, Ehesrau de» W'.rths Johann Friedrich Heyl dahier. daß e- wett htuuuterschallt, hinunterechot in die im Mond- gedämmer liegenden felsigen Schluchten. Dort unten düstern die Umriffe „deS Dorfe» Silos, und weiterhin ragen die Höhen vom „Berg des AergernisseS" und vom Ortberg empor . . . Und unaufhörlich diese weihevolle Stille . . . Aber nein — plötzlich kommt für einige Augenblicke nochmals etwas Leben in die» Schweigen. Rauhe Stimmen schallen über die Gelände- es find Schafwächter, welche von verschiedenen Punkten au» einander anrufen. WüthendeS Hundegebell vom „Berg de» AergerniffeS" her schreckt auf, und Hundegebell kläfft vom Oelberg herüber als Antwort .... Horch . . . Nicht- .... Wieder die alte fchwermüthige, verdrossene Schweigsamkeit. Jetzt unten im Thal. Wohin der Blick geht — Steinplatte an Steinplatte, alle beschrieben mit hebräischen Schrtftzeicheu. Tausende und Tausende frommer Israeliten ließen sich seit Jahrhunderten tu diesen Thalhängen — dem „Platze de- Weltgerichts" — — begraben, damit sie gleich zur Stelle sind, sobald am jüngsten Tag die Posaunen erdröhnen. Die andern Menschen, die armen, müffen fich — traditionsgemäß — von ihren Begräbnißstätten au- erst mühselig hierher schleppen .... So sammelten sich im Lauf der Jahrhunderte Knochen zu Knochen, und die Grabsteine zerbröckeln. Oh, aber jetzt! . . . Hehre Wethe erblüht auf allen Blumenbeeten de» Herzen»- erregter klopft es tn der Brust- die Pulse fliegen: vor mir erscheint da- ehrwürdige Gemäuer de» Garten- Gethsemane . . . Jetzt stehe ich an der Stelle, wo die Jünger schliefen ... und jetzt, wo JesoS betete: „Mein Vater, ist es möglich, so gehe dieser Kelch von mir" . . . und jetzt, wo Judas JesuS küßte . . , Jäh erwachender kühler Wind rüttelt tn den finstern tn die Mondnacht hinetustecheudeu Typreffen und au deu uralten, zerbrochenen und steinum- dämmteu Olivenbäumeu, die wohl Zeugen jener LeideuSuacht • gewesen. Die weiße Straße herab bewegt sich eine Patrouille vermummter, beinahe raubermäßig ausgestatteter türkischer Soldaten mit übergehängten Gewehren und einem Gefolge von allerhand Gesindel — ein unheimlicher Zug, der mich an jene Horde römischer Krftg-knechte erinnert, die da kam mit Schwertern und Stangen, um Jesu» gefangen zu nehmen. Wie ich wich von Geths.mane entferne, fühle ich mich in diesem Todesthal verlaffeuer denn je. Ach, ich möchte jetzt mit einem warmfühlendeu Herzen sprechen und eine theure Hand drücken! Doch da ich Niemand habe, will ich wenigsten» da« Echo wecken. „Halloh!" rufe ich kräftig über das trotzige Gemäuer, und „Halloh!" schallt es kurz und dünn zurück. Dasür heulen aber von verschiedenen Setten mehrere Meuten von Hunden umso wüthender auf. Jetzt noch ein wenig den Oelberg hinan. Unter einem dickknorrigeu Olivenbaum, deffen breites Geäst vom Mondlicht durchblitzt wird, mache ich Halt. Ich befinde wich auf jener Stelle, wo Christus nach der Tradition die Stadt ansah und über sie weinte. . . . Hinüber blicke ich auf daS ganze schlafende Jerusalem. Drüben, in zauberhaftem Gedämmer, die nachtblaue Kuppel der Omar-Moschee, die schlanken Minarett», die weithin ge- dehnte Stadtmauer. Weiter hinauf, allmählich in weiche Nacht verschwimmeud, da» krause Gewirr der stetneren Häuser mit den vielen Kirchen und Moscheen und Synagogen. . . . Mir ist, al» blicke ich hinab auf das geweihteste Blatt eine» Rtesenbuche», deffen Autoren die Jahrtausende find. Zurück in die Stadt. Ich pasfire den türkischen Kirchhof, der fich jäh nach dem Ktdronthal herabsevkc. Ueberall grobgrmauerte Stein- grabhügel und darüber märchenhaft flimmernde» Mondge- dämmer. Keine dunkelnden Cypreffen, keine hochragenden Denkmäler über den weißen, gleichförmig gemauerten Grabhügeln- aber auch nichts Gespenstische», nicht» Schreckende», eher etwa» AnmutheudeS: da» Ganze etue fröhlich gestimmte Strophe dr» ewigen TodtensangeS. Daneben dichte Hecken von Rtrseucacteen, welche ihre unförmigen Schatten auf die dahinter aufdüsterude Stadtmauer werfen. Trägen Fluge» schwingt fich ein weitklafteroder Nachtvogel darüber hin. . . Körperlich etwa» ermüdet, zwänge ich mich durch da» angelehnte, eisrnbeschlagene StrphanSthor und bin bald aus dem Leidensweg, der „Via Dolorosa“. . . . Noch lauge ziehe ich auf den schweigsamen Gaffen dahin. . . . Jetzt gegen Morgen. Meinem Magen entschwinden wehr und mehr die Erinnerungen an daS letzte Abendbrod- allmählich erfüllt ihn jenes heiße Sehnen, daS man Hunger — Bärenhunger nennt. Aber wo etwa» erobern? Wo? . . . Manchmal ist mir, als müsse ich eine der schlecht schließenden, halbmorschen Speluukeurhüreu ausstoßen und hineiurufen in die dunstige Wölbung: „He! Wtrthschaft! Verschlafene Garde! Vorwärts, Licht mache«! Wein und Brod auf den Tisch! Aber etwa» plötzlich!" Langsam erbleicht daS Mondlicht. Die scharfen Linien der Steinhäuser, die Umrisse der DavtdSburg, Kuppeln und Thürme erscheinen tn gröberer Schraffirung und verwandeln fich tn unförmig verschwommene Massen. Wenn ich jetzt von der Höhe au» Jerusalem betrachte — eS würde mir erscheinen, wie mit dem KretdewNcher gezeichne». Bald aber dämmert über dem Oelberg zartes Frühroth herauf, da» herrltchste Morgenstunden verheißt. Ich gehe heimwärts — nach der Terrasse meines Hotels. Schlafen — unmöglich. . . . Während der östliche Himmel mehr und mehr entflammt, hellrosig, aufloderu-, gluihvoll, fitze ich auf einer Bank, schließe die Augen uni denke — an Friedrich Ntetzsche, lange, lange. . . . Dani zünde ich mir eine Cigarette an und starre deu Rauchwölkchu nach, die sanfter Morgenwind von dannen trägt. 23 22 der ,/ Holzversteigerung 155 562 weg am Wald. 1908 88 16 Häringe, Bralschellfische, Brathäringe, 175 22 117 17 587 Telephon 119. Marktstraße 4. 46 147 Versteigerungen. 10080 970 Horn. 158 Der Winnereck, und mit 38,81 fm, Heyer. 1003 // 7 GnipfetilmMN 5000 79 Buchenstämme Nadelstämme 5,86 19,05 8 42 149 von und 600 10 29 810 196 5 53 252 200 165 6 26 46 1400 9550 110 29 11 42 22 132 2770 420 von und 78 3700 3 2 13 90 240 103 14200 ii // // n rm 9 n ii M 2400 66 121 Am leren Durchmesser, Birkenstämme (Wagnerholz) 18—30 cm Durchmesser 5—13 m Länge, Kiefernstämme (Bauholz) 15—37 cm Durchmesser 9—15 m Länge, 3 225,8 59,8 Buchen Reisstangen m.0,7 2fm rm Buchen- u. Eichen-Scheit, „ Buchen- u.Nadel-Knüppel, Buchen-, Eichen- und Nadel- Wellen, Nadel-Scheitholz, rm Buchen-, Eichen- und Nadel-Knüppel, Wellen Buchen-, Eichen- und Nadel-Reisig, rm Buchen-, Eichen- und Nadel-Stöcke. idCi , 39 , 53 sollen in den Waldungen der Gemeinde Großen Buseck versteigert werden: Am ersten Tage im District Eichwald strauch, Eisenschade versteigert: 67 Eichenstämme Fichten Reisslängen — 0,58 fm haltend, B. Brennholz. rm Eichen- u- Nadel-Scheitholz „ Eichen- u. Nadel-Knüppel- h°lz, Eichen und Nadel-Wellen, rm Nadel-Stockholz. Fichten-Derbstangeru— 6,23 fm Inhalt, Kiefern-Derbstangen — 2,09 fm Inhalt, Fichten-Reisstang n = 7,54 fm Inhalt. Holzversteigerung. Dienstag den 1. Februar 1898, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in den Waldungen der Gemeinde Allendorf an der Lumda, Distr ict Zimmerplatz, Pestilenz- Bemerkt wird, daß das Eichen stammholz sich größtentheils zu Schnittholz eignet. Die Zusammenkunft ist auf der Pfingstweide bei Werkholz Nr. 104. Annerod, den 27. Januar 1898. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Länge — 40 fm, 636 Fichten-Derbstangen — 38 fm. Die Zusammenkunft ist im Mandler uud Gemüse-Couserveu, echt. Emmeuthaler Schweizerkäse, 91,44 fm, Fichten-Stämme mit 16—36 cm Durchm., 13—20 m Länge, 105,10 fm, Fichten Derbstangen mit 23,61 fm Inhalt, zu Sparren und Leiterbäumen, Fichten-Reisstangen, 40,44 fm haltend, zu Baumftangen ge- Die Holzversteigerung vom 35. d. Mtr. in der Oberförsterei Schiffenberg ist aenehmigt Die Abfuhrscheine können vom 4. Februar an bei Großh. Rentamt Gieß.n bezogen werden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt Samstag, den 5. Februar, Morgens 8 Uhr. Gießen, 28. Januar 1898. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Gießen, den 7. December 1897. Direction der Spar- und Leihkasse Gießen. I. E.: Wiener. forstung, Nadel-Wellen, Derbstangen mit 55,94 fm Inhalt, Reisstangen mit 1,59 fmInhalt. zur Versteigerung: 10 Eichen-Stämme mit 27—56 em Durchm., 3—16 m Länge, 19,35 fm, 263 Kiefern-Stämmemit 15—42 em Durchm., 14—18 m Länge, Lich, am 24. Januar 1898. 1028 ___ beim Hattenröder Pflanzgarten. Hattenrod, den 25. Januar 1898. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. Rock. 927 Für Wirthe: Kieler Bücklinge, Sardinen, Sardellen, Rollmöpse, Bismarck- k :: Trithrij M ein boh», rtrüjrer Sermeno SJinbltt '-inerter Kerl SuM Söbrl Sütloldl ein Soto, R4teti cm UxbM. 23. Ttm »etoß 24 Ubnnaitr xo tltJe 2e.Dco3nstrmw'v 61i!( i.truüQclit. 28.1a ita, lnn< ioalte. 371 Fichten- , „ 91,24 „ Derbstangen 70,17 „ Reisstangen 14,50 rm Buchen-Scheitholz, Nutz- u. Brennholz-Versteigerung in der Fürstlich Solmstschen Oberförsterei Lich. Es sollen versteigert werden: Montag den 7. Februar, von Vormittags 10 Uhr an: a. aus verschiedenen Districten längs der Staatsstraße Lich—Gießen, zwischen Lich und Steinbach: 55 Eichen-Abschnrtte = 82 frn Schnittholz, 22 Buchen-Abschnitte = 24 fm Schnittholz, 134 Eschen-Ab- schnitte = 62 fm Stammholz, 3 Pappel- und Weiden Abschmtte = 4 fm Stammholz, 4 Maßholder-Abschnitte = 2 fm Stammholz. Dieses Holz wird einzeln voxgezeigt. Sodann werden, ohne voraezeiqt zu werden, verkauft werden: ,,, , h. aus dem District Riedwald: 15 Eichen-Abschnrtte — 16 fm ' Schnittholz, 4 Buchen-Abschnitte — 2,5 fm Schnittholz, c. aus dem District Meilbach: 8 Eichen-Abschnitte — 8 fm Schnittholz, 17 Buchen-Abschnitte = 14,73 fm Schnittholz, 1 Lrnden-Ab- schnitt = 0,51 fm (36 cm Durchm.), d. aus dem District Hard: 3 Eichen-Abschnitte = 5 fm Schnittholz, 14 Buchen — 7 fm Schnittholz. Unter dem Holz, welches nicht vorgezergt wird, befinden sich dre zartesten und schönsten Stücke, ich bitte es vorher einzeln emzusehen. Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee beim Damm des großen Teichs^m K^onMhl.^ von Vormittags 9V, Uhr an, aus den Districten Konzebühl, Brunnenwald, Schwarzwald, Mühloerg und Graudorn: Buchen: 256 rm Scheiter, 135 rm Knüppel, 203 rm Stücke, 58 Hdt. Wellen (dabei Forstwellen im Graudorn); Eichen: 27 rm Scheiter (Werkscheiter darunter), 95 rrn Knüppel, 194 rm Stöcke, 28 Hdt. Wellen; sonstiges Laubholz (Eschen, Erlen, Birnbaum, Maßholder, Linde, Weichholz u. A.): 6 rm Scheiter, 36 rm Knüppel, 77 rm Stöde, 7 Hdt. Wellen; Fichten-Derb- und Reisstangen: 26 Stück = 1,76 fm (Graudorn). Die Zusammenkunft ist an demselbm Orte wie am Tage vorher. Rdptatt * ] 21 jrinrti . . 24. ; Me tU, M“ w Bekanntmachung. Die diesjährige Generalversammlung hat uns aus den Ueberschüssen pro 1896 einen Betrag zur Verfügung gestellt, um oudj im nächsten Sommer wieder eine Anzahl armer serophulöser Kruder in der Kiuderheilaustalt zu Bad-Nauheim unterbringen zu können. Es werde« deshalb alle diejenigen Bewohner des Sparkassenbezirk» Gießen, welche solche kranken Kinder haben und nicht selbst in der Lage sind, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt -der der Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliche» Zeugniß vorzulegen, in welchem die Nothwendigkeit einer Badekur bescheinigt sein muß. E» ist nicht ausgeschlossen, daß Kmdern, welche bereits auf Kosten der Sparkasse eine Badekur durchgemacht haben, die Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen mit dem ärztlichen Atteste und einer Bescheinigung äber die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bis längsteus Ende Januar k. I. zusenden zu wollen. 58. Brennholz. Mittwoch den 2 Februar 1898 sollen versteigert werden: rm Buchen-, Eichen- und hochfeinen Limburgerkäse empfiehlt billigst 167 J. M. Schalhof, \ * •< di- H ! inf b der !"U|" st s*te ta9« ber to!!bte” an tritt Unk -rgaben i W »S "*n i8t tl9 in löbm Sla9 hitbie 44 ‘AenMw' I Wnnben. ff k «krimpt nity “Weiten Ä 27 Grunde ' ^in d„ Auszeit bit Stunben fo ju I (hmübuna - Schillern Deutsch, Natur, weniger anspannen. ”. “'Nen im Unterricht tIben. ~~ eine sür unsere Thalsache. Gan, 1 turnen vor oder n-ler für die Erfrischung iäder, Splpiergänge. Donnerstag den 3. Februar . Ä Hchdecheigemng. wald „Wehrholz" nachverzeichnetes Dienstag den 1. Februar Holz versteigert werden: h>. X, von Bormittags 9 Uhr 151 Fichtenstämme von 14 bi» 34 vrn |oB im Beuerner Gemeindewald Durchmesser und 10 bis 16 verschiedenen Districten nachstehendes Holz versteigert werden: rm Nadel-Knüppel, Buchen-Wellen, erste Durch- Länge und 13 bis 19 cm Durchmesser, Nadel-Bohnenstavgen, rm Eichen-Knüppel, -- „ Stöcke, Wellen Eichen Reisig, rm Nadel-Knüppel, Nadel-Derbftangen mit 19,48 Nadel-Reisstangen „ 7,20 rm Buchen-Scheitholz, „ Eichen- „ Eichen-Knüppelholz, „ Nadel- „ Wellen Eichen-Reisholz, // d7adel- h rm Buchen-Stockholz, ,/ Eichen- ,, w- W Ä W 8* I** ™ b tin H» Qli M W kft« ' • ■ ■£- fl^rtn6ungtt Sfe-ÄS M. r>" ii» - C». * K " :: . w r . ß“!“ «“ «•"* • htlltt^ Q .n Ifl1 >55* Lang-Göns, den 27. Januar 1898. 3750 Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns I 698 Brückel. 1004 und Hoheberg: ff. Caoiar, Salz- uud Essig' Buchenstämme mit 2,46 fm, gurken, ff. Preißelbeeren, Obst- Eichenstämme „ 2,15 „ - ~ ----- Nadelftämme „ 11,09 eignet. Bemerkt wird, daß das Kiefern- und Fichten-Stammholz guter Qualität ist. Die Zusammenkunft ist am Münzenberger Weg, am Eingang des Waldes. Bellersheim, 28. Januar 1898. Der Markmeister: Bopp. 1029 ______Dr, Dieffeubach. A. Bau- und Werkholz: 44 Erchenstämme von 25 bis 56 cm Durchmesser und 4 bis 12 m Länge — 33,35 fm haltend, 338 Kiefern- und Fichtenftämme von 15 bis 41 cm Durchmesser und 8 bis 21 m Länge — 160,38 fm haltend, 214 Fichten-Derbstangen bis 14 m Länge — 17,22 fm haltend, ------------------------------- I 125 Aolrversteiaenma. Bemerkt wird, daß die Stangen g^ßtentheils an der Kreisstraße Dienstag den 1. Februar Beuern—Geilshausen liegen und zu- und Mittwoch den S. Februar .ur Versteigerung kommen, ollen in dem Hattenröder Ge° Beuern, den 28. Januar 1898. meiudewald nachfolgende Holz- Großh. Bürgermeisterei Beuern, ortimente versteigert werden: I Otto. 1031 1. Bau-, Werk- uud Nutzholz. ------------------------- versteigert werden 8ebtnat 1898 foaen Holz - Versteigerung. Eich-nstämm-, Bau u. Wagner Donnerstag den 3. und 'N Abschmtten von 5-ll m bcn 4 RebtHnr J„ Länge und 20 34 cm nult-, ^deimal von Vormittags 9 Uhr an, |BehördlicheAnzeigerjä Jagd- und Merei- Derpillhlnug. Dienstag den 15. Februar l. I., Bormittags 11 Uhr, soll im Rathhaus dahier die hiesige Gemeiudejagd, bestehend aus 565 ha Feld und 492 ha Wald, sowie auch die Fischerei, auf weitere 6 bezw. 12 Jahre unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen öffentlich meistbietend verpachtet werden. Bemerkt wird, daß das Jagdgebiet von Station Villingen, der Nebenbahn Hungen—Laubach, innerhalb 5 Minuten zu erreichen ist. Ruppertsburg, den 21. Jan. 1898. Großh. Bürgermeisterei Ruppertsburg. Lehr.810 rrn Buchen- und Eichen-Stöcke. Cognae, deutscher, zweiten ^age im District I ggrgntjrt reines Weindestillat, ärzt- Schlieberg: lich empfohlen, per Flasche Mk. 1.80 Buchenstamme mit 3,77 fm, b{6 M. 3.50, rm Buchen- und Eichen-Scheit, Kjtersiasche Mk. 1.80u.M. 2.—, " SÄ s^uz. Cognac Mk. 4.- Nadel-Knuppel, bis M. 10.— per Fl., anerkannt Buchen-Wellen, vorzügliche Qualität, empfiehlt 827 rm Buchen- und Erchen-Stocke. I G-obeN'Buseck, am 28. Jan. 1898. und"-inhandlung, Gr. Bürgermeisterer Großen-Buseck. Lindenplatz, Ecke Wallthorstr. Meyer. 1030 -------—-----—---------- r— .. . ...___ Prstshchrs Swrktaut Holzversteigerun!,. M„urkm, Donnerstag den ».Februar, kochende Erbsen, Linsen Bormittags von 9‘/3 Uhr au, wttj> Bohnen soll im Garbenteicher Gemeinde- empfiehlt 683 wald, Districten Beckertswald, Jo- C. Roth II., WMhorflr. 5. hanneshöizchen und Markwald, nach- ---------------------------------- Zusammenkunft im DistrictZimmer-. Scheiter: 220 rrn Buchen, 2 rm Eichen, .4300 Nadel-Weellen, ein großer Theil platz. — Bemerkt wird, daß das! Prügel: 72 rrn Buchen, 25 rrn Eichen, Durchforftungs Wellen, Holz aus den Districten Pestilenz- 12 rm Weichholz, 71 rm Nadel-Stockholz, strauch, Eisenschade und Winnereck Stockholz: 69 rrn Buchen, 74 rm Der Anfang ist im District BeckertS- bei der Versteigerung nicht vorgezeigt Eichen, 31 rrn Weich-u. Nadelholz, wald bei Holz Nr. 67. wird. Dasselbe wird Mittags beim I Stammreiser: 85 rrn Buchen, 225 rm Garbenteich, 28. Januar 1898. Feuer versteigert. Eichen, Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. Allendors a. d. Lda., 26.Jan. 1898 I Wrsiser: 294 rm Buchen, 305 rrnI___________Schwär,.-------1033 0t. Bürgermeisterei Allendors a.Sbm ™ ^Buchm ° ’’ HolMrsteigerUNg. ——— -----——; Donnerstag den 3. Februar, im! Freitag, den 4. Februar HolzversteMmng. iüKs-A*. i. si„ .-io»w« *»>*«« wald folgendes Holz versteigert: lang, 42—62 cm Durchm. = kj Werk- uud Brennholz. 16 Eichenstämme von 25 6t§ 18 fm, 8 Eichen-Stämme mit 1,70 fm, 60 cm Durchmesser und 3 brs! 32 Eichenstämme 2. Kl., 1—7 m* 5 m Länge — 9,17 fm, I lang, 40—70 cm Durchm. =1 ook Eichen-Derbstangen (Wagner-! 19,94 fm, n78 holz) 0,95 fm, 1159 Fichtenstämme (Bauholz) 10 bis! 3 Eichen-Nutzscheit, | 16 m lang, 24 cm Durchm. 10 Eichen-Scheit, I — 39,42 fm, 340 Eichen-Knüppel (22 rml 84 Fichtenftangen (Sparrenholz) 3850 sind 2Vs m lang), = 5,43 fm. 87 Freitag den 4. Februar, in der Die Zusammenkunft ist auf Erchen-Stocke, I Haide bei Münzenberg: Ganseburg, 20 Minuten von Großen- W-ll-n Eichen-Rristg, Riefer. 20 rm Scheitrr. 29 rm Prü^ Bus-ck. o gel, 45,5 rm Stockholz, 300 rm Gießen, den 28. Januar 1898. Dre Zusammenkunft rst Vormrttags 1043 Hch. Adami. 10 Uhr auf der Wmkelschnerse. Eick- 5'rrn Reiser. ---------------Z—;------------- Großen-Linden, am 26. Jan. 1898. Gr. Bürgermeisterei Großen-Linden. Zusammenkunft 10 Uhr bei Nr. 1. Leun. 10271 Arnsburg, den 25. Januar 1898. Freitag deu 4. Februar d. Gräfliche Obersörsterei. I., Vormittags 9 Uhr ansangend, Koenig er. 926 kommen in den hiesigen Waldungen I. 8ein, Wall'horstr 19. sucht Frau ^Vnxner, Ober-Rechnunq-.ProbatorS Wwe. 398 empfiehlt 819 Drechsler mstr. Hrremes Sonnenstr. 3. Ein Lehrling Musikalten- und Instrumentenhandlung Wetzsteiastr. 44 miethen. k Lehrlingsstelle auf btm ikom-»oir eineß hiesi hiesiaen 399 Ä' Marktstraße 32. 1016 zu verkaufen bet 487 Louis Rothenberger Wwe Germania Cacao W. Herber. vermieten Telephon 46. Markt 21. Gebrauchte Nähmaschine billig zu verkaufen. 860 H graft, Mechaniker, Neuenweg 46. «arttplatz 22 1012 Astra 1021 billigen Preisen nach CO Otto Hirsch 10 uhon; f B 3. — Drwk «mV 8 erlaß her Vrüdl'ickreu Uniokrf.ulrK.Buch, uno fStctflbradeta cPirtsch & 6 d) eg he) tu Glehn». Vevnnetfiungen Ztelltn-Kefiiche Zn ucthiuifcu IerMedenes (Mene Kielten L-Xj____u________:_________:_____________________________ Robert Berger, Pössneck i. Th. 642] Schöner, geräumiger Laden itt guter Geschäftslage zuvermieiheu Näheres bei S. Katz. 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