hn Ne 11761 ;eWen ’elzwaaren. rhMK, lärpenbänder ahl. waften, Schleifen MM« ter ©fite. uf alle Artikel , H759 nurnn, »»9.__ Specl^iW' w«. *,*5 •^ond Collierr Kragen «nd Mühen, Schlittendecke"' Ve-Me".ftiSsiCkt H72S Dienstag den 29. November Nr. 280 Erstes Blatt. u♦». «MttNl 76 WA ■tt Brmf nl MflM >r6wra Snjrtfm Hx k» •irgrnex Xagrifcx aMMM» Aints- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. •****, etkktUÄ »k »nkhwi: >4.f|ra|< Jk. 1. Gratisbeilage: Gießener FaMienblätter. »rrsir fix Drprsch«: • ^mifpre^cx Rx H. _____TW^M— Deutsche» Reich. verlts, 26. November. Die ,«orbb. Allgem. ßtg." begrübt an der Spitze ihrer heutigen Nummer bal von bet Orientreise glücklich heimgekehrte Ratferpaar nnb spricht ^gleich dem Kaiser für sein nnerwüblicheS Wirken zur Ehre Deutschland» Dank au». In bem Begrüßung»-Artikel wirb auch auf bte Besuche an ben sübbrutschen Höfen htngewtesen. Die Begegnung mit bem Prinz Regenten von Boyern werbe tn ber deutschen inneren Geschichte ein benkwürbtger Tag -leiden, ba fich an ihn bte glückliche Lösung einer wichtigen inneren Frage knüpfe. Die freunbliche Zwiesprache be» Kaiser» mit bem König von Württemberg habe auch ber Beilegung einer anbeten schwebenden Frage gegolten. Nachdem die „Norbb. Allgem. ßt».* noch bem Wiebersrhrn mit Baben» Hetrschrrpaar gedacht, ruft sie bem Kaiset nnb bet Kaiserin rin bankbare» Willkommen zu. Berlin. 26. November. Die „Äorbb. Allg. ßtg.* schreibt : Der im Reich»amt be» Innern aulgearbeitete Gesetzentwurf bettrffmb ben Schutz ber Angestellten im Han bei»- gewerde liegt bem preußischen Staat»mtnisterium und ben anbereu deutschen Regierungen zur Begutachtung vor. Wann -er Entwurf bem vunbe»rath zugehen wirb, 18§t sich zur fielt noch nicht sagen. LusLund. Pari», 26. November. Die beiden republikanischen Gruppen der Kammer Haden gestern beschlossen, am nächsten Montag einen Gesetzentwurf etnzubrtngen, welcher bohtn geht, -em militärischen Revision»rath alle Revistoulgesuche zu entziehen und fie nur burch ben Lassation»hof untersuchen zu lassen. Diese Maßregel wirb getroffen, um Picquart, wenn er am 10 Deeemder vernrtheilr werden sollte, zu ermöglichen, bah et sein Revifiou»gesuch vor ben Laffatiou»hof bringen kann. Pari», 27. November. Labor! hat heute geLuhert, et würbe nicht zulaffen, baß Walbeck Rousseau bte ver- theidiguog Picqaart» übernehme. Waldeck-Rousseau hat zu de, stehen gegeben, baß er bereit sei, stch zum verhetbiger Ptcquart» wählen zu lassen. Par», 27. November. Im Amtsblatt wirb heute bte Summe bekannt gegeben, welche die Wittwe bei Obersten Henry erhalten soll. Sie erhält hiernach vom 1. Decemder 1898 an eine jährliche Pension von 1768 Frei. Pari», 27. November. Ungeheure» Aufsehen erregt bte Verhaftung bet Frau Bianchiui, bet Gattin be» be« rühmten Deeotationrmaler» bet großen Oper, unter bem Verbacht bet Vergiftung ihre» Gatten. Bianchiui liegt krank darnieber. ES steht ein großer Seanbal bevor. Patt», 27. November. Labort und Menard beschlossen, ben Secretär Labore», ben Advocaten Hilb, zu Dreyfu» nach ber TeuselStnsel zu schicken. Hilb bürste fich am 9. December etnschiffen. Patt», 27. November. Die Mitglteber be» Bureau» bei Senat» waren gestern Abend bet Dopuh, Frehcivet und bem Justizminister Lebtet, um bieselbeu zu ersuchen, ben Prozeß »egen Picquart aufzu'chieben, bi» ber Eassattonlhof seine Eatscheibung in der Drrysu» - Affaire gefällt habe. Die Minister höeten bte Senatoren an, ohne bte geringste Bemerkung zu machen. Dvpnh entgegnete, baß et feine Antwort bem Bureau morgen zngehen lassen werbe. Patt», 27. November. Die Regierung, burch bte Oppo- fitton brr Mitglieder beider Kammern geängstigt, wird, wie verlautet, bie Vertagung be» Prozesfe» Picquart austreben, selbst wenn Zurlinben baraushin zurücktritt. Part», 27. November. (Bin bet Genetalstablpreffe an- gehörende» Provtnzblatt, ba» bem Herzog von Brnbome, Vater be» Grafen von Flanbern nahesteht, thellt mit: E» solle während einer Laubparthie bei bem Herzog von Orlean» gewesen fein, baß der Herzog von Benbome fich folgendermaßen über bte Affaire Drehfn» au»gebrückt hätte: Drehsu» fei, wie man auch im Außlande darüber beute, schuldig. ES bestehe kein einzige» Labinet zwischen Kopenhagen und Rußland und Wien, wo man nicht vollständig im Klaren ist. Drehsu» ist schuldig nnb seine Schulb ist burch eine Denuuciarion Rußlands bekannt geworben. Im Jahre 1893, al» ba» Berliner Labinet bte französisch • russische Allianz zum Scheitern bringen wollte, nm eine russisch deutsche Allianz zu Seanbe zu bringen, hatte el bem Labinet von St. Petersburg den Beweis geliefert, daß man nicht auf eine Unterstützung Frankreichs zählen könne. Unter btefen Beweisen befanb fich auch derjenige für bte Schuld be» Lapi- täos Drehfn». Um nun bte französtsch-ruifiiche Allianz zum Schellern zu bringen, gab man bem Zaren Kenntnitz von Allem, wa» man in HLnbrn hatte. Ader ber Zar, welcher darauf bestaub, fich mit Frankreich zu verbünben, ließ fich hierdurch nicht beeinflussen und gab bem französischen General- stad bte ihm vorliegenden Sachen zur Keuntniß. Dieser Bericht wirb bereit» heute officiö» bementirr und al» völlig an» der Lust gegriffen hingestellt. Patt», 27. November. Der Leiter de» Institut» Pasteur, Duclaut, hat eine Einladung zu einer großen Versammlung auf morgen Abend an die Pariser Bevölkerung ergehen lassen. In dieser E nladnng heißt e» unter Anderem: Bürger und Studenten! En ungeheueres Attentat wird gegen die Gerechtigkeit geplant. Der große herrliche Ode-st Picquart soll mll seiner Freiheit bte Revision be» Prozesse» Drehfn» bezahlen, bie jetzt Niemand mehr hinbern kann. Bürger, vereinigt Euch m t unS zu einem großen Proteste, um bte Wahrhell zu verthttdigen! Außer von Daclaut ist ( bitter Aufruf von einet großen Anzahl Professoren unter» | zeichnet. Pari», 27. November. Die aal bet Einnahme ber Ian» bem verkauf bet bekannten Brofchüte Esterhazy» etztell werdenden Gelder sind von bem Vetter Esterhazy» b'S zu bem Betrage von 82,000 Franc» mit Beschlag belegt worden. Lovdon, 26. November. In Birmingham, Manchester, Leicester unb Glasgow ist bet Verkehr burch großen Schneefall zum größten Theile gestört. Die Züge blieben thttlweife im offenen Felde im Schnee stecken. Ganze Vieh- heerden find ewgeschneit. London, 26. November. Die Liga bet englischen Protestanten bereitet eine großartige Demonstration vor bem ParlamentSgebäube am Tage ber Wiedereröffnung bei Parlament» vor, am gegen bie neue Secte der Rttualisten, bte den katholischen Enltn» nachahmt, zu protestiren nnb baburch bte Regierung zu bestimmen, baß fie verhinbere, baß protestantische, vom Staate besoldete Vertreter be» nationalen EultuS Leremonten bet katholischen Kirche in den Protestantismus einführen. Loudon, 26. Novembet. »Daily Lhronicle^ meldet au» Rom, e» fei zweifelhaft, ob die Anti-Anarchist en- Lonfetenz zu einem endgültigen Refultate gelangen werde. ES fei vielmehr wahrscheinlich, daß die Lvnferenz fich über einen philosophischen Beschluß verständigen und fich damit begnügen werde, daß die verschiedenen Regierungen fich gegenseitig über die anarchistische Bewegung unterrichten. Da» Blatt sagt, England habe keine Ursache gehabt, an der Lon- ferenz theilzunehmen, da die englischen Gesetze verbiet'n, Aul- nahme-Maßregeln gegen die Anarchisten in Anwendung zu bringen. DaS Blatt sagt weiter, in Deutschland sei augenblicklich eine revolutionäre Bewegung im Gange, deren Ende große Ereignisse nach fich ziehen dürfte. CocaUs und provinzielle». Gießen, den 28. November 1898. ** Okdeulverleihuug Seine Königs. Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, zum 25. November l. I. bem SraalSmintster nnb Minister be» Großherzoglichen Hause» unb be» Aeußereu Carl Rothe nnb bem Grafen Franz zuSolmS-Röbelhetm, Erlaucht, ba» Großkreuz deS ver- bteustorb-nS Phittpp» de» Grohmüchigen zu verleihen. ** Ordeulverleihuug. Seine König!. Hoheit ber Groß- Herzog haben Sllexgnädigst zu verleihen geruht ba» Ritterkreuz 2. Klasse be» Verdienstorden» Philipp» de» Groß- müthigen bem vortrageuben Rath bei ber Min sterial- abtbetlang für Forst- unb Lameralverwaltung Oberforstrath Wilh-iw Seyb. *• Srueuuung. Seine König!. Hoheit bet Groß- herzog Haven Allergnäbigst geruht, am 25. November ben Forstaff'ffot Ernst Mettenheimer zum Domiuialcowm'ffat be» Dominium» Fischbach i. R. mit bem Amt»tttel ^Oberförster^ zu ernennen. Feuilleton. Meu Wiener Kunst. (Zur «ufsuhruug be» Lustspiel» „Zur Fegefeuer") Bon Dr. M. Schilling. Als Lesfiug in Dcutschlanb die Schaubühne von ber plumpen Nachahmung bet Franzosen befreite unb dem deutschen «ationaltheater seine Stücke schenkte, bie ehrsurchtgebieteub an bet Spitze unserer Dramatik stehen, al» dann unfete Alasfiket ihr neues Kunsttdeal ausstellten und eine zweite Blüthe unserer deutschen Literatur schufen, wie fie fie nicht ta ben Tagen Walther» unb Wolfram» erlebt hatte, sah e» mit ber Kunst In Oesterreich arg au». Nur die Mufik hatte von hier an» im 18. Jahrhundert einen neuen, ungeahnten Aufschwung genommen. Mozart hat die deutsche Oper tn Bahnen gelenkt, bie bi» zu Richard Wagner keiner verlassen hat. Beethoven hat fich in Wien so heimisch gesühll, baß er »icht mehr von ba wegging ähnlich wie «aut, ber kaum je über Königsberg» Weichbild h-nauSgrkommen. Unb In Franz Schubert entstand bem bentschen Liebe ber Meister. Aber wen hatten bie Oesterreicher gegen unsere Klassiker in» Felb zu führen? Den abgeschmackten Blumauer, beffen ncflätige AeneiS-Travestie boch nur Sekundauerherzeu fürder ergötzen tarnt; ben schwächlichen Sornelin» von Ayreuhoff, der in Bewunderung der wtragediee schwelgte. Nur die lllerarische Parodie, die fich auf dem vorstadttheater ellullstete, schoß üppig in» Kraut. Der Hanswurst, ein Sohn de» Ptckel- HSring», der bi» dahin nur ben episobifchen Spaßmacher spielte, wirb zu einem iategrirenben Bestanbtheil ber Stücke. Selbst Lesfiug mußte fich solche Verhöhnungen gefallen lassen. Aber diese» Poffentheater, ba» nur bie eine Tenbenz kannte, ba» Zwerchfell zu erschüttern, hat auch sein Gute» gestiftet: an» ihm ging ein wirklicher Dichter hervor, Ferbinand Rai- munb, besten Kraft im Rührend-Komischeu, besten Bebentnng darin liegt, daß tt die Poste hob unb abelte. Wenn e» auch nur eine Legende ist, baß Raimnnb an Nestroh gestorben sei, so hat boch sactisch bie frivole Parobie, bie in Johann Nestrey, bem verfafler von „Lnmpaci vagabundu»", ihren zungengewandtesten Vorkämpfer fand, ber ernsteren Richtung be» Märchen», wie e» Raimnnb gepflegt, den Todesstoß gegeben. Aber in Oesterreich, besten bramatische Kunst so lange brach gelegen hatte unb ba» Niemanb gegen Schiller in» Felb zu führen wußte, tarnen bie beibtn Männer zu Welt, bie nach Sch Her die bebeutendsteu Persönlichkeiten ber Schaubühne geworden find. Franz Grillparzer, ein Abvokateusohn, ber an» einer bürgerlichen Sphäre hervorging nnb Zeit seine» Leben» au» bem Bearntenthurn, ja an» einem gewissen Philistertum nicht herauskam, ba» fich ergeben in bte Dinge schickt nnb blinbe Unterwerfung unter bte bestehenden Bräuche fordert, — Franz Grillparzer ist ein Schüler unserer Klassiker, aber er thut noch einen Schritt Über die Meister hinaus. Mll Kleist, der einst in frevlem Uebermnth Goethen ben Kranz von ber Stirne reißen wollte unb ber nicht ganz ohne Goethe» Schuld elendiglich zusammenstürzte, nm erst nach 1870 zu neuem Leben zu erwachen und auf da» ihm gebührende Piedestal erhoben zu werden, mit bem Norbdeut- fchen Kleist hat der Oesterreicher Grillparzer manchen Berührungspunkt, vor Allem tn ber Behandlung ber Sprache, bie vor Härten nicht zurückscheut und bereu vornehmste» Ziel die reallsttsche Eharacterifirung der Personen ist. Ader noch mehr al» Kleist r Lhert fich Grillparzer dem modernen Drama, ja man kann seine Trilogie ,T)al goldene Vließ" al» die erste moderne Tragödie, wenn auch tn antikem Gewände, ansprechen. Den Kern der Handlung, den eigentlichen Lonfltct, bildet die Enttäuschung in ber Ehe. Rachbem fich Iasott nnb Mebea gefunden haben, werben fie sich fremb, fie k-uneu fich is gut nnb kennen fich boch nicht mehr. Jason ist nicht länger ber Helb, ber Halbgott für Mebea, tote fie ihn erträumt hat, er finkt zum Durchschnittsmenschen herab, nicht ganz schlecht, aber auch nicht ganz gut; Mebea ist thm fortan nur bie Kolcherin, bte Halbbarbarin, alle ihre versuche, fich zur Höbe be» Griechenthum» emporzuschwingen, haben für ihs etwa» Lächerliche». Da» ist bte Enttäuschung in ber Ehe, bte Enttäuschung im Leben. Enttäuschung ist baS große Sch'agwort, baS fich wie ber rothe gaben burch unser »oberee» Leben htnburchzteht. Wie Mebea erlebt Nora an der Selle be» philiströsen Helmer bte Enttäuschung. Wie J-son erlebt Johanne» Bockerat tn Gerhart Hauptmann'» .Einsamen Menschen" an der Selle seine» Hau»Mütterchen» Käthe bte Enttäuschung. Ja bemfelben Jahre, too Franz Grillparzer in Wien bahtnschieb, erkämpfte fich L. Gruber'» ,Pfarrer von Kirch- selb" einen ungeheuren Erfolg: Ludwig Anzengruber ist ba» größte Talent geworben, daS nach 1870 auf ber •• Unter bei! Kranzspende», die anläßlich der Tut- hüllungsseier in Darmstadt am Sockel der Denkmal! nieder- gelegt wurden, zeichnete fich ein prachtvoller Kranz aus, den die hiesige Verbindung „Blümchen" dem Andenken Lud- wigs IV. widmete. •• Das Festmahl zur Feier bei SebnrtltageS Ihrer Konigl Hoheiten bei Großherzogr nab ber V oßherzogiu verlief in üblicher Wette. Den Trinkspruch auf das Wohl des Großherzoglichen Paares brachte der derzeUige Rector der Landesuniverfität, Herr Geh. Medizinalrath Prof. vr. L ö h l e in in folgenden Worten aus: Hochanfkhnliche Versammlung! Soweit die Geschichte unseres Volkes zurückreicht, soweit Lied und Sage uns Kunde bringen von den Thaten deutscher Männer, — immer ist die Anhänglichkeit des Gefolgsmanns an seinen Fürst««, die Treue gegen ihn im Leben und im Sterben, unserem Volke als die erste der Mannestugenden erschienen, — und so lange deutsche Herzen schlagen, soll und wird es immer so fein! Schöner noch, ich möchte sagen reiner als in den langen, langen Jahrhunderten der Spaltung und Zersplitterung tritt dieser Grundzug deutschen Wesens hervor, seitdem in opfervollem Kampf des Reiches Einheitsbau aufgerichtet wurde, der nun schon so manches Jahr hoch und stark Über den einzelnen Bundesstaaten ragt. Muß es uns in unseren Tagen nicht mit Heller Freude erfüllen, wenn wir sehen, wie bei gleicher Begeisterung für Kaiser und Reich der Bayer nicht von dem Brandenburger, der Sachse nicht von dem Schwaben übertroffen sein will in der Liebe zur engeren Heimath und zum angestammten Herrscherhaus. Auch bei dem alten Hessenstamm hat diese treue Liebe zum Fürstenhaus von jeher starke, unzerstörbare Wurzeln geschlagen. Ein neues, herrliches Zeugniß hiervon hat der gestrige Tag abgelegt: Als unter dem Donner der Geschütze die Hülle fiel von dem trefflichen, lebenswahren Standbild des höchstseligen Grobherzogs Ludwig IV., da trat in rührenden Zügen sprechend zu Tage, wie tief in Aller Herzen die Liebe zu dem Führer fortlebt, der schlichten Sinnes, warmen Herzens, tapferen Muthes, stets in und zu feinem Volke gestanden hatte, — in guten wie in bösen Tagen. Von dem hohen Entschlafenen hat sich diese innige Wechselbeziehung weitervererbt auf den Sohn. Sie ist es, die uns zur Nachfeier des Geburtstages unseres Allergnädigsten Landes- Herrn und Seiner hohen Gemahlin heute hier versammelt hat, auf daß wir Ihnen von Neuem huldigen, indem wir des Himmels reichsten Segen auf Ihre Häupter herabflehen. — Bei der Prunktafel im Schloß zu Darmstadt hat gestern Seine Königliche Hoheit feierlich versichert, wie Sein Hessen- volk, von dem er einen neuen Beweis anhänglicher Gesinnung erhalten habe, stets auf Ihn zählen könne. Unsere Antwort kann nur die fein: daß auch Er wie zu den Werken und Aufgaben des Friedens, so im Drang der Noth und in bewegten Kriegestagen stets auf Sein gefammtes Heffenvolk zählen kann, das bei der heutigen Feier begeistert zu Ihm aufblickt und Treue und Gehorsam neu gelobt mit dem Ruf: S. K. Hoheit unser allergnädigster Grobherzog Ernst Ludwig und Ihre K. H. unsere allergnädigste Großherzogin Victoria Melitta Sie leben hoch! nn Parlamentarische! eul Hessen. Der Finanzausschuß der 2. hessischer» Stänbekammer wirb am Dienstag den 29. November zu mehreren Sitzungen mit der Großherzog lichen Regierung zusammentreteu. In diesen Sitzungen wirb auch die Vorlage wegen Ausbesserung der Gehalte der Geistlichen zur Berathung kommen. Daß Plenum der Kammer soll dann in der zweiten Woche de- Dccember einberufen werden. ** Concertverein. Eugen d'Albert hieß der Magnet, der gestern jeden Musikfreund, der Kunstleistungen nur allerersten Ranges höre« wollte, mit unwiderstehlicher Kraft in den Clubfaal gezogen hatte. In der That genügte der bloße Name dieses genialen Künstlers, um jeden Zweifel an die Vorzüglichkeit feiner Darbietungen von vorn herein aus dem Felde zu schlagen, denn Eugen d'Albert ist unter den Pianisten der Gegenwart derjenige, deffen Ruhm die weitaus größte Verbreitung gefunden hat, und deffen Vorträge am ehesten über jede Kritik erhaben genannt zu werden verdienen. Alles, was d'Albert in dem gestrigen zweiten Concert des Concert- veretns der zahlreich erschienenen Zuhörerschaft bot, trug geistig wie technisch den Stempel künstlerischer Vollendung, und er zeigte sich in der von ihm selbst bearbeiteten G-moll» Fuge von Bach wie in der Sonate opus 81 von Beethoven als ein ebenso congenialer Interpret dieser beiden klassischen Meister, wie er sich später in der Wiedergabe der verschiedenen Solostücke von Chopin, Schumann, Schubert und Liszt als ein durchaus feiner Kenner und würdiger Spieler dieser vier modernen Meister zu erkennen gab. Von den Solostücken eigener Compofition erschien uns der Walzer opus 16 No. 1 am beachtenswerthesten zu sein. Welche von den gestrigen Darbietungen des Künstlers die beste gewesen sei, ist eine schwer zu beantwortende Frage. Nach unserer Meinung find Beethoven und Liszt diejenigen Autoren, die seiner Jndi- vidualität am nächsten stehen, und in deren Compofitionen seine herrliche Begabung den dankbarsten Stoff für ihre Betätigung findet. Gleichwohl soll nicht unerwähnt bleiben, daß von Chopin namentlich das Nocturna und die am Schluß zugegebene, prachtvoll gespielte Berceuse, und von Schubert sowohl das Impromptu wie die „Soiree de Vienne" — beide in der Bearbeitung von Liszt — ganz besonders rauschenden Beifall fanden. Vortrefflich unterstützt wurde der Künstler durch einen prachtvollen Steinway-Flügel, der in allen Registern sowie durch alle Tonschattirungen hindurch nur dar Beste hergab, was der große Meister von ihm verlangte. Wir können den heutigen Concertbericht nur mit dem aufrichtigen Wunsche schließen, den gefeierten Künstler recht bald wieder in unseren Mauern zu begrüßen. Pr. •• P. Stabttheater. „Lumpact-Vaqabundul", bie bekannte Posse bei beliebten Wiener Schauspielers unb Dialekt dichter-, Johann Nestroy hat im Laus ber Jahre an Anziehungskraft noch nicht- eingebüßt. Auch gestern Abeub lockte sie wieder ein zahlreiches Publikum an, bas fich, wie bie fröhliche Stimmung unb ber häufige Beifall bewies, recht gut zu unterhalten schien. Nach dem Goethe'schen Wort: „Wer viele! bringt, wirb Manchem etwa! bringen" hat ber Berfaffer, seinem größeren Vorgänger Raimunb folgend, bir» schiedene Gebiete ber Kunst für seine Zwecke herangezogen. Aul bem Zaubermärchen versetzt er uni in bie Operette, am Schluffe bei zweiten Acte! glauben wir uni in einer Oper zu befinben. Den Hauptbestanbtheil aber bildet der Schwank und ihm verdankt dal Stück in erster Linie seine Unverwüstlichkeit. Während der böse Geist, der den Haupttitel hergeben muß, nur wenig heroortritt, beherrscht „da! liederliche Kleebatt", wie der Nebentitel lautet, dal Ganze. Den herabgekommensten der drei Gesellen, den Schuster Knieriem, gab Herr Director Helm sehr wirkungsvoll, aber vielleicht um einen Strich zu arg. Wenigsten! konnte man an bie schließliche Besserung biesel Schnapsbruder! nicht glauben. Herr W t l h e l rn t war in Erscheinung unb Manieren ein richtiges, meckerndes Schneiberletv, sein großes Couplet zündete aber mehr durch Komik wie Gesangikuust. Den brävsten der drei, den Tischlergesellen Leim, verkörperte Herr Merker recht ansprechend. Bon den Damen verdienen Helene Schuhmann unb Irene Sitarbi durch flotte Dar» strlluvg unb hübschen Gesang alles Lob. Die übrigen Rollen finb unbedeutend, wurden aber meist gut gegeben. Auch die scentscheu Schwierigkeiten, Wechsel des Schauplatzes bei offener Bühne, Anwendung der Berseukung, wurden glücklich überwunden. Zum Schluffe sei noch der tüchtigen Leistung bei Orchesters, dal von Herrn Kruse trefflich birigirt wurde, bie gebührende Anerkennung gezollt. •• Stadttheater. Für morgen (Dienstag) hat die Direction unserer Bühne eine Novitäten Aufführung angesetzt und bringt den Gettke-Engel'schen Schwank „Im Fegefeuer" zur Darstellung. Dal neue Stück hatte überall einen durchschlagenden Erfolg. Der „Berliner Kurier" schreibt: In das Thalia-Theater find wieder alle fidelen Geister etngezogeu, alle auSgelaffrnen Kobolde der Lustigkeit kehren wieder ein unb alle lachenden Genien bei Glücks, aber fie reden sämmt- lich wienerisch. „Im Fegefeuer" wurde gestern gegeben, und ein Paradier bei Erfolges that fich auf für bie gastirenben deutschen Bühne zu Wort gekommen ist. Seine Dramen sind zum größeren Theil Tenbeuzstücke. Er ist nicht so modern darin, wie sein ßanbfmann Grillparzer. Werthvoller in ihrer literarischen Bedeutung unb lieber finb uni seine saftigen Bauerucomödien. Wie kein Anberer kannte er ben kleinen Wiener Mann und den Bauer der österreichischen Berge. Aul thnrn hat er seine prachtvollen Charakterfiguren geschafft«, die weit weniger all Berthold Auerbach'! Saloubauern fich in spinozisttscher Philosophie ergehen, aber trotzdem ein wenig „von bei Gebankeul Bläffe" ergriffen find. Grillparzer und Anzengruber find die beiden Dramatiker, die Oesterreich gegen uni in bie Wagschale zu werfen hat. Aber auch heute rastet Jung Wien nicht. Sind ihm auch bi! jetzt bie großen Bühnenerfolge versagt geblieben, deren fich die norddeutschen College« in ihrem Ceutrum Berlin rühmen können, so ist ihnen doch bie Anerkennung aller Ltteraturfreuube in reichem Maße bescheert worden. Die junge Wiener Kunst ist weicher all bie Berliner, es fehlen ihr die starken dramatischen Accente, aber fie entfchädigt dafür durch intime Milieuschilderung. In diesem Punkte ist fie bei der französischen Novellistik in die Schule gegangen, besonder! bei Maupaffaut. Noch immer ist Jung Wien nicht au! dem Bannkreis, der schwülen Bondoirstiwmung, der stickigen Grisetteulust, heraulgrkommen - nur Max Burckhard hat mit einer forschen Satire: „Die Bürgermeisterwahl" einen Versuch unternommen, dem allerdings keine weiteren gefolgt find. Unbestritten den ersten Platz unter den Wiener Drama- tikern nimmt Arthur Schnitzler ein, ein feine! Talent, da! so gar nicht! Marktschreierisches an sich hat. Drei Dramen liegen bi! jetzt von ihm vor, abgesehen von dem Anatol'Cyklul, deffen paprizirte Zweideutigkeiten doch nur für Gourmet! bestimmt find. In dem Mittelpunkt der drei Stücke steht da! Wiener Mädchen, da! seinen glänzendsten Auldruck in Christine in „Liebelei" gefunden hat. Auch fie macht die große Enttäuschung de! Leben! durch,- der Mann, dem fie Alle! hiugegeben, fallt für eine Andere im Duell. Der Gedanke, baß fie betrogen worben sei, baß e! neben ihr noch eine Anbere gegeben habe, ist für Christine so fürchterlich, baß sie be! Leben! ekle Bürbe wegwirft. In „Freiwild-, einem Leitartikel eine ira et etudio über ba! Duell, breht sich ber Covflict um eine Schauspielerin. Der Maler Paul Rönning, der mannhaft für bie Ehre dieser Dame gegen einen Oberlieutenant eintritt, muß seinen Muth mit bem Leben bezahlen. Dal ist so Weltenlauf! Schnitzler will uni nicht sagen: Seht, da! ist bie Gerechtigkeit, wie fie in unserer schönen Welt herrscht- ber arme Kerl, ber nur seine Pflicht und Schuldigkeit gethan, wirb von bem erstbesten Schubiak über ben Haufen geschaffen. Schnitzler greift einen besonder! eclatanten Fall heran! uud entwickelt daran seine These. Dabei kann e! leicht geschehen, daß den Zuschauer ab extra der „Fall" allmählich mehr interesfirt, all bie beteiligten Personen. Wenn ba! für Schnitzler nicht zutrifft, so ist da! Lobgesang sür seine Fähigkeit zu individnalifire«. Auch in seinem jüngsten Werke: „Da! Bermachtuiß", wirb ein solcher ^Fall" behandelt. Wal ist ba! Schicksal jener unverehlichteu Frauen, bie plötzlich au! ihrem Dunstkreil heran! in eine bürgerliche Sphäre versetzt werben? fragt ber Dichter. Toni Weber, bie einstige Geliebte be! Br. Hugo Losatti unb bie Mutter seine! Knaben, wirb von ber Familie ihre! Hugo, ber fie sterbend bem Schutz seiner Mutter empsohlen, so lauge gepeinigt, bi! sie wie Christine ba! Leben nur noch all Last I empfindet, die Jeder abschütteln darf. Auch Tont ist eine! von den Mädchen, denen dal Leben nur Enttäuschungen be* I reit hat. Neben dem Dramatiker ist kürzlich der Novellist Directorev, ein Paradiei freilich, in dem mehr all zwet Men'chen leben werben. Gestern war da! Han! trotz der Fegefener-Hitze ausoerkanft, und just der warme Erfolg wirkte erfrischend. Ein Schwank ohne jede Mufik, ohne jede! Poffen-Bimborlum, ohne Kostüme, Aufzüge unb bunte Feste brachte ben Erfolg. Ein Schwank, deffen Requisiten Humor und Witz finb. „Im Fegefeuer" von Gettke und Alexander Engel ist ein einfache!, klare! Problem mit Geschick unb ganz prächtiger Laune unter Mitwirkung vorinfflicher Darsteller gelöst. „Im Fegefeuer" ist bie fatale Berlobunglzeit, der Zustand zwischen dem nüchternen Junggesellen Leben und dem Paradte! der Ehe. Au zwei Brautpaaren ist e! bargestellt. Hier bie Plackerei ber übertriebenen Prüderie, die Zimperlichkeit unb Eifersucht, boxt die Üblen Folgen allzugroßer ungenierter Zärtlichkeit und überall die quälende, nörgelnde, kritifirende, schulmeisternde Verwandtschaft. An der Kette der Ehe zappeln schlimmstenfalls nur zwei, an ber Kette ber Verlobung martert fich bie ganze Familie, ruft der Schwiegervater au! unb ber Bräutigam antwortet mit einer feurigen Anklage gegen ben Höllenzustand ber philisterhaften Verlobung. So ernst geht! aber im Uebrtgen nicht zu. Im Gegentheil. Die Situationen finb oft Überaul komisch unb ber Dialogwitz ist fast zu reichlich. Eine lang aufgesammelte, strotzend volle Sparbüchse von Wtz unb scharfen Pointen ist ba an!» gestreut unb keine ging verloren. Wo benuoch hie unb ba bie Eintönigkeit ber sehr einfachen Haublung, be! wenig ergiebigen Motiv! bei allem Reiz ber guten Zustanblfchilberung sich doch geltend machen wollte, ba half bie frische, fröhliche Aufführung darüber hinweg. Fräulein Niese gab die über* müthige, skrupellos zärtliche Braut. Alle hatten Theil an dem fröhlichen Erfolg, der auch die Berfaffer oft vor ben Vorhang rief. *♦ Sangerkranz - Concert. Einen erhebenden Beweis tüchtigen Können! lieferte ber Verein „Sän gerkranz" in seinem am Sonntag, bem 27. b. M, Nachmittag! 5 Uhr in Stein! Saalbau veranstalteten Concert. Ließ un! schon der bewährte Ruf de! vereinlbirigenten Herrn Franz Bauer erfreuliche Leistungen erhoffen, so wurden unsere Erwartungen durch ba! Gebotene weit übertroffen. Orchester und Chor wirkten mit erstaunlicher Präzision, so baß sie hinter ben Solistinnen, darunter Fräulein Koch-Wiesbaden durch sym>- pathische Erscheinung unb Stimme besonder! einnahm, nicht zurückstanden. — Herr Dietzsch sprach ben verbtnbenbeu Text in ber Athalia mit wohlthuenber Stimme laut und vernehmlich, versehlte jedoch mitunter die rechte Betonung. — Reicher Beifall ber den Saal bl! auf den letzten Platz füllenden Zuhörer lohnte die hingebenbe Mühe aller Mit- wirkrnden, unb barf man bem Vereine zu diesem schönen Erfolge aufrichtig Glück wünschen. — Die gehobene Stimmung, in ber man ben Saal verließ wmbe indes leider erheblich beeinträchtigt durch die aller Beschreibung spottenden, elenden Garderoben Verhältnisse, die eines etabüfferneut! ersten Range! durchaus unwürdig find. Bortrage. Wir machen auch an dieser Stelle auf die am Mittwoch unb Donnerstag Abeub in „Stein! Saal* bau" stattfinbenben Borträge mit Lichtbildern be! Herrn Jen! Lützen an! Berlin aufmerksam, deffen Themata im Februar b. I. (Die Urgeschichte ber Erbe- Der Untergang der Erde re.) so allgemeinen Beifall fanden. Im Uebrtgen fei auf ba! Inserat in heutiger Nummer bl. Blattes verwiesen. Der Verband Deutscher Handlunglgehülfen-Leipzig hielt am letzten Donnerstag im Kaufmännischen Bereinshau! eine gut besuchte Versammlung ab, in ber Herr Steuer- Frankfurt itnen Vortrag hielt über ben Berbaub unb feine socialpolittschen Aufgaben. Der Referent schilderte die Einrichtungen des Berbanbes, die sich bi! jetzt in allen Theilen bewährt haben nnb beleuchtete sodann feine social-politischen Aufgaben näher. Der Beifall, den ber Rebner nach Schluß bei Vortrag! erntete, bewies, baß seine Worte Anklang ge- funben haben. An ben Vortrag schloß sich bie Grünbung eines Kreilverein! unb zählt derselbe bereit! ca. 25 Mitglieder. Die Dileujfion gestaltete fich zu einer recht lebhaften. Nur ist es zu bedauern, baß einige der Herren Schnitzler mit einem Bande: „Der Stein des Weisen" bedeutsam zu Wort gekommen. Da! gehört mit zum Besten, wa! die deutsche Novellistik überhaupt bis jetzt geleistet hat, überall Jeindfelirte Charaktere, psychologische Studien ersten Range!. Danach wäre noch Hermann Bahr zu nennen, ber mit wahrer P:oteu!geschwinbigkeit jedwede Gestalt annimmt und auf allen Gebieten ber Literatur zu Hanse ist. Weit lieber al! der Dichter Bahr, ber alle seine Stoffe in ber Schau - spielerwelt sucht, ist un! ber Kritiker Bahr. So manche Recenfion» bie er verfaßt hat, ist beffer al! bas Stück, ba! er gerabe zu recenfiren hat. Manchem aufstrebenben Talent hat Hermann Bahr erst bie Wege geebnet. Nicht sein geringstes Berbienst ist es, baß er Hugo von Hofmannlthal entbeckt hat, der bas Zeug zu einem »nnberbaren Lyriker bat. Endlich noch bie „Di minorum gentium." Max Burkharb, ber Exdirector ber Wiener Hofburg, bem e! viel wohler zu sein scheint, fettbem er da! kritische Scepter schwingen barf, hat ein Wiener Volksstück verfaßt, „'s Katherl", da! zwar alle Spuren eines Erstlingswerke! an fich trägt, aber ein bebeutiome! Talent zur Satire verräth. Satirisch ist auch fein Roman „Simon Thnus", in bem er bas moberne Strebertum geißelt. Auch Felix Dörmann hat reiche Begabung für bie Persiflage in feinen „Ledigen Leuten" documentirt. Jung-Wien darf also mit Genugthuung auf eine Reihe von Erfolgen zurückdl cken. Wenn el den verheißuuglvollen Anfängen erst gelingt, da! Locale, ba! specifisch Wienerische abzustreifen und voller zu gestalten, werden fie auch allgemeiner Thellnahme sicher fein können. Daß fie es ernst mit ihrer Kunst meinen, haben fie hinlänglich bemiefen. ———— 7 d°» X 'ii MM ,5>«chl !«fj8|( 2h 7' 16« "ff"« Wl^Ä8'9' !« «tt «,!*< 7'.r-S? ' btt Nun ist.n 016 fc<» Ä?fe tijA’i "’wi, >6» r l,,amt in 7 »iHtlttga, lvst der 6*toi.ü J.?Ä; I.L?* 3« »r,rLlhtti. ob7 lllld her Dialog. 1 “^ßtlamaelte, strotzet $\Wtn iß ba aal. »’M htc anb kl «anblung, bti foule enttoßöflanbintibmwi Wf Me frische, fröhliche lIeln Niese gab bte übkr. . halten Lheil an « Verfasser oft vor btn tt erhebevden Bttotii ö -kLngerklan^ in i Nachmittag» 5 Uhr in «t. Ach na» schon btr i Herrn Fran, Bauer urden unsere Srvartangeo en. Orchester ani Thor b so daß sie hinter den ch'Wießbadrn durch shm« besonder» rinnah«, nicht sprach den verdindendea trnder Stimmt (aut nah intet die rechte Betonung. bi» ans den letzten Planende Mühe aller M- öereine zu diesem schönen - Die gehobene Stimmung, nrde inbil leider erheblich ktibung lpottendeki, elenden ie» Aabltssement» ersten id) an tief« Mt auf übend to .Stritt» M* MMrrn M Henn \W, dessen Themata im in Erde! Der Uottrgang ill sanden. Im Uebri»en Ammer bl. Blatte» ttv ännüUtn Beretnlhau» v» tt M 8<*h °° * I*«“ tu ;.ht in allen Thetieo w IW : 5V-*bt* bl« 8*7' « et” ’ it .gg StP«, « »"'Sm i*7' KS---"" 8‘a6u-—?* «tit ® »’S gilt Ad« ig ,»Iti W (dm ®A Z, »»ti > * JMh* Z? N°k iatt° " .eJjtium' z in°rflD1 Lidurg/ r7fn^ltnb nrU|lcs mtrtrl z. Erlang r ftarf Eyaat- o S»rhrad'<«, u iftad pomab , Cinrt u Bolf. enrfefeirben uorjujitbrn, bureb uitlr Danf. u Un. rrfmnanyifd*r btwief. Erfolg garantirt! 4 Vos, mf. I - a 2.- nrbtl brend-sonrr n ©aranttdcbrin üerf. blscr p Itadm. ob. $tn(. b Sttrag (a i Pnrfm. oller tär.brr > All ein td-t ja bfjtrfcrn butd? Parfümeriefabrik F. W. A. Meyer, HimburfBo rrfelde. Uermietsiungen 11809] In meinem Neubau Wolken« gaffe 20 zwei sehr schöne Wohnungen, bestebend aus 2 Zimmern, Küche und Waschküche mit Wasserleitung, Keller, Hof und GaNenantheil, ferner ein geräumiger Laden mit angrenzendem Comptoir oder Lagerraum jofort ober ipäter iu vermiethen. tsurl v. MSnchow, Seltersweg 52, II. 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Vorträge des Herrn Jens Lützen, Docent an der Humboldt-Akademie Berlin in Steins Saalbau Mittwoch den 30. November 1898, Abends 8‘/2 Uhr präcis: Bilder aus dem Goldlande Alaska. „Den Neugierigen" erwidert der unterzeichnete Vorstand des Detaillisten - Vereins auf ihrs „Leise Anfrage" in Nr 279 des „Gießener Anzeiger": 1. Daß die erste Frage in ihrer Sinnlosigkeit eine Erwiderung wohl nicht verdient. 2. Daß unser Vorsitzender schon seit langen Jahren i» eilen Wählerlisten, auch in denjenigen zur Stadtverordneten-Wahl, verzeichnet gewesen ist und außerdem schon seit Jahren des Oeftere« als Wahlcommiffär bei den Reichstagswahlen thätig war. 11810 Der KorstM drs DetaillistkN-Verkivs. Donnerstag den 1. December 1898, Abends 8V- Uhr pracis: Cuba und die cubanischen Wirren. Beide Vorträge sollen ein lebendiges Bild der betreffenden Verhältnisse geben an der Hand vieler farbigen Original-Aufnahmen aus den besprochenen Gegenden. Vortrag I schildert u A. das Leben und Treiben der Goldgräber am Klondyke, Vortrag II Land und Leute in Cuba und die Ursachen des spanisch-amerikanischen Krieges, enthält z. B. Original-Aufnahmen von der Explosion der „Maine“. Karten für Nichtmitglieder ä Mk. 1.— für jeden Abend, Mk. 1.50 für beide Abende, sind zu haben bei den Herren E. Challier, Neuenweg, H. Moll, Mäusburg, und C. Orbig, Bahnhofstrasse, sowie Abends an der Kasse; für Mitglieder (gratis) und deren Angehörige (ä 50 Pfg. für jeden Abend) bei Herrn C. Orbig bezw. dem Gewerbevereinsdiener. 11788 Die Vorstände. JSCHÄFTSBÜCHER : I 1 C .«zi e*V i Hauptniederlage und Alleinverkauf bei Ernst Balser, Mäusburg 11. 11789 in seit Jahren anerkannter Güte 11671 Otto Schaaf, Mersweg 39 Sterbehause, Steinstraße 46, aus statt. 11806 unter Zusicherung reeller Bedienung. Hause, Ederstraße 7, aus statt. 11803 1887 Gießen, den 28. November 1898. 11804 Oesterr. Staatsbabn v. 1B85 00.001 4 Eisenb. Rentenb. Obl. Jtal. staatsgar. Eisenb. 58.9514 Buderus Obl. bto. unk. b. 1907 102.30 4 Deutsche Grdsch.B. unk. b. 1904 102.00 Novität! Novität! Brief Gießen, den 28. November 1898. 11805 Vvendeourfer Credit'Actien Darmst.Bk.-Actien 301.50 152.00 empsiehlt: sämmtliche feine Gewürze, Mandeln, Haseluntzkeruei Citroueu, Auisöl, Citrouenöl, Puderzucker, Roseuwaffer, Oraugeuwaffer, Auisköruer, Ammon, Potasche «. f. w 3 37, 4 4 3 3 101.30 94.20 100.10 000.00 100.80 20.39 4.17 99.00 100.50 100.00 100.75 Brief 16.19 20.43 4.20 «eN> I 80.70 169.44 14-187, Procent 37, Deutsche Reichsanl. Giessener Stadttheater, Dienstag den 29. November r Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unser innigst geliebter Vater, Schwiegervater und Großvater Johannes Eichmann, Privalumu nach kurzem Leiden Sonntag Morgen V19 Uhr im 77. Lebens- jahr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Georg Eichmann nebst Frau und Kinder». Gießen, den 28. November 1898. Die Beerdigung findet Dienstag Morgen 11 Uhr vom Trauer- 85.44 101.60 24.06 97.25 46.20 empfiehlt sich zur Anfertigung von Druckarbeiten aller Art 100.20 00.00 Danksagung. Für die überaus herzliche Theilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste, insbesondere für die zahlreichen Blumenspenden und für die trostoolle Rede des Herrn Pfarrer Schlosser am Grabe unserer innigst geliebten Kau Pauline Maus Wwe. sagt innigen Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christiane Bäuerle Wwe. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme an dem uns betroffenen schweren Verlust, sowie für die vielen Blumenspenden und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer vr. Naumann sagt innigsten Dank Christian Werner und Schwester. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe, gute, unvergeßliche Gattin, Mutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante frim Elisabetha Zell geb. Arnold gestern Abend 9 Uhr nach langem, schweren Leiden zu sich zu rufen. Um stille Theilnahme bitten Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Zell und Kinder. Gießen, den 28. November 1898. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 4 Uhr vom Geldsortenr Geld 16.15 Franz. Banknoten Procent 47s Oesterr. Silberrente 4 Ung. Gold-Rente 3 Portugiesen 6 Mexicaner 4 Monopol-Griechen von Im Iegefeuer (Der Brautstand). Schwank in 3 Acten von E. Gettke und A. Engel. Anfang 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Panorama Nenen-Bäue 1. Neue Serie von Tyrol. u. A.: Brennerbahn, Grödnerthal, Brenta- Gruppe, Valsuganabahn Leoico, Dolomitengruppe, Pustertbal, Amveuo Oesterr. bto. Americ. 87i Frankstr. Hyp. Bk unk. b. 1906 99.00 87, Frkf.Hyp.Cred.B.unk.b. 1906 98.20 37, Hambrgr.HypBk.unk.b.1908 4 Preuß.Hyp A.Bkunk.b.1900 37, Pomm.HypA.Bk.unkb.1906 4 Frkf.Ldw.Cred.Bk.unk.b.1900 20 Franken-St. Enal. Sovereigns Dollars in Gold Breuß. Eonsols r. Hessische Obl. Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt Worms unk. b. 1901 Coursbericht ME JT. Kurz & CO., Giessen, KahllstfstnKt 63. Frankfurter Börse vom 26. November 1898. Die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers Giessen Schulstrasse 7 Aorderungen | en die verstorbene Da«. Moog Wwe. sind innerhalb 8 Tagen an den Unterzeichneten etnzureichen. Emil Fischbach, ______ Nachlaßoerwalter._____ Widerruf” Die Beleidigungen gegen Frau Gast- wirth Weber in Aliendorf a. d. Lda. nehme ich hiermit zurück, indem ich dieselbe um Verzeihung bitte. 11790 Gießen, den 26. November 1898. Heinrich Käs, Bäcker, ____________von Mendorf a. d. Lda. 118110] Zwei bunte Enten entlaufen. Wiederbringer Belohnung. _______Karl Euler, Hammstraße 5. 11802] Em kleiner, brauner Rehpinscher, auf den Namen „Männe" hörend, entlaufen. Gegen Belohnung abzugeben Sonnenstratze 15. Entlaufen11794 ein gelber Pinscher, auf den Namen „Putz" hörend. Abzuqeben gegen 23e= lohnung bei H. W. Tey, Eberstadt. Vertreter-Gesuch. 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