SW "begutachtet 'Brennerei °"sceute, Unb be- 6033 reim — 7twe l. bürg*— rdli 8,h.*‘*" l»ze"ns[*«*1 <$.. M* deD b/ i„A. ellunfl ■'S,?-" 1898 Freitag den 29. Juli Erstes Blatt Nr. 175 Meßmer Anzeiger Heneral-Anzeiger Aez»gSffretO viertel jährlich 2 Mark 20 Wt monatlich 76 Pf^ mit vringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Bffr vierteljährliche Alle Anzeigen-BermiNlungSstellen bei In- unb NusiaaWs nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeye. Annahme von Anzeige» zu der Nachmittag! für ben felflenbe» Tag erfcheinendcn Nummer bi! Lorm. 10 Uhr. Orschetul täglich mit Ausnahme bei Montags. Die Gießener I«mttieu v tätter Werben beut Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Zlints- unb Anzeigeblatt für den Ttreis Giefzen Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Äebaction, Expedition unb Druckerei: Zchnkßraße Ar. 7. Abreffe für Depeschen: Anzeiger Dießem. Fernsprecher Rr. 61. Ein neuer Vorstotz in England gegen die Arbeitgeber. Die Führer der „Neuro Trade-UnionS", also derjenigen englischen Gewerkschaften, die mehr oder minder offen zu socialdemokratischeu Grundsätzen und socialdemokrattschen Agitation-Methoden sich bekennen, haben einen neuen Plan autgehrckt, um den Kapitalismus auf die Knie zu bringen. DaS heißt, in der Sache ist der Plan schon ein recht alter, und nur der Form nach etwas modernisirt, da e» sich dabei um nicht- Ändere- handelt, al- um Wiederbelebung deS Zwangsverfahren-, welche- bei den Arbeiterführern beliebt war, ehe die Arbeitgeber gelernt hatten, der Organisation der Arbeiter durch eigene O ganisation zu begegnen. Nachdem die theilweise Verbindung der Trade-Uniou- behuf» Unterjochung der Arbeitgeberverbände Fiasko über Fiasko erlitten, will man e- nunmehr versuchen, ob die Zu- fammensaffavg sämmtltcher Trade-UnionS zu einer Au-standS- gemeinfchaft gegen die Arbeitgeber btffere Erfolge erzielen möchte. Bet diesem tu der Theorie sich versührertsch ausnehmenden Plan ist e- auf die Begründung etaeS Central AuSstandSfond- abgeseheo, zu welchem alle Trade-Umon- beizusteuern hätten. Bet «u-bruch eine- Ausstandes würde der also angesammelte Fond- die Krieg-kaffe darstellen, deren reichliche Dotirung natürlich in den entsprechenden Berhältuiffeu die Au-fichten de- Erfolges steigern würde. Wenn die Urheber diese- Planes nur nicht die Rechnung ohne den Wirth gemacht haben! Nach den Erfahrungen der letzten Jahre wird man mit annähernder Gewißheit Vorhersagen können, daß eine Verbindung sämmtlicher Trade-UnionS zu Kampfzwecken mit einer ebensolchen Beretniguog der Arbeitgeber beantwortet werden wird. Denn e- ist klar, daß die Gesammtheit der Arbeitgeber al- solche rin Interesse daran hat, zu verhüten, daß irgend ein Zweig der Industrie in die sklavische Abhängigkeit von der Sociuldemokratie gebracht wird. Käme 16 zu einer GtsammtkriegSerklärung der Trabe- Union- gegen einen einzelnen Industriezweig, so würde die natürlichste Abwehrmaßregel in dem angrtffSwetsen Vorgehen der Arbeitgeber darin bestehen, daß letztere durch einen allgemeinen ArbeiterauSschluß jenen AuSstanbsfondS sozusagen im Handumdrehen zur Erschöpfung verurtheilteu. Da- sagen fich die klügeren Köpfe unter den Trade-Untonisten auch selber- sie sehen ein, daß, wenn ein theilweiser oder ein allgemeiner Außstand alsbald mit dem allgemeinen ArbeiterauSschluß beantwortet würde, daS Kapital binnen kürzester Frist seiner muthwilligen Herausforderer Herr würde. Diese Elemente stellen sich denn auch dem Plan der socialdemokrattschen Trade-Union- mehr als kühl gegenüber. Immerhin ist e- für den von der Socialdemokratie unter den Arbeitern genährten Geist des wtldefteu Haffe- charak» rrristisch, daß ein derartiger Plan heute Überhaupt noch auf» rauchen und der näheren Erwägung für werth erachtet werden kann. Deutsches Reich. Berlin, 27. Juli. Der Kaiser hat heute früh um 8 Uhr dte Reife nach Bergen angetreteu. Berlin, 27. Juli. In den nächsten Monaten werden Noten der ReichSbauk zu 1000 und zu 100 Mk. zur Ausgabe gelangen, welche fiw von den in den Bekanntmachungen vom 9 October 1895, 9. Januar 1896 und 11. April 1896 näher beschriebenen ReichSbaoknoten durch folgende Merkmale unterscheiden: 1. Die Noten find vom 1. Juli 1898 datirt. 2. Der Pflanzenfaserstreisen ist links vom Ausfertigungsdatum statt wie bisber recht- davon an- gebracht und bet den Noten zu 1000 Mk. grün, bet denen zu 100 Mk. roth gefärbt. 3. Die Noreu tragen außer dem bisherigen Wafferzeichen noch ein zweites, welche- abwechselnd einen der großen Buchstaben des lateinischen Alphabet- zeigt. o „ _ Sicherung der Bauforderungen. Die Braunschweiger Handelskammer hat in ihrer letzten Plenarsitzung folgende Resolution über den Gesetzentwurf, betreffend dte Sicherung von Bauforderungev, einstimmig angenommen. Dte Handel-kammer erklärt sich tm Allgemeinen mit der Tendenz des Gesetze- einverstanden, schlägt im Einzelnen aber folgende Aenderungen bezw. Ergänzungen vor: Die Be- stimmungen über die Errichtung von Neubaubeztrken, sowie über dte Feststellung de- BaustellenwertheS und dte Einrichtung de- BauschöffenamteS fallen fort. Neu ausgenommen werden folgende Bestimmungen: 1. Al- Baugläubtger gelten auch Lieferanten. 2. Falsche oder fingtrte Eintragungen von Hypo- Ausland. Lemberg, 27. Juli. In gut unterrichteten Kreisen wird die Blättermeldung von einer angeblich bevorstehenden zeitweisen Aushebung ,der Geschworenengerichte im Gebiete de-Ausnahmezustandes für durchaus unbegründet bezeichnet. Der Statthalter BteltnSkt wird fich vielmehr nach Wien begeben und die Aufhebung de- über verschiedene Ge- btete verhängten Standrechte- erwirken. Madrid, 27. Juli. Da- officielle Blatt „Konto" bringt eine Erklärung, worin eS heißt, Portorico ist niemals ein Factor im jetzigen Kriege gewesen. Trotzdem haben dte Amerikaner den Wunsch ausgesprochen, fich dieser Insel zu bemächtigen. Dte Regierung in Washington kann unsere FriedenSantrage, welche seit einigen Tagen tm Gange find, nicht ignortren. Washington, 27. Juli. Nunmehr wird auch tm weißen Hause bestimmt erklärt, daß dte offic'elleu Friedensverhandlungen mit Spanien eröffnet find. Man hofft, daß diese einen raschen günstigen Verlaus nehmen, da die Spanier gewillt find, die von Amerika gestellten Hauptsorder» ungen zu bewilligen. Washington, 27. Juli. In der gestrigen Berathung Mac Ktnley- mit den CabinetSmitgliebetn wurde beschloffen, dem Wunsche Spaniens aus Frieden-unter- Handlungen ftattzugeben, jedoch soll der Krieg sortgesetzt werden, bi- Spanien greifbare Frieden-b^ingungen in Vor- schlag bringt. ________________________________________ a-piranten Ernst Adolf Kratz aus Dudenhofen eine Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Homberg, Rr Al-scld, — an demselben Tage wurde der Schulamt-a-piravtin Katharina Beifuß aus Mainz eine Lehrerstelle an der Gemetdefchule zu Hecht-Heim, Kreis Mainz, — am 13. Juli wurde dem Schulämt-a-piranten Wilhelm Heil mann au» Oppenheim, die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein- Bieberau, Kreis Dieburg, übertragen. Zllblläu«. Wie wir hören, find e- am 3. k. Mt-. 25 Jahre, feit Herr Pfarrer Schlosser fein Amt tu Gießen angetreten hat. Man wird diefen Tag nicht vorüber- gehen laffen ohne eine angemeffene Feier deffelben- al- solche dürste fich neben Anderem dir Veranstaltung eine- Familien- abend- erweisen. •• bchwindlerin. In letzter Zeit wurden von einer Frauensperson in mehreren hiefigen BerkausSläden Schuh- waaren erschwindelt. Die Betrügerin wurde gestern in der Person eine- 17jährtgen Mädchen- von hier ermittelt und zur Hast gebracht. •• Verhaftet wurde gestern ein Mann von hier, welcher in letzter Zeit wiederholt fich de- Verbrechen- gegen § 183 deS R.-Str.-G. schuldig machte. 9. Deutsches Turnfest tu Hamburg 1898. DaS Festmahl in der großen Halle am Montag Abend 8 Uhr war von etwa 2000 Personen besucht. Den vorfitz am Ehrentisch führte Herr Dr. Goetz-Leipzig al- Vorsitzender der Deutschen Turnerschaft. Nach dem ersten Gange eröffnete der 3. Vorsitzende des Festan-schnffe-, Herr Pros. Dr. Hahn an Stelle de- durch Heiserkeit verhinderten Vorsitzenden der Deutschen Turnerschaft Herrn Prof. Goetz, die Reihe der Tischreden mit einem schwungvollen Toast auf Kaiser und Reich. Nach kräftigem dreifachen „Gut Heif-Rus wurde stehend„Heil Dir im Biegerkravz" und „Deutschland, Deutschland über alle-" gesungen. — Dann folgte Herr Director Maul- Karlsruhe, der Ehrenvorsitzende der Deutschen Turnerschaft, mit einer warmherzigen Begrüßung der Gäste, denen eben- fall- ein dreifache- „Gut Heil" gebracht wurde. — Herr Profeflor Rühl-Stetttn, der Geschäftsführer der Deutschen Turnerschaft, brachte der Feststadt Hamburg in sympathischen Worten Dank und Gut Heil-Gruß. — Herr Dr. Schröder, zweiter Vicepräfident der Hamburger Bürgerschaft, dankte im Namen Hamburg- und schloß mit dreifachem Gut Heil auf die Deutsche Turnerschaft. — Al- Beauftragter der Stadt Coburg, der Stätte deS ersten Deutschen Turnfeste-, brachte Herr LandgerichtSrath Schtglitz herzliche Grüße und Wünsche für da- fernere Gedeihen der Turnsache. — Herr Professor Raydt-Leipzig drückte tm Namen bei CentralauSschuffe- für die Deutschen Volks- und Jugendspiele der Turnerschaft Dank und Sympathie auS. — ES folgten nun Ansprachen der Ausländer. Präfident des Belgischen TurnbundeS, Herr Profeffor CuperuS-Antwerpen, pries den Einfluß deS TurnenS auf die freundnachbarlichen Beziehungen der Belgier, Holländer und Deutschen. Seine in deutscher Sprache gehaltene Rede, in der Ernst und Humor glücklich abwechselten, schloß mit einem von den belgischen Turnern gesungenen Turner-Heilgrnß, der mit dreifachem Gut Heil endete. Nachdem alsdann Herr Bächli-Schaffhausen einen Gruß aus der Schweiz an die deutschen Turner und die Feststadt Hamburg durch dretfache- Gut Heil bekräftigt hatte, verla- Herr Profeffor Dr. Hahn folgende drei Telegramme: An Se. Majestät den Deut chen Kaiser. „Ew. Kaiser!. Majestät senden die zum 9. Deutschen Turnfest in Hamburg versammelten Turner Deutschland- und Deutsch Oesterreich- ehrerbietigen Gruß." An Se. Durch- laucht den Fürsten BiSmarck. „Dem Gründer de- Deutschen Reiche- warmen Gruß unb baS Gelöbniß unverbrüchlicher Treue." An ben EhrenprSstbenten Grafen Walberfee. Ihrem Ehrenpräfibenten bte zum 9. Deutschen Turnfest versammelten Turner Gut Heil! Nicht enbenwollenbe Zustimmung-rufe folgten bei Verlesung. Herr Präfibent Hinrichsen knüpfte an die Verlesung einen Trinksprnch auf ben Fürsten Bismarck, den erhabenen Turnlehrer Deutschland-, der eS den größten „Umschwung" habe machen laffen. In die Gut Heil-Rufe mischten fich Mufikfanfareu und Händeklatschen. Stehend sang die Versammlung nochmal- „Deutschland, Deutschland über Alles". Der Vorsitzende deS Römischen Turnverein-, Cavaliere Ferra, brachte dann in italienischer Sprache die Sympathien Italien- sür Deutschland und da- deutsche Turnen zum Ausdruck und schloß mit den deutschen Worten: „Gut Heil, Deutschland, Gut Heil der Deutschen Turnerei!" Herr Lau- bau, Vertreter de- Turnvereins „Aurora" in Chicago folgte mit Gruß und Gut Heil der Deutschen Turnerschaft, den Deutschen Frauen und Jungfrauen, Herr Dr. Schmidt auS Petersburg sprach im Namen der Turner Rußlands, Herr theken und Angaben in Betreff eingetragener Baugelder- Hypotheken find strafbar. 3. Für die Anmeldefrist von Bau forderungen genügt ein Zeitraum von zwei Monaten. 4. Die Bauunternehmer sind verpflichtet, Bücher zu führen, au- denen die Verwendung der Baugelder ersichtlich ist. Die Nicht- befolguag dieser Vorschrift ist strafbar. 5. Gegen Stellung einer entsprechenden Caution kann die Löschung de- Bauvermerks beansprucht werden. — Al- Nachfolger des Herrn v. Ploetz in der vorstandschaft des Bunde- der Landwirthe bezeichnet die „Elb. Ztg." Herrn Major En dell, den vorfitzenden der LandwirthschaftSkammer Posen unb Provinzialvorfitzenben be« BunbeS in Posen. Herr Enbell, scherzweise der „kleine Ploetz" genannt, ist eines der bekanntesten Mitglieder deS Bundes- au-schbsseS. Die Nachfolgerschaft ist von nicht unerheblicher politischer Bedeutung. Friedrichseuh, 27. Juli. Da- Befinden deS Fürsten BiSmarck hat fich gebeffert. Dte Nacht war ruhig. Ein Grund zu ernsten Besorgniffen besteht nicht. Friedrichsruh, 27. Juli. AuS durchaus zuverlässiger Ouelle wird gemeldet, daß das Befinden de- Fürsten BiSmarck den Umständen nach ganz befriedigend ist. Er hat in der letzten Nacht ununterbrochen sieben Stunden geschlafen und sich heute Morgen an der allgemeinen Unterhaltung beteiligt. Freitag trifft der bayrische Staat-Minister v. Crailsheim beim Fürsten zum Besuch ein. Dies dürfte wohl als da- beste Zeugniß gelten, daß der Fürst nicht so krank ist, wie gemeldet wurde. Profeffor Schweninger reist heute Abend von Friedrich-ruh wieder ab. Anläßlich der umlaufenden ungünstigen Gerüchte sind bei Schweninger zahlreiche Anfragen unb ca. 160 Telegramme Locale« und j-rovinzielles. Sießeu, 28. Juli 1898. «u8 dem Bervalluugidieust. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, ben KreiSamtmann bei dem KreiSamt Fri bberg Carl Süffert zum BereinigungScommiffär für bie Provinz Oberheffen mit dem Awt-fitze in Friedberg, ben KreiSamtmann bet dem Rreißamte Alzey Hermann Freiherr Schenck zu Schwein-- berg zum Rretfamtmann bei dem KreiSamt Gießen unb ben Vorstand de- Polizeiamt- Gießen, Polizeiamtmann Friedr. v. Bechtold, zum Kret-amtmann bet dem KreiSamt Friedberg — sammtlich mit Wirkung vom 1. August I. J-. an — zu ernennen. •» Dienstuachrichten. Am 6. Juli wurde dem Geometer- gehilfen August Steinbock zu Butzbach da- Patent al- Geometer 2. Klaffe für den Krei- Fr-edberg ertheilt- — am 9. Juli wurde dem Schullehrer Lorenz Meixner zu Kolmbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bürstadt, Krei- Ben-Heim, — an demselben Tage wurden den Schullehrern Sebastian Blitz zn MetzloS, Ak-am Helfrich zu Ermenrod und Valentin Krebs zu Dietzenbach Lehrer- stellen an der Gemeindeschule zu Groß Rohrheim, Kreis BenSheim, — an demselben Tage wurde dem Schulamts- Schmidt-London für die Vereine in England. Herr Haupt» mann au» Sao Paolo in Brasilien überreichte mit sympath- ischea Worten eine Denkschrift der dortigen Turnerschaft von 1890 und brachte ein dreifache» Gut Heil auf Deutschland» Einigkeit au». Herr Kirschmann-München überreichte mit einem Gruß aus den Bayrischen Bergen einen prächtigen Kranz von Almenrausch und Edelweiß. Herr HotteS-Mainz überbrachte der Hamburger Turnerschaft eine Riesenflasche Rüdesheimer, Herr Professor Ktenemann-Wten sprach im Namen der Deutsch Oesterreicher, Herr Schneider au» Mediasch tu Siebenbürgen brachte Grüße der Siebenbürger Sachsen. Allgemeinste Zustimmung fand Herr Klüffel-Berlin zu einem dreifachen Gut Heil auf Dr. Goetz. Nachdem Herr Turn» wart Ntrrnheim noch den Dank der Turnerschaft von 1816 wie der Hamburger Turner überhaupt für die Worte und Zeichen freundlicher Gesinnung ausgedrückt hatte, war die lange Reihe der Reden und Ansprachen beendet. Mitternacht war herangekommen und die Rethen begannen sich zu lichten. Jeder der Theiluehmer war erfüllt von den vielseitigen patriotischen und erhebenden Eindrücken des Abend». — Da» Concert der vereinigten Männer-Gesangvereine unter Leitung deS Herrn Prof. Arnold Krug, da» gestern Abend in der wiederum bis auf den letzten Platz besetzten Festhalle stattfand, hatte einen großen nachhaltigen Erfolg. Von über 500 Sängern wurden Perlen der älteren Mänuergesang-Lüeratur und ein ChcluS von sech» Liedern unter dem Titel „Au» allen Zonen", op. 76, für Mänuerchor mit Orchesterbegleitung zur Aufführung gebracht. Die Akustik der Halle tst vortrefflich. Mächtig rauscht der Tonstrom durch den gewaltigen Raum und „Olav Trygvasou", „Frei, wie deS Adlers mächtige» Gefieder", „Das deutsche Lied", „De» Liede» Crystall" usw. machten trotz oder gerade wegen ihrer großen BolkSthümlichkeit einen tiefen Eindruck. Auch den markigen, noblen Schöpfungen de» Dirigenten wurde lebhafter Beifall gespendet. Vor und nach dem Concert erfreuten au»- erwählte turnerische Darbietungen die Zuschauer. Die Altonaer Turner und eine Damenriege der Hamburger Turnerschaft von 1816 zeigten schöne Keulenschwtng-Uebungen, die Damen deS Hamburg-EimSbütteler Turnverein» und Knaben und Mädchen der EimSbütteler Turuerschaft in Matrosen- und Bterläoderinneu Costümen führten reizende Tanzreigeu au». Sehr erfreut wurden die Zuschauer durch Stockfechten und wohlgeluugrne Letterpyramiden der italienischen Turner, die mit einer liebenswürdigen Sympathiekundgebung sür Deutschland durch Schwingen schwarz-weiß-rother Fahnen endigte. Nach dem Coocert führte der Turnverein „Armin">Hamburg einen sehr hübschen LaudSknechtSreigen tu Costüm mit Hellebarden und Schwertern au», und der Turnverein de» Arbeiter-B!ldung»verein» stellte mit etwa 50 Turnern prächtige freie Pyramiden in reichster Abwechselung bi» zu vier Turner übereinander. Rauschender Beifall folgte den ausgezeichneten Leistungen. Um 10V2 Uhr begaben sich die in der Festhalle Versammelten auf den Platz, wo ein Feuerwerk abgebrannt werden sollte, da» der Pyrotechniker Berck- holtz sorgsam vorbereitet hatte. Gleich darauf zeigten drei Kanoneoschläge den Beginn an. Unter den zahlreichen wohl- gelungenen Nummern find in erster Linie neben Leuchtkugeln, Fallschirmraketeo, Feuerrädern usw. zu neunen: DaS Hamburger Wappen w't dem Turuergruß „Gut Heil", zwei kämpfende Panzerschiffe, drei Turner am Reck, die originelle Turnübungeu machten, und zum Schluß ein coloffaleS Jahn- Porträt mit den vier F im Eichenkranz darunter. Die nach Hunderttausenden zählende Menge war von der imposanten Wirkung voll befriedigt. Das Wetter blieb günstig und keinerlei Störung trat ein. •* Fernsprechverkehr mit Wetzlar. Am 25. Juli ist in Wetzlar eine Stadtfernsprecheinrichtung eröffaet worden, welche mit Gießeo durch eioe Leitung verbunden worden tst. Für ein gewöhnliche» Gespräch von 3 Minuten zwischen Gießen und Wetzlar werden 25 Pfg. erhoben. ** Einführung des Schnellzngs-ZnfchlagS für Rückfahrkarten? Bekanntlich werden tu der lausenden Woche diejenigen Reisenden gezählt, die mit Rllckfahr- oder Rundreise- karten u. dergl. die Schnellzüge benutzen. E» liegt nahe, daß man diese Zählung mit der Absicht, einen Schnellzugs- zuschlag für Rückfahrkarten einzusühreu, in ursächliche Verbindung bringt. Bekanntlich haben manche deutsche Länder diesen Zuschlag, aber überall wird er als eioe Brlästiguog der Reisenden schwer empsundeu, überall werden Aostreoguugen gemacht, ihn dort, wo er noch besteht, abzuschaffen. Sollte wirklich Preußen den Vorzug, den es hat, pretSgebeu? ** Wetterbericht. Bet finkendem Barometer ist die Luft- druckvertheilung wieder eine äußerst unregelmäßige geworden. Hoher Druck beherrscht zwar noch den größten Theil Europa», doch find ausgesprochene Kerne eines barometrischen Maximum» nur schwach vorhaodeo. Im Nordwesten von Irland uud über Schottland find solche Kerne zu erkennen. Ein größere» Thetlminimum ist über Südost Frankreich angedeutet, welches sich von dort nach dem Elsaß hinzieht. — Bo rau». fichtlicheWitteruug: Bet wechselnder Bewölkung warme» zu Gewittern geneigtes Wetter. -H- Wieseck, 27. Juli. Da» am vorigen Sonntag hier gefeierte Kinderfest nahm einen recht schönen Verlauf. Nachmittag» um Va2 Uhr marschtrte der stattliche Festzug unter den Klängen oer Brcker'schen Capelle nach dem Festplatz tu dem zwischen hier uud Alten-Buseck gelegenen lieblichen Eichenhain. Nach dem Gesang: „Deutschland, Deutschland über Alle»" hielt der OitSgetftltche im Auftrage de» Gemeindevorstande» eine Ansprache, worin er etwa Folgende» erörterte: Wir hätten un» hier versammelt in Gotte» freier Natur zur Feier eine« der schönsten Feste — nämlich eine» Kinder- oder JugendfesteS. E« würden gegenwärtig der Feste sehr viele und mancherlei Art gefeiert — Sängerseste, Krieger- feste, Turoerfeste, landwirthschaftliche Feste, — nun wollten wir an diesem Nachmittag ein Kinderfest begehen. Diese» Fest gälte in erster Linie den Kindern und zwar den zahlreichen Schulkindern Wieseck». Sie sollten sich heute einmal alle zusammen hier freuen, ihre Lieder fingen, ihre Spiele spielen, auf Kosten der Gemeinde bewirthet und beschenkt werden. Und wir Alten wollten un» mit ihnen freuen, wieder einmal mit ihnen jung werden. Wir wollten heute einmal gewiffermaßen eine große Familie bilden. Wir wollten aber auch dabei ein wenig in die Zukunft schauen. Wir Erwachsenen würden immer älter und träten schließlich von dem Schauplatz dieser Gemeinde ab. An unsere Stelle träten daun diese um uns versammelten Kinder. Diese würden später einmal die Bürgerschaft, die Männer und Frauen der Gemeinde Wieseck. Wie ein Landmann wünschte, e» möchte seine Saat nicht beschädigt werden durch Frost oder Hitze und dergleichen, so wollten wir wünschen, daß diese unsere Jugend durch keine schlimmen Einflüffe verdorben würde. Wie jener wünschte, seine Saat möchte recht gefördert und gesegnet werden, daß eine köstliche Ernte darau» erwüchse, so wollten wir wünschen, daß unsere Jugend recht gedeihe in allem Guten. E» möchte unser Wunsch sein, daß einmal lauter tüchtige Leute au» unseren Kindern würden, tüchtige Hausvater und Hausmütter, tüchtige Ortsbürger, tüchtige Glieder de» Staare» und vor Allem auch tüchtige Christen, denn die Gottseligkeit sei zu allen Dingen nütze und habe die Verheißung diese» und de» zukünftigen Lebens. Wir wollten all unsere Wünsche zusammensaffeu in den Ruf: die Wiesrcker Jugend lebe hoch, hoch, hoch! — Nun folgten die mancherlei Vergnügungen der Kinder, unter Leitung und Aufsicht der sechs Lehrer der Gemeinde, woran fich die Eltern und anderen Festtheilnehmer reichlich ergötzten. Dazu spielte die genannte Mufikcapelle in trefflicher Weise. Vier Wirthe der Gemeinde hatten für Speise und Trank gesorgt. Al» der Abend hereinbrach, wurde wieder heimwärts gezogen und zwar mit dem allgemeinen Bewußtsein: eS war ein schöne», gesegnete» Fest. Butzbach, 26. Juli. In rüstiger Weise schreiten die Arbeiten auf dem Ausstellungsplatze fort und eilen ihrer Vollendung entgegen, denn kaum noch zwei Wochen trennen unS von dem Tage, an welchem die hier stattfindeude Oberhesfische Gewerbe-AuSstellung eröffnet werden soll. Da» „Oberhessische Bauernhau»" mit seiner alterthümlichen, auS dem Jahre 1794 stammenden mächtigen Wetterfahne ist in seiner äußeren Erscheinung fertig und macht durch sein in Hellen Farben gehaltene» Fachwerk, in welche» viele kleine Fenster angebracht sind, sowie durch sein mit alten rothen Ziegeln hergestrlltes Dach, auf deflen Schornstein ein Storchnest thront, dem nur noch die bei der Kindrrwelt so viel bedeutenden Bewohner mangeln, einen ganz imposanten Eindruck. Um wie viel mehr dürfte erst daS Innere diese» Hauses den Besucher iuteresfiren, wenn all die aus früheren Zeiten stammenden theil» der jetzigen Generation ganz unbekannten Gegenstände, dort paffend arrangirt, Aufstellung gefunden haben und schmucke Mädchen in oberhesfischer, Hinterländer oder altdeutscher Tracht daselbst den Besuchern die Eintritt»- und Ansichtskarten behändigen und so neues Leben in längst verschwundene Zeiten bringen. Aber auch die eben im Ausbau begriffene, ca. 28 Meter lange und 13 Meter breite Wirth« schastShalle, die Abends mit zwei electrischen Bogen- und vier Glühlampen erhellt wird und nach drei Seiten hin geschloffen, dagegen nach der nördlich dem AurstellungSplatze gelegenen Seite hin offen gelassen ist, und welche fich seitlich an die 37 Meter lange und 29 Meter breite Markthalle anschlieht, tragt nicht nur allein zur Verschönerung de» Platze» bei, sondern dorthin wird der Ausstellungsbesucher gerne seine Schritte lenken, um fich daselbst aukzuruhen und zu erquicken nach all dem Gesehenen, was ihm die Ausstellung in ihrem Einzelnen, wie in ihrer Gesammtheit darbietet. Ein Pavillon zur Aufnahme verschiedener Automaten, sowie ein solcher zur Herstellung de» electrischen ConcurreozlichteS, der sogen. Acetylenbeleuchtung, bilden mit dem großen Mufiktempel, von wo qu» den Besuchern muntere Weisen tüchtiger Militär- mufikcapellen zu Gehör gebracht werden, die weiteren Bauten diese» Au»stellung»platze», der durch gärtnerische Anlagen noch verschönert wird. Die bereit» erwähnte, auf dem Biehmarkt- platze stehende ca. 1070 Q.-M. Bodenfläche haltende Markt- Halle soll zur Aufnahme größerer Au»stellung»gegenstände verwendet werden. Dieselbe ist mit Ober- und Seitrnlicht versehen, der Boden durch Betonirung staubfrei gemacht worden. Gleich wie die anderen Bauten ist dieselbe innen und außen in Hellen Farben gestrichen. Die Ausschmückung der Halle ist einem Frankfurter DecorationS-Geschaft übertragen worden, und find eben eine Anzahl Decorateure damit beschäftigt, daS Innere der Halle festlich mit hessischen, cobur- gischen, deutschen und anderen Fahnen, Draperien rc. auSzu- statten. Bei einbrechender Dunkelheit wird der Raum von vier elektrischen Bogenlampen und acht Glühlampen erhellt werden. Auch befindet sich eine große Bogenlampe am Eingang der Halle. Der ganze Platz ist mit einem hohen Bretter- abschluß versehen, der nur durch daS im burgartigen Style gehaltene große und hübsch auSgesührte Portal mit seinen drei Bogeneingängen gegenüber dem LahnthorschulhauS unterbrochen wird. Mit all dem eben Angeführten steht in directer Verbindung durch die neue Turvhallestraße, welche ebenfalls canalifirt wird, da» herrliche in gelben Verblendern- und rothem Sandstein auSgesührte neue VereinShau» nebst Turnhalle, welche von dem ca. 4500 Quadrat Meter Fläche haltenden Turnspielplatz umgeben wird. Letzterer, welcher von den anstoßenden Gärten durch eine Mauer abgeschlossen ist, sowie daS Verein-Hau» mit seinen zwei großen Sälen, welche später zur Aufnahme der Kleinkinderschnle dienen sollen, sowie der im oberen Stockwerk befindliche Saal und drei Zimmer, als auch die 23 Meter lange, 14 Meter breite und 9 Meter hohe Turnhalle mit ihrem in Asphalt gelegten Eichen-Parkett- boden werden als Ausstellungsräume mitbenutzt. Die Turnhalle selbst dürfte fich infolge ihrer geschmackvollen Ausstattung zu Aufstellung von Ausstellungsgegenständen besonder- gut eignen. Zehn große, mit Cathedralgla» versehene Fenster, darunter ein», in welchem an» farbigem Glas da» geschmackvoll auSgesührte Porträt des Turnvater» Jahn angebracht ist, erhellen den durch zwei Thüren in» Freie, die andere in das VereinShauS führenden Raum. Abends ersetzen zwei! electrische Bogen- und verschiedene Glühlampen in der Halle daS Tageslicht. An der östlichen Seite der Halle, der Gallerte gegenüber, zu welcher drei Thüren führen, ist von Herrn Hofmaler Hieronimu» au» Friedberg ein landschaftliche» Bild mit der Burgruine Münzenberg im Hintergründe nebst „Tellerberg", in wahrhaft künstlerischer Weise hergestellt worden. Ueber dieser Nische ist der Sinnspruch angebracht: „Gesund- heit ist ein köstlich Gut", darüber befindet fich das Butzbacher Stadtwappen und zu beiden Seiten des Sinnspruchs die turnerischen vier F. Außerdem find in der Halle abwechselnd malerisch vertheilt verschiedene deutsche Reichsadler, heifische Löwen und da» Butzbacher Stadtwappen. Eine 1,50 Meter hohe Lamperie ist zum Schutz der Wände in sämmtlichen Parterreräumlichkeiten angebracht. Da» eigentliche Verein»- Haus enthält in seinen unteren Stockwerken mit Buchenparkett« Fußbodenbelag, zwei Zimmer, 4,75 -j- 7,25 Meter resp. 3,75 -j- 4,25 Meter, sowie zwei Säle, wie erwähnt, zur Aufnahme der Kleinkinderschule bestimmt, und 4,25 + 9,20 resp. 6 -j- 11 Meter groß. Da» 2. Stockwerk mit Pitch- pine Fußbodenbelag enthält einen Saal von 8,50 + 10,80 Meter und daran anschließend zwei Zimmer 4,75 + 4,40 Meter, resp. 4,75 -s- 6,10 Meter. Auf der anderen Seite de» breiten Corridor» befindet fich noch ein Zimmer von 4,60 + 7,20 Meter Größe. Die Mansarden sind in elf Räume eingetheilt und sollen zur Wohnung des Schuldiener» und der Ktnderwärrerin, sowie einer anderen kleineren Familie dienen. Unter dem VereiushauS befinden fich große Keller, auch ist dasselbe mit electrischen Licht-, Wasser- und Canal- rc. Anlagen versehen worden. Da» Ganze ist in- einer Weise auSgestattet und au»geführt, wie mau eS fich nicht schöner und vollkommener denken kann. TS dürsten wenige Städte von der Größe Butzbachs vorzufinden sein,, die fich im Besitze solcher Baulichkeiten befinden, die nur im öffentlichen und VereinSintereffe errichtet worden find. Gleich wie mit so vielem Anderen ist auch unsere Stadt hierin mit gutem Beispiel vorangegangeu. Hirzenhain, 23. Juli. Die Ueberreichung der von Seiner Majestät dem Kaiser verliehenen Medaille zur ©rinnerung; an die hundertjährige Wiederkehr de» Geburtstage» Seiner Majestät des hochseligen Kaiser» Wilhelm I. an die Veteranen hiesigen Orte», sieben an der Zahl, fand heute, nachdem der erste Vorsitzende und Ehrenpräfident de» Kriegerverein», Herr Kornoörfer, eine kurze Ansprache an die Mitglieder de» KriegervereinS gehalten hatte, durch Herrn Bürgermeister Gußmann statt. Herr Korndörfer, der auch zu den Decorirten- gehörte, gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß eS unter den im deutschen Vaterlande decorirten Männern wohl viele gäbe, welche, die Medaille auf der Brust, dennoch mit an der Raubung de» Christenglauben» und Untergrabung de» Vater-- laude» arbeiten. Wenn man fich wohl auch darüber klar fei, daß die von Jenen verfolgten Ideen niemals zur Au-führung kommen würden, so wäre es von diesen Männern, da Handlung und Schein im Widerspruch stünden, richtiger gehandelt, die Medaille nicht anzulegen. Redner ermahnte sodann die Veteranen, rreu ihrem Gelöbniß, immer fest zu Kaiser uud Reich zu stehen und alle fich ihnen stellenden entgegengesetzten Anforderungen energisch zurückzuweisen, daun die Medaille aus die Brust zu legen und auözurufen: „Nur mit diesem Zeichen wirst du fiegen!" AlSdaun überreichte Herr Bürgermeister Gußmann unter einigen Worten den einzelnen Bete-" rauen die Medaille uebst dem zugehörigen Besitzzeugniß, und bei einem Gla» Bier, bei dem noch manche, dem Vaterland, Heer und Krieger geltende Worte gesprochen wurden, blieb man, eingedenk der würdigen Feier, noch einige Stunden beisammen. . t m _ Mainz, 27. Juli. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 20. Juli der am 13. I. MtS. durch die Stadtverordneten«Versammlung zu Mainz erfolgten Wahl des Wetuhändler» uud Weingut»-- besitzer» Eugen Georg Haffner zu Mainz zum Bürgermeisterei-Beigeordneten der Provinzialhauptstadt Mainz die Bestätigung zu ertheilen.___ Arrr der Zeit für die Keft. Vor 42 Jahren, am 29. Juli 1856, starb zu Endenich bei Bonn der Componist Robert Schumann. Er ifi entschieden der in unseren Tagen beliebteste der modernen Musiker, und er verdient es, wenn reiche musikalische Begabung, eine besonders feine, meistens weiche und elegische Kunststimmung hierzu berechtigt. Seine Symphonien gehören zu den reichsten und gediegensten, was die Neuzeit hervorgebracht hat. Er wurde am 8. Juni 1810 in Zwickau geboren. Vermischtes. • Sensationelle Erfindung für Gasglühlicht. Am 23, und 24. Juli tagte in Kaiserslautern der Mtttelrheinische Ga»- und Wasserfachmänner-Verein. Die Versammlung war ausgezeichnet besucht und kann al» wahrhaft epochemachend in. der Geschichte unseres Beleuchtungswesen» bezeichnet werden, Herr Director Trendel demonstrtrte den mit allgemeiner Spannung erwarteten Glühkörper mit Selbstentzündung, System Butzke. Die Erfindung rief M allen anwesenden Fachleuten die größte Ueberraschung und Bewunderung hervor. Der Effect besteht darin, daß der Glühkörper, der auf ollen Brennern aufgesetzt werden kann, durch Aufdrehen de» GaShahne» fich selbst entzündet und sofort brennt. Die neue Erfindung ist sicher dazu bestimmt, in der GaSindustrie eine bedeutende Rolle zu spielen. • Zolas Köchin. AuS Paris wird berichtet: Der Gerichtsvollzieher MouthiaS hat es bekanntlich vergebens versucht, da» Contumaz-Urtheil de» Versailler Schwurgerichte» in der Villa Zola» in Medon zu übergeben. MouthiaS stellte daher da» Schriftstück dem Maire zu, der e» unter Couvert durch den Flurwächter nach der genannten Villa schickte. Diesem gelang e», den Bries einer Kammerzofe einzuhändigen. Wenige Minuten später eilte die Köchin '(täte L-KZ t Sirti r L60 «» Da, . In, läamtlHa stSSÄ S *ä* ft <25 +'«5 » ®1o4qw! mit Pitch. ®aal von 8,50 4 1086 i 8htnm 4,754.4 x bu °°dttkll Behl ««8i«mci v°° Matlslttdrv sind j: IW Wohnung des Sd)U[,, '» ulntraabettn ![tiölm» btfiudkn sich «atz, rischeu Licht«, W-ssrr.ur- '«»• Dor Tanze ift ir ’ ^rstihrt, wie man er flz drokrn kann. $8 dürsten Etzbachs vorzufindeu sein, ieiteu befinden, dir nur im richtet worden find. Siri- h unsere Stadt hierin mit : iberreichuug der von Seiner iedaille zur Ertuneruvg des GedurtStager Trlorr ZilhrlwI. an dirveterauec il, sand heute, nachdem dn it de» ttriegerverein», Herr urch Henn Bürgermrifier , der auch zu den Dttockm Aurdruck, daher unter den u Männern wohl viele gäbe, ruft, dennoch mit an in rd Unlrrgrabllnr der Aiei- wohl auch darüber klar sei, im nternalr zur Autsühro°l diesen Männern, da Hail- Sünden, richtiger gehaM intr ermahnte sodM Hi *x w M «*« dm«, boeu He Jta: .ü” 111 W” Sotten di» «Mi» 8**l6,,5 . griplvchen tturbtr, blieb - ’ü Ä* s foUl» g,m 23, B ? ' U,di"-^Ä * **Ä«2 * ’i>| i« “ fÄt» i»»■ *? Um»*“ *•'’ in Begleitung der Kammerzofe de« Flurwächter nach, um ihm daS verschlossene Couvert zurückzugeben, allein dieser wollte davon nicht« wissen. Die Köchin begab sich hierauf zu« Maire, legte ihm den Brief auf den Tisch und sagte: „Ich verbiete Ihnen ausdrücklich, mir irgend etwa« zu bringen- wir wollen davon nicht« wissen. Diese „Geschichten" über- giebt man den Herrschaften, nicht den Dienstboten." Ber- geben« machte der Maire bemerklich, daß er durch da« Gesetz gezwungen sei, so zu handeln, die Köchin lieh sich nicht Überzeugen und sagte schließlich: „Machen Tie e« wie ich, schicken Sie da« Papier dorthin zurück, woher e« gekommen ist." Der Maire verfaßte ein Protokoll über den Zwischenfall und übersandte diese« dem Versailler StaatSanwalte. • Militärische Originale. Siner Plauderet de« Kleinen JaurualS über „militärische Originale" entnehmen wir folgende Remintscevzen: Biele Geschichten erzählt man fich vom General Graf Dohna-Schlobitten, der das 1, Armeekorps commandtrt hat. Bei einer Jnspizirung hatte sich der sehr ruhige und bejahrte Herr die Instruction an- gehört und dem betreffenden Offizier sein uneingeschränkte- Lob angesprochen. Zum Schluß stellte er noch folgende Forderung: „Ich bin mit der Instruction sehr zufrieden, mein lieber Herr Lieutenant, aber nun stellen Sie mir mal den dümmsten, aber auch wirklich den dümmsten Mann vor, den Sie in Ihrer Abteilung haben und richten Tie einige Fragen an ihn!" „Zu Befehl, Ew. Excellenz!" Der betreffende Offizier greift in die dunkelste Ecke de« Zimmer« und holt von dort au« dem zweiten Gliede ein uniformtrte« Wesen hervor, auf dessen Stirn unverkennbar der Stnltitiae heilig Diadem gedrückt ist. Sorgfältig war e« bisher den Blicken der anwesenden Vorgesetzten verborgen gewesen, und der Hauptmann hatte öfter« mit angstvollem Grauen in die UnglückSecke geschaut und gefürchtet, Excellenz werde doch noch merken, daß gerade dieser Mann mit der Aulzetchnuvg durch eine Frage ängstlich verschont blieb. Gespannt richteten sich die Blicke aller hohen und höheren Vorgesetzten auf den Unglücklichen, der, durch die« Plötzliche allgemeine Interesse, da« ihn seinem dunklen Nicht« entriß, in Furcht gesetzt, einen Ausdruck im Geficht zeigte, der, wenn die« Überhaupt möglich, noch eine Nuance geistreicher als gewöhnlich war. Jnterejfirt traten Excellevz näher. „PrzywelczewSki," rief den Unglückseligen nun sein Lieutenant an, „bei welchem Truppentheil stehen Sie?" Die Frage machte nicht den geringsten Eindruck auf da« GemÜth de« edlen Polen; seine Geficht«züge verharrten in steinerner Ruhe. „Sind Tie Infanterist, Cavallerist, Artillerist oder wa« sind Sie?" versuchte der Lieutenant seiner Ueberlegung zu helfen. Prczhwelczewskl blieb stumm? „Na, wa« haben Sie denn für eine Waffe?" versuchte der Lieutenant wieder. Ohne Erfolg! Jetzt unterbrach der alte Graf Dohna-Schlobitten die vergeblichen Bemühungen de« Offizier«. ,3a, Herr Lieutenant, ja, ja, meine Herren, der Mann jcheint wirklich sehr dumm, ganz außerordentlich dumm zu sein!" Erstaunt und betrübt zugleich über so viel Dummheit näherte er fich dem Versuchsobjekt und fragte e« mit einer möglichst sanften Stimme, um die nur noch schwach glimmende Geiste«flamme de« ManneS durch rauhe äußere Einwirkung nicht ganz zu vernichten: „Nun, mein Sohn, woher bist du denn?" Ein Schimmer kommenden Verständnisse« Überflog die in eiserner Stupidität gefestigten Züge de« Mannes, und den Mund zu breitem Grinsen verziehend, entquoll dem Gehege seiner Zähne die verblüffende Antwort: ,Oock auS Schlobttte!!!"-- Eine andere Geschichte lautet: „«l« der alte Dohna in die Jahre gekommen «ar, und der Körper mit der Frische und Rüstigkeit de» Geistes nicht mehr Schritt halten konnte, kam man in Berlin im Militär- cabinet überein, da der alte Herr gar keine Anstalten machte, fich freiwillig zur Ruhe zu setzen, und man den alten verdienten Soldaten nicht kurzer Hand verabschieden wollte, ihm einen kleinen Wink zu geben, daß e« jetzt Zeit wäre für ihn zu gehen und jüngeren Kräften Platz zu machen. Dem König wurde da« vorgetragen, und dieser erklärte fich damit einverstanden. Der Chef de« Militärcabinet« setzte sich also hin und schrieb dem alten Herrn einen Brief, in dem er ihm mit vielen und schonenden Worten klarzumachen suchte, daß er seinen Abschied etnreichen solle. E« hieß in diesem Briefe unter Anderem, er habe ja die höchste militärische Stufe erreicht, Über ein halbe« Jahrhundert treu gedient, die schwere Bürde verantwortlicher Stellungen lange genug getragen, so daß er fich jetzt wohlverdienter Ruhe Überlasten könne. All diese«, so schloß der Brief, schreibe er ihm im Namen und Auftrage Seiner Majestät de« König«." Die Antwort de« alten Dohna war nun weniger wort- reich und schön stilifirt, dafür aber durchaus deutlich und verständlich. Er schrieb an den Chef de« MilitärcabinetS Folgende«: „Mein jugendlicher Freund!" (der Empfänger diese« Briefe« hatte die 60 schon überschritten und war selbst schon General der Infanterie). „Wenn Se. Majestät der König mir etwa« zu sagen hat, so wird er mir da« schon alleine sagen. Im Uebrtgen: Wer da« Fletsch gefreffen hat, der kann auch die Knochen fressen - ich bleibe!"--- Und so geschah e« auch! Der König hat herzlich über diese bündige Erklärung gelacht und den alten Herrn bi« an sein Ende im activen Dienst belassen, da« übrigen« kurze Zeit nach dieser Begebenheit eintrat." ♦ Die moderne Loreley. Ein Museumsbesucher steht vor der Marmorbüste einer Loreley, die „kämmt ihr goldene« Haar". Nachdem er das Bildwerk eine Weile betrachtet, geht er kopfschüttelnd von dannen und murmelt: „Nee, Männeken, bet i« ntch naturgetreu. Sie hat ja ntch den Mund voll Haarnadeln." ______________________________ Schiff-nachrichten. Der Postdampfer „Southwark" der »Red Star 2tne* in Antwerpen ist laut Telegramm am 25. Juli wohlbehalten in New- Uork «1 gekommen. _________ Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 30. Juli 1898. Vorabend 7« Uhr, Morgens 8»' Uhr Predigt, Nachmittags 4 Uhr Schrifterklärung, Sabbathausgang 9 Uhr. verkehr, Land, «nd volk-wlrthschaft. gtwmeig, 27. Juli. Frachtmarkt. Roth er Weize» A 17,00, weißer Weizen X 00.00, Korn X 12.29, Gerste X 00.00, Hafer X 8.67._______________________________ Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 28. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags Wasser 16'/,", Luft 200. Rübsamlen'sche Badeanstalt. Neueste Nachrichten. Depeschen de« Bureau ,Herold". Berlin, 28. Juli. Der „vorwärts" veröffentlicht einen mit dem vermerk „Eigenhändig" versehenen an die Regierungspräsidenten gerichteten Erlaß de« Minister- de« Innern, Freiherr» von der Recke, vom 4. d. Mt«., worin die Regterung-Präfidenten aufgefordert werden, in einem ausführlichen Berichte darzulegen, wie e« gekommen fei, daß bei den letzten Reichstagswahlen die socialdemokratische Bewegung auch in solchen Bezirken größere Erfolge zu erzielen vermochte, in welchen dieselbe bi« dah'n entweder keine oder doch nur eine geringe Anhängerschaft gehabt habe. Den Berichten, welche fich besonders auch auf da« Anwachsen der Socialdemokratie auf dem platten Lande zu erstrecken Haden werden, sollen ziffernmäßige Angaben besonders charakteristischer Flugblätter und anderer Kundgebungen beigefügt werden. Der „vorwärts" bemerkt dazu: Wenn Herr von der R cke nicht eben der Poltzeiminister wäre, der mit Mittelchen kleingeistiger Regierungskunst eine große Culturbewegung hemmen zu können vermeint, so würde er selbst wissen, daß die zahllosen Fehler in der politischen wie wirthschaftlichen Gesetzgebung der letzten verflossenen Jahre da« außerordentliche Anwachsen der Socialdemokratie veranlaßt haben. yrlebrlchsruh, 28. Juli. Das Befinden de« Fürsten BiSmarck ist relativ befriedigend. Daß eine ernste Krisi« besteht, ist außer Frage mit Rückficht auf daS hohe Alter de« Fürsten, doch ist eine Wendung zum Besseren zu erhoffen. Die Meldung ber „Hamburger Nachrichten", daß alle ungünstigen Nachrichten der Begründung entbehren, trägt eine optimistische Auffassung zur Schau, die den Thatsachen nicht entspricht. Wien, 28. Juli. Zwischen dem Gesandtschafts-Attachi, Baron Hetmerle und dem Oderlieutenant Gras Szapaiy fand ein Säbelduell unter schweren Bedingungen statt, und zwar wegen einer Dame. Beide find schwer verletzt. Lemberg, 28. Juli. Die polnischen Blatter melden, der Schluß der ReichSrath«sitzung sei lediglich zu dem Zweck erfolgt, um auf Grund de« § 14 d bett Ausgleich mit Ungarn burchzuführen unb für bie Srlebigung ber Sprachenfrage Zelt zu gewinnen. Alle anderen Gerüchte seien verfrüht. Sollte ein Ausgleich mit Ungarn nicht zu Stande kommen, dann würde eine CablnetSkrlfiS eintreten. Paris, 28. Juli. Der „Courier du Soir" meldet, Professor Stapf er in Bordeaux, der am Sonntag am Grabe de« Akademie-DtrectorS Couat eine Rede hielt, in ber er au« ben Anfichten be« verstorbenen und feinen eigenen i» ber Dreyfuß.Sache keinen Hehl machte, fei vom Amte fu«- pendirt wvrden. Paris, 28. Juli. Björnson richtete neuerblng« ein Schreiben an ben „TempS", worin er ben Franzosen den großen moralischen Schaden, den ihre Starrköpfigkeit in der Affaire Drtyfuß Frankreich im AnSlande bereite, vorhält. Paris, 28. Juli. Die Lage CavaignacS wird durch die Wendung ber Dinge burch ben Esterhazy-P cquart-Zola- Proceß immer unhaltbarer. E« bleibt bem Kriegsminister nun nicht« anbere« übrig, al« enttoeber zu bewissioniren, ober selbst bie Revision be« Drehsus Proceffe« einzuleiten. Die erstere Eventualität wirb wahrscheinlich bie richtigere sein, denn nach bem Maueranschlage ber Rede vom 7. Jnli wird ^aba}8°°c schwerlich fich entschließen können, Gebrauch von ber Thür zu machen, bie er fich offen gelassen hat, inbem » in seiner Ansprache da« Wort: „Auf legalem Wege verurtheilt be- kanntlich nicht aussprechen wird. London, 28. Juli. Wie au« Key-West gemeldet w rd, versuchte ein amerikanischer Dampf " bei Baue« Waffen und Munition zu landen. Eine etwa 1000 Mann starke spanische Cavallerie-Abtheilung, die in einem an der Rflfte gelegenen Walde versteckt lag, eröffnete ein Feuer auf die Amerikaner. Sech« Amerikaner erlitten Ber- wundungen. . u London, 28. Juli. Der englische Postdampfer Ecuador ist an der chilenischen Küste gescheitert. Nähere Nachrichten fehlen noch. _ Madrid, 28. Juli. Der spanische Minister be« Auswärtigen hat Mac Kinley gebeten, bie Feindseligkeiten bl« nächsten Sonntag elnzustellev. Mac Kinley ha über biese Angelegenheit mit ben Ministern conferirt, die Entscheidung ist aber noch nicht bekannt. Die Kinder effen eS wirklich gern, aber auch für Erwachsene läßt sich in ca. 10 Minuten ein liebliches Gericht durch einfaches Kochen der Milch mit Brown und Polfons Mondamin Herstellen. Dies -rgtebt eine nährh,sie und leicht verdauliche Speise, regt durch seinen eigenen Wohlgeschmack Kinder wie auch Kranke an, solche Milchspeise häufiger zu erbitten. Beliebige Zulhat von Vanille Cttrone rc., Beigabe °on Fruchtsauce, gekochtem Obst erhöhen den Geschmack und liefern »ugleich für den Familien- lisch ein nahrhaftes und köstliches Dessert. Ausführliches auf den Mondamin Packten ä 60, 30 und 15 Pfg. erhältlich in allen ein» fchlägigen Gefchäften. EngroS bei Türk u. Pabst, Frankfurt a. M. Seidenstoffe verlange Muster mH Angabe d. ««wünschtrn. von Elten & Keussen , Bindlnng. CrCfßld- Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Stadtverordneten Versammlung an Stelle des Herrn Rentners Pistor zum Vorsteher des IV. Bezirks Herrn Apotheker Eich und zum Armenpfleger im III. Bezirk den Hauptmann a. D. Herrn Kramer gewählt hat. Gießen, den 27. Juli 1898. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Wolff. 7540 vl'isteigmlNM Versteigerung. Der Restbestand des Fillmann'schen Waarenlagers, Marktftraße 17, wird Freitag den LS. d. M., Vor- mittags 10 Uhr und Nachmittags 2 Uhr anfangend, fortgesetzt. 7575 ML Schlachthaus. Freibank. 7502 Heute und morgen: Wellfleisch 50 Pfg. Schweinefleisch 50 Pfg. la. neue holl. Vollheringe per Stück 6 Pfg.. empfiehlt 7565 Ph. Herrmann. Manihot-Cacao größter Nährwerth und leicht verdaulich, Krümel-Chocolade (garantirt rein) per Pfund 95 Pfg., empfiehlt 7564 Eh. Herrmann. Neue holländische Vollheringe W per Stück 7 Pfg., *18 eingetroffen. 7562 _______________I. M. Schulhof. Kartoffeln heute Freitag am Etlgutschuppen von 4 Uhr ab zu haben. 7574 Pr. 50 Kilo 3,50 Mk. Arthur Koppel, Bochum 1. W., fabricirt als Specialität: 7458 Feldbahngleise, Kippwagen etc., Weichen, Drehscheiben. Gsroese Lagervorrätbe. Eatatppe gratis aad franco. Neue Rollmöpse per Stück 5 Ff g. eingetroffen bei 7036 J. M. Schulhof, Marktstraße 4.__________Telephon 119. Stachelbeeren zu haben. [7576] Neuenweg 60. Nennleistungen 7553] 3. Stock, 4 Zimmer mit allem Zubehör, per sofort zu vermiethen. ____________ Frankfurterftr. 59. Löberstraße 21. Durch Wegzug des Herrn Kreisrath Wallau ist dessen Wohnung (Haus zum 2llleinbewohnen> per 1. October ober früher zu veimiethen. 7559 ______G. Nauheimer, Bleickitr. 15. 7570] Logis, 3 Zimmer und Zubehör, sofort zu vermiethen. Souneustr. 8» 7548] Durch Versetzung des Herrn Assessor Abrie ist dessen Wohnung (pari.) anderweitig zu vermiethen. _________M. Törr, Nordanlage 18. 6621] Schöne Wohnung von 3Zimmern, Cabinet und Zubehör im Mansardenstock Bleichftratze 20, zum 1. October an ruhige Familie zu vermiethen. 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Mts.: Grosses Concert zum Westen verwaister Töchter verstorbener Hsfiziere der deutschen Armee ausgeführt von der 7493 Capkllt des 2. Tioßh. Hess. Iaf..Regiments Ur. 116, fiailtr Wilhelm unter persönlicher Leitung des Großh. Musikdirectors Herrn C. Krauße. Anfang 8 Uhr. Bier im Glas. Eintritt SO Pfg. Lenz'scher Felscuteller. Heute Donnerstag, den 28. Juli: des Damen „Gross-Wien“. Auserwähltes Programm. Anfang 8 Uhr. [7545] Eintritt 30 Pfg. Bei ungünstiger Witterung im Saale! Brauerei Böhr le (Restauration Tbörel). Freitag den 29. Juli, Abends 8 Uhr: Concert des Wiener Aamen-chrchesters „chroß-Wien". (Näheres siebe P'acate) 7579 Deute Donnerstag, Abends 7 Uhr: Sportplatz an der Hardt - RndmWm brr TmmWIe. gon SSjlbran: Frei-Concert auf der Terrasse. Sonntag den 31. Juli, Abends Sy2 Uhr: Wortrag desKerrnWfarrasststenten Dr.Keußek _________üöer: Ernst Moritz Arndt.__________| Concordia,. Sonntag den 31. Juli: Parthie nach Castet-Wilhelmshöhe. Abfahrt: Morgens 4 Uhr 15 Min. — Anschluß willkommen. 7577__________________(Kyffhäufer.)______________________ Geschäfts-Verlegung. Einem geehrt»n hiesigen und auswärtigen Publikum zur gefälligen Nachricht, daß ich mein Wanufactur- u. Kerrenkl'eidergeschäft von Bahnhofstraße 4 nach Lindenplatz 8 verlegt habe Indem ich für das mir seither geschenkte Wohlwollen bestens danke, bitte zch, es auch ferner mir bewahren zu wollen. 7569 Achtungsvoll __________W. ta gell. Beachtung*! Im Interesse der rechtzeitigen Fertigstellung unseres Blattes richte« ! wir an unsere verehrl. Inserenten wiederholt das dringende Ersuchen, - Inserate für die Nachmittags erscheinende Nummer bis IO Uhr Bor» ! mittags, solche größeren Umfanges, wenn möglich, Tags vorher aufgebe» zu wollen. Die Expedition des „Gießener Anzeiger." ruc&sae/en Specialität : Bri efumschlä, ge. für den kaufmännischen Bedarf liefert rasch und billig die ßrüfil’sche Vniö.' Druckerei, 7 Schulstrasse 7. Original- -Orchesters Wibectbn: E. 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