<5!6 ebenen: L luacben wir hin. 2 Uhr m goige »bei, Schwager unb frr sehe Unterbliebenen. 6532 29. b. R., Vomiüazt mlung i Affendors a. Sbß. ranker HashW) mittags 10 Uhr orf o. M pro 1897. Vorlage m rncre LminrimgelegendM läge N «f de° & & 807: peMlr* uLLroe _ tzopilaurn Mtiteben üer ’ Kitglitder 426258' «0 ——232 1897 • 98. L Arr. *49 Zweites Blatt. Mittwoch den 29, Juni 1898 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Alle Anzeigen.BermittlungSftellen kf Jn* im* MCaett» nehmm Anzeigen für den Gießener Anzeiger rrr^n« ©ei 8 Start 50 ©fe. vierieljichrttch. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den en den Lag erscheinenden Nummer bi» Sonn. 10 Uhr. Wn«t preß« „erteljShrttch S Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pf», mit Bringerkoh«. Grfchetnl ISgNch mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener MamikieuktLkter »erden dem Anzeiger »öchentlich viermal beigelegt. Amts- und Anzeigeblntt für den Ureis Giefzen. "*^Är.».T4e,,i: Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. abr,ff',är äÄJF llmtlidbcr Therl Oberhessischer Obstbauverein, AereinsöezirK Hießen. Am Tonntag den 3. Jnli, Nachmittags 3 Uhr, findet in Kloster ArnSburg eine Versammlung statt, in welcher der Geschäftsführer des Verein», Herr K. Reichelt, Lehrer für Naturwissenschaften und Obstbau au der Großh. Obstbauschule in Friedberg, über „Obstverwerthung und Bekämpfung von Odstbaumschädlingen" berichten wird. Die Mitglieder de» Vereins, sowie sonstige Interessenten werden zur Versammlung freundlichst eingeladen. Gießen, den 27. Juni 1898. Der Vorsitzende dr» Verein-bezlrk» Gießen de» Oderbesfiscben Obstbauvereins. Dr. Wallau. Gießen, den 27. Juni 1898. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien deS Kreises. Tie wollen Ihre Gkmetndeangehörigen in ortsüblicher Weise auf die obige Versammlung aufmerksam machen lassen, v. Gageru. Deutsches Reich. Berlin, 27. Juni. DaS StaatSmiutsterium trat heute Nachmittag 2 Uhr unter dem Borfitz des Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 27. Juni. Im Königreich Bayern haben nach einer Berechnung der „Germania" bet der Reichstags« wähl am 16. d. Mt». das Centrum 85000, die Liberalen 47000 Stimmen verloren. Dagegen haben die Bauern« büudler 68000, die Soetaldemokrateu 11000 Stimmen gewonnen. — Die Zahl der socialdemokratischen Stimmen hat »ach der „Sächsischen Arbeiterztg." im Königreich Sachsen em 16. Juni 299000 betragen. Für Candtdateo aller Adrigen Parteien seien 281000 Stimmen abgegeben worden. Die Cooservativen und Reichspartei haben nach einer Zu- ßammeustelluufl der „Leipz. N. Nachr." 27287, die Deutsch- socialen 29466, die Deutschsreifinnigen 14 794 Stimmen Verloren, dagegen die Nationalliberalen 48922, die National- socialen 2859, da» Centrum 2756 und die Soetaldemokrateu 28 534 Stimmen gewonnen. Berlin, 27. Juni. Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge wurde TtaatSsrcretär v. PosadowSkh tu Dresdeu vom Könige von Sachsen in Audienz empsavgen. Hierauf stattete der Staatssekretär dem HandelSmtutster einen Besuch ab. Berlin, 27. Juni. Heute Vormittag trat unter dem Vorsitz de» Direktors im Auswärtigen Amt Reichardt der AuSwauderungSbetrath zu seiner ersten Sitzung zusammen. Der Reichskanzler hat die Mitglieder für heute Abend zum Essen eingeladeu. Berlin, 27. Juni. Der Oberbeamte der Firma Tiemens und Halske, HauS Ulrich stellte sich selbst der Staatsanwaltschaft mit der Anklage, der Firma in den letzten Jahren eine viele Tausende betragende Summe unterschlagen zu haben. Wien, 27. Juni. Die Verhandlungen der Quoten« Deputation find, wie vorauSzufehen war, resultatlo» verlausen. Die Ungarn propouirten da» Berhältntß 32 zu 68, waS von Oesterreich als unannehmbar abgelehnt wurde. Da nunmehr beide Regierungen einen BermitteluogS-Vorschlag auSarbeiten, so wurden die Verhandlungen abgebrochen und bis September vertagt. Graz. 27. Juni. Gestern Abend kam eS wieder zu Straßenkrawallen. DaS Publikum «ah« Partei für einige Soldaten des 27. Regiments, welche durch Gendarmerie verhaftet werden sollten. Ein Soldat wurde durch einen Bajonnetstich eine» Gendarmen schwer verwundet. Biele Personen wurden verhaftet. Lemberg, 27. Juni. Nach hiesigen Blättern haben am SamStag die Bauern in Alt-Sandec die jüdischen Häuser total ausgeplündert. Gestern haben auch in Neu« Sandec größere Unruhen stattgefunden, wo der Statthalter Graf Pouinski etngetroffen ist. Pari», 27. Juni. Heute Nachmittag versammelte Brisson die Miuistercandidaten, um mit denselben eine Einigung über da» Programm herbeizuführen. Im Vordergründe stehen die Fragen der Einkommensteuerherabsetzung, der Getreidezölle und die DreysuSaffaire. vtger hat sich für die Beibehaltung deS 7 Francszolles ausgesprochen. Locales und provinzieUer. Nauheim, 27. Juni. Die Kaiserin von Oesterreich wird am 16. Juli zum Kurgebrauch hier eintreffen; vom Hosmarschallamt ist für sie eine Billa gemiethet worden. + Nidda, 27. Juni. Gestern wurde dahier das 17. ober- hessische Fen erwehrf est gefeiert. Morgen» fand toi „GambriuuS" der Delegirtentag statt; dann folgte eine exaet auSgesührte Uebnng der Gesammtwehr Nidda, sowie daS Festmahl in der LndwtgShalle. Um 3 Uhr bewegte sich ein stattlicher Festzug, worin etwa 30 Wehren bezw. Vereine sowie unsere Corporattonen re. vertreten waren, unter Spiel und Musik durch die reich geschmückte Stadt nach dem als Festplatz hergerichteten Gerneivdewiesen-Cornplex Hinterm Schloß- Hofe. Dort wurde von der Musik des Gießener Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm großes Concert anSgeführt, während die weiter für den Nachmittag vorgesehen gewesenen BergnügnogSgelegenheiten wegen des eingetretenen Regen» unbenützt bleiben wußten. Gegen Abend gestaltete sich die Witterung wieder günstig um; es wurde nach Eintritt der Dunkelheit auf dem Festplatze durch einen Frankfurter Herrn ein hübsches Brillant-Feuerwerk abgebrannt, unb blieben viele Festtheilnehmer beim Scheine der mittel» einer durch die Hanauer elektrotechnische Fabrik hergestellten Acethleo-GaS« Werkanlage bewerkstelligten Beleuchtung in den WirthschaftS- zelten bi» zur späten Stunde vergnügt zusammen. Heute Nachmittag fand im „GambriuuS" eine Schlußfeier mit Concert statt. R. Rodenbach i. W., 26. Juni. Die Kir scheuernte hat bei nn» begonnen. Unsere Rodenbacher Kirschen find weit und breit berühmt, wir haben fast jede» Jahr befriedigende Erträge, doch dieses Jahr ist e» ein Neid- und Glück»- jahr d. h. manche Bäume haben fast nicht», während andere geschüttet voll hängen. Im Kletuverkauf kostet da» Pfund 20 Pfg., in größeren Mengen zahlt man 16 Mk. für den Gentner. Die Kirschen gehen in den Vogelsberg, nach Frankfurt, Gelnhausen und in die Wetterau. Die Früchte find recht schön ausgebildet, haben aber mehr Wasser und da» feine Aroma fehlt zum Theil, man findet den Mangel an Sonnenschein wohl heraus. Die Ernte der Spätkirschen, die sich besonder» zum Einmachen eignen, kann in etwa zwei Wochen erwartet werden. B. Büdingen, 26. Juni. Außer dem früheren Zuschuß erhielt die hiesige landwirthschastliche Winterschule den weiteren namhaften Beitrag von 900 Mark au» der Haupt« staatSkasse. Kastel, 25. Juni. Gestern gelang es der GenSdarmerie, ein Kümmelblättchen ausfindig zu machen und zu verhaften; die Gesellschaft bestand auS drei Personen, welche hier unter vollständig falschen Namen Wohnung bezogen hatten; bei der Verhaftung gelang eS einem der Gesellschaft, zu entspringen, doch dürste auch dieser seiner Verhaftung nicht Feuilleton. Der WM des deutschen Geschichtsromaus. Sin Gedenkblatt zu WUtbald Alexi»' 100. Geburtstage am 29. Juni 1898. Von Max Rupprecht. (Nachdruck verboten.) „Walladmor", ein neuer Roman von Walter Scott, zog firn Jahre 1824 in den Berliner Buchläden die «nfmerk- lamkeit weiter Kreise auf sich. Der Einsiedler von AbbotS- fsord fiand damals im Zenith seines Ruhme», kein Wunder also, daß männtglich über da» jüngste Product seiner Muse ßerfiel und eS mit dem ganzen Wohlgefallen verschlang, mit welchem auch die deutsche Lesewelt die Geistesspenden de» ßtzottischen Schriftsteller» zu genießen pflegte. Und man war richt enttäuscht: der neue Roman war de» bewährten Ruhmes Seine» Verfasser» würdig. Interessant im Stoff, fesselnd in Itr Darstellung, zeigte er alle charakteristischen Schönheiten ter Scott'schen Schilderung, so daß man ihn ohne Zögern ten besten Werken de» Meister» an die Seite stellte. Wie »roß aber war das Erstaunen de» Publikum», al» man ssMer erfuhr, der allgemein bewunderte Roman sei gar keine Schöpfung Walter Scotts, sondern vielmehr da» Product eine» jungen deutschen Schriftsteller», der, angeregt durch die Nomaue de» englischen Autor», da» Vorbild derselben zur Schaltung eine» eigenen Stoffes mir ebenso viel Geschick DU Erfolg nachgeahmt hatte. Die kecke Mhstificativn er- reichte vollkommen ihren Zweck. Der Roman de» unbekannten Kutschen Jüngling» wäre unbeachtet geblieben, während der- jmige Walter ScottS die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich Unttc. Der Zweck heiligte daS Mittel/ und der Erfolg wiederum, wie in so vielen Fällen, so auch hier, den Zweck. Eine Pfuscherei hätte den Namen de» jungen Manne» mit ewiger Schmach bedeckt, die gelungene Imitation verzieh man ihm nicht nur, sondern erh elt ihm auch für die Folge die Sympathien, welche sein Erstlingswerk ihm erworben hatte. „Walladmor" wurde in mehrere Sprachen, sogar in das Englische übersetzt, dem er angeblich entnommen war. Wer aber war nun der Verfasser? Niemand al» unser Wtltbald Alexi», oder, wie er mit seinem eigentlichen Namen hieß, Georg Wilhelm Heinrich Haeriug, der Abkömmling einer bretonischen Smigranteofamilie. „Wtltbald Alexis", da» Pseudonym, unter dem er seine späteren Sachen erscheinen ließ, war die Latetnifiruog seine» Namen», der ursprünglich Harenc lautete, woraus nach der Ueberfiedelnng nach Deutschland Haering gemacht wurde. Da nun Haering im Lateinischen alec heißt, so führte der junge Haering in seiner Studentenverbindung den Scherznamen Alexi», und diese» Pseudonym behielt er auch für seine schriftstellerischen Veröffentlichungen bei. — Unser Dichter erblickte am 29. Juni 1798 zu Breslau da» Licht der Welt, seine Eltern fiedelten jedoch bald nach Berlin über, wo er die dortigen höheren Lehranstalten besuchte. Der Ruf de» Vaterlandes rief auch den damals erst 17jährigen Jüngling zu den Waffen; als Freiwilliger zog er 1815 mit nach Frankreich und nahm an der Belagerung der Ardennenfestungen Theil. Nach feiner Rückkehr widmete er sich an den Universitäten zu Berlin und Breslau dem Studium der Jurisprudenz, nach dessen Beendigung er die SraatScarrisre einzuschlagen beschloß. Doch schon als Kammer« gerichtSrefereudar trug seine Neigung zum Schriftstellerberuf den Sieg davon, er entsagte allen künftigen Würden und Ehren und schlug die dornenvolle Laufbahn eine» deutschen Schriftstellers ein, die ihm allerdings, früher al» manchem mitstrebenden Zeitgenossen, erfreuliche und verdiente Erfolge brachte. An sich war die Zeitlage einem Talente wie dem feinigen nicht allzu günstig. Auf dem deutschen Parnaß herrschte da» junge Deutschland und beherrschte, wie tn der Gegenwart daS jüngste Deutschland, mit seinen socialen Problemen seine Zeit. Talent und Neigung verwiesen den jungen Haering indessen mehr auf die breite epische Darstellung im Genre seine» Vorbildes Walter Scott; er war kein himmelstürmender Poet, der seine Ideale in begeisterten Dithyramben zum hinreißenden Ausdruck bringt, sondern ein behaglicher Kleinmaler von practisch-bürgerlicher Denkart, dem eS zwar durchaus nicht an politischem Idealismus fehlte, der sich aber von feinen edlen Zielen nicht zur Ueberschwänglichkeit hiuretßen ließ, sondern ihre Erfüllung auf dem Wege ruhiger Thätig- feit erstrebte. Mit seinem zweiten Roman, „Schloß Avalon", stand er noch ganz im Banne deS schottischen Nationalbarden; nun begann er, sich der Ausgestaltung seiner eigenen Idee zuzuweuden. WaS der große Schotte seiner Heimath jenseits des Ozean» geworden war, das wollte er für Deutschland werden: der Erzähler seiner Geschichte, der Berherrlicher seiner Helden, der Sänger seiner Landschaften, der Chronist feiner glorreichen Thateu! Auch wir, dachte er, haben eine Vorzeit, die, reich au Kämpfen, unß nicht weniger interessant dünkt als die Vorzeit der Schotten, und ihre Geschichte liegt dem deutschen Publikum näher, sie muß ihm theurer fein; ihre Kenntniß stärkt und festigt in ihm den nationalen Gedanken und webt da» festeste der Bande, die Liebe zum Vaterland! So entstand sein „CabaniS" (erschienen 1832), ein treue» Cnltur- und Sittenbild der glorreichen Zett Friedrich» de» Großen, erfüllt von warmer nationaler Gesinnung und dem Zauber sch icht bürgerlichen Leben», wie eS uns in FrehtagS „Soll und Haben" so anmuthsvoll eutgegentritt. Alle Verhältnisse der fridcriciantschen Zeit sanden ihre Rolle darin, der Leser wird sowohl hinauSgeführt in den Pulverdampf der Schlachten als hinein in die Bürgerhäuser der Hauptstadt. * Wie läßt sich der Heizverth der Steinkohle« erhöhe»? Viel mehr »och al» im Haushalte, wo es sich nur um einen verhältnißmäßig kleinen Consum handelt, kommt bei einer großen Fabrikanlage die Frage nach der möglichst vollständigen Ausnutzung der Steinkohlen in Betracht. Man hat daher neben der Verbesserung der FeuerungSan- lagen, selbst auch versucht, durch bestimmte Zusätze oder auch durch die Form der Kohlen dahin zu wirken, daß ein recht hoher Holzwerth erzielt wird. Bei einigen Kohlensorteu hat man eS nun mit Erfolg versucht, durch Anfeuchten derselben den gewünschten Effect zu erreichen. Theoretisch ist das Begießen der Kohlen mit Waffer unzweckmäßig, weil bei der Verbrennung der naffen Kohlen ein bestimmtes Wärmequantum für die Verdampfung desselben verbraucht wird, also voll' ständig für die Heizung verloren geht. Thatsächlich ist aber der Heizeffect bet genäßten Kohlen ein bedeutend besserer, wenn nur ein genügend starker Zug vorhanden ist, und die Menge der zugeführten Luft im richtigen Verhältniß steht. Namentlich wenn es fich um die Verfeuerung sogenannter „magerer6, also mittelmäßiger Kohle» handelt, ist das An- seuchte» von hohem Werth, weil dadurch daS specifische Gewicht derselben erhöht wird und ein Zusammenbacken der Kohlen im Feuer eintritt, sodaß ein ähnliches Verhalten wie bet der Verbrennung von Steinkohlen erzielt wird. Bet jeder Heizanlage ist die möglichst vollständige Verbrennung des Heiz Materials anzustreben, denn je vollständiger die Verbrennung ftatt» findet, um so größer ist der erzielte Heizeffect. Daß unsere heutigen FenerungSanlagen aber in keiner Weise auch nur annähernd daS Brennmaterial vollständig auSnützen, wird am Besten durch den starken Rauch bewiesen, der unseren Scborn- steinen entströmt, und der nicht» anderes ist, als unter» brannte Kohle. * Marine. Nach einer Bekanntmachung des ReichS- marineamts find die einzelnen Stücke der neuen, für daS MarineJnfanterie-Batnillon in Ktautschou versuchsweise einzusührenden Tropenuniform von solgender Beschaffenheit: a) Rock. Ungefütterter Rock von gelbem Chacahdrell mit Umlegekragen von demselben Stoff, der durch Haken und Oese» geschloffen wiro. Glatter, jacketart-ger Schnitt bis über das Gesäß hinreichend, mit ausgearbeiteter Taille, hinten mit einem 10 Gentimenter langen Schlitz. Aermel ohne Aufschläge. Zwei aufgenähte Seitentaschen, welche durch je eine eckig geschnittene Klappe und einen glatte», kleinen Britanniakoopf geschloffen werde». Auf de» Schulter» je eine Schlaufe und ein Britannia-Nummerknopf zur Anbringung der Schulterklappen. Schulterklappen wie beim Waffenrock der Marine-Infanterie, jedoch mit der BataillonSnummer III und mit Futter von Chacahdrell, sowie mit einer Vorrichtung zum Abnehmen »ersehen. Vorn herunter in einer Reihe sechs glatte Britanniaknöpse. Hinten zwei Britanniataille»* hake» zum Tragen de» Leibriemen». Die Knöpfe find sämmt- lich zum Eiuschäkel» mittelst Springriugen eingerichtet. Die Abzeichen der Feldwebel und Unteroffiziere bestehen au» weißer, schwarz und roth gestreifter, baumwollener Borde, welche ringsum auf dem Rande des Kragens angebracht ist. Die Auszeichnungsknöpfe für Feldwebel, Sergeanten und Gefreite von Britanniametall find in den Kragenecke» angebracht. b) Hose. Von gelbem Chacahdrell nach dem Schnitt der Arbeitshose der Marine-Infanterie. Abnehmbare Schnalle von weißem Metall, c) Tropenhelm. Helm mit Vorder- und Hinterschirm au» weißem Gummistoff. Decoration ähn* lich wie am Tschako, jedoch aus Neufilber und in kleinerer Form, darunter die schwarzweißrothe Cocarde von lackirtem Blech. Höhe de» Helmkopfes 11,55 Gentimeter, größte Länge des Borderschtrme« 8 Gentimeter, des Hinterschirme» 10 Gentb Meter. Im Helmkopf oben eine metallene BentilationSschraube mit breitem, stoffbezogenem Kopf, unten ein VentilatwnSkreuz au« Steifleinen mit Schweißleder. Braunlederner Sturmriemen mit Zugschnalle und zwei Befestigungs'ingen. e Die Herkunft der HnuSthiere. Man ist bisher gewöhnt, die meisten unserer Hausthiere als au« Asien nach Europa eingewandert zu betrachten. Dieser allgemeinen Ansicht tritt jetzt der bekannte Zoologe G. Keller in den Archives des Sciences physiques et naturelles entgegen, indem er behauptet, daß gewisse Thierraffe» nicht au» Asien, sondern vielmehr au» Afrika zu uns herübergekommen seien. Da« soll zum Beispiel bei einzelnen Raff.n deS Hunde» der Fall sein. Scho» zur Steinzeit kam der Hund in Europa al» Begleiter de» Menschen vor, wenn auch nur i» einer Form, dem Torfhuude, al» dessen Abarten späterhin die Dachs- und Wachtelhunde, sowie die Sp'tze und P.nscher auf traten. Der Ursprung dieser Rasse läßt sich nicht mit Sicherheit angeben. Zur Broncezeit finden wir bann einen zweiten größeren Hund vor, von dem unter anderen auch unsere heurigen Bernhardinerhunde abstammeu. Daß diese Rasse ihre» Ursprung in Mitrelafien hat, ist kaum zu bezweifeln- dagegen | find unsere heutigen Windhunde ganz entschieden au» Asrcka »ach Europa gekommen. Scho» vor viertausend Jahren bediente man fich in Egypten zur Antilopenjagd einer Art von Windhunden, und bte Abbildungen von Jagdicene», die wir auf den alten eghptischeu Baudenkmälern finde», zeige» uni, daß dieser Hund eine große Aehnlichkeit mit dem heutigen russischen BarzoiS und den schottischen Windhunde» hatte. Die Egypter haben ihre Jagdhunde au» Gentralafrila und vom oberen NU her eingefühtt, wo man auch noch heute einige Spielarten antrifft. Der europäische zahme Esel soll ebenfalls aus Afrika stammen. Zwar ist der wilde Esel Mittelasien«, der Kiang ober Kulan, in vorgeschichtlicher Zeit auch in Europa heimisch gewesen, boch läßt e» fich kau« arnehmen, baß unser HauSesel von btefem abstammt. Man kann eß vielmehr al» sicher betrachten, baß bet europäische Asinus domesticus eine Abart bes afrikanischen Steppen, esels ist, ber fich in allen Steppenländern östlich vom Nil, namentlidb am Flusse Atbara und in den Barkaebeuen vor- findet. Wa» die Herkunft des Rindes anbelangt, so kann man annehmen, daß die verschiedenen europäischen Mafien Kreuzungen zweier ehemaliger Stammformen sind, deS Los primigenius und de» Bos brachyceros. von letzterem be- hauptet nun ber erwähnte Zoologe, daß er au» Afrika noch den Ländern Südeuropas herübergekommen fei. In der That weist auch da« afrikanische Rind, Bos africanus, viele Sehnlichkeiten mit Bos brachyceros auf, auch finden wir in Egypten Abbildungen von Kühen, die den heutigen Kühen unserer Alpe» sehr ähnlich sehen. Ein weiterer Beweis do. für, daß die alten Psahlbaubewohner der Schweiz ihre Rinder, rasse au» Nordaftika erhalten haben, ist kürzlich gefunden worden- in einem Pfahlbau fand'man einen vollständig er haltenen Rinderschädel, der weder Hörner besaß, noch die entsprechenden Knochenzapfen aufwieS. Eine solche Raffe gab es aber früher in Egypte», wie zahlreiche Abbildungen beweisen. Daß Asrika die Heimath unserer Hauskatze ist, steht jedenfalls zweifellos fest, und zwar ist sie al« eine Abart der Falbkatze zu betrachten, die in Oft- und Jnnerafrcka vorkommt. Die Falbkatze wurde von den alten Eghptern gezüchtet und galt dort bekanntlich al« das heiligste Thier. Wer eine Katze töbtete, wurde unerbittlich mit dem Tode bestraft. Die Göttin Bast, der die Katze heilig war, wurde mit einem Katzenkopf abgebildet, und in der nach ihr benannten Stadt Bubastis wurden alle tobten Katze» nach sorgfältiger Einbalsamirung beigesetzt. * Si» plastisches Schlachteobild ist gegenwärtig im großen Saale des Wiener Milüärcafino» zu sehe». ES stellt eite der blutigste» und bedeutendsten Schlachten de» deutsch fron- zöfischen Kriege-, die Schlacht von Saint-Privat (Gravelotte) in ihrem großartigsten Augenblick, in der achten Abendstunde de» 18. August 1870, bar, in dem bie preußischen Garden und die Sachsen in einem umfassenden und wuchtigen Stoße nach manchen Schwankungen des Schlachtenglücke» die Entscheidung brachten. Die Schöpfer dieser Darstellung, R tt- meister Georg Frhr. ». Kometer zu Dübeln von den Erz- Herzog Albrecht-Dragonern Nr. 9 unb Oberlieutenant Greger des militär-geographischen Institut», haben da» Gelände der Schlacht genau nach der Wirklichkeit hergestellt und Tanseode von Soldatenfiguren, Geschützen, Pulverkarren, Trainsuhr- werken, in peinlicher Genauigkeit den Vorbildern nachgeahmt, gießen lassen. Man sieht ganz genau, wie fich die preußisch- sächfischen Schützenkette» immer dichter an die Franzoitn heranschieben- in dem Orte Saint-Privat de la Montagne aber, dessen rothe Dächer weithin sichtbar find, ballen sich bereit» preußische Garden und Franzosen iw furchtbaren Nahkampfe zusammen. Wirkungsvoll zeigt fich der Anmarjch der sächfischen Bataillone und der Gardereiter unter dem entgehen. Die Berhafteie» wurden auch von anderwärts verfolgt.__________________________________________________ Vermischtes. • An8 Baden, 26. Juni. In Wallburg, Amt Ettenheim, wurde der zwölfjährige Knabe des Müller» Wehbach vom Blitz erschlagen. Der Knabe saß auf einem Heu- wagen, in den der Blitz schlug, ohne zu zünden. • DaS »»glück bei« Stapellauf der „Albion". Noch niemals hatte der Stapellauf eines so großen Schiffe» auf den Themsewerken stattgefunden, wie dasjenige de» Panzerschlachtschiffe» „Albion6, eine» Schwesterschiffe« de» „Canopu«" von 390 engl. Fuß Länge, 74 Fuß Breite und 13000 t Wasserverdrängung. Der Bau diese» GoloffrS hatte im Ganzen 15 Monat in Anspruch genommen. Eine ungeheure Menschenmenge war seit früher Morgenstunde auf de» Beine», um einen guten und sichere» Ausblick auf de» imposante» Vorgang zu gewinnen. Die Direction der Thame» Jronwork» und Shipbuilding Gompany, auf deren Werft in Backwall ber Stapellauf vor fich ging, hatte ihre Vorsicht«* maßregeln getroffen, ba e» genau zu berechnen ist, welch eine Waffermenge ein bestimmter Schiffskörper in einem bestimmten Fahrwasser beim Ablauf an» Ufer treibt. Auch hatten fich schon ähnliche UnglückSfälle wie ber gegenwärtige ereignet, n. A. beim Stapellauf der „Daphne" in Clyde, Juli 1883, wo 124 Menschenleben verloren gingen. Die Punkte, welche die aufgetriebene Welle beim Abläufen de» Panzercoloffe» voraussichtlich berühren würde, waren der Polizei von der Direction vorher bezeichnet worden. Trotzdem war e» den Polizeimannschaften nicht möglich gewesen, die herandrängende, quecksilbergleich in jede» freien Winkel strömende Menge von einem dicht daneben belegenen Baugerüst der Themsewerke fernzu- halten, da» ein im Entstehen begriffene» japanische» Kriegsschiff umgab. Nun war unglücklicher Weise die gerade herrschende Fluth noch besonders hochgestiegen. Die zurück- strömende Welle erhob sich nach späteren Berechnungen etwa toter Fuß über den ohnehin hohen Wafferstand, überflutete da» Baugerüst des japanischen Schiffe» und riß fast alle darauf befindlichen Personen — etwa zweihundert an ber Zahl — in ba» Themsebett hinunter. DaS Gerüst war sehr leicht und gebrechlich gebaut, und viele kräftige Männer, die fich an seine Stützen klammerten, wurden mit diesen zusammen hinabgeschwemmt. Im Waffer begann ein Kampf auf Leben und Tod. Din junger Mann, ber glücklich ans Laub geschwommen war, sprang fünf Mal wieder zurück, um ber» sinkende Frauen und Kinder zu retten. Mr. I. Hilling, ein Beamter der Great Tastern Railway Compagnie, hatte eine fremde Frau und ihr Baby in seine Arme gepackt und suchte mtt dieser Last den Strand zu gewinnen, wäre aber doch fast ertrunken, da eine weitere Frau sich an seine» Nacken klammerte. Nur seine große Körperkrast und seine Fertigkeit im Schwimme» befähigte ihn, außer seinem eigenen Leben die drei anderen in Sicherheit zu bringen. Einige Personen waren in da» Holzwerk des Baugerüstes hinein- geschleudert morde» und wurden dort zwischen den Pfosten und Bohlen umhergetrieben, bis die zurückflutheuden Woge» sie mit blutende» Köpfen und gebrochene» Gliedmaße» liegen keße». Die Untersuchung, ob bestimmte Persönlichkeiten für de» entsetzliche» Umfang der Katastrophe verantwortlich zu machen find, ist im Gang. • Jubelfeier einer deutschen Stadt in Amerika. Reading, bie schöne Hauptstadt von Berk» County in Pennsylvanien, deren Bevölkerung zum größten Thell au» Deutschen besteht, hat am 7. Juni bie Feier be» 150. Gedenktages seiner Gründung durch einen großartige» Umzug und durch andere Festlichkeiten in imposanter Weise begangen. Reading wurde im Jahre 1748 von Thomas und Richard Penn angelegt. Die Bevölkerung bestand von jeher hauptsächlich au» Deutschen, die aus Württemberg und der Pfalz einwanderten. Die Deutschen prägten dem Platz feinen entscheidenden Charakter in Gewohnheiten und Sprache ans und noch jetzt wird »ie deutsche Sprache al» pennsylvanisch deutscher Dialekt viel benutzt. Reading zählt nicht weniger als 27 bi» 30 deutsche Logen und Vereine. Unter den in der Stadt erscheinenden deutschen Blättern befindet fich der „Adler", eines der ältesten Blätter ber Vereinigten Staaten. Damit hatte der Verfasser den erste» kühne» Versuch unternommen auf dem Gebiete, auf dem er bald so Schöne» und Mustergültige» leiste» sollte. Er hatte zum ersten Male einen vaterländischen GeschichtSroma» geschaffen, wie ihn die Franzosen und Engländer längst besaßen. Leider entsprach der Erfolg nicht sogleich den Erwartungen deS Verfassers. Die Lesewelt stand zunächst dem Unternehmen kalt und fremd gegenüber, sodaß fich Wilibald Alex!» entmutigt zuvörderst anderen Aufgaben zuwandte. Er klagte fich selbst bitter an, daß er seine Zeit nicht verstehe, und gab fich Mühe, ihren Spuren zu folgen. Seine lyrische» Gedichte, seine Bühnen- spiele und Novellen find treffliche Arbeiten, die indessen keine dauernde Bedeutung erlangen konnten, dagegen gehören die unter dem jungdentschen Einflüsse auSgesührten Romane: „DaS Haus Düsterweg" (Leipzig 1835) und „Zwölf Nächte" (Berlin 1838) zu feinen geringwerthigsten Schöpfungen. Die Kraft und Unerbittlichkeit bet Polemik mangelte ihm. ®o blieb ihm, nachdem er diese Erkenntniß erlangt, nicht» übrig, als fich dem vaterländischen Roman wieder zuzuwende». Er wählte zum Glück seine weiteren Stoffe aus einer ferner liegenden Zeit, wodurch bas Interesse be» Publikum» in höherem Maße gefesselt wurde. „Der Roland von Berlin", „Der falsche Waldemar", „Die Hosen de» Herrn von Bredow", „Der Wärwols", „HanS Jürgen und Hans Jochem" waren seine nächsten und zugleich besten Erzeugnisse ans diesem Ge- biete, Romane, welche man al« deutsch-bürgerliche im edelsten Sinne des Worte« und zum Theil den Frthtag'schen Schöps- nage» wohl an die Seite stellen dars. „Die Städte und Dörfer ber Mark", rühmt ein Literarhistoriker von ihm, „ihre weite», son»eubeschie»ene» Haibe», ihre bunflen Kiefern- Wälder, ihre stillen, schilfbewachsenen Seen weiß er nn« mit allen characteristischen Elgenthümlichkeiten und Einzelheiten so plastisch vor Augen zu führen, daß un« bei der Lectüre oft ist, al« wanderten wir selbst über da» weite, mit Erika überwucherte Blachfeld, umsummt von emsigen Bienen, ober schritten wir selbst durch den Walb, umweht von dem srisch- kräftigen Dufte be« Kiefernharzes." Erst jetzt, nachdem biese Romane großen unb wohlverdienten Beifall gesunden, wagte e« Alexi«, wieder neueren Stoffen fich zuzuwenden, in denen er den Anhängern ber beutsch-nalionalen Idee, welchen ba« Jahr 1848 eine so schwere Enttäuschung gebracht, wieber Muth einzuflößen gebuchte. Darum behandelte er in den Romanen „Ruhe ist die erste Bürgerpflicht" und „Isegrim" (Berlin 1852 und 1854) Deutschland« tiefste Erniedrigung unb nationale Erhebung und entw cf eite Gedanken in ihnen, durch welche er sich nicht zu unterschätzende Verdienste um bie Entwickelung des deutsch nationalen Werke« erworben hat. Allerdiqg« hafteten seinen Romanen hie und da einige Mängel im äußeren Aufbau an, auch geht bte Breite der Darstellung oft zu weit, al« baß der veränderte Geschmack unserer Zeit »och unbedingte« Wohlgefallen an ihnen finden sollte, trotzdem besitzt Haering, dank ber Schönheit unb Treue seiner Sitten- unb Naturschilberung, ber Schärfe seiner Charakteristik, ber aufgeklärten Tendenz seiner Darstellung, noch eine zahlreiche, ihm mit warmer Verehrung anhängende Gemeinde, bie seine Romane ebenso wie eine gerechte unb objektive Kritik, die fich von ber Beeinflussung ber Mode freizuhaltew weiß, zu den besten und edelsten deutschen Schaffen« zählt. Außer seiner literarische» hatte Alexi» auch eine eifrige | redaktionelle Thätigkeit entwickelt, indem er baß „Berliner । Conversationßblatt" redigirte. Auch an Specnlatioaen be* theiligte er fich, wenn auch nicht immer mit Glück. To verdankt ihm da« nach ihm benannte Heringsdorf seine 6nt» stehung. Auch „Der Neue Pitaval", die bekannte Sammlung interessanter Criminalfälle, rief er laß Leben, die noch Immer al» ba« beste Wert ihrer Art gilt. Im Iahe« 1857 sand zum großen Schmerze seiner Anhänger und Verehrer sein fruchtbare« Schaffen für immer ein Tode, ein Gehirnschlag verwandelte den rüstig arbeitenden Manu mit einem Male in einen unheilbaren Kranken, deffin Geist niemals wieder Blüthen treiben konnte. Die Hoffnung, in einer anderen Umgebung, in der gewürzreichen, belebenden Lust der Thüringer Berge, wieder zu gesunden, trieb ihn 1859 noch Arnstadt, wo er noch 12 Jahre q lalvollen Siech'dnm« Hw- brachte. Dort starb er am 16. Decernbrr 1871, in oem Jahre der Wiedererstehunq Deutschland«, dem Jahre der Erfüllung de« nationalen Sehnen«, an dessen Entwickelung, Belebung und Erhaltung er so treu und eifrig mitgearbtitet hatte. Seine Nachfolger, die seine Schöpfung, den Datei* ländlichen Roman, fich zu eigen machten, haben ihn nicht erreicht, sodaß sein Tod auch eine literarische Lücke gerissen hat. DaS deutsche Volk wird ihn — ob auch ZeÜ, Geschmack und Richtung wechseln — immer ehren al« einen echten deutschen Manu und einen seiner beste» Erzähler, dem el nicht nur fesselnde Unterhaltung, sondern auch politische und sittliche Anregung verdankt. M btt Mj cnluiWt, 8„.. “ bin DmMitn » !?“ nMoit, |, t “" -°ns»Au “nfomti tri, bfcj rwrofi. Ißoa lktzlaa ü f- taB « aal W°:::' trgtlcnmen |el. ü. Bos africanus, ti; 06 out out finbka ehe - Ml kw bkliNgu LK »tihrti Btwtil!; e&* ’ 1 ‘«4 «Ut S * «■ &Ä '"■ t :tn 0D4 W$H* : M'"K 11 »Wtft. T“’ «B2Ä Ä>*55 2**° 8-bte ’ ... .® M Do* K »8"16 b« * <: «ber 8-hlvetz ihre *a, ist kürzlich gefuh ■U ttetn vollWz c^ i Hörner besah, not K lts- -we 'alche Rassist zrhlniche Äbbllban|tc h st) unserer hauikap r t }»»L mt-B.iB« de lo W i atw W **■ »voll )fBt st« wj; tfr Sartttttttr M , «l» ° b-1-^ 114 “ t> t! twen ’a, (BJ( p 11-, bi. «i® K Miet 23 •• z *■ ik 1:6 «1811'”;«- > tic1 >» * *• '5- ><«. »in - Tchutze der feuernden Batterien, ebenso deutlich aber steht wan auf der von allen Seiten eingeengten Stellung der Franzosen die beginnende Flucht der Rothhosen. In einer gewaltigen rothen Reitermaffe entdeckt man mit dem Opernglas genau die preußischen Leibgarde-Husaren in ihrer Reservestellung. So bietet diese meisterhaft mit voller Sachkenutniß gearbeitete Schlachtendarstellung ein überaus lebensvolles und getreues Bild des blutigsten Kampfes der neueren Kriegsgeschichte. * öaB Kiaotschou. Daß die Sachsen doch recht haben, wenn sie behaupten „Helle" zu sein, beweist der au» Nteder- gräfenhain gebürtige Bruno Berger, der da» erste Hotel in Kiaotschou begründet hat. Der unternehmende Mann bat in Leipzig al» Mefferputzer und Lausbursche seine Laufbahn begonnen. Später trat er als Kelluerlehrling ein, wurde Stewart auf einem Amerikadampfer und fuhr 1893 nach Japan. Dort erhielt er eine Stelle als Geschäftsführer im Club „Concordia" zu Kobe und verheirathete fich. Im März fiedelte Berger mit seiner Frau nach Kiaotschou über und eröffnete schon zu Ostern das ueuerbaute Straudhotel ^Tfiutaufort", da» erste im jungen deutschen Schutzgebiete. E» ist so gut besucht, daß der Raum fehlt, alle Fremden unterzubrtngen. * Ueber den Gefnudheitßzvstaud der Stadt Manila, die gegenwärtig wiederum im Mittelpunkt de» allgemeinen In- tereffe» steht, hat der dortige französische Consul an das Auswärtige Amt in P irf# berichtet. Nach der behördlichen Statistik ist Manila eine der ungesundesten Städte im fernen Osten. Die offenen Canäle, die die Stadt durchziehen, nehmen allen Unrath auf und dienen zu seiner Fortschaffung. Die Stadt zählt gegenwärtig 196 769 ständige Einwohner, ungerechnet etwa 2000 Personen, die fich vorübergehend auf- halten, und 45 000 Chinesen. Die ungesundesten Stadtviertel sind die von Malata, San Miguel, Paco und die sogenannte Erwita- diese find wahre Herde von Cholera-Epidemien. Das Berhältoiß der Todesfälle war 1896 durchschnittlich 3 bis 4pCt. (in deutschen Städten gilt 2,5 pCt. als sehr bedenklich hoch)- man fürchtet aber, daß fich gegenwärtig diese Ziffer bis auf 6 oder gar 7pCt. belauft. Diese enorme Steigerung der Sterblichkeit ist eine Folge des größeren ZudrangeS von Menschen, des Mangel» an frischen Gemüsen und der Thenernng der Lebensmittel Überhaupt. CHeraiur uub Kunft. — Katechismus der Bierbrauerei von M. Kranbauer. Mit 42 Abbildungen. In Ortginatteinenband 4 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Vorliegendes Buch giebt dem Prac- ttker Ausschluß, wie und warum die einzelnen Operationen bei der Bierfabrikation autgeführt werden müssen, um nach jeder Richtung ein befriedigendes Resultat zu erzielen. Anderseits bietet der Autor, Professor an der weithin berühmten königlich bayrischen Akademie für Landwirthschaft und Brauerei in Weihenstephan, auch dem die Brauerei Studirendrn das Wichtigste der wissenschaftlichen Forschungen, sodaß derselbe den Vorträgen auf einer Brauerschule leichter zu folgen vermag. 42 Abbildungen erläutern die klar und anregend geschriebenen Kapitel über Rohmaterialien, Malzberettung, Brauprozeß und Gährung. Den Abschnitt über das fertige B er, deff.u Fehler und Krankheiten wird auch jeder Restaurateur und Bier- consument mit Nutzen lesen. Ebenso bat das Schlußkapitel über die Besteuerung der Bterfabrikation in Europa und Nordamerika für weitere Kreise Jntereffe. Universttäts - richten. Jena, 24. Juni. AuS Anlaß höchst seines 80. Geburtstages haben Se. Kgt. Hoheit der Großherzog im Einvernehmm mit den Herzog!. Sächsischen Regierungen iolgende Auszeichnungen an Professoren und Beamte der Universität zu verleiben die gnädigste Entschließung gefaßt: Dem Geh. Kircheneath Dr. Seyerlen das Ritterkreuz 1. Adth. des Großh. Hausordens der Wachsamkeit oder vom weißen Falken, dem Professor Dr. Loentng den Titel ^Geheimer Justizrath", dem Honorar-Professor Dr. Kniep das Ritterkreuz 1. Abth., dem Geb. Hofrath Dr. Schultze den Titel „Geheimer Rath", dem Hokrath Professor Dr. Gaertner den Titel ^Geheimer Hofrath", dem Hofrath Professor Dr. Fürbringer den Titel „Geheimer Hofrath", dem Honorar-Professor Geh. Medicival-Rath Dr. Seidel das Ritterkreuz 1. Abth., dem Honorar-Professor Dr. v. Bardeleben den Titel „Hofrath", dem Geheimen Hofrath Dr. Eucken das Comthurkreuz 2 Klasse, dem Geheimen Hofratb Dr. Thomas das Ritterkreuz 1. Abth.. dem Geheimen Hofrath Dr. Liebmann das Ritterkreuz 1. Abth., dem Prof. Dr. Pierstorff das Ritterkreuz 1. Abth., dem Professor Dr. Winkelmann den Titel „Geheimer Hofrath", und dem Curatels cretär Flegel den Titel „Kanzleirath". — Der Psychophystologe Dr. Eugen Dreher in Berlin, früher Privatdocent an der Universität Halle, der sich als Forscher und Schriftsteller auf philosophischem und naturwissenschaftlichem Gebiete über Deutschland hinaus einen geachteten Namen erworben hat, ist von der deutsch-amerikanischen Universität in Chicago als Profissor der Philosophie berufen worden. Städttscher Arbeitsnachweis Gießen Garteustraste 2. Angebot der Arbeitnehmer r 2 jüng. Buchbinder, 1 Küfer, 1 Maschinenoder Fahrradschlosser, 1 Schuhmacher, 1 Bauschreiner, 1 Hausbursche. 2 Taglöhner für leichtere Arbeit, 1 Lauffrau, 1 Taglöhnerin, 1 Comptorist für Correspondenz, Buchführung bezw. Beischreiben von Büchern. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Drechsler, 2 Eisendreher, 1 Krankenwärter, 1 Installateur, 2—3 Gerber, 1 Anstreicher, 2 Bauschlosser, 2 Feuer- bezw. Hufschmiede, 4 Schuhmacher, 1 Schneider, 2 Bau- bezw. Möbelschreiner, 2 Handlanger, 2 landwirthsch. Arbeiter, 2 Taglöhner, 16 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 2 Kindermädchen. Lehrlinge: 3 Bäcker, 2 Barbiere, 2 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Drucker, 2 Glaser, 1 Kupferschmied, 3 Lackirer, 1 Sattler, 1 Schmied, 2 Schneider, 2 Schreiner, 2 Schriftsetzer, 4 Schuhmacher, 1 Spengler, 1 Wagner. SrknniitiiiÄigen Vergebung von Streu und Futter. Die für die Riudvieh-Aus- ftellnng in Gießen am 16. und 17. Juli erforderliche Streu- und Futtermenge und zwar: a. 100 Centner Stroh, b. 100 Centner Heu in Büscheln zu 10 Pfund gebund.n, c. 20 Centner Kleie 6310 sollen im Submi'sionswege vergeben werden und sind Angebote hierauf bis Dl>«Nkrstag den 30. Inni I. Is., Vormittags 11 Uhr, Lei Großh. Kreisamt Gießen, woselbst die Lieferungsbedingungen bekannt gegeben werden, abzugeben. Der Kau- und Ktatzausschuß. Die Dampfstraßenwalze arbeitet von heute ab bis emfchl. den 30. d. Mts. in der Gemarkung Dutenhofen. Krofdorf den 27. Juni 1898. 6509 Das Bürgermeister-Amt. In Dorlar ist die Rothlaufseuche an einem verendeten Schwein fest- gestellt worden. Krofdorf, 27. Juni 1898. 6508 Das Bürgermeister Amt. WWKrllMit Donnerstag den 30. Inni Nachmittags 2*/, Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgerickt die zur Coucursmaffe des Gärtners Wilhelm Bernhardt II. in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 19 Nr. 108‘/i — 2891 qm Acker unter dem Weiherchen zwischen der Landstraße und dem Mittelweg (jetzt Gärtnerei), Flur 19 Nr. 112«/m — 354 qm Hofraithe unter dem Weiherchen (Gewächshaus u. dergl. öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 27. Juni 1898. Großh. Ortsgeric.'. Gießen. ____________I. A.: Bogt.________6487 Mittwoch dcn 29. Juni l. Is., Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: Sophas, Commoden, Kleidersckränke, Glasschränke, 1 Waschtisch und ein Nähtisch (beide mit Marmorplatten), 3 Oeldruckbilder, 1 vollständiges Bett, 1 Nähmaschine, 1 Regulator, 1 ov. Tisch, 1 Eisschrank, 2 Hobelbänke, eine Parthie Werkholz, verschiedene Schuhwaaren u. A. m. 3471 Geißler, Gerichtsvollzieher. inififelilimoen Gefrorenes verschiedene Sorten, 5793 in anerkannter Güte, Kaffee- u. Theegebäck stets vorräthig, empfiehlt H. Hettler, Conditorei und Wiener Cafe. Ausschank echt Pilsener und Münchener Bier. Schöner Gartenaufenthalt. Schweizerkäs ächt Ewmenthaler, Edamer fft. Maikäse, Margarine feinste Süßrahm - Creme, per Pfd 60 Pfg., Kaffee roh und gebrannt, per Pfd. 80 Pfg. bis 2 Mk., insbesondere das Pfund zu 1 Mk. (gebrannt) gut und rein schmeckend, empfiehlt 5888 Chr. Wallenfels, 17 Marktplatz 17. 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