M. 99 Erstes Blatt. Freitag den 29. April 1898 Erscheint tägNch mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießcncr AamirikubtLller werden dem Anzeiger wöchentliü) vierma. beigelegt. Gießener Anzeiger Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu ver Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Alle Anzcigen-PermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und Anzeigeblntt füv den Tiveis Gieszen. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchulftraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Kietzen. Fernsprecher Nr. 51. Die Folgen des Krieges. Welche politischen Folgen der zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten entbrannte Krieg haben wird, läßt sich natürlich heute noch nicht einmal annähernd sagen- das kommt ganz darauf an, wer Sieger in dem Kampfe bleiben wird. Aber die finanziellen Folgen lassen sich bereits jetzt bemessen, wenigstens erscheint es angezeigt, dieselben in den Kreis der Betrachtunaen zu ziehen. Man muß dabei unterscheiden, die finanziellen Folgen für die beiden kriegführenden Staaten und für die neutralen Mächte. Mit den finanziellen Verhältnissen Spaniens sieht es bekanntlich jetzt schon sehr trübe aus; das Land kämpft einen Verzweiflungskampf auf Grund eines „Armenscheins". Ob Sieg oder Tod, in jedem Falle droht ihm das Gespenst des Staatsbankrotts. Die Anstrengungen, welche Spanien macht, um die Mittel für die Fortsetzung des Krieges aufzubringen, sind gewaltige und erfordern eine Bethätiqung des Patriotismus, wie er nur selten seines Gleichen findet. Es wäre wirklich zu wünschen, daß den Spaniern wenigstens bald ein Erfolg zu Theil wird, der ihren Muth stählt und ihrem Enthusiasmus neue Nahrung giebt; anderenfalls kann die jetzige Stimmung im Lande nicht lange vorhalten. Anders liegt die Sache bekanntlich in den Verewigten Staaten. Deren Mittel erscheinen schier unerschöpflich, und die Amerikaner können den Kampf um Cuba fortsetzen, bis die Herrschaft Spaniens über die Insel gebrochen sein wird oder bis Spanien zu der Einsicht kommt, daß es doch klüger ist, sich gegen gutes amerikanisches Gold der Colonie zu entäußern, die doch nicht auf die Dauer gehalten werden kann oder die wenigstens den Spaniern nicht mehr diejenigen Vortheile bringt, welche eine Aufrechterhaltung der Herrschaft gerechtfertigt erscheinen ließen. Darin liegt eben das lieber« gewicht, welches Amerika seinem Feinde gegenüber hat, daß ihm genügende Mittel zur Verfügung stehen, um den Krieg in die Länge z e^en zu können. Aber auch den Vereinigten Staaten dürfen, im Falle eines Mißerfolgs der Waffen, große Verluste, die weniger in den gewaltigen Kosten bestehen, welche der Krieg verursacht, als in den Angriffen, die dann auf die Währung und in sonstiger Hinsicht auf den Staatsschatz stattfinden werden, erwachsen. Ergeben sich, falls Amerika größere Kriegsverluste hat, umfangreichere finanzielle Störungen, so beginnt aller Voraussicht nach eine gewaltige Agitation gegen das Münzsystem und auf die StaatSwirthschaft. Stark in Mitleidenschaft gezogen wird durch den Krieg auch das unbetheiligte Ausland. Daß eine Störung im Handelsverkehr eintreten würde, war vorauszusehen, auch wenn die kriegführenden Staaten noch so rücksichtsvoll gegen die Schiffe anderer Mächte vorgehen. Aber schon jetzt machen sich, roietn den beteiligten Kreisen versichert wird, Nachtheile fühlbar, welche nicht ohne Nachwirkungen bleiben durften. Viele amerikanische Käufer, welche regelmäßig Deutschland besuchen, bleiben jetzt in derHeimath- bestellte Waaren werden nicht abgenommen oder wenigstens dre Annahme derselben wird hinausgeschoben. Manche Waare kann m Folge der Blokade einzelner Häfen nicht ihrem Bestimmungsorte zugeführt werden. Unsere Passagierdampfer müssen therls ihre Routen ändern oder auf anderen Strecken die Fahrten ganz einstellen, jedenfalls aber leiden sie stark an Passagiermangel, da Niemand sich den Gefahren, welche jetzt mit einer Reffe über den Ozean verbunden sind, aussetzt, wenn er nicht burt^ aus dazu gezwungen ist. Alle die Nachtheile, welche auch b?n neutralen Staaten aus dem Kriege entstehen, aufzuzahen würde zu weit führen, aber nach dem, was roir ausgeführt haben, muß es einleuchten, daß alle Staaten ein Interesse daran haben, den Krieg nicht in die Länge ziehen zu lassen. (xx) Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betr. den Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die Ausgabe der neuen Radfahrkarten und Nummerplatten i» den nächsten Tagen noch nicht erfolgen kann. Der Termin hierzu wird demnächst veröffentlicht werden. Gießen, den 28. April 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Deutsche* JUid?>tag. 76. Sitzung vom Mittwoch de» 27. April 1898. Tagesordnung: Nachtrag» - Etat (für Stellen- Verwehrungen im Reichsamt de» Innern, für Erhöhung der Postdampfer-Subvention, für zwei neue ständige Mitglieder de» ReichSverficherungSamteS, für Untersuchungen zur Erforschung der Maul- und Klauenseuche, für eine biologische Abtheilung im GesundheitSamie, für Kiautschau re.). Abg. Lieber (Etr.) beantragt die Verweisung an die Budget Commission, weil daselbst die Einzelheiten besser be- ratheu werden könnten. Redner wünscht nähere Angaben über den Vertrag mit Chino und fragt, weßhalb der Nach- tragSetat nicht auch Forderungen enthalte für die Landbrief« träger und Postuuterbramten. Schatzlecretär v. Thielmann bemerkt kurz, e» fei anzunehmen, daß die im Nachtragsetat geforderten acht Millionen durch die Uedrrfchüffe, die für das nächste EtatSjahr zu erwarten feien, würden gedeckt werden. Abg. Richter (frs. Bp ) weist aus die neueren Vorgänge in China hin und zwar aus die dortige Machterweiterung RaßlaadS. Wie die Dinge jetzt liegen, könne jedenfalls der Befestigung der Stellung Deutschland» in Kiautschau nicht widersprochen werden. Ob gerade fünf Millionen für Kiautschau nöthig seien, wüffe dahingestellt bleiben- jedenfalls sei noch eine genügende Begründung zu vermissen. Abg. Paasche (ol.) wünscht gleichsall» Vorlegung möglichst eingehenden Materials über Kiautschau in der Com- wisfion, und bedauert, daß die Postunterbeamten nicht berücksichtigt worden find. Abg. Liebknecht (Boe) erklärt Kiautschau für werth- loS. Wenn man bedenke, wie China gegenüber die Wegnahme Kiautschau» begründet worden sei, während ia Deutschland selbst deutsche Bürger rechtlos seien, so sei ihm ein ähnliches Stück Heuchrlkowödie noch gar nicht vorgekommen. Mir der Fahrt de» Schiffe», aus dem fich Prinz Heinrich befinde, nach China sei Deutschland zum Gespött der ganzen Welt geworden. Die kleine Schweiz habe keine Flotte und sei im Auslände m-hr geachtet, al» Deutschland. (Gelächter.) In Kiel sei lediglich CircuSreclawe gemacht worden bei der Abreffe de» Prinzen Heinrich. (Präsident Frhr. v. Buol bezeichnet diesen Au»druck als ungehörig. Er ruft den Redner dafür zur Ordnung.) Redner fährt fort, Weltpolitik wolle man jetzt treiben, aber besser würde e» sein, ttn Innern eine Politik zu treiben, die nicht, wie die jetzige und wie die von 1848, unsere eigenen Leute zum AuSwandern bring'. Sorgen solle man dasür, daß nicht Deutschland eine Kaserne und ein Zuchthaus bleibe. Solle etwa Deutschland in China ein Anhängsel der rusfischeu Despotenmacht werden? Dagegen werde da» deutsche Vo k prorestiren. Hier handele es fich um Flottenschwiudel (Ruse: Oho!), um die Auswerk, samkeit de» deutschen Volke» von den inneren Zuständen abzulenken. Präsident Frhr. v. Buol bezeichnet den Ausdruck „Schwindel" als ungehörig. StaatSsecretär Gras PosadowSky wendet fich gegen den Abg. Liebknecht, der von einer gewaltthäiigen Regierung spreche, während doch gerade die Socialdemokratie selber ge- waltthättg vorgehen würde, wenn fie erst einmal an» Regiment käme, wa» ja nicht eintreten werde. (Heiterkeit). Die Aeuße- rungen de» Abg. Liebknecht bestätigten wieder, daß die Socialdemokraten eine revolutionäre Partei seien und biteben. DaS möchten fich die bürgerlichen Parteien bei den Wahlen gesagt sein lassen! StaatSsecretär v. Bülow bemerkt, sobald der Vertrag über Kiaotschau im Wortlaut vorliegr, werde er denselben in der Commission vorlegen. Mit England habe Deutschland wegen Weihaiwei keine Abmachungen. Deutschland wünsche nicht und glaube auch nicht an eine Auftheilung China» in absehbarer Zeit. Deutschland habe in Kiaotschau eine strategische und politische Position gewonnen, welche einen Antheil sichere an den künftigen Geschicken OstasienS. Deutsch- land werde ruhig, fest und friedlich bleiben. Den Stören- fried werde eS nirgends spielen, daS Aschenbrödel aber auch nicht. Abg. Bebel (Soc) wendet fich zunächst gegen den Vorredner und sodann gegen den Grafen PosadowSky, der an die bürgerlichen Parteien appelltrt habe, daß fie bei den Wahlen gegen die Socialdemokraten znsammrngingen. AngefichtS der jetzigen Angriffe auf die Freizügigkeit würden gewiß selbst die ostpreußischen Landarbeiter zur Befionuvg kommen. Auch werde man im Bolle wissen, wie sehr unser Reichswahlrecht gefährdet sei. StaatSsecretär Graf PosadowSky bespricht verschiedene socialdemokratische Aeußerungen und bestreitet ent- schieden, daß die Socialdemokraten fich, wie man behauptet, gemausert hätten. Dem Abg. Bebel könne er verflchern, daß ein neue» Soeialistengesetz nicht in AuSficht stehe, weil dadurch die bürgerlichen Klassen in Ruhe gewiegt werden würden. Die bürgerlichen Klassen müßten der Gefährlichkeit der Soelal- demokratie fich bewußt werden. Die besitzenden Klassen müßten dabei auch lernen, die Arbeiter gerecht zu behandeln, nicht nur die Dividende Ausschlag geben zu lassen. Er selbst werde stets bestrebt sein, Alle» zu thun, um Mißständen ab- zuhelfen; revolutionären Bestrebungen aber werde er mit aller Macht entgegentrrten. Abg. v. Kar dorff (Rp.) ist erfreut, daß die jetzige Regierung tn der Bekämpfung der socialdemokratischen Bestrebungen so energisch vorangeht. DeS Weiteren polemifirt er lebhaft gegen die Socialdemokratie. Abg. Förster-Reustettin (Antif.) wendet fich ebenfalls gegen den Abg. Liebknecht, um dessen Beschimpfungen der deutschen Politik zurückzuweisen (Vicepräfidevt Schmidt erklärt den Ausdruck „Beschimpfungen" für unstatthaft). Die Tocial- demokratie fei eine Hautkrankheit am Körper DeutfchlandS. Abg. Bebel (Soc.) polemifirt noch gegen den Abg. Förster und gegen den Abg. v. Kardorff, worauf die Vorlage an die Budgetcommisfion verwiefen wird. ES folgt die Vorlage bett. Abänderung der ConcurS- ordnung, und zwar in zweiter Lesung. Da» Gesetz wird en bloc in der CommisfionSsassung angenommen. Nunmehr beginnt dir zweite Lesung des vom Abg. v. Sa lisch und Genossen beantragten Gesetzentwurfs betr. daS BeeidiguugSV erfahren und die Bestrafung wissentlich falscher unbeeidigter Aussagen. Eine Reihe von Paragraphen wird in der CommisfionS- fassung angenommen. Beim § 143 beantragt Abg. Rintelen (Centr.) die ausdrückliche Zulassung eine» confeffionellen Zusatze» zum Eide. StaatSsecretär Rieb erd in g erklärt Namen» der verbündeten Regierungen, daß auch ohne solche ausdrückliche Vorschrift, entsprechend der bestehenden Rechtslage und Recht- sprechung, ein conselsioneller Zusatz zum Eide gestattet bleiben wrrde. Nunmehr vertagt fich daS Hau« aus morgen 1 Uhr. Tagesordnung: Weltpostvertrag- HandelSoertragSprovisotiu« mit England- dann die zurückgestellten Resolutionen und Petitionen zum Etat und Fortsetzung der heutigen Berathuug. Schluß 6 Uhr. Deutsches Reich Berlin, 27. April. Der „Berl. Corresp." zufolge bewilligte der Kaiser zur Hebung der Leistungsfähigkeit und Erwerbsfähigkeit der schlesischen Weder ein weitere» Geschenk von 45000 Mark aus dem DiSpofitiooSfond der Generalstaat-kaffe. Berlin, 27. April. Der „Post" zufolge ist an maß- gebender Stelle von einer Milfion des Kreuzers „König Wilhelm", nach Cuba zu dampfen, nicht» bekannt. Berlin, 27. April. Der „Post" wird au» Marburg mitgethetlt, daß Geheimrath Pcofrssor Behring bei seiner neuesten Entdeckung festgestellt habe, daß die Vögel in kurzer Zeit ein viel wirksamere» Antttuberkulose-Serum liefern, al» Kühe und Pferde. Auf diesem Wege bewegen fich zur Zeit die Forschungen, welchen Professor Behring und seine Assistenten obliegen. Behring hat fich mit dem Vorstand eine» Beterivär-Jnstitut» in Berlin zu energischer practischer Bekämpfung der Rindvieh-Tuberkulose vereinigt. Berlin, 27. April. Dem „Local Anzeiger" wird au» New-Aork gemeldet, Amerika habe etngewilligt, den Streit mit England wegen Alaska einem Schiedsgericht zu unterwerfen und zwar au» Erkenntlichk.it für Englands jetzige Haltung. DaS Marinedepartement beschloß, alsbald die Lage mit Gewalt aaszuklären und die Fahrtrichtung der spanischen Flotte sestzuftellen. Berlin, 27. April. Die Zusendung der Pläne über die Ausgestaltung der Weltausstellung zuPariS im Jahre 1900 ist von den französischen Ausstellungsbehörden für Ende Mat dem AuSstellungS-Cowmissariate der einzelnen Länder versprochen worden. ES wird dann auch in Deutschland mit der endgiltigen Vertheilung der Plätze au die verschiedenen Fachgruppen votgegavgeo und die Entscheidung über die Zulassung getroffen werden können. Der ReichScommiffar Geh. London, 27. April. I ♦* Detaillisten-Berein. Die gestern Abend abgehaltene, I ^kider schwach besuchte Versammlung de» Detaillisten. I Greins beschästtgte sich mit Angelegenheiten allgemeinen I Interesse». Zunächst berichtete der Vorsitzende, Herr Ernst I Balser, über diejenigen Schritte, die aas Grund der In der Versammlung vom 16. Februar gefaßten Resolution in I Betreff de» S.Uhr-Ladenschlusse» gethan worden. Die Liste der sich zum 9-Uhr-Ladenschluß verpflichtenden erhielt bei der ersten Zeichnung 236 Unterschriften, rückständig blieben 48 Geschäfte, gestrichen wurden 17 Geschäfte, welche mit Htuwei» auf den von ihnen betriebenen Branntwein-Verkauf und .Ausschank um 9 Uhr nicht schließen zu können erklärten, I von 31 Rückständigen wurden die Unterschriften noch ein- geholt, nicht angeschlossen haben sich drei Geschäfte (Dort, I Schwager und Steinhäuser), so daß sich mit dem 9«Uhr- Ladenschluß inSgesammt 269 Firmen einverstanden erklärten. Betreff» der Bäcker und Metzger wurde mitgetheilt, daß eine Regelung der Frage innerhalb ihrer Innungen erwartet wurde- auf diesbezügliche Anfrage hat die Metzgertnnung berichtet, daß fie vorläufig eine Einführung de» 9-Uhr«Laden. schluffe» mit Rücksicht auf verschiedene Zufälligkeiten und Eigenheiten de» genannten Gewerbe» ablehnen müsse. Die Gründe hierfür wurden von dem in der Versammlung an« wesenden Obermeister der Innung, Herrn Ptrr, au»sührltch dargelegt und mitgetheilt, daß die Innung die Sache im Auge behalten und wohl auch die Zett kommen werde, in der sich die Metzger anschlteßen. Nach einer der Versammlung nicht offtctell gewordenen Mittheilung sollen auch die Bäcker ihr Etnverständntß mit dem 9 Uhr-Ladenschluß erklärt haben. Die Erlangung von Unterschriften der Ctgarrenh ändler war ohne Erfolg. Was den Zeitpunkt der Einführung de» 9. Uhr-Ladenschlüsse» betrifft, so war man verschiedener Meinung- nach lebhafter Debatte wurde auf Antrag der Herren Wohlmuth und Herbert beschlossen, die Neue- rung bereit» mit dem 1. Mai eintreten zu lassen und die» । sofort durch Inserate in den hiesigen Blättern, wie auch durch in den Tchausenstern der Geschäfte anzubringende Plakate zur Kenntniß de» Publikum» zu bringen, wobei bemerkt wird, daß auf Geschäfte, welche bisher schon um 8 Uhr schloffen, diese Brstiwmung keine Anwendung zu finden hat. — Ueber »Schäden im Detailhandel- theilre Herr Vals er mit, daß er in erster Linie die Neujahrsgeschenke habe treffen wollen- es sei beschlossen worden, vorerst in der Mavufactur- I waarenbranche den versuch mit der Abschaffung de» „Neu- jährchenS" zu machen. In der Discuffion, an der fich die Herren Herbert, Stamm, Wohlmuth, Imheuser und Schmidt I betheiligten, wurde erwähnt, daß noch eine ganze Reihe von Schäden, unter denen da» solide Handelsgewerbe zu leiden I habe, zu beseitigen seien, z. B. ScheiuauSverkäufe. Es wurde ein einige- Zusammengehen nach vorheriger Besprechung inner- halb der einzelnen Branchen empfohlen, um geeignete Schritte I unternehmen zu können. Ein Beschluß hierüber wurde nicht I gefaßt, tndeß der Vorstand ermächtigt, zunächst die Ange. I hörigen der Manufacturwaarenbranche, die verhältntßmäßig am meisten bei der Sache interefflrt sei, zu einer Besprechung etnzuladen. Herr Balser theilt weiter mit, daß er Schritte I in Betreff der Wanderlager gethan, der Vorstand habe, nachdem bereits Rücksprache mit dem Herrn Oberbürger, meister und Herrn Lavdtagsabgeordveten Metz stattgefunden, I beschlossen, sich mit einer Eingabe an den Lanorag zu wenden. I Herr Balser sprach die Bitte aus, Wahrnehmungen über Mißstände in dieser Beziehung, auch hinsichtlich des Detail- reisens, zur Kenntniß deS Vorstandes zu bringen, er berührte I habet auch die von manchen Beamrenkategorien errichteten Kleiderkaffen, allerdings bezweifelnd, daß hiergegen etnzu- leitende Schritte von Erfolg sein werden, von verschiedenen Seiten sprach man fich indrß doch für Einleitung geeigneter Schritte aus, in der Zuverficht, daß die Regierung solchen berechtigten Wünschen Rechnung tragen müsse. Der Antrag, daß man fich direct an Großh. Ministerium wenden solle, wurde abgelehur, dagegen beschlossen, zunächst mit einer Eingabe an die Handelskammer die erforderlichen Schritte ein- -vleiten. — In Betreff der Kleinbahn Gießen —Bieber constatirt Herr Balser mit Genugthuung, daß der Stadt- Vorstand sich den Wünschen de» Verein» nach Fortsetzung der I Re»1eruog»rarh Dr. Richter gedenkt Ende Mai wieder nach Paris zu gehen. Frkf. Ztg. I ** 85t Radfahrer. Wir machen die Radfahrer (auch I Radfahrerinnen) hiermit auf die in vorliegender Nummer I enthaltene Bekanntmachung Großh. Polizeiamts aufmerksam, I wonach die Ausgabe der Radfahrkarlen und Nummerplatten I in ben nächsten Tagen noch nicht erfolgen kann. Der Termin wird noch veröffentlicht. Bis jetzt liegen 680 Anmeldungen •• Omnibaßfahrten Der mancherlei Veränderungen I aufweisende neue Omnibusfahrplan ist erschienen und I bei Ernst Balser, Mäusburg, zu haben. I * Bieberthalbah». Nachdem die Vorarbeiten für dir | Verbretterung der Lahn brücke bereits vorgenommen, hofft man in der kommenden Woche auf das Eintreffen der Eisen- I thkilt, um die Arbeit selbst vornehmen zu können. Die Arbeiten auf der ganzen Strecke werden so gefördert, daß I dieselbe bem Verkehr im Juli übergeben werden kann. Auf dem „Abendsteru" steht bereits ein ganzer Wagenpark bereit und -war je drei Personenwagen, Pack- und Postwagen sowie I 40 Güterwagen zur Beförderung von Eisensteinen und mehrere gedeckte Güterwagen, auch treffen in den nächsten Tagen bereit» drei Maschinen ein. •• BiehauSstellung. Der preußische Landwirthschaft^ Minister hat auf Antrag jür die in Gießen stattfindende Ausstellung von reine« Vogelsberger Zuchtvieh als Beihilfe 2000 Mark bewilligt. Diese Summe wird zu Preisen | lür die aus den preußischen Gebietstheilen in Gießen ausgestellten Thiere Verwendung finden. •• Frankfurter Pferdelomrie. Bei der gestrigen Ziehung der Pferdemarkt.verloosuug fiel der Hauptgewinn auf Nr. 47 876. Der dritte Treffer fiel auf Nr. 66 207, und bie Gewinnnummern 5—10 auf die Loosnummern 49 693, 97012, 92835, 70757, 36059 und 4607. •• verirrter Junge. Ao» Seligenstadt wird der „Darmst. Ztg." geschrieben: Im gestrigen Abendzuge, der zwischen Frankfurt a. M. und Aschaffenburg verkehrte, de« obachteten Paffagiere einer vierten Wagenabtheiluog einen recht gut gekleideten, etwa fünfjährigen Knaben, der plötzlich unter Thränen nach feiner „Mama" verlangte. Die Gesuchte war aber nirgend» zu finden. Die Fahrkartenangelegeoheir schien tndeffen geordnet gewesen zu sein. Der Mitreisende Zündholzhändler Adam Winter von Mainflingen nahm fich schließltch de» verlassenen Jungen liebevoll en, verließ mit ihm auf Staüon Dettingen den Zug und verbrachte ihn zu seiner vielköpfigen Familie. Der Junge kann auffälliger Weise seinen Namen nicht angeben- er spricht vielWehr ledig, lich und ziemlich oft von Lollar an der Lahd, seinem vermurhlichen Geburtsort. *• Der hessische Laubes-Pferde,uchivereiu läßt in diesem Jahre durch eine besonders bestimmte Eommisfion iu Belgien, Holland und Oldenburg Zuchtstnten ankaufen und zur öffentlichen Versteigerung bringen. Die Geueralversammluuf: genannten Verein» wird am l.Mai in Friedberg abgehalten. •* Fürsorge für fallsüchtige Kiuber. Zu der großen Anzahl humaner Anstalten, durch die unser Heffeuland au», gezeichnet — «an denke an die Kranken« und Siechenhäuser, an die Einrichtungen für Blinde, Taubstu«we, Idioten und Geisteskranke — wird demnächst eine neue, nicht minder noth- wendige kommen: eine Heil- und Pflegeanstalt für epileptische Kinder. Etwa 200 Epileptische in dem Alter von 6—14 Jahren hat man im Großherzogthuur gezählt, und zu« größten Theil, sofern fie nicht sehr wohl- Mttglieder der Kleinbahuco««ission zugetheilt hat. — Al- Nachfolger de» verstorbenen Herrn Heinr. Rübs am en, I dessen Andenken die versaunulung durch Erheben von den | Sitzen ehrte, ist Herr Schmidt (Firma Brüder Schmidt) in den Vorstand berufen worden. — Die angeregte Heraus- gäbe einer vertraulichen Liste schlechter Zahle, wurde al» nicht empfehlenöwerth bezeichnet, jedoch den Mitgliedern der Eintritt in den Verein „Creditref orm" em« pfohleu, der seiner Aufgabe voll und ganz gewachsen. — Nach einigen Mittheilungen über die im Sommer d». I». tu Gießen stattfindenden Lonferenz de» Detaillisten-Verbaud», der noch eine Generalversammlung de» hiefigen Vereins be« Huf» Besprechung der Tagesordnung ufw. vorausgehen wird, wurde die Versammlung geschloffen. *• Sportplatz. Die Uebungen der Mitglieder der unter der Direclion von Franz verhetzen stehenden Trainir- schule nehmen einen guten Fortgang und üben eine große Anziehungskraft aus das sportliebende Publikum der hiesigen Stadt und Umgegend au». Mit großer Pünktlichkeit wird täglich von vormittags 10 Uhr und Nachmittags von 5 Uhr an trainirt, und die Zuschauer, welche fich stet» zahlreich einfinden, legen da» größte Jntereffe für die Uebungen an den Tag. Die eiserne Laergte, mit welcher Herr verhetzen seine Aufgaben zu erfüllen bestrebt ist und die Lousrqueuz mit der er seine Schüler fortgesetzt auf alle» Dasjenige auf- merksam wacht, was fie fich aneignen müssen, um demnächst mit Erfolg in den Wettbewerb eintreten zu können, staden das richtige Berständniß, und die jungen Leute find äugen- scheiultch auf da» Eifrigste bestrebt, den Rathschlägen des bewahrten Fachmannes verhetzen Folge zu leisten. — Dir vorzügliche Beschaffenheit der Cementbahn ermöglicht aber auch in ganz besonderer Weise die Uebungen der Rennfahrer, und wenn einerseits dem auf«erksamen Beobachter fast von Tag zu Tag die Verbesserungen bei den Schülern ohne Weiteres auffüllen müssen, so schreiben andererseits die Herren verhetzen und Opel selbst ein gute» Theil an den hervorragenden Erfolgen, die fie am letzten Sonntag bei starker Eoncurrenz in Dortmund, bezw. Mannheim erzielten, ihrem Training auf der hiefigen, in jeder Beziehung muster- gültigen Rennbahn zu. E» türftr fich daher für viele sehr empfehlen, sich zu dem immerhin noch einige Wochen dauern« den Lursu» jetzt noch einichreiben zu lassen, wa» unter Beifügung der Gkbühr von 20 Mk. bei dem „Luratoriuni der Rennbahn Gießen 1897" beantragt werden kann. — Das -weite Versuchsrennen der Tratnirschule de» Herrn verhetztr findet in aller Kürze statt. Wien, 27. April. In der hentigen Abgeordneten- Haussitzung gab Mintsterpräfident Gras Thun die äuge- kündigte Regierungserklärung in der Angelegenheit der Sprachenfrage ab. Die „N. Freie Presse" beurtheilt dieselbe abfällig und bemerkt, das wichtigste an dieser Erklärung sei da», wa» sie nicht enthalte. Venedig, 27. April. Die Regierung gab dem hiesigen Marine-ArsenalBefehl, alle hier befindlichen Kriegsschiffe eiligst au»zurüsten und zum AuSlaufeu bereit zu halten. Mailand, 27. April. Von hier reisen heute eine große Anzahl Freiwilliger nach Euba ab, um fich den Aufständischen anzuschließen. Darunter befindet sich auch der Trienter Ravarsini, der im griechisch-türkischen Kriege bei Domokos gegen die Türken focht. Sofia, 27. April. Der LaffationShof wie» die Nichtig- keit»besch werde Boitjchew» und Novelitsch» ab. (Bottschew und Novelitsch wurden bekanntlich am 25. Januar wegen Ermordung der Ungarin Anna Simon zum Tode ver- urtheilt.) Bayonne, 27. April. Nach hier eingegangeoen Meldungen aus Madrid ist ein au» vier Panzerschiffen und drei Torpedojägern bestehende» spanische» Geschwader gestern in See gegangen. E» geht da» Gerücht, da» Ge- schwader solle die Haupthafenplätze der amerikanischen Nord- ; fiaaten angreifeu. Ein andere» Geschwader sei in Ladir in Bildung begriffen. London, 27. April. Die Eonsulu von Salvator und Nicaragua erklärten, ihre Regierungen würden Neutralität beobachten. Für die nächsten Tage ist ein ernste» Zusammentreffen der spanischen und der amerikanischen Flotte zu erwarten. Die spanische Flotte in den Gewässern der Philippinen geht dem au» der Mios«Bay kommenden amerikanischen Geschwader entgegen. London, 27. April. Die Regierung von Capstadt hat die Neutralität im spanisch amerikanischen Conflict gestern offictell erklärt. „Daily Mail" berichtet au» Was- hington, Präsident Mac Kinly habe jetzt da» Finanz-Project in Händen, welche» zur Deckung der Krieg»kosten aufgestellt wurde. Dasselbe beläuft fich auf 120. Millionen Pfund Sterling und wird noch heute dem Congreß unterbreitet werden. Madrid, 27. April. Nach einer amtlichen Meldung befindet fich das amerikanische Geschwader noch vor Havanna, aber in großer Entfernung. Ein amerikanisches Schiff näherte fich, wie die Meldung weiter besagt, der Küste und machte den Versuch, eine Freibeuter-Expedition zu landen. Da» spanische Kanonenboot „Ltgero" griff baß Schiff an und zwang es, sich unverrichteter Sache zurückzuziehen. Madrid, 27. April. Der commandtrende Admiral in Manila meldet telegraphisch, daß er mit dem Geschwader ausgelaufen sei, um Aufstellung zu nehmen und den Feind zu erwarten. Madrid, 27. April. Einer Meldung de» „Heraldo" zufolge würde Rußland Spanien ebenfo seinen Beistand leihen, wie England ihn Amerika leihen würde. Im Falle eine» englisch.amerikanischen Bündnisse» würde ein solche» »wischen Spanien und Rußland beschlossen werden. Rew-Aork, 27. April. Für den nächsten Samstag wird hier rin entscheidender Kampf auf den Philippinen erwartet. Rew-Uork, 27. April. Der „New-Aork-Herald" meldet an» San Juan auf Portorico: Die Spanier hätten den nn- möglichen versuch begonnen, die seit längerer Zeit vervach- läsfigten Befestigungen wieder in Biand zu setzen. Nur der Bau einer neuen Batterie westlich des Fort» Ehristobal schreite rüstig vorwärts. 14 gezogene Geschütze großen Kaliber» würden dort ausgestellt, auch würden große Vorbereitungen »nr vertheidigung der Einfahrt der Häfen durch Minen usw. getroffen. 1 Havanna, 27. April. (Reuter.) Zwei amerikanische Monitor» brachten zwei Kohlenschiffe auf. Diese wurden alsbald wieder freigegeben, weil es deutsche Schiffe waren. — Die Lolonial«Regieruug»«Eommission, die .sich in i ba» Lager der Aufständischen begeben har, ist noch nicht zurückgekthrt. Selbst in Regierungskreisen heißt e», die An- strengungen, einen Frieden mit den Aufständischen herbeizu- führen, seien ftfololo» aewelen. Ceealet m«6 prouHnjiea««. Sietzen, den 28. April. M-y", «Iccfclb». °°m jLanbiD«Ct»Uf Öicfjtn, zum Seconde-Lieutenant der Reserve des S. Großh. Heff. Jnf.-Regt». Nr. 168, Klingspor, Vice- fdbn>. vom Landw-Bezirk I Darmstabt, zum Sec.-Lt. ber Reserve beS Jnf.-Regts. Nr. 185 besörbert. ** tMW Dienstnachrtchlen. Am 22. März wurde am. « ?0|epfr ttcfarl zu Vendersheim, Dec. Gau-Vickelheim, die kathol. Pfarrstelle daselbst Übertragen - am 4. April wurde der Psarrcurat Earl Forschner in hlbft8 J?‘L, r,Q^oItld,,n Warnt von St. Quinrin da« J EM,kang vom 18. April b». I- an, bestellt. — Ueber den Besitz der nach Art. 1 und 4 des Gesetze» ShApAh1 r88x7/ bic Abbildung und Anstellung der Geistlichen betreffend, zur Uebernahme eine» KirchenamteS berüalich der ? tfl bcr Nachweis erbracht worden bezüglich der Canbidaten ber evangelischen Theologie: Ernst «aWu“1 ' O"o Lenz an» Gießens Heinrich Schlösser au» Worms, Friedrich Sch u st er ans Frischdorn und Paul Vogt aus Darmstadt. Frstchdorn H-ttdel-kammer vom 22. April 1898.1 «nteefenb bie H«ren: Koch, Scheel, Balser, Gail, Kad Klingspor unb Wortmann. - In Folge eine» von den Herren Abgeordneten Metz und Genossen bei der zweiten I »ahn bi» Bischoffen so thatkräftta aoaeschlollen babe imh Kammer eingereichten Antrag» auf Gewährung einer staat» angewoffni ^abe, unb »we Uchen BeihÜlfe für die kanfmännifchen Fort-' bildungsfchulen zu Darmstadt, Gießen, Offenbach, / Worm» unb Bingen hat Großh. Ministerium, um eine Grundlage für Beurtheilung diese» Anträge» zu gewinnen, I unsere Handelskammer über Höhe und Herkunft der Mittel, I Schülerzahl, Unterrichtszeiten u. f. w. fpeeiell der hiefigen Fortbildungsschule zur Berichterstattung aufgefordert. Die I Kammer hat ohne Verzug dieser Verfügung entsprochen und in einer ausführlichen Darlegung auf die Bedeutung unb die Erfolge der hiesigen Fachschule inSbesonbere auf daS Er- I sorderniß eine» staatlichen Zuschusses hingewiesen. Wir bürfen un» ber Ueberzeugung hingeben, baß Großh. Staats- regieruvg bem Antrag wohlwollend gegenübersteht unb nach- I dem noch jüngst unsere LanbrSvertreter in so bereitwilliger I Weise bie für anbere BilbungSzwecke erforberlichen Gelb- mittel gewährt haben, ist eine Ablehnung vorstehenb gebuchter I Subvention umsoweniger anzunehmen, als biefelbe sich in sehr bescheidenen Grenzen hält. — Der Voranschlag des I Budget» der Kammer für das Rechnungsjahr 1898/99 gelangte zur Berathung und Festsetzung. Bor Anknüpfung I einer Geschäftsverbindung mit den Firmen: Guillaume Siehl I fils in Brüssel, GroSvenor n. Eo. in London, Georg Meißner I in Belgrad, Isaak Goldenberg u. Co., Begnopulo» in Cairo I muß gewarnt werden. — Mit Bezug auf den Beschluß de» BundeSrath» vom 28. Januar d. I. betreffend „Bestimm- I ungen über Ertheilung amtlicher Auskunft in I Zolltarifangelegenh eiten" theilt Großh. Ministerium I de» Jauern den Handelskammern die Bestimmungen! hierüber mit. Dieselben können sowohl auf unfeem Bureau, I I werden"^ 6cn Hauptsteuerämtern eingesehen I i iXognac Mbniwse" Vrm nut ahnl (and; dir Numiuri oufmeifiam, iwploiun Der Lttmio lmMogn- ig.°W»k rlviov aui 66207, * nein 49693, diviithsiM stattfindtnde alS ökihilsk d zu Picistu Gießen Ken str dir ommen, hch en der Eilen- können. DK Ordert, dai 1 kann. Tills eupLik bered ifljogen \M a und mehrere jchsten Lagen der unter Traioir, i eine flro6e , « Hie« liichkeit wird 6 don 5 Uhr M jahlttiih Übungen an »r Berhihen SonfequcDj. Wenige °us. m demnächst wen, finden sind äugen, schlagen det stell. - Die töglicht aber : Rennfahrer, ter saü vvn chiilern ohne ererseitß die heil an den Sonntag bet ilm erzielten, Mg wüster, r diele sehr chen dauern' unter Sei« atoriu« der in. - Dal rn verhiher !° don den ei ^rnidt) eflte Hnm. ! Miet ’ den Kit, f°r®' em. Mlen. __ «et ds. I-, ^erdands, Verein! be- mtrd, in * W1* ,s« Ur l,o6'n »lote» »°° t** m: it wird der Abzüge, drr leeWj“; der fMlid: Die Seinchtl *.....* , *Ae& i »rt« r »„lieb >d)t< .»Hi* 16h, l,le* demselben wird hervorgehoben, daß die Fraktion bereitwilligst für die Verstärkung der Machtmittel des HeereSgesetzeS von 1893 und in der jetzigen Flotten-Borlage eingetreten fei. Den erweiterten Machtmitteln bei Reiches müsse aber eine Erweiterung der wirrhschastltchen Leistungsfähigkeit des Volkes entsprechen. Neueft« Nacboichteu. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 28.April. Die Freisinnige Bereinigung gestern mit ihrem Wahlaufruf hervorgetreten. In Verkehr, CanO* und VeUswirthschaft tiwtwre, 27. April. F lllchtmirkt. Roth er Wet» n A 19,27, weißer Wttzen A 00.00, «orn A 13.12, Gerste A 10 60, H-ii'r A 8.28. nQnnoharn.Qoido — nur ächt, wenn birect ab meinen nenueuery DvlU v Fabriken bezogen — schwarz, weiß und farbig, von 75 Pfg. biS Mk. 18.65 p Meter — in den modernsten Geweben, Farben und DesstnS. An Private porto und ateoerfrei los Haus. Muster umgebend 229 6. Henntbergs Selden-Fabriktn (k u. k. Hofi ), Zürich habenden Familien angrhören, befiaden sie fich in einer traurige Lage, der Aufenthalt im Kreis der Angehörigen schließt ganz und gär nicht immer eine rechte Verpflegung und noch weniger die sonst etwa mögliche Besserung oder Heilung ein. Es ist deßhalb eine Commission von Herren ans den drei hessischen Peovinztu zusammevgetreten, die eine Anstalt für solche fallsüchtige Kinder und Jugendliche gründen will. Großes Entgegenkommen bat dieser Plan in den verschiedenen Kreisen gefunden, zunächst bei den Aerzten und Schulbehörden, die durch jenes Unternehmen endlich die schwer zn behandelnden Epileptischen zweckmäßig untergebracht sehen, zu schweigen von den Angehörigen und Freunden dieser armen Kinder, denen mau nur zu gern helfen möchte. Das Protektorat über die Anstalt hat Ihre König!. Hoheit die Großherzogin Übernommen. Jo der Gemarkung Nieder-Ramstadt b. Darmstadt find von der Commission vier Morgen Ackerland angekauft worden, um dort ein allen sachgemäßen Anforderungen entsprechende» Gebäude zu errichten, daS zunächst 30—35 Pfleg- Itagen Unterkunft gewähren würde. Wohl sind einige Mittel z» diesem Zweck schon vorhanden. Der Hauptsache nach müffen sie noch aufgebracht werden. Man zweifelt nicht, daß reichliche Mittel zur Verfügung gestellt werden, wenn die private LiebeSthätigkeit um Beihilfe angegangen wird. Hoffen mir, daß die geplante, in hohem Grade nothwendige, humane Anstalt recht bald zur Aufnahme der so sehr unglücklichen Kinder bereit gestellt sein wird. Berlin, 28. April. Die Grünenthal'sche Angelegenheit ist, wie das „Kleine Journal" berichtet, jetzt so wett gediehen, daß der Abschluß der Untersuchung in wenigen Tagen erfolgt. Der im Juni statifindende Proceß soll noch weitere sensationelle Enthüllungen bringen. Elli Golz soll ein Kind des Grünenthal sein, welches dem Ltebesverhältniß mit der Mutter derselben evtfproffeo ist. Loudon, 28. April. „Daily Mail" meldet au» Havanna: Admiral Devrh habe erklärt, er werde der Stadt Manilla nur eine kurze Bedenkzeit geben, um fich zu ergeben. Man glaubt, die amerikanische Flotte werde die spanische Flotte mit Erfolg bekämpfen, da die amerikanischen Schiffe mit bedeutend befferen Kanonen ausgerüstet seien als die spanischen. Andererseits wird versichert, daß die Insurgenten einen Angriff vom Lande auS unterstützen würden. Loudon, 28. April. Die spanische Fabrik für rauchloses Pulver in Tanta Cruz soll durch eine Explosion zerstört worden sein. Loudon, 28. April. „Morning Post" meldet aus Washington, General Wilson sei vor den Ministerrath geladen worden, um seinen KriegSplan zu erklären. Der Plan besteht darin, zuerst die Artillerie auf Cuba zu landen und die Landung der Infanterie durch die Flotte zu decken. Loudon, 28. April. Wie bereits gemeldet, erwartet man bei'Manilla am Samstag einen Angriff de» amerikanischen Geschwaders. Dasselbe zählt vier gepanzerte Kreuzer, zwei Kanonenboote und einen Kutter. Spanien hat dort nur einen Kreuzer und vier Kanonenboote. Die alten Forts wurden kürzlich verstärkt und moderne Geschütze aufgestellt. Der Eingang zum Hafen von Manilla ist durch Minen geschützt. Es wird nur ein schwacher Widerstand erwartet. Loudou, 28. April. „Central-NewS" meldet, der Offizier, welcher das amerikanische Torpedoboot befehligte, welches von dem spanischen Kanonenboot „Ligera" beschädigt wurde, werde vor ein Kriegsgericht gestellt werden wegen mangelhafter Führung deS Torpedobootes. Loudou, 28. April. Der Correspondent des „New-York- herald" in Havanna meldet, daß ein ©Betreff en zwischen einem amerikanischen Torpedobootzerstörer und dem spanischen enttfüntra# tn her Synagoge Samstag den 30. April 1898. Vorabend 7" Uhr, Morgens 8»o Uhr Haphtarah-Erklärung, Rackmittags 4 Ubr Schriflerklärirng, Sabbaihausgang 8" Uhr. Kanonenboot Ligera bei Cap Piedra stattgefuuden hat. Es wurden 11 Schüsse gewechselt und Ligera der Schornstein weggeschoffen. Schließlich zog fich das amerikanische Schiff stark beschädigt und mit bedenklicher Neigung nach der Seite zurück. Ein weiteres Telegramm au» Havanna besagt, da» spanische Transportschiff Mootstrat mit 1000 Soldaten, 500000 Dollars in Silbergeld und 18 Grschützm habe trotz der Blokade öienfeugon erreicht. Der New Kirk Herald erklärt die» für eine falsche Meldung, um die amerikanische Flotte irre zu führen. Der Agent des Lloyd krbelt aus Kingston, dieses Schiff sei erobert. Bestätigung bleibt abzuwarten. Haag, 28. April. Holland hat der spanischen und amerikanischen Regierung mitgetheilt, e» werde im gegen- wattigen Conflict volle Neutralität beobachten. Madrid, 28. April. Einer amtlichen Meldung au» Manilla zufolge ist im Hafen don Jlo das ipaoische Kanonenboot „Elcano" mit der amerikanischen, 1640 To. Kohlen führenden Fregatte „Balana" eingelaufen, die eß auf hoher See genommen halte. WB. Key West, 28. April. Reutermeldung. Die ameri- kauischeu Schiffe „Newyork", „Cincinoati" und „Puriton" bomdardirten getiern baß Fort Mataura». Der Kampf begann um 12% Uhr Nachmittags unb bauerte eine halbe Stunbe. Die Spanier erlitten große Verluste, die Amerikaner keine. Seidenstoffe O® verlange Muster mlt »lngabc d. Gewüafchlen. von Elten & Keussen, 'öuS4 Crefeld Irische Schellfische und babliau zu haben im 4465 „Rebstock". Eia Maschinist and Hetzer, gelernter Schlosser, wird gesucht von der 4451 Brauerei Bopp in Marburg. Großer Keller per sofort zu vermiethen. 4461 Kanzleiberg 9. 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Geilfus, 2) in der Nordanlage am Kaufmännischen Vereinshaufe, 3) am Liudcoplatz 158 an dem Hause des Herrn Friseurs Gerhard, 4) in der Bahnhofstraße 8 am Hause des Herrn Rentners Klinket, 5) in der Löberstraße 26 am Hause des Herrn Agenten Siegel, 6) in der Löberstraße am Hause des Herrn Bäckermeisters Flick, Bismarckftraße 6, 7) in der Stephauftraße 18 am Hochbauamt. Außerdem wird noch ein Briefkasten an der Bahnhofstraße 57 am Haufe des Herrn Ph. Bauer II. angebracht werden, sobald die nachgesuchte polizeiliche Genehmigung hierzu ertheilt sein wird. Kaiserliches Postamt 1. Ritsert. < Für den hiesigen Platz und Umgegend wird ein rühriger Herr aus der befferen Gesellschaft gegen hohe Provision als General-Agent für eine gut accreditirte Versicherungsanstalt mit leicht zu bearbeitenden Branchen (Renten-, Capital- rc. Versicherung, wobei eine ärztliche Untersuchung nicht erforderlich ist) gesucht. Der betreffende Herr würde mit der Direction birect verkehren. 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' <$cr Vorstand Radf ahrer-Costüme! ••••••••••••oeaeeeeeeeeee Die glückliche Geburt eine» kräftigen • Zungen 8 9 zeigen hocherfreut an 447g G August Schwan und Krau, £ geb. Breitenbücher. 5 £ Gießen, 27. April 1898. meetoetmowmeMete Im Saale des Gesellschafts-Vereins Dienstag den 3. Mai 1898, Abends 7 Uhri Die neuesten, elc„i,ntrstei, und erprobt dnucrhnftcsten WUm-Mim-SM J. Pfeffer$ Marktplatz Joh. Brahms. Max Brueb. )U verkaufen. 4442 14 Ttttlk 445 4470 Gießen, 28. April 1898. 4467 Gießen, den 28. April 1898. 4469 örrjlorfiiinh dks Vertins der Qrtailliftfn m *ir|ra1 4479 Warums Weil Pascha die vourtvorjügc: höchsten, anbaltenden Glanz und große Epariamkeu im Verbrauch vereint. 1211 Sckluk Tcxtois Terrasse (Hardt). Cristen; oder Nebenverdienst! MW y Der Gesammtaustage unserer heutigen Nummer liegt ein Preiscourant des Hamburger Gngros- 4459 ZU uerltnufen Kmit Gesuche Zttllrii-Gfluchf Verloren Vereine B. Ooderd. P. Saraeate. 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Geibel, für Soli und gemischten Chor, op. 24 .............. 1. Henle (Gedicht von Fr. v. Schiller) für gemischten Chor, op. 10 2. Concert-Scene und Arie für Sopran; Misere dove sonl 3. Le trille du dlable, Sonate für Vrioline in G-moll . 4. Gesänge für Frauenchor mit Begleitung von zwei Hörnern und Pianoforte, op. 17........ a) Es tönt ein voller Harfenklang, b) Lied von Shakespeare, o) Der Gärtner, d) Gesang auf Fingal. 5. Lieder-Vorträge der Frau Dr. M. Wilhelmj: a) Immer leiser wird mein Schlummer....... Um stille Thetlnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Familien Leuviug, Kreiling, Belloff. Eintritt*karten zu Mk. 1,50 (Sperrsitz Mk. 2,50) sind bei Herr* Ernst Challier (Rudolph’s Nachf.), für Studirende bei Herrn Ha na Verwalter Stork in der Aula zu ermässigtem Preise zu haben. 4210 Dosen 4 10 u. 20 Pfg. ;u haben in den meisten Drogen« u. S pecer. «Geschäften. Fabrikant: Carl Gentner. Göppingen. 4457] Ein Mädchen empfiehlt sich im Kleideiniachen in und außer dem Hanse. Nähere« Bleichsiratze 34. im GiehkRer Stadtwalße, Zichkr-rahk, rrgr Schleife recht«, statt. Festredner. Redacteur Scheidemann. Abmarsch: Nachmittag« 7,2 Uhr von der oberen Licherstraße. Bei ungünstiger Witterung K3T Versammlung -MItz bei Gast« wirth Orbig, Ritterqasie, ^i'achmittag« 4 Uhr. Aatdfefi findet afrdann 8 Sage später fielt. Das Gewerkschafts«(5arteil. Ein Lehrling für ein Photographie« Seschäft wird gesucht. Offerten unter !. A. 4449 an die Exped. d. Bl. erbeten. Die Beerdigung findet Samstag den 30. April, Nachmittag« au« fnt D0nt Sterbehause, Marktplatz 6, Eingang Wagengaffe, Wanderer KiehenerAadsaörer-Kesesssch. Lchnabelkipplowries, cbm Inhalt, 60 om Lpur, mit Patentachsen, ungebraucht, beson' derer Umstände halber umgetauscht, in hiesiger Nähe lagernd, sollen sofort «ehr billig verkauft werden. Gest. Anfragen unter K. F. 2155 an Rudolf Moste, Köln. 4472] Ein Mädchen, welche« kochen kann und üauöarbeit versteht, sucht hielte m feu beiden gast. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerz« liche Miitheilung, daß e« Gott dcm Allmächtigrn gefallen hat, unsere liebe, unvergeßliche Pflegemutter, Schwester und Tante Katharina Walther nach kurzem, aber qualvollem Leiden, im Alter von 84 Jahren, zu sich zu nehmen. Mai-Feier 1898. Die diesjährige Mai Feier der Gießener Arbeiterschaft findet a» b) Giä la notte, Concert-Canzonetta für Sopranstimme, nach dem 17. J. Haydn’sohen Streichquartette .... Paul. Viardot-Garcia» o) Ständchen ................Rich. Strauss. Wir geben hierdurch bekannt, daß fich fast sämmtliche (ca. 260) Inhaber hiesiger Detailgeschäfte verpflichtet haben, ihre Läden, statt wie seither Abends 10 Uhr, vom 1. Mai a. c. ab bereits Abends 9 llhr zu schließen Und ritte« daher an da» oerehrliche Publikum Gießen« die Bitte, seine Einkäufe vor 9 Uhr Abend« vornehmen zu wollen. AuSgkschloffe" von dieser Bestimmung find iämmtlich? Eamstage, acht Tage vor Cftern, acht Tage vor Pfingsten uno der ganze Deeember, für welche Tage em vorbestimmter Ladenschluß nicht besteht. Diejenigen Geschäfte, wrlche bisher früher schloffen, behalten ihren seitherigen Ladenschluß bei. vtt schied ent s PoWtiglmtgenTm Onfrntia. Samstag den 30. April: Feier -es 1. Stiftungsfestes auf der Schönen Aussicht. Für Mitglieder und deren Familie frei. — Für Fremde €nlree b Person 1 Mk.[4480] Der Vorstand. ^eute Morgen 6% Uhr entschlief sanft nach langem Leiden meine innigst geliebte Frau, unsere gute Mutte-, Schwiegermutter und Großmutter Maria Manlcel geb. Dinkel. Um stille Theilnahrne bitten die tiestrauerudeu Hintcrbliebeueu. sind mir zum Alleiuverkauf für den hiesigen Platz übertragen und liegt ein derselben in meinem Schaufenster zur gcfl. Ansicht aus. Anfertigung nach Maß unter Garantie für gutes Passen! Hermann Goetz. W. ▲. Motart. Guiseppe Tartini. Joh. Brahma. Hodes -Anzeige. Am 26. April, Abends 11 Uhr, entschlief sanft nach nur kurzem Krar ksein im 73. Lebenjahre Herr Ludwig Möller Optiker. Die Beerdigung findet Freitag, Morgens 11 Uhr, von der Leichenhalle aus statt. 4424 Danksagung. Für die herzliche Theilnahrne bei dem Hinscheiden unsere« unvergeßlichen Gatten, Vaters, Schwiegervaters und Großvater« Wilhelm Kreiling, Schneidermeister, sagen ihren tief- gefühlten Dank 4450 Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, Mainz, Karl«ruhe, den 28. April 1898. CONCERT des Akademischen Ges ang Vereins. Soliaten: Frau Dr. Maria Wilhelmj aus Wiesbaden (Sopran), Frlul* Mina Rode aus Frankfurt a. M. (Violine), Herr Adolf Müller aus Frankfurt a. M. (Bariton). Dirigent: Herr Gustav Trautmann. Gro^h. Univers.-Muaikdirector. Lohntag den 1. Mai: ^ahrt nach vvtr ytvvtnuvrvit:nH: n t^iubberg. Abfahrt 2 Uhr Eos« vettlcr Herren die sich dcm Verkaufe eines leicfat absetzbaren, gern gekauften Anikels wid- , - ------------------ - - • _ - - « ---a—” iVüQtt laut Programm findet erfi an, men wollen, finden bei ciniaem lohnende Beschönigung. )lnerbie:en u-.nc- Lagers Alexander Salomon A Co., Lcholftraste 4 da _ Natt-44eg J^Q. 6K04 befördert «ndolf «oste, Berlin SW. 445tlhifr, bei. " 44591 Madcken können sehr gute Stellen erhalten durch Frau Trünkner, Sonnenstr. 13. 4445| Kauffrau von '/,7 bis >/,S Uhr Bormittagü gesudtt. Ludwigstr. 18, HI. Araves Mädchen tagsüber zu einem Kinde gesucht. 4440 Bahnhofstraße 59. 44 i'-'l Ein Mädchen vom Lande, neiche« mit Wäsche umzugeheu versteht, wird ge- hidii. toasihaus 3um Psäl,erl,of. |f • ■ ■■ ■ ta>4ar Ssbsbigun Behrtftart uad r.ihaisrH via Visitkarten ____ Unlrina» T «cbsfhsn: I. 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