ab. n,t49 ernt 8—8, eoutq ®°<5eittogea Tart» 8028 [t ied betrieb. 7 o leklamty i ‘oS-Jt«- , SM erstand. 85.06 101-70 00.00 98.00 44.00 101.6« 100.26 vollkon*we*sti irabrnflschine. plVomiq« h«r tz/Lkw. -einigend. lasdÜM *8 atB »riei , go.65 169.76 ^4.18/f 0009? 1898. leitend len« ent. Dil P®t-Un.'b'19O5 ’’'2 18IU"Vtt«0« 10OÜ - Hessen: »rttckerel’6828 Sw-i** lt .n 9291 ' 7o. ÜwhMM. Bahnhöfen 40. llige vvd dauer' prompt ouigeführt. Nr. 228 Erstes Blatt. Donnerstag den 29 September 1899 ftfdirlnt täflHA mit Au-nabm, des SRontag». Die Giehkner A«mtki,»blätter »erden dem Anjeigrr WöcheMlich viermal dtigrlegl. Kießener Anzeiger Nez»gapr,l» viecleijährtich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Vrmgerloha. vei Postbezug 2 Mark 50 Pjg. vierteljährlich. Annahme von Nnzeißen zu der Nachmittag» für den sagenden Lag erlchenienden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Keneral-W^eiger 9llle -lnzeigeit'Bermiltlung»stelIen M Je- und «»»iandaS nehmcn Anzeige» für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und 2lnzeigeblatt für den Tireis Gieszen. Redaction. Expedition und Druckerei: Kchnlßr-t« Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depesche»: Anzeiger Hietze». Fernsprecher Rr. 51. Abonnements^Einladung. Zum Bezug des „Gietzener Anzeige^ für das 4. Vierteljahr 1898 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Siebener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrich^en- BureauS sowie zahlreiche Mitthellungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben aus dem Lausenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter in allen Orten Oberhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Thclle des Anzeigers zu Thcil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem WissenS- werthcn aus dem Gebiete derselben besondere Berück- fichttgung zu Thell werden lasten, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Kunst und Wissenschast, Litteratur, HauSwirthschast, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten üntechaltungsstoff bieten. Die „Gießener Familienblütter" werden dem Anzeiger wöchentlich 4 mal (Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntags) beigelegt und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unterhaltungsstoff aus dem Gebiete des Familienlebens und der HauSwirthschaft bringen, und somit namentlich im Kreise der Famllien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende hiesige Abonnenten er- hatten vom Tage der Bestellung bis 1. Ortober den Anzeiger kostenfrei zuzesteüt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe-Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weüersenden und den Abonnements betrag durch Quittung erheben lasten, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch> u. Steindruckerei (Pietsch Erben). Endlich! Ohne Uebertteibung darf man sagen, daß die ganze gebildete Welt gegenwärtig unter dem Eindruck der Ereignisse in Frankreich steht, und man darf versichert sein, viele Lausende athmen erleichtert auf angesichts der nunmehr end- gütig beschlossenen Revision des DrehfuS-ProcesseS. Nicht etwa, daß allgemein große Sympathie herrscht für den Kapitän, nein, nur die Thatsache, daß der mit Füßen ge- tretenen Gerechtigkeit Genüge gethan werden soll, wirkt beruhigend auf die Gemülher. Wer hätte noch vor einem Jahr erwarten dürfen, daß die Revision so schnell in die Wege geleitet werden würde! Wir haben hier an dieser Stelle freilich stets unserer Ansicht dahin Ausdruck gegeben, daß eine Wiederaufnahme des ProcesieS unbedingt erfolgen müffe, möge auch noch so viel Zeit darüber vergehen. Frank- reich begann sich in zwei Heerlager zu spalten: für oder gegen DreyfuS, und die Erregung nahm nach und nach einen gefährlichen Charakter an, so daß man Schlimmes befürchten konnte. Der Beschluß der RevisionScommission, welcher mit Stimmengleichheit die Wiederaufnahme deS ProcesieS verworfen hatte, durfte von vornherein nur als ein Schlag in'S Wasser angesehen werden, und der Ministerrath hat der öffentlichen Meinung Genüge geleistet, als er sich trotz jenes VerdictS für die Revision aussprach. Im Uebrigen hätte Brision ja auch seiner ganzen Vergangenheit und seinen politischen Anschauungen wideriprochen, wenn er nicht seinen ganzen Einfluß für die Revision einge etzt hätte. Die Hinder- niffe, die sich ihm in den Weg stellten, waren freilich nicht gering, daß sie aber nicht unüberwindlich waren, haben die Thatsachen gezeigt. Man kann die letzten Ereignisse in der DrehfuSaffLre als einen Kampf zwischen dem Generalftab und der bürgerlichen Institutionen ansehen, in welchem der Sieg sich bald nach dieser und bald nach jener Seite neigte. Der Einfluß, welchen das Militär in Frankreich auSübt, ist nicht gering, und eS gehörte wahrlich ein großer Muth dazu, wenn der Ministerpräsident Brision der GeneralstabSpartei die Stirn geboten hat. Man weiß ja, Brision ist künftig Canditat für die Präsidentschaft der Republik — wenigstens dürfte er seine Anwartschaft darauf kaum aufgegeben haben — und er hat, will er mit Erfolg candidtren, gar viele Rücksichten zu nehmen. AuS diesem Grunde hat er auch erst nach langem Zögern den Auftrag zur LabinetSdildung angenommen, da er Gefahr lief, seine ganze Zukunft aufS Spiel zu setzen, falls er FiaSco machte. Brision wird die Revillou des DrehfuSProcesieS nunmehr energisch durchführen, und man darf erwarten, daß alles Dunkel gelichtet wird. Mag nun die Revision für DreyfuS günstig oder ungünstig ausfallen, die gespannte Aufmerksamkeit, mit welcher alle Welt heute nach Frankreich blickt, giebt die Gewähr, daß wenigstens volle Gerechtigkeit walten und daß wieder gutgemacht werden wird, was vor vier Jahren gesündigt worden ist. Besonders in diesem Sinne darf der Entschluß deS Ministerraths freudig begrüßt werden. xx Zur Revision des DreyfuS Proceffes schreiben die „M. N. N." : DaS französische Ministerium hat sich, der Noth gehorchend, zu einem mannhaften Entschluß aufgerafft und die Revision deS DreyfuS-ProcesseS — wie verlautet einstimmig — beschlossen. Brision hat sich damit viele Freunde, vielleicht noch mehr Feinde erworben. Die Revision-- gegner werden ihn mit einer Fluth von Gehässigkeiten überschütten. Dies mag ihn vorab kalt lassen- im entgegengesetzten Falle wäre er nicht minder in einer wenig beneidens- werthen Stellung- denn die Revisionisten, die ihn schon dumm und feige nennen, weil er den Oberstlieutenant Picquart der Milttärjustiz auSliefern ließ, würden ihm das Leben zur Hölle machen. Gerade der Fall Picquart aber mußte die Minister überzeugen, daß höchstens «ine Militärdiktatur fähig gewesen sei, die Revision zu verhindern oder auch nur zu vertagen. Man darf sich gar nickt von sentimentalen Regungen beeinflussen lassen und dem französischen Ministerrath Ge- rechtigkeitsgefühle vindtciren, die er selber mit einem schmerzlichen Lächeln ablehnen würde. Der heutige Beschluß der Minister war für diese ein kläglicher Gang unter daS kaudinische Joch, ausgeführt unter dem ehernen Zwang der Selbsterhaltung, der ministeriellen, präfidentiellen (auch FaureS Stuhl hat in den letzten Tagen gewackelt) und gar republikanischen. Ob die Minister sich durch den RevifionSbeschluß ihr EintagSfliegen-Dasein noch einige Tage, Wochen oder Monate verlängern ober bei dem zu erwartenden Sturm der clerical-militärischen ReactionSpartei ihr Portefeuille einbüßen, ist für den Gang der DreyfuSsache belanglos. Einstweilen gilt für diese das Seherwort des vielgeschmähten Meisters von Meudon: Die Wahrheit ist auf dem Weg. Für unS Deutsche blieb und bleibt noch die ganze klägliche DreyfuS- Affaire, so lange Deutschland nicht damit verquickt wird, eine rein interne Angelegenheit unserer französischen Nachbarn, die wir mit heiterer Gelassenheit, vielleicht vermischt mit einem BiSchen Schadenfreude, über die schwarz-weiß-rothen Grenz- pfähle hinweg verfolgen würden — — wenn nicht die französische Regierung mit einer Frivolität ohnegleichen ben Dreyfus-Fall bazu benützt hätte, um bem deutschfeindlichen, revanchelüsternen Chauvinismus, an dessen Knochen sie nun schon fast ein Menschenalter nagt, etwas frisches Fleisch zu geben und nicht nur eine ganze Nation, sondern einen ganzen Erdtheil zeitweise zu beunruhigen. Wenn der heutige Revision-- beschluß den Anfang bildet zu einer Einkehr und Umkehr in Frankreich, dann kann jeder Rechtdenkende und Friedensfreund, den jetzt die inneren Wirren in Frankreich mit berechtigter Besorgniß erfüllen, ihn nur mit aufrichtiger Genugthuung und Erleichterung begrüßen. Deutsches Reich. Berlin, 27. September. Reichskanzler Fürst Hohenlohe und der Staatssekretär v. Bülow werden Ende dieser Woche wieder in Berlin eintreffen und ihre Geschäfte übernehmen. Berlin, 27. September. Nach eigenen brieflichen Mit- theüuvgen der gestern Abend unter verdächtigen Umständen tobt aufgefundeneu Leichenbeschauerin Becker ist erwiesen, daß kein Mord vorliegt, sondern die verstorbene sich selbst daS Leben genommen hat. Barmen, 27. September. Sestern Abend wurde der Tagelöhner Dahlich mit Frau und sechs Kindern in seiner in der Alleestrahe Hierselbst belegenen Wohnung vergiftet aufgefunden. Alle hatten Leuchtgas eingeaihmet. Die Frau und zwei Kinder waren tobt, der Mann und die übrigen vier Kinder wurden bewußtlos ins Krankenhaus gebracht. Mau hofft, diese am Leben zu erhalten. BreSlan, 27. September. Wie der „Breslauer General- Anzeiger" meldet, wurde heute früh um 6 Uhr der Lackirer Eugen Kühn, welcher am Nachmittag des 12. Januar d. I. eine Trödlersfrau in ihrem GefchäftSloeale ermordet und beraubt hatte, durch den Scharfrichter Reindel hinge r i 4t e t. Hamburg, 27. September. Der Bund deutscher Fraueu-Vereiue, der gegenwärtig die deutsche Frauenbewegung und die verschiedensten Gebiete socialer Frauenarbeit vertritt und 90 Einzelvereine mit über 60 OOO Mitgliedern umfaßt, hat auf Einladung der Hamburger Ortsgruppe des Allgemeinen deutschen Frauenvereins Hamburg als Ort seiner diesjährigen Generalversammlung gewählt, die vom 2. bis 6. Oktober daselbst stattfindeu wird. Nicht nur Mitglieds Vereine, auch solche, die bem Bunde noch nicht augehöreu, und Männer und Frauen, die sich für Frauenarbeit und Fraueubestrebungeu tnteresstren, können an ben Deleqirteuversammlungen und au ben Sitzungen der einzelnen Commissionen, an ben beet öffentlichen B^rtragS- Abenden und auch an der DiScuffion theilnehmen. AttsUnsd. Dien, 27. September. Die Sociald emokraten wollen in der nächsten DonnerStagfitzung des Abgeord- nerenhaufeS mehrere auf den Ausgleich bezügliche Dring- i lichkeitSannäge einbringen, darunter einen Antrag auf sofortige ! Aufhebung deS § 14. Paris, 27. September. Heute ratifieirte der offictelle Ministerrath unter bem Vorsitz des Präsidenten Faure den gestern gefaßten Beschluß der Verweisung der Revision deS DnhsuS-ProcrffeS. Bisher hat keine Demission eine» Mitgliedes deS Ministeriums stattgefunden. Paris, 27. September. Rach den gesetzlichen Bestimm, nngen kann DreyfuS auf Befehl deS Jasti,ministerS sofort In Freiheit gesetzt werden, bevor noch der EassationShof sich über die Annahme des EaffationSgesucheS ausgesprochen hat. London, 27. September. Die »Daily News" bringen einen Artikel über die angebliche Ursache des Rücktrittes Last mir PerrierS. In bem Artikel wirb erzählt, zwei Berichte beS Grasen Münster an Kaiser Wilhelm seien auf ber Reise nach Berlin erbrochen, Photographin unb wieder versiegelt worben. Lastmir Perrier, welcher beim ersten Fall sein Won gegeben hatte, eine strenge Untersuchung zu veranlassen, refignirte beim zweiten Fall, ber seine Ohnmacht gegenüber ber Militär-Partei barthut. Manila, 27. September. Die Amerikaner haben ben Befehl, sich alle Schiffe der Rebellen anzueignen, da die Flagge der Aufständischen von keiner Großmacht anerkannt ist und jede dieser Mächte die Aufständischen als Piraten behandeln kann. Die Insurgenten plündern angeublick.ich die Insel Lueou. Locales unb provinzielles. Gieße», 28. September 1898. •* Schnldienst. Nachrichten. Am 6. August wupde der von dem Herrn Fürsten zu Löwensteiv-Wertheim.Rofenberg auf die Lehrerftelle an der Gemeiudeschule zu NIeder-Klingen, Kreis Dieburg, präseutine Schullehrer Franz Ritter zu Schwurgericht. W. Gieße», 27. September 1898. Heute Vormittag wurde iu die Verhandlung gegen die Ehefrau de- Laudwirth- Wilh. Holde von der Saud, wühle bet Homberg au der Ohm wegen betrügerischen Bankerott- und gegen den Viehhändler Gustav Schaum- berg von Schweinfurt wegen Beihilfe dazu eiugetreten. Beide Angeklagte find unbestraft. Die Anklage vertritt Staat-auwalt Zimmermann. Al- Vertheidiger der Ehefrau Holde ist Rechtsanwalt Römheld erschienen, während für den gegen Caution auf freien Fuß 6t* lasfenen Schaumberg die Rechtsanwälte Dr. Gutfletsch und Justizrath Schmidt. Marburg die Vertheidi. guvg führen. E- find 46 Zeugen zu hören. Al- Sachverständiger von der Vertheidigung benannt, ist der Oeconom Puth-Gießen, im Saale anwesend. Die Angeklagte Holde giebt an, fie fei 39 Jahre alt- fie hat vor 17 Jahren ihren Ehemann geheirathet, der in Westfalen ein etwa 50 Morgen großes Gut besrffeu- daffelbe sei ihm zu klein gewesen und man habe e» verkauft, um dagegen eine größere Oeconomte zu kaufen. Bet der größeren Wirthschaft sei nicht- heran-- gekommen, ihr Mann, der ordentlich und fleißig gewesen, habe die Sache nicht übersehen können und schließlich da» Gut wieder mit Verlust verkauft. Der Ehemann habe dann ein Pachtgut am Rhein übernommen, sei aber während dieser Zeit kränklich gewesen und noch mehr in seinen Berhältniffeu zurück gekommen. Dann habe der Mann die Saodmühle für 850 Mk. Jahrespacht übernommen. Da- Mühlengeschäft habe ihr Mann nicht verstanden und fich dafür einen Mahlburschen gehalten, während er die zur Wirthschaft gehörenden 42 Morgen Aecker und Wiesen selbst bewirthschaftet hat. Mau hielt 11 Stück Rindvieh und zwei Pferde. Al- HolveS dir Wirthschaft 1896 übernahm, hatte er noch etwa 10 000 Mk. Aber e- sei ihnen viel Vieh gefallen, fie hätten die Gegend und den Boden, den fie bebauen sollten, nicht gekannt und so seien fie auch hier, trotzdem die Angeklagte mit ihrem Manu sich redlich gemüht habe vorwärts zu kommen, vom Glück nicht begünstigt worden. Die Angeklagte gesteht zu, ihr Mann habe aus seinen Gut-Verkäufen tu Westfalen Pro» zeffe gehabt, die er verloren habe. Ebenso hatte der Vorgänger des Holve mit diesem einen Ctvilprozeß wegen des ihm überlaffenen Inventar-. Dieser Prozeß — eS drehte fich dabei um 2000 Mk. — ging zu Ungunsten des verklagten Holve aus. Ihr Ehemann hatte mit dem Besitzer der Sandmühle vereinbart, daß da- Pachtverhältniß am 1. October d. I. gelöst werden sollte. Die Angeklagte behauptet, ihr Mann habe vorgehabt, nach Lösung des PachtverhältuiffeS mit der Familie nach Amerika auSzuwandern. Als der Ehemann die Nachricht von dem für ihn verlorenen Prozeß bekam, beschleunigte da- den Zusammenbruch der Katastrophe, er sagte zur Angeklagten, daß nun Aller verloren sei und beauftragte fie, zu Schaumberg nach Homberg zu gehen, damit dieser komme und da- Vieh kaufe. Am Dien-tag sei die Nachricht von dem verlorenen Prozeß auf der Sandmühle augekommen, am Mittwoch will die Angeklagte nach Homberg zu Isaak Schaumberg, dem Vater des Mitangeklagten, gegangen sein, um diesen zu dem Btehhaudel nach der Sandmühle zu bestellen. Isaak Schaumberg war damals krank, doch habe fie den Sohu desselben, Gustav Schaumberg, mit aogetroffm, al- sie den Auftrag ihres Ehemannes au-gerichtet habe. Dieser sei iu ihrer Abwesenheit am nächsten Tage nach der Saudmühle gekommen, um den Handel abzuschließen. Die Angeklagte will von ihrem Ehemann erfahren haben, daß der Mitangeklagte für fünf Stück Großvieh, vier Kälber und zwei Pferde 1250 Mk. geboten habe und 1000 Mk. baar auch gezahlt hat. Die Restschuld von 250 Mk. ist einige Tage später mit Arrest belegt worden. Am nächsten Tage gegen Abend, so erzählt die Ehefrau Holve weiter, seien die Leute der Schaumberg gekommen, um das Vieh abzuholen. Ihr Ehemann war aber nicht zu Hause vud so habe fie die Knechte warten lasten, bis dieser spät in der Nacht nach Hause gekommen und daun wurde der Viehbestand nach Homberg fortgetrieben- dabei waren auch zwei Kühe, die Schaumberg schon, al- fie trächtig gewesen, erworben, aber erst al- frischmelkende Thiere abzuuehwen fich verpflichtet hatte. Die Angeklagte erklärt, daß fie die Aoficht habe, daß der Mitangeklagte gewußt habe, daß die Ver- mögeu-vrrhältniffe ihres Ehemannes sehr mißliche seien, al» er da» Vieh kaufte. Auf Veranlassung des Ehemannes hat die Ehefrau Holve auch die Schweine zu Geld gemacht und den folgenden Tag zurückgelegt werden muß oder überhaupt al» verspätet nicht berücksichtigt werden kann. 10. Lies stet- daS Geschriebene, ehe Du e» abschickst, noch einmal durch: Du wirst noch etwa» zu besteru finden. 11. Bet Allem, wa- Du schreibst, gieb der Redactiou Deinen Namen au. Nur dann kann dieselbe den Werth der Mittheilung be- urthetlen. 12. Bezeichne Deine Adresse und sei dabet beruhigt, daß der Name de- Mitarbeiter- auf Wunsch unter allen Umständen geheim gehalten wird. 13. Spare bei wichtigen Eretgnisteu einen Drahtbericht nicht. Die Kosten werden gern ersetzt. Bet hervorragend wichtigen oder tntereffauten Ereignissen spare auch den Zusatz „dringend" beim Drahtbericht nicht, obschon die Kosten daun die dreifachen find. Aber klar, wenn auch knapp, abfasseu. — Wir empfehlen diesen Artikel auszuschueiden, um ihn vorkommeudeu Fall- sofort bet der Hand zu haben. • * Wetterbericht. Von den britischen Inseln und der Nordsee zieht sich eine Furche niederen Drucke- in südlicher Richtung über Frankreich nach dem westlichen Mittelmeerbeckeu herein. Die flache Depresfiou au der Ostsee hat ihre Lage wenig verändert. Vom Südosten de- Erdtheil- zieht ein barometrische- Maximum keilförmig über Mähren und Schlefien gegen Norddrutschlaud vor. Der im Westen befindliche niedere Druck dürfte zunächst die Witterung»verhält- Nisse unsere- Gebiete- beeiufluffen. — Voraussichtliche Witterung: Nur vorübergehend Zunahme der Bewölkung und stellenweise Niederschläge. Höllerbach für diese Stelle bestätigt- — au demselben Tage wurde dem Schulverwalter Eduard Pfeiffer zu Lützel- Wiebelsbach, Kreis Erbach, die Lehrerstelle an der kathol. Schule daselbst, — am 3. September wurde dem Schulamts- asptrauteu Carl Back au» BeuSheim eine Lehrerstelle an der Gemeiudeschule zu Kletu-Hausen, Kreis BeuSheim, übertragen- — am 7. September wurde der von dem Herrn Grafen zu SolmS-Laubach auf die 1. Lehrerstelle an der Gemeiudeschule zu Laubach, Kreis Schotten, präfeutirte Schullehrer Ludwig Gerhard zu Geilshausen für diese Stelle bestätigt. „ i ,x ** Erledigte Lehrerstellen. Erledigt find: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an Jm Gemeiudeschule zu Wald«UelverSheim, Kreis Oppenheim. Mir der Stelle ist Organistendtenst verbunden. Sine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Ge- «etudeschule zu Geilshausen, Krei» Gießen. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde- schule zu Stockhausea, KretS Gießen. Mit der Stelle ist Organisten- und Lectorendienst verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde- fchule zu Weickartshain, Kreis Gießen. Mit der Stelle ist Orgauisteu« und Lectorendienst verbunden. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- meiudeschule zu Rirfeld, Kreis Lauterbach. Mit der Stelle ist Organistendtenst verbunden. Die mit einem evaugeltscheu Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bettenhausen, Kreis Gießen. Mit der Stelle ist Organisten- und Lrctoreudieuft verbunden. Dem Herrn Fürsten zu SolwS- BraunfelS steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 1. Lehrer- stelle an der Gemeiudeschule zu Groß Kacbeo, Kreis Fried- berg. Mit der Stelle ist Organistendtenst verbunden. Dem Freiherrn v. Leonhardi in Groß-Karben steht das Präsen- tationSrecht zu derselben zu. Sämmtltch mit dem gesetzlichen, nach dem Dieustalter fich bemeffeudeu Gehalte. Kaufmännische Fachschule. Am 3. October beginnt wieder der Unterricht in der Kaufmännischen Fachschule und zwar,' iu Buchführung, Correspoudeuz, Rechnen, Wechsrllehre, Frauzöfisch und Englisch. Um nun einem viel- fettigen Wunsche zu entsprechen, wurde seitens der Schul- commtsfiou beschlossen, auch im Winter Unterricht im Schön- schreiben ertheilen zu lassen und zwar au zwei Wocheutageu, Nachmittags von 1 bi» 2 Uhr. Gewiß wird kein Principal Anstoß nehmen, seinem jungen Manne diese Stunde sret zu geben, zumal eS fich darum dreht, eine schöne Handschrift zu erlangen, wa» iu allen Brauchen Erforderuiß ist. Im Ueb- rtgen verweisen wir auf die Aunouceu in Nr. 225 und 227 diese- Blattes. ♦ * * Gruß au- Kiautfchau. Mehrere Mitglieder des hie- figen MännerturnveretuS sandten im Laufe dieser Sommer- per AufichtSkarte einen poetisches Gruß au den deutschen Postbeamten in Ktautschau. Gestern (27.) traf eine Karte mit folgendem Inhalte hier ein: An den Männerturnverein Gießen. Tsintau, 10./8. Besten Dank für die hübschen Verse. Ein kräf- tige- „Heil". gez. Messer, Ober-Postasfisteut. Die Karte ist abgestempelt: Tfiotau (China), 12. 8. 98, war also 45 Tage unterwegs. * • Entgleist ist gestern Nachmittag die Maschine de» von Bieber kommenden Zage- vor der Wirthschaft „Zur Reichs- halle" au der Rodhetmer Straße. E» dauerte geraume Zeit, ehe die quer über die Straße gefahrene Maschine wieder tu- Geleise gebracht werden konnte. • » NadsporllicheS. Zu dem am kommenden Sonntag hier statlfindendea Rennen haben im Ganzen nahezu 40 Fahrer über 100 Nennungen gesendet. Da- Rennen verspricht, besonder- soweit dabei Berufsfahrer in Frage kommen, hochinteressant zu werden, indem u. A. auch Alex Berheyeu, G. Rucku - München, Joern-- Kaiserslautern, Conrad Lauter mann-Darmstadt, Albert Becker-Worm» u. f. w. gemeldet haben. • • Für nufere geschätzten Leser und Mitarbeiter. Wir machen täglich die Erfahrung, daß mau sich im Kreise unserer Abonnenten häufig darüber im Unklaren befindet, in welcher Form mau mit einer Zeitung in Verbindung tritt bezw. am practischsteu verkehrt. AuS diesem Grunde haben wir unS bemüht, nachstehend alle die-bezügltcheu Punkte zusammen- zustelleu, um unseren geschätzten Lesern und Mitarbeitern einige Regeln au die Hand zu geben, bei deren Berücksichtig, uvg fich der gegenseitige Verkehr ebenso leicht al- angenehm gestaltet. Also: 1. Was Du auch unserer Zeitung mittheileu willst, thue eS rasch und schicke eS sofort ein; denn waS neu ist, wenn Du es denkst oder erfährst, wird eS vielleicht nach wenigen Stunden nicht mehr fein. 2. Sei kurz: Du sparst damit die Zeit der Redacteure, der Setzer, Correctoren und Deine eigene. Dein leitender Grundsatz sei: Thatsachen, keine Redensarten, keine laugen Betrachtungen. 3. Set klar: schreibe leserlich, besonders Namen und Ziffern. 4. Eigen- uameu, besonder» Ort-nameu, die im Texte Vorkommen, schreibe auf dem Rande nochmals, und zwar mir lateinischen Schriftzügen. 5. Schreibe nicht „gestern" oder „heute", sondern Monat und Tag. 6. Setze mehr Punkte als Rom« moto, aber vergiß keine von beiden. Mage keine laugen Sätze! 7. Verbessere niemals iu einem Namen oder einer Zahl- stretche das fehlerhafte.Wort durch und schreibe da» richtige darüber oder daneben. 8. Lasse stets einen mtuvesteuS zwei Finger breiten Rand de» Papiere- frei, damit Platz zu Aeuderungen und Zusätzen bleibt. 9. Die Hauptsache: Beschreibe nie, nie, nie beide Setten de» Blatte». Hundert Zetten, nur auf die vordere Sette de- Papier» geschrieben, lassen fich rasch zerschneiden und au verschiedene Setzer ver. theilen- auf beide Setten geschrieben, beanspruchen fie die Arbell eine- Setzers für lauge Zeit. Dadurch kommt e» »ft, daß ein Beitrag nicht gleich Aufnahme finden tonn, für hat den Betrag ihrem Manne, der in SchweiuSberg war, hingetragen. Am SamStag traf die Angeklagte mit ihrem Manne iu Gießen zusammen, der seine 16 Jahre alte Tochter auS Darmstadt hatte kommen lassen und eine 13 Jahre alte Tochter bei sich hatte. Die Familienglteder blieben bis Sonntag zusammen, dann fuhr der Mann mit den beiden Töchtern von Gießen nach Köln, um fich über Antwerpen nach Amerika zu begeben- er hat der Angeklagten versprochen, fie und die andern Kinder hinterher kommen zu lassen. Der Ehemann hatte auch von jenseits des OceanS die Ueberfahrt«- karten gesendet, doch wurde die Angeklagte verhaftet. Frau Holve berichtet weiter, daß fie am Sonntag Abend über Schwein-berg wieder auf der Saudmühle anlangte. Am Montag feien nun auf da- Gerücht hin, ihr Ehemann fei nach Amerika durchgebrannt, dessen Gläubiger und auch andere Leute auf die Sandmühle gekommen- es fei ein Trubel dort gewesen, fie hätte gar nicht gewußt, wo ihr der Kopf gestanden, und da hätte fie auf Andrängen der Gläu. btger Jedem gegeben, was er haben wollte, um die Leute wegen ihrer Forderung zu befriedigen. Die Angeklagte erklärt, daß fie damal- nicht gewußt habe, daß fie fich durch ihre Handlungsweise strafbar mache, fie sehe ja ein, daß daS was fie gethan, unrecht gewesen ist. Der angeklagte Schaumberg bestreitet ganz entschieden, gewußt zu haben, daß der Ehemann Holve fich in Zahlungsschwierigkeiten befinde und ihm das Vieh verhandeln wollte, um dann in- Ausland zu gehen. Holve habt ihn beauftragt, sich für ihn nach einer andern günstigen Pacht- gelegenheit umzusehen. Verhandlungen nach dieser Richtung hin waren auch im Gange, zerschlugen fich aber. Holve habe ihm gesagt, al» er wegen de» BiehhandelS zu ihm kam, er übernehme ein Pachtgut in Westfalen und müsse schleunigst dahin, er habe sich auch erst erkundigt, ob etwa von anderer Sette Jemand ein Anrecht an dem Vieh erworben. Schaumberg erklärt fich für nicht schuldig, der von ihm ausbedungene und theilweise auch bezahlte Kaufpreis für das Vieh fei zwar nicht theuer, aber doch angemessen. ES werden u. A. eine Anzahl Gläubiger der holveschea Eheleute, die sämmtltch in Homberg wohnen, vernommen und festgestellt, daß die Angeklagte nicht nur geduldet, wenn die Gläubiger fich aus ihrer Habe befriedigt, sondern auch diese Habe ihnen zum Verkauf augeboten hat- fie habe die ver» handelten Kartoffeln selbst mit verlesen und verwogen und die Leute gefragt, ob fie die» oder jenes nicht gebrauche» können. Durch die weitere Zeugenvernehmung wird festgestellt, daß zwei Tage später, nach dem Montag, als der ConcurS eröffnet war, auf dem Hofe, in den Ställen und in der Wohnung der Sandmühle nicht- mehr zu finden gewesen. Dem Coucursverwalter hat der angeklagte Schaumberg die Erklärung abgegeben, er habe da- Dteh, die Ge. schirre und den Wagen für 1250 Mk. gekauft und 1000 Mk. darauf bezahlt - später hat der Angeklagte dem Verwalter der Masse mttgethetlt, daß der Wagen und die Geschirre ihm nur zum Verkauf übergeben seien. Auf Befragen erklärt die angeklagte Holve, ihre Mitgift in der Höhe von 1200 Mk., habe fie al« Forderung zur Masse nicht angemeldet. Sie sei nach dem in Westfalen geltenden franzöfischen Recht in die Ehe getreten und glaube, fie habe mit ihrem Manne in Gütergemeinschaft gelebt. Der Coucursverwalter thetlt mit, daß nach Lage der Sache so wenig Masse vorhanden ist, daß nur die bevor, zugteu Forderungen und die Kosten de- Verfahren- gedeckt werden können. Weiter bestätigt der Verwalter, daß alle- Bettzeug im Hause der Saudmühle gefehlt habe und die Frau Holve erklärt habe, fie wisse nicht, wo die Betten hingekommen- dieselbe Antwort habe er wegen de- verbletb- de- vtehe- erhalten. Der Vorsitzende bemerkt der Angeklagten Holve gegenüber, eS scheine so, al- ob ihr Ehemann schon mit zerrütteten Vermögen-Verhältnissen die Pachtung der Saudmühle übernommen haben müsse, denn eS sei doch nicht gut denkbar, daß er in den zwei Jahren 10,000 Mk. dort verwirthschafter habe und noch 6000 Mk. Schulden gemacht haben könne. Die angeklagte Ehefrau Holve bleibt mit aller Bestimmtheit dabei, sie hätten mit 10,000 Mk. Vermögen die Saudmühle übernommen, und Unglück tu der Viehhaltung re. hätten da- Vermögen aufgezehrt. ____________(Schluß folgt.)_________________________, Xu« -er Kett ftir di« Lett. Vor 140 Jahren, am 29. September 1758, wurde zu Burnham-Torpa der ruhmgekrönte englische Seeheld Nelson geboren. Er vernichtete am 2. August 1798 die französische Flotte vor Abukir, schlug am 2. April 1801 die dänische bei Kopenhagen, am 22. October 1805 die spanisch französische bei Trafalgar, wobei er den Tod fand. Seine letzten lakonischen Worte: „England erwartet, daß Jedermann seine Schuldigkeit thue" hatten die größte Wirkung. • 3« Schweina in Thüringen befindet fich im Gasthaus zur Krone ein alter Tisch, an dem Martin Luther auf seiner Reist von Worw» nach Witttoberg sein Ve-perbrot eingtnommen hat. Im Kirchenbuch von Schweina findet fich folgender Eintrag: „Anno 1621 Sonnabend nach Kantate den 4. Mat, nachmittag» zwischen 4 und 5 Uhr ist Herr Dr. Martin Luther allhier durchgefahren, da er von WormS kommen und über AUenstetn usr. Landstraße nach Woltershausen gefangen und auf die Wartburg geliefert." • Uebrr da- hier und da zum Unfug auSartende Sammeln und Austauschen von Ansichtspostkarten finden wir i« „Kunstwort" ein paar kräftige Worte, die beherzigenSwerth erscheinen. Do heißt e» u. A.: „Als ich mich vor einigen Jahrzehnten iu Pumphosen uwhertrieb und hinter allen rosen- uud nelkenumrankten Feufierlein an der stillen Straße za Hause war, hatten die Spiegel meist den gleichen Schmuck: zwischen Gla» und Rahmen steckten rund um die Scheibe Glückwuuschkarten, farbensprüheud und — auf der Rückseite bridk» ktt-erp«. ^derspro^n JfMin. Drr Jh w ™w8« uot nl 2, " M tta ff-<•■ >»' btt Jtag« btt GiSll, Sj °°> dir gtnte ^Nllagtt n. tb86 M bmtt Wf t° eh, bQ§ feitet ganz n|, "°vv hvlve fich io 116 Dlth vnhwbtlll a- H°lvk habt lho w Migta Pgji, ^ach bftstr Rijtvrz h aber. Hvlvt habt tU zu sh» kam, tt d müfst schltoviztz b etwa non anbtrtr erworben, Tchouw» 1 ihm aaÄbebacjtne für da» vtth fei fielt btt holvtfchka en, üitnommtD uvb geduldet, weull die , souderu auJ) Milt ; fit habe btt btt» und verwogen mb llkS nicht gebraucheu lehwuug wird fest« m Montag, all der in den Ställtll mb «ehr zu staben ge- angtklagte Schau«« i baß Vieh, die Se« ekauft nob 1000 W. tagte de« Serwaller ab blißtliirrt ihn. Holve, ihre Mir« ^t Äl ^oxbtturg ch bim in Mstf-llen gtttttta and glaub', ttinichaft gelebt. dah nach Lage da baß nur die bevor« 1 Berfahreo» gebB Verwalter, baß auti nW t»‘i “* * t, wo di! 8-u«l « »fgCP ll* «'*' Nil« **•£ Mo« mitfinto“" lt s«dM 1 M>««' eilt j«f« St »ft "0"8 g $t. ; t„ $*w1 * Sw«*.« M Ift l"®st W<” fanl\ t. zA-. l wl ß"* ‘"'««4 81,11 ”g’gVmf'«*-* arfart»“ »14.«M 4 S-” beschrieben. Und tm jeder Karte hing ein Stück vom Herzen bei Schreibers und des Empfängers. Vie waren Heilig« thümer in den traulichen, fandkutsteroden Stuben. Jede Karte bedeutete für den Sammler die Erinnerung au etu wichtiges, freudige! oder schmerzliches Ereigniß, — immer aber an einen lieben Menschen. Bet solchem Schmuck konnte man sich mal vernünftiges denken- jede Karte konnte den Etgeothümer, war er nut eine Person mit menschlichen Gefühlen , stundenlang unterhalten, von vergangenen Tagen träumen lasten. Die erste Ansichtspostkarte mag auch ein tiefes Gemüth geschaffen haben- jetzt ist dieses Zeichen des Verkehrs oft nur der Ausdruck von Denkfaulheit, Oberflächlichkeit oder Protzerei, oder Roheit sogar. So ist denn aus einem recht freundlichen Brauch tu unserer Zeit, da nur noch das Wal (btt Maste), nicht mehr das Wie (der Gehalt) zieht, ein fiunloses Zeichen geistiger Niedrigkeit geworden. Natürlich: überall giebts Ausnahmen i Karten mit Grüßen der Ueben verwandten und Freunde find gewiß werth, aufbewahrt zu werden: fie haben intimen Retz und find Einem i« Grunde des Herzens erfreulich. Die aber dir Hunderte zählen und zählen und mit aller Welt „au St au sch en", find nur Geschäftsmenschen, Pioniere prahlender Geistlofigkeit. Und das eben ist die Veite der Sache, die den ehrlich etner vertieften Lebens- und Kunstauschauung zugekehrten Menschen auwidern kann. Jetzt ein paar hundert oder tausend zu- sammengeramschte Postkarten „ordnen" und im nächsten Augenblick bet« Seat- oder Kaffeeklatsch den Kunstrtchter herausbeißeu, — das ist fetu. Postkarten zu sammeln, nur eben um mitzumacheu, das ist genau so geistreich, wie eine Sammlung Dreierbrötchen oder Blutwurst oder Radreifen aozulegrn. Zu bestreiten ist nicht, daß eine Reihe künstlerischer Postkarten auch ohne den Reiz persönlicher Erinnerungen gut wirken kann. Doch wie viele verschicken und sammeln nach diesem Grundsätze? • Was auf öayertfchen Eisenbahnen paffireu kauu. Man schreibt der »Münchener Fr. Pr." aus Würzburg vom 19. September: Der Schnellzug, mit dem ich heute Früh von Nürnberg nach Würzburg fuhr, hatte etue Verspätung von einer Stunde. „Wieso? wird man fragen, die Strecke beträgt ja nur 103 Kilometer! SS war starker Reif gefallen, die Schienen waren sehr feucht. Die Locomotive konnte daher bet großer Steigung den schweren Zug nicht ziehen. Nun mußte der Hetzer dretvtertel Stunden lang dem Zug voran laufen, Sand vom Wege ausheben, und auf dte Schteuen streuen und wir fuhren Schritt für Schritt dem zu Fuße gehenden Hetzer nach. Das genannte Blatt fügt hinzu: ,Jn anderen civiltfirten Ländern führt dte Maschine selbst ein Quantum Sand mit sich, um es tm Bedarfsfall auf dte Schtenen streuen zu können. Auch tu Bayern kennt man hoffentlich diese Einrichtung. Warum, so muß mau fragen, war io dem oben erwähnten Falle nicht Vorsorge getroffen? Ein Sand streuender Heizer und ein tm Schritt hintendrein fahrender Schnellzug! Ein Bild vall ergötzlicher Komik und eine gelange Salyre auf die bayrrtschen verkehrSzustände. vielleicht war etu Momeutphotograph tm Zuge, der dte Sttuation festhtelt und Herrn v. EratlShetm etu Bild verehrt. Zu den großen Verdiensten des Herrn Ministers der verkehrten Anstalten wäre das eine paffende und zeitgemäße Illustration." ES wird mit dem Mitführeu des TaudeS auf den Locomotiven ähnlich sein, wie mit dem Heizen der Eisenbahnwagen. ES wird nicht gehe'zt, wenn es kalt ist, sondern innerhalb der vorgeschriebenen Zett. Ob es warm oder kalt ist, ist dabei ganz nebensächlich. Und so wird wahrscheinlich auch erst vom 1. October ab das Mitführeu von Sand auf den Locomotiven Vorschrift sein. • Ein modernes Dienstmädchen. Ein Wiesbadener Dienst- mädchen hat sein Dienstverhältnlß gekündigt, weil eS von seiner zur Zeit sich auf der Reise befindlichen Herrschaft nicht genug — Ansichtspostkarten erhielt. Literatur und Kunft — Ein .vollständiges Lehrbuch der vereinfachten Deutschen Stenographie, System Steno'Tachyzrapdtc", zum Preise von 10 Pfg. »ft soeben tm Verleg iür Kunst und Wissenschaft (Albert Otto Paul, Leipzig) erschienen. Datz Büchlein wird gegen Einsendung einer Zchnpf«nnigma>ke überallhin franco verschickt durch den Vorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Steno« Tachygraphen-Verbandel, ParlamentSstrnogroph DahmS, Berlin, Katierstrahe 14, und ist außerdem durch jede Buchhandlung zu beziehen. Bei der großen Bedeutung, welche die Stenographie für Kaufleute, Lehrer, Beamte uiw. hat, machen wir unsere Leser auf diese in ihrer Art einzig dastehende Erscheinung dcS stenographischen Büchermarktes ganz besonder- aufmerksam. Universität--Nachrichten. — Dem Prtvatdocmten an der Universität zu Marburg, Dr. Angelo Rnorr, wurde die Function eine- Docenten für Hygiene an der Kgl. thterärztltchen Hochschule in Berlin, sowie dte Function eines Adjunkten bei der SeuchenoersuchSstatton dieser Hochschule übertragen. — Der ordentliche Profeffor der klafftschrn Philologie und Archäologie und Dlrector de» archäologischen Museum- an der Universität Halle, Dr. E. Robert, hat einen Ruf an die Universität BreSlau abgelehnt. Königsberg t. Pr. Der Profeffor für Staat-- und Kirchen- recht en unserer Universität, Geh. Rath Dr. Zorn, wird mit Beginn de- kommenden Winter-Semester- einem Ruf an die Universität Göttingen Folge leisten. — Für da» Fach der phystkaltschen Chemie hat sich Dr. phil. Richard Loewenberg hier habtlittrt. Wien. Au- dem diesjährigen Lection-katalog brr hiesigen Universität ist da- intereffante Novum zu verzeichnen, daß der Docrnt Dr. Karl Brockhausen ein einstündigeS Colleg über „die Geschäftsordnung der parlamentarischen Körperschaften" abhalten wird. — Der in Bonn verstorbene Profeffor der RechtSwiffenschaft, Baron, bat sein« Btbl oihek juristischen Inhalt», etwa 1000 Bände, der Universität Bern überwiesen, an der er vor seiner Uebersiedelung nach Bonn wirkte. — Staatsanwalt Dr. jar. v. Mack In WilmerSdorf ist zum ordentlichen Honorarprofeffor für Mtlttärrecht und Crimtnaltsttk an der Universität Greifswald ernannt worden. Eingesandt. Gieße«, 27. September 1898. Zur Theaterfrage. Audiatur st altera parst Wir ernten im Leben sicherlich am meisten Dank, wenn wir in etwa auch Rücksicht nehmen auf Andere, und wir sind es unS auch gegenseitig schuldig. Dte Einwohner der Stadt Gießen in allen Ehren, aber billige Rücksicht darf doch wohl auch genommen werden auf Auswärtige, dte an den musikalischen und theatralischen Genüssen der werdenden Großstadt gerne Theil nehmen möchten und bisher schon regen Theil genommen haben. Vom 1. Oktober ab gehen z. B. nach Norden dte letzten Züge schon um 10,05 ab — bisher 10.43. Wenn nun dte Theatervorstellung erst um 8 Uhr beginnt, bleiben gerade IVi Stunden zum Zuhören. Wir meinen deshalb, e- möchte doch und trotzdem thunlich sein, wenn man auch Anderen etwas gönnen will, daß die Vorstellungen schon um 7Vm Uhr beginnen; und eS set dte Theaterleitung ausdrücklich darum gebeten. Udub. Neueste Nachrichten. Depesche» de» Bureau .Herold". Berlin,28. September. Dte Dauer der Orteutretse des Saiserpaares ist auf zwei Monate berechnet. Dte Fahrt wtrd bekanntlich am 18. October angetreten, dir Rückkehr ist Mitte Deeember zu erwarten. Berlin, 28. September. Da» „Kleine Journal" meldet au- Parts: In Regterung-kretsen gilt dte Absetzung Zurltnd en» und dte Freilassung Ptcquarts nur noch als eine Frage weniger Tage. Ja Kreisen, dte mit dem Eabtnet Fühlung haben, wird die Kassirung des Dreyfus-UrthetlS als zweifellos angesehen. Leipzig, 28. September. Der Pseudo-Doctor Wenger wurde zu zwei Jahren Gesängntß, einem Monat Hast und fünf Jahren Ehrverlust verurtheilt. Wien, 28. September. Unter dem Titel: ,Elo Versuch zur Ausklärung der DreyfuS-Affaire" bringt das ,Reue Wiener Tageblatt" einen längeren, angeblich von einem gut informirten Reichsdeutschen stammenden Artikel, in welchem mit posfirtver Gewißheit behauptet wird, daß Esterhazy selbst der verräther war, welchen Oberst v. Schwartzkoppen benutzt hat, um militärische Geheimniffe aus Frankreich zu beschaffen. Parts, 28. September. Die auf gestern Nachmittag von den nationalistischen Deputirten etnberusene Versammlung war schlecht besucht. Es waren nur 18 Abgeordnete anwesend. Die vetsammlnng nahm eine Resolution au, in welcher der Präfident Fanre aufgrsordert wird, die Kammer einzuberufen, da das Eabinet Brtffon dte rtngegangrnen Verpflichtungen verletzt habe. 12 Abgeordnete sollten diese Tagesordnung In das Elhsee tragen, vorher nahm dte Versammlung Kenntuiß von etner Tagesordnung der Royalisten. Der Geurral-Secretär Hagora begrüßte tm Slysee die Abordnung auf das Freundlichste und erklärte, daß fie den Präsidenten nicht sprechen könnte, weil ihre Forderung verfaffungSwtdrtg sei. — Die Kundgebung der Nationalisten vor der Kammer und dem Elhsee war rin Fiasko. Die Hochrufe auf Faure, den vaterlaudsretter wurden mit Gelächter und Zischen beantwortet. Paris, 28. September. ES scheint nicht die Absicht zu bestehen, den Cafsattonshof, der bis zum 15. Oktober Ferien hat, vorzeitig einzuderufeu. Paris, 28. September. Zola wtrd einstweilen nicht nach Paris zurückkehren. Zola fürchtet, ein neuer Proceß könnte das augenblicklich so günstig eingeleitete Rrvifious- verfahren eher schädigen, als fördern. Paris, 28. September. Der hiesige Generalrath beschloß in seiner gestrigen Sitzung, den Familien der ausständigen Erdarbeiter eine Summe von 10,000Fr. zur Verfügung zu stellen. Paris, 28. September. Der Ausschuß der ausständigen Erdarbeiter hat einstimmig beschloffen, die tn der am Sonntag unter dem Vorsitz D6rou ö'e» abgehalteneu Versammlung gesammelten Gelder sür dte aus- ständigen Erdarbeiter nicht anzuuehmen. London, 28. September. DaS Oetoberhest der National- Revue bringt einen Artikel über dte DreyfuS-Affatre, tu welchem es heißt, daß dte deutsche Regierung dte frau- zöfische verständigt habe, sobald vollständige» Licht in der DreyfuS-Affatre verbrrttete werde, würde dte deutsche Regier- nng dem Oberst Schwartzkoppen die Erlaubniß ertheilrn, zu sprechen. Kopenhagen, 28. September. Der Zustand der Königin ist sehr bedenklich. Man befürchtet, daß die Katastrophe bevorsteht. Sämmtliche Mitglieder der König»- fam'lte find im Schloß Bernstorff versammelt. Athen, 28. September. Wie eS heißt, sollen neue englische Verstärkungen tu Kandta etntreffen. Bier Bataillone seien von Malta und Alexandrien bereits unterwegs__________________________________________ Verkehr, Land- und volkswirthschaft. — Nach ben statistischen Ermittelungen de« Verein- deutscher Eisen- und Stahlindustrteller belief sich die Stzoheisenproduciio« deS Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) tm Monat August 1898 auf 616 773 Tonnen, darunter Puddelrohetsen und Sptegeleisen 134 600 Tonnen, Beffemerroheisen 40 634 Tonnen, ThomaSroheifen 329269 Tonnen und Gießereiroheisen 112270 Tonnen. Dte Production tm Juli 1898 betrug 620 584 Tonnen, tm August 1897 569 461 Tonnm. Vom 1. Januar bis 31. August 1898 wurden productrt 4 836 098 Tonnen gegen 4481034 Tonnen tm gleichen Zeiträume deS Verjährt-. ikrtorrniiflrn Flur Hosraithe- und Hüter, ücrgkigrrmg. Samstag den 1. Lctober l. I., Nachmittag- 3 Uhr sollen auf dem hiesigen Ortsgerrcht die auf den Namen der tkhr. Nede'schen Eheleute siedenden Grundstücke, Hosraithe und Feldscheuer einer nochmaligen Versteigerung unter günstigen Zahlungsbedingungen auSgesetzt werden. Die größeren Grundstücke sind in Par- zellen von i1/«—2 Morgen aufaethellt und kann der Plan hierüber eine Stunde vor der Versteigerung auf dem Ortsgericht »ingesehen werden. ES kommen »um AuSgebot: Flur 40 Nr. 152«/100 — 1255 qm nach neuem Gütergeschoß Hosraithe im Gartfeld an der Schoor, , 40 Nr. 153*/*o — 553 qm n. N. 0. Grabgarten daselbst, , 28 Nr. 47/48 — 3884 qm n. n. G Acker am Altenfeld aus das Bruch, , 28 Nr. 76/77 — 1565 qm n. N. G Acker im Altenfeld links aus den Weg, , SS Nr. 15—20»— 7816 qm n- N-G Acker bei der Taubentränke am Waldbrunnen, , 3S Nr. 15—20»— 6637 qm n. N.S- Wiese daselbst, , SS Nr. 44 u. 45 — 5312 qm N. n. G Acker hinter dem Waldbrunnen, , 39 Nr. 44 u. 45 — 837 qm n. N. ®. Wiese daselbst, „ 89 Nr. 46 u. 49 — 4555 qm n. N. ®. Wiese hinter dem Waldbrunnen, , 39 Nr.210u.211 — 8135 qm n.N.G. Acker auf die Chaussee, , 39 Nr. 320—22 — 8173 qm n. n. G- Acker am Wingert rechts der Chauffee, , 39 Nr. 326—29 — 7474 qm n. N. G. Acker daselbst, 2401 qm n. n. G. | Flur 36 Nr. 376—78 — 2753 qm n. n. G. Wiese am Gänsacker b. d. Waldsteg, 40 Nr. 179 — Acker zwischen der Marburger und Caffeler Straße, 44 Nr. 212 — 8092 qm n. n. G. Acker in der Lichtenau auf die Wiesen, 44 Nr.200—204 — 7374 qm N.N.G. Acker daselbst, 44 Nr. 129 — 1700 qm n. n. G Acker am grünen Weg, 46 Nr. 4 u. 5 — 8271 qm n. n. G. Acker daselbst, 46 Nr. 281 — 632 qm n. n. G. Acker in derLichtenau amRömers- loch, 43 Nr. 24—26, 101—34 u. 137 — 81120 qm n. n. G Acker links am Steinkauler Weg, 43 Nr. 161 —67 — 15058 qrn n-N.G. Acker daselbst, 43 Nr. 146a—150 — 4957 qm n. n. G. Acker daselbst, 43 Nr. 143 — 1314 qm n. n. G- Acker daselbst, 43 Nr. 12 u. 13 — 1027 qrn n. n. G. Acker an der GänSweide, 43 Nr. 71—88 — 11329 qm n. N. G- Acker an der Lahn neben den Wiesen, 46 Nr. 215 — 955 qm n. n. G. Acker in der Lichtenau, 46 Nr. 202-5, 210—11, 217-31 — 21711 qm n. n. G Acker in der Lichtenau, 44 Nr. 106,8 — 1325 qm n. n. ®. Acker rechts am grünen Weg, 43 Nr. 171,5, 171,1 — 2148 qm n. n. G Acker links am Stein« tautet Weg, 43 Nr. 157 — 531 qm n. n. G. Acker daselbst, 42 Nr. 115—122 — 20041 qm n. n. G. Acker über dem Schäferbrunnen, 42 Nr. 22,1 — 818 qm n. tt. ®. Fetdscheuer auf dem Sandfeld, 42 Nr. 24,1 — 1472 qm r». n. ®. Wiese daselbst, , 37 Nr. 221 — 752 qm n. n. G. Wiese hinter dem Waldbrunnen, „ 39 Nr. 175 U. 176 — 609 qm n. n. G. Wiese unter dem Wiesecker Weg, , 44 Nr. 149—162 — 3819 qm n. n. G. Wiese in der Lichtenau. Gemarkung Wieseck. , 20 Nr. 317 — 2500 qm n. N. G. Wiese hinter dem Wallborn, , 20 Nr. 337 — 4125 qm n. n. ®. Wiese daselbst, , 20 Nr. 337b — 3419 qm n. N G. Wiese daselbst, , 20 Nr. 337a — 1875 qm n. n. G. Wiese daselbst, , 20 Nr. 337c — 1544 qm n. N. G- Wiese daselbst. Bemerkt wird noch, daß der mit f be« zeichnete Acker sich sehr gut zu Backstein« btennerei eignet, direkt an der neuen Kreisftraße Gießen—Wißmar liegt und durch 2 Abfahrten damit verbunden ist. 9594 Die Concureverwaltung. Obstversteigerung. Der Obstertrag an den Kreis- ftraßen wird wie folgt versteigert: Freitag den 30. Sept. l. I, Vormittags 9 Uhr, Strecke: Klein-Linden—Gr.-Linden; Nachmittags 3 Uhr: Strecke: Klein-Linden—Dutenhofen; Vamstag ben 1. Oct. l. Js., Vormittags 8 Uhr: Strecke: Gießen—Rodheim. Gießen, am 27. Sept. 1898. Der Großh. Kreitzbauinspector. Stahl. 9580 Haudarbkilsschule non Fräulein Landmann. Beginn des Unterrichts Montag den 3. Oktober. Gelehrt werden alle weiblichen Handarbeiten, sowie Kunfthandarbeiten, Brandmalerei, Kerbschnitzerei u. s. w. — Anmeldungen erbitte möglichst frühzeitig. Pcospecte sowie mündliche Auskunft: Bleichstraße 14. Auswärtige Schülerinnen erhalten ganz oder theilweise Pension im Hause. 9038 Höstversteigerung. Freitag den 80. September l. I, von Vormittag» 9 Uhr an, soll das der hiesigen Gemeinde gehörige Obst, al» Aepfel und Birnen, versteigert werden. Der Anfang ist am Psingstweg. Großen-Buseck, am 27. Sept. 1898. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. __________Meyer. 9586 Höstversteigerung. Montag den 3. October b. I , von Vormittags IO Uhr an, soll da» Gemeindeodst, bestehend meistentheil» in Zwetschen, versteigert werden. — Anfang am Roß weg. Holzheim, am 27. Sept. 1898. Großh. Bürgermeisterei Holzheim. Klotz.9575 □oooooooooooo Comrts mit Firma liefert billigst Arüö?sche Nuiv.-DnsLcrei. iooooooooooa Mnnntinnchllligkn Beim 1. Bataillon Jnf.-ReatS. Kaiser Wilhelm (Nr. 116) soll die Lieferung der in dem Küchenbeiriebe erforderlichen Kartoffeln und Gemüse vom 1. November l. IS. ab auf ein Jahr vergeben werden. Vertragsbedingungen liegen auf dem Geschäftszimmer deS Bataillons zur Einsicht offen. Offerten sind verschloffen mit entsprechender Aufschrift versehen der ttüchenverwaltung biS zum 5. October l. IS. einzureichen. 9579 Gießen, den 27. September 1898. Die Küchenverwaltung 1 Kaiser Wilhelm. Arst-Gesuch. Mit dem 8. November d. I. wird die hiesige Aiztstelle frei, mit der ein Fixum von 800 Mark verbunden ist. Bewerber um diese Stelle wollen sich an Großh. Bürgermeisterei Seeheim wenden. Bemerkt wird, daß Secheim ein Luftkurort ist, in welchem dieses Jahr ca. 2000 Fremde wohnten und im starken Aufblühen begriffen ist. Seeheim, den 27. Sept. 1898; Großh. Bürgermeisterei Seeheim. Hill. 9588 Firma bedienen zu wollen. Hochachtungsvoll 9000 9673 Verbacken und Familie Schlag. befindet. 9601 Hausen, 28. September 1898. MST Geruchlos brennend. 9572 Gesucht to Liebigstratze 57, III. 9578 Hammstr. 7, part. sucht. Caf4 Ebel. 9602 Eiiiptelilungen Dermiethttngen Capitalien Wietgeluche Pertoven VerWedtnes Offene Stellen H Vereine Heute Mittwoch Abend 8'/, Nhrr AnßerordkllHiche «euerslversamml. Laden mit zwei Schaufenstern zum 1. April, eventuell früher, gesucht. Offerten unter 8. Z. 9598 an die Expedition dieses Blattes. durch prachtvolle Umbratfähigkeit aus. Pro Pffund 55 Pffg* bei Emil Fischbach. Pro Liter 25 Pffg. bet Emil Fischbach Aushülfsweise per sofort ein tüchtiger Buchhalter mit schöner Handschrift für 14 Tage gesucht. Offerten unter V. 9577 an die Exped. d. Bl. BO** Vollständige Gefahrlosigkeit. BF* Hellleuchtende, Meiste Flamme. AMT Stärkste Leuchtkraft. UV Geringerer, sparsamer Verbrauch. Edler & Krieche, Hannover, HeschäftsbücherlaöriK. 9590] Unterzeichneter wohnt vom 1. October ab Bahnhofstraße 45, im Hause des Herrn Dr. Kübel (Ecke Westanlage), gegenüber der Westendhalle. ____________Wagner, Rechtsanwalt. zugelaufen. Der Eigenthümer kann denselben gegen Bezahlung des Inserat- und Futtergeldes bei mir in Empfang nehmen. Heinrich Görlach, Metzger, E b e r st a d t. 20» bis 25000 Mark auf sichere erste Hypothek zu leihen gesucht. Offerten unter Z. 8. 9599 an die Expedition dieses Blattes. FeinjlksTchlslhmch Marke Georgia garautirt reines Schweinefett ohne jeden fremde« Zusatz. Das Schmalz ist in der Thal hochfein und zeichnet sich dasselbe: durch stets gleichmäßige Qualität, durch vorzüglichen Geschmack, durch größte Haltbarkeit, durch schöne, klare und weiße Naturfarbe, ohne chemische Mittel, durch hochfeinen Bratgeruch beim Neuester vervollständigter Placat-FahrpBan enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen. Giessen, BrillaM, feinstes, nicht explodirendes Petroleum. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme an dem uns bettoffenen, schweren Verluste, für die trostreichen Worte des Herrn Decan Wahl am Sterbebette und Grabe, sowie für die reichen Blumenspeuden, und allen Denen, welche ihm die letzte Ehre er* wiesen haben, sagen wtt auf diesem Wege unseren tiefgefühltesten Dank. 9611 G. Wienert’s Filiale Inh.: W. Ullrich. _____ Geschäfts-Verlegung. Meiner werthen Kundschaft und Nachbarschaft zur gefälligen Nachricht, daß sich mein Geschäft von morgen ab im Hause Gründlicher uud sicherer Vorbereitungsunterricht für das Einjährig-Freiwilligen-, das Schul- und Finanz Examen wird ertheilt. Auch werden Schüler und Schülerinnen jederzeit für den kaufmännischen Beruf vorbereitet. 9600 Ludwigstratze 34, Part Mctect»n: «. vurkhartzt. — Druck unt «trlag der vrühl'schen und Strrndruckerei (Pietsch Erben) in «teße». Die heutige Dummer umfaßt 12 Seiten. ein tüchtiges Hausmädchen, das Liebe zu Kindern hat und nahen, waschen und bügeln kann. Ludwigstratze 37. WeMisches 160 Ceutimeter breit, in vorzüglicher Qualität, für den billigen Preis von Packkisten billig abzugeben. 9597 ________S. Sammet, Bahnhofstr. 8. 9608] Eine goldene Uhrkette verloren. Abzugeben gegen Belohnung in der Expedition dieses Blattes.___________ Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftratze 8. Angebot der Arbeitnehmer r 2 Blechner, 1 Buchbinder, 2 Maschinenschlosser, 4 Schneider, 4 Taglöhner, 3 Hausburschen, 1 Fuhrknecht, 2 Kutscher, 1 Packer, 1 Lauffrau, 1 Laufmädchen, 1 Kindermädchen, 3 Büglerinnen, 1 Nahfrau Nachfrage der Arbeitgeber: Einige tüchtige Spengler, Kesselschmiede und Schlosser für eine auswärtige Fabrik für Beleuchtungswesen, 2 Küfer, 1 Tapezier, 2—3 Bauschlosser, 1 Spengler, 1 Installateur, 2 tüchtige Schreiner, 1 Kutscher, 1 Taglöhner, 2 Hausburschen, 1 Hausmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Kinderfräulein, 1 Aushülfsmädchen, 4 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen.__ Unseren werthen Abnehmern beehren wir uns die Mittheilung zu machen, daß wir vom 1. Oktober er. ab den Allm-Verkauf unfntr GksWsbSchtt-Mikate zu Original Fabrikpreise« für Gießen und Umgebung Kerrn Ernst Balser, Hießen, Mäusburg 11, übertragen haben. Wir bitten unsere geschätzten Kunden, sich beim Bezüge unserer Geschäftsbücher und kaufmännischer Formulare sür die Folge obengenannter m die ersahruugsgemätz beim Qnartalswechsel ein- tretenden Störungen im Bezug zu vermeiden, ersuchen wir unsere verehrlicheu Postabouueuteu, schon jetzt die Erneuerung ihres Abonnements bei de» betreffenden Postaustalte« bewerkstelligen zu wollen. faptiitm ta Gikßntt liitistt«. Gießtim Radfahm-Dklkm 1885. Generalversammlung. Die diesjährige Generalversammlung findet Samstag den 1. Oktober dS. Js., Abeuds 9 Uhr, im Vereinslocal „Hotel Schütz- mit nachstehender Tagesordnung statt: 1) Bericht des Vorstandes über das abgelaufene Vereinsjahr. 2) Bericht und Rechnungsablage des Zahlmeisters. 3) Wahl zweier Kaffenrevisoren. 4) Festsetzung des Voranschlags für da» nächste Vereinsjahr. 5) Wahl des Vorstandes. 6) Statutenänderung. 7) Verschiedenes. . . 96 >4 Zu zahlreicher und reger Betheiligung werden die Mitglieder hiermit eingeladen. Der Vorstand._____ per Meter empfehlen 9367 C. Röhr & Co. Pianinos von Mk. 400.— an. Harmoniums von Mk. 90.— an. Flügel von Mk. 900.— an. Lager von 150—200 Instrumenten aus allen berühmten Fabriken. Jede Zahlungserleichterung. — Höchster Baarrabatt. IO jährige Garantie. — Freie Lieferung. Gespielte Pianos von Mk. so.- an. Pianos zu vermiethen auch Harmoniums. Monatliche Mietpreise: 2—12 Mk. Tadellose Ausführung jeder Reparatur in eigener Werkstätle. Klavierstimmen im Abonnement und auf Einzelbestellung. Wilh. Rudolph, Giessen, 959» Pianoforte- und Harmonium-Lager, Seltersweg 91. Regenschirme ÖRF* Reparaturen schnell und billig. 9604]H. Sack, Neuenweg 58. Frankfurt a. M., Cassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, Laubach und Londorf ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Bieberthalbahn, zum Preise von 20 Pfge in der Expedition des Giessener Anzeigers vorräthig. — Der Fahrplan kann auch durch die Austräger des Giessener Anzeigers bezogen werden. 9613] Ein Hausbürschchen kann sofort eintreten._______Dahnhofstratze 59. 9595] Ein kräftiger Bursche sofort ge- uckt._____________«rofdorferstr. 3. Kellnerlehrling. Ich suche einen braven Jungen als Kellnerlehrling. 9574 Carl Hein, Hotel Prinz Carl. 9603] Eine Gartenbank und zwei Gartenstühle abhanden gekommen. Nach- • richt eventl. erbeten. Neuen-Bäue 43. 9585] Ein Doggenhund, braun mit ! schwarzen Streifen, 2 bis 3 Monat alt, 9596> Meine Hosraithe Schillerstraße 5, welche sich zu jedem Geschäft eignet, bin ich willens zu verkaufen. 9596 Carl Demuth Wwe. 9610] Birnen zu verkaufen. Süvanlage 20, I. Ca. 50 Pfunb Sützäpfel hat abzugeben. 9606 «mil Fischbach. Gin Laufmädchen gesucht. Zu erfragen auf d. Exp. 9576 Ein jiingcrks faufmäbdjrn für einige Stunden über Mittag gesucht. 9612] Eine 2-Zimmerwohnung mit allem Zubehör im 1. Stock sofort oder für später zu vermiethen. ______________Bahnhofstratzc 59. 9605] Frankfurterstr. 95 Parterrewohn., 4 Zimmer mit allem Zubehör, zu ver- miethen. Näheres Ebelstratze 32. 9581] Wohnung von 4 Zimmern und 1 Zimmer mit Küche zu vermiethen bei Schreiner Hetz, Kaplansgasse 25. 9591] Kleines Familienlogis per ersten November zu vermiethen. Wallthorstr. 8. 9593] Ein Logis zu vermiethen bei Metzger Hofmann, Wallthorstr. 13, 9013] Freundl. möbl. Zimmer zu ver- miethen._______Wetzsteinstr. 40, III. 9587] Schön möbl. Zimmer mit sep. Eingang zu verm. Dammstr. 28, part. MlrthdWtt können sehr gute Stellen er- lllUUUjl.ll halten durch Vermiethfrau Tränkner, Sonnenstraße 13._____9583 Junges Mädchen I tagsüber sofort in kleinen Haushalt ge- GrumMer Meilm mit schöner Handschrift sindet Stellung auf dem Bureau des Rechtsanwalts Dörffler in Marburg.______9582 Ein solider Taglöhner für dauernde Arbeit gesucht. 9592 Wo? sagt die Expedition d. Bl.______ 9584] Lente zum Kartoffel-AnS- machen sucht Chr. Haubach, Westanlage 25. Kausöurfche gesucht. 9372 70 O# \